Freitag, 30. September 2016

essence "midnight Masquerade" 03 A vampire kissed my neck

Der Freitag ist ja eigentlich traditionell blau - aber irgendwie hatte ich absolut keine Lust auf blaue Nägel (was wirklich eine Seltenheit ist!), also musste eine andere Farbe her. Da traf es sich gut, dass ich ein kleines Testpäckchen von essence bekommen habe und aus der "midnight Masquerade"-LE auch zwei Lacke dabei waren. Den ersten davon gibt es passend zum herbstlichen Wetter heute!

"A vampire kissed my neck" hat mich gleich angelacht - das liegt nicht nur am roten Farbton, sondern auch an dem "latex matt"-Aufkleber, der ein mattes Finish verspricht. Im Herbst geht für mich Mattes ganz besonders gut und kaum hatte ich meine Krallen ein bisschen gekürzt (wurde auch wirklich mal Zeit...), durfte der Lack drauf.
"A vampire kissed my neck" hat eine traumhafte, cremige Konsistenz und lässt sich mit dem breiten, gerade geschnittenen Pinsel einfach auftragen. Die erste Schicht ist noch nicht ganz gleichmäßig (aber schon ziemlich nahe dran!) und farblich noch eher auf der helleren Seite, die zweite Schicht macht den Lack dann aber schön deckend, sodass es hier keiner übermäßigen Schichterei bedarf. Der Lack trocknet ganz fix an und auch durch, wie man das eigentlich von matten Lacken auch kennt, somit ist das Lackieren wirklich angenehm. Dass der Lack auch wirklich komplett trocken ist, merkt man spätestens, wenn am nächsten Morgen eben keine Abdrücke von der Bettdecke zu sehen sind und das war bei "A vampire kissed my neck" definitiv der Fall. Da es sich hier eben um einen matten Lack handelt, betont der Lack auch sämtliche Unebenheiten in den Nägeln - das fällt auf normale Entfernung nicht auf, die Kamera enttarnt das aber sofort. Genauso sieht es mit leichten Ungleichmäßigkeiten im Finish aus, mit bloßem Auge fallen die nicht auf.
Das Finish von "A vampire kissed my neck" wird zwar mit "latex matt" angegeben, aber von Latex merke ich da ehrlich gesagt nicht so wirklich viel. So ein gummiartiges Finish ist das nämlich keinesfalls, vielmehr ist der essence einfach ein normaler Mattlack, der im Sonnenschein teilweise den Eindruck erweckt, als hätte er einen leicht silbrigen Schimmer in den Reflexionen. Im Lack selbst finden sich allerdings keinerlei Partikelchen, sodass ich das einfach auf den Lichteffekt schieben würde. Farblich würde ich den Lack in die dunkle Erdbeerecke schieben - der Rotton geht ein wenig in Richtung Weinrot, hat aber nicht wirklich die Intensität eines richtigen Bordeauxtons (und wird auch mit einer dritten Schicht nicht übermäßig dunkler). Teilweise kann man da einen leichten Pinkeinschlag, wenn die Sonne so richtig draufscheint - aber insgesamt würde ich ihn einfach als sehr reife Erdbeere bezeichnen.
Ich finde den Rotton sehr spannend und finde, dass ihm auch das matte Finish ganz hervorragend steht - darum wusste ich auch nicht so recht, was ich nun designmäßig mit dem Lack machen soll. Ein bisschen gegrübelt und ein paar Stampingplatten gewälzt - und letztlich hatte sich die Idee festgesetzt, irgendwas spitzenähnliches auf das Rot zu stampen. Mit Schwarz wollte ich allerdings nicht stempeln, da der Kontrast dann wohl doch zu gering gewesen wäre - also habe ich mal wieder "Marble tower" von Nubar bemüht und dann das Muster von der Bornpretty L020 schräg auf die Nägel gebracht. Zwar ist der Übergang vom Lack zum Stamping ein bisschen abrupt, aber so gefällt mir das doch ein bisschen besser als die Nägel komplett mit dem Muster zu versehen. Der Farbkontrast ist durch den leichten Grauton auch nicht so riesig und insgesamt finde ich die Kombination doch ganz fesch.
Sicherlich ist das Design nicht das aller raffinierteste, aber es gefällt mir ganz gut und der Übergang erscheint bei normaler Betrachtung auch gar nicht so krass wie auf den Bildern. Dummerweise habe ich es (mal wieder) nicht geschafft, die Motive auf den unterschiedlichen Nägeln wirklich symmetrisch und gleichmäßig anzubringen - aber auch darüber kann man ja hinwegsehen. Im Sonnenschein bekommt "A vampire kissed my neck" einen leicht warmen, fast ein kleines bisschen ins Bräunliche gehenden Einschlag, bringt aber auch das Muster ein bisschen heller hervor. Ich hatte zwar überlegt, vielleicht als Abschluss noch eine Umrandung um das Muster zu machen, mich aber letztlich doch dagegen entschieden - wahrscheinlich hätte ich das wieder vermurkst und mich dann noch weiter geärgert... Wobei ich mit einem anderen Design eventuell noch über ein Doppelstamping mit Schwarz nachgedacht hätte - das Muster war mir dafür aber zu dicht. 
Was die Haltbarkeit angeht, ist "A vampire kissed my neck" natürlich ein bisschen anfälliger als Lacke mit einem glänzenden Finish - sowohl mit Blick auf Tipwear als auch auf Oberflächenschäden. Aber insgesamt hat er sich sehr wacker geschlagen und nach zwei Tagen Tragezeit solo noch ordentlich ausegesehen. Auch das Ablackieren geht hier einfach von der Hand und ich muss ehrlich sagen, dass ich von dem ersten Lack aus der "midnight Masquerade" doch sehr begeistert bin!

"A vampire kissed my neck" wurde mir kosten- und bedingungslos von essence zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 28. September 2016

Kleancolor 207 Metallic brown

Tja, irgendwie hat mich der Urlaub komplett aus der Routine gebracht - und zwar nicht nur aus der Blogroutine, sondern auch aus meiner ganz normalen Alltagsroutine. Meine Abläufe sind alle ein bisschen durcheinander geraten und ich muss erstmal wieder alles auf die richtige Schiene kriegen. Es ist aber auch ein bisschen ungeschickt, wenn man erst am Sonntag Nachmittag wirklich zu Hause ankommt und ab Montag bis in den Abend auf der Arbeit hängt...

