Freitag, 31. März 2017

OPI "Bond girls" Jinx

Nach gefühlten Ewigkeiten war mir letztens mal wieder nach einem Sandlack. Nicht, weil ich dringend einen Notfalllack brauchte, sondern einfach, weil ich mal wieder Lust auf etwas Schrubbeliges auf den Nägeln und etwas Struktur hatte. Zu meinem Erstaunen habe ich aber festgestellt, dass ich gar nicht (mehr) so viele Sandlacke habe, die es noch nicht auf den Blog geschafft haben - und wenn, dann waren es wenig frühlingstaugliche (und stimmungspassende) Farben.

Aber einen passenden Kandidaten konnte ich doch finden - "Jinx" von OPI, den mir mal wieder die liebe Lotte vermacht hat. Ich kann gar nicht verstehen, warum Lotte dieses Träumchen von Liquid Sand nicht haben wollte, freue mich aber umso mehr, dass ich mich nun mit dem Lack vergnügen kann!
Zum Auftrag muss man bei den OPI-Lacken ja fast nichts sagen - der Pinsel ist eher breit, fächert fantastisch auf und bringt den Lack hervorragend auf den Nagel. Die Konsistenz des Lacks ist angenehm flüssig und obwohl das ein Sandlack ist, trocknet er nicht zu schnell an, sodass kleinere Korrekturen durchaus noch möglich sind. Eine zweite Schicht lässt sich aber auch zügig lackieren, ohne die darunterliegende wieder abzulösen - und nach zwei Schichten ist "Jinx" auch schon weitestgehend deckend. Ich habe zur (Foto-)Sicherheit noch eine dritte Schicht lackiert, aber das ist eben mein persönliches Problem mit dem Nagelweiß bei meinen langen Nägeln, ich kann das absolut nicht leiden, wenn man das noch durchsieht! Da es sich hierbei um einen Strukturlack handelt, dürfte klar sein, dass ein Topcoat unnötig ist - sonst geht ja das schöne, schrubbelige Finish von "Jinx" verloren! Und das kann sich tatsächlich auch sehen oder eher fühlen lassen - es ist zwar eher feinkörnig, aber doch schön rau und eben sandig, ich mag das.
Farblich ist "Jinx" ein Orange mit vielen goldenen Partikelchen und je nach Licht stehen die man ein bisschen mehr im Vorder- oder eben eher mal im Hintergrund. Im Sonnenschein wird der Lack eindeutig intensiver und knalliger, die goldenen Partikelchen reflektieren das Licht eher so, dass sie tatsächlich noch ein bisschen feucht erscheinen - aber ich kann euch garantieren, dass der Lack pupstrocken war! Die Farbe hat tatsächlich einen kleinen Rotstich und wirkt damit erwachsener als das typische Frucht-Orange, ist für mich aber doch noch ein bisschen auf der peppigen Seite. Das kommt sicher auch durch die goldenen Glitzerpartikel, die sich hier und da blicken lassen und kleine Highlights setzen - für mich ist der Lack ein grandioser Begleiter im Frühling und Sommer, da er einfach gute Laune macht. Das Finish muss man natürlich mögen, ansonsten kann man "Jinx" auch mit einer sehr dicken oder zwei eher normalen Schichten Topcoat in einen schönen glossy Lack verwandeln - das habe ich aber erst nach meinem Stamping getan.
Auf Sand stempeln geht bekanntlich hervorragend - bestempelten Sand fotografieren ist dafür nicht immer so einfach...  Ich hatte schnell raus, dass ich mit meiner Pro XL 04 von MoYou stempeln wollte, da dort einige nette Animalprints drauf sind, die ich noch nicht getestet habe - also wurde es nach kurzem Überlegen das Giraffenmuster (zumindest würde ich mal sagen, dass das die Giraffe ist...). Als Stempellack habe ich zu Astor "Just fabulous" gegriffen, einem dunklen Lila mit Rotstich, das ganz eindeutig eine Aubergine mit hellerem Schimmer ist. Das Motiv selbst ließ sich gut übertragen, allerdings war es so richtig schwierig, die bestempelten Nägel zu fotografieren, denn der Lilaton ging auf dem Orange ganz schön unter. Zwar konnte ich mit bloßem Auge das Motiv gut erkennen - aber die Kamera wollte das nicht so festhalten, dass man wirklich gut was sehen konnte. Also habe ich mir meinen Topcoat geschnappt und "Jinx" ordentlich damit bepinselt - dann ging auch das Knipsen besser.
Zumindest in Teilen - denn nun kamen mir die verflixten Spiegelungen in die Quere, aber ich denke, man kann sowohl Basislack als auch Stamping noch ganz gut erkennen. Mit Topcoat bekommt "Jinx" eine wahnsinnig tolle Tiefe, durch die goldenen Partikelchen glüht der Lack so richtig und statt einer Giraffe könnte man hier mit den dunkellilanen Fleckchen nun auch aufgebrochene Lava vermuten - ich finde das Design jedenfalls ziemlich cool! Sicherlich hätte ich für einen etwas größeren Kontrast einen anderen Stampinglack nehmen können (mit einem klassischen Schwarz hätte das sicher noch etwas besser geklappt), aber ich bin auch so ganz zufrieden. Zwar musste ich das tolle, rauhe Sandfinish opfern, aber ich finde, das Motiv entschädigt durchaus dafür. "Jinx" wirkt so auch ganz anders, was hier tatsächlich nicht nur an den Lichtverhältnissen liegt. Ich finde, der Topcoat macht den Lack deutlich weicher und auch funkelnder, was mir zugegebenermaßen auch echt gut gefällt!
Die Haltbarkeit des Lacks ist mit Topcoat natürlich deutlich besser als ohne - aber ich muss sagen, dass sich das Bond girl auch solo sehr gut schlägt - ich hatte zumindest in den zwei Solotagen keine abgeplatzten Ecken und auch keine übermäßig erkennbare Tipwear. Definitiv ein Filmmädchen, das ich noch öfters auf den Nägeln tragen werde - auch wenn ich so ein bisschen das Gefühl habe, dass Strukturfinishes inzwischen so richtig abgesagt sind...

Mittwoch, 29. März 2017

China Glaze "Summer neons" I'm with the lifeguard

Es ist wieder Mittwoch und das heißt heute nicht nur "Lacke in Farbe... und bunt!", sondern damit kombiniert auch die  #31DC2017weekly - da ist nämlich auch Grün dran und ich hatte nicht so richtig Lust, zwei grüne Lacke kurz hintereinander zu lackieren... Oder eher zu zeigen, denn lackiert hatte ich tatsächlich zwei Lacke, wobei ich mir beim ersten eben nicht so richtig sicher war, ob der tatsächlich hellgrün ist...

