Sonntag, 8. Juli 2018

Takko Lacquer "Dazed & confused"

Nach dem kleinen Ausflug in die guten alten Zeiten mit Strukturlacken darf es heute zum Sonntag (der seinem Namen im Übrigen alle Ehre gemacht hat!), mal wieder ein bisschen was ausgefalleneres sein - es geht nämlich mit meinem zweiten Leihtakko von Lotte weiter, den sie *hier* schon gezeigt hat. Ich war anfangs ja ein bisschen skeptisch, ob ich mich bei so viel Sonne für diese doch dunkel scheinenden Takko Lacquers begeistern könnte, aber mein lieber Scholli sind die Teile toll!

"Dazed & confused" ist ja generell schonmal ein toller Name, allerdings finde ich dieses Schätzchen weder wirr noch irgendwie benommen, sondern eher grandios und absolut zauberhaft - wobei man teilweise doch ein bisschen huschig werden kann, wenn man versucht, dem Lack zu sehr auf den Grund zu gehen... Vielleicht beschreibt der Name also eher die Wirkung des Lacks auf seine Trägerinnen?
Los geht's aber erstmal mit dem Auftrag und der funktioniert ganz einfach und solide, der Lack ist nämlich von der Konsistenz her sehr angenehm und der gerade geschnittene Pinsel fächert sehr schön auf. Schnell ist also eine erste Lackschicht auf dem Nagel, die zwar nicht wirklich deckend ist, aber schon einen ersten Eindruck vom Ergebnis liefert: Es funkelt nämlich schon ganz intensiv! Da mir meine Nagelspitzen aber verdächtig durchscheinen aussahen, habe ich die Tips vor der zweiten Schicht separat ummantelt - gerade bei so einem Lack möchte ich nicht schon am ersten Tag mit Tipwear konfrontiert werden. Der Takko Lacquer trocknet sehr zügig, sodass das Aufbringen der zweiten Schicht schnell möglich ist. Die ist dann für mich ausreichend deckend gewesen, wobei in manchen Winkeln teilweise noch ein bisschen was vom Nagel durchscheint - die Kamera hat das aber dankenswerterweise nicht gesehen. Das Finish ist auch hier leicht angemattet, aber nicht richtig matt und aus meiner Sicht für den Lack sehr stimmig.
Was die Farbe angeht, hat mich "Dazed & confused" ja ehrlicherweise ein wenig überrascht - der erste Blick aufs Fläschchen hat mir nämlich einen multichromen Eindruck vermittelt, wobei der Lack zwischen einem rotstichigen Lila und einem orangestichigen Rot changierte. Lackiert zeigte sich aber auf einmal ein dunkles Blau mit ordentlich Holoschimmer, das mich ebenfalls sehr begeisterte. Sehr schnell löste sich das Verwirrspiel (da kommt sie ja, die Verwirrung...) aber auf, denn der Takko hat einfach beides! Je nachdem, in welchen Lichtverhältnissen man ihn betrachtet, steht mal die changierende Grundfarbe, mal der grandiose Holoschimmer im Vordergrund. Aus richtig aberwitzigen Winkeln, die die Kamera bei mir nicht einzufangen vermochte, wirkt "Dazed & confused" sogar komplett orangekupfern mit feinem Holoschimmer. Ansonsten ist der Lack primär im Spektrum zwischen einem tiefen Dunkelblau und einem Lilaton anzusiedeln, wobei es hier einfach vom Licht abhängt, was eher durchkommt.
Der Holoschimmer zeigt ich vor allem im Sonnenschein wirklich ganz toll - es gibt zwar kein klassisch-lineares V, aber doch so viele Regenbogenpünktchen auf den Nägeln, dass es mehr als nur eine Freude ist, den Lack zu betrachten. So eine dunkle Basis ist natürlich eine Spielwiese für Designs, ich hatte aber schnell ein Thema im Kopf - irgendwas Spaciges sollte es werden, wobei ich aber für die klassischen Galaxynails keine Zeit hatte. Also habe ich mir meine MoYou Sci-Fi 03 geschnappt, die einige niedliche Einzelmotive in der passenden Richtung im Angebot hat, und diese auf die Nägel gestempelt. Als Kontrastfarbe hatte ich eigentlich erst ein Silberholo im Kopf, das war dann aber nicht wirklich gut zu erkennen (zu viel Holo, zu wenig Silber), also bin ich auf Weiß umgeschwenkt. Mit essence "Wild white ways" ließen sich die Motive problemfrei auf den Nagel bringen und so habe ich an der linken Hand den kleinen Astronauten mit der Flagge auf dem Mond (also vermeintlich zumindest) platziert, und ihm noch eine Sternschnuppe sowie ein Sternbild mitgegeben.
Die rechte Hand hat ein paar der anderen Motive abbekomme - ausnahmsweise bin ich also mal ganz wild auf den Nägeln unterwegs und nicht brav spiegelverkehrt. Gerade bei diesen Einzelmotiven geht das ganz gut, wichtig ist ja nur, dass sie irgendwie zusammenpassen! Ich war nach dem Stempeln ganz gespannt, ob sich der Lack auch mit Topcoat weiterhin so hübsch zeigen würde und das ist nach meinem Feldversuch noch immer der Fall. Ich finde, dass ihm auch das glänzende Finish ganz hervorragend steht, allerdings kann "Dazed & confused" auch mit seinem leicht mattierten Originalergebnis schon ganz schön was. Mit Topcoat ist auf jeden Fall das Stamping ein bisschen besser geschützt - ansonsten läuft man einfach Gefahr sich das Design schnell wieder abzurubbeln und das ist ja nun auch nicht im Sinne des Erfinders.
Die Haltbarkeit des Takko Lacquer ist recht solide - nachdem ich die Nagelspitzen ummantelt habe, zeigte sich auch nicht übermäßig schnell Tipwear. Ablackieren ist wie bei seinem Geschwisterchen schon kein Problem und das ist bei dem dunklen Lack schon eindeutig ein Pluspunkt!

