Mittwoch, 29. August 2018

Butter London "Big smoke"

Heute mal wieder zu später Stunde, aber manchmal geht es eben nicht anders - vor allem nicht, wenn man eigentlich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren ist und feststellen musste, dass man bei Dauerregen nicht so wirklich gut nach Hause fahren kann, sondern sich abholen lassen muss. Wenn man dann noch ein Paket an die Packstation bekommen hat und dieses leider nicht bei der Packstation, die auf dem Heimweg ist, angekommen ist, sondern bei einer Packstation komplett ab vom Schuss - dann sieht die Tagesplanung auf einmal ganz anders aus...

Und so begab es sich, dass ich heute Nachmittag irgendwie nicht gar so viel Zeit hatte, um mein Posting vorzubereiten und "Big smoke" ein bisschen länger auf seinen Auftritt warten musste. Ich habe zwar tatsächlich noch einen OPI, der lackiert werden muss - aber mit meinen Butter Londons bin ich auch noch nicht durch, also wurde einfach mal einer dazwischen geschoben!
Eigentlich hätte der Lack ja viel besser zu einem Freitag gepasst, dann hätte ich in Erinnerungen an die vielen tollen blauen Freitage schwelgen können - aber ich hatte so Lust, mal wieder Blau zu lackieren, dass ich nicht noch länger mit dem Lack warten wollte. "Big smoke" hat noch einen schmalen, gerade geschnittenen Pinsel, wie das eben so bei den Butter Londons früher war (ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, ob die Lacke inzwischen breite Pinsel haben - die Marke ist ja bei uns kaum noch zu bekommen). Die Konsistenz des Lacks ist noch wunderbar flüssig, sodass der Aftrag sehr angenehm von der Hand geht. Die erste Schicht ist zwar dank meiner dünnen Lackierweise noch nicht wirklich deckend, aber mit einem weiteren Anstrich hatte ich  ein solides, deckendes Ergebnis auf den Nägeln. Der Lack trocknet in vollkommen akzeptabler Zeit an und durch, ein Topcoat verleiht aber trotzdem noch eine gute Portion Glanz - wen man sich aber nur an der Farbe erfreuen will, kann man sich das durchaus auch sparen.
Ich habe mir nach dem Lackieren und kurz vor dem Knipsen dummerweise am Wasserhahn eine Macke in den Zeigefinger gehauen, die ich nicht mehr kaschiert bekommen habe - und komplett neu lackieren wollte ich dann auch nicht... Trotzdem kann man sich an dieser tollen Farbe wirklich sehr erfreuen - zumindest, wenn man Blautöne gerne mag. "Big smoke" ist tatsächlich gar nicht so einfach zuzuordnen, man kann ihn zwar eindeutig in Richtung eines dunklen Blautons stecken, allerdings ist da doch noch ein bisschen mehr dahinter und ich wäre hier bei einem schönen Petrolton. Auch wenn der Grünanteil im Lack gar nicht so übermäßig deutlich ist, ist er aus meiner Sicht eben kein klassisches, kühles Blau, sondern kann durchaus mit mehr aufwarten. Zu dem tollen dunklen Grundton kommt natürlich noch ein ganz feiner, hellerer blauer Schimmer, der "Big smoke" zu etwas Besonderem macht. Teilweise ist der Lack dadurch zwar ein wenig streifig, aber das macht bei diesem tollen Ton nicht wirklich was aus. Viel mehr ärgert mich ja diese blöde Macke am Zeigefinger...
Auch wenn "Big smoke" ja zu den Lacken gehört, die ich vollkommen ohne Reue solo tragen kann - mit dem vermackten Zeigefinger war ja klar, dass da ein Design drübermuss. Auch wenn der Datscher außer mir selbst kaum jemandem auffällt (ok, dem werten Herren, der sich mit herausragender Begeisterung meine Nägel immer frisch  nach dem Lackieren und dem Stempeln ansieht, natürlich auch!), ich kann das einfach nicht lange ab. Und so habe ich gegrübelt, was dem großen blauen Rauch denn gut stehen würde - und bin letztlich wieder bei BeautyBigbang XL-002 gelandet, die ich auch *hier* schon gezeigt hatte. Dieses Mal habe ich natürlich ein paar andere Motive gewählt und mich für eine Strandkombination entschieden. Mit essie's "No place like chrome" habe ich also auf den Ringfinger das kleine Motiv mit den Badelatschen gestampt, einen Schriftzug auf den Mittelfinger und dann noch ein paar Fußstapfen auf die anderen beiden Finger - fertig ist eine absolut strandtaugliche Mani!
Da mir das Ganze dann aber noch immer nicht ganz perfekt war, gab es noch eine Schicht mattierenden Topcoats drüber - ich bin ja bei Schimmerlacken immer sehr gespannt, wie das Ergebnis ist und ich muss sagen, dass ich mir das bei "Big smoke" definitiv hätte sparen können. (Das sind so die Dinge, für die ich ein besonderes Talent habe - hübsche Lacke mit Topcoats kaputt machen, das kann ich!) Der feine Schimmer, der sich so schön hellbläulich auf dem Petrolblau zeigt, geht nämlich mattiert ganz schön unter und der Butter London wirkt schon fast flach, platt und langweilig durch die matte Oberfläche. Er fühlt sich zwar schön samtig an, aber der Effekt, der ihn so spannend gemacht hat, geht nahezu vollständig verloren. Das ändert allerdings nichts daran, dass ich die Motive zuckersüß finde und schon das sehr dringende Bedürfnis nach Urlaub verspürt habe - das dauert allerdings doch noch einen ganzen Monat und ein paar weitere Tage...
Zur Haltbarkeit von "Big smoke" mag ich kaum etwas Negatives sagen - dass ich mir den Zeigefinger am Wasserhahn zerschranzt habe, hat nichts mit dem Lack zu tun, das wäre mir mit allen anderen Lacken auch passiert. Beim Ablackieren habe ich mich sehr gefreut, mir nicht die Nägel mit dunklem Blau einzusauen, sodass der Butter London und ich definitiv eine gemeinsame Zukunft haben!

