Samstag, 16. Februar 2019

Catrice "Luxury Lacquers Sand'sation" C05 Strawberry BAYquiri

Aufgrund des Mangels an konstanter Zufuhr von Lacken, die in diesen Monat passen und der Tatsache, dass ich einfach keine Glisten & Glows habe, gibt es auch mal wieder eine andere Marke. Es hilft ja durchaus auch, mal wieder ein bisschen Abwechslung in die Postings zu bringen und mal einen Blick aus dem Tunnel zu werfen - außerden habe ich noch wirklich viele andere Lacke, die nicht aktionstauglich sind.

Heute gibt's darum mal wieder einen ganz einfachen Drogerielack - wobei "ganz einfach" nicht so ganz richtig ist, weil es sich um einen Strukturlack handelt. Dementsprechend ist klar, dass es sich hier mal wieder um einen älteren Vertreter handelt, denn die "Luxury Lacquers" haben schon ein paar Tage auf dem Buckel. Da es aber so langsam wieder frühlingshafter wird (heute hat hier tatsächlich die Sonne geschienen!), bekomme ich auch wieder mehr Lust auf knalligere Farben.
Hier hatte ich mal wieder einen dieser Lacke mit einem angeschmockten Pinsel, der nicht wirklich schön geschnitten war, aber mit dem man trotzdem noch lackieren konnte. "Strawberry BAYquiri" hat trotz längerer Stehzeit eine tolle Konsistenz, allerdings ist das einer der Lacke, denen man schon ansieht, dass sie kein cremiges Finish haben. Da er im Fläschchen so schön intensiv wirkt, hatte ich eigentlich gedacht, dass der Auftrag ein Klacks sein würde - aber weit gefehlt. Die erste Schicht brachte zwar schon schnell ein deutlich strukturiertes Ergebnis, allerdings keine Deckkraft. Eigentlich bin ich es von Sandlacken gewohnt, dass sie mit wenigen Schichten decken, der Catrice ist da aber eine große Ausnahme. Mit der zweiten Schicht wurde es schrubbeliger und auch farblich ein wenig intensiver, aber noch immer war mein Nagelweiß recht gut zu erkennen. Eine dritte Schicht ist absolute Pflicht gewesen, um das abzudecken, wobei ich auch die Nagelspitzen nochmal ordentlich ummantelt habe. Natürlich gab es das Ganze ohne Topcoat, um das schöne Finish zu erhalten - da der Lack auch wirklich zügig trocknet, lässt sich das auch gut machen.
Farblich ist hier der Rotton mehr als gut zu erkennen und zwar passend zum Namen ein richtiges Erdbeerrot. Durch die enthaltenen Partikelchen gibt es natürlich hier und da ein paar silbrige Highlights, die das strukturierte Finish auch lebendig machen. Teilweise scheint es mal wieder so, als wären die tieferliegenden Bereiche noch feucht, aber der Lack war bei den Fotos komplett durchgetrocknet und die ebenen Flächen reflektieren einfach nur das Licht gut. "Strawberry BAYquiri" hat einen eher kühlen Unterton, der sich auch durch die Reflexionen ein bisschen verstärkt und dem Lack diesen erdbeerigen Eindruck verpasst. Das Finish ist schön feinkörnig, aber auch recht rau, sodass sich ein wunderbar schrubbeliges Ergebnis auf den Nägeln zeigt. Es ist nicht richtig raufasertapetig, sondern einen Hauch feiner, aber trotzdem noch schön sandig, um für mich als reinrassiger Strukturlack zu gelten. Dank der knalligen Farbe ist das ein richtiger gute-Laune-Lack, dem ich auch die verhältnismäßig vielen Schichten verzeichen kann.
Aus reiner Neugierde habe ich dann noch eine wirklich dicke Schicht Topcoat auf den Catrice gepinselt, ein klares Stamping wäre wohl auf der strukturierten Oberfläche schwer gewesen. "Strawberry BAYquiri" säuft natürlich Topcoat wie Cocktails, darum war es gar nicht so leicht, ihn richtig glatt zu kriegen - aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen! Die silbernen Partikelchen kommen geglättet natürlich viel deutlicher raus, je nach der Tiefe, in der sie im Lack liegen, zeigen sie sich auch klarer silbern oder rosafarben und lassen den Catrice wie einen feschen, unregelmäßgen Schimmerlack wirken. So kann man auch gut erkennen, dass die Partikelchen unterschiedlich groß sind und dem Lack so einiges an Pfiff verleihen. Für mich macht sich der Lack als Solist schon sehr gut und zwar egal, ob mit seinem originalen rauen Finish oder mit dem schönen glatten.
Für ein Design habe ich mich hier mal wieder am Namen des Lacks orientiert - eigentlich wollte ich ja eine Erdbeere auf den Catrice stempeln, aber die hatte ich nur in invertierter Version also gab es dann doch Cocktails und für die sommerliche Stimmung eine kleine Eis-Mischung. Beide Motive sind auf der XL-002 von BeautyBigbang zu finden, aufgebracht habe ich sie mit "Wild white ways" von essence. Das ist kein zu krasses Weiß, aber hebt sich noch deutlich genug vom Untergrund ab. Ich mag diesen zarteren Effekt bei diesem Lack sehr gern, weil er ein bisschen mit den silbernen Glitzerpartikelchen, die da enthalten sind, harmoniert. Obwohl es sich bei den Ganznageldesigns um sehr klare Motive handelt, finde ich sie nicht übermäßig dominant. "Strawberry BAYquiri" kommt noch hervorragend durch (zumindest in seiner geglätteten Version) und man kann die einzelnen Partikelchen erkennen. Als Strukturlack wäre das deutlich schwerer geworden mit so einem kleinteiligen Motiv, da sich dann die Linien ziemlich verziehen...
Wie bei Strukturlacken üblich, ist es mit der Haltbarkeit nur bedingt gut bestellt - bei zu vielen Kontakten gibt die Oberfläche auf und man hat leider hier und da mal einen fehlenden Streifen, teils auch mitten auf dem Nagel. Mit Topcoat sieht das Ganze natürlich anders aus und der Catrice verhält sich wie jeder andere Cremelack. Beim Ablackieren merkt man zwar, dass man hier keinen glatten Lack entfernt, allerdings ist der Lack nicht übermäßig hartnäckig, sondern lässt sich trotzdem gut entfernen. Ich hoffe ja sehr, dass es wettertechnisch hier wieder aufwärts geht - ich habe nämlich Lust auf knallige Farben!

Donnerstag, 14. Februar 2019

Glisten & Glow "Pink is stronger than you think"

Als ich mir für "Wir lackieren..." diesen Monat bei Lotte ein paar Lacke ausgesucht habe, war das kleine Lottchen natürlich superneugierig und hat mir über die Schulter geguckt. Weil ich nett sein wollte (und nicht schnell genug geschaltet habe!), habe ich dieses kleine Menschlein gefragt, ob sie mir auch einen Lack aussuchen will. Natürlich hätte ich mir denken können, was das kleine Lottchen haben will - schließlich ist sie ja die Tochter ihrer Mutter...

