Montag, 30. Oktober 2017

Ciaté 028 Strictly legal

An dunklen Lacken für den Herbst mangelt es mir ja absolut nicht, da fällt es mir eher schwer, den richtigen Lack herauszusuchen bei doch so einigen farblich ähnlichen Nuancen. Trotzdem möchte ich ja nicht die ganze Zeit in düsteren Farben herumlaufen (wobei das den großen Vorteil hat, dass es einen schönen Kontrast zu den übrigen Klamotten bildet!), sondern auch ein bisschen Abwechslung reinbringen - aber ab und an dürfen auch einfach mal meine Listenkandidaten ran, die ich schon lange lackieren möchte.

So ist es auch mit "Strictly legal" von Ciaté, der nur noch ein weiteres unlackiertes Brüderchen der Marke bei mir stehen hat. Jetzt habe ich zwar keinen Marken-Lackier-Plan, aber wenn es auf eine Handvoll "Restlacke" zu geht, möchte ich die Marke eigentlich schon abhaken (nein, das ist nicht wirklich logisch, ist aber so!). Heute gibt es also - zugegebenerweise ein bisschen verspätet - meinen vorletzte Ciaté-Lack.
Ich mag die Ciaté-Pinsel ja generell sehr gerne, darum ist auch das Lackieren immer angenehm - der Lack hat eine tolle Konsistenz und lässt sich schön verteilen und auch wenn es sich bei "Strictly legal" um einen Schimmerlack handelt, hinterlässt er beim Auftrag keine Streifen auf den Nägeln. Die erste Schicht ist zwar noch ein bisschen durchscheinend an einigen Stellen, die zweite macht das Finish allerdings perfekt. Wichtig ist aber, dass man die Nagelspitzen einmal ordentlich ummantelt, sonst macht sich Tipwear nämlich schneller breit als man schauen kann. Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm kurz, ohne zu kurz zu sein, und wenn man sich nicht wie ich ein paar doofe Fussel in den Lack packt, kann man auch auf eine Schicht Topcoat verzichten. Ansonsten bringt der noch eine schöne Glanzschicht ins Finish, so das das wilde Geschimmere mehr Spaß macht.
Farblich ist "Strictly legal" irgendwo zwischen einem pinkstichigen Violett und einem blaustichigen Bordeauxrot einzusortieren - je nachdem, wie der Lichteinfall in den Lack so ist. Dominant ist auf jeden Fall der feine Schimmer, der den Lack insgesamt auch ausmacht. Im Fläschchen sieht das Ganze wie ein Farbspiel aus kupfrigem Rot bis in dunkles Bordeaux aus, das auf einer lilanen Base schwimmt und ein unglaublich flüssiges Ergebnis verspricht - auf den Nägeln ist der Schimmer eher Pink bis Rot und scheint auf einer auberginefarbenen Basis zu liegen. Auf jeden Fall ist das ein traumhafter vampy Ton, der sich auf den Nägeln schön eben und durchaus elegant zeigt. Generell mag ich solche Lacke ja sehr, aber dieser hier hat irgendwie noch das kleine Extra, das ihn besonders macht. Es gibt ja einige Lacke in der gleichen Richtung, die sind allerdings nicht so smooth wie "Strictly legal", sondern zeigen irgendwie einen klarer abgegrenzten Schimmer.
Auch wenn heute schon Montag ist und ich damit eigentlich zu spät bin, möchte ich mein Design zum "Rosengarten" bei er Frischlackiertchallenge noch zeigen. Ich habe tatsächlich so einige Möglichkeiten, mir Rosen auf die Nägel zu packen (Sticker, Decals, sogar Tattoos und natürlich auch Stampingvorlagen) bin aber letztlich aufgrund der eingeschränkten Farbauswahl (Blau passte mir nicht so ganz, Rosa und Rot auch nicht so richtig) dann doch bei Stamping geblieben. Auch da gab es eine Reihe unterschiedlicher Optionen (ich wusste gar nicht, dass ich so viele unterschiedliche Rosenmotive auf meinen Platten habe!), letztlich hat aber die ÜberChic 1-02 den Zuschlag bekommen. Mit "Lilac eclipse" von CND Vinylux habe ich das Motiv auf Ring- und Mittelfinger gestempelt und war dann mit meinen Röschen durchaus zufrieden. Das Ganze dann noch mit einer Glanzschicht getoppt und fertig ist die schön schimmernde Rosenmani!
Obwohl "Lilac eclipse" nicht perfekt deckt, finde ich den Kontrast zwischen cremigem Hellila, das sich hier tatsächlich eher als Flieder zeigt, und dem schimmrigen Rotlila sehr schön. Die Rosen sind gut erkennbar und ich mag tatsächlich den Effekt, den die Lacke gemeinsam haben. Zwar nicht gerade außergewöhnlich, aber das Motiv der ÜberChic-Platte ist klasse. Ich weiß gar nicht, ob mir ein deutlicherer Kontrast so viel besser gefallen hätte als der eher feine und durchaus zarte Fliedereinschlag, aber das ist zumindest eine Mani, die nicht unbedingt noch zahlreiche weitere Farben braucht und "Strictly legal" trotzdem noch gut zur Geltung kommt. Eigentlich wollte ich noch ein paar einzelne kleine Röschen auf die anderen Finger stempeln, das kam mir dann aber ein bisschen zu viel vor, also ist es so geblieben.
Wenn man "Strictly legal" auch ordentlich über die Nagelspitzen pinselt, hält sich der Lack recht gut - sonst gibt es doch zügig Tipwear. Ablackieren werde ich erst heute Abend nach Darts, aber wenn es sich mit dem Lack so wie mit den bisherigen Ciatés verhält, dürfte das alles kein Problem werden.

Samstag, 28. Oktober 2017

Layla Softtouch Effect 06

Es gibt ja immer wieder so Lacke, die man zwar wahnsinnig spannend findet, sich aber doch irgendwie nicht so ganz dazu überwinden kann, sie endlich zu lackieren. Ich stehe ja total auf die weichen Finishes, die es bei Lacken gibt - ob sie nun Suede-, Satin- oder Silk-Finish heißen, ist mir egal, ich mag einfach das haptische Erlebnis sehr gern! So war es auch, als Lotte einen Softtouch-Lack von Layla loswerden wollte - an dem konnte ich einfach nicht vorbei.

