Mittwoch, 30. August 2017

Manhattan Lotus Effect 10S Glitter gold

Manchmal tue ich mir mit meinen Farbvorgaben alles andere als einen Gefallen - vor allem bei Gold nicht, da ich ja so meine Probleme mit Goldtönen habe und vor allem einen gravierenden Mangel an goldenen Lacken... So ist das eben, wenn man eine Farbe nicht so wirklich gerne mag und entsprechend wenige Lacke hat. Einen letzten Lack hatte ich aber noch im Petto, nachdem mich der Catrice trotz passendem Namen davon überzeugt hat, dass er nicht zur Farbvorgabe passt.

"Glitter gold" von Manhattan trägt schon im Namen, was den Lack auszeichnet - da ist nämlich ganz schön viel Glitter bei! Ich glaube, den Lack mal im Rahmen eines Gewinnspiels von Manhattan gewonnen zu haben, muss aber gestehen, dass ich mir da nicht mehr so wirklich sicher bin. Selbst gekauft habe ich ihn ziemlich sicher nicht...
In meiner grenzenlosen Naivität habe ich mich bei "Glitter gold" ganz normal ans Lackieren gemacht - und zwar mit den üblichen Problemchen bei dem schmalen Flaschenhals, mit dem ich immer wieder kollidiere. Da der Lack ein reiner Glitterlack ist in der klaren Base ganz viele Partikelchen rumschwirren, hat man auch recht zügig Glitter auf den Nägeln - aber das deckend zu kriegen, dürfte wohl eine halbe Ewigkeit dauern. Der Lack trocknet sehr schnell an und durch, sodass mehrere Schichten kein Thema sind, aber als nach dreien noch kein Ende in Sicht war, habe ich mir einfach ein Schwämmchen geschnappt und angefangen, den Glitter auf die Nägel zu spongen. Beim nächsten Mal würde ich das auch gleich so machen, das geht nämlich deutlich schneller! Einziges Manko beim Auftrag mit dem Schwämmchen ist, dass das Finish ein bisschen rauer wird, aber das lässt sich mit einer Schicht Topcoat oder einer finalen Schicht "Glitter gold" auch wieder beheben.
Farblich sind wir bei diesem Lack eindeutig beim in Namen enthaltenen Gold - allerdings einer etwas kühleren Variante, die zwar einen leichten Gelbstich zeigt, aber im Endergebnis kein klassisches Gelbgold ist. Das liegt auch daran, dass neben den goldenen kleinen Glitterhexagons auch ebenso kleine grüne, sowie vereinzelt auch etwas größere silberne Hexagons enthalten sind. Das Ergebnis ist somit ein durchaus grünlich angehauchtes Gold mit einem unregelmäßig-gleichmäßigen Finish. Irgendwie sind nämlich doch auf jedem Nagel in etwa gleich viele grüne Partikelchen zu finden, sodass sich trotz der unterschiedlichen Farbeinschläge auf dem Nagel ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Ich hätte gar nicht gedacht, dass ich den Farbton (der sich zugegebenerweise ein bisschen mit meinem Hautton beißt) doch so gelungen finde, aber das könnte natürlich auch an den grünen Anteilen liegen - Grün finde ich bekanntlich toll!
Wenn das Grün schon im Basislack enthalten ist, dürfte ja klar sein, welche Farbe ich mir für mein Design ausgesucht habe - natürlich auch ein Grün! Ich hatte echt so meine Probleme damit, ein passendes Muster für das Stamping zu finden, ich wollte nämlich eines, das man trotz unruhiger Glitterbase noch halbwegs erkennen kann, das aber auch nicht zu großflächig ist und den Basislack komplett verschluckt. Nach einigem Wühlen, Kruschen und Grübeln bin ich letztlich bei meiner Biker 06 gelandet, die einige witzige Reifenspuren enthält. Mit Anny "Green racing drag" habe ich dann auf den Mittel- und Ringfinger einen Reifenabdruck gestempelt und mag das Ergebnis sehr gerne - allerdings hat sich der Lack beim Fotografieren des Designs noch schlimmer angestellt als bei den Versuchen, seine Schönheit solo einzufangen. Bei widrigen Lichtverhältnissen ist das sowieso alles andere als spaßig (und widrig ist in diesem Fall auch praller Sonnenschein, dann sieht man nämlich gar nichts mehr vom Lack!), aber mit dem Design habe ich arg zu kämpfen gehabt.
Mit bloßem Auge ist der Farbkontrast sehr deutlich und auch das Motiv gut erkennbar (mir wurde sogar schon unterstellt, ich hätte komplett grüne Nägel!), aber nachdem die Fotografiererei so schwierig war, dachte ich, ich probiere es mit einem matten Topcoat... Das verleiht "Glitter gold" einen leicht samtigen Einschlag und lässt den Lack fast noch ein bisschen kühler wirken - hilft ber nur bedingt beim Versuch, das Design entsprechend abzubilden... Auf kurze Distanz ist das Motiv einfach nicht wirklich gut darzustellen, aber wie gesagt wirkt es auf normale Betrachtungsentfernung mehr als deutlich. Ich bin auf jeden Fall froh, die Platte endlich mal ausgepackt zu haben - vielleicht probiere ich die Motive einfach  mal auf simpleren Cremelacken aus; auch wenn das sicher nicht die geschickteste Wahl war heute, gefällt mir die Mani insgesamt für Gold wirklich erstaunlich gut!
Über die Haltbarkeit kann ich gerade nur Positives berichten - und da ich nicht sonderlich scharf darauf bin, den Lack abzulackieren (das wird ein Drama mit dem vielen Glitter...), hoffe ich ja sehr, dass er sich noch ein bisschen hält. Das Cleanup nach dem Spongen war schon nervig genug - dieser doofe Glitter setzt sich ja überall fest, wo er nur kann!

Natürlich gibt es vor der heutigen Galerie noch die Farbvorgabe für die nächste Woche und nachdem ich mich heute ein kleines bisschen quälen musste, freue ich mich wahnsinnig auf Türkis am kommenden Mittwoch!

Sonntag, 27. August 2017

Catrice "ICONails" 11 Go For Gold!

Wenn ich schon bei den "ICONails" bin, gibt es heute gleich den nächsten Lack aus meinem Testpäckchen - eigentlich hatte ich ja ob des Namens gehofft, ihn für Mittwoch hernehmen zu können, aber manchmal passen Namen einfach nicht so ganz zur Farbe... "Go For Gold!" klingt ja nach einem astreinen Goldlack, aber irgendwie hat sich das sowohl im Fläschchen als auf den Nägeln etwas anders gezeigt.

