Donnerstag, 30. Juni 2016

101 im Juni, die Dritte

So, da ist er schon wieder rum, der Juni und ich bin ein bisschen froh, dass es mit dem 101 so langsam aber sicher dem Ende zu geht. Wobei, so ein bisschen zwiegespalten bin ich schon, denn einige Punkte sind ja doch noch offen und ein kleines bisschen wurmt mich das ja schon, dass es nicht geklappt hat und bei einigen Dingen auch sehr sicher nicht mehr klappen wird. Aber sei's drum - es gibt zumindest auch so einige Fortschritte zu berichten und auch wenn das nicht unbedingt Punkte im 101 sind, hat sich doch so einiges getan und mein Juni war insgesamt gesehen doch erfolgreich.

6. neues Bett (1 / 1)
7. neuer Kleiderschrank (1 / 1)

Auch wenn es bis zum Ende des Monats gedauert hat: Endlich stehen wieder ordentliche Möbel in meinem Schlafzimmer! Es gibt zwar noch so einige Kartons, die ausgepackt werden wollen, aber ich habe ein gescheites Bett und nicht nur eine (wenn auch sehr bequeme) Luftmatratze und vor allem einen Schrank, in dem meine Klamotten sind. Dieses Leben aus Kisten und Kartons war vor allem mit Blick auf Kleidung wirklich anstrengend und dass jetzt das Schlafzimmer steht, ist für   mich auch das Zeichen dafür, dass ich so langsam in der neuen Wohnung ankomme.

Klar, es gibt noch einiges zu tun -  aber ein Großteil davon ist jetzt nur noch Kür, das Pflichtprogramm ist weitestgehend abgeschlossen.

14. Nagellacke maximal (69 / 100)

Arauna, Sea Foam, Tranquil Holo, Atlantic, Chocolate Lime
Ein klein wenig Zuwachs gab es an der Nagellackfront - das ist aber gar nicht meine Schuld! Ein Kollege bat mich, als Geburtstagsgeschenk für seine Tochter "Blue Hibiscus" zu organisieren, da ihm der Lack bei mir so gut gefallen hat. Und da konnte ich natürlich den Lack nicht alleine hier anreisen lassen, also mussten noch ein paar weitere Thermos mit *hüstelchen*... Ich hoffe ja sehr, dass ich bald zum Lackieren komme, aber bei den momentan kürzeren Nägeln ist das ja auch so eine Sache...

15. Duschgels aufbrauchen (14 / 15)

Auch wenn sie auf dem Bild nicht ganz so gut wegkommt, die Weleda Sensitiv Duschpflege in Mandel hat mir sehr gut gefallen! Ich mochte ja die Handcreme schon gern und die Duschcreme steht ihr in nichts nach. Der Duft ist klasse, sie schäumt nur nicht so intensiv, wie man es von manch anderem Duschgel kennt (was aber durchaus Sinn macht, da dafür ja diverse Inhaltsstoffe verantwortlich sind, die nicht unbedingt für sensible Haut geeignet sind), hinterlässt aber ein angenehmes Gefühl auf der Haut.

Für mich sind die Weleda-Duschprodukte alle wirklich klasse, das einzig relevante Auswahlkriterium hier ist, ob man den Duft mag oder nicht bzw. ob er gerade in die Jahreszeit passt. Ein Nachkauf ist keineswegs ausgeschlossen, aber erstmal muss der Duschgelvorrat dezimiert werden!

16. Bodybutter /-lotion aufbrauchen (12 / 12)

Ich habe mir in den letzten anderthalb Monaten irgendwie angewöhnt, gar nicht mehr zu cremen... Als meine "letzte" unausgepackte Creme leer war (ich hatte ja eigentlich geplant, dass er Umzug ein bisschen früher stattfinden sollte), hatte ich die Wahl entweder irgendwas Neues zu kaufen, obwohl ich noch mehr als genug Cremes in Kisten hatte, oder einfach abzuwarten. Aus Gründen der Bequemlichkeit ist es dann letzteres geworden und meine Haut nimmt mir das momentan nicht wirklich übel... Trotzdem finde ich das etwas schade, denn ein bisschen Pflege tut ja auch dem Wohlbefinden gut!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (122/ 142)

Hier sind leider nur mäßige Erfolge zu verzeichnen... Ab und an komme ich tatsächlich dazu, mir eine kleine Pflegeauszeit zu gönnen, aber so wirklich regelmäßig klappt das nicht. Dabei ist das immer eine nette Sache und sollte mal ritualisiert werden.

