Mittwoch, 23. Mai 2018

a england "Rossetti's goddess" Jane Morris

"Nichts ist so beständig wie der Wandel", heißt es ja so schön und ich muss mal ganz deutlich sagen: Diese beständige Unbeständigkeit hat mich in den letzten zehn Tagen ganz schön aus der Bahn gebracht. An und für sich hatte ich vier Postings geplant, allerdings hatte ich partout keine Zeit, mich auch nur um eines zu kümmern - bzw. hatte ich keine Nerven mehr, als ich dann mal Zeit gehabt hätte (wobei es auch nicht sinnvoll ist, irgendetwas zu tippen, wenn einem die Augen zufallen...). Sei es auf der Arbeit, wo mal wieder Dinge im Chaos versunken sind, sich am gleichen Tag drei Mal geändert haben und alles länger gedauert hat, oder im Privaten, wo auch so einiges drunter und drüber ging...

Trotzdem habe ich mir natürlich die Pfötchen lackiert und auch entsprechend dokumentiert, aber die Zeit, das Ganze in den Äther zu bringen, gab es nicht. Da ist es durchaus angenehm, dass ich für diesen Monat "Wir lackieren..." gar nicht so viele Lacke habe, die es noch zu zeigen gilt. Dafür sind sie aber umso schöner, denn es handelt sich um die Schätzchen von a england.
Heute darf es also "Jane Morris" sein, die der "Rossetti's goddess"-Kollektion entstammt und wenn ich das auf der Website von a england richtig sehe, gar nicht mehr verfügbar ist. Ich tumbes Kind hatte absolut keine Ahnung, wer Jane Morris oder gar Rossetti sein sollten, also habe ich meinen Freund mit dem G vornedran befragt und bin bei den Prärafaelliten gelandet - kein Wunder, dass das bei mir ein weißer Fleck ist, bin ich künstlerisch doch nur mäßig gebildet und schon gar nicht begabt... Es soll ja nun aber auch um den Lack gehen und was soll ich da anderes tun als schwärmen? Die Konsistenz des Lacks ist toll, der Pinsel zwar schmal, aber perfekt geeignet, um den Lack zu verteilen und auch an der Deckkraft gibt es nichts zu meckern. Wer ein wenig dicker lackiert, kommt mit einer Schicht aus, wer ebene Nägel hat ebenfalls - ich habe zu einer zweiten dünnen gegriffen, die ratzfatz an- und durchgetrocknet ist und bin mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Wer ein wenig mehr Glanz braucht, kann auf einen Topcoat zurückgreifen, aus meiner Sicht ist das aber nicht notwendig.
Farblich ist "Jane Morris" recht eindeutig im Bereich eines dunklen Grautons, also bei einem tollen Anthrazit, das mit einem hübschen scattered Holoeffekt aufwarten kann. Die liebe Sonne hat sich tatsächlich auch zeitweilig die Ehre gegeben, als ich den Lack auf den Nägeln hatte - allerdings war das Fotografieren hier auch eher ein Glücksspiel, da ich nur sekundenweise Sonne hatte und mich ansonsten mit einem halben Schattenspiel zufrieden geben musste (ja, so ganz optimal ist meine Wohnung halt doch nicht gelegen, wenn es um Sonnenbilder geht). Da zeigt sich allerdings das feine Farbspiel auf dem a england und es ist eine Freude, dem Farbverlauf zuzusehen. Klar, das ist kein Holo, der einem sofort ins Gesicht springt, aber doch ein tolles Finish für diesen Anthrazitton. Generell mag ich ja dunkles Grau sehr gern und bin da auch für Cremefinishes zu haben, aber gegehn so ein farbliches Highlight habe ich absolut nichts einzuwenden. Ohne Sonnenlicht zeigt sich das Holofarbspiel nur sehr zögerlich, weitgehend wirkt "Jane Morris" da wie ein schimmernder Grauton, der mit einer sehr zarten Oberfläche aufwarten kann.
Im Fläschchen und teilweise auch auf den Nägeln lässt sich zu dem Holoeffekt noch ein feiner, bläulicher Schimmer entdecken - zumindest ist er im Sonnenschein bläulich, ohne direkten Lichteinfall ist der Schimmer tatsächlich lila. Er ist nicht flächendeckend auf dem Nagel zu erkennen, sondern immer mal wieder in bestimmten Winkeln, allerdings habe ich es nicht geschafft, ihn wirklich präsent abzulichten. Das ist mal wieder ein Fall von "die Natur kann es doch besser als die Technik" und das menschliche Auge sieht mehr als die Kameralinse... Dieser feine Schimmer gab eigentlich den Anlass dafür, dass ich ein lilanes Stamping auf "Jane Morris" packen wollte. Allerdings bin ich dann sonnenbedingt zu Blau geschwenkt und habe mir "Chill out" von MoYou geschnappt. Was das Motiv angeht, habe ich einfach beschlossen, eine meiner ungenutzten Platten zu entjungfern und bin bei der Mexico 06 von MoYou hängengeblieben. Die Platte hat lauter tolle Motive, ich hatte nur so meine Probleme, mich zu entscheiden. Letztlich habe ich nach kompatiblen Mustern gesucht und bin bei dieser Variante gelandet:
Auf dem Ringfinger ist eine Kombination aus etwas, das mich zumindest an eine Pflanze erinnert - oder eher mehrere davon - und einem Pünktchen-in-Quadrat-Motiv. Fand ich ganz fesch und schnieke, darum ist es das geworden. Netterweise hat die Platte noch ein Fullcover für die quadratumrandeten Punkte, die sind dann auf den restlichen Nägeln gelandet. Aufgrund der Wölbung meiner Nägel ist das mal wieder nicht gar so gerade gelungen und auf dem Zeigefingernagel habe ich schlicht und ergreifend gepatzt und das Motiv schräg aufgesetzt, sodass ich im unteren Bereich noch etwas anstempeln musste... Ansonsten hatte leider die Sonne keine Lust mehr, sich zu zeigen - zu gerne hätte ich den Kontrast zwischen dem cremigen Stampinglack und diesem zarten Holoeffekt auch in voller Pracht gesehen. Unter der Tageslichtlampe zeigt sich leider nur das feine Geschimmer von "Jane Morris". Auch wenn der a england so seine Highlights nicht zeigen kann, finde ich die Kombination aus Anthrazit und Blau sehr gelungen und mag die Mani - und die Mexico-Platte!
Das Stamping habe ich mit einer Schicht Topcoat versehen, was sich auch bei der Haltbarkeit positiv bemerkbar gemacht hat, wobei "Jane Morris" schon so wirklich gut gehalten hat. Ablackieren ließ sich der Lack auch problemlos und ich bin schon wieder ein bisschen traurig, dass ich ihn bald Lotte wieder zurückgeben muss...

1 Kommentar:

  1. Wunderbar! :) Ach, ich mag die A- England Lacke an dir so gern!!! Und das Stamping ist auch richtig schön darüber.

    LG Lotte

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