Allerdings muss man auch erwähnen, dass der Lack farblich alles außer meiner Kragenweite ist, darum habe ich mich beim Lackieren ein bisschen geziert und habe dann doch wieder zu allen möglichen anderen Farben gegriffen... Heute darf der Layla Softtouch mit der Nummer 06 aber endlich auf den Blog!
Der kleine Italiener kommt in einem hohen, schmalen Fläschchen mit 10ml Inhalt und einem klassisch geschnittene, geraden, aber breiten Pinsel daher. Die Flaschenöffnung ist zwar nicht sonderlich breit, aber auch nicht so schmal wie bei den Manhattan-Lacken, sodass das Lackieren halbwegs unfallfrei vonstatten geht. Nach der ersten Schicht habe ich mir schon Sorgen gemacht, ob es wirklich eine so gute Idee war, den Softtouch-Lack endlich mal zu entstauben - sonderlich deckend ist der Layla nämlich leider nicht. Dafür lässt er sich angenehm lackieren und trocknet auch recht zügig an und ab, sodass die weiteren Schichten zumindest zeitlich kein Problem ist. Aufgrund der mäßigen Deckkraft sind hier mindestens drei Schichten Pflicht - ich habe es tatsächlich noch mit einer vierten probiert, aber auch die konnte keine absolute Abdeckung des Nagelweißes herbeiführen. Um natürlich das weiche Finish zu erhalten, habe ich hier auf einen Topcoat verzichtet - den braucht es auch nicht, da sich der Lack schön ausgleicht und eine ebene Oberfläche bildet.
Warum ich farblich so meine Probleme mit dem Layla habe, dürfte deutlich sein: Dieses helle Gelb-Grün-Gemisch ist einfach nicht meins und beißt sich auch deutlich mit meinem Hautton... Im Fläschchen wirkt der Lack noch ein wenig kühler und grünstichiger, zwischendrin funkeln sogar mittelgrüne Glitzerpartikelchen hervor - aber auf den Nägeln bekommt er einen deutlicheren Gelbeinschlag und irgendwie gehen die glitzerig scheinenden Partikel auf den Nägeln komplett unter (oder sind tatsächlich nur eine optische Täuschung, die durch das Glas entsteht). Trotzdem ist das Finish durchaus fein und man kann die winzigen Schimmerteilchen, aus denen sich der Lack zusammensetzt, gut erkennen. Wenn man ein Faible für solche Chartreuse-Töne hat, dann ist der Layla bestimmt grandios - ich tue mir mit diesen Farbnuancen wahnsinnig schwer, obwohl mich hier wirklich das weiche Finish (da passt Softtouch definitiv!) wirklich begeistert hat.
Was glaube ich auch sehr gut erkennbar ist, ist die nicht ganz optimale Deckkraft - wenn man genau hinschaut, kann man gut den Übergang zum Nagelweiß erkennen und das ist ja an und für sich auch so eine Sache, die mich etwas stört. Vielleicht macht sich der Lack auf einer hellgrünen oder auch gelblichen Base ein bisschen besser, so hätte man immernoch das feine Finish, aber dafür eine solide Deckkraft - beim nächsten Mal bin ich definitiv schlauer! Natürlich musste auf dieses grünliche Gelb noch ein Design drauf und ich war mir sehr unsicher, was da am besten passen würde - farblich war ich schnell bei einem blauen Kontrast, aber beim Motiv musste ich suchen. Letztlich bin ich bei der Harunouta L005 gelandet, die einige Watermarble-Stampings im Angebot hat und habe zumindest versucht, da ein leichtes Gradient von Dunkelblau zu Dunkelgrün auf die Nägel zu bringen. Das ist mehr oder minder (eher minder) geglückt, sieht aber trotzdem mit dem Herzchenmotiv ganz süß aus,
Zu meiner großen Freude zeigte sich dann für ein paar Minütchen auch mal die Sonne, sodass ich das Design auch mal in warmem Licht knipse konnte - und da zeigt sich dann auch sehr deutlich, dass der Layla ganz schön mit dem Gelb liebäugelt. Leider konnte auch der Sonnenschein die grünen Partikelchen nicht auf die Nägel zaubern (dafür blitzt das eine oder andere tatsächlich gut sichtbar im Fläschchen hervor!), aber sei's drum! Ich mag das Ergebnis durchaus, was natürlich auch daran liegen dürfte, dass ich bei Watermarbling selbst total versage... Natürlich ist das Muster nicht 1:1 mit einem richtigen Marbling zu vergleichen, aber ich kann zumindest den Ansatz nachvollziehen und verstehen. Die Farbkombination gefällt mir ja auch sehr gut - aber mit dem Basislack werde ich einfach nicht so wirklich warm, der beißt sich zu sehr mit meinem Hautton...
Zur Haltbarkeit kann ich aus eben diesem Grund auch nicht sonderlich viel sagen - ich habe den Lack nur zwei Tage getragen und mich damit einfach nicht sonderlich wohl gefühlt. Das Ablackieren war dank des feinen Finishs kein Problem, sodass ich mich bis auf die suboptimale Deckkraft definitiv nicht über den Layla beschweren möchte.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Priti NYC 442 Dandy dhalia

Der Oktober nähert sich langsam, aber doch stetig seinem Ende und das heißt, dass demnächst auch wieder Halloween ansteht. Was wäre da passender, als auch mit Orange zu "Lacke in Farbe... und bunt!" vielleicht die eine oder andere Inspiration für ein passendes Nailart zu geben? Auch wenn ich heute wohl nicht so ganz für eine entsprechende Party gerüstet bin, bin ich schon sehr gespannt, was für orangene Lacke so zusammenkommen werden!

Meine Wahl fiel nach kurzem Überlegen auf "Dandy dhalia" von Priti NYC. Tatsächlich habe ich noch den einen oder anderen orangenen Lack im Petto, allerdings ist es auch schon ein bisschen her, seit der letzte Priti-Lack hier zu sehen war und ich habe auch noch ein paar weitere hier stehen, die ich endlich mal abarbeiten sollte...
Bei den Pritis bin ich was den Auftrag angeht, gerne mal ein bisschen gespalten - manche Lacken gehen einfach von der Hand, andere zicken ganz schön rum. "Dandy dhalia" ist zumindest auf der positiveren Seite einzuordnen, da der Lack eine tolle Konsistenz hat und sich mit dem Pinsel auch gut auftragen lässt. Allerdings ist es mit der Deckkraft mal wieder so eine Sache - die erste Schicht ist bei Weitem nicht deckend, also musste ich eine zweite lackieren. Das ging recht gut, ich war mir aber nach der zweiten Schicht auch nicht so wirklich sicher, ob da nun richtig deckend wäre. Da ich so oder so noch eine Schicht Topcoat lackieren musste, da sich der Priti leider nicht wirklich gut ausgleicht, habe ich es einfach mal drauf ankommen lassen und kann anhand der Bilder zumindest sagen, dass zwei Schichten reichen. Die Trockenzeit ist nicht übermäßig schnell, aber auch nicht sonderlich langsam - unter diesem Aspekt könnte man also auf den Überlack verzichten. Ich mag aber keine Unregelmäßigkeiten im Finish, darum musste der Topper einfach sein.
Farblich ist "Dandy dhalia" ganz eindeutig ein Orangeton, aber tatsächlich keiner der protoypisch knalligen. Mit der Frucht verglichen, würde ich ihm eher eine der unreiferen Orange zuschreiben, die nicht so richtig lecker und zum Reinbeißen aussieht, sondern in der Schale eher die letzte ist, die zur Hand genommen wird. Auf den ersten Blick wirkt der Priti ja wie ein Cremelack, aber wenn man ein bisschen genauer hinschaut, wird der goldene Schimmer im hellen, leicht gelbstichigen Orange deutlich. Zwar zeigt er sich wie so oft im Fläschchen deutlicher als auf den Nägeln (zugegebenermaßen wird er dort auch vom Topcoat noch ein bisschen in den Hintergrund gedrängt), ist aber dort durchaus auch erkennbar, wenn man weiß, wonach man sucht. Der zusätzliche, leicht güldene Einschlag steht dem Orange durchaus gut und ist vor allem für mich ein kleiner Aspekt, den ich eher nicht erwartet hätte. Obwohl die Farbnuance eher fein und fast ein wenig pastellig ist, gefällt mir "Dandy dhalia" ziemlich gut - das ist tatsächlich schon fast ein erwachsenes Orange.
Nachdem ja nun ernsthaft Halloween vor der Tür steht, habe ich meine Stampingplatten unter die Lupe genommen, um ein stimmiges Motiv zu finden. Den einen oder anderen Klassiker habe ich hier ja schon gezeigt, auf diverse andere Motive hatte ich dann doch keine so rechte Lust - also bin ich letztlich bei der BundleMonster XL 28 hängengeblieben, die neben eindeutig halloweentauglichen Motiven auch ein Splattermuster enthält. Das ist zwar grundsätzlich auch so eine Sache, die man mit einem bisschen Geschick auch ohne eine Vorlage auf die Nägel bekommt - aber ab und an darf man es sich ja leicht machen! Ich habe mir also "Berry illusion" von BeYu geschnappt und auf Ring- und Mittelfinger meine Spritzer gestempelt. Irgendwie dachte ich, dass ein dunkler Lilaton sich gut machen würde und ein kleines bisschen habe ich auch gehofft, dass sich der Holoeffekt deutlicher zeigt. Das ist zwar nicht wirklich der Fall, aber ich finde, auch so ist das Ergebnis durchaus ansehnlich.
In einer anderen Farbkombination wäre das sicherlich deutlich gruseliger (man kann ja doch vortreffliche Blutspritzer aus dem Motiv machen, wenn man mit einem roten Lack stampt), aber der Kontrast von Orange und Dunkellila gefällt mir gut. Zwar nicht überaus besonders, aber irgendwie ungewöhnlich, etwas fetzig und cool - auch wenn natürlich durch das Stamping der goldene Schimmer in "Dandy dhalia" noch ein bisschen mehr überstrahlt wird. Ich weiß nicht so recht, wie ich das Geschimmere deutlicher herauskitzeln könnte - vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, den Lack zu mattieren, aber damit hätte ich mir wohl auch den Holoeffekt komplett zerstört und das wollte ich einfach nicht. Als kleine Abwechslung finde ich die Mani wirklich klasse, der Gruselfaktor fehlt ihr aber ziemlich eindeutig.
Wenn man die Nagelspitzen beim Lackieren sorgfältig ummantelt, hält sich "Dandy dhalia" auch wirklich gut - Tipwear entwickelt sich nämlich nicht wirklich schnell. Ansonsten ist der Priti von der Haltbarkeit her auch unproblematisch, es splittert nichts ab oder stumpft übermäßig ab - dafür ist das Ablackieren sehr angenehm. Der Farbton ist nicht der gewöhnlichste, darum wird der Lack wahrscheinlich bleiben dürfen, aber ein paar kleine Macken hat er schon.

