Dienstag, 31. Januar 2017

101 im Januar, Klappe, die erste

So schnell guckst du gar nicht - da ist der Januar schon wieder rum. Ich dachte eigentlich, dass das Jahr gemütlich losgehen würde, aber dann kam alles ganz anders und es wurde turbulent und noch turbulenter. Anstatt viel Zeit zum Rumgammeln zu haben, hatte ich wenig Zeit, um viele Dinge unterzubringen - und anstatt mehr Ruhe zu haben, hatte ich irgendwie mehr Chaos, für das ich nichtmal was konnte. Eindeutig ein verrückter Januar, der trotzdem aber mehr Licht als Schatten hatte, würde ich sagen.

Der erste Blick auf die vielen Vorsätze ist immer ganz schön enttäuschend, aber irgendwo muss man ja schließlich anfangen - und zumindest ein paar Dinge habe ich schon hinbekommen, oder eher angefangen...

011. Handy

Ich weiß ja, welches Handy ich will - und ich habe es sogar schon bestellt... Die große Frage ist nur, wann es geliefert wird und ob ich nicht in der Zwischenzeit doch schwach werde und auf ein anderes umschwenke. Jetzt sitze ich hier schon zwei Wochen und warte auf eine Info, wann das blöde Ding lieferbar ist - und nichts ändert sich...

022. Nagellacke

An der Nagellackfron ist absolute Flaute zu vermelden - es gab diesen Monat aber auch irgendwie in den Drogerien keinen Lack, der es mir angetan hätte und bei tkmaxx war auch absolute Flaute... Dafür warten aber bei Lotte ein paar Lacke auf mich, nachdem ich die aber noch nicht in der Hand habe, zählen sie auch nicht in den Januar!

023. Stampingplatten

Die Versuchung war groß, vor allem Anfang des Jahres - aber nachdem ich nochmal einen genaueren Blick auf meine Stampingplattensammlung geworfen habe und die vielen, noch unbenutzten Platten mich schon vorwurfsvoll anblinkten, gab es auch hier keinen Zuwachs... Ich bin mir aber nicht sicher, wie lange ich diversen Angeboten noch widerstehen kann!

024. den Blog auf Vordermann bringen (Seiten aktualisieren, Kommentare, etc.) 

Das hat ja mal ganz hervorragend nicht geklappt - liegt aber auch daran, dass ich unverhofft doch so ein paar Dinge zu erledigen hatte, die meine Zeit sehr in Anspruch genommen haben. Dieses Wochenende sollte aber wieder ein bisschen mehr Luft sein, sodass ich hoffentlich endlich dazu komme, zumindest ein paar Dinge anzugehen und vor allem endlich wieder ein paar mehr Kommis zu beantworten!

026. an Blogparaden teilnehmen (3)

Das wollte ich ja unbedingt wieder aufnehmen, einfach, weil gemeinsam irgendwas lackieren viel mehr Spaß macht! So gab es diesen Monat hier auf dem Blog außer meiner eigenen Mittwochsaktion (um die komme ich ja kaum herum) ein bisschen was zum "Stamping Sonntag", endlich wieder "Gemeinsam lackiert" mit Lotte und auch einen Beitrag zur "nailsreloadedchallenge".

027. Nailarts posten (10)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/glambee-fairytales-rosenrot.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/kleancolor-168-metallic-black.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/illamasqua-fragile.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/dr-pierre-ricaud-rouge-bordeaux.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/essence-beauty-beats-02-im-backstage.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/a-england-russian-soul-katyusha.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/kbshimmer-claws-and-effect.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/dance-legend-wow-prisms-31-through-glass.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/cirque-vice-2016-sin-city.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/catrice-luxury-lacquers-sandsation-c06.html
Es war ganz schön stampinglastig diesen Monat - aber dennoch durchaus abwechslungsreich. Ich kann mich gar nicht so recht entscheiden, ob ich nicht ernsthaft den Bieber-Lack mit dem Schmetterlingsstamping tatsächlich am liebsten mag - oder ob doch der Dance Legend bei mir vorne liegt... 

028. Topper benutzen (3)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/dr-pierre-ricaud-rouge-bordeaux.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/anny-403-blue-fashion-show.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2017/01/isadora-824-vintage-wine.html
An der Topperfront hat sich auch ein bisschen was getan - auch wenn es nicht wirklich viel war. Mit "Fantasy fire" lassen sich gewiss noch schönere Manis zaubern, Glittertopper wie "Fireworks" habe ich auch mehr als genug zu Hause und sollte sie häufiger nutzen (da lassen sich ja auch wirklich schöne Effekte erzielen!) und auch aus den Crackles lässt sich was rausholen... Ich versuche auf jeden Fall, dranzubleiben!

041. Gesichtsmasken benutzen (4)

Nachdem Masken bei mir letztens eher ein bisschen kurz gekommen sind (ich aber dafür fleißig neue gekauft habe...), wurde es einfach mal wieder Zeit, da ein bisschen Struktur reinzubringen. Momentan schaffe ich es zumindest sonntags, wenn ich zu Hause bin, mir eine kleine Wellness-Auszeit zu gönnen und meinen Maskenvorrat wieder ein bisschen zu reduzieren. 

052. Terminplaner auch wirklich nutzen

Zugegeben, das Jahr ist noch nicht alt, also läuft das mit dem Terminplaner auch ganz gut... Ich plane eigentlich, den so ein bisschen als Übersichtsplan für die Arbeit zu nutzen und das funktioniert gerade hervorragend. Ansonsten gibt's momentan nicht wirklich viele Termine, die ich außer Urlaub und so weiter schon vermerkt habe, aber auch das ist ja schonmal was!

053. positive Dinge im Kalender festhalten

Dafür klappt das hervorragend, auch wenn es zumeist Kleinigkeiten sind. Gestern hat mich tatsächlich eine Autofahrerin auf der Spur neben mir darauf hingewiesen, dass mein Abblendlicht kaputt ist - wusste ich zwar schon (Reparatur ist auch schon beauftragt), fand das aber trotzdem sehr nett. Aber es ist schön, auch einfach mal ein paar Seiten zurückzublättern und zu sehen, dass immer wieder was kurzes drinsteht. Irgendwie hängt man sonst zu sehr an negativen Dingen...

057. Bücher lesen

Der große Lesemonat war der Januar gewiss nicht, aber immerhin habe ich meine "Wild Cards" fertig bekommen. Mal sehen, wie der Februar so wird, das nächste  (Fantasy)Buch ist auf jeden Fall schon angefangen!

062. Star Wars komplett schauen

Okay, von komplett bin ich noch weit entfernt, aber immerhin habe ich es schon geschafft, mir Episode I und II anzuschauen, ohne dabei in der Mitte des Films einzuschlafen! Episode I hatte ich damals sogar noch im Kino gesehen, aber dann für so doof befunden, dass ich mir II geschenkt hatte... Ich muss aber auch sagen, dass ich die "alte" Trilogie einfach viel, viel besser finde! Auf die freu ich mich schon so richtig, auch wenn ich nicht weiß, wann ich dazu komme...

064. Sport machen (12) 

Nachdem ich ja brav sechs Jahre lang mein Standard-Sportel-Programm durchgezogen hatte, ging mir letztes Jahr die Motivation komplett flöten. Langweilige Übungen, alles bekannt und zeitlich nicht so optimal unterzubringen... Aber ganz auf Sport verzichten wollte ich auch nicht, also habe ich irgendwann im September (glaube ich) angefangen zu laufen. Und ich hasse laufen wie die Pest, das war schon immer so, auch als wir zu Schulzeiten statt Balltraining im Sommer draußen laufen gegangen sind. Mir gibt das irgendwie nichts, mein Kopf wird nicht freier (im Gegenteil, der rattert da sogar noch mehr!) - aber mit Musik geht's halbwegs. Inzwischen kriege ich meine 2,8km-Runde hin, ohne danach ein Sauerstoffzelt zu brauchen und auch wenn das für mich kein Quell der Freude ist, ist es doch ein bisschen Abwechslung zum Gekrabbel auf dem Boden. Hat zwar nicht ganz so oft geklappt, wie ich mir das gewünscht hätte, aber schließlich war ich ja auch unterwegs und hatte Besuch!

