Dienstag, 19. Juni 2018

101 im März und April, Klappe, die Zweite

Jetzt ist zwar der Juni schon fast rum, aber ich habe es noch immer hin hinbekommen, meine Reviews für März und April zu posten... Eigentlich wollte ich das vor dem Urlaub (Anfang April!) machen, kam dann aber nicht dazu. Dann kam nach dem Urlaub unerwartet auf der Arbeit so einiges dazu, sodass ich nicht dazu kam; der Mai lief irgendwie auch nicht so entspannt, wie gehofft und mein Juni ist ein reines Hin- und Hergehetze von Termin zu Termin und ich bin wenig zu Hause.

Bevor jetzt aber der Monat auch noch rum ist und ich gar nicht mehr weiß, wann was passiert ist, gibt es endlich die Review, die ich schon mehrfach angefangen, aber nie fertigbekommen habe, dabei waren die Monate durchaus produktiv!

012. Klamotten (Jeans, Shirts, etc. - "Alltagskrams") (28)

Ich gestehe, dass ich um einen kleinen Einkauf nicht herumkam - als wir noch ein paar Dinge für den Urlaub besorgen waren, habe ich mich zu zwei Hoodies und einem Sommershirt hinreißen lassen. Ansonsten war ich wirklich brav und habe eher ein paar Dinge weggeschmissen, die ich nur zu Hause getragen habe, weil sie einfach schon ein bisschen kaputt waren. Ich gehöre allerdings zu der Sorte Mensch, die tatsächlich Shirts mit Flecken oder Löchern einfach zu Hause trägt - damit bleiben sie allerdings auch im Schrank und machen keinen Platz für neue Sachen...

022. Nagellacke (41)

Im April war es wieder Zeit für einen Besuch bei Lotte, bzw. einen Zwischenstopp bei Lotte, um dann nach Leipzig weiterzufahren. Das ermöglichte mir dann, meine Lacquester-Bestellung abzuholen, die bei Lotte schon auf mich wartete. "One more green" musste ich unbedingt haben, da der Lack einen traumhaften Effekt hat. Das Gleiche gilt eigentlich auch für "Dragon heart holo", der nicht nur mit der lilanen Base, sondern auch mit traumhaftem Gefunkel überzeugen kann. Dazu kamen dann noch "Move over", ein bisschen dezenter, aber auch mit Higlights, und um meiner Blauliebe zu frönen "Blue matter" und "CuAl6(PO4)4(OH)8.4H2O" - ja, bei dem Namen muss man mehrmals hinschauen, um ihn richtig zu schreiben...

Von Isadora hatte ich mir bei Douglas Anfang März zwei Lacke mitgenommen, da sie auf sagenhafte 2 Euro reduziert waren. "Aqua sparkles" und "Emerald breeze" haben mir farblich einfach sehr zugesagt und zu dem Preis kann ich bei den wirklich guten Isadoras nicht widerstehen. essie's "Bluetiful horizon" konnte ich auch nicht im Laden lassen, da ich den Effekt des Lacks so absolut toll finde - es gab also tatsächlich ein bisschen mehr Zuwachs in diesen beiden Monaten.

023. Stampingplatten (78)

Auch bei Stampingplatten musste ich zuschlagen - bei MoYou gab es Bundles im Angebot und ich habe bei der "Lingo"- und der "Tumblr girl"-Zusammenstellung zugeschlagen. Eigentlich bin ich gar nicht so der große Fan von vorgefertigten Zusammenstellungen, da mir meistens einige der Platten nicht so wirklich zusagen, aber hier war das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach zu gut.

Die Lingo-Platten haben ja allerlei Schriftzüge in unterschiedlichen Sprachen und auch wenn ich davon nicht alle toll finde, gibt es mehr als genug Einsatzmöglichkeiten und ich habe sonst ja eher wenige Sprüche auf meinen Platten. Die Motive auf den Tumblr-Platten finde ich generell einfach klasse und werde mal schauen müssen, wie sich die peppigen Muster kombinieren lassen.

027. Nailarts posten (179)

https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-302-models-darling.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/orly-breathable-treatment-color-aloe.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-073-red-red-wine.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-047-answer-is-love.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/cnd-vinylux-glacial-illusion-259.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-092-ready-to-go.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-361-midnight-run.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/orly-breathable-treatment-color-detox.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-046-private-party.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-526-love-live.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-063-red-beach-chair.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/anny-369-green-racing-drag.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/zoya-logan.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/zoya-remy.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/masura-golden-collection-1152-sceptre.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/masura-golden-collection-1049-mint.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/zoya-pixie-dust-carter.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/zoya-blake.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/pink-gellac-182-dynamic-pink.html https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/masura-glare-on-water-sunrise-together.html
https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/04/masura-golden-collection-1045-cosmic.html
In den zwei Monaten habe ich ganz viel gestempelt und muss auch sagen, dass ich die meisten der Designs klasse finde. Glitter habe ich mal benutzt, genauso wie mein Stripingtape. Aber ich glaube, meine Favoriten sind die Chameleon Flakes, die ich einmal auf dem dunklen Anny und auch auf dem pinken Pink Gellac genutzt habe - die finde ich wirklich grandios! Das Mirror-Pigment ist auch sehr schön, sodass ich wohl wirklich für die Frühjahrsmonate auf Nailartpowder setzen würde.

