Mittwoch, 27. Februar 2019

Glisten & Glow "Oceanic Overtures" Sea turtle sonata

Kurz vor Ende des Monats möchte ich noch meinen letzten Beitrag zu "Wir lackieren..." im Februar zeigen - so ein kleines Highlight kann ich zum Ende des Monats wirklich gut gebrauchen. Lacktechnisch ist es definitiv eines, darum habe ich den Lack auch aufgehoben, sonst wäre mir ja schon Mitte des Monats komplett das Material ausgegangen und Lotte hätte die Fahne ganz alleine hoch halten müssen...

So gibt es heute "Sea turtle sonata", den Lotte natürlich auch schon gezeigt hat. Ich muss ja gestehen, dass ich alle drei Lacke aus der Kollektion bombastisch fand, aber ich wollte nicht drei wirklich sehr ähnliche Töne hier zeigen, darum ist es nur einer geworden und ich finde, dass der sich auch mehr als nur sehen lassen kann! Vielleicht ist es auch ein kleines bisschen stimmig, dass heute Abend auch irgendeine Serie mit Meerjungfrauen läuft, vielleicht ist heute einfach ein meerlastiger Tag - mal vom Wetter abgesehen.
Am Anfang diesen tollen Ergebnisses steht natürlich der Auftrag und auch wenn der einfach und angenehm von der Hand ging, fand ich den Lack ein bisschen müffelig. Die erste Schicht zeigt schon deutlich, was der Lack an Holo im Angebot hat - nur mit der Abdeckung ist es nicht so weit. Nach drei dünnen Schichten (und ich lackiere wirklich dünn!), war mein Nagelweiß noch ein wenig erkennbar, also habe ich eine vierte Schicht lackiert, die das Ganze dann blickdicht gemacht hat. Dank der angenehm kurzen Trockenzeit ist das mit der Schichterei kein Problem und ich habe dieses Mal auch keinen Topcoat aufgetragen. Der Lack trocknet zu meinem Erstaunen recht eben ab und auch wenn er keinen Supergloss im Angebot hat, reicht der Glanz aus meiner Sicht vollkommen aus - denn der Holoeffekt kommt auch mit diesem Finish absolut perfekt durch! Ich gestehe hier mal wieder das Kunstlichtproblem zu haben, da der Effekt deutlich schwächer wirkt - "Sea turtle sonata" produziert ein astreines Holo-V und strahlt so richtig!
Farblich ist "Sea turtle sonata" recht klar ein silberner Holo, wobei man von dem ilber nicht übermäßig viel sieht, da der Lack eben primär ein Hololack ist und keine nichtholographischen Pigmente hat - zumindest bilde ich mir das ein. Allerdings hat der Lack nicht nur einen grandiosen Holoeffekt, sondern enthält auch noch Flakes, die sich je nach Lichteinfall vom Farbton her unterschiedlich zeigen - Fakt ist aber, dass sie alle eher dunkel funkeln. Die Größen der Partikel sind auch sehr unterschiedlich und sie sind alle unregelmäßig geformt, da ist also nichts mit schön gleichmäßigem Ergebnis oder einer gleichmäßigen Verteilung. Das ist aber gar nicht so schlimm, da sich die Partikelchen wunderbar in den Lack einfügen und nicht abstehen, sondern plan aufliegen oder ehere im Lack liegen. Das kann man schön erkennen, da die enthaltenen Schimmerpartikel auch auf den dunklen Partikeln in hellblau oder türkis funkeln, die sich je nachdem wie sie liegen in Lila, Grün, Türkis oder Dunkelblau zeigen oder einfach nur "dunkel" sind. Ich finde die Zusammenstellung des Lacks klasse und sehr spannend und mag vor allem diesen superdeutlichen, aber nicht aufdringlichen Holoeffekt in Kombination mit dem Schimmer.
Bei dem Namen war schnell klar, das für ein Design die Schildkröten gesetzt sind - ich musste mich nur noch für welche entscheiden. Tatsächlich hatte ich mehrere Varianten zur Auswhal, habe dann aber die Explorer 16 von MoYou genutzt und unterschiedliche Schildkrötchen auf die Nägel gebracht. Mit einem dunklen Lila (ich bilde mir ein, das war ein recht unauffälliger Lack von Astor, der mir im Fläschchen noch ein wenig wärmer vorkam, als er nun auf den Nägeln wirkt) habe ich auf jeden Nagel ein anderes Schildkrötenmotiv gestempelt und mich teilweise auch an zweien probiert, da ich die TIerchen nicht alle nur mittig auf den Nagel setzen wollte. Auf dem Mittelfinger ist es nur bedingt gut zu erkennen, dass das untere auch eine Schildkröte sein soll - irgendwie ist das Stamping nicht so gut geworden... Im Bereich des Nagelbetts schwimmt eigentlich eine kleine Schildkröte quer, abr das sieht auch nicht wirklich nach einem Tier aus.
Beim Fotografieren ist mir aufgefallen, dass durch die Reflektionen des Lichts die Schildkröten nicht so richtig gut erkennbar sind, also habe ich mir einen matten Topcoat geschnappt und "Sea turtle sonata" mit den Schildis drauf mattiert - und sieh an! Auf einmal kann man die Tierchen besser erkennen, auch wenn der Glisten & Glow natürlich deutlich Brillianz eingebüßt hat.Der Holoeffekt ist aber noch immer gut erkennbar, auch wenn er auf dem Bild ein bisschen vom Lmpenlicht überstrahlt wird - das ist mal wieder ein klassischer Anwenderfehler und nicht auf den tollen Lack zurückzuführen. Ein bisshen gehen bei dem Stamping allerdings die Flakes unter - die zeigen sich vorwiegend als kleine, geschredderte Teilchen, die farblich nicht mehr gar so variabel sind. Die Stampingmotive lenken allerdings sehr von diesen kleinen dunklen Flecken ab, die ich sonst eigentlich so spannend an dem Lack finde.
Die Haltbarkeit des Lacks ist auch ohne Topcoat erstaunlich gut, der Lack lässt aber Tipwear auch nicht so gut erkennen, wie es bei dunkleren oder farbintensiveren Lacken der Fall wäre. "Sea turtle sonata" ist so einer der Lacke, die ich ewig tragen könnte, aber irgendwann musste der Lack ab und ich war sehr froh, dass das ohne größere Schwierigkeiten ging - die Flakes waren erstaunlich angenehm abzulackieren! Ein Zückerchen aus meiner Sicht und definitiv ein würdiger Abschluss für diesen Monat.

Sonntag, 24. Februar 2019

Zombie Claw Polish "Mystery Zombie #3"

Als ich auf der Suche nach einem Lack war, den ich für heute lackieren könnte, stand ich recht ratlos vor meinem Regal - der Herr der Schöpfung konnte mir aufgrund von Abwesenheit leider auch nicht helfen, also nahm ich zahllose Lacke in die Hand und stellte sie wieder weg. Bis mich bei einem Lack ganz böse das schlechte Gewissen erwischte und klar war, dass es genau der sein müsste, der hier endlich auf den Blog kommt.

