Mittwoch, 30. Januar 2019

uma "Addicted to nailpolish" Lady

Der letzte Beitrag des Monats darf noch einmal einer für "Wir lackieren..." sein und ich habe mir nochmal eine andere Marke geschnappt. Bei Drogerie hat man wirklich unglaublich viel Auswahl und so einiges, was ich angedacht hatte, konnte ich zwecks Zeitmangel nicht zeigen, denn auch der Anfang dieses neuen Jahres war irgendwie nicht so tiefenentspannt und gemütlich wie gedacht. Aber manchmal muss man ja kleine Brötchen backen und heute gibt es sie eben in Lila!

"Lady" von uma musste schon ein bisschen leiden, denn das Lackfläschchen durfte inzwischen schon einiges vom Aufdruck einbüßen. Oooops, dabei ist der Lack noch gar nicht so lange in meinem Besitz! Allerdings hatte ich schnell wieder präsent, warum ich mich nicht schon früher mit Begeisterung auf den Lack gestürzt hatte - ich hatte das Fläschchen nämlich schon das eine oder andere Mal in der Hand...
Die erste Schicht verhieß nämlich leider nichts Gutes - der Lack hat eine schön flüssige Konsistenz und lässt sich mit dem Pinsel gut auftragen, aber das mit der Deckkraft funktioniert hier nicht so wirklich gut. "Lady" ist leider so sheer, dass zunächst nur ein Hauch Lila auf den Nägeln zu erkennen ist. Mit den Schichten zwei und drei kommt zwar etwas mehr Farbe, allerdings noch lange keine Abdeckung des Nagelweiß und normalerweise sind drei Schichten ja so die magische Grenze, ab der es wirklich kritisch wird. Da ich aber besonders viel Geduld hatte, habe ich noch eine vierte lackiert - und letztlich sogar noch ein fünftes Mal drübergepinselt, damit die Nägel gleichmäßig lilafarben waren und auch der Übergang zum Nagelweiß nicht mehr erkennbar war. Aufgrund der vielen Schichten habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert, um den Lack sicher trocken zu haben, allerdings hat das tatsächlich auch dem Glanz noch gut getan. Der uma trocknet leider nicht streifenfrei glänzend ab, sondern zeigt hier und da ein paar Unregelmäßigkeiten und das sah bei dem Cremefinish einfach nicht schön aus. Wichtig ist hier natürlich auch, die Nagelspitzen gut zu ummanteln.
Farblich ist "Lady" ein reinrassiges Lila, das dank der Farbmischung alles andere als einfach zu fotografieren ist. An und für sich würde ich dem Lack eine recht gute Ausgewogenheit zuschreiben, wobei die Mischung aus Rot und Blau vielleicht einen kleinen Hauch mehr auf der rötlichen Seite ist - aber tatsächlich nur marginal. Der Farbton ist ein schöner, mittlerer Lilaton, der auch auf der Helligkeitsskala im mittleren Bereich anzusiedeln ist. Wenn man das Ganze also ein bisschen gemein und einfach ausdrücken möchte, könnte der uma-Lack tatsächlich ein profanes, unspektakuläres Lila mit einem Cremefinish sein. Vielleicht tendiert der Lack ein wenig in Richtung Flieder, wobei er dafür wohl etwas zu intensiv ist... Für ein klassisches Milkalila fehlt mir allerdings auch noch etwas, ich bin mir aber nicht ganz sicher, was das genau sein sollte. Der Lack an sich ist wenig spektakulär und wenn man bedenkt, wie viel Aufwand es beideutet hat, ihn so auf die Nägel zu kriegen, dürfte auch klar sein, dass ich davon nur mäßig begeistert bin.
So eine cremige Lackbasis ist natürlich eine dankbare Grundlage für ein entsprechendes Design - ich stand allerdings bei diesem Lack komplett auf dem Schlauch und hatte zunächst gar keine Idee, was ich aus ihm machen sollte. Ich wollte nicht schon wieder stempeln und hatte zuerst eine Folie in der Hand - da schien mir dann aber der Farbkontrast nicht stimmig, also wurde die Idee verworfen. Dafür habe ich mir dann mal wieder eines meiner Puderpigmente geschnappt und versucht, das halbwegs unfallfrei flächendeckend auf den Mittel- und Ringfinger zu bringen. Der erste Versuch ging ganz böse in die Hose, da ich das Ganze mit einem wasserbasierten Topcoat versiegelt habe - und der faszinierenderweise aufgesprungen ist. Wenn ich also künftig ein Pigment-Crackle haben möchte, weiß ich inzwischen, wie ich das zu bewerkstelligen habe; auf "Lady" sah das aber ganz schön blöd aus. Also habe ich beide Nägel ablackiert und erneut lackiert, um das Pigment nochmal ordentlich aufzubringen. Das Ergebnis habe ich dann dieses Mal mit einem normalen Topcoat versiegelt und war schlussendlich recht zufrieden.
Das Puderpigment hat einen schönen scattered Holoeffekt, der sich auf den Fotos auch schön zeigt - hier und da funkeln die Partikelchen nämlich nicht nur in Lila, sondern auch in Gold, Rot, Pink, Blau und Grün. Der Holoeffekt ist zwar nicht überaus prägnant oder hervorstechend, aber stellenweise ist das doch gut zu erkennen. Mit dem cremigen Lila (das ich leider auf dem Zeigefingernagel ein wenig mit einem Flakie verschmutzt habe, der dann partout nicht mehr vom Nagel runterwollte) ergibt sich durch das unregelmäßige Finish der mit dem Puder versehenen Nägel ein schöner Kontrast, sowohl in der farblichen Abstufung als auch im Finish an sich. Während "Lady" eher klar und einfach wirkt, ist auf den beiden anderen Nägeln deutlich mehr los und das kann sich so als Mani durchaus sehen lassen. Ein Stamping auf den bepuderten Nägeln war leider aufgrund der schlechten Deckkraft des Basislacks keine Option, wobei ich mir das auch sehr hübsch vorgestellt hätte.
Die Haltbarkeit des Lacks war trotz der vielen Schichten ganz okay, wobei sich hier auch ein bisschen schneller Tipwear entwickelt hat als üblich. Das sieht man auf den beiden Bildern mit Pigment schon ein klitzekleines bisschen und wenn man das auch mit der mauen Deckkraft des Lacks zusammenbringt, werden die Unzulänglichkeiten des uma schon ziemlich deutlich. Wir beide werden definitiv keine Freunde, aber das ist auch nicht allzu tragisch...

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