Sonntag, 30. Dezember 2018

KBShimmer "Leaf of faith"

Der letzte Sonntag des Monats - und ich schaffe es tatsächlich, noch ein letztes Posting fertig zu machen. Schon grandios, wenn man sich einfach absolut nichts für den Tag vornimmt und dann tatsächlich Zeit und Motivation hat, sich noch ein bisschen an den Rechner zu setzen. Ich gestehe, dass ich mich auch sehr freue, den heutigen Lack noch dieses Jahr unterzubringen - denn für "Wir lackieren..." im Januar habe ich so einige Lacke zur Auswahl.

Wie schon am Freitag ist das heute ein Lack, der eigentlich perfekt in den Oktober gepasst hätte - nicht nur vom Namen her! Allerdings passt er auch hervorragend in den Dezember, denn er geht auch als Weihnachtslack durch und ich muss jetzt mal erwähnen, dass ich diesen Lack tatsächlich schon zum zweiten Mal trage - dafür habe ich eigentlich echt eine Menge Applaus verdient...
Auch wenn ich "Leaf of faith" momentan zum zweiten Mal trage, muss ich an dieser Stelle zugeben, dass ich für die Fotos ein bisschen getrickst habe... Beim ersten Auftrag hatte ich den Lack nämlich brav solo lackiert - und mich wahnsinnig über die suboptimale Deckkraft geärgert. Als Solist braucht der Lack bei mir nämlich mindestens vier Schichten, um das Nagelweiß nicht mehr allzu deutlich hervortreten zu lassen. Darum habe ich für die erneute Runde (bei der ich es dann auch endlich geschafft habe, den Lack zu knipsen) einfach eine Schicht eines roten Lacks drunterlackiert - und dann trotzdem drei weitere Schichten des KBShimmer. Nicht, weil es von der Deckkraft her unbedingt nötig wäre, aber "Leaf of faith" ist einer der Lacke, die mit mehr Schichten einfach toller werden. Dank der recht kurzen Trockenzeit ist es auch gar kein Problem, den Lack zu schichten, der Auftrag ist auch insgesamt sehr angenehm und das trotz der enthaltenen Partikel. Allerdings trocknet der KBShimmer nicht wirklich eben aus, sodass mindestens eine Schicht eines dickflüssigen Topcoats Pflicht ist.
Farblich ist "Leaf of faith" recht eindeutig ein absolut grandioser roter Lack - die Base ist wie schon erwähnt eher auf der sheeren Seite, zeigt aber schon deutlich einen intensiven Rotton. Auch wenn das ein wenig widersprüchlich klingt, der KBShimmer ist kein wässriges Rot, sondern kann schon ordentlich was! Das merkt man auch schon bei der zweiten Schicht, da nimmt das Rot nämlich schon an Intensität zu und ich würde gar behaupten, dass sich am Schluss fast ein Bordeauxrot ergibt. In diesem leicht durchscheinenden Grundton schwirren ganz viele Glitzerpartikelchen herum - und das in unterschiedlichen Größen und Farben. Am auffälligsten sind wohl die großen Hexagons, die es in Silber, Gold, Orange und Rot gibt. Mittelgroße und kleine Hexagons gibt es in denselben Farben (oder zumindest sind das die Farben, die ich eben so erkennen konnte). Dazu gibt es winzige Partikelchen, die wundervoll holomäßig in allen möglichen Farben vor sich hinfunkeln und sich über den ganzen Nagel ausbreiten - absolut grandios!
Die großen Partikelchen lassen sich beim Auftrag recht problemlos schieben, wobei es bei mir immer eine gewisse Bündelung im oberen Bereich gibt - aber das ist nicht schlimm, finde ich. Dadurch, dass die Partikelchen unterschiedlich tief im Lack liegen, zeigen sie sich in variierenden Gold- oder Rottönen und das ist auch genau der Grund, aus dem man "Leaf of faith" immer in mehr als nur einer Schicht auftragen sollte. Ansonsten sind einerseits weniger Partikelchen auf den Nägeln und andererseits verleiht erst die Schichterei dem Lack diese tolle Tiefe, die mich an ein Blättermeer im Herbst oder auch an das Funkeln meines Weihnachtsbaums denken lässt. Das erklärt dann auch, warum der Lack nicht nur in den Herbst, sondern auch in den Winter passt, oder? Dieses tolle und variierende Gefunkel (diese kleinen blauen Highlights haben es mir ja mal wieder angetan...) führte bei mir dann auch dazu, dass ich total überfordert mit dem Design war. Es sollte nichts Großes werden, da sonst diese tolle Tiefe übertüncht würde, aber irgendwas wollte ich doch auf die Nägel bringen.
Ich musste ein bisschen suchen, bin dann aber bei der ÜberChic 8-03 gelandet und habe mich für einen Teil des Doppelmotivs entschieden, den ich auf Ring- und Mittelfinger gestampt habe. Lediglich im Bereich des Nagelbett angebracht, soll das herzförmige Ornament einfach nur als kleine Untermalung dienen und nicht allzu sehr im Vordergrund stehen. Ich fand das Gold aufgrund der enthaltenen Partikelchen stimmig, es hebt sich aber auch ein bisschen ab, sodass man das Design trotzdem erkennen kann. Insgesamt finde ich das durchaus gelungen, wobei ich auch einfach sagen muss, dass ich den Lack schon solo echt bombastisch finde. Wahrscheinlich wäre auch ein metallisch-blaues Stamping hier passend gewesen, da die kleinen Holopartikelchen sich doch deutlich in bläulichen Nuancen zeigen. Sei's drum - so ist es durchaus ein bisschen herbstlicher oder eben weihnachtlicher, wie man das eben sehen will!
Mit Topcoat ist die Haltbarkeit von "Leaf of faith" vollkommen in Ordnung - ohne sieht das dann doch eher mau aus, denn die Partikelchen lösen sich nach einer gewissen Zeit durch Abnutzung durchaus aus dem Lack und dann gibt es kleine Lücken. Mit einer schützenden Schicht ist das gar nicht der Fall, allerdings macht das Ablackieren nur bedingt Freude, da die Glitzerteilchen recht hartnäckig sind und sich auch in den Nagelhäuten festsetzen. Trotzdem habe ich mich auch ein zweites Mal an den Lack gewagt - also kann es nicht so schlimm sein, dass das Ergebnis der Mühe nicht wert wäre!

Freitag, 28. Dezember 2018

KBShimmer "Plum luck"

Ich war mir gar nicht so sicher, wie sich die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr hier gestalten würde - entweder totales Chaos oder doch entspannte Gemütlichkeit. So wie es jetzt aussieht, sind wir bei letzterem gelandet und ich kann auch noch ab und zu mal den Rechner anschmeißen und mich an ein Posting setzen. Heute gibt es darum eine kleine Silvestermani, die mich zwar nicht ins neue Jahr begleiten wird, aber durchaus das Potenzial dazu hätte - wenn ich den Lack nicht jetzt schon auf den Nägeln hätte.

