Mittwoch, 31. Oktober 2018

KBShimmer "Pixel of the litter"

Tja, da ist der Monat "Wir lackieren..." schon vorbei - dabei habe ich doch noch gar nicht alle meine Lacke von KBShimmer gezeigt! Eigentlich hatte ich das ja durchaus gut durchgeplant, aber irgendwie hatte ich dann doch mehr zu tun als gedacht - und dieses Wochenende geht es genau so weiter. Statt eines entspannten Wochenendes in Hambrg erwartet mich dann doch Fahrstress und Chaos und darauf habe ich eigentlich keine Lust...

Als kleinen Trost werde ich mir wohl einfach mal wieder die Nägel hübsch machen, damit ich etwas habe, an dem ich mich erfreuen kann - und wenn ich "Pixel of the litter" nicht schon lackiert hätte, würde ich mir genau den Lack nochmal auf die Pfoten packen! Natürlich habe ich diesen Lack mal wieder von Lotte bekommen und wenn man einen ersten Blick auf ihn wirft, dürfte klar sein, warum: Das ist total mein Beuteschema!
Bisher habe ich die KBShimmers im Auftrag ja sehr gelobt und auch "Pixel of the litter" kann sich da einreihen. Der Pinsel is gut geschnitten und die Konsistenz des Lacks trotz der vielen enthaltenen Partikel klasse. Zwar hatte ich bei dem einen oder anderen Nagel dann auch Partikelche am Nagelrand, aber der Lack an sich hielt schön auf dem Nagel und ließ sich doch weitestgehend gleichmäßig auftragen. Die erste Schicht hat zwar noch lange nicht gedeckt, aber das hatte ich nun auch wirklich nicht erwartet. Eine zweite Schicht machte die Farbe schon deutlich intensiver, allerdings war ich vor allem an den Nagelspitzen noch nicht ganz zufrieden, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert. Auch wenn der Lack zügig trocknet, macht sich dann beim Finish doch bemerkbar, dass der Lack ganz viel Inhalt hat - ohne Topcoat sieht das Ganze nicht so wirklich gleichmäßig aus. Eine Schicht Topcoat war hier allerdings tatsächlich zu wenig, nach zweien hatte ich dann aber ein schön glänzendes und glattes Ergebnis auf den Nägeln.
Dass ein blauer Lack mein Herz höher schlagen lässt, ist ja nichts Neues - aber "Pixel of the litter" hat auch noch diesen tollen, tiefdunkelblauen Basiston, der mit lauter Glitzerpartikelchen und Schimmer gefüllt ist... Im Fläschchen funkelt es schon ganz toll, wenn man den Lack in die Hand nimmt und dankenswerterweise zeigen sich die Hexagons unterschiedlicher Größe auf auf dem Nagel in allen Regenbogenfarben. Zwar ist hier kein linearer Holoeffekt zu erkennen und auch mit der scattered Variante wird das schwer, weil dafür dann doch zu wenige Partikelchen enthalten sind, aber das Ergebnis macht mir einfach große Freude. Dadurch, dass die Teilchen alle in unterschiedlicher Tiefe im Lack liegen, zeigen sie sich von ganz unterschiedlichen Seiten - mal wirken die Teilchen hellblau bis silbern, mal zeigt sich ganz deutlich ein rotes, gelbes, grünes, pinkes oder auch orangefarbenes Funkeln. Die Zusammenstellung ist klasse, durch die bunten Reflexe bekommt auch der Basislack teils einen leicht lilanen Anstrich und gefällt mir einfach sehr gut.
Da der Lack wirklich komplex ist, war ich schon mit der originalen Variante sehr zufrieden - da ist auch einfach genug los, sodass ich keine zusätzlichen Highlichts bräuchte. Aber trotzdem sollte natürlich ein Design drauf - allerdings eines, das dem Lack noch genug Raum lässt, ihne nicht komplett erschlägt und vor allem die funkelnden Partikelchen auch noch zur Geltung kommen lässt. Um farblich nicht allzu auffällig zu sein, habe ich mir meinen silbernen Holo von Catrice geschnappt, da der nicht komplett blickdicht is, sondern eher ein bisschen feinkörnig. Gestampt habe ich dann ein Motiv von der MoYou Gothic 05 - da gibt es nämlich Rosenblüten mit einem Netz- bzw. Maschendrahtzaunhintergrund. Auch wenn das Motiv auf der Platte ein bisschen zu klein für meine Nägel war, fand ich die Kombination für den Lack sehr stimmig, also habe ich einfach gestückelt und oben nochmal das Netzmuster aufgesetzt. Wenn man nicht zu gena hinsieht, erkennt man das gar nicht - wenn man es weiß, sieht man den Übergang natürlich deutlich.
Das Stamping hat natürlich dann auch nochmal eine Glanzschicht abbekommen und auch wenn ich finde, dass durch das Netzmuster der Basislack etwas untergeht, gefällt mir die Mani insgesamt recht gut. Immerhin sind der Zeige- und kleine Finger pur geblieben, sodass das Gefunkel sich da ausbreiten kann - auf Ring- und Mittelfinger funkelt zwar noch immer hier und da mal ein Partikelchen durch, aber sie wirken gar nicht mehr so präsent wie auf den anderen beiden Nägeln. Das ist aber auch gar nicht so schlimm, da doch die Röschen den Blick auf sich ziehen und die komplette Mani in sich einfach recht stimmig wirkt. Ich wusste sonst nämlich wirklich nicht, was zu "Pixel of the litter" gut gepasst hätte... An und für sich ist das ja auch einer der Lacke, die sich als Solist hervorragend machen, aber mit Design kann man ihn einfach noch etwas länger tragen und da ich Sorge vor dem Ablackieren hatte, war mir das nur recht.
Meine Befürchtungen waren aber komplett unnötig, da sich der KBShimmer erstaunlich gut ablackieren ließ. Natürlich ist es mit Glitterpartikeln immer ein bisschen aufwändiger, aber immerhin hat sich nichts in den Nagelhäuten festgesetzt, sondern ließ sich einfach mit einem zusätzlichen Wischer komplett vom Nagel entfernen. Dank langer Haltbarkeit  war die Ablackiererei auch gar nicht so tragisch, sodass ich mich nur für diesen Lack bei Lotte bedanken kann.

