Dienstag, 30. April 2019

ILNP "Homecoming"

Bevor mir der Monat postingtechnisch komplett flöten geht (ich weiß gar nicht so recht, warum ich nicht fleißig weitergepostet habe - lackierte Nägel hatte ich, aber dann kam mir an dem einen Abend etwas dazwischen, dann kam etwas anderes dazwischen, dann war ich unterwegs...), möchte ich doch heute noch zum Ende des Monats einen einsamen kleinen Beitrag zu "Wir lackieren..." lancieren - mir ist nämlich noch ein Lack von ILNP in die Hände gefallen!

Oder vielmehr, zwischen einigen anderen Lacken aufgefallen, denn das gute Stück hatte sich ein bisschen versteckt und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass es sich noch um ein altes Fläschchen handelt... Das hat mir natürlich die liebe Lotte mal geschenkt und wenn ich mich nicht komplett irre, habe ich es mir auch brav für einen Mottomonat aufgehoben, darum ist es auch ganz gut, dass es nicht untergegangen ist.
Zum Auftrag von "Homecoming" gibt es nicht übermäßig viel zu sagen, der ging nämlich sehr angenehm von der Hand. Der Lack ist schön flüssig und lässt sich gut auftragen. Die erste Schicht ist zwar nicht deckend, gibt aber schon deutliche Hinweise auf das, was der Lack so im Angebot hat. Eine zweite Schicht ist hier ein absolutes Muss, da ich mal wieder sehr dünn lackiert habe, habe ich sogar drei lackiert. Zwischendurch habe ich auch die Nagelspitzen nochmal ordentlich ummantelt, da ich nicht Gefahr laufen wollte, diese Schönheit zu verpatzen. Da der Lack recht zügig trocknet, sind auch drei Schichten kein Problem und durch das glatte Finish kann man sich auch den Topcoat sparen - allerdings wollte ich den Lack ein bisschen länger tragen, also habe ich noch eine schützende Schicht lackiert. Ein bisschen mehr Glanz gibt das durchaus, aber nicht außerordentlich viel mehr, da "Homecoming" schon von sich aus wirklich ein ansehnliches Finish hat.
Bei der Farbe war ich mir anfangs gar nicht so sicher, ob es sich nicht einfach um einen schwarzen Lack handelt - aber kaum kommt ein bisschen Sonne ins Spiel wird deutlich, dass es sich um einen tollen, dunklen Lilaton handelt. Im Fläschchen war das für mich alles andere als deutlich, aber auf den Nägeln zeigt sich der bläulich-lilane Einschlag ganz deutlich. Ansonsten wirkt "Homecoming" einfach dunkel und das reicht auch völlig aus, um das zur Geltung kommen zu lassen, was der Lack im Angebot hat: Einerseits ist das natürlich der grandiose Holoschimmer, der sich wunderbar linear auf den Nägeln zeigt und im Fläschchen ein wildes Funkeln zu Folge hat. Andererseits hat aber der ILNP auch noch einen feinen, rötlich-goldenen Schimmer im Angebot, der vor allem im Sonnenschein sehr gut durchkommt. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob ich mir das nicht nur einbilde - aber wie man auf dem folgenden Bild auch im Fläschchen sehr schön sehen kann, gibt es da neben dem Regenbogen auch noch einen klaren Goldeinschlag. An und für sich ist aber der Holoeffekt deutlich dominanter, ich finde aber den zusätzlichen Goldschimmer auch sehr hübsch und einfach besonders.
Mich kann man ja mit dunklen Lacken, die einen Holoeffekt haben, schon enorm begeistern - und so ist es kein Wunder, dass mich "Homecoming" schon solo zum Schwärmen bringt. Vor allem, da der Holoeffekt sich schön deutlich zeigt und nicht nur das Fläschchen wild funkelt, sondern auch die Nägel alle Regenbogenfarben zeigen. Bei strahlendem Sonnenschein, den ich dankenswerterweise für die Fotos zur Verfügung hatte, kommt das gleich noch ein bisschen deutlicher raus und macht einfach Spaß! Aufgrund dieser Effekte, wollte ich auch beim Design eher ein bisschen zurückhaltend bleiben, allerdings habe ich aus meinen Fehlern gelernt und nicht versucht, farblich in einem ähnlichen Rahmen zu bleiben - erstens hätte ich sowieso keinen passenden Goldton gehabt und zweitens hätte man den wahrscheinlich gar nicht gesehen, also wurde gleich mit Weiß gestempelt. "Wild white ways" von essence hat sich hier als sehr guter Begleiter erwiesen, also habe ich mit dem und der BP-L067 auf den Ring- und Mittelfinger ein paar Blümchen gestempelt.
So ein feiner, weißer Kontrast zeigt sich auf dem dunkellilanen Basislack sehr gut, lässt aber auch das schöne Holofunkeln noch ausreichend zur Geltung kommen. Die große Kunst war es hier, beides noch halbwegs erkennbar auf ein Foto zu kriegen - und das war gar nicht so leicht, da entweder der Holoeffekt zu krass zu erkennen ist und damit das Stamping komplett untergeht oder das Stamping zwar zu sehen ist, aber dafür keine Effekte mehr in "Homecoming"... Manchmal ist das mit dem Sonnenschein halt gar nicht so einfach, aber ich finde, man kann auf den beiden Design bildern zumindest beide Aspekte halbwegs gut erkennen. An und für sich ist der Holoeffekt noch ein bisschen dominanter, aber wie gesagt hätte er dann alles andere überstrahlt. Ich muss sagen, dass ich "Homecoming" wirklich klasse finde und mich sehr darüber freue, den Lack in meiner Sammlung zu haben - einen dunklen Holo kann man ja grundsätzlich immer gebrauchen, wenn es mal etwas dezenter und edler, aber nicht komplett langweilig sein soll.
Da ich den Lack mit Topcoat getragen habe, ist die Haltbarkeit komplett unproblematisch - natürlich gibt es auch hier irgendwann Tipwear, die dann auch schneller auffällt, aber dank dem weißen Stamping war das hier gar nicht so tragisch. Das Ablackieren ging dann wieder unglaublich einfach und angenehm, sodass einem weiteren Lackieren nichts im Weg steht - zumindest rein theoretisch nicht... Praktisch bin ich im Mai erstmal unterwegs und muss mit kurzen, unlackierten Nägeln rumlaufen...

