Sonntag, 26. März 2017

piCture pOlish "Vampy Chameleons" Scandal

Das Schöne an Lottebesuchen ist ja nicht nur, dass wir unglaublich viel zu bequatschen haben, massenweise Süßkram verdrücken und gemeinsam Nägel lackieren und Designs ausprobieren (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg *hust*), sondern auch, dass man sich gegenseitig auf die eine oder andere Lackaktion aufmerksam machen kann. So hat mir Lotte "Scandal" von piCture pOlish hiergelassen, damit ich mal mein Glück versuchen kann - zwar erfolglos, aber den tollen Lack habe ich natürlich geknipst!

Der Name ist natürlich schonmal genial und auch wenn gerade Frühjahr ist und ich auch eindeutig zu knalligeren Lacken tendiere, geht ab und zu ein toller Vampyshade auch. "Scandal" kann sich auf jeden Fall zu absolut jeder Jahreszeit blicken lassen und geht natürlich auch bei prallem Sonnenschein ganz hervorragend!
"Scandal" lässt sich toll lackieren, auch wenn der Pinsel eher zu der schmaleren Sorte gehört. Er fächert aber toll auf und bringt den recht flüssigen Lack gut auf den Nagel. Obwohl da in "Scandal" ganz viel los ist, trägt sich der Lack geschmeidig und einfach auf, trocknet auch durchaus zügig an und durch und kommt vor allem mit einem schönen, gleichmäßigen Finish daher. Der Lack ist nach zwei Schichten schon deckend - allerdings haben die ersten Bilder dann ein paar leicht durchscheinende Stellen gezeigt, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert. Die tut an und für sich nichts an der Farbe, aber im Sonnenschein zeigt die Kamera dann keine lichten Stellen mehr, sondern ein schönes, gleichmäßiges Finish im Lack. Wer mag, kann hier natürlich für mehr Gloss noch eine Schicht Topcoat drüberlackieren, aber eigentlich kommt der piCture pOlish auch hervorragend ohne aus, die Lack sind qualitativ einfach wirklich gut!
Farblich würde ich "Scandal" im Bereich einer Aubergine einordnen - ein traumhaftes Dunkellila, das je nach Licht mal ein wenig dunkler, ins Schwarze gehend, mal ein wenig heller und rotstichiger wirkt. Das liegt zum Einen natürlich an der rotstichigen lilafarbenen Base, die vollgepackt ist mit unterschiedlich großen Holosplitterchen, ich bilde mir ein, da auch ein paar goldene Partikelchen zu erkennen - und vor allem einen ganz feinen Schimmer, der sich im Fläschchen zwischen einem kühlen Lila und einem grünstichigen Petrol zeigt. Auf den Nägeln ist der Schimmer leider nicht mehr so deutlich auszumachen, man kann ihn allerdings so ein kleines bisschen im Bereich des Nagelbetts erahnen, wo er sich in einem kühlen Blau zeigt. Das ist echt schade, denn gerade dieser deutliche Schimmer macht den Lack im Fläschchen so spannend - und man könnte es vielleicht als skandalös bezeichnen, dass der Schimmer sich auf den Nägeln versteckt. Egal was ich getan und wie ich meine Nägel gehalten habe, der tolle Schimmer wollte nicht und ich musste mich "nur" mit dem scattered Holo zufrieden geben.
Das Farbspiel der Holopartikelchen ist natürlich immer noch mehr als nur einen Blick wert und sieht bombastisch aus - trotzdem ist da bei dem im Fläschchen so schön erkennbaren Schimmer doch auch ein bisschen Wehmut enthalten. Im Sonnenschein macht "Scandal" auch solo so richtig Spaß, aber ich wolle zumindest ein kleines Stamping auf den Lack packen, um mal wieder beim "Stamping Sonntag" von Lilalack teilzunehmen, also begab ich mich auf die Suche nach einer passenden Platte. Da ich in letzter Zeit eher zu meinen MoYous gegriffen habe, habe ich mir dieses Mal die BM-XL 17 geschnappt und in Weiß (da durfte dann doch wieder "White knight" von MoYou London ran) einen kleinen stilisierten Wald auf zwei Nägel gestampt. Ich mag das Motiv sehr gern, wusste bisher aber nicht so recht, wo und wie ich es am besten einsetzen soll - und "Scandal" kam mir da doch sehr recht mit der funkelnden Base, zu der das cremige Weiß doch einen passenden Kontrast darstellt.
Eigentlich wollte ich über das Stamping noch einen Topcoat pinseln, um vor allem das kleine Malheur am Ringfinger zu kaschieren - aber irgendwie habe ich die letzten Sonnenstrahlen noch ausnutzen wollen und darüber dann den Topcoat vergessen... Bzw. wollte ich mir das Motiv nicht verschmieren und habe darum ein paar Bilder gemacht und dann als ich Topcoat drüber hatte, total verpeilt, das Ganze nochmal zu knipsen... Tut aber dem Ergebnis keinen Abbruch, da "Scandal" auch ohne Topcoat ja klasse aussieht. Da ich Lottes Posting noch im Hinterkopf hatte (ich hoffe, diesmal gibt es keinen Grund zur Beanstandung des "alten" Postings - wobei ich den beim letzten Mal auch nicht nachvollziehen konnte), war ich schnell von der Idee abgekommen, da noch ein Holostamping draufzupacken, wobei das sicherlich mit den Bäumchen auch spannend ausgesehen hätte... Aber ganz ehrlich: Bei so komplexen Lacken tut es aus meiner Sicht auch ein ganz profanes Gestempel!
Hach ja, dass ich von der Qualität der piCture pOlishes hin und weg bin, muss ich glaube ich nicht extra sagen - "Scandal" hat auf jeden Fall wieder ein kleines Schippchen Begeisterung hinzugefügt. Tipwear hielt sich im Rahmen, auch wenn sie natürlich bei einem so dunklen Lack schneller sichtbar ist. Aber das Ganze hielt sich doch im Rahmen und vor allem ging auch da Ablackieren problemfrei. Mal wieder ein "Leihlack", der mein Herz höher schlagen lässt, liebe Lotte!

Freitag, 24. März 2017

SuperChic Lacquer "Urban dictionary" Awesome sauce

Heute ist zwar Freitag, aber statt Blau gibt es wieder mal einen Lack "Gemeinsam lackiert" mit Lotte - und zwar ein richtiges Zuckerstück, das sie dabei hatte, als sie mich besuchen war. Am liebsten hätte ich ja alle Lacke gleichzeitig lackiert, weil da einer hübscher als der andere war - aber die Zeit hat das dann doch nicht zugelassen und so mussten wir uns für eine kleine, aber feine Auswahl entscheiden.

