Mittwoch, 12. September 2018

Manhattan Community Colours 10 "Sparkly nude"

Meine erste Woche in Mannheim ist zumindest halb rum - und ich muss gestehen, dass mich diese Nichtverfügbarkeit von Internet schon ein wenig stört. Hauptsächlich, weil es so recht schwer ist, mit anderen in Kontakt zu bleiben und sich mal schnell über die aktuellsten Geschehnisse auszutauschen. Ein bisschen habe ich das Gefühl, dass ich vieles verspätet mitbekomme, aber vielleicht liegt das auch daran, dass ich ziemlich viel zu tun habe.

"Wir lackieren..." geht aber trotzdem weiter und ich habe es geschafft, noch einen Manhattan Lack zu bebildert. Allerdings handelt es sich hier noch um einen der alten Lacke - und ich habe beim Lackieren sehr deutlich festgestellt, welche Nachteile die alten Fläschchen haben...
Die letzten beiden Male habe ich ja so von den neuen Lacken geschwärmt, mit "Sparkly nude" gibt es heute einen Vertreter der alten Variante (und ich frage mich gerade, warum ich das Design als dreieckig bezeichnen will). Der Pinsel ist zwar gut geschnittenen, ich habe aber hier beim Lackieren immer ein kleines Problem mit der schmalen Öffnung, an der mir der Pinsel ab und an hängenbleibt und sich aufspreizt... Ansonsten kann der Manhattan aber mit einer angenehm flüssigen Konsistenz aufwarten, die sich problemfrei auftragen und verteilen lässt. Allerdings zeigte sich schon mit der ersten Schicht, dass es mit der Deckkraft nicht allzu weit her ist - ich hatte zwar schon deutlichen Schimmer auf dem Nagel, mein Nagelweiß war aber noch mehr als gut erkennbar. Schicht zwei half da nicht allzu sehr weiter, sodass noch eine dritte hermusste. Leider war das Ergebnis an manchen Stellen noch immer durchscheinend, also habe ich ernsthaft noch eine vierte Lage aufgetragen... Um noch die letzten Unebenheiten auszugleichen gab es eine Schicht Topcoat, die auch für etwas mehr Glanz sorgte.
Was die Farbe angeht, ist "Sparkly nude" sicherlich nicht ganz in meinem Standard-Farbkoridor, der Lack ist nämlich ganz schön hell. Die Farbbasis des Manhattan würde ich als schmutziges oder Off-White bezeichnen, das durch den enthaltenen goldenen Schimmer teilweise wie ein Pastellgelb wirkt. Ich war mir nach dem Auftrag tatsächlich nicht sicher, ob der Lack durch die vielen Schichten gelblich geworden ist oder ob das nur ein Eindruck ist, der von dem schönen, warmgoldenen Schimmer kommt. Auf jeden Fall lässt der Lack aber meine Hände irgendwie blässlich wirken und sagt mir einfach nicht so hundertprozentig zu. Die Kombination von Weiß und Gold mag ich zwar durchaus gern, allerdings ist mir der Weißton hier tatsächlich schon zu schmutzig und wirkt durch die enthaltenen Partikelchen sogar noch dreckiger. Einen strahlend-hellen, kühlen Weißton hätte ich als Base deutlich besser gefunden. Im Sonnenschein sieht das Ganze nicht so extrem, da der Schimmer deutlich im Vordergrund steht - im normalen Tageslicht ist der Schimmer zurückhaltender und die Grundfarbe tritt mehr in den Vordergrund. Egal welche Variante man nimmt, ich muss gestehen, dass mich der Lack farblich nicht richtig mitgerissen hat.
Eigentlich sind helle Lacke ja sehr dankbar, was Designs angeht - ich habe mir mit "Sparkly nude" ein bisschen schwer getan, da der angegraute Basiston mir ein Dorn im Auge war. Mir war zwar schnell klar, dass ich ein goldenes Design haben wollte, beim Motiv war ich mir aber lange unsicher. Mit essie's "Good as gold" wollte ich stempeln und habe mich für eine meiner Mexico-Platten entschieden. Ich finde ja, dass die so viele tolle Motive haben, die ich aber irgendwie nicht so richtig einzusetzen weiß. Also habe ich einfach zwei der Ganznagelmuster auf Ring- und Mittelfinger gestampft und das Ganze dann mit einer Schicht Topcoat versiegelt. Der Goldton des essie ist zwar eine gute Spur kühler als der im Manhattan enthaltene Schimmer, passt aber dennochgut zu dem leicht angeschmutzten Weiß. Das Stamping tritt zwar nicht übermäßig in den Vordergrund, ist aber sehr gut zu erkennen und wie mein Freund so schön sagte, macht das Design den Lack "gar nicht mehr so schlimm"...
Eine Sache hat mich allerdings geärgert und die hat nichts mit dem Basislack zu tun: Ich weiß nicht, warum - aber beim Aufbringen des Stampings ist "Good as gold" anscheinend ein bisschen gebrochen, es zeigen sich nämlich viele kleine Risse in den zarten Linien der Muster auf beiden Nägeln. Es ist keineswegs so, dass das Muster nicht gut übertragen worden wäre, das hat nämlich gut funktioniert, aber wenn man genau hinsieht scheint es, als wäre das Stamping ein bisschen abgeplatzt. Natürlich muss man dafür schon genau hinsehen, aber das ist mir bisher bei dem Lack einfach noch nicht so aufgefallen- vielleicht habe ich mich also einfach nur doof angestellt... Ich bin aber ziemlich stolz, dass ich diesen für mich schwierigen Lack mit dem Stamping tatsächlich ein bisschen aufgewertet und nicht komplett versemmelt habe!
Zur Haltbarkeit kann ich nicht so viel sagen, da ich mich mit dem Lack nicht sonderlich wohl gefühlt und ihn darum nach anderthalb Tagen ablackiert habe. Das ging immerhin ohne Probleme, aber "Sparkly nude" und ich werden keine Freunde... Ich könnte ja über die schmale Pinselöffnung hinwegsehen, die Farbe ist aber absolut nicht meins.