KBShimmer war zwar schon im Oktober bei "Wir lackieren..." angesagt, aber da habe ich es einfach nicht hinbekommen, alle Lacke zu lackieren und zu zeigen, darum gibt es jetzt eben noch ein paar Nachzügler. Jetzt habe ich noch Zeit, ab Januar sieht das Ganze dann doch wieder anders aus! Der heutige Lack ist mal wieder ein Goodie von Lotte und wenn ih ehrlich bin, weiß ich gar nicht, warum sie ihn nicht behalten wollte.
Am Auftrag kann's zumindest nicht gelegen haben, denn "Plum luck" lässt sich mit dem gerade geschnittenen breiten Pinsel wunderbar lackieren. Die Konsistenz ist angenehm, weder zu flüssig noch zu pastös und der KBShimmer lässt sich schön auf dem Nagel verteilen. Mit der ersten Schicht ist zwar schon erkennbar lilane Grundfarbe auf dem Nagel, allerdings ist eine dünne Schicht noch nicht wirklich deckend. Dank der angenehm kurzen Trockenzeit ist es allerdings kein Problem, noch eine zweite Schicht zu lackieren. Die macht dann alles schön deckend, sodass die Mani eigentlich fertig ist. Allerdings trocknet "Plum luck" nicht wirklich ebenmäßig aus, sodass ich noch eine Schicht Topcoat für etwas mehr Glanz lackiert habe. Ansonsten kann man doch ein bisschen zu gut erkennen, dass der Lack mit unterschiedlichen Partikelchen gespickt ist, die sich auch obenauf legen und nicht richtig in den Lack einsinken. Dadurch ist das Finish nicht spiegelnd und glatt - und das steht dem Lack schon deutlich besser.
Farblich ist "Plum luck" gar nicht so leicht zu beschreiben, obwohl es sich um einen lilanen Farbton handelt und nicht um so ein wildes Farbgemisch handelt. Allerdings ist das kein klares Lila, sondern aus meiner Sicht leht der Lack ein wenig in Richtung Grau und gehört eher in die gedämpfte Richtung. Allerdings nicht fliedermäßig, sondern schon ein bisschen dunkler... Vom Farbton her hat ihn die Kamera ausnahmsweise mal recht naturgetreu eingefangen, sodass man sich hier ein relativ gutes Bild machen kann. Die Basisfarbe ist aber natürlich nicht das Einzige, das der Lack als Besonderheit mitbringt - da ist nämlich so einiges los im Fläschchen des KBShimmer. Sowohl im Fläschchen als auch auf den Nägeln ist der feine silberne Schimmer recht präsent, der einen zarten Holoeffekt zeigt. Dazu gibt es winzige Hologlitzerpartikelchen, die zwar im Fläschchen sehr präsent sind, sich auf den Nägeln aber eher zurückhalten. Dazu gibt es dann aber noch mittlere und große Glitterhexagons, wobei die mittleren in einem dunklen Blau und mehreren rötlich-goldeen Metallictönen gehalten sind. Die großen Hexagons habe ich in Weiß und ebenfalls rötlich-goldenen Metallictönen entdeckt - allerdings kann es durchaus sein, dass da noch mehr drin versteckt ist.
Das Schöne an "Plum luck" ist, dass der Lack in jedem Winkel etwas anderes in den Vordergrund rücken lässt und das gilt nicht nur für das Fläschchen, sondern auch für die Nägel. Mal steht der feine Holoeffekt im Mittelpunkt und legt sich traumhaft weich über den gesamten Nagel, mal ist es eher das Gefunkel und Geglitzer der größeren Partikelchen. Besonders toll finde ich ja die dunkelblauen Glitzerpartikel, die zeigen sich tatsächlich nur bei Blick von der Seite und sind sonst alles andere als auffällig - aber gerade diese dunkelblauen Pünktchen finde ich toll! Was ein mögliches Design angeht, stand ich hier mal wieder komplett auf dem Schlauch, denn eigentlich reicht der KBShimmer schon vollkommen aus mit allem, was sich in dem Lack so abspielt. Der Herr wünschte sich allerdings Feuerwerk (oh ja, ich begehe noch immer regelmäßig den Fehler, ihn einfach so zu fragen und nicht, ein paar Platten zur Auswahl zu geben), also machte ich mich auf die Suche nach irgendetwas, das in die richtige Richtung gehen könnte. Zu meiner Überraschung wurde ich tatsächlich fündig und zwar bei zweien meiner Platten von Bornpretty.
Da ich mir mal wieder nicht sicher war, welche Farbe als Akzent geschickt wäre, bin ich bei Lilatönen und Silber geblieben. Auf den Ringfinger habe ich versucht, ein Kalenderblatt zu stempeln - versucht, weil man leider den Dezember nicht so richtig erkennen kann. Irgendwie ist das nicht gar so scharf geworden, wie ich mir das gewünscht hätte. Auf die restlichen Nägel gab es dann Feuerwerk in unterschiedlichen Lila- und Silbertönen, mal mit etwas Holo, mal ganz klassisch metallisch. Auf dem Ringfinger habe ich noch versucht, etwas mehr Holo auf den Nagel zu bringen, das ist aber aus diesem Winkel nicht gar so gut erkennbar. Insgesamt wirkt die Mani fotografiert ganz schön flach, ist sie aber eigentlich gar nicht - da funkelt und blitzt es an den unterschiedlichsten Stellen in allen Farben und das wird einem Feuerwerk durchaus gerecht. Der Herr war dann mit dem Ergebnis auch zufrieden und hat sogar den 31. Dezember erkannt!
Zur Haltbarkeit von "Plum luck" muss ich sagen, dass der Lack ohne Topcoat nach einem Tag schon anfängt, an den Nagelspitzen abzusplittern. Mit Topcoat sieht das Ganze schon anders aus, da ist der KBShimmer ganz brav und hält sehr solide. Das Ablackieren geht trotz der enthaltenen Partikelchen ziemlich gut, sodass ich mit dem Lack nicht nur was die Optik angeht sehr zufrieden bin - und noch weniger verstehen kann, warum Lotte ihn loswerden wollte...

Sonntag, 23. Dezember 2018

Tonic Polish "Stars at twilight"

Als Lotte und ich die restlichen Postings zu "Gemeinsam lackiert" für dieses Jahr besprochen haben, standen für den Dezember eigentlich nur zwei Lacke auf dem Plan, "Ambrosia" und "Happenstance". Eher so in einem Halbsatz fügte Lotte dann noch hinzu, dass wir auch für den 23. Dezember noch einen Lack hätten, allerdings sei das ja so kurz vor Weihnachten und da hätte man ja so viel zu tun... Es schadet aber bekanntlich nie, ein Backup zu haben, denn irgendwie haben wir es beide geschafft, für euch heute "Stars at twilight" zu lackieren - trotz Feiertagschaos!

