Montag, 31. Oktober 2016

Anna Gorelova by Dance Legend 10 "Bag of bones"

Da ich es gestern aufgrund eines sehr turbulenten Tages mit Stau und unvorhergesehenen Vorkommnissen leider nicht geschafft habe, meinen Sonntagslack zu posten, gibt es heute - sozusagen auf den allerletzten Drücker - nach "Wazowski" noch den zweiten Beitrag zu "Wir lackieren..." von mir Lotte und Leni.

Dieses Mal allerdings kein "normaler" Dance Legend, sondern einer von Anna Gorelova, den mir natürlich auch das liebe Lottchen hat zukommen lassen. "Bag of bones" trifft gerade meine Begeisterung für grüne Lacke und ist natürlich ein perfekter Herbstvertreter - und ich habe mich doch geärgert, dass ich ihn nicht an einem sonnigen Tag wie heute getragen habe, sondern an einem grauen, verregneten...
Beim Lackieren hatte ich ja schon den ersten Schrecken weg, denn die erste Lackschicht war nicht sonderlich vielversprechend. Das sah mir doch sehr sheer und wenig deckend aus und obwohl der Auftrag mit dem gerade geschnittenen Pinsel gut von der Hand ging, habe ich mich schon auf diverse weitere Schichten eingestellt. Erstaunlicherweise waren die aber gar nicht nötig, denn "Bag of bones" hat sich tatsächlich schon mit einer zweiten Schicht ordentlich deckend gezeigt. Zumindest so deckend, dass ich das Gefühl hatte, aus dem Haus gehen zu können - für die Bilder gab es dann aber noch eine dritte Schicht auf die Nägel, die den Lack auch noch ein bisschen satter gemacht hat. Was die Trockenzeit angeht, ist "Bag of bones" eindeutig der fixen Sorte zuzuordnen und braucht keinen Topcoat. Auch was den Glanz angeht, bringt der Lack schon genug an Eigenleistung mit, sodass das Lackieren wirklich flott von der Hand geht.
Bei der Farbe von "Bag of bones" kann man sich jetzt eindeutig aus dem herbstlichen Sammelsurium im Bereich von Gold bis Grün bedienen. Ich würde sagen, dass der Lack vorwiegend grün ist und in Richtung Braun bzw. Gold changiert, wobei wirklich sämtliche Farbanteile je nach Winkel und Belichtung hervorragend rauszukitzeln sind. Gerade die Brauntöne mit einem leichten Touch in Richtung Kupfer kommen auch toll durch und der Grünanteil reduziert sich da teilweise deutlich und ist vielleicht noch in einem leichten Olivton zu finden. Ansonsten ist das Grün doch farbintensiver und auch wenn es nicht unbedingt ein quietschgrüner Graston ist. Zusätzlich zu dem hübschen Farbeffekt hat "Bag of bones" aber noch eine ordentliche Portion Holosplitter im Angebot, die das Finish wirklich aufpeppen und zusätzlich noch ein paar Farbkleckse reinbringen. Definitiv ein dickes Plus, wobei ich ja diese Grün-Braun-Gold-Farbwechsel schon fesch genug finde.
"Bag of bones" hat farblich und hologlitzertechnish schon definitiv so einiges im Angebot - aber ich wollte noch ein kleines Design draufpacken und habe mich darum nach einem herbstlichen Motiv umgesehen. Auf der BP-93 gibt es tatsächlich außer Blümchen und Schnecken auch ein paar Pilze und vor allem Blätter, und die habe ich mir geschnappt und mit Anny's "Models darling" die beiden Varianten der Laubblätter einfach auf den Lack gestampt. Das große Ahornblatt auf dem Ring- und kleinen Finger passt zwar nicht komplett auf den Nagel, macht sich aber auch so teilweise ganz gut auf den Nägeln, wobei ich gestehen muss, dass ich die Farbwahl nicht ganz so optimal finde... Das Roségold oder Rosékupfer passt nicht so ganz perfekt zu dem grün-golden-braunen Changiereffekt, aber meinen silbernen essie hatte ich spontan nicht in Greifweite...
Immerhin finde ich die Mani gar nicht so schlecht, auch wenn die Holopartikelchen durch das Stamping ein bisschen untergehen. Auf dem Grün ist der Farbkontrast klasse, ins Braune wird er en bisschen unstimmig, aber es hätte auch alles deutlich schlimmer sein können! Zumindest passt das Motiv in die Jahreszeit und ich kann mir das auch ganz hervorragend auf einem Cremelack vorstellen - das würde dann auch ein bisschen detailgetreuer widerspiegeln, was denn da gerade vor meiner Türe auch am Straßenrand zu finden ist. Denn die Farbgestaltung der Blätter ist da ganz eindeutig nicht in einem metallischen Roséton gehalten, sondern doch eher intensiv gelb, orange, rot und  braun! Aber sei's drum - "Bag of bones" hat hier durchaus auch seinen Charme gezeigt und war den kleinen Stampingausflug eindeutig wert.
Das einzige Manko, das ich an dem Lack sehe, ist tatsächlich seine Haltbarkeit - nach zwei Tagen haben mir schon diverse Eckchen und Spitzen gefehlt und das wird bei dem Lack doch mehr als deutlich sichtbar. Nachkorrigieren ist nur bedingt möglich, da man die Übergänge doch sehr deutlich sieht - aber immerhin ist das Ablackieren dann trotz Holosplittern kein Problem. Das nächste Mal werde ich wohl einfach einen Topcoat nutzen und mich dann an dem tollen Farbspiel länger erfreuen!

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt, mit JAL10 gibt es 10% Rabatt auf nichtreduzierte Produkte.

Freitag, 28. Oktober 2016

Parrot Polish "PPPP Exclusive April 2016"

Wenn mir Lotte schon einen absolut zauberhaften Lack in Blau zukommen lässt, kann ich ihn ja nicht einfach vor sich hinstehen lassen - und so war klar, dass der heutige "Blue Friday" (mal wieder) einem Lack von Parrot Polish zusteht. "PPPP Exclusive April 2016" hat seinem Namen zufolge sicherlich schon ein paar Tage ins Land gehen sehen - ist aber trotzdem passt er hervorragend in einen sonnigen Herbsttag!