Und so kam es, dass ich das kleine Kinderhändchen in Richtung Lackregal greifen sah und mir schon ganz Übles schwante - das dann natürlich bestätigt wurde. Ohne zu zögern griff dieses kleine Teufelchen nämlich zu einem rosanen Lack und ich hatte keine andere Wahl als ihn mitzunehmen... Gute Miene zum bösen Spiel musste natürlich sein, also gibt es den Lack heute passend zum Valentinstag!
Da stand ich also mit diesem rosanen Glisten & Glow und hatte eigentlich keine so rechte Motivation, ohne auf die Nägel zu packen - aber wenn das kleine Lottchen den Lack schon rausgesucht hat, dann musste er natürlich auch lackiert werden. Dank sehr angenehmer Konsistenz ging der Auftrag unproblematisch, allerdings musste ich hier drei Schichten lackieren. Gerade bei ungeliebten Farben ist es mir natürlich lieber, wenn es weniger Schichten sind - aber hier hatte ich nach zwei Schichten tatsächlich an der einen oder anderen Stelle noh ein wenig den Eindruck, dass da etwas durchscheinen könnte. Also habe ich vorsichtshalber eine dritte Schicht lackiert, die dann auch den Übergang zum Nagelweiß wirklich komplett abgedeckt hat. Dank der kurzen Trockenzeit war die Schichterei kein Problem und an und für sich fand ich das Finish des Lacks auch klasse - aber für die Kamera sollte es doch noch ein bisschen mehr Glanz sein, also gab es eine Schicht Topcoat. An und für sich kann man darauf aber eigentlich verzichten - die Fotos wären dann nur nicht so hübsch glänzend geworden.
Tja, was soll ich nur zur Farbe sagen? Es ist halt ein heller Rosaton, der nicht zu warm, sondern vielleicht sogar einen Hauch auf der kühleren Seite zu finden ist. Das Spannende ist allerdings nicht die Grundfarbe des Lacks (also zumindest für mich nicht), sondern vielmehr das feine Finish, das mit pinken und kupferfarbene Schimmerflecksteilchen gefüllt ist. Je nachdem, aus welchem Winkel man den Lack betrachtet, schimmert er mal gülden, mal kühler silbern und lässt somit den rosafarbenen Basiston durchaus erwachsener erscheinen. Ohne diese Highlights wäre die Gefahr groß, dass "Pink is stronger than you tink" doch eher ein Schweinchenrosa wäre, aber mit dieser feinen Oberfläche ist da doch noch mehr los. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich einfach kein Rosafan werde und auch bei diesem Lack so ein paar Problemchen hatte, ihn mit meinem Hautton in Einklang zu kriegen - aber grundlegend ist das definitiv eine hübsche Zusammenstellung, die für Rosafans so einiges zu bieten hat. Ganz abgesehen davon, hat der Lack natürlich noch eine ganz andere Bedeutung, da die Kollektion ja auch einen guten Zweck hatte.
Wenn man ein Anhänger der Farbe ist, kann man sich durchaus länger an "Pink is stronger than you think" erfreuen, aber ich brauchte natürlich ein kleines Design. Da mir das Rosa so oder so nicht außerordentlich zusagte, habe ich mich schnell für die volle Portion Kitsch entschieden und beschlossen, ausnahmsweise eine richtige Valentinstagsmani zu pinseln. Ich habe mir zwei meiner kleinen Bornpretty-Platten geschnappt und mit einem dunkelroten Lack von Revlon drauf losgestempelt. Auf den Mittelfinger habe ich den Schriftzug gestampt und zu Valentin geht "All you need is love" bekanntlich gut, dazu gab es auf den anderen Nägeln ein Kardiogramm mit Herzchen dazwischen. Mit dem dunkelroten Lack kommt das Design auf dem rosanen Basislack aus meiner Sicht sehr schön raus und ich muss auch sagen, dass ich damit tatsächlich gut leben kann - wenn ich es nicht mal wieder geschaft hätte, die Kardiogramme ein bisschen schief auf die Nägel zu bringen...
Ich hatte kurz überlegt, ob ich auf das Stamping noch eine weitere Schicht Topcoat pinsel sollte, um das Ergebnis wieder glänzender zu gestalten - aber dann hab ich mir meinen matten Überlack geschnappt und "Pink is stronger than you tink" nicht glänzend gemacht, sondern mattiert. Auch wenn das Foto ein bisschen kühler wirkt, ist das natürlich nicht nur der Effekt, den der Topcoat hat, sondern auch dem Licht geschuldet, das ich für die Bilder zur Verfügung hatte. Mattiert wird allerdings der rote Stampinglack tatsächlich ein wenig kühler und tendiert deutlicher in Richtung eines intensiven Rotweins, wodurch der Kontrast zur Basis etwas deutlicher wird. Durch das Mattieren ist es allerdings auch so, dass die tollen Schimmerpartikelchen in "Pink is stronger than you think" ein wenig untergehen. Der Lack wird logischerweise etwas stumpfer, aber wenn man genau hinschaut, kann man trotzdem noch hier und da ein kleines Highlight erkennen.
Es ist tatsächlich so, dass ich mit diesen rosanen Lacken wohl nie ganz warm werde - aber das ist nicht schlimm, denn für eine kurze Zeit kann ich sie trotzdem tragen und zumindest hier auf dem Blog ordentlich zeigen. Ich habe "Pink is stronger than you tink" allerdings nicht ausschweifend getragen, darum kann ich zur Haltbarkeit wenig sagen. Aber das Ablackieren ging angenehm einfach und ich konnte mich auch schnell wieder an eine andere Farbe machen, die mir mehr zusagte.

Sonntag, 10. Februar 2019

Glisten & Glow "Cookies & Carols"

Dass das Wochenende so schnell rumgeht, hatte ich irgendwie nicht gedacht - aber immerhin habe ich noch einen Lack für "Wir lackieren..." im Angebot und kann euch heute ein weiteres Schätzchen von Glisten & Glow zeigen. Lotte hatte schon bei meiner Auswahl gesagt, dass ich mir irgendwie ganz viele Lacke aus Weihnachtskollektionen ausgesucht habe, aber ich habe ja nicht unter jedes Fläschchen geschaut und versucht, saisonale Lacke zu nehmen, sondern einfach hübsche!

"Cookies & Carols" verrät ja schon dank des Namens, dass es sich nicht um ein Frühjahrsschätzchen handelt, aber grundsätzlich bin ich ja der Meinung, dass man alle Lacke rund ums Jahr tragen kann, darum ignoriere ich diese Zuordnung einfach. Egal, ob Glitter, Schimmer oder bestimmte Farben, erlaubt ist eben, was gefällt und mir gefiel das Fläschchen enorm!
Wie auch bei den bisherigen Glisten & Glow-Lacken muss ich sagen, dass der Auftrag sehr angenehm und leicht von der Hand ging. Mit einer tollen Konsistenz und einem gut geschnittenen Pinsel lässt sich "Cookies & Carols" problemfrei auf den Nagel bringen und auch schön verteilen. Mit meiner dünnen Lackierweise habe ich hier zwei Schichten gebraucht, um ein gleichmäßiges und deckendes Farbergebnis zu haben - ich vermute aber sehr stark, dass das auch schon mit einer etwas dickeren Schicht machbar wäre. An und für sich trocknet der Lack durchaus eben ab, da er aber kein einfacher Cremelack ist, finde ich das Ergebnis mit Topcoat schöner. Es ist zwar Glanz vorhanden, allerdings wird der immer wieder mal von den Partikelchen unterbrochen und ich mag es dann doch durchgehend-glänzend ein bisschen lieber. Von der Trockenzeit her ist diese Unterstützung allerdings nicht notwendig, da der Lack auch zügig an- und durchtrocknet und schön fest wird.
Farblich wird schon deutlich, dass man sich hier durchaus in der Weihnachtszeit wiederfinden könnte - der schöne Auberginenton hat einen ordentlichen Schuss Rot und kommt dank der enthaltenen Partikelchen mit noch etwas mehr roten Anteilen daher. Was da genau alles rumschwirrt, ist recht schwer auseinanderzudröseln - auf jeden Fall sind da hexagonale kleine Holoteilchen drin, die sich je nach Tiefe im Lack in unterschiedlichen Farbnuancen zwischen Rot und Lila zeigen. Dazu gibt es dann noch ein paar Flakies, die sich hier und da zeigen, aber nicht gar so prominent sind (auf dem Zeigefinger sieht man ein etwas größeres Flakie recht prominent) und wildes Geschimmere. In Summe ergibt sich ein toller Mischmasch aus lilafarbener Base und roten und blau-lilanen Highlichts, die sich über die Nägel hinweit zeigen. Auch wenn das kein superaufregender Lack ist, hat er doch seine Besonderheiten und ich finde ja, dass so dunkel angehauchte Lilatöne auch immer Klasse haben. Mit dem Topcoat hat das Ganze auch noch eine wunderschöne zusätzliche Tiefe und ich finde ja, dass gerade Flakies und Glitzerpartikelchen in so einem Lack erst dann wirken, wenn man mehrere Schichten lackiert...
Wenn jetzt noch tiefer Winter oder Weihnachten gewesen wäre, hätte ich mir um ein Design gar keine Gedanken machen müssen, sondern einfach irgendein Lebkuchen-Motiv oder sonstigen Weihnachtssüßkram (sofern ich davon etwas auf einer Stampingplatte habe) auf die Nägel gebracht. Aber für Februar passte das nun so gar nicht mehr, also habe ich mich mal wieder an einem Pigment-Stamping probiert. Als Stampingplatte habe ich mir die ÜberChic 14-03 ausgesucht und mich für ein floral angehauchtes Stampingmotiv entschieden. Auf der Platte gibt es das einmal in Klein (auf dem Zeige-, Mittel- und kleinen Finger zu finden) und einmal mit größeren Blüten, das habe ich dann auf den Ringfinger gestempelt. Eigentlich hatte ich mir das Ganze ein bisschen anders gedacht, aber da es sich um ein invertiertes Muster handelt, hat meine Stempelei nicht zu hundert Prozent funktioniert. Auf dem Zeigefinger wollte die linke obere Ecke irgendwie nicht so recht und hier und da sind die Muster nicht ganz optimal übertragen worden. Allerdings kann man den Holoeffekt des hellkupfernen Puders noch ganz gut erkennen.
Ich hätte mir das Ganze ja noch ein bisschen schärfer gewünscht, aber da habe ich einfach gepennt - und mein Bemühen, das noch mit Topcoat zum Glänzen zu bringen, ist mal so richtig in die Hose gegangen! Zuerst habe ich es mit einer Schicht wasserbasierten Pigmenttopcoats versucht, weil ich ja schließlich mit einem Pigment gestampt habe... Darüber kam dann noch eine Schicht eines normalen Topcoats und das Drama war perfekt: Aus irgendwelchen für mich nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen fing nämlich das Pigment an zu schrumpeln und ich hatte so etwas ähnliches wie ein Crackle-Pigment-Stamping, das richtig bescheuert aussah. Ich weiß nicht, ob es an der Inkompatibilität zwischen Pigment und Wassertopcoat lag oder an der Interaktion zwischen dem Pigmenttopcoat und dem normalen Topcoat - auf jeden Fall ging das gar nicht. Darum sind die Bilder auch ohne Topcoat - das Pigment ist nicht so schön glossy, wie ich es gerne gehabt hätte und da das Stamping invertiert ist, geht "Cookies & Carols" auch komplett unter...
Auch wenn mein Design heute eher mal in Richtung Fehlschlag geht, fand ich "Cookies & Carols" als Basis wirklich sehr schön. Ein toller, satter Lack mit dem gewissen Etwas, der sich für viele Gelegenheiten nuzen lässt. Nicht nur unterm Weihnachtsbaum (wo er sich gewiss perfekt macht!), sondern auch jetzt im Frühjahr ist dieses Schätzchen wirklich einen Blick wert - und ich finde es schon schade, dass er bald wieder zu Lotte muss...