Mittwoch, 3. April 2019

Anny 382 "Surfing crocodile"

Diesen Monat bin ich ja (doch ein bisschen zu meinem Erschrecken) komplett vogelfrei in der Auswahl - und das macht mir die Entscheidung unglaublich schwer, schließlich kann ich nicht alle Lacke gleichzeitig lackieren! Also habe ich mich mal wieder dafür entschieden, den Herren auswählen zu lassen und der kam erstaunlich schnell und vor allem wild entschlossen mit einem Lack in der Hand wieder aus dem Lackierzimmer: "Der Lack passt gut zum Wetter!"

Und so kam es, dass ich Anny's "Surfing crocodile" lackieren durfte, auch wenn ich den kritischen Hinweis, dass ich doch erst vor Kurzem einen ähnlichen Lack getragen habe, kurz anbringen konnte. Ich kann allerdings gut nachvollziehen, warum er ausgerechnet diesen Lack gewählt hat - ich muss aber gestehen, dass mir eher nach einer anderen Farbe gewesen wäre, aber da war es natürlich zu spät
Ich war tatsächlich ein bisschen überrascht, als ich das Fläschchen aufgeschraubt hatte - ich war eigentlich nicht davon ausgegangen, dass der Lack so sheer ist! In meinem Kopf war "Surfing crocodile" ein Cremelack, aber der Inhalt der Lackflasche überzeugte mich von etwas anderem. Mit dem gerade geschnittenen Pinsel lässt sich der recht flüssige Lack zwar leicht auftragen, mit der Deckkraft ist es aber nicht sonderlich weit her, da hier der Weißanteil sehr gering ist. Schnell war mir also klar, dass es mit wenigen Schichten eher nicht getan sein würde und leider bewahrheitete sich diese Vermutung auch. Mit der zweiten Schicht hatte ich zwar schon deutlich mehr Farbe auf den Nägeln, allerdings war mein Nagelweiß noch immer gut erkennbar, sodass ich eine dritte Schicht lackieren musste. Der Anny trocknet zwar nicht übermäßig schnell, aber auch nicht zu langsam, sodass die Schichterei erträglich ist. Das Finish wird auch angemessen glänzend, sodass man sich einen Topcoat sparen kann - ich habe auf meinen Bildern allerdings einen aufgetragen.
Das große Problem bei "Surfing crocodile" ist es, den Lack halbwegs farbgetreu abzubilden und so sehr ich mich bemüht habe, ist mir das nicht gelungen. Zu meiner Erleichterung gilt das aber auch für so ziemlich alle anderen Menschen, die es versucht haben - also muss hier eine Farbbeschreibung ausreichen. Der Anny ist eigentlich ein grünstichiger Türkiston, allerdings vom Farbton her viel intensiver als ihn meine Bilder zeigen. Man könnte ihn schon fast als ein Grasgrün mit einem ordentlichen Blaustich beschreiben, da er wirklich so richtig Wumms hat. Das Finish ist ein ganz planes, cremig scheinendes Ergebnis ohne irgendwelche Effekte. Ich finde allerdings, dass bei der Farbe auch keine Schnörksel nötig sind, da dieser Ton schon an und für sich viel Aufmerksamkeit erregt. Definitiv ein Ton für den Sommer und da es hier am Wochenende auch wirklich schön war, kann ich nur zu gut verstehen, warum mein Freund zu genau diesem intensiven Farbton gegriffen hat. Nach den ganzen speziellen Finishes von der letzten Wochen habe ich mich ehrlicherweise auch sehr gefreut, mal wieder einen "einfachen" Lack auf den Nägeln zu haben.