Sonntag, 28. Oktober 2018

KBShimmer "Berry chill"

Na das hat ja letzte Woche ganz hervorragend funktioniert mit dem Posten von Lacken zu "Wir lackieren..."... Obwohl ich fleißig lackiert und geknipst habe, ist mir irgendwie die Zeit flöten gegangen, das Ganze dann noch hier zu Papier zu bringen. Immerhin gibt es für heute eine Deadline und es müsste schon mit wilden Dingen zugehen (z.B. der Tatsache, dass mein Laptop keine Internetverbindung kriegt - was allerding nicht unrealistisch wäre), dass ich das "Gemeinsam lackiert" mit Lotte verpasse!

Von langer Hand geplant soll es heute nämlich wieder einen Lack von KBShimmer auf unseren beiden Blogs geben und zwar "Berry chill", ein kleines Träumchen in Lila, das sich vor seinem türkisblauen Bruder von der letzten Woche gar nicht verstecken muss. Es ist aber wenig verwunderlich, dass ich zuerst das Blau lackieren wollte - hätte ich gewusst, dass sich der heutige Lack beim Fotografieren so anstellt, hätte ich es vielleicht andersherum gemacht...
"Berry chill" ist genau so wie sein blaues Geschwisterchen was das Lackieren angeht ziemlich unproblematisch. Der Lack weist eine tolle Konsistenz auf, die den Auftrag auf den Nagel sehr angenehm macht. Obwohl da ganz schön was im Lack los ist, lässt sich die Flüssigkeit gut auf dem Nagel verteilen und bringt auch schnell Farbe. Allerdings reicht eine dünne Schicht bei Weitem nicht, um das Nagelweiß abzudecken und ich hatte auch noch ein bisschen das Gefühl, dass "Berry chill" an den Nagelspitzen etwas durchsichtiger ist. Dank kurzer Trockenzeit war eine zweite Schicht überhaupt kein Thema, die hat auch das meisten ziemlich blickdicht gemacht - allerdings hatte ich dan unter der Tageslichtlampe ein wenig den Eindruck, dass da noch ein paar durchscheinende Stellen sind, also gab es für die Fotos noch eine dritte Schicht. Auch dieser KBShimmer trocknet wieder schön gleichmäßig und mit genug Eigenglanz, sodass ich auf einen Topcoat verzichtet habe. Wer es besonders glossy mag, darf hier aber ruhig noch eine Schicht drüberpinseln.
Farblich gibt der Name ja schon einen guten Hinweis - irgendwie beerig ist es hier. Allerdings verrät das auch schon, dass eine adäquate Ablichtung dieses Lacks nahezu an an ein Ding der Unmöglichkeit grenzt, denn Lila ist bei Fotos eine absolute Zicke! KBShimmer beschreibt den Lack als ein rotstichiges Lila (ja, da stimme ich definitiv zu, auch wenn meine Kamera ihn mal wieder eher ein bisschen blaustichig machen wollte) mit einem lilanen Schimmer und den Holo glow flakes, die schon der Traum in Türkis hatte. Ich bin nicht so ganz bei der Farbbezeichnung als "orchid", weil mir der Lack dafür tatsächlich schon zu rotstichig ist (also nochmal ein bisschen rotstichiger, als er hier auf den Bildern erscheint), aber ein grandioser Lack ist das definitiv. Vor allem, weil auch hier wieder so viel los ist und sich die kleinen silbrigen Holopartikelchen so deutlich funkelnd zeigen. Ohne direkten Lichteinfall sind wir zwar mal wieder eher dezent, aber wenn dann Sonnen- oder auch nur Lampenlicht dazukommt, kann man sich an den unterschiedlichsten Farbnuancen erfreuen. Mal größer, mal kleiner, mal deutlicher, mal dezenter - ich bin von diesem Finish wirklich begeistert!