Ein Highlight war für mich auf jeden Fall "Awesome sauce" von SuperChic Lacquer, auch wenn die übrigen Lacke der Kollektion auch echte Hingucker sind. Wer die Wahl hat, hat aber bekanntlich auch die Qual und so entschied ich mich für einen aus meiner Sicht nicht ganz so gewöhnlichen Farbton im Holobereich...
"Awesome sauce" kommt nicht nur mit einem schicken Namen, sondern auch einer tollen Konsistenz daher - allerdings auch mit einem für mich eher gewöhnungsbedürftigen Pinsel. Eher kurz und fest gebunden, hatte ich beim Auftrag das eine oder andere kleine Problem, genug Lack für einen Nagel auf den Pinsel zu bekommen - das hat sich dann aber nach ein paar ersten Versuchen auch gelegt. Trotzdem werde ich mit dem Pinsel nicht wirklich warm, mir ist er einfach zu starr und das Lackieren geht nicht so gemütlich von der Hand wie mit anderen, weicheren oder längeren Pinseln. Trotzdem ist "Awesome sauce" ein absolut grandioser Lack, denn er deckt im Prinzip mit nur einer Schicht - wenn man die gleichmäßig aufträgt und sich nicht nur die Pinselproblematik ein paar lichte Stellen in die Nägel drückt. Dann hilft aber auch eine zweite Schicht, die weder an der Deckkraft, noch an der Farbintensität etwas ändert, aber aufgrund meiner Schusseligkeit einfach notwendig war.
Den Topcoat kann man sich bei "Awesome sauce" getrost sparen - der Lack trocknet nämlich recht zügig und vor allem auch schön glatt und gleichmäßig, wenn auch vielleicht noch ein wenig Gloss zum absoluten Hochglanz fehlt. Den braucht man aber bei diesem tollen Lack gar nicht, denn der SuperChic überzeugt sowohl mit seiner traumhaften dunkelbraunen Zartbitterschokoladenfarbe, als auch mit dem tollen Holoeffekt, der die Lacke der Kollektion auch kennzeichnet. Sowohl im Fläschchen als auch auf den Nägeln zeigt sich sehr schnell nicht nur ein feiner silbriger Schimmer (der zugegebenerweise den Lack etwas weniger strahlend macht), sondern auch ein spannendes, weiches Farbspiel, das die kleinen Partikelchen tatsächlich in allen Regenbogenfarben funkeln lässt. Schokolade mit Holoeffekt - dass ich da nicht nur große Augen bekommen habe, sondern auch ein bisschen sabbern musste, dürfte verständlich sein. Der Effekt ist zwar nicht superkrass-bäm-in-your-face-Holo-V, aber doch sehr deutlich erkennbar!
Nach einem passenden Design gefragt, kam Lotte sofort mit einem Doppelstamping an - und dann ging es erstmal los auf die Suche nach einer passenden Platte. Lotte wühlte sich durch meine komplette MoYou- und BundleMonster-Sammlung und landete letztlich bei der Arabesque 08 (darum durfte die dann auch bei "Squeeze me" nochmal ran - sie lag gerade greifbar obenauf). Angedacht war eigentlich ein Stamping mit Weiß und anschließend einem bräunlichen Gold - aber nachdem ich das weiße Motiv auf den Nägeln hatte, waren wir eigentlich mit dem Ergebnis so zufrieden, dass ich auf das zweite Gestempel verzichtet habe. Das lag aber auch zugegebenerweise daran, dass der Versuch, da einen passenden Lack zu finden, ein bisschen gescheitert ist - trotz weißer Base ging nämlich der zweite Lack ganz schön unter und war auf dem dunklen Schokobraun kaum zu erkennen... Aber auch mit einem einfachen Stamping sieht "Awesome sauce" doch schon ganz fein aus, oder?
 
Auch wenn das Stamping nicht ganz perfekt geworden ist (allerdings kann ich MoYou's "White knight" da keinen Vorwurf machen, ich habe einfach nur mal wieder ein bisschen geschusselt), mag ich den Kontrast zwischen dem weißen Cremelack und dem tollen Holo esehr - und vor allem kann man den tollen fließenden Effekt von "Awesome sauce" noch immer hervorragend unter dem weißen Muster erkennen. Eine Schicht Topcoat hat zwar im ersten Moment den Holoeffekt ein bisschen verschwinden lassen, der kam nach Abtrocknen des Lacks aber wieder und ich bilde mir ein, dass durch die Spiegelung der Lack auch unter der Tageslichtlampe ein bisschen wärmer erscheint und einen leichten Rotstich dazubekommen hat - das mag aber auch einfach nur dem Winkel geschuldet sein, da bin ich mir gerade nicht so sicher. Auf jeden Fall finde ich den Unterschied im Glanz nicht wirklich so riesig, dass ich hier unbedingt einen Topcoat brauchen würde - außer, um das Weiß ein bisschen klarer strahlen zu lassen.
Mal von diesem kleinen Pinselproblem abgesehen, muss ich ja wirklich sagen, dass ich "Awesome sauce" richtig klasse finde - ich konnte den Lack zwar nicht lange tragen, weil wir ja wild lackiert haben, aber ein Traumlack ist das für mich trotzdem. Der Effekt ist klasse und ich könnte mir durchaus vorstellen, das eine oder andere Auge für den (aus meiner Sicht) suboptimalen Pinsel zuzudrücken...

Mittwoch, 22. März 2017

Catrice 34 Squeeze me

So langsam aber sicher nähern wir uns dem Ende dieser sechsten Runde von "Lacke in Farbe... und bunt!" und die Farbauswahl wird doch sehr eng... Nicht nur, dass es kaum noch Farben gibt, auf die man sich großartig freuen kann, ich habe auch feststellen müssen, dass meine Lackauswahl für die meisten Nuancen inzwischen auch sehr eingeschränkt ist. Umso mehr freue ich mich, wenn meine Vorauswahl sich farblich tatsächlich als stimmig erweist - und dieser Tatsache war ich mir heute auch gar nicht so sicher!