Aber gut, der Mittwoch lässt sich nunmal nicht herausschieben und so hieß es, ein Posting für "Lacke in Farbe... und bunt!" vorzubereiten. Leider hatte ich nicht wirklich ein glückliches Händchen und ich bin auch mit den Bildern für den heutigen Beitrag mehr als unzufrieden - Licht doof, Pose doof, Spiegelung doof - alles doof! Aber schließlich kann ich das Posting ja nicht einfach verschieben und muss heute mal mit diesen blöden Bildern leben...
Als Lack hatte ich mir schon vor einiger Zeit "Metallic brown" von Kleancolor zurückgelegt - meistens heißt das noch gar nichts, weil mir dann kurzfristig wieder ein anderer Lack in die Hände fällt. Dieses Mal ist es allerdings bei meiner "ursprünglichen" Wahl geblieben und das war nicht unbedingt das Geschickteste. Dass die Kleancolors alle ein bisschen müffeln, hatte ich schon auf dem Schirm - aber dass der Minilack irgendwie recht eingedickt ist, hat mich dann doch überrascht. Er ist allerdings nicht wirklich eingetrocknet, sondern einfach nur recht kompakt von der Konsistenz her und fließt nicht cremig-weich vom Pinsel. Da ich ein Minifläschchen mit 5ml Inhalt habe, heißt das aber auch, dass am Pinsel nicht sonderlich viel Lack hängen bleibt und das Lackieren auch ganz schön anstrengend ist... Die Deckkraft von "Metallic brown" ist zwar hervorragend - eine Schicht würde vollkommen reichen, die habe ich aber einfach nicht gleichmäßig auf den Nagel bekommen. Also gab es noch eine zweite Schicht, um ein weitgehend ebenes Ergebnis zu erhalten.
Die Trockenzeit des kleinen Stinkers ist auch in Ordnung, aber damit alles wirklich schön glänzend (da fehlt es dann doch ein kleines bisschen) und eben ist, habe ich noch eine Schicht Topcoat drübergepinselt. Der Lack an sich gefällt mir wirklich sehr gut, es ist ein dunkles Schokobraun (noch nicht ganz Zartbitter, aber schon deutlich dunkler als Milchschokolade), aber eben kein Cremelack, sondern einer mit einem feinen, silbernen Schimmer, der auf den Bildern zumindest halbwegs gut rauskommt. Die Kombination aus der dunkelbraunen Farbe, die kein Standardbraun ist, und dem spannenden Finish ist definitiv mal ein bisschen was anderes und ich habe mich sehr geärgert, dass der Lack beim Auftrag so eine Zicke war, dass ich ernsthaft sogar überlegt hatte, ihn gleich nach einer Schicht wieder abzulackieren und doch einen anderen Lack zu suchen... Auf jeden Fall wird er künftig nur noch zum Stampen hergenommen - wenn ich denn überhaupt noch was aus dem Fläschchen rauskriege.
Das Licht war beim Knipsen irgendwie auch total blöd, aber mir lief die Zeit weg, also habe ich noch fix ein Design auf das Braun geklatscht. Auf der BM-XL 14 habe ich einen Drachen gefunden, der so groß ist, dass er sonst nie komplett auf die Nägel passt - aber da meine Nägel gerade doch sehr lang sind, ging sich das gerade so aus. Gestampt habe ich mit essie "Blue rhapsody", weil ich den feinen silbrigen Schimmer aus "Metallic brown" aufnehmen, aber eben nicht im klassischen Silber bleiben wollte. Das Motiv ließ sich sehr gut auf den Nagel übertragen und auch die feinen Linien im Drachenkopf und -körper sind gut zu erkennen - wobei sie natürlich durch den Blitz ein bisschen überstrahlt werden. Auf der Suche nach einem dazu passenden Motiv für die übrigen Nägel bin ich dann letztlich bei der Asia 02 von MoYou gelandet - ansonsten habe ich auf keiner meiner Platten ein auch nur im Ansatz asiatisch oder drachenmäßig angehauchtes Muster gefunden (Schande über mein Haupt!).
Auf die übrigen Nägel kam dann also das leicht wellig-wolkige runde Muster, was vielleicht ein bisschen an Flammenatem erinnern könnte - wenn man mit ganz viel Fantasie draufschaut... Da die Motive der Platte alle rund sind, ging sich das natürlich mit der Nagellänge so gar nicht aus, aber bei dem Muster finde ich das gar nicht so tragisch und so haben zumindest die anderen Nägel auch etwas abbekommen. Leider war es allerdings schon so dunkel draußen, dass ich nur noch Bilder mit Blitz machen konnte und ich habe bisher noch nicht so ganz den perfekten Fotoort in der Wohnung gefunden... Im Blitzlicht kommen aber dafür die feinen silbrigen Partikelchen in "Metallic brown" unter dem hellblauen Metallicstamping halbwegs gut raus. Die Farbkombination aus Blau und Braun finde ich ja wirklich klasse und bin mit meinem Notfalldesign auch ganz zufrieden.
Die Haltbarkeit des Kleancolor ist mit Topcoat vollkommen in Ordnung - ich war drei Tage mit ihm unterwegs und hatte dann zwar sichtbare Tipwear, aber nichts außergewöhnliches. Das Ablackieren war auch kein Thema, sodass "Metallic brown" immerhin nur beim Auftrag eine kleine Zicke ist!

Frauke hat für heute auch einen Lack eingeschickt - und das ist bei weitem kein Unbekannter!
https://www.facebook.com/Nagellack-der-Woche-464823790264357/
Ich freue mich schon sehr auf die Galerie in herbstlichem Braun und hoffe sehr, dass ich am verlängerten Wochenende ein bisschen mehr Zeit für den Blog finde und mich endlich durch die Postings meiner Urlaubswochen wühlen kann... Für die erste Oktoberwoche gibt es natürlich auch eine neue Farbvorgabe und auch wenn sie nicht ganz so herbstlich ist, finden sich ja vielleicht ein paar Silber-Liebhaberinnen unter uns!

Mittwoch, 21. September 2016

Catrice "Luxury Lacquers Million Brilliance" C02 Glitz Carlton

Während meine Zeit auf Kreta sich langsam, aber doch sehr sicher dem Ende zu neigt, gibt es heute passend zu Mittelblau den Lack, mit dem ich in den Urlaub gestartet bin. Am liebsten wäre ich ja mit einem Sandlack los, den hatte ich aber nicht mehr in der passenden Farbe. 