071. Lotte besuchen (lassen) (1)

Ha, das hat ja mal hervorragend schon zu Beginn des Jahres geklappt! Ein zwar recht spontanes, aber definitiv tolles Wochenende, das wir uns auch von eher widrigen Wetterverhältnissen nicht haben vermiesen lassen. Wir haben eindeutig zu wenig lackiert, aber doch ordentlich Spaß gehabt - und jetzt geht es eigentlich nur noch darum, den nächsten Termin festzuklopfen...

078. etwas Bescheuertes machen (1)

Es ist natürlich immer alles reine Definitionssache, was denn nun als bescheuert durchgeht und was nicht - aber diesen Monat waren definitiv ein paar Sachen dabei, die für mich in diese Kategorie fallen. Aber eben nicht negativ- bescheuert, sondern positiv (hoffe ich zumindest), weil man eben ab und an auch aus alten Bahnen ausbrechen und neue Wege gehen muss. Das ist nicht immer einfach und läuft sicher auch nicht immer rund, aber sich mal nicht so zu verhalten, wie es von einem erwartet wird, tut manchmal auch ganz gut.

079. einen Tag ohne Verpflichtungen vertrödeln (1)

So ein Sonntag auf der Couch ist einfach eine tolle Sache - gemütlich ausschlafen, dann in die Wanne und ab aufs Sofa unter die kuschelige Decke! Viel Zeit zum Lesen und wenn's genug ist, noch ein bisschen Serie gucken... Dummerweise ging das tatsächlich nur an einem Sonntag diesen Monat, der Rest wae mit einer kleinen to-do-Liste versehen...

080. mit Oma telefonieren (1)

Man glaubt es kaum, wie schwer es doch sein kann, diesen doofen Telefonhörer mal (zu einer angemessenen Zeit) in die Hand zu nehmen! Aber für diesen Monat ist das (anlasslos) erledigt, im Februar wird das ein Selbstläufer.

082. neue Rezepte ausprobieren (1)

Obwohl ich diesen Monat tatsächlich öfters mal am Herd stand, gab es eigentlich nur altbekannte Rezepte: Pizza, Nudeln in Knobi-Sahne-Soße, Nudeln in anderen Variationen... Und ein Mal Zitronenmuffins, die mir aber nicht zitronig genug waren, obwohl ich schon doppelt so viel Zitronensaft und -abrieb genommen haben wie eigentlich vorgesehen. Definitiv noch Optimierungsbedarf, darum auch kein ausführliches Rezept! 

086. neue Restaurants ausprobieren (2)

Seit ich in Köln bin, gehe ich unverhältnismäßig öfters essen als das die letzten Jahre der Fall war... Meistens allerdings dann doch in die (inzwischen) bekannten Läden - so auch im Januar zwei Mal Burger essen und ein Mal bekannt gutes Sushi. Allerdings habe ich auch einen neuen Burgerladen probiert - das dürfte wohl auch der einzige Besuch da gewesen sein, berauschend war er nämlich nicht. Sicher auch nicht schlecht, aber nochmal muss das auch nicht sein. Dafür war der Chinesebei mir in der Nähe, dem ich mit einer Kollegin einen Enten-Besuch abgestattet habe, wirklich lecker!

098. Fisch essen (2)

Eigentlich hatte ich für diesen Monat mal wieder den Teriyaki-Lachs auf dem Plan, dann wurde es aber doch nur Fisch in der Kantine und einmal gebratener Lachs beim Sushi...

100. Obst essen (3)

Was Obst angeht, bin ich echt momentan eine absolute Niete. Seit ich mir nicht mehr täglich einen Smoothie für die Arbeit mache (was mir auf Dauer dann zu viel wurde), gibt es kaum noch Früchte bei mir. Bis eine Kollegin diesen Monat mit Pomelo ankam und ich dann insgesamt drei davon im Januar verputzt habe. Die atomaren Mengen von Banane in Form von gebackener Banane oder dem Bananensushi zähle ich mal nicht ernsthaft als Obst...

Hach ja, ein spannender, teils aufregender und nerviger, vor allem aber wirklich abwechslungsreicher Monat! Ich hoffe ja, dass es im Februar ähnlich interessant weitergeht und ich wieder dazu komme, ein paar Punkte abzuarbeiten..

Montag, 30. Januar 2017

Wild Cards "Der höchste Einsatz" - George R. R. Martin

Es ist ja schon fast nicht zu glauben, aber irgendwann zwischendrin komme ich auch endlich mal wieder zum Lesen... Nachdem ich mich ja zuletzt eher im klassischen Krimibereich getummelt habe, durfte danach endlich wieder Fantasy ran und ich habe mir den dritten Band der "Wild Cards" endlich zu Gemüte geführt. Ich war sehr gespannt, wie die Geschichten um die Asse weitergehen würden und habe mich wirklich geärgert, dass ich das Buch so lange habe liegen lassen müssen - aber dafür habe ich es dann auch recht zügig zumindest halb durchgelesen, den Rest musste ich leider ein wenig stückeln...
In "Der höchste Einsatz" (der Originaltitel lautet "Suicide kings" und ist doch ein bisschen deutlicher als der deutsche) steht passend zum Cover Bubbles auch als eine der Protagonistinnen im Vordergrund und somit ein Ass, das bisher auch eher randständig behandelt wurde. Allerdings bekommen auch Noel und Niobe, Bugsy und Cameo, sowie Rusty und Gardener (die mir bisher nicht so wirklich aufgefallen war) eigene Storylines, die sich natürlich zum Ende hin mehr als geschickt miteinander verweben. Das Buch ist so ein bisschen nach den Pärchen aufgebaut, die auch ihre privaten Probleme mit uns teilen und somit den daramatischen äußeren Umständen auch ein bisschen mehr Menschlichkeit verleihen. Natürlich haben auch die anderen Asse ihre kleineren oder größeren Auftritte im Buch und neben einem menschlichen Gegner ist auch Radical, das Super-Ass, mit von der Partie.

Nach den Ereignissen in Band 2 hat sich die Welt um unsere Asse zwar ein kleines bisschen beruhigt, allerdings schwelen auf der Welt noch immer Konflikte und so rückt dieses Mal Afrika besonders in den Mittelpunkt. Rustbelt verliert den Kontakt zu seinem Brieffreund Lucien, einem kleinen Jungen, für den er sozusagen die Patenschaft übernommen hat - und beschließt, sich auf die Suche nach ihm zu machen. Unterstützung bekommt der leicht naive, aber unglaublich liebenswerte Wally hierbei von Gardener, die im Dschungel deutlich bessere Karten hat als der Blechmann und ihm nicht nur mit Rat und Tat zur Seite steht, sondern sich auch zu einer echten Freundin entwickelt. Die beiden versuchen, den vermissten Jungen zu finden und stoßen dabei auf die dunklen Machenschaften von Alicia Nshombo, die Kinder mit dem Wild Card-Virus infizieren lässt, um sich so eine treue Gefolgschaft von Assen zu züchten...

Auch Bubbles macht sich auf den Weg nach Afrika, nachdem sie aus ihrem komatösen Zustand erwacht ist - oder eher nachdem sie durch ihre (Alb-)Träume von einem kleinen Mädchen aus dem Koma erweckt wurde. Mit Hoodoo Mamas Hilfe macht sich Michelle ebenfalls auf nach Afrika, nachdem sie feststellen musste, dass das Kommitee inzwischen viel mehr in bürokratischen Verstrickungen gefangen ist und nicht die schlagfertige Truppe darstellt, die es eigentlich sein sollte. Zumindest weitestgehend "vor Ort" sind dafür Bugsy und Cameo sowie Noel und Niobe, die aber natürlich auch ihren Weg in die letzte Schlacht finden und ein bisschen die menschlichere, normalere Seite der Geschichte Beitragen - vorwiegend in Form von Beziehungsproblemchen oder eher den dahinterstehenden Wünschen und Bedürfnissen. Im Vergleich zu den ganzen hochpolitischen und moralischen Vorgängen bringen diese Nebenschauplätze ein bisschen herrliche Normalität in die Geschichte und zeugen auch deutlich, wie geschickt die Charaktere gestrickt sind.