Die Stampingplatte und das Puder wurden mir freundlicherweise von BeautyBigbang zur Verfügung gestellt, mit dem Code LENA010 gibt es dort 10% Rabatt.

Sonntag, 26. August 2018

Colors by Llarowe "Summer 2016" Shiny happy people

Hach, es ist so schön, wenn Dinge funktionieren - heute gibt es nämlich zumindest meinen letzten Beitrag zu "Wir lackieren..." diesen Monat (ich hoffe ja, dass das nächsten Monat ein bisschen besser läuft - genug Lacke hätte ich, die Frage ist nur, ob ich auch genug Zeit habe...), kombiniert mit "Gemeinsam lackiert" bei Lotte. Wie die letzten Male auch ist das heute ein Leihlack, den mir Lotte mal mitgegeben hatte und der seitdem hier auf seinen Auftritt gewartet hat.

"Shiny happy people" stammt aus der Sommerkollektion 2016 und ist somit ja tatsächlich gar nicht so alt. Ich hab' mich ja wie ein Keks gefreut, dass Lotte mir ausgerechnet den Lack mitgegeben hat, da ich ihn wirklich toll fand - ich hatte nur nicht bedacht, dass er was das Fotografieren angeht, eine wahrliche Zimtzicke ist. Aber bekanntlich ist man im Nachhinein ja immer schlauer - so war das tatsächlich auch hier.
Aber erstmal von vorne - da stand natürlich erst einmal der Auftrag und der ging durchaus angenehm und einfach von der Hand. Der Lack hat eine tolle, angenehm flüssige Konsistenz und lässt sich schön verteilen, ohne zu zerlaufen. Was die Deckkraft angeht, hatte ich zwar nach zwei Schichten schon erkennbar Farbe auf den Nägeln, allerdings schien mir an der einen oder anderen Stelle doch noch zu viel Nagelweiß durch, sodass ich noch eine dritte Schicht aufgetragen habe. Der Lack trocknet in einer angemessenen Zeit und wird vom Finish her schön eben und gleichmäßig, auch wenn ihm der letzte Glanzpunkt ganz eindeutig fehlt. Ich finde allerdings, dass "Shiny happy people" durchaus genug zu bieten hat, sodass ich auf den zusätzlichen Gloss durch einen Topcoat verzichten kann. Ein bisschen tut das dann auch was an der Wirkung, da der CbL ja recht komplex aufgestellt ist und durch mehr Glanz einfach andere Aspekte des Lacks im Vordergrund stehen.
Allein schon eine Farbbeschreibung stellt sich als gar nicht so simpel heraus - die Farbbase von "Shiny happy people" ist ganz eindeutig ein Blauton, den man gerne als Periwinkle bezeichnen kann. Ein leicht angeblasster Blauton, der auch einen guten Hauch Lila zeigt - an und für ich schon ein absolut grandioser Ton! Aber der Colors by Llarowe kommt ja nicht nur mit einem profanen Cremefinish daher, sondern wartet mit einer richtig spannenden Zusammensetzung auf: Grundsätzlich haben wir hier noch viele winzige Holopartikelchen, die einen schönen scattered Holoeffekt zur Folge haben. Dazu kommt dann noch ein feiner Schimmer, der sich von dem hier besonders gut erkennbaren Rosa über einen Kupferton bis hin zu einem hellen Grün bewegt - nur leider hat die Kamera wieder so ein kleines Problem mit der Darstellung dieses Shifts. Am ehesten erkennt man den wohl in den ersten beiden Bildern, da sich der dominanten rosane Schimmer zu den Seiten hin eher kupfrig-orange und ganz am Rand ein bisschen grünlich zeigt... Wirklich gut habe ich das aber leider nicht eingefangen gekriegt, was mich auch ein bisschen ärgert.
Vor allem fuchst mich das, da es meine Stampingidee komplett unverständlich macht - ich dachte nämlich, ich könnte den grünen Schimmer ein bisschen aufnehmen, wenn ich mit einem grünen Lack stempele... Da aber die Kamera alles außer dem grünen Schimmer zeigt, darf man sich auf diesen Bildern durchaus fragen, was zur Hölle mich zu diesem Stamping gebracht hat. Eigentlich dachte ich nämlich, dass ich voll geschickt wäre und endlich meine "Scholar 03" vom MoYou London mit den feschen Chemie-Motiven ausprobieren kann. Da der Lack ja so viele unterschiedliche Aspekte hat, fand ich das Reagenzglas ganz passend und habe es mittig auf dem Ringfinger platziert. Dazu haben dann auf die übrigen Nägel chemische Formeln, weil ich eigentlich der Ansicht war, dass die sich ein bisschen schräg ganz gut machen würden. Die Schriftzüge sind recht klein gehalten, ließen sich aber sehr gut auf den Stamper aufnehmen und dann auch auf den Nagel abgeben - allerdings ist einfach der Grünton ein bisschen zu hell... 
Während das Stamping mit bloßem Auge ziemlich gut auf dem Lack zu erkennen ist, tut sich die Kamera recht schwer damit, es ordentlich abzubilden - während man das Reagenzglas noch gut erkennen kann, dürften die Formeln sehr schwer zu entschlüsseln sein, wenn man sich nicht ganz besonders viel Mühe geben möchte. Auch eine Schicht Topcoat hat das Ganze nicht wirklich besser gemacht, zwar tritt der Schimmer dadurch ein bisschen mehr in den Hintergrund, allerdings bleibt der Kontrast zu diesem traumhaften, wässrig-lilanen Blau nicht groß genug. Das hat mich wirklich tierisch gewurmt, da ich so das Gefühl hatte, "Shiny happy people" so richtig versaut zu haben - dabei finde ich den Lack ja so toll und mag sowohl seine Grundfarbe als auch diesen feinen Schimmer und den tollen Holoeffekt sehr gern. 
Über die Haltbarkeit kann ich mich bei "Shiny happy people" mal wieder nicht beschweren - der Lack hat sich auf meinen Nägeln sehr solide gehalten und ließ sich anschließend auch einfach und ohne Schlieren oder Schmierereien entfernen. Auch hier muss ich mal wieder gestehen, dass die Lacke von CbL sich qualitativ immer wieder hochwertig zeigen und ich so langsam echt nach Ausreden suchen muss, mir keine davon zuzulegen...