Also fiel die Wahl auf einen Glitterlack und zwar "Glitz Carlton" von Catrice aus der Million Brilliance-Reihe. Die silberne Version habe ich ja auch schon zu "Lacke in Farbe... und bunt!" gezeigt, jetzt kommt eben die mittelblaue Variante!
Ich dachte ja, dass das Lackieren hier einfach von der Hand gehen würde, da habe ich mich aber ein bisschen getäuscht... Der Pinsel ist zwar nur minimal verschnitten, sodass man noch recht präzise lackieren kann, aber der Lack ist leider nicht so dicht gepackt, wie es auf den ersten Blick im Fläschchen aussieht. Die erste Schicht hat zwar ein paar der blauen Glitterpartikel auf die Nägel gebracht, aber mir wurde klar, dass es mit der Deckkraft noch weit her war. Die zweite Schicht hat das Ganze zwar schon ein wenig dichter gemacht, aber noch viele Lücken zwischen den Glitzerteilchen gelassen. Schicht drei reichte auch nicht aus, um das Bild abzurunden, also musste ich tatsächlich eine vierte lackieren. Meine Begeisterung war verständlicherweise nicht wirklich groß. 
Zwar trocknet "Glitz Carlton" sehr zügig an und durch - die klare Base ist eher dünnflüssig und dient ja nur als Transportmittel für den Glitter, allerdings ist das Finish durch die Partikel nicht sonderlich eben, sodass ein Topcoat nicht schadet. Den Nagelspitzen musste ich gar nicht so viel Aufmerksamkeit widmen, da sich die Glitzerteilchen von selbst auch weiter vorne eingefunden haben und vom Endergebnis her bin ich sehr zufrieden. Der Hexglitter in drei Größen ergibt ein schönes, sattblaues Ergebnis, wobei die größeren Partikel ein bisschen im Vordergrund stehen. Durch die unterschiedlichen Positionen der Teilchen sieht der Catrice fast aus, als würde er verschiedenfarbige Blautöne enthalten, das ist aber definitiv nicht der Fall. 
Es macht bei diesem Lack aber sehr viel Spaß, diese unterschiedlichen Lichtreflexe zu beobachten und sich auch einfach an diesem Blauton zu erfreuen. Zwar hätte ich mir eine bessere Deckkraft gewünscht, aber das Ergebnis hat mich dann doch milde gestimmt. Obwohl mir ganz schön die Zeit weglief, wollte ich nicht ganz "plan" in den Urlaub starten, also gab es noch ein ganz fixes und einfaches Stamping. Auf der BM-XL 24 hatte ich ein Leuchtturm-Motiv gefunden und auch wenn Kreta jetzt nicht gerade eine Leuchtturm-Insel ist (obwohl es natürlich auch ein paar gibt), erschien mir das für den Urlaub ganz stimmig. Also fix mit MoYou's "Whitr knight" den Ringfinger bestempelt und fertig war ich für den Urlaub! 
Da ich zeitlich sehr knapp dran war und mir das Motiv nicht schon wieder durch Wischschlieren versauen wollte, bin ich letztlich ohne Topcoat los und hatte schon die Befürchtung, dass der hübsche Leuchtturm sich am nächsten Tag schon verabschiedet hätte - aber Pustekuchen! Der weiße Lack hielt sich ohne Versiegelung bombenmäßig, ohne die kleinen Strahlen oder sonstige Details zu verlieren. Abnutzungserscheinungen Fehlanzeige! Das kannte ich von anderen Stampings auch anders - da konnte ich häufig das Motiv auch einfach vom Nagel rubbeln, hier hatte das absolut keinen Einfluss und ich konnte mich gute fünf Tage an der Mani erfreuen. 
Nach diesen fünf Tagen hätte ich zwar das Stamping noch weiter bewundern können, aber "Glitz Carlton" war schon recht ramponiert. Schon am dritten Tag fehlten ein paar Eckchen, auch Tipwear war deutlich sichtbar - aber das nervige Ablackieren wollte ich noch etwas hinauszögern... Im Urlaub ist nämlich nichts mit Alufolie, also musste ich fleißig schrubben und im Hotelzimmer Glitter verteilen...

Da ich Ende der Woche wieder zu Hause bin, freue ich mich schon sehr darauf, durch die Galerie zu blättern! Nächste Woche springe ich aber ganz brav auf den Herbstzug auf und finde hoffentlich einen passenden Lack für Braun

Sonntag, 18. September 2016

polish me silly "peach me a lesson"

Eigentlich ist Rosa ja schon durch und ich müsste mich bis zur nächsten Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" nicht mehr mit dieser Farbe rumplagen - aber ich wollte ja meine "Neuzugänge" relativ zeitnah lackieren, darum wird es ganz ungewohnt heute schon wieder rosafarben hier auf dem Blog.