"Squeeze me" von Catrice ist es geworden, und das, obwohl ich ja eigentlich zu der Sorte Mensch gehöre, die Petrol eher eindeutig im dunkelblauen Sektor verortet. Ich habe schon die letzten Runde häufiger mal zu grünstichigen Tönen gegriffen und heute bin ich in einer ganz seltsamen Richtung gelandet, nämlich bei einem matschigen Petrol!
"Squeeze me" von Catrice gehört glaube ich zu den Lacken, die ich irgendwann mal im Sortimentswechsel mitgenommen habe - der Lack stammt nämlich noch aus der Zeit, als die Pinsel bei Catrice nicht so wirklich grandios geschnitten waren. Mein heutiges Exemplar ist da leider auch keine Ausnahme, wobei ich sagen muss, dass zumindest die Form des Pinsels gleichmäßig ist und nur ein paar Pinselhaare abstehen. Trotzdem ist der Auftrag nicht ganz so einfach, da der recht starre Pinsel präzises Arbeiten doch ein wenig erschwert. Die Konsistenz des Lacks ist trotz langer Stehzeit perfekt, vielleicht einen Hauch auf der zähflüssigeren Seite, aber das heißt zumindest, dass der Lack nicht bei jeder Gelegenheit in die Nagelhäute läuft. "Squeeze me" sieht auf den ersten Blick wie eine Deckkraftbombe aus - nach zwei Schichten offenbarte aber die Kamera, dass trotz eines blickdichten Erscheinungsbildes wohl noch ein paar lichte Stellen zu entdecken sind, also habe ich noch eine dritte Schicht lackiert. Fürs "einfache" Tragen reichen aber zwei Schichten vollkommen aus.
Der Catrice hat eine angenehme Trockenzeit und auch das Finish gleicht sich ganz gut von selbst aus, auf einen Topcoat kann man hier also verzichten, sofern man nicht eine absolut spiegelglänzende Oberfläche möchte. Farblich kommt "Squeeze me" auf den Fotos einen Hauch blauer heraus als er eigentlich ist - aber für Petrol ist das ja nur gut! Die Lackbasis würde ich nämlich im normalen Tageslicht eher als ein dunkles, angegrautes Petrol beschreiben, das in der bläulichen Base mit goldenem Schimmer daherkommt. In manchen Lichtverhältnissen (vor allem, wenn es ein wenig dunkler wird), sieht der Lack dann wie ein eher gräulicher Dunkelgrünton aus, durch das Licht der Tageslichtlampe, das ja eher auf der kühleren Seite ist, wirkt er aber doch ein bisschen blauer und damit für mich "klassischer" petrolig. Das Spannende an "Squeeze me" ist allerdings der feine Goldschimmer, der bei dem Lack eigentlich recht gut zu erkennen ist und ihn im Finish auch ein klitzekleines bisschen streifig macht - aber das ist wirklich nur auf Fotos zu erkennen. Normal betrachtet erkennt man nur die feinen goldenen, teils grünlichen Reflexe wirklich gut und die lassen den Lack dann auch ein bisschen matschig wirken - ich mag das!
Für ein Design wollte ich das Gold im Lack ein bisschen mehr aufnehmen und habe darum mit meinem goldenen Stinker von Kleancolor gestempelt. Als Platte fiel mir die Arabesque 08 von MoYou London in die Hände, die ich letztens endlich von ihrer blauen Schutzfolie befreit habe. Die große Kunst, das Motiv zentral zu platzieren, ist mir mal wieder nicht gelungen, aber dafür haben sich die Rädchen durchaus erkennbar auf den Nägeln eingefunden. Durch den goldenen Kontrast geht auf den bestempelten Nägeln leider der goldene Schimmer doch noch ein wenig mehr unter (etwas liegt das auch am Lichteinfallswinkel, damit das Motiv gut zu erkennen ist), als ich eigentlich vermutet hatte - aber ein bisschen kann man den zarten Schimmer im Grundton doch noch erkennen. Auf jeden Fall hellt das Stamping den Catrice ordentlich auf und auch wenn ich anfangs nicht dachte, dass sich "Squeeze me" so gut als Stampingbasis machen würde - mit Design gefällt er mir fast noch besser als ohne!
Ich wollte noch unbedingt wissen, was der Lack zeigen würde, wenn ich ihn mattierte - also kam über Stamping und auch die "nackten" Nägel noch ein matter Topcoat. Anstatt aber den feinen Schimmer noch ein bisschen deutlicher hervorzukitzeln, wurde dieser nur eher in den Basislack gedrückt und tritt nun gar nicht mehr so klar heraus... Eigentlich ein gegenteiliger Effekt, aber ich finde, dass der Lack an sich dadurch sogar noch ein bisschen klarer petrolig wird, da der Unterschied zwischen Basisfarbe und Finish nicht mehr so deutlich wird. Mattiert mag ich auch das goldene Stamping sehr, auch wenn dadurch mal wieder ein bisschen besser auffällt, wo das Motiv nicht perfekt übertragen wurden - aber was meine Nägel angeht, bin ich da auch einfach immer besonders kritisch. Das matte, weiche Finish mag ich haptisch sehr gern. Auch wenn mir Lotte ein paar Sorgen gemacht hat ("Das ist eindeutig kein Petrol!" war ihre Aussage, als sie einen Blick auf das Lackfläschchen warf...), finde ich doch, dass der Lack ganz gut passt!
Haltbarkeitstechnisch gibt es bei "Squeeze me" so ein paar kleinere Mankos - der Lack ist ohne Topcoat doch ein bisschen angreifbar und Tipwear entwickelt sich recht zügig. Auf dem dunklen Blau ist das dann auch recht deutlich erkennbar und verringert somit die Haltbarkeit des Lacks doch. Ablackieren lässt er sich dafür ganz flott und ich mag diesen Ton, sodass er eindeutig bleiben darf!

Nächste Woche machen wir mal wieder ein bisschen Frühling, damit die heutige, wahrscheinlich eher herbstliche Galerie, wieder ein bisschen aufgepeppt wird: Hellgrün steht an und ich bin jetzt erstmal auf eure petroligen Beiträge gespannt - ich glaube, ich muss mir nämlich noch den einen oder anderen Lack in der Richtung zulegen...

Montag, 20. März 2017

China Glaze "INK" 1015 Celtic sun

Gelbe Lacke gehören ja nicht unbedingt zu den Lacken, die ich zuhauf habe - und schon gar nicht zu der Sorte, die ich gerne oder öfters lackiere. Für gewöhnlich kommt Gelb immer nur zur Blogaktionen (oder bei Designs) zum Einsatz und so ist es auch heute, wobei ich mich wirklich sehr freue, diesen Lack für die #31DC2017weekly herausgekramt zu haben und es mir sehr viel Freude gemacht hätte, ihn ein bisschen länger zu tragen...

"Celtic sun" kam wie das Röschen und der Drache im Bundle über tkmaxx in meinen Besitz und musste seit April letzten Jahres (hier würde jetzt ein geschockter Smiley hervorragend hinpassen) hier auf seinen Auftritt warten. Das ist nun bei einem Neonlack in Gelb bei mir kein großes Wunder - aber definitiv eine große Schande!
Eigentlich bin ich ja so ein elendiger Solo-Lackierer - aber bei "Celtic sun" werden auch mehrere Schichten nicht wirklich deckend, also habe ich tatsächlich mal einen weißen Lack als Basis lackiert... Und alter Falter, knallt der China Glaze dadurch! Auf die zugegebenermaßen recht unregelmäßige, weil tippex-artige Konsistenz meines weißen Lacks kamen dann noch ein paar Schichten "Celtic sun", die aber keineswegs aufgrund der Farbintensität, sondern eher aufgrund der Gleichmäßigkeit der Oberfläche notwendig waren. An und für sich knallt der Lack nämlich schon mit einer Schicht auf Weiß (ansonsten sind auch drei Schichten solo alles andere als auch nur im Ansatz deckend!) ordentlich lässt sich mit dem schmalen Pinsel auch angenehm und problemfrei auftragen. Die Konsistenz ist eher von der flüssigeren Sorte, aber das tut dem Jellyneon absolut keinen Abbruch.
Farblich sind wir hier ganz eindeutig bei Neontextmarkergelb - und zwar bei einem matten Textmarker. Dadurch ist das Finish eben auch nicht gar so glatt, bzw. dadurch fällt es eher auf, dass sich da Unebenheiten im Lack einfinden. Der Lack strahlt wirklich ganz schön ordentlich und macht unheimlich gute Laune - ist aber damit auch nicht wirklich dafür geeignet, auf der Arbeit getragen zu werden (ich hatte das ernsthaft kurz überlegt, aber wenn man zumindest ein bisschen seriös wirken soll, sind knallgelbe Neonnägel nicht unbedingt passend...). Im Sonnenschein, der sich am Wochenende ja zumindest ein bisschen gezeigt hat, geht der Neoneffekt ein bisschen verloren, zumindest wird der "Celtic sun" deutlich wärmer und tendiert dann eher ein bisschen in Richtung Sonnengelb - ist aber immernoch farblich wirklich intensiv. Ich fand den Lack wirklich toll auf meinen Nägeln und habe mich richtig geärgert, dass ich ihn nicht länger tragen konnte...
Natürlich wollte ich auf dieses Quietschgelb noch ein hübsches Design machen (sonst passt der Lack ja auch gar nicht zur Challenge) und habe lange gegrübelt, was es nun werden soll... Statt eines Stampings wurde es dann ein einfaches Stripingdesign, das ich mit dem Kollektionsbrüderchen "Turned up turquoise" geklebt habe. Das Design ist mit abgesetzten Tips alles andere als kompliziert, aber mit dem Neontürkis auch gar nicht so einfach zu bewerkstelligen gewesen - der Lack ist nämlich auch nicht unbedingt superdeckend, also musste ich über meine Klebestreifen doch mehr als nur eine Schicht pinseln... Irgendwie habe ich dabei nur bedingt nachgedacht und mein pinkes Stripingtape genutzt - und das hat leider an den Rändern ein bisschen abgefärbt... Das erkennt man zwar bei normaler Betrachtungsentfernung gar nicht, aber bei genauem Hinsehen sind da an den Streifen so ein paar pinke Fussel zu erkennen und das fuchst mich natürlich gewaltig.
Da auch "Turned up turquoise" matt trocknet und ein paar Schichten gebraucht hat, sieht man leider recht deutlich, dass es sich hier um ein Stripingdesign handelt - also habe ich das Ganze mit einer Schicht glänzenden Topcoats versiegelt. Um die Streifen wirklich deutlicher in das Gelb einsinken zu lassen, hätte sicherlich eine weitere Schicht nicht geschadet, aber auch so ist der Übergang zwischen den beiden Lacken deutlich weniger geworden - aber dafür treten die pinken Fussel irgendwie deutlicher hervor... Mit glänzendem Topcoat sieht man dafür auch den Schimmer in dem Türkis deutlicher, sodass ich nicht ganz sagen kann, welche Variante ich nun wirklich hübscher finde - Fakt ist aber, dass ich diese knallige Mani trotz ihrer Einfachheit wirklich gern habe und auch nicht als einzige von ihr begeistert war! Ich glaube, im Sommer gönne ich mir doch irgendwann mal einen Neontag, mal sehen ob ich noch passende Schuhe dazu finde oder so...
Leider durfte "Celtic sun" nicht lange auf meinen Nägeln bleiben, darum kann ich wenig zur Haltbarkeit sagen - außer, dass der Lack zumindest ein paar heiße Spülgänge gut überstanden und sich zumindest nicht abgelöst hat. Das Ablackieren ging dann auch angenehm einfach, sodass ich das Neongelb auf jeden Fall weiterempfehlen kann und mir den Lack sicher nicht allzu weit hinten ins Regal stellen werde...

