Mittwoch, 30. Mai 2018

Butter London "Trustafarian"

Der Monat hat noch einen Mittwoch im Angebot, den ich mit einem Lack füllen kann - und eigentlich wollte ich mich ja mal (vor inzwischen doch schon geraumer Zeit) durch meine Butter Londons lackieren... Ich habe nicht mehr so viele Lacke der Marke unlackiert hier stehen, aber im Juni werde ich wohl kaum dazu kommen, einen auf die Nägel zu bringen, da ich da für "Wir lackieren..." doch eine lange Reihe an OPIs und Orlys habe.

Heute darf es aber "Trustafarian" sein, definitiv einer der Butter Londons, die mal wieder etwas Besonderes haben. Obwohl die Marke auch so einige wenig spannende Lacke hat, gibt es immer wieder so ein paar richtige Knaller und ich finde, dieser Lack gehört definitiv dazu. Ich weiß gar nicht mehr so recht, ob ich den Lack damals bestellt oder bei Douglas im Ausverkauf mitgenommen habe...
Der Auftrag des Lacks ging erstaunlich leicht von der Hand - dass die Konsistenz klasse ist, bin ich ja von den Lacken der Marke gewohnt, mit dem dünnen Pinsel kappte auch der Auftrag gut, ich hatte allerdings doch befürchtet, dass "Trustafarian" von der Deckkraft her nicht so optimal sein würde. Im Fläschchen wirkte der Lck schon eher durchscheinend, das hat sich auf den Nägeln aber dankenswerterweise gar nicht bestätigt. Nach zwei Schichten war das nämlich alles schon deckend! Die erste Schicht brachte tatsächlich schon ganz gut Farbe auf die Nägel, die zweite hat das alles abgerundet und tatsächlich blickdicht gemacht. An den Nagelspitzen muss man zwar ein bisschen aufpassen, um alles ordentlich zu ummanteln, damit sich der Lack nicht zu schnell abnutzt und das Nagelweiß wieder zum Vorschein kommen lässt, aber ansonsten ist "Trustafarian" sehr unkompliziert.
Farblich würde ich den Lack im Bereich von Lindgrün einordnen, einem hellen, an und für sich eher kühleren Grünton, der allerdings durch die Holopartikelchen und vor allem einen feinen goldenen Schimmer in manchen Lichterhältnissen doch wieder ein bisschen Wärme abbekommt. Vor allem ohne Sonnenschein zeigt sich dieser goldene Unterton sehr schön und verleiht dem Lack zusätzlich zu dem silbrigen Schleier, den er durch die Holopigmente ohne Lichteinfall zeigt, einen sehr schönen, leicht olivfarbenen Anstrich. Die Farbe ist vielleicht nicht außergewöhnlich, aber zumindest in meiner Sammlung nicht wirklich präsent, sodass ich den Butter London auch mit dem zarteren Holoeffekt wirklich sehr fesch finde. Allerdings muss ich gestehen, dass er mir nicht so richtig steht - dieser Grünton lässt nämlich meine Haut ganz schön rötlich erscheinen und das beißt sich dann doch ein kleines bisschen... Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob der Holoeffekt früher deutlicher war, aber ich habe auf meinen Nägeln keinen linearen Effekt hinbekommen, so wie man ihn in dem einen oder anderen Blogpost schon erkennen kann.
So ein hübsches Lindgrün passt ja herrlich in den Frühling und an und für sich kann man sich an dem Lack auch so erfreuen, wie er ist - im Sonnenschein funkelt es nämlich ganz toll und auch im Schatten hat der Lack seinen Charme. Allerdings wollte ich natürlich auch ein kleines Design auf den Butter London packen und habe mal wieder meine Stampingplatten durchforstet, um etwas Passendes zu finden. Bei der Tropical 20 von MoYou bin ich hängengeblieben und habe beschlossen, dass es Federn sein sollen, die dieses Lindgrün verschönern. Als Stempellack habe ich #monsieurjetaime von Il était un vernis gewählt, weil ich eigentlich dachte, dass ein Holostamping auf der Holobasis sicherlich hübsch aussehen würde. Der Kontrast zwischen dem dunklen Türkis und dem hellen Grünton ist zwar nicht riesig, ich hatte aber eigentlich gehofft, dass es reicht. Die Realität hat mich dann, zumindest im Sonnenschein, eines Besseren belehrt - so richtig gut kann man die Federn da nämlich nicht erkennen, da beide Lacke zu sehr funkeln und das Licht reflektieren. Es ist zwar nicht so, dass sich hier die Holoflammen battlen, aber irgendwie ist da trotzdem ein bisschen zu viel los, um die Pfauenfedern deutlich erkennbar werden zu lassen.
Ohne direkten Lichteinfall geht das schon deutlich besser und die Federn zeigen sich auch mit ihren Feinheiten - allerdings schlägt da die Effektkeule dann wieder zu und lässt sämtliche Anflüge von regenbogenbuntem Gefunkel verschwinden... Ein bisschen schade, aber immerhin mal wieder was dazugelernt - beim nächsten Mal werde ich wohl wieder auf den Finish-Kontrast setzen und einen hololastigen Basislack eher mit einem cremigen Stamping versehen (ist ja nicht so, dass ich nicht genügen Cremelacke in Türkis als Alternativen gehabt hätte, aber irgendwie hatte mich der Il était un vernis so angelacht...). Auf jeden Fall muss ich auch die Tropical 20 noch öfters nutzen, diese schönen Federmotive passen doch hervorragend in die Sommerzeit und vielleicht kriege ich auch mal ein richtig buntes und tropisches Stamping (oder gar eine ganze Mani!) hin. Auf dem letzten Bild ist über dem Stamping noch eine Schicht Topcoat, allerdings möchte ich dem die Schuld für das verschluckte Gefunkel keineswegs in die Schuhe schieben.
Zur Haltbarkeit muss ich sagen, dass der Lack an den Nagelspitzen doch ein bisschen empfindlich ist und sich dort das Nagelweiß recht zügig zeigt - allerdings ist er weit entfernt von der Brüchigkeit der frühen Holos. Durch den eher zarten Ton und die feine Konsistenz des Lacks ist das Ablackieren auch absolut kein Problem, sodass ich in Summe doch positiv auf "Trustafarian" schaue - zum Stempeln taugt er glaube ich nicht, aber behalten möchte ich den Lack auf jeden Fall.

Sonntag, 27. Mai 2018

CND Vinylux "Glacial illusion" #260 Radiant chill

Zum Sonntag gibt es heute bei Lotte und mir wieder "Gemeinsam lackiert" - und ich muss ehrlich gestehen, dass ich nicht weiß, ob die DSGVO oder dieser Lack in den letzten Tagen das größere Drama waren.Wir haben wieder einen Lack von CND Vinylux für euch, den Lotte und ich über den BloggerClub erhalten haben. Nachdem es mit schon "Cashmere wrap", "Winter nights" und "Mystic slate" schon drei Cremefinishes aus der "Glacial illusion" zu sehen gab, gibt es heute bei Lotte und mir mal ein bisschen Abwechslung.