Sonntag, 9. September 2018

Crows Toes "Season of the witch"

Meine erste kleine Exkursion diesen Monat ist vorbei und ich ahne schon Schlimmes, was die nächsten beiden Wochen angeht - inwiefern ich den Blog hier am Laufen halten kann, weiß ich für unter der Woche auch noch nicht... So ist das eben, wenn man zwar vermeintlich in zivilisierten Gegenden unterwegs ist, die allerdings eine absolut katastrophale Versorgung mit Internetzugängen haben. Aber sei's drum - heute haben ich mit Lotte noch einmal einen Lack "Gemeinsam lackiert" im Angebot!

Man könnte fast meinen, wir hätten das absichtlich so getimed, dass zum nahenden Herbst auch ein dunklerer Lack dran ist - aber ich befürchte gestehen zu müssen, dass wir das gar nicht so recht auf dem Schirm hatten. Vielmehr ist der heutige Lack einer aus der Kategorie, die sonst nirgendwo dazupassen, als musste "Season of the witch" ganz schön lange warten, bis er gezeigt wird.
Von Crows Toes hatte ich bisher nur mal hier und da Swatches im Netz gesehen - allerdings könnte ich euch jetzt gar nichts über die Marke erzählen, mich hat nur beim damaligen Besuch bei Lotte dieses dunkle Gefunkel im Fläschchen angemacht, also wurde der Lack eingesteckt. Vor dem Lackieren hatte ich eigentlich mit einer Deckkraftbombe gerechnet, allerdings wurde ich da doch enttäuscht - damit die Partikelchen, die da enthalten sind, auch schön funkeln können, muss es natürlich ein bisschen sheer zugehen! Also eigentlich nicht verwunderlich, dass die erste Schicht einen grauen Schleier mit einigen schimmrigen Akzenten hatte. Die zweite Schicht hat schon einiges dunkler gemacht, allerdings war mir das noch nicht deckend genug, da hier und da noch ein bisschen was vom Nagel durchschimmerte. Es musste also eine dritte Schicht her, wobei ich hier auch einen genaueren Blick auf die Nagelspitzen geworden und diese zusätzlich ummantelt habe. Auch wenn die Trockenzeit des Lacks vollkommen in Ordnung ist, muss ich im Nachhinein sagen, dass ich wohl besser einen Topcoat lackiert hätte, dann wäre da noch ein bisschen mehr Ganz zu sehen gewesen.
Farblich muss ich gestehen, dass ich "Season of the witch" nicht ganz adäquat abbilden konnte - leider ist der Lack unter der Tageslichtlampe ein bisschen einseitig dargestellt. An und für sich ist der Lack nämlich recht komplex - in der sheeren schwarzen (oder eben dunkelgrauen) Basis schwirren viele tolle duochrome Flakies herum, die sich in einem Farbspektrum von sattem Tannengrün bis hin zu einem leichten Lilaton zeigen - letzteren konnte ich aber leider partout nicht fotografisch festhalten. Unter meiner Tageslichtlampe kommt der Lack vorwiegend mit dem dunklen Grün daher, mit Blitz zeigt sich zumindest der Shift in Richtung Türkisblau, der in Anteilen auch sonst im Fläschchen zu erkennen ist. Die