Ganz erstaunlich toll finde ich auch den magnetisierten Masuralack, obwohl der Farbton an sich ja ein bisschen schwierig ist und ich mit Magneten auch immer so meine Probleme hatte. Aber hier muss ich sagen, dass es sich eindeutig gelohnt hat, einen ordentlichen Magneten zu kaufen!

028. Topper benutzen (23)

https://lenas-sofa.blogspot.com/2018/03/orly-breathable-treatment-color-detox.html
Eigentlich ist das ganz schön peinlich, bei den vielen Lacken, die ich in zwei Monaten gezeigt habe, habe ich es gerade ein einziges Mal geschafft, einen Topper zu nutzen? Ich schnappe mir immer standardmäßig meinen Stamper und suche ein passendes Motiv, aber obwohl die Topper alle in Sichtweite stehen, greife ich da kaum hin. Liegt bestimmt auch daran, dass ich bei vielen Lacken, die sowieso schon einen Effekt mitbringen, nicht noch zusätzlich was machen will, aber bei Cremelacken gehen Effekttopcoats doch eigentlich immer - wenn an denn nur dran denken würde...

032. Duschgels aufbrauchen (5)

Es geschehen doch noch Zeichen und Wunder und ich habe tatsächlich mal wieder ein Duschgel aufgebraucht - und zwar eines, dass seit Ewigkeiten in meinem Schrank stand und bei dem ich schon Sorge hatte, dass es gekippt sein könnte... Nach dem ersten Schnuppertest stellte sich das allerdings als unnötige Befürchtung heraus, also habe ich mit meinem Balea-Duschgel fröhlich vor mich hingeduscht.

Ich bin ja immer wieder erstaunt, wie ergiebig diese Flaschen doch sind, wenn man tatsächlich versucht, nicht unnötig viel Produkt zu nutzen. Ich nehme zwar immer noch zu viel (ich bilde mir ein, irgendwo mal was von einem Teelöffel für den ganzen Körper gehört zu haben), aber so braucht es doch eine geraume Zeit, bis ich mal wieder ein Häkchen hinter die Duschgelreihe machen kann...

041. Gesichtsmasken benutzen (41)

So richtig wieder in einen Rhythmus bin ich noch nicht wirklich gekommen, aber immerhin habe ich in der leicht chaotischen Zeit drei Mal daran gedacht, mir eine Maske zu gönnen. Komischerweise schaffe ich das eher, wenn ich unterwegs bin und noch vor dem Schlafengehen ein bisschen Zeit habe. Zu Hause ist das wenn dann eine Sache für das Wochenende, aber da die meistens auch recht voll waren, hat das kaum geklappt...

046. Auto waschen (1)

Es geschehen noch Zeichen und Wunder - ich war tatsächlich in der Waschanlage! Für geschätzt einen Tag sah mein Auto dann auch wirklich tiptop aus, danach wurde es von der gelben Pollenplage wieder übernommen, von Vögeln vollgekackt und ordentlich beregnet... Jetzt sieht es wieder aus, als ob es seit Jahren nicht mehr sauber gemacht worden wäre und ganz ehrlich gesagt ärgert mich das. Ich kann ja nicht jede Woche in die Waschanlage fahren, damit das Ding nicht aussieht wie vom Schrottplatz!

049. Ramsch ausmisten (gesamte Wohnung) 

Das ist noch immer "work in progress" - es ist tatsächlich schon ein bisschen was passiert, aber auch noch viel offen... So ein Urlaub ist da ja nur bedingt nützlich, aber zumindest im Schlafzimmer ist einiges aus- und umsortiert worden. Ich befürchte allerdings, dass ich meine Wohnung nie wirklich ramschfrei kriege, da es doch immer wieder Dinge gibt, die man vermeintlich irgendwann brauchen könnte.
 
052. Terminplaner auch wirklich nutzen
053. positive Dinge im Kalender festhalten

Tja, das sind mal wieder meine Problemkinder - durch den Urlaub ist da nämlich ein bisschen Sand ins Getriebe geraten und ich habe meinen Terminplaner ein bisschen schleifen lassen. Im Urlaub ist das glaube ich nachvollziehbar, da hatte ich einfach keine Lust auf irgendein Pflichtprogramm, aber auch danach musste ich mich einfach aktiv wieder daran erinnern, etwas einzutragen. Mal sehen, ob ich das weiterhin so handhaben will oder mir nicht etwas anderes (passenderes...) überlegen muss.

055. auf der Arbeit um ein Auslandsprojekt bemühen

Manchmal kommt man ja zu Dingen, wie die Jungfrau zum Kind - und so war es im April ein bisschen holterdipolterig, als sich eine Option bot. Ob das Ganze nun klappt, kann ich momentan noch nicht sagen (gut Ding will bekanntlich Weile haben), aber zumindest habe ich ein Steinchen angestoßen. Leider hat sich die ursprüngliche Planung schon wieder geändert, sodass ich den Stein gar nicht gebraucht hätte, aber nun läuft da was und ich schaue mal, ob sich das positiv ausgeht.