Natürlich passt der Lack auch zu "Wir lackieren..." und ist mal wieder eine milde Gabe, die mir Lotte beschert hat. Vom Namen mal abgesehen, ist das auch ein grandioser Lack für die Weihnachtszeit - allerdings muss ich auch gestehen, dass ich noch immer nicht so recht in besinnlicher Stimmung bin. Das mag an den Wetterverhältnissen und den ganzen Drumherum liegen, das nicht so recht zu Weihnachten passt, ist aber auch sehr schade, da ich die Weihnachtszeit eigentlich sehr mag...
"Stars at twilight" gehört irgendwie zu der Sorte Lack, bei der ich große Probleme mit dem Namen habe - das war allerdings schon alles Negative, das ich zu dem Lack sagen kann. Die Konsistenz des Lacks ist super, mit dem Pinsel kann man genug der Flüssigkeit aufnehmen und auch sehr schön wieder auf den Nagel bringen. Die Deckkraft des Tonic Polish ist ebenfalls gut, sodass mit einer ersten Schicht schon erkennbar Farbe auf dem Nagel ist. Ganz deckend ist eine erste dünne Schicht allerdings noch nicht, sodass ich eine zweite aufgetragen habe. Dank der recht kurzen Trockenzeit des Lacks ist das allerdings kein Problem. Ich hatte ja gehofft, dass ich den Lack auch ohne Topcoat tragen könnte, aber da der Tonic Polish nicht ganz glatt abtrocknet, habe ich doch noch eine Schicht eines hübschen Glossylacks darübergegeben. Generell kann man da auch problemfrei drauf verzichten, allerdings muss ich sagen, dass ich gerade bei diesem Lack schon eine wirklich glänzende Oberfläche lieber mag - so kommen nämlich auch die Besonderheiten besser raus, die er im Angebot hat.
"Stars at twilight" gehört mal wieder zu den Lacken bei denen die Farbe ganz schön schwer zu beschreiben ist. Das liegt natürlich auch daran, dass die Basisfarbe hier schon wieder so ein hübsches Gemisch ist. Generell ist das mal wieder eine Mischung aus Blau und Lila, wobei ich spontan behaupten würde, dass der Lack eher lilalastig ist - allerdings ist das wohl auch eine Frage des Lichts. Mit so einem hübschen Gemisch in der Basisfarbe bin ich ja schon durchaus glücklich, aber "Stars at twilight" hat natürlich noch mehr zu bieten: Wie man schon im Fläschchen erkennen kann, sind einerseits noch kleine Holopartikelchen im Lack enthalten - allerdings sind die meiner Einschätzung nach eher spärlich gesät und bilden dann doch "nur" die Highlights im Ergebnis. Sehr spannend macht auch diesen Lack wieder ein feiner Schimmer, der sich über das Lilablassblau legt und sich vorwiegend in einem rötlich-kupfernen Ton zeigt, aber auch bis in einen goldengrünen Bereich changiert. Die Kombination aus diesem feinen Schimmer und den funkelnden Holopartikelchen finde ich absolut hinreißend und auch hier erkennt man mit jeder Winkeleränderung andere Farbaspekte.
Ich muss sagen, dass ich mit dem Lack schon einen Hauch von Festtagsstimmun bekommen habe, allerdings wollte ich das Ganze dann noch mit einem entsprechenden Design krönen. An und für sich wäre zu dem Lacknamen ja ein Sternenhimmel (Galaxy nails, ick hör dir trapsen!) perfekt gewesen - aber ich wollte was Weihnachtliches und habe mich mal wieder auf die Suche begeben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie oft ich das schon gesagt habe, aber ich bin was saisonale Nailartutensilien angeht, echt schlecht ausgestattet und auch was Weihnachten angeht, habe ich nur bedingt was im Angebot. Immerhin habe ich ein paar ansehnliche Schneemänner auf meiner Festive 47 von MoYou gefunden. Einen (oder eigentlich zwei - ist nämlich ein großer Schneemann mit einem kleinen Schneemännchen) habe ich mir dann auf den Ringfinger gepackt und von der BPL-032 noch ein paar Schneeflocken auf die restlichen Nägel. Lauter Schneemänner (oder sind das dann etwa Schneeleute?) wollte ich nicht haben, das wäre mir dann ein bisschen zu wuselig geworden - aber so hat der Schneeman noch eine hübsche, abwechslungsreiche Umgebung, die Schneeflocken sind nämlich alle unterschiedlich!
Gestampt habe ich zwar mit einem silbernen Hololack, allerdings ist da der Holoeffekt nicht übermäßig auffällig. Da aber auch "Stars at twilight" eigentlich noch ein paar Holopartikelchen im Angebot hat, habe ich gegrübelt, was sich denn da noch machen ließe. Nachde ich das Stamping dann noch schlierenfrei (!) mit einem Topcoat versiegelt habe, habe ich mir meinen "shake it up!"-Topcoat von essence geschnappt und noch ein paar zusätzliche kleine Hologlitzerchen aufgebracht. Direkt auf das Stamping habe ich mich das nicht getraut, da beim Auftrag eigentlich ein komplettes Verschmieren gesichert ist - ich weiß nicht, ob das an der dünnflüssigen Konsistenz des Toppers oder am borstigen Pinsel liegt, aber das mache ich nicht mehr! So sind aber noch ein paar kleine Holohexagons über den Schneeflöckchen zu sehen und ich finde, dass sich das doch sehr stimmig in dsa Gesamtbild fügt. Zugegeben - das ist noch immer keine reinrassige Weihnachtsmani, aber das ist vielleicht auch der Grundfarbe geschuldet. Ich mag das winterliche Ergebnis auf jeden Fall sehr und hoffe ja noch immer ein klitzekleines bisschen, dass sich bis morgen mehr Weihnachtsflair einstellt.
Über die Haltbarkeit von "Stars at twilight" kann und mag ich mich nicht beschweren, auch wenn ich den Lack natürlich nur mit Topcoat getragen habe. Allerdings hat er sich beim Ablackieren ganz brav gegeben und ich konnte mich ohne große Probleme an meine Weihnachtsmani machen. Für heute steht bei mir noch so einiges auf dem Plan und ich weiß noch nicht, wann ich zum nächsten Posting komme - darum wünsche ich einfach euch allen nicht nur besinnliche Feiertage, sondern auch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Freitag, 21. Dezember 2018

China Glaze "Kicks" 721 Custom kicks

Diese letzte Arbeitswoche hat mich erstaunlicherweise ganz schön geschlaucht - und zwar so sehr, dass ich Mittwoch Nachmittag beinahe auf der Couch eingeschlafen bin und vom Abend definitiv gar nichts mehr mitbekommen habe. Darum habe ich es auch nicht hinbekommen, hier einen Lack zu zeigen - und auch der Donnerstag Abend war ähnlich produktiv. So viel also zum gemütlichen Jahresausklang, den ich mir eigentlich vorgestellt hatte...

Tatsächlich habe ich aber noch noch zwei Lacke für "Wir lackieren..." diesen Monat - und einen davon möchte ich euch heute zeigen. "Custom kicks" habe ich glaube ich mal bei tkmaxx mitgenommen - aber so ganz sicher bin ich mir da nicht. Die Kollektion stammt schon aus dem Jahr 2009, also sind wir hier mal wieder bei einem ganz alten Vertreter, aber trotzdem einen sehr hübschen!
"Custom kicks" kommt mit dem gewohnten schmalen Pinsel daher, lässt sich aber dank der noch immer sehr angenehmen, cremigen Konsistenz, problemlos auftragen und auf dem Nagel verteilen. Mit der ersten Schicht ist schon eine Idee Farbe auf dem Nagel, aber es fehlt natürlich noch an Intensität. Die kommt mit der zweiten Schicht schon viel besser heraus, dann ist der Lack auch schon deckend. Definitiv mal wieder sehr angenehm, einen Lack mit "Standarddeckkraft" auf den Nägeln zu haben und sich nicht mit einer dritten Schicht herumärgern zu müssen. Da der China Glaze recht zügig trocknet, ist es auch kein Problem, die zweite Schicht auf den Nagel zu bringen und an und für sich könnte man sich den Topcoat sparen - allerdngs war mir das Finish nicht eben genug, sodass ich auf einen schönen glossy Topcoat zurückgegriffen habe. Ich hatte gehofft, dass das die Besonderheiten des Lacks noch ein bisschen deutlicher herausbringt - aber das hat leider nicht so ganz funktioniert.
Farblich gehört der Lack mal wieder zu der Sorge, die sich alles andere als leicht darstellen lässt - so ist das eben bei diesen grünlich-blauen Farbnuancen. Je nachdem, wie die Kamera gerade mag, ist er mal grüner, mal blauer als er sich eigentlich zeigt - aber nach einigem Rumprobiere habe ich "Custom kicks" halbwegs realistisch eingefangen. Grundsätzlich würde ich den Lack durchaus als Türkiston beschreiben, allerdings ist er doch deutlich auf der grünen Seite anzusiedeln und insgesamt auch gar nicht so knallig und herausstechend, wie ich einen typischen Türkiston zusammenstellen würde. Vielleicht ist das so eher der Bereich Meeresgrün, der hier passen würde - aber wie auch immer, ich mag den Farbton gern. Jetzt könnte man glatt denken, dass es sich hier um einen Cremelack handelt, aber weit gefehlt! In dieser türkisfarbenen Base schwirrt nämlich ein ganz feiner, goldener Schimmer herum, der sich schleierhaft-zart auf den Lack legt. Leider ist er wirklich ganz schwer zu erkennen und nahezu unsichtbar - und das finde ich ziemlich schade, da ich gerade diesen Schimmer so spannend finde.
Da mir der Schimmer viel zu fein und zu schwer einzufangen war, war klar, dass ich einen meiner goldenen Topper bequemen musste, um den Lack golden Schimmern zu lassen. So bekam "Custom kicks" eine Schicht des goldenen "shake it up" Topcoats von p2 ab. Manchmal begehe ich auch noch den Fehler, den werten Herren nach seiner Meinung zu fragen und er sagte zu dem Lack, dass sich da Geschenkpäckchen als Design gut drauf machen würden. Mich stellte das vor ein zentrales Problem - ich habe nämlich keine Stampingplatte, auf der irgendwelche Geschenkpäckchen zu finden wären. Nachdem ich mich dann durch meine komplette Plattensammlung gewühlt hatte, war das einzig Geschenkähnliche, das ich finden konnte, ein Geschenkband-Stamping mit Schleifchen auf der MoYou Festive 02. Eigentlich wollte ich das Ganze ja in Gold halten, allerdings hatte ich Sorge, dass das dann nicht kontrastreich genug wäre. Also gab es erst einmal ein schwarzes Stamping auf den Ring- und Mittelfinger, das mir doch recht gut gefiel.
Leider sind meine Nägel mal wieder einen Hauch zu lang für die normalen Stampingmotive, sodass ich unten ein bisschen anstempeln musste - aber ansonsten hätte das total bekloppt ausgesehen. Mit Schwarz alleine fand ich das schon ganz fesch, allerdings war ich sehr gespannt darauf, ob sich das auch in Gold so hübsch geben würde, wie ich mir das gedacht hatte. Also habe ich meinen goldenen Lack von Kleancolor genommen und über das Schwarz drübergestempelt (oder es zumindest versucht) und muss auch hier sagen, dass ich das gar nicht so schlecht finde. Zwar sieht man an der einen oder anderen Stelle noch das schwarze Stamping durch, allerdings ist das nicht so tragisch, sondern macht die Geschenken doch noch ein bisschen netter. Sicherlich wäre es besser gewesen, wenn ich ein größeres Motiv gehabt hätte, aber keine Arme - keine Kekse, also musste es das kleine Motiv sein!
Das große Manko an "Custom kicks" zeigte sich dann beim Ablackieren - der Lack schmiert nämlich ordentlich rum! Ich hatte nicht nur überall an und in den Nagelhäute Schimmerreste, sondern auch noch diesen penetranten Türkiston, der sich trotz Basecoat auch an dem einen oder anderen Nagel festgesetzt hat. Ordentliches Geschrubbe mit der Nagelbürste hat da auch nur bedingt geholfen, sodass ich beim nächsten Mal eher dazu tendieren würde, den China Glaze als Topcoat zu nutzen und auf einem farbähnlichen Lack zu verwenden.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Tonic Polish "Ambrosia"

