Sonntag, 3. Dezember 2017

CND Vinylux "Nightspell" #251 Berry boudoir

Zum ersten Advent haben Lotte und ich den letzten Lack aus der "Nightspell"-Kollektion von CND Vinylux gemeinsam lackiert. Die anderen fünf Lacke findet ihr bei Interesse *hier*, *hier*, *hier*, *hier* und *hier. Obwohl wir mit dieser Kollektion heute durch sind, wird es aber auch in der nächsten Zeit mit "Gemeinsam lackiert" weitergehen und so habt ihr die Möglichkeit, euch den gleichen Lack auf wirklich sehr unterschiedlichen Nägeln anzusehen.

"Berry boudoir" ist zwar der letzte Lack, den wir hier zeigen, aber keineswegs das ungeliebte Stiefkind - ich muss sogar sagen, dass ich den Farbton sehr hübsch fand und mich darauf gefreut habe, ihn zu lackieren. Die Kollektion an sich ist somit sehr vielfältig und irgendwie war mir dieser Lack spontan sehr sympathisch, sodass ich wirklich gespannt war aufs Lakieren
Den Pinsel der Vinylux-Lacke mag ich noch immer sehr gern, da macht auch "Berry boudoir" keine Ausnahme. Allerdings sieht es dann mit der Lobhudelei nicht mehr gar so rosig aus, denn die Beere hat ein kleines Problem mit der Deckkraft... Die Konsistenz des Lacks ist zwar schön flüssig - vielleicht auch einen Hauch zu flüssig -, allerdings kommt mit der ersten Schicht noch nicht so richtig Farbe auf den Nagel. Vielmehr hatte ich recht viele Schlieren, was für einen Jellylack zwar nicht untypisch ist, ein gleichmäßiges Ergebnis aber deutlich erschwert. Die zweite Schicht brachte zwar mehr Farbe auf den Nagel, aber das Ganze sah leider wie ein richtiger Flickenteppich aus - hier heller, dort dunkler und vorzeigbar war es damit nicht. Also musste tatsächlich noch eine dritte Schicht her, die dann zwar nicht wirklich perfekt gleichmäßig war, aber zumindest nicht mehr eindeutig fleckig, also habe ich es dabei belassen. Das Finish an sich trocknet schön glänzend ab, sodass man auf einen Topcoat verzichten könnte - allerdings hatte ich bei "Berry boudoir" das Gefühl, dass der Lack nicht richtig schnell durchtrocknet, also habe ich nach den Bildern doch auf einen Topcoat zurückgegriffen.
Farblich hat "Berry boudoir" eine richtige Bandbreite an Farbe im Angebot - auf jeden Fall ist das ein Mischton aus Blau und Rot, dem man nach einer Schicht durchaus die Kategorie "Beere" zuordnen könnte. Da gibt sich der Lack nämlich deutlich rotstichig und zeigt nur wenige Blauanteile, allerdings nimmt der Eindruck, dass es sich eher um einen Lilaton handelt, mit jeder Schicht zu. Auf den Nägeln wirkt der Lack aus meiner Sicht ein wenig heller und rötlicher als im Fläschchen, allerdings keineswegs klassisch beerig, dafür ist er mir einfach zu dunkel. Ich würde ihn tatsächlich eher bei einer Aubergine verorten, auch wenn die dann zur helleren Sorte gehört (wobei man ohne direkten Lichteinfall bei dem CND Vinylux tatsächlich keine richtige Farbe mehr zuordnen kann, sondern einfach nur bei einem Vampyshade ist, der noch nicht so richtig schwarz ist); aber auch bei drei Schichten erkennt man auf den Bildern hier und da noch ein helleres Fleckchen, was einfach dem geringen Weißanteil im Lack zuzuschreiben ist. Wirklich deckend ist er nämlich nicht, die Farbintensität ergibt sich ausschließlich durch die Schichterei.
Obwohl ich den Farbton wirklich klasse finde, hatte ich einfach etwas anderes erwartet und mir vor allem erhofft, dass der Lack schneller (bzw. besser) deckt. Nun ist die Lackiererei aber kein Wunschkonzert, sodass ich mit "Berry boudoir" doch so leben musste wie er ist - und das hieß dann auch, ein passendes Design für den Lack zu finden. Ich neige in letzter Zeit doch sehr eindeutig zu Holo-Verzierungen auf dunklen Lacken und gerade bei diesem hier, hatte ich schon fast überlegt, nur auf einen Topcoat zurückzugreifen - aber dann hatte ich keinen vor der Nase, der mir stimmig genug schien. "Fantasy fire" wäre zwar eine Option gewesen, aber das war mir ein bisschen zu standardmäßig, also habe ich mich auf mein zweites Steckenpferd gestürzt, die Stempelei. Da heute der erste Advent ist, kann man doch ziemlich eindeutig behaupten, dass wir strammen Schrittes auf Weihnachten zugehen und auch wenn es in Köln noch nicht wirklich winterlich ist (und wahrscheinlich auch nicht werden wird, da hier Schnee eher selten liegen bleibt), habe ich  mich für ein eindeutiges Winterdesign entschieden.
Gestampt habe ich mit Catrice "Holo manolo", da der Lack einerseits noch auf meinem Schreibtisch stand und andererseits mit Silber und Holo einen schönen Kontrast zu dem dunklen Lilarot und seinem einfachen Finish liefert. Als Stampingplatte habe ich die Festive 47 von MoYou London genutzt, die einige zuckersüße Schneemänner, Nikolausstrümpfe und Schriftzüge enthält. Ich habe mich für zwei unterschiedliche Schneemäner auf dem Ring- und Mittelfinger entschieden und die beiden anderen Nägel mit Schneeflocken verziert. Da es sich bei der Platte um die kleinen Motive handelt, passen sie problemfrei auf meine Nägel und zumindest bei den Schneemännern fällt es auch nicht übermäßig auf, dass das Motiv in der Länge noch ein bisschen Platz hätte. Bei den Schneeflocken musste ich auf dem Zeigefinger das Motiv noch einmal ansetzen und auch wenn das nicht perfekt gelungen ist, sieht man es nicht auf den allerersten Blick und das finde ich akzeptabel. Die Schneemänner finde ich ja unglaublich niedlich, darum mag ich auch die Mani wirklich sehr und muss die anderen Motive der Platte demnächst auch mal rausholen.
"Berry boudoir" hat mich leider im Auftrag nicht ganz überzeugt, aber die Haltbarkeit des Lacks ist vollkommen in Ordnung. Tipwear erkennt man zwar recht schnell bei diesem dunklen Vertreter, aber nicht schneller als bei anderen Lacken, darum ist das okay. Beim Ablackieren sollte man ein wenig Vorsicht walten lassen, da es sonst doch eine kleine Sauerei geben kann, aber ein bisschen Geschrubbe mit der Nagelbürste hilft auch hier schnell weiter. Tja, leider ist das nicht der perfekte Abschluss für diese Kollektion, aber rein vom Farbton her gefällt mir der Lack ja trotzdem!
"Berry boudoir" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

1 Kommentar:

Mit Absenden des Kommentars erklärst du dich damit einverstanden, dass die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt werden. Mehr Infos dazu findest du in der Datenschutzerklärung von Google und auch in der Datenschutzerklärung dieses Blogs.