Freitag, 8. Februar 2019

Glisten & Glow "Glorious Glistenettes" Starlite

Mein Mittwochsposting ist mal wieder ins Wasser gefallen - allerdings hatte das gute Gründe, da ich einen wichtigen Termin hatte. Der dauerte aber leider länger als gedacht und so hatte ich dann abends keine Zeit, um noch in Ruhe ein Posting fertig zu machen und keine Lust, das Ganze durchzuhecheln. Außerdem ist der Monat "Wir lackieren..." ja noch ein bisschen länger und ich habe eh nicht genug Lacke, um ihn komplett mit Glisten & Glow zu füllen...

Heute gibt es farblich mal wieder ein bisschen Abwechslung mit "Starlite" von den "Glorious Glistenettes" von Glisten & Glow. Natürlich hätte ich auch lauter gleichfarbige Lacke mitnehmen können (Lotte hat ja durchaus eine beschauliche Anzahl an möglichen Kandidaten - und sie sind alle wirklich zauberhaft gewesen!), aber das wäre hier nicht nur markentechnisch dann recht ähnlich geworden, also habe ich einer meiner weiteren Farblieben gefrönt.
"Starlite" war tatsächlich einer der Glisten & Glow-Lacke, die ich ein bisschen müffelig fand - entweder mein Näschen war besonders empfindlich, oder der Lack hat wirklich einen stechenderen Geruch als die anderen. Trotzdem habe ich mich tapfer ans Lackieren gemacht und der unangenehme Geruch verflog tatsächlich nach dem Trocknen des Lacks. Aber zuvor mussten natürlich ein paar Schichten auf die Nägel, um dieses hübsche Bild zu ergeben und letztendlich waren es derer drei. Die erste Schicht brachte schon ganz tollen Schimmer auf den Nagel und einen Hauch von Farbe, die zweite machte die Farbe deutlich intensiver und Schicht Nummer drei stellte sicher, dass auch das Nagelweiß komplett abgedeckt war. Dank der wunderbaren Konsistenz war der Auftrag vollkommen unproblematisch und dank einer angenehm kurzen Trockenzeit waren auch die drei Schichten kein Thema. Wie zuvor, könnte man auch hier auf einen Topcoat verzichten, aber mit einer zusätzlichen Schicht bekommt der Lack einfach mehr Glanz und ich finde, der steht ihm ganz hervorragend.
Was die Zusammensetzung angeht, hat "Starlite" mal wieder so einiges zu bieten, auch wenn die Grundfarbe hier sehr dominant ist: Es handelt sich um einen hellen Grünton, dem ich auch einen klitzekleinen Hauch Blau zuschreiben würde. Wer mag, kann das natürlich auch als Mint bezeichnen, aber für Mint hat mir der Lack irgendwie zu viele schimmernde Partikelchen - ich habe keine Ahnung warum, aber irgendwie ist Mint für mich eher cremig und dieser Lack hier zeigt eher einen hellen Grünton. Dieses feine Grün hat noch dazu einen wunderbaren, linearen Holoeffekt im Angebot, der sich unter der Tageslichtlampe leider nicht so deutlich zeigt wie er eigentlich ist: Mit bloße Auge kann man nämlich sehr schön ein entsprechendes V erkennen, auf den Fotos zeigt sich aber nur ein leichter Schimmer, weil die Reflexion der Lampe ein bisschen drüberstrahlt. Neben dem Holoschimmer sind da auch vereinzelt größere Partikel enthalten, die sich hier und da im Lack zeigen und noch einmal farbliche Akzente setzen - ich mag das sehr, da es dem Lack noch das gewisse Etwas gibt, das ihn von so vielen anderen hellgrünen Holos abhebt.
Natürlich ist so ein helles Frühlingsgrün vor allem dank der enthaltenen Highlights schon an und für sich eine Freude (und ich habe hier mal wieder sehr viel Zeit darauf verwendet, die unterschiedlichen Farbeinschläge zu betrachten, die sich ergeben, wenn man die Hand in unterschiedlichen Winkeln dreht!) und ich wollte bei einem Design nicht zu viel machen. Ich habe mir also einen dunkelgrünen Lack geschnappt (hier war es "Artsy crafty" von ColorClub), der sich mit einem cremigen Finish recht einfach stempeln lässt. Beim Motiv habe ich mich auf ein einfaches Blättermotiv beschränkt, das ich auf meiner 1-02 von ÜberChic gefunden habe. Ich wollte einen kleinen Akzent haben, der sowohl zur Farbbasis von "Starlite" passt (wobei natürlich bei dem Namen wirklich grandiose Designs dringewesen wären - aber manchmal komme ich auch erst ein bisschen zu spät auf die richtig guten Ideen), ihm aber auch noch genug Raum lässt, um mit diesen kleinen Partikelchen und dem Holoeffekt durchzukommen. Ich glaube, dass mir das sowohl mit der Akzentfarbe als auch dem Motiv ganz gut gelungen ist.
Die Blätter sind nicht übermäßig fein, aber doch zart genug, um das helle Grün nicht zu erschlagen und vor allem finde ich es grandios, dass es sozusagen zwischen den einzelnen Zweigchen hindurch noch so schön in einem Regenbogen schimmert und funkelt. Ich gestehe, dass ich auch noch versucht habe, die Mani mit einer Glanzschicht zu versehen, das hat mir aber komplett das Stamping verschmiert (ich habe da so ein unglaubliches Talent für!), sodass ich doch wieder auf die topcoatfreien Bilder zurückgreifen musste. Die reichen aber auch schon, um den Effekt zu zeigen und um mich noch weiter zum Schwärmen zu bringen. Sicherlich ist "Starlite" keine außergewöhnliche Farbe, aber sowohl der Effekt als auch die spannenden Partikelchen, die dem Lack zugesetzt sind, lassen mein kleines grünes Herzchen doch höher schlagen. Außerdem macht die Farbe mir unglaubliche Lust auf Frühling und auch wenn es noch ein bisschen hin ist, hilft so ein Lack manchmal, um die Wartezeit zu überbrücken und die Laune zu steigern!
Auch "Starlite" hat sich mit Blick auf die Haltbarkeit gut geschlagen - ich war positiv überrascht, dass sich hier kaum Tipwear zeigte und der Lack auch mit etwas Tragezeit nicht stumpf wurde, sondern weiterhin mit seinem Effekt begeistert hat. Ablackieren war sowieso kein Thema, sodass ich mich bei diesem Kerlchen nur über eine etwas unangenehme Geruchsbelästigung beklagen könnte - insgesamt betrachtet ist das allerdings nicht der Rede wert.