Den "Mystery Zombie #3" habe ich zum letzten "Hot oder Schrott"-Wichteln von Anne bekommen (und da meldete sich das schlechte Gewissen zum zweiten Mal, denn aufgrund von akutem und andauerndem Zeitmangel haben wir die Wichteiel letztes Jahr ausfallen lassen müssen) und war von diesem Päckchen ziemlich angetan. Teilweise habe ich die Lacke auch schon getragen, nur mit dem dokumentieren hat das alles nicht so ganz geklappt...
Darum musste das Projekt jetzt ordentlich angegangen werden und ich habe mir diesen mysteriösen Zombie endlich gekrallt. Natürlich wäre das vom Namen her in der Herbstzeit besser gewesen, aber farblich passt der Lack ja auch hervorragend zu absolut jedem anderen Anlass. Beim Auftrag der ersten Schicht war mir schon klar, dass es auch hier mit nur zweien nicht getan sein würde - aber der Lack hat eine schöne Konsistenz und lässt sich gut auftragen. Die enthaltenen Glitzerpartikel kleben ein bisschen aneinander, lassen sich aber auch mit dem Pinsel dann recht gut verteilen. Je nachdem, wie viele davon ich gerade auf dem Pinsel hatte, hat der eine oder andere Nagel mehr bzw. weniger davon abbekommen, aber mit mehreren Schichten gleicht sich das schon aus. Der Lack selbst ist durchaus ein bisschen sheer, sodass das Nagelweiß sehr gut erkennbar war, also musste geschichtet werden. Nach zwei Schichten war das Rot zwar schon viel intensiver, mir war der Übergang aber noch zu deutlich, also gab es noch eine dritte Schicht. Mit bloßem Auge sah der Lack allerdings sheerer aus als ihn die Fotos zeigen - ich wollte nur nicht noch mehr Glitzer drauf haben, das hätte dann alles überlagert...
Um ein schönes glattes Ergebnis zu erhalten, musste natürlich eine ordentliche Schicht dickflüssigen Topcoats her - ansonsten wäre mir der Lack viel zu rau gewesen und er troknet halt auch nicht eben ab. Mit Gloss ist der Zombie Claw aber ein echter Hingucker. Durch die tolle rote Jellybase kommen die enthaltenen Glitzerhexagons hervorragend raus, das Rot selbst ist ein klassischer, heller Rotton, der einen kleinen Hauch blaustichiger ist als dass er in die warme Rotrichtung geht. Bei den Glitzerhexagons bin ich mir ob der enthaltenen Farben gar nicht so sicher. Auf jeden Fall sind silberne Teilchen enthalten, die sich je nach Tiefe im Lack mal silbern, mal rosafarben oder gar dunkler Rot zeigen. Es könnte auch sein, dass auch rote Hexagons drin sind, die eben die etwas satteren Farben darstellen - das könnte aber auch eine reine Färbung durch den Lack sein (wobei die dann eher kühler sein müsste...). Das, was da auf den Nägeln so dunkel aussieht, sind tatsächlich silberne Hexagons, die in einem bestimmten Winkel im Lack liegen, sodass sie dunkler wirken - wenn man die Hand dreht, sieht man das auch schön.
Natürlich ist das so ein Lack, der extrem von dem Gloss lebt, darum kam ich nicht umhin, hier einen Topcoat draufzupinseln - ansonsten kommt die Tiefe des Lacks gar nicht so gut raus und die Glitzerpartikelchen liegen obenauf und wirken nicht so schön. So kann man aber auch hervorragend die Notwendigkeit für mehrere Schichten erkennen, da sich die Partikelchen eben vielfältig zeigen. Da der Lack im Ergebnis eher unregelmäßig ist (und das ist bekanntlich immer so eine Sache, die mich ein bisschen wahnsinnig macht, da ich immer irgendwo einen Makel finde - hier ist es z.B. beim kleinen Finger so, dass die Hexagons eher einseitig gelagert sind und im Randbereich kaum Glitzer war), kann man ihn eigentlich so stehen lassen und braucht keinerlei Schnickschnack als Verzierung. Darum habe ich beschlossen, mich auf ein paar Kleinigkeiten zu beschränken und mir mal wieder meine Artist 24 von MoYou geschnappt. Da der Zombie Claw auf mich eher ein bisschen kühl wirkte, habe ich mich für einen blaue Lack entschieden und mir einen von Kleancolor geschnappt.
Ich habe auf jeden Nagel ein anderes der Motive von Keith Haring gestampt und auf den Ringfinger das große Herz gepackt. Mit dem metallicblauen Lack ging das sehr gut und ich mochte auch den Effekt des Glitzerblaus auf dem Rot - allerdings war ich gespannt, ob sich das Ganze nicht mattiert auch gut machen würde. Zwar verliert der Lack durch den matten Topcoat deutlich an Tiefe und wird einen Hauch stumpfer, aber dafür kommt der unterschied zwischen dem Basislack und dem Stamping schön raus. Ich mag vor allem, dass der Kleancolor auch im mattierten Zustand noch richtig schön funkelt und das Blau tatsächlich noch strahlt. Irgendwie passt das Peppige auch gut zu dem Lack, wobei ich ganz klar sagen muss, dass ich den Lack solo schon beeindruckend finde und ihn beim nächsten Mal nur wieder solo tragen würde. Vielleicht würde ich drunter einen roten Basislack lackieren, um dann nur zwei Schichten von dem mysteriösen Zombie zu tragen...
Die Haltbarkeit des Lacks ist mit Topcoat richtig gut - ohne läuft man natürlich immer Gefahr, sich die Glitzerpartikelchen abzureißen und dann ist natürlich alles möglich... Aber gut versiegelt hält sich der Lack sehr solide und stabil, nur beim Ablackieren muss man natürlich mit den Glitzerteilchen leben und sie ordentlich vom Nagel schrubben. Aber hey, für so einen Zombie mache ich das gerne!

Freitag, 22. Februar 2019

trend it up "Prisma Tip Nail Polish" 030

Mangels passender Lacke für den Februar haben auch ein paar "Fremdmarken" die Chance, hier wieder aufzutauchen. Nachdem ich im Januar schon einen der "Prisma Tip Nail Polish"-Lacke von trend it up gezeigt habe (*hier* die zauberhafte blaue Variante), gibt es heute einen weiteren Vertreter. Schließlich wird es doch so langsam Frühling, hier machen sich schon die ersten Krokusse breit und die Farbe hat mich einfach angelacht.