"Radiant chill" sollte es also heute sein und da es sich hier um einen Lack mit metallischem Finish handelt, war Lotte und mir schon schnell klar, dass es eine Herausforderung sein würde, den Lack ansehnlich auf die Nägel zu bringen. Aber mitgehangen - mitgefangen, also mussten wir beide da ran.
An und für sich ist "Radiant chill" auch ein klasse Lack - die Konsistenz ist nämlich wunderbar flüssig, der Pinsel nimmt den Lack gut auf und man kann ich hervorragend auf den Nägeln verteilen. Die Trockenzeit ist zwar kurz, aber nicht so kurz, dass man nicht noch ein bisschen was an der Pinselführung korrigieren könnte; die sieht man nämlich beim Lackieren und leider auch nach dem Trocknen auf dem Nagel noch ziemlich gut. Die Deckkraft ist ebenfalls absolut bombastisch, denn eigentlich deckt der CND Vinylux schon mit einer Schicht - allerdings sind wir hier bei einem Metalliclack und wie das so mit diesen metallischen Vertretern ist, betonen sie absolut perfekt jede einzelne auch noch so winzige Unebenheit, die die Unterlage im Angebot hat. Also sah die Mani nach einer Schicht bei mir zum Weglaufen aus und das, obwohl ich schon eine ordentliche Schicht Basecoat drunter trug. Die zweite Farbschicht hat das Finish schon deutlich ebenmäßiger gemacht, damit aber keine meiner Macken mehr zu sehen waren, musste eine dritte her. Das tut allerdings am Farbeindruck gar nichts, wer also eine gute Basis hat, kommt wirklich nur mit einer Schicht aus. 
Farblich sind wir hier mal wieder im Bereich eines hellen Kupfertons oder eines metallischen Altrosa - Kategorie "Penny talk" und Konsorten. Das hat natürlich zur Folge, dass es sehr von den Lichtverhältnissen abhängt, welche Nuance eher im Vordergrund steht. Das erste Bild ist noch im Sonnenlicht entstanden, da wirkt "Radiant chill" deutlich rosaner und zeigt sich weniger intensiv, unter der Tageslichtlampe kommt teilweise eher ein kupfriger Einschlag durch. Wenn man sich das Fläschchen des Lacks ansieht, könnte man dort fast von einem fließenden Farbspiel zwischen Silber, Altrosa und einem hellen Kupfer sprechen, aber diese Faszination zeigt sich auf den Nägeln dann nicht mehr so klar, da das streifige Finish doch eher im Vordergrund steht. Solche Lacke sind für mich als Solisten weniger geeignet, allerdings hervorragend für Nailarts und Stampings. Dort kommen nämlich die Unzulänglichkeiten (also die Streifigkeit) durch die eher kleinere Fläche nicht so sehr zum Tragen. Trotzdem ist der Lack ja nicht hässlich - aber man muss eben ein Faible für diese metallischen Finishes haben.
Da ich ja mit "Radiant chill" pur nur so bedingt glücklich war, war klar, dass da schnell ein Design drauf musste. Der Sonntag ist ja der letzte Tag, an dem noch die "alte" Woche der #31DC2018weekly gilt, war also klar, dass es Streifen auf den Nägeln geben sollte. Ich habe lange überlegt, ob ich malen oder nicht doch faulerweise Stampen will und bin dann bei der einfachen Variante gelandet: Auf meiner BM-XL 23 fanden sich nämlich ein paar Optionen. Zuerst wollte ich eigentlich ein mehrfarbiges Stamping auf die Nägel bringen, aber da mir dabei der Flaschenhals eines meiner ausgewählten Lacke abgebrochen ist, habe ich die Idee doch fallen lassen (und musste mich erst einmal darum kümmern, den Lack zu retten...). Statt bunt sollte es also doch lieber einfarbig werden und von frühlingshaften Tönen bin ich irgendwie zu Braun gewandert, da mir p2 "Love me cocoa" in die Hände fiel. Der Lack ließ sich mit den schrägen Streifen gut stempeln, da mir das aber ein bisschen zu wenig war, habe ich den Zeige- und kleinen Finger dann noch komplett mit dem schimmernden Braunton bepinselt.
Man kann zwar den Unterschied zwischen dem gestempelten und dem lackierten Braun sehr deutlich erkennen, das finde ich aber nicht schlimm. Durch das Stamping schimmert leider noch immer die Streifigkeit von "Radiant chill" durch, was mich (trotz Topcoat) ja doch ein bisschen ärgert. Und an und für sich wäre das ja eher eine Kombination für den Herbst, aber irgendwie hat mir das ziemlich gut gefallen. Der Braunton von p2 ist deutlich wärmer als der CND und bildet damit einen schönen Kontrast, aber gestempelt passen die beiden doch gut zueinander und gefallen mir. Sicherlich ist das keine zuckersüße Farbkombination, aber doch eine, die harmonisch genug ist. Da sich hier das Wetter auch ziemlich zugezogen hat und die ganze Woche über Gewitter angesagt sind, bin ich mit diesem leicht gedeckten Ergebnis auch sehr angepasst an die äußeren Bedingungen...
Die Haltbarkeit des CND ist in Ordnung, ohne Topcoat sind die Nagelspitzen zwar ein wenig anfällig, allerdings ist das aufgrund der eher dezenten Farben auch an den Tips dann nicht so auffällig. Korrigieren ließe sich das auch ganz gut, allerdings bin ich dann doch eher dazu übergegangen, den Lack dann abszulackieren. Immerhin ging das sehr einfach und ich vermute einfach, dass ich "Radiant chill" doch eher für Stampings und Nailarts nutzen werde...

"Radiant chill" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

Freitag, 25. Mai 2018

a england "Elizabeth & Mary" Virgin queen

Wenn man den Medien glauben darf, ist heute einer der dramatischsten Tage der Welt - Vereine müssen nämlich jetzt eine Erlaubnis einholen, um Fotos ihrer Mitglieder zu nutzen und außerdem auch sorgsam mit ihren Daten umgehen... Wie gut, dass das bisher alles ja eigentlich auch so war - aber immerhin ist das Internet nicht explodiert und wir werden den Datenschutzaktualisierungsmailspam sicherlich überleben!