Das zeigt sich vor allem auch an Tom Weathers oder Radical, zu dessen Hintergründen und Geschichte wir auch so einiges erfahren und der sich im Verlauf des Buches eben nicht als platter Superheld (oder auch Antiheld) darstellt, sondern auch als durchaus zerrissene, getriebene Persönlichkeit, die hervorragend den Aufstieg und Verfall so vieler erfolgreicher Personen karikiert. Im Gegensatz zum etwas schwierigeren zweiten Band, war es in "Der höchste Einsatz" wieder eine große Freude, die Geschichten zu verfolgen, mit den Protagonisten zu hoffen, aber auch zu bangen und obwohl der Tenor nicht immer fröhlich-harmlos und positiv ist, sind es auch die negativen Aspekte, die Verluste und Abschiede, die diesen Band wirklich lesenswert machen. Mir ist es viel einfacher gefallen, wieder in die Geschichte zu finden, auch wenn ich den Vorgänger schon vor sehr viel längerer Zeit gelesen habe - und vor allem hat es einfach tierisch Spaß gemacht, die Story weiterzuverfolgen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Reihe immer lieber gewinne - dabei ist es doch eigentlich eine so große Herausforderung, viele Autoren unter einen Hut zu bekommen! Allerdings merkt man hier tatsächlich nicht, dass viele Köche im Brei rühren, die Erzählstränge wirken gut abgestimmt, am Schluss ergibt sich ein großes Ganzes und das Bild ist wirklich rund - bei einem Film würde ich großes Kino sagen, aber hier hoffe ich sehr, dass die tollen Bilder, die ich in meinem Kopf hatte, nie verfilmt werden, sondern wirklich der Fantasie eines jeden Einzelnen überlassen bleiben...

"Wild Cards" wurde mir kosten- und bedingungslos von Penhaligon zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 29. Januar 2017

Isadora 824 Vintage wine

Dass ich irgendwie dazu neige, meine Lacke nicht sofort nach ihrem Einzug hier zu lackieren (Ausnahmen bestätigen bekannterweise die Regel), habe ich ja inzwischen schon öfters gesagt - positiv ausgedrückt könnte man also behaupten, dass ich tatsächlich zu Belohnungsaufschub in der Lage bin. Von der anderen Seite gedacht, könnte man auch sagen, dass ich Perlen vor die Säue werfe, indem ich diese Schmuckstücke nicht zeitnah lackiere... Der heutige Protagonist gehört nämlich auch dazu!

Von Isadora habe ich nicht allzu viele Lacke und "Vintage wine" kam im Oktober 2015 dazu - ein Hoch auf das 101, das keinen Neuzugang ungesehen durchgehen ließ. Etwas mehr als 14 Monate musste der arme Wein also warten - wenn er nicht sowieso schon ein alter gewesen wäre, spätestens jetzt hätte man ihm den Namenszusatz geben müssen...
"Vintage wine" gehört zur "Velvet matt nails"-Serie und ist glaube ich auch noch immer bei Douglas zu haben (zumindest habe ich vor Kurzem noch einige Fläschchen der matten Isadoras gesehen). Mit 6ml Inhalt gehören die Isadoras nicht unbedingt zu den wirklich großen Lackfläschchen, aber dafür kosten sie stolze 9,99€ - da darf man sich also schon auch ein paar besondere Farben raussuchen. Bei matten Finishes schlägt mein Herz ja immer ein bisschen höher und ich fand den Lack im Fläschchen einfach bombig, also habe ich ihn damals eingepackt. Der breite, buschige Pinsel ist beim Auftrag recht angenehm, nur bei den kleinen Fingern muss ich immer aufpassen, dass ich mir nicht die halbe Hand anmale - wenn ich nicht ordentlich abstreife, habe ich immer eher ein bisschen zu viel Lack auf dem Pinsel als zu wenig und das führt dann zu diversen Sauereien. Da "Vintage wine" ein mattes Finish hat, trocknet der Lack zügig an und durch und wenn man eine etwas dickere Schicht lackiert und ebene Nägel (bzw. einen entsprechend guten Basecoat) hat, reicht auch eine Schicht schon aus.
Meine hubbeligen Nägel (irgendwie schaffe ich es ja auch ständig, mir irgendwo eine Macke reinhämmern, wenn gerade die andere rausgewachsen ist...) brauchten allerdings zwei Schichten. Um das traumhaft schöne, leicht weiche und vor allem gleichmäßige matte Finish nicht zu zerstören, habe ich logischerweise keinen Topcoat getragen. "Vintage wine" hat an und für sich eine dunkelblaue Base - das sieht man auch am Nagelbett des Zeigefingers ein bisschen. In dieser Base schwirren dann ganz feine rote Schimmerpartikelchen herum, die sich am Flaschenrand ganz besonders schön ablagern und dort ein sehr intensives Glühen produzieren - auf den Nägeln sieht das dann (leider) ein bisschen anders aus... Auf normale Entfernung wirkt der Lack eher Schwarz, erst bei näherem Hinsehen erkennt man die roten Partikelchen, die "Vintage wine" eigentlich auch so spannend machen. Ich hätte es zwar ein bisschen toller gefunden, wenn sie noch dichter wären und dem Eindruck im Fläschchen ein bisschen näher kämen - aber auch so mag ich den Lack sehr, da er schön vampy ist. Getragen habe ich ihn inzwischen schon öfters, nur mit dem Fotografieren hat es bisher nicht so recht geklappt...
Im Gegensatz zu so manch anderem matten Lack, geht der Auftrag hier wirklich leicht von der Hand, sodass sich "Vintage wine" gut als Notfalllack eignet - und gerade so ein dunkler, leicht rötlich angehauchter Ton geht eigentlich zu allen Anlässen! Da ich hier wenig Tageslicht hatte zum Fotografieren, gibt es keine Fotos mit Topcoat - ich bin mir aber sicher, dass er sich auch glänzend ganz hervorragend macht und die roten Teilchen da noch ein bisschen besser durchkommen (das wird dann mal beim nächsten Lackieren getestet, auch wenn es dem Finish ein bisschen widerspricht). Da Leni heute die zweite Runde der Nailsreloadedchallenge startet und ich unbedingt versuchen möchte, da mal wieder mitzumachen, war schnell klar, dass ein winterliches Design auf den Isadora muss. Jetzt ist die Farbe nicht die perfekte Grundlage für ein Winterdesign und einfach nur Schneeflocken stempeln wollte ich auch nicht, also habe ich meine grauen Hirnzellen ein bisschen bemüht und mich im Prinzip selbst kopiert... 
Im Dezember 2015 hatte ich nämlich mit einer ähnlichen Basisfarbe dieses Design schonmal probiert - nur damals am Nagelbett und nicht an den Nagelspitzen. Meinen weißen Kiko Cracklelack habe ich einfach mit dem Schwämmchen auf die Nagelspitzen getupft und nach oben hin ein wenig auslaufen lassen - das ergibt aus meiner Sicht eine recht hübsche Schneedecke mit goldenen Highlights, weil der Crackle noch goldene Schimmerpartikel enthält. Das Ganze habe ich dann nochmal mattiert, um auch den teils glänzenden Schnee ein bisschen sanfter hinzubekommen. Irgendwie ist mir der Übergang von dem gröberen Crackle in den etwas feineren Schneedunst nicht gar so gut gelungen, aber dafür sieht die aufbrechende Schneedecke richtig klasse aus. Ich bin ja nicht (mehr?) so der Riesenfan der klassischen Crackledesigns, aber aufgetupft mag ich den Effekt recht gerne, vor allem, da man die Intensität gut selbst bestimmen kann. Mit etwas Fantasie sind das jetzt also in Schnee getauchte Nägel und damit dürften sie ja zum heutigen Thema der Challenge passen!
Die Haltbarkeit ist bei matten Lacken ja meistens ein Knackpunkt - ich muss aber sagen, dass sich "Vintage wine" sehr gut geschlagen hat. Das Finish speckt nicht wirklich schnell, sodass ich nach zwei Tagen kaum Glanzflecken hatte. Auch die Nagelspitzen sahen da noch ordentlich aus, wobei ein bisschen Tipwear schon zu erkennen war. Das ist natürlich bei dem Finish nicht verwunderlich, aber ich hatte auch schon matte Lacke, die sich am ersten Tag verabschiedet haben... "Vintage wine" bleibt auf jeden Fall in meiner Sammlung, mal sehen, was sich noch so mit ihm anstellen lässt!