Zum dritten Advent hat hier in Köln auch der Schnee mal beschossen, zumindest kurzzeitig vorbeizuschauen. Es ist zwar nicht so, dass ich dadurch schlagartig in Weihnachtsstimmung bin, aber ein kleines bisschen hilft das zumindest - bisher war davon (trotz Weihnachtsfeier) nicht wirklich viel zu merken. Leider habe ich für heute zu "Gemeinsam lackiert" mit Lotte auch nicht wirklich was Weihnachtliches im Angebot...

Zu "Wir lackieren..." hat mir Lotte noch einen weiteren Tonic Polish mitgegeben und ich muss gestehen, dass ich auf den ersten Blick von dem Lack gar nicht so angetan war. Ich fand ihn zwar nicht hässlich (bei Weitem nicht!), allerdings wollte mir auf den ersten Blick noch nicht so ganz deutlich werden, was an "Ambrosia" das Beondere sein sollte. Allerdings ging das beim Lackieren dann ganz schnell und ich hatte sowas von Herzchen in den Augen!
Bevor die große Begeisterung kam, kam aber erst einmal der Auftrag des Lacks - und da hat mich die Deckkraft des Lacks sehr überrascht. Mit dem gerade geschnittenen Pinsel lässt sich "Ambrosia" hervorragend auf den Nagel bringen und kommt trotz einer eher flüssigen Konsistenz mit ordentlich Farbe daher. Die erste Schicht ist zwar noch nicht deckend, aber er ist schnell erkennbar, wo der Lack hinwill. Als einziges klitzekleines Manko muss ich aber erwähnen, dass der Lack an den Nagelspitzen ein bisschen schüchtern ist und eine zusätzliche Ummantelung der Tips empfehlenswert ist. Da "Ambrosia" zügig trocknet, habe ich das zwischen den beiden Schichten gemacht und konnte somit auch übermäßig schnelle Tipwear verhindern. Nach der zweiten Schicht war der Lack (für mich überraschend) auch gleichmäßig deckend, sodass ich nur noch für etwas mehr Glanz eine Schicht Topcoat drübergepinselt habe. Das kann man sich sparen, wenn man mit dem Lack ohne Hochglanz zufrieden ist - der Tonic Polish kommt auch mit einem ansprechenden Originalfinish.
Was die Farbe angeht, kann man hier eigentlich ganz plan behaupten, dass "Ambrosia" eine sheere, dunkelblaue Base hat, die einen Hauch in Richtung Petrol tendiert - ein leichter Grünstich lässt sich da nämlich durchaus erkennen. Allerdings ist es ganz bestimmt nicht diese blaugraugrünliche Farbbase, die den Lack so spannend macht, sondern vielmehr das, was in dieser Base rumschwimmt und dieses absolut grandiose Finish zur Folge hat: Wenn ein bisschen Licht auf den Lack fällt, kann man schon im Fläschchen erkennen, dass es da heiß her geht und es wahre Farbexplosionen gibt. Enthalten sind da nämlich ganz feine Holopartikelchen, die auf dem Lack zwar an und für sich kein Holo-V bilden (außer man hält die Nägel in wirklich seltsamen Winkeln, dann mag aber die Kamera auch nicht mehr), sondern zu einem scattered Holoeffekt führen. Im Fläschchen kann man den Farbverlauf allerdings sehr gut erkennen, wenn er nicht von den Schimmerpartikelchen überlagert wird, die sich ebenfalls im Lack zeigen. Die changieren zwischen einem satten Rot und einem olivig angehauchten hellen Grün und liegen... über / unter / parallel zu den Holoteilchen  auf jeden Fall kann man beide Effekte erkenne, wobei manchmal einer den anderen überlagert, wiee man auf dem nächsten Bild im Fläschchen gut erkennen kann.
Mit Topcoat wird das Finish aus meiner Sicht noch ein bisschen klarer und schärfer - so ein bisschen, als würde man die Auflösung etwas höher stellen. Mit der Kamera ist es mir leider nicht gelungen, den Shift des Schimmers ins Grüne einzufangen - da wollte immer der Blitz anspringen, da das vom Winkel her einfach nicht günstig ist. An und für sich kann man den Shift im Tageslicht gut erkennen, aber da es dunkel ist, wenn ich aus dem Haus gehe und auch, wenn ich wiederkomme, konnte ich das schlecht mit der Kamera einfangen. Auf jeden Fall hatte ich mit "Ambrosia" unglaublich viel Freude, da der Lack so vielfältig ist und ständig neue Facetten zeigt. Natürlich stand ich dann auch vor dem Problem eines passenden Designs und wusste nicht so recht, wo ich hinwill. Eigentlich kann der Tonic Polish nämlich hervorragend für sich stehen, zu "Ambrosia" ist mir nur die Speise der Götter eingefallen und was ich da auf die Nägel bringen sollte, war mir schleierhaft. Ein bisschen Internetrecherche half mir aber auf die Sprünge, "Ambrosia" ist nämlich tatsächlich auch noch eine Pflanze, also durfte ein florales Motiv auf die Nägel. Das ist natürlich nicht die Blüte des Beifußblättrigen Taubenkrauts - aber immerhin habe ich so eine sehr weit dahergeholte Brücke geschlagen!
Gestampt habe ich mit MoYou's "White knight", da ich einen deutlichen Kontrast haben und den Lack nicht mit noch mehr Gefunkel überlagern wollte. Dazu erschien mir ein cremiges, sattes Weiß angemessen und so habe ich ein Blumenmotiv von der ÜberChic 8-02 genutzt und die unterschiedlichen Teile auf meine Nägel gebracht. Da ich ja von Flora so gar keine Ahnung habe (früher habe ich im Scherz immer gesagt, dass es für mich nur drei Sorten von Pflanzen gibt - Gras, Blume und Baum), kann ich absolut nicht sagen, um was für ein hübsches Blümelein es sich hier handelt - aber es kommt ziemlich gut raus und passt auch zu der dunklen Base. Nachdem ich den Lack auf den Designbildern schon ein wenig getragen hatte, ist auch das glossyglänzende Finish nach dem Stamping abgeklungen und ich hatte schon Sorge, dass ich den feinen Schimmer verscheucht hätte, aber das ist natürlich nicht der Fall, er kommt nur nicht mehr so deutlich durch wie zuvor. Auch die Holopartikelchen halten sich ein wenig im Hintergrund, aber wenn der Tonic Polish Licht abbekommt, glitzert und funkelt es noch immer grandios!
Ich habe tatsächlich das Design noch mit einem Topcoat versiegelt (und dabei mal wieder verschmiert...), sodass die Haltbarkeit auch ohne Beanstandung war. Beim Ablackieren habe ich mich sehr gefreut, dass alles so einfach von den Nägeln ging und ich ohne Stains und sonstige Probleme meinen nächsten Lack auftragen konnte. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich "Ambrosia" ungern gehen lasse und das, obwohl ich ihn zu Beginn so unauffällig fand...