Eigentlich ist das auch gar nicht so übel, denn für die #31DC2017weekly ist diese Woche ein Muster als Inspirationsquelle vorgegeben - und da hat mich "Go For Gold!" glatt in die richtige Richtung geschoben... Noch dazu zu einer Platte, die ich sonst gar nicht so oft benutze, aber dazu später mehr, erstmal soll es ja um den Lack gehen!
"Go For Gold!" kommt wie die bisherigen "ICONails"-Lacke mit diesem tollen Biberschwanzpinsel daher, der den Auftrag so angenehm leicht macht. Mit seiner tollen, flüssigen Konsistenz lässt sich der Lack einfach lackieren und ist tatsächlich auch schon mit einer Schicht hervorragend tragbar. Der Lack deckt auch bei ganz dünnen Schichten perfekt und ist mit seiner kurzen Trockenzeit auch eine gute Wahl, wenn es mal schnell gehen muss. Während "Go For Gold!" im Fläschchen ein tolles, fließendes Ergebnis zeigt, machen sich auf den Nägeln leichte Streifen bemerkbar. Die sind allerdings mit dem Auge nicht so deutlich zu erkennen und stören das Gesamtbild keineswegs. Wie bei metallischen Lacken üblich, betont auch der Catrice Unebenheiten ganz besonders deutlich, darum habe ich für die Fotos dann doch noch eine zweite Lackschicht aufgetragen. Da "Go For Gold!" eben trocknet, kann man hier auf einen Topcoat verzichen - außer, man möchte hier Spiegelglanz haben, den bringt der Lack nämlich nicht von selbst mit.
Farblich könnte ich mich hier mit einem Roségold oder einem hellen Kupfer anfreunden - aber ein sattes Gelbgold ist das auf keinen Fall. Der hübsche Metallicton ist insgesamt eher auf der kühlen Seite angesiedelt, für Kupfer fehlen ihm zumindest auf den Nägeln teils die orangenen Einschläge, sodass ich insgesamt wohl eher bei Rosé landen würde, aber das ist bei solchen Tönen bekanntlich Geschmackssache. Natürlich könnte der Lack im Finish ein wenig streifenärmer sein, aber im Vergleich zu ähnlichen Lacken hält sich das meines Erachtens nach noch in Grenzen. Das Finish wirkt ein wenig samtig, fühlt sich haptisch aber ganz normal glatt an - für Metallicfans ist der Lack sicher einen genaueren Blick wert. Ich habe zwar ein paar ähnliche Lacke, aber ich würde glatt behaupten, dass dieser hier wohl der unkomplizierteste aus der Riege sein könnte.
Natürlich sollte mir "Go For Gold!" auch als Vorlage für ein entsprechendes Design dienen - vor allem, weil mir der Lack ja nicht für Mittwoch taugt. Eigentlich dachte ich, dass ich auf meiner The Pro ein entsprechendes Muster hätte, das mich an die guten alten Tapeten aus den 70ern erinnert, aber dann wurde ich doch auf der "Time traveller - Back to the 70's" 03 fündig (bei dem Namen nun ja nicht wirklich verwunderlich...). Auch wenn es sicher nicht eins zu eins das gleiche Muster ist, ich erinnere mich dunkel an eine beige-glitzernde Tapete mit einem sehr ähnlichen Motiv, die in irgendeinem Schlafzimmer meiner Verwandtschaft hing. Nicht, dass sie mich besonders begeistert oder angesprochen hätte (und ich weiß ehrlich gesagt auch nicht mehr, bei wem sie an der Wand hing!), aber irgendwie ist das Bild einfach kleben geblieben. Gestampt habe ich mit OPI "I break for manicures", der zwar noch einen Hauch wärmer sein könnte, sich aber doch sehr schön zu "Go for Gold!" macht.
Beim Stampen sind mir meine inzwischen doch wieder ein bisschen längeren Nägelchen etwas in die Quere gekommen - diese doofe Krümmung zur Seite hin macht es tatsächlich nicht einfach, das Muster vollständig auf den Nagel zu  bringen, darum ist mir auch der Zeigefinger ein bisschen missraten... Da ich den Lack nicht glänzend haben wollte, habe ich über das Stamping noch eine Schicht matten Topcoats gepinselt und muss sagen, dass ich mit dem Gesamtergebnis doch sehr zufrieden bin. Durch das Mattieren ist die Streifigkeit von "Go For Gold!" auch komplett verschwunden und der Lack zeigt sein Finish nahezu wie im Fläschchen - fein, schimmerig und schön gleichmäßig! Vielleicht sollte ich den Lack einfach nur noch mattiert tragen, dann komme ich wohl aus dem Schwärme nicht mehr raus...
Mit einer Schicht lackiert war ich einen Tag mit dem Lack unterwegs und war ganz überrascht, dass er trotz normaler Tätigkeit absolut gar keine Abnutzungserscheinungen gezeigt hat. Mit Design konnte ich "Go For Gold!" leider nicht mehr so lange tragen, da er für einen traurigen Anlass nicht ganz angemessen schien. Aber das Ablackieren ging völlig unproblematisch von der Hand, sodass ich dem Catrice ein durchwegs positives Zeugnis ausstellen kann.

"Go For Gold!" wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.

Freitag, 25. August 2017

Catrice "ICONails" 34 For The Berry First Time!

Endlich Wochenende, endlich wieder gemütlich ausschlafen und vielleicht tatsächlich mal in aller Ruhe Nägel machen - wobei ich für Sonntag aufgrund einer etwas unangenehmen Verpflichtung da auch ein paar Sorgen habe... Momentan muss ich mich bei meinem Gepinsel doch häufig ein bisschen hetzen und da mangelt es dann mal an Präzision oder Trockenzeit und das ärgert mich gewaltig!