lilane Version ist ein Eindruck, der in wirklich krassen Winkeln durchkommt, da hat leider die Kamera bei mir gar keine Chance gehabt... Aber trotzdem - "Season of the witch" ist ein spannender Vertreter, der mich gerade jetzt in der Herbstzeit ja absolut an der richtigen Stelle trifft. Auch wenn der Lack an sich nahezu schwarz wirkt, durch die toll schimmernden Flakies ergibt sich ein sehr dominanter Farbeindruck, der eben zumeist im grünen Bereich liegt.
Für ein passendes Design habe ich mich dieses Mal vom Markennamen inspirieren lassen - weil ich schlicht und ergreifend kein wirklich fesches Hexenmotiv gefunden habe. Außerdem wusste ich nicht, wann genau wir den Lack zeigen würden und hatte keine Lust, mitten im Sommer mit einem eindeutigen Halloween-Stamping aufzuschlagen - aber für den September hätte das ja durchaus gut gepasst. Entschieden habe ich mich für ein Motiv, das auf der Gothic 05 von MoYou London zu finden ist - einen Zaun mit Krähe. Das Motiv habe ich mit essies "No place like chrome" auf die Nägel gebracht, wobei ich für den Zeige-, Mittel- und kleinen Finger die Krähe vom Stamper entfernt habe (oder es zumindest versucht habe - leider ist das nicht überall unfallfrei gelungen, sodass die Latten an den anderen Zäunen etwas kürzer sind...). Die Idee war eigentlich ein durchlaufender Zaun über alle Nägel, auf dem eine Krähe sitzt; im weitesten Sinne ist das ja auch ganz gut gelungen. Damit das Stamping sich noch schön in den Basislack fügt, habe ich alles mit einer Schicht Topcoat versiegelt, die die Mani auch schön zum Glänzen bringt.
Ich bin insgesamt aber doch recht zufrieden mit dem Ergebnis - mit einem grünen Metalliclack wäre das sicherlich ein bisschen fescher gewesen, aber den hatte ich nicht zur Hand und war mir bezüglich andere Akzente auch unsicher. So kommt noch genügen grünes Hintergrundgefunkel auch zwischen den einzelnen Zaunlatten durch und auch das Vögelchen ist recht gut erkennbar. Mir wäre zwar noch eine kleine fliegende Hexe sehr lieb gewesen, aber ohne passende Vorlage ist das für so einen künstlerisch unbegabten Menschen wie mich echt schwer... Ich hätte mir ja sehr gewünscht, euch hier die Vielfalt dieses Lacks ein bisschen deutlicher zeigen zu können, aber "Season of the witch" war einfach ein bisschen verhext und schüchtern bei mir. Vielleicht sieht das ja bei Lotte anders aus und ihr bekommt einen weiteren Eindruck vom Lack, dazu ist ja die Aktion auch da!
Über die Haltbarkeit kann ich mich absolut nicht beschweren - nur beim Ablackieren musste ich mich ein wenig mit den doch etwas anhänglichen Partikelchen rumschlagen. Das allerdings auch im akzeptablen Rahmen, sodass ich mich hier nur wieder über eine dunkle Schönheit freuen kann, die ich mir gerade für die nächste Zeit durchaus vorstellen könnte.