Freitag, 24. August 2018

OPI "Touring America" A-taupe in the space needle

Pu, das war mal wieder eine sehr interessante Woche - eigentlich sollte sie entspannt starten, aber daraus wurde dann nichts und ich bin mal wieder ein bisschen ins Schludern gekommen mit meiner Zeitplanung. Damit ich meine OPI-Reihe aber doch noch irgendwann fertig bekomme, gibt es heute den vorletzten Lack aus meinem Repertoire - zumindest, wenn ich nicht noch einen übersehen habe. Vor dem heutigen Kandidaten habe ich mich eine ganz schön lange Zeit gedrückt, aber da das Wetter jetzt so langsam herbstlicher ist, passt er farblich auch besser...

"A-taupe in the space needle" gehört wie auch "I brake for manicures" aus der "Tourning America"-Kollektion und hat damit schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Wenn ich ganz ehrlich sein soll, weiß ich auch gar nicht mehr, wie der Lack genau zu mir gekommen ist - da gibt es so einige Möglichkeiten, aber bei diesem hier weiß ich echt nicht mehr, ob es ein Gewinnspiel, ein Bundle oder sonstiges war... Ist ja auch völlig egal, denn jetzt durfte er auf die Nägel.
Bei der ersten Schicht musste ich schon feststellen, dass "A-taupe in the space needle" leider nicht zu den Lacken gehört, die eine längere Stehzeit unbeschadet überstehen - der Lack zeigte sich nämlich ein bisschen schlierig und nicht ganz homogen. Die Konsistenz war aber noch immer schön flüssig, sodass der Auftrag an sich kein Problem war. Da die erste Schicht an manchen Stellen noch durchscheinend war, musste natürlich eine zweite Schicht her und die hat tatsächlich auch schon alles abgedeckt. Die Nagelspitzen habe ich sorgfältig ummantelt, allerdings hat sich der OPI da auch sehr unkompliziert gezeigt. Vom Finish her ist der Lack leider nicht ganz gleichmäßig abgetrocknet, sodass ich noch einen Topcoat drüberpinseln musste. Das hat dann ordentlich für Glanz gesorgt, konnte aber die leichten Schlieren im Lack nicht komplett verdecken - mit denen muss ich bei meinem Exemplar augenscheinlich leben, denn auch mit Rollen und Schütteln hat sich daran nichts geändert.
Farblich ist "A-taupe in the space needle" zumindest bei mir deutlich braunstichig, wobei er sich auf den Nägeln ein wenig dunkler und auch gräulicher zeigt als er im Fläschchen zu sein scheint. Im Gegensatz zu den ganzen knalligen Sommerlacken ist der OPI natürlich viel gedeckter, sieht aber durch das Cremefinish durchaus elegant aus. Ich bin zwar ein großer Freund von matschigen und schlammigen Tönen, aber irgendwie hat mich dieser hier noch nicht so richtig begeistert - das mag aber vielleicht daran liegen dass das Finish nicht so eben ist, sondern teils ein paar dunklere Schlieren hat. Eigentlich ist das nämlich vor allem für den Herbst ein toller Ton, mit dem sich so einiges machen lässt -  und dass der Lack kein reiner Braunton ist, zeigt sich eben auch durch die ungewünschten Pigmentausfälle. Ich bin noch nicht so richtig in Herbstlaune, darum habe ich mich ja auch so lange vor dem Lack gedrückt - als ich ihn aber auf den Nägeln hatte, fand ich ihn gar nicht mehr sooo schlimm.
Was ein passende Design angeht, war ich wirklich lange ganz schön unschlüssig - aus dem Namen lässt sich nicht so richtig was machen und ein reines Herbstdesign wolle ich nun auch nicht haben. Als erstes habe ich mir also mein Stripingtape geschnappt, und damit einen breiten Streifen in der Nagelmitte auf Ring- und Mittelfinger abgeklebt. Mit "Wild white ways" von essence habe ich mir dann einen kleinen Kontrast auf den Nagel gepinselt und festgestellt, dass da ganz eindeutig noch etwas fehlt. Da ich kürzlich noch goldene Flakes von BeautyBigbang bekommen habe, habe ich die einfach mal ausprobiert. Auf dem weißen Streifen habe ich versucht, sie ein bisschen dichter aufzubringen (das ging mit dem noch leicht feuchten Lack und einem Applikator ganz einfach), auf den beiden Nägeln, die nur taupig-braun sind, habe ich mich ein wenig zurückgehalten. Da die Flakes unregelmäßig sind und sowohl in Form als auch in Größe von feinsten Shredderteilchen bis hin zu glittergroßen, unregelmäßigen Vielecken reichen, sieht das Ergebnis natürlich recht wild aus.
Ich war mir anfangs nicht so sicher, ob dieses Gold sich auf dem graustichigen Braun so gut machen würde, finde das inzwischen aber richtig toll. Der Kontrast mit dem Weiß gefällt mir erstaunlicherweise auch sehr, da die goldenen Partikelchen dort so richtig gut zur Geltung kommen - aber auch als kleine Highlights auf dem dunkleren OPI machen sie ganz schön was her und können sich sehen lassen. Vielleicht hätte ich sie auf dem weißen Streifen auch noch ein bisschen dichter auftragen sollen, dann hätte sich auch ein etwas deutlicherer Flake-Gradient ergeben, aber das ist dann durchaus eine Idee für das nächste Mal. Auch wenn "A-taupe in the space needle" und ich einen etwas schwereren Start hatten, bin ich mit dem Endergebnis doch sehr zufrieden und fast schon milde gestimmt.
Über die Haltbarkeit des OPI kann ich mich nicht beschweren, da ich den Lack mit einem Topcoat versiegelt hatte, gab es keine unerwarteten Überraschungen. Beim Ablackieren gingen sowohl die goldenen Partikelchen als auch der Basislack vollkommen ohne Probleme runter, sodass tatsächlich nur die Einheitlichkeit der Farbe hier ein kleiner Dorn in meinem Auge ist. Ich werde wohl noch ein bisschen in mich gehen müssen, um dann zu entscheiden, was ich mit dem Lack mache.