Der große Vorteil ist, dass ich den Lack nicht so wirklich lange tragen musste, weil es bald ab in den Urlaub ging. Als ich bei Lotte war, hatte ich "peach me a lesson" nur mit einem Seitenblick gestreift, bis es von der Seite schallte: "Ach ja, das ist ein Thermo!"
Da war es dann um mich geschehen und ein kleines bisschen hatte ich ja aufgrund des Namens auch gehofft, dass ich meinen Apricot-Beitrag mit dem Lack vorbereiten könnte... Die Bilder machen allerdings deutlich, dass das nicht so wirklich funktioniert hat, denn "peach me a lesson" ist eindeutig vorwiegend rosa. Der Auftrag ging mit dem kleinen Pinsel erstaunlich gut, die Konsistenz ist zwar ein klein wenig auf der glibberigen Seite, trotzdem lässt sich der polish me silly gut auftragen. Leider finden sich auf dem Pinsel allerdings nicht wirklich viele Glitterpartikel ein, nach denen muss man im Fläschchen doch fischen und hat dabei auch nur mäßig Erfolg. Die Deckkraft ist nachvollziehbarerweise auch nicht zu grandios, ich habe für eine solide Abdeckung des Nagelweiß drei Schichten gebraucht. 
Da der Lack so einige Partikel enthält, ist das Finish unebenmäßig und ein Topcoat glättet das nicht nur, sondern stellt auch sicher, dass alles ordentlich durchtrocknet. Der schöne Glanz tut noch seines dazu bei, "peach me a lesson" doch noch ein bisschen attraktiver zu gestalten. Was den Aufbau des Lacks angeht, enthält die rosafarbene Base hexagonale Partikelchen in vier Größen (winzig, klein, normal und riesig) und drei Farben (pink, orange und dunkelrot), wobei ich nicht weiß, ob es jede Größe in jeder Farbe gibt. Auf jeden Fall ist es sauschwer, eines der größten Partikel auf den Nagel zu bringen - mir ist das an beiden Händen je ein Mal gelungen und da natürlich nicht in der obersten Schicht... Am Ringfinger ist das Teilchen im rechten Bereich noch halbwegs gut zu erkennen. Ansonsten haben sich auch genügend weitere Glitzerteilchen eingefunden, um das Finish ansehnlich zu gestalten. 
Den Thermoeffekt zeigt "peach me a lesson" sehr fix nach dem Antrocknen: Meine Nagelspitzen bekamen einen wärmeren, vielleicht ein wenig ins Orangene gehenden Ton - das ist für mich aber nicht so wirklich ein Apricot- oder Peach-Ton, sondern eher noch immer ein Rosa... Darum wurde das auch mit der Vorarbeit nichts und der Lack bekommt eben heute seinen Auftritt! Der Thermoeffekt ist hier zwar nicht so krass wie bei anderen Lacken, aber doch stimmig und hübsch. Leider habe ich keine Einzelbilder vom warmen kühl-rosanen und kalten warm-rosanen Zustand (ok, das liest sich komisch... Aber der Lack zeigt bei warmer Temperatur einfach einen eher blaustichigen, kühleren Rosaton und im kalten Zustand einen rotstichigeren, warmen Rosaton.).
Obwohl der Effekt an und für sich schon ganz fesch ist, durfte noch ein kleines Stamping drüber. Damit der Thermoeffekt und auch der hübsche Glitter nicht komplett untergehen, habe ich mich für eine eher dezente Variante entschieden: Mit Anny "Clubbing with Dracula" und der MoYou Mother nature 13 gab's ein Rankenmuster, das ich glaube ich schon mindestens ein weiteres Mal genutzt habe.  Die Ranken sind farblich zwar dunkler als die dunkleren Glitzerteilchen, passen aber gut zu den beiden Rosatönen und sind auch fein genug, um den Lack nicht komplett zu erschlagen. Vor allem mag ich ja die kleinen Pünktchen, die um die Ranken sind und sich zwischen dem Glitter hervorragend machen (wenn ich nicht so unbegabt beim Dotten wäre, hätte ich noch ein paar Punkte auf die anderen Nägel gemacht).
Trotz der Farbe finde ich "peach me a lesson" wirklich hübsch und kann mir auch ernsthaft vorstellen, den Lack zu behalten. Zwar ist die Deckkraft nicht optimal und vom Ablackieren muss ich wohl auch nicht wirklich schwärmen (wobei mir wohl eine Unverträglichkeit mit dem Basecoat zugute kam - einige Nägel lösten sich schon von selbst), aber irgendwie hat der Lack was! 

Freitag, 16. September 2016

Color Club "Dance to the musique" Electronica

Die erste Urlaubswoche ist leider schon rum, aber immerhin habe ich noch sieben weitere Tage hier auf der traumhaften Insel, in denen wir uns noch ein bisschen umschauen und natürlich auch noch faulenzen werden! Heute gibt's aber nochmal einen Lack - den konnte ich noch vorbereiten!

Die nächste Woche wird wahrscheinlich ohne "Blue Fridayauskommen, denn noch einen Lack habe ich nicht vorbereitet bekommen. 
Dafür gibt es heute eben mal wieder einen Lack von Color Club und zwar "Electronica", den ich mir aus dem USA-Urlaub mitgebracht hatte. Das Fläschchen kommt mit dem gewohnten schmalen Pinsel daher, der aber genug Lack aufnimmt, um damit problemlos zu lackieren. Die erste Schicht ist zwar noch nicht deckend und auch etwas ungleichmäßig, aber da der Lack an sich auch recht flüssig ist, hätte ich mit einer schlechteren Deckkraft gerechnet. So reicht tatsächlich eine zweite Schicht aus, um "Electronica" komplett deckend auf den Nägeln zu haben. Der Lack gleicht sich auch ein wenig aus, trocknet aber nicht übermäßig glänzend, sodass hier ein Topcoat nicht schadet.  Von der Trockenzeit her wäre das allerdings nicht nötig, da sind die Color Clubs ja meistens recht gut aufgestellt. 
Bei der Farbe war ich mir zuerst sehr unsicher: Auf den ersten Blick sieht "Electronica" nämlich ganz schön lila aus, zumindest wenn man nach der ersten Lackschicht geht.  Ich würde mal tippen, dass die sheere Base eher einen Lilastich hat und der Lack dann erst durch die blauen Schimmerpigmente seinen letztlich doch blauen Gesamteindruck erhält. Ich war wirklich heilfroh, als aus dem mit viel Liebe als Blurple zu bezeichnenden ersten Anstrich ein ganz solides Dunkelblau mit ein paar hübschen lilanen Schimmerakzenten wurde. Der dunkle Ton ist ein absoluter Traum und ich verzeihe ihm gerne, dass er nicht bis zum Abwinken glänzt. Allerdings kommen mit Topcoat die lilanen Teilchen ein bisschen deutlicher raus, sonst hätte ich sie wohl auch übersehen. 
Ich war kurz davor, aus "Electronica" Galaxy-Nails zu machen, bis mir meine neuen MoYou-Stampingplatten einfielen, da waren aus der Sci-Fi-Kollektion nämlich auch zwei mit sehr süßen Einzelmotiven dabei.  Ich habe mich letztlich für die süßen Roboter entschieden und ihn mit Blümchen auf dem Mittelfinger platziert, sie auf dem Ringfinger (wie soll sie denn sonst auch das Blümchen entgegen nehmen?) und ihr noch die kleine Sprechblase mit Herzchen mitgegeben. Damit Zeige- und kleiner Finger nicht ganz ohne bleiben, gab es dort eines der Fullcover-Platinenmuster. Alles mit MoYou's "White knight" gestempelt und dann leider ein bisschen zu früh mattiert.
Mal von den leichten Schlieren abgesehen, bin ich wirklich hin und weg von dem Motiv! Das Robopärchen ist total knuffig und ließ sich ohne Probleme auf den Lack bringen, mit einem durchsichtigen Stamper ist auch die genaue Platzierung kein Thema. Da die Platte noch viele weitere (logischerweise ebenfalls spacige) Motive im Angebot hat, wird es nach dem Urlaub definitiv noch die eine oder andere Variante geben. Ich sollte mir nur mal angewöhnen, mit dem Mattieren etwas länger zu warten, das kann der Lack nicht gar so gut ab wie normalen Topcoat...
Tja, eigentlich schade, dass ich "Electronica" nichtso wirklich lang tragen konnte - nicht nur das Design, auch der Lack hat mir sehr gut gefallen und er ließ sich dann auch einfach ablackieren.