Freitag, 6. Juli 2018

Sally Hansen "Sugar coat" 250 Spare-a-mint?

Zum Ende einer turbulenten Woche schaffe ich es doch noch, meinen Rechner mal anzumachen - obwohl hier traumhaftes Wetter ist, habe ich bis auf den gestrigen Abend wirklich wenig davon gehabt, viel zu sehr hat mich Chaos auf der Arbeit eingenommen. Momentan fließt die Zeit extrem an mir vorbei und das mag ich so ganz und gar nicht, kann mir aber momentan nicht so recht helfen...

Natürlich werden dennoch die Nägel lackiert, ich komme nur weder so richtig zum fotografieren, noch dazu, mich mit meinem Blog zu befassen. Heute kann ich euch aber endlich meinen letzten unlackierten Lack von Sally Hansen zu "Wir lackieren..." zeigen - und ich will lieber gar nicht darüber nachdenken, wie lange der auf seinen Auftritt warten musste!
Man mag natürlich von Strukturlacken halten, was man möchte und ihre große Hochphase ist sicherlich vorbei - ich mag die Dinger aber trotzdem gerne! Und ich glaube, "Spare-a-mint?" musste nur so lange im Schrank stehen, weil ich tierischen Bammel davor hatte, dass der Lack abfärbt... Der Lack hat noch einen geraden, recht schmalen Pinsel, das tut dem Auftrag allerdings keinen Abbruch. Die flüssige Konsistenz lässt sich schön auf dem Nagel verteilen und bringt auch schon in einer Schicht einen intensiven Farbton auf den Nagel. Wie bei solchen Lacken üblich, ist die Trockenzeit eher kurz und man kann dem Lack beim Abtrocknen hervorragend zusehen, wie sich die einzelnen Partikelchen aus der Farbe herauskristallisieren. An und für sich ist eine Schicht schon ausreichend, um das Nagelweiß abzudecken - aber mit zweien ist das Finish aus meiner Sicht ein bisschen schöner. Natürlich gibt es den Lack hier ohne Topcoat, ansonsten hätte ich ja dieses tolle raue Ergebnis versaut!
Farblich ist "Spare-a-mint?" nicht ganz in dem Bereich, den der Name vermuten lässt - wirklich mintfarben ist das nämlich nicht. Ich bin hier eher bei einem grünstichigen Türkiston von durchaus ordentlicher Intensität, man könnte ihm schon fast eine gewisse Knalligkeit zusprechen. Auf jeden Fall ist das eine dieser schönen Mischungen aus Blau und Grün, die ich sehr gerne mag und aufgrund ihrer eindeutigen Uneindeutigkeit sehr zu schätzen weiß. Ein sehr schöner Ton für den Sommer, durchaus ein bisschen auffällig, aber nicht zu krass schreien, sodass man damit überall gut durch kommt. Das raue Finish finde ich mal wieder grandios - die Lacke von Sally Hansen waren es ja auch, die meine großen Liebe zu diesen Sand-, Zucker- und wie auch immer man sie sonst nennen mag-Finishes geweckt haben. In zwei Schichten ist der Lack ein bisschen grober, mit einer findet man da doch ein sehr feines Sprenkelmuster, das mir aber eben zu sanft ist. Dieses deutlich angeraute putzähnliche Ergebnis sagt mir dafür extrem zu und ist auch haptisch eine tolle Abwechslung.
Ich habe tatsächlich überlegt, ob ich für ein Design nicht doch noch diverse Schichten Topcoat auf den Lack pinseln möchte - habe mich dann aber doch dagegen entschieden. Stattdessen habe ich mir ein Schwämmchen und meinen goldenen Crackle-Topcoat von Catrice geschnappt und den auf Ring- und Mittelfinger aufgetupft. Von einem wirklichen gecrackelten Finish ist da zwar dann gar nichts mehr zu erkennen, aber ich finde den kühlen Goldeinschlag auf dem Sugarcoat doch ganz fesch. Die Grundfarbe von "Spare-a-mint?" wird durch das Gold deutlich abgesoftet und bekommt noch einen feinen, schimmrigen Hauch dazu, den ich sehr spannend finde - als Solist glänzt es tatsächlich unter dem Geschrubbele noch ein bisschen. Ich hatte zwar gehofft, dass sich vielleicht ein spannendes Finish mit leichtem Crackle ergibt, aber dafür habe ich wohl nicht genug von dem Topcoat auf das Türkis gepackt. Ich fand die Mani so schon ganz süß, aber eben noch nicht wirklich herausragend, also habe ich mich noch für ein Stamping entschlossen - und damit alles ein bisschen versaut.
Auf der Holy Shapes 05 gibt es nämlich dieses fesche Dreiecksmuster, das aus einem ausgefüllten Dreieck und zwei dreieckigen Linien besteht - Halfmoon ohne Monde sozusagen. Allerdings habe ich es nicht geschafft, das Motiv mittig auf meinen Ringfinger zu bekommen, darum habe ich versucht, den Nagel einfach komplett mit den dreieckigen Linien zu versehen, das war aber auch nur von mäßigem Erfolg gekrönt - vor allem an der rechten Seite ist dann doch so einiges etwas schief geworden. Bei den anderen Nägeln habe ich es dann bei der einfachen Variante am Nagelbett belassen und mag tatsächlich den Effekt eines Stampings auf dem Strukturlack sehr gerne, auch wenn ich dieses Mal ziemlich unsauber gearbeitet habe. Der Kontrast zwischen dem schwarzen Stampinglack und der Grundfarbe des Sally Hansen ist vollkommen ausreichend und wenn man nicht gar so genau hinschaut, sieht die ganze Geschichte auch ganz okay aus. 
An den Nagelspitzen ist der Strukturlack logischerweise ein bisschen anfällig, sodass ich mir nach zwei Tagen tatsächlich ein paar Eckchen abgehauen hatte - aber das lässt sich immer schön korrigieren bei diesen Lacken. Aufgrund der schnellen Trocknungszeit ist das ein perfekter to-go-Lack, der lediglich beim Ablackieren ein bisschen nervig ist, weil die kleinen Partikelchen sich auch ein wenig in den Nagelhäuten festsetzen. Aber immerhin färbt da nichts ab!

