Mittwoch, 30. Januar 2019

uma "Addicted to nailpolish" Lady

Der letzte Beitrag des Monats darf noch einmal einer für "Wir lackieren..." sein und ich habe mir nochmal eine andere Marke geschnappt. Bei Drogerie hat man wirklich unglaublich viel Auswahl und so einiges, was ich angedacht hatte, konnte ich zwecks Zeitmangel nicht zeigen, denn auch der Anfang dieses neuen Jahres war irgendwie nicht so tiefenentspannt und gemütlich wie gedacht. Aber manchmal muss man ja kleine Brötchen backen und heute gibt es sie eben in Lila!

"Lady" von uma musste schon ein bisschen leiden, denn das Lackfläschchen durfte inzwischen schon einiges vom Aufdruck einbüßen. Oooops, dabei ist der Lack noch gar nicht so lange in meinem Besitz! Allerdings hatte ich schnell wieder präsent, warum ich mich nicht schon früher mit Begeisterung auf den Lack gestürzt hatte - ich hatte das Fläschchen nämlich schon das eine oder andere Mal in der Hand...
Die erste Schicht verhieß nämlich leider nichts Gutes - der Lack hat eine schön flüssige Konsistenz und lässt sich mit dem Pinsel gut auftragen, aber das mit der Deckkraft funktioniert hier nicht so wirklich gut. "Lady" ist leider so sheer, dass zunächst nur ein Hauch Lila auf den Nägeln zu erkennen ist. Mit den Schichten zwei und drei kommt zwar etwas mehr Farbe, allerdings noch lange keine Abdeckung des Nagelweiß und normalerweise sind drei Schichten ja so die magische Grenze, ab der es wirklich kritisch wird. Da ich aber besonders viel Geduld hatte, habe ich noch eine vierte lackiert - und letztlich sogar noch ein fünftes Mal drübergepinselt, damit die Nägel gleichmäßig lilafarben waren und auch der Übergang zum Nagelweiß nicht mehr erkennbar war. Aufgrund der vielen Schichten habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert, um den Lack sicher trocken zu haben, allerdings hat das tatsächlich auch dem Glanz noch gut getan. Der uma trocknet leider nicht streifenfrei glänzend ab, sondern zeigt hier und da ein paar Unregelmäßigkeiten und das sah bei dem Cremefinish einfach nicht schön aus. Wichtig ist hier natürlich auch, die Nagelspitzen gut zu ummanteln.
Farblich ist "Lady" ein reinrassiges Lila, das dank der Farbmischung alles andere als einfach zu fotografieren ist. An und für sich würde ich dem Lack eine recht gute Ausgewogenheit zuschreiben, wobei die Mischung aus Rot und Blau vielleicht einen kleinen Hauch mehr auf der rötlichen Seite ist - aber tatsächlich nur marginal. Der Farbton ist ein schöner, mittlerer Lilaton, der auch auf der Helligkeitsskala im mittleren Bereich anzusiedeln ist. Wenn man das Ganze also ein bisschen gemein und einfach ausdrücken möchte, könnte der uma-Lack tatsächlich ein profanes, unspektakuläres Lila mit einem Cremefinish sein. Vielleicht tendiert der Lack ein wenig in Richtung Flieder, wobei er dafür wohl etwas zu intensiv ist... Für ein klassisches Milkalila fehlt mir allerdings auch noch etwas, ich bin mir aber nicht ganz sicher, was das genau sein sollte. Der Lack an sich ist wenig spektakulär und wenn man bedenkt, wie viel Aufwand es beideutet hat, ihn so auf die Nägel zu kriegen, dürfte auch klar sein, dass ich davon nur mäßig begeistert bin.
So eine cremige Lackbasis ist natürlich eine dankbare Grundlage für ein entsprechendes Design - ich stand allerdings bei diesem Lack komplett auf dem Schlauch und hatte zunächst gar keine Idee, was ich aus ihm machen sollte. Ich wollte nicht schon wieder stempeln und hatte zuerst eine Folie in der Hand - da schien mir dann aber der Farbkontrast nicht stimmig, also wurde die Idee verworfen. Dafür habe ich mir dann mal wieder eines meiner Puderpigmente geschnappt und versucht, das halbwegs unfallfrei flächendeckend auf den Mittel- und Ringfinger zu bringen. Der erste Versuch ging ganz böse in die Hose, da ich das Ganze mit einem wasserbasierten Topcoat versiegelt habe - und der faszinierenderweise aufgesprungen ist. Wenn ich also künftig ein Pigment-Crackle haben möchte, weiß ich inzwischen, wie ich das zu bewerkstelligen habe; auf "Lady" sah das aber ganz schön blöd aus. Also habe ich beide Nägel ablackiert und erneut lackiert, um das Pigment nochmal ordentlich aufzubringen. Das Ergebnis habe ich dann dieses Mal mit einem normalen Topcoat versiegelt und war schlussendlich recht zufrieden.
Das Puderpigment hat einen schönen scattered Holoeffekt, der sich auf den Fotos auch schön zeigt - hier und da funkeln die Partikelchen nämlich nicht nur in Lila, sondern auch in Gold, Rot, Pink, Blau und Grün. Der Holoeffekt ist zwar nicht überaus prägnant oder hervorstechend, aber stellenweise ist das doch gut zu erkennen. Mit dem cremigen Lila (das ich leider auf dem Zeigefingernagel ein wenig mit einem Flakie verschmutzt habe, der dann partout nicht mehr vom Nagel runterwollte) ergibt sich durch das unregelmäßige Finish der mit dem Puder versehenen Nägel ein schöner Kontrast, sowohl in der farblichen Abstufung als auch im Finish an sich. Während "Lady" eher klar und einfach wirkt, ist auf den beiden anderen Nägeln deutlich mehr los und das kann sich so als Mani durchaus sehen lassen. Ein Stamping auf den bepuderten Nägeln war leider aufgrund der schlechten Deckkraft des Basislacks keine Option, wobei ich mir das auch sehr hübsch vorgestellt hätte.
Die Haltbarkeit des Lacks war trotz der vielen Schichten ganz okay, wobei sich hier auch ein bisschen schneller Tipwear entwickelt hat als üblich. Das sieht man auf den beiden Bildern mit Pigment schon ein klitzekleines bisschen und wenn man das auch mit der mauen Deckkraft des Lacks zusammenbringt, werden die Unzulänglichkeiten des uma schon ziemlich deutlich. Wir beide werden definitiv keine Freunde, aber das ist auch nicht allzu tragisch...

Sonntag, 27. Januar 2019

F.U.N Lacquer "Shana"

Manchmal kommt Lotte ganz besonders kurzfristig auf wilde Ideen - z.B. gestern, als sie fragte, ob wir nicht heute noch fix ein "Gemeinsam lackiert" machen könnten... Eigentlich hatte ich nämlich ganz was anderes für heute geplant (vor allem, einen etwas gemütlicheren Tagesverlauf!), aber da ich den Lack ja sowieso schon lange auf Halde hatte, musste die Chance ergriffen werden. Also wurde noch fix umdisponiert, damit "Shana" von F.U.N Lacquer endlich seinen Auftritt hier haben kann.

