Sonntag, 25. November 2018

Pink Gellac 250 "Orchid purple"

Bevor ich letzte Woche nach Münhen aufgebrochen bin, wollte ich noch das eine oder andere Posting vorbereiten - und da fiel mir auf, dass ich "Orchid purple" noch gar nicht gezeigt hatte. Dabei hab' ich den Lack so gerne getragen und fand den total toll, nur irgendwie ist er dann wohl in den Entwürfen ein bisschen untergegangen... Eigentlich wollte ich das Posting auch schon am Mittwoch veröffentlichen - aber dann kam mir das Internet ein bisschen in die Quere.

Darum gibt's heute "Orchid purple" aus der "Tropical Island"-Kollektion, die bisherigen Lacke, die ich schon gezeigt habe, findet ihr *hier* und *hier*. Für mich sind die Lacke von Pink Gellac perfekt, wenn ich länger unterwegs bin und auch diesen Knaller hatte ich schon öfters als nur ein Mal auf den Nägeln.
Beim Auftrag ist es wie bei allen diesen Gellacken - das geht erstaunlich gut, wenn man schön dünn lackiert. Die erste Schicht machte schon schnell deutlich, was für eine tolle, intensive Farbe das auf den Nägeln wird. Natürlich ist es mit einer Schicht hier nicht getan, also musste noch eine zweite drüber und auch da war mir der Lack noch nicht farbintensiv genig, sodass ich nach dem zweiten Aushärten auch noch eine dritte Schicht lackiert habe, bevor es den Topcoat drüber gab. Wichtig ist, dass man wirklich sorgfältig mit den Tips umgeht und die ordentlich ummantelt, ansonsten zieht sich beim Aushärten der Lack ein bisschen zurück und das sieht dann wie schlecht lackiert aus. An und für sich sind die Lacke auch ohne Topcoat gut tragbar, dann muss man nur die Schwitzschicht entfernen. Mit Topcoat finde ich den Glanz allerdings noch ein bisschen schöner und vor allem habe ich den Eindruck, dass die Lacke dann besser halten.
Farblich ist "Orchid purple" ganz schwer zu beschreiben und noch schwerer einzufangen, da Lilatöne ja bekanntlich keine Zicken sind, wenn es um realitätsnahes Ablichten geht. Auf jeden Fall ist der Lack ein Neonknaller, der auf meinen Bildern zu rotstichig rauskommt. Allerdings ist er auch nicht so kühl und blaustichig, wie der Farbeindruck auf dem Namensklebchen auf dem Lack vermuten lässt - ich würde sagen, er findet sich irgendwo zwischendrin wieder. Der Lack ist eindeutig noch als Lila erkennbar, hat aber einen guten Schuss Rotanteil drin, sodass man den Bezug zur Pantone-Farbe des Jahres 2014 Radiant orchid durchaus erkennen kann (allerdings ist Radiant orchid einen guten Schluck heller und auch etwas sanfter als dieser Lilaknaller). Mit diesen Nägeln steht man definitiv im Mittelpunkt, da der Lack einfach sehr intensiv und auffällig ist - tendenziell also eher was für die Sommerzeit als für den schummrigen Winter.
Was ein Design angeht, war ich dieses Mal total unkreativ und habe mich schlicht und ergreifend vom Namen des Lacks leiten lassen. Auf einer ÜberChic 6-03 sind nämlich auch Orchideen zu finden, die waren prädestiniert für diesen Lack und ich musste nur noch grübeln, in welcher Farbe sie hier als Akzent auf den Nagel durften. Ich habe mich einfach mal wieder an Silber gehalten und mit essie's "No place like chrome" gestempelt. Auf den Ringfinger habe ich die großformatige Orchideenblüte gestampt und auf dem Mittelfinger eine kleinere Variante, die eigentlich mehrere Blüten beinhaltet, platziert. Das Schöne an einem Gellack als Designbasis ist ja, dass man einiges ausprobieren und auch Fehlstampings schnell abwischen kann. Da ich nicht alle Nägel bestempeln wollte, habe ich auf Zeige- und kleinen Finger dann noch ein paar kleine Holopartikelchen lackiert, die einfach noch ein bisschen vor sich hinfunkeln. Das Ganze hat dann natürlich noch einen normalen Topcoat abbekommen, um auch das Stamping schön glänzen zu lassen.
Natürlich ist der Lack eine grandiose Basis für alle möglichen Designs und macht auch solo schon einiges her - aber ich muss sagen, dass ihm das Silber als kühler Kontrast sehr gut steht. Die kleinen Funkelpartikelchen fallen gar nicht so deutlich auf, sodass trotz kleiner Akzente der Basislack noch immer gut durchkommt und ganz toll strahlt. Ich habe auch den Eindruck, dass die Kamera mit dem Lack dank Design ein bisschen besser zurecht kam und ihn nicht mehr gar so rotstichig dargestellt hat - allerdings fehlt allen Bildern hier tatsächlich noch der Wumms, den "Orchid purple" mit bringt. Ich hatte den Lack schon ganz häufig auf den Zehennägeln, weil er mir unglaublich gute Laune macht und auch als ich ihn hier mit Orchideen getragen habe, war ich begeistert. Es gab noch eine weitere Solovariante, allerdings musste die sehr unter wildem Rumgekrusche leiden und durfte nicht gar so lange bleiben.
Nachdem ich die Gellacke inzwischen nur auf einer Schicht wasserlöslichen Topcoats lackiere, habe ich mit dem entfernen keine Probleme. Es kann natürlich immer mal wieder vorkommen, dass ein Nagel sich verabschiedet (das sind bei mir aber immer nur die Daumen), weil er an einer Ecke abhebt - aber das passiert bei einem normalen Lack bei mir auch gerne. Ansonsten bin ich mit der Haltbarkeit sehr zufrieden und werde mich auch künftig bei längeren Reisen auf die Lacke verlassen.