Samstag, 18. März 2017

Cirque "Kontiki" Midsummer night

Nachdem mich Lotte bei ihrem Besuch letztes Wochenende auch ordentlich gescholten hat, dass ich es nicht wirklich hinbekommen habe, den ganze Haufen Lacke, den sie mir im Januar mitgegeben hatte, zu lackieren (ist ja nicht so, als wären das nur zwei oder drei gewesen - nein, nein!), musste ich hoch und heilig versprechen, dass das nun besser werden würde... Also gibt es heute, wenn auch verspätet, einen weiteren Lack aus dem Leihpaket!

"Midsummer night" aus der "Kontiki"-Kollektion von Cirque hatte Lotte schon vor geraumer Zeit gezeigt - und wenn ich schlau gewesen wäre, hätte ich ihren Beitrag auch nochmal genauer gelesen, bevor ich mich daran gemacht habe, den Lack zu lackieren...
"Midsummer night" ist nämlich ein Jellylack, damit sieht es mit der Deckkraft nicht gar so grandios aus - zumindest, wenn man den Lack fotografieren will. Beim Auftrag fand ich den Cirque eigentlich relativ gut deckend für einen Jelly, aber kaum hatte ich die Kamera herausgeholt, war klar, dass da zu den zwei Schichten noch eine dritte dazukommen müsste. Der Auftrag des Lacks ist angenehm einfach, der Pinsel fächert gut auf - allerdings sollte man bei den Nagelspitzen sehr viel Sorgfalt walten lassen und diese doch nochmal separat ummanteln, ansonsten hat man schon frisch nach dem Lackieren deutlich sichtbare Tipwear und das muss bei so einem hübschen Lack ja nun wirklich nicht sein. Ansonsten ist die Trockenzeit durchaus recht kurz, beim Auftrag sollte man nicht allzu oft über die gleiche Stelle pinseln, denn dann macht sich der leicht angetrocknete Lack auch schon wieder auf den Weg und man hat kahle Stellen produziert. "Midnight summer" trocknet mit einem schönen Glanz und vor allem auch gleichmäßig, einen Topcoat kann man sich also durchaus sparen.
Farblich muss ich gestehen, dass der Lack auf den Fotos deutlich heller rauskommt, als er tatsächlich ist - das Ergebnis hat eher die Farbintensität, die "Midsummer night" nach zwei Schichten hat, da ist der Lack nämlich noch ein bisschen mittelblauer. Mit drei Schichten ist er wirklich tiefdunkelblau, das wollte meine Kamera aber partout nicht so darstellen. Das Spannende an dem Lack sind allerdings zwei andere Aspekte: Zum Einen enthält "Midsummer night" ein paar "Sterne", die sich da am mittsommerlichen Himmel zeigen - und zwar in Form von kleinen holografischen Glitzerpartikelchen, zum anderen schwirren da in dem Lack feine Schimmerpartikelchen herum, die hier vorwiegend in Rot zu erkennen sind, allerdings in bestimmten Winkeln durchaus von Rot bis Grün changieren. Man könnte da eine kleine Idee von Polarlichtern einbringen, aber das mit der Kamera irgendwie festzuhalten, war tatsächlich unmöglich! Die Schimmer- und Glitzerteilchen sind natürlich nur deshalb so gut zu erkennen, weil der Lack eben nicht zu deckend ist und ich muss gestehen, dass ich ihm diese etwas mäßige Deckkraft durchaus zugestehe, weil ich das Ergebnis toll finde.
An und für sich wäre "Midsummer night" ja prädestiniert für irgendein sternenbezogenes Design - aber ich wollte nicht schon wieder stampen (das tue ich ja doch oft genug) und hatte darum zuerst einen feinen Topcoat im Sinn, um den Schimmer vielleicht ein bisschen deutlicher zu machen, mich dann aber doch für roten Glitter entschieden. Ich dachte ja tatsächlich, dass sich damit der Schimmer ein bisschen besser herauskitzeln ließe, aber irgendwie hat das rote Geglittere nur das Gegenteil bewirkt... Nach einer Schicht Topcoat habe ich auf dem Ring- und Mittelfinger an der Nagelspitze mit dem Glitter angefangen, auf dem Zeige- und kleinen Finger habe ich den Glitter einfach so verteilt. Das Ergebnis sieht durchaus akzeptabel aus, nachdem es mit einer weiteren Schicht Topcoat versiegelt wurde, allerdings gehen damit die Besonderheiten von "Midsummer night" irgendwie ganz schön unter... Die Holopartikelchen funkeln zwar hier und da noch ein bisschen hervor, allerdings ist der Schimmer schon fast unsichtbar geworden und das finde ich richtig schade.
Auf normale Betrachtungsentfernung sieht der Glitter gar nicht so fehl am Platz aus und passt auch gut zu dem dunklen Blau - aber auf den Fotos sieht das extrem nach "gewollt, aber nicht gekonnt" aus und das wurmt mich ein bisschen. Mit losem Glitter stehe ich ja sowieso ein bisschen auf Kriegsfuß und man kann auf den Bildern glaube ich auch ein bisschen erkennen, warum: Das Zeug verteilt sich nämlich absolut überall und man bekommt es auch mit viel Gewische mit einem weichen Pinsel nicht unbedingt wieder weg! Die Designidee hätte ich wohl getrost in die Tonne kloppen können - irgendwie wäre da wohl ein hübsches Stamping sinnvoller gewesen, aber immerhin habe ich so mein kleines Nailartmagazin mal wieder etwas genauer unter die Lupe genommen, bin über tolle Glitzertöpfchen und spaßige Decals gestolpert und hoffe, dass ich mir endlich mal wieder ein bisschen mehr Zeit nehmen kann, um meine Nägel mit irgendwelchen Designs zu versehen.
Zur Haltbarkeit von "Midsummer night" kann ich nichts Negatives berichten - nachdem man die Tips ordentlich versiegelt hat, bildet sich da auch nicht allzu schnell Tipwear. Das Ablackieren geht auch gemütlich von der Hand (für den Glitter kann der Lack ja nichts) und wenn das mein Lack wäre, würde ich ihn künftig auch auf einer schwarzen oder blauen Base lackieren - aber so wandert er wieder in die liebevollen Hände seiner Mama Lotte!