Freitag, 7. September 2018

Manhattan "Last & Shine" 350 Meow-tyful

Zum Ende der Woche gibt es hier noch einen Lack von Manhattan zu "Wir lackieren...". Ich bin zwar heute bis in den späten Nachmittag noch fleißig in Mannheim und muss dann erstmal wieder nach Hause tingeln (wobei ich wahrscheinlich im Stau stehen und mich grün und blau ärgern werde), nur um mich dann totmüde in mein Bettchen zu schmeißen... Das wirklich Blöde ist allerdings, dass ich am Sonntag mein Köfferchen schon wieder packen muss, um nächste Woche schon wieder nach Mannheim zu fahren...

Aber heute soll es erst einmal um den Lack gehen, der mich seit ein paar Tagen begleitet und logischerweise auch aus meinem Adventskalender stammt - wenn, dann müssen ja gleich mehrere Lacke auf ihren Auftritt warten und nicht nur einer! Tatsächlich ist "Meow-tyful" kein Lack, den mir mein Freund einfach so geschenkt hat, sondern einer, den ich mir ausgesucht habe, weil ich die Farbe einfach toll fand.
Ich muss ja wirklich sagen, dass mich diese neuen Fläschchen von Manhattan schon ein bisschen begeistern - der Auftrag geht damit so schön von der Hand! Ich muss nicht verzweifelt zusehen, dass ich irgendwie den Pinsel ordentlich in den Flaschenhals kriege und kann sehr einfach lackieren - denn auch "Meow-tyful" hat eine wirklich tolle Konsistenz und der breite Pinsel tut seinen Dienst wirklich gut. Mit der ersten Lackschicht ist schon schnell ordentlich Farbe auf dem Nagel, allerdings ist das Ergebnis bei meiner dünnen Lackiererei einfach nicht deckend. Da der Manhattan aber in durchaus kurzer Zeit trocknet, ist der Auftrag einer zweiten Schicht kein Problem. Auch wenn man beim Lackieren ein bisschen den Eindruck bekommt, dass der Lack streifig wird - ich finde, auf einen Topcoat kann man hier durchaus verzichten, da "Meow-tyful" schon gleichmäßig und auch mit ausreichend Glanz trocknet. Der leicht streifige Eindruck ergibt sich aus der Zusammensetzung des Lacks und vor allem durch das fiese Kameraauge - eigentlich ist er nämlich gar nicht so streifig.
Bei der Farbe könnte man ja zunächst denken, dass das so absolut nichts für mich sein sollte - allerdings hat meine Kamera den Lack mal wieder ein bisschen heller dargestellt als er tatsächlich ist. "Meow-tyful" ist nämlich ein toller, intensiver Magentaton, der eine ausgewogene Mischung zwischen kühlen blaustichigen und warmen rötlichen Nuancen zeigt. Ohne direkten Lichteinfall zeigt sich der Schimmer, der hier so deutlich zu sehen ist, gar nicht so prominent, sondern liegt eher in der Basisfarbe versteckt und zeigt sich nur als ganz feiner Akzent. Der Lack wirkt trotz des peppigen Namens gar nicht übermäßig knallig, sondern durchaus erwachsen und sehr tragbar - und da er auch gar nicht so quietschig pink ist, gefällt mir der Ton auch sehr! Mit einem solchen Magenta, das man vielleicht auch schon als Beere bezeichnen könnte (ja, der Lack sieht auf den Bildern nicht beerig aus - aber er ist wirklich eher beerig!), kann ich mich ja sehr gut anfreunden und bin darum auch von diesem Lack durchaus begeistert.