"Orchid Purple" wurde mir freundlicherweise von Pink Gellac zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 18. November 2018

Different Dimension "Monroe"

Es sonntagt und damit ist es für Lotte und mich wieder Zeit, einen Lack "Gemeinsam lackiert" zu "Wir lackieren..." zu zeigen. Auch wenn wir diesen Monat nur zwei Lacke zeigen, sind sie doch beide richtige Schmuckstücke und dass "Monroe" von den beiden mein Liebling ist, dürfte wenig überraschend sein. Dass auch dieser Lack sehr lange auf seinen Auftritt warten musste (und ich dementsprechend alles andere als saisonal passend unterwegs bin) ist wirklich schade, da ich ihn absolut zauberhaft finde!

Wenn man einen Lack schon "Monroe" nennt, dann muss man dem Namen auch gerecht werden - und ich kann schon vorweg schicken, dass Different Dimension das in diesem Fall absolut geschafft hat! Wer bei diesem Namen gleich an Marilyn denkt, wird wohl einen roten, rassigen Lack erwarten - allerdings stammt der Lack aus der Holo Hookup Box September 2016, die ihre Inspiration bei Kunst sucht und da gibt es von Roy Lichtenstein eine Pop-Art-Variante von Marilyn Monroe mit türkisfarbenem Hintergrund.
Wie bei jedem anderen Lack steht auch bei "Monroe" erstmal der Auftrag an und da hat sich der Lack so angenehm gestaltet wie auch der Kandidat von letzter Woche. Die Konsistenz ist klasse, der Lack lässt sich mit dem gerade geschnittenen Pinsel gut verteilen und trocknet auch zügig an. Da es sich um einen hellen Vertreter handelt, hatte ich nicht übermäßig viel Deckkraft erwartet, allerdings sah die erste Schicht schon nicht schlecht aus - zwar noch nicht komplett deckend, aber es war schon ordentlich was von der Farbe zu erkennen. Mit einer zweiten Schicht war dann mein Nagelweiß abgedeckt und meine Nägel schön gleichmäßig hellbläulich. Allerdings trocknet "Monroe" nicht wirklich glänzend ab - das ist gewiss dere Zusammensetzung geschuldet, da die unterschiedlichen Partikelchen Unebenheite in der Oberfläche hinterlassen. Für eine Portion Glanz bedarf es also einer Schicht Topcot, dann glänzt der Different Dimension ganz hervorragend.
Farblich lässt sich der Basislack irgendwo im Bereich von Türkis verorten, wobei hier der blaue Einschlag viel dominanter ist als ein grüner Anstrich. Insgesamt ist der Lack auch eher ein heller Blauton, der nicht so schön knallig und intensiv ist, wie ich mir meine Türkistöne am liebsten wünsche - nichtsdestotrotz hat er noch einiges im Angebot. Wie man im Fläschchen ganz gut erkennen kann, sind da alle Regenbogenfarben zu finden - allerdings zeigen die sich auf dem Nagel doch eher dezent. Neben Glitzerpartikeln (klein, hexgonal, pink und holo) ist da auch noch Mikroschimmer unterwegs, der sich auf den Nägeln vorwiegend in einem Blauton und teils auch in Gold zeigt - zumindest in diesem Aufnahmewinkel. An und für sich kann der auch Holo, allerdings ist der Schimmer auf den Nägeln zu weit verteilt, um da einen eindeutigen Eindruck zu vermitteln. Man erkennt aber, dass es hier und da auch in anderen Farben schimmert und da sind nicht nur die pinken Glitzerpartikelchen im Vordergrund.