Ich habe ehrlich gesagt absolut keinen Schimmer, wann wie und unter welchen Umständen es den Lack genau zu haben gab oder wie auch immer man an ihn ran kam - aber ich bin heilfroh, dass er in meinem letzten Päckchen zu finden war und ich werde ihn ganz sicher nicht mehr hergeben!
Wie bei den Parrots üblich, ist das Fläschchen quadratisch und der Pinsel von der schmalen, langen Sorte. Der Lack ist von der Konsistenz toll flüssig und lässt sich problemfrei auftragen. Die erste Schicht ist schon recht farbintensiv, reichte bei mir allerdings nicht für eine komplette Deckung aus. Die zweite Schicht hat es gerichtet und dank der angenehm kurzen Trockenzeit war der Auftrag auch kein Problem. Der Lack kommt ganz hervorragend ohne Topcoat aus, eine zusätzliche Schicht verleiht allerdings auch ein bisschen mehr Glanz, der die hübschen Holopartikelchen noch ein bisschen deutlicher herauslockt. Und die sind es auch, die das Finish ein winziges, klitzekleines bisschen streifig scheinen lassen. Das ist zwar wieder die Sorte Streifigkeit, die nur die Kameralinse sieht und die das menschliche Auge nicht.
Bei der Farbe ist es ziemlich egal, wodurch man "PPPP Exclusive April 2016" betrachtet - der Lack ist schlicht und ergreifend ein strahlendes Türkisblau, das wirklich perfekt in den Sommer passt, aber eben auch an schönen Herbsttagen hervorragend zur Geltung kommt. Für mich ist das einer dieser perfekten Türkistöne, die keinen klar erkennbaren Grünanteil haben, sondern nur von diesem leicht angehauchten Blau und ihrer Strahlkraft leben - einen Hauch heller als mein armes kleines Auto, das momentan im Exil in der Garage steht... Solche Töne begeistern mich schon pur immer wieder, dieser hier hat aber neben der traumhaften Farbe noch ein hübsches Schimmerfinish im Angebot und vor allem ganz feinen Holoschimmer, der sich perfekt über das Blau legt.
"PPPP Exclusive April 2016" ist definitiv einer der Lacke, die man solo schon lang genug anschmachten kann, um sich das feine scattered-Holo-Finish im Verlauf und seinen schönen Regenbogensplittern anzusehen. Aber gerade so eine farbintensive Basis verführt ja auch sehr dazu, da noch ein bisschen was draus zu machen und ich wollte irgendwas passendes zu den Papageien finden. Ganz besonders haben mir die Federn von der BP-75 gefallen, die ich von Nurbesten.de bekommen habe. Gestempelt habe ich mal wieder ganz klassisch mit MoYou London "White knight", der sich ganz hervorragend nutzen lässt, und um die Federn nicht gar so alleine zu lassen, habe ich auf den Zeige- und kleinen Finger noch zwei Piepmätze gepackt, damit klar ist, wo die Federn herkommen (oder irgendwie sowas um den Dreh).
Zwar geht durch das weiße Stamping so einiges von der strahlendblauen Oberfläche verloren und auch der Holoeffekt ist nicht mehr gar so deutlich - aber ich finde den Kontrast einfach phänomenal und kann mich an dieser Blau-Weiß-Kombination nicht so recht satt sehen (und ich schiebe das jetzt ganz dreist einfach mal nicht darauf, dass ich ja eigentlich aus Bayern stamme und die bayrischen Landesfarben ein verdammt ähnliches Blau und Weiß sind!). Die Stampingplatte ist übrigens auch sehr toll, wobei ich bei den Piepmätzen teilweise ein bisschen mit dem Druck beim Abziehen des Lacks aufpassen musste - bei dem größeren Motiv war das überhaupt kein Thema, aber gerade die etwas flächiger gehaltenen Vögelchen haben sich da anscheinend ein bisschen angestellt. Letztlich ging das aber alles noch gut aus, wie man ja auch an den erkennbaren Motiven sehen kann.
Zur Haltbarkeit von "PPPP Exclusive April 2016" kann ich dafür nur Positives berichten - obwohl ich die Nagelspitzen nicht separat ummantelt habe, hat sich der Lack auch an den eher empfindlichen Stellen sehr gut gehalten. Beim Ablackieren gab's dann zwar ein kleines bisschen Geschmiere, das ließ sich aber auch mit dem nächsten Pad wieder abnehmen. Für mich also rundum ein gelungener Lack - und ich freue mich schon sehr auf einen sonnigen Wintertag, an dem ich ihn wieder lackieren kann!

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt, mit JAL10 gibt es 10% Rabatt auf nichtreduzierte Produkte.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Rival de Loop Express Nails 45' "306"

Momentan fliegt die Zeit nur so dahin - und irgendwie finde ich das auch schon ganz schön toll. Hoffentlich geht dann diese matschige Wetterzeit schneller vorbei und ich muss nicht jedes Mal beim Schritt vor die Tür zusammenzucken, weil es doch ein bisschen kühler ist als eigentlich gedacht... Jedenfalls ist heute endlich Zeit für Orange - und ich habe mich schon sehr auf die Farbe gefreut!

Passend zu Halloween nächste Woche gibt es heute bei mir quietschorangene Nägel - natürlich auch mit einem passenden Design! Die Wahl fiel mir für heute alles andere als schwer, denn orangene Lacke sind in meinem Inventar wirklich eher mau vertreten, dabei finde ich orange lackiere Nägel immer wieder grandios...
Der Lack stammt aus der "Express Nails 45'"-Reihe, die wohl besonders zügig trocknen soll. Der Pinsel ist kurz und klassisch geschnitten, fächert aber abgenehm breit auf, sodass das Lackieren kein Problem darstellt. Mit der tollen Konsistenz lässt sich der Lack, der entweder die Nummer 306 (auf dem Etikett) oder die 266 (Klebchen auf dem Flaschenboden) trägt, sehr angenehm lackieren. Obwohl es sich hier nicht um einen dicht gepackten Cremelack handeln, ist der RdeL schon mit einer Schicht ganz schön deckend - ich habe mir nur mit meiner Dünnlackiererei mal wieder ein paar lichte Stellen in die Nägel gepinselt... Also hieß es, noch eine zweite Schicht lackieren und auch wenn die Trockenzeit des Lacks die 45 Sekunden eindeutig übersteigt, trocknet er angenehm zügig durch, sodass eine weitere Schicht überhaupt kein Problem darstellt. Allerdings ist das Finish nicht ganz eben, sodass sich eine Schicht Topcoat für ein hübsch glänzendes Finish empfiehlt.
Zur Farbe gibt es ehrlicherweise nicht übermäßig viel zu sagen - das ist ziemlich eindeutig ein so richtig knalliger Orangeton und das nicht nur im Sonnenschein. Zwar ist das kein typisches Kürbisorange, dafür ist der Ton dann doch zu dunkel und zu rotstichig und knallt einfach wahnsinnig! Das Orange ist tatsächlich so intensiv, dass es im Dämmerlicht schon eher wie ein Rotton aussieht, es ist aber ganz eindeutig ein Orange. Ich wurde auf der Arbeit auch ernsthaft mehrfach darauf angesprochen, was das denn für ein toller (im O-Ton "krasser") Lack sei... Ich mag den Ton sehr gern und grübele schon die ganze Zeit, wo ich den denn her habe - ich hatte eigentlich gedacht, er würde aus einem meiner Wichtelpakete stammen, aber das ist wohl eher nicht der Fall. Er war auch mal in einer "Schön für mich"-Box enthalten, aber eigentlich hätte auch die auf dem Blog landen müssen, weil ich mich ja immer wie ein Keks freue, wenn ich mal bei der (normalen) Verlosung der Box gewinne.
Obwohl die Farbe grandios ist, ist das Finish natürlich nicht übermäßig spannend - darum war schnell klar, dass da ein Design draufmusste und natürlich sollte es eines passend zu Halloween sein. Zwar hätte ich auch ein paar Stampingmotive im Arsenal gehabt, aber da es in meinem Päckchen mit der "Midnight masquerade"-Kollektion neben den Lacken (1, 2) auch einen Bogen der nail & cuticle tattoos gab, war es schon gesetzt, dass die ausprobiert werden wollten. Ich war mir ehrlich gesagt nicht so sicher, ob sich die Dinger so wirklich einfach auftragen ließen; mit Nageltattoos habe ich bisher eher durchwachsene Erfahrungen gemacht. Die "Party at the hounted house"-Variante enthält von Kürbissen über Totenköpfe, Fleidermäuse, Monde und Sterne, bis zu Geisterhäusern und Spinnen sowie Netzen eine breite Auswahl an halloweentauglichen Motiven, die man entweder auf der Haut oder eben auf den Nägeln tragen kann. Im Gegensatz zu klassischen Nageltattoos brauchen diese allerdings keine Feuchtigkeit, um sich vom Trägerpapier zu lösen, sondern sollen nur mit Druck funktionieren.
Und tatsächlich klappt das ziemlich gut - man muss das Tattoo nur auf den Nagel drücken, dann löst sich das Motiv schon vom Trägerpapier und sitzt fast schon fest auf dem Nagel. Teilweise bleiben Eckchen oder Randstücke ein bisschen hängen, sodass man das Trägerpapier nicht allzu schnell wegziehen sollte, aber mit ein wenig Fingerspitzengefühl lassen sich die Motive auch gut auf deutlich gebogene Nägel aufbringen. Für meine Mani habe ich vier unterschiedliche Motive gewählt, von denen ich mir einbilde, dass sie zumindest pärchenweise zusammenpassen: Die Spinne und ihr Spinnennetz finde ich so richtig klasse, das Häuschen mit dem Sternenhimmel ist zwar nicht die perfekte Kombination, aber auch noch halbwegs stimmig. Für die Nägel finde ich die Motive klasse, als normale Tattoos für die Finger wären sie mir ein bisschen zu klein - aber ich bin ja generell kein Fan von Cuticle Tattoos...
Ein kleiner Minuspunkt an dem Lack ist trotz der tollen Farbe allerdings die Haltbarkeit - trotz Topcoat hatte ich am zweiten Tag schon einige Eckchen weniger und das finde ich gerade bei so einer intensiven Farbe doof. Immerhin lässt sich der Rival de Loop ohne Probleme ablackieren, schliert nicht und hinterlässt keinen Stain - aber diese suboptimale Haltbarkeit hat mich ein bisschen geärgert.