Während ich mir in der letzten Zeit bei wirklich vielen Designs dachte, dass sie auf einem Cremefinish absolut grandios aussehen würden, saß ich bei "Surfing crocodile" mal wieder wie der Ochs vorm Berg und wusste nicht, was ich aus diesem Lack machen sollte. Ein Krokodil hätte zwar zum Namen des Lacks gepasst, das habe ich allerdings auf keiner Stampingplatte, also musste schnell eine Alternative her. Auf meiner ÜberChic 1-01 fand ich dann ein Motiv, das ich spannend fand und gerne ausprobieren wollte. Also wurde mit einem weißen Lack (ja, auch da war ich echt unkreativ, was den Farbkontrast angeht) gestempelt und zwar auf den Ring- und Mittelfinger. Das geometrisch angehauchte Motiv kam schräg über den Nagel und auf den Zeige- und kleinen Finger habe ich mit einem der Maybelline Polkadots-Topper ("Chalk dust") noch weiße und schwarze Glitzerpartikelchen gepinselt. Damit das dann halbwegs ordentlich aussieht, gab es natürlich noch eine Schicht Topcoat drüber, dann war ich aber tatsächlich happy mit der Mani.
Auch wenn es auf den Bildern nicht wirklich so scheint, ist der Kontrast zwischen dem weißen Stamping und dem intensiven Basiston von "Surfing crocodile" richtig deutlich. Auch wenn ich sonst eher ein Fan von einheitlichen Designs bin, mag ich hier auch den Unterschied zwischen dem (halbwegs) gleichmäßigen Stamping und dem wilden Geglittere auf den beiden anderen Nägeln sehr. Das Schwarz ist auch noch ein nettes kleines Highlight und bringt etwas Abwechslung. Auf jeden Fall ist die Mani so recht fröhlich geworden, während das Wetter beschlossen hat, sich wieder in Richtung Grau zu bewegen - da macht dann natürlich auch so ein knalliger Lack auch so einiges her, da er sich sehr deutlich abhebt. Richtig witzig wird es dann, wenn man auch noch halbwegs stimmige Klamotten im Angebot hat und wieder mal "passend" gekleidet zur Arbeit gehen kann. Tatsächlich meinen ja einige meiner Kollegen manchmal, dass ich mir die Nägel zu meinen Klamotten lackieren würde - dabei wissen wir ja alle, dass es eigentlich andersherum ist...
Da ich den Lack ganz solide mit einem Topcoat versehen habe, kann ich mich über die Haltbarkeit nicht beschweren. Bis auf die beiden beglitterten Nägel war auch das Ablackieren hier vollkommen unproblematisch und wenn nicht dieses kleine Manko mit der Schichterei gewesen wäre, wäre ich von dem surfenden Krokodil wohl noch ein wenig mehr begeistert. So bleiben wir aber trotzdem bei einer verhaltenen Zuneigung, da ich künftig wohl doch eine farblich passende Basis drunterlackieren würde...