057. Bücher lesen (5)

Der Vorteil an einem Urlaub ist ja, dass man da ganz hervorragend zum Lesen kommt und auch wenn ich mich wirklich schäme, da es momentan so wenig ist - immerhin habe ich zwei Bücher geschafft. Und endlich eines verbloggt, das ich schon vor Ewigkeiten fertiggelesen habe (und den Nachfolger auch schon - die Rezension kommt hoffentlich irgendwann im Juli...)!


063. Harry Potter komplett schauen

Da die Anzahl der Filme doch überschaubar und Harry Potter für mich irgendwie eher die Kategorie "Leichte Kost" ist, ging das mit dem Durchschauen doch recht fix. Und am Schluss war es wie immer - schade, dass es nicht weiterging... Aber irgendwie auch gut, da sich sonst alles ausgelutscht hätte. Zwischendurch kam immer mal wieder so etwas wie "Gott, sind wir alt!" und "Erinnerst du dich, wann du die Bücher gelesen hast?" und wir schwelgten in Erinnerungen...

064. Sport machen (78)

Sportmäßig ging es in den zwei  Monaten wieder auf und ab - im März lief alles recht gut, als wir das Verletzungspech ausgesessen hatten. Dass im Urlaub gar nichts war mir Sport, ist nachvollziehbar - nur danach ging dann irgendwie auch nichts mehr. Immerhin ein bisschen Spazieren hier und da, aber so ernsthaft konnten wir nicht wirklich wieder raus. Lag teilweise auch daran, dass das Wetter nicht so prall war, aber trotzdem ärgerlich.

070. in den Zoo gehen (2)

"Wir müssten mal wieder in den Zoo, das letzte Mal ist so lange her..." hörte ich hier inzwischen schon öfters und trotzdem haben wir es erst im Urlaub dann geschafft. Der Loro Parque war aber auch ein Muss und fest eingeplant in der Woche auf Teneriffa und hat sich wirklich gelohnt. Wir hatten einen tollen Tag bei schönem Wetter, es war nicht überlaufen und wir konnten alles sehen, was wir sehen wollten. 

071. Lotte besuchen (lassen) (4)

Manchmal kommt es auch ganz unverhofft und so fuhr ich Ende April zur Lotte und dann weiter nach Leipzig, um zumindest einen Tag mit Lotte, Anne und Tine zu verbringen - Eliane hatte leider keine Zeit... Wir hatten wieder sehr viel Spaß, waren ein kleines bisschen albern und hätten wohl alle noch ein paar Tage mehr miteinander verquatschen können, aber die Zeit und diverse Verpflichtungen ließen das nicht zu. Immerhin ist ein nächster Termin in Planung und ich freue mich mal wieder sehr!

073. Urlaub machen (1)

Auch wenn es nur eine Woche war, war Teneriffa toll! Das Highlight war definitiv der Besuch im Loro Parque, aber auch insgesamt fand ich die Insel klasse. Mit dem Wetter hatten wir Glück im Unglück - es war unbeständig, das kam uns aber durchaus gelegen. Das Meer war zum Schwimmen eh noch zu kalt, aber dafür der beheizte Pool warm genug, ansonsten haben wir einfach die Zeit genossen und es uns gutgehen lassen. Potenzial für eine Wiederholung definitiv vorhanden, die Insel hat ja noch so einiges zu bieten und es muss ja nicht immer Puerto de la Cruz sein!

079. einen Tag ohne Verpflichtungen vertrödeln (23)

Das geht ganz hervorragend im Urlaub, an Brückentagen - und manchmal auch so am Wochenende. Letzeres zwar eher selten, aber zumindest an einen faulen Samstag kann ich mich erinnern in der Zeit. Manchmal plant man aber auch einen faulen Tag ein und dann sagt der gesunde Menschenverstand doch, dass es noch etwas zu tun gibt - aber an und für sich ist ja alles absehbar nd wird bald auch wieder ruhiger.

080. mit Oma telefonieren (19)

082. neue Rezepte ausprobieren (8)

Was das Kochen angeht, gibt es hier inzwischen so einige schöne Standards, die komplett ohne Rezept funktionieren - aber wir haben uns auch mal an eines gewagt. Dieses Mal aus der HIT-Werbung (diese Werberezepte sind erschreckend gut! Zumindest, wenn sie mir zusagen...), wenn ich mich nicht irre, und zwar gab es einen Lachs mit Spargel in Honig-Senf-Soße. Auch wenn ich nicht so der Senf-Fan bin, war die Kombination ziemlich lecker!

097. auf dem Wochenmarkt einkaufen (2)

Das ist tatsächlich so ein Punkt, der mir schon fast peinlich ist... Der Wochenmarkt ist unglaublich schwer in den Wochenendablauf zu integrieren, aber den Nachschub an Kartoffeln habe ich erfolgreich beim regionalen Händler gesichert. Bei Kartoffeln geht einfach nichts über die "ordentlichen" deutschen Kartöffelchen - die Konkurrenz aus Ägypten oder so ist nicht so geschmackvoll.

098. Fisch essen (23)

Auch wenn ich so langsam die Nase ein bisschen voll habe von Lachs, gibt es zumindest ein Mal im Monat Fisch. Im Urlaub habe ich aus Versehen tatsächlich Calamares gegessen (sie sahen aus wie Mozzarellasticks und... schmeckten schlicht und ergreifend nach nichts!), zu Hause gab es dann auch noch einmal das solide panierte TK-Filet mit Geschmack... Das läuft also wie gewünscht.