Der Lack müsste, wenn ich mich nicht komplett irre, auch in meinem Adventskalender vom vorletzten Jahr gewesen sein und ich fand ihn damals richtig klasse, sonst hätte ich den Lieblingsfreund ja nicht dazu angestiftet, ihn zu kaufen. Durch die ganzen Markenaktionen kam ich aber einfach nicht dazu, mich durch meinen Adventskalender zu lackieren und das ist eigentlich echt peinlich...
Der Auftrag ging hir wieder recht angenehm von der Hand, der Pinsel hat den Lack schön aufgenommen und er ließ sich dank einer angenehm flüssigen Konsistenz schön verteilen. Die erste Schicht brachte vor allem viel Glitzer auf die Nägel, es war zwar auch schon ein hübsches Grün zu erkennen, aber dass es mit der Deckung nicht optimal laufen würde, war schnell klar. Schon nach der ersten Schicht habe ich die Nagelspitzen nochmal ummantelt, weil ich das Gefühl hatte, dass sich der Lack ein bisschen zurück zieht. Mit der zweiten Schicht wurde das Grün zwar intensiver, aber noch immer war mein Nagelweiß erkennbar, also musste eine dritte Schicht drüber. Die war dann für mich deckend genug, allerdings muss ich bei den Fotos sagen, dass ich wohl die Nagelspitzen doch noch ein bisschen sorgfältiger hätte bepinseln können. Die Trockenzeit des trend it up ist vollkommen in Ordnung, allerdings trocknet der Lack nicht eben ab, sodass ein Topcoat vor allem für mehr Glanz sorgt.
Farblich kann man dem Lack den Frühling ja wirklich ansehen, das ist ein zwar etwas spezieller Grünton (eine ordentliche Portion Gelb kann man ihm ja ansehen), aber dafür einer, der richtig Spaß macht. An und für sich bin ich ja kein großer Fan von gelbstichigen Grüntönen, aber dank dem enthaltenen Hologlitter kann sich dieses schimmrige Grün wirklich sehen lassen. Die enthaltenen Holohexagons gehören zu der kleinen Sorte, sie verteilen sich aber schön im Lack und funkeln dank Topcoat dann auch besonders deutlich. Ohne Lichteinfall zeigen sich die Partikelchen zwar eher in einem silbernen Ton nd lassen den Lack nicht gar so spannend wirken, die meiste Zeit funkelt es aber tatsächlich in Gold, Grün, Blau und auch Orange - in eher seltenen Fällen kommt auch ds Rot mal durch. Das macht den Lack schön abwechslungsreich und spannend und wertet auch das Grün deutlich auf, wenn man denn nicht so der große Fan von solchen Tönen ist. Im Vergleich zu dem blauen Lack der Serie würde ich behaupten, dass hier mehr von den normal-kleinen Glitterhexagons vertreten sind - mir ist aber erst jetzt aufgefallen, dass sich die Lacke tatsächlich ein bisschen im Finish unterscheiden.
Für das Design hatte ich erst einmal gar keine Ahnung - an und für sich ist es ja schon genug, sich mit so einem blinkenden und bitzenden Lack zu begnügen. Aber vor allem wollte ich nicht das ganze Geblinke überünchen, also musste ein wenig aufwändiges, aber dennoch wirksames Stamping her. Kurzerhand habe ich zur erstbesten Platte gegriffen, die ich in Reichweite hatte und das war die Arabesque 08 von MoYou. Die nutze ich ja sowieso so selten, also habe ich dieses Mal eines der Motive genommen, die mich sonst so gar nicht ansprechen. Das Muster ist an und für sich ganz hübsch, aber ich habe immer so meine Probleme mit diesen gleichmäßig gestalteten Ganznagelmotiven mit mittelgroßen Bestandteilen. Auf Ring- und Mittelfinger habe ich also mit einem Dunkelgrün (mal wieder "Artsy crafty" von ColorClub - wenn ich schon einen Stampinglack draußen stehen habe, neige ich auch dazu, ihn häufiger zu nutzen) gestampt und das Ganze dann natürlich wieder mit einer Schicht Topcoat überzogen. Man kann durchaus erkennen, dass der trend it up auf den beiden nicht-bestempelten Nägeln nicht mehr ganz so glänzend ist - das tut aber dem Gesamtergebnis aus meiner Sicht keinen Abbruch.
Ich gestehe, dass das Stamping ist nicht übermäßig grandios und es ist auch auf die Entfernung nicht so gut zu erkennen - aber zumindest ist der Farbkontrast recht deutlich. Das Grün des ColorClub ist an und für sich tatsächlich eher auf der kühleren Seite und zeigt einen ordentlichen Blaueinschlag, wenn man den Lack solo lackiert - aber auf dem Prisma Tip sieht er schön tannengrün aus und kommt gut durch. Zwischen den gestempelten... schleifenähnlichen Dingern? kommen die holografischen Glirzerpartikel noch recht gut durch, insgesamt habe ich aber das Gefühl, dass der Holoeffekt nicht mehr gar so deutlich wird und einfach das dunklere Stamping dominanter ist. Da ich den Lack an und für sich ja schon gut finde, macht ihn das Stamping jetzt sicher nicht weniger hübsch, aber eigentlich hätte ich darauf verzichten können. Vielleicht wäre ein einzelnes, kleines Motiv hier besser gewesen - aber im Nachhinein ist man ja vor allem bei Naildesigns immer gerne schlauer.
Mit Topcoat kann ich mich über die Haltbarkeit des Lacks nicht beklagen - ohne sähe das glaube ich nicht gar so gut aus. Beim Ablackieren hat sich der Lack recht angenehm angestellt, alelrdings hben sich die Holopartikelchen auch gerne in bisschen im Bereich der Nagelhäute verkrochen. Da hilft natürlich die Nagelbürste, aber übermäßig viel Aufwand ist das nicht. Ich kann mir gut vorstellen, den Lack auf einer entsprechenden farblichen Base auf Topcoat zu benutze - das könnte ihm nämlich auch hervorragend stehen.

Mittwoch, 20. Februar 2019

Glisten & Glow "T-DAY turns to B-FriYAY!"

Damit die arme Lotte diesen Monat "Wir lackieren..." nicht noch ganz alleine zu Ende machen muss, klinke ich mich heute auch mal wieder ein - zwei Lacke habe ich nämlich noch über! Irgendwie habe ich mich wohl ein bisschen vezählt, denn eigentlich dachte ich, dass ich auch für das Ende des Monats noch gut gewappnet wäre, aber dem ist nicht so und mit "T-DAY turns to B-FriYAY!" kommt mein vorletzter Beitrag für diesen Markenmonat.

Als ich den Lack in Lottes Regal stehen sah, war sofort klar, dass ich mir den unbedingt für diesen Monat ausleihen musste - trotz des etwas arg kompliziert klingenden Namen. An und für sich finde ich das Wortspiel wirklich klasse und wenn ich ein bisschen geschickter geplant hätte, dann hätte ich den Lack wohl auch an einem Freitag posten können, aber manchmal bin ich eben auch ein wenig verplant...
Inzwischen habe ich mit dem Auftrag der Glisten & Glows ja schon ein paar Erfahrungen gesammelt und kann mich hier auch über nichts beschweren. Der Lack hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar geschmeidig auftragen, allerdings habe ich hier auch wieder drei Schichten lackiert, bis ich ein deckendes Ergebnis und mein Nagelweiß komplett abgedeckt hatte. So langsam habe ich aber den Eindruck, dass das gar nicht die Schuld des Lacks (bzw. der Lacke) ist, sondern meine - mich dünkt, ich lackiere in letzter Zeit ganz besonders dünn und das führt natürlich zu mehr Schichten. Denn "T-DAY turns to B-FriYAY!" ist keineswegs schlecht pigmentiert oder übermäßig dünnflüssig. Wie aber bisher bei allen Glisten & Glow-Lacken habe ich auch hier wieder eine Schicht Topcoat lackiert, da mir die Oberfläche nicht gleichmäßig und eben genug war. Mit einer schönen glossy Schicht sieht der Lack einfach noch ein bisschen besser aus.
Was die Farbe angeht, ist "T-DAY turns to B-FriYAY!" wieder mal ein bisschen komplexer aufgebaut und zeigt seine Besonderheiten nicht alle sofort und nicht gleich dominant. Sehr schön ist auf jeden Fall schon einmal die Farbbasis, die sich im Bereich eines gräulichen Blaus mit einem leichten Grüneinschlag befindet. Je nach Licht zeigt sich tatsächlich mal eine deutlichere Tendenz in Richtung Grün, mal eher ein bläulicher Ton - auf jeden Fall eine spannende Basis. Aber natürlich ist es nicht nur die Farbe, die hier den Charme des Lacks aus macht, vielmehr geht es um das, was in dem Lack los ist: Zum Einen gibt es kleine Hologlitzerhexagons, die zwar nicht übermäßig dicht gepackt sind, aber sich im Finish des Lacks doch deutlich zeigen. Hier und da blitzt es in unterschiedlichen Regenbogenfarben recht deutlich aus dem Graublau hervor. Zudem ist ein feiner Holoschimmer enthalten, der sich zart auf den kompletten Lack legt und ihm einen leichten Schleier verleiht, der ebenfalls je nach Lichteinfall einen anderen Farbeindruck zur Folge hat.
Zu den zwei Sorten Holo gesellen sich dann noch zwei Sorten an Flakieteilchen, die in unterschiedlichen Größen im Lack rumschwirren. Einerseits gibt es dunkelblaue Partikelchen, die sich hier und da in den Lack legen und ihm einen zusätzlichen blauen Touch verleihen. Dann gibt es noch pinke Flakes, die ins Goldene hinein changieren und zusätzlich noch feinen Schimmer, der sich ebenfalls in einem Verlauf zwischen Pink und Gold zeigt. Alles zusammengenommen ergibt ein wunderbar variables und schlicht und ergreifend faszinierendes Ergebnis: Mal stehen die Holopartikelchen im Vordergrund, mal zeigt sich eher der pinke Schimmer sehr deutlich - wobei das letztere häufiger der Fall ist und von der Kamera nicht so recht eingefangen werden will. Insgesamt ist das aber ein wirklich toller und sehr abwechsungsreicher Lack, der mich nicht nur aufgrund der Basisfarbe wirklich begeistert.
Für ein entsprechendes Design habe ich mal wieder wenig Kreativität bewiesen und mich am pinken Schimmer von "T-DAY turns to B-FriYAY!" orientiert. Da der ja auf den Bildern nicht übermäßig deutlich herauskommt, habe ich mir wieder mal eine meiner Folien geschnappt und die teilweise auf die Nägel gebracht. Ich sollte vielleicht irgendwann mal versuchen, einen Nagel komplett mit der Folie zu versehen - aber momentan finde ich diese kleinen Fetzen von Folie doch spannender. Sie sind zwar unregelmäßig verteilt und der tolle Holoeffekt der pinken Folie kommt nicht gar so gut durch - aber der Farbkontrast ist glaube ich hervorragend zu erkennen und erschreckenderweise mag ich das Ergebnis sehr! Dieses krasse, knallige Pink, das ich auch hier wieder mit einer Schicht Topcoat überzogen habe, passt einfach richtig gut zu dem blaugrauen Grundlack und auch wenn mir der Topcoat die Folie ein wenig verzogen hat, gefällt mir das Ergebnis sehr!
Die Haltbarkeit von "T-DAY turns to B-FriYAY!" kann ich nun wirklich nicht beanstanden, vielmehr bin ich einfach nur begeistert von diesem Schätzchen! Das Ablackieren war trotz der enthaltenen Partikelchen kein Problem, als ich mich dann letztlich doch mal dranmachen musste und über eine übermäßig schnelle Abnutzung kann ich mich nicht beschwerern. Definitiv meine Kragenweite dieser Lack - und schade, dass ich ihn wieder abgeben muss.