Heute geht es brav weiter mit meiner "ICONails"-Reihe und zwar mit "For The Berry First Time!", den ich neben "It's All About That Red " und "Cloud Nine" auch in meinem Testpaket hatte. Der kam mir heute gerade recht, da ich für Jenny's #5yearsplentyofcolors-Challenge ja etwas Tropisches pinseln wollte und dafür eine hübsche Base gesucht habe.
Spontan hatte ich zwar an Orange gedacht, aber "For The Berry First Time!" sah auch wie eine passable Grundlage aus, also wurde der lackiert. Auch wenn ich mich inzwischen wirklich wiederhole - der Biberschwanzpinsel der "ICONails"-Reihe trifft voll meinen Geschmack und auch dieser Lack kann mit einer hervorragenden Konsistenz und eine ziemlich guten Deckkraft aufwarten. Eine Schicht reicht hier für mich noch nicht ganz aus - dafür ist der Lack dann doch hier und da noch ein bisschen zu durchscheinen -, aber dank der kurzen Trockenzeit ist der Auftrag einer zweiten Schicht überhaupt kein Problem. Auch dieser Lack kommt mit einem einfachen Cremefinish daher, allerdings gleicht er sich gut aus und glänzt schon von sich aus genügend, um eine Schicht Topcoat unnötig zu machen. Wer es besonders glossy mag oder Wert auf mehr Haltbarkeit legt, sollte natürlich trotzdem einmal drüberpinseln.
Farblich ist "For The Berry First Time!" für mich allerdings keine Beere, sondern eher ein kühler Magentaton, ich würde diesem dunklen Pinkton nämlich eindeutig einen höheren Blauanteil zuschreiben (und das gilt nicht nur für die Fotos, sondern auch das tatsächliche Ergebnis auf den Nägeln!). Insgesamt ist der Catrice auch ziemlich dunkel, also nicht der typische Telekomton, sondern doch deutlich intensiver, weniger knallig und damit irgendwie auch erwachsener. Für die klassische Beere müsste der Lack für mich deutlich wärmer und rötlicher sein, allerdings muss ich gestehen, dass er mir so deutlich besser gefällt und eleganter wirkt. Definitiv ist das einer der Töne, mit denen man zwar ordentlich Farbe auf den Nägeln hat, aber nicht übermäßig auffällt, weil der Lack nicht zu sehr ins Auge sticht. Das einfache Cremefinish stört mich bei dem Ton erstaunlicherweise auch nicht, auch wenn ein wenig Schimmer hier sicherlich noch für das Tüpfelchen auf dem i gesorgt hätte.
Was das Design zum Thema "Tropical" angeht, dachte ich eigentlich, dass ich mit meinen MoYou Tropical-Platten bestens vorbereitet wäre - aber irgendwie hat mich das alles nicht so recht überzeugt und ich bin am Schluss bei den Palmen von der Tropical 12 gelandet. Statt Blümchen gibt es also "nur" Palmen, die ich mit MoYou "Skin silk" und "Beach house" auf Ring- und Mittelfinger gestampt habe. Der Kontrast zwischen dem kühlen Magenta als Base und dem Palmen in Hellblau und Apricot gefällt mir hervorragend und ich hätte es einfach bei den zwei Akzentnägeln belassen sollen - aber tropisch angehaucht wollte ich dann die übrigen beiden Nägel noch mit hellgrünem Blätterwerk versehen und habe dabei total versagt. Da Hellgrün ja auf dem dunklen Magenta nicht so gut rauskommen würde (es mangelt mir eindeutig an einem hellgrünen Stampinglack), habe ich Idiot zuerst mit Weiß gestampt und dann mit wenig Erfolg versucht, mit China Glaze "I'm with the lifeguard" nochmal deckungsgleich drüberzustempeln. Sieht in Summe einfach bescheiden aus...
Das Blättergedüdel hätte ich mir schlicht und ergreifend sparen sollen - das sieht einfach nur verunglückt aus. Allerdings war es da schon zu spät und ich habe dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt, indem ich mit einer Schicht Topcoat alles ein bisschen verschmiert habe... Ganz großes Kino! Obwohl ich mich eigentlich sehr auf diese Mani gefreut habe, bin ich letztlich ganz schön enttäuscht - nicht von den Motiven, die gefallen mir noch immer sehr gut; auch nicht von der Farbkombination, die ist auch durchaus fesch. Aber über meine eigene Schusseligkeit ärgere ich mich ganz schön, denn die hat mir doch ein bisschen den Spaß an der Mani genommen. Das kommt eben davon, wenn man alles schnell-schnell machen möchte (oder auch mal muss) - darum will ich zusehen, dass ich das in der nächsten Zeit wieder ein bisschen besser hinbekomme.
Zur Haltbarkeit von "For The Berry First Time!" muss ich sagen, dass der Lack ohne Topcoat doch ein bisschen anfällig für Tipwear ist. Bei so einem Lack fällt das natürlich schnell auf, wenn die Spitzen ein bisschen angeknapst sind (Erfahrung: eine Schicht sieht nach einem Tag nicht mehr wirklich frisch aus), darum würde ich da wohl auch auf einen Topcoat zurückgreifen. Aber immerhin geht er problemfrei wieder ab - auch das ist bei so intensiven Farben ja nicht immer der Fall.

"For The Berry First Time!" wurde mir kosten- und bedingungslos von Catrice zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 23. August 2017

Catrice "ICONails" 19 Johnny Deep

Tatsächlich geht es auch heute weiter mit einem Lack aus der "ICONails"-Serie - zu meiner Verteidigung kann ich aber sagen, dass ich den schon seit geraumer Zeit (seit ich ihn im Juni gekauft habe nämlich!) für heute geplant habe. Aubergine soll es bei "Lacke in Farbe... und bunt!" heute werden und auch wenn ich in dieser Farbrange noch eine kleine Auswahl habe, sollte es heute "Johnny Deep" sein.

Mal von dem witzigen Namensbezug abgesehen, fand ich den Lack im Fläschchen auch sehr spannend - darum durfte er ja auch im Doppelpack mit der Nummer 18 "Beetlejuice" mit. Ich hatte eigentlich schon vorher vor, die beiden auszuprobieren, aber dann kam mir die Farbvorgabe für heute mehr als recht und sie mussten doch ein wenig warten.
Nach den bisherigen Erfahrungen mit den ICONails dachte ich eigentlich, dass "Johnny Deep" vielleicht sogar als Onecoater durchgehen könnte, musste mich aber schnell eines Besseren belehren lassen... Obwohl der Pinsel auch hier echt toll ist und die Konsistenz des Lacks schön flüssig ist und keinen Grund zur Beanstandung liefert, habe ich zwei Schichten gebraucht, um mein Nagelweiß komplett abzudecken. Die erste Schicht war ein wenig fleckig, was natürlich auch daran liegt, dass ich recht dünn lackiere, trotzdem hat mich das doch überrascht. Mit der zweiten Schicht wurde "Johnny Deep" allerdings schön gleichmäßig, satt und intensiv, sodass ich mich nicht wirklich beschweren möchte. Das Finish des Lacks gleicht sich schön aus, dank der eher kurzen Trockenzeit kann man hier auch auf einen Topcoat verzichten und sich an der Qualität des Lacks erfreuen.
Farblich sind wir bei "Johnny Deep" eindeutig bei einem dunklen Lilaton, der teilweise einen recht deutlichen Graustich zeigt. Vielleicht ist er nicht die richtig typische Aubergine, weil ihm ein bisschen der Rotanteil dafür fehlt, aber vor allem in warmem Licht zeigt er sich doch als tiefdunkles, nahezu schwarzes Lila. Mir hat hier leider ein bisschen das Tages- und Sonnenlicht gefehlt, darum gibt es nur Bilder unter der Tageslichtlampe. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Ton durchaus ein bisschen ungewöhnlich finde, "Johnny Deep" ist eben nicht das klassische dunkle Lila, sondern hat durch den leichten Graustich - der übrigens im Fläschchen noch ein bisschen deutlicher durchkommt als auf den Nägeln - einen leicht edlen und eleganten Hauch (wobei es "Hauch" wohl richtig gut trifft) und kommt mit dem einfachen Cremefinish so richtig, richtig gut!
Was ein entsprechendes Design angeht, war ich mir zuerst nicht so richtig sicher, ob ein Stamping mit "Beetlejuice" eine so gute Idee ist - bei dem Lack habe ich nämlich stark an der Deckkraft gezweifelt. Nachdem ich mir aber erst ein unpassendes Muster herausgesucht habe, habe ich einfach den Ringfinger mit einer Schicht "Beetlejuice" versehen und siehe da, der deckt gar nicht so übel! Also habe ich mir die 17-03 von ÜberChic geschnappt und mit dem hübschen changierenden Lack auf Zeige-, Mittel- und kleinen Finger eines der Ganznagelmotive von der Platte gestempelt (und ich finde ja nicht, dass das Schneeflocken sind, auch wenn mir das hier von der Seite so angetragen wurde). Auf dem Ringfinger habe ich das Negativ zu dem Motiv aufgebracht, weil ich eigentlich mal testen wollte, ob es da einen entsprechenden farblichen Unterschied gibt - und den gibt es tatsächlich! "Johnny Deep" zeigt beim Stampen eher seinen leicht gräulichen Einschlag und ist eben nicht so perfekt deckend, wie ich ihn mir gewünscht hätte.
Das Stamping dann fotografisch festzuhalten war wirklich die große Herausforderung - "Beetlejuice" changiert nämlich von einem grünlichen Geschimmer bis ins Lila-Rosane! Das aber mit der Lampenspiegelung halbwegs akzeptabel darzustellen und das Muster nicht komplett untergehen zu lassen, war richtig schwer... Aber man kann glaube ich sowohl die Nicht-Schneeflocken (die ich ja spontan als stilisierte Blumen bezeichnet hätte) als auch den Farbverlauf im Lack gut erkennen. Das Stamping habe ich noch mit einer Schicht Topcoat versiegelt, um es ein bisschen gleichmäßiger und smoother zu machen, denn durch die leichte Streifigkeit von "Beetlejuice" hat sich das Ganze fast ein bisschen fusselig gezeigt. Ein bisschen Glanz darüber lässt den Schimmer dann einsinken und feiner wirken - mal ganz davon abgesehen, dass das Stamping dann auch ein bisschen geschützt ist und sich nicht so schnell abnutzt.
Was die Haltbarkeit angeht, kann ich momentan nicht so viel zu "Johnny Deep" sagen - aber ich glaube kaum, dass er sich irgendwie negativ hervortun wird. Auch wenn ich mit der Deckkraft hier nicht gar so glücklich bin, ist das doch ein ziemlich solider und hübscher Lack, der mir farblich hervorragend gefällt. Ich hoffe jetzt nur, dass er sich beim Ablackieren so gut anstellt, wie es die ersten Stampingversuche vermuten lassen.

