Mittwoch, 16. Januar 2019

trend it up "Prisma Tip Nail Polish" 050

Die Woche ist halb rum und ich schaffe es inzwischen, wieder weitestgehend normal zu laufen - vor lauter Husten hatte ich nämlich den wohl fiesesten Muskelkater meines Lebens und zwar im Rücken! Ich hätte ja nicht gedacht, dass das ernsthaft möglich ist, aber der Besuch beim Onkel Doktor hat das bestätigt. Die letzten Tage habe ich mich gefühlt wie ein Urgroßmütterchen, das nur am Stock gehen kann, so langsam geht es aber wieder aufwärts und ich kann mir auch die Nägel neu lackieren.

Zu "Wir lackieren..." gibt es diesen Monat ja eine wirklich große Markenauswahl und ich versuche mal, möglichst breit zu streuen. Dementsprechend gibt es heute wieder was anderes und zwar einen Lack von trend it up. Wenn ich mich nicht irre, hatte mir mein Freund den im Adventskalender geschenkt, das war allerdings im Jahr 2017 und nicht 2018 (sorry, Lieblingsfreund!)...
Ob es die Prisma Tip-Lacke noch im Sortiment gibt, weiß ich nicht - ich vermute mal aber, dass das nicht der Fall ist, da sie ja schon ein paar Tage alt sind... Auf jeden Fall habe ich mich gefreut, beim Aufschrauben des Fläschchens einen breiten Pinsel vorzufinden, der schön abgerundet geschnitten ist. Er ist zwar ein bisschen fester gebunden als ich es gewohnt bin, der Auftrag geht aber trotzdem angenehm und leicht von der Hand. Der namenlose Lack mit der Nummer 050 hat eine schöne, cremige Konsistenz und lässt sich schön lackieren. Mit der ersten Schicht ist schon erkennbar Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ergebnis noch an der einen oder anderen Stelle durchscheinend, sodass eine zweite Schicht absolute Pflicht ist. Die Trockenzeit des Lacks ist in Ordnung, der zweite Auftrag ist recht schnell möglich und bringt dann auch schon ein ansprechendes und richtig gut deckendes Ergebnis. Beim Abtrocknen wird aber auch schnell deutlich, dass das Finish ein bisschen uneben ist, also musste ein Topcoat her.
Warum ich den Lack im Adventskalender hatte, wird schon bei ersten Blick klar - diese Farbe ist voll und ganz mein Fall! Der trend it up kommt hier mit einem hübschen Blauton daher, dem man auch einen Hauch Türkis zusprechen kann und der natürlich deutlich auf der hellen Seite unterwegs ist. Er ist nicht ganz klar und strahlend, sondern hat einen kleinen Hauch Grau mit drin (würde ich zumindest mal behaupten) und natürlich auch ein paar zauberhafte Partikelchen, die vor allem im Fläschchen, aber durchaus auch auf den Nägeln einen zarten Holoeffekt zeigen. Der Lack ist nicht ernsthaft linear aufgebaut, sondern kommt vielmehr mit einem verstreuten Gefunkel daher, aber die winzigen Teilchen schillern in allen Regenbogenfarben. Primär zeigt sich zwar der silberne Anteil im Holoschimmer, aber das liegt hier definitiv auch am Lichteinfall - so zurückhaltend ist der Lack live nämlich gar nicht! Auch wenn das sicherlich kein absoluter Burner ist, ich mag den trend it up und finde ihn gerade auch jetzt für die Jahreszeit passend, leicht angegraut passt der Farbton definitiv zum matschigen Wetter draußen; hier in Köln ist von Schnee nämlich weit und breit nichts zu sehen!