Sonntag, 31. März 2019

Lacquester "Changing Season"

Der letzte Märztag ist angebrochen und auch wenn ich auf diese Zeitumstellung hätte verzichten können (hat noch jemand einfach nur das Gefühl, dass man ihm eine Stunde Schlaf geklaut hat?), kann ich mich immerhin damit trösten, dass in absehbarer Zeit auf diese dezenten Verwirrungen ("Ist diese Uhr schon umgestellt oder muss sie noch...?) verzichtet werden kann. Bei "Wir lackieren..." ist heute also der letzte Tag für Lacquester-Lacke und ich bin sehr stolz, dass ich heute auch meinen letzten unlackierten Lack der Marke zeigen kann!

Das mache ich aber, um das Ganze noch grandioser zu machen, nicht alleine sondern gemeinsam lackiert mit Lotte, die "Changing Season" heute ebenfalls abgelichtet hat. Für den letzten Tag des Monats ist das wirklich eine tolle Sache, da ich natürlich den Lack absolut grandios finde, mich aber gleichzeitig auch wie Bolle freue, dass Lotte und ich diesen Monat so fleißig waren und mehrere Lacke zusammen gezeigt haben - und auch da bildet "Changing Season" einen stimmigen Abschluss.
Da "Changing Season" wieder ein "richtiger" Lacquester-Lack ist, ist es absolut nicht verwunderlich, dass er im Auftrag mit ganz wunderbaren Eigenschaften glänzt: Die Konsistenz des Lacks ist schön flüssig, der Pinsel ist toll und der Lack lässt sich einfach lackieren. Eine erste Schicht vermittelt schon einen guten Eindruck von der zu erwartenden Farbe, ist allerdings noch nicht ganz deckend. Dank der eher kurzen Trockenzeit ist das Aufbringen einer zweiten Schicht kein Problem. Ich hatte interessanterweise mit bloßem Auge nach zwei Schichten noch einen leichten Eindruck von einem Durchscheinen meines Nagelweiß' - allerdings hat die Kamera davon nichts erkennen lassen, also habe ich es dabei belassen. Der Lack trocknet wunderschön ebenmäßig und hinreichend glänzend, sodass ein Topcoat hier nicht wirklich von Nöten ist - zumal die enthaltenen Effekte vom Glanz nicht unbedingt profitieren, sondern das Fotgrafieren nur noch schwieriger machen. Ich hatte zufälligerweise Glück und konnte ein paar Bilder im Sonnenschein machen - das zeigt dann auch in Teilen, was der Lack so an Wumms im Angebot hat!
Der Zusammensetzung zufolge, handelt es sich bei "Changing Season" um einen grünen Basislack, der mit changierenden Flakies und einem Holofinish versehen ist. Bei den Flakies und dem Holo bin ich dabei, allerdings würde ich die Basisfarbe nicht als reines Grün bezeichnen, auf mich Wirkt der Lack zumindest eher wie ein dunkles, angegrautes Türkis oder eben ein graustichiges, grünlastiges Teal. Aber das soll nun hier kein Problem darstellen, denn ich finde schon die Basisfarbe des Lacks wirklich klasse - das abolute Highlight sind aber tatsächlich die Efffekte, die sich in diser Base verstecken. Die changierenden Flakies sind natürlich unregelmäßig in ihrer Form und finden sich auch auf den Nägeln nicht in einer perfekte Verteilung wieder, aber dafür changieren sie absolut zauberhaft von einem Goldton über ein zumeist prägnantes Kupferorange bis hin zu einem Pinkton, den man auch auf den Sonnenbildern recht gut erkennen kann. Im Tageslicht oder der Dämmerung ist der Shift in den Flakies viel deutlicher und prominenter und lägt sich nahezu über den ganzen Lack und das macht "Changing Season" doch zu einem Hingucker. Leider ist das so ein Effekt, den ich nicht mit der Kamera bannen konnte - aber man kann ich zumindest erahnen, wenn man sich so die Flakieverteilung ansieht.