Ich bin sehr gespannt, welche Lacke ihr euch heute herausgesucht habt und was sich so in der Galerie finden lassen wird - für die nächste Woche gibt es natürlich auch eine neue Vorgabe und die soll wieder heller werden... Da das Wetter hier inzwischen auch schon fast herbstlich ist, könnten wir mit Gold doch ganz gut liegen, oder?

Sonntag, 20. August 2017

Catrice "ICONails" 16 Cloud Nine

Nach dem Rot am Freitag geht es heute gleich mit dem nächsten Neuzugang der Catrice "ICONails" weiter - wenn es mit der Reihe schon so gut startet, kann man ja gleich mal schauen, ob es mit den anderen Farben so weitergeht. Auch wenn ich eigentlich eine andere Farbe für heute geplant hatte, musste für die #31DC2017weekly aber aufgrund des fehlenden Stampingmusters recht spontan auf etwas anderes umschwenken...

Und so kam es, dass "Cloud Nine" aus dem ICONails-Päckchen sich schon fast aufgezwungen hat und das, obwohl ich ja eigentlich auch einen Mangel an Grautönen habe und mir die eigentlich a liebsten für die jeweilige Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" aufheben würde. Manchmal geht das aber nicht und so gibt's heute den zweiten Lack von Catrice.
Wie schon bei "It's All About That Red" wartet auch "Cloud Nine" mit dem schönen, breiten Pinsel auf, der das Lackieren sehr angenehm macht. Auch dieser Lack hat eine tolle Konsistenz und bringt schnell Farbe auf den Nagel, wer also nicht so ein penibler Dünnlackierer ist, könnte hier schon mit einer Schicht auskommen. Ich habe eine zweite lackiert, um ein gleichmäßigeres Ergebnis auf den Nägeln zu haben - ich habe es nämlich tatsächlich geschafft, mir beim Lackieren der rechten Hand in zwei Nägel der Linken Macken zu schlagen... Auch "Cloud Nine" kommt ohne Topcoat aus, allerdings finde ich, dass der Lack sich nicht gar so hervorragend ausgleicht wie es bei seinem roten Brüderchen der Fall war. Wenn man ganz genau hinsieht, kann man in der Oberfläche die eine oder andere kleine Unregelmäßigkeit erkennen, die allerdings wirklich nur was für Perfektionisten ist.
Farblich ist "Cloud Nine" wie wohl deutlich erkennbar ist, ein Grauton. Ich würde ihn insgesamt eher in der helleren Graurange einordnen, allerdings ist er für eine graue Wolke durchaus eher im mittelgrauen Bereich angesiedelt. Ich finde den Ton recht ausgeglichen, da ist weder ein besonderer Blaustich noch ein anderer Farbeinschlag, wobei die Farbe natürlich je nach Licht mal etwas kühler und mal wärmer wirkt. Auf jeden Fall ist das einer der Grautöne, die mich mit ihrem einfachen Cremefinish auch überzeugen - es braucht manchmal eben nicht viel Shishi, sondern nur eine wirklich gute Farbabstimmung und die hat Catrice mal wieder gut getroffen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass der Lack mit seinem simplen Finish kein Alleinstellungsmerkmal hat, ähnliche Grautöne gibt es durchaus auch von anderen Marken und so bleiben hier nur Auftrag und Haltbarkeit, um wirklich zu begeistern.
Davon ab, dass man Grautöne einfach mögen muss, um mit diesem Lack warm zu werden, sollte er mir ja als Basis für ein Design zur #31DC2017weekly dienen - diese Woche sollen wir uns nämlich von Mode inspirieren lassen. Nun muss man wissen, dass ich alles andere als ein Fashion-Victim bin - war ich nie, wollte ich nie sein und werde ich einfach auch nie - und somit absolut keinen Schimmer von aktuellen Trends in der Mode habe. Darum habe ich in meinem Kleiderschrank gewühlt und der kann vorwiegend durch einfarbige Teile (vor allem auch bei Shirts!) überzeugen, die schlicht und ergreifend vielfältig nutzbar sind. Ein paar Klamotten mit hübschem Muster habe ich durchaus - die waren mir allerdings zu kompliziert, habe ich schonmal als Idee genutzt oder waren aufgrund des Mangels am passenden Stampingmuster nicht umsetzbar. Also musste Plan B her und ich habe mich an meinem Blüschen mit Zickzackmuster orientiert.
Auf der Fashionista 05 von MoYou habe ich auch endlich ein passendes Zickzack gefunden, aber das Ergebnis ist nicht so ganz shirtlike... Meine Bluse ist nämlich deutlich verwaschener gezickzackt und auch einen Hauch dunkler - aber sei's drum. Das große Problem beim Stampen hatte ich eh mit der Tatsache, dass die Platte nur kleine Motive hat und das Muster somit nur auf dem kleinen Finger ausgereicht hat - bei Zeige-, Mittel- und Ringfinger musste ich ein wenig nachstempeln und nach unten hin ergänzen, allerdings fällt das gar nicht so schlimm auf. Das Stamping ist nicht richtig schwarz und auch nicht ganz perfekt - aber das passt zumindest zu meiner Vorlage. Um es ein wenig weicher erscheinen zu lassen, habe ich das Ganze zum Abschluss mattiert und musste mal wieder feststellen, dass die Bilder die Mani schlechter dastehen lassen als sie mit bloßem Auge betrachtet ist. Da fallen nämlich auch die Ungleichmäßigkeiten nicht so deutlich auf...
Zur Haltbarkeit kann ich noch nicht viel berichten, aber auch "Cloud Nine" macht auf mich einen guten Eindruck. Qualitativ würde ich ihn ob des Ausgleichens im Finish ein bisschen hinter "It's All About That Red" einordnen, muss aber auch hier sagen, dass Catrice einen wirklich ordentlichen Job gemacht hat. Wenn das mit den weiteren Lacken der Reihe so weiter geht, muss ich wohl mal wieder den einen oder anderen genaueren Blick ins Catrice-Regal werfen...

"Cloud Nine" wurde mir kosten- und bedingungslos von Catrice zur Verfügung gestellt.

Freitag, 18. August 2017

Catrice "ICONails" 05 It's All About That Red

Im Juni sind die beiden ersten ICONails von Catrice bei mir eingezogen - und letzte Woche haben sich dank einem Gewinnspiel noch fünf weitere dazugesellt. Ich wollte eigentlich schon längst einen lackiert haben, allerdings hat mir das farblich nicht ganz gepasst, darum gibt es heute sozusagen brandaktuell einen der Lacke, die ich letzte Woche aus der Post gefischt habe.