Mittwoch, 12. Dezember 2018

China Glaze "Apocalypse of color" Getting to gnaw you

Manchmal ist es ja auch ganz gut, dass mein Lackierplan nicht so ganz aufgeht, wie ich ihn mir gedacht habe und Lack länger stehen bleiben. Den heutigen China Glaze wollte ich eigentlich um Halloween rum lackieren, aber irgendwie hat das dann nicht so ganz funktioniert was mich ziemlich geärgert hat - allerdings passt er damit auch hervorragend zu "Wir lackieren..." diesen Monat und wenn man es nicht gar so genau nimmt, geht er auch als Weihnachtslack durch.

"Getting to gnaw you" ist vor zwei Jahren aus Lottes Bestand in meinen gewandert, weil ich dieses Gefunkel im Fläschchen absolut toll und spannend fand. Es ist auch nicht so, dass ich den Lack nicht in der Hand hatte (und das mehrfach), aber irgendwie passte es jedes Mal nicht gar so gut und so darf dieser Lack erst heute hier vorsprechen.
Beim Lackieren ist mir dieses Mal der dünne Pinsel gar nicht aufgefallen - der hat sich nämlich ordentlich mit Glitzerpartikelchen vollgesogen und sah auf einmal etwas breiter aus als er eigentlich ist. Dennoch war der Auftrag kein Problem, da der Lack noch immer eine grandiose Konsistenz hat. Zwar ist die Base nicht superflüssig, aber noch immer viskos genug, um sich schön lackieren zu lassen. Schon die erste Schicht bringt schon deutlich Farbe auf den Nagel und es wird klar, dass es hier recht schnell gehen wird mit der Abdeckung. Wer mag, kann sicherlich schon nach einer Schicht aufhören und den Lack tragen - allerdings bekommt er mit einer zweiten Schicht deutlich mehr Tiefe und der Glitter wird auch besser verteilt. Da "Getting to gnaw you" auch schön zügig trocknet, ist der Auftrag einer zweiten Schicht überhaupt kein Thema. Die macht das Ergebnis schön satt und intensiv - braucht allerdings für Glanz noch eine Schicht Topcoat.
Da der China Glaze aus einer schwarzen Base mit ganz vielen kupfernen Glitzerpartikelchen besteht, trocknet der Lack sehr uneben ab und ein gleichmäßiges, glänzendes Finish ist nur mit Topcoat zu erreichen. Und zwar mit zwei Schichten eines dickflüssigen Topcoats, ansonsten macht sich nämlich wieder die Unebenheit des Lacks, die schon fast ein leichtes Sandfinish darstellen könnte, ziemlich breit. Obwohl ich strukturierte Finishes sehr gerne mag, finde ich die raue Oberfläche in diesem Fall nicht wirklich stimmig, zumal sie auch kein richtiges Sandfinish darstellt. Auf jeden Fall kommt "Getting to gnaw you" mit einer schönen glänzenden Schicht viel besser zur Geltung, da die kupferfarbenen Partikelchen, die der Lack in unterschiedlichen Größen enthält, so einfach funkeln können, wie sie wollen. Durch die zwei Schichten liegen die Glitterhexagons auch unterschiedlich tief im Lack und machen das Finish dadurch besonders. Die Glitzerteilchen scheinen so richtig in der dunklen Base zu schweben und das gefällt mir außerordentlich gut!
Ich war ja tatsächlich von "Getting to gnaw you" schon solo sehr begeistert - und das, obwohl ich das anfangs gar nicht gedacht hätte. An und für sich ist der Lack nämlich alles andere als überaus komplex aufgebaut - viel mehr als schwarze Base und die Glitterpartikelchen in mehreren Größen ist da nicht drin. Allerdings hat man das tatsächlich perfekt aufeinander abgestimmt und an diesem Lack gibt es was die Optik angeht gar nichts zu meckern. Trotzdem wollte ich da auch ein passendes Design zu basteln und bin mal wieder auf die Suche in meinen Platten gegangen. Zu Halloween hätte ich zwar eine passende Idee gehabt - allerdings fand ich die zur Weihnachtszeit nicht mehr so stimmig, also musste ich mir was anderes überlegen. Um farblich nicht allzu sehr Gefahr zu laufen, total daneben zu greifen, bin ich bei einem hellen Kupfer geblieben und habe mal wieder essie's "Penny talk" gegriffen. Dazu gab es dann ein Stamping mit der MoYou Sci-Fi 09, die ein geometrisch angehauchtes Design enthält.
Ich habe mich hier mal wieder auf den Ring- und Mittelfinger beschränkt, da ich auch noch ein bisschen was vom Originalfinish über lassen wollte. Auch wenn ich mit dem Motiv ein bisschen auf Kriegsfuß stand, weil es nicht immer so wollte wie ich und auf einmal einzelne Linien auf dem Stamper blieben und sich partout nicht transferieren lasse wollten. Im Endeffekt mag ich das Ergebnis aber doch ganz gerne, auch wenn der Stampinglack deutlich heller ist als die Glitzerpartikelchen in "Getting to gnaw you". Trotzdem können die noch zwischen dem Motiv durchfunkeln und vor allem auch auf den beiden freien Nägeln zeigen, was sie können. Da sieht man allerdings auch, dass die zwei Schichten Topcoat nach einiger Trockenzeit auch noch nicht richtig glatt sind - da sehen die bestempelten Nägel mit einer dritten Schicht deutlich glatter aus...
Der Zusammensetzung des Lacks ist dann aber leider auch geschuldet, dass das Ablackieren ganz schön nervtötend ist - die Glitzerpartikelchen sind nämlich sehr hartnäckig und verkriechen sich gerne in sämtlichen Häutchen, die sie nur finden können. Da ist also tatsächlich ein bisschen Geduld gefragt - oder man lebt halt mit silbernem Glitzer! Trotzdem muss ich sagen, dass ich "Getting to gnaw you" wirklich klasse finde und mich sehr freue, den Lack endlich lackiert zu haben.

Sonntag, 9. Dezember 2018

Tonic Polish "Happenstance"

Nachdem ich letztes Wochenende mal wieder unterwegs war und Lotte besucht habe, haben wir uns wieder ein paar Lacke für "Gemeinsam lackiert" zurecht gelegt, die auch zu "Wir lackieren..." passen. China Glaze habe ich für diesen Monat noch ein paar, aber Tonic Polish ist eine für mich komplett neue Marke. Lotte hatte mir aber sehr zielgerichtet ein paar Vertreter in die Hand gedrückt, also gibt es die nächsten Sonntag wieder Lacke im Doppelpack auf unseren Blogs zu sehen.