Mittwoch, 14. September 2016

Revlon "Parfumerie" Pink pineapple

Dass für diese Woche tatsächlich Rosa auf dem Plan steht, ist für mich eigentlich gar nicht so tragisch - immerhin hatte ich so die perfekte Ausrede, um den rosanen Lack nur für kurze Zeit tragen zu müssen. Allerdings hieß das auch, dass ich einen rosanen Lack vor der Zeit lackieren musste, in der ich ihn sonst hätte tragen müssen...

Für heute habe ich mich einen weiteren Parfumerie-Lack von Revlon ausgesucht, den ich zusammen mit "Wild violets" gekauft habe. Da im Bundle auch ein ganz zartrosaner Lack enthalten war, war mir schnell klar, dass der nur für "Lacke in Farbe... und bunt!" in Frage kommen würde, denn mein Farbton war das nun ganz und gar nicht...
Der zarte Farbton, der sich im Fläschchen bemerkbar macht, hat auch eine unsäglich schlechte Deckkraft zur Folge - anstatt eines deutlich weißlastigen, rosanen Lackes, hat man hier nämlich einen sheeren, leicht schlierigen Lack in der Hand. Obwohl die recht flüssige Konsistenz relativ zügig trocknet, macht das Lackieren nur bedingt Freude - nach drei Schichten Farblack war noch keine Deckung in Sicht, also habe ich erstmal eine Schicht Topcoat lackiert, um eine gleichmäßige Oberfläche zu haben, die ordentlich abgetrocknet ist. Dann kamen noch zwei weitere Schichten "Pink pineapple" drüber, sodass ich letztlich tatsächlich ein farblich gleichmäßiges Ergebnis hatte, das auch das Nagelweiß ordentlich abgedeckt hat. Um das Ganze noch schön glänzen zu lassen, kam eine weitere Schicht Topcoat über das Rosa, so dass ich letztlich mit Basecoat insgesamt acht Schichten Lack auf den Nägeln hatte...
Fünf Schichten Farblack sind zwar bei einer zarten Farbe nicht ungewöhnlich, aber sind mir schon ganz schön auf den Keks gegangen... Vor allem, weil "Pink pineapple" auch nur mit einem profanen Cremefinish daher kommt und ich dieses Baby-Schweinchen-Rosa so oder so nicht sonderlich spannend finde. Aber dafür kommt der Parfumerie-Anteil hier ganz hervorragend raus, der Lack riecht nämlich tatsächlich süßlich nach Ananas und hat irgendwie auch einen Hauch von Grapefruit dabei. Auf jeden Fall duftet der Lack wirklich sehr lecker und macht damit schon fast die ganze Schichterei wett - mit Betonung auf fast, denn der Farbton ist, obwohl er wirklich perfekt zur Farbvorgabe passt, absolut nicht meins. Der Lack hat im Gegensatz zu seinem tiefdunkellilanen Brüderchen kein verstecktes tolles Finish, sondern kommt mit einem planen Cremefinish daher. Joa, zartes Rosa mit unspannendem Ergebnis irgendwie und das in fünf Farbschichten...
Also war schnell klar, dass da irgendein Naildesign drüber musste, das mir das Rosa ein bisschen erträglicher macht. Da ich nicht so ganz wusste, was ich mit "Pink pineapple" anstellen sollte (und auch die Idee, eine pinke Ananas drauf zu stempeln, bin ich einfach nicht gekommen), habe ich mich nochmal an der Harunouta L005 bedient, die neben den Watermarble-Designs auch ein paar einfachere geometrische Muster im Angebot hat - z.B. die konzentrischen Kreise, die ich hier gewählt habe. Gestampt habe ich mit OPI "5 apples tall", damit zumindest ansatzweise die fruchtige Komponente im Namen erhalten bleibt, und fand das knallige, cremige Rot wirklich sehr passend zu dem Rosa. Allerdings war das Muster nicht groß genug, um den kompletten Nagel zu bedecken, also habe ich die Nagelspitzen einfach komplett rot bepinselt - und damit hat die Mani irgendwie einen gewissen Touch von Halloween bekommen... Ich weiß gar nicht, warum - aber mit dieser Rosa-Rot-Kombi muss ich irgendwie an Halloween-Süßigkeiten denken.
Ohne Topcoat hat man leider den Übergang zwischen Stamping und den roten Nagelspitzen gesehen, also wollte ich da insgesamt noch eine Schicht Topcoat drüberpinseln. Allerdings kam mir dann noch die wahnwitzige Idee, die Innenkreise einfach mit Rot aufzufüllen, also habe ich mir ein Dotting-Tool geschnappt und das mal ausprobiert - leider nur mit mäßigem Erfolg. Die Umrandung nämlich nicht irgendwie zu überschreiten, hat sich als nahezu unmöglich herausgestellt und so ist statt der angedachten Zielscheibe irgendwie ein Haufen Kreise mit einem leicht ausblutenden Zentrum geworden... Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mir das hätte sparen oder gleich eine entsprechendes Decal machen sollen, dann hätte das viel ordentlicher ausgesehen. Aber gut, auch so hat das Design zumindest irgendwas, auch wenn ich am liebsten noch ein paar Spinnen drübergestampt hätte.
Da ich "Pink pineapple" nicht sonderlich lange getragen habe, gibt es auch keine großartigen Infos zur Haltbarkeit - dafür lässt sich der Lack sehr einfach und angenehm ablackieren. Ehrlich gesagt bin ich von dieser wirklich miesen Deckkraft enttäuscht und werde den Revlon sicher nicht behalten, auch wenn der Duft doch klasse ist...

Ich wette ja, dass sich so einige von euch über die heutige Farbvorgabe sehr freuen - aber nächste Woche ist natürlich wieder ein Kotrastprogramm angesagt. Die hellseherische "Lacke in Farbe... und bunt!"-Kugel hat als nächste Farbe Mittelblau ausgespuckt und ich habe es vor dem Urlaub tatsächlich geschafft, noch einen passenden Lack zu knipsen!

Sonntag, 11. September 2016

Butter London "Thames"

Wenn einen der anstehende Urlaub zum Nägellackieren drängt, damit der Blog nicht ganz verwaist, besinnt man sich (oder eher ich mich) auf die Lacke, die man eigentlich ganz dringend mal lackieren wollte... Zum Beispiel solche, die man von lieben Bloggerinnen bekommen hat!