Sonntag, 3. Februar 2019

Glisten & Glow "Glorious Glistenettes" Siren of the sea

Als Markenpatin dieses Monats bei "Wir lackieren..." muss hier natürlich ein bisschen "Glisten & Glow" zu sehen sein (auch wenn es gezwungenermaßen auch mal einen anderen Lack geben wird), darum darf ich heute meinen zweiten Lack präsentieren. Egal, ob ich mir Lacke aussuche oder Lotte mir welche schickt - es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass auch Blau dabei sein muss! Ich habe allerdings versucht, nicht nur blaue Lacke einzupacken, bei diesem hier kam ich aber nicht drumherum.

Als ich "Siren of the sea" bei Lotte gesehen habe, da fand ich den Lack schon absolut entzückend, also war es klar, dass ich mir dieses Schätzchen ausleihen wollte. Außerdem ist durch den Namen ja schon fast eine Richtung fürs Design vorgegeben und das heißt, dass ich mir nicht mehr so viele Gedanken machen muss *hüstelchen*. Ein bisschen schöner wäre es freilich gewesen, wenn ich hier noch Sonnenschein zum Fotografieren gehabt hätte - aber sei's drum!
"Siren of the sea" kann auch unter der Tageslichtlampe begeistern, abre vielleicht fangen wir einfach mal von vorne mit dem Auftrag an... Der gestaltete sich tatsächlich ziemlich angenehm und schon mit der ersten Lackschicht war deutlich, wo es farblich mit diesem Schätzchen hingehen sollte. Ich glaube aber, dass auch bei einer dickeren Schicht das nonch keine ausreichende Deckkraft gewesen wäre, also habe ich mich tiefenentspannt an eine zweite Schicht gemacht. Für mein Auge (und dankenswerterweise auch die Kamera) war das dann deckend genug, sodass ich auf eine dritte Schicht verzichtet habe. Auf einen Topcoat konnte ich aber nicht verzichten, da "Siren of the sea" zwar schön ebenmäßig, aber leider nicht glänzend abtrocknet und ich mir eingebildet habe, dass diesem Lack ein wenig mehr Glanz sicherlich nicht schaden würde, sondern seine Besonderheiten betonen könnte. Also gab es eine Runde Gloss obendrauf und ich finde, dass sich das so doch sehen lassen kann! 
Bei "Siren of the sea" finde ich ja schon den Basisfarbton absolut grandios, wir sind hier bei einem wunderschönen hellen Blassblauton. So ein Periwinkle ist für mich immer wieder etwas Besonderes und ich kann gar nicht so genau sagen, warum ich den Ton so mag, außer, dass ich immer an "Lilablassblau" denken und dabei in meinem Kopf etwas giggeln muss. Aber diese traumhafte Grundfarbe ist ja nicht alles, was diese Sirene zu bieten hat. In dem Lack geht es nämlich so richtig zur Sache! Was auf den Bildern nicht so richtig gut zur Geltung kommt (aber in der Sonne, da könnte man das wirklich gut erkennen!), ist das zarte Holofinish, das diese blaue Schönheit im Angebot hat. Viel deutlicher sind aber die enthaltenen Glitzerpartikelchen, die sich ebenfalls in allen Regenbogenfarben zeigen (wenn auch vorwiegend im Fläschchen und deutlich zurückhaltender auf den Nägeln) und ein feiner Schimmer, der sich in einem schönen Pinkton über den Lack legt und ein wenig ins Kupferne changiert. Es ist gar nicht so einfach einzufangen, was die Sirene alles zeigt und die aktuellen Lichtverhältnisse machen das sogar noch schwieriger - aber der Glisten & Glow hat wirklich so einiges zu bieten!
Auch wenn das Blau ganz schön viel von dem pinken Schimmer zeigt, finde ich den Lack gar nicht so übertrieben kitschig, sondern kann mich noch immer sehr an diesem zauberhaften Blau erfreuen. Und da der Name schon so eindeutig ist, war auch schnell klar, was für ein Design ich auf dem Nagel haben wollte - ich musste nur die passenden Motive finden... Dankenswerterweise bin ich auf meiner BeautyBigbang-Platte XL-002 fündig geworden, dort gibt es nämlich ein paar zuckersüße sommerliche Motive und auch eine große Meerjungfrau, die für mich jetzt im weitesten Sinne auch in die Sirenenbezeichnung passt. Mit den langen Nägeln war ich froh, dass ich das Motiv gerade so auf den Ringfinger gebracht habe - an und für sich ist da nämlich noch ein bisschen was an Wellen um die gute Dame herum! Ausnahmsweise ist es mir auch geglückt, sie recht mittig zu platzieren, sodass man sie auch hervorragend erkennen kann und auch diese junge Dame kann sich doch sehen lassen! Damit es auch "außenrum" passt, habe ich die restlichen Nägel einfach mit einem Schuppenmuster versehen, als Stampinglack habe ich Anny's "Midnight blue" verwendet.
Der Anny staint zwar ganz schön und ärgert mich auch immer wieder beim Ablackieren, aber zum Stampen eignet er sich ziemlich gut. Das dunkle Blau passt sehr schön zu "Siren of the sea" und ich habe es dieses Mal sogar hinbekommen, den Lack mit einer Schicht Topcoat nicht zu verschmieren. Trotz des Stampings kann man sehr gut erkennen, as der Basislack alles im Angebot hat: Es funkelt zwischen den Fischschuppen wunderbar rosafarben, ein ganz klein wenig kann man auch einen leichten Holoeffekt erahnen und die Glitzerpartikelchen zeigen sich auch schön. Unsere Sirene, Meerjungfrau oder wie auch immer man das Fischweib nun bezeichnen möchte, ist nicht deckend genug, um den Glitzer im Hintergrund zu übertünchen, also schimmert der sogar durch sie durch - aber das ist wieder so eine Detailbetrachtung, die niemandem auffällt außer einem selbst. Ich bin ja durchaus ein bisschen stolz auf mich, da ich die Mani wirklich zauberhaft finde und sie mir auch so gut gelungen ist!
Zur Halbarkeit von "Siren of the sea" kann ich auch nur Positives berichten - der Lack hat sich (vielleicht auch dank Topcoat) wacker gehalten, ich konnte keine übermäßige Abnutzung an den Nagelspitzen feststellen und auch keine abgesplitterten Eckchen oder ähnliches. Beim Ablackieren hat sich der Lack ebenso brav verhalten, sodass ich nur weiter schwärmen kann und schon recht traurig bin, dass ich dieses Schmuckstück bald wieder abgeben muss...