100. Obst essen (49)

Durch den wöchentlichen Smoothie ist auch Obst inzwischen "standardisiert" - wobei wir tatsächlich ab und an ein bisschen Varianz durch Angebote reinbringen. Mal ist es eine Mango, mal gibt's dann doch nur Orange, Apfel, Banane und Himbeeren oder Erdbeeren. Heidelbeeren oder Brombeeren werden meistens so weggefuttert und leben nicht lange genug, um im Smoothie zu landen.

Puh, zwei Monate, die tatsächlich schneller rumgingen als erwartet und in denen ich mir zwischendrin doch eine kleine Verschnaufpause gewünscht hätte. Der Urlaub hat leider mehr Stress gebracht als Entspannung, aber das lag an den Rahmenbedingungen und nicht am Urlaub selbst. So langsam wird es aber Zeit, dass etwas mehr Ruhe einkehrt - damit rechne ich aber frühestens im Juli oder August...

Sonntag, 17. Juni 2018

Orly "Breathable treatment + color" Down to earth

Damit zumindest irgendetwas hier konstant bleibt, während ich mich wild im Kreis drehe, ist heute bei Lotte und mir wieder "Gemeinsam lackiert" angesagt und wir machen passend zu "Wir lackieren..." mit einem Lack von Orly weiter. Auch heute haben wir wieder einen Kandidaten aus der "Breathable treatment + color"-Reihe und wenn ich mich nicht irre, ist das der vorletzte Vertreter, den wir beide haben.

"Down to earth" soll es heute sein und das ist definitiv auch der Lack, den wir beide ein bisschen (oder eher: so gut es geht) geschoben haben. Damit bleibt dann für die nächste Woche definitiv noch ein hübscher Lack, auf den ich mich sehr freue, auch wenn es ein bisschen stressig mit dem Lackieren wird - so ist das eben, wenn man ständig auf Achse ist und dann noch irgendwo hängt, wo es kein WLAN gibt...
Bei "Down to earth" habe ich mich tatsächlich mal an die Empfehlung gehalten, den Lack ohne Basecoat zu lackieren (bei der Farbe sind ja keine großen Probleme zu erwarten), sozusagen als kleinen Härtetest. Ich muss allerdings auch sagen, dass dieser Versuch ein bisschen in die Hose gegangen ist - denn ich habe alles andere als superglatte, perfekte Nägel, sodass es mit "kein Topcoat" nicht funktioniert hat. Aber im Auftrag ist "Down to earth" toll, it dem breiten Pinsel lässt sich der Lack dank seiner tollen Konsistenz gut lackieren und bringt auch in der ersten Schicht schon ordentlich Farbe auf den Nagel. Wenn man etwas dicker lackiert, reicht die bestimmt auch - sofern man eine perfekte Ausgangsbasis hat, denn bei mir waren nach Abtrocken der Schicht schön sämtliche Unebenheiten im Nagel zu sehen. Also musste eine zweite Schicht ran und die hat dann meine Nägel noch immer nicht wirklich glatt gemacht, sodass ich um einen Topcoat einfach nicht herum kam. Somit ist diese "kein Basecoat, kein Topcoat"-Geschichte tatsächlich nur was für absolut perfekte Nägel ohne Unebenheiten oder sonstige Macken.