Natürlich handelte es sich bei diesem Lack mal wieder um eine Leihgabe von Lotte, die dieses Schmuckstück heute *hier* zum besten gibt. Ich war ja ein bisschen überrascht, als ich auf das Datum der Bilder geschaut habe und festellen musste, dass ich diesen Lack tatsächlich vor mehr als einem Jahr auf den Nägeln hatte!
Gerade wenn es schon länger her ist, dass ich einen Lack getragen habe, ist so etwas wie eine kleine Notiz durchaus sinnvoll und von diesem Lack weiß ich, dass ich für eine ordentliche Abdeckung insgesamt drei Schichten gebraucht habe und vor allem auch auf die Nagelspitzen aufpassen musste. Ich fand die Konsistenz des Lacks nicht gar so optimal, da er irgendwie ein bisschen glibberig daher kam (das erklärt dann vielleicht auch die nicht ganz so optimale Abdeckung). Vor allem nach der ersten Schicht habe ich darum die Nagelspitzen nochmal ordentlich ummantelt, ansonsten hätte das schon nach dem Abtrocknen unschöne weiße Ränder gegeben und das braucht es wahrlich nicht. Ansonsten ging es mit dem Auftrag recht problemfrei, "Shana" ließ sich schön verteilen und trocknete auch in einer akzeptablen Zeit. Beim Finish war mir aber schon schnell klar, dass es mit der glatten Oberfläche nicht so gut aussehen dürfte und leider erwies sich das auch als zutreffende Vermutung: Der Lack braucht für ein schön glänzendes Finish einen Topcoat! 
Bei der Farbe ist meine Begeisterung glaube ich schnell nachvollziehbar, allerdings war der Lack für die Kamera auch eine richtig große Herausforderung: Irgendwo zwischen Blau und Lila anzusiedeln, kann sich "Shana" nicht nur dank der Basisfarbe von anderen Lacken abheben, sondern hat auch noch so einiges im Lack zu bieten. Das erkennt man besonders gut im Fläschchen, aber auch auf den Nägeln ist so einiges los! Neben so einigem Hologefunkel, das sich schön breit auf den Nägeln verteilt, sind da auch noch silberne Flakes enthalten, die sich recht dicht gepackt auf den Lack legen. Teilweise sinken die Partikelchen natürlich alle ein, dennoch kann man aber das Funkeln schön erkennen und auch die silbrigen Anteile kommen gut raus. Leider ist es mir nicht so wirklich gut gelungen, "Shana" so hübsch dazustellen, wie der Lack es verdient hätte - so silbrig wirkt das Finish nämlich nicht die Ganze zeit, aber den Holopartikelchen ein deutlicheres Funkeln zu entlocken, hat mit der Kamera und meiner Tageslichtlampe nicht so recht funktioniert. Wenn man genauer hinschaut, kann man aber hier und da rötliche nd auch blaue Highlights erkennen - in echt sind die dann noch etwas herausstechender.
An und für sich ist es aber gar nicht so schlimm, dass die enthaltenen Partikel sich nicht so prominent auf dem F.U.N Lacquer zeigen, denn dann könnte man Gefahr laufen, diesen phänomenalen Basisfarbton zu ignorieren und sich nur von dem Gefunkel beeindrucken zu lassen. Ich mag ja dieses bläuliche Lila, lilane Blau oder Lilablassblau - wie auch immer man das bezeichnen möchte - unglaublich gerne! Ein sehr spezieller, besonderer Ton, der sich deutlich vom üblichen blauen Standard abhebt und je nach Lichteinfall auch mal lilaner, mal blauer wirkt. Ich musste ein bisschen überlegen, welche Akzente ich für ein Stamping auf dem Lack gut einsetzen könnte und bin letztlich doch bei einem einfachen Cremelack gelandet. Mit "Chill out" von MoYou London habe ich dann mit der Kaleidoscope 06 auf Ring- und Mittelfinger eines der Ganznagelmotive gestempelt und das Ganze dann natürlich noch mit einer Schicht Topcoat versehen. Die großen Motive sehen immer so toll aus, wenn ich sie auf der Platte betrachte - auf den Nägeln fehlt dann meistens ein Teil und sie sind nicht mehr gar so beeindruckend. Bei diesem Motiv ist es allerdings gut gelungen, das meiste aufzubringen - da fehlt nur der Rand außenrum, für den sind meine Nägel einfach zu kurz...
Ich  mag den Kontrast zwischen dem cremigen Stempellack und der funkelnden Lackbasis, allerdings finde ich ja auch, dass die beiden Farbnuancen hervorragend zusammenpassen. Der Stampinglack ist nämlich auch gar nicht so einfach einer Farbe zuzuordnen, sondern trotz des helleren Tons auch ein kleines bisschen lilastichig. Obwohl sich das Stamping deutlich vom F.U.N Lacquer abhebt, ist das Ergebnis doch recht harmonisch und gefällt mir gut - und ich muss sagen, dass ich die Kaleidoscope-Platte wirklich hübsch finde. Sicherlich lassen sich damit auch noch viel aufwändigere Manis machen, dazu müsste man die Motive nur noch farblich hinterlegen und hat eine richtig kaleidoscopische Farbexplosion. Allerdings ist dann auch kaum noch etwas von dem Basislack zu sehen, was vor allem bei "Shana" sehr schade wäre. Mattieren wäre sicherlich noch eine Option gewesen, allerdings habe ich damals nicht daran gedacht.
Über die Haltbarkeit gibt es nichts Negatives zu berichten, mit Topoat ist der Lack auch für äußere Einflüsse nicht zu anfällig. Beim Ablackieren hatte ich zwar hier und da ein paar kleine Partikelchen am Wattepad hängen, allerdings keine übermäßigen Probleme. Auch von Staining bin ich verschont geblieben, was ich bei dem schönen Ton sehr zu schätzen weiß.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Catrice "Luxury Lacquers Million Brilliance" C03 Glitterama

Endlich Bergfest und ich habe während hier im Hintergrund Handball läuft auch ein kleines bisschen Zeit, einen weiteren Lack für "Wir lackieren..." zu zeigen. Tatsächlich ist momentan mal wieder mein größtes Problem die Auswahl und ich kann mich zwischen den vielen Lacken nicht so recht entscheiden - zumal ich ja auch weiß, dass ich nicht alle potenziellen Kandidaten diesen Monat werde zeigen können!