Die goldenen Flakes wurden mir freundlicherweise von BeautyBigbang zur Verfügung gestellt, mit dem Code LENA010 gibt es dort 10% Rabatt.

Mittwoch, 22. August 2018

Pink Gellac 244 "Hawaii Orange"

Damit es hier nicht zu einseitig in Sachen Nagellack wird, gibt es heute mal wieder ein kleines Kapitel aus der Gellack-Welt, von der ich nie dachte, dass sie mich tatsächlich begeistern könnte. Nachdem mich aber "Dynamic Pink" wirklich in Punkto Haltbarkeit überzeugt hat und seitdem regelmäßig meine Zehennägel schmücken durfte, habe ich mich sehr über die Anfrage gefreut, die neue "Tropical Island"-Kollektion unter die Lupe nehmen zu dürfen.

Als ich die Lacke in der Hand hielt, wurde mir mal wieder klar, wie sehr ich doch ein Lackmädchen bin - ich schraubte die Fläschchen auf und quiekste bei so ziemlich jedem, weil ich die Farben so klasse fand... Das stellte mich auch vor das große Problem der Auswahl, denn am liebsten wären mir 14 Hände gewesen, damit ich jedes Fläschchen ordentlich lackieren kann. Aber so viele Pfoten habe ich nicht, sodass ich mich letztlich doch für einen entscheiden musste und es wurde ein richtiger Sommerknaller!
"Hawaii Orange" war der erste Lack, an den ich mich getraut habe - noch wohl wissend, dass ich beim letzten Lack ein gravierendes Problem mit dem Ablackieren hatte. Also habe ich meine grauen Zellen ein wenig angestrengt und mich an einem kleinen Experiment probiert: Als Basecoat habe ich einfach einen wasserbasierten Topcoat zum Versiegeln von Pigmenten genommen und dann erst den Pink Gellac aufgetragen und ausgehärtet. Da ich hier mal wieder sehr, sehr dünn lackiert habe (das geht mit dem Gellac ganz hervorragend, auch wenn er eine etwas dicklichere Konsistenz hat. Auch wenn man den Lack sehr intensiv am Flaschenhals abstreift, bleibt doch genug Flüssigkeit am Pinsel hängen, dass man damit noch einen Nagel lackieren kann - das hat mich auch mal wieder erstaunt, ist aber tatsächlich so. Die Nagelspitzen habe ich sorgfältig umrandet (das habe ich auch vorher mit dem Basecoat getan), sodass sich da auch gar nichts zurückziehen konnte. Die erste Schicht ausgehärtet und dann die zweite aufgetragen. Da mir das Ergebnis mit zwei Schichten nicht komplett blickdicht schien, habe ich noch eine dritte Farblack aufgetragen und dann erst einen Topcoat.
Wie leider so oft, ist "Hawaii Orange" ein Neonlack, der einem das Leben beim Fotografieren sehr schwer macht - denn er knallt einfach nicht so sehr, wie er es in Natura tut. Ich trage den Lack seit einer Woche auf den Zehennägeln und konnte mich anfangs vor Begeisterung gar nicht einkriegen - dieses Orange knallt nämlich ganz schön! Manch einer mag zwar sagen, dass das schon ein bisschen zu dolle ist - aber ehrlich, Neon kann gar nicht zu neonig sein und außerdem muss das so strahlen! Meine Kolleginnen auf der Arbeit meinten, dass der Lack sehr sommerlich aussähe und da kann ich ihnen nur zustimmen. Das Cremefinish kommt dank des Topcoats mit einem sehr schönen Glanz ganz hervorragend zur Geltung und egal ob auf den Finger- oder Fußnägeln ist der Lack definitiv ein Hingucker! Ich bin ja generell ein Orangefan und kann mich mit diesem hellen Ton sehr gut anfreunden, vor allem im Sommer und zu leicht gebräunter Haut sieht das einfach klasse aus und wenn man kleidungstechnisch ansonsten eher dezent unterwegs ist, setzt der Lack definitiv einen Farbakzent. Knallig, aber nicht zu durchgeknallt - für mich ist "Hawaii Orange" eigentlich schon Urlaubsfeeling pur.