Freitag, 27. Januar 2017

Anny 403 "Blue fashion show"

Es freitagt - endlich! - wieder und das heißt nicht nur, dass das dringend benötigte Wochenende vor der Tür steht, sondern auch, dass hier wieder Nagellack angesagt ist. So ein bisschen ist es einfach zur Tradition geworden, irgendwann in Richtung Wochenende blau zu lackieren, also mache ich das vermutlich auch noch ein bisschen weiter - und heute gibt es einen Lack aus meinem "Hot oder Schrott"-Päckchen der letzten Runde.

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich "Blue fashion show" schonmal hier im Haus hatte - aber irgendwie sagt meine Lackliste, dass ich den bisher nicht besitze und die sollte eigentlich stimmen... Sei's drum - inzwischen ist der Lack (wieder?) bei mir gelandet und heute war der perfekte Tag, um ihn zu tragen!
Wie bei Anny-Lacken so oft, gibt es am Auftrag nicht viel zu meckern - der Pinsel ist top die Konsistenz des Lacks super, cremig und angenehm, und auch die Deckkraft kann sich sehen lassen. Im Prinzip deckt "Blue fashion show" tatsächlich auch schon mit einer Schicht, aber da ich stellenweise doch ein paar Macken und Unebenheiten in den Nägeln habe, ist eine zweite Schicht für ein ebenmäßigeres Ergebnis geschickter. Da die Trockenzeit recht kurz ist, macht das aber wenig aus und egal ob in der ersten oder zweiten Schicht, das Finish ist auch schön glänzend. Mit einem Topcoat würde man das Ganze sicher auf absoluten Hochglanz trimmen können, aber das ist eigentlich auch gar nicht wirklich nötig. Qualitativ muss ich wirklich sagen, dass sich der Lack wirklich nichts zu schulden hat kommen lassen - so wünscht man sich eigentlich jeden Lack, den man sich auf die Nägel packt!
Farblich ist "Blue fashion show" ein toller Mix aus Blau und Grau, der je nach Licht mal den einen, mal den anderen Farbeinschlag deutlicher hervortreten lässt. Ohne direkte Sonneneinstrahlung geht er definitiv als helles Taubenblau durch, sobald er aber etwas Sonne abbekommt, rutscht er fast in Richtung eines Grautons mit Blaueinschlag und ich habe mich teilweise doch gefragt, ob das nicht vielleicht doch mehr ins Graue geht. Aber wie erwähnt, ist das tatsächlich ein reiner Effekt bei warmem Licht, ist das Licht ein wenig kühler, sind die blauen Nuancen mehr als hervorragend zu erkennen. Ich mag ja leicht matschige Töne sehr gern und da macht das angegraute Blau hier sicherlich keinen Unterschied; durch den Graueinschlag wirkt der Lack aus meiner Sicht auch noch richtig edel und passt auch zu feineren Anlässen ganz gut. Überhaupt ist der Anny durch diese Mischfarbe für so ziemlich alles tauglich, man sollte nur ein kleines Faible für Blau und Grau haben.
Um nicht schon wieder mit einem einfachen Stamping daherzukommen, habe ich mich mal wieder darauf besonnen, was ich mir in meinem 101 so vorgenommen hatte (wird ja auch mal Zeit, das langsam wieder in den Fokus zu rücken!): Öfters mal einen Topper verwenden! "Blue fashion show" mit seinem schönen Cremefinish bietet dafür ja die perfekte Grundlage, ich war mir nur zuerst nicht sicher, welcher Topper es sein sollte und vor allem, was ich mit ihm anstellen wollte. Nach etwas Kruscherei habe ich mich für "Fireworks" von Claire's entschieden, der vorwiegend blaue Glitterpartikel enthält, aber auch mit weißen und schwarzen Highlights aufwarten kann. Ich würde behaupten, dass da mittel- bis hellblaue große, mittlere und kleine Hexagons enthalten sind, dazu deutlich weniger schwarze und weiße Hexagons in sogar vier Größen - die Minipartikelchen gibt es irgendwie nicht in Blau. Dazu gibt es dann noch vereinzelt schwarzen Barglitter, der hier vor allem auf dem Mittelfinger ein bisschen exponiert zu sehen ist, ansonsten geht der eher im allgemeinen Gewusel unter.
Da ich den Topper nicht einfach nur so lackieren wollte, habe ich mir ein Schwämmchen geschnappt und meine Nagelspitzen mit dem vielen Glitterzeugs bespongt. Bis auf den Barglitter, der sich nicht so richtig platzieren lassen wollte, sondern sich ein bisschen geziert hat, ließen sich die Glitterhexagons recht unproblematisch aufbringen. Natürlich musste ich deutlich mehr als nur eine Schicht mit dem Schwämmchen auf die Nägel bringen, aber so ergibt sich dann auch ein recht dichtes und durchaus auch buntes Bild. Um das Ganze dann noch schön eben und glänzend zu bekommen, gab es eine großzügige Schicht dickflüssigen Topcoats, ansonsten wäre der Glitter doch ein bisschen rau gewesen. Ich mag den Farbunterschied zwischen dem zurückhaltenden, gräulichen "Blue fashion show" und dem farbintensiven, knalligen Glitter sehr gern - und bin fast ein bisschen erstaunt, dass das doch so gut passt und sich nicht beißt. Nur der Stäbchenglitter ist mir da noch ein bisschen ein Dorn im Auge - aber immerhin ist der nicht so dominant.
Die Haltbarkeit von "Blue fashion show" ist ohne Topcoat nicht gar so glorreich - ein Tag ohne Topcoat fördert schon deutliche Tipwear zu Tage. Mit Topcoat sieht das ganz anders aus und der Lack hält sich deutlich besser. Mit den beglitterten Tips ist das Ablackieren natürlich kein großer Spaß, aber für ein hübsches, abwechslungsreiches Ergebnis kann man das durchaus mal hinnehmen!

Mittwoch, 25. Januar 2017

Catrice "Luxury Lacquers Sand'sation" C06 It's a PINKini world

Jede Runde gibt es immer wieder so ein paar Farben, die mir das Leben schwer machen - und Pink gehört ganz eindeutig dazu! Inzwischen kann ich zwar sagen, dass es durchaus pinke Lacke gibt, die ich an anderen wirklich klasse finde - aber auf meinen Nägeln werde ich mit der Farbe einfach nicht grün... Trotzdem gibt es natürlich auch in meinem Inventar noch ein paar pinke Lacke, die ich noch nicht gezeigt habe - allerdings ganz schön wenige!