Darum ist es heute wieder ein Lack von Catrice geworden und zwar einer der "Million Brilliance"-Lacke, die so richtige Glitterbomben sind. Ich habe mich bei vielen Lacken echt lange davor gedrückt, sie zu lackieren, weil mir schlicht und ergreifend vor dem Ablackieren graute, aber irgendwann muss das ja auch mal sein und der Freund hat sich für heute Grün gewünscht...
"Glitterama" stammt noch aus der Zeit, als Catrice so Probleme mit den Pinseln hatte, allerdings ist dieser Vertreter weitestgehend akzeptabel geschnitten, sodass man damit gut lackieren kann. Vom ersten Blick auf das Fläschchen dachte ich ja, dass das eine sehr schnelle Geschichte werden würde, aber schon die erste Schicht überzeugte mich vom Gegenteil: die klare Base ist gar nicht so dicht gepackt mit dem hellgrünen Schimmer! Die großen Glitzerpartikel hatte ich schnell auf dem Nagel, die sind aber natürlich nicht deckend, also musste hier fröhlich geschichtet werden. Nach zwei Schichten war noch nicht im Ansatz an Deckkraft zu denken, die dritte ging in die richtige Richtung und bei vieren war ich eigentlich sicher, dass mein Nagelweiß nun verdeckt sei - aber dann entdeckte ich doch noch eine Lücke und lackierte eine fünfte Schicht. Zur Verteidigung des Lacks muss ich sagen, dass er wirklich sehr schnell abtrocknet (ist ja kaum "Lack" dran!), sodass die vielen Schichten kein Problem sind. Da der Lack auch an den Nagelspitzen schön abschließt und das Finish relativ eben ist, kann man tatsächlich darüber nachdenken, auf den Topcoat zu verzichten - allerdings verlängert der die Haltbarkeit des Lacks enorm.
Was die Farbe angeht, sind wir hier eindeutig bei einem Grün, allerdings wirkt der Lack auf den Nägeln tatsächlich heller als ich ihn im Fläschchen vermutet hätte. In der klaren Lackbasis schwirren einerseits mittelgrüne Glitzerpartikelchen in unterschiedlichen Größen herum, andererseits gibt es da auch den feinen, hellgrünen Schimmer, der sich nach einiger Zeit schön unter die Glitzerhexagons legt und dem Lack einen frischen Anstrich verleiht. Ich hatte mir "Glitterama" zwar ein bisschen froschgrüner vorgestellt, finde das Ergebnis so aber auch durchaus hübsch. Die vielen Schichten führen dann auch dazu, dass die kleinen und mittelgroßen grünen Glitzerpartikel besser auf dem Lack sichtbar werden und in angemessener Menge vertreten sind - bei weniger Schichten ist logischerweise auch weniger Glitzer auf dem Nagel zu finden und der hellgrüne Schimmer ist deutlich dominanter... Beim nächsten Mal werde ich den Lack definitiv auf einem grünen Basislack nutzen, dann kann man sich die Schichterei für die Deckkraft sparen und hat trotzdem noch ein ansehnliches Ergebnis!
Ich gestehe aber, dass ich den Lack eigentlich schlimmer erwartet hatte und mir das Ergebnis tatsächlich auch gut gefällt. Natürlich kriege ich die Glitzerteilchen nicht wirklich gleichmäßig verteilt, weil ich einfach immer schön im oberen Bereich ansetze und die Teilchen sich dann nach unten zu den Nagelspitzen hin ein bisschen verlieren, aber trotzdem finde ich "Glitterama" recht hübsch. Auf der Suche nach einem passenden Design habe ich mal wieder den Fehler gemacht, den werten Herren nach Ideen zu fragen und er kam (nach einigen total abstrusen Versuchen) mit einem Schildkrötenmuster daher. Heimlich fragte ich mich kurz, ob er in irgendwelchen Trendzeitschriften geschmöckert hat und Tortoiseshellnails meinte - war dann aber gar nicht der Fall, er hat einfach zu Grün assoziiert. Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Motiv - einfach nur Schildkröten wollte ich nämlich nicht draufstempeln, da mir dann zu viel vom Basislack verloren gegangen wäre. Ich hatte zwar alles andere als einen Animalprint im Hinterkopf, aber irgendwie bin ich dann tatsächlich in dem Bereich gelandet...
Auf der MoYou Pro XL 04 gibt es nämlich ein Schildkrötenpanzermotiv - aber eben in der großen Ganznagelvariante. Mit einem dunkelgrünen Lack von ColorClub (ich bilde mir ein, das war "Artsy crafty") habe ich das Panzermuster auf die Nägel gestampt und war ganz schön erleichtert, als es auf den Nägeln halbwegs erkennbar war. Ich habe tatsächlich dem Versuch widerstanden, noch einen weiteren Grünton ins Spiel zu bringen, da ich die cremigen Abgrenzungen in dunklem Grün (etwa in dem Ton hatte ich mir den Lack eigentlich vorgestellt...) schon gelungen fand. Hier und da funkeln noch ein paar mehr oder minder im Lack liegende Glitzerpartikelchen durch und "Glitterama" macht seinem Namen auch mit Design alle Ehre. Natürlich gab es hier eine Schicht Topcoat drüber, um auch das Stamping schön zum Glänzen zu bringen und auch wenn die Ausgestaltung eher einfach geworden ist, mag ich die Mani gern. Ich glaube, das war tatsächlich auch das erste Mal, dass ich dieses Muster genutzt habe.
Die Haltbarkeit des Lacks ist ohne Topcoat nicht überaus gut, denn durch die vielen Schichten und den freiliegenden Glitter gibt es natürlich so einige Angriffspunkte und der Lack splittert gerne an Ecken und Rändern ab. Mit Topcoat konnte ich mich aber nicht beklagen und habe den Lack ohne Verluste tragen können. Das Ablackieren ist natürlich keine Freude bei dem Glitter und ich Held hatte nicht daran gedacht, einen entsprechenden Basecoat zu lackieren... Trotzdem ist "Glitterama" durchaus ein hübscher Lack, wird bei mir aber nur noch als Topper verwendet!

Sonntag, 20. Januar 2019

Nine Zero Lacquer "Masked flowerpiercer"

Dieses Jahr fängt echt spannend an - der Freitag war länger als gedacht und dann mussten wir unsere Abendplanung komplett umschmeißen, sodass ich nicht mehr zum Lackieren kam. Gestern Abend als wir gemütlich in der Küche standen und kochen wollten, fiel plötzlich der Strom aus und wenn wir nicht noch eine Steckdose im Flur gehabt hätten, die aus unerfindichen Gründen funktionierte (mit den Nachbarn gab es interessante Diskussionen darüber, wie hier der Strom verlegt wurde), wären wir halb verhungert ins Bett gegangen, denn das Licht ging erst irgendwann mitten in der Nacht wieder an...