Im Fläschchen schien mir das Pink noch ein bisschen arg dominant - allerdings kam es dann auf den Nägeln gar nicht so deutlich raus, sondern fügte sich schön in den leicht angegraut wirkenden Türkiston ein. Dennoch hatte ich mir irgendwie Pink als Highlight schon in den Kopf gesetzt und habe noch nach dem passenden Motiv gesucht - dass ich mit China Glaze "Schocking pink" stampen wollte, war klar. Nach ein paar Platten hatte ich dann auch schon eine (durchaus leicht bekloppte) Idee im Kopf und entschied mich dafür, mit der BPL-089 ein geometrisches Einhorn auf den Ringfinger zu stampen. Allerdings sollte der Rest nicht auch noch geometrisch werden, also musste die MoYou Princess 09 herhalten und ein paar kleine Ranken und Blümchen als Verzierung liefern. Auch wenn das zu dem Einhorn doch ein deutlicher Kontrast ist, passt das aus meiner Sicht richtig gut zusammen. Das Ganze hat natürlich noch eine Schicht Topcoat bekommen, damit es schön glänzt.
Das Fiese an der Mani ist allerdings, dass es richtig schwer war, sie überhaupt halbwegs erkennbar zu fotografieren. Entweder, das pinke Stamping geht total unter, weil es irgendwie überglänzt wird - oder man erkennt nur noch wildes Geschimmer, Geglitzer und Gefunkel. Ich weiß nicht, wie viele Versuche ich anstellen musste, um zumindest diese zwei Bilder zu bekommen, die alles halbwegs erkennbar und weitgehend scharf auf den Nägeln zeigen. Hellblau und Rosa gehen ja immer gut zusammen und auch hier finde ich, dass "Monroe" mit seinem leicht grünlichen Hauch einen tollen Kontrast zu dem Neonpink liefert, das ja eindeutig eher auf der kühlen Seite liegt. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich das verspielte Motiv von der Princess mit dem eher harten, da geometrischen Motiv verträgt, aber das passt richtig gut zusamen - nur leider so gar nicht zum Winter...
Dank Topcoat war die Haltbarkeit der Mani wirklich klasse, allerdings habe ich beim Ablackieren ein bisschen schrubben müssen, bis ich alle Glitzerpartikel wirklich komplett von den Nägeln hatte. Trotzdem muss ich sagen, dass ich "Monroe" richtig klasse finde und schon traurig war, als ich den Lack wieder abgeben musste. Different Dimension hat wirklich so einige traumhafte Lacke und ich bin ganz froh, dass ich momentan gar nicht so sehr dazu komme, im Netz rumzustörbern.

Mittwoch, 14. November 2018

Different Dimension "Love is love"

Bevor ich es diesen Monat schon wieder nicht schaffe, meine Lacke zu zeigen (nächste Woche bin ich dann doch spontan unterwegs und werde wohl nicht zum Bloggen kommen), gibt es heute noch fix meinen zweiten Lack von Different Dimension, den mir Lotte geschenkt hat. Ich habe zwar für Sonntag noch einen Lack für "Wir lackieren...", aber ansonsten war's das diesen Monat von mir.

