Sonntag, 24. September 2017

Ciaté 036 Silhouette

Der September geht langsam aber sicher auf sein Ende zu - und ich habe das Gefühl, dass mir die Zeit in etwa genau so schnell wegläuft... Das Wochenende war irgendwie kürzer als gedacht und die letzte Woche auf der Arbeit hat mich dermaßen geschlaucht, dass ich am Freitag nichtmal mehr die Kraft hatte, meine Kamera in die Hand zu nehmen und Nägel zu knipsen. Aber lackiert hatte ich, darum gibt es die Mani eben heute!

Meine Auswahl an unlackierten Lacken ist zwar noch immer durchaus beachtlich, aber farblich gibt es da doch gewisse Einschränkungen - allerdings ist vieles sehr herbsttauglich! Um mal wieder ein bisschen voran zu kommen (zumindest gefühlt), habe ich mir einen meiner letzten unlackierten Ciatés geschnappt und den als Basis für das vorletzte Design zur #31DC2017weekly genutzt.
Die Rede ist von "Silhouette", den ich mit erschreckenden drei Schichten auf die Nägel bringen musste. Eigentlich dachte ich ja, dass so ein dunkler Ton locker mit zwei Schichten decken würde - aber da der Ciaté keine wirklich deckende Base hat, waren die ersten beiden noch zu ungleichmäßig und durchscheinend. Mit dem gerade geschnittenen Pinsel ist der Auftrag dank der tollen, flüssigen Konsistenz kein Problem und auch die Trockenzeit ist angenehm kurz. Die dritte Schicht ist trotzdem ein kleiner Minuspunkt, da ich von einem so dunklen Lack doch ein bisschen was anderes erwarte. Wer es gerne besonders glänzend mag, sollte eine Schicht Topcoat lackieren, "Silhouette" gleicht sich zwar schön aus und ist ebenmäßig, aber dank der enthaltenen Partikelchen eben kein superglatter Spiegelglanzlack.
Im Fläschchen scheint der Lack ein dunkler Rotton mit goldenem Schimmer zu sein - ein genauerer Blick an den Flaschenhals zeigt aber schon recht deutlich, dass das Rot einen ordentlichen Blaustich hat und vielleicht sogar als als rotstichiges Lila durchgehen würde. Gespickt ist der sheere Lack mit ganz viele Schimmerflecks, die ich tatsächlich als golden bezeichnen würde, die sich allerdings in einem Farbspektrum von Gold bis Lila auf den Nägeln zeigen. Je nachdem, wie tief die Schimmerpartikelchen im Lack liegen, zeigen sie sich mal heller gelblichgold und mal eher zurückhaltender rötlicher oder lilafarben. Der Farbton geht definitiv als vampy durch und scheint mal eher braunstichig zu sein oder auch lilalich-auberginig. Der Schimmer zeigt sich nicht übermäßig dominant, sondern ist eher fein gehalten und drängt sich nicht übermäßig in den Vordergrund - schade, da das den Lack ja doch ein bisschen von farbähnlichen Kollegen abhebt.
Wenn man dann doch mal ein bisschen Sonne erwischt, zeigt sich "Silhouette" tatsächlich in seinen roten Nuancen - aber dafür verschwinden auch komplett die Tiefe und die Komplexität des Lacks, anstatt eines feinen Farbspiels zwischen dunklem Lila, Rot und feinen Schimmerpartikeln, ist da nur noch roter Schimmer in dunklem Rot zu sehen und das ist einfach nicht mehr so richtig spannend. Für die #31DC2017weekly soll diese Woche ein Tutorial die Inspiration sein - und das hat mich so richtig vor Probleme gestellt. Ich bin keine große Tutorialguckerin, da mir die meisten Dinge schlicht und ergreifend zu kompliziert sind, wenn ich den Lack eh nur zwei Tage mit Design trage, aber die eine oder andere Nailarttechnik ist in meinem Hinterkopf doch hängengeblieben. Und so habe ich mich auf die Suche nach einem Tutorial für "Sugar spun"-nails gemacht und bin bei The Nailsaurus hängen geblieben (DER Beweis, dass kurze Nägel absolut bombastisch aussehen, so lange es nicht meine Stummelchen sind...).
Als Opferlacke habe ich mir "Make fast at Tiffany's" von Catrice und "Envy me" von LCN geschnappt, da ich doch einen Kontrast zu dem dunklen Basislack wollte. Ich habe mich zwar ganz brav an die "Antrockenzeit" der Lackblobbs gehalten, aber irgendwie hat das mit den beiden Lacken nicht so ganz geklappt - entweder ich habe zu wenig Lack auf meine Nailartmatte getropft oder ich habe einfach nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt, aber so richtig zähflüssig sind sie beide nicht geworden. Bzw. nicht so zähflüssig, dass ich sie mit einem Zahnstocher hätte problemfrei über die Nägel ziehen können. Auf dem Ringfinger ist mir das Ganze dann doch ein bisschen besser gelungen, wobei da kein großer Zeitunterschied vorliegt - ich glaube, da hatte ich einfach nur etwas mehr Übung. Allerdings hätte ich mir doch gewünscht, dass ich meine Zuckerwatte über die ganze Nagelbreite hätte ziehen können, das ist mir leider nicht überall gelungen, da einfach die Lacke vorher aufgegeben haben. Das Ergebnis finde ich aber ziemlich cool und muss das definitiv nochmal mit anderen Lacken testen.
"Silhouette" gefällt mir trotz der kleinen Einschränkung in der Deckkraft sehr gut - allerdings entwickelt der dunkle Lack ohne Topcoat auch an den Nagelspitzen recht zügig Tipwear. Das ist dann natürlich gut erkennbar, lässt sich aber auch gut mit dem Lack noch nachkaschieren. Auf jeden Fal werde ich den Ciaté in meiner Sammlung behalten, weiß aber noch nicht so ganz, was künftig sein Haupteinsatzgebiet sein wird...

Kommentare:

  1. Holla, der Ciaté ist ja toll! Ich hätte aber auch nie gedacht, dass man damit drei Schichten brauchen könnte. Und Sugar Spun habe ich bisher auch nicht ausprobiert. Das fühlt sich bestimmt komisch an mit diesen Riffeln auf den Nägeln. :)

    LG Lotte

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  2. In der Sonne ist er ja so ein richtiges Schätzchen - doch drei Schichten schrecken da irgendwie ab :/

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