Darum wurde kurzfristig umdisponiert und ich habe mir mal wieder einen China Glaze Neonlack geschnappt (so langsam aber sicher habe ich die dann auch mal alle durch - Rosa steht zwar noch hier rum, aber der muss wahrscheinlich noch etwas warten), der ist nämlich mehr als eindeutig hellgrün und ich hatte bei dem schönen Wetter auch tierische Lust auf einen knalligen Lack!
Bei dem neongelben "Celtic sun" hatte ich ja festgestellt, dass eine weiße Basis durchaus geschickter ist, als den Lack pur zu lackieren - also habe ich das hier auch mal getestet. Auf essence "Wild white ways" habe ich angefangen, China Glaze "I'm with the lifeguard" zu schichten. Solo deckte der Lack mit drei Schichten fast, auf dem weißen Basislack waren zwei schon weitestgehend genug, mit drei war absolut alles bombendicht und quietschig grün deluxe. Auch dieser Lack hat einen sehr schmalen Pinsel und ist recht flüssig, der Auftrag geht aber trotzdem ganz gut, man darf hier nur nicht zu lange mit dem Korrigieren warten, da sich ansonsten die untere Lackschicht schon wieder etwas ablöst... Ein knalliges Grün hatte ich durchaus schon nach der ersten Schicht Grün, allerdings war das Bild da noch nicht ebenmäßig genug, darum gab es eine zweite Schicht. Farblich passiert da nicht viel, aber die Oberfläche wird ein bisschen gleichmäßiger, darum habe ich letztlich auch noch eine dritte Schicht lackiert, um die letzten Macken noch zu verdecken.
Farblich sind wir bei "I'm with the lifeguard" bei einem astreinen Texmarkerneongrün, das ebenfalls mit einem matten Finish daherkommt - allerdings kein einfaches Finish hat, sondern mit einem feinen, silbrigen Schimmer aufwarten kann. Zugegebenerweise erkennt man diesen Schimmer eher schlecht mit bloßem Auge, der macht sich eher bemerkbar, wenn man eine Schicht Topcoat drüberpinselt - aber wenn man sich das matte Finish erhalten will, macht ein Topcoat keinen Sinn. er ist auch nicht wirklich nötig, da "I'm with the lifeguard" zügig trocknet und sich letztlich auch halbwegs gleichmäßig auf den Nägeln zeigt. Die knallige, wirklich intensive, hellgrüne Farbe ist sicherlich nicht jedermanns Sache (und ich wurde auf der Arbeit auch schon auf meine giftgrünen Nägel angesprochen...), gefällt mir aber vor allem bei den aktuellen Temperaturen und dem strahlenden Sonnenschein wirklich hervorragend! Zwar wirkt der Lack ein bisschen sanfter als ein Neongelb, aber ich kann euch versichern: Der knallt genau so, nur eben in Grün! Erstaunlicherweise finde ich das dann aber doch auch bürotauglicher, weil der Kontrast doch ein kleines bisschen geringer ist - allerdings mag das auch persönlicher Gusto sein.
So ein Neongrün kann man eindeutig auch solo tragen, allerdings musste natürlich für die Challenge ein Nailart her und obwohl ich schon fast meine Stampingplatten in der Hand hatte, ist es letztlich etwas anderes geworden. Der Grund dafür ist schon fast profan - mir ist nämlich am Zeigefinger die Lackoberfläche gebrochen (nicht der Nagel, nur der Lack) und so musste ein kaschiertaugliches Design her, sozusagen ein "Pflaster". Ich habe mich statt für Pflaster für schwarze Nahtstellen entschieden und hoffe, dass ich nicht die einzige bin, die da ein bisschen an Frankenstein denken muss - wäre ich im Freehandnailart geschickter, hätte ich ihm vielleicht auch noch einen Kopf gemalt, aber ich war mit dem Nailartpinsel und ein paar halbwegs geraden schwarzen Strichen schon genug gefordert. Als Lack habe ich Maybelline "Blackout" gewählt, weil ich lediglich einen schwarzen, einfachen Kontrast haben wollte und da mir das Ergebnis nach dem Auftrag etwas zu "aufgemalt" aussah, kam noch eine Schicht Topcoat drüber. Glänzendes Neongrün mit einem Hauch Schimmer kann man durch den Topcoat zumindest durch ganz genaues Hinsehen erkennen - aber ich finde auch ohne den Schimmer ist die Mani zwar einfach, aber durchaus cool!
Nun hätte ich die Mani gerne länger getragen, aber das ging aufgrund der schon angesprochenen Brüche im Lack nicht - die hatte ich nicht nur am Zeigefinger der linken Hand (genau unter dem langen Schrägstrich), sondern auch an der rechten Hand an drei Fingern. Nun weiß ich nicht, ob das einfach an ungeschickter Belastung, an der weißen Basis oder den drei Schichten des China Glaze lag - aber geärgert hat mich das schon ein bisschen. Man sieht sowas zwar auf die Entfernung nicht, aber ich wusste, dass da Nägel angeknackst sind und vor allem die Gefahr besteht, dass einem der halbe Lack vom Nagel fällt. Genau das ist mir nämlich an den beiden Daumennägeln passiert und ich bin mir unsicher, ob einfach die Kombination aus Basecoat und Lack nicht so ganz passt oder es doch an "I'm with the lifeguard" liegt - am linken Daumen hatte ich den Lack nämlich ohne weiße Basis lackiert und der ist genauso gesplittert wie der Daumen an der Hand mit weißer Base... Ein unschönes Mysterium, das mich leider nur kurz Freude an dem quietschigen Grün haben ließ!
Trotzdem muss ich sagen, dass ich den Lack richtig klasse finde und mir auch mehr als gut vorstellen kann, ihn demnächst an einem schönen Sommertag mal wieder rauszuholen. Für fotoloses Tragen sind auch zwei Schichten schon genug, das lässt sich also machen - und da das Ablackieren in diesem Fall ebenfalls unproblematisch ist, steht weiteren gemeinsamen Tagen eindeutig nichts entgegen!

Erstaunlicherweise ist mein Vorrat an hellgrünen Lacken noch lange nicht erschöpft - ich habe also für die nächste Runde noch definitiv was parat, trotzdem bin ich sehr gespannt, was ihr heute an hellgrünen Schönheiten im Angebot habt. Für den Frühling ist das ja durchaus eine passende Farbe und ich freue mich sehr auf die heutige Galerie! Die Auswahl an Farben für die nächste Zeit ist inzwischen ja mehr als eingeschränkt, darum kann ich für nächste ja Woche auch nur noch Altrosa ankündigen.

Sonntag, 26. März 2017

piCture pOlish "Vampy Chameleons" Scandal

Das Schöne an Lottebesuchen ist ja nicht nur, dass wir unglaublich viel zu bequatschen haben, massenweise Süßkram verdrücken und gemeinsam Nägel lackieren und Designs ausprobieren (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg *hust*), sondern auch, dass man sich gegenseitig auf die eine oder andere Lackaktion aufmerksam machen kann. So hat mir Lotte "Scandal" von piCture pOlish hiergelassen, damit ich mal mein Glück versuchen kann - zwar erfolglos, aber den tollen Lack habe ich natürlich geknipst!