Ich weiß gar nicht so recht, warum - aber bei Magenta habe ich immer das dringende Bedürfnis nach schwarz-weißen Kontrasten und dieses Mal habe ich mich wieder dazu hinreißen lassen, meiner ersten Idee zu folgen und mir einen Topcoat zu schnappen. Auf diese Idee komme ich ja selten genug, darum war ich ganz erstaunt - sonst denke ich ja immer eher in Richtung eines Stampings, aber das war dieses Mal einfach anders. Also habe ich mir meinen schwarz-weißen Topper von Maybelline geschnappt und damit auf Ring- und Mittelfinger den Glitter gepinselt. Ich mag ja die Zusammensetzung des Glitters mit den unterschiedlich großen Partikeln sehr und fand das auch auf meinen Nägeln richtig klasse. Natürlich gab es hier eine Schicht Topcoat drüber, ansonsten wäre das Finish alles andere als so schön glänzend gewesen (die Glitzerpartikelchen trocknen tendenziell matt an und natürlich ergibt sich dann eine eher unebene Oberfläche, da die Partikelchen vom Lack abstehen). Der Versuchung, das Ganze zu mattieren, habe ich dann lieber widerstanden - wer wei, wie das dann ausgesehen hätte...
Sicherlich hätte sich hier auch ein Katzenstamping sehr gut gemacht - aber das war mir dann tatsächlich zu riskant und außerdem muss ich ja auch mal wieder ein paar meiner Topcoats benutzen. Ich mag hier den Kontrast zwischen dem schimmrigen Basislack und den doch sehr einfach gehaltenen Glitzerpartikelchen, die sich trotzdem sehr schön abheben. Obwohl das ja nicht der raffinierteste Lack ist, bin ich immer wieder erstaunt, welche Wirkung man mit einfachem Schwarz-Weiß erzielen kann. Das Ganze wäre tatsächlich noch etwas eindrucksvoller, wenn die Kamera den Lack nicht etwas abgeschwächt hätte in seiner Farbe - aber egal, was ich versucht habe, ich konnte "Meow-tyful" einfach nicht richtig realitätsgetreu abbilden. Leider - oder eben Gott sei Dank - bin ich mit dem Problem nicht die Einzige, sodass ich kein besonders schlechtes Gewissen habe.
Zur Haltbarkeit dieses Lacks kann ich sagen, dass er sich wirklich gut hält - bis auf ein paar kleine Absplitterungen am Daumen, die ich nachvollziehen kann (Klebchen abziehen muss halt sein!), gibt es keine negativen Dinge zu berichten. Das Ablackieren steht mir heute Abend oder vielleicht auch morgen früh (je nach Müdigkeit) bevor, aber meinen bisherigen Erfahrungen zufolge wird auch das kein Thema sein.

Mittwoch, 5. September 2018

Manhattan "Last & Shine" 760 Moscow night

"Wir lackieren..." startet in einen neuen Monat - und damit auch in zwei neue Marken, die ihren Auftritt haben dürfen. Während ich bei Femme Fatale so gar nichts im Angebot habe, kann ich bei Manhattan mit so einigen Vertretern aufwarten und muss eher schauen, dass ich die Lacke diesen Monat überhaupt unterkriege, denn ab heute bin ich mal wieder wild unterwegs. Leider nicht zum Spaß, sondern um zu arbeiten - und das wird durch die viele Fahrerei ganz schön stressig.