Das schöne an diesen Gellacken ist ja, dass sie lange halten und damit sind sie auch die perfekte Basis für Nailarts - endlich kann man ohne größere Bedenken was ausprobieren und bei Fehlschlägen auch einfach nur das Design abnehmen, ohne den darunterliegenden Lack zu beschädigen! Das eröffnet unzählige Möglichkeiten, von denen ich heute mal wieder die Pigment-Variante gewählt habe. Um so richtig auf die Kacke zu hauen und den Kontrast möglichst groß zu machen (wenn schon, denn schon!), habe ich mir ein lilanes Pigment geschnappt, das ich mir bei Bornpretty aussuchen durfte. Das habe ich auf dem Mittel- und Ringfinger aufgebracht und dann mit einem normalen Topcoat um Glänzen gebracht. Im Bereich des Nagelbetts habe ich das Puder leider nicht gar so sorgfältig entfernt, sodass das Pigment über den Lack hinaus geht und schon zu weit an der Nagelhaut ist - aber das ist mir leider erst beim Fotografieren aufgefallen.
Wilde Ideen von einem weiteren Stamping auf dem Lila habe ich mir aus dem Kopf geschlagen, da das wahrscheinlich eh nicht gedeckt hätte und ich mir gar nicht sicher bin, ob das Stempeln mit einem Gellack überhaupt geht - und außerdem ist das Ergebnis so ja schon sehr ansehnlich. Der Kontrast ist hier nicht nur in der Farbe zu sehen, sondern auch im Finish: Das einfache Cremefinish von "Hawaii Orange" bekommt es mit einem schönen, feinen Chameleon zu tun, das sich in diesen Lichtverhältnissen vorwiegend lila und blau zeigt. Zwar ist das nicht wirklich ein Spiegelglanzfinish bei diesem Puder, aber das muss es ja auch nicht sein - ich mag den Farbkontrast nämlich schon so sehr gern. Orange und Lila sind ja sowieso zwei Farben, die sich hervorragend kombinieren lassen und ich finde, dass das hier mit dem Puder auch recht gut gelungen ist. Weitere Spielereien mit Gellack und Puder wird es definitiv noch öfters geben - nur ob ich mich an Pigmentstampings auf dem Lack trauen soll, habe ich noch nicht so ganz raus.
Das Kernproblem mit dem Ablackieren hat sich tatsächlich durch den wasserbasierten Basecoat erledigt - "Hawaii Orange" hält bombastisch, wenn man die Nagelspitzen ordentlich lackiert und löst sich auch nicht von selbst, wenn man im Nagelbett ordentlich arbeitet. Der Lack wirkt mehrere Tage wirklich taufrisch und lässt sich dann leicht im Wasserbad ablösen ohne den Nagel zu beschädigen, wenn man den ersten Ansatz hat. Für mich die perfekte Lösung, wenn man die Vorteile eines Gellacks (Haltbarkeit und Stabilität) nutzen, aber trotzdem die Naturnägel schonen will. Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, euch auch die übrigen Lacke der Kollektion zu zeigen!

"Hawaii Orange" wurde mir freundlicherweise von Pink Gellac zur Verfügung gestellt. Das Puder wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt. 

Montag, 20. August 2018

101 im Mai und Juni, Klappe, die Zweite

Der große Vorteil einiger freier Tage ist, dass man endlich  mal dazu kommt, sich den Projekten zu widmen, die ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nehmen - z.B. dem 101, das hier schon im Juni hätte erscheinen sollen... Ich weiß inzwischen gar nicht mehr, wie oft ich dieses Posting schon geöffnet und dann doch nicht fertig gemacht hatte und eine kurze Zeit lang habe ich auch darüber nachgedacht, das 101 zu knicken. Einfach, weil sich in den letzten Monaten so viele Dinge geändert und Prioritäten verschoben haben, dass ich gar nicht mehr so recht weiß, ob das noch "meins" ist... Auf der anderen Seite bin ich kein Freund davon, so ein Projekt aufgrund einer Laune einfach abzubrechen.

Darum gilt hier wohl mal wieder "besser spät als nie" und ich versuche, das nächste 101 halbwegs zeitnah hinterherzuschieben, weil ich genau weiß, dass ich im September fast drei Wochen unterwegs bin und da wohl kaum zum Bloggen kommen werde.

022. Nagellacke (41)

Erstaunlicherweise gab es im Mai und im Juni tatsächlich mal keinen Lackzuwachs - was natürlich keineswegs schlecht ist, da sich so zumindest langsam was an meiner immer noch ellenlangen Lackierliste tut. Nicht, dass ich nicht zig Lacke gesehen hätte, die ich hätte haben wollen, aber manchmal siegt dann doch die Vernunft und ich komme ohne Neulinge aus.