Der Name ist natürlich schonmal genial und auch wenn gerade Frühjahr ist und ich auch eindeutig zu knalligeren Lacken tendiere, geht ab und zu ein toller Vampyshade auch. "Scandal" kann sich auf jeden Fall zu absolut jeder Jahreszeit blicken lassen und geht natürlich auch bei prallem Sonnenschein ganz hervorragend!
"Scandal" lässt sich toll lackieren, auch wenn der Pinsel eher zu der schmaleren Sorte gehört. Er fächert aber toll auf und bringt den recht flüssigen Lack gut auf den Nagel. Obwohl da in "Scandal" ganz viel los ist, trägt sich der Lack geschmeidig und einfach auf, trocknet auch durchaus zügig an und durch und kommt vor allem mit einem schönen, gleichmäßigen Finish daher. Der Lack ist nach zwei Schichten schon deckend - allerdings haben die ersten Bilder dann ein paar leicht durchscheinende Stellen gezeigt, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert. Die tut an und für sich nichts an der Farbe, aber im Sonnenschein zeigt die Kamera dann keine lichten Stellen mehr, sondern ein schönes, gleichmäßiges Finish im Lack. Wer mag, kann hier natürlich für mehr Gloss noch eine Schicht Topcoat drüberlackieren, aber eigentlich kommt der piCture pOlish auch hervorragend ohne aus, die Lack sind qualitativ einfach wirklich gut!
Farblich würde ich "Scandal" im Bereich einer Aubergine einordnen - ein traumhaftes Dunkellila, das je nach Licht mal ein wenig dunkler, ins Schwarze gehend, mal ein wenig heller und rotstichiger wirkt. Das liegt zum Einen natürlich an der rotstichigen lilafarbenen Base, die vollgepackt ist mit unterschiedlich großen Holosplitterchen, ich bilde mir ein, da auch ein paar goldene Partikelchen zu erkennen - und vor allem einen ganz feinen Schimmer, der sich im Fläschchen zwischen einem kühlen Lila und einem grünstichigen Petrol zeigt. Auf den Nägeln ist der Schimmer leider nicht mehr so deutlich auszumachen, man kann ihn allerdings so ein kleines bisschen im Bereich des Nagelbetts erahnen, wo er sich in einem kühlen Blau zeigt. Das ist echt schade, denn gerade dieser deutliche Schimmer macht den Lack im Fläschchen so spannend - und man könnte es vielleicht als skandalös bezeichnen, dass der Schimmer sich auf den Nägeln versteckt. Egal was ich getan und wie ich meine Nägel gehalten habe, der tolle Schimmer wollte nicht und ich musste mich "nur" mit dem scattered Holo zufrieden geben.
Das Farbspiel der Holopartikelchen ist natürlich immer noch mehr als nur einen Blick wert und sieht bombastisch aus - trotzdem ist da bei dem im Fläschchen so schön erkennbaren Schimmer doch auch ein bisschen Wehmut enthalten. Im Sonnenschein macht "Scandal" auch solo so richtig Spaß, aber ich wolle zumindest ein kleines Stamping auf den Lack packen, um mal wieder beim "Stamping Sonntag" von Lilalack teilzunehmen, also begab ich mich auf die Suche nach einer passenden Platte. Da ich in letzter Zeit eher zu meinen MoYous gegriffen habe, habe ich mir dieses Mal die BM-XL 17 geschnappt und in Weiß (da durfte dann doch wieder "White knight" von MoYou London ran) einen kleinen stilisierten Wald auf zwei Nägel gestampt. Ich mag das Motiv sehr gern, wusste bisher aber nicht so recht, wo und wie ich es am besten einsetzen soll - und "Scandal" kam mir da doch sehr recht mit der funkelnden Base, zu der das cremige Weiß doch einen passenden Kontrast darstellt.
Eigentlich wollte ich über das Stamping noch einen Topcoat pinseln, um vor allem das kleine Malheur am Ringfinger zu kaschieren - aber irgendwie habe ich die letzten Sonnenstrahlen noch ausnutzen wollen und darüber dann den Topcoat vergessen... Bzw. wollte ich mir das Motiv nicht verschmieren und habe darum ein paar Bilder gemacht und dann als ich Topcoat drüber hatte, total verpeilt, das Ganze nochmal zu knipsen... Tut aber dem Ergebnis keinen Abbruch, da "Scandal" auch ohne Topcoat ja klasse aussieht. Da ich Lottes Posting noch im Hinterkopf hatte (ich hoffe, diesmal gibt es keinen Grund zur Beanstandung des "alten" Postings - wobei ich den beim letzten Mal auch nicht nachvollziehen konnte), war ich schnell von der Idee abgekommen, da noch ein Holostamping draufzupacken, wobei das sicherlich mit den Bäumchen auch spannend ausgesehen hätte... Aber ganz ehrlich: Bei so komplexen Lacken tut es aus meiner Sicht auch ein ganz profanes Gestempel!
Hach ja, dass ich von der Qualität der piCture pOlishes hin und weg bin, muss ich glaube ich nicht extra sagen - "Scandal" hat auf jeden Fall wieder ein kleines Schippchen Begeisterung hinzugefügt. Tipwear hielt sich im Rahmen, auch wenn sie natürlich bei einem so dunklen Lack schneller sichtbar ist. Aber das Ganze hielt sich doch im Rahmen und vor allem ging auch da Ablackieren problemfrei. Mal wieder ein "Leihlack", der mein Herz höher schlagen lässt, liebe Lotte!

Freitag, 24. März 2017

SuperChic Lacquer "Urban dictionary" Awesome sauce

Heute ist zwar Freitag, aber statt Blau gibt es wieder mal einen Lack "Gemeinsam lackiert" mit Lotte - und zwar ein richtiges Zuckerstück, das sie dabei hatte, als sie mich besuchen war. Am liebsten hätte ich ja alle Lacke gleichzeitig lackiert, weil da einer hübscher als der andere war - aber die Zeit hat das dann doch nicht zugelassen und so mussten wir uns für eine kleine, aber feine Auswahl entscheiden.

Ein Highlight war für mich auf jeden Fall "Awesome sauce" von SuperChic Lacquer, auch wenn die übrigen Lacke der Kollektion auch echte Hingucker sind. Wer die Wahl hat, hat aber bekanntlich auch die Qual und so entschied ich mich für einen aus meiner Sicht nicht ganz so gewöhnlichen Farbton im Holobereich...
"Awesome sauce" kommt nicht nur mit einem schicken Namen, sondern auch einer tollen Konsistenz daher - allerdings auch mit einem für mich eher gewöhnungsbedürftigen Pinsel. Eher kurz und fest gebunden, hatte ich beim Auftrag das eine oder andere kleine Problem, genug Lack für einen Nagel auf den Pinsel zu bekommen - das hat sich dann aber nach ein paar ersten Versuchen auch gelegt. Trotzdem werde ich mit dem Pinsel nicht wirklich warm, mir ist er einfach zu starr und das Lackieren geht nicht so gemütlich von der Hand wie mit anderen, weicheren oder längeren Pinseln. Trotzdem ist "Awesome sauce" ein absolut grandioser Lack, denn er deckt im Prinzip mit nur einer Schicht - wenn man die gleichmäßig aufträgt und sich nicht nur die Pinselproblematik ein paar lichte Stellen in die Nägel drückt. Dann hilft aber auch eine zweite Schicht, die weder an der Deckkraft, noch an der Farbintensität etwas ändert, aber aufgrund meiner Schusseligkeit einfach notwendig war.
Den Topcoat kann man sich bei "Awesome sauce" getrost sparen - der Lack trocknet nämlich recht zügig und vor allem auch schön glatt und gleichmäßig, wenn auch vielleicht noch ein wenig Gloss zum absoluten Hochglanz fehlt. Den braucht man aber bei diesem tollen Lack gar nicht, denn der SuperChic überzeugt sowohl mit seiner traumhaften dunkelbraunen Zartbitterschokoladenfarbe, als auch mit dem tollen Holoeffekt, der die Lacke der Kollektion auch kennzeichnet. Sowohl im Fläschchen als auch auf den Nägeln zeigt sich sehr schnell nicht nur ein feiner silbriger Schimmer (der zugegebenerweise den Lack etwas weniger strahlend macht), sondern auch ein spannendes, weiches Farbspiel, das die kleinen Partikelchen tatsächlich in allen Regenbogenfarben funkeln lässt. Schokolade mit Holoeffekt - dass ich da nicht nur große Augen bekommen habe, sondern auch ein bisschen sabbern musste, dürfte verständlich sein. Der Effekt ist zwar nicht superkrass-bäm-in-your-face-Holo-V, aber doch sehr deutlich erkennbar!
Nach einem passenden Design gefragt, kam Lotte sofort mit einem Doppelstamping an - und dann ging es erstmal los auf die Suche nach einer passenden Platte. Lotte wühlte sich durch meine komplette MoYou- und BundleMonster-Sammlung und landete letztlich bei der Arabesque 08 (darum durfte die dann auch bei "Squeeze me" nochmal ran - sie lag gerade greifbar obenauf). Angedacht war eigentlich ein Stamping mit Weiß und anschließend einem bräunlichen Gold - aber nachdem ich das weiße Motiv auf den Nägeln hatte, waren wir eigentlich mit dem Ergebnis so zufrieden, dass ich auf das zweite Gestempel verzichtet habe. Das lag aber auch zugegebenerweise daran, dass der Versuch, da einen passenden Lack zu finden, ein bisschen gescheitert ist - trotz weißer Base ging nämlich der zweite Lack ganz schön unter und war auf dem dunklen Schokobraun kaum zu erkennen... Aber auch mit einem einfachen Stamping sieht "Awesome sauce" doch schon ganz fein aus, oder?
 