Trotzdem gibt es heute endlich wieder eine Beitrag (auch wenn das wirklich knapp war, denn ohne Strom funktioniert das mit dem Fotografieren schlecht, wenn es auch draußen stockfinster ist - aber heute Morgen hatte ich noch etwas Zeit), wenn auch einen, der ein wenig aus der Reihe tanzt. Das erste Mal "Gemeinsam lackiert" mit Lotte ist heute ein Lack von Nine Zero Lacquer dran - aber was für einer!
Den Nine Zero Lacquer hatte mir Lotte vor einiger Zeit geschenkt und dieses Mal muss ich nicht frage, warum - ein Blick auf das Fläschchen zeigte mir, dass das hier ein absoluter Lena-Lack ist! "Masked flowerpiercer" heißt dieses Schmuckstück und kommt mit einem gerade geschnittenen, aber schön breiten Pinsel daher und lässt sich wunderbar geschmeidig auftragen. Die Konsisenz fühlt sich zwar eher cremig an, aber der Lack ist nicht übermäßig deckend. Zwar ist schnell Farbe auf dem Nagel, allerdings ist eine Schicht bei Weitem noch nicht ausreichend, um mein Nagelweiß angemessen zu überdecken. Also habe ich eine zweite Schicht lackiert, die mir auf den ersten Blick auch ausreichend deckend erschien, allerdings zeigte ein Blick durch die Kameralinse doch ein anderes Ergebnis. Dank der angenehm kurzen Trockenzeit des Lacks ist aber auch eine dritte Schicht kei Problem gewesen. Danach war auch wirklich jede Stelle auf dem Nagel blickdicht und die Kamera konnte keine durchscheinenden Flecken ausmachen. Das Finish von "Masked flowerpiercer" ist zwar schön gleichmäßig, aber nicht übermäßig glänzend, wer also mehr Gloss will, muss sich eines Topcoats edienen.
Farblich sind wir hier sehr eindeutig bei einem strahlenden Hellblau, das ich absolut hinreißen finde! Dankenswerterweise hat sich heute Morgen auch die Sonne herausgetraut (es ist zwar jetzt schweinekalt draußen - aber immerhin sonnig!), sodass ich ein paar Fotos draußen machen konnte. Die zeigen das Holofinish des Lacks ein bisschen besser als die Bilder unter der Tageslichtlampe, aber auch dort kommt das wunderbare Regenbogengefunkel von "Masked flowerpiercer" gut raus. Diesem grandiosen hellen Himmelblau steht so ein bisschen Holo ganz hervorragend und ich verrate wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass mich dieser Lack absolut begeistert! Zwar ist das kein superkrasser linearer Holoeffekt, sondern eher eine etwas zartere Variante, die vor allem in etwas schummrigeren Lichtverhältnissen ganz besonders deutlich funkelt, aber bei der Grundfarbe hat Holo für mich immer ganz besonders viel Charme. Auf jeden Fall hat mir der Lack auch extrem gute Laune gemacht, da das Blau so richtig schön knallig ist und wirklich strahlt!
So ein knalliger Lack schreit trotz des Holoeffekts natürlich nach einem Design und ich musste erst einmal schauen, was es denn überhaupt mit dem Namen auf sich hat... Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es sich beim Maskenhakenschnabel um einen kleinen Piepmath handelt, der vorwiegend in Südamerika zu Hause ist und feuchte Wälder bewohnt. Meine Auswahl an Vogeltieren auf Stampingplatten ist leider deutlich eingeschränkt, aber auf den Tropical-Platten von MoYou finden sich zumindest einige, also habe ich mich da mal auf die Suche gemacht. Auf der Tropical 05 gibt es einen kolibriartigen Vogel, der auf eine Hibiskusblüte zufliegt und ich habe beschossen, dass das von meinen Möglichkeiten am Nähesten an einem Flowerpiercer dran ist, also wurde das Motiv mit Anny's "Midnight blue" auf den Ringfinger gestempelt. Da es sich hierbei um die großen Motive handelt, passt zwar der Vogel perfekt auf den Nagel, aber von der Blüte ist kaum noch was zu erkennen... Auf die übrigen Nägel habe ich dann von der Tropcical 02 ein paar Motive mit Hibiskusblüten gestampt und alles mit einer Schicht Topcoat versehen, damit auch das Stamping schön glänzt.
Sicherlich wird das dem Maskenhakenschnabel in seiner natürlichen Umgebung alles andere als gerecht, aber die Inspiration dürfte nachvollziehbar sein und außerdem konnte ich endlich mal wieder eine weitere Platte einweihen. Das dunkelblaue, cremige Stamping passt meiner Ansicht nach ja wunderbar zu dem holografischen Hellblau in der Basis und die Motive sind auch peppig genug, um nicht unterzugehen auf dem knalligen Blau. Irgendwie bringt mich da ja schon fast in Urlaubsstimmung, auch wenn ich weiß, dass die nächsten Monate bei mir nicht auch nur im Ansatz etwas Urlaubsartiges in Sicht ist. Im Sonnenschein funkelt es auch unter dem Stamping noch ganz toll in allen Regenbogenfarben durch und das macht sich zu den tropisch angehauchten Motiven ja auch recht gut.
Die Haltbarkeit des Nine Zero Lacquer ist auch sehr ordentlich, sodass ich mich hier tatsächlich über nichts beschweren möchte - die Farbe flasht mich total und da sie auch noch einfach abzulackieren ist, schwebe ich hier im siebten Hellblauhimmel und muss sagen, dass Lotte mal wieder voll ins Blaue getroffen hat mit diesem Schmuckstück!

Mittwoch, 16. Januar 2019

trend it up "Prisma Tip Nail Polish" 050

Die Woche ist halb rum und ich schaffe es inzwischen, wieder weitestgehend normal zu laufen - vor lauter Husten hatte ich nämlich den wohl fiesesten Muskelkater meines Lebens und zwar im Rücken! Ich hätte ja nicht gedacht, dass das ernsthaft möglich ist, aber der Besuch beim Onkel Doktor hat das bestätigt. Die letzten Tage habe ich mich gefühlt wie ein Urgroßmütterchen, das nur am Stock gehen kann, so langsam geht es aber wieder aufwärts und ich kann mir auch die Nägel neu lackieren.