Die Farbe von "Down to earth" ist auch der Grund, aus dem Lotte und ich den Lack ein bisschen geschoben haben - wir sind nämlich beide nicht so die großen Nudefans und der Lack fällt sehr eindeutig in diese Kategorie. Wie man ihn nun genau beschreibt, liegt wohl im Auge des Betrachters: Ich würde ihn in die Beige-Schiene stecken, aber man kann das natürlich auch als Taupeton bezeichnen. Auf jeden Fall ist "Down to earth" in seiner Wirkung doch vom Lichteinfall abhängig, teils kommen eher bräunliche, teils auch gräuliche Anteile durch. Insgesamt ist der Lack natürlich ein eher heller Vertreter, der nicht sonderlich auffällig ist. Das Cremefinish (auch wenn ich für den Glanz und ein gleichmäßiges Ergebnis doch ordentlich nachhelfen musste) steht ihm sehr gut und ich war auch erstaunt, dass sich der Lack keineswegs mit meiner Hautfarbe biss - tatsächlich ist der recht tragbar, er lässt nur mein kleines Lackierherz eben nicht höher schlagen.
Nudetöne sind natürlich perfekt, um allerlei spannende Dinge mit ihnen zu machen, wenn es um Designs geht - und ich wollte dieses Mal wieder an der #31DC2018weekly teilnehmen, die diese Woche mit "Delicate print" aufwartet. Bei einem eher zurückhaltenden Lack war mir schnell klar, dass es ein einfaches, schwarzes Stamping werden sollte - ich musste nur noch ein passendes Motiv finden. Da ich bei einem feineren Stamping nicht alle Nägel bestempeln wollte, dachte ich mir, dass sicherlich auch ein kleines bisschen Holo im Vorfeld nicht schaden würde und habe mir meinen essence-Topper geschnappt. Der "Shake it - I'm pretty"-Topper hat ja wirklich klitzekleine Holopartikelchen, die man auch schön aufschütteln kann, also habe ich die einfach auf alle Nägel gepinselt. Hier und da ist es ein bisschen mehr geworden, auf dem kleinen Finger ein bisschen weniger, aber das verleiht "Down to earth" ein schönes, feines Gefunkel und kann sich eigentlich auch so schon gut sehen lassen.
Ich wollte ja aber noch ein zartes Stamping und das habe ich auf der ÜberChic 14-02 gefunden. Da versteckt sich ein süßes kleines Blumendesign, das mir bisher einfach immer zu dezent war, aber für das heutige Motto der #31DC2018weekly passt das perfekt. Also habe ich mir einen schwarzen Lack geschnappt und die Blümchen einfach auf Ring- und Mittelfinger gestempelt. Obwohl die Linien des Stampings wirklich fein sind, kommt das Motiv doch sehr klar und vor allem deutlich rüber, sodass ich den einfachen Farbkontrast da schon ausreichend finde. Mit dem Holotopper im Hintergrund kommt noch ein kleines Gefunkel dazu, aber es steht nichts übertriebenerweise im Vordergrund, was ich wirklich mag. Das passt nicht nur zum Motto, sondern ist so auch wirklich tragbar, sodass ich tatsächlich über den eher langweiligen Basislack hinwegesehen kann. Zwar nicht auffällig, aber doch sehr hübsch die Mani!
Da ich die ganze Sache ja nur mit Hilfe eines Topcoats ansehnlich bekommen habe, ist die Haltbarkeit des Lacks auch mehr als in Ordnung. Tipwear entwickelt sich nicht übermäßig schnell und da der Lack auch eher vom Farbton her hell ist, fällt sie nicht so sonderlich auf. Ablackieren ist hier auch kein Thema, sodass ich tatsächlich positiv überrascht bin von "Down to earth" - ich hätte das alles viel schlimmer erwartet.

