Freitag, 6. April 2018

Masura "Golden collection" 1152 Sceptre

Damit es bei "Wir lackieren..." nicht langweilig wird, unterbreche ich heute mal meine Zoya-Reihe (keine Sorge, zwei Lacke von Zoya habe ich diesen Monat noch im Angebot!) und zeige euch heute einen Lack von Masura. Im Januar konnte ich bei Lotte nämlich meine Masura-Bestellung abholen, zu der ich eindeutig angestiftet wurde - auch wenn das nur eine kleine Auswahl ist, war ich doch sehr gespannt auf die russischen Schätzchen.

Für mich war Masura vor allem zu Beginn mit Magnetlacken verbunden - irgendwie haben die einfach besonders viel Aufsehen erregt, da die Effekte so schön zu sehen waren. Bei meiner Bestellung habe ich allerdings einfach nach Augenmaß bestellt und mich von den hübschen Fläschchen leiten lassen. So ist auch "Sceptre" in meinen Besitz gekommen, er eigentlich so gar kein Lenalack ist...
Der Auftrag des Lacks ging dank toller Konsistenz und gut geschnittenem Pinsel (nicht sonderlich schmal, nicht zu breit, gerade - also kein grandioser Biberschwanz, sondern ein solider, ordentlicher Pinsel) problemfrei, allerdings schwante mir nach der ersten Schicht schon Böses. Von Deckkraft war da nichts zu erkennen, "Sceptre" ist was das Fläschchen angeht ein wahrer Blender! Die Trockenzeit ist allerdings angenehm kurz, sodass das Schichten kein Problem darstellt. Nach der zweiten Schicht sah das Ganze schon deutlich besser aus - ich hatte für einen kurzen Moment den Eindruck, dass der Lack schon deckend sein könnte, dann habe ich aber meine Hand ein bisschen gedreht und das ganze Drama war wieder sichtbar. Also gab es eine dritte Schicht und auch wenn die nicht zu absoluter Deckkraft führte (wenn man mal ganz genau hinschaut, kann man erkennen, dass zwischen dem ganzen goldenen Gefunkel doch noch ein bisschen Nagel durchscheint), aber für mich doch ausreichend war.
Einen Topcoat braucht "Sceptre" nicht, da der Lack aus meiner Sicht mehr als genug eigenen Glanz mitbringt. Farblich finde ich den Masura gar nicht so leicht zu beschreiben - die Grundtendenz ist eindeutig golden und das heißt ja schonmal, dass das absolut nicht mein Geschmack ist, aber irgendwie mag ich die Kombination. Bei Masura wird "Sceptre" als golden-holografisch mit lilanen duochromen Flakes bezeichnet und das kommt durchaus weitestgehend hin. Ich würde zwar diesen Holoaspekt ganz klein schreiben, aber ein reiner Goldlack ist das auch nicht. In der sheeren Base schwirren allerdings vorwiegend winzige goldene Partikelchen herum, die den Farbeindruck des Lacks dominieren. Diese kleinen Goldteilchen sind auch vorwiegend für die Deckkraft des Lacks verantwortlich oder eher für den Eindruck einer Abdeckung des Übergangs zum Nagelweiß. Der entsteht nämlich in Teilen auch schlicht und ergreifend dadurch, dass es irgendwann so wild schimmert, leuchtet und reflektiert, dass man gar nicht mehr so recht zuordnen kann, ob das durchblitzender Nagel oder nicht doch ein goldenes Partikelchen ist.
Auf dieser goldenen Grundlage, die tatsächlich hier und da mal ein paar bunte kleine Highlights hat, finden sich einige Flakies in unterschiedlicher Größe ein, die vorwiegend im Farbspektrum zwischen Blau und Lila changieren. Allerdings findet sich hier und da auch ein roter oder pinker Farbaspekt, der sich auf der güldenen Basis zeigt. Ich dachte, dass "Sceptre" im Tageslicht noch ein bisschen spektakulärer wäre, aber da war es deutlich schwerer, die unterschiedlichen Aspekte des Lacks einzufangen. Der goldene Schimmer zeigt sich da nicht so deutlich, dafür treten eher die lilablauen Flakes in den Vordergrund und von der Grundtendenz her zeigt sich "Sceptre" eher als kühlerer Ton, während unter der Tageslichtlampe das Gold deutlich gelbstichiger wirkt und sich wärmer zeigt. Auf jeden Fall ist das ein Lack, der großen Spaß macht und je nach Lichteinfall unterschiedliche Nuancen zeigt - für mich wohl das schönste Gold in meiner Sammlung (und diese Aussage will was heißen, da ich Gold ja eher selten toll finde).
Über ein passendes Nailart habe ich bei diesem Lack tatsächlich ein bisschen grübeln müsse und bin letztlich bei einer ganz einfachen Version gelandet. Mit Stripingtape habe ich ein paar Streifen auf allen Nägeln abgeklebt und dann mit Priti NYC "Climbing blueberry" drübergepinselt. Ich dachte, dass der cremige Lilaton die Flakies ein bisschen besser treffen würde, aber er ist doch einen Hauch heller. Trotzdem finde ich das einfach Design durchaus passend, denn so kommt "Sceptre" noch entsprechend zur Geltung und kann sowohl sein Gold als auch die farblichen Akzente der Fleks gut zeigen. Auf dem Ringfinger habe ich meine Streifen einfach ein bisschen höher gezogen, weil... ich dachte, dass das fesch aussehen würde, aber so ganz gelungen ist das irgendwie nicht; der Nagel sieht tendenziell ein bisschen nach halbfertig aus...
"Sceptre" war ja tatsächlich mein erster Masuralack und ich muss sagen, dass er mir einen sehr positiven Eindruck von der Marke vermittelt hat. Die Haltbarkeit des Lacks ist vollkommen in Ordnung, das Ablackieren ging zu meinem Erstaunen auch recht einfach, die Flakes haben sich nicht in den Nagelhäuten verkrochen, sondern sich schön ablackieren lassen. Vom Finish her dürfte das tatsächlich der speziellste Lack in meinem Besitz sein, aber auch die anderen können sich durchaus sehen lassen.

Kommentare:

  1. Toll! Erinnert mich ein bisschen an on a silver platter von Essie, wobei deiner mehr golden ist :) Aber die Zusammensetzung ist ähnlich!

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  2. Oh wow, der Lack sieht wirklich total klasse aus! Nur Gold mag ich auch nicht sooo, aber mit dem lila dazu, super schön!

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  3. Oh wow! Der ist wirklich absolut genial - und ich ärgere mich immer noch, dass ich ihn nicht auch gekauft habe. ^^

    LG Lotte

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  4. Also der würde mir auch gefallen! Ich glaube, den setze ich mal auf die Wunschliste. :D

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