Eigentlich hatte ich mir für heute auch einen anderen Lack parat gelegt, der hat sich aber nach dem Lackieren leider als doch sehr koralllastig herausgestellt und keineswegs so pink, wie er im Fläschchen war... Also musste Plan B her und der hieß erstmal, irgendwo in den unlackierten Kistchen noch einen pinken Lack finden - und die sind da sehr rar gesät.
"It's a PINKini world" von Catrice war dann der Vertreter, der mir als erstes in die Hände gefallen ist und darum auch lackiert wurde. Sowohl vom Blick ins Fläschchen als auch vom Namen her ist der Farbton hier schon eindeutig definiert, also machte ich mich frohen Mutes ans Lackieren - auf einen Sandlack hatte ich auch schon länger mal wieder Lust gehabt. Dummerweise gehört der Lack noch zu den Catrice-Lacken, die keinen wirklich guten Pinsel haben, also habe ich mich mit dem leicht verschnittenen Bürstchen rumgequält und versucht, mir nicht die Nagelhäute komplett einzupinseln. Dankenswerterweise hat der Lack eine gute Konsistenz, sodass er nicht zu sehr verläuft und sich auch mit dem etwas schwierigen Pinsel gut auftragen lässt. Ich hatte eigentlich gedacht, dass ich mit zwei Schichten gemütlich hinkommen würde, das war aber leider nicht der Fall - ich konnte teilweise tatsächlich noch mein Nagelweiß durch die zwei Lackschichten sehen. Also musste noch eine dritte Schicht her, die dank der recht kurzen Trockenzeit aber kein Problem war.
Farblich sind wir bei dem Lack bei einem kühlen Vertreter von Pink, also einem Klassiker, der auch mit einigen hübschen blauen Reflexen daherkommt. Richtig knallig ist der Lack zwar nicht, aber doch hinreichend farbintensiv, dass er nicht mehr als profanes Rosa durchgeht. Da es sich bei "It's a PINKini world" um einen Sandlack handelt, ist die Oberfläche logischerweise nicht eben und plan, sondern zeichnet sich hier durch eine leichte Strukturierung aus. Der Catrice ist leider nicht so rau und schrubblig, wie ich meine Sandlacke am liebsten habe, aber durchaus ein wenig angeraut und das bringt auch die silbrigen und blauen Teilchen in dem Lack hervor. Rein haptisch fühlt er sich nicht übermäßig strukturiert an, aber ein Blick auf die Nägel zeigt schon ganz deutlich, wie weit man da von einem ebenen Finish entfernt ist. Erstaunlicherweise sieht der Lack zu meiner Hautfarbe auch ganz stimmig und passend aus und wenn ich nicht so eine tiefe Abneigung gegen Pink hätte, könnte ich den Lack durchaus auch hübsch finden!
Solo wollte ich den Lack nun nicht wirklich lange tragen (obwohl mich ausnahmsweise auch mal niemand darauf angesprochen hat, dass ich ernsthaft mit pinken Nägeln rumlaufe!), also blieb mir als einzige Option nur ein Stamping - viel mehr Sinnvolles (und mäßig aufwändiges) kann man mit Sandlacken ja nicht machen. Also ging die Suche nach einer passenden Stampingplatte los - lacktechnisch war ich schon schnell auf einen blauen Lack als Kontrast festgelegt. Allzu viele Stampinglacke in Blau habe ich nicht, als wurde es MoYou's "Chill Out" und als Platte die Fashionista 07. Ein bisschen lieber wäre mir zwar ein schimmernder Stampinglack gewesen, den hatte ich aber gerade nicht zur Hand, also wurde es ein hübsches Creme. Und das sieht man auch ganz hervorragend auf dem Pink, da wirkt der Lack teilweise sogar ein wenig fliederstichig. Bei der Fashionista 07 neige ich meistens dazu, das gleiche große Motiv zu nehmen - heute habe ich mich mal an eines der anderen gewagt und es vom Nagelbett zur Spitze hin gestampt.
Das Ergebnis ist zwar nicht perfekt geworden, weil ich die Mitte des Nagels nicht ganz getroffen habe, aber das sind sicherlich Kleinigkeiten, die man nicht auf den allerersten Blick sieht. Klasse finde ich an dem Motiv vor allem, dass die Rundung des Mittelstücks perfekt ins Nagelbett passt und man sich somit nicht großartig überlegen muss, wo das Motiv platziert wird. Ich hatte zwar kurz überlegt, das Ganze noch mit einem Topcoat zu krönen - aber dann hätte ich wieder zig Schichten lackieren müssen, um eine wirklich glossy glänzende Oberfläche zu bekommen und darauf hatte ich keine Lust. aber auch auf dem strukturierten Lack kommt das Stamping meiner Meinung nach gut durch, es ist zwar ein kleiner Kontrast zu dem Pink, aber auch nicht so aufmerksamkeitsheischend, dass es die ganze Mani überstrahlt. Für die Tatsache, dass ich mit der Farbe an sich ja nicht so wirklich warm bin, ist das doch durchaus als gelungen zu bezeichnen!
Die Haltbarkeit von "It's a PINKini world" ist insgesamt sicherlich nicht als schlecht zu bezeichnen, aber da ich den Lack ohne Topcoat getragen habe, hat sich natürlich recht zügig Tipwear entwickelt. Fällt allerdings trotz der Farbe gar nicht so deutlich auf - und dass das Ablackieren bei einem Sandlack nicht unbedingt sehr angenehm ist, dürfte nichts Neues sein. Allerdings hätte das Ganze auch deutlich schlimmer sein können und ich bin ganz froh, dass ich Pink jetzt mal wieder hinter mir habe!

Bei Lackverliebt gibt es heute einen sehr schönen, klassischen und cremigen Pinkton - und der gehört auch eindeutig zu den Lacken, die ich an anderen wirklich hervorragend finde:
http://lackverliebt.blogspot.de/2017/01/lacke-in-farbeund-bunt-loreal-330.html
Die Galerie in Pink ist zwar keine, die mich heute jauchzen lassen wird - aber ich hoffe, ihr habt mit den tollen Lacken euren Spaß! Für die nächste Woche gibt es dann mal wieder ein Kontrastprogramm, es ist nämlich Grau angesagt

Montag, 23. Januar 2017

Cirque "Vice 2016" Sin city

Nachdem ich letztes Wochenende bei Lotte war (wirklich? Ist das ernsthaft erst sieben Tage her? Irgendwie kommt mir das so viel länger vor...), haben wir natürlich nicht nur vor Ort lackiert, über Lacke gefachsimpelt und beim Bestaunen so einiger Fläschchen gemeinsam vor uns hingesabbert, sondern auch festgestellt, dass wir unsere "Gemeinsam lackiert"-Kategorie ein bisschen haben schleifen lassen. Da sich jetzt auch der blaue Freitag verabschiedet hat, haben wir beschlossen, mit ein bisschen mehr Elan zusammen Lacke zu zeigen - und heute geht es für dieses Jahr wieder los!