Heute soll es aber endlich einen der Lacke aus meinem Adventskalender geben (jaja, der Adventskalender vom letzten Jahr - ihr wisst schon, aus dem Dezember...) - mein armer Freund hat sich so viel Mühe gegeben und ich habe mich über die Lacke auch sehr gefreut, aber irgendwie kam dann ständig etwas anderes dazwischen, sodass schon beinahe das nächste Weihnachtsfest ansteht...
"Moscow night" hat mich nicht nur angelacht, weil ich die neuen Fläschchen von Manhattan ziemlich fesch finde (und vor allem lassen sie sich besser lagern als die alten!), sondern vor allem, weil mich der Lack aus der Theke heraus schon angefunkelt hat. Das kann man auch im Fläschchen gut erkennen - und auf den Nägeln genauso! Sehr zu meiner Freude hat auch diese Marke die Pinsel auf eine breite Variante umgestellt, sodass das Lackieren jetzt angenehmer von der Hand geht. Der Lack hat eine tolle, flüssige Konsistenz und auch schon mit der ersten Schicht ordentlich Farbe auf den Nagel gebracht. Wer es nicht gar so genau mit der Deckkraft nimmt, kann hier durchaus schon zufrieden sein - mir war der Lack an einigen Stellen noch ein bisschen zu durchscheinend, sodass ich eine zweite Schicht lackiert habe. Da der Lack recht zügig trocknet, ging das ohne Probleme von der Hand und auch das Finish ist durchaus schön glänzend. Der letzte Kick hat mir aber noch gefehlt, sodass ich eine Schicht Topcoat aufgetragen habe.
Durch den Topcoat passiert mit "Moscow night" allerdings noch ein bisschen mehr als nur zusätzlicher Glanz - denn der Lack hat es ganz schön in sich! Was die Grundfarbe angeht, bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher, wie die genau zu bezeichnen ist - im Fläschchen sieht es eher wie ein dunkles Braun aus, auf den Nägeln kommt der Lack doch eher aus der Richtung einer sehr dunklen Aubergine, die mit vielen kleinen Schimmerpartikelchen gespickt ist. Diese Partikelchen zeigen im Fläschchen einen tollen Schimmerteppich, der von Olivgrün über Gold bis Orange und einem warmen Pinkton reicht - absolut grandios! Auf den Nägeln ist das Ergebnis dann leider nicht mehr so dominant, vielmehr zeigen sich die Teilchen da eher im Bereich von Gold bis Orange als Highlights über den Nagel verteilt. Lackiert man allerdings einen Topcoat, versinken die Partikelchen deutlicher im Basislack, sodass die dunkle, vampy Farbbase wieder mehr im Vordergrund steht. Das finde ich zwar generell nicht schlimm, aber doch ein bisschen schade, da ich gehofft hatte, dass sich der Manhattan auf den Nägeln ähnlich funkelig zeigt.
Ich muss aber auch sagen, dass ich an solchen Lacken einen Narren gefressen habe - eine tiefdunkle Basis, die noch dazu mystisch schimmert... Damit kriegt man mich ja sofort! Und auch wenn sich der Effekt mit Topcoat ein wenig reduziert, ist das für mich so ein Lack, der sich nicht nur im Herbst absolut grandios tragen lässt, sondern generell als Solist für mich perfekt im Raum steht. Als es also an ein Design gehen sollte, habe ich mich schnell für eine dezente Version entschieden - ich wollte ja schließlich, dass diese moskauische Nacht auch weiterhin schön zur Geltung kommt. Also habe ich mich mal wieder an eine ganz einfache Sache gewagt, die ich für passend hielt: Ich habe mir einfach drei Lacke geschnappt, die mir farblich passend schienen und mit meinem Dottingtool ein paar Pünktchen in Rot, Gold und goldenem Glitter auf den Nagel gepackt. Das Ganze habe ich nur auf den unteren Bereich des Nagels begrenzt, um so im oberen Teil noch ein bisschen was von dem originären Schimmer zu lassen - und ich finde, dass sich das doch ganz stimmig ergeben hat.
Sicherlich ist das mal wieder keines der besonders auffälligen Designs, sondern eher eines, das klein, dezent und harmlos aussieht - aber ich finde auch, dass es dem Lack steht und ihn nicht unterbuttert, sondern den feinen Schimmer vielleicht noch etwas herausstellt. Beim Glitterlack muss ich gestehen, dass ich mir wohl einen mit etwas größeren Partikeln hätte suchen sollen - aber diese Erkenntnis kam mir mal wieder, als es schon zu spät war. Und auch wenn ich sonst ja kein großer Freund von Dots bin (zumindest, wenn es darum geht, sie selbst auf die Nägel zu bringen), war ich ganz erstaunt, wie gut das hier funktioniert hat. Zwar könnte das Rot durchaus ein wenig strahlender sein und der Goldton wohl etwas gelbstichiger -  aber im großen und Ganzen bin ich mit dem Ergebnis doch zufrieden. Bei einem Stamping hätte ich weder gewusst, in welcher Farbe, noch welches Motiv ich realisieren will, darum ist das doch ganz in Ordnung so unauffällig, wie es ist.
Zur Haltbarkeit kann ich sagen, dass "Moscow night" ohne Topcoat durchaus dazu neigt, zügig Tipwear zu entwickeln - mit einer Schutzschicht darüber, ist der Lack allerdings genau so widerstandsfähig wie alle anderen Lacke auch. Auch das Ablackieren ging hier angenehm und einfach von der Hand, sodass ich mich wirklich über absolut nichts hier beschweren kann.