Samstag, 16. Februar 2019

Catrice "Luxury Lacquers Sand'sation" C05 Strawberry BAYquiri

Aufgrund des Mangels an konstanter Zufuhr von Lacken, die in diesen Monat passen und der Tatsache, dass ich einfach keine Glisten & Glows habe, gibt es auch mal wieder eine andere Marke. Es hilft ja durchaus auch, mal wieder ein bisschen Abwechslung in die Postings zu bringen und mal einen Blick aus dem Tunnel zu werfen - außerden habe ich noch wirklich viele andere Lacke, die nicht aktionstauglich sind.

Heute gibt's darum mal wieder einen ganz einfachen Drogerielack - wobei "ganz einfach" nicht so ganz richtig ist, weil es sich um einen Strukturlack handelt. Dementsprechend ist klar, dass es sich hier mal wieder um einen älteren Vertreter handelt, denn die "Luxury Lacquers" haben schon ein paar Tage auf dem Buckel. Da es aber so langsam wieder frühlingshafter wird (heute hat hier tatsächlich die Sonne geschienen!), bekomme ich auch wieder mehr Lust auf knalligere Farben.
Hier hatte ich mal wieder einen dieser Lacke mit einem angeschmockten Pinsel, der nicht wirklich schön geschnitten war, aber mit dem man trotzdem noch lackieren konnte. "Strawberry BAYquiri" hat trotz längerer Stehzeit eine tolle Konsistenz, allerdings ist das einer der Lacke, denen man schon ansieht, dass sie kein cremiges Finish haben. Da er im Fläschchen so schön intensiv wirkt, hatte ich eigentlich gedacht, dass der Auftrag ein Klacks sein würde - aber weit gefehlt. Die erste Schicht brachte zwar schon schnell ein deutlich strukturiertes Ergebnis, allerdings keine Deckkraft. Eigentlich bin ich es von Sandlacken gewohnt, dass sie mit wenigen Schichten decken, der Catrice ist da aber eine große Ausnahme. Mit der zweiten Schicht wurde es schrubbeliger und auch farblich ein wenig intensiver, aber noch immer war mein Nagelweiß recht gut zu erkennen. Eine dritte Schicht ist absolute Pflicht gewesen, um das abzudecken, wobei ich auch die Nagelspitzen nochmal ordentlich ummantelt habe. Natürlich gab es das Ganze ohne Topcoat, um das schöne Finish zu erhalten - da der Lack auch wirklich zügig trocknet, lässt sich das auch gut machen.
Farblich ist hier der Rotton mehr als gut zu erkennen und zwar passend zum Namen ein richtiges Erdbeerrot. Durch die enthaltenen Partikelchen gibt es natürlich hier und da ein paar silbrige Highlights, die das strukturierte Finish auch lebendig machen. Teilweise scheint es mal wieder so, als wären die tieferliegenden Bereiche noch feucht, aber der Lack war bei den Fotos komplett durchgetrocknet und die ebenen Flächen reflektieren einfach nur das Licht gut. "Strawberry BAYquiri" hat einen eher kühlen Unterton, der sich auch durch die Reflexionen ein bisschen verstärkt und dem Lack diesen erdbeerigen Eindruck verpasst. Das Finish ist schön feinkörnig, aber auch recht rau, sodass sich ein wunderbar schrubbeliges Ergebnis auf den Nägeln zeigt. Es ist nicht richtig raufasertapetig, sondern einen Hauch feiner, aber trotzdem noch schön sandig, um für mich als reinrassiger Strukturlack zu gelten. Dank der knalligen Farbe ist das ein richtiger gute-Laune-Lack, dem ich auch die verhältnismäßig vielen Schichten verzeichen kann.
Aus reiner Neugierde habe ich dann noch eine wirklich dicke Schicht Topcoat auf den Catrice gepinselt, ein klares Stamping wäre wohl auf der strukturierten Oberfläche schwer gewesen. "Strawberry BAYquiri" säuft natürlich Topcoat wie Cocktails, darum war es gar nicht so leicht, ihn richtig glatt zu kriegen - aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Die silbernen Partikelchen kommen geglättet natürlich viel deutlicher raus, je nach der Tiefe, in der sie im Lack liegen, zeigen sie sich auch klarer silbern oder rosafarben und lassen den Catrice wie einen feschen, unregelmäßgen Schimmerlack wirken. So kann man auch gut erkennen, dass die Partikelchen unterschiedlich groß sind und dem Lack so einiges an Pfiff verleihen. Für mich macht sich der Lack als Solist schon sehr gut und zwar egal, ob mit seinem originalen rauen Finish oder mit dem schönen glatten.
Für ein Design habe ich mich hier mal wieder am Namen des Lacks orientiert - eigentlich wollte ich ja eine Erdbeere auf den Catrice stempeln, aber die hatte ich nur in invertierter Version also gab es dann doch Cocktails und für die sommerliche Stimmung eine kleine Eis-Mischung. Beide Motive sind auf der XL-002 von BeautyBigbang zu finden, aufgebracht habe ich sie mit "Wild white ways" von essence. Das ist kein zu krasses Weiß, aber hebt sich noch deutlich genug vom Untergrund ab. Ich mag diesen zarteren Effekt bei diesem Lack sehr gern, weil er ein bisschen mit den silbernen Glitzerpartikelchen, die da enthalten sind, harmoniert. Obwohl es sich bei den Ganznageldesigns um sehr klare Motive handelt, finde ich sie nicht übermäßig dominant. "Strawberry BAYquiri" kommt noch hervorragend durch (zumindest in seiner geglätteten Version) und man kann die einzelnen Partikelchen erkennen. Als Strukturlack wäre das deutlich schwerer geworden mit so einem kleinteiligen Motiv, da sich dann die Linien ziemlich verziehen...
Wie bei Strukturlacken üblich, ist es mit der Haltbarkeit nur bedingt gut bestellt - bei zu vielen Kontakten gibt die Oberfläche auf und man hat leider hier und da mal einen fehlenden Streifen, teils auch mitten auf dem Nagel. Mit Topcoat sieht das Ganze natürlich anders aus und der Catrice verhält sich wie jeder andere Cremelack. Beim Ablackieren merkt man zwar, dass man hier keinen glatten Lack entfernt, allerdings ist der Lack nicht übermäßig hartnäckig, sondern lässt sich trotzdem gut entfernen. Ich hoffe ja sehr, dass es wettertechnisch hier wieder aufwärts geht - ich habe nämlich Lust auf knallige Farben!