"Love is love" war ein Lack, der mich im Fläschchen sofort angemacht hat, bei dem ich mir allerdings nicht so ganz sicher war, ob ein Soloauftrag so eine gute Idee wäre. Hätte ich mal vorher bei Lotte nachgefragt, hätte ich wohl auf das heutige Experiment verzichtet, aber so schlau war ich erst, als ich den Lack schon auf den Nägeln hatte... Wobei ich auf der anderen Seite sagen muss, dass ich das Ergebnis sehr schick finde und sonst vielleicht nicht in diesen Genuss gekommen wäre.
"Love is love" hat einen geraden, etwas breiteren Pinsel, mit dem sich der Lack schön auftragen lässt. In der klaren Base schwirren lauter Glitzerpartikelchen herum, die sich ebenfalls recht gut auf dem Nagel aufbringen lassen. Ich war ganz erstaut, dass ich nicht nur Klumpen von Glitzer auf den Nägeln hatte, sondern tatsächlich gut verteilten Glitzer. Nach der ersten Schicht war ich allerdings recht skeptisch, ob ich den Lack jemals tragbar kriegen würde - er trocknet zwar schnell an und durch, aber durch die Partikel gibt es doch viele Lücken auf dem Nagel. Mit der zweiten Schicht kam mehr Glitzer auf den Nagel und die Lücken wurden weniger, allerdings war das Nagelweiß noch sehr gut sichtbar. Also musste eine dritte Schicht drauf, bei der ich auch noch etwas mehr darauf geachtet habe, die Nagelspitzen ordentlich zu ummanteln. Wenn man genau hinschaut, kann man zwar noch immer den Übergang zum Nagelweiß erkennen, allerdings funkelt der Lack so sehr, dass man das kaum erkennt.
Da "Love is love" eine reine Glitzerbombe ist, trocknet er niht übermäßig glatt, allerdings habe ich tatsächlich auf einen Topcoat verzichtet. Zwar wird der Different Dimension dann nicht superglossy, aber das Finish passt zum Lack und die Glitzerpartikelchen kommen auch so mehr als hervorragend zur Geltung. Neben den Glitzerpartikeln, die es als Holovariante, aber auch in den unterschiedlichsten Farben gibt, gibt es noch einen feinen Schimmer, den ich da in Silber und Gold verorten würde. Auf jeden Fall ergibt das auf den Nägeln ein Feuerwerk, das sich je nach Lichteinfall und Blickwinkel in den unterschiedlichsten Farben zeigt. Es funkelt, blinkt, strahlt nd blitzt in Gold, Orange, Rot, Pink, Lila, Blau, Türkis und Grün vor sich hin, wobei die Basis sich primär in einem feinen, kühlen Silber zeigt. Auch wenn sich da eigentlich kein linearer Holoeffekt zeigen kann, wirkt es an manchen Stellen tatsächlich so, als ob da stellenweise ein kleiner Verlauf zu sehen wäre - allerdings nur für eine Sekunde, da sich dann schon wieder das Farbspiel ändert.
So ein vielfältiger Lack ist natürlich schon für sich genommen wirklich grandios - das liegt auch schlicht und ergreifend daran, dass man den so schlecht greifen kann und dass das ja eigentlich ein Topper sein sollte. Als Topper fände ich "Love is love" aber tatsächlich verschwendet, zumindest, wenn man ihn als reinen Topper nutzt - denn dann gibt es nur ein bisschen Glitzi hier und da und das, was der Lack so in Summe kann, geht unter. Allerdings wusste ich auch lange nicht, wie ich den Different Dimension in Szene setzen sollte - eigentlich hat es der Lack nämlich wirklich nicht nötig. In meinem Kopf machte sich dann aber ein schwarzes Etwas als Kontrast breit, sodass ich mich noch auf die Suche nach einer passenden Stampingplatte machen musste. Einfach nur schwarze French Tips wären vielleicht auch eine gute Idee gewesen, aber daran habe ich erst gedacht, als ich mit meinem Gestempel fertig war...
Auf der MoYou Illusion 15 sind einige tolle Motive drauf, heute habe ich mich aber für die Würfel entschieden - wer sie nicht erkennen kann, das ausgefüllte Schwarze ist die Vorderseite des Würfels, die übrigen Kanten gehen nach hinten... Auf dem Mittelfinger ist es mir leider nicht so ganz gelungen, das Motiv gerade aufzubringen, aber das fällt nur bedingt auf. Dieses Mal hab' ich das Ganze dann noch mit einer Schicht Topcoat versehen, weil ich das Schwarz etwas glänzender haben wollte. Leider ist der Lack nicht perfekt deckend, sodass man das Gefunkel hier und da noch durchscheinen sieht - aber das hat irendwie auch seinen Charme. Im Nachhinein würde ich sagen, dass mein gewähltes Motiv noch immer etwas zu fein ist und mir ein massigeres Stamping wohl eher den gewünschten Kontrast gebracht hätte - aber da war es auch schon zu spät, noch etwas zu ändern.
Auch wenn ich mir zu Beginn nicht sicher war, ob ich den Lack überhaupt deckend kriegen würde - aber letztendlich bin ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden. Ich war ganz erstaunt, dass sich "Love is love" auch so gut gehalten hat und ich weder Chips noch großartig Tipwear hatte. Über das Ablackieren muss ich glaube ich nichts sagen, das ist bei solchen Lacken immer ein Drama, aber hier auf jeden Fall den Anblick wert!