Sonntag, 2. September 2018

Cupcake Polish "Berry good looking"

Ein neuer Monat, also eigentlich heißt das auch, dass es neue Marken für "Wir lackieren..." gibt - allerdings ist es dieses Mal so, dass Lotte ein paar Lacke von Femme Fatale hat, ich einige von Manhattan, da allerdings keinerlei Überschneidungen zu finden sind, sodass es einen Lack "Gemeinsam lackiert" mit Lotte, der außerhalb der Reihe ist. Das heutige Schätzchen gehört auch zu den Lacken, die ich schon vor geraumer Zeit lackiert habe, sodass die Bilder lange auf der Platte lagen...

"Berry good looking" soll es heute also sein, ein Cupcake Polish, der nicht nur eine treffende Bezeichnung im Namen hat, sondern auch farblich mehr als hervorragend in den Herbst passt: Beere gehört für mich ja auch zu den Rottönen, die sich wirklich absolut grandios in das bunte Blättergewusel fügen, das uns demnächst hoffentlich noch erwartet - sofern nicht schon alles verdorrt von den Bäumen gefallen ist...
"Berry good looking" hatte mir Lotte mal nahezu kommentarlos in die Hand gedrückt - an dem Lack führte kein Weg vorbei, der musste mit! Im Fläschchen versprach der Lack schon so einiges an wildem, traumhaften Geschimmer und Holopartikelchen und ich war sehr gespannt, wie er sich denn so beim Lackieren anstellen würde. Zu meiner großen Freude war das tatsächlich unproblematisch, der Lack kann mit einer tollen Konsistenz aufwarten und lässt sich einfach und angenehm lackieren. Sehr schnell ist auf dem Nagel schon ein Effekt zu erkennen - nur richtig deckend ist die erste Schicht eben noch nicht. Das Problem lässt sich mit einer zweiten Schicht zügig beheben. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, sodass ich mich darüber nicht beschweren kann - allerdings trocknet der Lack nicht perfekt eben, sondern lässt einige kleine Unebenheiten bestehen. Ich fand das in diesem Fall nicht sonderlich kritisch, sodass ich auf einen Topcoat verzichtet habe - allerdings lässt sich damit auch noch so einiges herausholen.
Farblich beschreibt Cupcake Polish den Lack als den bestverkaufen und am höchsten bewerteten linearen lilanen Hololack mit einem super-holografischen Finish und ich bin durchaus geneigt, da in großen Teilen zuzustimmen. Tatsächlich wird auf der Markenseite auch ein Topcoat empfohlen, der "Berry good looking" noch  mehr zum Glänzen bringt. Was den Lilaton angeht, so habe ich bei dem Cupcake Polish auch einen guten Schuss Pink gesehen - also tendenziell einen eher rotstichigen Lilaton, der dafür aber mit kühleren Reflexen im Holoschimmer aufwartet. Klingt kompliziert - und ist es irgendwie auch, wenn es um die korrekte Zuordnung der Farbe geht. Auf jeden Fall ist der Lack ein absoluter Knaller, der Holoeffekt ist sehr schnell und wirklich hervorragend erkennbar und  macht riesigen Spaß. Die Bilder sind zwar alle unter der Tageslichtlampe entstanden, aber auch im normalen Tageslicht ohne expliziten Lichteinfall zeigt sich ein kleiner Regenbogen auf dem Lila - sicherlich nicht so deutlich wie mit Licht, aber doch gut erkennbar.