Zu "Wir lackieren..." gibt es diesen Monat ja eine wirklich große Markenauswahl und ich versuche mal, möglichst breit zu streuen. Dementsprechend gibt es heute wieder was anderes und zwar einen Lack von trend it up. Wenn ich mich nicht irre, hatte mir mein Freund den im Adventskalender geschenkt, das war allerdings im Jahr 2017 und nicht 2018 (sorry, Lieblingsfreund!)...
Ob es die Prisma Tip-Lacke noch im Sortiment gibt, weiß ich nicht - ich vermute mal aber, dass das nicht der Fall ist, da sie ja schon ein paar Tage alt sind... Auf jeden Fall habe ich mich gefreut, beim Aufschrauben des Fläschchens einen breiten Pinsel vorzufinden, der schön abgerundet geschnitten ist. Er ist zwar ein bisschen fester gebunden als ich es gewohnt bin, der Auftrag geht aber trotzdem angenehm und leicht von der Hand. Der namenlose Lack mit der Nummer 050 hat eine schöne, cremige Konsistenz und lässt sich schön lackieren. Mit der ersten Schicht ist schon erkennbar Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ergebnis noch an der einen oder anderen Stelle durchscheinend, sodass eine zweite Schicht absolute Pflicht ist. Die Trockenzeit des Lacks ist in Ordnung, der zweite Auftrag ist recht schnell möglich und bringt dann auch schon ein ansprechendes und richtig gut deckendes Ergebnis. Beim Abtrocknen wird aber auch schnell deutlich, dass das Finish ein bisschen uneben ist, also musste ein Topcoat her.
Warum ich den Lack im Adventskalender hatte, wird schon bei ersten Blick klar - diese Farbe ist voll und ganz mein Fall! Der trend it up kommt hier mit einem hübschen Blauton daher, dem man auch einen Hauch Türkis zusprechen kann und der natürlich deutlich auf der hellen Seite unterwegs ist. Er ist nicht ganz klar und strahlend, sondern hat einen kleinen Hauch Grau mit drin (würde ich zumindest mal behaupten) und natürlich auch ein paar zauberhafte Partikelchen, die vor allem im Fläschchen, aber durchaus auch auf den Nägeln einen zarten Holoeffekt zeigen. Der Lack ist nicht ernsthaft linear aufgebaut, sondern kommt vielmehr mit einem verstreuten Gefunkel daher, aber die winzigen Teilchen schillern in allen Regenbogenfarben. Primär zeigt sich zwar der silberne Anteil im Holoschimmer, aber das liegt hier definitiv auch am Lichteinfall - so zurückhaltend ist der Lack live nämlich gar nicht! Auch wenn das sicherlich kein absoluter Burner ist, ich mag den trend it up und finde ihn gerade auch jetzt für die Jahreszeit passend, leicht angegraut passt der Farbton definitiv zum matschigen Wetter draußen; hier in Köln ist von Schnee nämlich weit und breit nichts zu sehen!
Was ein passendes Design angeht, stand ich bei dem Lack erstmal ein bisschen auf dem Schlauch und habe dann beschlossen, die erstbeste noch nicht benutzte Stampingplatte zu verwenden - und bin bis zu meiner Geek 05 von MoYou gekommen. Die lachte mich nämlich noch mit ihrer blauen Schutzfolie an und wurde in Gebrauch genommen. Gestempelt habe ich einfach mal wieder mit einem Pigment und habe dieses Mal den Ringfinger ohne Stamping gelassen - das Motiv ist ein elbisch angehauchter Schriftzug, den ich gewählt habe, weil ich gerade eines der Hexenbücher von Terry Pratchett höre und da witzigerweise auch Gandalf erwähnt wurde... (Oh ja, die Erklärung ist definitiv von hinten durch die Brust ins Auge, aber so war's wirklich!) Auf dem Mittelfinger ist das Stamping leider mal wieder ein bisschen schief geworden, aber vor allem bei den Pigmentstampings tu ich mir mit der Platzierung echt schwer, da die Sicht durch den klaren Stamper durch das Pigment komplett verbaut ist... Beim Pigment handelt es sich um ein dunkelblau-petrolfarbenes, wie man ansatzweise erkennen kann - an und für sich changiert das auch etwas deutlicher und bis ins Lilane, das hat die Kamera aber nicht eingefangen bekommen. 
Bei diesem Stempelversuch ist mir mal wieder aufgefallen, dass es doch die eine oder andere kleine Tücke gibt - ich habe nämlich ganz brav das Stamping mit einem wasserbasierten Topcoat versiegelt, allerdings anscheinend auf dem Mittelfinger nicht lange genug mit dem normalen Topcoat gewartet. An der rechten unteren Ecke sieht man nämlich einen kleinen, milchigen Fleck - der ist auf die Reaktion des Pigmenttopcoats mit dem normalen zurückzuführen... An der rechten Hand hatte ich das noch deutlich schlimmer und mich so geärgert, dass ich die Mani beinahe gleich wieder ablackiert hätte, aber mein Freund hat mich beruhigt und gemeint, dass das gar nicht so sehr auffallen würde und nach einiger Zeit sind die milchigen Flecken auch verschwundern. Ich glaube ihm das einfach mal, denn ich mag das Ergebnis auf dem Prisma Tip Nail Polish sehr, auch wenn man auf normale Betrachtungsentfernung das Motiv gar nicht so richtig erkennen kann. Irgendwie mag ich aber das stimmige Farbschema und bin sowieso von der Basisfarbe des Lacks sehr angetan - meinen kleinen Blaufimmel werde ich einfach nicht los.
Zur Haltbarkeit des Lacks kann ich nicht allzu viel sagen - er wird sich spätestens übermorgen wieder verabschieden müssen und bisher habe ich keine allzu beanspruchenden Dinge getan. Allerdings weiß ich, dass das Ablackieren unproblematisch ist, da ich das an der anderen Hand teilweise schon machen musste. Ich glaube, ich habe noch den einen oder anderen Lack von trend it up aus der Reihe und ich freue mich drauf, die auch mal zu tragen.

Sonntag, 13. Januar 2019

Maybelline "Suit style" 443 Suit and sensibility

Nachdem ich mich irgendwie (mehr schlecht als recht) durch die Woche geschleppt habe, war dann am Freitag alle Energie verbraucht und anstatt die viele freie Zeit endlich zum Nägellackieren nutzen zu können, habe ich sie genutzt, um zu... atmen und ähnliche zentrale Dinge zu tun. Inzwischen habe ich es aber tatsächlich mal geschafft, mir die Nägel neu zu machen, also gibt es auch ein Posting zu "Wir lackieren..."!

Um ein bisschen bei der Abwechslung zu bleiben, habe ich mir wieder eine andere Marke geschnappt und einen Lack aus der "Suit style"-Kollektion von Maybelline lackiert. Wenn ich mich nicht komplett irre, hat mir Marina diese Lacke zukommen lassen und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dieser hier doch recht lange warten musste, bis er es auf die Nägel geschafft hat.
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten Strukturlack auf den Nägeln hatte - der Trend scheint ja inzwischen komplett gestorben zu sein, auch wenn ich Sandlacke noch immer grandios finde! Die allermeisten Lacke mit diesem Finish habe ich aber schon weglackiert, also tauchen sie hier nicht auf, so lange es noch andere ungezeigte Lacke in meinem Inventar gibt (und die werden zwar weniger, sind aber noch immer zahlreich vorhanden). Darum habe ich mich auch sehr gefreut, mal wieder ein bisschen was Schrubbeliges auf den Nägeln zu haben, zumal das beim Auftrag immer einfach zu sein verspricht. So ist es auch mit "Suit and sensibility", der lässt sich wunderbar leicht auf die Nägel bringen und zeigt schon in der ersten Schicht eine perfekte Abdeckung des Nageweißes - allerdings ist mir das Finish da noch ein bisschen zu versprenkelt, da die Schrubbelteilchen eher vereinzelt auf den Nägeln zu finden sind. Wer damit zufrieden ist, kann eigentlich schon aufhören - aber ich habe noch eine zweite Schicht lackiert, die dann dieses wunderbar raue Ergebnis zur Folge hatte. Logischerweise gab es hier keinen Topcoat - sonst wäre ja das Sandfinish wieder hops!
Bei der Farbe habe ich mal wieder so ein paar Probleme mit einer klaren Stellungnahme, da da so einiges enthalten ist. Vom Grundton her sind wir hier wohl bei einem dunklen Grauton, der aber durch die enthaltenen Gold- und Silberpartikeln mal eher in Richtung Braun, mal doch ins Silberne tendiert. Der Grauton ist eindeutig an Anthrazit orientiert, ist aber noch nicht so richtig düster, sodass auch die helleren Reflexe der enthaltenen Partikelchen gut durchkommen. Wenn man den Lack nur aus dem Augenwinkel betrachtet, ist als erster Eindruck wohl "Matsch" ganz treffend, aber wenn mn genauer hinsieht, kann man die Besonderheiten des Maybelline gut erkennen. Als großer Fan von Strukturlacken ist es natürlich klar, dass ich diese feinen Nuancen, die sich durch die rauen Teilchen und die glatte Basis dazwischen ergeben, richtig klasse finde! Aber ich verstehe auch, wenn man gerade bei diesem Lack eher das Bedürfnis hat, ihn nicht zu lackieren - man könnte auch den Eindruck haben, man hat hier einmal in einen Betonmischer gegriffen und die Reste noch vor dem Antrocknen auf den Nägeln... Definitiv ein Lack, der polarisiert, aber mir gefällt er gut!
Das Finish ist hier wirklich richtig rau und körnig, sodass ich wirklich große Freude mit "Suit and sensibility" hatte, allerdings ein bisschen besorgt war, was ein Design anging. Eigentlich ist der Lack ja ohne eine Verzierung wirklich perfekt, aber ich war neugierig, ob er sich auch für ein Stamping eignen würde. Schnell hatte ich beschlossen, mit einem goldenen Lack die enthaltenen Partikelchen als Inspiration aufzunehmen und essie's "Good as gold" erschien mir da passend. Als Stampingplatte habe ich eine meiner Dupeplatten von MoYou genutzt, die die Motive der Fairytale 03 zeigt, und mich für ein Flammenmotiv entschieden (das ist glaube ich mein liebstes Muster von der Platte, da es auch so vielfältig einsetzbar ist). Mit dem essie ließ sich das Motiv zwar gut auf die Nägel bringen - allerdings sagte die Kamera, dass sie das absolut nicht angemessen abbilden wollte und auch mit bloßem Auge war außer ein paar helleren Stellen nicht wirklich viel zu erkennen. Also musste dann hier doch mal ein Topcoat ran, der den Lack zum Glänzen brachte, aber auch das Finish komplett übertünchte.
Ich muss aber sagen, dass der Topcoat "Suit and sensibility" absolut nicht geschadet hat, sondern sogar im Gegenteil den Lack noch ein bisschen spannender macht. Mit einer ordentlich dicken Schicht eines dickflüssigen Überlacks zeigt sich nämlich alles, was in dem dunklen Grau schwimmt, viel deutlicher auf den Nägeln: Überall funkelt es golden und silbern in einer leicht rauchig angehauchten dunkelgrauen Basis - und ich gestehe, dass das Flammenstamping bei dem, was der Lack zu bieten hat, doch in den Hintergrund rückt. Vielleicht hätte ich gleich einen Topcoat auf den Maybelline pinseln sollen, aber ich war viel zu angetan von diesem schön unebenen Finish, dass ich befürchtet habe, mit Topcoat alles kaputt zu machen. Und, um ganz ehrlich zu sein: Um dauerhaft so ein Ergebnis wie hier auf den Fotos zu haben, braucht der Lack wohl noch zwei weitere, dicke Schichten Topcoat, denn nach dem Abtrocknen hatte ich doch wieder ein deutlich unebeneres Ergebnis.
Ohne Topcoat ist die Haltbarkeit von "Suit and sensibility" gar nicht mal so schlecht wie befürchtet - der Sandlack hält sich ordentlich und ich habe mir nach zwei Tagen die Nagelspitzen noch nicht einmal im Ansatz abgewetzt gehabt. Mit Topcoat sieht das sicherlich noch besser aus, aber ich habe hier schon wieder einen Lack gefunden, der sich hervorragend als Notfalllack eignet - nur dieses Mal vielleicht für etwas edlere Anlässe...