Gott sei Dank ist "Wir lackieren..." von diesem Drama ziemlich unbeeindruckt und ich kann euch meinen letzten a england Leihlack von Lotte zeigen. Ich dachte ja tatsächlich, dass das derjenige von den vieren sein wird, der mich am wenigsten begeistert - aber inzwischen bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob das tatsächlich der Fall ist, denn die "Virgin queen" hat mich ganz schön in ihren Bann gezogen.
Was das Lackiern angeht, kann ich mich tatsächlich nur mal wieder wiederholen: Die a englands sind im Auftrag herrlich unproblematisch, so hat sich auch "Virgin queen" schön smooth lackieren lassen, deckt solide und hat bei mir nur aufgrund der Unebenheiten in den Nägeln zwei Schichten gebraucht. Die Konsistenz lässt keine Wünsche offen, wobei ich mir ja dieses fließende Ergebnis, das sich im Fläschchen zeigt, auch einfach so auf den Nägeln wünschen würde...Der Lack sieht beim Lackieren zwar minimal streifig aus, das verschwindet beim Trocknen aber weitestgehend. Mit einem Topcoat kann man den Lack sicherlich noch mehr zum Glänzen bringen, aber ich finde, dass die a englands auch mit ihrem originären Finish schon ausreichend glänzen - aber vor allem, kommt das tolle Holofinish so hervorragend zur Geltung und wird nicht durch unnötige Spiegelungen versteckt. Manchmal muss ein Lack auch nicht auf Hochglanz poliert sein, um wirklich klasse auszusehen. 
Farblich fand ich "Virgin queen" wirklich schwer zu beschreiben - spontan hätte ich ihn irgendwo in die Richtung von Bronze geschoben, allerdings mit einem etwas geringeren Braunanteil. Dafür zeigen sich da eher goldene und teils sogar olivfarbene und gräuliche Einschläge, also definitiv eine komplexe Geschichte. Insgesamt würde ich den Lack fast in eine leicht angematschte Schiene stecken - das hängt allerdings sehr mit dem Lichteinfall zusammen. Im Sonnenschein kommt die Basisfarbe kaum zur Geltung, da zeigt sich nämlich der wunderschöne Holoeffekt ganz toll über die Nägel hinweg. Am ehesten ist noch ein güldener Einschlag in der Basis präsent, ansonsten finde ich dieses Regenbogenfarbspiel auf dem Nagel sehr präsent. Auch hier sind wir nicht beim klassischen linearen Holo, allerdings kann man die unterschiedlichen Farbbänder durchaus auch auf einem Nagel erkennen. Im Fläschchen zeigt sich dafür viel deutlicher der scattered Holo - es funkelt an allen möglichen Stellen! Das Tolle ist, dass die Farben tatsächlich auch richtig brilliant und klar sind.
"Virgin queen" hat mich also tatsächlich vollkomen überraschend sehr vom Hocker gehauen und ich habe mich im Sonnenschein sehr über das Gefunkel gefreut. Dummerweise war von Sonne absolut nichts mehr zu sehen, als es an das Design ging - ich wollte es eher einfach halten und die junge Königin nicht überladen (au weh, da kann man ja viele blöde Wortspiele mit machen...). Darum habe ich mich nur für einen kleinen Akzent auf dem Ring- und Mittelfingernagel entschieden, den ich auf der Asia 06 gefunden habe. Als Farbakzent habe ich mich für ein helles Blau (hier ist das "Taffy" von CND Vinylux) entschieden. Ich dachte mir, dass das edel und royal genug für den Basislack ist, allerdings wird der Farbton auch durch die matschig angehauchte Grundfarbe ein bisschen gräulicher und strahlt nicht mehr so klar hellblau. Mit dem Platzieren des Motivs ist es mir diesmal halbwegs gelungen, jeweils die Mitte des Nagels zu treffen und damit die beiden Lacke sich nicht zu deutlich voneinander abheben, habe ich hier eine Schicht Topcoat drüberlackiert.
Da sich die Sonne nicht mehr blicken lassen wollte, musste ich auf meine Tageslichtlampe zurückgreifen und die stellt "Virgin queen" doch schon deutlich im bronzenen Bereich dar. Der Lack zeigt ein sehr feines, schimmerndes Finish und wenn man ganz genau hinsieht, kann man auch hier noch einen Hauch von Holoeffekt erkennen - zwar nicht wirklich in allen Farben, aber zumindest goldorangene und blaue Reflexe zeigen sich auf den Nägeln. Im Fläschchen würde ich dem a england vielleicht auch noch einen Hauch Rosa zusprechen, aber das ist wahrscheinlich ein sehr subjektiver Eindruck. Auf jeden Fall zeigt sich die Königin hier deutlich gesetzter und um ehrlich zu sein langweiliger - aber dass sie auch anders kann, habt ihr ja an den Sonnenbildern mehr als gut erkennen können. Obwohl sie jetzt nicht spektakulär ist, muss ich sagen, dass ich auch diese Nuancen des Lacks sehr gerne mag.
Die Haltbarkeit war auch bei "Virgin queen" absolut kein Problem und auch das Ablackieren ging einfach von der Hand. Ich muss wirklich sagen, dass ich froh über diese kleine Versendeproblematik aus England bin, denn da ich nicht übermäßig oft bei diversen Shops bestelle, gerade ich so deutlich seltener in Versuchung, mir das tolle Sortiment der Marke fast komplett zuzulegen (auf so ein paar Nudes würde ich definitiv verzichten!).

Mittwoch, 23. Mai 2018

a england "Rossetti's goddess" Jane Morris

"Nichts ist so beständig wie der Wandel", heißt es ja so schön und ich muss mal ganz deutlich sagen: Diese beständige Unbeständigkeit hat mich in den letzten zehn Tagen ganz schön aus der Bahn gebracht. An und für sich hatte ich vier Postings geplant, allerdings hatte ich partout keine Zeit, mich auch nur um eines zu kümmern - bzw. hatte ich keine Nerven mehr, als ich dann mal Zeit gehabt hätte (wobei es auch nicht sinnvoll ist, irgendetwas zu tippen, wenn einem die Augen zufallen...). Sei es auf der Arbeit, wo mal wieder Dinge im Chaos versunken sind, sich am gleichen Tag drei Mal geändert haben und alles länger gedauert hat, oder im Privaten, wo auch so einiges drunter und drüber ging...

Trotzdem habe ich mir natürlich die Pfötchen lackiert und auch entsprechend dokumentiert, aber die Zeit, das Ganze in den Äther zu bringen, gab es nicht. Da ist es durchaus angenehm, dass ich für diesen Monat "Wir lackieren..." gar nicht so viele Lacke habe, die es noch zu zeigen gilt. Dafür sind sie aber umso schöner, denn es handelt sich um die Schätzchen von a england.
Heute darf es also "Jane Morris" sein, die der "Rossetti's goddess"-Kollektion entstammt und wenn ich das auf der Website von a england richtig sehe, gar nicht mehr verfügbar ist. Ich tumbes Kind hatte absolut keine Ahnung, wer Jane Morris oder gar Rossetti sein sollten, also habe ich meinen Freund mit dem G vornedran befragt und bin bei den Prärafaelliten gelandet - kein Wunder, dass das bei mir ein weißer Fleck ist, bin ich künstlerisch doch nur mäßig gebildet und schon gar nicht begabt... Es soll ja nun aber auch um den Lack gehen und was soll ich da anderes tun als schwärmen? Die Konsistenz des Lacks ist toll, der Pinsel zwar schmal, aber perfekt geeignet, um den Lack zu verteilen und auch an der Deckkraft gibt es nichts zu meckern. Wer ein wenig dicker lackiert, kommt mit einer Schicht aus, wer ebene Nägel hat ebenfalls - ich habe zu einer zweiten dünnen gegriffen, die ratzfatz an- und durchgetrocknet ist und bin mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. Wer ein wenig mehr Glanz braucht, kann auf einen Topcoat zurückgreifen, aus meiner Sicht ist das aber nicht notwendig.
Farblich ist "Jane Morris" recht eindeutig im Bereich eines dunklen Grautons, also bei einem tollen Anthrazit, das mit einem hübschen scattered Holoeffekt aufwarten kann. Die liebe Sonne hat sich tatsächlich auch zeitweilig die Ehre gegeben, als ich den Lack auf den Nägeln hatte - allerdings war das Fotografieren hier auch eher ein Glücksspiel, da ich nur sekundenweise Sonne hatte und mich ansonsten mit einem halben Schattenspiel zufrieden geben musste (ja, so ganz optimal ist meine Wohnung halt doch nicht gelegen, wenn es um Sonnenbilder geht). Da zeigt sich allerdings das feine Farbspiel auf dem a england und es ist eine Freude, dem Farbverlauf zuzusehen. Klar, das ist kein Holo, der einem sofort ins Gesicht springt, aber doch ein tolles Finish für diesen Anthrazitton. Generell mag ich ja dunkles Grau sehr gern und bin da auch für Cremefinishes zu haben, aber gegehn so ein farbliches Highlight habe ich absolut nichts einzuwenden. Ohne Sonnenlicht zeigt sich das Holofarbspiel nur sehr zögerlich, weitgehend wirkt "Jane Morris" da wie ein schimmernder Grauton, der mit einer sehr zarten Oberfläche aufwarten kann.
Im Fläschchen und teilweise auch auf den Nägeln lässt sich zu dem Holoeffekt noch ein feiner, bläulicher Schimmer entdecken - zumindest ist er im Sonnenschein bläulich, ohne direkten Lichteinfall ist der Schimmer tatsächlich lila. Er ist nicht flächendeckend auf dem Nagel zu erkennen, sondern immer mal wieder in bestimmten Winkeln, allerdings habe ich es nicht geschafft, ihn wirklich präsent abzulichten. Das ist mal wieder ein Fall von "die Natur kann es doch besser als die Technik" und das menschliche Auge sieht mehr als die Kameralinse... Dieser feine Schimmer gab eigentlich den Anlass dafür, dass ich ein lilanes Stamping auf "Jane Morris" packen wollte. Allerdings bin ich dann sonnenbedingt zu Blau geschwenkt und habe mir "Chill out" von MoYou geschnappt. Was das Motiv angeht, habe ich einfach beschlossen, eine meiner ungenutzten Platten zu entjungfern und bin bei der Mexico 06 von MoYou hängengeblieben. Die Platte hat lauter tolle Motive, ich hatte nur so meine Probleme, mich zu entscheiden. Letztlich habe ich nach kompatiblen Mustern gesucht und bin bei dieser Variante gelandet:
Auf dem Ringfinger ist eine Kombination aus etwas, das mich zumindest an eine Pflanze erinnert - oder eher mehrere davon - und einem Pünktchen-in-Quadrat-Motiv. Fand ich ganz fesch und schnieke, darum ist es das geworden. Netterweise hat die Platte noch ein Fullcover für die quadratumrandeten Punkte, die sind dann auf den restlichen Nägeln gelandet. Aufgrund der Wölbung meiner Nägel ist das mal wieder nicht gar so gerade gelungen und auf dem Zeigefingernagel habe ich schlicht und ergreifend gepatzt und das Motiv schräg aufgesetzt, sodass ich im unteren Bereich noch etwas anstempeln musste... Ansonsten hatte leider die Sonne keine Lust mehr, sich zu zeigen - zu gerne hätte ich den Kontrast zwischen dem cremigen Stampinglack und diesem zarten Holoeffekt auch in voller Pracht gesehen. Unter der Tageslichtlampe zeigt sich leider nur das feine Geschimmer von "Jane Morris". Auch wenn der a england so seine Highlights nicht zeigen kann, finde ich die Kombination aus Anthrazit und Blau sehr gelungen und mag die Mani - und die Mexico-Platte!
Das Stamping habe ich mit einer Schicht Topcoat versehen, was sich auch bei der Haltbarkeit positiv bemerkbar gemacht hat, wobei "Jane Morris" schon so wirklich gut gehalten hat. Ablackieren ließ sich der Lack auch problemlos und ich bin schon wieder ein bisschen traurig, dass ich ihn bald Lotte wieder zurückgeben muss...

