Mittwoch, 5. Dezember 2018

China Glaze "Vintage Vixen" 940 Emerald fitzgerald

Eigentlich dachte ich ja, dass ich im Dezember bei "Wir lackieren..." raus bin - von Tonic Polish habe ich nämlich gar nichts im Angebot und bisher auch noch gar nicht so viel gehört. Aber dann ist mir die zweite Alternative für diesen Monat ins Auge gefallen und von China Glaze habe ich tatsächlich noch ein paar (wenige) Lacke noch nicht gezeigt. Also musste ich mich flott umorientieren und die Lacke erstmal wieder ausfindig machen, aber das ist mir dankenswerterweise gelungen.

Heute ist darum erst einmal ein ganz alter Vertreter dran (die Kollektion stammt aus dem Jahr 2010)- er könnte tatsächlich irgendwo um meine allerersten China Glaze-Lacke einzuordnen sein und die sind wirklich schon eine ziemlich lange Zeit her. Trotzdem hatte ich bei "Emerald fitzgerald" immer das Gefühl, dass noch nicht der richtige Moment sei, ihn zu lackieren - denn irgendwie verbinde ich mit dem Lack doch etwas besonderes (auch wenn ich nicht so recht sagen kann, warum).
Der Lack hat natürlich einen der dünnen Pinsel, die man von den China Glazes so kennt - zumindest von den alten (haben die inzwischen auch eine breitere Version? Ich weiß das gar nicht, ich habe echt schon lange keine China Glaze Lacke gekauft...). Der Auftrag gelingt damit sehr gut, da der Pinsel schön auffächert, aber auch nicht unkontrolliert rumpatzt. Der Lack hat trotz seines hohen Alters noch eine ausgezeichnete Konsistenz und ist angenehm flüssig. Die erste Schicht bringt schon deutlich Farbe auf den Nagel, allerdings ist das für eine gute Abdeckung nicht ausreichend. Die zweite Schicht macht die Mani dann aber rund und reicht auch aus, um das Nagelweiß komplett verschwinden zu lassen. Da der China Glaze schön gleichmäßig trocknet (und das auch noch recht zügig), kann man sich hier einen Topcoat sparen, der Glanz, den der Lack mit sich bringt, ist aus meiner Sicht vollkommen ausreichend. Eigentlich erstaunlich, dass so eine olle Kamelle noch so gut funktioniert!
Farblich wird "Emerald fitzgerald" seinem namensgebenden Edelstein nicht ganz gerecht - so richtig smaragdgrün würde ich den Lack nämlich nicht beschreiben. Sowohl die eingefärbte, sheere Base als auch der enthaltene Schimmer und die kleinen Flecksstückchen zeigen nämlich einen deutlichen Schuss blau, sodass es sich definitiv nicht um einen reingrünen Lack handelt. Die Farbe allerdings korrekt zu beschreiben ist auch ganz schön schwer. Auf jeden Fall handelt es sich hier um einen tollen Mix aus Grün und Blau und das Ganze in einer ziemlich dunklen Variante. Man könnte hier durchaus von Petrol sprechen und das ist ja bekanntlich die große Streitfrage, ob das mehr Blau oder mehr Grün hat. Auf jeden Fall finde ich den Schimmer im Lack großartig, allerdings war der auch gar nicht so leicht einzufangen - zumal ich endlich mal ein bisschen Sonne hatte und die sich bei dem Lack nur bedingt als hilfreich erwiesen hat. Gar nicht so leicht, wirklich zu zeigen, was "Emerald fitzgerald" kann, wenn es anfängt, überall zu funkeln...
Ich muss aber sagen, dass ich diesen Lack wirklich toll finde und mich schon ein bisschen ärgere, dass ich ihn so lange habe stehen lassen (allerdings gilt das für so viele Lacke, dass sich das auch schon wieder ein bisschen relativieren lässt)... Als Solist macht "Emerald fitzgerald" schon so einiges her und ich bin ein großer Freund davon, den Lack pur zu tragen - allerdings wollte ich auch mal wieder ein Design machen, das nicht nur aus einem Stamping besteht und dafür hat sich der China Glaze auch angeboten. Da ich eine ganze Menge Nagelfolien habe, dachte ich mir, dass sich die türkisblaue sicherlich gut auf der dunklen Basis machen würde und habe darum auf dem Ring- und Mittelfinger so im Stile eines Drybrush-Designs einfach ein paar Streifen mit dem Folienkleber gezogen und dann die Folie dort aufgebracht. Das Ganze wurde dann noch mit Topcoat überzogen - wobei ich mir da gar nicht so sicher bin, ob das eine gute Idee war oder ob die Folie dadurch nicht ein bisschen gekräuselt wurde.
Die größte Schwierigkeit war allerdings, das Ganze dann noch angemessen abzubilden - unter der Tageslichtlampe funkelte nämlich alles wild vor sich hin, sodass man gar nichts erkennen konnte und im normalen Tageslicht war die Folie nicht so knallig abzubilden, wie sie eigentlich ist... Stellt euch einfach die Akzente noch einen Schuss blauer und knalliger vor, der metallische Effekt zeigt sich schon ziemlich gut. Der Kontrast zwischen Basislack und Design ist auf jeden Fall sehr deutlich, wobei ich es schön finde, dass zwischen den türkisblauen Streifen (die sind mir auf dem Mittelfinger deutlich besser gelungen als auf dem Ringfinger - da sind sie mir nämlich zu balkenmäßig) noch ein bisschen vom Schimmer des Basislacks durchfunkelt. Das Design ist zwar eher simpel gehalten, aber ich mag das gerade auf diesem dunklen Grundlack sehr gerne und brauche da ehrlich gesagt auch nicht mehr Schischi.
Ohne Topcoat ist "Emerald fitzgerald" natürlich ein bisschen anfälliger an den Nagelspitzen, aber das auch nicht übermäßig. Insgesamt hält sich der Lack recht gut und lässt sich vor allem auch schön ablackieren, ohne in die Nagelhäute zu kriechen oder abzufärben - und das will bei so einem dunklen Lack scho was heißen. Hier hat sich die Wartezeit eindeutig gelohnt, wobei ich ja nicht wirklich glaube, dass der Lack durch die Stehzeit besser geworden ist - aber immerhin hat es ihm auch nicht geschadet!

1 Kommentar:

Mit Absenden des Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Infos dazu findest du in der Datenschutzerklärung von Google und auch in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.