Aber auch die Farbe tut hier ihren Teil dazu bei, dass der Lack solo ein Schätzchen ist - der Lilaton ist nämlich gar nicht so gewöhnlich und vor allem durch den Schimmer, der ihm in bestimmten Winkeln noch einen etwas veränderten Anstrich verleiht, kann sich "Berry chill" wirklich sehen lassen. Wie schon bei dem türkisblauen Lack dieser Sorte führt das bei mir zu einer großen Problematik, was das Design angeht - ich hatte hier nämlich absolut keine Ahnung, was passen würde. Ein erster Versuch, bei dem ich mit dem silbernen Holo von Catrice ein recht feinteiliges Muster stempeln wollte, ging böse in die Hose und so richtig halloweenmäßig fiel mir dazu nichts ein. Also wurden wieder wild Platten durchwühlt und letztlich habe ich mich für die Minimal 01 von MoYou London entschieden, die ich von den Motiven her wirklich klasse finde - aber wie so oft kaum weiß, wie ich die gut einsetzen soll. Als Kontrast bin ich dieses Mal bei Schwarz geblieben, weil ich die Sorge hatte, dass Silber den Lack zu sehr überladen würde.
Ein bisschen hat das Motiv ja was von einer Raumstation, finde ich zumindest - an und für sich ist das aber natürlich eine reine Kombination geometrischer Motive... Ich habe mich mal ein bisschen kreativ ausgetobt und die Form mal randständig angebracht - mal an der Nagelspitze, mal im Nagelbett, mal links, mal rechts am Rand. Erstens konnte ich so das Motiv nicht richtig versauen (ich kenne mich ja - irgendwo hätte sich wieder so ein Dreieck verzogen und das Ganze sähe wie gewollt, aber nicht gekonnt aus) und zweitens hat es auch einfach etwas mehr Pepp, da ich ja nur mit Schwarz gestampt habe. "Berry chill" kommt trotzdem noch gut zur Geltung und hier sieht man, dass auch mit Topcoat noch alles genau so schön funkelt wie zuvor. Vielleicht kommt der Holoeffekt so sogar noch etwas deutlicher hervor - ich finde zumindest, dass die kleinen Partikelchen etwas bunter erscheinen, während die größeren Holobröckchen etwas mehr in den Hintergrund getreten sind. Insgesamt tut das aber dem Effekt keinen Abbruch und der KBShimmer tut, was er seiner Markenbezeichnung zufolge tun soll - schimmern!
Wie auch bei "Better lake than never" muss ich hier sagen, dass die Haltbarkeit absolut grandios ist. Nachdem ich meine Nagelspitzen ordentlich versiegelt hatte, hat sich der Lack auf an den Tips sehr gut gehalten. Mehrere Tage ohne Tipwear waren auch mit dem Lila kein Problem und das Ablackieren war ebenfalls unproblematisch. Auch wenn ich mit dem Nailart ein bisschen überfordert war, finde ich die Lacke wirklich toll - allerdings sagt mir mein Bauchgefühl, dass sie wohl erst im Sommer wieder getragen werden...