Sonntag, 13. Mai 2018

CND Vinylux "Glacial illusion" #258 Mystic slate

Lotte und ich sind ja sehr bemüht, die "Gemeinsam lackiert"-Tradition Sonntags bestehen zu lassen. Und so gibt es auch heute wieder den gleichen Lack auf unseren beiden Blogs zu sehen - bei Lotte unter *diesem* Link, bei mir gleich hier. Ich finde das ja immer wirklich klasse, wenn man unterschiedliche Ansichten zu einem Lack bekommt; das kann vom Auftrag bis zur Farbwahrnehmung und den Fotos ja immer sehr variieren.

Heute haben wir wieder einen Lack von CND Vinylux für euch, den Lotte und ich über den BloggerClub erhalten haben. "Mystic slate" aus der "Glacial illusion"-Kollektion ist heute dran und als hätte Lotte das geahnt, passt der Lack perfekt zum Kölner Wetter: Draußen ist es nämlich grau, trüb und es regnet seit dem Morgen nur mit kleinen Unterbrechungen - typisches Aprilwetter eigentlich!
Bei den Lacken von CND Vinylux bin ich was den Auftrag angeht ja immer voll des Lobes - bei "Mystic slate" trifft das aber leider nur zur Hälfte zu. Der Lack selbst hat eine tolle Konsistenz, der Pinsel ist auch top und verteilt alles schön auf dem Nagel und auch die Deckkraft ist so gut, dass der Lack schon als Onecoater durchgehen würde - allerdings habe ich den Lack partout nicht ebenmäßig auf die Nägel bekommen. Irgendwie trocknet der Lack nicht so schön und sich selbst ausgleichend durch, sondern wird uneben, sodass ich eine zweite Schicht lackieren musste. Die sah dann auch nur bedingt besser aus, also sollte es der Topcoat richten - und hat das auch nicht optimal geschafft, Gerade an den Seiten (vor allem am Mittelfinger gut zu erkennen) zeigen sich noch Unebenheiten, die zwar mit bloßem Auge nicht wirklich auffallen, aber auf den Fotos doch sehr ins Auge springen. Das Cremefinish scheint hier einfach nicht so gut gelungen zu sein oder ich habe mich ganz besonders dumm angestellt (und das gleich zwei Mal, da ich den Lack beim ersten Versuch mit dem Topcoat versaut habe...).
Farblich sind wir bei "Mystic slate" durchaus namenskonform bei einem hellen Grauton, den ich tatsächlich für alle Jahreszeiten passend finde - Grau geht sowohl im Herbst und Winter als auch im Frühling und Sommer und gerade heute entspricht der Lack auch fast der Farbe, die der Himmel hier zeigt. Vom Farbton her ist der CND Vinylux sehr ausgeglichen, weder besonders blau- noch grünstichig, kein intensiver Gelbanteil, sondern eine solide Mischung, die ich schon fast als zeitlos bezeichnen würde. So ein Lack geht einer Ansicht nach nämlich wirklich immer und zu so ziemlich jedem Anlass - man muss halt nur graue Nägel mögen! An und für sich mag ich auch das Cremefinish zu dem Lack sehr gerne, da der schöne Glanz dem Lack wirklich gut tut und die Farbe so klar und eindeutig stehen lässt - nur ist hier eben das kleine Manko, dass das Finish nicht so perfekt ist, wie ich mir das gewünscht hätte.
So ein Hellgrau ist natürlich immer eine grandiose Ausgangsbasis, wenn es um ein Nailart geht - da sind alle Optionen offen und man hat die Qual der Wahl. Ich hatte zuerst so einige wilde Ideen im Kopf, dann fiel mir aber ein, dass bei der #31DC2018weekly diese Woche (also um ganz genau zu sein bis morgen noch) ein Gradient dran ist. Lotte hat eine absolut zauberhafte Variante dazu gepostet und ich war für einen Moment schon sehr versucht, die Mani nachzumachen (vor allem, da ich hier den perfekten a england-Hololack dazu stehen gehabt hätte!), aber dann habe ich mich doch für eine andere Version entschieden. Anstatt eines normalen Lacks habe ich mir nämlich Maybelline's "Bouquet" geschnappt und mich mal wieder meiner Glitzertopper bedient. Ein Glittergradient sollte es werden und nachdem ich das am Daumen mal getestet habe und mit dem Ergebnis zufrieden war, habe ich mich mit meinem Schwämmchen an die übrigen Nägel gemacht und fröhlich Glitzerhexagon auf den Lack gespongt. Zum Abschluss musste noch eine Schicht Topcoat sein, ansonsten hätten sich die matten Stellen doch zu deutlich gezeigt.
Obwohl "Bouquet" ja eigentlich so gar nicht mein Fall sein sollte, finde ich den Topper richtig hübsch. Die kupfernen Partikelchen passen hervorragend zu den rosanen (ja, ich weiß - das IST Schweinchenrosa, aber trotzdem!) und den weißen und die Mischung aus unterschiedlichen Größen macht's für mich irgendwie erträglich. Die verschiedenen Größen machen es allerdings nicht wirklich einfacher, ein hübsches Gradient aus dem Glitter zu bilden, da sich vor allem die kleinen Partikelchen nicht so gut vom Rest isolieren lassen. Ich habe aber trotzdem versucht, vor allem das (nicht mehr erkennbare) Nagelweiß mit den großen Partikelchen zu bespongen und nach oben hin die kleinen kupfernen Teilchen ein wenig "auslaufen" zu lassen. Sicherlich ist das nicht perfekt geworden, aber aus meiner Sicht doch recht ansehnlich und vor allem passt die Farbkombination auch sehr zu gut zum Grau des CND Vinylux. Ich müsst das glatt mal öfters machen - aber dann muss man sich ja wieder mit dem Ablackieren rumärgern...
Die Haltbarkeit von "Mystic slate" ist jetzt nicht schlechter als bei den anderen Lacken von CND Vinylux und das Ablackieren an und für sich dank des Cremefinishes kein Problem. Mit der Mani gestaltet sich das natürlich ein bisschen anders, aber daran bin ich ja selber schuld. Obwohl ich die Farbe mag, muss ich sagen, dass das wohl der schwächste Lack von CND Vinylux ist, den ich bisher auf den Nägeln hatte...