22. Düfte aufbrauchen (5 / 5)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/escada-agua-del-sol.html
Ich hätte anfangs ja gar nicht gedacht, dass mir "Agua del Sol" von Escada wirklich SO gut gefällt - aber das hat es tatsächlich getan und sich in kürzester Zeit zu meinem Standardduft entwickelt. Nach intensivem Probeschnuppern hatte ich mich nicht nur an den Duft gewöhnt, sondern fand ihn auch einfach klasse und habe schon ein bisschen kritisch auf den Füllstand geschaut.

Gegen Ende habe ich dann auch an dem einen oder anderen Tag mal einen anderen Duft benutzt (damit es doch nicht ganz so schnell leer wird? Oder irgendsoeine verquere Logik...), aber irgendwann war dann wirklich Schluss und mein "Agua del Sol" ist wirklich so richtig alle. Sehr schade, wenn mir der Duft zu einem Schnäppchenpreis über den Weg läuft, wird er definitiv nachgekauft - ansonsten habe ich hier noch ein paar andere Duftwässerchen, die geleert werden wollen.

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/catrice-luxury-lacquers-million.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-brights-by-opi-blue-my-mind.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-shrek-forever-after-fiercely-fiona.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/illamasqua-poke.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-mustang-skys-my-limit.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-germany-berlin-there-done-that.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/china-glaze-kicks-entourage.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-night-brigthts-opi-ink.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-night-brights-my-private-jet.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/catrice-915-george-blueney.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/opi-classics-opi-red.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/06/nubar-fortress-marble-tower.html
Außer Nagellack gab es diesen Monat ja nicht viel auf dem Blog - ich hoffe aber, dass sich das bald wieder ändert. Trotzdem haben sich nicht nur ein paar wirklich schöne Lacke auf den Blog verirrt (was sicherlich auch an "Wir lackieren..." von Lotte und Tine liegt, OPI hat einfach auch so einige Zückerchen im Angebot!), sondern auch das eine oder andere nette Design. Ich muss sagen, dass mir das Deutschlanddesig auf "OPI Red" besonders gut gefällt, wobei das Wellenmuster auf "The sky's my limit" schon auch nicht übel ist... Kein Glanzmonat, aber doch ein ganz ordentlicher!

40. Arbeitszimmer aufräumen (0 / 1)

Als mein Schlafzimmer kam, sind alle Kisten und Kartons ins Arbeitszimmer gewandert - und da stehen sie auch heute noch. Mir fehlen da noch ein paar Ablagemöglichkeiten, aber Arbeitszimmer aufräumen ist definitiv der nächste große Punkt auf meiner Liste, der noch erledigt werden muss, dann hat das Chaos so langsam ein Ende und es kehrt Ruhe ein. Allerdings stören die Kartons mich da nur bedingt, denn ob da nun Bücherregale stehen oder Kartons, macht platztechnisch keinen allzu großen Unterschied und an die Bücher muss ich nicht ständig ran.

41. Klamotten ausmisten (1 / 1)

Das ist endlich ein Punkt, unter den ich auch einen Strich setzen kann. Beim Einräumen des Kleiderschranks habe ich wirklich jedes Teil nochmal in die Hand genommen (und festgestellt, dass ich vier einzelne Socken habe - wo sind nur die Partnersocken hingekommen?) und das aussortiert, was ich absolut nicht mehr brauche. Ich bin nicht der Typ, der nach "ein Jahr nicht getragen - weg!" aussortiert, weil ich schon mehrfach die Erfahrung gemacht habe, dass irgendwann alte Sachen wieder heißbegehrt sind - aber ein paar Stücke durften doch gehen, was allerdings nicht wirklich für mehr Platz im Schrank gesorgt hat (seltsam, oder?).

51. Bücher lesen (67 / 60)

Diesen Monat ist die Leserei leider ganz schön untergegangen - ich habe zwar ein paar Seiten in meinem Buch geschafft, aber das war's dann auch. An den Wochenenden war ich eher mit Räumen oder Aufbauen beschäftigt, außerdem kam dann ja noch die Fußball-Europameisterschaft als Zeitfresser dazu, da mussten meine Bücher ein bisschen zurückstecken. Sehr schade, sollte sich aber im Juli auch wieder ändern!

60. Sport machen (432 / 514)

Anfangs des Monats war ich ja fast euphorisch, dass das mit dem Sport wieder was werden könnte - aber irgendwie hat das zeitlich doch nicht so ganz geklappt. Am ehesten komme ich am Wochenende dazu, meine Sportsessions auch abzuleisten, das klappt aber auch nur, wenn kein Besuch da ist.

Aber immerhin hat es das Wetter auch zugelassen, auch mal mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Dafür hatte ich daheim dann keinen Nerv mehr zum Sporteln...