Was ein passendes Design angeht, stand ich bei dem Lack erstmal ein bisschen auf dem Schlauch und habe dann beschlossen, die erstbeste noch nicht benutzte Stampingplatte zu verwenden - und bin bis zu meiner Geek 05 von MoYou gekommen. Die lachte mich nämlich noch mit ihrer blauen Schutzfolie an und wurde in Gebrauch genommen. Gestempelt habe ich einfach mal wieder mit einem Pigment und habe dieses Mal den Ringfinger ohne Stamping gelassen - das Motiv ist ein elbisch angehauchter Schriftzug, den ich gewählt habe, weil ich gerade eines der Hexenbücher von Terry Pratchett höre und da witzigerweise auch Gandalf erwähnt wurde... (Oh ja, die Erklärung ist definitiv von hinten durch die Brust ins Auge, aber so war's wirklich!) Auf dem Mittelfinger ist das Stamping leider mal wieder ein bisschen schief geworden, aber vor allem bei den Pigmentstampings tu ich mir mit der Platzierung echt schwer, da die Sicht durch den klaren Stamper durch das Pigment komplett verbaut ist... Beim Pigment handelt es sich um ein dunkelblau-petrolfarbenes, wie man ansatzweise erkennen kann - an und für sich changiert das auch etwas deutlicher und bis ins Lilane, das hat die Kamera aber nicht eingefangen bekommen. 
Bei diesem Stempelversuch ist mir mal wieder aufgefallen, dass es doch die eine oder andere kleine Tücke gibt - ich habe nämlich ganz brav das Stamping mit einem wasserbasierten Topcoat versiegelt, allerdings anscheinend auf dem Mittelfinger nicht lange genug mit dem normalen Topcoat gewartet. An der rechten unteren Ecke sieht man nämlich einen kleinen, milchigen Fleck - der ist auf die Reaktion des Pigmenttopcoats mit dem normalen zurückzuführen... An der rechten Hand hatte ich das noch deutlich schlimmer und mich so geärgert, dass ich die Mani beinahe gleich wieder ablackiert hätte, aber mein Freund hat mich beruhigt und gemeint, dass das gar nicht so sehr auffallen würde und nach einiger Zeit sind die milchigen Flecken auch verschwundern. Ich glaube ihm das einfach mal, denn ich mag das Ergebnis auf dem Prisma Tip Nail Polish sehr, auch wenn man auf normale Betrachtungsentfernung das Motiv gar nicht so richtig erkennen kann. Irgendwie mag ich aber das stimmige Farbschema und bin sowieso von der Basisfarbe des Lacks sehr angetan - meinen kleinen Blaufimmel werde ich einfach nicht los.
Zur Haltbarkeit des Lacks kann ich nicht allzu viel sagen - er wird sich spätestens übermorgen wieder verabschieden müssen und bisher habe ich keine allzu beanspruchenden Dinge getan. Allerdings weiß ich, dass das Ablackieren unproblematisch ist, da ich das an der anderen Hand teilweise schon machen musste. Ich glaube, ich habe noch den einen oder anderen Lack von trend it up aus der Reihe und ich freue mich drauf, die auch mal zu tragen.