Sonntag, 1. Juli 2018

Takko Lacquer "Cactus rose"

Ich muss gestehen, dass mich der Monat irgendwie überrascht hat - eigentlich dachte ich nämlich, dass der Sonntag noch zum Juni gehören würde und ich noch einen Lack zum alten Monat "Wir lackieren..." zeigen kann, aber Pustekuchen! Heute ist schon Juli und damit sind zwei neue Marken am Start, nämlich Takko Lacquer und Sally Hansen. Wenn ich mich nicht komplett irre, wird das meine Teilnahme auf ein paar wenige Lacke beschränken - aber das ist ja nicht schlimm!

Für den Start habe ich mir eine meiner Leihgaben ausgesucht, die mir Lotte für diesen Monat mitgegeben hat - an Takko Lacquers habe ich nämlich sonst gar nichts Ungezeigtes hier. "Cactus rose" war vor anderthalb Jahren schon bei Lotte zu sehen und heute hat es ihr Exemplar auf meine Nägelchen geschafft.
Der Auftrag von "Cactus rose" geht dank einer tollen Konsistenz des Lacks ganz wunderbar, der gerade geschnittene, etwas breitere Pinsel tut hierbei einen guten Dienst. Die erste Schicht ist zwar noch ein bisschen durchscheinend, die zweite macht aber alles schon blickdicht, sodass man hier schnell fertig ist. Der einzige Punkt, den es zu beachten gilt, ist eine sorgfältige Ummantelung der Nagelspitzen - ich hatte nämlich nach der ersten Schicht den Eindruck, dass sich der Lack ein bisschen von den Tips zurückzieht. Die Trockenzeit ist recht kurz, sodass man keine Hilfsmittel braucht - die im Übrigen auch das eigentliche Finish des Takko Lacquer zerstören würden. An und für sich trocknet der Lack nämlich seidenmatt, wie man auch auf den Solobildern sehen kann. Ich mag das Finish sehr gerne, darum habe ich auch auf einen Topcoat verzichtet, allerdings bringt der ganz eindeutig eine ordentliche Portion Glanz.
Was die Farbe angeht, da ist "Cactus rose" ein wahrer Verwandlungskünstler, der in jedem Licht eine andere Facette zeigt. An und für sich ist das ein dunkles Grün, das mit irisierendem Schimmer gefüllt ist, aber je nachdem, wie und wo man den Lack betrachtet, erscheint er mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Fläschchen dachte ich, dass ich da einen türkisgrünen Lack mit bordeauxrotem Schimmer auf die Nägel bringen würde; beim Lackieren war ich schon eher bei einem Meeresgrün, das mit goldenem bis rotem Schimmer daherkommt - und als ich den Lack dann für die Fotos mal in die Sonne, mal unter die Tageslichtlampe hielt, wusste ich gar nicht mehr, wo wir nun unterwegs sind. Ich glaube, eine grüne Basis kann man dem Lack in den meisten Fällen zuschreiben - manchmal sieht sie ein bisschen schlammig-braun aus, manchmal neigt sie tatsächlich ein bisschen ins Blaue. Aber der Schimmer, der sich mal golden, mal rötlich-orange, dann doch wieder dunkelrot oder gar rosa zeigt, verändert auch den Eindruck, den man von der Grundfarbe hat und changiert auf dem Nagel ganz fantastisch. Teilweise dachte ich, dass ich auf den Nägeln zwei verschiedene Lacke hatte, da der Lichteinfall die Wirkung des Lacks enorm verändert hat.