"Down to earth" wurde mir kosten- und bedingungslos von Orly zur Verfügung gestellt.

Samstag, 16. Juni 2018

Orly "Red flare"

Wenn ich jetzt sagen würde, dass die Arbeitswoche mich geschlaucht hat, dann wäre das tatsächlich ganz schön untertrieben. Ich kam gestern Nachmittag nach Hause und bin tatsächlich erstmal auf der Couch weggedöst, weil ich total matschig war - und dabei saß ich die ganze Woche nur in einem Raum und habe zugehört und mitgedacht; hätte ich täglich 20km zurückgelegt, wäre ich aber wahrscheinlich nicht erschöpfter gewesen!

Meine Nägelchen sind tatsächlich diese Woche ganz schön kurz gekommen, aber "Wir lackieren..." möchte hier natürlich mit weiteren Lacken bestückt werden und um nicht noch mehr aufzufallen als mit den blau schimmernden Nägeln vom Mittwoch, habe ich mich dann für einen roten Lack entschieden - Rot geht ja immer und ist schön klassisch!
"Red flare" von Orly habe ich tatsächlich schon öfters getragen und das, obwohl das eines der Minifläschchen ist und mit denen bin ich ja eigentlich nicht so wirklich grün. Der Pinsel ist zwar normal groß, aber ich tue mir mit dem Halten der Fläschchen immer schwer und irgendwie kriege ich meine Nägel dann nicht so wirklich hübsch aufs Bild. Darum soll es jetzt aber gar nicht gehen, sondern vielmehr um den hübschen Lack, der sich trotz seines Alters noch immer hervorragend und vor allem problemfrei lackieren lässt. Von der Deckkraft her reicht hier tatsächlich schon eine Schicht, der Orly bringt nämlich wirklich schnell satte Farbe auf den Nagel und wenn man eine ordentliche Schicht Basecoat drunter hat, reicht das auch schon aus. Meine immernoch etwas angeknacksten Nägel haben aber zwei Schichten Farblack gebraucht, damit die Oberfläche schon eben ist. Leider trocknet "Red flare" nicht so eben ab, wie ich mir das gewünscht hätte, darum habe ich noch einen Topcoat drübergepinselt.
Farblich ist "Red flare" ein toller Rotton - ich würde ihn einen Hauch dunkler als den typischen Klassiker einschätzen, einen Hauch erwachsener und vielleicht mit einer Nuance mehr Blau. Auf meinen Bildern wirkt der Lack leider ein wenig heller als er tatsächlich ist, aber egal, wie ich es gedreht und gewendet habe, es wurde einfach nicht realistischer. Das Cremefinish passt wirklich gut zum Farbton und auch wenn ich früher so meine Probleme mit Rot hatte, finde ich gerade diese klassisch angehauchten roten Lacke absolut grandios. Noch schöner wäre es, wenn das FInish auch von selbst so schön glatt und eben wäre, aber man kann halt nicht alles haben! Leider lässt dieser Farbton meine Fingerchen ein bisschen rötlicher erscheinen, aber das kommt nur auf den Bildern so krass rüber, in Natura ist das alles nicht so dramatisch (finde ich zumindest). So ein schlichter Lack kann mich ja auch immer wieder begeistern - manchmal geht es eben ohne Schischi, Besonderheiten und wilde Effekte.
Natürlich ist ein Cremelack eine grandiose Basis, wenn es um Nailart geht - da ist nämlich absolut alles möglich. Ich hatte allerdings sehr schnell im Kopf, dass ich dieses Rot mit Kupfer (oder Roségold, wie man eben möchte) in Verbindung bringen wollte. Ich habe ja doch diverse Topper und auch einen mit kleinen kupferfarbenen Glitzerpartikelchen. Dazu musste ich nur noch ein passendes Stamping finden und habe mich an meine BP-X46 erinnert, die ich *hier* schon gezeigt hatte. Ich hatte ja schon erwähnt, dass die Platte auch Einzelmotive hat und von denen habe ich mich für einen Drachen entschieden, den ich mit essie "Penny talk" auf den Ringfinger gestampt habe. Den Topper habe ich dann auf die übrigen Nägel gepinselt und muss zu meiner Schande gestehen, dass das Stamping viel heller ist und die Glitzerpartikelchen doch auf dem intensiven Rot ein bisschen untergehen... Trotzdem mag ich beide Designs, ich hätte sie wohl nur nicht unbedingt kombinieren sollen.
Beim Drachen war ich mir anfangs sehr unsicher, ob ich den ordentlich auf den Nagel bringen könnte, aber das hat doch sehr schön (und dieses Mal auch halbwegs mittig!) geklappt. Die feinen Glitzerhexagons im Topper musste ich auch noch ordentlich mit Topcoat versiegeln, da sich das Finish doch eher schlierig gezeigt hat und das wollte ich dann nun wirklich nicht auf dem Nagel haben. Manchmal schaffe ich es ja tatsächlich, meine Topper halbwegs sinnvoll einzusetzen, aber ab und zu ist das doch eher Glücksspiel und ich habe nicht so ganz das richtige Händchen. "Red flare" kann mir das aber insgesamt doch nachsehen und sieht mit den kleinen Highlights auf den Nägeln durchaus fesch aus! Beim nächsten Mal werde ich mir aber lieber den Topper von Maybelline schnappen, der auch kleine weiße Partikelchen enthält, ich glaube, das kommt ein bisschen besser.
Über die Haltbarkeit des Orly kann ich mich nicht beschweren - allerdings habe ich beim Ablackieren mit dem Rot ein paar kleine Problemchen um die Nagelhäute herum gehabt. Mit meiner Nagelbürste ging sich das dann alles gut aus, aber ein bisschen nervig fand ich das schon. Das Gute an kleinen Fläschchen ist aber, dass sie auch irgendwann leer werden und ich glaube, "Red flare" hat ernsthafte Chancen, dass es so weit kommt!