Die Nailtattoos wurden mir kosten- und bedingungslos von essence zur Verfügung gestellt.

Bei Lotte gibt's heute einen deutlich helleren Orangeton - aber dafür auch einen, der es mehr als faustdick hinter den Ohren hat; schon wieder so ein Hingucker, hinter dem sich mein Lack eigentlich nur verstecken kann...
marzipany.blogspot.de/2016/10/lacke-in-farbe-und-bunt-colors-by.html
Ich hoffe sehr, dass sich heute so einige tolle Halloweenlacke in der Galerie einfinden werden, gerade im Herbst ist Orange ja doch ein bisschen häufiger zu sehen als in anderen Jahreszeiten. Damit es zwar kontrastreich, aber doch farblich herbstangemessen weitergeht, ist in der nächsten Woche dann Taubenblau dran.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Dance Legend "Chameleon" 095 Wazowski

Momentan habe ich meinen Kopf überall anders - nur nicht beim Bloggen... Das tut mir generell schon sehr leid, aber besonders leid tut es mir, weil mir Lotte extra für diesen Monat "Wir lackieren..." zwei Schätzchen geschickt hat, die ich bisher noch gar nicht gezeigt habe. Heute darf aber endlich der erste von beiden ran, auch wenn der Monat mit Dance Legend bei Lotte und Leni schon fast zu ende ist...

"Wazowski" aus der "Chameleon"-Kollektion ist nicht nur nach meinem Lieblingscharakter aus der Monster AG benannt (wobei man da von der deutschen Umbenennung in "Glotzkowski" nun wirklich nicht mehr hinter kommt), sondern wohl auch einer der Lacke, die den meisten von uns Nagelmädels mehr als gut bekannt sein dürfte. Er ist zwar kein Einzelstück, was grüne Chameleons angeht, aber definitiv eines der hübschesten!
Im Prinzip ist "Wazowski" sogar ein Onecoater, die Deckkraft des Lacks ist trotz seiner angenehmen flüssigen Konsistenz phänomenal und man hat sofort genug Farbe auf dem Nagel - auch wenn man so ein Dünnlackierer ist, wie ich. Allerdings betont der Lack auch Unregelmäßigkeiten im Nagelbett, sodass ich trotz Basecoat nach der ersten Schicht die eine oder andere Delle noch ein bisschen zu deutlich erkennen konnte, also habe ich eine zweite Schicht des Dance Legend lackiert. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, sodass das absolut kein Problem ist und so zumindest auf meinen malträtierten Nägeln zu einem etwas gleichmäßigeren Ergebnis geführt hat. An und für sich wird "Wazowski" zwar ein klitzekleines bisschen streifig, das fällt allerdings mal wieder nur der fiesen Kamera, dem menschlichen Auge hingegen gar nicht auf. Die Pinselführung ist hier aber auch nicht wirklich problematisch, da der Farbeffekt, den der Lack mit sich bringt, sämtliche potenziell sichtbaren Strichelchen sowieso überstrahlt.
Tja, am einfachsten wäre es wohl, von "Wazowski" einfach zu behaupten, er wäre grün. Das ist grundsätzlich auch nicht wirklich falsch, aber der Lack hat einfach so unglaublich viel mehr auf Lager! Im Fläschchen erkennt man es schon recht deutlich, in dem metallischen Grün schwirren nämlich noch ein paar goldene oder gar leicht kuperorangene Partikelchen herum. Die machen sich auf dem Nagel gar nicht so deutlich bemerkbar - außer, man konfrontiert sie mit direktem Licht, dann kommt der gelborangene Einschlag im Grün deutlich heraus und "Wazowski" funkelt auf einmal auch in einem ganz anderen Finish - statt der metallischen, leichten Streifikeit machen sich auf einmal güldene Schimmerpartikelchen überall breit. Den kupfern angehauchten Orangeton habe ich auf den Nägeln nicht mehr in der Intensität abgebildet bekommen, finde das Ergebnis aber auch so schon klasse! Neben dem warmen Einschlag hat der Dance Legend aber auch noch genau das Gegenteil im Angebot, das man hier vor allem seitlich an den Nagelrändern sieht: Dort tendiert der Chameleon-Lack nämlich in ein kühles Grünblau, das sich auch im normalen Tageslicht durchaus auf den Nägeln zeigt (nur eben nicht, wenn ich eine Kamera in der Nähe hatte).
Gerade mit diesen grün-goldenen Grundtönen ist "Wazowski" für mich ein perfekter Herbstlack - darum wollte ich auch unbedingt ein hübsches, herbstliches Naildesign draufmachen und habe mich dazu überwunden, nun doch endlich die letzten Vinyls von Bornpretty auszuprobieren. Die Olivenzweige fand ich die ganze Zeit über schon sehr spannend, muss aber ehrlich sagen, dass mich die Anwendung dieser Vinyls die letzten Male einfach nicht so richtig begeistert hat und ich die Review darum ein bisschen auf die lange Bank geschoben habe. Gerade bei dem feingliedrigen Muster war ich sehr gespannt, wie sich das ausgehen würde und habe mir darum Kiko 374 "Pearly chocolate noir" geschnappt. Der erste Versuch, die Vinyls auf die Stampingmatte zu kleben und dann zu bepinseln, hat nur mäßig funktioniert - die Dinger lassen sich durch das feine Muster gar nicht so leicht abziehen und beim Anbringen muss man auch ein bisschen darauf achten, dass sich die klebenden Stellen nicht überlappen. Nach dem Abziehen ist die Vorlage schon hinüber, sodass es nicht wirklich eine Ersparnis wäre, die Motive erst auf eine Matte zu übertragen.
Also habe ich die Teile einfach auf den Nagel geklebt und dann mit dem dunklen Braun bepinselt. Das Abziehen hat halbwegs gut geklappt, nur an den besonders feinen Stellen ist der braune Lack teilweise wieder mit abgegangen - so richtig gestochen scharf ist das Muster leider nicht geworden. Auch beim zweiten Versuch hat das nicht so perfekt funktioniert, sieht aber zumindest halbwegs akzeptabel aus. In Kombination mit dem hübschen Grünton von "Wazowski" gefällt mir das Braun sehr gut - auch wenn es als Akzent schon fast schwarz aussieht. Ich hatte überlegt, die beiden übrigen Nägel noch in dunkelbraun zu gestalten, mich dann aber doch nur für den Zeigefinger entschlossen - sonst wäre mir das alles zu dunkel geworden. Obwohl das Übertragen des Motivs halbwegs gut geklappt hat, bin ich von den Vinyls nicht wirklich überzeugt - das ist eine riesige Frickelarbeit und dann hat man die Zweige nicht wirklich perfekt auf dem Nagel... Mit groberen Motiven geht das durchaus, aber so ist mir das ein bisschen zu nervig.
Dafür bin ich aber von "Wazowski" wirklich hin und weg - der Lack ist der absolute Herbsttraum und hält auch noch ganz ordentlich. Ohne Topcoat sind zwar eher mal Abnutzungserscheinungen an den Nagelspitzen zu erkennen, das hält sich aber weitestgehend in Grenzen und insgesamt mag ich einfach das Farbspiel, das der Lack zeigt.