"Mystic slate" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

Freitag, 11. Mai 2018

a england "Elizabeth & Mary" Crown of thistles

Also ab und zu habe ich wirklich das Gefühl, dass der Lackiergott es nicht gut mit mir meint... Da habe ich hier ein paar zauberhafte Lacke von a england stehen, die zu "Wir lackieren..." diesen Monat gezeigt werden wollen - und dann versteckt sich die Sonne immer dann, wenn ich gerade die Möglichkeit zum Fotografieren hätte! Heute Vormittag waren wir unterwegs, da schien natürlich die Sonne. Heute Nachmittag, als ich knipsen wollte, war sie auf einmal verschwunden und zeigte sich nur sporadisch mal in einem kurzen Aufflackern (woraufhin ich natürlich wie eine Irre zur Kamera und dem Fenster fetzte...).

Dabei hätte der heutige Lack es wirklich mehr als verdient, sich in wirklich allen denkbaren Facetten präsentieren zu dürfen, denn "Crown of thistles" ist ein kleiner Verwandlungskünstler. Den Lack hat mir wieder Lotte ausgeliehen und wenn ich mal ehrlich bin, verwundert mich die Zusammenstellung der Lacke, die ich mir herausgesucht habe, schon ein kleines bisschen, sie ist nämlich gar nicht mal so typisch für mich, obwohl ich Lila ja schon auch ziemlich toll finde...
Aber von vorne - der Auftrag ist auch bei "Crown und thistles" wahrlich ein Gedicht. Die Konsistenz ist perfekt, der Pinsel fächert klasse auf und verteilt den Lack schön gleichmäßig auf dem Nagel. Eine winzige Spur von Streifigkeit zeigt sich beim Lackieren, die trocknet sich aber weg und an und für sich reicht hier auch eine Schicht, um ein farbintensives und gleichmäßiges Ergebnis zu erhalten. Meine kleinen Macken haben mich zu einer zweiten Schicht gezwungen, aber dank der kurzen Trockenzeit ist die absolut kein Problem. Da das Distelkrönchen eben und auch ausreichend glänzend trocknet, kann man auf einen Topcoat verzichten; allerdings tut der der Haltbarkeit doch gut, sodass ich beim nächsten Mal wohl mit einer Extraschicht arbeiten würde. Allerdings habe ich festgetellt, dass der neue Lacura-Topcoat tatsächlich den tollen Holoeffekt des Lacks ein wenig abdämpft - oder zumindest habe ich mir das so eingebildet. 
In welcher Farbwelt wir unterwegs sind, ist glaube ich anhand der Bilder recht gut erkennbar - wobei ich sagen muss, dass "Crown of thistles" auf den Fotos einen Hauch weniger rotstichig daherkommt als er tatsächlich ist. Als Amethyst wird er auf der a england Homepage beschrieben; in meinem Kopf sind Amethyste aber tendenziell deutlich dunklere Lilatöne oder gehen eher ein bisschen ins blasse Rosa - aber sei's drum, die Farbe ist grandios! Was diesen Lack natürlich mal wieder besonders macht ist der Holoeffekt, der sich im Sonnenschein absolut hervorragend zeigt und sowohl im Fläschchen als auch auf den Nägeln ein umfassendes Farbspiel zeigt: Von Gelb über Orange zu Rosa und Dunkelblau, Türkis und auch einem hellen Grün zeigen sich wirklich alle Farben des Regenbogens an den unterschiedlichsten Stellen des Lacks - ein tolles, scattered Holofinish! Je nach Winkel kann man mal die eine, mal die andere Farbe in den Vordergrund stellen und ihre Verläufe auf den Nägeln beobachten - zumindest, wenn die Sonne sich die Ehre gibt...
Bei diesem feinen Holoeffekt (der sich ohne direkten Lichteinfall mal wieder kaum zeigt und aus "Crown of thistles" einen edlen und sehr verträglichen Lilaton macht) braucht es eigentlich keine weitere Verzierung, aber inzwischen kennt ihr mich ja - ich kann kaum noch ohne! Außerdem hatte ich dieses Mal auch eine sehr gute Ausrede, denn meine 14-02 von ÜberChic hatte ich bisher noch gar nicht genutzt und wollte sie endlich von ihrer blauen Schutzfolie befreien. Also hieß es nur noch, das passende Motiv auswählen und es mit einem stimmigen Lack auf den a england stempeln... Ich hatte zuerst ein Stamping in dunklerem Lila im Kopf, bin dann aber doch bei einem Fliederton gelandet und zwar "Gummi" von CND Vinylux aus der neuen "Chic shock"-Kollektion, den ich über den Blogger Club erhalten habe. Ich war mir erst gar nicht sicher, ob der Lack farbintensiv genug ist, um damit zu stempeln, aber ein erster Versuch auf dem Daumen erwies sich als eindeutig ausreichend, also haben die restlichen Nägel die gleiche Behandlung abbekommen.
Als Motiv habe ich mir... tja, wie beschreibt man diese Dinger wohl korrekt? Sternförmige Bläschen? Blasenendige Sterne? Ich habe absolut keine Ahnung, aber ich fand die Motive toll - es gibt eines, das als Einzelmotiv auf dem Ringfinger gelandet ist und dann das Ganznagelmotiv, das ich auf die übrigen Nägel aufgetragen habe. Damit das Stamping nicht so stumpf ist, habe ich das Ganze dann noch mit einem Topcoat versiegelt und während es Basislack und Stamping schon ineinandergeführt hat, habe ich doch ein bisschen den Eindruck, dass der Topcoat den Holoeffekt im Lack ein wenig schluckt. Das mag natürlich auch an anderen Lichtverhältnissen liegen (die Fotos liegen anderthalb Tage auseinander), aber ich bilde mir ein, dass "Crown of thistles" auch insgesamt nicht mehr so deutlich funkeln wollte... Man kann das bunte Geschimmere natürlich trotzdem noch erkennen, ich finde es aber nicht mehr so präsent wie zuvor. Die Mani und die Farbkombination gefallen mir aber wirklich gut und ich hatte viel Freude an meiner Stempelei.
Zur Haltbarkeit hatte ich ja schon oben etwas geschrieben - ohne Topcoat hatte ich schon nach einem Tag deutlich abgewetzte Nagelspitzen und das fand ich nicht so wirklich toll. Mit dem Lack kann man zwar gut und schnell kaschieren, aber trotzdem hat mich das ein bisschen geärgert. Ansonsten ist der Lack aber ein lilanes Träumchen und zeigt wirklich wenige Dornen, sodass ich mich mal wieder nur bei Lotte für diese Stippvisite bedanken kann!

Donnerstag, 10. Mai 2018

a england "Ballerina" Dancing with Nureyev

Diesen Monat ist bei "Wir lackieren..." als Marke a england angesagt und damit ich auch auch ein paar der traumhaften Lacke zeigen kann, hat mir Lotte eine kleine Auswahl mitgegeben. Den einen oder anderen Lack von a england habe ich tatsächlich auch und muss sagen, dass sie wirklich klasse sind. An einigen Klassikern der Marke kam man ja teilweise gar nicht vorbei und sie zeichnen sich nicht nur durch passende Namen, sondern auch durch eine tolle Qualität aus.