Heute soll es also "Happenstance" sein, ein noch recht frischer Lack, der aus dem Februar diesen Jahres stammt und im Fläschchen schon sehr vielversprechend aussah. Ich war sehr gespannt, wie er sich so auf den Nägeln machen würde, hatte aber auch schon die Befürchtung, dass ich ihn sehr hübsch finden dürfte - so ist das ja meistens bei den Indies, die mir Lotte so mitgibt!
Was die Konsistenz angeht, ließ sich "Happenstance" sehr angenehm und einfach lackieren, auch der Pinsel hat den Lack schön aufgenommen und auch wieder auf dem Nagel abgegeben. Allerdings war mir schon bei der ersten Schicht klar, dass das eine etwas langwierigere Angelegenheit werden würde, denn mit der Deckkraft ist es hier nicht gar so weit, wie ich mir das gewünscht hätte. Während der Tonic Polish im Fläschchen wie ein dichtgepackter roter Lack scheint, wird beim Auftrag auf den Nagel schnell klar, dass wir hier von einer sheeren, lilafarbenen Base sprechen, die eben nicht richtig deckend sein kann, da man sonst gar nicht erkennen könnte, was so in dem Lack los ist. Also mussten da mehrere Schichten lackiert werden - und vor allem auch die Nagelspitzen ordentlich ummantelt sein, da sich hier nach der ersten Schicht schon ein kleiner weißer Rand zeigte. Vor der zweiten Schicht habe ich also die Nagelspitzen erst einmal bepinselt und dann die restlichen Nägel lackiert - und war noch immer nicht zufrieden, da der Lack nicht blickdicht war. Schicht drei ließ mich noch immer ein wenig zweifeln, bei Schicht Nummer vier habe ich dann beschlossen, dass es reicht.
Da der Lack recht zügig trocknet, war die Schichterei überhaupt kein Problem, allerdings hat mich die Kamera dann doch eines besseren belehrt und bewiesen, dass ich auch mit vier Schichten kein wirklich dichtes Ergebnis produzieren konnte. Sei's aber drum - ich wollte dann nicht noch mehr Lack auf die Nägel packen, zumal ich eh eine Schicht Topcoat gebraucht habe, um das Finish noch ein bisschen ebenmäßiger zu kriegen. Ich muss aber auch sagen, dass die Kamera mal wieder ein bisschen kritischer ist als das menschliche Auge - "Happenstance" sah nämlich an und für sich tatsächlich deckend aus! Auf den Bildern wird aber schön deutlich, dass der Lack eine lilafarbene Base hat, die mit Unicorn Pee und irisierenden Flakies gefüllt ist, die von einem hellen Goldton über Orange und Rot bis ins Hellgrüne changieren - zumindest habe ich die Töne recht einfach erkannt und auch in Teilen ablichten können. Der zauberhafte Schimmer, der dem Lack innewohnt, verleiht ihm das allseits beliebte und absolut grandiose tiefe Schimmern, das das Lila unglaublich aufwertet und in Kombination mit den Flakies einfach der Wahnsinn ist.
Egal, in welchem Licht ich es versucht habe - meine Nagelspitzen sahen einfach immer lila aus, während das Nagelbett viel roter erschien. Das ist natürlich nicht schlimm, aber mich wurmt es immer ein bisschen, wenn ein Lack nicht deckend wird, da das für mich nach schlecht lackiert aussieht - das ist einfach mein persönliches Problem mit diesen sheereren Lacken. Das Ergebnis von "Happenstance" auf den Nägeln ist aber absolut klasse und ich mag diese Gefunkel und Geschimmere sehr und war von dem Tonic Polish recht begeistert. Allerdings war ich auch ein bisschen ratlos, was für ein Design ich mache sollte - also habe ich mir Lottes Bild zeigen lassen und mich dann ein klitzeklitzeklitzekleines bisschen an ihrem Stamping orientiert. Es ging gar nicht darum, neben dem gleichen Lack noch das gleiche Design zu zeigen, sondern einfach nur eine Idee zu kriegen und meine hat mich dann zur ÜberChic 14-03 und zu essie's Klassiker "Penny talk" geführt. Wie genau man das Muster nun bezeichnen mag, weiß ich ehrlich gesagt nicht - es sieht irgendwie aus wie ein Flechtmuster, allerdings vermag ich  nicht zu beurteilen, ob es tatsächlich eines ist.
Auf jeden Fall habe ich auf dem Mittel- und Ringfinger das feinere Ganznagelmotiv aufgebracht und auf dem Zeige- und kleinen Finger die etwas gräßere Variante genutzt. Mein Gestempel habe ich letztlich noch mit einer Schicht glänzenden Topcoats versiegelt, da ich auch den zartkupfernen Stempelack noch zum Glänzen bringen wollte. Im Ergebnis gefällt mir die Mani wirklich gut, da man auch das feine Geschimmer und Gefunkel von "Happenstance" noch zwischen den einzelnen Linien gut erkennen kann. Allerdings zeigt sich auch unter der Tageslichtlampe (ich würde behaupten da sogar noch deutlicher als im Sonnen- oder natürlichen Tageslicht auf den ersten Bildern) ein deutlicher Farbverlauf von schimmrigem Rot im oberen Bereich bis zu einem kühlen Lila im Bereich der Nagelspitzen - das kann auch das Stamping nicht verschleiern, allerdings fällt es natürlich ein bisschen weniger auf.
Über die Haltbarkeit des Lacks kann ich mich wahrlich nicht beschweren - "Happenstance" hat sich sehr gut gehalten und mich auch nicht durch abgeplatzte Ecken oder ähnliches geärgert. Beim Ablackieren war ich ganz erstunt, dass sich das recht problemlos gestaltete, da habe ich auch schon schlimmere Flakielacke erlebt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich nach diesem Start schon sehr auf die nächsten beiden Sonntage freue - da warten nämlich auch zwei zauberhafte Lacke auf mich und Lotte!

Freitag, 7. Dezember 2018

Masura "Precious stones" 904-189 Condiments and spices

Auch wenn der Masura-Monat schon ein bisschen her ist, habe ich es noch immer nicht geschafft, auch die letzten Lacke der Marke zu zeigen - und für heute bietet es sich einfach an, noch schnell einen Masura einzustreuen. Ich hatte mich nämlich wahnsinnig darauf gefreut, die Lacke alle auf die Nägel zu bringen und mich ganz schön geärgert, als das nicht geklappt hat. Aus den Augen ist aber noch lange nicht aus dem Sinn, darum gibt es die letzten Lacke eben, wenn sie passen!

