Sonntag, 30. September 2018

Manhattan Quick Dry 410T

Bevor der September komplett rum ist und ich es schon wieder nicht hinbekommen habe, meine Manhattan-Lacke alle zu lackieren (das liegt aber auch daran, dass die restlichen Farben nicht so wirklich grandios sind), gibt es zu "Wir lackieren..." noch einen letzten Lack zu sehen. Immerhin habe ich es geschafft, von meinen aktuellen Manhattans alle zu zeigen, aber von den alten fehlen noch ein paar - ist ja nicht so, dass die nicht schon lange genug herumstehen mussten...

Heute soll es also noch ein Lack aus der alten Quick Dry-Serie sein, der leider auch keinen ordentlichen Namen abbekommen hat. "410T" ist die Typenbeschreibung, die dieser kleine Lack abbekommen hat und da ich mich mit der Bedeutung dieser ganzen Zahlen- und Ziffernkombinationen nicht befasst habe, kann ich auch keine schöne Erklärung dafür geben...
Wie bei diesen Lacken so üblich, musste ich mich beim Lackieren anstrengen - schmale Flaschenöffnung und so weiter. Allerdings kam bei "410T" noch ein weiterer Punkt dazu und der liegt in der (zugegebenerweise traumhaften) Farbe: Es war gar nicht so leicht, ein gleichmäßiges Ergebnis auf die Nägel zu bringen. Schon mit der ersten Schicht kam zwar deutlich Farbe auf die Nägel, allerdings war die erste Schicht alles andere als deckend. Die zweite Schicht ließ den Lack ein wenig dunkler, aber auch schon deutlich gleichmäßiger werden, allerdings hatte ich vor allem an den Aufsatzstellen, also ziemlich mittig auf dem Nagel im oberen Bereich des Nagelbetts, lichte Stellen. Dementsprechend musste eine dritte Schicht her, die dann alles schön ebenmäßig hinterlassen hat. Leider trocknen aber die Manhattan-Cremelacke bei mir selten schön glänzend ab, sodass ich hier noch eine Schicht Topcoat drübergepinselt habe - vor allem so ein dunkler Farbton profitiert doch ungemein von einem schönen Glanz.
Farblich ist der Ton ein schönes Rouge Noir, das je nach Lichteinfall und Schichten mal den roten Einschlag deutlicher zeigt und mal wie ein tiefdunkles, leicht rotstichiges Braun wirkt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich finde diese Farbfamilie wahnsinnig spannend, da die Töne einerseits sehr klassisch sind und andererseits etwas Verruchtes haben. In der Dämmerung zeigt der Lack sein düsteres, vampy Gesicht und wirkt auf den Nägeln schon fast schwarz, im Sonnenschein (der sich leider für die Fotos mal wieder nicht zeigen wollte) zeigt sich hingegen ganz deutlich das Rot und "410T" wirkt wie ein satter Bordeauxton. In manchen Lichtverhältnissen schwanke ich tatsächlich, ob ich den Lack absolut grandios oder schon einen Hauch daneben finde - letztlich lande ich dann aber doch wieder bei der Begeisterung für solche Nuancen. Rouge Noir gehört eindeutig zu den Klassikern und ich muss sagen, dass Manhattan das in diesem Fall auch ganz hervorragend hinbekommen hat und sich qualitativ auch nicht von anderen Rouge Noirs unterscheidet - für den Ton kann man durchaus auch mehr Geld hinlegen!
Was ein passendes Design angeht, war ich hier total überfordert - standardmäßig hatte ich irgendetwas Goldenes im Kopf, da Gold und Rot (so dunkel es auch sein mag) einfach gut zusammenpassen. Dann habe ich über ein Halloween-Design nachgedacht (jaja, so spät ist es schon - bzw. bald), mich dann aber beim Durchschauen meiner Stampingplatten umentschieden. Die Fashionista 05 hatte es mir angetan und ich hatte mir schnell ein Motiv herausgesucht - obwohl ich die Platte absolut grandios finde, weiß ich auch hier so selten, wie ich sie einsetzen soll. Dieses Mal war es ganz einfach und ich wollte das pfeilartige Muster in zwei ähnlichen Farben auf die Nägel bringen. Schnell hatte ich meine Protagonisten im Blick - als Highlight wollte ich essie's "Penny talk" und als cremige Alternative "Skin silk" von MoYou London. Auf dem Zeigefinger ist mir der Lack beim Stampen irgendwie ein bisschen abgeschmiert und insgesamt ist es mir mal wieder nicht gelungen, die Motive gerade auf die Nägel zu bringen - aber das fällt auf normale Betrachtungsentfernung nicht auf.
Auf dem Ringfinger habe ich das Muster andersherum aufgebracht, weil ich dachte, dass das den Kontrast zum cremigen Abwärtspfeil noch etwas vergrößern würde - allerdings ist das gar nicht so auffällig wie ich anfangs dachte. Der Unterschied zwischen dem metallischen Lack und dem hellen Cremelack wird irgendwie deutlicher als die Orientierungsrichtung des Motivs, insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit der Mani. Der Rotanteil in "410T" tritt zwar deutlich zurück und es steht eher die Dunkelheit des Lacks als Kontrast zum Stamping, dennoch mag ich das Muster und die Gesamtkonstellation. Anstatt eines harten Weißtons kommt dieses peachige Creme gut zur Geltung und passt auch hervorragend zu "Penny talk" - diese Kombination muss ich mir dringend merken und auch mal auf einer anderen Farbbasis ausprobieren!
Leider ist es bei so dunklen Lacken ja üblich, dass Tipwear sehr auffällig ist und schnell deutlich wird - das ist auch bei diesem Manhattan so. Auch wenn der Lack sich nicht schnell abnutzt, fallen die abgewetzten Nagelspitzen doch sehr auf und somit ist die Haltbarkeit des Lacks deutlich eingeschränkt. Auch das Ablackieren ist ein wenig aufwändiger - der Rotton setzt sich ein bisschen in den Nagelhäuten fest und braucht dann eine ordentliche Schrubberei mit der Nagelbürste. Dennoch hat mich der Lack durchaus begeistert und darf definitiv bleiben!

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