Donnerstag, 14. Februar 2019

Glisten & Glow "Pink is stronger than you think"

Als ich mir für "Wir lackieren..." diesen Monat bei Lotte ein paar Lacke ausgesucht habe, war das kleine Lottchen natürlich superneugierig und hat mir über die Schulter geguckt. Weil ich nett sein wollte (und nicht schnell genug geschaltet habe!), habe ich dieses kleine Menschlein gefragt, ob sie mir auch einen Lack aussuchen will. Natürlich hätte ich mir denken können, was das kleine Lottchen haben will - schließlich ist sie ja die Tochter ihrer Mutter...

Und so kam es, dass ich das kleine Kinderhändchen in Richtung Lackregal greifen sah und mir schon ganz Übles schwante - das dann natürlich bestätigt wurde. Ohne zu zögern griff dieses kleine Teufelchen nämlich zu einem rosanen Lack und ich hatte keine andere Wahl als ihn mitzunehmen... Gute Miene zum bösen Spiel musste natürlich sein, also gibt es den Lack heute passend zum Valentinstag!
Da stand ich also mit diesem rosanen Glisten & Glow und hatte eigentlich keine so rechte Motivation, ohne auf die Nägel zu packen - aber wenn das kleine Lottchen den Lack schon rausgesucht hat, dann musste er natürlich auch lackiert werden. Dank sehr angenehmer Konsistenz ging der Auftrag unproblematisch, allerdings musste ich hier drei Schichten lackieren. Gerade bei ungeliebten Farben ist es mir natürlich lieber, wenn es weniger Schichten sind - aber hier hatte ich nach zwei Schichten tatsächlich an der einen oder anderen Stelle noh ein wenig den Eindruck, dass da etwas durchscheinen könnte. Also habe ich vorsichtshalber eine dritte Schicht lackiert, die dann auch den Übergang zum Nagelweiß wirklich komplett abgedeckt hat. Dank der kurzen Trockenzeit war die Schichterei kein Problem und an und für sich fand ich das Finish des Lacks auch klasse - aber für die Kamera sollte es doch noch ein bisschen mehr Glanz sein, also gab es eine Schicht Topcoat. An und für sich kann man darauf aber eigentlich verzichten - die Fotos wären dann nur nicht so hübsch glänzend geworden.
Tja, was soll ich nur zur Farbe sagen? Es ist halt ein heller Rosaton, der nicht zu warm, sondern vielleicht sogar einen Hauch auf der kühleren Seite zu finden ist. Das Spannende ist allerdings nicht die Grundfarbe des Lacks (also zumindest für mich nicht), sondern vielmehr das feine Finish, das mit pinken und kupferfarbene Schimmerflecksteilchen gefüllt ist. Je nachdem, aus welchem Winkel man den Lack betrachtet, schimmert er mal gülden, mal kühler silbern und lässt somit den rosafarbenen Basiston durchaus erwachsener erscheinen. Ohne diese Highlights wäre die Gefahr groß, dass "Pink is stronger than you tink" doch eher ein Schweinchenrosa wäre, aber mit dieser feinen Oberfläche ist da doch noch mehr los. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einfach kein Rosafan werde und auch bei diesem Lack so ein paar Problemchen hatte, ihn mit meinem Hautton in Einklang zu kriegen - aber grundlegend ist das definitiv eine hübsche Zusammenstellung, die für Rosafans so einiges zu bieten hat. Ganz abgesehen davon, hat der Lack natürlich noch eine ganz andere Bedeutung, da die Kollektion ja auch einen guten Zweck hatte.
Wenn man ein Anhänger der Farbe ist, kann man sich durchaus länger an "Pink is stronger than you think" erfreuen, aber ich brauchte natürlich ein kleines Design. Da mir das Rosa so oder so nicht außerordentlich zusagte, habe ich mich schnell für die volle Portion Kitsch entschieden und beschlossen, ausnahmsweise eine richtige Valentinstagsmani zu pinseln. Ich habe mir zwei meiner kleinen Bornpretty-Platten geschnappt und mit einem dunkelroten Lack von Revlon drauf losgestempelt. Auf den Mittelfinger habe ich den Schriftzug gestampt und zu Valentin geht "All you need is love" bekanntlich gut, dazu gab es auf den anderen Nägeln ein Kardiogramm mit Herzchen dazwischen. Mit dem dunkelroten Lack kommt das Design auf dem rosanen Basislack aus meiner Sicht sehr schön raus und ich muss auch sagen, dass ich damit tatsächlich gut leben kann - wenn ich es nicht mal wieder geschaft hätte, die Kardiogramme ein bisschen schief auf die Nägel zu bringen...
Ich hatte kurz überlegt, ob ich auf das Stamping noch eine weitere Schicht Topcoat pinsel sollte, um das Ergebnis wieder glänzender zu gestalten - aber dann hab ich mir meinen matten Überlack geschnappt und "Pink is stronger than you tink" nicht glänzend gemacht, sondern mattiert. Auch wenn das Foto ein bisschen kühler wirkt, ist das natürlich nicht nur der Effekt, den der Topcoat hat, sondern auch dem Licht geschuldet, das ich für die Bilder zur Verfügung hatte. Mattiert wird allerdings der rote Stampinglack tatsächlich ein wenig kühler und tendiert deutlicher in Richtung eines intensiven Rotweins, wodurch der Kontrast zur Basis etwas deutlicher wird. Durch das Mattieren ist es allerdings auch so, dass die tollen Schimmerpartikelchen in "Pink is stronger than you think" ein wenig untergehen. Der Lack wird logischerweise etwas stumpfer, aber wenn man genau hinschaut, kann man trotzdem noch hier und da ein kleines Highlight erkennen.
Es ist tatsächlich so, dass ich mit diesen rosanen Lacken wohl nie ganz warm werde - aber das ist nicht schlimm, denn für eine kurze Zeit kann ich sie trotzdem tragen und zumindest hier auf dem Blog ordentlich zeigen. Ich habe "Pink is stronger than you tink" allerdings nicht ausschweifend getragen, darum kann ich zur Haltbarkeit wenig sagen. Aber das Ablackieren ging angenehm einfach und ich konnte mich auch schnell wieder an eine andere Farbe machen, die mir mehr zusagte.

Sonntag, 10. Februar 2019

Glisten & Glow "Cookies & Carols"

Dass das Wochenende so schnell rumgeht, hatte ich irgendwie nicht gedacht - aber immerhin habe ich noch einen Lack für "Wir lackieren..." im Angebot und kann euch heute ein weiteres Schätzchen von Glisten & Glow zeigen. Lotte hatte schon bei meiner Auswahl gesagt, dass ich mir irgendwie ganz viele Lacke aus Weihnachtskollektionen ausgesucht habe, aber ich habe ja nicht unter jedes Fläschchen geschaut und versucht, saisonale Lacke zu nehmen, sondern einfach hübsche!