Sonntag, 13. Januar 2019

Maybelline "Suit style" 443 Suit and sensibility

Nachdem ich mich irgendwie (mehr schlecht als recht) durch die Woche geschleppt habe, war dann am Freitag alle Energie verbraucht und anstatt die viele freie Zeit endlich zum Nägellackieren nutzen zu können, habe ich sie genutzt, um zu... atmen und ähnliche zentrale Dinge zu tun. Inzwischen habe ich es aber tatsächlich mal geschafft, mir die Nägel neu zu machen, also gibt es auch ein Posting zu "Wir lackieren..."!

Um ein bisschen bei der Abwechslung zu bleiben, habe ich mir wieder eine andere Marke geschnappt und einen Lack aus der "Suit style"-Kollektion von Maybelline lackiert. Wenn ich mich nicht komplett irre, hat mir Marina diese Lacke zukommen lassen und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass dieser hier doch recht lange warten musste, bis er es auf die Nägel geschafft hat.
Ich weiß gar nicht mehr, wann ich den letzten Strukturlack auf den Nägeln hatte - der Trend scheint ja inzwischen komplett gestorben zu sein, auch wenn ich Sandlacke noch immer grandios finde! Die allermeisten Lacke mit diesem Finish habe ich aber schon weglackiert, also tauchen sie hier nicht auf, so lange es noch andere ungezeigte Lacke in meinem Inventar gibt (und die werden zwar weniger, sind aber noch immer zahlreich vorhanden). Darum habe ich mich auch sehr gefreut, mal wieder ein bisschen was Schrubbeliges auf den Nägeln zu haben, zumal das beim Auftrag immer einfach zu sein verspricht. So ist es auch mit "Suit and sensibility", der lässt sich wunderbar leicht auf die Nägel bringen und zeigt schon in der ersten Schicht eine perfekte Abdeckung des Nageweißes - allerdings ist mir das Finish da noch ein bisschen zu versprenkelt, da die Schrubbelteilchen eher vereinzelt auf den Nägeln zu finden sind. Wer damit zufrieden ist, kann eigentlich schon aufhören - aber ich habe noch eine zweite Schicht lackiert, die dann dieses wunderbar raue Ergebnis zur Folge hatte. Logischerweise gab es hier keinen Topcoat - sonst wäre ja das Sandfinish wieder hops!
Bei der Farbe habe ich mal wieder so ein paar Probleme mit einer klaren Stellungnahme, da da so einiges enthalten ist. Vom Grundton her sind wir hier wohl bei einem dunklen Grauton, der aber durch die enthaltenen Gold- und Silberpartikeln mal eher in Richtung Braun, mal doch ins Silberne tendiert. Der Grauton ist eindeutig an Anthrazit orientiert, ist aber noch nicht so richtig düster, sodass auch die helleren Reflexe der enthaltenen Partikelchen gut durchkommen. Wenn man den Lack nur aus dem Augenwinkel betrachtet, ist als erster Eindruck wohl "Matsch" ganz treffend, aber wenn mn genauer hinsieht, kann man die Besonderheiten des Maybelline gut erkennen. Als großer Fan von Strukturlacken ist es natürlich klar, dass ich diese feinen Nuancen, die sich durch die rauen Teilchen und die glatte Basis dazwischen ergeben, richtig klasse finde! Aber ich verstehe auch, wenn man gerade bei diesem Lack eher das Bedürfnis hat, ihn nicht zu lackieren - man könnte auch den Eindruck haben, man hat hier einmal in einen Betonmischer gegriffen und die Reste noch vor dem Antrocknen auf den Nägeln... Definitiv ein Lack, der polarisiert, aber mir gefällt er gut!