Mittwoch, 9. Januar 2019

Catrice "Chrome Infusion" 04 Unexpected red

Für Sonntag hatte ich mir fest vorgenommen, noch einen Lack zu zeigen - und dann hat uns irgendwie die Tatsache überrascht, dass wir am Montag zur Arbeit und dafür noch ein bisschen was vorbereiten müssen. Die Zeit flog dann nur so dahin und aus meiner eingeplanten Blogzeit wurde nichts, dafür ging ich am Montag auf die Arbeit und handelte mir eine dicke Erkältung ein - großes Kino, große Freude!

Ich befürchte ja, dass sich das Ganze nicht als Büro-Allergie herausstellen wird, die mir das weitere arbeiten ersparen wird, also muss sich hier auch (kurzzeitig) wieder Alltag einstellen. Das gestaltet sich gar nicht so leicht, aber so langsam haben wir auch wieder einen arbeitstauglichen Schlafrhytmus (nichts mehr mi gemütlich um neun Uhr aufstehen...) und ich mache mich auch wieder brav ans Pinseln.
Dank meiner wirklich großen Auswahl an Drogerielacken soll es heute natürlich auch wieder mit  "Wir lackieren..." weitergehen und der Abwechslung halber habe ich mir einen Lack von Catrice geschnappt. Ich befürchte, dass das tatsächlich der erste Lack aus der "Chrome Infusion"-Reihe ist, den ich lackiere und ich schweige schon still darüber, dass der arme Kerl hier schon eine geraume Zeit rumstand und auf seinen Einsatz warten musste. Mit dem breiten Biberschwanzpinsel ist der Auftrag aber tatsächlich eine Wohltat und sehr angenehm, egal ob auf dem Daumen oder dem kleinen Finger - jeder Nagel bekommt genug Lack ab und keineswegs zu viel. Der Lack selbst hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar auf dem Nagel verteilen und wer vielleicht ein wenig dicker lackiert als ich, kommt hier auch mit nur einer Schicht gut zurecht. Ich habe lieber mal gemütlich zwei Schichten lackiert, die ein tolles Ergebnis auf den Nägeln zur Folge hatten. Einen Topcoat kann man sich hier eigentlich sparen, wenn man mit dem feinen Finish des Lacks zufrieden ist und das war ich.
Farblich ist "Unexpected red" wie es der Name schon sagt eindeutig ein Rotton und zwar würde ich ja glatt behaupten, dass wir hier im Bereich eines Weinrots unterwegs sind. Um ehrlich zu sein, hatte ich von dem Lack tatsächlich ein bisschen mehr erwartet als er zu bieten hat, denn der Shift, den ich mir durch den Effekt im Fläschchen erwartet hatte, fällt eher sehr dezent aus. Zwar kann man durchaus einen leichten Farbverlauf erkennen, da sich der Lack im oberen Bereich des Nagels leicht orangefarben zeigt, aber im Großen und Ganzen ist der Catrice dann doch eher ein weinroter Metalliclack. Er kommt zwar ohne fiese Streifigkeit daher und zeigt eher ein feines Schimmerfinish, aber meine Erwartungen waren einfach etwas anders. Nichtsdestotrotz haben wir hier einen wirklich hübschen Herbstlack, der hervorragend zu dem aktuellen Wetter hier in Köln passt - es ist regnerisch, grau und teilweise ganz schön matschig, wie man es eben vom Herbst so kennt.
Auch wenn ich vom Lack nach dem Auftrag nicht ar so begeistert war wie zu Beginn erhofft, ist das ja noch immer ein wirklich hübscher Vertreter und der hat sich auch ein entsprechendes Design verdient. Ich weiß gar nicht warum, aber bei der Farbe und dem metallischen Finish war ich sehr schnell bei meinen Steampunkplatten von MoYou und musste mich nur noch für eines der Motive entscheiden. Auf der Steampunk 05 sind lauter große Motive enthalten, sodass es davon nur eines werden konnte, somit ist der kleine Schriftzug auf dem Ringfinger gelandet. Um die ganze Mani stimmig zu halten, habe ich einfach mit essie's "Penny talk" gestampt und hatte somit einen schönen Farbkontrast, ohne in Bezug auf das Finish allzu große Abweichungen zu haben. Auf die übrigen Nägel habe ich mir von der BM-XL 26 ein Ganznagelmotiv mit Zahnrädern geschnappt, das ja recht gut zur Steampunkthematik passt. Die Fotos habe ich ohne Topcoat gemacht, da ich mir einerseits die Motive nicht verschmieren wollte und andererseits auch das leicht mattierte Stamping in diesem Fall gerne mag - das ist insgesamt einfach eine runde Sache.
Witzigerweise meinte mein Freund, als er meine Nägel sah, dass die Mani ja irgendwie zu "Going postal" passen würde - den Film hatten wir nämlich die Tage gesehen und man muss ja sagen, dass der Herr damit gar nicht so unrecht hat. Allerdings war das absolut nicht meine Absicht, bzw. habe ich gar nicht mehr an den Film gedacht als ich mir die Nägel lackiert habe. Sei's drum - ich finde ja die Steampunk-Motive richtig klasse, weiß aber oft auch einfach nicht, wie ich sie stimmig auf die Nägel bringen soll und ich glaube, hier ist das ganz gut gelungen. Man hätte die Mani natürlich noch ordentlich mattieren oder richtig zum Glänzen bringen können, aber ich war mit dem Finish so schon zufrieden und habe mir das entsprechend gespart. Leider ist auf dem Ringfinger der Schriftzug nicht so richtig gut erkennbar, aber an der Krümmung meiner Nägel kann ich auch nichts ändern.
Die Haltbarkeit des Catrice-Lacks ist gar nicht mal so schlecht, auch ohne Topcoat halten sich die Nägel zwei Tage ohne Probleme. Danach fing bei mir der Daumen ein bisschen an, abzublättern - das ist aber auch immer meine Problemzone und nichts ungewöhnliches. Das Ablackieren ging sehr angenehm von der Hand, sodass ich nur ein klitzekleines bisschen ob der Einfachheit des Effekts enttäuscht bin - ansonsten ist das wirklich ein feines Stück!