Den grünlichen Unterton im Lack sieht man zwar generell sehr gut, er fällt aber nicht besonders auf und macht den Lack eher im Fläschchen so richtig spannend - auf dem Nagel dominieren eindeutig die wilden Farbeffekte, die sich im Finish ergeben. Und das dürfte auch einer der Gründe sein, aus denen die eine oder andere Schicht mehr alles andere als schädlich ist - dann wird natürlich auch die Dichte der Partikelchen größer und damit werden die Farbspiele auch deutlicher. Ich muss aber wirklich sagen, dass "Changing Season" eine perfekte Abstimmung mit bringt - und damit auch seinem Namen alle Ehre macht: Dieses Wechselspiel zwischen einem sommerlichen, bunten Holoeffekt und den herbstlichen Flakies zeigt sich hier ganz hervorragend und ich hoffe zumindest, dass meine Interpretation des Namens nicht komplett daneben ist... Die Komplexität des Lacks hat aber auch zur Folge, dass es gar nicht so einfach ist, ein passendes Design zu finden. Ich hatte zunächst ein rosanes Stamping im Kopf, da mir die Flakies recht rosa erschienen - aber ein kleines Teststamping ergab einen unschönen Kontrast, sodass ich letztlich bei "Chromeo & Julia" von Catrice gelandet bin. Der Lack passt schon etwas ZU perfekt zu den Flakies - denn manchmal ist das Stamping gar nicht mehr zu erkennen.
Mit der Illusion 06 habe ich auf alle Nägel ein dreieckiges Wellenmuster (oder eher ein Treppenmuster?) im unteren Bereich gestempelt - im richtigen Winkel kann man das auch halbwegs erkennen. Mit bloßem Auge betrachtet wird zwar schon auf die Entfernung deutlich, dass die Nagelspitzen irgendwie anders aussehen, aber was da genau drauf ist, muss man sich aus nähster Nähe anschauen. An und für sich finde ich das gar nicht schlimm, da sich das Stamping so auch schön in den Basislack einfügt und nicht noch zusätzliche Unruhe in das eh schon wilde Finish bringt, aber so ganz das Gelbe vom Ei ist es dann eben doch nicht. Ich wüsste aber auch ehrlich gesagt nicht, was ich als schlaueres Design da hätte draufpacken können - wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass Lotte irgendwas wahnsinnig Schickes gefunden hat, das den hübschen "Changing Season" noch mehr aufwertet. Ich bin einfach schon sehr angetan von dem Lack an sich, der für mich tatsächlich perfekt ausgewogen ist.
Egal ob mit Topcoat oder ohne - der Lacquester hält sich wahnsinnig gut und macht auch beim Ablackieren, das ja zwangsweise irgendwann kommen muss, keine Probleme. So wünscht man sich eigentlich jeden Lack - deckt besser als erwartet, sieht grandios aus und lässt sich auch einfach wieder entfernen! Ein toller Abschluss für einen wahnsinnig spannenden Monat "Wir lackieren..." und auch wenn ich im nächsten Monat wohl mangels Lacken komplett raus bin, bin ich sehr gespannt, was es da für Schätze zu sehen gibt!

Freitag, 29. März 2019

Lacquester "Mossy rainbow"

Der Monat "Wir lackieren..." neigt sich ganz drastisch dem Ende zu und ich habe noch genau zwei Lacke im petto. Heute muss ich euch noch mit meinem letzten selbstgemischten Lack quälen (und wenn ich ganz ehrlich bin, dachte ich lange Zeit, dass das der spannendste der ganzen Riege ist - nachdem ich jetzt aber die anderen schon lackiert habe, bin ich mir da gar nicht mehr so sicher) und werde euch am Sonntag wieder einen "ordentlichen" Lack der Marke zeigen, so als kleines Finale...

