Freitag, 10. August 2018

OPI "Touring America" I brake for manicures

An und für sich heißt es ja immer, dass antizyklisches Einkaufen sehr sinnvoll sein soll - im Kölner Raum wäre es z.B. durchaus hilfreich gewesen, sich einen Ventilator zuzulegen, bevor es so heißt wurde; inzwischen sind die Teile hier wohl ausverkauft... Da ich aber noch immer meinen kleinen Ventilator aus Hamburger-Dachgeschosswohnungszeiten habe, habe ich da gar keinen Bedarf. Aber irgendwie scheine ich momentan eher antizyklisch zu lackieren, was so die Farbwahl angeht, denn nach dem dunklen Lila vom Mittwoch bin ich heute wieder bei einer sehr ähnlichen Farbe gelandet...

Natürlich neige ich gerade auch eher dazu, mich bei meinen restlichen OPIs zu bedienen (eigentlich erstaunlich, dass das momentan so gut läuft, ich habe nämlich echt noch viele andere Lacke zur Wahl, aber irgendwie gefallen mir die Farben momentan einfach), um die Marke endlich "fertig" zu lackieren, aber die dunklen Töne schrecken mich auch absolut nicht ab. Darum gibt es heute "I brake for manicures" aus der "Touring America"-Kollektion, die aus dem Jahr 2011 stammt.
Ganz so lange steht "I brake for manicures" allerdings nicht in meinem Schränkchen (zumindest bilde ich mir das ein), aber auch schon lange genug. Der Lack hat ein gerades, altes Pinselchen, das gut auffächert und das Lackieren angenehm macht. Trotz des Alters hat die Flüssigkeit auch noch eine schöne Konsistenz, wobei ich etwas erstaunt war, dass der Lack doch für die intensive Farbe recht dünnflüssig ist. Die erste Schicht reicht somit noch nicht, um das Nagelweiß komplett abzudecken - zwar kommt schon einiges an Farbe auf den Nagel, allerdings ist das Ergebnis noch ein wenig fleckig gewesen. Die Nagelspitzen habe ich sorgfältig ummantelt, allerdings keine extra Schicht benötigt. Mit einem zweiten Anstrich war dann genug Farbe auf allen Nägeln, die auch gleichmäßig ausgesehen hat, sodass ich beinahe mit der Mani zufrieden war. Leider trocknet auch dieser OPI nicht wirklich ebenmäßig und glatt ab, sodass eine Schicht Topcoat noch für genug Glanz sorgen musste. Ich mag das einfach nicht, wenn sich die Spiegelungen im Finish brechen und das war hier ein bisschen der Fall.
Farblich sind wir bei "I brake for manicures" mal wieder bei einem dunklen Ton, den ich ja gerne als matschlastig beschreibe. Generell würde ich wohl behaupten, dass das ein dunkler Lilaton mit einem deutlichen Graueinschlag ist, die eine oder andere würde das wohl auch als Taupe bezeichnen. In wärmerem Licht scheint da auch eine gute Portion Braun enthalten zu sein, sodass die Farbbezeichnung durchaus treffend scheint - auf jeden Fall ist das mal wieder einer der Lacke, die nicht so klar einer bestimmten Farbe zuzuordnen sind. Ohne Lichteinfall sind wir hier auch wieder an dem Punkt, dass der OPI nur dunkel und nahezu schwarz aussieht, das Cremefinish tut dann natürlich noch seinen Teil dazu, dass der Farbeindruck dann eher einseitig ist. Ich muss allerdings sagen, dass gerade diesem Ton das einfache Finish hervorragend steht, weil es so den Lack wirken lässt und nicht mit Schimmer, Glitzer oder sonstigem Shishi ablenkt.
Leider hatte ich keine Gelegenheit, den Lack noch im Sonnenschein zu fotografieren (klassischer Fall von "zur falschen Zeit am falschen Ort"...), sodass er hier auf den Bildern doch eine Nuance kühler und grauer wirkt als er tatsächlich meistens ist. Auf die Frage "Na, was stempelst du denn da drauf?" antwortete ich heute mal ganz unkonventionell und erntete dafür auch großes Erstaunen, dass es mal kein Stamping, sondern ein anderes Nailart werden sollte. Natürlich hätte auch ein schönes Stampingmotiv hervorragend zu "I brake for manicures" gepasst, aber ich wollte endlich meine Transferfolien mit dem dazugehörigen Kleber von  99nails.de ausprobieren. Aus dem Folienset habe ich mir die goldene Holofolie geschnappt und wollte die in Teilen auf die Nägel bringen. Da der Folienkleber aber sehr flüssig war, habe ich auf die meisten Nägel etwas zu viel aufgetragen und hatte somit fast den ganzen Nagel bepinselt. Nach dem Abtrocknen habe ich dann einfach versucht, nur Teile der Folie aufzubringen, das war aber gar nicht so leicht. Auf dem Mittelfinger ist mir das wohl noch am besten gelungen, die restlichen Nägel sind fast ein bisschen zu voll.
Meine ersten Versuche mit Transferfolie waren nur bedingt von Erfolg gekrönt, darum war ich sehr erstaunt, wie einfach das hier ging und vor allem, wie toll das Ergebnis aussieht! Es gibt nicht nur einen Farbkontrast, sondern auch noch einen ganz deutlich erkennbaren Holoeffekt, den die Folie mitbringt. Auf dem oberen Nailartbild ist die Folie noch ohne Topcoat, da erkennt man den linearen Farbverlauf noch etwas besser als auf dem unteren Bild mit Topcoat - dafür glänzt da alles ein wenig gleichmäßiger. Es mag durchaus auch an der Wahl meines Topcoats liegen, der den Effekt ein bisschen reduziert hat - das will ich aber sicher nicht der Folie zuschreiben, die mich in der Anwendung und auch vom Ergebnis her wirklich positiv überrascht hat. Nur das genauere Anbringen des Klebers muss ich noch üben, vielleicht bemühe ich mich doch noch einmal um eine komplette Version oder teste mal Stamping oder so. Auf jeden Fall habe ich jetzt Blut geleckt, was diese Transferfolien angeht, denn mit dem Set habe ich auch eine schöne Farbauswahl!
Die Haltbarkeit von "I brake for manicures" ist okay - wie bei so vielen dunklen Lacken hat man hier aber schnell das Problem, dass Tiwear sehr gut sichtbar ist. Sie entwickelt sich nicht übermäßig schnell, aber wenn es losgeht, dann gefühlt auf allen Nägeln gleichzeitig, sodass ich nach der ersten Macke schnell das Bedürfnis hatte, abzulackieren. Dankenswerterweise ging das ohne Probleme und Schmierereien, sodass ich diesen OPI mal wieder eher in positiver Erinnerung behalte.

Die Transferfolie und der Kleber wurden mir kosten- und bedingungslos von 99nails zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar:

  1. Oh wow! :) Das sieht toll aus - ich hab übrigens immer noch nicht den richtigen Topcoat für solche Folien gefunden... :/

    LG Lotte

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