Das Finish ist hier wirklich richtig rau und körnig, sodass ich wirklich große Freude mit "Suit and sensibility" hatte, allerdings ein bisschen besorgt war, was ein Design anging. Eigentlich ist der Lack ja ohne eine Verzierung wirklich perfekt, aber ich war neugierig, ob er sich auch für ein Stamping eignen würde. Schnell hatte ich beschlossen, mit einem goldenen Lack die enthaltenen Partikelchen als Inspiration aufzunehmen und essie's "Good as gold" erschien mir da passend. Als Stampingplatte habe ich eine meiner Dupeplatten von MoYou genutzt, die die Motive der Fairytale 03 zeigt, und mich für ein Flammenmotiv entschieden (das ist glaube ich mein liebstes Muster von der Platte, da es auch so vielfältig einsetzbar ist). Mit dem essie ließ sich das Motiv zwar gut auf die Nägel bringen - allerdings sagte die Kamera, dass sie das absolut nicht angemessen abbilden wollte und auch mit bloßem Auge war außer ein paar helleren Stellen nicht wirklich viel zu erkennen. Also musste dann hier doch mal ein Topcoat ran, der den Lack zum Glänzen brachte, aber auch das Finish komplett übertünchte.
Ich muss aber sagen, dass der Topcoat "Suit and sensibility" absolut nicht geschadet hat, sondern sogar im Gegenteil den Lack noch ein bisschen spannender macht. Mit einer ordentlich dicken Schicht eines dickflüssigen Überlacks zeigt sich nämlich alles, was in dem dunklen Grau schwimmt, viel deutlicher auf den Nägeln: Überall funkelt es golden und silbern in einer leicht rauchig angehauchten dunkelgrauen Basis - und ich gestehe, dass das Flammenstamping bei dem, was der Lack zu bieten hat, doch in den Hintergrund rückt. Vielleicht hätte ich gleich einen Topcoat auf den Maybelline pinseln sollen, aber ich war viel zu angetan von diesem schön unebenen Finish, dass ich befürchtet habe, mit Topcoat alles kaputt zu machen. Und, um ganz ehrlich zu sein: Um dauerhaft so ein Ergebnis wie hier auf den Fotos zu haben, braucht der Lack wohl noch zwei weitere, dicke Schichten Topcoat, denn nach dem Abtrocknen hatte ich doch wieder ein deutlich unebeneres Ergebnis.
Ohne Topcoat ist die Haltbarkeit von "Suit and sensibility" gar nicht mal so schlecht wie befürchtet - der Sandlack hält sich ordentlich und ich habe mir nach zwei Tagen die Nagelspitzen noch nicht einmal im Ansatz abgewetzt gehabt. Mit Topcoat sieht das sicherlich noch besser aus, aber ich habe hier schon wieder einen Lack gefunden, der sich hervorragend als Notfalllack eignet - nur dieses Mal vielleicht für etwas edlere Anlässe...