Auch wenn das Stamping nicht ganz perfekt geworden ist (allerdings kann ich MoYou's "White knight" da keinen Vorwurf machen, ich habe einfach nur mal wieder ein bisschen geschusselt), mag ich den Kontrast zwischen dem weißen Cremelack und dem tollen Holo esehr - und vor allem kann man den tollen fließenden Effekt von "Awesome sauce" noch immer hervorragend unter dem weißen Muster erkennen. Eine Schicht Topcoat hat zwar im ersten Moment den Holoeffekt ein bisschen verschwinden lassen, der kam nach Abtrocknen des Lacks aber wieder und ich bilde mir ein, dass durch die Spiegelung der Lack auch unter der Tageslichtlampe ein bisschen wärmer erscheint und einen leichten Rotstich dazubekommen hat - das mag aber auch einfach nur dem Winkel geschuldet sein, da bin ich mir gerade nicht so sicher. Auf jeden Fall finde ich den Unterschied im Glanz nicht wirklich so riesig, dass ich hier unbedingt einen Topcoat brauchen würde - außer, um das Weiß ein bisschen klarer strahlen zu lassen.
Mal von diesem kleinen Pinselproblem abgesehen, muss ich ja wirklich sagen, dass ich "Awesome sauce" richtig klasse finde - ich konnte den Lack zwar nicht lange tragen, weil wir ja wild lackiert haben, aber ein Traumlack ist das für mich trotzdem. Der Effekt ist klasse und ich könnte mir durchaus vorstellen, das eine oder andere Auge für den (aus meiner Sicht) suboptimalen Pinsel zuzudrücken...

Mittwoch, 22. März 2017

Catrice 34 Squeeze me

So langsam aber sicher nähern wir uns dem Ende dieser sechsten Runde von "Lacke in Farbe... und bunt!" und die Farbauswahl wird doch sehr eng... Nicht nur, dass es kaum noch Farben gibt, auf die man sich großartig freuen kann, ich habe auch feststellen müssen, dass meine Lackauswahl für die meisten Nuancen inzwischen auch sehr eingeschränkt ist. Umso mehr freue ich mich, wenn meine Vorauswahl sich farblich tatsächlich als stimmig erweist - und dieser Tatsache war ich mir heute auch gar nicht so sicher!

"Squeeze me" von Catrice ist es geworden, und das, obwohl ich ja eigentlich zu der Sorte Mensch gehöre, die Petrol eher eindeutig im dunkelblauen Sektor verortet. Ich habe schon die letzten Runde häufiger mal zu grünstichigen Tönen gegriffen und heute bin ich in einer ganz seltsamen Richtung gelandet, nämlich bei einem matschigen Petrol!
"Squeeze me" von Catrice gehört glaube ich zu den Lacken, die ich irgendwann mal im Sortimentswechsel mitgenommen habe - der Lack stammt nämlich noch aus der Zeit, als die Pinsel bei Catrice nicht so wirklich grandios geschnitten waren. Mein heutiges Exemplar ist da leider auch keine Ausnahme, wobei ich sagen muss, dass zumindest die Form des Pinsels gleichmäßig ist und nur ein paar Pinselhaare abstehen. Trotzdem ist der Auftrag nicht ganz so einfach, da der recht starre Pinsel präzises Arbeiten doch ein wenig erschwert. Die Konsistenz des Lacks ist trotz langer Stehzeit perfekt, vielleicht einen Hauch auf der zähflüssigeren Seite, aber das heißt zumindest, dass der Lack nicht bei jeder Gelegenheit in die Nagelhäute läuft. "Squeeze me" sieht auf den ersten Blick wie eine Deckkraftbombe aus - nach zwei Schichten offenbarte aber die Kamera, dass trotz eines blickdichten Erscheinungsbildes wohl noch ein paar lichte Stellen zu entdecken sind, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert. Fürs "einfache" Tragen reichen aber zwei Schichten vollkommen aus.
Der Catrice hat eine angenehme Trockenzeit und auch das Finish gleicht sich ganz gut von selbst aus, auf einen Topcoat kann man hier also verzichten, sofern man nicht eine absolut spiegelglänzende Oberfläche möchte. Farblich kommt "Squeeze me" auf den Fotos einen Hauch blauer heraus als er eigentlich ist - aber für Petrol ist das ja nur gut! Die Lackbasis würde ich nämlich im normalen Tageslicht eher als ein dunkles, angegrautes Petrol beschreiben, das in der bläulichen Base mit goldenem Schimmer daherkommt. In manchen Lichtverhältnissen (vor allem, wenn es ein wenig dunkler wird), sieht der Lack dann wie ein eher gräulicher Dunkelgrünton aus, durch das Licht der Tageslichtlampe, das ja eher auf der kühleren Seite ist, wirkt er aber doch ein bisschen blauer und damit für mich "klassischer" petrolig. Das Spannende an "Squeeze me" ist allerdings der feine Goldschimmer, der bei dem Lack eigentlich recht gut zu erkennen ist und ihn im Finish auch ein klitzekleines bisschen streifig macht - aber das ist wirklich nur auf Fotos zu erkennen. Normal betrachtet erkennt man nur die feinen goldenen, teils grünlichen Reflexe wirklich gut und die lassen den Lack dann auch ein bisschen matschig wirken - ich mag das!
Für ein Design wollte ich das Gold im Lack ein bisschen mehr aufnehmen und habe darum mit meinem goldenen Stinker von Kleancolor gestempelt. Als Platte fiel mir die Arabesque 08 von MoYou London in die Hände, die ich letztens endlich von ihrer blauen Schutzfolie befreit habe. Die große Kunst, das Motiv zentral zu platzieren, ist mir mal wieder nicht gelungen, aber dafür haben sich die Rädchen durchaus erkennbar auf den Nägeln eingefunden. Durch den goldenen Kontrast geht auf den bestempelten Nägeln leider der goldene Schimmer doch noch ein wenig mehr unter (etwas liegt das auch am Lichteinfallswinkel, damit das Motiv gut zu erkennen ist), als ich eigentlich vermutet hatte - aber ein bisschen kann man den zarten Schimmer im Grundton doch noch erkennen. Auf jeden Fall hellt das Stamping den Catrice ordentlich auf und auch wenn ich anfangs nicht dachte, dass sich "Squeeze me" so gut als Stampingbasis machen würde - mit Design gefällt er mir fast noch besser als ohne!
Ich wollte noch unbedingt wissen, was der Lack zeigen würde, wenn ich ihn mattierte - also kam über Stamping und auch die "nackten" Nägel noch ein matter Topcoat. Anstatt aber den feinen Schimmer noch ein bisschen deutlicher hervorzukitzeln, wurde dieser nur eher in den Basislack gedrückt und tritt nun gar nicht mehr so klar heraus... Eigentlich ein gegenteiliger Effekt, aber ich finde, dass der Lack an sich dadurch sogar noch ein bisschen klarer petrolig wird, da der Unterschied zwischen Basisfarbe und Finish nicht mehr so deutlich wird. Mattiert mag ich auch das goldene Stamping sehr, auch wenn dadurch mal wieder ein bisschen besser auffällt, wo das Motiv nicht perfekt übertragen wurden - aber was meine Nägel angeht, bin ich da auch einfach immer besonders kritisch. Das matte, weiche Finish mag ich haptisch sehr gern. Auch wenn mir Lotte ein paar Sorgen gemacht hat ("Das ist eindeutig kein Petrol!" war ihre Aussage, als sie einen Blick auf das Lackfläschchen warf...), finde ich doch, dass der Lack ganz gut passt!
Haltbarkeitstechnisch gibt es bei "Squeeze me" so ein paar kleinere Mankos - der Lack ist ohne Topcoat doch ein bisschen angreifbar und Tipwear entwickelt sich recht zügig. Auf dem dunklen Blau ist das dann auch recht deutlich erkennbar und verringert somit die Haltbarkeit des Lacks doch. Ablackieren lässt er sich dafür ganz flott und ich mag diesen Ton, sodass er eindeutig bleiben darf!