Wir nähern uns dem Ende der siebten Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" und so langsam wird es mit der Farbauswahl wirklich eng. Ich hoffe sehr, dass ich mich nicht irre oder etwas übersehen habe, aber an und für sich müsste doch Petrol für die nächste Woche noch offen sein, oder?

Sonntag, 22. Oktober 2017

CND Vinylux "Nightspell Fall" #250 Lilac eclipse

Das Wochenende ging mal wieder schneller rum als gedacht - und auch wenn ich es tatsächlich geschafft habe, das Eine oder Andere auf den Weg zu bringen, hätte ich gerne noch mindestens einen Tag gehabt, um auch noch die restlichen Dinge zu erledigen. Immerhin hat das mit dem Nägellackieren funktioniert und ich hatte auch genug Zeit, ein paar Bilder zu machen, sodass ich auch wieder bei der #FrischlackiertChallenge mitmachen kann - wenn auch auf den letzten Drücker...

Der heutige Lack passt eigentlich hervorragend zu dem von gestern Morgen - sie sind nämlich beide Lila, wenn auch sehr unterschiedlich. Aus der "Nightspell Fall Collection" von CND Vinylux war "Lilac eclipse" tatsächlich der Lack, der mich am wenigsten angemacht hat, darum durfte (oder musste) er auch zuerst auf meine Nägelchen.
Die CND Vinylux-Lacke kommen alle mit einem gut geschnittenen Pinsel, der den Lack perfekt aufnimmt und gut verteilt, daher. Bei "Lilac eclipse" ist das nicht anders, auch die Konsistenz ist sehr lackierfreundlich und cremig. Bei kürzeren Nägeln oder dickeren Schichten dürfte schon eine Schicht reichen, ich habe aber zwei gemütliche, dünne aufgetragen. Schön ist, dass der Auftrag auch über die Nagelspitzen ohne extra Aufmerksamkeit funktioniert und sich der Lack auch nicht zurückzieht. Die Trockenzeit ist in Ordnung, ich würde sie nicht als überaus kurz beschreiben, aber auch nicht sonderlich langsam. Leider gleicht sich "Lilac eclipse" an meinen Nagelrändern nicht so ganz perfekt aus, sodass ich auch eine Schicht Topcoat lackiert habe, um das zu kaschieren. An und für sich ist das Finish aber auch ohne eine Extraschicht Glanz sehr ansehnlich.
Farblich ist "Lilac eclipse" eindeutig Lila, allerdings keiner der üblichen hellilanen Fliedertöne, sondern eine deutlich wärmere Nuance. Während ich von pastelligen Tönen bekanntlich nicht sonderlich begeistert bin, war ich bei diesem Vinylux doch positiv überrascht von der Intensität. An der einen oder anderen Stelle könnte er fast auch als blaustichiges Altrosa durchgehen, aber kaum ist das Licht ein wenig kühler, zeigt sich deutlich, dass das doch ein Lilaton ist. Das Cremefinish steht dem hellen Lila ganz hervorragend und macht den speziellen Ton wohl noch ein bisschen deutlicher als es ein spezielleres Finish tun würde. Auch wenn die Farbe nicht klassisch herbstlich ist, passt "Lilac eclipse" auch gut in den Oktober - hin und wieder kommt ja auch jetzt noch die Sonne raus und das steht dem Lack enorm.
Auch wenn ich "Lilac eclipse" hier alleine in unterschiedlichen Lichtverhältnissen in zig Bildern darstellen könnte (und es auch immer wieder etwas Spannendes zu entdecken gäbe), ist so ein Cremefinish natürlich die perfekte Basis für ein Design! Auf den allerletzten Drücker möchte ich heute noch bei der #FrischlackiertChallenge teilnehmen, die diese Woche mit "Goldrausch" überschrieben ist. Eigentlich wollte ich letzte Woche auch schon mitmachen, aber dann kam mir mein ganzes Chaos in die Quere... Für heute hatte ich aber ein bisschen Zeit und darum auch etwas in meinem Nailartkram gekruscht. An und für sich dachte ich, dass ich noch irgendwo Goldfolie haben müsste, aber entweder habe ich mich geirrt, oder sie hat sich richtig gut versteckt... Statt kleinen Goldfitzelchen auf den Nägeln musste also eine Alternative her!
Der erste Griff ging also zu goldenem Topcoat und auch wenn meine Auswahl da nicht sonderlich groß ist, habe ich mit dem "so gold"-Topper von p2 den perfekten Lack im Angebot. Auch wenn der Schimmer superfein (und der Lack an sich vielleicht ein bisschen zu flüssig) ist, ist das ein schönes, warmes Gelb- oder fast schon Orange-Gold. Beim Lackieren musste ich zwar ein wenig aufpassen, den goldenen Schleier halbwegs gleichmäßig auf den Nägeln zur verteilen, aber das Ergebnis spricht finde ich für sich: "Lilac eclipse" mit goldenem Schimmer kann sich sowas von sehen lassen! Als kleines Highlight habe ich auf dem Ringfinger dann noch goldene Blätter in den Lack gedrückt, die zwar ein wenig heller und weniger warm sind, aber dennoch gut passen. Ich finde allerdings auch, dass ein Nagel durchaus reicht, um die Mani aufzupeppen. 
Erfahrungsgemäß ist die Haltbarkeit bei den CND Vinylux-Lacken sehr ansehnlich und auch "Lilac eclipse" macht da keinen Unterschied. Nach zwei Tagen ist noch nichtmal Tipwear zu sehen und wenn es mir nicht in den Fingern jucken würde, neu zu lackieren, hätte ich den auch noch länger getragen! Ich freu mich auf jeden Fall schon sehr auf seine Geschwisterchen. 

"Lilac eclipse" wurde mir kosten- und bedingungslos von BloggerClub zur Verfügung gestellt.

Samstag, 21. Oktober 2017

Illamasqua "Glitterati"

Jetzt gehen sie bei mir wieder los - die großen Grübeleien, welche Farbe ich denn lackieren möchte... Für Mittwoch ist das ja noch immer schön vorgegeben, aber die (zumindest angedachten) anderen beiden Postings stellen mich immer wieder vor die große Farbherausforderung. Heute (naja, eigentlich für gestern, aber irgendwie bin ich dann volles Rohr beim Darts auf der Couch eingeschlafen) gibt's aber endlich einen der Lacke, die ich lackieren wollte, seit ich sie gekauft habe - in diesem Falle seit März.