"Sin city" von Cirque ist einer der Lacke, die bei Lotte so helle Begeisterung ausgelöst haben, dass ich schon im Vorfeld Lackierfotos bekommen und Lobeshymnen gehört habe, sodass schnell klar war, dass ich den mitnehmen musste. Heute gibt's den Lack darum gleich in zweifacher Ausführung hier und bei Lotte.
Zum Auftrag von "Sin city" gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen, der geht nämlich spielend leicht von der Hand: Der Pinsel ist perfekt geschnitten und fächert toll auf, die Konsistenz des Lackes ist angenehm flüssig und nicht zu dick. Nichts verläuft zu den Seiten hin, der Lack lässt sich aber schön gleichmäßig auf dem Nagel verteilen und trocknet auch zügig an sowie durch. Die Deckkraft ist ebenfalls gut, sodass mit zwei dünnen Schichten sämtliches Nagelweiß überdeckt ist - vielleicht ginge das auch schon mit einer etwas dickeren Schicht, aber dazu bin ich bekanntlich nicht in der Lage. Aufgrund der guten Trockenzeit kommt "Sin city" auch ohne Topcoat aus  außer, man möchte wirklich ein hochglänzendes Finish, das bringt der Lack nämlich nicht wirklich mit. Wirklich matt ist das Finish allerdings auch nicht, ich würde ihn irgendwo auf der cremig-glänzenden Seite ohne absoluten glossy Hochglanz einordnen - allerdings auf jeden Fall sehr hübsch anzusehen!
Was die Farbe angeht, hatte nicht nur Lotte so ihre Probleme beim Knipsen, sondern auch wir beide beim Vergleich des Lacks. Fakt ist, dass wir beiden den selben (also identischen) Lack lackiert haben, bei mir ist "Sin city", der eigentlich ein Flamingo-Pink-Korallton ist, deutlich orangestichiger als bei Lotte und das nicht nur auf den Bildern, sondern auch mit bloßem Auge auf den Nägeln. Meine Kamera hatte zu meinem Erstaunen mit dem knalligen Neonlack (oh ja, der knallt wirklich ordentlich!) gar nicht mal so große Probleme, nur hatte ich mit der Definition der Farbe so meine Schwierigkeiten. Im Fläschchen kommt der Pinkstich noch viel deutlicher durch, auf meinen Nägeln kommt dann allerdings der orangene Anteil mehr heraus. Das macht den Lack für mich nun keineswegs hässlicher, denn diese Strahlkraft ist einfach absolut bombastisch - es ist nur witzig, dass der Lack bei Lotte so anders aussieht als bei mir. Ich tippe einfach mal, dass das auch zum Teil dem Kontrast zum Hautton geschuldet ist - aber witzig ist das Ganze schon irgendwie. Allerdings muss ich gestehen, dass ich Lottes Begeisterung für "Sin city" voll und ganz nachvollziehen kann, das ist schon ein Hammerlack!
Beim Namen muss ich allerdings sagen, dass ich doch ganz andere Assoziationen mit "Sin city" habe - da hätte ich mir eher einen dunklen Lack vorgestellt, das mag aber auch an Frank Miller's Sin City liegen... Unser knalliger Vertreter hier passt natürlich grundsätzlich perfekt in den Sommer, kommt aber auch zur jetzigen Jahreszeit ganz hervorragend, da man damit automatisch gute Laune bekommt! Der knallige Korallton überzeugt solo schon ganz eindeutig, aber ich wollte ihm auch eine passende Begleitung angedeihen lassen und habe mich kurz mit Lotte beraten, was für ein Stamping ihm denn gut stehen würde. Ganz klar war für Lotte, dass da unbedingt ein Holostamping drauf musste - Klekse und Wellen habe ich schnell für mich abgehakt, hing dann eher bei geometrischen Mustern fest und bin bei Durchsicht meiner Platten letztlich bei der MoYou Tropical 02 gelandet... Tropische Motive passen doch mehr als perfekt zu dem intensiven Korallton und so habe ich mich einmal quer durch die Platte gestempelt und Hibiskus- sowie andere Blüten auf die Nägel gepackt.
Als Stampinglack habe ich den Colour Alike "Ja pierniczę" gewählt, weil der eindeutig ja ein Hololack ist und farblich irgendwo bei einem dunklen Braun anzusiedeln ist, gestempelt aber fast an ein dunkles Lila erinnert. Der Holoeffekt ist hier zwar nicht so superdeutlich, aber das Stamping funkelt doch ein bisschen vor sich hin und gefällt mir ganz gut. Obwohl ich mir fast einen noch deutlicheren Kontrast gewünscht hätte (und doch im Nachhinein überlegt habe, ob nicht ein schwarzer Cremelack besser gewesen wäre...), mag ich das Ergebnis sehr, da es so doch nochmal einen gewissen Kontrast in den Finishes gibt. Für das Gefunkel muss man zwar ein bisschen genauer hingucken, aber die Motive sind einfach sehr stimmig und haben mich doch glatt in Sommerstimmung versetzt. Kombiniert mit schwarzen Klamotten ist die Mani somit eindeutig der Blickfang des ganzen Outfits, aber das sei "Sin city" auch gegönnt - der Lack hat es verdient, dass man ihn anstarrt! 
Zur Haltbarkeit kann ich noch gar nicht so viel sagen, da ich den Lack erst anderthalb Tage auf den Nägeln habe - soweit hat er sich aber wirklich gut gehalten und keinerlei Probleme gemacht. Ablackieren ist bei einem Cremelack auch kein Problem (das habe ich zumindest schonmal an einem Nagel getestet), aber am liebsten würde ich den Cirque ja noch ein bisschen länger tragen, die Farbe ist der absolute gute-Laune-Garant!

Samstag, 21. Januar 2017

Dance Legend "Wow prisms" 31 Through the Glass

Kaum denk man, dass alles wieder in geordneten Bahnen verläuft, kommt wieder irgendetwas dazwischen - gestern war es ein netter Burgerabend mit Kollegen, der mich davon abgehalten hat, mein für Freitag geplantes Lackposting abends noch fertig zu machen... Aber mal ganz ehrlich - wer könnte bitte Burgern wiederstehen? Ich auf jeden Fall nicht, darum gibt es eben heute außerplanmäßig einen Lack zu sehen!

Da die letzten beiden Lacke schon Hololacke waren, gibt es heute ganz im Sinne von "aller guten Dinge sind drei!" auch nochmal ein passendes Holoschätzchen und zwar "Through the Glass" von Dance Legend, den mir Lotte (wer sonst?) zum Lackieren ausgeliehen hat. Es gibt zwar keinen offiziellen blauen Freitag mehr, aber ab und zu ist Blau auf den Nägeln ja trotzdem erlaubt!
"Through the Glass" von Dance Legend gab es bei Lotte *hier* schon zu sehen und ich war damals schon total begeistert von dem Lack! Da tat auch die Lackiererei keinen Abbruch, obwohl ich den Lack nicht ganz so einfach fand - aber von vorne... Mit dem geraden Pinsel lässt sich der Lack problemfrei auftragen, allerdings finde ich ihn von der Konsistenz her ein bisschen flüssig, dementsprechend hatte ich gerne mal ein bisschen viel Lack auf dem Pinsel und damit dann auch auf dem Nagel - auf dem kleinen Finger habe ich dann gerne auch noch Lack an den Nagelhäuten gehabt, weil er eben gerne ein bisschen zerläuft. Wenn man den Dreh mit der Menge aber raus hat, läuft alles ganz einfach, der Lack trocknet zügig an und durch, auch die Deckkraft ist nicht schlecht. Nach zwei Schichten ist das Ergebnis weitestgehend deckend, oder sogar komplett deckend, zumindest habe ich bei einer dritten Schicht keine großen Unterschiede erkennen können (lackiert habe ich die dritte Schicht, weil ich mir eingebildet hatte, dass vielleicht doch nicht alles so deckend ist...).
"Through the Glass" trocknet mit einem schönen, glänzenden und vor allem supergleichmäßigen Finish, sodass man sich einen Topcoat sparen kann - mein Topcoattest hat nach einem kurzen Schockmoment (huch? Wird da beim Auftrag tatsächlich der Holoeffekt geschluckt? Nein, wenn der Topcoat trocknet, ist das scattered Holo wieder genau so deutlich wie zuvor.) keine großen Unterschiede zu Tage gefördert. Der Lack ist an und für sich ein Jellylack mit holographischem Glitterzeugsgedöns in unterschiedlichen Größen und Formen, das macht es auch gar nicht so leicht, wirklich zu erkennen, ob das Ergebnis auf den Nägeln nun wirklich deckend ist oder ob da nicht doch irgendwo noch ein Hauch Nagel durchblitzt - aber an und für sich ist das auch egal, denn das Gefunkel von "Through the Glass" ist absolut grandios! Natürlich ist die hellblau-türkisene Grundfarbe schon ein Traum für mich, aber dann noch diese buntfunkelnden Partikel, die hier und da einen Regenbogen auf die Nägel zaubern - wow, prism, kann ich da nur sagen!
"Through the Glass" ist so einer der Lacke, die ohne direkten Lichteinfall schon fast ein wenig langweilig wirken (wäre da nicht die tolle Grundfarbe!), weil das Finish dann vorwiegend silbern-schimmernd aussieht. Kommt aber irgendwo ein Hauch Licht her, geht es schon mit den Regenbogenfünkchen durch. Man kann sich mit dem Lack gut und gerne ein paar Stündchen vergnügen, indem man die Nägel einfach ein bisschen hin und her dreht, fröhlich vor sich hinneigt und den Farbverlauf in unterschiedlichen Winkeln beobachtet - der perfekte Lack für langweilige Meetings, wenn ich mal ganz dreist sein darf... Da der Holoeffekt nicht linear ist, fällt er auch nicht im ersten Moment so deutlich ins Auge, aber die Raffinesse im Finish ist einfach grandios! Natürlich wollte ich ihn nicht die ganze Zeit solo lassen, aber eben auch kein Design draufklatschen, das sämtliche Besonderheiten des Lacks übertüncht... Also gab es ein kleines Stamping, das den Lack zwar deutlich verändert, aber eben nicht zu dominant ist.
Mit MoYou's "White knight" und meiner ÜberChich 1-01 habe ich ein Ganznagel-Sternen(?)-Motiv gestempelt, das sich einerseits schön von dem hellblauen Untergrund abhebt und an dererseits auch mit dem Cremefinish einen hübschen Unterschied zu der funkelnden Basis bietet. Die verschiedenen Partikelchen (oder teilweise auch Flecks?) blinken trotzdem noch schön unter dem Stamping hervor und ich finde, man kann auch die Regenbögen noch ganz gut erkennen - und das, obwohl der Lack da auch schon ein paar Tage auf dem Buckel hatte und ich hier keinen Topcoat drübergepinselt habe. Im Sonnenschein wirkt der Lack sogar noch ein bisschen türkisfarbener als unter der Tageslichtlampe bzw. im normalen Tageslicht, aber der Kontrast ist trotzdem noch groß genug - finde ich zumindest. Man könnte aus dem Lack sicher auch schön Galaxy nails machen, aber auf mehr Aufwand hatte ich ehrlich gesagt keine Lust... Und "Through the Glass" braucht eigentlich auch nicht mehr als einen kleinen Akzent!
Haltbarkeitstechnisch hatte ich ein kleines Problem mit dem Daumennagel, da hat sich der Lack an der Spitze tatsächlich schon am ersten Tag abgelöst, aber vielleicht habe ich da einfach nicht ordentlich lackiert. An allen anderen Nägeln hielt sich "Through the Glass" recht gut, auch wenn Tipwear bei dieser Farbe nicht so deutlich auffällt. Für mich definitiv ein Lack, den ich auch mal als Topper benutzen würde, wenn er denn meiner wäre - so wandert er aber brav wieder zu Lotte und ich muss mal intensiv darüber nachdenken, ob ich unvernünftig bin und mir doch ein paar Lacke aus der Serie besorge...