Sonntag, 21. Oktober 2018

KBShimmer "Better lake than never"

Diesen Monat sieht es mit "Gemeinsam lackiert" mit Lotte ein bisschen mau aus - wir haben nämlich kaum gemeinsame Lacke, die wir beide zu "Wir lackieren..." zeigen können und ansonsten ist uns das Material auch schon fast ausgegangen. Lediglich zwei Schmuckstücke können wir dieses Mal parallel zeigen und da der Monat nicht mehr so wirklich viele Sonntage hat, gibt es heute den ersten von den beiden Lacken zu sehen.

Warum "Better lake than never" bei mir einziehen durfte, wird wohl schon auf den ersten Blick klar - die Farbe ist einfach mein Fall! Lotte hat sich inzwischen ja auch absolut au Blau eingestellt und so musste ich mich sehr beherrschen, den Lack nicht schon einmal im Vorfeld zu lackieren. Gerade solche Töne landen ja sehr schnell auf meinen Nägeln und auf diesen hier war ich auch sehr gespannt.
Der Auftrag ging mal wieder locker und leicht von der Hand - der Pinsel ist zwar gerade geschnitten, nimmt aber den Lack hervorragend auf und bringt ihn perfekt auf den Nagel. Die Konsistenz ist zwar ein bisschen dickflüssig, aber noch ausreichend cremig und lässt sich gut verteilen. Was die Deckkraft angeht, bringt eine erste Schicht schon deutlich Farbe, lässt aber auch das Nagelweiß noch durchscheinen. Eine zweite Schicht macht das schon ein wenig besser, wer aber ganz genau hinschaut, kann an der einen oder anderen Stelle doch noch den Nagel etwas durchscheinen sehen. Ich habe dann doch noch eine dritte Schicht lackiert, um ein richtig blickdichtes Ergebnis zu haben und war dann mit meiner Mani schon sehr zufrieden. Auch wenn der Lack nicht hochglänzend trocknet, war mir das Finish glänzend genug, sodass ich auf den Topcoat verzichtet habe. Das Finish ist schön eben und gleichmäßig, was ich aufgrund der Zusammensetzung des Lacks tatsächlich nicht erwartet hätte.
Farblich muss ich wohl nicht allzu viel sagen - für mich ist das ein absolut grandioser Ton, ein Traum von einem blauen Türkis, das mit feinen Holosplittern versehen ist. Es funkelt und schimmert, wo man nur hinsieht und ich bin davon ganz hin und weg. Der türkisfarbene Schimmer, den der Lack zeigt, setzt dem Ganzen dann noch das Krönchen auf - ich bin hier sowas von in Sommerlaune, dass ich schon fast behaupten würde, dass es tatsächlich dieser Lack war, der mich durch die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub gebracht hat. Mit solchen intensiven Türkistönen, die mehr dem Blau zugeneigt sind, hat man bei mir ja sofort einen Stein im Brett, aber wenn dann noch so ein spannendes Finish dazukommt, dann ist der Stein festbetoniert. Zwar funkelt die Holoteilchen nicht übermäßig deutlich holografisch, allerdings kann man doch hier und da ein paar rote, grüne oder auch lilane Reflexe erkennen. Was mich an dem Lack aber am meisten begeistert hat, ist das gleichmäßige und glatte Finish, das er trotz der Zusammensetzung mit sich bringt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Lack lange solo getragen habe und schon allein damit sehr zufrieden war - was das Design angeht, hatte ich sehr lange absolut keine Ahnung, was dazu passen könnte. Also habe ich mich mal ganz dumm gestellt und mich mal an einem Halloween-Design versucht. Dabei musst eich allerdings (wie jedes Jahr) feststellen, dass ich ganz schön wenige halloweentaugliche Motive habe, die ich auf die Nägel bringen kann. Darum habe ich auf die Gothic 05 von Moyou zurückgegriffen, die zumindest ein paar Motive im Angebot hat, die passen. Entschieden habe ich mich dann für eines der einfacheren, nämlich ein Nahtmuster, das ich einfach mit Schwarz auf alle Nägel gestampt habe. Ich war ja ganz erstaunt, dass mir das schon so gut gefallen hat, aber eigentlich wollte ich es da noch ein bisschen gruseliger haben. Ich hatte tatsächlich auch schon einen Kürbis im Blick, den ich noch dazustempeln wollte - allerdings ist sich das nicht so wirklich ausgegangen, mein Kürbis passte da nämlich so gar nicht dazu.
Also musste eine Alternative her und ich habe mir einfach meinen silbernen Standardlack geschnappt und mit "No place like chrome" das Nahtmuster nochmal über den Ring- und Mittelfinger gestempelt. Ich muss ja sagen, dass ich gar nicht damit gerechnet hätte, dass das halbwegs akzeptabel aussieht, aber so gefällt mir das auch echt gut! Ich habe das Muster dann einfach auf den Kopf gestellt, damit es ein wenig abwechslungsreicher ist, aber auch so kommen die silbernen Holoteilchen noch sehr gut zur Geltung. Ich hatte Sorge, dass ein silbernen Stamping sie komplett in den Hintergrund treten lässt, aber das ist gar nicht der Fall. Alleine Silber wäre mir wohl zu kontrastarm gewesen - ich mag das Schwarz auf dem Türkisblau schon sehr, aber mit der dunklen Basis kann sich das doch durchaus sehen lassen. Sicherlich wäre da so ein Frankenstein oder so noch passender gewesen, aber den habe ich einfach nicht im Angebot.
Definitiv positiv an dem Lack ist die Haltbarkeit - ich habe "Better lake than never" fünf Tage ohne die kleinste Macke getragen, bevor ich da noch ein Design draufgepackt habe. Und das ohne einen Topcoat, mehr kann man sich tatsächlich von einem Lack nicht wünschen! Lediglich am Daumen hatte ich dann am vierten Tag ein paar fehlende Ecken, aber das ist wirklich nicht der Rede wert. Ich freue mir einen Keks, dass ich hier noch ein paar Lacke der Marke habe und hoffe, dass ich sie noch im Oktober unterkriege - einen gibt es jedenfalls noch nächsten Sonntag zu sehen!

