Freitag, 6. Juli 2018

Sally Hansen "Sugar coat" 250 Spare-a-mint?

Zum Ende einer turbulenten Woche schaffe ich es doch noch, meinen Rechner mal anzumachen - obwohl hier traumhaftes Wetter ist, habe ich bis auf den gestrigen Abend wirklich wenig davon gehabt, viel zu sehr hat mich Chaos auf der Arbeit eingenommen. Momentan fließt die Zeit extrem an mir vorbei und das mag ich so ganz und gar nicht, kann mir aber momentan nicht so recht helfen...

Natürlich werden dennoch die Nägel lackiert, ich komme nur weder so richtig zum fotografieren, noch dazu, mich mit meinem Blog zu befassen. Heute kann ich euch aber endlich meinen letzten unlackierten Lack von Sally Hansen zu "Wir lackieren..." zeigen - und ich will lieber gar nicht darüber nachdenken, wie lange der auf seinen Auftritt warten musste!
Man mag natürlich von Strukturlacken halten, was man möchte und ihre große Hochphase ist sicherlich vorbei - ich mag die Dinger aber trotzdem gerne! Und ich glaube, "Spare-a-mint?" musste nur so lange im Schrank stehen, weil ich tierischen Bammel davor hatte, dass der Lack abfärbt... Der Lack hat noch einen geraden, recht schmalen Pinsel, das tut dem Auftrag allerdings keinen Abbruch. Die flüssige Konsistenz lässt sich schön auf dem Nagel verteilen und bringt auch schon in einer Schicht einen intensiven Farbton auf den Nagel. Wie bei solchen Lacken üblich, ist die Trockenzeit eher kurz und man kann dem Lack beim Abtrocknen hervorragend zusehen, wie sich die einzelnen Partikelchen aus der Farbe herauskristallisieren. An und für sich ist eine Schicht schon ausreichend, um das Nagelweiß abzudecken - aber mit zweien ist das Finish aus meiner Sicht ein bisschen schöner. Natürlich gibt es den Lack hier ohne Topcoat, ansonsten hätte ich ja dieses tolle raue Ergebnis versaut!
Farblich ist "Spare-a-mint?" nicht ganz in dem Bereich, den der Name vermuten lässt - wirklich mintfarben ist das nämlich nicht. Ich bin hier eher bei einem grünstichigen Türkiston von durchaus ordentlicher Intensität, man könnte ihm schon fast eine gewisse Knalligkeit zusprechen. Auf jeden Fall ist das eine dieser schönen Mischungen aus Blau und Grün, die ich sehr gerne mag und aufgrund ihrer eindeutigen Uneindeutigkeit sehr zu schätzen weiß. Ein sehr schöner Ton für den Sommer, durchaus ein bisschen auffällig, aber nicht zu krass schreien, sodass man damit überall gut durch kommt. Das raue Finish finde ich mal wieder grandios - die Lacke von Sally Hansen waren es ja auch, die meine großen Liebe zu diesen Sand-, Zucker- und wie auch immer man sie sonst nennen mag-Finishes geweckt haben. In zwei Schichten ist der Lack ein bisschen grober, mit einer findet man da doch ein sehr feines Sprenkelmuster, das mir aber eben zu sanft ist. Dieses deutlich angeraute putzähnliche Ergebnis sagt mir dafür extrem zu und ist auch haptisch eine tolle Abwechslung.
Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich für ein Design nicht doch noch diverse Schichten Topcoat auf den Lack pinseln möchte - habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Stattdessen habe ich mir ein Schwämmchen und meinen goldenen Crackle-Topcoat von Catrice geschnappt und den auf Ring- und Mittelfinger aufgetupft. Von einem wirklichen gecrackelten Finish ist da zwar dann gar nichts mehr zu erkennen, aber ich finde den kühlen Goldeinschlag auf dem Sugarcoat doch ganz fesch. Die Grundfarbe von "Spare-a-mint?" wird durch das Gold deutlich abgesoftet und bekommt noch einen feinen, schimmrigen Hauch dazu, den ich sehr spannend finde - als Solist glänzt es tatsächlich unter dem Geschrubbele noch ein bisschen. Ich hatte zwar gehofft, dass sich vielleicht ein spannendes Finish mit leichtem Crackle ergibt, aber dafür habe ich wohl nicht genug von dem Topcoat auf das Türkis gepackt. Ich fand die Mani so schon ganz süß, aber eben noch nicht wirklich herausragend, also habe ich mich noch für ein Stamping entschlossen - und damit alles ein bisschen versaut.
Auf der Holy Shapes 05 gibt es nämlich dieses fesche Dreiecksmuster, das aus einem ausgefüllten Dreieck und zwei dreieckigen Linien besteht - Halfmoon ohne Monde sozusagen. Allerdings habe ich es nicht geschafft, das Motiv mittig auf meinen Ringfinger zu bekommen, darum habe ich versucht, den Nagel einfach komplett mit den dreieckigen Linien zu versehen, das war aber auch nur von mäßigem Erfolg gekrönt - vor allem an der rechten Seite ist dann doch so einiges etwas schief geworden. Bei den anderen Nägeln habe ich es dann bei der einfachen Variante am Nagelbett belassen und mag tatsächlich den Effekt eines Stampings auf dem Strukturlack sehr gerne, auch wenn ich dieses Mal ziemlich unsauber gearbeitet habe. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Stampinglack und der Grundfarbe des Sally Hansen ist vollkommen ausreichend und wenn man nicht gar so genau hinschaut, sieht die ganze Geschichte auch ganz okay aus. 
An den Nagelspitzen ist der Strukturlack logischerweise ein bisschen anfällig, sodass ich mir nach zwei Tagen tatsächlich ein paar Eckchen abgehauen hatte - aber das lässt sich immer schön korrigieren bei diesen Lacken. Aufgrund der schnellen Trocknungszeit ist das ein perfekter to-go-Lack, der lediglich beim Ablackieren ein bisschen nervig ist, weil die kleinen Partikelchen sich auch ein wenig in den Nagelhäuten festsetzen. Aber immerhin färbt da nichts ab!

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