Bei der heutigen Namensgebung hat sich der werte Herr sehr viel Mühe gegeben und ich muss ihm zugestehen, dass er eine sehr gute Vorlage geliefert hat, die ich letztlich zu "Mossy rainbow" abgewandelt habe. Der Name ist vielleicht mit Bezug zur Grundfarbe nicht ganz perfekt, er verdeutlicht aber, dass da ein kleiner Regenbogen im Lack zu finden ist...
Der Auftrag von "Mossy rainbow" ging genauso angenehm wie bisher bei allen Lacken - erschreckenderweise kann also auch ich eine schöne, lackierbare Konsistenz zusammenmischen und das, ohne großartig Ahnung zu haben. Ich hätte nach der ersten Schicht zwar gedacht, dass ich nicht mit nur zweien auskommen würde, allerdings musste ich tatsächlich keine weitere lackieren. Der Lack trocknet zügig an und durch, sodass die Mani auch schnell fertig ist. Mir schien der Lack zwar an der einen oder anderen Stelle vielleicht nicht komplett deckend, aber die Kamera hat mich dann vom Gegenteil überzeugt - vielleicht war das auch einfach auch nur ein Effekt, der durch die enthaltenen Partikelchen zustande kommt. Da das Finish nicht komplett glatt ist, habe ich noch eine Schicht Topcoat lackiert, wobei ich gestehen muss, dass ich auch ohne unterwegs gewesen wäre, wenn es nicht um Fotos gegangen wäre. Das originäre Finish von dieser Lacquestermischung ist ausreichend gleichmäßig und eben für den Alltag, nur auf Bildern fand ich das eben nicht so perfekt.
Farblich habe ich hier meiner großen Liebe zu matschigen Tönen gefrönt - und mich an einem Olivgrün probiert. Das richtig abzustimmen war gar nicht so einfach, aber Caroline hat mir auch hier mit Rat und Tat zur Seite gestanden, damit der Lack nicht zu deckend wurde. An und für sich ist der Aufbau recht einfach, denn zu diesem leicht gelbstichigen hellen Olivton kamen nur zwei unterschiedliche Effekte: Einerseits habe ich feinen Holoschimmer in den Lack gepackt, der im Fläschchen ganz fantastisch funkelt und sich schö weitflächig zeigt - auf den Nägeln aber deutlich dezenter ist und vor allem bei Lichteinfall in allen Regenbogenfarben glitzert (daher kommt auch der Regenbogen im Namen - ich befürchte, mein Kerl gehört halt doch nicht in die allerkreativste Schublade). Dazu gab es dann noch changierende Flakies und die zeigen sich hier in einem Farbspektrum von Orange über Pink zu dunklem Blau. Viel mehr ist in dem Lack eigentlich nicht los, aber ich finde auch, dass das so reicht. Durch die unregelmäßigen Flakies ergibt sich auch ein entsprechend variables Finish und zwischendurch macht sich der tolle Holoschimmer ganz fein bemerkbar. Matsch mit ein paar deutlichen farblichen Highlights - ich bin tatsächlich recht angetan von meinem "Mossy rainbow"!
Beim Zusammenmischen des Lacks hatte ich kein konkretes Ziel im Kopf und die Auswahl an Effekten war ja sehr groß - aber manchmal muss es halt nicht von allem mehr sein, sondern weniger ist auch mal ausreichend. Ich mag vor allem die Flakies in dieser schönen grünen Matschbasis, auch wenn das keine herausragend neue Idee ist. Als Design hatte ich schnell die ÜberChic 17-02 in der Hand, da ich ein etwas feineres Design wollte, das sich nicht vollflächig über den Lack legt und alle eine hübschen Highlights überdeckt. Auch wenn man das wohl nur bedingt erkennen kann, habe ich das Stamping auf dem Ring- und Mittelfinger mit einem Gemisch aus essie's "Penny talk" und "Blue rhapsody"aufgebracht. Der metallische Effekt ist sehr gut erkennbar und wenn man genauer hinschaut, kann man auch im oberen und unteren Bereich des Ringfingers den kupfernen Lack erkennen, auf dem Mittelfinger habe ich das Kupfer in die Mitte gepackt und da ist es glaube ich ein wenig untergegangen. Dieses Muster ähnelt ja ein bisschen zersplittertem Glas und ich finde den Effekt recht hübsch: Zwischen den Linien kann nämlich der Basislack noch schön durchfunkeln.
Da es mir ganz schön schwer gefallen ist, das mtallische Stamping auf dem glänzenden Lack einzufangen und auch das Muster erkennbar zu lassen, habe ich zum Schluss dann doch noch einen matten Topcoat ausprobiert. Das führt einerseits dazu, dass der Gelbstich aus dem Lack sich deutlich reduziert, aber zum anderen auh die Holopartikel ein bisschen mehr in den Hintergrund treten und nicht mehr gar so strahlend sind. Die Flakies dafür, die sich noch immer in unterschiedlichen Farben zeigen, werden ein wenig dominanter. Insgesamt verliert mein "Mossy rainbow" ganz schön viel von seinem Regenbogen, aber dafür bleibt das Grün olivig und wird ein wenig grauer. Der metallische Effekt der beiden Stampinglacke sticht noch immer deutlich hervor und das Stamping hebt sich klarer vom Untergrund ab. Sicherlich sieht der Lack auch mattiert noch hübsch aus, allerdings bleibt das glänzende Finish mein Favorit - hätte ich mir einen matten Lack basteln wollen, wäre ja schließlich auch noch eine matte Lackbasis im Angebot gewesen!
Auch in diesem Fall kann ich mich über die Haltbarkeit des Lacks nicht beschweren und das Ablackieren ist in Ermangelung größerer Partikelchen auch kein Problem. Ich muss gestehen, dass ich mit allen meinen selbstkreierten Lacken sehr zufrieden bin, allerdings bei weitem nicht so zauberhafte Zusammenstellungen im Angebot habe wie Caroline und ich freue mich sehr auf meinen letzten Lack am Sonntag!