026. an Blogparaden teilnehmen (6)

Was Blogparaden angeht, waren dieses Mal nur die alten Bekannten dabei: "Wir lackieren..." wurde ganz eifrig bebloggt, es gab ein paar Postings "Gemeinsam lackiert" mit Lotte (darüber freue ich mich ja immer besonders) und einige Teilnahmen bei der #31DC2018weekly. Das reicht ehrlich gesagt auch, ich komme ja sowieso nicht großartig dazu, mir einen Lackierplan oder ähnliches zu machen... 

027. Nailarts posten (200)

https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/masura-precious-stones-emerald-sari.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/masura-precious-stones-red-planet.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/cnd-vinylux-glacial-illusion-257-winter.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/a-england-ballerina-dancing-with-nureyev.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/a-england-elizabeth-mary-crown-of.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/cnd-vinylux-glacial-illusion-258-mystic.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/a-england-rossettis-goddess-jane-morris.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/a-england-elizabeth-mary-virgin-queen.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/cnd-vinylux-glacial-illusion-260.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/butter-london-trustafarian.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/opi-love-opi-xoxo-top-package-with-beau.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-morning.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-plastix-viridian-vinyl.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/opi-designer-series-jewel.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-sheer.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-precious-royal-velvet.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-red-flare.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-down-to.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/opi-swiss-lucerne-tainly-look-marvelous.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-de.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/opi-hello-kitty-starry-eyed-for-dear.html
Die beiden Monate wurde viel gestempelt und es gibt so ein paar Designs, die ich toll finde - z.B. gleich das allererste auf dem magnetischen Masura, das ist richtig gut gelungen. Das grüne Pigmentstamping auf "Viridian vinyl" ist auch klasse, aber immerhin habe ich es auch geschafft, mal wieder ein bisschen was anderes als "nur" pures Gestempel. Auch die a englands gefallen mir mit ihren Motiven ganz hervorragend - das liegt aber gewiss auch an den tollen Lacken!

Das letzte Design der beiden Monate, das Drybrush auf dem Glitzer-OPI hat mir auch viel Spaß gemacht und sieht tatsächlich auch hübsch aus. Es bleibt einfach dabei - wenn es schnell gehen muss, greife ich am ehesten zum Stamper und packe mir schnell ein Design auf die Nägel. 


028. Topper benutzen (28)

https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/05/cnd-vinylux-glacial-illusion-258-mystic.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-morning.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-sheer.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-red-flare.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/06/orly-breathable-treatment-color-down-to.html
Ohne mich selbst loben zu wollen, habe ich tatsächlich auch daran gedacht, mal wieder ein bisschen was mit meinen Toppern zu machen - oder zumindest mit ein paar davon. Mit Glitzer kann man ja immer einiges machen, aber tatsächlich finde ich dieses Mal die feineren Topper besser.

Zwar habe ich bei dem Manhattan-Topcoat auf dem hellblauen Orly den Orangestich ein bisschen verbaselt, aber eigentlich ist dieses perlmuttige Ergebnis auch ganz fesch. Und das feine Gold auf "Sheer luck" sagt mir auch ausgesprochen zu. Auch "Down to earth" ist mit dem feinen schwarzen Stamping und dem dezenten Holoeffekt von dem essence-Topper sehr fein. Ich müsste nur manchmal einfach ein etwas glücklicheres Händchen bei der Auswahl haben...

032. Duschgels aufbrauchen (6)

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen an dieser Front - aber wenn man eben an zwei Orten Duschgel hat, dann dauert es eben ein bisschen länger, bis alles leer wird. Dieses Mal wurde es die Blaubeer-Duschcreme von Balea, die tatsächlich schlumpfblau war.

Der Duft war zwar ein bisschen künstlich, aber nicht übermäßig aufdringlich, nur die Konsistenz war mir ein bisschen zu geleeartig. Insgesamt für schlicht und ergreifend ein normales Duschgel für den Alltag, das ich sicherlich nicht übermäßig lange in Erinnerung behalten werde, das ich aber auch nicht außerordentlich schlecht fand.

034. Shampoo aufbrauchen (8)

An der Shampoo-Front ging es auch vorwärts - auch hier habe ich mein "Zweitshampoo" aufgebraucht. Das Everpure von L'Oréal hatte ich angefangen, als ich meine Haare frisch gefärbt hatte (ich bin mir nur nicht sicher, ob das nicht schon beim vorletzten Mal war...) war ziemlich kräuterig und ich weiß bis jetzt noch nicht so genau, wie ich das finde. Der Duft war auf jeden Fall außergewöhnlich, der Rosmarin (definitiv nicht mein Lieblingskraut!) kam sehr deutlich durch. Ansonsten fand ich das Shampoo auch okay - auch wenn ich keine besondere Farbpflege erkennen konnte.

041. Gesichtsmasken benutzen (48)

Sporadisch hat das ganz gut funktioniert, aber irgendwie noch nicht so richtig gut. Ich habe mich selbst dabei erwischt, dass ich mir vorgenommen hatte, mir eine Maske zu machen - und es dann entweder vergessen hatte oder keine Lust mehr hatte. Dabei habe ich ein paar tolle Masken mit Heilerde ausfindig gemacht, die meiner leicht gestressten Haut sicherlich gut täten...

044. Düfte aufbrauchen (2)

Zeichen und Wunder, Zeichen und Wunder - ich habe es geschafft, mal wieder einen Duft zu leeren! Auch wenn ich mir nahezu jeden Tag einen Sprüher gönne - bis so ein Fläschchen mal leer ist, muss man ganz schön warten. "A first day in spring" habe ich augenscheinlich seit 2013 - und mein erster Eindruck hat sich eindeutig bestätigt.

