Freitag, 17. November 2017

essie "Power clutch"

Schon wieder eine Woche vorbei und ich habe die Tage so richtig gemerkt, dass es herbstelt oder sogar wintert - ich muss nämlich tatsächlich mein Auto morgens freikratzen! Die Sonne hält sich hier auch eher bedeckt, es ist grau und dusig und mich zieht es eindeutig zu dunklen, matschigen Lacken. Die passen gerade hervorragend in die Wetterverhältnisse und machen mir erstaunlicherweise auch immer gute Laune.

Meine Wahl für heute ist auf einen meiner letzten noch nicht gezeigten essies gefallen - wenn ich mich nicht irre, habe ich den auch aus den USA mitgebracht, darum stand der Lack auch ein bisschen rum und zeigt das schon deutlich durch Farbpigmente, die sich leider am Boden absetzen... Da ich keine große essienista bin, musste der Lack auch einfach ein bisschen warten, war aber jetzt mein perfekter Matschton fürs Wochenende.
Da es sich bei meinem "Power clutch" um ein US-Fläschchen handelt, hat der Lack auch noch einen dünnen, schmalen Pinsel, mit dem sich der Lack allerdings gut auftragen lässt. Die Konsistenz würde ich eher ein wenig auf der flüssigeren Seite verorten, allerdings auch noch nicht zu flüssig, sodass sich der essie gut lackieren lässt. Die erste Schicht ist noch ziemlich fleckig und sheer, sodass zwei Schichten Pflicht sind. Allerdings sollte man bei diesem Lack die Nagelspitzen besonders sorgfältig ummanteln, irgendwie scheint sich "Power clutch" ein bisschen von den Tips zurückzuziehen. Die Trockenzeit ist in Ordnung, der Lack trocknet weder übermäßig schnell, noch sonderlich langsam und leider ebnet er sich nicht wirklich gut aus. Das Finish ist nicht übermäßig glänzend, sodass ein Topcoat hier schon fast zwingend notwendig ist - dadurch wird der essie auch gleichmäßiger und bekommt auch eine Extraportion Glanz. Diese Rahmenbedingungen sind auch so einer der Gründe, aus denen ich die große Begeisterung für die Marke nicht verstehen kann - so richti überzeugend ist die Qualität nämlich nicht.
Was die Farbe angeht, ist "Power clutch" dafür voll meine Kragenweite - essie beschreibt den Lack als dunkles Grüngrau und dem kann ich nur zustimmen. Je nach Lichteinfall ist der Lack mal deutlich grauer, mal deutlich grüner - aber nie eindeutig Reingrün oder Reingrau (oder eher anthrazitfarben). "Power clutch" wirkt teilweise sogar ein bisschen bräunlich, allerdings kommen diese warmen Einschläge wirklich nur in warmem Bürolicht zutage - dass da aber auch eindeutig braune Farbpartikelchen enthalten sind, sieht man sehr gut an den leichten Schlieren in der Flasche, die durch das Absetzen von Pigmenten entstanden sind. Ich mag den dunklen Ton sehr und freue mich, dass er auf den Nägeln fast noch ein bisschen dunkler wirkt als er im Fläschchen scheint - der Ton ist wirklich sehr satt und intensiv und für mich tatsächlich einer der perfekten Herbstlacke. Das Cremefinish steht diesem Ton hervorragend und lässt ihn perfekt zur Geltung kommen.
Auch wenn Creme ja eigentlich eine dankbare Basis für Designs ist, war ich mir bei "Power clutch" sehr unsicher, was stimmig wäre - und habe darum sämtliche Vernunft über den Haufen geworfen und mal was ganz Wildes ausprobiert. Ich habe vor kurzer Zeit vom Bornprettystore ein paar Samples erhalten - unter anderem auch ein paar Holo-Transferfolien. Schlau wie ich war, habe ich wohl nicht richtig hingeschaut und eigentlich gedacht, dass ich die Folien einfach auf den Lack auftragen könnte - dem war aber nicht so. Also habe ich erstmal nach meinem Folienkleber gesucht, den ich irgendwann mal in einem Set von essence hatte (und in etwa ein Mal ohne Erfolg getestet hatte?)... Lobenswerterweise war der Kleber sogar noch flüssig, also habe ich mich mal in das Abenteuer begeben, die ganze Geschichte mal auszuprobieren. Als erstes Motiv habe ich mir einfach ein paar Holoflecken ausgesucht und vielleicht war das nicht die geschickteste Wahl, denn bei diesen großflächigen Mustern erkennt man sehr deutlich, wenn die Folie nicht perfekt übertragen wurde.
Als mein Kleber getrocknet war, habe ich die Folie einfach auf den Nagel gedrückt und dann ein bisschen über die Kleckse gerubbelt - und schon hatte ich sie weitestgehend auf dem Nagel. An den Rändern ist das nicht ganz optimal gelungen, aber das erkennt man auf normale Entfernung schonmal gar nicht. Die Mani habe ich natürlich mit Topcoat versiegelt, weil ich eigentlich auch gehofft hatte, dadurch die leichten Unregelmäßigkeiten auszugleichen, das hat aber nur bedingt funktioniert - oder vielleicht hat's die Sache auch noch schlimmer gemacht... Auf normale Betrachtungsentfernung finde ich das Ergebnis wirklich bombig, die Holoflecken machen sich richtig gut und das Farbspiel macht Freude - wenn man aber genau hinsieht, kann man deutlich erkennen, dass die Folie nicht glatt auf den Nägeln ist, sondern teils sogar ein wenig gebrochen und ich weiß nicht so ganz, woran das liegt. Ich habe ja noch ein paar weitere Motive und werde das definitiv testen - aber für einen ersten Versuch sieht das doch schon ganz fein aus!
Wie bei Cremelacken so üblich, ist das Ablackieren von "Power clutch" kein Problem - nur leider musste ich das viel zu früh tun, da der Lack recht zügig deutliche Tipwear entwickelt. Vor allem ohne Topcoat, aber auch mit sind schnell helle Nagelspitzen zu erkennen und das finde ich doch ganz schön schade. Dennoch mag ich den Farbton sehr und muss sagen, dass mich dieser Matsch insgesamt doch überzeugt hat!

Die Nagelfolie wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

1 Kommentar:

  1. Ein Hoch auf Standheizung! ^^ Und es kann doch nicht wahr sein - hast du mich etwa mit der Holofolie geschlagen? Sooooo schick!

    LG Lotte

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