Um "Glitterati" von Illamasqua wurde ja schon viel Aufhebens gemacht - vor allem, als er bei tkmaxx zu einem wirklich günstigen Preis zu haben war, gab es Anfang dieses Jahres ein kleines Revival, das die Vorzüge dieses Schmuckstücks nochmal von allerlei Seiten beleuchtet hat.
Wenn man bei den Illamasquas die eckige Kappe abzieht, hat man nur das kleine schwarze Handstückchen zum Lackieren und das finde ich nur bedingt angenehm. Der Pinsel ist lang, schmal und gerade geschnitten, wodurch der Auftrag des Lacks problemfrei gelingt. Was die Konsistenz angeht, so bin ich mit meinem "Glitterati" in seinem 15ml Fläschchen nur bedingt glücklich - er ist fast ein kleines bisschen klebrig, allerdings nicht von der eingedickten Sorte. Trotzdem habe ich genug Lack mit dem Pinsel auf den Nagel bekommen und konnte auch kleinere Fehlerchen noch ausbessern, übermäßig schnell trocknet der Lack nämlich nicht. Die erste Schicht bringt zwar schon einiges an Grundfarbe und auch Glitter auf den Nagel, reicht allerdings bei Weitem nicht, um ordentlich zu decken. Dafür ist schon eine zweite Schicht notwendig, die dann auch genügt - zumindest, wenn man die Nagelspitzen sorgfältig ummantelt hat, da zieht sich der Lack nämlich gerne ein bisschen zurück.
Die große Enttäuschung kam bei mir aber, als "Glitterati" dann abgetrocknet war - das sah ja mal gar nicht so aus, wie ich mir das erhofft hatte. Da in der dunkellilanen, eigentlich schon eindeutig auberginigen Base so einige hexagonale Glitterteilchen rumschwirren, trocknet der Lack in einem absolut desaströsen und hubbeligen Finish ab. Von irgendwelchen holomäßigen Farbspielen, wie sie im Fläschchen zu sehen sind, zeigt sich auf den Nägeln im ersten Moment absolut rein gar nichts - große Enttäuschung. Da muss also zwingend mindestens eine Schicht Topcoat drauf, die bringt die schöne Aubergine zum Glänzen und hebt auch den Glitter deutlicher raus - bzw. lässt ihn in den Lack einsinken, sodass das Ergebnis glatter scheint und die Partikelchen auch leuchten dürfen. Eine zweite Schicht ist noch ein wenig besser, da das Finish dann noch glatter wird - für den richtigen Spiegelglanz hätte es wohl noch einer dritten Schicht bedurft.
Wenn man dann aber noch ein bisschen genauer hinschaut, wird deutlich, dass neben zwei unterschiedlichen Größen hexagonaler Silberholoteilchen auch noch ganz feiner Schimmer in "Glitterati" enthalten ist. Ich würde mal behaupten, dass der in Gold und ebenfalls silbrigem Holo vorkommt, bin mir da aber nicht zu einhundert Prozent sicher - auf jeden Fall ergibt das ein tolles, abwechslungsreiches Finish, das dem dunklen Lila hervorragend steht. Überhaupt muss ich sagen, dass ich die Grundfarbe des Illamasqua grandios finde - bei warmem Licht kommen die rötlichen Anteile hervorragend raus, ansonsten zeigt er sich tatsächlich ein wenig kühl-dunkellila, aber in jedem Fall edel mit kleinen Highlights. Obwohl mich diese Glitzerpartikel, die natürlich im Fläschchen viel klarer sind als auf den Nägeln (weil hier dann doch mal eine Lackschicht drüberliegt), schon sehr begeistert haben, wollte ich trotzdem ein kleines Design auf die Nägel bringen und habe nach dem perfekten Motiv gesucht.
Bei der 8-01 von ÜberChic bin ich dann hängen geblieben - dort gibt es nämlich eine kleine Eichel als Einzelmotiv und dazu passend ein herbstliches Durcheinander aus Blüten, Blättern und Eicheln als Ganznagelmuster. Die Eichel habe ich auf dem Ringfinger als kleine Kette aufgebracht, das Ganznagelmotiv auf die restlichen Nägel - und ich muss sagen, dass ich das wirklich niedlich finde. "Holo manolo" von Catrice zeigt zwar nur in Ansätzen seinen leichten Holoshift, aber ich mag den Kontrast zu "Glitterati" und außerdem haben so auch die im Lack liegenden Partikelchen noch die Gelgegenheit, hier und da ein bisschen durchzufunkeln. Ich hätte mir zu der Eichel vielleicht noch ein passendes Hörnchen suchen können - aber auf die Idee bin ich eindeutig zu spät gekommen. So bleibt "Glitterati" sozusagen vegan - ist ja nur herbstliches Geblätter drauf abgebildet...
Dass das Ablackieren dank des enthaltenen Glitters nicht wirklich spaßig ist, ist wohl keine Überraschung. Ein bisschen ungeschickt finde ich aber die verhältnismäßig schlechte Haltbarkeit des Lacks, da sich die Nagelspitzen trotz Topcoat doch recht zügig abnutzen. In der Summe finde ich den Lack zwar schön, hätte mir aber von "Glitterati" irgendwie mehr erhofft - mal sehen, wie wir beiden so verbleiben werden...

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Navigationsgerät...

An einem schönen, frühherbstlichen Wochenende beschloss ich, einen guten Freund in Dortmund zu besuchen. Nach einer leicht enervierenden Fahrt über die Autobahn (das mit dem Reißverschlusssystem wird der Deutsche Bundesbürger wohl nie verstehen...) hatten wir einen tollen Samstag mit klebrigsüßen Donuts zum Mittag und bombastischen Burgern zum Abendessen. Nach einem gemütlichen Abend auf der Couch mit einem Mix aus sauren Stäbchen, Ben & Jerry's und Bionade Schwarze Johannisbeere-Rosmarin und diversen Tierdokus schlummerte ich glückseelig ein...

Am nächsten Morgen schienen schon die ersten Sonnenstrahlen ins Wohnzimmer und ich zückte mein Handy, um die Uhrzeit zu prüfen - ausschlafen soll ja erlaubt sein. Da aus dem Nachbarzimmer noch kein Laut zu hören war, habe ich ein bisschen gedaddelt und mich auf den neuesten Stand gebracht, was das Weltgeschehen anging, als auf einmal das Handy losdüdelte und meine Familie mich sprechen wollte. Es dauerte keine 3 Minuten bis ich noch immer nicht ganz wach, aber komplett angezogen aus dem dritten Stock des Altbaus die Treppen runter- und die Straße entlangflitzte. Drei Polizeibeamte standen am frühen Sonntagmorgen neben meinem Auto und erwarteten mich schon sehnsüchtig - und mir war innerhalb von Sekunden klar, was Sache war...
Neben einem Scherbenhäufchen auf dem Fußweg, war auch mein Auto voller Glassplitter und das Einzige, das fehlte, war mein Uralt-Navigationsgerät aus dem Jahre 2009. Das Navi mit dem nahezu defekten Akku, das nur dann länger als 20 Minuten funktioniert, wenn man es ans Kabel anschließt. Das Navi, das inzwischen mindestens 5 Minuten braucht, um ein GPS-Signal zu finden. Das Navi, das mit einem veralteten Kartensatz ausgestattet ist. Das Navi, dessen Touchscreen so unempfindlich ist, dass man schon fast Gewalt anwenden muss, bis man es dazu bekommt, das zu tun, was man möchte. Aber eben MEIN Navi. Die drei Gesetzteshüter nickten mitleidig und wissend, der einzige Mann in der Runde entfernte mit seinen schnittfesten Handschuhen noch dankenswerterweise grob die Glassplitter vom Sitz, riet mir aber beim Fahren doch eine Decke unterzulegen. Ach, nach Köln wollte ich? Na, das würde mit einer abgeklebten Scheibe ja nicht gehen und wäre sicher auch ein bisschen zugig auf der Autobahn - und dann verabschiedete man sich, da man ja das Notwendige getan habe und ließ mich verwirrt am Straßenrand stehen.
Immerhin war außer dem Navi absolut nichts entwendet worden - meine Sonnenbrille lag unangetastet in der Ablage und auch das Kleingeld war wohl uninteressant (wobei ich schon fast sicher bin, dass da mehr zusammengekommen wäre als für das Schrottnavi). Da sich inzwischen mein Schlafplatzzurverfügungsteller auch aus seinem Bett gequält hatte, flickten wir die Scheibe unter Zuhilfenahme von Mülltüten und Paketklebeband (man nimmt halt, was man hat!) notdürftig und ich stürzte mich nach einem kleinen und nicht ganz so entspannten Frühstück in das Versicherungschaos - dankenswerterweise haben wir da eine gute Police, sodass irgendwann auch der Abschlepper und das Ersatzauto organisiert waren und ich mich wieder auf den Weg nach Köln machen konnte. Das ganze Drama, das sich daran anschloss (Abschlepper, die nicht wissen, zu welcher Werkstatt das Auto soll; Zuständigkeiten bei den unterschiedlichen Abteilungen der Versicherung und Beinaheausraster meinerseits), erspare ich euch - Fakt ist, dass Carglass mir eine neue Scheibe eingesetzt hat und ich das Opferauto auch wieder aus Dortmund abholen konnte.