"Cookies & Carols" verrät ja schon dank des Namens, dass es sich nicht um ein Frühjahrsschätzchen handelt, aber grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass man alle Lacke rund ums Jahr tragen kann, darum ignoriere ich diese Zuordnung einfach. Egal, ob Glitter, Schimmer oder bestimmte Farben, erlaubt ist eben, was gefällt und mir gefiel das Fläschchen enorm!
Wie auch bei den bisherigen Glisten & Glow-Lacken muss ich sagen, dass der Auftrag sehr angenehm und leicht von der Hand ging. Mit einer tollen Konsistenz und einem gut geschnittenen Pinsel lässt sich "Cookies & Carols" problemfrei auf den Nagel bringen und auch schön verteilen. Mit meiner dünnen Lackierweise habe ich hier zwei Schichten gebraucht, um ein gleichmäßiges und deckendes Farbergebnis zu haben - ich vermute aber sehr stark, dass das auch schon mit einer etwas dickeren Schicht machbar wäre. An und für sich trocknet der Lack durchaus eben ab, da er aber kein einfacher Cremelack ist, finde ich das Ergebnis mit Topcoat schöner. Es ist zwar Glanz vorhanden, allerdings wird der immer wieder mal von den Partikelchen unterbrochen und ich mag es dann doch durchgehend-glänzend ein bisschen lieber. Von der Trockenzeit her ist diese Unterstützung allerdings nicht notwendig, da der Lack auch zügig an- und durchtrocknet und schön fest wird.
Farblich wird schon deutlich, dass man sich hier durchaus in der Weihnachtszeit wiederfinden könnte - der schöne Auberginenton hat einen ordentlichen Schuss Rot und kommt dank der enthaltenen Partikelchen mit noch etwas mehr roten Anteilen daher. Was da genau alles rumschwirrt, ist recht schwer auseinanderzudröseln - auf jeden Fall sind da hexagonale kleine Holoteilchen drin, die sich je nach Tiefe im Lack in unterschiedlichen Farbnuancen zwischen Rot und Lila zeigen. Dazu gibt es dann noch ein paar Flakies, die sich hier und da zeigen, aber nicht gar so prominent sind (auf dem Zeigefinger sieht man ein etwas größeres Flakie recht prominent) und wildes Geschimmere. In Summe ergibt sich ein toller Mischmasch aus lilafarbener Base und roten und blau-lilanen Highlichts, die sich über die Nägel hinweit zeigen. Auch wenn das kein superaufregender Lack ist, hat er doch seine Besonderheiten und ich finde ja, dass so dunkel angehauchte Lilatöne auch immer Klasse haben. Mit dem Topcoat hat das Ganze auch noch eine wunderschöne zusätzliche Tiefe und ich finde ja, dass gerade Flakies und Glitzerpartikelchen in so einem Lack erst dann wirken, wenn man mehrere Schichten lackiert...
Wenn jetzt noch tiefer Winter oder Weihnachten gewesen wäre, hätte ich mir um ein Design gar keine Gedanken machen müssen, sondern einfach irgendein Lebkuchen-Motiv oder sonstigen Weihnachtssüßkram (sofern ich davon etwas auf einer Stampingplatte habe) auf die Nägel gebracht. Aber für Februar passte das nun so gar nicht mehr, also habe ich mich mal wieder an einem Pigment-Stamping probiert. Als Stampingplatte habe ich mir die ÜberChic 14-03 ausgesucht und mich für ein floral angehauchtes Stampingmotiv entschieden. Auf der Platte gibt es das einmal in Klein (auf dem Zeige-, Mittel- und kleinen Finger zu finden) und einmal mit größeren Blüten, das habe ich dann auf den Ringfinger gestempelt. Eigentlich hatte ich mir das Ganze ein bisschen anders gedacht, aber da es sich um ein invertiertes Muster handelt, hat meine Stempelei nicht zu hundert Prozent funktioniert. Auf dem Zeigefinger wollte die linke obere Ecke irgendwie nicht so recht und hier und da sind die Muster nicht ganz optimal übertragen worden. Allerdings kann man den Holoeffekt des hellkupfernen Puders noch ganz gut erkennen.
Ich hätte mir das Ganze ja noch ein bisschen schärfer gewünscht, aber da habe ich einfach gepennt - und mein Bemühen, das noch mit Topcoat zum Glänzen zu bringen, ist mal so richtig in die Hose gegangen! Zuerst habe ich es mit einer Schicht wasserbasierten Pigmenttopcoats versucht, weil ich ja schließlich mit einem Pigment gestampt habe... Darüber kam dann noch eine Schicht eines normalen Topcoats und das Drama war perfekt: Aus irgendwelchen für mich nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen fing nämlich das Pigment an zu schrumpeln und ich hatte so etwas ähnliches wie ein Crackle-Pigment-Stamping, das richtig bescheuert aussah. Ich weiß nicht, ob es an der Inkompatibilität zwischen Pigment und Wassertopcoat lag oder an der Interaktion zwischen dem Pigmenttopcoat und dem normalen Topcoat - auf jeden Fall ging das gar nicht. Darum sind die Bilder auch ohne Topcoat - das Pigment ist nicht so schön glossy, wie ich es gerne gehabt hätte und da das Stamping invertiert ist, geht "Cookies & Carols" auch komplett unter...
Auch wenn mein Design heute eher mal in Richtung Fehlschlag geht, fand ich "Cookies & Carols" als Basis wirklich sehr schön. Ein toller, satter Lack mit dem gewissen Etwas, der sich für viele Gelegenheiten nuzen lässt. Nicht nur unterm Weihnachtsbaum (wo er sich gewiss perfekt macht!), sondern auch jetzt im Frühjahr ist dieses Schätzchen wirklich einen Blick wert - und ich finde es schon schade, dass er bald wieder zu Lotte muss...

Freitag, 8. Februar 2019

Glisten & Glow "Glorious Glistenettes" Starlite

Mein Mittwochsposting ist mal wieder ins Wasser gefallen - allerdings hatte das gute Gründe, da ich einen wichtigen Termin hatte. Der dauerte aber leider länger als gedacht und so hatte ich dann abends keine Zeit, um noch in Ruhe ein Posting fertig zu machen und keine Lust, das Ganze durchzuhecheln. Außerdem ist der Monat "Wir lackieren..." ja noch ein bisschen länger und ich habe eh nicht genug Lacke, um ihn komplett mit Glisten & Glow zu füllen...

Heute gibt es farblich mal wieder ein bisschen Abwechslung mit "Starlite" von den "Glorious Glistenettes" von Glisten & Glow. Natürlich hätte ich auch lauter gleichfarbige Lacke mitnehmen können (Lotte hat ja durchaus eine beschauliche Anzahl an möglichen Kandidaten - und sie sind alle wirklich zauberhaft gewesen!), aber das wäre hier nicht nur markentechnisch dann recht ähnlich geworden, also habe ich einer meiner weiteren Farblieben gefrönt.
"Starlite" war tatsächlich einer der Glisten & Glow-Lacke, die ich ein bisschen müffelig fand - entweder mein Näschen war besonders empfindlich, oder der Lack hat wirklich einen stechenderen Geruch als die anderen. Trotzdem habe ich mich tapfer ans Lackieren gemacht und der unangenehme Geruch verflog tatsächlich nach dem Trocknen des Lacks. Aber zuvor mussten natürlich ein paar Schichten auf die Nägel, um dieses hübsche Bild zu ergeben und letztendlich waren es derer drei. Die erste Schicht brachte schon ganz tollen Schimmer auf den Nagel und einen Hauch von Farbe, die zweite machte die Farbe deutlich intensiver und Schicht Nummer drei stellte sicher, dass auch das Nagelweiß komplett abgedeckt war. Dank der wunderbaren Konsistenz war der Auftrag vollkommen unproblematisch und dank einer angenehm kurzen Trockenzeit waren auch die drei Schichten kein Thema. Wie zuvor, könnte man auch hier auf einen Topcoat verzichten, aber mit einer zusätzlichen Schicht bekommt der Lack einfach mehr Glanz und ich finde, der steht ihm ganz hervorragend.
Was die Zusammensetzung angeht, hat "Starlite" mal wieder so einiges zu bieten, auch wenn die Grundfarbe hier sehr dominant ist: Es handelt sich um einen hellen Grünton, dem ich auch einen klitzekleinen Hauch Blau zuschreiben würde. Wer mag, kann das natürlich auch als Mint bezeichnen, aber für Mint hat mir der Lack irgendwie zu viele schimmernde Partikelchen - ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie ist Mint für mich eher cremig und dieser Lack hier zeigt eher einen hellen Grünton. Dieses feine Grün hat noch dazu einen wunderbaren, linearen Holoeffekt im Angebot, der sich unter der Tageslichtlampe leider nicht so deutlich zeigt wie er eigentlich ist: Mit bloße Auge kann man nämlich sehr schön ein entsprechendes V erkennen, auf den Fotos zeigt sich aber nur ein leichter Schimmer, weil die Reflexion der Lampe ein bisschen drüberstrahlt. Neben dem Holoschimmer sind da auch vereinzelt größere Partikel enthalten, die sich hier und da im Lack zeigen und noch einmal farbliche Akzente setzen - ich mag das sehr, da es dem Lack noch das gewisse Etwas gibt, das ihn von so vielen anderen hellgrünen Holos abhebt.
Natürlich ist so ein helles Frühlingsgrün vor allem dank der enthaltenen Highlights schon an und für sich eine Freude (und ich habe hier mal wieder sehr viel Zeit darauf verwendet, die unterschiedlichen Farbeinschläge zu betrachten, die sich ergeben, wenn man die Hand in unterschiedlichen Winkeln dreht!) und ich wollte bei einem Design nicht zu viel machen. Ich habe mir also einen dunkelgrünen Lack geschnappt (hier war es "Artsy crafty" von ColorClub), der sich mit einem cremigen Finish recht einfach stempeln lässt. Beim Motiv habe ich mich auf ein einfaches Blättermotiv beschränkt, das ich auf meiner 1-02 von ÜberChic gefunden habe. Ich wollte einen kleinen Akzent haben, der sowohl zur Farbbasis von "Starlite" passt (wobei natürlich bei dem Namen wirklich grandiose Designs dringewesen wären - aber manchmal komme ich auch erst ein bisschen zu spät auf die richtig guten Ideen), ihm aber auch noch genug Raum lässt, um mit diesen kleinen Partikelchen und dem Holoeffekt durchzukommen. Ich glaube, dass mir das sowohl mit der Akzentfarbe als auch dem Motiv ganz gut gelungen ist.
Die Blätter sind nicht übermäßig fein, aber doch zart genug, um das helle Grün nicht zu erschlagen und vor allem finde ich es grandios, dass es sozusagen zwischen den einzelnen Zweigchen hindurch noch so schön in einem Regenbogen schimmert und funkelt. Ich gestehe, dass ich auch noch versucht habe, die Mani mit einer Glanzschicht zu versehen, das hat mir aber komplett das Stamping verschmiert (ich habe da so ein unglaubliches Talent für!), sodass ich doch wieder auf die topcoatfreien Bilder zurückgreifen musste. Die reichen aber auch schon, um den Effekt zu zeigen und um mich noch weiter zum Schwärmen zu bringen. Sicherlich ist "Starlite" keine außergewöhnliche Farbe, aber sowohl der Effekt als auch die spannenden Partikelchen, die dem Lack zugesetzt sind, lassen mein kleines grünes Herzchen doch höher schlagen. Außerdem macht die Farbe mir unglaubliche Lust auf Frühling und auch wenn es noch ein bisschen hin ist, hilft so ein Lack manchmal, um die Wartezeit zu überbrücken und die Laune zu steigern!
Auch "Starlite" hat sich mit Blick auf die Haltbarkeit gut geschlagen - ich war positiv überrascht, dass sich hier kaum Tipwear zeigte und der Lack auch mit etwas Tragezeit nicht stumpf wurde, sondern weiterhin mit seinem Effekt begeistert hat. Ablackieren war sowieso kein Thema, sodass ich mich bei diesem Kerlchen nur über eine etwas unangenehme Geruchsbelästigung beklagen könnte - insgesamt betrachtet ist das allerdings nicht der Rede wert.