Butter London "Thames" hat mich bei Lotte sehr angelacht, der tolle grüne Schimmer im Fläschchen hat mich schnell umgehauen - nur passte mir der Lack nicht ganz in den Lackierplan...
Während ich jetzt aber gemütlich unter einer Sonbenliege in einem Buch schmökere, bekommt "Thames" seinen Auftritt - und es war gar kein so leichter Weg dahin... Was im Fläschchen wie ein gut deckendes Schimmergrün erscheint, entpuppt sich bei der ersten Schicht als totale Niete, was die Deckkraft angeht: Außer ein paar Schimmerpartikeln in einer zartgrün eingefärbten Base landet da nichts auf dem Nagel. Die zweite Schicht bringt zwar deutlich mehr Schimmer - aber nur bedingt mehr grün, also ist eine dritte Schicht ein absolutes Muss. Der Lack lässt sich zwar mit dem schmalen Pinsel sehr gut auftragen, gehört aber zu der Sorte, bei der man die Spitzen separat nochmal sorgfältig versiegeln muss.
Mit drei Schichten und einer Sonderbehandlung für die Tips ist das Ergebnis schon weitestgehend deckend und fast gleichmäßig gewesen - aber eben nur FAST. Darum habe ich tatsächlich noch eine vierte Schicht drübergepinselt, mit deren Ergebnis ich dann auch endlich zufrieden war.  Bei den vielen Schichten ist es wenig verwunderlich, dass noch ein Topcoat zum Zuge kam - "Thames" gleicht sich zwar schön aus und trocknet auch recht zügig an, bei den vielen Schichten wollte ich aber doch lieber auf Nummer sicher gehen. Am Glanz tut sich zwar nicht viel zusätzliches, ich lief aber zumindest keine Gefahr, mir die Mani gleich wieder mit Druckstellen oder sonstigen Patzern zu versauen.
Farblich ist "Thames" in seiner vollen Pracht wirklich ein Hingucker: Das schimmernde Grün ist für mich einer der perfekten mittelgrünen Töne mit einem winzigen Hauch Blau. Kein Wald- und Wiesengrün, dafür fehlt's ihm an Gelb, aber auch ein sehr lebendiger und keineswegs langweiliger Ton.  Gerade durch das Schimmerfinish bringt der Butter London auch ein kleines Farbspiel mit, dem man in unterschiedlichen Lichtverhältnissen gerne den einen oder anderen Blick widmet. Obwohl mir der Lack von der Farbe her wirklich gut gefallen hat, durfte er nicht komplett solo bleiben. 
Da ich "Thames" gerade an einem sehr herbstlich anmutenden Tag auf den Nägeln hatte, wollte ich auch ein entsprechend passendes Design haben und entschied mich für ein Blatt-Muster von der BundleMonster BM-XL 13. Ich wollte das Motiv eigentlich in mehreren Grüntönen ineinander übergehend stempeln - das ging aber auf dem Ringfinger so schief, dass ich dann einfach zu einem Beigeton von essence gegriffen und die Blätter einfarbig auf die übrigen Nägel gestampt habe. Das sah mir dann ein bisschen zu langweilig aus, also wollte ich noch etwas Glitzer - und habe es dann mit einem Topper von Sinful Colors übertrieben... Am Schluss ist mir die Mani einfach zu unruhig geworden, aber Versuch macht bekanntlich kluch!
Tja, nachdem ich den Lack nun auf den Nägeln hatte, kann ich durchaus verstehen, warum Lotte ihn aussortiert hat - die Farbe ist zwar hübsch, aber die viele Schichterei ist mir auch ein bisschen zu anstrengend. Zwar ist das Ablackieren ein Klacks, aber ehrlich gesagt ist mir der Aufwand einfach zu viel...

Freitag, 9. September 2016

essence "Bondi Beach Collection" Splash refresh

Während es gerade ja eigentlich so richtig Herbst wird, greife ich eher zu helleren Blautönen - versteh mal einer die Logik, bisher war mir nämlich viel mehr nach dunklen Nuancen. Aber heute habe ich einen wirklich guten Grund - mal ganz vom "Blue Friday" abgesehen -, tatsächlich einen sommerlichen Lack zu tragen, denn für mich geht es heute wieder in den Urlaub nach Kreta!

Passend dazu gibt es einen Lack aus der (uralten) Bondi Beach Collection, der mit den Namen "Splash refresh" doch perfekt zum Urlaubsbeginn passt. Farblich ist das mal wieder einer der Mischtöne, bei denen man sich gewiss darum schlagen kann, ob er nun blau oder doch mehr grünlich ist - aber wir fassen das einfach mal unter Türkis und schieben alles auf das Design!
Der Auftrag geht bei "Spash refresh" leicht von der Hand, da der Pinsel schön auffächert und der Lack trotz seines hohen Alters (die LE dürfte so von 2011 sein) eine tolle Konsistenz hat. Lediglich mit der Deckkraft ist es nicht ganz so optimal und ich habe sicherheitshalber über die zweite Schicht noch eine dritte gepinselt. Teilweise war mir "Splash refresh" doch ein bisschen zu sheer und dazu schlierig, sodass das Finish einfach ziemlich ungleichmäßig war und erst im dritten Anstrich tatsächlich weitestgehend überall den gleichen türkisenen Farbton hatte. Leider gleicht sich aber der Lack nicht so wirklich gut aus, also musste ein Topcoat her - der verleiht dem Lack auch gleich noch ein bisschen mehr Glanz und lässt den schönen Türkiston wirklich strahlen!
Bei der Farbe kommt es sehr auf das Licht an und vor allem das eigene Empfinden - für mich ist "Splash refresh" ein heller Blauton mit einem ordentlichen Schuss Grün, aber ich kann auch verstehen, wenn man den Lack eher als Grünton mit bläulichem Einschlag bezeichnet. Er wirkt vor allem in warmem Licht auch deutlich grüner, das kühle Licht kitzelt doch eher die blauen Anteile im essence heraus. Da der Lack mit einem Cremefinish daher kommt, könnte man nun behaupten, dass er eher zur langweiligen, klassischen Sorte gehört - aber gerade durch den tollen Mischton macht das überhaupt nichts aus, sondern hebt vielmehr diese farbliche Besonderheit hervor. Mit Schimmer, Glitter oder einem noch komplexeren Finish würden diese feinen Zwischentöne und Farbnuancen wohl schneller untergehen...
Da ich nun aber auch ein bisschen mit dem Blau gehadert habe, musste es im Design nochmal ein bisschen deutlicher Blau werden - also habe ich beschlossen, ein Gradient zu spongen und habe mir dafür Kiko 301 "Violet black microglitter" (der auf dem Papier viel deutlicher lila denn blau aussieht) und Catrice "Ap Holo 7" geschnappt. "Splash refresh" ist am ehesten noch im Mittelteil zu erkenne, am Nagelbett habe ich das dunkle Blau platziert und die Nagelspitzen haben ein bisschen was von dem Holoschimmer abbekommen. Zwar ist das Sponging nicht ganz perfekt und gleichmäßig geworden (und vor allem habe ich mir wie so oft ein paar Stückchen vom Schwämmchen auf die Nägel geklebt), gefällt mir aber sowohl vom Farbverlauf als auch von den unterschiedlichen Finishes her sehr gut.
Damit das Design aber noch zum Urlaub passt, fehlte noch eine Kleinigkeit und zwar ein entsprechendes Stamping. Die Bläschen von der BM-XL 25 gab es zwar in *diesem Posting* schonmal, aber sie passen einfach auch perfekt zu einem blauen Lack - und noch mehr zu einem Gradient, also habe ich sie einfach mit MoYou "White knight" auf meine blaue Mischung gestempelt und das Ganze dann noch mit einem Topcoat versehen. Fertig ist die ganz eindeutig perfekte Urlaubsmani, die so richtig Laune auf Sandstrand und Meeresrauschen macht! Auch wenn man an einigen Stellen durchaus noch erkennen kann, dass der Gradient eben nicht so ganz perfekt geworden ist, finde ich das Ergebnis wirklich toll und hätte die Mani gerne noch viel länger getragen - da es aber in den Urlaub ging, war das leider nicht machbar.
Darum kann ich zur Haltbarkeit auch nicht wirklich etwas sagen - aber dafür zu den nächsten zwei Wochen, die postingtechnisch nur auf ein paar Lacke beschränkt sein werden. Ich hatte einfach keine Zeit, noch ein bisschen mehr vorzubereiten, obwohl ich durchaus einiges an Material hätte, aber das gibt es dann hoffentlich nach dem Urlaub...