Ganz eindeutig ein Lack, an dem ich sehr lange meine Freude habe - den kann man nämlich drehen und wenden, wie man möchte, es gibt immer irgendetwas Neues zu entdecken. In dem angematteten Finish kommen die feinen Schimmerpartikelchen auch gut zur Geltung und lassen das Farbspiel auf dem Lack wirklich grandios erscheinen. Es reichen kleine Winkeländerungen und schön verändert sich der Eindruck auf dem Nagel - das gilt übrigens nicht nur für den Sonnenschein, sondern auch unter der Tageslichtlampe oder gar ohne direkten Lichteinfall. Ein Schätzchen ist "Cactus rose" also definitiv! Obwohl ich hier locker 15 unterschiedliche Solobilder zeigen könnte, sollte auf den Lack auch ein kleines Design und ich war mal wieder faul und habe mich vom Namen inspirieren lassen. Hätte ich irgendwo einen Kaktus auf meinen Stempelplatten (oder eher: Wäre ich mir bewusst, dass ich einen Kaktus habe), hätte ich ihn sofort genutzt; aber ich war mir nur sicher, Rosen zu haben, also habe ich mich auf die Suche nach der passenden Platte und einem farblich halbwegs stimmigen Stampinglack begeben.
Plattenmäßig bin ich bei der BP-99 gelandet, die einige Rosenmotive hat - unter anderem die "stehende" Rose, die auf dem Ringfinger zu finden ist. Auf die restlichen Nägel habe ich nur ein paar Blätter gestempelt, da ich nicht mit den Rosen übertreiben wollte. Farblich habe ich mich an dem Rosa des Schimmers orientiert, das natürlich nicht in allen Lichtverhältnissen zu sehen ist, und bin bei China Glaze "Shocking pink" hängen geblieben. Der ist vielleicht ein wenig zu hell, aber doch deckend genug, um auf dem dunklen Lack auch gut zur Geltung zu kommen. Das helle Rosa beißt sich zwar in manchen Lichtverhältnissen mit dem Takko Lacquer (z.B. in der ganz grünen Variante mit dem goldenen Schimmer), aber bei so variablen Lacken ist das manchmal eben der Fall. Ansonsten finde ich die einzelne Rose wirklich toll und habe mich tatsächlich auch an das Blätterwerk an den Nagelspitzen gewöhnt - anfangs sah mir das ein bisschen seltsam aus...
Da ich für diesen Monat nur eine Handvoll an Lacken habe, muss ich sie mir gut einteilen - aber ich hoffe sehr, dass die übrigen Takkos mich genau so begeistern werden wie "Cactus rose"! Farblich ein wahres Schauspiel und von der kleinen Extrawurst für die Nagelspitzen abgesehen, auch in Auftrag und Haltbarkeit unproblematisch. Mit Topcoat, wie auf den Designbildern zu sehen, sicherlich noch etwas langlebiger, aber ob man es lieber glänzend oder semimatt mag, ist einfach Geschmackssache...