Heute ist einer dieser Tage, wobei ich eigentlich noch zig andere Dinge zu tun hätte, aber irgendwie lässt sich das Posting hoffentlich dazwischenquetschen... "Condiments and spices" gehört auch zur "Precious stones"-Kollektion und ist von der Grundfarbe her vielleicht nicht so spannend, hat aber den großen Bonus, dass es sich um einen Magnetlack handelt.
Wenn man es nicht schon vorher gewusst hätte, wäre spätestens mit dem ersten Pinselstrich klar, dass es sich hier um einen Magnet- oder Metalliclack handelt: "Condiments and spices" ist nämlich ziemlich flüssig und wird beim Auftrag recht streifig. Mit der ersten Schicht ist die Farbe schon gut erkennbar, allerdings ist das für mich noch nicht deckend genug gewesen. Da der Lack aber zügig trocknet, ist auch der Auftrag einer zweiten Schicht kein Problem. Mit dem dünnen Pinsel kann man schön präzise Arbeiten und so den Lack gleichmäßig auf den Nagel bringen. Mit zwei Schichten ist der Lack dann auch satt genug, sodass ich mich dem Ergebnis zufrieden war. Da der Masura ebenmäßig und glatt abtrocknet und auch genug Glanz mit sich bringt, kann man sich einen Topcoat sparen - sofern man den Lack magnetisieren will, ist das ja sowieso obsolet.
Farblich ist der Masura vielleicht nicht unbedingt ein Highlight auf den ersten Blick - tendenziell ist das nämlich einfach ein dunkelbrauner Lack, der durch den feinen silbrigen Schimmer (Masura beschreibt ihn als holographisch, ich muss aber gestehen, da nicht wirklich ein butes Funkeln erkannt zu haben) einen leichten Graustich bekommt. Dadurch wirkt der Lack ein bisschen edler, feiner und erwachsener und passt auch hervorragend in den Herbst. Generell ist das kein auffälliger Farbton, sondern eher ein dezentes Braun, da hier auch nicht übermäßig viel Rotanteil enthalten ist. Natürlich ist hier ein leicht streifiges Ergebnis nicht zu vermeiden. Allerdings ist das gar nicht so schlimm, denn das Finish ist recht fein und auf normale Entfernung fällt es gar nicht auf, dass da Streifen sind, da der Schimmer deutlich im Vordergrund steht.
Natürlich war bei dem Lack gleich klar, dass ich ihn magnetisieren würde - also musste ich mir über ein Design keine großen Gedanken machen. Anstatt meines normalen "geraden" Magneten habe ich einen mit Sternmuster genommen, weil "Condiments and spices" schon im Fläschchen einen sehr magnetischen Eindruck machte. Natürlich musste dafür noch eine weitere Schicht Lack auf die Nägel - und zwar auf einen nach dem anderen, ansonsten bin ich zu blöd zum Magnetisieren. Auf dem Mittel- und Zeigefinger ist mir das dann auch recht gut gelungen und ich habe die Mitte des Nagels mit dem Magneten gut getroffen - beim kleinen und Ringfinger ist das nicht gar so gut gelungen und die Sterne sind mir ein bisschen zur Seite verrutscht. Auch wenn das nicht ganz perfekt geworden ist, war ich doch sehr erstaunt davon, wie deutlich der Stern bei dem Masura rausgekommen ist - und vor allem, dass er auch mit der Zeit nur minimal auseinandergelaufen ist. Gar so gestochen scharf wie die Motive in den ersten Sekunden auf den Nägeln zu sehen sind, bleiben sie ja leider nie....
Mein magnetisiertes Ergebnis habe ich dann natürlich noch mit einer Schicht Topcoat überzogen, damit alles schön glänzt - und so sehr ich mich bemühe, ich schaffe es auch in diesem Zustand nicht, irgendwo einen holografischen Schimmer in "Condiments and spices" zu erkennen... Was aber absolut toll herauskommt, ist der Farbkontrast, der sich durch den Magneten ergibt: Die nicht-magnetisierten Stellen sind ein tiefdunkles Braun, das sehr erdig und klar aussieht, die Stellen, an denen sich die magnetischen Partikelchen sammeln, sind deutlich heller und ich würde sie fast in Richtung eines dezenten Rosébrauns schieben. Durch die Bündelung der Partikelchen bekommt der Farbton einen weichen Einschlag und das gefällt mir sehr gut. Mag natürlich auch sein, dass das leichte Ausfasern an den Rändern dafür verantwortlich ist - was es auch ist, ich finde den Effekt wirklich sehr schön!
Da ich den Lack entsprechend mit Topcoat versiegelt habe, ist auch die Haltbarkeit nicht zu beanstanden. Natürlich fällt bei einer dunklen Farbe Tipwear ein wenig schneller auf, aber der Masura entwickelt sie nicht übermäßig schnell. Sehr positiv ist, dass sich der Lack schnell und einfach ablackieren lässt - auch das ist ja bei einem so dunklen Lack nicht regelhaft zu erwarten, steigert aber noch einmal meine Begeisterung für dieses Schätzchen!

Mittwoch, 5. Dezember 2018

China Glaze "Vintage Vixen" 940 Emerald fitzgerald

Eigentlich dachte ich ja, dass ich im Dezember bei "Wir lackieren..." raus bin - von Tonic Polish habe ich nämlich gar nichts im Angebot und bisher auch noch gar nicht so viel gehört. Aber dann ist mir die zweite Alternative für diesen Monat ins Auge gefallen und von China Glaze habe ich tatsächlich noch ein paar (wenige) Lacke noch nicht gezeigt. Also musste ich mich flott umorientieren und die Lacke erstmal wieder ausfindig machen, aber das ist mir dankenswerterweise gelungen.

Heute ist darum erst einmal ein ganz alter Vertreter dran (die Kollektion stammt aus dem Jahr 2010)- er könnte tatsächlich irgendwo um meine allerersten China Glaze-Lacke einzuordnen sein und die sind wirklich schon eine ziemlich lange Zeit her. Trotzdem hatte ich bei "Emerald fitzgerald" immer das Gefühl, dass noch nicht der richtige Moment sei, ihn zu lackieren - denn irgendwie verbinde ich mit dem Lack doch etwas besonderes (auch wenn ich nicht so recht sagen kann, warum).
Der Lack hat natürlich einen der dünnen Pinsel, die man von den China Glazes so kennt - zumindest von den alten (haben die inzwischen auch eine breitere Version? Ich weiß das gar nicht, ich habe echt schon lange keine China Glaze Lacke gekauft...). Der Auftrag gelingt damit sehr gut, da der Pinsel schön auffächert, aber auch nicht unkontrolliert rumpatzt. Der Lack hat trotz seines hohen Alters noch eine ausgezeichnete Konsistenz und ist angenehm flüssig. Die erste Schicht bringt schon deutlich Farbe auf den Nagel, allerdings ist das für eine gute Abdeckung nicht ausreichend. Die zweite Schicht macht die Mani dann aber rund und reicht auch aus, um das Nagelweiß komplett verschwinden zu lassen. Da der China Glaze schön gleichmäßig trocknet (und das auch noch recht zügig), kann man sich hier einen Topcoat sparen, der Glanz, den der Lack mit sich bringt, ist aus meiner Sicht vollkommen ausreichend. Eigentlich erstaunlich, dass so eine olle Kamelle noch so gut funktioniert!
Farblich wird "Emerald fitzgerald" seinem namensgebenden Edelstein nicht ganz gerecht - so richtig smaragdgrün würde ich den Lack nämlich nicht beschreiben. Sowohl die eingefärbte, sheere Base als auch der enthaltene Schimmer und die kleinen Flecksstückchen zeigen nämlich einen deutlichen Schuss blau, sodass es sich definitiv nicht um einen reingrünen Lack handelt. Die Farbe allerdings korrekt zu beschreiben ist auch ganz schön schwer. Auf jeden Fall handelt es sich hier um einen tollen Mix aus Grün und Blau und das Ganze in einer ziemlich dunklen Variante. Man könnte hier durchaus von Petrol sprechen und das ist ja bekanntlich die große Streitfrage, ob das mehr Blau oder mehr Grün hat. Auf jeden Fall finde ich den Schimmer im Lack großartig, allerdings war der auch gar nicht so leicht einzufangen - zumal ich endlich mal ein bisschen Sonne hatte und die sich bei dem Lack nur bedingt als hilfreich erwiesen hat. Gar nicht so leicht, wirklich zu zeigen, was "Emerald fitzgerald" kann, wenn es anfängt, überall zu funkeln...
Ich muss aber sagen, dass ich diesen Lack wirklich toll finde und mich schon ein bisschen ärgere, dass ich ihn so lange habe stehen lassen (allerdings gilt das für so viele Lacke, dass sich das auch schon wieder ein bisschen relativieren lässt)... Als Solist macht "Emerald fitzgerald" schon so einiges her und ich bin ein großer Freund davon, den Lack pur zu tragen - allerdings wollte ich auch mal wieder ein Design machen, das nicht nur aus einem Stamping besteht und dafür hat sich der China Glaze auch angeboten. Da ich eine ganze Menge Nagelfolien habe, dachte ich mir, dass sich die türkisblaue sicherlich gut auf der dunklen Basis machen würde und habe darum auf dem Ring- und Mittelfinger so im Stile eines Drybrush-Designs einfach ein paar Streifen mit dem Folienkleber gezogen und dann die Folie dort aufgebracht. Das Ganze wurde dann noch mit Topcoat überzogen - wobei ich mir da gar nicht so sicher bin, ob das eine gute Idee war oder ob die Folie dadurch nicht ein bisschen gekräuselt wurde.
Die größte Schwierigkeit war allerdings, das Ganze dann noch angemessen abzubilden - unter der Tageslichtlampe funkelte nämlich alles wild vor sich hin, sodass man gar nichts erkennen konnte und im normalen Tageslicht war die Folie nicht so knallig abzubilden, wie sie eigentlich ist... Stellt euch einfach die Akzente noch einen Schuss blauer und knalliger vor, der metallische Effekt zeigt sich schon ziemlich gut. Der Kontrast zwischen Basislack und Design ist auf jeden Fall sehr deutlich, wobei ich es schön finde, dass zwischen den türkisblauen Streifen (die sind mir auf dem Mittelfinger deutlich besser gelungen als auf dem Ringfinger - da sind sie mir nämlich zu balkenmäßig) noch ein bisschen vom Schimmer des Basislacks durchfunkelt. Das Design ist zwar eher simpel gehalten, aber ich mag das gerade auf diesem dunklen Grundlack sehr gerne und brauche da ehrlich gesagt auch nicht mehr Schischi.
Ohne Topcoat ist "Emerald fitzgerald" natürlich ein bisschen anfälliger an den Nagelspitzen, aber das auch nicht übermäßig. Insgesamt hält sich der Lack recht gut und lässt sich vor allem auch schön ablackieren, ohne in die Nagelhäute zu kriechen oder abzufärben - und das will bei so einem dunklen Lack scho was heißen. Hier hat sich die Wartezeit eindeutig gelohnt, wobei ich ja nicht wirklich glaube, dass der Lack durch die Stehzeit besser geworden ist - aber immerhin hat es ihm auch nicht geschadet!

