Mittwoch, 30. Mai 2018

Butter London "Trustafarian"

Der Monat hat noch einen Mittwoch im Angebot, den ich mit einem Lack füllen kann - und eigentlich wollte ich mich ja mal (vor inzwischen doch schon geraumer Zeit) durch meine Butter Londons lackieren... Ich habe nicht mehr so viele Lacke der Marke unlackiert hier stehen, aber im Juni werde ich wohl kaum dazu kommen, einen auf die Nägel zu bringen, da ich da für "Wir lackieren..." doch eine lange Reihe an OPIs und Orlys habe.

Heute darf es aber "Trustafarian" sein, definitiv einer der Butter Londons, die mal wieder etwas Besonderes haben. Obwohl die Marke auch so einige wenig spannende Lacke hat, gibt es immer wieder so ein paar richtige Knaller und ich finde, dieser Lack gehört definitiv dazu. Ich weiß gar nicht mehr so recht, ob ich den Lack damals bestellt oder bei Douglas im Ausverkauf mitgenommen habe...
Der Auftrag des Lacks ging erstaunlich leicht von der Hand - dass die Konsistenz klasse ist, bin ich ja von den Lacken der Marke gewohnt, mit dem dünnen Pinsel kappte auch der Auftrag gut, ich hatte allerdings doch befürchtet, dass "Trustafarian" von der Deckkraft her nicht so optimal sein würde. Im Fläschchen wirkte der Lck schon eher durchscheinend, das hat sich auf den Nägeln aber dankenswerterweise gar nicht bestätigt. Nach zwei Schichten war das nämlich alles schon deckend! Die erste Schicht brachte tatsächlich schon ganz gut Farbe auf die Nägel, die zweite hat das alles abgerundet und tatsächlich blickdicht gemacht. An den Nagelspitzen muss man zwar ein bisschen aufpassen, um alles ordentlich zu ummanteln, damit sich der Lack nicht zu schnell abnutzt und das Nagelweiß wieder zum Vorschein kommen lässt, aber ansonsten ist "Trustafarian" sehr unkompliziert.
Farblich würde ich den Lack im Bereich von Lindgrün einordnen, einem hellen, an und für sich eher kühleren Grünton, der allerdings durch die Holopartikelchen und vor allem einen feinen goldenen Schimmer in manchen Lichterhältnissen doch wieder ein bisschen Wärme abbekommt. Vor allem ohne Sonnenschein zeigt sich dieser goldene Unterton sehr schön und verleiht dem Lack zusätzlich zu dem silbrigen Schleier, den er durch die Holopigmente ohne Lichteinfall zeigt, einen sehr schönen, leicht olivfarbenen Anstrich. Die Farbe ist vielleicht nicht außergewöhnlich, aber zumindest in meiner Sammlung nicht wirklich präsent, sodass ich den Butter London auch mit dem zarteren Holoeffekt wirklich sehr fesch finde. Allerdings muss ich gestehen, dass er mir nicht so richtig steht - dieser Grünton lässt nämlich meine Haut ganz schön rötlich erscheinen und das beißt sich dann doch ein kleines bisschen... Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob der Holoeffekt früher deutlicher war, aber ich habe auf meinen Nägeln keinen linearen Effekt hinbekommen, so wie man ihn in dem einen oder anderen Blogpost schon erkennen kann.
So ein hübsches Lindgrün passt ja herrlich in den Frühling und an und für sich kann man sich an dem Lack auch so erfreuen, wie er ist - im Sonnenschein funkelt es nämlich ganz toll und auch im Schatten hat der Lack seinen Charme. Allerdings wollte ich natürlich auch ein kleines Design auf den Butter London packen und habe mal wieder meine Stampingplatten durchforstet, um etwas Passendes zu finden. Bei der Tropical 20 von MoYou bin ich hängengeblieben und habe beschlossen, dass es Federn sein sollen, die dieses Lindgrün verschönern. Als Stempellack habe ich #monsieurjetaime von Il était un vernis gewählt, weil ich eigentlich dachte, dass ein Holostamping auf der Holobasis sicherlich hübsch aussehen würde. Der Kontrast zwischen dem dunklen Türkis und dem hellen Grünton ist zwar nicht riesig, ich hatte aber eigentlich gehofft, dass es reicht. Die Realität hat mich dann, zumindest im Sonnenschein, eines Besseren belehrt - so richtig gut kann man die Federn da nämlich nicht erkennen, da beide Lacke zu sehr funkeln und das Licht reflektieren. Es ist zwar nicht so, dass sich hier die Holoflammen battlen, aber irgendwie ist da trotzdem ein bisschen zu viel los, um die Pfauenfedern deutlich erkennbar werden zu lassen.
Ohne direkten Lichteinfall geht das schon deutlich besser und die Federn zeigen sich auch mit ihren Feinheiten - allerdings schlägt da die Effektkeule dann wieder zu und lässt sämtliche Anflüge von regenbogenbuntem Gefunkel verschwinden... Ein bisschen schade, aber immerhin mal wieder was dazugelernt - beim nächsten Mal werde ich wohl wieder auf den Finish-Kontrast setzen und einen hololastigen Basislack eher mit einem cremigen Stamping versehen (ist ja nicht so, dass ich nicht genügen Cremelacke in Türkis als Alternativen gehabt hätte, aber irgendwie hatte mich der Il était un vernis so angelacht...). Auf jeden Fall muss ich auch die Tropical 20 noch öfters nutzen, diese schönen Federmotive passen doch hervorragend in die Sommerzeit und vielleicht kriege ich auch mal ein richtig buntes und tropisches Stamping (oder gar eine ganze Mani!) hin. Auf dem letzten Bild ist über dem Stamping noch eine Schicht Topcoat, allerdings möchte ich dem die Schuld für das verschluckte Gefunkel keineswegs in die Schuhe schieben.
Zur Haltbarkeit muss ich sagen, dass der Lack an den Nagelspitzen doch ein bisschen empfindlich ist und sich dort das Nagelweiß recht zügig zeigt - allerdings ist er weit entfernt von der Brüchigkeit der frühen Holos. Durch den eher zarten Ton und die feine Konsistenz des Lacks ist das Ablackieren auch absolut kein Problem, sodass ich in Summe doch positiv auf "Trustafarian" schaue - zum Stempeln taugt er glaube ich nicht, aber behalten möchte ich den Lack auf jeden Fall.

1 Kommentar:

  1. Der ist ja doch ganz hübsch. Trustafarian ist mir schon so oft begegnet und irgendwie war er nie spannend genug für mich, aber so gefällt er mir dann doch. :D

    LG Lotte

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