Freitag, 29. Juni 2018

OPI "Hello Kitty" Starry-eyed for Dear Daniel

Bevor am Ende des Monats noch mehr Lack da ist, als ich sowieso schon über habe, kommt heute noch ein Beitrag zu "Wir lackieren..." und zwar wieder mit einem Lack von OPI. Da ich kein Fan von Hello Kitty bin und auch sonst nicht wirklich auf Pink stehe, darf man sich durchaus fragen, warum ich jetzt so einen Lack zeige. Die Antwort ist erschreckend einfach - ich wollte nicht schon wieder einen dunklen Lack hier haben und so kann ich endlich den Lack zeigen, der aus dem Bundle, das ich mal für Lotte gekauft hatte, über geblieben ist, weil sie ihn schon hatte...

Ich würde mich ja schon sehr überwinden müssen, um für mich einen Lack mit Hello Kitty drauf zu kaufen - auch wenn ich die Farbe toll finden würde (dafür müsste sie also schon ziemlich, zielich toll sein!). Da ich auch in der Kitty-Welt nicht so ganz firm bin, kann ich mit dem Namen des Lacks nicht so viel anfangen - irgendwer findet auf jeden Fall Daniel wohl toll.
"Starry-eyed for Dear Daniel" wollte natürlich erst einmal lackiert werden und ich war positiv überrascht, dass das so angenehm ging. Der Lack hat eine schöne, flüssige Konsistenz und obwohl er mit Glitterpartikelchen gespickt ist, geht der Auftrag gleichmäßig und leicht von der Hand. Das einzige Problem, das sich für mich ergeben hat, war die Deckkraft - nach einer Schicht war nämlich klar, dass ich mit zweien nicht auskommen würde. Die zweite Schicht, die sich nach einer sehr kurzen Trockenzeit auftragen ließ, bestätigte meine Befürchtung, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert, die dann aus meiner Sicht ausreichend deckend war. Da der Lack mit einem leicht rauen Finish antrocknet (nicht wirklich mit Sandlacken zu vergleichen, sondern eher durch die enthaltenen Partikelchen eben nicht glatt, sondern leicht schurbbelig), habe ich noch eine Schicht Topcoat drüberlackiert, um auf den Fotos zumindest einen halbwegs akzeptablen Glanz zu haben. Das verlängert auch die Haltbarkeit des Lacks ungemein und ist somit sehr zu empfehlen.
Farblich sind wir bei "Starry-eyed for Dear Daniel" bei einem kühlen Pinkton, der aus einer sheeren, pinkfarbenen Base und den darin enthaltenen Glitzerpartikelchen entsteht. Ich bin mir nicht ganz sicher, würde aber behaupten, dass pinke und silberfarbene Glitzerpartikelchen und Schimmerteilchen in der Basis rumschwirren. Die Partikel legen sich auf dem Nagel schön übereinander, ohne quer zu stehen, sodass man eben eine nur leicht raue Oberfläche hat. Der kühle Einschlag im Pinkton ist auf den Bildern ein bisschen deutlicher als er mit bloßem Auge auf den Nägeln zu erkennen ist - aber natürlich hängt das auch sehr vom Lichteinfall ab. Im Sonnenschein zeit sich der Lack deutlich wärmer, sodass ich ihn insgesamt fast in der Mitte mit einer leichten Tendenz zum Blaustich verorten würde. Definitiv nicht mein Farbton, aber von der Zusammenstellung her durchaus hübsch abzusehen! Beim Versuch, den Lack ein bisschen genauer zu betrachten, wird man irgendwann ganz schön dösig, da es wirklich schwer fällt, einzelne Partikelchen auseinanderzuklamysern und sich nicht von den vielen Spiegelungen ablenken zu lassen.