Die Vinyls wurden mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Kiko Nail lacquer 300 Pearly malachite green

Schon ist es wieder Mittwoch - und bei mir läuft gerade alles ganz schön außerplanmäßig. Viele Termine (allerdings mehr positive als negative), die mich ganz schön in Beschlag nehmen führen dazu, dass ich gerade kaum zu Hause bin und somit auch nicht wirklich Zeit habe, vor dem PC zu sitzen. Auf Tannengrün diese Woche habe ich mich sehr gefreut, bin dann aber leider nur kurz vor knapp zum Lackieren gekommen.

Dabei hatte ich "Pearly malachite green" schon länger herausgestellt, damit ich diesen tollen Lack endlich mal auf die Nägel bringe - er musste nämlich ganz eindeutig viel zu lange darauf warten. Mir kam ständig irgendein anderer Lack dazwischen und so habe ich den Kiko auch von einer Runde auf die andere geschoben...
Immerhin hat er jetzt endlich seinen Auftritt, auch wenn ich nur Fotos unter der Tageslichtlampe machen konnte - so ist das eben im Herbst, da wird es dann auch ein bisschen früher dunkel und wenn man morgens noch beim Losfahren auf die Arbeit den Mond in voller Pracht am Himmel sieht, ist es auch schwer mit richtigen Tageslichtbildern... Aber "Pearly malachite green" ist auch so ganz hübsch anzusehen, zumal er trotz des höheren Alters beim Auftrag so absolut gar keine Probleme gemacht hat. Der zugegebenermaßen eher schmale Pinsel fächert schön auf, die Konsistenz des Lacks ist absolut traumhaft und so macht das Lackieren auch Freude. Die Deckkraft kann sich durchaus auch sehen lassen - bei dickeren Schichten würde gewiss eine schon reichen, ich habe wie gewohnt zwei lackiert und war damit auch sehr zufrieden. Einen Topcoat braucht der Kiko nicht unbedingt, da er schon einen ordentlichen Glanz mitbringt - aus Zeitgründen habe ich aber eine Schicht drübergepinselt.
Bei der Farbe muss man dafür ein bisschen genauer hinschauen - das green im Namen verrät zwar schon, dass das eigentlich ein grüner Lack ist, aber teilweise könnte man da auch einen blauen Schimmer vermuten, sodass ein zweiter Blick nicht schadet. Tatsächlich erkennt man dann nicht nur den schönen Schimmer des Lacks, sondern auch seine wirklich spannende, tiefdunkelgrüne Färbung, die auch einen leichten Graustich mit sich bringt. Sicherlich ist der Lack nicht unbedingt das klassische, satte Tannengrün - aber ich wüsste ehrlich gesagt auch nicht, in welche Sparte ich den Lack sonst stecken sollte. Im Prinzip ist das so ein bisschen der Tannenbaum nach Weihnachten, der schon so einiges an Strahlkraft eingebüßt hat und so langsam entsorgt wird - hier und da haben die Nadeln ihren Glanz verloren und sind etwas gräulicher-stumpf geworden. Allerdings hat der Kiko noch immer ordentlich Glanz, ist aber vom Farbton her für mich eindeutig in dem Bereich zu finden.
Die wirklich als minimal zu beschreibende Streifigkeit fällt natürlich nur mit der Kamera auf - mit bloßem Auge ist davon nichts zu erkennen, da steht der feine Schimmer auf dem dunklen Untergrund deutlich im Fokus. Wenn man beim Lackieren auch ein kleines bisschen aufpasst, sind die Pinselstriche auch durch die Kameralinse nicht mehr gar so deutlich zu erkennen. Trotz des wirklich traumhaften Farbtons (und der durchaus knappen Zeit) durfte auch auf "Pearly malachite green" ein Design nicht fehlen - und auch wenn ich momentan am liebsten die ganze Zeit Katzen stempeln würde, sind es dieses Mal Eulen geworden. Immerhin ist da noch eine gewisse Ähnlichkeit in der Motivwahl festzustellen - sind ja schließlich auch Tiere *hust*. Die BP-X14 ist eine der neueren quadratischen Platten von Bornpretty und enthält so einige unterschiedliche Eulenfiguren, die ich mal besser und mal weniger gut finde. Für die Mani habe ich mich einfach mal durch die unterschiedlichen Muster probiert und auf jeden Nagel ein anderes Eulchen gebracht.
Gestampt habe ich mit Orly "Glitz", der sicherlich nicht der perfekte Stampinglack ist (dafür sind die Partikelchen dann halt doch nicht dicht genug gepackt, sondern dröseln sich im Motiv ein kleines bisschen auf), aber ich hatte auf die Schnelle kein anderes Gold gefunden. Bei den Eulenmotiven muss ich ehrlich gestehen, dass ich bei manchen doch ein paar Probleme hatte, sie mit diesem Lack ordentlich auf die Nägel zu bringen - ich würde das aber keinesfalls auf die Platte schieben, die ist nämlich durchaus gut gestanzt, sodass der Lack sich auch in feineren Strukturen gut zeigen kann. Auf dem Ringfinger hatte ich noch versucht, dem Lack ein bisschen bläulichen Schimmer mitzugeben (unter Zuhilfenahme von Orly "Twilight"), allerdings hat sich das als eher bekloppte Idee herausgestellt, sodass ich bei den restlichen Nägeln bei einem einfachen Topcoat geblieben ist. Ich gestehe, hier nicht die alllerkreativste Schiene gefahren zu haben, aber ich mag die einzelnen Eulen und die Mani insgesamt einfach sehr. Und Gold-Grün ist dann doch auch ein bisschen die klassische Weihnachtskombination, die der Tanne gut steht.
Die Haltbarkeit von "Pearly malachite green" ist aufgrund der dunklen Grundfärbung natürlich nicht gar so optimal - es dauert keinen kompletten Tag, bis sich die ersten Abnutzungserscheinungen an den Nagelspitzen zeigen. Ein bisschen lässt sich das zwar kaschieren, aber insgesamt bleibt der Kiko hier doch ein Opfer der dunklen Farbe. Dafür ist das Ablackieren vollkommen problemfrei und ich habe letztlich doch ein sehr positives Bild von dem Lack.

Ida hat heute mal wieder ein echtes Schätzchen vorbereitet, das mich alleine durch die Partikel schon sehr begeistert - das Ganze dann noch in einem so dunklen Lack verpackt... Ein Träumchen!
http://heartshapeddream.blogspot.de/2016/10/pretty-serious-herald-of-skeleton-war.html

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Auch wenn das Wetter momentan durchaus wieder ein bisschen sommerlich ist (ich saß tatsächlich am Wochenende gemütlich auf einem Balkon und habe mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen!), hoffe ich sehr, dass sich heute ein paar Tannen in der Galerie einfinden. Und in der nächsten Woche ist Orange angesagt - schließlich ist das der letzte Mittwoch vor Halloween...