Mittwoch, 9. Januar 2019

Catrice "Chrome Infusion" 04 Unexpected red

Für Sonntag hatte ich mir fest vorgenommen, noch einen Lack zu zeigen - und dann hat uns irgendwie die Tatsache überrascht, dass wir am Montag zur Arbeit und dafür noch ein bisschen was vorbereiten müssen. Die Zeit flog dann nur so dahin und aus meiner eingeplanten Blogzeit wurde nichts, dafür ging ich am Montag auf die Arbeit und handelte mir eine dicke Erkältung ein - großes Kino, große Freude!

Ich befürchte ja, dass sich das Ganze nicht als Büro-Allergie herausstellen wird, die mir das weitere arbeiten ersparen wird, also muss sich hier auch (kurzzeitig) wieder Alltag einstellen. Das gestaltet sich gar nicht so leicht, aber so langsam haben wir auch wieder einen arbeitstauglichen Schlafrhytmus (nichts mehr mi gemütlich um neun Uhr aufstehen...) und ich mache mich auch wieder brav ans Pinseln.
Dank meiner wirklich großen Auswahl an Drogerielacken soll es heute natürlich auch wieder mit  "Wir lackieren..." weitergehen und der Abwechslung halber habe ich mir einen Lack von Catrice geschnappt. Ich befürchte, dass das tatsächlich der erste Lack aus der "Chrome Infusion"-Reihe ist, den ich lackiere und ich schweige schon still darüber, dass der arme Kerl hier schon eine geraume Zeit rumstand und auf seinen Einsatz warten musste. Mit dem breiten Biberschwanzpinsel ist der Auftrag aber tatsächlich eine Wohltat und sehr angenehm, egal ob auf dem Daumen oder dem kleinen Finger - jeder Nagel bekommt genug Lack ab und keineswegs zu viel. Der Lack selbst hat eine tolle Konsistenz und lässt sich wunderbar auf dem Nagel verteilen und wer vielleicht ein wenig dicker lackiert als ich, kommt hier auch mit nur einer Schicht gut zurecht. Ich habe lieber mal gemütlich zwei Schichten lackiert, die ein tolles Ergebnis auf den Nägeln zur Folge hatten. Einen Topcoat kann man sich hier eigentlich sparen, wenn man mit dem feinen Finish des Lacks zufrieden ist und das war ich.
Farblich ist "Unexpected red" wie es der Name schon sagt eindeutig ein Rotton und zwar würde ich ja glatt behaupten, dass wir hier im Bereich eines Weinrots unterwegs sind. Um ehrlich zu sein, hatte ich von dem Lack tatsächlich ein bisschen mehr erwartet als er zu bieten hat, denn der Shift, den ich mir durch den Effekt im Fläschchen erwartet hatte, fällt eher sehr dezent aus. Zwar kann man durchaus einen leichten Farbverlauf erkennen, da sich der Lack im oberen Bereich des Nagels leicht orangefarben zeigt, aber im Großen und Ganzen ist der Catrice dann doch eher ein weinroter Metalliclack. Er kommt zwar ohne fiese Streifigkeit daher und zeigt eher ein feines Schimmerfinish, aber meine Erwartungen waren einfach etwas anders. Nichtsdestotrotz haben wir hier einen wirklich hübschen Herbstlack, der hervorragend zu dem aktuellen Wetter hier in Köln passt - es ist regnerisch, grau und teilweise ganz schön matschig, wie man es eben vom Herbst so kennt.