Freitag, 19. Oktober 2018

Pink Gellac 245 "Cocktail Pink"

Bevor es am Sonntag wieder mit einem Lack von KBShimmer weiter geht, darf heute noch ein Knaller ran. Draußen wird es so langsam doch herbstlich und bevor mir der Sommerknüller nun gar nicht mehr ins Programm passt, gibt's den heute! Den ersten Lack aus der "Tropical Island"-Kollektion habe ich euch *hier* schon gezeigt, heute gibt es den Vertreter, der farblich nicht so ganz meine Kragenweite hat, aber durchaus so einiges vorweisen kann.

"Cocktail Pink" heißt das gute Stück, das ich euch heute zeigen will und da ich ja nicht so wirklich ein pinkes Mädel bin, dürfte verständlich sein, dass mich dieser Lack nicht zu Begeisterungsstürmen verleitet hat. Allerding muss ich dem Lack zu Gute halten, dass er so richtig knallt - und damit konnte ich mich dann doch ein bisschen besser abfinden.
Aber wie immer: Erst einmal von vorne und da starten wir auch bei diesem Pink Gellac-Lack mit dem Auftrag. Die Konsistenz des Lacks ist ein bisschen dickflüssiger als bei normalen Lacken, dadurch lässt sich der Pink Gellac auch sehr dünn lackieren. Die erste Schicht ist allerdings nach dem Aushärten unter der Lampe noch nicht deckend gewesen, also gab es eine zweite Schicht. Auch die habe ich dünner gehalten, weil ich es so gar nicht mag, wenn meine Nägel unnötig dick wirken. Mit zwei Schichten fand ich die Farbe ausreichend blickdicht und konnte mein Nagelweiß noch nichteinmal mehr erahnen. Da ich den Lack tatsächlich auch solo getragen habe, gab es erst einmal eine Schicht Topcoat drüber, die "Cocktail Pink" ein bisschen mehr Glanz gebracht hat und mir wunderbar stabile Nägel beschert hat.
Die Farbe spricht durchaus für sich - wobei ich gestehen muss, dass ich mir unter "Cocktail Pink" durchaus einen etwas dezenteren Lack vorgestellt hätte. Auf dem Fläschchen wirkt die Farbe auch ein wenig braver und rotstichiger, auf den Nägeln zeigt sich hingegen ein reinrassiger Neonpinkton, der es wirklich in sich hat! Mit dem Cremefinish kommt die intensive Farbe, der ich insgesamt eher einen Blaustich zusprechen würde, so richtig gut zur Geltung und knallt so richtig. Für den Sommer ist das ein bombastischer Ton, der auch im prallen Sonnenschein noch richtig strahlt. Wenn ich mich schon mit Pink rumschlagen muss, dann doch bitte so eine Version statt eines rosanen Schweinchens! Wie bei so vielen Neonlacken war es allerdings auch bei diesem hier gar nicht so leicht, ihn halbwegs adäuat mit der Kamera darzustellen - perfekt ist mir das nicht gelungen, aber man kann glaube ich im Ansatz erkennen, dass "Cocktail Pink" ganz schön Wumms hat.
