Mittwoch, 20. Dezember 2017

Illamasqua "Baptiste"

Fühlt sich gerade ganz schön komisch an, Mittwochs nicht brav um 11 Uhr posten zu müssen - hat aber zumindest den großen Vorteil, dass ich mir auch keinen Stress machen musste.Trotzdem hat sich der Mittwoch zum Lackeposten doch bewährt und das will ich auch beibehalten, sofern ich es denn hinbekomme... Momentan gibt es doch so einiges zu tun und es ist alles ein bisschen chaotisch - aber das geht hoffentlich auch bald vorbei.

Auch wenn es heute sehr spät ist, habe ich noch einen Lack im Petto und zwar meinen vorletzten Illamasqua-Lack. Eigentlich wollte ich den anderen der beiden lackieren, dann habe ich ihn aber vorsichtshalber verlegt und musste auf "Baptiste" ausweichen (und wenn jetzt jemand ernsthaft glaubt, dass der Lack nur zweite Wahl ist, dann hat er sich definitiv geirrt!).
Wie alle Lacke von Illamasqua, kommt "Baptiste" mit einem eckigen Käppchen, das man vom Lack ziehen kann, um dann mit der deutlich kleineren Pinselhalterung zu lackieren. Der Pinsel ist zwar klassisch-schmal, fächert aber gut auf, sodass der Auftrag sehr angenehm von der Hand geht. Das liegt natürlich auch an der perfekten Konsistenz des Lacks, der die genau richtige Viskosität hat und an den Nagelrändern genau da bleibt, wo man ihn hinlackiert. Die erste Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf den Nagel, mit kürzeren Nägeln könnte man sich damit gewiss schon abfinden. Ich schaffe es dann doch immer, nicht ganz gleichmäßig zu lackieren, sodass an der einen oder anderen Stelle doch noch etwas durchscheint - also habe ich einfach eine zweite Schicht lackiert, die dann alle Nägel schön gleichmäßig und vor allem auch satt-lila gemacht hat. Die Trockenzeit ist in Ordnung, nicht übermäßig kurz, aber auch nicht zu lang; einen Topcoat kann man sich dank des schön ebenen und glatten Finishs auch sparen.
"Baptiste" hat allerdings das gleiche Problem wie so viele lilane Lacke - er ist eine ganz schöne Fotozicke und neigt ein bisschen dazu, auf den Bildern blaustichiger zu wirken, als er eigentlich ist. An und für sich würde ich ihm wohl eher einen Rotstich, denn eine Tendenz ins Blaue zuschreiben - aber meine Kamera hat das mal wieder ein bisschen anders gesehen (ist damit aber definitiv nicht allein!). Auf jeden Fall ist das ein sehr schöner, eher dunkler Lilaton, der allerdings für mich irgendwie nicht auberginig ist - und das, obwohl er eigentlich dunkel genug dafür ist. Das Spannende an dem Lack ist aber gar nicht unbedingt die Farbe, sondern vielmehr der feine Schimmer, der im Fläschchen und auch auf den Nägeln so hervorragend zu erkennen ist. Man kann zwar durchaus die Lackierrichtung erkennen, wenn man sich den Lack genau anschaut, allerdings ist er von einem streifigen Finish sehr weit entfernt. Natürlich würde ich mir auf den Nägeln ein ähnlich fließendes Ergebnis wie im Fläschchen wünschen - aber das dürfte wohl ein Ding der Unmöglichkeit sein.
Sehr spannend ist natürlich, dass man bei einem etwas genaueren Blick auf den Lack die unterschiedlichen Schimmerpartikel durchaus gut erkennen kann - mal funkelt es eher pink, mal eindeutig bläulich aus dem Lack hervor und das hat doch einen gewissen Charme. Ich mag das schimmernde Finish sehr und finde den Lack schon solo richtig klasse, wollte aber noch ein winterliches Design draufmachen und habe mir mal wieder die BPL-032 geschnappt. Ganz stumpf sind es dieses Mal Schneeflocken geworden, die ich in Weiß auf den Illamasqua gestempelt habe. Als Kontrast fand ich einen Cremelack am besten, auch wenn ich kurzfristig darüber nachgedacht habe, es doch mal mit einem Metalliclack in Lila zu probieren - aber dann dachte ich mir, dass Schnee ja doch tendenziell weiß ist und das einfach den schöneren Kontrast bildet. Auf dem Ring- und Mittelfinger habe ich also ein paar Flocken aufgebracht, allerdings unterschiedliche, um ein bisschen mehr Abwechslung reinzubringen und nicht wieder Gefahr zu laufen, die Mani dann doch nicht symmetrisch oder mittig zu gestalten.
An und für sich hätte das ja schon ausgereicht - die beiden anderen Nägel wären in dunklem Lila auch hübsch gewesen, aber dann ist mir noch der weiße Barglitter eingefallen, den ich noch in Form eines Topcoats im Schrank stehen habe. Jetzt bin ich alles andere als ein Fan von Barglitter, aber hier schien mir das durchaus passend - von wegen Schnee und wildes Durcheinander und so. Auf normale Betrachtungsentfernung ist das mit dem Gefussele auf den Nägeln auch tatsächlich ganz okay, im Closeup bin ich dann schon wieder bei dem Problem, dass das alles ungleichmäßig, schief und krumm ist - und das mag ich ja einfach nicht so wirklich. Anfangs hatte ich überlegt, auch die Schneeflocken nochmal mit Barglitter zu bestäuben, aber dann war mir der Topcoat doch zu dicht und ich habe es so belassen, wie es zu sehen ist. Sicherlich nicht die tollste Mani der Welt, aber ich mag sie doch ganz gerne.
Wenn man die Nagelspitzen mit "Baptiste" ordentlich ummantelt, gibt es auch kein Problem mit Tipwear - außer natürlich im üblichen Rahmen. Obwohl der Lack doch recht dunkel ist, ist das Ablackieren dann gar kein Thema gewesen - nichts schmiert, nichts verkriecht sich in die Nagelhäute und es gibt auch keine Verfärbungen. Definitiv einer der Lacke, die ich noch öfters in die Hand nehmen und nicht nur anschmachten werde!

Kommentare:

  1. Holla Baptiste! :) Das ist mal wieder ein Schmuckstück. Und die Schneeflocken waren eine tolle Idee.

    LG Lotte

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  2. Sehr schnieke! Sieht wirklich richtig klasse aus, so voller Tiefe und er glüht so. :) Schneeflocken liebe ich ja eh immer und in jeder Form auf den Nägeln. ;-)

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  3. Ein wirklich wunderschönes Lila!

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