Auch wenn ich vom Lack nach dem Auftrag nicht ar so begeistert war wie zu Beginn erhofft, ist das ja noch immer ein wirklich hübscher Vertreter und der hat sich auch ein entsprechendes Design verdient. Ich weiß gar nicht warum, aber bei der Farbe und dem metallischen Finish war ich sehr schnell bei meinen Steampunkplatten von MoYou und musste mich nur noch für eines der Motive entscheiden. Auf der Steampunk 05 sind lauter große Motive enthalten, sodass es davon nur eines werden konnte, somit ist der kleine Schriftzug auf dem Ringfinger gelandet. Um die ganze Mani stimmig zu halten, habe ich einfach mit essie's "Penny talk" gestampt und hatte somit einen schönen Farbkontrast, ohne in Bezug auf das Finish allzu große Abweichungen zu haben. Auf die übrigen Nägel habe ich mir von der BM-XL 26 ein Ganznagelmotiv mit Zahnrädern geschnappt, das ja recht gut zur Steampunkthematik passt. Die Fotos habe ich ohne Topcoat gemacht, da ich mir einerseits die Motive nicht verschmieren wollte und andererseits auch das leicht mattierte Stamping in diesem Fall gerne mag - das ist insgesamt einfach eine runde Sache.
Witzigerweise meinte mein Freund, als er meine Nägel sah, dass die Mani ja irgendwie zu "Going postal" passen würde - den Film hatten wir nämlich die Tage gesehen und man muss ja sagen, dass der Herr damit gar nicht so unrecht hat. Allerdings war das absolut nicht meine Absicht, bzw. habe ich gar nicht mehr an den Film gedacht als ich mir die Nägel lackiert habe. Sei's drum - ich finde ja die Steampunk-Motive richtig klasse, weiß aber oft auch einfach nicht, wie ich sie stimmig auf die Nägel bringen soll und ich glaube, hier ist das ganz gut gelungen. Man hätte die Mani natürlich noch ordentlich mattieren oder richtig zum Glänzen bringen können, aber ich war mit dem Finish so schon zufrieden und habe mir das entsprechend gespart. Leider ist auf dem Ringfinger der Schriftzug nicht so richtig gut erkennbar, aber an der Krümmung meiner Nägel kann ich auch nichts ändern.
Die Haltbarkeit des Catrice-Lacks ist gar nicht mal so schlecht, auch ohne Topcoat halten sich die Nägel zwei Tage ohne Probleme. Danach fing bei mir der Daumen ein bisschen an, abzublättern - das ist aber auch immer meine Problemzone und nichts ungewöhnliches. Das Ablackieren ging sehr angenehm von der Hand, sodass ich nur ein klitzekleines bisschen ob der Einfachheit des Effekts enttäuscht bin - ansonsten ist das wirklich ein feines Stück!

Freitag, 4. Januar 2019

Rival de Loop Long Lasting Nail Colour 52

Die erste Woche des neuen Jahres (auch wenn sie nicht komplett war) ist leider schon rum - und ich muss gestehen, dass ich mich tatsächlich daran gewöhnen könnte, nicht jeden Tag auf die Arbeit zu stapfen... Endlich bin ich mal wieder ein bisschen dazu gekommen, andere Dinge zu tun und mir gemütlich die Nägel zu lackieren. Schließlich will "Wir lackieren..." diesen Monat wieder ordentlich gefüttert werden.