Mittwoch, 7. September 2016

Revlon "Parfumerie" Wild violets

Puh, wieso ist denn schon wieder Mittwoch? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich gerade das Wochenende verpasst habe - oder zumindest die 48 Stunden nicht so genutzt habe, wie ich es hätte tun können oder sollen. Auf jeden Fall steht heute wieder eine tolle Farbe für "Lacke in Farbe... und bunt!" an und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Galerie.

Meine Wahl fiel heute für Aubergine auf "Wild violets" von Revlon, den ich im März mit einigen seiner Geschwisterchen im Bundle gekauft habe. Das tiefdunkle Lila ist definitiv einer der Lacke aus der Reihe, die mir farblich ganz hervorragend gefallen habe und immerhin musste er nur ein halbes Jahr auf seinen Auftritt warten!
Die Parfumerie-Lacke sehen ja mit dem knubbeligen Köpfchen alle sehr knuffig aus - allerdings liegt der Pinsel damit auch nicht so wirklich toll in der Hand. Zwar ist der Griff nicht ganz glatt, aber ich bin mit der runden Halterung nur so mäßig zufrieden. Dafür ist der Pinsel an sich wirklich klasse! Er ist zwar eher schmal geschnitten, fächert aber gut auf und nimmt eine ordentliche Menge an Lack auf, sodass sich das Lackieren ganz einfach gestaltet. "Wild violets" hat eine tolle Konsistenz und deckt auch ziemlich gut - allerdings habe ich es nicht geschafft, die eine Schicht wirklich gleichmäßig aufzutragen, darum habe ich noch eine zweite lackiert. Die Trockenzeit des Lacks ist auch in Ordnung, allerdings hatte ich ein paar Probleme mit Bläschenbildung - vermutlich habe ich dann doch mal ein bisschen zu dick lackiert...
"Wild violets" trocknet schön gleichmäßig, allerdings kann der Lack noch ein bisschen Glanz vertragen. Die ersten beiden Bilder sind noch ohne Topcoat entstanden, dort kann man dafür gut sehen, dass der Lack nicht einfach nur ein dunkles Lila ist, sondern noch so einige Schimmerpartikel enthält, die bei Sonnenschein sowohl in Pink als auch in Blau vor sich hinfunkeln. Auf dem tiefdunklen Lila kommen die Partikelchen schön heraus und ich dachte, dass eine Schicht Topcoat das Funkeln noch ein bisschen deutlicher macht - aber das Gegenteil war der Fall. Zwar verleiht ein Topcoat "Wild violets" viel mehr Glanz und lässt ihn schön glossy erscheinen, allerdings geht dadurch der Schimmer auch ganz schön unter und ist nur in bestimmten Winkeln noch erkennbar. Ohne Sonnenschein allerdings auch nur in der blauen Version, dafür zeigt das Bild auch deutlich, wie dunkel der Revlon tatsächlich ist.
Da der Revlon aus der "Parfumerie"-Serie ist, hat er natürlich noch einen entsprechenden Duft - passend zum Namen tatsächlich nach Veilchen. Kaum ist der Lack angetrocknet macht sich der leicht seifige, blumige Duft bemerkbar und wird auch nicht vom Topcoat gemindert. Anfangs ist der Veilchenduft (den ich im Übrigen gar nicht lackig-künstlich finde) sehr dominant und weht einem bei jeder Handbewegung um die Nase - nach ein paar Stunden relativiert sich das und man muss die Finger schon vor die Nase halten, um noch etwas von dem Duft zu spüren. Das ist zwar ein nettes kleines Gimmick, für mich aber nicht unbedingt der ausschlaggebende Faktor für den Lack - das ist nämlich definitiv die tolle Farbe. Dieses intensive, dunkle Lila gefällt mir wirklich sehr gut und auch wenn der Lack teilweise Schwarz wirkt und man das schimmernde Finish nicht immer erkennen kann, finde ich ihn klasse!
Obwohl ich mich auch an diesem dunklen Lila hätte ergötzen können, wollte ich natürlich ein kleines Design ausprobieren. Von Nurbesten.de hatte ich noch ein Päckchen Vinyls mit einem Sonnenblumenmuster, aus denen ich natürlich wieder Decals gemacht habe, um sie irgendwie auf die Nägel zu bringen. Allerdings blieb dabei auch noch das "Innenleben" der Sonnenblumen über und um die Blütenblätter nicht zu verschwenden habe, ich sie einfach mal so auf die Nägel geklebt. Zwar sind die Sticker nicht gar so plan, dass sie ohne Topcoat halten würden, aber im Prinzip sind sie ja nur ein Abfallprodukt - aber dafür eines, das sich auf den Nägeln durchaus sehen lassen kann. Es war zwar ziemlich schwer, die winzigen Kreise auf die Nägel zu bringen, aber dafür ist das irisierende Funkeln der goldenen Vinyls auf dem Lila einfach toll!
Was die Haltbarkeit angeht, ist "Wild violets" leider ein Opfer seiner dunklen Farbe - Tipwear ist leider sehr auffällig und auch wenn mal ein Eckchen abplatzt, sieht man das sofort. Allerdings entwickelt der Revlon nicht schneller Probleme als andere Lacke und lässt sich einfach ablackieren, also fällt das nicht übermäßig negativ auf.