Sonntag, 11. November 2018

Different Dimension "They should make pills for this"

Auch in diesem Monat haben Lotte und ich uns wieder vorgenommen, zumindest ein paar der Sonntage mit einem "Gemeinsam lackiert" auch passend zu "Wir lackieren..." zu füllen. Dass hier mittelfristig landesweite Lackverschickung praktiziert wird, ist ja nichts Neues und so verhält es sich auch mit dem heutigen Kandidaten, der so gar nicht in mein Beuteschema passt aber dafür eigentlich umso besser in Lottes!

"They should make pills for this" ist allerdings ein Lack, dem sogar ich was abgewinnen kann und das will bei der Zusammenstellung durchaus was heißen! Zwar ist es schon eine Zeit lang her, dass ich den Different Dimension lackiert habe, aber Papier ist bekanntlich geduldig und so gibt es ihn heute im Doppelpack auf unseren Blogs zu sehen.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht so ganz, was mich dazu bewogen hat, ausgerechnet diesen Lack bei Lotte einzupacken - die Zusammenstellung ist ja so gar nicht mein Fall und entsprechend skeptisch war ich, als es ans Lackieren ging. Allerdings hat "They should make pills for this" sich beim Auftrag ganz ordentlich angestellt, der Lack kam mit einer angenehm flüssigen Konsistenz daher und auch die kleinen Partikelchen ließen sich recht gut verteilen. Zwar kam es mal vor, dass an den Nagelspitzen ein Teilchen überstand, aber sie sammelten sich da nicht alle, sodass das kein Problem war. Mit einer ersten Schicht hatte ich nur ein leicht milchiges Ergebnis mit einigen farblichen Highlights auf dem Nagel, also war eine zweite schon gesetzt. Die war mir an manchen Stellen noch nicht blickdicht genug, sodass ich mich an eine dritte Schicht wagen musste - die für mich dann aber ausreichend deckend war. Die Trockenzeit des Lacks ist vollkommen in Ordnung, allerdings ist das Finish durch die enthaltenen Partikel recht uneben, sodass ein Topcoat für hübschen Glanz unumgänglich war. 
Da der Different Dimension ziemlich unregelmäßig an seiner Oberfläche war, war es mit einer dünnen Schicht Topcoat nicht getan, da musste schon die dickflüsige Variante her und das auch in zwei Schichten. Dann zeigt sich "They should make pills for this" in seiner vollen Pracht und die hat so einiges zu bieten: Die Basis ist logischerweise ein Weißton, der nicht deckend, sondern eben jellyartig ist. Ich würde das nicht als strahlendstes Reinweiß bezeichnen, sondern vielleicht als leicht angeschmutzen Weißton, das kann aber natürlich auch durch die enthaltenen Partikel kommen. Von denen schwirren nämlich ganz unterschiedliche im Lack rum, am dominantesten sind die neonpinken Glitterteilchen, die es in Form kleiner Quadrate und der typischen Hexagons gibt. Dazu kommen dann aber noch ein wenig kleinere Hologlitterpartikel, die teilweise ebenfalls hexagonal und teilweise unregelmäßig geformt sind. Um dem Ganzen dann noch das Krönchen aufzusetzen, gibt es einen ganz feinen Glasfleckschimmer, der sich fein über den gesamten Nagel legt und vorwiegend in einem bläulichen-silber vor sich hinglimmert.
Trotz des großen Pinkanteils, muss ich ja wirklich sagen, dass ich den Lack gar nicht so übel finde - vielleicht wäre er im Hochsommer ein bisschen besser aufgehoben gewesen, da dann die Kombination aus der hellen Base mit den knalligen Partikeln etwas besser rausgekommen wäre, aber auch im Winter kommt das ja gut an (auch wenn gerade noch nicht Winter ist - aber ihr wisst schon, was ich meine). Als ich den Lack auf den Nägeln hatte, war mir schnell klar, was für ein Design da drauf sollte, denn irgendwie musste ich an Donut-Sprinkles denken. Pinke Zuckerkristalle auf einer weißen Glasur - das wäre ja auch eine passende Bezeichnung für diesen Lack gewesen. Also machte ich mich auf die Suche nach Süßkram in meiner Stampingplatten-Sammlung und wurde bei ÜberChic und der 8-02 fündig. Neben einem großen Donut gibt es da auch ein Ganznagelmotiv mit kleinen Donuts und ich musste mir nur noch überlegen, wie ich das nun alles auf den Nagel bringen wollte.
Letztlich ist es dann die einfache Variante geworden - ich habe mit einem schwarzen Lack den großen Donut auf den Ringfinger gestempelt und die vielen kleinen Donuts einfach so auf die übrigen Nägel aufgebracht. Der Riesendonut ist zwar auch für meine Nagellänge ein bisschen arg groß - aber immerhin kann man da die Sprinkles gut erkennen... Wenn er alleine geblieben wäre, hätte man wohl größere Probleme damit gehabt, das Muster richtig zu interpretieren, aber mit den übrigen Nägeln geht das ja ganz gut. Schwarz als Kontrast fand ich hier vollkommen ausreichend, da ja schon "They should make pills for this" mit einigen Farben aufwarten kann - da braucht es für mich nicht noch ein quietschebuntes Stamping. Außerdem ist durch die unterschiedlichen Texturen der Donuts ja auch noch ein bisschen Abwechslung im Spiel, darum finde ich die Mani tatsächlich ganz gelungen!
Durch die gefühlten Tonnen an Topcoat ist "They should make pills for this" recht stabil und wenig anfällig für Umwelteinflüsse, allerdings ist das Ablackieren durch die vielen Partikelchen nicht übermäßig angenehm oder spaßig. Allerdings geht auch das mit ein wenig Geduld recht gut, auch wenn sich hier und da ein paar der Partikelchen doch in meinen Nagelhäuten verkrochen haben...