Was mich aber so erstaunt hat, waren die unterschiedlichen Reaktionen in meinem Umfeld auf den Einbruchdiebstahl: Neben Hilfsangeboten, Erstaunen, generellem Mitleid (teils aus eigenen Erfahrungen), Ungläubigkeit und Kopfschütteln kam auch das eine oder andere "Selbst schuld, wenn man das Navi im Auto lässt!". Ernsthaft? Selbst schuld? Wenn ich in meinem abgeschlossenen Fahrzeug etwas liegen lasse und dann jemand die Scheibe aus Sicherheitsglas einschlägt und etwas klaut, bin ich selbst schuld? Mir ist klar, dass ich das Navi hätte mitnehmen oder im Handschuhfach verstecken können, aber ganz ehrlich, ich bin nicht davon ausgegangen, dass dieses alte schrottige Ding bei irgendjemandem auf Interesse stoßen könnte (und in den letzten acht Jahren war das ja auch nicht der Fall). Und natürlich habe ich mich auch gefragt, ob ich "schuld" bin. Schuld daran, dass jemand eine Straftat begangen hat, sich mit Gewalt an meinem Eigentum vergangen hat - was für eine blöde Frage. Ich habe mein Auto ja nicht offen stehen lassen und ein großes Schild angebracht, auf dem "Bitte klau mein Navi!" stand.

Bin ich auch schuld, wenn ich im Erdgeschoss wohne und jemand in meine Wohnung einbricht? Oder wenn ich einen großen Fernseher habe, eine Musikanlage oder einen PC? Gar Geld in der Wohnung, vielleicht Schmuck oder Kunstgegenstände? Oder wenn jemand mein Fahrrad klaut - bin ich schuld, weil ich ihm so ein attraktives Fortbewegungsmittel vor die Nase gestellt habe? Wenn mir jemand mein Handy oder meinen Geldbeutel klaut - bin ich auch daran schuld? Das klingt mir zu sehr nach "na wenn du einen kurzen Rock anhast, musst du dich ja nicht wundern, wenn du belästigt wirst..." - und ich muss ehrlich sagen, dass wir nicht ohne Grund in einem Rechtsstaat leben, der gewisse Grundrechte zuspricht und gewisse Standards vertritt. Auch wenn ich meinen Pkw von innen mit 500€-Scheinen beklebt hätte - gibt das irgendjemandem das Recht, in das Auto einzubrechen? Natürlich nicht! Und selbst, wenn das Auto nicht abgeschlossen wäre, hat niemand das Recht, Dinge aus dem Fahrzeug zu entwenden.

Es ist zwar nicht wirklich Schlimmes passiert - außer der Tatsache, dass mich das Ganze Geld, Zeit und Nerven gekostet hat, habe ich keine körperlichen oder ernstzunehmenden seelischen Schäden zu beklagen; aber ich finde es bedenklich, dass so mancher die Verantwortung für eine Straftat eher beim Geschädigten sucht als bei demjenigen, der die Grundrechte eines Anderen verletzt hat...

Mittwoch, 18. Oktober 2017

essie gel couture "ballet nudes" closing night

Die letzte Woche war bei mir unerwartet turbulent - eigentlich hätten hier nämlich mindestens zwei weitere Postings erscheinen sollen, aber dann kam eines zum anderen (oder eher eben nicht) und der Blog hatte eine kleine Zwangspause. Das ärgert mich massiv, aber manchmal geht es nicht anders - dafür geht es heute aber mit "Lacke in Farbe... und bunt!" weiter!

Für Grau habe ich dieses Mal tatsächlich den perfekten Lack parat - essie's "closing night" habe ich mir nämlich in Roermond zugelegt und sicherheitshalber auch für Grau zurückgelegt. Mein erster Lack aus der "gel couture"-Serie musste doch ein bisschen warten, auch wenn ich sehr gespannt war, wie er sich schlagen würde, teilweise hat man ja doch Wunder versprochen bekommen.
Die Fläschchen aus der gel couture-Reihe enthalten auch 13,5ml Lack, haben aber die verdrehten Flaschen, die es gar nicht so leicht machen, sie hübsch aufs Foto zu bringen. Auch der Pinselstil ist verdreht, wodurch man beim Abstreifen des Lacks ein bisschen aufpassen muss. Der breite Biberschwanzpinsel nimmt den Lack mit seiner tollen flüssigen Konsistenz hervorragend auf und gibt ihn auch gut auf dem Nagel wieder ab. Mit der ersten Schicht ist schon ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ganze bei meinen dünnen Schichten noch nicht wirklich blickdicht und vor allem brauchen die Nagelspitzen eine Sonderportion Aufmerksamkeit. Also heißt es, zumindest eine zweite Schicht zu lackieren, was dank der angenehm kurzen Trockenzeit kein Problem darstellt. Zwar trocknet "closing night" nicht perfekt eben ab, einen Topcoat braucht's aber nur, wenn man wirklich Wert auf spiegelglatten Hochglanz legt. Ich bin ohne klargekommen und finde nicht, das das dem Lack einen Abbruch getan hat.
Farblich sind wir heute bei Grau, darum dürfte wohl recht eindeutig sein, in welchem Farbrahmen sich "closing night" bewegt. Ich würde den Grauton als eher kühleren, hellen Farbton beschreiben, der zumindest im Fläschchen ganz deutlich mit feinem, hellblauen Schimmer begeistert. Auf den Nägeln zeigt sich das Geschimmere dann leider nicht so deutlich, wie ich mir das gewünscht hätte, ist aber noch immer durchaus erkennbar. Vor allem unter der Tageslichtlampe wird der feine hellblaue Einschlag deutlicher und macht "closing night" zumindest ein bisschen spannender als den durchschnittlichen grauen Cremelack. Insgesamt ist Grau ja für mich so eine Farbe, die man immer tragen kann und die zumeist auch edel wirkt - durch den feinen Schimmer wird das bei dem essie sogar noch ein bisschen hervorgehoben. Zwar ist das nicht das klassisch-elegante, das einem sofort ins Auge springt, aber doch ein feiner, nobler Einschlag, der sich auf dem hellen Grau breit macht.
Für ein Design hatte ich sofort im Kopf, den Schimmer entsprechend aufzunehmen und habe dann in meinen Stampingplatten nach einem passenden Motiv gesucht. Vom grauen Mäuschen bin ich dann doch schnell abgekommen und bin bei meiner 8-03 von ÜberChic gelandet, die bis dato noch mit ihrer blauen Schutzfolie versehen war. Allerdings sind da ein paar spannende Motive drauf, also habe ich mir MoYou's "Beach house" geschnappt, ein zwar cremiges Hellblau, aber vom Farbton her ansatzweise zum Schimmer passend. Auf den Ring- und Mittelfinger habe ich dann das symmetrische Doppelmotiv mit Schnörkseln gestampt (das passt bei der aktuellen Länge meiner Nägel tatsächlich auch fast komplett auf einen Nagel!), auf den Zeige- und kleinen Finger habe ich das dazu passende "halbe" Motiv gestempelt, wobei dieses von der Größe her nahezu gleich ist, da statt der zweiten herzchenförmigen Hälfte hier ein Strahl nach unten (oder eben oben) zeigt.
Davon ab, dass sich "Beach house" ganz hervorragend stempeln lässt, habe ich mir sowohl beim Zeigefinger als auch beim kleinen Finger selber ein bisschen ins Fleisch geschnitten und das Stamping zur Nagelspitze hin doch ordentlich verzogen. Diese kleinen Schlenker sind also an und für sich nicht im Motiv enthalten, aber ich habe bei der Biegung meiner Nägel einfach immer entweder von vorne nach hinten oder von links nach rechts ein kleines Problem... Nichtsdestotrotz sieht man glaube ich ganz gut, was die Motive ausmacht und trotz der kleinen Fehler finde ich die Mani gelungen und mag sie sehr. Der hellblaue Schimmer in "closing night" geht leider ein kleines bisschen unter unter dem Stamping, aber das liegt einfach daran, dass er auch sonst nicht übermäßig dominant ist. Die Kombination aus Blau und Grau mag ich generell gerne und hier passt es auch einfach zu dem kühl angehauchten Grau wirklich hervorragend!
"closing night" hat sich auch mit Blick auf die Haltbarkeit wirklich gut geschlagen, die Oberfläche nimmt zwar die eine oder andere etwas stumpfere Stelle mit der Zeit mit, aber das ist ohne Topcoat vollkommen normal. Tipwear entwickelt sich nicht übermäßig schnell, wenn man die Nagelspitzen ordentlich versiegelt und ich muss durchaus gestehen, dass mich der essie überzeugt hat! 