Samstag, 15. Oktober 2016

Orly "Feel the vibe" After party

Der Samstag ist zwar schon fast wieder rum, aber ich habe es gestern (mal wieder) nicht pünktlich hinbekommen, meinen Lack zum "Blue Friday" zu verbloggen... Ich dachte eigentlich, dass ich spätestens gegen 14 Uhr daheim wäre - es wurde dann 22 Uhr für eine Viertelstunde und dann war ich wieder unterwegs. Riesenspaß, aber kontraproduktiv, was das Bloggen angeht.

Einen passenden Lack hatte ich natürlich schon lackiert und geknipst, darum gibt es Orlys "After party" aus der "Feel the vibe"-Kollektion zum späten Samstagabend - allerdings ist der Lack vom Namen her mehr als angebracht nach der gestrigen Nacht (das ist auch der Grund, aus dem ich heute Abend mal ein bisschen vor dem PC sitze).
Bei den Orlys kann man sich ja eigentlich den Sermon zum Auftrag sparen, da gibt es nämlich immer das Gleiche zu lesen: Der lange, schmale Pinsel mit dem grandiosen gummierten Käppchen ist zwar inzwischen ein wenig ungewohnt, funktioniert aber absolut problemfrei, fächert angenehm auf und bringt den Lack gut auf den Nagel. Die Konsistenz des Lacks selbst ist perfekt, "After party" ist schön flüssig, aber ohne davonzulaufen, und lässt sich mit seinen Schimmerpartikelchen toll auftragen. Die Deckkraft ist schon ganz schön gut - wer ein wenig dicker lackiert, könnte durchaus mit einer Schicht hinkommen, ich habe vorsichtshalber doch zwei auf die Nägel gebracht, was bei der kurzen Trockenzeit allerdings überhaupt kein Thema war. Das einzige (wirklich winzige) Manko bei dem Lack ist am ehesten noch das Finish - das ist nämlich nicht spiegelglatt, sondern durch die enthaltenen Partikelchen ein bisschen uneben, sodass sich ohne Topcoat keine scharfe Spiegelung ergibt.
Auch mit einer Schicht Topcoat (siehe drittes Bild!) erkennt man, nachdem der Topcoat komplett durchgetrocknet ist, dass er den Lack nicht vollständig ausgleichen kann - das kann man allerdings mit noch einer Schicht beheben oder einfach hinnehmen, da es mit bloßem Auge nicht auffällt. Eigentlich ist "After party" allerdings für den blauen Freitag ein bisschen geschummelt - denn die Basis des Lack ist ein sheeres Schwarz und der blaue Eindruck kommt erst durch die enthaltenen blauen Schimmerpartikel, die im Vergleich zu den lilanen doch in der Überzahl sind. Allerdings legen sich die blauen Partikel eben so in den Lack, dass er tatsächlich eher blau denn schwarz aussieht, darum habe ich beschlossen, dass das nicht so wirklich falsch sein kann, "After party" unter Blau einzuordnen! Definitiv gehört er in die dunkelste Kategorie der Blautöne und gefällt mir dadurch natürlich ganz hervorragend - und passt momentan auch in den leicht dusigen Herbst.
So schön ich "After party" solo auch schon finde, wollte ich dieses Mal ein Halloween-Design auf die Nägel packen (hauptsächlich, da mich einer meiner Kollegen beim Anblick der dunkelblauen Nägel fragte, ob denn schon Halloween vor der Türe stünde - ich vermute mal, im schwachen Bürolicht dachte er, ich hätte schwarze Nägel!) - und da kam mir die BP-81 ganz recht, die ich mir bei Nurbesten aussuchen durfte. Die Platte hat einige hübsche Halloween-Motive, die ich mit MoYou London's "White knight" auf die Nägel gestempelt habe. Zwar sind einige der feinen Details nicht ganz perfekt auf den Nagel gekommen, aber man kann doch ganz gut erkennen, dass da auf dem Zeigefinger eine Spinne, auf dem Mittelfinger Fledermäuse, auf dem Ringfinger eine Hexe und auf dem kleinen Finger ein Haus (oder eher ein Spukhaus) sein sollen. Den "Trick or treat"-Schriftzug der Platte habe ich nicht im ersten Versuch auf den Stamper bekommen und darum eines der anderen Muster gewählt, insgesamt lassen sich die Motive aber alle ganz gut stampen.
In dem strahlende Weiß sind die Motive zwar hervorragend auf dem dunklen Lack zu erkennen - passen aber doch nicht so ganz zum Thema. Also habe ich mir mal einen der ganz alten Effektlacke herausgeholt - kann sich noch jemand an den "Rock"-Topcoat von essence erinnern? Der sollte zur Verdunklung anderer Lacke genutzt werden, war aber aufgrund der sheeren Konsistenz und des ungleichmäßigen Auftrags nicht wirklich für komplette Manis geeignet. Hier muss ich aber sagen, dass er einen wirklich guten Dienst getan hat und das Weiß ein bisschen abgeschwächt hat, ohne etwas am Basislack zu ändern (ich glaube, an dieser Stelle kommt einem dann doch ein bisschen zu Gute, dass der Lack eine schwarze Basis hat). Natürlich hätte ich auch mit Grau stampen können, aber da habe ich keinen Stampinglack und ehrlich gesagt auch nicht so wirklich dran gedacht...
Zur Haltbarkeit von "After party" kann ich nur Positives berichten - sowohl die Tips als auch der Rest hat gemütliche drei Tage gehalten, erst danach gab es beim Dauerspülen ein paar kleinere Probleme. Immerhin ging das Ablackieren dann ganz einfach, sodass ich "After party" auch gerne vor der nächsten Party wieder lackieren könnte.

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt, mit JAL10 gibt es 10% Rabatt auf nichtreduzierte Produkte.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Catrice 120 Plum play with me

Bergfest - und für mich ist das diese Woche tatsächlich auch der Tag, nach dem alles besser wird und die Hektik auf der Arbeit erstmal eine kleine Auszeit bekommt. Ich hoffe sehr, dass ich dadurch auch wieder ein bisschen mehr Zeit für den Blog habe, momentan ist das tatsächlich eher so ein kleines Stiefkind, da ich meine Postings eher kurz vor knapp fertig machen muss und diverse Ideen zeitlich nicht wirklich zu Papier bringe.