Mittwoch, 27. März 2019

Lacquester "Sprinkled viridian"

Mitten in einer erschreckend spannenden Woche (die dankenswerterweise bald vorbei ist und hoffentlich durch das Wochenende auch wieder ruhiger wird), muss ich hier noch einen Lack zeigen, an dem mir wirklich etwas liegt. Das war nämlich der erste Lack, den ich auf der Slumberparty zusammengepantscht und mit dem ich mir auch sehr viel Mühe gegeben habe - die Namensfindung war dann gar nicht so einfach, letztlich bin ich aber mit "Sprinkled viridian" zu "Wir lackieren..." sehr zufrieden.

Auch wenn wir ja vorher schon wussten, dass wir Lacke basteln wollen, hatte ich mir keinen großen Kopf gemacht, was ich denn zusammenmischen wollte - ich wusste ja auch gar nicht, wie so die Grundzutaten aussehen. Als ich dann vor diesem gerammelt vollen Tisch stand, auf dem man den Überblick über mögliche Glitzerpartikelchen, Pigmente und ähnliches gar nicht behalten konnte, war ich zentral überfordert. Das Gleiche gilt übrigens für die Fotos von dem Lack - die sind nämlich doch ein wenig realitätsfern...
Den Lack habe ich tatsächlich auch gleich getragen, als ich ihn fertig gemischt hatte und damals wie heute muss ich sagen, dass mir das mit der Deckkraft durchaus gut gelungen ist. Die erste Schicht ist schon recht intensiv, die zweite macht definitiv alles perfekt - wenn ich dicker lackiert hätte (was mir aber bei Lacken mit Glitzerpartikeln immer besonders schwer fällt, da die Teilchen dann einfach da liegen bleiben müssen, wo sie eben sind), hätte vielleicht nur eine Schicht ausgereicht. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, sodass auch die zweite Schicht kein Problem ist und von der Platzierung der enthaltenen Partikel mal abgesehen, ist der Auftrag auch vollkommen unproblematisch. Der Lack trocknet zügig an und durch, allerdings nicht mit einem hochglänzenden Finish, sodass ich einfach noch einen dickflüssigeren Topcoat lackiert habe, um auch die kleinen Holopartikelchen gut zur Geltung zu bringen. An und für sich ist "Sprinkled viridian" aber auch mit seinem originalen Finish wirklich ansehnlich.
Was die Farbe angeht, hat mir meine Kamera mal wieder das Leben schwer gemacht und einen Streich gespielt - sie wollte meine hübsche Lacquester-Eigenkreation nämlich nicht so knallig und farbintensiv ablichten, wie sie eigentlich ist. Die Farbbasis von "Sprinkled viridian" ist nämlich ein definitiv grünstichiges Türkis. Einer meiner Kollegen hat das heute zwar als Mint bezeichnet, aber für Mint fehlt der pastellige Anteil (zumindest in meiner Welt)! Ich weiß, dass es gar nicht so einfach war, eine Farbe zusammenzumischen, die mir gefallen hat - die meisten Töne in dieser Richtung sind nämlich tatsächlich eher zarter und gräulicher, aber meine Variante ist deutlich grünlastig und richtig knallig. Definitiv keine zurückhaltende Farbe, sondern schon eher ein Aufmerksamkeitshascher. Neben der intensiven Farbbasis gibt es noch so das eine oder andere Goodie in dem Lack - mein Highlight sind die roten und weißen Glitzerpartikel, die enthalten sind. Es handelt sich hierbei um einen Glittermix in unterschiedlichen Größen, der matte weiße Partikelchen und glänzende rote beinhaltet - und die liegen unterschiedlich im Lack und ergeben tolle Farbakzente, die ich in diesem grünstichigen Türkis sehr gerne mag.