Sicherlich wird der OPI nicht in meine absoluten Favoriten aufgenommen werden, aber für ein Pink ist er doch ganz ok. Bei der #31D2018weekly ist diese Woche Glitter dran und das lässt sich mit dem Lack ja hervorragend realisieren - aber natürlich wollte ich noch ein kleines Design auf Daniel packen. Erste Ideen gingen zu einem Striping-Tape, aber das war mir dann doch zu plump, sodass ich einfach ein bisschen wildes Chaos auf meine Nägel gebracht habe. Mit der Drybrush-Technik geht das ja immer ganz hervorragend, also habe ich mir drei unterschiedliche Lacke geschnappt und sie hier und da punktuell auf meine pinke Ausgangsfarbe gestrichen. Los ging es mit einem zarten Hellblau (OPI "Check out the old geysirs"), das ich mal quer, mal längs, mal schräg, einfach so, wie ich lustig war, auf die Nägel gepackt habe. Dazu kam dann "Manicurist of Seville", ein hübscher Beerenton, der deutlich intensiver ist als "Starry-eyed for Dear Daniel". Beide Lacke sind von ihrem Ansatz her ein bisschen flüssiger, sodass sich  nicht der typische Pinselstrich zeigt, aber so sieht das auch ganz fesch aus.
Um das Ganze dann noch ein bisschen zu toppen kam wieder Glitzer ins Spiel und zwar "Azure gloss glitter" von Orly ins Spiel. Der Lack ist im Prinzip so aufgebaut wie "Starry-eyed for Dear Daniel", nur eben mit einer anderen Basisfarbe. In Blau gehalten zeigen sich auf den Nägeln nun hier und da kleinere Glitzerhäufchen und obwohl die Mai wirklich sehr einfach gestaltet ist, finde ich sie auch richtig, richtig gut! Die blauen Glitzerpartikel des Orly sind wirklich für mich die Highlights hier und ich bin ganz überrascht, dass die Kombination der Lacke so gut gelungen ist. An und für sich habe ich ja immer so meine Probleme mit "wilden" Designs, die nicht einem bestimmten Schema folgen, aber hier finde ich das richtig klasse und bin fast schon ein bisschen stolz, dass mir das so gut gelungen ist. Ab und an sind es halt doch die einfachen Dinge, die richtig toll aussehen und das gilt durchaus auch für meine heutige Mani.
Zur Haltbarkeit des Lacks würde ich ja am liebsten nichts sagen, denn ohne Topcoat bröckelte mir der Lack förmlich von den Nägeln. Aufgrund der rauen Oberfläche ist der OPI sehr empfindlich und ich hatte schon am ersten Tag einige Eckchen bzw. Spitzen verloren und auch Macken im Finish. Mit Topcoat sieht das gleich ganz anders aus, da hält der Lack solide. Das Ablackieren ist mit dem Glitter ein bisschen nervig, aber tatsächlich nicht gar so schlimm wie erwartet...