Sonntag, 3. Februar 2019

Glisten & Glow "Glorious Glistenettes" Siren of the sea

Als Markenpatin dieses Monats bei "Wir lackieren..." muss hier natürlich ein bisschen "Glisten & Glow" zu sehen sein (auch wenn es gezwungenermaßen auch mal einen anderen Lack geben wird), darum darf ich heute meinen zweiten Lack präsentieren. Egal, ob ich mir Lacke aussuche oder Lotte mir welche schickt - es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass auch Blau dabei sein muss! Ich habe allerdings versucht, nicht nur blaue Lacke einzupacken, bei diesem hier kam ich aber nicht drumherum.

Als ich "Siren of the sea" bei Lotte gesehen habe, da fand ich den Lack schon absolut entzückend, also war es klar, dass ich mir dieses Schätzchen ausleihen wollte. Außerdem ist durch den Namen ja schon fast eine Richtung fürs Design vorgegeben und das heißt, dass ich mir nicht mehr so viele Gedanken machen muss *hüstelchen*. Ein bisschen schöner wäre es freilich gewesen, wenn ich hier noch Sonnenschein zum Fotografieren gehabt hätte - aber sei's drum!
"Siren of the sea" kann auch unter der Tageslichtlampe begeistern, abre vielleicht fangen wir einfach mal von vorne mit dem Auftrag an... Der gestaltete sich tatsächlich ziemlich angenehm und schon mit der ersten Lackschicht war deutlich, wo es farblich mit diesem Schätzchen hingehen sollte. Ich glaube aber, dass auch bei einer dickeren Schicht das nonch keine ausreichende Deckkraft gewesen wäre, also habe ich mich tiefenentspannt an eine zweite Schicht gemacht. Für mein Auge (und dankenswerterweise auch die Kamera) war das dann deckend genug, sodass ich auf eine dritte Schicht verzichtet habe. Auf einen Topcoat konnte ich aber nicht verzichten, da "Siren of the sea" zwar schön ebenmäßig, aber leider nicht glänzend abtrocknet und ich mir eingebildet habe, dass diesem Lack ein wenig mehr Glanz sicherlich nicht schaden würde, sondern seine Besonderheiten betonen könnte. Also gab es eine Runde Gloss obendrauf und ich finde, dass sich das so doch sehen lassen kann! 
Bei "Siren of the sea" finde ich ja schon den Basisfarbton absolut grandios, wir sind hier bei einem wunderschönen hellen Blassblauton. So ein Periwinkle ist für mich immer wieder etwas Besonderes und ich kann gar nicht so genau sagen, warum ich den Ton so mag, außer, dass ich immer an "Lilablassblau" denken und dabei in meinem Kopf etwas giggeln muss. Aber diese traumhafte Grundfarbe ist ja nicht alles, was diese Sirene zu bieten hat. In dem Lack geht es nämlich so richtig zur Sache! Was auf den Bildern nicht so richtig gut zur Geltung kommt (aber in der Sonne, da könnte man das wirklich gut erkennen!), ist das zarte Holofinish, das diese blaue Schönheit im Angebot hat. Viel deutlicher sind aber die enthaltenen Glitzerpartikelchen, die sich ebenfalls in allen Regenbogenfarben zeigen (wenn auch vorwiegend im Fläschchen und deutlich zurückhaltender auf den Nägeln) und ein feiner Schimmer, der sich in einem schönen Pinkton über den Lack legt und ein wenig ins Kupferne changiert. Es ist gar nicht so einfach einzufangen, was die Sirene alles zeigt und die aktuellen Lichtverhältnisse machen das sogar noch schwieriger - aber der Glisten & Glow hat wirklich so einiges zu bieten!
Auch wenn das Blau ganz schön viel von dem pinken Schimmer zeigt, finde ich den Lack gar nicht so übertrieben kitschig, sondern kann mich noch immer sehr an diesem zauberhaften Blau erfreuen. Und da der Name schon so eindeutig ist, war auch schnell klar, was für ein Design ich auf dem Nagel haben wollte - ich musste nur die passenden Motive finden... Dankenswerterweise bin ich auf meiner BeautyBigbang-Platte XL-002 fündig geworden, dort gibt es nämlich ein paar zuckersüße sommerliche Motive und auch eine große Meerjungfrau, die für mich jetzt im weitesten Sinne auch in die Sirenenbezeichnung passt. Mit den langen Nägeln war ich froh, dass ich das Motiv gerade so auf den Ringfinger gebracht habe - an und für sich ist da nämlich noch ein bisschen was an Wellen um die gute Dame herum! Ausnahmsweise ist es mir auch geglückt, sie recht mittig zu platzieren, sodass man sie auch hervorragend erkennen kann und auch diese junge Dame kann sich doch sehen lassen! Damit es auch "außenrum" passt, habe ich die restlichen Nägel einfach mit einem Schuppenmuster versehen, als Stampinglack habe ich Anny's "Midnight blue" verwendet.
Der Anny staint zwar ganz schön und ärgert mich auch immer wieder beim Ablackieren, aber zum Stampen eignet er sich ziemlich gut. Das dunkle Blau passt sehr schön zu "Siren of the sea" und ich habe es dieses Mal sogar hinbekommen, den Lack mit einer Schicht Topcoat nicht zu verschmieren. Trotz des Stampings kann man sehr gut erkennen, as der Basislack alles im Angebot hat: Es funkelt zwischen den Fischschuppen wunderbar rosafarben, ein ganz klein wenig kann man auch einen leichten Holoeffekt erahnen und die Glitzerpartikelchen zeigen sich auch schön. Unsere Sirene, Meerjungfrau oder wie auch immer man das Fischweib nun bezeichnen möchte, ist nicht deckend genug, um den Glitzer im Hintergrund zu übertünchen, also schimmert der sogar durch sie durch - aber das ist wieder so eine Detailbetrachtung, die niemandem auffällt außer einem selbst. Ich bin ja durchaus ein bisschen stolz auf mich, da ich die Mani wirklich zauberhaft finde und sie mir auch so gut gelungen ist!
Zur Halbarkeit von "Siren of the sea" kann ich auch nur Positives berichten - der Lack hat sich (vielleicht auch dank Topcoat) wacker gehalten, ich konnte keine übermäßige Abnutzung an den Nagelspitzen feststellen und auch keine abgesplitterten Eckchen oder ähnliches. Beim Ablackieren hat sich der Lack ebenso brav verhalten, sodass ich nur weiter schwärmen kann und schon recht traurig bin, dass ich dieses Schmuckstück bald wieder abgeben muss...