Mittwoch, 18. Januar 2017

KBShimmer "Claws and effect"

Irgendwie muss ich ja gestehen, dass ich nach dem tollen Mädelswochenende durchaus noch einen Tag zum Ankommen gebraucht hätte - irgendwie fehlt mir dank der teilweise doch etwas anstrengenden Fahrerei (mal ehrlich, nur weil es schneit, muss man doch nicht mit 65 km/h über die Autobahn schleichen...) doch ein bisschen Schlaf... Darum war ich auch nicht so erfolgreich mit dem Posten bisher, aber zu "Lacke in Farbe... und bunt!" kann ich natürlich nicht aussetzen, zumal ich auch für heute einen weiteren Hammer im Angebot habe!

Wenn ich schon bei Lotte bin, dann muss natürlich auch mehr als nur ein Lack auf die Nägel und so hat mich die liebste Lackschwester von allen auch gleich dazu überredet, ein Marineblau für heute zu lackieren - und das, obwohl ich natürlich auch einen Lack zu Hause parat gestellt hatte... Allerdings muss ich sagen, dass der dem heutigen Schmuckstück bei Weitem nicht das Wasser hätte reichen können!
"Claws and effect" von KBShimmer hatte Lotte vor geraumer Zeit schonmal zum blauen Freitag gezeigt und ihn mir als den perfekte Vertreter für das heutige Marineblau schon fast aufgedrängt - und ich kann nur sagen: Vollkommen zu Recht! Der Lack lässt sich ganz einfach und angenehm lackieren und ich muss Lotte zustimmen, dass prinzipiell schon eine Schicht reichen würde - aber da ich Fräulein Dünnlackiererin bin, sind es für die Gleichmäßigkeit zwei geworden. Die Trockenzeit ist angenehm kurz und insgesamt ist der Auftrag einfach ein Traum. Da sich das Finish schön ausgleicht und perfekt glatt wird, kann man sich bei dem Lack den Topcoat getrost sparen, wobei der vielleicht noch einen Hauch mehr Glanz bringen würde. Aber ganz ehrlich, auf diesen Hauch von Glanz kann "Claws and effect" durchaus verzichten, denn der Lack ist auch so schon der absolute Kracher, nach dem ich mir wirklich die Fingerchen lecken würde, wenn ich ihn nicht auf selbigen hätte!
Die Basis ist hier ein dunkler Blauton - logisch, sonst würde der Lack hier ja nicht bei Marine auftauchen! -, wobei ich gestehen muss, dass er bei mir eher ein bisschen graustichiger und heller rauskommt und damit nicht den typischen Marineeinschlag zeigt. Aber dafür haut der Holoeffekt hier mal wieder so richtig rein und zeigt nicht nur den kompletten Regenbogen, sondern funkelt auch noch wirklich bombastisch! Ich muss ja ehrlicherweise zugeben, dass mich der Holoeffekt doch schon ganz schön von der Basisfarbe des Lacks abgelenkt hat und ich kurzfristig gegrübelt habe, ob das denn nun wirklich als Marine durchgeht (in dem Lack ist einfach so viel los, dass mich das Gefunkel doch teilweise skeptisch gemacht hat, ob sich da tatsächlich noch ein Blau in der Base ausfindig machen lässt), aber wie man es dreht und wendet: Der Lack ist eindeutig blau und ganz eindeutig auch dunkel, also passt das zumindest zur weiteren Definition von Marineblau. Generell ist der Lack für mich aber erstmal ein dicker Holo, denn der Effekt steht hier eindeutig im Vordergrund.
Das Farbspiel, das "Claws and effect" (passender Name, so mal ganz am Rande erwähnt) zeigt, begeistert nicht nur im Fläschchen (wenn das da mal nicht ein perfekter Regenbogen ist, dann weiß ich auch nicht!), sondern zeigt auch auf den Nägeln ein Holo-V, wenn sie denn ein bisschen Licht abbekommen. Dass sich der Effekt hier so schön einfangen ließ, ist natürlich auch ein bisschen Glückssache, aber ich hatte wirklich so meine Probleme, mich auf eine Handvoll Bilder zu beschränken... Das wurde auch nicht wirklich besser, als mir Lotte die MoYou Flower Power 07 in die Hand drückte und mich (schon wieder!!!) Blümchenmuster stempeln ließ. Als Stampinglack hatte sie mir "Cloud nine" von Color Club an die Hand gegeben, also gibt es mal wieder ein Holo auf Holo-Stamping. Was das Motiv angeht, habe ich mich für ein einzelnes Blumenmotiv entschieden, das ich auf Ring- und Mittelfinger komplett gestempelt und auf dem Zeige- und kleinen Finger lediglich die Blüte in den unteren Bereich gestampt habe.
Ohne direkte Sonneneinstrahlung wirken die Holoteilchen in "Claws and effect" deutlich zurückhaltender - am ehesten kann man schon fast einen pastelligen Verlauf im Fläschchen erkennen. Auf den Nägeln drängt sich das Gefunkel des Basislacks nicht so sehr in den Vordergrund, aber dafür ist das Farbspiel in dem eigentlich hellrosanen Stamping von "Cloud nine" hervorragend erkennbar. Der Color Club wirkt zwar insgesamt eher silbrig auf der blauen Base, aber er zeigt doch auch mit diesem kleinteiligen Muster sehr schön, dass auch das Blümchen in allen Regenbogenfarben schimmern kann. Wird das Licht ein bisschen intensiver, machen sich auch die Holopartikel im KBShimmer wieder deutlicher bemerkbar - und im schlimmsten Fall ist es tatsächlich so, dass man vor Gefunkel und Reflektion gar nicht mehr so wirklich ein Muster erkennen kann... Zu viel Licht ist in dem Fall also auch nicht gut, aber auf den Bildern kann man glaube ich alles noch ganz gut erkennen.
Da ich "Claws and effect" im Rahmen einer kleinen Lacksession auf den Nägeln hatte, durfte er leider nicht lange bleiben - und hätte ich nicht den nächsten Traumlack in der Reihe gehabt, hätte ich nicht nur ein Tränchen verdrücken müssen... Das Ablackieren war hier kein Problem, der KBShimmer ließ sich anstandslos entfernen.