Sonntag, 24. Juni 2018

Orly "Breathable treatment + color" De-stressed denim

Tja, jetzt muss ich mir wieder ans eigene Näschen fassen - eigentlich wollte ich doch ein Dunkelgrün für Freiag lackieren, aber stattdessen gibt es heute erst den letzten Lack aus dem Januar-Päckchen von Orly, den ich mit Lotte heute wieder "Gemeinsam lackiert" zeigen möchte. Die letzten beiden Tagen waren einfach vollgepackt mit to-dos, sodass ich tatsächlich zwei Tage mit nackigen Nägeln herumgelaufen bin - erstaunlicherweise ohne mir Ecken oder ganze Nägel abzubrechen!

Der letzte Lack aus der "Breathable treatment + color"-Serie, den Lotte und ich gemeinsam haben, ist aus meiner Sicht auch einer der hübscheren, den wir vorstellen - das liegt aber natürlich an meiner höchst subjektiven Präferenz für die Farbe Blau! Es gibt auch noch so einige andere Lacke, die mich aus der Serie begeistern könnten, aber insgesamt habe ich ein bisschen den Eindruck, dass die Serie etwas klassischer ausgerichtet ist als die "guten alten" Knaller von Orly...
"De-stressed denim" kann wieder mit dem tollen breiten Biberschwanzpinsel aufwarten und kommt auch mit einer wunderbar-flüssigen Konsistenz daher. Im Auftrag lässt der Lack kaum Wünsche offen, die erste Schicht bringt schon Farbe auf den Nagel, ist mir aber noch nicht deckend genug gewesen, sodass ich eine zweite Schicht lackiert habe. Auch bei diesem Lack aus der "Breathable treatment + color"-Serie habe ich einen Basecoat darunter lackiert, ansonsten wird das nichts bei mir. Leider habe ich auch eine Schicht Topcoat benötigt, da das Finish einfach nicht perfekt glänzend und eben wird - zumindest nicht auf meinen Nägeln. Auch mit Topcoat kann man an der einen oder anderen Stelle noch kleine Unebenheiten sehen, wenn man genau hinschaut - aber das tut bekanntlich keiner so sehr wie die fiese Kamera, darum kann man das auch ein bisschen außen vor lassen. Sehr angenehm fand ich dafür die kurze Trockenzeit - ab und an ditscht man ja doch aus Versehen irgendwo an und bei "De-stressed denim" hatte ich zumindest immer das Glück, dass der Lack schon stoßfest war.
Farblich habe ich den wichtigsten Aspekt ja schon vorweggenommen: "De-stressed denim" trägt es ja schon im Namen, der Lack ist grundlegend blau. Allerdings muss ich beim "Denim" ein bisschen widersprechen, so wirklich Jeansblau ist der Lack nämlich nicht. Ich würde ihm eher einen leichten Graustich unterstellen und ihn damit im Bereich Taubenblau einordnen. Von der Helligkeit her tatsächlich eher so im mittleren Bereich, der Orly ist nicht richtig dunkel, aber zum Hellblau fehlt ihm auch noch so einiges. Für mich natürlich wieder einer der tollen Töne, die eine Besonderheit mitbringen, ohne übermäßig auffällig zu sein. Das Cremefinish, mit dem der Lack aufwarten kann, steht dem Farbton ganz hervorragend und macht einen doch etwas ungewöhnlicheren Ton doch auf einmal sehr tragbar und fast auch ein bisschen unscheinbar. Zugegebenerweise ist das nicht wirklich ein Farbton, der außergewöhnlich ist - es dürften sich so einige ähnliche Vertreter bei anderen Marken finden lassen, aber für mich eben auch einer, der sehr hübsch und ansehnlich ist.