Nächste Woche machen wir mal wieder ein bisschen Frühling, damit die heutige, wahrscheinlich eher herbstliche Galerie, wieder ein bisschen aufgepeppt wird: Hellgrün steht an und ich bin jetzt erstmal auf eure petroligen Beiträge gespannt - ich glaube, ich muss mir nämlich noch den einen oder anderen Lack in der Richtung zulegen...

Montag, 20. März 2017

China Glaze "INK" 1015 Celtic sun

Gelbe Lacke gehören ja nicht unbedingt zu den Lacken, die ich zuhauf habe - und schon gar nicht zu der Sorte, die ich gerne oder öfters lackiere. Für gewöhnlich kommt Gelb immer nur zur Blogaktionen (oder bei Designs) zum Einsatz und so ist es auch heute, wobei ich mich wirklich sehr freue, diesen Lack für die #31DC2017weekly herausgekramt zu haben und es mir sehr viel Freude gemacht hätte, ihn ein bisschen länger zu tragen...

"Celtic sun" kam wie das Röschen und der Drache im Bundle über tkmaxx in meinen Besitz und musste seit April letzten Jahres (hier würde jetzt ein geschockter Smiley hervorragend hinpassen) hier auf seinen Auftritt warten. Das ist nun bei einem Neonlack in Gelb bei mir kein großes Wunder - aber definitiv eine große Schande!
Eigentlich bin ich ja so ein elendiger Solo-Lackierer - aber bei "Celtic sun" werden auch mehrere Schichten nicht wirklich deckend, also habe ich tatsächlich mal einen weißen Lack als Basis lackiert... Und alter Falter, knallt der China Glaze dadurch! Auf die zugegebenermaßen recht unregelmäßige, weil tippex-artige Konsistenz meines weißen Lacks kamen dann noch ein paar Schichten "Celtic sun", die aber keineswegs aufgrund der Farbintensität, sondern eher aufgrund der Gleichmäßigkeit der Oberfläche notwendig waren. An und für sich knallt der Lack nämlich schon mit einer Schicht auf Weiß (ansonsten sind auch drei Schichten solo alles andere als auch nur im Ansatz deckend!) ordentlich lässt sich mit dem schmalen Pinsel auch angenehm und problemfrei auftragen. Die Konsistenz ist eher von der flüssigeren Sorte, aber das tut dem Jellyneon absolut keinen Abbruch.
Farblich sind wir hier ganz eindeutig bei Neontextmarkergelb - und zwar bei einem matten Textmarker. Dadurch ist das Finish eben auch nicht gar so glatt, bzw. dadurch fällt es eher auf, dass sich da Unebenheiten im Lack einfinden. Der Lack strahlt wirklich ganz schön ordentlich und macht unheimlich gute Laune - ist aber damit auch nicht wirklich dafür geeignet, auf der Arbeit getragen zu werden (ich hatte das ernsthaft kurz überlegt, aber wenn man zumindest ein bisschen seriös wirken soll, sind knallgelbe Neonnägel nicht unbedingt passend...). Im Sonnenschein, der sich am Wochenende ja zumindest ein bisschen gezeigt hat, geht der Neoneffekt ein bisschen verloren, zumindest wird der "Celtic sun" deutlich wärmer und tendiert dann eher ein bisschen in Richtung Sonnengelb - ist aber immernoch farblich wirklich intensiv. Ich fand den Lack wirklich toll auf meinen Nägeln und habe mich richtig geärgert, dass ich ihn nicht länger tragen konnte...
Natürlich wollte ich auf dieses Quietschgelb noch ein hübsches Design machen (sonst passt der Lack ja auch gar nicht zur Challenge) und habe lange gegrübelt, was es nun werden soll... Statt eines Stampings wurde es dann ein einfaches Stripingdesign, das ich mit dem Kollektionsbrüderchen "Turned up turquoise" geklebt habe. Das Design ist mit abgesetzten Tips alles andere als kompliziert, aber mit dem Neontürkis auch gar nicht so einfach zu bewerkstelligen gewesen - der Lack ist nämlich auch nicht unbedingt superdeckend, also musste ich über meine Klebestreifen doch mehr als nur eine Schicht pinseln... Irgendwie habe ich dabei nur bedingt nachgedacht und mein pinkes Stripingtape genutzt - und das hat leider an den Rändern ein bisschen abgefärbt... Das erkennt man zwar bei normaler Betrachtungsentfernung gar nicht, aber bei genauem Hinsehen sind da an den Streifen so ein paar pinke Fussel zu erkennen und das fuchst mich natürlich gewaltig.
Da auch "Turned up turquoise" matt trocknet und ein paar Schichten gebraucht hat, sieht man leider recht deutlich, dass es sich hier um ein Stripingdesign handelt - also habe ich das Ganze mit einer Schicht glänzenden Topcoats versiegelt. Um die Streifen wirklich deutlicher in das Gelb einsinken zu lassen, hätte sicherlich eine weitere Schicht nicht geschadet, aber auch so ist der Übergang zwischen den beiden Lacken deutlich weniger geworden - aber dafür treten die pinken Fussel irgendwie deutlicher hervor... Mit glänzendem Topcoat sieht man dafür auch den Schimmer in dem Türkis deutlicher, sodass ich nicht ganz sagen kann, welche Variante ich nun wirklich hübscher finde - Fakt ist aber, dass ich diese knallige Mani trotz ihrer Einfachheit wirklich gern habe und auch nicht als einzige von ihr begeistert war! Ich glaube, im Sommer gönne ich mir doch irgendwann mal einen Neontag, mal sehen ob ich noch passende Schuhe dazu finde oder so...
Leider durfte "Celtic sun" nicht lange auf meinen Nägeln bleiben, darum kann ich wenig zur Haltbarkeit sagen - außer, dass der Lack zumindest ein paar heiße Spülgänge gut überstanden und sich zumindest nicht abgelöst hat. Das Ablackieren ging dann auch angenehm einfach, sodass ich das Neongelb auf jeden Fall weiterempfehlen kann und mir den Lack sicher nicht allzu weit hinten ins Regal stellen werde...

Samstag, 18. März 2017

Cirque "Kontiki" Midsummer night

Nachdem mich Lotte bei ihrem Besuch letztes Wochenende auch ordentlich gescholten hat, dass ich es nicht wirklich hinbekommen habe, den ganze Haufen Lacke, den sie mir im Januar mitgegeben hatte, zu lackieren (ist ja nicht so, als wären das nur zwei oder drei gewesen - nein, nein!), musste ich hoch und heilig versprechen, dass das nun besser werden würde... Also gibt es heute, wenn auch verspätet, einen weiteren Lack aus dem Leihpaket!