Freitag, 9. November 2018

Different Dimension "Pleased and Relieved"

Momentan frage ich mich echt, warum es so Zeiten gibt, in denen absolut nichts so läuft, wie es laufen sollte und man dadurch für alles Mehraufwand betreiben muss... Mir geht es gerade so, dass nichts wie erwartet (bzw. abgesprochen) funktioniert und ich darum auf der Arbeit wirklich am wilden Löcherstopfen bin, weil irgendjemand mal wieder seine Aufgaben nicht erledigt hat!

Trotzdem möchte ich auch noch ein bisschen bei "Wir lackieren..." mit machen, also habe ich mir einen Lack aus meinem letzten Lotte-Paket geschnappt und darf euch heute ein kleines Herbstträumchen von Different Dimension zeigen. "Pleased and Relieved" war ein Überraschungslack und ich muss wirklich sagen, dass ich gar nicht verstehen kann, warum Lotte mir den ins Paket gesteckt hat.
Meinen ersten Lack der Marke musste ich natürlich ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen, durfte allerdings feststellen, dass "Different Dimension" auch mit einem breiten, gerade geschnittenen Pinsel arbeitet. Der nimmt nicht nur den Lack schön auf, sondern bringt ihn auch sehr präzise auf den Nagel. "Pleased and Relieved" hat eine schöne Konsistenz, vielleicht einen Hauch auf der dickflüssigeren Seite, lässt sich aber problemlos verteilen und komplett auf dem Nagel verstreichen. In der ersten Schicht ist zwar schon Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ergebnis bei einer dünnen Lackierweise noch nicht deckend. Die zweite Schicht macht dann alles schön blickdicht und lässt sich dank der kurzen Trockenzeit zügig lackieren. Der Lack trocknet auch schön gleichmäßig durch und hinterlässt auf dem Nagel auch ein ansprechend glänzendes Finish. Wer es besonders glossy mag, muss hier natürlich zu einem Topcoat greifen, das war aber aus meiner Sicht gar nicht notwendig.
Farblich ist "Pleased and Relieved" gar nicht so leicht zu beschreiben, auf jeden Fall passt der Lack perfekt in den Herbst! Die Farbbase würde ich irgendwo zwischen einem angegrauten Bordeauxrot und einem rotstichigen dunklen Braunton einordnen - je nachdem, wie das Licht auf den Different Dimension fällt, zeigt sich auch mal ein lilaner Unterton, der den Lack sehr spannend macht. Zu der coolen Basisfarbe kommt natürlich noch so einiges dazu, das in den Lack gefüllt ist: Einerseits sind da natürlich Holopartikelchen enthalten, die sich als feiner Schleier auf dem Lack zeigen (und ihn dadurch wohl auch ein bisschen dämpfen) und in allen Regenbogenfarben schillern. Fällt direkt Licht auf den Lack, zeigt sich hier durchaus auch ein Holo-V, ansonsten bleibt der Holoeffekt zwar ein wenig im Hintergrnd, ist aber doch präsent. Zusätzlich sind noch Flecksteilchen enthalten, die ebenfalls in unterschiedlichen Farben glitzern - sie sind zwar nicht übermäßig groß und eher unregelmäßig im Lack verteilt, geben ihm aber auch so noch das gewisse Etwas.