Sei's drum - heute ist bei "Lacke in Farbe... und bunt!" auf jeden Fall Lila dran und ich habe mal wieder einen der wirklich uralten Lacke herausgeholt: "Plum play with me" von Catrice stammt aus der ersten Serie nach dem Redesign der Marke und steht schon seit längerem in meinem Regal.
Sein Alter merkt man "Plum play with me" allerdings nicht wirklich an - die Konsistenz des Lacks ist nämlich noch immer toll, er ist schön flüssig und lässt sich gut auftragen. Zwar ist der Pinsel noch ein wenig schmaler und gerade geschnitten (aber immerhin ordentlich!), der Auftrag des Lacks gelingt aber problemfrei und auch die Deckkraft kann sich sehen lassen: Wenn man ein bisschen dicker lackiert, könnte man wohl mit einer Schicht auskommen, bei mir war sie noch nicht ganz gleichmäßig, also durfte eine zweite Schicht Lack auf die Nägel. Die Trockenzeit der Pflaume ist völlig in Ordnung, sodass man beim Lackieren nicht zu lange warten muss und auch das Finish wird weitestgehend glatt. Ich habe allerdings mal wieder abends lackiert, also gab es noch einen Topcoat drüber, damit ich ins Bett konnte. Am nächsten Morgen waren - wie man an den Bildern sieht - keinerlei Abdrücke auf dem Lila zu finden und das Cremefinish erstrahlte in seiner vollen Pracht.
Aufgrund der Lichtverhältnisse gibt es leider nur Fotos unter der Tageslichtlampe - und meine Kamera hat noch immer so ihre Probleme mit lilanen Lacken, sodass "Plum play with me" ein bisschen kälter und blaustichiger rauskommt als er eigentlich ist. Das Lila ist eigentlich eher ein wärmerer, leicht rotstichiger Ton - zumindest, wenn er Sonne abbekommt, was momentan natürlich ein bisschen schwierig ist. Er ist nicht wirklich so richtig pflaumig - dafür ist er mir nämlich noch viel zu hell und vor allem ein bisschen zu sauber, unsere Pflaumen am Baum im Garten haben doch einen deutlich dunkleren Ton. Aber ein schöner Lilaton ist das auf jeden Fall, auch wenn er sicher nicht zu den außergewöhnlichsten Farbnuancen gehört. Das Cremefinish gefällt mir bei der kleinen Pflaume sehr gut und führt auch dazu, dass der Lack einen frischen Anstrich bekommt - ab und an braucht es eben mal ein schnödes und einfaches Finish!
So ein schlichtes Cremefinish bietet aber natürlich die perfekte Grundlage für ein Design - und dieses Mal stand ich total auf dem Schlauch, was ich denn aus dem Catrice-Lack machen sollte. Ein Halloween-Design wollte ich nicht, weil ich noch nicht in Grusel-Stimmung bin (wobei es hier gestern Morgen so superneblig war, dass es mich auch nicht gewundert hätte, wenn ich noch ein paar Hexenbesen am Straßenrand hätte stehen sehen) und dann stöberte ich ein bisschen durch meine Sammlung. Zuerst landete ich bei meinem Flakie-Topper von essence, der auf dem Zeige- und kleinen Finger Platz fand, mich aber auch nicht so recht begeisterte - also ging die Suche bei den Stampingmotiven weiter. Nach einem "kurzen" Blick auf sämtliche Platten, die ich so hatte, entschied ich mich letztlich für die BP-77, die ich vor kurzem im Bundle von Nurbesten bekommen hatte. 4,50€ für fünf Platten ist wirklich in Ordnung und die geometrischen Muster haben vor Kurzem ja auch einen kleinen Hype erlebt.
Mit MoYou London's "Skin silk" gab es dann zwei der Muster auf den Mittel- und Ringfinger und dann mal wieder ein bisschen zu früh eine Schicht Topcoat... Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir die Flakies hätte sparen können, denn die passen nicht so wirklich zu dem Creme-in-Creme-Stamping, das ich wirklich sehr gelungen finde! Anfangs fand ich ja die geometrischen Motive alle ein bisschen doof und langweilig, inzwischen habe ich aber Gefallen an ihnen gefunden und mag sie vor allem in Kombination mit weniger komplexen Lacken - gerade bei Cremefinishes kommen die Motive einfach besonders gut heraus. Insgesamt muss ich aber auch sagen, dass ich die anderen Platten aus dem Bundle spannend finde und so langsam mal zusehen muss, dass ich mich durch meine ganzen Neuzugänge stampe. In letzter Zeit sind so viele tolle neue Platten bei mir eingezogen, dass ich auch damit partout nicht hinterherkomme...
"Plum play with me" hat sich trotz wirklich sehr langer Stehzeit ganz hervorragend geschlagen - obwohl der Lack eher zur gewöhnlicheren Sorte gehört, darf er höchstwahrscheinlich bleiben! Nicht nur der Auftrag ging gut von der Hand, auch die Haltbarkeit war klasse. Zwar hat sich ein bisschen Tipwear nach zwei Tagen gebildet, insgesamt gab es aber ansonsten keine Probleme und auch das Ablackieren ging absolut schmierenfrei vonstatten. So wünscht man sich doch "alte" Lacke!

Die Stampingplatte wurde mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt, mit JAL10 gibt es 10% Rabatt auf nichtreduzierte Produkte.

Einen deutlich vielschichtigeren und spannenderen Lack hat heute Alina vorbereitet - der braucht auch keine zusätzlichen Flakies, die hat er nämlich schon eingebaut:
http://www.life-love-nailpolish.de/2016/10/lacke-in-farbe-und-bunt-lila-hypnotized.html
Für die nächste Woche muss ich mich erstmal um meinen InLinkz-Account kümmern (ich hoffe sehr, dass sich das ausgeht), aber natürlich gibt es auch schon eine neue Farbvorgabe: Auch die ist ansonsten eher ein bisschen später drangekommen, aber auch wenn es noch nicht weihnachtet, ist nächsten Mittwoch Tannengrün dran!

Sonntag, 9. Oktober 2016

essence "midnight Masquerade" 04 The walking red

Ehm, kann mir mal bitte jemand erklären, warum schon wieder Sonntag Abend ist? Gerade war noch Samstag Morgen und ich war einer Freundin beim Umzug helfen - und schon ist das Wochenende vorbei... Irgendwas läuft da definitiv falsch, darum ist mir auch so ein bisschen mein Sonntags-Posting untergegangen, zumindest was das Tippen angeht.