Ich mochte den Duft sehr, dieses leicht süßlich-fruchtige mit einem guten Schuss Zitrus, das ist einfach meins! Auch wenn ich diese saisonalen Einschränkungen nicht sonderlich mag, ist das tatsächlich für mich nicht der Duft gewesen, den ich im Herbst und Winter genutzt habe (da durfte dann auch mal der Schokoduft ran), sondern erst im Frühjahr wieder rausgeholt habe. Lange Zeit war das einer meiner Standard-to-go-Düfte und ich bin doch ein bisschen traurig, dass er jetzt leer ist.

052. Terminplaner auch wirklich nutzen
053. positive Dinge im Kalender festhalten

Oh je, hier gibt es tatsächlich Aufs und Abs zu berichten - im Mai ging das noch alles wunderbar, mein Kalender wurde voller und voller. Im Juni ging das eine Zeit lang auch noch sehr gut und gegen Ende des Monats hat das dann irgendwie auf einmal aufgehört... Wieso, kann ich gar nicht so recht sagen, da dann der große Stress eigentlich vorbei war - aber der Kalender wurde dadurch eher leerer als voller.

055. auf der Arbeit um ein Auslandsprojekt bemühen
056. die nächste Stelle ins Auge fassen

Tja, diese beiden Dinge hängen inzwischen sehr eng miteinander zusammen - wenn das eine nicht klappt, dann kommt das andere ein bisschen schneller. Dumm ist nur, dass ich bisher noch keine Rückmeldung bekommen habe, was irgendwelche Planung auch drastisch erschwert... Eigentlich war der Plan ja, dass ich so bis 2020 hier in Köln bleibe, aber vielleicht ändert sich das jetzt auch noch.

064. Sport machen (85)

Im Mai lief das mit dem Sport recht gut, wir waren regelmäßig beim Laufen (auch wenn das nicht wirklich Spaß gemacht hat, haben wir uns tapfer durchgerungen) und im Juni war ich einfach zu viel unterwegs. Wenn man zweieinhalb Wochen unterwegs ist, ist das mit dem Sport unter der Woche recht schwierig, und irgendwie waren wir dann raus aus dem Rhythmus. Der Juni war also komplett sportbefreit, was unsere Planung angeht und das war tatsächlich ziemlich ärgerlich.

072. Städtereisen unternehmen

Ich weiß, dass es nicht so richtig zählt, aber ich war im Juni eine Woche zum Arbeiten in Erfurt und muss sagen, dass ich die Stadt sehr nett fand. Natürlich sind wir auch ein bisschen rumgekommen und haben uns das Städtchen ein wenig angesehen, was mich tatsächlich zum Grübeln gebracht hat, ob wir nicht einfach mal ein paar Tage nach Erfurt fahren sollen - da gibt's grandioses Eis und ein paar nette Fleckchen. Ich war zwar auch eine Woche in Düsseldorf und ein paar Tage in Bonn - aber das war nur rein dienstlich...

079. einen Tag ohne Verpflichtungen vertrödeln (25)

Das war tatsächlich gar nicht so einfach zu bewerkstelligen, weil in der Zeit so einiges anstand - aber wo ein Wille ist, ist auch Platz fürs Faulsein *hüstelchen*. Es hätte zwar durchaus mehr sein können, aber nachdem ich gefühlt nur unterwegs war, musste auch einfach mal eine kleine Pause sein!

080. mit Oma telefonieren (21)

098. Fisch essen (25)

In diesen beiden Monaten waren irgendwie Fischstäbchen das Maß aller Dinge - zwei Mal gab's die, da ich momentan absolut keine Lust auf Lachs habe. Aber nachdem ich in Kokos panierte Fischstäbchen gefunden habe, die definitiv leckerer sind als normale Fischstäbchen, ist das auch gar nicht so tragisch, denn in diese Dinger könnte ich mich reinlegen.

100. Obst essen (60)

Zu Hause ist der Smoothie-Tag ja fest eingeplant, aber dieses Mal war ich auch brav, als ich unterwegs war: Da gab's dann nämlich auch mal Obst zum Frühstück oder einen Obstsalat zum Mittag (auch wenn die Erdbeeren wenig erdbeerig geschmeckt haben). Daheim haben wir uns auch mal Himbeeren gegönnt, die dann nicht in den Smoothie, sondern direkt in den Mund gewandert sind - die Obstfraktion ist also ziemlich zufrieden!

Tja, wenn ich mir die beiden Monate mal so anschaue, gab es da so einige Höhen, aber eben auch die eine oder andere Tiefe - so ist das aber eben. Allerdings ist mir im Juni aufgefallen, wie schnell das Jahr schon wieder vorbei geht und dass Weihnachten (im übertragenen Sinne) ja schon fast vor der Türe steht. Allerdings gibt es natürlich noch ein paar Dinge, die in den letzten Monaten des Jahres noch anstehen und auf die ich auch sehr gespannt bin!

Sonntag, 19. August 2018

Colors by Llarowe "Time to chill" Island escape

Heute funktioniert das alles mal wieder pünktlich und es gibt "Wir lackieren..."  wieder kombiniert mit ein "Gemeinsam lackiert" bei Lotte. Es gibt erneut einen Lack, der vor mehr als nur ein paar Tagen auf meinen Nägeln zu sehen war - aber so ist das manchmal, weder Lotte noch ich hatten gedacht, dass es so lange dauern könnte, bis wir "ein paar" Lacke gemeinsam lackiert zeigen können und irgendwie kam dann ständig etwas dazwischen...