Freitag, 1. Februar 2019

Glisten & Glow "Santa & Stockings"

Ein neuer Monat heißt, dass es "Wir lackieren..." eine neue Marke gibt - und in diesem Monat heißt das auch, dass ich Lotte als Patin unterstützden darf und zwar mit Lacken von "Glisten & Glow". Da ich bisher nicht so wirklich viele Lacke der Marke in meinem Inventar habe, durfte ich mir mit tatkräftiger Unterstützung des kleinen Lottchens ein paar Schätzchen aussuchen, die ihr demnächst hier begutachten dürft. Ich befürchte zwar, dass man mein Beuteschema gut erkennen können wird, aber da ich mir nicht alle Lacke selbst ausgesucht habe, wird es auch etwas Abwechslung geben.

Lotte hat mich ja fast ein bisschen ausgelacht, als sie meine Auswahl gesehen hat - da sind nämlich so ein paar Winter-Weihnachts-Lacke dabei, die ich mir aber nicht der Namen, sondern ihrer Farbzusammenstellung wegen ausgesucht habe. Da es aber draußen jetzt bei uns so richtig winterlich ist (ganz im Gegensatz zur Weihnachtszeit, die deutlich frühlingshafter aussah), passt der heutige Lack auch hervorragend:
"Santa & Stockings" kommt mit einem schmalen, gerade geschnittenen Pinsel an, der zwar ein kleines bisschen schief ist, sich aber trotzdem schön und präzise lackieren lässt. Der Lack selbst hat eine tolle, cremige Konsistenz und lässt sich angenehm verteilen - das hätte ich bei den ganzen enthaltenen Partikeln nicht unbedingt erwartet. Mit der ersten Schicht war schon deutlich erkennbar Farbe auf dem Nagel, allerdings war auch der Übergang zum Nagelweiß sichtbar, also gab es eine zweite Schicht. An der einen oder anderen Stelle war mir der Lack dann bei meinen Nägeln leider noch immer nicht deckend genug, sodass ich eine dritte Schicht lackiert habe, dank der angenehm kurzen Trockenzeit war das allerdings kein Problem. Für ein schön glattes Foto-Finish habe ich den Lack noch mit einer Schicht Topcoat versehen, wer auch mit etwas weniger Glanz klar kommt, kann sich diesen Schritt allerdings sparen. "Santa & Stockings" kann auch schon mit seinem originären Finish glänzen, allerdings wollte ich dieses Mal einfach noch etwas mehr.
Die grobe Zusammensetzung des Lacks kann man schon mit bloßem Auge gut erkennen: Es handelt sich um einen weißen Crelly (daher auch die nicht ganz perfekte Deckkraft), der so einige blaue Partikelchen enthält. Wenn man genauer hinschaut, kann man einerseits klassische Glitterpartikel in Form von Hexagons erkennen, allerdings auch so einige unregelmäßig geformte Flakes. Die Flakes sind dunkelblau und teilweise auch schwarz, je nachdem, wie tief sie im Lack liegen, kann man die Farbe eben auch intensiver oder eher abgesoftet erkennen. Der Effekt ist natürlich extrem von der Anzahl der Schichten, die man lackiert, abhängig - wer also nur eine Schicht "Santa & Stockings" auf einen weißen Lack aufträgt, wird nicht so ein schönes und variables Ergebnis erhalten. Zusätzlich zu diesen größeren Teilchen ist noch heller, türkisblauer Schimmer enthalten, der sich schön über die Glitzerpartikel und Flakes legt und dem Lack ein leicht frostiges Finish verleiht. Ich finde das dunkle Blau auf bzw. in Weiß ja schon toll, aber wenn dazu noch die Frische von hellem Türkis dazukommt, ist es um mich geschehen. Allerdings ist es nicht so leicht, den Schimmer auf den Fotos so prägnant einzufangen.
Ein bisschen hatte ich ja Sorge, dass der Lack so gar nicht in den Februar passen würde - aber dank des Schneetreibens gerade kann er sich auch trotz des festlichen Namens gut einfügen. Wenn jetzt Weihnachten gewesen wäre, hätte ich mich zu eine festlichen Design hinreißen lassen, aber mitten im Februar kommen Weihnachtsmänner dann doch nicht gar so gut, also habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Schneeflocken wären sicherlich noch eine gute Option gewesen, aber letztlich bin ich dann doch bei... Einhörnern gelandet. Die haben natürlich so absolut nichts mit Santa und irgendwelchen Nikolausstrümpfen zu tun, aber ich habe mir einfach eingebildet, dass sie sich auf dieser gesprenkelten Lackbasis gut machen würden. Außerdem konnte ich so zwei meiner Tumblr Girl-Platten in Gebrauch nehmen. Die Platten habe ich mal in einem Bundle gekauft und jetzt zum ersten Mal benutzt. Auf dem Ringfinger habe ich den "I don't believe in humans"-Schriftzug in der kleinen Variante genutzt, dazu gab es ebenfalls die kleine Version des Einhorns auf dem Mittelfinger. Auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich dann das große Ganznagelmotiv mit den Einhörern aufgebracht.
Gestempelt habe ich mit Anny "Midnight blue", der mit seinem schönen cremigen Blauton hervorragend zu "Santa & Stockings" passt. Ich war ein bisschen erstaunt, dass ich tatsächlich beide Platten nutzen konnte - da die teilweise die gleichen Motive beinhalten, hatte ich mich eigentlich geärgert, sie beide zu haben, aber die kleinen Ganznagelmotive waren für diese Nagellänge tatsächlich zu kurz! Das Stamping habe ich dann ebenfalls noch mit einer Schicht Topcoat versiegelt, um den blauen Lack noch etwas zum Glänzen zu bringen. Den Schriftzug kann man leider nicht gar so einfach erkennen, aber die restlichen Motive finde ich klasse. Auch wenn ich nicht so die Einhornlady bin, kann ich mit diesen Hottehüs durchaus was anfangen. Die Mani ist ja nicht übertriebenst kitschig, sondern kann sich durch den einfachen Farbkontrast fast noch im Bereich von seriös einsortieren - wenn nicht das große Einhornmotiv wäre...
Die Haltbarkeit des Lacks finde ich insgesamt betrachtet ziemlich gut - natürlich fällt bei einem so hellen Lack Tipwear auch viel weniger auf, aber ich konnte bei "Santa & Stockings" auch nicht übermäßig schnell welche entdecken. Das Ablackieren des Glisten & Glow ging trotz enthaltener Partikelchen recht leicht und ich muss mal wieder sagen, dass der Lack nicht nur was für die Weihnachtszeit ist, sondern auch im Rest des Jahres gut ankommt. Eine Kollegin war auch hellauf begeistert von dem Ergebnis!

Mittwoch, 30. Januar 2019

uma "Addicted to nailpolish" Lady

Der letzte Beitrag des Monats darf noch einmal einer für "Wir lackieren..." sein und ich habe mir nochmal eine andere Marke geschnappt. Bei Drogerie hat man wirklich unglaublich viel Auswahl und so einiges, was ich angedacht hatte, konnte ich zwecks Zeitmangel nicht zeigen, denn auch der Anfang dieses neuen Jahres war irgendwie nicht so tiefenentspannt und gemütlich wie gedacht. Aber manchmal muss man ja kleine Brötchen backen und heute gibt es sie eben in Lila!