Für mich ist "Berry good looking" ja so ein Lack, mit dem ich mich stundenlang befassen könnte - hier die Hand ein bisschen hindrehen, da die Hand ein bisschen hindrehen und es gibt jedes Mal einen neuen Farbverlauf, ein neues Farbspiel und ein absolut himmlisches Ergebnis. Der Cupcake Polish gehört eindeutig zu der Sorte Lack, die absolut keine Verzierungen brauchen, allerdings wollte ich doch auch ein kleines Stamping auf diese Holobombe bringen. Um es nicht zu kompliziert zu machen, habe ich mich für silberne Akzente mit "No place like chrome" von essie entscieden. Als Motiv durfte es dann eines von der MoYou Illusion 16 sein - oder besser gesagt zwei der Motive, die ich entsprechend kombiniert habe. Auf dem Ringfinger ist die große Singleversion des verschlungenen Hexagons zu sehen, auf die übrigen Nägel habe ich das kleinere Motiv, das zwei Ketten der Hexagons zeigt, aufgebracht. Als kleinen Kontrast habe ich zusätzlich das Einzelmotiv im oberen Bereich platziert, die Ketten eher im unteren Bereich. Das Silber hebt sich schön vom Hololila ab, allerdings ist durch die Spiegelung das Motiv nicht gar so gut erkennbar.
Obwohl ich die Motive der Illusion-Platte alle richtig spannend finde, weiß ich oft nicht, wie ich sie gut einsetzen soll - und "Berry good looking" war mein erster Testballon, bei dem ich das weitgehend gelungen fand. Auch wenn das Motiv sich nicht perfekt erkennen lässt (ich war ja generell sehr erstaunt, dass sich die feinen Linien so gut voneinander unterscheiden ließen und sie auf dem Stamper so gut voneinander getrennt sind), mag ich den metallischen Kontrast auf der Holobase und auch die deutlichen Kanten, die die Hexagons von dem schön fließenden Holofinish abheben. Ich habe zwar darüber nachgedacht, das Ganze noch mit einer Schicht Topcoat zu versiegeln, allerdings war mir die Gefahr zu groß, das Stamping wieder zu verschmieren, also habe ich mir das Ganze gespart. Obwohl das natürlich jetzt kein Hochglanzergebnis ist, finde ich die Mani trotzdem recht fesch und wirklich gelungen.
Was die Haltbarkeit angeht, muss ich gestehen, dass der Lack natürlich ohne Topcoat ein bisschen anfälliger ist als das mit einer Versiegelung der Fall ist. Hier ist mir das vorwiegend an den Nagelspitzen aufgefallen, die sich dann doch nicht gar so gut gehalten haben. Allerdings war dafür das Ablackieren unproblematisch - da hatte ich mir bei der Farbe doch auch ein paar Sorgen gemacht, ob sich das nicht auf meinen Nägeln nachhaltiger abbilden würde. Das war aber nicht der Fall, sodass ich mal wieder sagen muss, dass Lotte hier den absolut richtigen Riecher hatte!