So "einfach" bei Farbe mit Glitter konnte ich es aber nicht belassen, darum kam noch eine kleine Prise Holopigment dazu (zugegebenermaßen nicht übermäßig viel, aber doch ausreichend, um hier und da ein paar kleine Funken blitzen zu lassn) und ein kleines Häufchen an changierenden Flakies. Im Nachhinein würde ich sagen, dass die Flakies ein bisschen zu viel des Guten waren - aber hinterher ist man ja immer schlauer. Sie machen zwar nichts kaputt, aber ich glaube, mit Glitzer und Holo wäre ich auch schon zufrieden gewesen. Die Holopartikelchen kommen aber vor allem mit Topcoat gut raus - ohne fand ich sie fast ein wenig dezenter und zurückhaltender, als ich es mir gewünscht habe. Ich mag an meinem gesprenkelten Türkisgrün vor allem die knallige Grundfarbe und bin ganz begeistert, dass sie den Glitter nicht ertränkt - davor hatte Caroline mich nämlich gewarnt und Sorge, dass mein Lack zu deckend für das ganze Geflitter sei. Dem ist aber keineswegs so, sodass ich mich an dem Finish sehr erfreut habe und mal wieder mit der Frage nach einem passenden Design überfordert war.
Meine männliche Geheimwaffe war dieses Mal auch keine Hilfe (auf ein goldenes Stamping hätte ich mich wohl nur eingelassen, wenn ein goldener Lack der letzte auf der Welt gewesen wäre!), also habe ich mich kurz durch meine ÜberChic-Platten gewuselt und bin schnell bei der 8-01 hängen geblieben. Das große Schlaufenmotiv habe ich schon einmal benutzt, aber bei meiner aktuellen Nagellänge passt es zumindest auf den Mittelfinger der rechten Hand erschreckenderweise komplett drauf, also wurde mit Maybellines "Record red" (weil ich gehofft habe, dass das Rot ein wenig deutlicher rauskommt, als es hier zu erkennen ist) auf den Ring- und Mittelfinger die Schlaufen gepackt und das Ganze dann noch einmal mit Topcoat versiegelt. Ich wollte im richtigen Farbspektrum bleiben und nicht noch unnötigerweise mehr Unruhe in den Lack bringen, daurm wurde es das eher schlichte Stamping das aber auch gut zum Lack passt und sich stimmig in das Gesamtbild einfügt. In Weiß wäre das vielleicht auch noch ganz schick gewesen, aber da war ich mir zu unsicher, ob es sich ausreichend abheben würde.
Auch dieser Lack kann mit einer wirklich soliden Haltbarkeit aufwarten und dass das Ablackieren mit den Glitzerpartikeln nicht das angenehmste ist, ist meine eigene Schuld. Sehr vorteilhaft finde ich aber, dass meine Zusammenstellung nicht staint und sich rückstandslos von den Nägeln entfernen lässt - und da ich den Lack in den letzten Monaten schon mehr als einmal getragen habe, dürfte klar sein, dass das in Bälde auch wieder der Fall sein wird!