Mittwoch, 15. März 2017

SpaRitual "Rhythm" Cycles

Apricot, meine Nemesis, ist mal wieder bei "Lacke in Farbe... und bunt!" dran - und das noch zusätzlich im Frühjahr, wo generell pastellige Töne wieder auf dem Vormarsch sind und mir regelmäßig ein fragendes Kopfschütteln entlocken... Nicht, weil ich sie nicht leiden mag - an anderen gefallen mir pastellige Töne sehr, aber wenn man momentan versucht, sich irgendwo Klamotten zu kaufen, muss man eben Pastell nehmen - oder nackt gehen, und das bringt mich momentan ein wenig zur Verzweiflung.

Noch dazu muss es auch noch auf den Nägeln pastellig werden - aber dankenswerterweise habe ich noch einen (vermeintlich) apricotfarbenen Lack in der Hinterhand gehabt, sodass meine Panik für den heutigen Tag doch deutlich heruntergeschraubt war.
Mit den kleinen Fläschchen von SpaRitual hatte ich ja bisher (*klick*, *klick*) nicht immer die besten Erfahrungen und auch "Cycles" hat es mir nicht einfach gemacht. Mit längeren Nägeln ist der kurze Pinsel in dem kleinen Fläschchen einfach anstrengend, weil ich meistens nicht genug Lack auf dem Pinsel habe, um einen Nagel in einem Zug lackieren zu können, da heißt es immer, für einen Nagel mindestens zwei Mal ins Fläschchen dippen - das finde ich einfach ein wenig nervig. Nichtsdestotrotz muss ich sagen, dass die Konsistenz des SpaRitual sehr angenehm ist und der Lack sich gut verteilen ließ. Die Deckkraft ist, wie bei hellen Lacken so oft, nicht sonderlich gut, letztlich habe ich für ein deckendes Ergebnis drei Schichten lackieren müssen. Mit zweien war die Farbe schon ganz gut, allerdings gab es noch lichte Stellen und Ungleichmäßigkeiten, darum musste die dritte Schicht her. Die Trockenzeit ist auch eher mäßig und da der Lack weder superglänzend noch außerordentlich eben trocknet, ist ein Topcoat durchaus angesagt.
Farblich ist "Cycles" nicht der allerhellste Apricotton, fällt für mich aber durchaus noch in diese Kategorie, da dieses helle, pastellige Orange einfach sonst auch nirgendwo hinpasst. Ich muss gestehen, dass ich den Lack auch an meinen Nägeln gar nicht so übel finde (und das will bei Pastell ja schon was heißen!), was aber wohl auch daran liegt, dass er eben nicht superzart und fein ist. Erschreckenderweise beißt sich der Lack auch nicht wirklich mit meiner Hautfarbe, sodass ich mich ernsthaft dazu durchgerungen habe, ihn ein wenig länger zu tragen. Auf den Nägeln wirkt der Lack zwar einen Hauch dunkler als im Fläschchen (in dem sich anscheinend auch schon so einiges von dem Pigment abgesetzt hat...), zeigt aber noch immer einen leichten Rosastich und ist mit dem Cremefinish durchaus hübsch anzusehen. Ich hätte mir hier zwar tatsächlich ein feines Schimmerfinish gewünscht, um mich ein bisschen mehr zu begeistern, aber dem kann man ja mit einem Topcoat auch Abhilfe verschaffen.
Was das Design zu "Cycles" angeht, hätte sich natürlich etwas Geometrisches angeboten, um dem Namen Rechnung zu tragen - allerdings war mir eher nach etwas Frühlingshaftem und ich habe endlich mal meine MoYou Tropcial 12 ausgepackt, die einige süße kleine Motive im Angebot hat. Mit einem meiner Neuzugänge von "Il était un vernis" (und zwar #ladykiller) habe ich dann ein kleines Blattmuster auf die Nägel gebacht - ich hatte eigentlich gehofft, dass sich der Lack so gut schlagen würde wie a england's "Tristam", aber das war nicht ganz so der Fall. Trotzdem kann man den feinen blauen Schimmer glaube ich in dem Stamping ganz gut erkennen und ich mag die kleinen Akzente, die durch die Blätter auch auf die Nägel kommen. Der Kontrast ist zwar ganz schön krass, aber irgendwie passt das auch gut zusammen und gefällt mir.
Um das Finish insgesamt noch ein bisschen spannender zu gestalten, habe ich mir meinen goldenen Topper von agnes b. geschnappt (und somit auch endlich mal wieder einen Topper benutzt!), allerdings ist das unter der Tageslichtlampe alles andere als einfach zu fotografieren. Ein kleines bisschen habe ich mir natürlich mal wieder das Stamping verschmiert, aber das hält sich im Rahmen - mir gefallen vor allem die unterschiedlichen goldenen Partikelchen, die dem Lack noch einen deutlich wärmeren, heimeligeren Anstrich verleihen und auch den blauen Schimmer von #ladykiller durchaus hervorheben. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn ich noch ein paar Bilder im normalen Tageslicht hätte machen können, aber das war zeitlich nicht drin... Ich muss gestehen, dass ich mir bei "Cycles" nicht so ganz sicher bin, was ich nun noch mit dem Lack machen soll - zum Stampen ist er nämlich zu dünn, solo werde ich ihn ob der vielen Schichten wohl auch nicht mehr lackieren... Aber so schlecht, dass er gleich ausziehen muss, ist er nun auch wieder nicht!
Die Haltbarkeit des Lacks ist nämlich durchaus in Ordnung, wobei das natürlich auch am Topcoat liegt, der da eine solide Schutzschicht bildet. Ablackieren ist bei dem Cremefinish natürlich kein Problem, aber so richtig geflasht hat mich die Farbe eben auch nicht... Hauptsache, ich habe Apricot für diese Runde hinter mich gebracht!

Nächste Woche gibt es nochmal einen kleinen Kontrast, statt hell und freundlich wird es dunkler und auch matschiger - ich bitte nämlich bei der sehr geringen Auswahl an restlichen Farben endlich um Petrol!

"Cycles" wurde mir freundlicherweise von SpaRitual zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 12. März 2017

Il était un vernis "Grands Crus" Merlot

Zum Ende eines lacklastigen Wochenendes (hach, was war das schön! Und auch ein bisschen typisch, als ich morgens naserümpfend in mein Wohnzimmer kam und Lotte gefragt habe, ob sie in der Nacht noch ein bisschen am Nagellackentferner geschnüffelt hat, bevor ich das Fenster mal aufgemacht habe, um den feinen Acetonduft rauszulassen...) gibt es heute natürlich auch ein Posting - und zwar ausnahmsweise mal einen ganz frischen Lack!