Wenn es schon um Drogerielacke geht, habe ich eine wirklich große Auswahl, also habe ich beschlossen, mal ein paar der Lacke zu lackieren, vor denen ich mich sonst drücke. Zielsicher habe ich dementsprechend zu einem ganz alten Vertreter von Rival de Loop gegriffen - mit einem noch eckigen Fläschchen, dem uralten Klebchen und natürlich noch ohne Namen... Der Lack dürfte jetzt so um die sieben oder acht Jährchen auf dem Buckel haben und wurde tatsächlich auch schon lackiert, allerdings kam ich damals nicht dazu, ihn zu bebildern.
Der Lack hat noch ein schmales Pinselchen und man sieht ihm sein Alter leider auch ein bisschen an - da hat sich nämlich am Flaschenboden Pigment abgesetzt, das auch mit liebevoller Schüttelei nicht wieder gelöst werden will. Der Lack selbst ist ganz schön  flüssig und leider auch recht sheer, sodass ich schon nach der ersten Schicht wusste, dass das ein wenig dauern könnte. Da sich auch noch an den Nagelspitzen zeigte, dass der Lack sich ein wenig zurückzieht, mussten die extra ummantelt werden, bevor ich die zweite Schicht aufgetragen habe. Die war aber leider noch immer nicht richtig deckend, also musste noch eine dritte Lage des Rival de Loop sein - bei so einer Farbe eigentlich ein bisschen überflüssig, aber ansonsten hätte ich hier und da noch meine Nägel durchscheinen sehen. Die Trockenzeit des Lacks hält sich in Grenzen, ist allerdings alles andere als übermäßig kurz - ein schnelltrocknender Topcoat hilft hier durchaus. Auch, was den Glanz angeht, kann der Lack etwas Unterstützung brauchen, da er nicht komplett ebenmäßig abtrocknet und sich somit Unregelmäßigkeiten in der Oberfläche ergeben. Für einen alten Herren (oder eine alte Dame?) geht das aber alles noch.
Farblich fand ich diese Nummer 52 beim Kauf spannend und muss sagen, dass sich daran bis heute nicht übermäßig viel geändert hat. Man könnte den Lack bei Petrol einordnen, allerdings eher in der grünen Richtung, oder auch bei einem dunklen Türkiston mit einem ordentlichen Schuss Grau. Auf jeden Fall ist das ein etwas angematschter Farbton und die gefallen mir bekanntlich immer besonders gut. Es ist zwar schade, dass diese grünblaue Graumischung nicht besser deckt (dann könnte ich mir nämlich durchaus vorstellen, ihn trotz seines Alters noch öfter zu tragen), aber das tut der spannenden Farbe keinen Abbruch. An und für sich mag ich auch das Cremefinish zu der Farbe, da dadurch die Besonderheiten dieser Mischung hervorgehoben werden und man sich hervorragend auf die Farbnuncen, die sich je nach Lichteinfall zeigen, einlassen kann. Allerdings ist der Lack dadurch auch eher einfach gehalten und kann nicht mit Spitzfindigkeiten brillieren - ich finde aber, dass das dem Ton auch gar nicht so sehr stehen würde.
Nachdem ich schon beim Lack selbst in die Kiste der ganz alten Geschichten gegriffen habe, dachte ich, dass ich auch beim Design mal wieder was anderes machen könnte als ein profanes Stamping. Da der Rival de Loop ja recht flüssig ist, habe ich mich an einer Blobbicure probiert - und bin grandios gescheitert! Der Lack ist zwar flüssig, aber eben auch sehr dünn, sodass die Lacke, die ich reingetropft habe, nicht so richtig zerlaufen sind. Ich habe mich hier als kleine Kontraste für ein Hellgrün von Kiko und einen nudefarbenen Cremelack von Flormar entschieden, die ich einfach in eine weitere Schicht des Rival de Loop getropft habe. In meinem Kopf sollten dann die Tröpfchen schön zerlaufen, das ist aber nur bedingt erfolgreich gewesen. Auf dem Ringfinger sind mir die Farben ein bisschen zu sehr ineinander gelaufen, sodass das schon fast ein wenig nach Drymarble aussah - aber eben auch nur fast. Nichts Halbes und nichts Ganzes also und ich habe tatsächlich schon darüber nachgedacht, die Mani wieder runterzumachen und das nochmal von vorne zu probieren - dazu war ich dann aber ein bisschen zu faul!
Stattdessen habe ich versucht zu kaschieren, was ging und zwar mit einem Topcoat von essence. Mit feinem grünen Schimmer und rosanen Glitzerpartikelchen in unterschiedlichen Größen dachte ich, ein bisschen von dem ungewollten Chaos auf den Nägeln ablenken zu können und ich muss sagen, dass ich mir sogar halbwegs gelungen. Zwar hatte ich Sorge, dass sich das Rosa und der Nudeton ein bisschen beißen könnten, aber so schlimm ist das gar nicht. Dafür mag ich den zarten hellgrünen Schimmer auf dem Geblobbe sehr und ärgere mich gerade ein wenig, dass ich keinen Topcoat habe, der nur mit solchem Schimmer aufwarten kann. In Summe sieht es auch gar nicht mehr so tragisch mit der Blobbicure aus - wobei ich das ja noch nie so richtig hinbekommen habe, obwohl ich die Ergebnisse bei anderen so toll finde... Manchmal ist mehr eben auch mehr und hier hat mir das Mehr so einiges gerettet - Glitzer hilft halt doch immer!
Die Haltbarkeit der Rival de Loop habe ich ehrlicherweise nicht so richtig unter die Lupe genommen - auch wenn ich mit dem Endergebnis recht zufrieden war, habe ich es nicht übermäßig lang getragen und mich dafür sehr darüber gefreut, dass der Lack problemlos wieder abging. Erschreckenderweise habe ich ja noch ein paar seiner Geschwister im Schrank stehen, die auch noch irgendwann lackiert werden müssen, aber vielleicht kommt auch erstmal was anderes aus der Drogerie dran...