Da ich mein Posting für den Freitag leider ins Wasser fallen lassen musste, musste ich auch für das Design ein bisschen umplanen. Eigentlich wollte ich nämlich am Freitag etwas Geometrisches für die #31DC2018weekly posten, aber der Lack steht noch immer auf meinem Tischchen und hat meine Nägel bisher nur aus der Ferne gesehen. Darum musste jetzt "De-stressed denim" her, für den ich an und für sich eher ein Jeansthema mit Nieten im Hinterkopf gehabt hätte - aber man muss ja flexibel sein heutzutage! Also habe ich mich mal wieder in meine Holy Shapes-Platten vertieft und gegrübelt, welche ich denn am Liebsten für ein geometrisch angehauchtes Muster nehmen würde. Letztlich bin ich bei den kleinen Dreiecken von der Holy Shapes 06 gelandet und musste mich nur noch für die Farbgestaltung entscheiden. Klar war, dass ich mit einem hellen Lack stempeln möchte - ein krasses Weiß musste es aber nicht werden, darum habe ich zu "Marble tower" von Nubar gegriffen. Eine Runde Dreiecke auf allen Nägel fand ich dann schonmal hübsch, aber noch nicht genug.
Also war klar, dass da noch ein zweiter Lack ran muss - die große Frage war nur, welcher. Schimmrig oder gar holografisch wollte ich es haben, aber farblich auch nicht zu weit weg. Ein Blick in die Regale ließ mich bei "Captain blue sky" von Il était un vernis innehalten und auf dem Daumen einen ersten Versuch wagen. Ich bin ja inzwischen grundsätzlich skeptisch, ob sich Nicht-Cremelacke als deckend genug erweisen, um sich auch auf etwas dunkleren Lacken abzuheben. Auf dem Daumen sah das ganz ok aus, also haben auch die übrigen Nägel das Doppelstamping abbekommen. Ich tue mir ja durchaus ein bisschen schwer bei der Kombination von Motiven und auch bei den Dreiecken war ich mir unsicher, ob ich nun ersuchen soll, sie möglichst nicht überlappend zu stampen oder ob ich einfach mal wild drauflosstempele. Wie man gut erkennen kann, habe ich mich für die letzte Variante entschieden und bin auch mit dem Ergebnis durchaus zufrieden. Die hellen Dreieckchen sind etwas auffälliger als die mittelblauen, aber man kann beide auf dem Nagel gut erkennen.
Nachdem wir nun ein paar der Lacke aus der "Breathable treatment + color" auf den Nägeln hatten, kann ich behaupten, dass sie sich haltbarkeitstechnisch nicht verstecken müssen. Solide Qualität ist man von Orly ja auch schon gewohnt und auch "De-stressed denim" steht dem in nichts nach. Ablackieren ist dank des cremigen Finishes kein Problem, sodass hier tatsächlich nur die Farbpräferenz entscheidet, ob man den Lack mag oder nicht. Bei mir darf er definitiv bleiben, von blauen Lacken kann ich mich ja nur schwer trennen.

"De-stressed denim" wurde mir kosten- und bedingungslos von Orly zur Verfügung gestellt.