"Lady" von uma musste schon ein bisschen leiden, denn das Lackfläschchen durfte inzwischen schon einiges vom Aufdruck einbüßen. Oooops, dabei ist der Lack noch gar nicht so lange in meinem Besitz! Allerdings hatte ich schnell wieder präsent, warum ich mich nicht schon früher mit Begeisterung auf den Lack gestürzt hatte - ich hatte das Fläschchen nämlich schon das eine oder andere Mal in der Hand...
Die erste Schicht verhieß nämlich leider nichts Gutes - der Lack hat eine schön flüssige Konsistenz und lässt sich mit dem Pinsel gut auftragen, aber das mit der Deckkraft funktioniert hier nicht so wirklich gut. "Lady" ist leider so sheer, dass zunächst nur ein Hauch Lila auf den Nägeln zu erkennen ist. Mit den Schichten zwei und drei kommt zwar etwas mehr Farbe, allerdings noch lange keine Abdeckung des Nagelweiß und normalerweise sind drei Schichten ja so die magische Grenze, ab der es wirklich kritisch wird. Da ich aber besonders viel Geduld hatte, habe ich noch eine vierte lackiert - und letztlich sogar noch ein fünftes Mal drübergepinselt, damit die Nägel gleichmäßig lilafarben waren und auch der Übergang zum Nagelweiß nicht mehr erkennbar war. Aufgrund der vielen Schichten habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert, um den Lack sicher trocken zu haben, allerdings hat das tatsächlich auch dem Glanz noch gut getan. Der uma trocknet leider nicht streifenfrei glänzend ab, sondern zeigt hier und da ein paar Unregelmäßigkeiten und das sah bei dem Cremefinish einfach nicht schön aus. Wichtig ist hier natürlich auch, die Nagelspitzen gut zu ummanteln.
Farblich ist "Lady" ein reinrassiges Lila, das dank der Farbmischung alles andere als einfach zu fotografieren ist. An und für sich würde ich dem Lack eine recht gute Ausgewogenheit zuschreiben, wobei die Mischung aus Rot und Blau vielleicht einen kleinen Hauch mehr auf der rötlichen Seite ist - aber tatsächlich nur marginal. Der Farbton ist ein schöner, mittlerer Lilaton, der auch auf der Helligkeitsskala im mittleren Bereich anzusiedeln ist. Wenn man das Ganze also ein bisschen gemein und einfach ausdrücken möchte, könnte der uma-Lack tatsächlich ein profanes, unspektakuläres Lila mit einem Cremefinish sein. Vielleicht tendiert der Lack ein wenig in Richtung Flieder, wobei er dafür wohl etwas zu intensiv ist... Für ein klassisches Milkalila fehlt mir allerdings auch noch etwas, ich bin mir aber nicht ganz sicher, was das genau sein sollte. Der Lack an sich ist wenig spektakulär und wenn man bedenkt, wie viel Aufwand es beideutet hat, ihn so auf die Nägel zu kriegen, dürfte auch klar sein, dass ich davon nur mäßig begeistert bin.
So eine cremige Lackbasis ist natürlich eine dankbare Grundlage für ein entsprechendes Design - ich stand allerdings bei diesem Lack komplett auf dem Schlauch und hatte zunächst gar keine Idee, was ich aus ihm machen sollte. Ich wollte nicht schon wieder stempeln und hatte zuerst eine Folie in der Hand - da schien mir dann aber der Farbkontrast nicht stimmig, also wurde die Idee verworfen. Dafür habe ich mir dann mal wieder eines meiner Puderpigmente geschnappt und versucht, das halbwegs unfallfrei flächendeckend auf den Mittel- und Ringfinger zu bringen. Der erste Versuch ging ganz böse in die Hose, da ich das Ganze mit einem wasserbasierten Topcoat versiegelt habe - und der faszinierenderweise aufgesprungen ist. Wenn ich also künftig ein Pigment-Crackle haben möchte, weiß ich inzwischen, wie ich das zu bewerkstelligen habe; auf "Lady" sah das aber ganz schön blöd aus. Also habe ich beide Nägel ablackiert und erneut lackiert, um das Pigment nochmal ordentlich aufzubringen. Das Ergebnis habe ich dann dieses Mal mit einem normalen Topcoat versiegelt und war schlussendlich recht zufrieden.
Das Puderpigment hat einen schönen scattered Holoeffekt, der sich auf den Fotos auch schön zeigt - hier und da funkeln die Partikelchen nämlich nicht nur in Lila, sondern auch in Gold, Rot, Pink, Blau und Grün. Der Holoeffekt ist zwar nicht überaus prägnant oder hervorstechend, aber stellenweise ist das doch gut zu erkennen. Mit dem cremigen Lila (das ich leider auf dem Zeigefingernagel ein wenig mit einem Flakie verschmutzt habe, der dann partout nicht mehr vom Nagel runterwollte) ergibt sich durch das unregelmäßige Finish der mit dem Puder versehenen Nägel ein schöner Kontrast, sowohl in der farblichen Abstufung als auch im Finish an sich. Während "Lady" eher klar und einfach wirkt, ist auf den beiden anderen Nägeln deutlich mehr los und das kann sich so als Mani durchaus sehen lassen. Ein Stamping auf den bepuderten Nägeln war leider aufgrund der schlechten Deckkraft des Basislacks keine Option, wobei ich mir das auch sehr hübsch vorgestellt hätte.
Die Haltbarkeit des Lacks war trotz der vielen Schichten ganz okay, wobei sich hier auch ein bisschen schneller Tipwear entwickelt hat als üblich. Das sieht man auf den beiden Bildern mit Pigment schon ein klitzekleines bisschen und wenn man das auch mit der mauen Deckkraft des Lacks zusammenbringt, werden die Unzulänglichkeiten des uma schon ziemlich deutlich. Wir beide werden definitiv keine Freunde, aber das ist auch nicht allzu tragisch...

Sonntag, 27. Januar 2019

F.U.N Lacquer "Shana"

Manchmal kommt Lotte ganz besonders kurzfristig auf wilde Ideen - z.B. gestern, als sie fragte, ob wir nicht heute noch fix ein "Gemeinsam lackiert" machen könnten... Eigentlich hatte ich nämlich ganz was anderes für heute geplant (vor allem, einen etwas gemütlicheren Tagesverlauf!), aber da ich den Lack ja sowieso schon lange auf Halde hatte, musste die Chance ergriffen werden. Also wurde noch fix umdisponiert, damit "Shana" von F.U.N Lacquer endlich seinen Auftritt hier haben kann.