"Midsummer night" aus der "Kontiki"-Kollektion von Cirque hatte Lotte schon vor geraumer Zeit gezeigt - und wenn ich schlau gewesen wäre, hätte ich ihren Beitrag auch nochmal genauer gelesen, bevor ich mich daran gemacht habe, den Lack zu lackieren...
"Midsummer night" ist nämlich ein Jellylack, damit sieht es mit der Deckkraft nicht gar so grandios aus - zumindest, wenn man den Lack fotografieren will. Beim Auftrag fand ich den Cirque eigentlich relativ gut deckend für einen Jelly, aber kaum hatte ich die Kamera herausgeholt, war klar, dass da zu den zwei Schichten noch eine dritte dazukommen müsste. Der Auftrag des Lacks ist angenehm einfach, der Pinsel fächert gut auf - allerdings sollte man bei den Nagelspitzen sehr viel Sorgfalt walten lassen und diese doch nochmal separat ummanteln, ansonsten hat man schon frisch nach dem Lackieren deutlich sichtbare Tipwear und das muss bei so einem hübschen Lack ja nun wirklich nicht sein. Ansonsten ist die Trockenzeit durchaus recht kurz, beim Auftrag sollte man nicht allzu oft über die gleiche Stelle pinseln, denn dann macht sich der leicht angetrocknete Lack auch schon wieder auf den Weg und man hat kahle Stellen produziert. "Midnight summer" trocknet mit einem schönen Glanz und vor allem auch gleichmäßig, einen Topcoat kann man sich also durchaus sparen.
Farblich muss ich gestehen, dass der Lack auf den Fotos deutlich heller rauskommt, als er tatsächlich ist - das Ergebnis hat eher die Farbintensität, die "Midsummer night" nach zwei Schichten hat, da ist der Lack nämlich noch ein bisschen mittelblauer. Mit drei Schichten ist er wirklich tiefdunkelblau, das wollte meine Kamera aber partout nicht so darstellen. Das Spannende an dem Lack sind allerdings zwei andere Aspekte: Zum Einen enthält "Midsummer night" ein paar "Sterne", die sich da am mittsommerlichen Himmel zeigen - und zwar in Form von kleinen holografischen Glitzerpartikelchen, zum anderen schwirren da in dem Lack feine Schimmerpartikelchen herum, die hier vorwiegend in Rot zu erkennen sind, allerdings in bestimmten Winkeln durchaus von Rot bis Grün changieren. Man könnte da eine kleine Idee von Polarlichtern einbringen, aber das mit der Kamera irgendwie festzuhalten, war tatsächlich unmöglich! Die Schimmer- und Glitzerteilchen sind natürlich nur deshalb so gut zu erkennen, weil der Lack eben nicht zu deckend ist und ich muss gestehen, dass ich ihm diese etwas mäßige Deckkraft durchaus zugestehe, weil ich das Ergebnis toll finde.
An und für sich wäre "Midsummer night" ja prädestiniert für irgendein sternenbezogenes Design - aber ich wollte nicht schon wieder stampen (das tue ich ja doch oft genug) und hatte darum zuerst einen feinen Topcoat im Sinn, um den Schimmer vielleicht ein bisschen deutlicher zu machen, mich dann aber doch für roten Glitter entschieden. Ich dachte ja tatsächlich, dass sich damit der Schimmer ein bisschen besser herauskitzeln ließe, aber irgendwie hat das rote Geglittere nur das Gegenteil bewirkt... Nach einer Schicht Topcoat habe ich auf dem Ring- und Mittelfinger an der Nagelspitze mit dem Glitter angefangen, auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich den Glitter einfach so verteilt. Das Ergebnis sieht durchaus akzeptabel aus, nachdem es mit einer weiteren Schicht Topcoat versiegelt wurde, allerdings gehen damit die Besonderheiten von "Midsummer night" irgendwie ganz schön unter... Die Holopartikelchen funkeln zwar hier und da noch ein bisschen hervor, allerdings ist der Schimmer schon fast unsichtbar geworden und das finde ich richtig schade.
Auf normale Betrachtungsentfernung sieht der Glitter gar nicht so fehl am Platz aus und passt auch gut zu dem dunklen Blau - aber auf den Fotos sieht das extrem nach "gewollt, aber nicht gekonnt" aus und das wurmt mich ein bisschen. Mit losem Glitter stehe ich ja sowieso ein bisschen auf Kriegsfuß und man kann auf den Bildern glaube ich auch ein bisschen erkennen, warum: Das Zeug verteilt sich nämlich absolut überall und man bekommt es auch mit viel Gewische mit einem weichen Pinsel nicht unbedingt wieder weg! Die Designidee hätte ich wohl getrost in die Tonne kloppen können - irgendwie wäre da wohl ein hübsches Stamping sinnvoller gewesen, aber immerhin habe ich so mein kleines Nailartmagazin mal wieder etwas genauer unter die Lupe genommen, bin über tolle Glitzertöpfchen und spaßige Decals gestolpert und hoffe, dass ich mir endlich mal wieder ein bisschen mehr Zeit nehmen kann, um meine Nägel mit irgendwelchen Designs zu versehen.
Zur Haltbarkeit von "Midsummer night" kann ich nichts Negatives berichten - nachdem man die Tips ordentlich versiegelt hat, bildet sich da auch nicht allzu schnell Tipwear. Das Ablackieren geht auch gemütlich von der Hand (für den Glitter kann der Lack ja nichts) und wenn das mein Lack wäre, würde ich ihn künftig auch auf einer schwarzen oder blauen Base lackieren - aber so wandert er wieder in die liebevollen Hände seiner Mama Lotte!

Mittwoch, 15. März 2017

SpaRitual "Rhythm" Cycles

Apricot, meine Nemesis, ist mal wieder bei "Lacke in Farbe... und bunt!" dran - und das noch zusätzlich im Frühjahr, wo generell pastellige Töne wieder auf dem Vormarsch sind und mir regelmäßig ein fragendes Kopfschütteln entlocken... Nicht, weil ich sie nicht leiden mag - an anderen gefallen mir pastellige Töne sehr, aber wenn man momentan versucht, sich irgendwo Klamotten zu kaufen, muss man eben Pastell nehmen - oder nackt gehen, und das bringt mich momentan ein wenig zur Verzweiflung.