Als mich vor einigenWochen Lotte fragte, ob ich denn bei "Il était un vernis" beim Sale mitbestellen möchte, hat irgendwie mein Hirn etwas ausgesetzt und ein paar Lacke landeten im virtuellen Einkaufswagen. Der eine oder andere bei uns beiden, sodass es heute nicht nur einen weitere Beitrag zur #31DC2017weekly gibt, sondern auch ein "Gemeinsam lackiert"!
Wäre Lotte nicht dieses Wochenende hier gewesen, hätte ich höchstwahrscheinlich ein anderes Orange gezeigt, aber so kam ich erfreulicherweise sehr schnell dazu, meinen ersten "Il était un vernis" zu lackieren. Die Lacke mit 12ml Inhalt kommen mit einem tollen, breiten Pinsel, der den Lack wahnsinnig gut aufnimmt und hervorragend auffächert - das Lackieren geht hier sehr leicht von der Hand und macht dank der tollen, vielleicht einen Hauch dickflüssigen Konsistenz, richtig viel Freude. "Merlot" deckt wirklich verdammt gut, sodass auch eine dünne Schicht vollkommen ausreicht - wenn man nicht so wie ich ein paar wirklich böse Macken in den Nägeln hat. Darum habe ich eine zweite Schicht lackiert, die aber farblich nichts verändert hat und dank der kurzen Trockenzeit auch kein Problem darstellt. Der Lack gleicht sich ganz toll von selbst aus und hat eine schön glänzende Oberfläche - eine Topcoat kann man sich hier also getrost sparen, außer man braucht es wirklich ganz besonders glossy.
Farblich ist "Merlot" ein wenig im rostigen Orangebereich angesiedelt - teilweise könnte man wohl auch über Backsteinrot reden, aber dafür wäre mir der Lack noch ein bisschen zu hell und zu wenig rotstichig (und Ziegel haben ja durchaus auch mal einen eher orangenen Einschlag, sind aber eben einfach noch satter). Zwar zeigt "Merlot" durchaus einen Hang ins Rötliche, allerdings würde ich behaupten, dass die orangenen Anteile hier noch deutlich überwiegen und der Rosteinschlag den Lack hell genug hält. Auch das feine Finish mit den teils holografischen Schimmerpartikelchen macht "Merlot" noch ein bisschen spannender als er alleine durch die Farbe schon ist - und auch wenn ich mir beim ersten Blick auf das Fläschchen alles andere als sicher war, ob mir der Lack stehen würde: Er tut's ganz eindeutig und vor allem gefällt mir die Farbe auch richtig gut! Klassisch wäre das wohl eher ein Ton für den Herbst, da er eben nicht so typisch strahlend ist, aber ich bin bekanntlich kein Freund von saisonalen Zuteilungen und trage den Lack somit auch mehr als gerne im Frühjahr!
Für die #31DC2017weekly musste natürlich ein Design her und ich wollte von vornherein für Orange einen Klassiker, nämlich ein Animalprint! Als Lack habe ich mir "Tristam" von a england geschnappt, da ich für diesen Orangeton kein einfaches Cremeschwarz haben wollte und habe mich auf die Suche nach passenden Stampingplatten begeben - dann kommt nämlich auch der "Stamping Sonntag" zum Zug (je mehr Fliegen mit einer Klappe, desto besser, nicht wahr?). Bei Bundle Monster bin ich bei der BM-XL 15 hängen geblieben, die ein paar Großkatzenköpfe beinhaltet - allerdings eben im XL-Format, was trotz meiner langen Nägel doch ein bisschen sehr groß ist, oder eher zu breit. Darum habe ich den Tigerkopf nur auf dem Ringfinger platziert und mich im Nachhinein geärgert, dass ich nicht mit dem Mittelfinger angefangen habe, der ist nämlich breiter und hätte das Tigerchen vielleicht ein bisschen besser zur Geltung gebracht. Da war es dann aber schon zu spät und ich habe die restliche Hand mit dem Tigermuster von der Pro XL 04 von MoYou bestampt.
In der Sonne zeigt sich "Tristam" natürlich von seiner allerbesten Seite und funkelt mit seinem schönen Holoeffekt ganz hervorragend auf dem Orange, allerdings muss ich auch sagen, dass sich "Merlot" mit dem feinen golden-funkelnden Finish auch sehr gut präsentiert. Mit dem dunklen Blau kombiniert gefällt mir der Animalprint auf dem "Il était un vernis" richtig gut, obwohl ich sonst ja kein wirklich großer Fan von Tiermustern bin. Beim nächsten Mal werde ich mal probieren, die Motive von der BM-XL 15 ein bisschen runterzuskalieren, vielleicht lassen sich die Katzenköpfe so ja ein bisschen besser auf die Nägel bringen (an der rechten Hand, die naturgemäß immer ein bisschen kürzer gehalten ist als die linke, passt der Tigerkopf nämlich nur bis zur Nase drauf und das sieht schon ein bisschen arg bekloppt aus). Die Fotos sind noch ohne Topcoat entstanden, da ich ja immer ein bisschen Bammel habe, mir dann das Motiv zu verschlieren - aber da ich morgen so auf die Arbeit gehen werde, kommt da jetzt gleich noch ein Topper drüber.
Da ich den Lack erst seit Freitag habe und heute Morgen erst lackiert wurde, kann ich über die Haltbarkeit natürlich nichts sagen - aber was den Auftrag angeht, hat mich "Merlot" schonmal komplett überzeugt und ich freue mich schon sehr darauf, auch die anderen Il était un vernis-Lacke, die bei mir einziehen durften, zu lackieren!

Freitag, 10. März 2017

Maybelline "Superpower blue"

Zu ganz später Stunde gibt es heute noch ein Posting, das ich eigentlich schon heute Nachmittag veröffentlichen wollte, aber dann kam mir tatsächlich mein Nachbar in die Quere, der mir seine Wehwehchen geklagt hat... Und irgendwie mussten Lotte und ich dann Döner holen, sonst wäre mir mein Besuch wahrscheinlich schon am ersten Abend mit einem Schwächeanfall umgekippt. Das musste natürlich verhindert werden, darum kommt mein "Superpower blue" erst am ganz späten Freitagabend.

Ich hatte mal wieder so richtig Lust auf Blau und nachdem ja mein "Hot oder Schrott"-Päckchen noch ein paar zauberhafte blaue Lacke beinhaltet hat, war ich perfekt ausgestattet. Maybelline's "Superpower blue" hat mich schon länger angelacht und jetzt durfte der Lack auf die Nägel - ist allerdings wahnsinnig schwer zu fotografieren.
Maybelline hat ja immer einen tollen Pinsel und das ist auch bei "Superpower blue" nicht anders. Der Lack hat auch eine tolle Konsistenz, ist schön cremig und lässt sich problemfrei auftragen. Die Deckkraft ist klasse und ich würde sagen, dass tatsächlich schon eine Schicht reichen würde - allerdings sind meine Nägel momentan so unregelmäßig, dass ich unbedingt eine zweite Schicht brauchte, um die Unebenheiten zu überdecken. Der Lack gleicht sich zwar ein wenig aus, allerdings habe ich noch eine Schicht Topcoat gebraucht, um alles wirklich eben zu kriegen. Von der Trockenzeit her käme der Maybelline auch ohne aus, aber so ein bisschen mehr Glanz schadet dem Lack ja nicht. Ganz perfekt ist das Ergebnis zwar auch so nicht geworden, aber ich hatte auch keine Zeit, mit besonderer Sorgfalt noch eine Schicht Überlack draufzuklatschen und auf normale Betrachtungsentfernung fallen die kleinen Unebenheiten auch gar nicht auf.
Farblich könnte man nun fast annehmen, dass das ein klassischer und solider Mittelblauton in Richtung Schlumpfblau ist, aber da hat mir die Kamera ein bisschen das Leben schwer gemacht. An und für sich hat "Superpower blue" nämlich einen ordentlichen Grünstich und ist schon fast ein bisschen petrolfarben. Egal, was ich mit meiner Kamera gemacht habe, sie wollte den Ton einfach nicht farbecht einfangen und auch wenn die Nuance zumindest auf den Designbildern so halbwegs hinkommt, sind die Solobilder von dem traumhaften Cremefinish von "Superpower blue" definitiv noch zu kühl und blaustichig. Ich habe allerdings auch festgestellt, dass kaum farbechte Bilder von dem Lack zu finden sind, was wirklich schade ist, da ich diesen angegrünten Blauton wirklich grandios finde. Auf der Arbeit wurde er auch schon bewundert - ist also auch kein Standardton, den ist man da inzwischen auch gewohnt...
Da das Cremefinish irgendwann doch ein wenig langweilig wird, habe ich mich mal wieder an einem Design probiert und wollte dieses Mal Drybrush und Stamping miteinander kombinieren. Als Lacke habe ich mir Anny "Midnight blue", ein hübsches cremiges Marineblau, und die 050 von trend it up, einen grünstichigen Türkiston, der allerdings ein bisschen flüssiger ist als erwartet, geschnappt. Über Kreuz hab eich erstmal eine Basis an Pinselstrichen auf die Nägel gebracht, wobei ich mit dem helleren Türkis angefangen habe, das dunkle Blau darübergepinselt habe und am Schluss das Blau noch einmal mit dem Türkis abgesoftet habe. Eigentlich wäre das tatsächlich schon auch vollkommen ausreichend gewesen als Design - das hat eindeutig was! Aber ich wollte ja noch was drüberstempeln und habe mir meine BP-77 mit den geometrischen Motiven geschnappt. Als Stampinglack hatte ich von vornherein "Whispering waves" von a england geplant, das hat sich dann aber ein bisschen als Fehler herausgestellt.
Mit Topcoat finde ich das Drybrush-Design ja schon noch ein bisschen schöner, aber das gestempelte Design geht zumindest im Sonnenschein ein bisschen unter. Im leichten Dämmerlicht zeigt sich der a england ganz toll als türkisfarbener zauerhafter Schimmer - in der prallen Mittagssonne (über die ich mich nun aber alles andere als beschweren will!) kommt allerdings viel mehr der rosa-bläuliche Schimmer raus und das finde ich auch gar nicht so ungeschickt. Zwar ist der Kontrast nicht so wirklich übermäßig groß (auf den ersten Blick würde ich sogar sagen, dass das Stamping bei dem unregelmäßigen Untergrund gar nicht auffällt), aber ich mag das geometrische Design sehr gern. An einigen Stellen darf man aber durchaus jetzt auf Spurensuche gehen, wo denn das Muster genau zu finden ist...
Haltbarkeitstechnisch kann ich sagen, dass "Superpower blue" sich mit Topcoat ganz gut gehalten hat - zumindest, bis ich mir den einen oder anderen Nagel angehauen und damit ein paar Eckchen verloren habe. Ans Ablackieren werde ich mich entweder heute Abend oder morgen früh erst machen - aber ich befürchte, dass das nicht gar so einfach vor sich gehen wird... Trotzdem muss ich sagen, dass ich den Lack richtig cool finde, eben weil die Farbe doch ein bisschen besonders ist.