"It's All About That Red" war aus meinem Päckchen der Lack, der mich sofort angelacht hat - und das liegt eindeutig an meiner momentan andauernden Begeisterung für rote Lacke. Aber ich muss auch gestehen, dass ich sehr neugierig war, wie sich die "ICONails" von Catrice schlagen würden; von der Marke kennt man ja sowohl sehr Positives als auch eher negative Ergebnisse.
Die neuen, eckigen Fläschchen finde ich ja sehr gelungen - neben dem erwachsenen und cleanen Erscheinungsbild warten die Lacke auch mit einem Inhalt von 10,5ml auf. Die eckige Kappe lässt sich leicht entfernen, sodass man den Pinsel viel einfacher handhaben kann - und der breite Biberschwanz kann sich wirklich sehen lassen! Perfekt geschnitten nimmt der Pinsel den Lack mit einer absolut grandiosen Konsistenz wirklich toll auf und gibt ihn problemlos auf dem Nagel ab. Mit einer Schicht ist schon ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings scheint dann das Nagelweiß noch ein wenig durch, darum empfiehlt sich eine weitere Schicht. Zwei sind dann aber auch genug und dank der angenehm kurzen Trockenzeit und einem hübschen Glanz auf dem Nagel kann man sich den Topcoat hier sparen. Eine weitere Schicht sorgt auch nicht für mehr Glanz, sondern hilft lediglich, mögliche Ungleichheiten, die der Nagel mit sich bringt, auszugleichen - denn "It's All About That Red" gleicht sich selbst schon sehr ordentlich aus unter hinterlässt wirklich ein ebenes Ergebnis.
Farblich sind wir bei dem Lack nicht nur dem Namen nach eindeutig bei einem klassischen, intensiven Rotton, das zeigt sich auch ganz deutlich im schönen Cremefinish. Ich würde den Lack vom Einschlag her durchaus als ausgeglichen bezeichnen, vielleicht geht er einen Hauch mehr ins Bläuliche denn ins Gelb-Orangene. Je nach Licht kann man aber auch durchaus die warmen Nuancen mit einer Tendenz ins orangestichigere Tomatenrot erkennen, im Großen und Ganzen ist "It's All About That Red" aber eher im Kirschbereich anzusiedeln. Ich mag die Farbe wahnsinnig gerne und obwohl ich auf der Arbeit ja mit so ziemlich allen Lackfarben anzutreffen bin, sind es meistens die roten Lacke, die besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Heute wurde ich auch schon auf meine Nägelchen angesprochen und das wundert mich vor allem, weil die eine oder andere Kollegin durchaus auch mit roten Nägeln unterwegs ist. Sei's drum - der Catrice gefällt mir farblich hervorragend und ich bin mit meiner ersten Wahl wirklich sehr zufrieden.
Eigentlich hätte ich für das Rot eine andere Designidee im Kopf (eher etwas Klassisches, Dezentes und Feines), aber für Jenny ist bei der #5yearsplentyofcolors das Thema "Ice Cream" angesagt und wie der Zufall es will, habe ich auf meiner BM-XL 29 ein Motiv mit Eis gefunden. An dieser Stelle muss ich aber auch gestehen, dass ich wirklich sehr aktiv danach gesucht habe - ansonsten wäre ich für diese Woche nämlich ganz schön aufgeschmissen gewesen! Nach diversen Anlaufproblemen mit einigen Lacken, habe ich es am Ende doch geschafft, das Motiv einmal komplett auf mein Stempelkissen zu übertragen - und dann hat mich für einen kurzen Moment der Wahnsinn gepackt und ich habe beschlossen, mich an einem entsprechend bunten Stamping zu probieren und habe die Eistüten und Stieleis fröhlich mit Farbe versehen. Das mit dem "fröhlich" hat recht schnell aufgehört, weil ich nicht sonderlich erfolgreich dabei war, mich innerhalb der winzigen Motive aufzuhalten... Aber immerhin haben es die bunten Eistüten dann auf den Ringfinger geschafft.
Da mir das für die restlichen Nägel definitiv zu viel Aufwand war (und ich auch mit der Farbintensität auf dem Rot nicht ganz so glücklich bin), habe ich mich bei den restlichen Nägeln für ein ganz profanes, weißes Stamping entschieden - und ich muss sagen, dass das gar nicht mal so übel aussieht. Irgendwann, wenn ich mal ganz viel Zeit habe und meine Nailarts nicht auf den letzten Drücker und vor allem unter ganz blöden Rahmenbedingungen (schlechtes Wetter und Zeitnot) machen muss, werde ich mich definitiv nochmal an einem "ordentlichen" ausgemalten Stamping probieren, aber dieses Mal reichte einfach ein Nagel. Ich finde ja das Eismotiv schon recht niedlich, wobei ich mir noch eine größere, einzelne Tüte gewünscht hätte - die habe ich aber in meinen zahlreichen Platten nicht gefunden (oder einfach übersehen). Trotzdem mag ich das Ergebnis gern, auch wenn ich den Kontrast des bunten Nagels zur Basisfarbe nicht perfekt finde.
Die ICONails sollen ja vor allem durch herausragende Haltbarkeit glänzen - ich muss aber sagen, dass sie besonderen Belastungen (z.B. spülen) durchaus auch zum Opfer fallen. Ansonsten bin ich echt angetan von dem Lack, der sich solo gut tragen lässt und nicht schon nach einem Tag Tipwear aufweist, allerdings bin ich bei den sieben Tagen Tragezeit doch eher skeptisch. Beim Ablackieren befürchte ich ein paar verfärbte Nagelhäute, das ließ sich zumindest beim Korrigieren an den Nagelbetten so vermuten... Aber das ist für Rot typisch, darum will ich das "It's All About That Red" gar nicht negativ anlasten.

"It's All About That Red" wurde mir kosten- und bedingungslos von Catrice zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 16. August 2017

Dr. Pierre Ricaud "Rose Corail"

Die Zeit fliegt momentan mal wieder ein bisschen schneller als es mir eigentlich lieb ist, aber auf Koralle bei "Lacke in Farbe... und bunt!" habe ich mich schon seit geraumer Zeit sehr gefreut! Für gewöhnlich habe ich eher das Problem, dass mir der passende Lack abhanden gekommen ist, bei dieser Farbvorgabe stand er schon lange fest und ich musste mich wirklich zurückhalten, ihn nicht vorher schon zu zeigen.