Noch dazu muss es auch noch auf den Nägeln pastellig werden - aber dankenswerterweise habe ich noch einen (vermeintlich) apricotfarbenen Lack in der Hinterhand gehabt, sodass meine Panik für den heutigen Tag doch deutlich heruntergeschraubt war.
Mit den kleinen Fläschchen von SpaRitual hatte ich ja bisher (*klick*, *klick*) nicht immer die besten Erfahrungen und auch "Cycles" hat es mir nicht einfach gemacht. Mit längeren Nägeln ist der kurze Pinsel in dem kleinen Fläschchen einfach anstrengend, weil ich meistens nicht genug Lack auf dem Pinsel habe, um einen Nagel in einem Zug lackieren zu können, da heißt es immer, für einen Nagel mindestens zwei Mal ins Fläschchen dippen - das finde ich einfach ein wenig nervig. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass die Konsistenz des SpaRitual sehr angenehm ist und der Lack sich gut verteilen ließ. Die Deckkraft ist, wie bei hellen Lacken so oft, nicht sonderlich gut, letztlich habe ich für ein deckendes Ergebnis drei Schichten lackieren müssen. Mit zweien war die Farbe schon ganz gut, allerdings gab es noch lichte Stellen und Ungleichmäßigkeiten, darum musste die dritte Schicht her. Die Trockenzeit ist auch eher mäßig und da der Lack weder superglänzend noch außerordentlich eben trocknet, ist ein Topcoat durchaus angesagt.
Farblich ist "Cycles" nicht der allerhellste Apricotton, fällt für mich aber durchaus noch in diese Kategorie, da dieses helle, pastellige Orange einfach sonst auch nirgendwo hinpasst. Ich muss gestehen, dass ich den Lack auch an meinen Nägeln gar nicht so übel finde (und das will bei Pastell ja schon was heißen!), was aber wohl auch daran liegt, dass er eben nicht superzart und fein ist. Erschreckenderweise beißt sich der Lack auch nicht wirklich mit meiner Hautfarbe, sodass ich mich ernsthaft dazu durchgerungen habe, ihn ein wenig länger zu tragen. Auf den Nägeln wirkt der Lack zwar einen Hauch dunkler als im Fläschchen (in dem sich anscheinend auch schon so einiges von dem Pigment abgesetzt hat...), zeigt aber noch immer einen leichten Rosastich und ist mit dem Cremefinish durchaus hübsch anzusehen. Ich hätte mir hier zwar tatsächlich ein feines Schimmerfinish gewünscht, um mich ein bisschen mehr zu begeistern, aber dem kann man ja mit einem Topcoat auch Abhilfe verschaffen.
Was das Design zu "Cycles" angeht, hätte sich natürlich etwas Geometrisches angeboten, um dem Namen Rechnung zu tragen - allerdings war mir eher nach etwas Frühlingshaftem und ich habe endlich mal meine MoYou Tropcial 12 ausgepackt, die einige süße kleine Motive im Angebot hat. Mit einem meiner Neuzugänge von "Il était un vernis" (und zwar #ladykiller) habe ich dann ein kleines Blattmuster auf die Nägel gebacht - ich hatte eigentlich gehofft, dass sich der Lack so gut schlagen würde wie a england's "Tristam", aber das war nicht ganz so der Fall. Trotzdem kann man den feinen blauen Schimmer glaube ich in dem Stamping ganz gut erkennen und ich mag die kleinen Akzente, die durch die Blätter auch auf die Nägel kommen. Der Kontrast ist zwar ganz schön krass, aber irgendwie passt das auch gut zusammen und gefällt mir.
Um das Finish insgesamt noch ein bisschen spannender zu gestalten, habe ich mir meinen goldenen Topper von agnes b. geschnappt (und somit auch endlich mal wieder einen Topper benutzt!), allerdings ist das unter der Tageslichtlampe alles andere als einfach zu fotografieren. Ein kleines bisschen habe ich mir natürlich mal wieder das Stamping verschmiert, aber das hält sich im Rahmen - mir gefallen vor allem die unterschiedlichen goldenen Partikelchen, die dem Lack noch einen deutlich wärmeren, heimeligeren Anstrich verleihen und auch den blauen Schimmer von #ladykiller durchaus hervorheben. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn ich noch ein paar Bilder im normalen Tageslicht hätte machen können, aber das war zeitlich nicht drin... Ich muss gestehen, dass ich mir bei "Cycles" nicht so ganz sicher bin, was ich nun noch mit dem Lack machen soll - zum Stampen ist er nämlich zu dünn, solo werde ich ihn ob der vielen Schichten wohl auch nicht mehr lackieren... Aber so schlecht, dass er gleich ausziehen muss, ist er nun auch wieder nicht!
Die Haltbarkeit des Lacks ist nämlich durchaus in Ordnung, wobei das natürlich auch am Topcoat liegt, der da eine solide Schutzschicht bildet. Ablackieren ist bei dem Cremefinish natürlich kein Problem, aber so richtig geflasht hat mich die Farbe eben auch nicht... Hauptsache, ich habe Apricot für diese Runde hinter mich gebracht!

Nächste Woche gibt es nochmal einen kleinen Kontrast, statt hell und freundlich wird es dunkler und auch matschiger - ich bitte nämlich bei der sehr geringen Auswahl an restlichen Farben endlich um Petrol!

"Cycles" wurde mir freundlicherweise von SpaRitual zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 12. März 2017

Il était un vernis "Grands Crus" Merlot

Zum Ende eines lacklastigen Wochenendes (hach, was war das schön! Und auch ein bisschen typisch, als ich morgens naserümpfend in mein Wohnzimmer kam und Lotte gefragt habe, ob sie in der Nacht noch ein bisschen am Nagellackentferner geschnüffelt hat, bevor ich das Fenster mal aufgemacht habe, um den feinen Acetonduft rauszulassen...) gibt es heute natürlich auch ein Posting - und zwar ausnahmsweise mal einen ganz frischen Lack!

Als mich vor einigenWochen Lotte fragte, ob ich denn bei "Il était un vernis" beim Sale mitbestellen möchte, hat irgendwie mein Hirn etwas ausgesetzt und ein paar Lacke landeten im virtuellen Einkaufswagen. Der eine oder andere bei uns beiden, sodass es heute nicht nur einen weitere Beitrag zur #31DC2017weekly gibt, sondern auch ein "Gemeinsam lackiert"!
Wäre Lotte nicht dieses Wochenende hier gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich ein anderes Orange gezeigt, aber so kam ich erfreulicherweise sehr schnell dazu, meinen ersten "Il était un vernis" zu lackieren. Die Lacke mit 12ml Inhalt kommen mit einem tollen, breiten Pinsel, der den Lack wahnsinnig gut aufnimmt und hervorragend auffächert - das Lackieren geht hier sehr leicht von der Hand und macht dank der tollen, vielleicht einen Hauch dickflüssigen Konsistenz, richtig viel Freude. "Merlot" deckt wirklich verdammt gut, sodass auch eine dünne Schicht vollkommen ausreicht - wenn man nicht so wie ich ein paar wirklich böse Macken in den Nägeln hat. Darum habe ich eine zweite Schicht lackiert, die aber farblich nichts verändert hat und dank der kurzen Trockenzeit auch kein Problem darstellt. Der Lack gleicht sich ganz toll von selbst aus und hat eine schön glänzende Oberfläche - eine Topcoat kann man sich hier also getrost sparen, außer man braucht es wirklich ganz besonders glossy.
Farblich ist "Merlot" ein wenig im rostigen Orangebereich angesiedelt - teilweise könnte man wohl auch über Backsteinrot reden, aber dafür wäre mir der Lack noch ein bisschen zu hell und zu wenig rotstichig (und Ziegel haben ja durchaus auch mal einen eher orangenen Einschlag, sind aber eben einfach noch satter). Zwar zeigt "Merlot" durchaus einen Hang ins Rötliche, allerdings würde ich behaupten, dass die orangenen Anteile hier noch deutlich überwiegen und der Rosteinschlag den Lack hell genug hält. Auch das feine Finish mit den teils holografischen Schimmerpartikelchen macht "Merlot" noch ein bisschen spannender als er alleine durch die Farbe schon ist - und auch wenn ich mir beim ersten Blick auf das Fläschchen alles andere als sicher war, ob mir der Lack stehen würde: Er tut's ganz eindeutig und vor allem gefällt mir die Farbe auch richtig gut! Klassisch wäre das wohl eher ein Ton für den Herbst, da er eben nicht so typisch strahlend ist, aber ich bin bekanntlich kein Freund von saisonalen Zuteilungen und trage den Lack somit auch mehr als gerne im Frühjahr!
Für die #31DC2017weekly musste natürlich ein Design her und ich wollte von vornherein für Orange einen Klassiker, nämlich ein Animalprint! Als Lack habe ich mir "Tristam" von a england geschnappt, da ich für diesen Orangeton kein einfaches Cremeschwarz haben wollte und habe mich auf die Suche nach passenden Stampingplatten begeben - dann kommt nämlich auch der "Stamping Sonntag" zum Zug (je mehr Fliegen mit einer Klappe, desto besser, nicht wahr?). Bei Bundle Monster bin ich bei der BM-XL 15 hängen geblieben, die ein paar Großkatzenköpfe beinhaltet - allerdings eben im XL-Format, was trotz meiner langen Nägel doch ein bisschen sehr groß ist, oder eher zu breit. Darum habe ich den Tigerkopf nur auf dem Ringfinger platziert und mich im Nachhinein geärgert, dass ich nicht mit dem Mittelfinger angefangen habe, der ist nämlich breiter und hätte das Tigerchen vielleicht ein bisschen besser zur Geltung gebracht. Da war es dann aber schon zu spät und ich habe die restliche Hand mit dem Tigermuster von der Pro XL 04 von MoYou bestampt.
In der Sonne zeigt sich "Tristam" natürlich von seiner allerbesten Seite und funkelt mit seinem schönen Holoeffekt ganz hervorragend auf dem Orange, allerdings muss ich auch sagen, dass sich "Merlot" mit dem feinen golden-funkelnden Finish auch sehr gut präsentiert. Mit dem dunklen Blau kombiniert gefällt mir der Animalprint auf dem "Il était un vernis" richtig gut, obwohl ich sonst ja kein wirklich großer Fan von Tiermustern bin. Beim nächsten Mal werde ich mal probieren, die Motive von der BM-XL 15 ein bisschen runterzuskalieren, vielleicht lassen sich die Katzenköpfe so ja ein bisschen besser auf die Nägel bringen (an der rechten Hand, die naturgemäß immer ein bisschen kürzer gehalten ist als die linke, passt der Tigerkopf nämlich nur bis zur Nase drauf und das sieht schon ein bisschen arg bekloppt aus). Die Fotos sind noch ohne Topcoat entstanden, da ich ja immer ein bisschen Bammel habe, mir dann das Motiv zu verschlieren - aber da ich morgen so auf die Arbeit gehen werde, kommt da jetzt gleich noch ein Topper drüber.
Da ich den Lack erst seit Freitag habe und heute Morgen erst lackiert wurde, kann ich über die Haltbarkeit natürlich nichts sagen - aber was den Auftrag angeht, hat mich "Merlot" schonmal komplett überzeugt und ich freue mich schon sehr darauf, auch die anderen Il était un vernis-Lacke, die bei mir einziehen durften, zu lackieren!