"Dancing with Nureyev" stammt aus der "Ballerina"-Kollektion und ich muss gestehen, dass mir der Lack auf vielen Bildern einfach zu unauffällig erschien. Bei den a englands ist es bei mir fast immer so, dass ich sie wirklich toll finde, dann aber doch irgendwie nicht besonders genug, um sie mir zuzulegen - das ist aber glaube ich auch genau das, was die Lacke ausmacht. Trotz ihrer Besonderheiten sind sie noch immer alltagstauglich und nicht zu abgefahren, sodass sie sich einfach immer gut machen.
Bisher hatte ich mit dem Auftrag der a englands noch nie Probleme und so stellte sich das auch bei "Dancing with Nureyev" dar. Die Konsistenz des Lacks ist toll und er lässt sich mit dem Pinsel hervorragend auf den Nägeln verteilen. An und für sich ist eine Schicht von der Farbintensität her schon ausreichend, aber meine angemackten Nägel brauchen momentan einfach eine zweite Schicht, um ein ebenmäßiges Ergebnis zu erreichen. Dank der kurzen Trockenzeit ist das alles kein Problem, sodass die Mani wirklich zügig fertig ist. Beim Auftrag könnte man zwar ein wenig den Eindruck haben, dass der a england leicht streifig wird, nach dem Trocknen ist davon aber nichts mehr zu sehen. Wer mag, kann hier sicherlich noch einen Topcoat lackieren, um "Dancing with Nureyev" mit noch mehr Glanz zu versehen, aus meiner Sicht war das aber nicht nötig und so habe ich ihn pur getragen.
Was die Farbe angeht, kommt es doch sehr auf die Lichtverhältnisse an, in denen sich der Lack präsentiert - an und für sich wird er als lila-blauer Ton beschrieben, der mit einem tollen Holofinish vor allem im Sonnenschen glänzen kann. Den lilanen Einschlag erkennt man vor allem ohne direkten Lichteinfall in der Basisfarbe, die ich ganz fantastisch finde - der Blauton ist nämlich eine wirklich außergewöhnliche Mischung, irgendwo zwischen einem hellen Kornblumenblau mit leichtem Graueinschlag und einem leichten Türkiston, der sich aus einem anderen Betrachtungswinkel deutlich zeigt. Dazu gibt es feinen Schimmer, der von Hellblau bis Lila changiert und dazu dann noch den absolut grandiosen Holoeffekt, der sich in allen Regenbogenfarben auf den Nägeln zeigt. Ohne Lichteinfall kommt der Lack wie man auf dem dritten Bild sehen kann, deutlich zarter und der Holoeffekt steht im Hintergrund. Es zeigt sich eher ein feiner Schleier, der "Dancing with Nureyev" sehr elegant und erwachsen wirken lässt - ich bin durchaus auch von dieser feineren Version sehr begeistert.
Der a england ist definitiv einer der Lacke, die absolut nichts weiter als etwas Lichteinfall brauchen, um mich absolut zu begeistern - aber natürlich kann man auch nailarttechnisch so einiges aus dieser tollen Basis machen. Ich habe mich dieses Mal für ein dezenteres Stamping entschieden, das ich auf der Geometry Arrow-Platte von Bornpretty gefunden habe, die ich kürzlich zugeschickt bekam. Die Auswahl ist mir alles andere als leicht gefallen, da die Platte so einige tolle Motive hat, letztlich sind es allerdings zwei der pfeilartigen geworden. Auf dem Ringfinger habe ich das Doppelherzchen mit Pfeilapplikation aufgebracht und die restlichen Finger einen etwas längeren Pfeil, der im Mittelstück ebenfalls ein Herzchen hat. Ich wollte "Dancing with Nureyev" nicht komplett mit einem Stamping überdecken, darum sind diese kleinen Designs für mich die perfekte Wahl gewesen. Mit Schwarz gestempelt bilden sie einen kleinen Kontrast, lenken aber die Aufmerksamkeit nicht zu sehr von dem tollen Gefunkel im Lack ab.
Auch wenn mein schwarzer Lack von Maybelline nicht die allerbeste Deckkraft hat, kann man ihn auch im prallen Sonnenschein wirklich hervorragend erkennen. Ich hatte große Mühe, hier nur ein paar Bilder auszusuchen, "Dancing with Nureyev" zeigt sich nämlich je nach Betrachtungswinkel in unterschiedlichen Nuancen und im letzten Bild kann man sogar ein bisschen den lilanen Einschlag im Basislack erkennen. Und hier steht auch der feine hellblaue Schimmer ein bisschen deutlicher im Vordergrund als es auf den anderen Bildern der Fall ist - dennoch kommt auch der Holoeffekt wirklich gut zur Geltung. Ich mag diesen feinen, bunten Schimmer wirklich sehr und auch wenn er nicht so intensiv ist wie bei anderen Hololacken, passt genau das perfekt zu der blauen Grundfarbe. Diese Mischung aus dezent und doch präsent finde ich bei den a englands generell wirklich toll und das macht diese Lacke auch wirklich besonders.
Zur Haltbarkeit muss ich ein wenig einschränkend doch sagen, dass der Lack ohne Topcoat schnell Tipwear zeigt - allerdings liegt das auch im normalen Rahmen und hat nichts mit den ganz alten Hololacken, die sofort absplittern gemein. Mit Topcoat könnte man das sicherlich noch ein bisschen optimieren, aber ich fand es nicht so schlimm, dass ich von "Dancing with Nureyev" nicht doch total begeistert wäre.

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 6. Mai 2018

CND Vinylux "Glacial illusion" #257 Winter nights

Zum Sonntag darf es heute mal wieder ein Lack "Gemeinsam lackiert" mit Lotte sein und auch wenn es vom Namen her so gar nicht passt, da der Winter nun endlich vorbei ist, haben wir beide noch ein paar Lacke aus der Winterkollektion "Glacial illusion" von CND Vinylux offen, die wir über den BloggerClub bekommen haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass sich die Lacke hervorragend auch im Frühjahr machen und davon ab bin ich ja eh niemand, der diese Saisongeschichte sklavisch verfolgt.