Sonntag, 25. November 2018

Pink Gellac 250 "Orchid purple"

Bevor ich letzte Woche nach Münhen aufgebrochen bin, wollte ich noch das eine oder andere Posting vorbereiten - und da fiel mir auf, dass ich "Orchid purple" noch gar nicht gezeigt hatte. Dabei hab' ich den Lack so gerne getragen und fand den total toll, nur irgendwie ist er dann wohl in den Entwürfen ein bisschen untergegangen... Eigentlich wollte ich das Posting auch schon am Mittwoch veröffentlichen - aber dann kam mir das Internet ein bisschen in die Quere.

Darum gibt's heute "Orchid purple" aus der "Tropical Island"-Kollektion, die bisherigen Lacke, die ich schon gezeigt habe, findet ihr *hier* und *hier*. Für mich sind die Lacke von Pink Gellac perfekt, wenn ich länger unterwegs bin und auch diesen Knaller hatte ich schon öfters als nur ein Mal auf den Nägeln.
Beim Auftrag ist es wie bei allen diesen Gellacken - das geht erstaunlich gut, wenn man schön dünn lackiert. Die erste Schicht machte schon schnell deutlich, was für eine tolle, intensive Farbe das auf den Nägeln wird. Natürlich ist es mit einer Schicht hier nicht getan, also musste noch eine zweite drüber und auch da war mir der Lack noch nicht farbintensiv genig, sodass ich nach dem zweiten Aushärten auch noch eine dritte Schicht lackiert habe, bevor es den Topcoat drüber gab. Wichtig ist, dass man wirklich sorgfältig mit den Tips umgeht und die ordentlich ummantelt, ansonsten zieht sich beim Aushärten der Lack ein bisschen zurück und das sieht dann wie schlecht lackiert aus. An und für sich sind die Lacke auch ohne Topcoat gut tragbar, dann muss man nur die Schwitzschicht entfernen. Mit Topcoat finde ich den Glanz allerdings noch ein bisschen schöner und vor allem habe ich den Eindruck, dass die Lacke dann besser halten.
Farblich ist "Orchid purple" ganz schwer zu beschreiben und noch schwerer einzufangen, da Lilatöne ja bekanntlich keine Zicken sind, wenn es um realitätsnahes Ablichten geht. Auf jeden Fall ist der Lack ein Neonknaller, der auf meinen Bildern zu rotstichig rauskommt. Allerdings ist er auch nicht so kühl und blaustichig, wie der Farbeindruck auf dem Namensklebchen auf dem Lack vermuten lässt - ich würde sagen, er findet sich irgendwo zwischendrin wieder. Der Lack ist eindeutig noch als Lila erkennbar, hat aber einen guten Schuss Rotanteil drin, sodass man den Bezug zur Pantone-Farbe des Jahres 2014 Radiant orchid durchaus erkennen kann (allerdings ist Radiant orchid einen guten Schluck heller und auch etwas sanfter als dieser Lilaknaller). Mit diesen Nägeln steht man definitiv im Mittelpunkt, da der Lack einfach sehr intensiv und auffällig ist - tendenziell also eher was für die Sommerzeit als für den schummrigen Winter.
Was ein Design angeht, war ich dieses Mal total unkreativ und habe mich schlicht und ergreifend vom Namen des Lacks leiten lassen. Auf einer ÜberChic 6-03 sind nämlich auch Orchideen zu finden, die waren prädestiniert für diesen Lack und ich musste nur noch grübeln, in welcher Farbe sie hier als Akzent auf den Nagel durften. Ich habe mich einfach mal wieder an Silber gehalten und mit essie's "No place like chrome" gestempelt. Auf den Ringfinger habe ich die großformatige Orchideenblüte gestampt und auf dem Mittelfinger eine kleinere Variante, die eigentlich mehrere Blüten beinhaltet, platziert. Das Schöne an einem Gellack als Designbasis ist ja, dass man einiges ausprobieren und auch Fehlstampings schnell abwischen kann. Da ich nicht alle Nägel bestempeln wollte, habe ich auf Zeige- und kleinen Finger dann noch ein paar kleine Holopartikelchen lackiert, die einfach noch ein bisschen vor sich hinfunkeln. Das Ganze hat dann natürlich noch einen normalen Topcoat abbekommen, um auch das Stamping schön glänzen zu lassen.
Natürlich ist der Lack eine grandiose Basis für alle möglichen Designs und macht auch solo schon einiges her - aber ich muss sagen, dass ihm das Silber als kühler Kontrast sehr gut steht. Die kleinen Funkelpartikelchen fallen gar nicht so deutlich auf, sodass trotz kleiner Akzente der Basislack noch immer gut durchkommt und ganz toll strahlt. Ich habe auch den Eindruck, dass die Kamera mit dem Lack dank Design ein bisschen besser zurecht kam und ihn nicht mehr gar so rotstichig dargestellt hat - allerdings fehlt allen Bildern hier tatsächlich noch der Wumms, den "Orchid purple" mit bringt. Ich hatte den Lack schon ganz häufig auf den Zehennägeln, weil er mir unglaublich gute Laune macht und auch als ich ihn hier mit Orchideen getragen habe, war ich begeistert. Es gab noch eine weitere Solovariante, allerdings musste die sehr unter wildem Rumgekrusche leiden und durfte nicht gar so lange bleiben.
Nachdem ich die Gellacke inzwischen nur auf einer Schicht wasserlöslichen Topcoats lackiere, habe ich mit dem entfernen keine Probleme. Es kann natürlich immer mal wieder vorkommen, dass ein Nagel sich verabschiedet (das sind bei mir aber immer nur die Daumen), weil er an einer Ecke abhebt - aber das passiert bei einem normalen Lack bei mir auch gerne. Ansonsten bin ich mit der Haltbarkeit sehr zufrieden und werde mich auch künftig bei längeren Reisen auf die Lacke verlassen.

"Orchid Purple" wurde mir freundlicherweise von Pink Gellac zur Verfügung gestellt.