Freitag, 10. März 2017

Maybelline "Superpower blue"

Zu ganz später Stunde gibt es heute noch ein Posting, das ich eigentlich schon heute Nachmittag veröffentlichen wollte, aber dann kam mir tatsächlich mein Nachbar in die Quere, der mir seine Wehwehchen geklagt hat... Und irgendwie mussten Lotte und ich dann Döner holen, sonst wäre mir mein Besuch wahrscheinlich schon am ersten Abend mit einem Schwächeanfall umgekippt. Das musste natürlich verhindert werden, darum kommt mein "Superpower blue" erst am ganz späten Freitagabend.

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf Blau und nachdem ja mein "Hot oder Schrott"-Päckchen noch ein paar zauberhafte blaue Lacke beinhaltet hat, war ich perfekt ausgestattet. Maybelline's "Superpower blue" hat mich schon länger angelacht und jetzt durfte der Lack auf die Nägel - ist allerdings wahnsinnig schwer zu fotografieren.
Maybelline hat ja immer einen tollen Pinsel und das ist auch bei "Superpower blue" nicht anders. Der Lack hat auch eine tolle Konsistenz, ist schön cremig und lässt sich problemfrei auftragen. Die Deckkraft ist klasse und ich würde sagen, dass tatsächlich schon eine Schicht reichen würde - allerdings sind meine Nägel momentan so unregelmäßig, dass ich unbedingt eine zweite Schicht brauchte, um die Unebenheiten zu überdecken. Der Lack gleicht sich zwar ein wenig aus, allerdings habe ich noch eine Schicht Topcoat gebraucht, um alles wirklich eben zu kriegen. Von der Trockenzeit her käme der Maybelline auch ohne aus, aber so ein bisschen mehr Glanz schadet dem Lack ja nicht. Ganz perfekt ist das Ergebnis zwar auch so nicht geworden, aber ich hatte auch keine Zeit, mit besonderer Sorgfalt noch eine Schicht Überlack draufzuklatschen und auf normale Betrachtungsentfernung fallen die kleinen Unebenheiten auch gar nicht auf.
Farblich könnte man nun fast annehmen, dass das ein klassischer und solider Mittelblauton in Richtung Schlumpfblau ist, aber da hat mir die Kamera ein bisschen das Leben schwer gemacht. An und für sich hat "Superpower blue" nämlich einen ordentlichen Grünstich und ist schon fast ein bisschen petrolfarben. Egal, was ich mit meiner Kamera gemacht habe, sie wollte den Ton einfach nicht farbecht einfangen und auch wenn die Nuance zumindest auf den Designbildern so halbwegs hinkommt, sind die Solobilder von dem traumhaften Cremefinish von "Superpower blue" definitiv noch zu kühl und blaustichig. Ich habe allerdings auch festgestellt, dass kaum farbechte Bilder von dem Lack zu finden sind, was wirklich schade ist, da ich diesen angegrünten Blauton wirklich grandios finde. Auf der Arbeit wurde er auch schon bewundert - ist also auch kein Standardton, den ist man da inzwischen auch gewohnt...
Da das Cremefinish irgendwann doch ein wenig langweilig wird, habe ich mich mal wieder an einem Design probiert und wollte dieses Mal Drybrush und Stamping miteinander kombinieren. Als Lacke habe ich mir Anny "Midnight blue", ein hübsches cremiges Marineblau, und die 050 von trend it up, einen grünstichigen Türkiston, der allerdings ein bisschen flüssiger ist als erwartet, geschnappt. Über Kreuz hab eich erstmal eine Basis an Pinselstrichen auf die Nägel gebracht, wobei ich mit dem helleren Türkis angefangen habe, das dunkle Blau darübergepinselt habe und am Schluss das Blau noch einmal mit dem Türkis abgesoftet habe. Eigentlich wäre das tatsächlich schon auch vollkommen ausreichend gewesen als Design - das hat eindeutig was! Aber ich wollte ja noch was drüberstempeln und habe mir meine BP-77 mit den geometrischen Motiven geschnappt. Als Stampinglack hatte ich von vornherein "Whispering waves" von a england geplant, das hat sich dann aber ein bisschen als Fehler herausgestellt.
Mit Topcoat finde ich das Drybrush-Design ja schon noch ein bisschen schöner, aber das gestempelte Design geht zumindest im Sonnenschein ein bisschen unter. Im leichten Dämmerlicht zeigt sich der a england ganz toll als türkisfarbener zauerhafter Schimmer - in der prallen Mittagssonne (über die ich mich nun aber alles andere als beschweren will!) kommt allerdings viel mehr der rosa-bläuliche Schimmer raus und das finde ich auch gar nicht so ungeschickt. Zwar ist der Kontrast nicht so wirklich übermäßig groß (auf den ersten Blick würde ich sogar sagen, dass das Stamping bei dem unregelmäßigen Untergrund gar nicht auffällt), aber ich mag das geometrische Design sehr gern. An einigen Stellen darf man aber durchaus jetzt auf Spurensuche gehen, wo denn das Muster genau zu finden ist...
Haltbarkeitstechnisch kann ich sagen, dass "Superpower blue" sich mit Topcoat ganz gut gehalten hat - zumindest, bis ich mir den einen oder anderen Nagel angehauen und damit ein paar Eckchen verloren habe. Ans Ablackieren werde ich mich entweder heute Abend oder morgen früh erst machen - aber ich befürchte, dass das nicht gar so einfach vor sich gehen wird... Trotzdem muss ich sagen, dass ich den Lack richtig cool finde, eben weil die Farbe doch ein bisschen besonders ist.