Bei Lotte gibt es heute einen anderen, nicht weniger zauberhaften, marineblauen Lack von Colors by Llarowe - einen Hauch dunkler als mein Vertreter, aber ich glaube, die beiden könnten sich ein enges Rennen liefern...
http://marzipany.blogspot.de/2017/01/lacke-in-farbe-und-bunt-colors-by.html
Die marineblaue Galerie ist natürlich eine meiner Lieblingsgalerien (okay, so langsam gibt es derer glaube ich ganz schön viele...) und ich hoffe sehr, dass sich ganz viele tolle Lacke einfinden heute! Für die nächste Woche gibt es natürlich wieder ein bisschen Abwechslung und zwar für mich mit einer Herausforderung, für die meisten anderen mit Begeisterung und Pink auf den Nägeln!

Sonntag, 15. Januar 2017

a england "Russian soul" Katyusha

Am Freitag hat das mit dem Lack leider mal wieder nicht geklappt (und so langsam komme ich mir schon so vor, als ob ich vor mir selbst Ausreden suchen würde...), aber dafür kommt heute zu später Stunde noch ein absoluter Traumlack. Ich durfte das Wochenende bei Lotte verbringen und natürlich gab es neben viel Gequatsche, noch mehr Mädchenkrams und supervielen Süßigkeiten und Knabbereien auch die eine oder andere kleine Lackiersession...

Bei Lottes Auswahl habe ich ja immer so meine Probleme, mich für einen konkreten Lack zu entscheiden - also musste mir Lotte mal wieder helfen. Ich habe sie zwar mit meinen Einschränkungen fast in den Wahnsinn getrieben (kein Rot, kein Blau... irgendwas Matschiges, aber kein Creme...), aber letztlich muss ich sagen, dass sie mal wieder das perfekte Händchen hatte!
"Katyusha" stammt aus der "Russian soul"-Kollektion von a england und ist mir bisher ja so gar nicht aufgefallen - aber nachdem ich ihn (oder eher sie) jetzt auf den Nägeln habe, bin ich durchaus ein klitzekleines bisschen begeistert. Beim Auftrag hat sich die Begeisterung tatsächlich noch ein bisschen in Grenzen gehalten - zwar ist der Pinsel klasse und die Konsistenz ist auch toll, aber die erste Schicht ist nicht komplett deckend, also musste ich eine zweite lackieren... Und da habe ich festgestellt, dass ich verdammt vorsichtig sein muss, um nicht mit der zweiten Lackschicht die erste wieder anzulösen. An der Trockenzeit hat es definitiv nicht gelegen, denn die erste Schicht war schon durchgetrocknet, also schiebe ich die Schuld einfach auf meine Dünnlackiererei und vielleicht ein bisschen zu viel Druck, da mir das vorwiegend an der rechten Hand passiert ist. Ein winziges My streifig wird der Lack, allerdings trocknen sich die Streifen fast komplett weg und "Katyusha" kommt auch hervorragend ohne Topcoat aus - das Finish ist nämlich traumhaft glatt und gleichmäßig.
Bei der Farbe war ich anfangs total unsicher - der Lack sieht teilweise aus wie ein astreines Silber, in anderen Lichtverhältnissen hat die gute "Katyusha" auch einen golden-beigen Einschlag und teilweise sieht die Basisfarbe auch ein bisschen grünlich aus... Ich habe keine Ahnung, wie der Ton genau zu beschreiben ist, auf jeden Fall ist es ein leicht schmutziger Silberton, der mit einer ganzen Menge an Holopartikelchen gespickt ist. Die zeigen sich natürlich besonders unter der Tageslichtlampe oder im Sonnenschein, wobei sie auch bei momentan eher bedecktem Himmel durchaus zu erkennen sind, aber dann ist die Basisfarbe doch eher dominanter. Aber wenn sich der Holoeffekt mal zeigt, dann kann er sich mehr als nur sehen lassen! Zwar ist das kein superkrassr linearer Holo, aber man erkennt das V durchaus und vor allem funkelt es an allen Ecken und Enden in der silbrig-warmen Base und die Regenbögen machen es nicht unbedingt einfacher, die Basisfarbe irgendwie klar zu kriegen...
Auf jeden Fall hat "Katyusha" mehr zu bieten als der erste Blick auf das Fläschchen hätte vermuten lassen und meine anfängliche Skepsis war schnell verflogen - nur war ich natürlich keinen Deut schlauer, was da als Design draufpassen sollte, also habe ich mal wieder brav getan, was Lotte wollte (so ein bisschen war ich das Wochenende wohl ein kleiner Lotte-Minion!). Da sie ihre Flower Power-Platten von MoYou abgöttisch liebt, wurde es die 03, allerdings habe ich mit meinen langen Nägeln mit den kleineren Motiven immer so meine Probleme - also wählten wir eines, das keinen glatten Abschluss hat. Ich würde mal sagen, dass das das Blumenmuster (könnte das irgendwas sein, das Ähnlichkeit mit Mohn hat?) wirklich perfekt passt, zumal die Blüten nach oben hin einfach in "Katyusha" auslaufen. Gestempelt habe ich auf Anweisung mit "Natasha's Dance War & Peace" von a england, einem tiefdunklen Blau, das natürlich ebenfalls einen Holoeffekt hat. Beim Design hatte ich leider ein bisschen Pech mit dem Licht, sodass man das Zusammenspiel der beiden Holoeffekte eher erahnen muss.
Zumindest bekommt ihr auf den Designbildern einen kleinen Eindruck davon, wie "Katyusha" ohne direkte Sonneneinstrahlung aussieht - definitiv kein reines Silber, aber wie man die Farbe nun genau bezeichnen sollte, weiß ich noch immer nicht. Den Holoeffekt erkennt man vor allem am Nagelbett noch ganz gut, aber auch das Stamping funkelt (zugegebenermaßen sehr versteckt) in allen Regenbogenfarben vor sich hin und der Lack passt somit auch hervorragend zum "Stamping Sonntag". Die Blümchen sind nicht nur farblich wirklich intensiv auf dem Basislack, sondern gefallen mir auch generell einfach sehr gut und ich verstehe, warum Lotte von den a englands als Stampinglacke so begeistert ist! Auf das Stamping kam dieses Mal noch ein Topcoat, damit die Mani auch den morgigen Tag noch übersteht - am liebsten würde ich sie zwar länger tragen, aber dann müsste ich mir wieder Schelte anhören, weil es doch noch so viele tolle Lacke gibt, die ich unbedingt lackieren soll (und will!)!
Zur Haltbarkeit von "Katyusha" kann ich gerade nicht wirklich was sagen - ich trage den Lack erst seit gestern und obwohl er heute schon ein paar Strapazen über sich ergehen lassen musste (vom Autoschnee über Ein- und Auspacken bis hin zu wildem Kruschen in Kosmetik), sieht "Katyusha" noch top aus! Das Ablackieren dürfte dank nicht vorhandener Partikel auch kein Problem sein - also muss ich mir jetzt ernsthaft überlegen, ob ich nicht doch bei Gelegenheit ein paar a englands kaufen soll... Lotte, du elende Anfixerin!!!