Natürlich handelte es sich bei diesem Lack mal wieder um eine Leihgabe von Lotte, die dieses Schmuckstück heute *hier* zum besten gibt. Ich war ja ein bisschen überrascht, als ich auf das Datum der Bilder geschaut habe und festellen musste, dass ich diesen Lack tatsächlich vor mehr als einem Jahr auf den Nägeln hatte!
Gerade wenn es schon länger her ist, dass ich einen Lack getragen habe, ist so etwas wie eine kleine Notiz durchaus sinnvoll und von diesem Lack weiß ich, dass ich für eine ordentliche Abdeckung insgesamt drei Schichten gebraucht habe und vor allem auch auf die Nagelspitzen aufpassen musste. Ich fand die Konsistenz des Lacks nicht gar so optimal, da er irgendwie ein bisschen glibberig daher kam (das erklärt dann vielleicht auch die nicht ganz so optimale Abdeckung). Vor allem nach der ersten Schicht habe ich darum die Nagelspitzen nochmal ordentlich ummantelt, ansonsten hätte das schon nach dem Abtrocknen unschöne weiße Ränder gegeben und das braucht es wahrlich nicht. Ansonsten ging es mit dem Auftrag recht problemfrei, "Shana" ließ sich schön verteilen und trocknete auch in einer akzeptablen Zeit. Beim Finish war mir aber schon schnell klar, dass es mit der glatten Oberfläche nicht so gut aussehen dürfte und leider erwies sich das auch als zutreffende Vermutung: Der Lack braucht für ein schön glänzendes Finish einen Topcoat! 
Bei der Farbe ist meine Begeisterung glaube ich schnell nachvollziehbar, allerdings war der Lack für die Kamera auch eine richtig große Herausforderung: Irgendwo zwischen Blau und Lila anzusiedeln, kann sich "Shana" nicht nur dank der Basisfarbe von anderen Lacken abheben, sondern hat auch noch so einiges im Lack zu bieten. Das erkennt man besonders gut im Fläschchen, aber auch auf den Nägeln ist so einiges los! Neben so einigem Hologefunkel, das sich schön breit auf den Nägeln verteilt, sind da auch noch silberne Flakes enthalten, die sich recht dicht gepackt auf den Lack legen. Teilweise sinken die Partikelchen natürlich alle ein, dennoch kann man aber das Funkeln schön erkennen und auch die silbrigen Anteile kommen gut raus. Leider ist es mir nicht so wirklich gut gelungen, "Shana" so hübsch dazustellen, wie der Lack es verdient hätte - so silbrig wirkt das Finish nämlich nicht die Ganze zeit, aber den Holopartikelchen ein deutlicheres Funkeln zu entlocken, hat mit der Kamera und meiner Tageslichtlampe nicht so recht funktioniert. Wenn man genauer hinschaut, kann man aber hier und da rötliche nd auch blaue Highlights erkennen - in echt sind die dann noch etwas herausstechender.
An und für sich ist es aber gar nicht so schlimm, dass die enthaltenen Partikel sich nicht so prominent auf dem F.U.N Lacquer zeigen, denn dann könnte man Gefahr laufen, diesen phänomenalen Basisfarbton zu ignorieren und sich nur von dem Gefunkel beeindrucken zu lassen. Ich mag ja dieses bläuliche Lila, lilane Blau oder Lilablassblau - wie auch immer man das bezeichnen möchte - unglaublich gerne! Ein sehr spezieller, besonderer Ton, der sich deutlich vom üblichen blauen Standard abhebt und je nach Lichteinfall auch mal lilaner, mal blauer wirkt. Ich musste ein bisschen überlegen, welche Akzente ich für ein Stamping auf dem Lack gut einsetzen könnte und bin letztlich doch bei einem einfachen Cremelack gelandet. Mit "Chill out" von MoYou London habe ich dann mit der Kaleidoscope 06 auf Ring- und Mittelfinger eines der Ganznagelmotive gestempelt und das Ganze dann natürlich noch mit einer Schicht Topcoat versehen. Die großen Motive sehen immer so toll aus, wenn ich sie auf der Platte betrachte - auf den Nägeln fehlt dann meistens ein Teil und sie sind nicht mehr gar so beeindruckend. Bei diesem Motiv ist es allerdings gut gelungen, das meiste aufzubringen - da fehlt nur der Rand außenrum, für den sind meine Nägel einfach zu kurz...
Ich  mag den Kontrast zwischen dem cremigen Stempellack und der funkelnden Lackbasis, allerdings finde ich ja auch, dass die beiden Farbnuancen hervorragend zusammenpassen. Der Stampinglack ist nämlich auch gar nicht so einfach einer Farbe zuzuordnen, sondern trotz des helleren Tons auch ein kleines bisschen lilastichig. Obwohl sich das Stamping deutlich vom F.U.N Lacquer abhebt, ist das Ergebnis doch recht harmonisch und gefällt mir gut - und ich muss sagen, dass ich die Kaleidoscope-Platte wirklich hübsch finde. Sicherlich lassen sich damit auch noch viel aufwändigere Manis machen, dazu müsste man die Motive nur noch farblich hinterlegen und hat eine richtig kaleidoscopische Farbexplosion. Allerdings ist dann auch kaum noch etwas von dem Basislack zu sehen, was vor allem bei "Shana" sehr schade wäre. Mattieren wäre sicherlich noch eine Option gewesen, allerdings habe ich damals nicht daran gedacht.
Über die Haltbarkeit gibt es nichts Negatives zu berichten, mit Topoat ist der Lack auch für äußere Einflüsse nicht zu anfällig. Beim Ablackieren hatte ich zwar hier und da ein paar kleine Partikelchen am Wattepad hängen, allerdings keine übermäßigen Probleme. Auch von Staining bin ich verschont geblieben, was ich bei dem schönen Ton sehr zu schätzen weiß.

Mittwoch, 23. Januar 2019

Catrice "Luxury Lacquers Million Brilliance" C03 Glitterama

Endlich Bergfest und ich habe während hier im Hintergrund Handball läuft auch ein kleines bisschen Zeit, einen weiteren Lack für "Wir lackieren..." zu zeigen. Tatsächlich ist momentan mal wieder mein größtes Problem die Auswahl und ich kann mich zwischen den vielen Lacken nicht so recht entscheiden - zumal ich ja auch weiß, dass ich nicht alle potenziellen Kandidaten diesen Monat werde zeigen können!

Darum ist es heute wieder ein Lack von Catrice geworden und zwar einer der "Million Brilliance"-Lacke, die so richtige Glitterbomben sind. Ich habe mich bei vielen Lacken echt lange davor gedrückt, sie zu lackieren, weil mir schlicht und ergreifend vor dem Ablackieren graute, aber irgendwann muss das ja auch mal sein und der Freund hat sich für heute Grün gewünscht...
"Glitterama" stammt noch aus der Zeit, als Catrice so Probleme mit den Pinseln hatte, allerdings ist dieser Vertreter weitestgehend akzeptabel geschnitten, sodass man damit gut lackieren kann. Vom ersten Blick auf das Fläschchen dachte ich ja, dass das eine sehr schnelle Geschichte werden würde, aber schon die erste Schicht überzeugte mich vom Gegenteil: die klare Base ist gar nicht so dicht gepackt mit dem hellgrünen Schimmer! Die großen Glitzerpartikel hatte ich schnell auf dem Nagel, die sind aber natürlich nicht deckend, also musste hier fröhlich geschichtet werden. Nach zwei Schichten war noch nicht im Ansatz an Deckkraft zu denken, die dritte ging in die richtige Richtung und bei vieren war ich eigentlich sicher, dass mein Nagelweiß nun verdeckt sei - aber dann entdeckte ich doch noch eine Lücke und lackierte eine fünfte Schicht. Zur Verteidigung des Lacks muss ich sagen, dass er wirklich sehr schnell abtrocknet (ist ja kaum "Lack" dran!), sodass die vielen Schichten kein Problem sind. Da der Lack auch an den Nagelspitzen schön abschließt und das Finish relativ eben ist, kann man tatsächlich darüber nachdenken, auf den Topcoat zu verzichten - allerdings verlängert der die Haltbarkeit des Lacks enorm.
Was die Farbe angeht, sind wir hier eindeutig bei einem Grün, allerdings wirkt der Lack auf den Nägeln tatsächlich heller als ich ihn im Fläschchen vermutet hätte. In der klaren Lackbasis schwirren einerseits mittelgrüne Glitzerpartikelchen in unterschiedlichen Größen herum, andererseits gibt es da auch den feinen, hellgrünen Schimmer, der sich nach einiger Zeit schön unter die Glitzerhexagons legt und dem Lack einen frischen Anstrich verleiht. Ich hatte mir "Glitterama" zwar ein bisschen froschgrüner vorgestellt, finde das Ergebnis so aber auch durchaus hübsch. Die vielen Schichten führen dann auch dazu, dass die kleinen und mittelgroßen grünen Glitzerpartikel besser auf dem Lack sichtbar werden und in angemessener Menge vertreten sind - bei weniger Schichten ist logischerweise auch weniger Glitzer auf dem Nagel zu finden und der hellgrüne Schimmer ist deutlich dominanter... Beim nächsten Mal werde ich den Lack definitiv auf einem grünen Basislack nutzen, dann kann man sich die Schichterei für die Deckkraft sparen und hat trotzdem noch ein ansehnliches Ergebnis!
Ich gestehe aber, dass ich den Lack eigentlich schlimmer erwartet hatte und mir das Ergebnis tatsächlich auch gut gefällt. Natürlich kriege ich die Glitzerteilchen nicht wirklich gleichmäßig verteilt, weil ich einfach immer schön im oberen Bereich ansetze und die Teilchen sich dann nach unten zu den Nagelspitzen hin ein bisschen verlieren, aber trotzdem finde ich "Glitterama" recht hübsch. Auf der Suche nach einem passenden Design habe ich mal wieder den Fehler gemacht, den werten Herren nach Ideen zu fragen und er kam (nach einigen total abstrusen Versuchen) mit einem Schildkrötenmuster daher. Heimlich fragte ich mich kurz, ob er in irgendwelchen Trendzeitschriften geschmöckert hat und Tortoiseshellnails meinte - war dann aber gar nicht der Fall, er hat einfach zu Grün assoziiert. Also machte ich mich auf die Suche nach einem passenden Motiv - einfach nur Schildkröten wollte ich nämlich nicht draufstempeln, da mir dann zu viel vom Basislack verloren gegangen wäre. Ich hatte zwar alles andere als einen Animalprint im Hinterkopf, aber irgendwie bin ich dann tatsächlich in dem Bereich gelandet...
Auf der MoYou Pro XL 04 gibt es nämlich ein Schildkrötenpanzermotiv - aber eben in der großen Ganznagelvariante. Mit einem dunkelgrünen Lack von ColorClub (ich bilde mir ein, das war "Artsy crafty") habe ich das Panzermuster auf die Nägel gestampt und war ganz schön erleichtert, als es auf den Nägeln halbwegs erkennbar war. Ich habe tatsächlich dem Versuch widerstanden, noch einen weiteren Grünton ins Spiel zu bringen, da ich die cremigen Abgrenzungen in dunklem Grün (etwa in dem Ton hatte ich mir den Lack eigentlich vorgestellt...) schon gelungen fand. Hier und da funkeln noch ein paar mehr oder minder im Lack liegende Glitzerpartikelchen durch und "Glitterama" macht seinem Namen auch mit Design alle Ehre. Natürlich gab es hier eine Schicht Topcoat drüber, um auch das Stamping schön zum Glänzen zu bringen und auch wenn die Ausgestaltung eher einfach geworden ist, mag ich die Mani gern. Ich glaube, das war tatsächlich auch das erste Mal, dass ich dieses Muster genutzt habe.
Die Haltbarkeit des Lacks ist ohne Topcoat nicht überaus gut, denn durch die vielen Schichten und den freiliegenden Glitter gibt es natürlich so einige Angriffspunkte und der Lack splittert gerne an Ecken und Rändern ab. Mit Topcoat konnte ich mich aber nicht beklagen und habe den Lack ohne Verluste tragen können. Das Ablackieren ist natürlich keine Freude bei dem Glitter und ich Held hatte nicht daran gedacht, einen entsprechenden Basecoat zu lackieren... Trotzdem ist "Glitterama" durchaus ein hübscher Lack, wird bei mir aber nur noch als Topper verwendet!