Heute gibt's den zweiten Lack aus der "midnight Masquerade" von essence, die dunklere Rotversion, die mir neben "A vampire kissed my neck" zugeschickt wurde. Den Lack fand ich von der Farbgebung im Fläschchen her sehr spannend und habe mich schon sehr aufs Lackieren gefreut.
Der Auftrag war wie schon beim helleren Geschwisterchen sehr einfach und angenehm, die tolle Konsistenz und der gut auffächernde Pinsel habe da so ihren Teil beigetragen. Von der Deckkraft her ist "The walking red" auch ganz gut aufgestellt, nach zwei dünnen Schichten ist das Ergebnis gleichmäßig und farbintensiv, da ich allerdings in den ersten zwei Tagen nicht zum Fotografieren gekommen bin, habe ich noch eine dritte Schicht aufgetragen und dann meine Bilder gemacht. Da es sich auch bei diesem Lack aus der LE um einen matten Vertreter handelt, muss man beim Auftrag ein kleines bisschen darauf achten, Unebenheiten auszugleichen und nicht auch noch welche durch den Lack draufzumachen. Die Kamera zeigt aber natürlich sämtliche kleinen Macken, in Natura erkennt man das natürlich nicht im Ansatz so deutlich. Die Trockenzeit des Lacks ist angenehm kurz, sodass die Mani wirklich flott geht.
Farblich ist "The walking red" ein sehr spannender Ton - im Fläschchen ein dunkler Rotton mit deutlichem Blaustich, oder eben ein eher heller Aubergineton, also Lila mit deutlichem Roteinschlag. Auf den Nägeln dunkelt der Lack ein bisschen nach und da fällt es mir deutlich schwerer, ihm einen klaren Farbton zuzuweisen. Ich würde ja trotzdem eher bei einem Dunkelrot bleiben (für das klassische Rouge noir fehlt ihm ganz eindeutig der Brauneinschlag), aber das mag auch daran liegen, dass der Lack das Rot auch einfach im Namen hat. Auf jeden Fall ist dieser vampy Ton absolut klasse und passt mehr als hervorragend in den Herbst. Das Finish ist vor allem im Sonnenschein kein plattes Matt, sondern zeigt auch hier eher so ein soft-touch-Finish, das angenehm weich ist und sich fast ein bisschen flauschig anfühlt. Ich bin ja von dieser Oberfläche ganz begeistert, auch wenn sie natürlich im Auftrag so ein paar kleine Problemchen mit sich bringt.
Eigentlich hätte ich mit dem Lack auch so ganz ohne Nailart rumlaufen können, aber so ein bisschen wollte ich "The walking red" doch aufpeppen. An und für sich wäre ja ein Zombie-Design zum Namen passend gewesen, aber das ist mir Held natürlich erst aufgefallen, als ich mir die Vinyls schon auf den Nagel geklebt hatte. Von Bornpretty hatte ich nämlich noch einen Vinyl-Bogen, der unter anderem auch Mosaik-Designs draufhatte, rumliegen, die ich ausnahmsweise mal wie gedacht verwendet und auf die Nägel geklebt habe (und das zeigte auch nochmal, dass der Lack wirklich zügig trocknet, bei so einigen Cremefinishes läuft man ja doch Gefahr, den Farblack wieder mit abzuziehen). Ein Motiv reicht eigentlich gemütlich für zwei Nägel, darum habe ich es einfach in der Mitte auseinander geschnitten und die beiden Hälften auf Ring- und Mittelfinger geklebt. Dann habe ich mit Anny "Model's darling" das Motiv gespongt - dadurch ist das Ergebnis nicht ganz gleichmäßig, aber dafür eben auch nicht streifig.
Die Farbkombination finde ich ja sehr gelungen, der Anny passt mit seinem metallischen Altrosa-Hellkupfer (wie auch immer man die Farbe nun bezeichnen mag) ganz hervorragend zu dem dunklen Rot und durch das leicht rauchige Finish vom Schwämmchen ist der Kontrast im Finish nicht so riesig. Dass sich da Muster recht klar auf die Nägel aufbringen ließ, hat mich doch ein bisschen überrascht - bei den letzten Vinyls ging das ja nicht so wirklich gut, hier hat das aber problemfrei geklappt. Ich hatte dann überlegt, das Ganze noch mit einem Topcoat zu versehen, aber dann wäre doch alles wieder glänzend gewesen und das tut "The walking red" nicht so wirklich gut (was im Klartext heißt, dass ich das tatsächlich getan habe und davor so wenig begeistert war, dass es keine Fotos mehr gibt). So blieb es eben bei der matt-metallischen Kombination, die mir echt gut gefallen hat.
Die Haltbarkeit ist auch hier nicht berauschend, da sich die Nagelspitzen dann doch recht zügig verabschieden, aber im Großen und Ganzen ist das noch im Rahmen. "The walking red" lässt sich dann aber problemfrei ablackieren, schliert oder staint nicht und das führt auch bei diesem Lack zu einer insgesamt doch positiven Bewertung von meiner Seite. Ich mag die Lacke und hätte wirklich kein Problem damit gehabt, wenn es da noch ein paar mehr von gegeben hätte!

"The walking red" wurde mir kosten- und bedingungslos von essence zur Verfügung gestellt. Die Vinyls wurden mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Freitag, 7. Oktober 2016

Parrot Polish "Tranquil Holo"

Heute gibt es einen kleinen Rundumschlag in Sachen Blogaktionen: Natürlich ist Freitag und damit wird es zum "Blue Friday" wieder blau! Zusätzlich haben es Lotte und ich aber auch mal wieder geschafft, den gleichen (nicht denselber!) Lack zu zeigen, es gibt nach langer Pause also wieder mal einen "Gemeinsam lackiert"-Beitrag - denn "Tranquil Holo" von Parrot Polish ist ja schon im Juni bei mir eingezogen.

Ich hätte ihn schon gerne früher lackiert, hatte aber meistens so eine blöde Macke in einem meiner Nägel drin, dass ich dem schönen Thermolack damit nicht gerecht geworden wäre, also durfte er auch ein bisschen auf seinen Auftritt warten, bis Lotte mich schon fast gezwungen hat, ihn zu lackieren.
Ich kann allerdings schonmal vorwegnehmen, dass es sich eindeutig gelohnt hat, der Lack ist nämlich ein kleines (oder eher großes) Träumchen! Aber von vorne - am Anfang steht bekanntlich der Auftrag und da muss ich sagen, dass ich mit mehr Ärger gerechnet hatte. Bisher hatte ich in meinen Parrots häufiger mal ein paar kleine Krümelchen, die sich dann im Finish deutlich gemacht haben, "Tranquil Holo" ist aber absolut krümelfrei und lässt sich mit seiner leicht flüssigen Konsistenz toll lackieren. Der gerade geschnittene Pinsel fächert toll auf und der Lack bringt auch ordentlich Farbe auf den Nagel. Der Thermoeffekt macht sich kurz nach dem Auftrag schon bemerkbar, sodass man gut erkennen kann, dass eine Schicht für die warme, hellere Variante nicht ausreicht. Die zweite Schicht deckt aber schon sehr gut, sodass man danach eigentlich aufhören kann - ich habe aber aufgrund meiner kleinen Macke im Ringfinger noch eine dritte Schicht lackiert.
Die Trockenzeit ist recht kurz, sodass auch eine dritte Schicht absolut kein Problem darstellt und hier muss ich auch sagen, dass mich das Finish doch ganz schön begeistert. Es ist zwar kein absolutes Hochglanzfinish, braucht aber aus meiner Sicht keinen Topcoat zusätzlich, sondern kann sich auch so schon sehen lassen. Zur Farbe von "Tranquil Holo" kann man eigentlich ganz viel sagen - aber das Wichtigste ist eigentlich dieser zarte Holoeffekt, der sich auf den Nägeln zeigt, sobald eine Lichtquelle in Sichtweite ist. Es ist zwar kein krasser Holoeffekt, der mit einem überdeutlichen V nach Aufmerksamkeit heischt, aber doch einer, der sehr ansehnlich ist und die Nägel funkeln lässt. Farblich beweg sich der Lack zwischen einem Periwinkle-Blau im kalten Zustand zu einem kühlen bläulich angehauchten Blau im wärmeren Zustand, wobei der Effekt recht zügig eintritt. Der Lack gefällt mir aber gerade in den Zwischenfarben am besten, wenn er ein zartes Hellblau zeigt, aber der Übergang noch nicht klar abgegrenzt ist.
Sicherlich könnte man von "Tranquil Holo" noch zig weiter Bilder zeigen - ich habe leider keine im komplett warmen Zustand hinbekommen, dafür waren meine Händchen wohl einfach zu kalt. Früh morgens im Bett hatte ich aber regelmäßig komplett weißgraue Nägel, die aber schon auf dem Weg ins Bad ihre blauen Ränder entwickelt haben. Um jetzt noch eine dritte Aktion unterzubringen, gibt es ein Katzendesign, obwohl das Thema der "Frischlackiert-Challenge" eigentlich schon gestern dran war - aber Donnerstags ist bei mir eindeutig kein Lacktag und ich hoffe sehr, dass das noch in Ordnung geht! Gestampt habe ich mit der BP-X11 und einem kleinen Stinker von Kleancolor. "Peacock-a-boo" ist ein dunkelblauer Schimmerlack, der wie bei Kleancolor schon gewohnt etwas dicklicher ist, sich aber hervorragend stempeln lässt. Die zwei Pummelkatzen von der Platte hatten es mir einfach angetan, darum durften sie mit ein paar Pfötchen auf den übrigen Nägeln heute mal endlich ausprobiert werden.
Um das Stamping ein bisschen zu schützen, habe ich hier noch eine Schicht Topcoat über das Motiv gepinselt, wodurch der Lack zwar ein bisschen mehr glänzt, aber ansonsten keine großen Unterschiede zu zuvor zeigt. Ich finde den Holoeffekt glänzend auch nicht intensiver oder irgendwie spannender. Bei den Designbildern sieht man dafürden Übergang zwischen dem silber-weiß-grauen, warmen Zustand in den kühleren, deutlich blaueren Zustand und das macht den Lack wirklich absolut grandios und zauberhaft! Ich bin immer wieder hin und weg von den flotten Übergängen, die Polish Parrot zeigt und "Tranquil Holo" passt auch vom Namen wirklich hervorragend - der Holo ist nämlich keineswegs aufdringlich, sondern tatsächlich eher ein ruhiger Kollege. Nichtsdestotrotz hat er eindeutig seinen Charme und bringt auch die Miezen hier gut zur Geltung.
Die Haltbarkeit des Lack ist ohne Topcoat sehr solide, wobei man natürlich ein bisschen schneller Tipwear entdeckt als mit einer schützenden Lackschicht. Ansonsten machen sich natürlich kleine Abnutzungen an der Oberfläche bemerkbar, aber für mich alles im Rahmen. Auch das Ablackieren ist kein Problem, sodass ich mal wieder sagen kann, dass mich dieser Parrot Polish so richtig begeistert!