Für die nächste Woche gehen mir langsam aber sicher die Kontraste ein bisschen aus, darum ziehen wir Halloween einfach ein bisschen vor und machen ORANGE!

Mittwoch, 11. Oktober 2017

China Glaze "Wicked" 1134 Glitter goblin

Langsam aber sicher nähern wir uns nicht nur dem Ende des Jahres, sondern haben auch nur noch eine deutlich reduzierte Anzahl an Farben für diese siebte Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" zur Auswahl und so kommt es, dass es nicht mehr gar so abwechslungsreich werden kann, sondern durchaus auch ähnliche Nuancen in kürzerer Zeit drankommen. Aber sei's drum - mit einer Woche Abstand zwischen den Postings sollte das ja durchaus machbar sein!

Heute ist herbstlich durchaus passend Kupfer dran und an und für sich hatte ich befürchtet, dass mich mal wieder die Frage quälen würde, wo ich einen kupfernen Lack herzaubern sollte - aber tatsächlich stand da in meinem Regal der (farblich) durchaus perfekte Vertreter. Dass der Auftrag ein bisschen anstrengend werden würde, war mir im Vorfeld allerdings auch klar...
"Glitter goblin" von China Glaze hatte ich damals beim USA-Urlaub, ich bilde mir ein bei Sally's Beauty, mitgenommen und da das auch schon ein paar Jährchen her ist, muss der Lack auf eine gewisse Standzeit zurückblicken. Dem traumhaften Funkeln im Fläschchen hat das aber keinen Abbruch getan und so ließ sich der viele Glitter (erstaunlicherweise nicht eingedickt!) mit dem schmalen Pinsel gut auftragen. Allerdings war die erste Schicht nicht wirklich deckend, also habe ich da schon gegrübelt, ob ich nicht zu einem Schwämmchen greifen wollte. Für das "normale" Tragen reichen aber tatsächlich zwei mit dem Pinsel aufgetragene Schichten, die fiese Kameralinse stellt dann aber doch eher die Lücken zwischen den Glitzerteilchen in den Vordergrund, sodass ich die dritte Schicht doch mit dem Schwämmchen aufgetupft habe. Wie bei Glitterlack so üblich, ist das Finish ohne Topcoat eher rau und ungleichmäßig, darum habe ich für die weiteren Bilder auch mit zwei dicken Schichten Überlack gearbeitet.
"Glitter goblin" wirkt auf den ersten Blick auf den Nägeln sehr wild und durcheinander - der sheeren Base sind neben kupferfarbenem Glitter auch noch silbrig-holografische Glitterpartikelchen zugesetzt und das führt auf den Nägeln auch zu diesem Durcheinander aus Kupfer, Silber und einem Schillern in allen Regenbogenfarben. Ohne direkten Lichteinfall ist der kleine Goblin tatsächlich eher ein Wechselspiel zwischen orangestichigem Kupfer und Silber, sobald aber Tages-, Büro- oder Sonnenlicht ins Spiel kommt, schillert es überall auch in Rot, Orange, Gold, Grün oder Blau. Definitiv kein linearer Holo, der sich uns da in seiner Wildheit präsentiert, aber dafür ein spannendes und interessantes Wechselspiel der Farben, das keine Langeweile aufkommen lässt. Ich muss gestehen, dass ich trotz der kurzen Trockenzeit des Lacks das Ergebnis mit Topcoat viel toller finde, da die glatte Oberfläche die unterschiedlichen Farbpartikelchen irgendwie noch besser zur Geltung kommen lässt.
Dieses hübsche Schimmern mit einer deutlichen kupfernen Dominanz stellte mich dann auch vor die große Herausforderung eines passenden Designs. An und für sich hatte ich ein paar silberne Schnörksel im Hinterkopf, war mir dann aber sehr unsicher, ob die nicht dank des silbernen Glitzeranteils im Lack ein bisschen untergehen würden. Komplett übertünchen wollte ich dann das bunte Gemisch auch nicht, also habe ich mal meine Stampingplatten nach einem passenden, halloweentauglichen Motiv durchsucht. Ich bin dann bei der BP-81 hängen geblieben, die nicht nur ein paar knuffige Hexen im Angebot hatte, sondern auch ein Kürbisgesicht. Zwar ist mein Kupfer nicht gar so hell und zeigt auch ein paar Einschläge ins Bräunliche, aber mir schien das trotzdem ganz akzeptabel. Mit einem schwarzen Lack habe ich dann den Ring- und Mittelfinger bestempelt und fand das dann tatsächlich ausreichend.
Natürlich ist es mir nicht ganz gelungen, die Gesichter auf den beiden Nägeln auf gleicher Höhe anzubringen, aber sei's drum - so kommt zumindest der Basislack auch ausreichend zur Geltung und um die schwarze Schnitzerei herum funkelt es noch immer in allen Farben. Leider hatte ich keinen großen Kürbisrahmen mehr im Angebot, sonst hätte ich den noch als Rand auf die Nägel gebracht, aber irgendwie bin ich sowieso bei saisonalen Einzelmotiven schlecht ausgestattet - das liegt einfach daran, dass ich mich nicht für einen bestimmten Anlass, der dann nur wenige Manis betrifft, mit übermäßig vielen Optionen ausstatten wollte. Vielleicht wird sich das künftig aber ein bisschen ändern, an und für sich kann man solche Manis ja sowieso dann tragen und zeigen, wann man das selbst möchte und muss nicht zur zu Halloween, Weihnachten oder auch Ostern auf die Motive zurückgreifen...
Die Haltbarkeit ist bei "Glitter goblin" natürlich so eine Sache - ohne Topcoat geht der Glitter vor allem an den Nagelspitzen doch recht zügig ab. Allerdings lenkt das Gefunkel auf den Nägeln auch sehr von Lücken und kleinen Macken ab, außerdem lässt sich das gut mit dem Lack kaschieren bzw. reparieren. Mit Topcoat hält der China Glaze bombenfest und man muss sich nur damit anfreunden, dass das Ablackieren dank des vielen Glitzers nicht so wirklich angenehm ist...

Heute sind wir farblich ja eher typisch-herbstlich mit dem Kupfer, für die nächste Woche hätte ich dafür gerne eine entsprechende Spiegelung des aktuellen Himmels - es ist nämlich GRAU dran!

Sonntag, 8. Oktober 2017

Anny 143.50 Clubbing with Dracula

Nach 31 Wochen Challenge ist es ganz schön ungewohnt, heute ohne eine Designvorgabe in den Sonntag zu starten und ich muss sagen, dass ich das schon fast ein bisschen vermisse und mich sehr auf das nächste Jahr freue (und hoffe, dass es dann wieder eine Wochenversion gibt!). Trotzdem soll es natürlich auch weiterhin Sonntags einen Lack geben und für heute habe ich mich ein kleines bisschen vom Herbst treiben lassen...