Sonntag, 20. Januar 2019

Nine Zero Lacquer "Masked flowerpiercer"

Dieses Jahr fängt echt spannend an - der Freitag war länger als gedacht und dann mussten wir unsere Abendplanung komplett umschmeißen, sodass ich nicht mehr zum Lackieren kam. Gestern Abend als wir gemütlich in der Küche standen und kochen wollten, fiel plötzlich der Strom aus und wenn wir nicht noch eine Steckdose im Flur gehabt hätten, die aus unerfindichen Gründen funktionierte (mit den Nachbarn gab es interessante Diskussionen darüber, wie hier der Strom verlegt wurde), wären wir halb verhungert ins Bett gegangen, denn das Licht ging erst irgendwann mitten in der Nacht wieder an...

Trotzdem gibt es heute endlich wieder eine Beitrag (auch wenn das wirklich knapp war, denn ohne Strom funktioniert das mit dem Fotografieren schlecht, wenn es auch draußen stockfinster ist - aber heute Morgen hatte ich noch etwas Zeit), wenn auch einen, der ein wenig aus der Reihe tanzt. Das erste Mal "Gemeinsam lackiert" mit Lotte ist heute ein Lack von Nine Zero Lacquer dran - aber was für einer!
Den Nine Zero Lacquer hatte mir Lotte vor einiger Zeit geschenkt und dieses Mal muss ich nicht frage, warum - ein Blick auf das Fläschchen zeigte mir, dass das hier ein absoluter Lena-Lack ist! "Masked flowerpiercer" heißt dieses Schmuckstück und kommt mit einem gerade geschnittenen, aber schön breiten Pinsel daher und lässt sich wunderbar geschmeidig auftragen. Die Konsisenz fühlt sich zwar eher cremig an, aber der Lack ist nicht übermäßig deckend. Zwar ist schnell Farbe auf dem Nagel, allerdings ist eine Schicht bei Weitem noch nicht ausreichend, um mein Nagelweiß angemessen zu überdecken. Also habe ich eine zweite Schicht lackiert, die mir auf den ersten Blick auch ausreichend deckend erschien, allerdings zeigte ein Blick durch die Kameralinse doch ein anderes Ergebnis. Dank der angenehm kurzen Trockenzeit des Lacks ist aber auch eine dritte Schicht kei Problem gewesen. Danach war auch wirklich jede Stelle auf dem Nagel blickdicht und die Kamera konnte keine durchscheinenden Flecken ausmachen. Das Finish von "Masked flowerpiercer" ist zwar schön gleichmäßig, aber nicht übermäßig glänzend, wer also mehr Gloss will, muss sich eines Topcoats edienen.
Farblich sind wir hier sehr eindeutig bei einem strahlenden Hellblau, das ich absolut hinreißen finde! Dankenswerterweise hat sich heute Morgen auch die Sonne herausgetraut (es ist zwar jetzt schweinekalt draußen - aber immerhin sonnig!), sodass ich ein paar Fotos draußen machen konnte. Die zeigen das Holofinish des Lacks ein bisschen besser als die Bilder unter der Tageslichtlampe, aber auch dort kommt das wunderbare Regenbogengefunkel von "Masked flowerpiercer" gut raus. Diesem grandiosen hellen Himmelblau steht so ein bisschen Holo ganz hervorragend und ich verrate wohl kein Geheimnis, wenn ich sage, dass mich dieser Lack absolut begeistert! Zwar ist das kein superkrasser linearer Holoeffekt, sondern eher eine etwas zartere Variante, die vor allem in etwas schummrigeren Lichtverhältnissen ganz besonders deutlich funkelt, aber bei der Grundfarbe hat Holo für mich immer ganz besonders viel Charme. Auf jeden Fall hat mir der Lack auch extrem gute Laune gemacht, da das Blau so richtig schön knallig ist und wirklich strahlt!
So ein knalliger Lack schreit trotz des Holoeffekts natürlich nach einem Design und ich musste erst einmal schauen, was es denn überhaupt mit dem Namen auf sich hat... Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es sich beim Maskenhakenschnabel um einen kleinen Piepmath handelt, der vorwiegend in Südamerika zu Hause ist und feuchte Wälder bewohnt. Meine Auswahl an Vogeltieren auf Stampingplatten ist leider deutlich eingeschränkt, aber auf den Tropical-Platten von MoYou finden sich zumindest einige, also habe ich mich da mal auf die Suche gemacht. Auf der Tropical 05 gibt es einen kolibriartigen Vogel, der auf eine Hibiskusblüte zufliegt und ich habe beschossen, dass das von meinen Möglichkeiten am Nähesten an einem Flowerpiercer dran ist, also wurde das Motiv mit Anny's "Midnight blue" auf den Ringfinger gestempelt. Da es sich hierbei um die großen Motive handelt, passt zwar der Vogel perfekt auf den Nagel, aber von der Blüte ist kaum noch was zu erkennen... Auf die übrigen Nägel habe ich dann von der Tropcical 02 ein paar Motive mit Hibiskusblüten gestampt und alles mit einer Schicht Topcoat versehen, damit auch das Stamping schön glänzt.
Sicherlich wird das dem Maskenhakenschnabel in seiner natürlichen Umgebung alles andere als gerecht, aber die Inspiration dürfte nachvollziehbar sein und außerdem konnte ich endlich mal wieder eine weitere Platte einweihen. Das dunkelblaue, cremige Stamping passt meiner Ansicht nach ja wunderbar zu dem holografischen Hellblau in der Basis und die Motive sind auch peppig genug, um nicht unterzugehen auf dem knalligen Blau. Irgendwie bringt mich da ja schon fast in Urlaubsstimmung, auch wenn ich weiß, dass die nächsten Monate bei mir nicht auch nur im Ansatz etwas Urlaubsartiges in Sicht ist. Im Sonnenschein funkelt es auch unter dem Stamping noch ganz toll in allen Regenbogenfarben durch und das macht sich zu den tropisch angehauchten Motiven ja auch recht gut.
Die Haltbarkeit des Nine Zero Lacquer ist auch sehr ordentlich, sodass ich mich hier tatsächlich über nichts beschweren möchte - die Farbe flasht mich total und da sie auch noch einfach abzulackieren ist, schwebe ich hier im siebten Hellblauhimmel und muss sagen, dass Lotte mal wieder voll ins Blaue getroffen hat mit diesem Schmuckstück!