Auch wenn ich den Lack solo schon recht beeindruckend finde - gerade bei so einem Ton kann ich nicht allzu lange ohne irgendeine Verzierung. Das Schöne an Gellacken ist ja, dass man was Nailart angeht, unendlich viele Möglichkeiten hat, sich auszuprobieren. Wenn mal was schief geht, kann man das Design abmachen und der Basislack ist noch genau so in Schuss wie frisch lackiert. Wenn man also mal ein Stamping nicht ganz perfekt platziert hat, kann man das Ganze also gemütlich nochmal probieren - und das musste ich hier auch tun, da mir mein Schirmchencocktail bei ersten Mal misslungen ist... Als Stampingplatte habe ich mir die BeautyBigbang XL-002 geschnappt, da der Name des Lacks auch einfach zu verführerisch war. Auf dem Ringfinger ist also ein Cocktailglas mit Schirmchen zu finden, das ich mit meinem metallischen hellblauen Artdeco da drauffgepackt habe. Auf dem Ringfinger durfte es eine Liebeserklärung an den Sommer sein und Zeige- und kleiner Finger haben ein wildes Eisgemisch abbekommen.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Motive absolut klasse und sommertauglich finde, mag ich den Kontrast zwischen dem Stampinglack und dem Farblack sehr. Das helle Metallicblau kommt auf dem Pink nicht nur gut raus, sondern lässt den Basislack auch so richtig strahlen. Ich war mir gar nicht so sicher, ob mir die Kombination gefallen würde, aber kaum, dass ich die Stampings auf den Nägeln hatte, fand ich das so richtig cool. Vor allem die Ganznagelmotive finde ich klasse, da alle Eisteilchen sich wirklich hervorragend auf die Nägel übertragen ließen. Natürlich könnte man das Ganze noch aufpeppen und ein Decal draus machen, aber bei dem knalligen Basislack reicht auch so ein einfacher Kontrast aus. Für die Bilder habe ich auf einen Topcoat verzichtet - da war mir doch die Gefahr zu groß, wieder etwas zu verschmieren, aber zum Tragen hatte ich dann tatsählich einen drauf. Jaja, ich habe Pink getragen - freiwillig!
Bei Gellacken ist ja die Haltbarkeit immer recht gut, das gilt auch für "Cocktail Pink". Da ich mir inzwischen angewöhnt habe, einen wasserbasierten Topcoat als Basecoat für diese Lacke zu nutzen, ist auch das Entfernen kein Problem (egal, wie lange oder kurz ich den Lack trage) - an einer Stelle den Lack etwas anheben und mit einem Holzstäbchen lässt sich der Nagel dann entweder komplett oder in einzelnen Stücken abnehmen. Auch wenn ich anfangs von der Farbe gar nicht so angetan war - inzwischen finde ich "Cocktail Pink" ganz fesch!

"Cocktail Pink" wurde mir freundlicherweise von Pink Gellac zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

KBShimmer "Northern frights"

Dieser Lack schlummert seit gut zwei Wochen hier in meinen Entwürfen und eigentlich wollte ich ihn ja im Urlaub zu "Wir lackieren..." zeigen. Die Faulheit hatte aber zugeschlagen und so kommt mein erster Beitrag zur Aktion diesen Monat eben erst nachdem der halbe Monat rum ist - allerdings habe ich auch gar nicht soooo viele Lacke von KBShimmer oder gar Dance Legend, sodass es gar nicht so gedrängt ist.