61. DvD-Abend mit Freunden (5 / 5)

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (30 / 32)

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (30 / 32)

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (16 / 25) 

Nachdem ich tatsächlich den samstäglichen Wochenmarkt in erreichbarer Weite entdeckt habe, durfte ich mit großer Freude feststellen, dass es dort auch meine heißgeliebte "Linda" gibt - seit Kurzem meine absolute Lieblingskartoffel (ja, ich habe eine Lieblingskartoffel!). Zwar gibt es auch Donnerstags einen Wochenmarkt keine fünf Minuten von mir entfernt - aber der öffnet erst um 7 Uhr und da bin ich schon auf dem Weg zur Arbeit und kann nicht noch kurz einkaufen... Außerdem musste ich mal wieder beim kleinen Lädchen mit phänomenalen Frischkäsecremes anhalten und musste einfach was mitnehmen - schließlich muss ich ja noch "meinen" Laden finden!

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (30 / 32)

Mit vorhandenem Kühl- und Gefrierschrank reduziert sich das Fischproblem ganz schnell und ich kann auch zu Hause wieder was zubereiten. Trotzdem gab es diesen Monat auch auswärts beim Essen wieder Lachs - aber das schadet ja wirklich nicht!

99. Fleisch zubereiten (4 / 5)

Ha, es gab tatsächlich sogar zwei Mal Fleisch zu Hause! Allerdings beide Male fast das Gleiche, darum zählt das einfach als eins - ich habe Lasagne für Freunde gemacht (geht am einfachsten, wenn mal mehrere Leute satt kriegen muss) und dann noch ein dringendes Bedürfnis nach Nudeln mit Bolognesesauce gehabt. Ist aber im Prinzip das Gleiche, also wird's nur ein Mal gezählt.

Erkenntnis des Monats: Tja, es gab diesen Monat so einige interessante Dinge, am nachhaltigsten war wohl mal wieder das Thema Servicewüste Deutschland. Die Story ist leider noch nicht durch, bekommt aber sicher noch einen Platz hier. 

Mittwoch, 29. Juni 2016

Nubar "Fortress" Marble tower

Leider habe ich für die heutige graue Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" keinen passenden OPI mehr gefunden (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass da noch irgendwo einer rumfliegen müsste - aber da noch nicht alles ausgepackt ist, habe ich nicht alle Lacke im Blick), also gibt es heute einfach eine andere Marke! Immerhin ein Lack, der hier schon öfters zu sehen war, allerdings immer nur in Nailarts und heute darf er mal als Fullcover auf die Nägel.