Die Rede ist von "Rose Corail" von Dr. Pierre Ricaud, den ich neben dem peachfarbenen Geschwisterchen im Rahmen der  Frühling / Sommer-Kollektion erhalten habe. Mein bisheriger positiver Eindruck von der Marke hat die Warterei auf das Lackieren nicht unbedingt einfacher gemacht, darum bin ich schon recht stolz auf mich - aber genug der Laberei!
"Rose Corail" kommt wie üblich im länglichen und schmalen Fläschchen, das 5ml Lack fasst. Der Pinsel ist schön breit und typisch biberschwänzig und macht den Auftrag sehr angenehm. Ich muss nur immer beim kleinen Nagel ein bisschen aufpassen, nicht über die Nagelränder hinaus auch meine Nagelhaut fleißig anzupinseln, aber das nehme ich gerne in Kauf. Dafür gelingt es auf den anderen Nägeln mit nahezu einem Pinselstrich, ein hübsches Ergebnis auf den Nagel zu bringen. Der Lack hat eine tolle flüssig-cremige Konsistenz und bringt tatsächlich auch schon im ersten Anstrich ordentlich Farbe auf den Nagel, die reicht mir aber noch nicht, um das Nagelweiß abzudecken. Mit der zweiten Schicht sieht das schon deutlich besser aus und die Übergänge verschwinden nahezu, sodass der Lack für mich ausreichend deckend ist. Eine Schicht Topcoat verhilft zu noch mehr Glanz, ist aber tatsächlich hier auch optional, da die Trockenzeit recht kurz ist.
Vom Auftrag her wartet "Rose Corail" also mit der gewohnten Qualität auf und die Farbe finde ich trotz des eindeutigen Pinkstichs auch erschreckend klasse! Tatsächlich habe ich ein Shirt, das einen sehr ähnlichen, wenn auch einen Hauch rotstichigeren und damit dunkleren, Farbton hat - und natürlich musste ich das auch zu dem Lack tragen. In der Korallschiene ist "Rose Corail" seinem Namen durchaus gerecht und zeigt einen eindeutigen Pinkstich. Im Fläschchen fällt der sogar noch einen Hauch kühler aus als letztlich auf den Nägeln, aber aus meiner Sicht ist der Lack noch weit genug von reinem Rosa entfernt, da sich die orangenen Anteile in der Farbe auch recht deutlich zeigen. Im warmen Licht zeigt der Dr. Pierre Ricaud dafür auch seine orangene Seite viel klarer und wirkt teilweise fast schon Reinorange - aber das ist ja auch das Schöne an diesen Mischlacken, die zeigen sich je nach Licht in unterschiedlichen Nuancen. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich "Rose Corail" sehr toll finde und zwar nicht nur, weil er hervorragend in den Sommer passt, sondern auch, weil der Lack gleichzeitig durchaus edel und recht knallig und gute-Laune-mäßig ist.
Auf der Suche nach einem passenden Design habe ich lange geschwankt, ob es denn nun etwas quietschig-knalliges oder doch eher "erwachsenes" sein soll. Von wilden Comicmotiven bin ich dann doch abgekommen, um nach den Schafen auf der Arbeit nicht komplett in die Ecke bekloppter Trottel gestellt zu werden, und habe mich für eines der schnörkseligen Blumenmotive auf der ÜberChic 17-01 entschieden - die Platte ist nämlich noch lange nicht durch und hat wirklich noch das eine oder andere zauberhafte Motiv im petto. Unter anderem auch dieses Rosenmotiv, das sich in er Breite über zwei Ganznagelmotive erstreckt und damit zumindest theoretisch auch für zwei Nägel reichen könnte. Ich habe das allerdings nur beim Ring- und kleinen Finger wirklich geschafft, da ansonsten einfach irgendwo am Rand das Motiv ausgeht, da ich keinen breiten, flachen Stamper habe, sondern "nur" die normalen runden. Als Stampinglack musste mal wieder "Glitz & glamour" von Rival de Loop Young herhalten, der allerdings seinen Holoeffekt hier nicht im wirklich großen Ausmaß zeigt.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Motiv ziemlich cool finde und vor allem die Rose sehr mag, die man auf Zeige-, Mittel- und Ringfinger im unteren Bereich doch ziemlich gut erkennen kann. Das feine Ranken- und Blättermuster gefällt mir auch wirklich gut, obwohl ich anfangs ein bisschen skeptisch war ob der Größe des Motivs. Ich habe bei so großen Vorlagen immer die Sorge, dass ich nicht die "richtigen" Teile auf die Nägel bekomme und es dann nicht so hübsch aussieht, weil etwas fehlt - aber hier ist das auch mit der Platzierung ganz gut gelungen. Ich hätte mir nur gewünscht, dass das feine Holoschimmern noch etwas deutlicher wäre, den eher gedämpften Kontrast zwischen dem Anthrazit und dem rosastichigen Koralle finde ich richtig gut gelungen. Zwar kommt das Motiv so deutlich durch, aber die Basisfarbe geht nicht komplett unter - im Endergebnis finde ich die Mani durchaus edel.
"Rose Corail" hat mir im Auftrag ja keinerlei Anlass zur Beschwerde gegeben und ähnlich sieht es auch mit der Haltbarkeit aus. Mit Topcoat hält und hält und hält der Lack einfach und ich werde ihn wohl trotz mangelnder Tipwear einfach ablackieren, um wieder was anderes auf die Nägel zu kriegen - aber dieses Schätzchen von Dr. Pierre Ricaud darf definitiv in meiner Sammlung bleiben!

In der nächsten Woche muss es natürlich wieder ein bisschen dunkler werden, damit es nicht zu langweilig wird (und wenn ich den Wetterbericht richtig verstanden habe, ist es momentan insgesamt auch eher wechselhaft) und mein Listchen hat mir als Vorgabe "Aubergine" ausgespuckt.

"Rose Corail" wurde mir kosten- und bedingungslos von Dr. Pierre Ricaud zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 13. August 2017

essence "I love Berlin" Green grass

Eigentlich mag ich es ja gar nicht, so spät zu posten - aber momentan kriege ich das partout nicht anders hin, darum gibt es heute mal wieder einen Lack zu sehr später Stunde. Ich wusste echt lange nicht, was ich lackieren soll, schließlich ist ja heute mal wieder ein Design zur #31DC2017weekly dran und dafür brauchte es die passende Basis...