Wie gewohnt gibt es natürlich nach dem heutigen Aubergine in der kommenden Woche natürlich deutlich heller und ich bin heilfroh, dass ich dann im Urlaub bin und den Lack schon lackiert habe - Rosa gehört ja bekanntlich nicht zu meinen Lieblingsfarben!

Die Vinyls wurden mir freundlicherweise von Nurbesten zur Verfügung gestellt, mit JAL10 gibt es 10% Rabatt auf nichtreduzierte Produkte.

Sonntag, 4. September 2016

Absolute New York "Nail lacquer with hardener" NFB41 Violeta

Dass ich im Juli ein paar Lacke von Lotte mitgebracht habe, hatte ich ja schon erwähnt. Bis auf den Sally Hansen und den Lack von Catherine hat es aber bisher noch keiner auf den Blog geschafft - und das, obwohl ich mir die Lacke inzwischen ganz vorne hingestellt habe, damit ich sie möglichst im Blickfeld habe. Also habe ich mir für heute einfach einen weiteren Lack aus der Reihe geschnappt.

"Violeta" von Absolute New York wurde es nach kurzem Grübeln, weil mich der Lack mit seiner intensiven Farbe angelacht hat und ich noch keinen der Absolute-Lacke auf den Nägeln hatte. Ich bilde mir außerdem ein, dass der Rotbereich in letzter Zeit eher ein bisschen kurz gekommen ist - aber das ist nur so mein persönlicher Eindruck.
"Violeta" hat einen breiten, buschigen Pinsel, der beim Lackieren gut auffächert und vielleicht ein bisschen zu viel Lack aufnimmt. Die Konsistenz des Lacks ist angenehm flüssig und vielleicht ein klitzekleines bisschen auf der glibberigen Seite, aber noch weit weg von einem negativen Einfluss. Beim Blick auf das Fläschchen vermutet man ja einen Cremelack mit einer soliden Deckkraft, aber die erste Schicht auf dem Nagel ist recht schlierig und zeigt, dass es bei "Violeta" mit dem Weißanteil eher schlecht aussieht. Das leicht schlierige Ergebnis bringt zwar durchaus Farbe auf den Nagel, allerdings ist es doch sehr ungleichmäßig und alles andere als deckend. Mit der zweiten Schicht wird es deutlich besser, allerdings noch immer nicht perfekt, also braucht es tatsächlich eine dritte Schicht, um das Nagelweiß abzudecken. Die Trockenzeit ist in Ordnung, allerdings auch nicht zu fix, sodass ich einen Topcoat drübergepinselt habe.
Farblich würde man bei "Violeta" ja eindeutig an einen Lilaton denken, allerdings ist der Absolute New York-Lack für mich eher bei Magenta einzuordnen. Ohne Lichteinfall sogar ein kühles Magenta, kaum kommt aber auch nur ein bisschen Sonnenschein daher (oder auch ein wärmliches Kunstlicht), wird der Lack zunehmend pinker und lässt seinen kühlen Touch nur noch im Fläschchen vermuten. Eigentlich schade, denn ich fand den blaustichigen Ton im Fläschchen sehr spannend und er hätte mir auf den Nägeln hervorragend gefallen - allerdings lässt er sich nicht einfangen, da dann der Blitz sofort anspringen möchte. Im Sonnenschein wird auch deutlich, dass der Lack eher in die Jellyschiene geht, denn statt einem satten Farbton kommt einem da doch ein leicht wässriger und bei genauem Hinsehen auch nicht perfekt gleichmäßiger (das sieht man wohl am Zeigefinger am besten, wenn man das Nagelbett mal mit dem mittleren Bereich vergleicht) Magentaton entgegen.
Trotzdem finde ich "Violeta" sehr fesch, nur wäre mir ein bisschen mehr Deckkraft ganz lieb - dann könnte man mit dem Lack wohl auch stempeln. Was natürlich die perfekte Überleitung zum Design ist, das ich zum Stamping Sonntag von Lilalack mal wieder mit einer Stampingplatte gestaltet habe. Bei Bornpretty habe ich mir letztens eine Platte mit Watermarble-Designs ausgesucht (denn Marblen kriege ich ja so partout nicht hin!). Ich dachte eigentlich, dass das eine der bornprettyeigenen Platten ist, dem ist aber nicht so. Da ich im Entziffern asiatischer Schriftarten alles andere als gut bin (und der Google-Translator da auch nur bedingt weitergeholfen hat), hoffe ich mal, dass "Harunouta" tatsächlich der Hersteller der Platte ist... Die an Watermarbling-Motive angelehnten Motive gefallen mir sehr gut und so kann ich zumindest mal so tun, als hätte ich das mit diesem ganzen Wassergepantsche hinbekommen!
Als Stampinglacke habe ich mir zwei meiner MoYous geschnappt und das Motiv jeweils zweifarbig in Hellblau und Peach bestrichen und dann die halben Motive nach Lust und Laune auf die Nägel gestempelt. Zuerst wollte ich es nur bei einem "Flügelchen" pro Nagel lassen, das sah mir dann aber doch ein bisschen wenig aus, also habe ich fröhlich vor mich hingestempelt und fand auch das Zusammenspiel der Farben auf den Nägeln klasse. So bekommt "Violeta" gleich einen frühlingshafteren Touch und obwohl die Stampinglacke eher ein bisschen pastellig angehaucht sind und nicht so knallig, finde ich die Mani doch recht harmonisch. Zwar habe ich bei den Stampings an der einen oder anderen Stelle ein bisschen gepatzt und beim Säubern des Stampers nicht gar so gut acht gegeben, aber insgesamt ist das doch ein gelungenes Stamping geworden.
Die Haltbarkeit von "Violeta" ist ein bisschen der jellyartigen Konsistenz geschuldet - der Lack trägt sich an den Nägeln doch recht zügig ab. Das lässt sich zwar ein bisschen kaschieren, wird aber bei dem Farbton auch schnell deutlich und gefällt mir nicht gar so gut. Dafür lässt sich der Lack aber problemfrei wieder ablackieren und hinterlässt auch keine Stains oder sonstige Schmierereien. Da ich noch ein paar Geschwisterchen von "Violeta" habe, bin ich sehr gespannt, was die so zu bieten haben - das sind nämlich nicht alles Jellies!

Die Stampingplatte mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt, mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.