Die Rede ist von "Marble tower" von Nubar, den ich gerade zum Stampen wirklich heiß und innig zu lieben gelernt habe. Gekauft hatte ich ihn ja ursprünglich tatsächlich für die Aktion, da ich trotz großer Begeisterung für graue Lacke nicht mehr wirklich viele davon zu Hause habe.
Eigentlich dachte ich ja, dass das hier ein Durchmarsch für den Lack werden müsste, da ich bisher so gut mit ihm zurecht gekommen bin - aber irgendwie habe ich mich da geirrt. Bei der ersten Schicht wurde schon deutlich, dass "Marble tower" doch eher in die Kategorie der anstrengenden hellen Lacke gehört. Obwohl die Konsistenz toll ist, gelingt der Auftrag nicht wirklich gleichmäßig, sondern wird sehr fleckig und vor allem zieht der Lack erschreckend schnell an, sodass ein Ausgleichen fast unmöglich ist, ohne die Lackschicht schon wieder ein bisschen vom Nagel zu ziehen. Also habe ich in der zweiten Schicht versucht, ein wenig mehr Lack aufzutragen und den auch noch deutlich vorsichtiger, das hat das Endergebnis aber leider auch nicht übermäßig glatt gemacht. Um die Unebenheiten auszugleichen, braucht der Nubar also definitiv einen Topcoat, der verleiht auch noch mehr Glanz, kann aber leider nicht alle Unzulänglichkeiten ausgleichen...
Farblich hat "Marble tower" allerdings keine Überraschungen parat - es handelt sich hier um einen hellgrauen Cremelack ohne Spitzfindigkeiten oder geheim versteckten Schimmer. Schlicht und ergreifend ein heller, eher kühler angehauchter Grauton oder sonderliche Farbeinschläge. Ich mag die Farbe nicht nur für Nailarts gerne, sondern finde sie auch komplett auf den Nägeln richtig klasse und eben gar nicht langweilig. Zwar sind strahlende Weißtöne im Sommer immer hip, aber auch die leicht angegrauten Varianten finde ich toll und die passen vor allem auch ganz hervorragend zu nicht-gebräunter Haut (die muss man sich hier ja echt erarbeiten!) und auch zum aktuell mal wieder sehr häufig bewölkten Himmel... Auch im Sonnenschein enthüllt der Nubar keine Geheimnisse, ich habe mir nur mit dem Topcoat ein paar dämliche Bläschen einlackiert, ansonsten wird der Lack da nur einen Hauch wärmer, bleibt aber auch ansonsten solide hellgrau.
So ein Hellgrau bietet sich perfekt für alle möglichen Designideen an - und ich war damit zentral überfordert und hatte absolut keinen Schimmer, was ich machen soll. Da ich aber gerade noch ein bisschen in meinen Kartons wühlen musste und tatsächlich mein Kleinteilemagazin mit Glitzer und sonstigem Kram gefunden hatte, habe ich einfach in meiner Stickerbox geschaut, die ja in letzter Zeit gar nicht mitspielen durfte. Recht schnell hatte ich mich für ein paar grün-weiße Sticker entschieden, die sich mit den eher durchsichtigen grünen Flächen nur für helle Lacke eignen. Sicherlich bildet das nicht gerade den auffälligsten Kontrast, aber ich finde die Blüten eigentlich ganz süß und in weiß-grün mit einem Hauch Gold passen sie auch ganz gut zu dem Grau. Fand ich zumindest.
Das Spannende an den Stickern sind eigentlich die unterschiedlichen Finishes, denn während der grüne (Innen-)Teil ganz "normal" glatt ist, sind die weißen Umrandungen ein kleines bisschen strukturiert und bilden einen kleinen Kontrast. Bei Stickern kommt bei mir eigentlich immer eine Schicht Topcoat drüber, damit die Dinger ordentlich halten und die Übergänge nicht mehr so deutlich sind - hier habe ich darauf aber verzichtet, um eben diese Oberflächenunterschiede zu erhalten. Das wirkt sich natürlich drastisch negativ auf die Haltbarkeit der Sticker aus - länger als einen Tag sieht die Mani ohne Topcoat natürlich nicht schön aus, da ich sie aber auch gar nicht viel länger tragen wollte, war das ganz ok. Nach wie vor muss ich sagen, dass ich von Stickern nicht wirklich überzeugt bin, aber so lange ich noch ein paar habe, werden sie auch hier und da mal ausgeführt - ansonsten bleibe ich was Neuanschaffungen angeht doch bei Waterdecals.
Was die Haltbarkeit von "Marble tower" an sich an geht, ist der Lack recht angenehm und kaum problematisch. Da es sich um einen hellen grauen Vertreter handelt, fällt die Tipwear nicht großartig auf, es entwickelt sich aber auch nicht wirklich schnell welche. Ablackieren ist dank der cremigen Konsistenz überhaupt kein Problem und geht ganz flott - trotzdem wird der Nubar künftig wohl eher nur noch für Nailart genutzt werden.

Einen farblich ganz ähnlichen Vertreter, allerdings von der "richtigen" Marke, hat heute MOna Blum für den Logenplatz eingereicht. Ich würde sagen, der OPI ist einen Ticken heller als mein Nubar und gefällt mir ja auch ganz hervorragend:
http://lizula.blogspot.de/2016/06/lacke-in-farbe_26.html
Ich hoffe ja, dass sich heute noch ein paar hübsche hellgraue Lacke in der Galerie einfinden, auch wenn es hier und da tatsächlich schon ein bisschen sommerlich geworden ist und es einige zu knalligeren Farben zieht - aber ich finde, dass Grau nicht nur ein edler Ton ist, sondern auch eine tolle Basis für viele sommerliche Designs bietet. Auf jeden Fall bin ich sehr auf die Galerie gespannt!

Nächste Woche wird es dann insgesamt deutlich sommerlicher - und für mich mal wieder sehr schwierig, denn laut meiner Liste ist tatsächlich wieder Pink dran!

Sonntag, 26. Juni 2016

OPI "Classics" OPI Red

Der Juni ist fast um - und definitiv der postingärmste Monat *seufz*. Leider ist damit auch bald das Ende des OPI-Monats bei "Wir lackieren..." von Lotte und Tine, dabei hätte ich noch so einige Lacke zu zeigen, wenn mich nicht dieses Zeitproblem noch enorm im Griff hätte. Aber der Schlafzimmerschrank ist jetzt eingeräumt, also ist genug Zeit für einen Lack am heutigen Sonntag!