"Winter nights" soll es heute also sein und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir unter dem Namen sicherlich einen anderen Lack vorgestellt hätte... Bei Winternächten denke ich sofort an sternengefüllte Himmel, einen tiefdunklen Lack, vielleicht ein paar leichte Schleierwölkchen und auf jeden Fall klirrende Kälte - allerdings stellt sich der heutige Lack doch ein bisschen anders dar und kann sich trotz seiner Schlichtheit durchaus sehen lassen.
Der Auftrag ist bei den Lacken von CND Vinylux ja nie ein Problem und auch "Winter nights" reiht sich perfekt in die bisherigen Erfahrungen ein: Die Konsistenz des Lacks ist wunderbar cremig und gut zu verteilen, der Pinsel nimmt genügend Lack auf und ist toll geschnitten, der Ton deckt sehr gut und trocknet zügig an. Wären nicht meine momenten wirklich schrecklich unebenen Nägel, ich hätte es bei einer Schicht belassen, denn die hat schon ordentlich Farbe und ein schönes gleichmäßiges Ergebnis zu Tage gefördert. Trotz Basecoat hatte ich aber noch ein paar sichtbare Unebenheiten im Lack, also gab es eine zweite Schicht und zu allem Übel dann auch noch ein Schicht Topcoat - natürlich auch von CND Vinylux, da ich den wirklich gerne verwende und er zumeist unproblematisch ist. Heute habe ich mir auf dem Ringfinger allerdings ein Bläschen einlackiert, was allerdings darauf zurückzuführen ist, dass mein Topcoatfläschchen nahezu leer ist und ich ein bisschen nachfassen musste. Vom Glanz her komm "Winter nights" auch ohne einen Topcoat aus, sodass das tatsächlich eine optionale Geschichte ist.
Farblich beschreibt CND selbst den Lack als ein tiefes, fantastisches und elegantes Blau, das die Töne einer Winternacht darstellt. Tatsächlich ist "Winter nights" kein klassischer oder einfacher Blauton, sondern ein wenig gesetzter, leicht rauchig angehaucht und tendenziell auch ein My dunkler als er hier auf den Bildern dargestellt ist. Als große Blauliebhaberin war ich natürlich vor allem auf diesen Lack aus der Kollektion gespannt und auch wenn er vielleicht auf den ersten Blick nicht so besonders und einzigartig wirkt, muss ich doch gestehen, dass ich kaum einen ähnlichen Farbton in meiner Sammlung habe. Durch das Cremefinish mag der Lack für die eine oder andere zu langweilig sein, aber gerade das macht dann die Farbnuance spannend. Der CND ist kein klassisches Taubenblau, dafür fehlt es ihm an Graueinschlag, aber eben auch kein typisches Mittel- oder Dunkelblau, dafür ist er (mir) nämlich nicht "klar" oder "rein" genug. Definitiv ein erwachsener Blauton, der sich als dezentes Highlight auch im Frühjahr gut macht und als dunkle Abgrenzung auf den Nägeln wirklich hervorragend funktioniert. Sicherlich nicht das Nonplusultra, das man sich nur vorstellen kann, aber doch ein hübscher und gut zu kombinierender Ton.
Ein Cremelack ist ja die perfekte Basis für sämtliche Nailarts und so hatte ich ein bisschen die Qual der Wahl und durchaus auch einige Ideen, aber dann ist mir wieder eingefallen, dass ich unbedingt eine bestimmte Sache machen wollte. Lotte hatte letztens ein tolles Stamping mit Pigment gemacht, das mich live und auch auf den Bildern total begeistert hat, und da wollte ich das heute auch mal ausprobieren. Damit es nicht zu kompliziert wird, habe ich mir erst einmal ein silbernes Chromepigment geschnappt, das ich im Set mit einem zweiten (auf das ich ja tatsächlich noch gespannter bin!) von Bornpretty zugeschickt bekommen habe. Auf den Bildern wirkt das Pigment gar nicht so eindeutig silbern, stellenweise habe ich auch schon überlegt, ob das nicht vielleicht ein Gemisch aus Silber und Gold ist - ich vermute aber, dass das einfach am schwarzen Basislack liegt, dass der Lack nicht gar so hellsilbern wirkt. Für das Stamping habe ich mir die MoYou Pro XL 22 geschnappt, die unter anderem auch ein paar floral angehauchte Ganznagelmotive beinhaltet. Ich habe mich hier für eines entschieden, dass die Blüten jeweils in zwei Reihen darstellt und das auf Ring- und Mittelfinger aufgebracht.
Bei Pigmenten gibt es ja mehrere Methoden, um ein Stamping auf den Nagel zu bringen - ich habe mich hier mal an Lottes Variante gehalten und einfach das Stempelkissen bepudert und damit dann ganz normal den Lack von der Platte aufgenommen. Das große Manko bei dieser Methode ist, dass ich durch das Puder logischerweise nicht mehr durch meinen Stamper hindurchgucken kann und somit die Platzierun des Motivs nicht mehr gar so einfach ist - aber ein bisschen kann man sich schon an den Abdrücken orientieren, sodass es nicht ganz so ein Blindflug wie mit den undurchsichtigen Stampern ist. Das überschüssige Puder ließ sich dann ganz einfach mit einem (zugegebenermaßen nicht sonderlich weichen) Pinsel von den Nägeln fegen, auf dem Stamping haftet das Puder so fest, dass ich tatsächlich auch ein bisschen fester drücken konnte (und musste, um die Partikelchen weitestgehend vom Nagel zu bekommen). Versiegelt habe ich das Stamping dann mit einem wasserbasierten Topcoat, um das Puder nicht zu verschmieren, und darüber kam dann für den üblichen Glanz noch eine schicht normalen Topcoats. Das Ergebnis finde ich durchaus gelungen - die große Frage ist nur, wie sich das mit den multichromen oder holografischen Effektpudern so ausgeht, auf die Versuche bin ich ja jetzt schon sehr gespannt!
Die Haltbarkeit ist bei "Winter nights" so wie bei den CND Vinylux-Lacken generell ziemlich gut. Bei der intensiven Farbe ist es wenig verwunderlich, dass Tipwear ein bisschen schneller zu erkennen ist und mehr auffällt, aber ich kann mich heir nicht über besondere Anfälligkeit beschweren. Das Ablackieren ging dankenswerterweise auch ohne Schlieren, Stains und sonstige Gräuel, die man bei blauen Lacken gerne fürchtet - auch das zeugt mal wieder von der Qualität der Lacke. Ich bin jetzt aber auch sehr gespannt, was Lotte so aus ihrem Lack gemacht hat und wie dieser blaue Vertreter ihr so gefallen hat...

"Winter nights" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt. Das Puder wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt.

Samstag, 5. Mai 2018

Masura "Precious stones" The red planet

Als ich Ende April bei Lotte war, kam es natürlich wieder zu einem kleinen Lackaustausch - ein paar Schätzchen wollten wieder zu ihr zurück, ein paar Lacke warteten auf mich und einen drückte mir Lotte mit skeptischem Blick in die Hand: "Vielleicht kannst du mit dem ja was anfangen..." Es handelte sich um Masura "The red planet", den ich bei Lotte auf dem Blog gesehen und durchaus spannend gefunden hatte. Da das auch noch ein Magnetlack war, musste ich ihn auch gleich lackieren und war doch erstaunt, wie unterschiedlich Lacke doch wirken können.

"The red planet" gehört ebenfalls in die "Precious stones"-Reihe und ich kann mich gar nicht erinnern, ob er mir bei unserer Masura-Bestellung überhaupt aufgefallen war. An und für sich würde ich nämlich behaupten, dass der Lack eher nicht in mein Beuteschema fällt, da er mir farblich eigentlich zu dezent war, aber bei Lotte fand ich den richtig klasse und auch im Fläschchen hat mich der blaue Schimmer durchaus angesprochen.
Also habe ich mir das Fläschchen geschnappt und mich ans Lackieren gemacht. Vom ersten Eindruck her ist der Lack ein bisschen dickflüssiger als meine anderen Masuras, lässt sich aber noch immer gut aufbringen, verteilen und auch korrigieren. Die Deckkraft ist durch die etwas dicklichere Konsistenz wirklich gut, sodass man sicher schon mit einer Schicht zufrieden sein könnte. Allerdings wird der Lack doch deutlich sichtbar streifig, sodass ich mit der zweiten Schicht versucht habe, das Ganze ein wenig zu kaschieren - das hat aber weder an der Farbe noch an der Deckkraft wirklich etwas geändert. Mit einer angenehmen Trockenzeit ist auch eine zweite Schicht überhaupt kein Problem, wer noch mehr Glanz möchte, kann einen Topcoat nutzen, der versteckt aber den leicht streifigen Eindruck überhaupt nicht und hat aus meiner Sicht sogar noch einen kleinen negativen Effekt: Der im Lack enthaltene blaue Schimmer versinkt nämlich durch den Topoat noch weiter im Lack, sodass ich das nur testweise an einem Nagel gemacht habe.
Bei "The red planet" würde man farblich ja sofort an einen Rotton denken - allerdings ist der Masura wirklich alles andere als leicht zu beschreiben. Die Grundfarbe (also ohne da mit dem Magneten herumgespielt zu haben), ist ein schwer zu definierendes Gemisch aus einem Altrosa, einem rotstichigen Kupfer und dann noch einem Schuss Braun. Tendeziell würde ich ihn so wohl auch in die Ecke eines sehr hellen Bordeaux schieben, aber einfach ist diese Farbe sicherlich nicht zu beschreiben - ein Hauch Rauchigkeit ist da auch enthalten und ein metallischer Einschlag, der für die leichte Streifigkeit verantwortlich ist. Definitiv eine ungewöhnliche Farbe, die vor allem im Fläschchen mit dem tollen blauen Schimmer punktet, allerdings hält ich der auf den Nägeln sehr zurück. Während das Fläschchen schon fast nach Glitzer aussieht, ist auf den Nägeln nur hier und da ein feiner Hauch der blauen Partikelchen zu erkennen und das finde ich wirklich sehr schade.
Im Sonnenschein zeigt sich der Schimmer dann leider noch weniger, da "The red planet" einfach an zu vielen Stellen das Licht reflektiert - sehr schade, da mich gerade dieser Schimmer doch gereizt hatte. Die Sonne macht den Lack auch deutlich dunkler, ich würde hier schon eher zu einem Bronzeton tendieren, den der Masura zeigt. Ich habe also gegrübelt, was ich nun designmäßig machen sollte - wieder nur ein Magnetenstrichlein wollte ich nicht, also habe ich mich wieder an die #31DC2018weekly gemacht, diese Woche sind nämlich Regenbögen dran! Durch das Magnetisieren des Lacks ist "The red planet" bei mir zwar dunkler geworden und hat teils auch den blauen Schimmer herausgestellt, aber so richtig begeistert hat mich das Ergebnis nicht (bei Lotte sah das viel hübscher aus!), also habe ich beschlossen, mich jetzt so richtig zu blamieren. Wenn ich nämlich etwas nicht kann, dann ist es Freihandpinselei - für einen Regenbogen fiel mir aber nicht wirklich etwas Besseres ein, also habe ich mir meinen Pinsel und sechs Lacke geschnappt und leicht gequält losgemalt...
Der Bogen ist nun alles andere als perfekt geworden - aber zumindest ist die Mani schön bunt und kommt auf dem jetzt dunkleren roten Planeten sehr gut heraus. Der Basislack schimmert durch den Magneten überall und sieht auch dem Fläschchen nun deutlich ähnlicher - für den blauen Schimmer ist das Sonnenlicht aber noch immer nichts, da kommt er einfach nicht gut durch. Im unteren Bereich des Mittelfingers kann man es hier und da bläulich aufblitzen sehen, aber dominant ist das leider nicht. Dafür finde ich die feinen Nuancen in "The red planet" nach dem Magnetisieren wirklich toll, sie kommen nur leider nicht auf den Bildern raus... Mit meinem Regenbogen kann ich mich heute auch nicht wirklich rühmen - sieht halt aus, als hätte ein sechsjähriges Kind mit seinen Wasserfarben einen Regenbogen gepinselt... Unregelmäßig, schief und krumm und zur rechten Seite hin stürzt er auch irgendwie ab - hoffen wir also, dass sich da kein Kobold ernsthaft drauftraut, denn ich würde eine gewisse Einsturzgefahr vermuten!
Ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz, was ich von "The red planet" halten soll - hässlich ist der Lack nicht, aber wirklich überzeugen konnte er mich irgendwie auch nicht. Ich hätte so gerne diesen blauen Schimmer viel deutlicher gesehen, denn der flasht mich wirklich! Die Haltbarkeit des Lacks ist vollkommen im Rahmen und immerhin lässt er sich einfach ablackieren, aber ich kann Lottes mäßige Begeisterung hier nur zu gut verstehen...