Mittwoch, 13. Juni 2018

Orly "Precious" Royal velvet

Während ich mich diese Woche fleißig bespaßen lasse und hoffentlich irgendwelche neuen Dinge lerne, soll "Wir lackieren..." natürlich nicht darunter leiden, dass ich fernab der Zivilisation bin und keinerlei soliden Zugang zum Internet habe. Eigentlich verrückt, dass es tatsächlich in unmittelbarer Nähe zu einer Großstadt Gegenden gibt, die fast abgeschottet und kaum zugänglich sind...

Sei's drum - heute soll es um einen weiteren Orly-Lack gehen, dieses Mal aber kein Frischfleisch, sondern wieder ein Urgestein, das mich im Fläschchen schon wahnsinnig begeistert hat, aber bisher einfach noch nicht auf die Nägel kam. Und da ich momentan mit meiner Lackauswahl nicht wirklich ein glückliches Händchen habe, hätte mich das auch schon stutzig machen sollen...
"Royal velvet" heißt das Schmuckstück, das ich mir für heute ausgesucht habe und auf die Nägel bringen wollte. Da es sich hier noch um einen alten Lack handelt, ist der natürlich mit einem schmalen Pinsel ausgestattet. Der Lack selbst hat eine sehr flüssige Konsistenz und das hat bei mir schon wieder ein bisschen die Alarmglocken schrille lassen - irgendwie suche ich mir gerade die Lacke aus, die alles andere als gut decken... Die erste Schicht des Orly hinterließ zwar einen tollen Schimmer auf meinen Nägeln, aber nur einen Hauch von Farbe. Die zweite Schicht hat das Ganze zwar ein kleines bisschen besser gemacht, war aber noch sehr uneben, sodass auf jeden Fall noch eine dritte Schicht sein musste. Hätte die nicht trotzdem noch ein paar Unregelmäßigkeiten und lichte Stellen gezeigt, wäre der Lack noch besser weggekommen, aber für ein gleichmäßiges Ergebnis musste ich tatsächlich noch eine vierte Schicht lackieren. Und das bei einem Lack, der im Fläschchen mehr als deckend schien!
Farblich ist "Royal velvet" tatsächlich recht spannend aufgebaut, auch wenn sich leider auf den Nägeln nur noch bedingt etwas davon zeigt. An und für sich ist die Basis nämlich ein rotstichiger Lilaton, der entsprechend sheer gestaltet ist, um den enthaltenen blauen (oder vielleicht auch türkisenen?) Schimmer gut erkennbar zu lassen. Allerdings geht mit der zunehmenden Schichterei die Basisfarbe ein bisschen unter und der Schimmer wird dominanter; während man zu Beginn vor allem an den Nagelrändern noch gut erkennen kann welche Farbe der Basislack hat, ist das jetzt im Endergebnis doch ziemlich schwer und eigentlich steht nur noch der blaue Schimmer im Mittelpunkt. Das finde ich nun alles andere als schlecht, zumal es ja gerade dieser Schimmer ist, der den Lack so interessant macht. Ein kleines Manko ist, dass man beim Lackieren ein wenig aufpassen muss, da sich die Lackierrichtung im Schimmer doch recht deutlich zeigt. Ansonsten bin ich von diesem dunklen Lack tatsächlich ziemlich begeistert - das ist halt meine Kragenweite, düster mit dem gewissen Etwas...
So ein toller Schimmerlack ist an und für sich schon ausreichend, um mich den ganzen Tag zu beschäftigen - mal schimmert es deutlich Blau, mal kommt das Türkis im Lack durch... Hier und da zeigt sich doch ein Hauch an Lila, dann ist der Lack von der Basis her doch wieder tiefdunkel - eine wahre Freude! Trotzdem durfte "Royal velvet" nicht purer Solist bleiben, sondern sollte ein kleines Nailart abbekommen. Ich hatte zig Ideen im Kopf und wusste nicht so recht, welche ich umsetzen sollte - klar war aber, dass die Akzentfarbe hier nicht allzu weit vom Lack abweichen sollte und ich bei einem hellen Blauton bleiben wollte. Als großer Standard ergab sich hier "Chill out" von MoYou London, obwohl mir der Lack auch so langsam eindickt... Blieb nur noch die Frage nach dem Motiv und da hatte ich ganz unterschiedliche Ideen, die von French nails über Galaxy zu einem ganz einfachen Stamping reichten. Letztlich habe ich dann die Entscheidung abgegeben und nur ein paar Platten vorgeschlagen.
Das Ergebnis fand sich dann auf der Sci-Fi 09, die einige spannende Fullcovermotive enthält, der Lieblingsfreund wollte dann "die Atome da" haben. Auch wenn ich eigentlich auf eine andere Wahl gehofft hatte, muss ich sagen, dass ich die Mani so sehr gelungen finde - zwar ist das kein wirklich royales Muster (und es wäre ja so einfach gewesen, sich am Namen zu orientieren!), aber eines, das sich hervorragend auf dem schimmrigen Untergrund macht. Ich mag tatsächlich auch den Kontrast zwischen dem cremigen Stampinglack und dem blauen Schimmer sehr und bin mit der Mani wirklich rundum zufrieden. Ich habe zwar noch in meiner Sammlung gesucht, ob sich da nicht irgendwo noch eine größere Variante des Atoms finden ließe, aber da musste ich leider passen - das hätte sich auf dem Daumen sicher gut gemacht! Mit Topcoat habe ich die Mani erst nach den Fotos versehen - verschmiersichere Bilder sind mir dann doch lieber - und dabei festgestellt, dass er dem Schimmer absolut keinen Abbruch tut.
Wenn man beim Lackieren ein bisschen aufpasst und die Nagelspitzen sorgfältig ummantelt, hält sich "Royal velvet" wirklich sehr solide auf den Nägeln. Das Ablackieren ist hier erstaunlich einfach, der Schimmer lässt sich ohne Probleme restlos entfernen und hat auch meine Nagelhäute in Ruhe gelassen Mal von der Deckkraftproblematik abgesehen, in ich mit dem Orly wirklich sehr zufrieden - das Warten hat sich durchaus gelohnt!

Sonntag, 10. Juni 2018

Orly "Breathable treatment + color" Sheer luck

Auch an diesem Sonntag heißt es bei Lotte und mir wieder "Gemeinsam lackiert" und passend zu "Wir lackieren..." ist es wieder ein Lack von Orly. Wir machen einfach mit den "Breathable treatment + color"-Lacken weiter, die wir gemeinsam haben, d.h. heute und die nächsten beiden Wochen gibt es noch insgesamt drei Vertreter aus der Serie zu sehen. Farblich ist hier wirklich ein bisschen Varianz vorhanden und für den heutigen Lack musste ich ein bisschen schlucken, während Lotte wahrscheinlich im siebten Himmel schwebte.

