Freitag, 27. Juli 2018

Takko Lacquer "Maneater"

Bevor mir der Monat schon wieder wegläuft, möchte ich natürlich noch meine letzten beiden Leihlacke von Lotte zu "Wir lackieren..."zeigen - schließlich habe ich diese Schätzchen nicht umsonst quer durchs Land gefahren. Mal ganz davon abgesehen, dass sie es mehr als verdient haben, hier gezeigt zu werden, hatte ich auch sehr viel Freude daran, sie zu tragen. Und wenn sie schon lackiert und fotografiert sind, sollten sie erst recht verbloggt werden.

"Maneater" ist natürlich schonmal ein Lack, der vom Namen her grandios klingt und bei dem ich ja sofort an den Song denken muss. Als mir Lotte den Lack mitgegeben hat, wusste ich schon vom ersten Blick, dass ich ihn absolut toll finden würde, denn im Fläschchen strahlten mich seine Effekte nur so an und ich war schnell ganz verliebt.
Der Auftrag ging hier erneut unproblematisch von der Hand, auch "Maneater" kommt mit einer sehr schönen, angenehm flüssigen Konsistenz daher und lässt sich mit dem Pinsel gut auf den Nagel bringen. Eine Schicht war mir noch ein bisschen zu durchscheinend, also habe ich eine zweite lackiert, die dann mein Nagelweiß schön abgedeckt hat. Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm kurz, sodass ein Topcoat hier nicht nötig ist. Da sich der Takko Lacquer auch schön ausgleicht und ebenmäßig abtrocknet, braucht es auch dafür keine zusätzliche Hilfe. Nur, wenn man noch ein bisschen mehr Glanz haben will, sollte man noch eine Schicht drüberpinseln, denn in Hochglanz kommt der kleine Menschenfresser nicht wirklich daher. Allerdings muss ich auch sagen, dass er den gar nicht nötig hat, denn in dem Lack ist schon genug los, das sich nach vorne drängelt...
Was die Farbbeschreibung angeht, gibt es bei "Maneater" eine einfache und eine komplizierte Variante. Die einfache zeigt sich im Sonnenschein, da ist der Lack nämlich von der Grundfarbe her ein dunkler Lilaton, dem ich schon fast eine Prise Aubergine zuschreiben würde. Das Spannende ist aber nicht nur die Basisfarbe, sondern zudem auch der feine Holeffekt, der sich im richtigen Winkel auch als lineares V zeigt, und sich überall auf dem Nagel ausbreitet. Wenn man wollte, könnte man also von deinem dunkellilanen Lack mit feinem Holoschimmer sprechen - aber dann käme einem die Vielfalt des Takko Lacquer im normalen Tageslicht ohne direkten Lichteinfall in die Quere. Dann zeigt sich nämlich, wie auf dem folgenden Bild erkennbar, dass in dieser Farbbasis noch sehr viel mehr steckt! Das vermeintlich einfach Lila changiert nämlich tatsächlich auch bis in ein Rotbraun hinein und zu einem goldenen Olivgrün hinüber, wenn man es denn lässt. Natürlich zeigt sich der Holoeffekt dann nicht mehr so präsent und teils nur als silbriger Schleier, aber auch der steht dem Lack hervorragend.
Gerade bei solchen Lacken, die schon für sich ein wahres Farbspiel im Angebot haben, ist es natürlich nicht leicht, ein angemessenes Stamping zu finden. Ich habe fröhlich vor mich hingegrübelt, welche Akzentfarbe denn passend wäre und habe mich dann für das geringste Risiko entschieden - "Penny talk" von essie. Der helle Kupferton passt sowohl zu einem auberginigen Lilaton als auch zu einem rötlichen Braun und kann sich sogar mit dem Gold oder Olivgrün sehen lassen. Das metallische Finish des Lacks bildet einen Kontrast zum Holoschimmer und kann sich dennoch in der Strahlkraft mit dem Basislack messen. Als Design habe ich mich für die Farbflecken von der MoYou Princess 09 entschieden, die ich auf Ring- und Mittelfinger gestempelt habe. Als kleiner Kontrast, der dem "Maneater" noch genug Raum lässt, um seine Besonderheiten zu zeigen, finde ich das durchaus gelungen.
Tatsächlich habe ich noch überlegt, den Lack zu mattieren, war mir dann aber nicht sicher, ob das nicht große Teile des Effekts schlucken würde. Umso größere Freue hatte ich dann bei dem Versuch, den Lack von seinen ganz unterschiedlichen Seiten einzufangen - gerade bei untergehender Sonne war das gar nicht mehr so einfach, aber auch das letzte Bild zeigt den gleichen Takko und nicht etwa ein braunes Geschwisterchen mit einem ebenso tollen Holoeffekt (wobei ich gestehen muss, dass ich nicht weiß, ob es nicht genau so einen Lack noch zusätzlich gibt...). Mit "Maneater" kann man wirklich in allen Lichtverhältnissen seinen Spaß haben und sich entweder am funkelnden Regenbogen oder an der Farbvarianz in der Lackbasis erfreuen - ein Schmuckstück sondersgleichen!
Über die Haltbarkeit kann ich mich hier nicht beschweren, obwohl ich den Takko Lacquer ohne Topcoat getragen habe. Zwar sind die Tips dadurch ein wenig angreifbarer, aber trotzdem ergibt sich daraus eine durchschnittliche Haltbarkeit. Qualitativ sind die Lacke definitiv überzeugend und machen auch von den Farben und Effekten her viel Spaß. Das Ablackieren war im Nu getan, sodass es hier wahrlich keinen Grund zur Beschwere gibt - nur ein bisschen Wehmut, dass ich den "Maneater" bald wieder abgeben muss...

Kommentare:

  1. Soooooo wundervoll! :) Ich bin absolut verliebt in das Teil und auch das Kupfer Stamping passt ziemlich gut dazu. Du kriegst dafür dann im Tausch wieder andere Lacke zum Tragen. ^^

    LG Lotte

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  2. haha :D ich hatte beim lesen direkt auch nen Ohrwurm. Richtig schöner Lack!

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