Da ich nicht wirklich zum Umlackieren kam die Tage, ist es kein blauer Lack, sondern ein klassischer Roter, zu dem es mich irgendwie gezogen hat. "OPI Red" kam glaube ich ihm Rahmen eines Gewinnspiels mal zu mir - denn ehrlich gesagt gehört die Farbe nicht unbedingt in die Farbrange, die mich den stolzen OPI-Preis vergessen lässt.
Dabei ist "OPI Red" gar kein langweiliger Lack und glänzt vor allem mit einer einfachen Handhabbarkeit beim Auftrag: Perfekter Pinsel, tolle Konsistenz und eine gute Deckkraft, wie man es bei den Markenlacken auch erwartet. Wer etwas dicker lackiert, wird sicher auch mit einer Schicht zufrieden sein, ich Dünnlackiererin habe mal wieder zwei Schichten lackiert. Von der Trockenzeit her gibt es nichts zu meckern, die ist recht kurz - teilweise vielleicht ein wenig zu kurz, wenn man noch auf dem Nagel nachkorrigieren möchte. Da meine Nägel momentan sehr ungleichmäßig sind, gab es noch eine Schicht Topcoat drüber, aber an und für sich kommt "OPI Red" auch mit einem schönen Glanz daher, der eine zusätzliche Schicht Topcoat unnötig macht.
Eigentlich dachte ich ja, dass "OPI Red" einfach ein roter Cremelack ist - und um ehrlich zu sein, sieht er auch die meiste Zeit genau so aus. Ein klassisches Kirschrot, das einen von den Nägeln anstrahlt - bis man ein bisschen Sonnenschein abbekommt und auf einmal feststellt, dass sich da in dem Rot ein feiner, pinker Schimmer breit macht. Der zeigt sich auch schön auf den Sonnenfotos, zwar ist das kein dominanter Schimmer, aber er ist gut sichtbar und zeigt teilweise auch noch im Ansatz die Pinselführung. Von einem streifigen Finish kann man aber absolut nicht sprechen, denn ohne direkten Lichteinfall ist von dem Schimmer absolut nichts zu sehen. Da kann ich noch so genau auf meine Nägel stieren - weder das Fläschchen noch die Nägel lassen den Schimmer irgendwo erkennen. Ich muss ja sagen, dass ich einfach den Rotton von "OPI Red" sehr schön finde, sodass der Schimmer für mich einfach nur ein Bonus ist - aber ein sehr schöner!
Da ich eigentlich geplant hatte, für Freitag ein Blau zu lackieren, wollte ich "OPI Red" an und für sih bestempeln - aber jetzt habe ich den Lack noch immer auf den Nägeln und da später noch Deutschland spielt, musste einfach wieder ein passendes Design drauf. Das Rot bildet da ja die perfekte Grundlage und ich muss ehrlich sagen, dass ich heilfroh über unsere doch sehr einfach gestaltete Flagge bin. Um es mal wieder ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, habe ich dieses Mal ein bisschen gedottet - dafür bin ich aber bei den wohlbekannten Lacken (Orly "Vinyl" und p2 "Golden gem") geblieben. Mit "Vinyl" ging das Dotten auch problemfrei und ich mag den Kontrast zwischen dem glänzenden Rot und dem matten Schwarz, darum habe ich nicht nochmal einen Topper drübergepinselt.
Der p2 hat sich dafür ein bisschen zickig angestellt, was man leider auch an den Dots sieht. Das mag einerseits an den enthaltenen Flecks liegen, aber insgesamt ist der Lack auch ein bisschen dickflüssiger gewesen und wollte nicht ganz so wie ich. Jetzt bin ich was Pünktchen angeht auch nicht gerade eine Heldin, aber insgesamt ging sich das doch ganz akzeptabel aus. Mir gefallen die schwarzen Dots deutlich besser als die goldenen, aber im Prinzip kommt es ja auf das Gesamtergebnis an und das lässt doch schon eindeutig eine Assoziation mit der deutschen Flagge zu! Ich bin ganz erstaunt, dass mir gerade die matten Dots so gut gelungen sind und ich vor allem das unregelmäßige Ergebnis gerne mag - vielleicht sollte ich künftig doch mal ein bisschen häufiger meine Dottingtools nutzen...
Haltbarkeitsmäßig hat sich "OPI Red" wahnsinnig gut geschlagen - nach vier Tagen hatte ich zwar ein bisschen Tipwear, die ich für das Design überpinseln musste, aber ansonsten hat sich der Lack echt gut gehalten. Er ist nicht stumpf geworden und hat nur wenige Abnutzungserscheinungen mitbekommen (trotz wilder Räumerei!) und ich hoffe, dass das Ablackieren auch unproblematisch wird. Das ist allerdings erst heute nach dem Spiel angesagt - sonst bin ich noch schuld, dass wir verlieren...

Mittwoch, 22. Juni 2016

Catrice 915 George Blueney

Ich habe momentan das Gefühl, in einem ganz seltsamen Raum-Zeit-Phänomen zu hängen: Kurzfristig scheint es so, als ob die Zeit gar nicht voran geht (z.B. wenn man darauf wartet, im Bürgeramt ENDLICH aufgerufen zu werden) und an anderen Stellen verfliegt die Zeit unglaublich schnell (gefühlt: den restlichen Tag) - und schon ist wieder Mittwoch!

