Mittwoch, 9. Januar 2019

Catrice "Chrome Infusion" 04 Unexpected red

Für Sonntag hatte ich mir fest vorgenommen, noch einen Lack zu zeigen - und dann hat uns irgendwie die Tatsache überrascht, dass wir am Montag zur Arbeit und dafür noch ein bisschen was vorbereiten müssen. Die Zeit flog dann nur so dahin und aus meiner eingeplanten Blogzeit wurde nichts, dafür ging ich am Montag auf die Arbeit und handelte mir eine dicke Erkältung ein - großes Kino, große Freude!

Ich befürchte ja, dass sich das Ganze nicht als Büro-Allergie herausstellen wird, die mir das weitere arbeiten ersparen wird, also muss sich hier auch (kurzzeitig) wieder Alltag einstellen. Das gestaltet sich gar nicht so leicht, aber so langsam haben wir auch wieder einen arbeitstauglichen Schlafrhytmus (nichts mehr mi gemütlich um neun Uhr aufstehen...) und ich mache mich auch wieder brav ans Pinseln.
Dank meiner wirklich großen Auswahl an Drogerielacken soll es heute natürlich auch wieder mit  "Wir lackieren..." weitergehen und der Abwechslung halber habe ich mir einen Lack von Catrice geschnappt. Ich befürchte, dass das tatsächlich der erste Lack aus der "Chrome Infusion"-Reihe ist, den ich lackiere und ich schweige schon still darüber, dass der arme Kerl hier schon eine geraume Zeit rumstand und auf seinen Einsatz warten musste. Mit dem breiten Biberschwanzpinsel ist der Auftrag aber tatsächlich eine Wohltat und sehr angenehm, egal ob auf dem Daumen oder dem kleinen Finger - jeder Nagel bekommt genug Lack ab und keineswegs zu viel. Der Lack selbst hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar auf dem Nagel verteilen und wer vielleicht ein wenig dicker lackiert als ich, kommt hier auch mit nur einer Schicht gut zurecht. Ich habe lieber mal gemütlich zwei Schichten lackiert, die ein tolles Ergebnis auf den Nägeln zur Folge hatten. Einen Topcoat kann man sich hier eigentlich sparen, wenn man mit dem feinen Finish des Lacks zufrieden ist und das war ich.
Farblich ist "Unexpected red" wie es der Name schon sagt eindeutig ein Rotton und zwar würde ich ja glatt behaupten, dass wir hier im Bereich eines Weinrots unterwegs sind. Um ehrlich zu sein, hatte ich von dem Lack tatsächlich ein bisschen mehr erwartet als er zu bieten hat, denn der Shift, den ich mir durch den Effekt im Fläschchen erwartet hatte, fällt eher sehr dezent aus. Zwar kann man durchaus einen leichten Farbverlauf erkennen, da sich der Lack im oberen Bereich des Nagels leicht orangefarben zeigt, aber im Großen und Ganzen ist der Catrice dann doch eher ein weinroter Metalliclack. Er kommt zwar ohne fiese Streifigkeit daher und zeigt eher ein feines Schimmerfinish, aber meine Erwartungen waren einfach etwas anders. Nichtsdestotrotz haben wir hier einen wirklich hübschen Herbstlack, der hervorragend zu dem aktuellen Wetter hier in Köln passt - es ist regnerisch, grau und teilweise ganz schön matschig, wie man es eben vom Herbst so kennt.
Auch wenn ich vom Lack nach dem Auftrag nicht ar so begeistert war wie zu Beginn erhofft, ist das ja noch immer ein wirklich hübscher Vertreter und der hat sich auch ein entsprechendes Design verdient. Ich weiß gar nicht warum, aber bei der Farbe und dem metallischen Finish war ich sehr schnell bei meinen Steampunkplatten von MoYou und musste mich nur noch für eines der Motive entscheiden. Auf der Steampunk 05 sind lauter große Motive enthalten, sodass es davon nur eines werden konnte, somit ist der kleine Schriftzug auf dem Ringfinger gelandet. Um die ganze Mani stimmig zu halten, habe ich einfach mit essie's "Penny talk" gestampt und hatte somit einen schönen Farbkontrast, ohne in Bezug auf das Finish allzu große Abweichungen zu haben. Auf die übrigen Nägel habe ich mir von der BM-XL 26 ein Ganznagelmotiv mit Zahnrädern geschnappt, das ja recht gut zur Steampunkthematik passt. Die Fotos habe ich ohne Topcoat gemacht, da ich mir einerseits die Motive nicht verschmieren wollte und andererseits auch das leicht mattierte Stamping in diesem Fall gerne mag - das ist insgesamt einfach eine runde Sache.
Witzigerweise meinte mein Freund, als er meine Nägel sah, dass die Mani ja irgendwie zu "Going postal" passen würde - den Film hatten wir nämlich die Tage gesehen und man muss ja sagen, dass der Herr damit gar nicht so unrecht hat. Allerdings war das absolut nicht meine Absicht, bzw. habe ich gar nicht mehr an den Film gedacht als ich mir die Nägel lackiert habe. Sei's drum - ich finde ja die Steampunk-Motive richtig klasse, weiß aber oft auch einfach nicht, wie ich sie stimmig auf die Nägel bringen soll und ich glaube, hier ist das ganz gut gelungen. Man hätte die Mani natürlich noch ordentlich mattieren oder richtig zum Glänzen bringen können, aber ich war mit dem Finish so schon zufrieden und habe mir das entsprechend gespart. Leider ist auf dem Ringfinger der Schriftzug nicht so richtig gut erkennbar, aber an der Krümmung meiner Nägel kann ich auch nichts ändern.
Die Haltbarkeit des Catrice-Lacks ist gar nicht mal so schlecht, auch ohne Topcoat halten sich die Nägel zwei Tage ohne Probleme. Danach fing bei mir der Daumen ein bisschen an, abzublättern - das ist aber auch immer meine Problemzone und nichts ungewöhnliches. Das Ablackieren ging sehr angenehm von der Hand, sodass ich nur ein klitzekleines bisschen ob der Einfachheit des Effekts enttäuscht bin - ansonsten ist das wirklich ein feines Stück!

Kommentare:

  1. Total geile Farbe! Will ich haben =)

    LG
    Anja

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  2. Going Postal ist einfach genial! :) Und deine Nägel auch. Mir fehlen bei meinen Stampingmustern immer noch diese verflixten Zahnräder... :D

    LG Lotte

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  3. Schick sieht der aus! :)
    Ich hoffe, du bist wieder gesund. ;-)

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