Nach einigem Hin und Her hatte ich tatsächlich eine grandiose Idee, welches Buch heute als Inspiration für meine Maniküre herhalten sollte. Der richtige Lack war schnell gefunden, schließlich habe ich von der Kategorie noch eine Handvoll und darum ist es ganz gut, dass er heute seinen Weg hierher auf den Blog findet.
"Green grass" aus der "I love Berlin"-LE von essence steht schon sehr lange in meinem Schrank (so in etwa seit 2011) und das hat durchaus einen Grund. Sein blaues Brüderchen hat mir nämlich so einigen Ärger bereitet und ich war nicht wirklich scharf darauf, dass sich das Ganze mit einem anderen Lack wiederholt, auch wenn das natürlich unwahrscheinlich ist. Und tatsächlich hat sich "Green grass" ganz brav auf- und auch wieder zuschrauben lassen und war beim Lackieren auch ganz akzeptabel. Zwar hat der Lack noch einen der alten, schmalen und geraden Pinsel, aber die Konsistenz ist noch genauso angenehm flüssig, wie sie wohl vor sechs Jahren schon war. Mit einer Schicht hat man recht zügig ordentlich Farbe auf dem Nagel, da ich aber so dünn lackiere, war die Schicht nicht wirklich gleichmäßig. Also gab es eine zweite Lackschicht drüber, die die Farbe ein bisschen satter gemacht hat. Leider gleicht sich der Lack nicht wirklich gut aus, sodass ein Topcoat schon Pflicht ist.
Dummerweise habe ich wohl nicht den richtigen Topcoat in die Hand genommen, denn das Ergebnis der schönen glossy Schicht war eine Bläschenparty deluxe, die mir den Lack schon fast vergrämt hat. Also gab es noch eine Schicht (eines anderen Topcoats) drüber, die zumindest auf die Entfernung zu einem hübschen, glänzenden Ergebnis geführt hat. Bei genauem Hinsehen erkennt man natürlich noch Unregelmäßigkeiten und Bläschchen, aber was soll's... Farblich sind die Bilder vielleicht einen Hauch zu graustichig, an und für sich ist "Green grass" nämlich etwas knalliger und intensiver - aber keineswegs reingrün, sondern tatsächlich blaustichig, sodass man ihn entweder als dunkles Türkis oder auch als helles Petrol bezeichnen könnte. Wie auch immer - ich finde die Farbe ziemlich cool und kann da auch mit dem einfachen Cremefinish durchaus leben. Allerdings sind diese Problemchen beim Auftrag doch so nervig gewesen, dass ich ernsthaft überlegt habe, den Lack gleich wieder abzulackieren...
Da ich aber sowieso ein Design auf "Green grass" packen wollte, habe ich dann noch beide Augen zugedrückt und mich daran gemacht, mein Design auf die Nägel zu bringen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir der Name des Lacks im Vorfeld gar nicht als so passend aufgefallen war - mir ging es nämlich nur um die Farbe, die dem Cover des Buchs weitgehend ähnlich sieht. Nach diversen Optionen habe ich mich nämlich für "Glennkill" als Vorlage entschieden - hauptsächlich, weil ich auf der Princess 04 von MoYou ein knuffiges Schaf gefunden habe und keine Lust auf einen schwarzen Lack als Basis hatte. Das Schäfchen ist zwar etwas zu pummelig und stimmt nicht so ganz mit dem Cover überein, aber es geht ja auch nicht um eine 1:1 Kopie! Mein Pummelschaf steht auf einer dunklen Base, die Nyx "Smoldering" geliefert hat und wurde wie der Rest der Mani letztlich mattiert, auch wenn das Cover auf Hochglanz getrimmt ist.
Anstatt einer weiteren Schafherde habe ich mich bei den übrigen Nägeln für eine grasartige Basis entschieden, die noch den großen Vorteil hat, dass sie die Unebenheiten und Bläschen im Basislack "Green grass" doch etwas verdeckt. Mit Orly "Mint mojito", Kleancolor "Metallic green" und Sinful Colors "Peppered amazon" habe im im Drybrush-Verfahren ein bisschen mehr Grün auf die restlichen Nägel gebracht, was letztlich ein bisschen unregelmäßig und dadurch fast rasenartig aussieht. Als Blümchen gab es einfach ein paar Pünktchen in Weiß und Gold - und fertig ist die eindeutig coverinspirierte Maniküre mit einem Schaf! Sicherlich könnten die Grasnägel ein bisschen besser aussehen (auch da war ich mir nicht sicher, ob ich die Mani nicht nach dem Design gleich wieder ablackiere, aber aus irgendwelchen seltsamen Gründen habe ich beschlossen, morgen ernsthaft mit einem Schaf auf den Nägeln zur Arbeit zu gehen!), aber im Großen und Ganzen ist das doch alles ganz ok!
Zur Haltbarkeit von "Green grass" kann ich nur mit Topcoat was sagen und da ist der Lack ganz solide unterwegs. Ich hoffe sehr, dass er mir beim Ablackieren keine Probleme macht - solche Töne sind da ja durchaus ein bisschen anstrengend... Da ich noch so einige Kandidaten in der Farbrange habe, bin ich mir nicht sicher, ob er bei diesen Auftragsproblemen bleiben darf - vielleicht wird der Lack auch in den wohlverdienten Ruhestand versetzt.

Freitag, 11. August 2017

Layla Thermo Polish - Effect N°4

Auch wenn ich für heute schon wieder einen dunklen Lack in der Hand hatte (irgendwie habe ich noch erschreckend viele dunkle nichtlackierte Lacke und verhältnismäßig wenige helle!), gibt es nach dem Braun vom Mittwoch doch ein ganz schönes Kontrastprogramm. Nicht nur das trübe Wetter drückt ein bisschen auf meine Stimmung, also müssen im Alltag einfach ein paar Gute-Laune-Garanten her und mit hübschen Nägeln ist das ja sichergestellt!

Den heutigen Lack habe ich mal wieder bei Lotte abgestaubt und auch wenn er farblich nicht so wirklich in meinem Wohlfühlbereich liegt, ist es doch ein Thermolack und der Effekt lässt mich über sämtliche Farbschwierigkeiten hinwegsehen. Ein Geschwisterchen des Lacks gab es vor zwei Jahren schonmal zu sehen und auch die heutige Nummer 4 hat so einiges drauf!
Der Pinsel des 5ml fassenden Fläschchens (dabei sieht es gar nicht so klein aus!) ist breit und gerade geschnitten, fächert angenehm auf und macht das Lackieren sehr angenehm. Nach den ersten beiden Schichten hatte ich zwar schon gut Farbe auf den Nägeln, aber auch festgestellt, dass der Thermo mit der Nummer 4 in der warmen Variante dann das Nagelweiß nicht ganz abdeckt. Also gab es noch eine dritte Schicht drüber, was dank der relativ kurzen Trockenzeit auch kein Problem ist. Das Schöne bei Thermolacken ist ja, dass man den Effekt sehr schnell sieht und sich schon beim Lackieren an diesem Farbspiel erfreuen kann - und der Layla ist da keine Ausnahme. Für mehr Glanz kann man durchaus einen Topcoat lackieren, aber an und für sich finde ich den Lack mit seinem originalen, leicht samtig angehauchten Finish richtig klasse.
Farblich ist der Layla eindeutig im rosanen Bereich, wobei die kühle Version auch im Farbton deutlich kälter, also blaustichiger, ist als die warme. Die kalten Nägelchen zeigen sich in einem intensiven Magentaton, der mir mit dem feinen silbrigen Schimmer sehr gut gefällt - das ist definitiv eine Farbe, mit der ich sehr gut leben kann. Wird der Layla wärmer, wird er auch heller und weniger blaustichig, sodass sich ein warmes Schweinchenrosa zeigt. Und dieses Schweinchenrosa ist, wie man auch ein bisschen auf dem zweiten Bild erkennen kann, nicht ganz deckend, sodass das Nagelweiß noch teilweise durchscheint. Vor allem, wenn die Nägel komplett warm sind, sehe ich meinen ungeliebten Übergang noch recht gut, aber ich befürchte auch, dass mehr Schichten den Layla nicht deckender gemacht hätten. Trotzdem kann man bei dem Lack den Farbwechsel ganz toll beobachten und es macht auch einfach Spaß, die teils irritierten Blicke der Kollegen zu sehen, weil die Nägel doch vor dem Gang in den Waschraum noch rosaner waren...
Den Lack habe ich extra ausgesucht, weil ich unbedingt bei Jennys #5yearsplentyofcolors mitmachen möchte -  und wenn es schon floral werden soll, dann passt ein dunkler Lack als Basis nur bedingt (wobei ich gestehen muss, dass ich tatsächlich beim Braun darüber nachgedacht hatte, das entsprechend zu beblumen - dann wollte ich aber doch eine fröhlichere Mani gestalten)! Ich hatte schnell die Farbkombi Rosa-Blau im Hinterkopf und habe mir "Chill out" von MoYou London geschnappt, mit dem ich ein paar hübsche Blümchen auf die Nägel bringen wollte. Also habe ich meine Stampingplatten durchwühlt und war nicht so ganz glücklich mit den Optionen, bis sich dann doch die Tropical 02 in den Vordergrund gespielt hat. Die hat so einige süße Hibiskusmuster und die habe ich einfach mit dem blauen Stampinglack auf die Nägel gebracht - jeder Nagel eines der "kleinen" Motive, dann gibt es auch ein paar unterschiedliche Blümchen.
Sicher ist die Mani nicht so aufwändig wie Jennys Version, aber doch auch nett anzusehen. Ich mag vor allem den Kontrast zwischen dem blauen "Chill out" und dem zweifarbig rosanen Basislack. Durch das Rosa wirkt das Stamping teils ein bisschen ins Lila gehend und ich finde, dass das auch durchaus den Charme dieser Kombination ausmacht. Von den Motiven mag ich tatsächlich das auf dem Mittelfinger am Liebsten und habe mich am Schluss am meisten über die Wahl auf dem Zeigefinger geärgert - da erkennt man nicht so wirklich gut, dass das im unteren Bereich tatsächlich das Blümelein sein soll... Und obwohl ich tatsächlich schon so einige Platten mit floralen Motiven habe, der perfekte Hibiskus, den ich für die heutige Mani gerne gehabt hätte, war irgendwie noch nicht so recht dabei - die perfekte Ausrede, um noch weitere Platten zu kaufen *hust*!
Zur Haltbarkeit vom Thermo mit der Nummer 4 kann ich nur Positives berichten - ohne Topcoat hält sich der Lack drei Tage mit nur ganz wenig Tipwear, ich vermute, dass es mit Topcoat noch besser wäre. Natürlich ist der Lack noch immer nicht in meinem präferierten Farbspektrum, aber ich sehe überhaupt keinen Grund, mich über dieses Zuckerstückchen zu beschweren! Große Thermoliebe!