"Northern frights" hatte ich mir als ersten Vertreter ausgesucht - und wenn ich mich nicht komplett irre, ist der Lack Anfang diesen Jahres bei mir eingezogen, allerdings ist die Bestellung schon letztes Jahr gewesen... Wenn mich Lotte nicht angestiftet hätte, hätte ich sicherlich diesen Monat nichts beizutragen, aber die Lacke von KBShimmer sind wirklich toll und als es dann einen guten Preis gab, musse ich mir da ein paar zulegen.
"Northern frights" ließ sich sehr angenehm lackieren, der Lack hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar auftragen. Ich war mir nicht so sicher, wie es denn mit der Deckkraft aussehen würde, aber da hat mich der Lack positiv überrascht - für den Onecoater hat es noch nicht ganz gerreicht, das liegt allerdings daran, dass ich dünner lackiere. Der KBShimmer trocknet allerdings zügig an und durch, sodass die zweite Schicht überhaupt kein Problem ist. Danach war auch alles deckend und die kleinen durchscheinenden Stellen, die ich nach de ersten Anstrich hatte, waren weg. Zu meinem Erstaunen trocknet der Lack schön eben ab, sodass man sich den Topper sparen kann. Es glänzt ausreichend, sicherlich nicht megaglossy, aber für den Lack in seiner Zusammensetzung genau richtig!
Farblich hat "Northern frights" definitiv mehr im Angebot als ich mit der Kamera einfangen konnte - auf den Bildern wirkt der Lack nämlich etwas einseitig... Die Farbbasis ist gar nicht so einfach zu beschreiben - im Fläschchen wirkt der Lack wie Petrolton und zwar einer von der Sorte, die ich sehr gerne mag: Ein deutlicher Schlag Blau, der noch mit einem Hauch dunklen Grüns versehen ist und dadurch so wunderbar uneindeutig zwischen beiden Farben schwankt. Auf den Nägeln zeigt sich der Lack zumindest unter der Tageslichtlampe deutlich grüner und wirkt schon fast Tannengrün - wen da nicht in Richtung des Nagelbetts noch so ein blauer Shift zu erkennen wäre. Was den Lack aber von diesem Basiston abgesehen noch hat, sind Schimmerpartikelchen, die sich hier vorwiegend in einem Dunkelgrün zeigen, aber ansonsten auch noch ganz anders können. Dazu gibt es noch die grandiosen Holosplitterteilchen, die grundsätzlich silbern sind, aber natürlich auch in allen Regenbogenfarben funkeln können.
Wenn mir das Licht holder gewesen wäre, hätte ich vielleicht noch das grandiose Farbspiel zeigen können, dass "Northern frights" im Schatten oder teils auch im Sonnenschein bietet - da passiert nämlich ganz viel! Aus dem dunklen Grün wird durchaus ein deutlicher Blauton, der sogar ein bisschen ins Violette schlägt und das Gefunkel der Holosplitter brauche ich ja nicht explizit zu erwähnen... Auf jeden Fall sieht das Ganze absolut grandios aus und ich hatte mit dem Lack meine helle Freude! Umso schwerer war es dann, ein passendes Stamping zu finden - der Freund kam allerdings schnell mt was Herbstlichem an und wollte "Weinblätter oder so"... Das Einzige, das im Ansatz in die Richtung ging, waren zwei Motive von der ÜberChic 8-03, die ich mit essies "No place like chrome" auf Ring- und Mittelfinger gestampt habe. Die Mani hat dann noch eine Schicht Topcoat abbekommen und da erkennt man dann doch nochmal den Unterschied im Glanz.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die Stampingmotive (auf dem Ringfinger ist eine Weinrebe mit Trauben, auf dem Mittelfinger sind eigentlich viele Trauben mit Weinblättern...) nur auf dem Lack nicht gar so gut durchkommen oder ob ich einfach dafür nicht die passende Nagelform habe - aber vor allem der Mittelfinger kam mir ein bisschen zu voll vor. Da kommt das Motiv kaum noch durch und das finde ich doch schade. Mit Silber dachte ich, zumindest einen Teil von "Northern frights" gut aufnehmen zu können und die silbernen Holosplitter nicht komplett zu übertünchen - aber so ganz hat das nicht geklappt. Dennoch ist das Motiv durchaus herbsttauglich und ich finde es auch zu dem petrol-grünen Basiston recht stimmig. Vielleicht wäre auch das mit dem entsprechenden Farbshift noch etwas besser gekommen, aber den hatte ich einfach nicht im Angebot.
Die Halbarkeit von "Northern frights" war sowohl solo als auch mit Design absolut klasse - ohne Topcoat hält sich der Lack erstaunlich gut und zu meiner großen Begeisterung ließ er sich auch ohne Schlieren und weitere Probleme wieder ablackieren. Der Ton ist für den Herbst perfekt, lässt sich aber tatsächlich auch im übrigen Jahr immer gut unterbringen und ich freue mich sehr, dass ich euch bald noch ein paar andere KBShimmer zeigen kann.