Freitag, 4. Januar 2019

Rival de Loop Long Lasting Nail Colour 52

Die erste Woche des neuen Jahres (auch wenn sie nicht komplett war) ist leider schon rum - und ich muss gestehen, dass ich mich tatsächlich daran gewöhnen könnte, nicht jeden Tag auf die Arbeit zu stapfen... Endlich bin ich mal wieder ein bisschen dazu gekommen, andere Dinge zu tun und mir gemütlich die Nägel zu lackieren. Schließlich will "Wir lackieren..." diesen Monat wieder ordentlich gefüttert werden.

Wenn es schon um Drogerielacke geht, habe ich eine wirklich große Auswahl, also habe ich beschlossen, mal ein paar der Lacke zu lackieren, vor denen ich mich sonst drücke. Zielsicher habe ich dementsprechend zu einem ganz alten Vertreter von Rival de Loop gegriffen - mit einem noch eckigen Fläschchen, dem uralten Klebchen und natürlich noch ohne Namen... Der Lack dürfte jetzt so um die sieben oder acht Jährchen auf dem Buckel haben und wurde tatsächlich auch schon lackiert, allerdings kam ich damals nicht dazu, ihn zu bebildern.
Der Lack hat noch ein schmales Pinselchen und man sieht ihm sein Alter leider auch ein bisschen an - da hat sich nämlich am Flaschenboden Pigment abgesetzt, das auch mit liebevoller Schüttelei nicht wieder gelöst werden will. Der Lack selbst ist ganz schön  flüssig und leider auch recht sheer, sodass ich schon nach der ersten Schicht wusste, dass das ein wenig dauern könnte. Da sich auch noch an den Nagelspitzen zeigte, dass der Lack sich ein wenig zurückzieht, mussten die extra ummantelt werden, bevor ich die zweite Schicht aufgetragen habe. Die war aber leider noch immer nicht richtig deckend, also musste noch eine dritte Lage des Rival de Loop sein - bei so einer Farbe eigentlich ein bisschen überflüssig, aber ansonsten hätte ich hier und da noch meine Nägel durchscheinen sehen. Die Trockenzeit des Lacks hält sich in Grenzen, ist allerdings alles andere als übermäßig kurz - ein schnelltrocknender Topcoat hilft hier durchaus. Auch, was den Glanz angeht, kann der Lack etwas Unterstützung brauchen, da er nicht komplett ebenmäßig abtrocknet und sich somit Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche ergeben. Für einen alten Herren (oder eine alte Dame?) geht das aber alles noch.
Farblich fand ich diese Nummer 52 beim Kauf spannend und muss sagen, dass sich daran bis heute nicht übermäßig viel geändert hat. Man könnte den Lack bei Petrol einordnen, allerdings eher in der grünen Richtung, oder auch bei einem dunklen Türkiston mit einem ordentlichen Schuss Grau. Auf jeden Fall ist das ein etwas angematschter Farbton und die gefallen mir bekanntlich immer besonders gut. Es ist zwar schade, dass diese grünblaue Graumischung nicht besser deckt (dann könnte ich mir nämlich durchaus vorstellen, ihn trotz seines Alters noch öfter zu tragen), aber das tut der spannenden Farbe keinen Abbruch. An und für sich mag ich auch das Cremefinish zu der Farbe, da dadurch die Besonderheiten dieser Mischung hervorgehoben werden und man sich hervorragend auf die Farbnuncen, die sich je nach Lichteinfall zeigen, einlassen kann. Allerdings ist der Lack dadurch auch eher einfach gehalten und kann nicht mit Spitzfindigkeiten brillieren - ich finde aber, dass das dem Ton auch gar nicht so sehr stehen würde.
Nachdem ich schon beim Lack selbst in die Kiste der ganz alten Geschichten gegriffen habe, dachte ich, dass ich auch beim Design mal wieder was anderes machen könnte als ein profanes Stamping. Da der Rival de Loop ja recht flüssig ist, habe ich mich an einer Blobbicure probiert - und bin grandios gescheitert! Der Lack ist zwar flüssig, aber eben auch sehr dünn, sodass die Lacke, die ich reingetropft habe, nicht so richtig zerlaufen sind. Ich habe mich hier als kleine Kontraste für ein Hellgrün von Kiko und einen nudefarbenen Cremelack von Flormar entschieden, die ich einfach in eine weitere Schicht des Rival de Loop getropft habe. In meinem Kopf sollten dann die Tröpfchen schön zerlaufen, das ist aber nur bedingt erfolgreich gewesen. Auf dem Ringfinger sind mir die Farben ein bisschen zu sehr ineinander gelaufen, sodass das schon fast ein wenig nach Drymarble aussah - aber eben auch nur fast. Nichts Halbes und nichts Ganzes also und ich habe tatsächlich schon darüber nachgedacht, die Mani wieder runterzumachen und das nochmal von vorne zu probieren - dazu war ich dann aber ein bisschen zu faul!
Stattdessen habe ich versucht zu kaschieren, was ging und zwar mit einem Topcoat von essence. Mit feinem grünen Schimmer und rosanen Glitzerpartikelchen in unterschiedlichen Größen dachte ich, ein bisschen von dem ungewollten Chaos auf den Nägeln ablenken zu können und ich muss sagen, dass ich mir sogar halbwegs gelungen. Zwar hatte ich Sorge, dass sich das Rosa und der Nudeton ein bisschen beißen könnten, aber so schlimm ist das gar nicht. Dafür mag ich den zarten hellgrünen Schimmer auf dem Geblobbe sehr und ärgere mich gerade ein wenig, dass ich keinen Topcoat habe, der nur mit solchem Schimmer aufwarten kann. In Summe sieht es auch gar nicht mehr so tragisch mit der Blobbicure aus - wobei ich das ja noch nie so richtig hinbekommen habe, obwohl ich die Ergebnisse bei anderen so toll finde... Manchmal ist mehr eben auch mehr und hier hat mir das Mehr so einiges gerettet - Glitzer hilft halt doch immer!
Die Haltbarkeit der Rival de Loop habe ich ehrlicherweise nicht so richtig unter die Lupe genommen - auch wenn ich mit dem Endergebnis recht zufrieden war, habe ich es nicht übermäßig lang getragen und mich dafür sehr darüber gefreut, dass der Lack problemlos wieder abging. Erschreckenderweise habe ich ja noch ein paar seiner Geschwister im Schrank stehen, die auch noch irgendwann lackiert werden müssen, aber vielleicht kommt auch erstmal was anderes aus der Drogerie dran...