Ich habe mich eigentlich sehr auf das heutige Marineblau gefreut, bin dann aber doch böse ins Straucheln gekommen, als es um meine Fotozeiten ging. Am Wochenende war ich nämlich in der Wohnung fleißig, da am Freitag endlich mein Schlafzimmer kommt - und selbiges noch immer mit Kartons vollgestellt ist.. Deren Inhalte sind aber zumindest teilweise in die Schränke eingezogen, die ich am Samstag aufgebaut habe, aber noch ist einiges zu tun!
Da mein Hirn anscheinend bei meinem letzten Freitagslack komplett ausgeschaltet war, habe ich für heute erstmal ein bisschen in meiner Handvoll ausgepackter Lacke kruschen und ein passendes Marineblau finden müssen - bei OPI war bei mir nämlich totale Flaute. Aber Catrice hat sich mit "George Blueney" angeboten und wurde dann auch flugs lackiert. Der Lack hat zu meinem großen Erstaunen tatsächlich einen ganz normal geschnittenen, dicken Biberschwanzpinsel, mit dem sich der leicht dickflüssigere Lack problemfrei auftragen lässt. Die Konsistenz ist zwar nicht übermäßig dünn, aber dennoch ist die Deckkraft nicht optimal - bei einem so dunklen Lack würde man ja glatt erwarten, dass eine oder maximal zwei Schichten mehr als ausreichen, das ist aber dank der sheeren Base, die gespickt ist mit Schimmerpartikelchen, nicht unbedingt der Fall.
Letztlich bin ich bei drei Schichten gelandet, weil mir bei der zweiten einfach noch hier und da ein bisschen was durchschien - aber vielleicht bin ich in letzter Zeit auch besonders kritisch und ärgere mich auch über Kleinigkeiten unnötig... Jedenfalls durfte über die drei Schichten "George Blueney" auch noch eine Schicht Topcoat, um diverse umzugsbedingte Unebenheiten auf meinen Nägeln auszugleichen und den Lack noch ein bisschen mehr zum Glänzen zu bringen. Das hat er nämlich ganz eindeutig auch verdient, denn "George Blueney" ist ganz wie sein Namensgeber ein Augenschmaus: In der dunklen Base schwirren nämlich ganz viele blaue Schimmerpartikelchen herum, die dem Finish das eine oder andere Highlight verpassen. Je nachdem, wie tief sie in den Lackschichten liegen, wirken sie eher dunkler oder auch mal ein wenig heller und dieses feine Farbspiel macht den Lack wahnsinnig spannend.
Sicherlich ist das nichts, das einem gleich auf den ersten Blick auffällt - aus der Entfernung wirkt "George Blueney" nämlich einfach nur dunkelblau, das feine Finish offenbart sich erst bei genauerem Hinsehen. Dann werden aber auch die einzelnen Schimmerpartikelchen recht deutlich und lassen einen doch ins Schwärmen geraten: In diesem feinen, hellen Blau auf dem dunklen Grund könnte ich ja geradezu versinken - auch wenn das nicht einfach aufs Bild zu kriegen war. Der Catrice ist leider keiner der Lacke, denen man schon im Fläschchen ansieht, dass sie eigentlich was Besonderes sind - und auf den Nägeln braucht es auch ein bisschen, aber ich finde den Lack einfach toll! Er ist zwar nicht das klassische Marineblau, dafür ist er an der einen Stelle (was die Base angeht) zu dunkel und an der Schimmerstelle ein wenig zu hell - aber im Großen und Ganzen passt er doch gut in die Kategorie rein.
Da ich den Lack auch zum gestrigen letzten Vorrundenspiel getragen habe, musste natürlich ein passendes Deutschlanddesign drauf - zum zweiten Spiel hatte ich keins auf den Nägeln und prompt ging das Spiel ja nicht ganz so zu unseren Gunsten (keine Sorge, ich bilde mir nicht wirklich ein, da irgendwas mit zu tun zu haben, aber es passt so schön als Erklärung!), also musste dieses Mal wieder ein Deutschlandfähnchen sein! Zwar ist das dunkle Blau sicherlich keine perfekte Basis, aber ich habe mir einfach mal wieder mein Striping-Tape geschnappt (das ich endlich in einem meiner Kartons gefunden habe, auch wenn es ein wenig demoliert wurde) und zwei kleine Chevrons pro Nagel abgeklebt. Das klingt eigentlich ganz einfach, der Teufel steckt hier aber eindeutig im Detail und so ganz symmetrisch und gleichmäßig sind sie nicht geworden...
Das Fähnchen habe ich wie auch schon beim letzten Mal mit Orly "Vinyl", OPI "OPI Red" und p2 "Golden gem" lackiert und war dann zumindest halbwegs zufrieden. Perfekt ist es bei Weitem nicht, aber es gibt ja jetzt zumindest noch ein weiteres Spiel, für das ich mir etwas Besseres überlegen kann...