Mittwoch, 2. Mai 2018

Masura "Precious stones" Emerald sari

Auch wenn der April eindeutig schon vorbei ist, bin ich mit meinen Masura-Lacken noch nicht durch - und bevor ich die jetzt wieder ganz nach hinten in mein Schränkchen schiebe, habe ich beschlossen, sie einfach noch fertigzulackieren und beizeiten zwischendrin zu posten. Außerdem bin ich markentechnisch für den Mai eh nicht so gut ausgestattet, da passen die restlichen Lacke noch hervorragen in den Lackierplan!

Heute soll es "Emerald sari" sein und es mag sein, dass ich mich ein bisschen in die Magnetlacke verguckt habe und die ziemlich klasse finde... Sicherlich mag das ein bisschen langweilig sein, aber ich finde zumindest die von Masura wirklich toll was die Effekte angeht und war gespannt, ob ich das auch so toll hinkriege, wie man das auf zahlreichen Bildern im Netz begutachten kann.
Zuerst einmal musste aber "Emerald sari" auf die Nägel und das ging mit dem hier irgendwie etwas breiteren Pinsel problemfrei. Ich hatte den Eindruck, dass der Lack ein bisschen cremiger ist als die anderen Masuras und somit dickflüssiger. Dadurch deckt der Lack wirklich ausgesprochen gut, an und für sich hätte mir eine Schicht gereicht - wenn nicht meine Nägel momentan das eine oder andere Problem mit Unebenheiten hätten. Es gab es noch eine zweite Schicht drüber, die ebenfalls schön gleichmäßig war und dank der kurzen Trockenzeit auch keinen Topcoat nötig gemacht hat. Der Lack ist zwar ein bisschen streifig, ich finde das aber gar nicht so dramatisch - die Kamera zeigt die Pinselführung definitiv deutlicher als sie mit bloßem Auge zu erkennen ist, an und für sich wirkt "Emerald sari" gar nicht so schlimm streifig wie es hier scheint. Mit Topcoat wird das allerdings auch nicht wirklich kaschiert, sodass man hier nur noch mehr Glanz herausholen könnte.
Farblich ist ja ziemlich eindeutig, dass das Smaragdgrün sein soll und vor allem im Sonnenschein zeigt sich der schöne intensive Grünton recht eindeutig. Ich finde ihn zwar insgesamt ein kleines bisschen blaustichiger als das typische, warm-glühende Smaragdgrün, das eine deutliche Tendenz ins Goldene zeigt, aber damit kann der Masura dann im magnetisierten Zustand aufwarten. Unter meiner Tageslichtlampe hat der Lack tatsächlich auch ein kleines bisschen an Farbintensität eingebüßt, aber dafür zeigten sich die feinen Schimmerpartikelchen hier deutlicher, die im Ursprungszustand für den leichten Eindruck von Streifigkeit sorgen. So oder so - ich mag den Grünton, auch wenn er nicht der knalligste und intensivste mittelgrüne Farbton ist, so wirkt das Grün tatsächlich auch wen bisschen erwachsener und fällt gar nicht so sehr auf.
Für das Design passend zum Lack wollte ich heute nicht schon wieder "einfach nur" mit dem Magneten ein Muster auf den Lack bringen, sondern habe mich mal am wilden Magnetisieren probiert. Einfach mit dem Magneten mal ein bisschen über den Lack wischen und - das Ergebnis mit einem deutlichen Stirnrunzeln zur Kenntnis nehmen. Irgendwie hab' ich es einfach nicht so mit diesen unregelmäßigen Designs und bin nie zufrieden mit dem Verlauf der Farben und so war es auch hier. Mit einer klaren Linie ist das alles was anderes, aber so leicht drübergeswoosht hat mich der Lack irgendwie nicht überzeugt. Allerdings sah mir das wie eine passende Basis für ein Stamping aus, also habe ich mir "Wild white ways" von essence geschnappt und das riesengroße Blümchenmotiv von der ÜberChic 17-03. Mit dem Muster hatte ich bisher immer so meine Probleme, obwohl ich es wirklich toll finde (es ist nur einfach viel zu groß, um es irgendwie komplett auf die Nägel zu bringen) und wollte mich einfach mal bei "Emerald sari" ausprobieren.
Ich habe also meine Nägel mit den weißen Blümchen bestempelt, Hauptsache, ich hatte irgendeinen halbwegs erkennbaren Teil der Blüten auf den Nägeln. Das Ganze habe ich dann noch mit einer Schicht Topcoat versehen und siehe da: Ich bin verzückt! Die Unregelmäßigkeiten im Basislack kommen mit dem Stamping wirklich toll zur Geltung - mal erscheint das Grün dunkler und zeigt seinen goldenen Schimmer, mal wirkt es schon fast kühl und mintfarben und über dem Ganzen liegen die hübschen Blumenmuster. Das passt doch mehr als hervorragend und sieht wirklich ganz anders aus als der Basislack nur mit dem Magnetmuster. So sieht das Ganze gar nicht mehr aus auffallend unregelmäßig aus, sondern irgendwie harmonisch-stimmig und alles andere als langweilig. Irgendwie finde ich das tatsächlich auch richtig frühlingshaft und war ganz angetan von meiner Zufallsmani.
Die Haltbarkeit von "Emerald sari" hat sich ebenfalls als solide herausgestellt und ich war wirklich positiv überrascht, dass sich das Ablackieren so problemfrei gestaltet hat. Keine Schmierereien oder sonstige Probleme, was ich bei dem grünen Lack gar nicht erwartet hätte - da macht sich dann doch der leicht metallische Einschlag bemerkbar.