"Clubbing with Dracula" von Anny dürfte wohl den meisten ein Begriff sein - auch wenn die Nailartaktion von Anny nun schon ganz schön lange her ist. So ziemlich jede Teilnehmerin dürfte dem Lack über den Weg gelaufen sein und bei mir musste er lange im Schränkchen stehen. Nicht, weil ich die Farbe nicht mag, sondern eher, weil ich genau weiß, dass ein cremiger Anny immer funktioniert und er somit auch eine Absicherung für andere Lackversuche war.
Dass ich die Pinsel von Anny gerne mag, ist kein Geheimnis, und bei "Clubbing with Dracula" kommt zu einem coolen Namen auch noch eine traumhaft cremige Konsistenz dazu, die den Auftrag des Lacks einfach angenehm macht. Da ich aber doch recht dünn lackiere, komme ich mit einer Schicht auch hier nicht aus - die zweite ist Pflicht, allerdings dank einer verhältnismäßig kurzen Antrockenzeit auch kein Problem. Der Lack trocknet nicht gar so fix durch, wie ich mir das gewünscht hätte, darum habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert. Die könnte man sich aber durchaus sparen, da sich "Clubbing with Dracula" schön ausgleicht und auch mit ausreichend Glanz trocknet. Natürlich gibt es die Extraportion Gloss mit einem Topcoat, ich finde aber auch, dass der kleine Dracula sich auch eine Schippe mehr Glanz durchaus verdient hat.
Farblich kommt es bei dem Blutsauger sehr darauf an, in welchen Lichtverhältnissen man unterwegs ist - bei warmem (z.B. Sonnen- oder typischem Büro-) Licht zeigt der Anny seine rötlichen Einschläge viel deutlicher und kommt eigentlich recht elegant als vampy Rougenoir daher. Ohne Sonne bleibt nur das etwas kühlere Tageslicht bzw. die Tageslichtlampe, die eher die bräunlichen Anteile hervorhebt. Auch so zeigt sich ganz deutlich, dass "Clubbing with Dracula" zu den dunklen Vertretern der tiefroten Zunft gehört und wo er nun seine bräunlichen und wo eher die rötlichen Anteile zeigt, sei ihm selbst überlassen. Für mich ist das mit dem schönen, cremigen Finish auch ein perfekter Lack für den Herbst - der erdige Einschlag ist eindeutig, dunkel geht bekanntlich auch ganz besonders gut, wenn es draußen nicht übermäßig hell ist und vampy mag ich generell. Sicherlich ist der Lack zu so ziemlich jeder Gelegenheit passend, aber bei mir gibt's ihn eben heute!
Nachdem ich in der letzten Zeit nur grübeln musste, wie ich bestimmte Vorgaben auf die Nägel bringe, stand ich heute ein bisschen ahnungslos da und wusste nicht so recht, was sich auf dem Anny gut machen würde. Da allerdings noch mein Dottingtool draußen lag, habe ich mir fix noch zwei silberne Lacke geschnappt (essie's "No place like chrome" und einen Glitterlack von W7) und habe damit Pünktchen auf meine Nägel gedottet. Mit dem Mirrorlack war das kein Problem, bei der Glitterbombe habe ich mich dafür ein bisschen doof angestellt und letztlich sah das auf den Nägeln leider nicht gar so hübsch aus, wie ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Da der W7 aus einer klaren Base besteht, in der silberne Glitzerpartikel rumschwirren, musste da noch eine Schicht Topcoat drüber, um alles zu versiegeln - und irgendwie habe ich mir in meinen Topcoat silbernen Schimmer eingearbeitet, wodurch das Finish auch teils einige Silberpartikelchen enthält... Das passt hier ausnahmsweise gut, ist aber natürlich ein bisschen dämlich - den Topcoat sollte ich einfach mal entsorgen!
An und für sich mag ich aber die Kombination sowohl der Farben als auch der unterschiedlichen Finishes ganz gern - das Silber betont zwar eher die bräunlichen Einschläge in "Clubbing with Dracula", aber auch zu einem rotstichigen Braun passt es gut als Kontrast. Der essie zeigt hier tatsächlich perfekt sein metallisches Finish, das nun wirklich als flüssiges Silber durchgehen würde, und ich finde auch die kleinen Glitzerpartikelchen toll, auch wenn sie auf den Bildern eher ein bisschen untergehen - sie spiegeln halt doch ganz gut das Licht wider, das durch die Lampe auf die Nägel fällt. Mit so ungleichmäßigen Dotticures komme ich inzwischen tatsächlich ganz gut zurecht - vielleicht wage ich mich demnächst auch mal an die symmetrischen, ordentlichen, bei denen alles in Reih und Glied gepunktet sein muss... Wobei ich da ja doch befürchte, dass ich wieder irgendwas versaue und mich drüber ärgere, aber ab und an muss ich ja auch aus meiner Komfortzone raus!
Über die Haltbarkeit will ich mich bei dem Anny wirklich nicht beklagen, vor allem mit Topcoat ist das eine sichere Bank und man hat mit dem Lack lange Freude. Zumindest, bis es ans Ablackieren geht - dann ist's nämlich mit der Freue vorbei, "Clubbing with Dracula" ist eine kleine Schmierfee, die sich gerne in sämtliche Nagelhäutritzen verkriecht und definitiv noch ordentlich nachgearbeitet werden muss. Trotzdem darf er natürlich bleiben - mit so einem Klassiker kann man immer was anfangen!

Freitag, 6. Oktober 2017

Nyx Girls Nail Polish 139 "Robotic"

Eine kurze Arbeitswoche geht zu Ende und ich fühle mich trotzdem, als wäre ich mindestens fünf Tage fleißig gewesen - das liegt aber wahrscheinlich daran, dass es bei uns total drunter und drüber ging und mehrmals umgeplant werden musste... Das schlaucht dann doch ganz schön und ich bin wirklich heilfroh, dass jetzt erstmal zwei freie Tage anstehen.

Die wollen natürlich auch noch mit Nägellackieren gefüllt werden und dazu muss erst der Freitagslack verbloggt werden. Ich weiß noch, dass ich vor Jahren in Hamburg den Nyx-Lacken mal hinterhergelaufen bin, weil es da einige spannende Farben gab - und dann mussten die Lacke doch im Schränkchen stehen und warten.
Inzwischen ist Nyx in die Drogerien eingezogen (allerdings leider ohne Lacke) und ich habe immer noch einige der Nyx Girs Nail Polishes unlackiert in meinem Schränkchen stehen. Dabei gehört "Robotic" tatsächlich zu den Nuancen, die mich wirklich fasziniert haben. Das Fläschchen mit 12ml Inhalt hat einen schmalen, langen Pinsel, mit dem sich der Lack schön auftragen lässt. Mit einer flüssigen Konsistenz verteilt sich der Lack problemlos auf dem Nagel, ohne zu sehr zu verlaufen - allerdings braucht es auch mindestens zwei Schichten, um eine solide Deckkraft auf dem Nagel zu haben. Da mir zwei an einigen Stellen noch ein wenig zu durchscheinend waren, habe ich eine dritte Schicht aufgebracht, allerdings lackiere ich ja auch sehr dünn. Über eine Schicht Topcoat freut sich "Robotic" sehr, da sein originales Finish nicht ganz so glänzend ist - die Trockenzeit ist aber auch ohne Topcoat vollkommen okay.
Farblich ist "Robotic" ein schöner Schimmerlack in dunklem Blau - wenn man nur das Ergebnis auf den Nägeln betrachtet. An und für sich ist das aber eine sheere, schwarze (oder graue) Base, die mit einer Vielzahl winziger Partikel gefülllt ist, die sich vorwiegend in einem Blauton zeigen, teilweise aber auch ins Grüne changieren. Ein traumhafter, dunkler Lack, der allerdings wahnsinnig schwer zu fotografieren ist. Aufgrund der Schimmerpartikelchen ist der sheere Basislack nicht so deckend und trocknet auch nicht perfekt eben ab - darum eine extra Schicht Glanz. Durch dieses schimmernde Finish ist "Robotic" auch total langweilig, wenn man ihn im Sonnenlicht betrachtet - dann wird er nämlich flach und einfarbig, verliert komplett die Tiefe, die durch die sheere Lackbasis und den darin schwimmenden Schimmer entsteht. Statt einem faszinierenden Farbspiel hat man dann nur noch vereinzelte blaue Teilchen im Blick, die schon fast langweilig wirken - wie gut, dass gerade Herbst ist und sich die Sonne eher bedeckt hält!
An und für sich wäre der Lack die perfekte Basis für Galaxy nails - allerdings startete Anfang der Woche die Frischackiert-Challenge bei Steffi und da möchte ich mich mal wieder einklinken (zumindest an einigen Stellen). Von "Smoke nails" hatte ich zwar noch nie was gehört, fand aber die Ergebnisse durchaus spannend, also habe ich meinen Nyx-Lack dafür als Basis genommen. Mit "Business blouse" von Maybelline habe ich einfach ein bisschen Lack auf den Nagel gebracht und den dann mit Aceton und einem Pinselchen etwas verwischt. Zwar habe ich damit keine perfekten Rauchblasen erzeugen können, aber das Ergebnis sieht durchaus rauchig aus - auch wenn die Kamera irgendwie das helle Grau auf dem dunklen Lack deutlicher hervortreten lässt, als das beim Blick auf die Nägel aussieht. Dadurch wirkt das Grau ganz schön hell, das ist es aber bei normaler Betrachtungsweise gar nicht. Schön finde ich, dass hier und da noch der Schimmer von "Robotic" durchkommt und die Basis hier und da noch funkeln lässt.
Hätte ich gewusst, dass mein Rauch mein Fotografieren so viel deutlicher wird, hätte ich wohl nicht noch "nachgeraucht", da mir nur ein Pinselstrichlein pro Nagel zu dezent war. Sicherlich ist auch mein Pinsel nicht gar so perfekt gewesen (eher ein wenig hart und nicht so weich, wie es vielleicht nützlich gewesen wäre, darum sieht man teilweise auch die Pinselführung), aber für einen ersten Versuch finde ich das Ergebnis schon ziemlich gut. Natürlich gibt es so einige Designs in Steffis Galerie, die absolut grandios geworden sind, aber da ich die Technik vorher noch nicht kannte, bin ich durchaus zufrieden. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch mit anderen Lacken und in anderen Farbkombinationen mal auszuprobieren - ist zumindest mal was anderes als Stempeln und dauert vor allem auch nicht übermäßig lang. Ich hatte kurz überlegt, das Ganze zu mattieren, dann ist es aber doch eine extra Glanzschicht geworden.
"Robotic" ist für mich auch nach dem Lackieren ein totaler Hingucker - da hat sich die Wartezeit glatt gelohnt! Zwar zeigt sich Tipwear an den Nagelspitzen bei dem dunklen Lack sehr schnell, aber auch nicht schneller als bei anderen dunklen Farben. Obwohl der Lack gespickt ist mit den blauen Partikelchen, ist das beim Ablackieren absolut kein Thema und ich bin schon am Grübeln, wo ich den Lack als nächstes sinnvoll einsetzen kann...