Heute hat sich tatsächlich mal wieder jemand für die Galerie gefunden und Steffi zeigt einen Traum von Lack, der Farblich deutlich heller ist als meine Variante, aber den Catrice ansonsten in absolut allen Belangen gnadenlos in den Schatten stellt:
http://www.frischlackiert.de/lifub-marineblau-ilnp-super-juiced/
Auf die Galerie heute bin ich mal wieder sehr gespannt und ich hoffe, dass ich auch dieses Wochenende endlich  mal wieder ein bisschen zum Kommentieren komme - wenn endlich das Schlafzimmer da ist, dürfte hier der größte Teil geschafft sein... Für die nächste Woche habe ich schon einen Lack im petto und freue mich sehr, ihn endlich komplett lackieren zu können - nach dem heutigen Ausflug auf die dunkle Seite wird es nächste Woche passend zum heutigen Himmel Grau (aber nicht Anthrazit!)!


Montag, 20. Juni 2016

OPI "Night brights" My private jet

Als Lotte Anfang des Monats für ihr und Tines "Wir lackieren..." ihre Version von "My private jet" zeigte, war mir klar, dass ich auch mal prüfen muss, welche Variante ich zu Hause habe. Das hieß aber auch erstmal, den Lack irgendwo aufzutreiben - das gestaltet sich momentan noch nicht ganz so einfach, ist aber dankenswerterweise geglückt!

Ich erinnere mich noch ziemlich genau, dass ich "My private jet" in New York gekauft habe - und dort in einem schmuddeligen kleinen Beautyladen der allerdings eine beträchtliche Auswahl an OPIs und Orlys hatte. Kaum hatte ich den Privatflieger entdeckt, hatte ich ihn auch schon in der Hand - nichtsahnend, dass es da ja unterschiedliche Varianten von gibt.
Tja, zum Auftrag gibt es nicht groß etwas zu sagen, der ging bei "My private jet" nämlich vollkommen problemfrei von der Hand. Tolle Konsistenz, toller Pinsel - nur die Deckkraft ist nicht ganz so perfekt, aber wie soll man auch sonst die Holoteilchen noch sehen? Nach zwei Schichten ist der Nagel weitestgehend abgedeckt, an zwei Nägeln hatte ich noch etwas lichtere Stellen, also kam noch eine dritte Schicht drüber, bei der kurzen Trockenzeit ist das aber kein Problem. Da "My private jet" plan und mit einem schönen und gleichmäßigen Glanz abtrocknet, kann man sich hier den Topcoat auch sparen - so mag ich das und so kenne ich das auch von den meisten anderen OPIs! Insgesamt einfach ein unkomplizierter Lack im Auftrag, der bei etwas dickeren Schichten auch problemlos nach zwei Lagen deckt.
Farblich ist "My private jet" ein absoluter Hingucker, da muss ich glaube ich keinem was erzählen. Und das, obwohl ich wie Lotte wohl die "Yuk Brown"-Variante habe. Zumindest ist der Brauneinschlag vor allem im Sonnenschein mehr als gut erkennbar, der blaue Schimmer fehlt und der Holoeffekt ist auch nicht so ausgeprägt wie ihn die Originalversion wohl hat. Trotzdem finde ich "My private jet" absolut grandios- die dunkle Base, die sich nicht so recht zwischen Schwarzgrau und Dunkelbraun (ohne direkte Lichteinstrahlung vs. Sonnenschein) entscheiden mag und mit einem feinen (Holo-) Schimmer ein zauberhaftes Finish zeigt. Je nachdem, wie man die Hand dreht und wendet, kommt mal ein eher scattered Holo, mal der Hauch eines linearen Holos durch und diese schimmrig-gesprenkelte Oberfläche ist sowieso ein Blickfang.
Es mag nicht die absolut grandiose Ursprungsversion sein, aber auch der etwas schlechtere Klon gefällt mir ausgesprochen gut - elegant, aber nicht langweilig, mit etwas Holopepp, ein toller Lack! Und der hat natürlich auch ein hübsches Design verdient, das ich auch auf den Holoeffekt abstimmen wollte - allerdings habe ich meinen silbernen Hololack nicht gefunden und musste darum auf die fliederfarbene Variante ("Plum me up, Scotty") ausweichen, aber die Farbe sieht man eh kaum. Gestampt habe ich - passend für den Stamping Sonntag von Lilalack (auch wenn heute schon Montag ist) - mit der Steampunk 02 von MoYou London, weil ich die Motive einfach für den Lack perfekt fand. Bis auf den Zeigefinger hat das mit dem Gestempel auch problemfrei funktioniert, obwohl die Motive ja von der kleineren Sorte sind. Ging sich aber gerade so aus und das Zahnradmuster passt perfekt zu "My private jet".
Es schimmert und funkelt sowohl im Basislack als auch im Stampingmotiv - wo "My private jet" mal ein bisschen dezenter ist, kommt der zarte Holoeffekt des Catrice-Lacks gut raus und wo der das Farbspiel ein wenig vermissen lässt, funkelt die Basis in allen Regenbogenfarben durch. Das Motiv ist zwar mit eher feinen Linien gestaltet, trotzdem kommt der Holoeffekt von "Plum me Scotty" noch gut durch und das lässt auch dem Basislack genug Raum, um mit seinen Besonderheiten nicht komplett unterzugehen. Sicherlich kann "My private jet" auch ganz hervorragend für sich alleine stehen (tut er ja tatsächlich auch!), aber die dunkle Farbe bekommt einfach durch das Stamping noch den gewissen Kick und ich finde, das kitzelt auch noch ein kleines bisschen die tollen (scattered) Holoanteile des Lacks heraus.
Es ist glaube ich kaum zu überlesen, dass ich von "My private jet" ganz begeistert bin - und das trotz der abespeckten Version. Was die Haltbarkeit angeht, so ist der Lack natürlich ohne Topcoat ein bisschen eher abgenutzt und bei der dunklen Farbe fällt Tipwear auch schneller auf - allerdings ist das alles noch im normalen Rahmen und gibt keinen Grund zur Beanstandung. Für mich mal wieder einer der Lacke, bei denen ich mich frage, warum sie so lange unlackiert bei mir herumstanden...