Für heute ist "Island escape" aus der "Time to chill"-Kollektion von Colors by Llarowe dran und der Lack passt auch vom Namen her wie die Faust aufs Auge: Nur zu gerne wäre ich jetzt irgendwo auf einer schönen Insel und wäre dem ganzen Krams hier im Alltag entflohen... Aber das dauert (zumindest bei mir) noch ein paar Wochen, sodass ich mich erstmal einfach mit dem Lack begnüge und der guten Laune, die dieser Knaller macht.
Der Auftrag war hier mal wieder sehr angenehm, die Konsistenz des Lacks war nicht zu flüssig und ließ sich gut auf dem Nagel verteilen, ohne großartig zu verlaufen. Was die Deckkraft angeht, musste ich mal wieder ein bisschen mehr lackieren - nach zwei Schichten konnte ich den Übergang zu meinem Nagelweiß noch recht gut erkennen, also gab es eine dritte Schicht. Dank der recht kurzen Trockenzeit war das aber kein Problem, wobei ich auch auf diesen Bildern noch sagen muss, dass man durchaus noch ein bisschen das Nagelweiß durchscheinen sieht; das fällt allerdings auch nur demjenigen auf, der wirklich aktiv danach sucht, also passt das schon. Sehr angenehm fand ich auch, dass "Island escape" schön gleichmäßig, eben und vor allem glänzend abtrocknet, sodass ich mir den Topcoat sparen konnte (wer natürlich ganz besonders viel Gloss möchte, kann sich gerne noch mehr Glanz verschaffen). Unter diesen Umständen kann ich dann auch mit einer dritten Schicht leben, vor allem, wenn sie mir so ein tolles und knalliges Ergebnis auf den Nägeln verschafft.
Farblich ist "Island escape" wirklich leicht zu beschreiben, wir sind hier nämlich bei einem traumhaft quietschigen, hellen Neongrün, das noch mit einem feinen scattered Holoschimmer aufwartet. Ohne direkten Lichteinfall zeigt sich dieser zarte Schimmer silbrig und liegt wie ein feiner Schleier auf dem intensiven Hellgrün - aber kaum kommt er mit Sonnenstrahlen (oder natürlich irgendeinem anderen Licht) in Berührung, funkeln die winzigen Partikelchen in allen Regenbogenfarben und lassen es überall auf dem Nagel blitzen. Das angemessen mit der Kamera einzufangen war gar nicht so leicht und ich muss gestehen, dass mir das nicht abschließend geglückt ist - ich würde den Holoeffekt nämlich als deutlich präsenter beschreiben, als er hier abgebildet ist. Der Neonlack an sich knallt ja schon ganz ordentlich, aber der Holoeffekt setzt dem Ganzen doch noch die Krone auf und hier ist der Effekt auf den Nägeln tatsächlich mal präsenter als im Fläschchen, dort zeigt sich nämlich eher ein feines Funkeln, das nicht so sehr strahlt wie auf den Nägeln.
Für mich wäre der Lack ja alleine schon aufgrund der Farbe der absolute Knaller gewesen und ich hätte hier auch mit einem einfachen Cremefinish leben können, aber durch den Holo hat mir "Island escape" das Leben noch ein bisschen schwerer gemacht, was ein passendes Design angeht. Ich wollte nichts auf den Lack packen, das ihn komplett unterbuttert, aber ganz zart und fein konnte es auch nicht werden. Farblich stehe ich bei Neonlacken immer vor der Frage, ob ich einen krassen Kontrast haben möchte oder doch lieber innerhalb der Farbfamilie bleibe und hier habe ich mich für einen nicht zu großen Farbunterschied entschieden und mir "Saint George" von a england geschnappt. Der ist zwar deutlich dunkler als der CbL, allerdings auch ein Grünton und ebenfalls mit einem zarten Holoeffekt. Beim Durchsehen meiner Platten bin ich dann bei der BundleMonster XL 13 hängengeblieben, die ein nettes Blätterdesign beinhaltet. Das ist jetzt nicht wirklich Urlaub und Insel, hat mir aber gut gefallen.
Auf Ring- und Mittelfinger gestempelt, lässt das Motiv auch dem Basislack noch genug Raum, sogar zwischen den einzelnen Blätterrippen funkelt "Island escape" noch durch. Ich würde ja sagen, dass durch das Stamping eher die rötlich-orangenen Partikelchen im CbL durchkommen, während der heilige Georg in seinem dunklen Grünblau eher bläulichen Schimmer zeigt. Mag aber auch sein, dass ich mir das einbilde, weil ich die Kombination durchaus gelungen finde. Auf einen Topcoat habe ich auch bei dem Stamping verzichtet, da es sich nicht übermäßig vom Basislack abhebt und auch keineswegs stumpf geworden ist. Bestimmt hätte man diesen hübschen Insel-Sommerlack noch besser in Szene setzen können, aber bei so einem Knaller kann es ja auch mal ganz schlicht sein, das schmeichelt ihm ja auch genug.
Ohne Topcoat ist das mit der Haltbarkeit natürlich immer so eine Sache - natürlich sind dann die Nagelspitzen ein wenig anfälliger und er Lack zeigt eher Tipwear. Allerdings war das auch nicht übermäßig schnell der Fall, sodass ich mal wieder sagen muss, dass mich die Colors by Llarowe-Lacke wirklich überzeugen und begeistern...