Mittwoch, 2. Januar 2019

essence the gel nail polish 103 midnight sky

Neues Jahr, neues Glück - oder eben neues "Wir lackieren..."! Auch wenn sich das Format ein wenig verändert hat und Lotte jetzt jeden Monat eine andere Patin für die Aktion hat, die Grundregeln sind noch immer die gleichen und ich freue mich, dass es weiter geht. So kann ich mich zumindest ein bisschen an den Marken orientieren (sofern ich sie in meiner Sammlung habe) und muss nicht komplett orientierungslos vor meinem Lackregal stehen.

Diesen Monat geht es mit @druffgemalt um Drogeriemarken und das freut mich ja sehr - schließlich habe ich mehr als genug Lacke der unterschiedlichsten Marken noch hier rumstehen, die endlich mal gezeigt werden wollen. Da die Auswahl aber wieder so groß ist, hatte ich doch ein kleines Problem damit, mich zu entscheiden, also habe ich den Herren gefragt, was er denn möchte und er hat Blau geantwortet - als ob das die Auswahl kleiner machen würde!
Und um ganz ehrlich zu sein, muss ich gestehen, dass ich gar nicht bei Blau gelandet bin - aber dazu gleich mehr. Entschieden habe ich mich nämlich ganz profan für einen Lack von essence, allerdings muss der sich wirklich nicht verstecken. "midnight sky" ist es geworden, einer der "the gel polish"-Lacke, allerdings weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, aus welchem Sortiment der ist und ob es ihn noch gibt... Auf jeden Fall ist er im Auftrag sehr angenehm und ich hatte beim Lackieren viel Spaß: Die Konsistenz des Lacks ist wirklich toll und ich hatte mit dem breiten Pinsel keinerlei Probleme. Schon mit der ersten Schicht kann man erkennen, was der Lack zu bieten hat und wenn man etwas dicker lackiert, kann man vielleicht auch schon mit einer Schicht leben. Mir war die doch noch ein bisschen zu durchscheinend, sodass ich noch eine zweite lackiert habe. Da die Trockenzeit des Lacks angenehm kurz war, ging das ohne größeren Zeitverlust und wenn ich nicht noch Fotos hätte machen wollen, hätte ich mir den Topcoat gespart. "midnight sky" trocknet nämlich nicht ganz perfekt ebenmäßig ab, sodass das Finish nicht spiegelglatt ist - für Fotos macht sich das dann nicht ganz so gut...
Farblich bin ich dem Wunsch "Blau" auf den ersten Blick zwar nachgekommen, aber der essence ist eigentlich ein lilafarbener Grundton, der nur mit blauem Schimmer gespickt ist. In der ersten Schicht kann man die lilafarbene Base auch noch gut erkennen - aber durch die zweite Schicht wird der Schimmer dominanter und das Lila wird zunehmend dunkler. Die Fotos können die wahnsinnige Tiefe und Intensität des Lacks leider nicht widerspiegeln, aber das ist wirklich ein Drogerielack, der sich vor ähnlich gearteten Indies keineswegs verstecken muss. Die lilane Base ist trotz ihrer dunklen Farbe nicht zu dicht und lässt den Schimmer perfekt durchkommen. Bei dem Ergebnis kann ich die Bezeichnung des Lacks vollkommen verstehen und habe mich auch ein bisschen in diesen Lack verliebt - dunkel ist ja generell gut, Blau macht das Ganze dann noch einen Hauch besser und die Kombination mit dem Schimmer ist einfach nur ein Träumchen! Das ist einfach ein Lack, den man sich mehr als nur ein Mal auf den eigenen Nägeln anschauen kann... 
Dass da trotz des tollen Schimmers ein Design drauf musste, war eigentlich klar - und für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht so viel in meinen Platten zu kramen, sondern einfach ein bisschen mehr zu stempeln. Leichter gesagt als getan, aber irgendwie muss man ja anfangen, also habe ich mich für den essence für eine der "Illusion"-Platten von MoYou entschieden und bin bei der Nummer 5 gelandet. Als Stampinglack sollte es ein blauer werden, damit der Schimmer ein bisschen aufgenommen wird, also habe ich mit MoYou's "Chill out" gestempelt. Als Motiv habe ich mir eine Spirale ausgesucht, die allerdings auf den Nägeln nicht mehr so wirklich zu erkennen ist... Ich habe sie auf dem Ringringer von oben nach unten aufgebracht und auf dem Mittelfinger andersherum, aber da es sich hier um ein XL-Motiv handelt, ist der Ursprung  der Spirale nicht so wirklich zu erkennen und das Ganze sieht eher aus wie ein Wellenmuster. Ist aber nicht schlimm, sieht nämlich auch so gut aus!
Die bestempelten Nägel haben dann noch eine Schicht Topcoat abbekommen und ich habe beim Stampen auf der anderen Hand festgestellt, wie viel einfacher es doch ist, kurze Nägel zu bestempeln (da habe ich mir nämlich ganz böse einen Nagel abgebrochen, sodass ich die Länge deutlich kürzen musste und eigentlich gemütlich mit kleinen Motiven klarkomme)! Ich mag es sehr, dass bei diesem Motiv auch die Basis noch schön durchschimmert und durch das cremige Stamping ein zusätzlicher Kontrast zum reinen Farbunterschied entsteht. Auch wenn das Motiv nicht vollständig zu erkennen ist, mag ich das Ergebnis gern und habe dafür tatsächlich auch das eine oder andere Kompliment bekommen. Da der Lack so fein schimmert, habe ich mich auch mal an einer mattierten Version versucht - das lässt allerdings den Schimmer ein bisschen zu sehr in den Hintergrund treten, sodass der Lack eher dumpf wird. Dementsprechend ist es nur bei einem Testnagel geblieben.
Über die Haltbarkeit kann ich mich dank Topcoat keineswegs beklagen - allerdings ist es natürlich wie bei allen dunklen Lacken so, dass man Abnutzungserscheinungen an den Nagelspitzen sehr schnell und vor allem deutlich sieht. Das ist aber hier nicht schlimmer als bei anderen Lacken, sodass ich mich nicht beschweren möchte. Auch über das Ablackieren nicht, das geht nämlich recht einfach und hinterlässt auch saubere Nägel ohne Stains oder Schmierereien!