Freitag, 1. Februar 2019

Glisten & Glow "Santa & Stockings"

Ein neuer Monat heißt, dass es "Wir lackieren..." eine neue Marke gibt - und in diesem Monat heißt das auch, dass ich Lotte als Patin unterstützden darf und zwar mit Lacken von "Glisten & Glow". Da ich bisher nicht so wirklich viele Lacke der Marke in meinem Inventar habe, durfte ich mir mit tatkräftiger Unterstützung des kleinen Lottchens ein paar Schätzchen aussuchen, die ihr demnächst hier begutachten dürft. Ich befürchte zwar, dass man mein Beuteschema gut erkennen können wird, aber da ich mir nicht alle Lacke selbst ausgesucht habe, wird es auch etwas Abwechslung geben.

Lotte hat mich ja fast ein bisschen ausgelacht, als sie meine Auswahl gesehen hat - da sind nämlich so ein paar Winter-Weihnachts-Lacke dabei, die ich mir aber nicht der Namen, sondern ihrer Farbzusammenstellung wegen ausgesucht habe. Da es aber draußen jetzt bei uns so richtig winterlich ist (ganz im Gegensatz zur Weihnachtszeit, die deutlich frühlingshafter aussah), passt der heutige Lack auch hervorragend:
"Santa & Stockings" kommt mit einem schmalen, gerade geschnittenen Pinsel an, der zwar ein kleines bisschen schief ist, sich aber trotzdem schön und präzise lackieren lässt. Der Lack selbst hat eine tolle, cremige Konsistenz und lässt sich angenehm verteilen - das hätte ich bei den ganzen enthaltenen Partikeln nicht unbedingt erwartet. Mit der ersten Schicht war schon deutlich erkennbar Farbe auf dem Nagel, allerdings war auch der Übergang zum Nagelweiß sichtbar, also gab es eine zweite Schicht. An der einen oder anderen Stelle war mir der Lack dann bei meinen Nägeln leider noch immer nicht deckend genug, sodass ich eine dritte Schicht lackiert habe, dank der angenehm kurzen Trockenzeit war das allerdings kein Problem. Für ein schön glattes Foto-Finish habe ich den Lack noch mit einer Schicht Topcoat versehen, wer auch mit etwas weniger Glanz klar kommt, kann sich diesen Schritt allerdings sparen. "Santa & Stockings" kann auch schon mit seinem originären Finish glänzen, allerdings wollte ich dieses Mal einfach noch etwas mehr.
Die grobe Zusammensetzung des Lacks kann man schon mit bloßem Auge gut erkennen: Es handelt sich um einen weißen Crelly (daher auch die nicht ganz perfekte Deckkraft), der so einige blaue Partikelchen enthält. Wenn man genauer hinschaut, kann man einerseits klassische Glitterpartikel in Form von Hexagons erkennen, allerdings auch so einige unregelmäßig geformte Flakes. Die Flakes sind dunkelblau und teilweise auch schwarz, je nachdem, wie tief sie im Lack liegen, kann man die Farbe eben auch intensiver oder eher abgesoftet erkennen. Der Effekt ist natürlich extrem von der Anzahl der Schichten, die man lackiert, abhängig - wer also nur eine Schicht "Santa & Stockings" auf einen weißen Lack aufträgt, wird nicht so ein schönes und variables Ergebnis erhalten. Zusätzlich zu diesen größeren Teilchen ist noch heller, türkisblauer Schimmer enthalten, der sich schön über die Glitzerpartikel und Flakes legt und dem Lack ein leicht frostiges Finish verleiht. Ich finde das dunkle Blau auf bzw. in Weiß ja schon toll, aber wenn dazu noch die Frische von hellem Türkis dazukommt, ist es um mich geschehen. Allerdings ist es nicht so leicht, den Schimmer auf den Fotos so prägnant einzufangen.
Ein bisschen hatte ich ja Sorge, dass der Lack so gar nicht in den Februar passen würde - aber dank des Schneetreibens gerade kann er sich auch trotz des festlichen Namens gut einfügen. Wenn jetzt Weihnachten gewesen wäre, hätte ich mich zu eine festlichen Design hinreißen lassen, aber mitten im Februar kommen Weihnachtsmänner dann doch nicht gar so gut, also habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Schneeflocken wären sicherlich noch eine gute Option gewesen, aber letztlich bin ich dann doch bei... Einhörnern gelandet. Die haben natürlich so absolut nichts mit Santa und irgendwelchen Nikolausstrümpfen zu tun, aber ich habe mir einfach eingebildet, dass sie sich auf dieser gesprenkelten Lackbasis gut machen würden. Außerdem konnte ich so zwei meiner Tumblr Girl-Platten in Gebrauch nehmen. Die Platten habe ich mal in einem Bundle gekauft und jetzt zum ersten Mal benutzt. Auf dem Ringfinger habe ich den "I don't believe in humans"-Schriftzug in der kleinen Variante genutzt, dazu gab es ebenfalls die kleine Version des Einhorns auf dem Mittelfinger. Auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich dann das große Ganznagelmotiv mit den Einhörern aufgebracht.
Gestempelt habe ich mit Anny "Midnight blue", der mit seinem schönen cremigen Blauton hervorragend zu "Santa & Stockings" passt. Ich war ein bisschen erstaunt, dass ich tatsächlich beide Platten nutzen konnte - da die teilweise die gleichen Motive beinhalten, hatte ich mich eigentlich geärgert, sie beide zu haben, aber die kleinen Ganznagelmotive waren für diese Nagellänge tatsächlich zu kurz! Das Stamping habe ich dann ebenfalls noch mit einer Schicht Topcoat versiegelt, um den blauen Lack noch etwas zum Glänzen zu bringen. Den Schriftzug kann man leider nicht gar so einfach erkennen, aber die restlichen Motive finde ich klasse. Auch wenn ich nicht so die Einhornlady bin, kann ich mit diesen Hottehüs durchaus was anfangen. Die Mani ist ja nicht übertriebenst kitschig, sondern kann sich durch den einfachen Farbkontrast fast noch im Bereich von seriös einsortieren - wenn nicht das große Einhornmotiv wäre...
Die Haltbarkeit des Lacks finde ich insgesamt betrachtet ziemlich gut - natürlich fällt bei einem so hellen Lack Tipwear auch viel weniger auf, aber ich konnte bei "Santa & Stockings" auch nicht übermäßig schnell welche entdecken. Das Ablackieren des Glisten & Glow ging trotz enthaltener Partikelchen recht leicht und ich muss mal wieder sagen, dass der Lack nicht nur was für die Weihnachtszeit ist, sondern auch im Rest des Jahres gut ankommt. Eine Kollegin war auch hellauf begeistert von dem Ergebnis!