"Sheer luck" heißt der heutige Lack und wenn in einem Lacknamen schon "sheer" vorkommt, bekomme ich ja mehr als nur eine Stirnfalte, da hilft dann das "luck" auch nicht wirklich, um die Sorgen zu reduzieren... Aber manchmal muss man eben auch durch die weniger geliebten Nuancen durch und ich hoffe einfach, dass sich heute Lotte gefreut hat, während ich mich ein bisschen durchbeißen musste.
Der Auftrag geht auch hier mit dem breiten Pinsel angenehm und schnell, allerdings hat sich bei "Sheer luck" meine Befürchtung bestätigt - die Deckkraft ist nicht die allerbeste. Der Lack hat zwar eine schöne, recht flüssige Konsistenz, die das Lackieren angenehm macht, aber wirklich viel Farbe kommt da nicht auf den Nagel. Die erste Schicht ließ noch so ziemlich alles durchscheinen, die zweite war auch noch nicht wirklich blickdicht, sodass ich tatsächlich noch eine dritte Schicht brauchte. Das mag zwar bei hellen Lacken nicht unbedingt ungewöhnlich sein, mich ärgert das aber vor allem bei Farbnuancen, die ich ja sowieso nicht so grandios finde... Dazu kam dann noch dass "Sheer luck" nicht so ebenmäßig abtrocknen wollte, wie ich mir das gewünscht hätte - was die Orlys sonst immer hervorragend können, ist es, sich selbst auszugleichen. Das fehlte mir bei dem Lack doch ein bisschen, sodass ein Topcoat Pflicht war. Der schaffte das leider auch nicht in Perfektion, aber zumindest weitestgehend, sodass das Ergebnis eigentlich recht ansehbar und glatt war. Allerdings hatte ich ein bisschen den Eindruck, dass der Topcoat "Sheer luck" ein wenig von seiner Besonderheit genommen hat.
Das eigentlich Spannende an dem Lack ist nämlich nicht die leicht ins Schweinchenrosa tendierende Grundfarbe (man könnte es auch netterweise Babyrosa nennen), sondern vielmehr die Tatsache, dass da in dieser rosafarbenen Lackbase goldene Schimmerpartikelchen herumschwirren, die sich auch auf den Nägeln zeigen sollten. Leider ist der goldene Schimmer nicht so präsent, wie ich mir das gewünscht hätte, obwohl er dem Orly definitiv eine Besonderheit verleiht. Ein bisschen schien es mir auch so, als wäre das güldene Beiwerk durch den Topcoat ein bisschen tiefer eingesunken, aber auf der leicht unebenen Originaloberfläche kamen die kleinen Teilchen auch nicht übermäßig gut raus. Ich habe dann versucht, sie im Sonnenschein ein bisschen herauszulocken, aber wie man auf den Bildern erkennen kann, hat das nicht allzu viel geholfen. "Sheer luck" gehört einfach zu der eher schüchternen Sorte Lack, die sich doch bitten lassen muss und das finde ich sehr schade. Mit den goldenen Highlights hätte zumindest ich Rosakritiker mich ein bisschen beschwichtigen lassen, aber das konnte der Orly einfach nicht bieten.
Immerhin war bei dem Lack sehr schnell klar, wie das dazugehörige Design aufgebaut werden sollte - da "Sheer luck" eigentlich goldenen Schimmer enthält, wollte ich den auch definitiv auf den Nägeln sehen, also war ein goldener Topcoat gesetzt. Da meine Auswahl nicht so riesig ist und ich auch im Stile des Lacks eher dezent bleiben wollte, hatte ich an und für sich nur den Schimmertopper von agnes b. "zur Wahl". Der enthält unterschiedlich große Flecksteilchen in einem gelblichen Goldton, die sich sehr schön auf dem Orly machen. Wenn der Lack von sich aus so gewesen wäre, hätte ich tatsächlich über die rosane Grundfarbe hinwegsehen und mich sehr an ihm erfreuen können. Bei einer reinen Topperverzierung wollte ich es dann aber nicht lassen und schließlich steckt da im Namen noch das Glück drin, also musste etwas auf den noch freien Ringfinger, das sich mit Glück assoziieren ließe. An Schriftzügen ist mir leider nichts Passendes in den Kopf gekommen, sodass ich meine Stampingplatten nach einem Kleeblatt durchforstet habe - da war ich mir nämlich sicher, in meiner Sammlung mindestens eines zu haben.
Die Suche gestaltete sich dann aber doch schwieriger als befürchtet, denn ich wurde erst bei meinen BundleMonsters fündig und zwar auf der BM-XL 27, die ich zu meiner Schande bis dahin tatsächlich noch nicht genutzt hatte. Das Kleeblatt ist dort als Fullcovermotiv zu finden und ich musste mich auf die Suche nach einem passenden goldenen Stampinglack machen. So ganz perfekt ist mir die Abstimmung zwischen dem goldenen Topper und dem Stampinglack nicht gelungen - "Good as gold" von essie ist doch ein bisschen kühler und gar nicht so gelbgolden wie die Partikelchen im agnes b.. Trotzdem (und mal ganz davon abgesehen, dass ich es mal wieder nicht hinbekommen habe, das Kleeblatt mittig auf dem Nagel zu platzieren) mag ich das Ergebnis sehr und finde die Farbkombination insgesamt sehr hübsch und ansprechend. Über den kleinen Fauxpas mit der Platzierung kann man ja tatsächlich hinwegsehen und sogar ich muss sagen, dass ich die Mani auch in Rosa ziemlich fesch finde und nicht sofort das dringende Bedürfnis hatte, sie abzulackieren!
"Sheer luck" hat sich mit Blick auf die Haltbarkeit wirklich gut gehalten - bei hellen Lacken ist Tipwear ja auch nicht so auffällig, aber dank Topcoat war hier auch nach zwei Tagen nichts zu sehen. Ablackieren auch absolut kein Thema, der Orly ging problemfrei ab und auch die enthaltenen Schimmerpartikelchen haben sich nicht in den Nagelhäuten verkrochen. Trotzdem muss ich gestehen, dass meine Begeisterung sich ob der schlechten Deckkraft und des sehr zurückhaltenden Schimmers eher in Grenzen hält - aber vielleicht ist das bei Lotte ja anders...

"Sheer luck" wurde mir kosten- und bedingungslos von Orly zur Verfügung gestellt.