Je nachdem, wie man "Pleased and Relieved" dreht und wendet, zeigt sich immer eine andere Facette im Vordergrund und das macht den Lack definitiv richtig spannend. Durch den bräunlichen Unterton in der Grundfarbe macht das den Different Dimension für mich doch auch zu einem grandiosen Herbstlack und das hat mich auch dazu bewogen, beim Design ein bisschen zurückhaltend zu bleiben. Ich hatte irgendwie ein Blattmuster im Kopf, das ich auf den Lack stempeln wollte und musste dann erst einmal meine Stampingplatten durchwühlen, um etwas Passendes zu finden. Die BM-XL 13 hatte dann ein palmenartiges Blättermotiv im Angebot, das ich mal wieder als Doppelstamping auf Ring- und Mittelfinger aufgebracht habe. Als Basis habe ich Schwarz gewählt, weil ich mir gar ncht so sicher war, ob der goldene Lack von Kleancolorr als Solist deckend genug wäre. Inzwischen glaube ich zwar, dass ich auf den schwarzen Lack auch hätte verzichten können, aber auch so sieht das Ganze doch ziemlich fesch aus.
Dieses Mal habe ich die Mani dann noch mit einem Topcoat bepinselt, das brachte das Gold doch noch ein wenig mehr zum Glänzen. Zwar muss ich gestehen, dass mir der Goldton fast ein bisschen zu gelbstichig ist und ich ihn mir etwas gedämpfter gewünscht hätte, aber das ist nun Mosern auf hohem Niveau. Mit Topcoat habe ich ein bisschen den Eindruck, dass "Pleased and Relieved" etwas sanfter wird und der Holoeffekt mehr in den Hintergrund rückt. So strahlt das Stamping noch ein wenig deutlicher hervor und das kann sich auch durchaus sehen lassen. Mal wieder eine eher einfache Version einer Maniküre, aber durchaus fesch und herzeigbar - finde ich zumindest...
Was die Haltbarkeit angeht, ist "Pleased and Relieved" ohne Topcoat tatsächlich durchaus anfällig für kleine Splits und Oberflächenschäden, das ließe sich aber mit einer Schicht Topcoat verhindern. Kleine Macken kann man auch gut kitten, das habe ich die Woche über auch fleißig gemacht, da ich keine Zeit zum Neulackieren hatte. Beim Ablackieren musste ich zwar etwas hartnäckiger sein, aber auch das ging ohne übermäßig viel Mühe von der Hand und ich freue mich wirklich sehr über diesen zauberhaften Lack!

Mittwoch, 7. November 2018

KBShimmer "Camp wait"

Nachdem das Hamburg-Wochenende irgendwie ein bisschen anders gelaufen ist als gedacht, gab es mal wieder ein kleines Postingpäuschen, obwohl ich mir natürlich auch fleißig die Nägel lackiert habe. Da ich letzten Monat schon nicht mit meinen KBShimmern fertig geworden bin, habe ich noch ein paar Lacke im Angebot, die ich hoffentlich zeitnah zeigen kann, auch wenn sie markentechnisch natürlch nicht in diesen Monat passen...