Mittwoch, 8. März 2017

OPI "Touring America" Suzi takes the wheel

Es ist wieder Mittwoch und das heißt, es dauert gar nicht mehr lange, bis Wochenende ist - und darauf freue ich mich nicht, weil ich dann endlich ausschlafen kann (wobei das auch traumhaft wäre!), sondern weil ich dann Besuch von Lotte kriege! Das wird wieder eine wilde Lackiererei und sehr wahrscheinlich wird das mit dem Ausschlafen nicht funktionieren - schließlich ist das ja Zeit, die man sinniger mit Nägellackieren füllen könnte...

Heute gibt's auf jeden Fall einen Lack, der eigentlich für Grau geplant war - aber kaum hatte ich ihn auf den Nägeln, habe ich doch sehr daran gezweifelt, dass das wirklich ein Grau ist... Irgendwie war mir der Lack viel zu grün, also wurden die Bilder schön zur Seite gelegt und heute dann wieder herausgeholt - ich befürchte ja einfach, dass der Lack sich durch die lange Standdauer ein bisschen verfärbt hat.
Eigentlich sollte "Suzi takes the wheel" aus der "Touring America"-Kollektion nämlich grau sein und im Fläschchen wirkte er anfangs auch so - auf den Nägeln zeigte sich dann aber doch ein deutlich sichtbarer Grünstich. Mein eigentlicher Olivlack hätte auch eher zur hellen Sorte gehört, also passt auch der OPI ganz gut - auch wenn ich sagen muss, dass ich vom Auftrag nicht sonderlich begeistert war. Der Pinsel ist zwar toll und fächert gut auf, auch die Konsistenz des Lacks ist in Ordnung - aber bis ich da tatsächlich ein deckendes Ergebnis auf den Nägeln hatte, hat es doch drei Schichten gedauert. Dazu kam dann noch, dass sich der Lack nicht wirklich gut ausgeglichen hat und die Unebenheiten der drei Lackschichten gut erkennbar waren, also musste ein Topcoat her. Und wenn es schon schief läuft, dann ordentlich - denn der Topcoat hat dann teilweise noch Bläschchen geschlagen... "Suzi takes the wheel" und ich hatten also alles andere als einen guten Start - aber am Schluss ist dann doch was Ordentliches aus diesem matschigen Lack geworden!
Farblich dürfte mehr als klar sein, dass es sich hier um einen sehr hellen olivfarbenen Vertreter handelt - für mich war der Grünanteil aber auf den Nägeln so deutlich, dass das passte. Auf den Fotos sieht der Lack nun doch ein bisschen gräulicher und weniger grünlich aus, zeigt sich aber dennoch nicht als reines Grau (zumindest für mich). Oliv als hat ja eine auch recht große Bandbreite und meine Suzi würde ich eindeutig am helleren, zarteren Ende einordnen, das einen ordentlichen Graustich und nicht so sehr den ebenfalls spannenden Gelbstich mit sich bringt. Ich mag ja matschige Lacke immer sehr gerne und der OPI trifft hier voll ins Schwarze und begeistert mich was die Farbe angeht wirklich: Obwohl der Ton eher ein bisschen schmutzig wirkt, finde ich ihn durchaus edel und ansehnlich, das liegt aber wohl auch daran, dass sich der Ton so gar nicht mit meiner Hautfarbe beißt, sondern sehr stimmig ist - von roten Fingerchen, die man ja sonst gerne bei grünlichen Lacken hat, war nichts zu sehen. Dass der Lack eigentlich grauer sein sollte, stört mich gar nicht, ich mag diese matschig-grünliche Variante fast lieber.
Je nach Licht zeigt "Suzi takes the wheel" mal mehr, mal weniger die grünlich-gelblichen Anteile der Farbe, im kühleren Licht scheint er sogar auch fast ein bisschen einen Hauch Blau zu haben - aber das ist dann tatsächlich ein reiner Lichteffekt. Da mich der Topcoat mit Bläschen so geärgert hat, musste natürlich noch ein Design auf den Lack und ich Fauli bin mal wieder beim Stamping gelandet. Zu dem olivgrünen Lack hatte ich schon mit einem Tierprint-Motiv geliebäugelt und bin beim Wühlen in meiner Plattensammlung bei der MoYou Explorer 20 gelandet, die ich noch immer nicht von ihrer blauen Schutzfolie befreit hatte. Das wurde nachgeholt und nachdem ich mich für zwei Motive entschieden hatte, habe ich mir den Isadora "Vintage wine" geschnappt und damit zwei der Känguru-Motive auf die Nägel gebracht. Die Platte hat die kleineren Motive und das ging sich leider am Mittelfinger nicht so ganz aus - aber wenn man ein kleines bisschen trickst, funktioniert es zumindest mit diesen Mustern ganz gut: Ich habe nämlich einfach die Pünktchen um das Kanguru herum noch einmal mit dem Stamper aufgenommen und am Rand des Motivs hinzugefügt - fällt doch gar nicht auf, oder?
Um das Motiv nicht so sehr vom Lack abstehen zu lassen (das ist zwar der falsche Begriff, aber ich hoffe, ihr wisst, was ich meine), habe ich zumindest die beiden Akzentnägel mattiert und muss sagen, dass mir "Suzi takes the wheel" mattiert gleich noch viel besser gefällt! Das mag auch daran liegen, dass das Nailart dann besser mit dem Basislack verschmilzt, aber ich mag auch einfach dieses matte Grün sehr und bin von der matten Version einfach begeistert. Ich wusste auch lange nicht, was ich am besten mit der Explorer-Platte machen soll - aber so umgesetzt gefällt mir auch das Design sehr gut. Zwar ist auf dem Mittelfinger das Motiv nicht perfekt übertragen worden, aber das schiebe ich einfach auf meine Schusseligkeit. Dummerweise führt das Motiv mit den Kängurus in Kombination mit dem wirklich ekligen Wetter hier momentan zu massivem Fernweh und ich grübele schon, ob ich mich nicht ernsthaft mal Richtung Australien aufmachen will (nicht, dass ich da momentan Zeit zu hätte, eher so generell mal...)....
Da ich "Suzi takes the wheel" ja eigentlich für Grau geplant hatte, konnte ich den Lack leider nicht lange tragen, darum gibt es auch keine großartigen Infos zur Haltbarkeit. Ablackieren ließ sich der Lack dank Cremefinish vollkommen problemfrei und vielleicht nehme ich ihn mir demnächst nochmal etwas genauer zur Brust, bevor ich entscheide, ob ich ihn behalten will oder nicht...

Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass die Galerie heute sehr vielfältig wird und ich bin gespannt, welche olivfarbenen Lacke sich da alle einfinden werden - ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf eure Posting, Oliv ist ja doch so einer meiner kleinen, heimlichen Favoriten! In der nächsten Woche wird es für mich wieder sehr schwierig, aber wir springen mal auf den pastelligen Frühlingszug auf und versuchen es mit Apricot!


Dienstag, 7. März 2017

Revlon "Parfumerie" China flower

Ursprünglich wollte ich ja nicht "schon wieder" einen roten Lack tragen - aber dann kam Lotte mit Amys Nailartchallenge an und ich konnte nicht widerstehen bzw. hatte tatsächlich auch gerade nackte Nägel, also musste eben ein roter Lack auf die Pfoten! Ich fand die Nailartchallenge bisher immer klasse, aber 31 Tage am Stück waren mir immer ein bisschen zu viel, darum bin ich froh, dass es die ganze Chose auch ein bisschen entspannter in Form der #31DC2017weekly - also einer wöchentlichen Ausgabe - gibt!

Los geht es heute mit Rot und obwohl ich noch ein paar hübsche Lacke im Petto habe, ist es für heute ein ganz einfacher Lack geworden - zumindest was das Finish angeht. Farblich eher eine sehr klassische Variante und auf jeden Fall ein Lack, der sich schon lange hinten anstellen musste.
Den Revlon habe ich mal im Sixpack bei tkmaxx mitgenommen, die "Parfumerie"-Lacke wollte ich trotz der eher unspektakulären Finishes haben, weil ich Duftlacke einfach witzig finde. "China flower" hat einen schmalen Pinsel, der fächert aber schön auf und verteilt den angenehm flüssigen Lack problemfrei auf den Nägeln. Der Lack sieht zwar im Fläschchen sehr farbintensiv und deckend aus - beim Lackieren zeigte sich aber deutlich, dass er gar nicht so einen hohen Weißanteil hat, um mein Nagelweiß abzudecken, brauchte ich nämlich tatsächlich drei Schichten! Zwar ist das Rot schnell auf den Nägeln, aber eben nicht so richtig dicht und deckend - ein klassischer sheerer Jelly ist das aber auch nicht... Nach der zweiten Schicht konnte ich leider noch immer den Übergang zum Nagelweiß sehen, also musste eine dritte Schicht her - an und für sich ist das bei so einer Farbe schon ein bisschen zu viel, da der Lack aber schnell trocknet, kann man da drüber hinwegsehen.
Farblich ist "China flower" ganz eindeutig ein Rotton und zwar einer, der so ein wenig in Richtung Tomate geht - durchaus intensiv und klassisch, mit einem schönen glatten Finish. Da der Lack aus der "Parfumerie"-Kollektion gehört, hat er auch einen feinen Duft, den kann ich allerdings nicht so recht zuordnen - ein bisschen geht er in die florale Richtung, ist aber nicht aufdringlich oder intensiv und verfliegt aus meiner Sicht auch recht zügig. Vor allem, nachdem dann noch ein Topcoat über das Rot kam, war von dem Duft gar nichts mehr wahrzunehmen - das finde ich allerdings auch nicht zu tragisch, um ehrlich zu sein. Um mal wieder ein bisschen was für meine Topper-Statistik zu tun, habe ich mir "Twilight" von Orly geschnappt und den über "China flower" gepinselt. Ich weiß ja ganz ehrlich nicht, warum ich ausgerechnet den Lack aus den USA mitgebracht habe, denn von deckend ist der meilenweit entfernt! Dafür gibt es aber einen feinen, silbernen Schleier auf den Nägeln und ich finde, dass das so schon auch ganz schön was hermacht und den Lack schon aufpeppt.
Allerdings zählt ein profaner Topper wohl nicht wirklich in die ernstzunehmende Nailartrichtung, also musste für die Challenge noch was her - und zuerst dachte ich in Anlehnung an den Lacknamen an irgendwas Blümchenhaftes, habe da aber nichts wirklich Stimmiges gefunden. Dann bin ich bei meiner Asia-Platte gelandet, hatte da aber mit den Motiven auch so meine Bedenken, da die ja rund sind und meine Nägelchen gerade ein bisschen länger... Also habe ich meine komplette MoYou-Sammlung durchforstet und bin schlussendlich bei der Kaleidoscope 06 hängengeblieben, die ich mir immer wieder gerne anschaue und dann doch selten zum Stampen nutze. Das Motiv könnte man ja mit ein bisschen gutem Willen durchaus noch als grob floral bezeichnen - das da in der Mitte geht doch glatt als stilsierte Blüte durch, oder? Als Stampinglack habe ich "No place like chrome" von essie genutzt, da mir Weiß als klassischer Kontrast mit dem feinen Silberschleier doch ein bisschen zu krass war. Mit dem Platzieren des Motivs hatte ich so ein bisschen meine Probleme, gerade bei den großen Muster finde ich, dass man schon kleine Abweichungen mehr als deutlich sieht und auf dem Mittelfinger ist es glaube ich nicht ganz zentriert...
Das Motiv zeigt auch mal wieder ganz deutlich, wie sehr sich  meine Nägel voneinander unterscheiden - auf dem Ringfinger ist das Blümchen gar nicht so gut zu erkennen, weil der eben deutlicher gebogen und etwas schmaler ist als der Mittelfinger... Aber sei's drum - ich finde die Farbkombination klassisch und auch mein Design durchaus gelungen und bin heilfroh, dass es mir diesmal gelungen ist, das Ganze nicht mit einer Schicht Topcoat komplett zu verschlieren! Bei den essies ist bei mir ein Topcoat immer Pflicht, da ich mir das Stamping sonst wirklich innerhalb von Stunden wieder von den Nägeln rubbele. Beinahe hätte ich mir auch noch die restlichen Nägel mit dem Motiv bestempelt, fand dann aber das Ergebnis auf zweien schon wuchtig genug (obwohl das Motiv ja nicht sonderlich dick ist und auch das Silber gut passt - aber irgendwie ist das schon ausreichend) und wollte meine Nägel nicht überladen, um die Mani nicht gleich wieder ablackieren zu müssen.
Die Haltbarkeit von "China flower" ist vollkommen in Ordnung - dank Topcoat sind auch die Nagelspitzen nach zwei Tagen vollkommen in Ordnung. Wenn man einen stark duftenden Lack haben will, ist dieser nicht wirklich zu empfehlen und eine Deckkraftbombe ist er auch nicht gerade, aber irgendwie ist mir der Revlon sympathisch und ich glaube, er darf bleiben!