Mittwoch, 9. August 2017

essence "the gel nail polish" 45 yummiiii!

Während viele braune Nagellacke ja eher skeptisch betrachten und ein bisschen stiefmütterlich behandeln, muss ich ja sagen, dass ich Braun sehr gerne mag und die Farbe nicht nur im Herbst wirklich tragbar finde. Meine Auswahl an braunen Lacken ist (erschreckend) groß, aber insgesamt tendiere ich da zur Zartbitterschokolade - je dunkler, desto besser! Hellere Brauntöne habe ich gar nicht so viele und ich frage mich so langsam, ob das wohl an meiner dunklen Seele liegt...

Für heute habe ich mir nämlich wieder einen dunklen Vertreter geschnappt und zwar "yummiiii!" von essence, der leider nicht mehr im Sortiment erhältlich ist. Ich bilde mir ein, dass er aus der ersten Reihe der "the gel nail polish"-Reihe stammt, bin mir da aber alles andere als sicher - auf jeden Fall ist er dunkelbraun und durfte darum heute zu "Lacke in Farbe... und bunt!" ran!
Aus der Gel-Reihe hatte ich bisher nur einen Lack lackiert (*klick*) und das ist schon fast zwei Jährchen her... "yummiiii!" musste auch anderthalb Jahre hier bei mir auf seinen Auftritt warten, aber das hat dem Lack nicht geschadet, die Konsistenz ist immer noch wunderbar flüssig und der Lack lässt sich mit dem toll geschnittenen Pinsel problemfrei auftragen. Schon mit der ersten Schicht ist ordentlich dunkles Braun auf dem Nagel und an und für sich reicht diese eine Schicht auch tatsächlich für eine komplette Deckung aus. Ich habe noch eine zweite lackiert, um das Ganze noch etwas satter zu bekommen und ein paar Unregelmäßigkeiten auf der Nageloberfläche auszugleichen, aber das ist wirklich nur persönliche Präferenz. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, ohne zu kurz zu sein und lässt "yummiiii!" auch ohne Topcoat eine gute Figur machen.
Farblich liegt der essence meiner Meinung nach eindeutig im Bereich Zartbitterschokolade, nur dass Schokolade cremig und nicht schimmrig ist. Der feine Schimmer ist allerdings genau das, was "yummiiii!" so schön und speziell macht und mich an diesem Lack auch wirklich begeistert. Obwohl bei Schimmerfinishes ja immer die Gefahr der Streifigkeit besteht, hat sich der essence hier gut geschlagen, natürlich sieht man die Auftragsrichtung, aber ansonsten wirkt die Oberfläche ziemlich gleichmäßig und zeigt den Schimmer sehr schön. Ohne direkten Lichteinfall ist er eher dezent und fällt nicht unbedingt sofort ins Auge, mit Sonne (oder eben Blitzlicht) zeigen sich da durchaus ein paar interessante Effekte: Insgesamt wirkt der Schimmer dann eher silbrig-kühl, obwohl der Lack sonst durchaus auch einen warmen Einschlag hat. Vor allem kommen dann vereinzelte bläuliche Partikelchen deutlich raus und das finde ich in Kombination mit dem Braun sehr spannend.
Obwohl Braun ja sonst immer eine Herbstfarbe ist, muss ich ja sagen, dass ich Braun auch im Sommer ganz toll finde - auch wenn der Sommer sich gerade hier nicht so wirklich hervortut, "yummiiii!" kann man eigentlich immer tragen. Und zwar durchaus auch solo, denn das dunkle Braun wirkt ziemlich edel und erwachsen, sodass er der perfekte Begleiter auch fürs Büro ist. Allerdings kann man natürlich auch das eine oder andere mit dem essence anstellen und ich habe mich mal wieder für ein Stamping entschieden. Als Platte durfte die ÜberChic 17-01 rein, nachdem ich sie letzte Woche mit dem Blätterdesign eingeweiht hatte. Heute gibt es eines der Motive, die in großer und kleiner Variante verfügbar sind und man könnte das in Teilen wohl als blütenähnliche Muster bezeichnen - auf jeden Fall habe ich mir Catrice "Holo manolo" geschnappt und mit dem silbernen Hololack drauflosgestempelt.
Auf dem Ringfinger habe ich das große Blumenmotiv aufgebracht, was leider nicht ganz so mittig geworden ist, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte. Auf die restlichen Fingernägel kam dann die kleinere Variante, die ich fast lieber mag als den großen Vertreter. Ich mag es aber sehr, wenn man einen Akzentnagel auch mit dem gleichen Muster gestalten kann und dabei einfach auf unterschiedliche Größen zurückgreifen kann. Hier sind es eben zwei Ganznagelmotive, die natürlich auch für sich schon hervorragend zu nutzen sind. Das kleine Tüpfelchen auf dem i ist für mich der Hololack, der das Ganze dann in einem zarten Farbverlauf funkeln lässt und "yummiiii!" einfach sehr gut steht. Silber geht ja auf Braun generell gut und hier muss ich gestehen, dass mich einfach diese kleinen Schnörksel auch begeistern - vor allem, weil sie tatsächlich gut auf den Nagel gebracht werden!
Was die Haltbarkeit angeht, hat sich "yummiiii!" keine Blöße gegeben - natürlich ist Tipwear bei so einem dunklen Lack auffällig, sie entwickelt sich aber nicht übermäßig schnell, also hat man an dem Lack auch ein paar Tage seine Freude. Beim Ablackieren ist er auch vollkommen unproblematisch und in Summe muss ich sagen, dass das doch ein kleines Schätzchen in meiner Sammlung ist.

In der nächsten Woche wird hoffentlich das Wetter ein bisschen besser und wir können wieder mal von echtem Sommer sprechen - und damit sich das auch auf den Nägeln widerspiegelt, hätte ich gerne Koralle als Farbvorgabe!