Mittwoch, 2. Januar 2019

essence the gel nail polish 103 midnight sky

Neues Jahr, neues Glück - oder eben neues "Wir lackieren..."! Auch wenn sich das Format ein wenig verändert hat und Lotte jetzt jeden Monat eine andere Patin für die Aktion hat, die Grundregeln sind noch immer die gleichen und ich freue mich, dass es weiter geht. So kann ich mich zumindest ein bisschen an den Marken orientieren (sofern ich sie in meiner Sammlung habe) und muss nicht komplett orientierungslos vor meinem Lackregal stehen.

Diesen Monat geht es mit @druffgemalt um Drogeriemarken und das freut mich ja sehr - schließlich habe ich mehr als genug Lacke der unterschiedlichsten Marken noch hier rumstehen, die endlich mal gezeigt werden wollen. Da die Auswahl aber wieder so groß ist, hatte ich doch ein kleines Problem damit, mich zu entscheiden, also habe ich den Herren gefragt, was er denn möchte und er hat Blau geantwortet - als ob das die Auswahl kleiner machen würde!
Und um ganz ehrlich zu sein, muss ich gestehen, dass ich gar nicht bei Blau gelandet bin - aber dazu gleich mehr. Entschieden habe ich mich nämlich ganz profan für einen Lack von essence, allerdings muss der sich wirklich nicht verstecken. "midnight sky" ist es geworden, einer der "the gel polish"-Lacke, allerdings weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, aus welchem Sortiment der ist und ob es ihn noch gibt... Auf jeden Fall ist er im Auftrag sehr angenehm und ich hatte beim Lackieren viel Spaß: Die Konsistenz des Lacks ist wirklich toll und ich hatte mit dem breiten Pinsel keinerlei Probleme. Schon mit der ersten Schicht kann man erkennen, was der Lack zu bieten hat und wenn man etwas dicker lackiert, kann man vielleicht auch schon mit einer Schicht leben. Mir war die doch noch ein bisschen zu durchscheinend, sodass ich noch eine zweite lackiert habe. Da die Trockenzeit des Lacks angenehm kurz war, ging das ohne größeren Zeitverlust und wenn ich nicht noch Fotos hätte machen wollen, hätte ich mir den Topcoat gespart. "midnight sky" trocknet nämlich nicht ganz perfekt ebenmäßig ab, sodass das Finish nicht spiegelglatt ist - für Fotos macht sich das dann nicht ganz so gut...
Farblich bin ich dem Wunsch "Blau" auf den ersten Blick zwar nachgekommen, aber der essence ist eigentlich ein lilafarbener Grundton, der nur mit blauem Schimmer gespickt ist. In der ersten Schicht kann man die lilafarbene Base auch noch gut erkennen - aber durch die zweite Schicht wird der Schimmer dominanter und das Lila wird zunehmend dunkler. Die Fotos können die wahnsinnige Tiefe und Intensität des Lacks leider nicht widerspiegeln, aber das ist wirklich ein Drogerielack, der sich vor ähnlich gearteten Indies keineswegs verstecken muss. Die lilane Base ist trotz ihrer dunklen Farbe nicht zu dicht und lässt den Schimmer perfekt durchkommen. Bei dem Ergebnis kann ich die Bezeichnung des Lacks vollkommen verstehen und habe mich auch ein bisschen in diesen Lack verliebt - dunkel ist ja generell gut, Blau macht das Ganze dann noch einen Hauch besser und die Kombination mit dem Schimmer ist einfach nur ein Träumchen! Das ist einfach ein Lack, den man sich mehr als nur ein Mal auf den eigenen Nägeln anschauen kann... 
Dass da trotz des tollen Schimmers ein Design drauf musste, war eigentlich klar - und für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, nicht so viel in meinen Platten zu kramen, sondern einfach ein bisschen mehr zu stempeln. Leichter gesagt als getan, aber irgendwie muss man ja anfangen, also habe ich mich für den essence für eine der "Illusion"-Platten von MoYou entschieden und bin bei der Nummer 5 gelandet. Als Stampinglack sollte es ein blauer werden, damit der Schimmer ein bisschen aufgenommen wird, also habe ich mit MoYou's "Chill out" gestempelt. Als Motiv habe ich mir eine Spirale ausgesucht, die allerdings auf den Nägeln nicht mehr so wirklich zu erkennen ist... Ich habe sie auf dem Ringringer von oben nach unten aufgebracht und auf dem Mittelfinger andersherum, aber da es sich hier um ein XL-Motiv handelt, ist der Ursprung  der Spirale nicht so wirklich zu erkennen und das Ganze sieht eher aus wie ein Wellenmuster. Ist aber nicht schlimm, sieht nämlich auch so gut aus!
Die bestempelten Nägel haben dann noch eine Schicht Topcoat abbekommen und ich habe beim Stampen auf der anderen Hand festgestellt, wie viel einfacher es doch ist, kurze Nägel zu bestempeln (da habe ich mir nämlich ganz böse einen Nagel abgebrochen, sodass ich die Länge deutlich kürzen musste und eigentlich gemütlich mit kleinen Motiven klarkomme)! Ich mag es sehr, dass bei diesem Motiv auch die Basis noch schön durchschimmert und durch das cremige Stamping ein zusätzlicher Kontrast zum reinen Farbunterschied entsteht. Auch wenn das Motiv nicht vollständig zu erkennen ist, mag ich das Ergebnis gern und habe dafür tatsächlich auch das eine oder andere Kompliment bekommen. Da der Lack so fein schimmert, habe ich mich auch mal an einer mattierten Version versucht - das lässt allerdings den Schimmer ein bisschen zu sehr in den Hintergrund treten, sodass der Lack eher dumpf wird. Dementsprechend ist es nur bei einem Testnagel geblieben.
Über die Haltbarkeit kann ich mich dank Topcoat keineswegs beklagen - allerdings ist es natürlich wie bei allen dunklen Lacken so, dass man Abnutzungserscheinungen an den Nagelspitzen sehr schnell und vor allem deutlich sieht. Das ist aber hier nicht schlimmer als bei anderen Lacken, sodass ich mich nicht beschweren möchte. Auch über das Ablackieren nicht, das geht nämlich recht einfach und hinterlässt auch saubere Nägel ohne Stains oder Schmierereien!