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Catrice "Luxury Lacquers Holomania" C02 ApHolo 7

In eine kurze Woche starten hat eindeutig was, dann fühlt sich der Mittwoch wie der Montag an und bis Freitag ist es nicht mehr weit - das könnte ich definitiv öfters gebrauchen! Nach dem gestrigen Feiertag und dem Brückentag am Montag, den ich weitestgehend mit Wellness verbracht habe, ist der heutige Arbeitstag gar nicht so schlimm, außer, dass ich mich auch daran hätte gewöhnen können, gemütlich auszuschlafen...

Heute ist bei "Lacke in Farbe... und bunt!" endlich Hellblau dran und da ich Blautöne bekanntlich liebe, habe ich mich auch wahnsinnig auf den heutigen Lack gefreut! So sehr, dass ich ihn schon ein wenig zu früh lackiert habe und mich dann darüber ärgern musste, dass ich ihn nicht so lang tragen kann, wie eigentlich gehofft.
"ApHolo 7" gehörte zur "Luxury Lacquers Holomania"-Reihe, die ja in dieser Riesenkollektion mit Sandlacken, Holos und Glitter rauskam. Leider gehören die Lacke auch in die Zeit, in der Catrice ales andere als perfekt geschnittene Pinsel im Angebot hatte und leider ist auch mein Fläschchen mit einem eher widerspenstigen, verschnittenen Pinselchen ausgestattet. Der Lack selbst hat aber eine tolle, flüssige Konsistenz - das hat Catrice bei diesen Holos wirklich grandios hinbekommen! -, sodass der Auftrag einfach ein Gedicht ist. Die erste Schicht bringt schon ordentlich Farbe auf den Nagel, tatsächlich könnte schon eine Schicht reichen, aber vorsichtshalber habe ich eine zweite Schicht lackiert und mich sowohl über die angenehm kurze Trockenzeit als auch die Tatsache gefreut, dass der Lack schön eben und gleichmäßig trocknet. Mit dem borstigen Pinsel sieht man beim Auftrag tatsächlich ein paar kleine Streifen, die verschwinden aber beim Abtrocknen sehr schnell.
Sicherlich hat "ApHolo 7" nicht den spiegelndsten Glanz, kommt aber durchaus ohne Topcoat aus. Das gleichmäßige Finish kommt dem feinen Holoeffekt auf jeden Fall zugute und lässt das leicht kühle Hellblau durchaus strahlen. Sicherlich ist der silbrig angehauchte helle Blauton nicht außerordentlich einzigartig und auch der Holoeffekt könnte intensiver sein, aber irgendwie hat gerade diese Zartheit doch was. Jaja, mir ist klar, dass das ausgerechnet aus meinem Munde absolut unglaubwürdig klingt, aber bei blauen Lacken kann ich tatsächlich eine Ausnahme machen und mich mit etwas dezenteren Tönen abfinden. An und für sich ist "ApHolo 7" tatsächlich ein linearer Holo, allerdings zeigt sich der Effekt nicht übermäßig deutlich. Den Regenbogen kann man allerdings schön über die Nägel wandern sehen, das V allerdings tatsächlich mit der Kamera zu erwischen, ging sich unter der Tageslichtlampe nicht aus und die Sonne hatte sich leider sehr zurückgehalten.
Nichtsdestotrotz ist "ApHolo 7" mit dem hellen Ton und dem dezenten Effekt die perfekte Basis für irgendein coole Design - und ich musste doch ein bisschen grübeln, was stimmig wäre. Als Lack habe ich mir "Bleeding heart" von Priti NYC geschnappt, da mir der intensive Pinkton (ich streite noch mit mir, ob das eher ein Magenta oder doch eine Beere ist) zu dem hellen Blau doch sehr passend schien. Als Motiv habe ich mir ein doch eher peppiges Muster von der Bundle Monster XL-23 rausgesucht, eigentlich wollte ich alle Nägel mit dem Doppelsternchen vom Ringfinger bestampen, aber dann fand ich die Pfeil-/Stern-Kombination sehr stimmig dazu. Die restliche Hand wurde als in unterschiedlichen Orientierungen mit den Pfeilen bestempelt und ich muss wirklich sagen, dass mir die Kombination verdammt gut gefällt. Ein bisschen Comicstyle, zu dem sicher auch eine andere Motivkombination gut gepasst hätte, aber dafür war es dann schon zu spät...
Auch wenn "Bleeding heart" auf dem hellen Blau von "ApHolo 7" nicht ganz so knallig rauskommt, mag ich das Zusammenspiel der beiden Lacke und habe hier auch auf einen Topcoat verzichtet - mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hätte ich mir dann wieder das Motiv verschmiert und mich zu Tode geärgert... "ApHolo 7" eigentlich sich übrigens auch ganz gut zum Stampen, wobei gerade bei feingliedrigeren Motiven dann leider der Holoeffekt noch mehr unter geht, aber hier als Basis funkelt auch unter dem Stamping ab und zu noch ein kleiner Regenbogen durch und das mag ich wirklich gerne. Überhaupt mag ich die Holos aus der Kollektion sehr und musste mich doch beherrschen, sie für entsprechende Farbvorgaben zurückzustellen und nicht schon im Vorfeld zu verbraten - was dann leider dazu geführt hat, dass sie alle ein bisschen arg lang auf ihren Auftritt warten mussten...
Ohne einen schützenden Topcoat ist der Catrice ein kleines bisschen anfällig für Tipwear, schlägt sich sonst aber tatsächlich ziemlich gut. Während andere Holos doch eher zügig chippen, ist das hier nicht der Fall und auch beim Ablackieren gibt es absolut keine Probleme. Wenn der Effekt jetzt noch ein bisschen intensiver wäre, wäre das wohl der perfekte Lack, aber auch so ist klar, dass "ApHolo 7" bleiben darf!

In der nächsten Woche wird es wieder ein bisschen herbstlicher und auch wenn ich mir nicht so sicher bin, ob es wirklich dunkler wird - jahreszeitlich passend hätte ich gerne KUPFER!