Heute geht es mit "Camp wait" weiter, einem Zuckerstückchen, das mir Lotte geschenkt hat - und ich wusste bei ersten Blick auf das Fläschchen, warum dieser Lack bei mir gelandet ist! Ich war wahnsinnig gespannt auf diesen Lack und konnte es kaum erwarten, ihn zu lackieren, allerdings musste er ja auch ein paar Tage warten...
Beim Auftrag war hier schon schnell klar, dass es dieses Mal nicht gar so glatt gehen würde. Auch wenn sich "Camp wait" mit einer tollen Konsistenz gut auftragen lässt, war mir durch die Zusammensetzung des Lacks schon nach der ersten Schicht klar, dass das mit dem glatte Abtrocknen nichts werden würde. Farblich war nach Schicht Nummer eins zwar klar, wo es hingehen würde - allerdings war da auch deutlich, dass es mehr als zwei Schichten für eine gute Deckung braucht. Das Grün war zwar schnell erkennbar, allerdings hatte ich vor allem an den Nagelspitzen Sorge, sich der Lack zurückziehen würde. Allerdings war das mit der zweiten Schicht schon viel besser und mit einer dritten hatte ich dann auch das Nagelweiß überal komplett abgedeckt. Auch wenn der Lack in angemessener Zeit anzieht und auch durchtrocknet, ist das Finish mit den Glitzerpartikeln recht uneben, sodass ein Topcoat für ein optisch und haptisch schönes Ergebnis Pflicht ist. Ich habe mir also einen dickflüssigen Topcoat geschnappt und auch davon noch zwei Schichten gebraucht, um das Ergebnis zu erhalten, das ihr auf den Bildern seht.
Auch wenn es wirklich so einiges gebraucht hat, um "Camp wait" in seiner Schönheit zu zeigen, kann sich dieses grüne Prachtstück doch wirklich sehen lassen. Die olivfarbene Basis mag ich ja schon generell sehr gerne, aber das ist ja nicht alles, das der KBShimmer zu bieten hat! In dieser Farbbase schwirrt noch feiner Mikroschimmer rum, den es einmal in leicht orangestichigem Gelbgold gibt und ich bilde mir auch ein, dass ebenfalls winziger Holoschimmer enthalten ist, der hier und da ein bisschen Regenbogen blitzen lässt. Zusätzlich zu dem Schimmer ist da noch Glitter enthalten und auch das in unterschiedlichen Größen und ich bilde mir auch ein, in zumindest zwei Farben - türkis und blau -, wobei ich ja behaupten würde, dass es auch kleinere Glitzerhexagons in Gold gibt. Zwar nicht so viele wie in Blau und Türkis, aber doch erkennbar. In der Summe ergibt sich aufgrund dieser Zusammenstellung auf dem Nagel ein vielfältiges, spannendes Bild, das mt dem gelbstichigen Oliv und blauen Reflexen voll und ganz meinen Geschmack trifft.
Durch den Topcoat ist es natürlich so, dass die Schimmer- und Glitzerpartikelchen ein bisschen in den Lack einsinnken und vielleicht ein kleines bisschen dezenter werden als ohne - allerdings funkeln sie so auch ein bisschen schöner als mit der unregelmäßigen, rauen Originaloptik. Eine grandiose Kombination, die ich wohl von selbst nie so gewählt hätte - Blau und Grün gehören ja durchaus zusammen, aber in ein matschiges Grün ein strahlendes Blau zu integrieren, wäre wohl meine letzte Idee gewesen. Ich war von diesem Lack ganz hin nd weg und habe lange überlegt, was ich für ein Design machen wollte. Im Nachhinein frage ich mich ja, warum ich nicht auf ein blaues Glitzerstamping (oder Folie?!) gekommen bin, aber ich bin bei einem Stamping gelandet. Durch das Olivgrün war ich schnell bei den Explorer-Platten von MoYou, da die irgendwie was Erdiges und Schlichtes haben, das ich durchaus mit dieser Farbe verbinde.
Mit MoYou's "Skin silk" habe ich eines der tribalmäßig angehauchten Motive auf das Grün gestempelt und hatte mir schon im Vorfeld überlegt, dass ich ein Doppelstamping haben wollte. Auf den cremigen Nudeton kam dann also das gleiche Motiv noch einmal mit Schwarz und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich dringend noch einen deckenden schwarzen Stampinglack brauche... Allerdings mag ich auch dieses leicht schmutzige Ergebnis, das passt nämlich zu dem matschigen Basiston. Das Motiv ist natürlich nicht komplett deckend übereinander gestampt, aber auch das hat seinen Charme und ich finde es richtig toll, dass die blauen Glitzerhexagons zwischendrin noch durchblinken. Das Ganze habe ich natürlich mit einer weiteren Schicht Topcoat versehen und da erkennt man dann doch, dass auch den übrigen Nägeln diese Portion Extraglanz durchaus gut getan hätte.
Beim Ablackieren kam dann der kleine Dämpfer, denn natürlch lassen sich diese Glitzerpartikel nicht gar so leicht abnehmen und ich musste ein bisschen vor mich hinschrubben... Immerhin hat sich nichts in den Nagelhäuten festgesetzt und auch über Verfärbungen kann ich nicht klagen, sodass sich KBShimmer hier auch gut präsentiert hat. Aufgrund der komplexen Zusammensetzung ist der Lack nicht gar so gut handhabbar, aber dennoch wirklich klasse!