Dienstag, 16. Oktober 2018

101 - rest in pieces

So eine kleine Urlaubsauszeit ist eine feine Sache - im Vorfeld habe ich mir noch Stress und Mühe gemacht, Fotos herausgesucht, hochgeladen, Postings vorbereitet... Und dann festgestellt, dass ich einfach keine Lust habe, mir im Urlaub noch mehr Stress zu machen und die Postings fertigzutippen. Und nachdem ich ein bisschen mehr Zeit hatte, mir Gedanken zu machen, habe ich beschlossen, mein 101 erstmal einzustellen.

Das tut mir zwar ein bisschen weh, weil ich es nicht mag, Dinge unabgeschlossen zu lassen und sie mittendrin einfach zu beenden - aber was das 101 angeht, fehlt inzwischen einfach der Sinn bzw. der Mehrwert. Nicht, weil ich "schon wieder" mit den Monatsreviews hinterher hänge (die sind tatsächlich halb fertig) oder ich das Konzept des 101 auf einmal nicht mehr mag, sondern weil das einfach nicht mehr mein 101 ist.

Der zeitliche Ansatz, den dieses Projekt mit sich bringt, ist durchaus ziemlich groß - und das ist auch etwas, das ich daran geschätzt habe. In der ersten Runde hat einfach alles gepasst und auch wenn es an vielen Punkten ein paar Holperer gab, war das Projekt für mich immer zielführend, sinnvoll und eine Orientierungshilfe. In den letzten anderthalb Jahren hat sich mein Leben um grob 180 Grad gedreht - an vielen Stellen zum Positiven, an ein paar Stellen zum Negativen, aber insgesamt ist jetzt einfach vieles anders. Und ich weiß, dass es sich in den kommenden anderthalb Jahren noch einmal drehen wird - ein bisschen kann man sicher sagen, nochmal um 180 Grad, aber dann wäre ich ja wieder am Ausgangspunkt angelangt und das wird sicherlich nicht zutreffen.

Wenn sich Dinge verändern, macht es manchmal keinen Sinn, an etwas festzuhalten, das nicht mehr passt und so geht es mir mit dem 101. Ich habe es probiert und musste feststellen, dass die Orientierung, diese festen Punkte, Ziele und Ideen einfach nicht mehr mit dem übereinstimmen, wohin ich gerade unterwegs bin - die Schnittmenge wird vor allem immer kleiner, weil andere Dinge in den Mittelpunkt rücken (und sich teilweise auch wieder aus selbigem verabschieden). Ich bin an und für sich eine große Freundin von Konstanz, von festen Orientierungspunkten, von stabilen Ausgangslagen - aber wenn man sich gerade in einer Phase befindet, in der der Wandel die einzige Konstante ist, dann muss man manchmal einfach loslassen und schauen, wo es einen hintreibt.

Mir werden die 101-Postings in Zukunft definitiv fehlen, aber ich bin auch erleichtert, dass ich sie loslassen kann - dass ich vor allem den Vergleich mit festgelegten Zielen, an denen ich nicht mehr hänge, endlich loslassen kann. Gerade weiß ich noch nicht, ob ich mich wieder an ein ähnliches Projekt wagen will, für die nächsten Monate schließe ich das allerdings definitiv aus. Nichtsdestotrotz will ich aber den Blog hier wieder mit Inhalten füllen - die Urlaubsauszeit hat allerdings eindeutig gut getan!