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Butter London "Diamond geezer"

Tja und schon wieder ist eine Woche um, "Lacke in Farbe... und bunt!" steht wieder an - und zur Überraschung so einiger ist Silber dieses Mal nicht für Silvester reserviert, sondern Anfang Oktober dran. Ich muss gestehen, dass ich natürlich in Betracht gezogen habe, die Farbe mal wieder als Neujahresklassiker aufzuheben, aber irgendwie war die Alternative auch nicht unattraktiv und für ein bisschen Abwechslung sorgen, schadet ja auch nicht.

Und so gibt es ein bisschen untypisch im Herbst schon Silber - und ich habe dafür tatsächlich noch einen Lack zurückgelegt gehabt. Es wurde mal wieder ein Lack von Butter London, dieses Mal einer, der schon sehr lange bei mir ist; "Diamond geezer" wurde nämlich 2012 anlässlich der Olympischen Spiele in London mit seinen zwei Medaillengeschwisterchen releast...
Bei meinem letzten Butter London Lack habe ich mich ja ein bisschen über die Deckkraft beschwert, dementsprechend war ich beim Lackieren von "Diamond geezer" schon etwas skeptisch. Mit dem schmale Pinsel gelingt der Auftrag hier gewohnt gut und obwohl auch dieser Lack eher auf der flüssigeren Seite angesiedelt ist, hat mich schon die erste Schicht optimistisch gestimmt: Das Silber deckte gar nicht mal so schlecht. Tatsächlich ging sich die Mani dann auch schon mit einer zweiten Schicht aus, die das Silber gleichmäßig auf die Nägel brauchte und auch von der Deckkraft her ausreichend war. Das hätte ich gar nicht gedacht, da "Diamond geezer" auch eine klare Base hat und nur aus dichtgepacktem Mikroglitter besteht - und gerade bei solchen Lacken hat man ja dann gerne ein paar Lücken auf den Nägeln. Der Butter London geht hier aber mit sehr gutem Beispiel voran und lässt auch mit Blick auf die Trockenheit keine Wünsche offen: Das Silber trocknet zügig an und auch fix durch, sodass die Mani schnell fertig ist - definitiv ein Pluspunkt für mich!
Farblich gibt es nun leider nicht allzu viel zu dem Lack zu sagen - das ist eben ein astreines Silber, das sich im Sonnenschein durch ein paar bunte Reflektionen (vorwiegend im orange-roten Farbbereich mit ein paar blauen Highlights) auszeichnet. Insgesamt würde ich sagen, dass "Diamond geezer" ein klitzekleines bisschen streifig ist, das ist aber auch der Tatsache geschuldet, dass der Glitter so dicht gepackt ist. Ich persönlich finde diese minimalen Anzeichen für die Lackierrichtung wirklich nicht schlimm, zumal sie auch mit bloßem Auge gar nicht zu erkennen sind, sondern sich nur dem fiesen Kameraauge so deutlich offenbaren. Ich weiß nicht wirklich, ob man das mit einem Topcoat in den Griff kriegt - ich habe auf den Versuch verzichtet, da das Finish an sich schon ziemlich eben ist und diese Streifigkeit eben minimal ist. Kaum fällt auch ein bisschen Licht auf den Lack, glitzert und funkelt es sowieso so sehr, dass man komplett abgelenkt ist - und im normalen Tageslicht ohne direkten Lichteinfall besticht "Diamond geezer" durch ein feines Farbspiel im silbergrauen Bereich und zeigt sein schönes Foilfinish in voller Pracht.
Wer mit Silber nicht viel anfangen kann, ist bei diesem Lack natürlich fehl am Platz, denn die Silbermedaille hat nicht viel mehr zu bieten als dieses schöne, kühle Gefunkel - aber er ist natürlich auch die perfekte Basis für Nailarts. Ich dachte mir, dass ich mich doch wieder an einem Gradient versuchen will, nachdem es am Freitag ja nicht so ganz gepasst hat und wollte dem Silber ein bisschen von dem hinzufügen, das man sich bei einem silbernen Lack wohl häufig wünscht: Holo! Also habe ich mir "Ap Holo7" von Catrice geschnappt und meine Nagelspitzen damit bespongt. Ich hatte gehofft, dass sich der Holoeffekt auf den Nagelspitzen zeigen würde, aber irgendwie war da Fehlanzeige - zwar gibt es einen hübschen Übergang von Silber zu Hellblau, aber das war's dann auch schon. Also hieß es, aus der Mani noch ein bisschen mehr zu machen und dafür bot sich natürlich ein Stamping perfekt an. Kurz gegrübelt, dann für essence "royal blue" zur Hand genommen und auf die Suche nach einer passenden Platte gemacht - wie so oft bin ich dann mal wieder bei MoYou gelandet.
Da ich von meiner Robo-Mani so begeistert war, musste ich die Sci-Fi 02 einfach nochmal rauskramen und ein paar weitere kleine Robos stampen. Da hat die Platte auch ein sehr schönes Angebot und ich habe mich für drei der kleinen Freunde und einen kleinen "Beep! Beep! Beep!"-Schriftzug entschieden. Mit dem blauen essence-Lack ließen sie sich problemlos auf den Nagel bringen, auch wenn ich ein bisschen Sorge hatte, dass der Ton etwas zu zart ist. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden und wurde auch auf der Arbeit schon auf die knuffige Mani angesprochen - und das wundert mich dann immer ganz besonders, wenn es um so kleinteilige Motive geht. Nach dem Stampen habe ich die ganze Geschiche noch mattiert, um die Motive etwas zu konservieren - auf Hochglanz wollte ich die Sache nicht bringen, da das Silber so ein bisschen gedeckter ist und das Blau auch ohne Holo gut zur Geltung kommt. Für mich eine runde Sache, auch wenn die Kontraste ein bisschen fehlen.
Zur Haltbarkeit kann ich hier nichts Negatives berichten - "Diamond geezer" ließ sich auch an den Nagelspitzen nicht lumpen, ich habe ihn ohne Topcoat getragen und mir ist  nichts abgeplatzt oder ansonsten deutlich abgenutzt vorgekommen. Ablackiert wird erst heute Abend, da ich gestern dank Mädelsabend zu nichts mehr gekommen bin - aber als ich den Lack das letzte Mal lackiert hatte, war das kein großes Drama.

Ich bin gespannt, was sich heute so in der Galerie einfindet - ich hoffe ja sehr auf den einen oder anderen Hololack, der vielleicht auch ein paar Sonnenstrahlen abbekommen hat und bin ansonsten sehr gespannt, welche silbernen Lacke mal wieder herausgekramt wurden. Nächste Woche ist natürlich wieder etwas dunkleres angesagt und ich finde, dass die Farbe auch hervorragend in den Herbst passt - es ist nämlich Lila dran!