Samstag, 18. Juni 2016

OPI "Night brigthts" OPI Ink.

Eigentlich wollte ich ja am Freitag ganz brav und pünktlich meinen Lack für den "Blue Friday" posten - aber dann beschloss ja mein kleiner Nagel am Donnerstag abzubrechen, abends hatte ich keine Zeit zum richten (weil Deutschlandspiel) und am Freitag war ich auch erstmal verplant... Also gibt's heute den Nachzügler, obwohl ich eigentlich noch an ein paar Schränkchen rumschrauben müsste.

Zuerst war ich mir bei "OPI Ink." sehr sicher, dass der Lack blau ist - und ein OPI sollte es ja für "Wir lackieren..." von Lotte und Tine sein!-, aber kaum hatte ich ihn lackiert, kamen mir doch ein paar Zweifel. Am nächsten Morgen waren sie wieder weggeblasen, nur um am Nachmittag wiederzukommen, denn der Lack ist gar nicht so einfach aufgebaut und wirkt auch immer wieder anders.
"OPI Ink." steht auch schon länger bei mir rum - und das hieß für mich auch, dass ich den Lack erstmal im Wasserbad dazu überreden musste, sich aufschrauben zu lassen. Die Konsistenz des Lacks ist aber noch ganz hervorragend, der Deckel war wohl nur einfach ein wenig verklebt. Beim Auftrag schwante es mir schon ein wenig - mit zwei Schichten ist es hier nicht getan, denn die Base ist zwar dunkel (ich tippe ja noch immer auf dunkelblau, aber es könnte auch ein dunkler, blaustichiger Lilaton sein - so genau bekomme ich das nicht wirklich auseinander), allerdings nicht übermäßig deckend. "OPI Ink." zieht seinen Charme nämlich aus den Schimmerpartikelchen, die in dieser eingefärbten Base herumschwimmen und die das Finish des Lacks so besonders machen. Mit drei Schichten ist der Lack bei mir weitestgehend deckend gewesen, wobei man hier mal wieder nicht gegen das Licht schauen sollte.
Für ein schönes, glänzendes Finish habe ich noch eine Schicht Topcoat drüberlackieren müssen - irgendwie ist das Finish des OPI pur ein kleines bisschen stumpfer. Für die Trockenzeit braucht es den Topcoat zwar nicht, aber er tut ihr auch keinen Abbruch und macht das Ergebnis deutlich spannender und schöner. "OPI Ink." hat gerade durch diesen Schimmer ein tolles, variables Finish, das den Lack mal dunkelblau und mal tatsächlich Lila wirken lässt - und die Kamera hat hier die pinken Teilchen in ihrer Wirkung doch ordentlich geschluckt. Bzw. kommen sie eigentlich auch eher in der Dämmerung deutlicher hervor und da möchte die Knipse bekanntlich lieber blitzen (wodurch der Lack dann komplett blau wird), also habe ich zumindest im Ansatz versucht, die Farbübergänge einzufangen - und noch habe ich auch in meiner neuen Wohnung keinen perfekten Fotoplatz gefunden.
Der feine Schimmer ist hier gut erkennbar, die leichte Tendenz ins Lilane müsst ihr euch nur noch einen Tick intensiver vorstellen, der Schimmer wirkt dann schon pink oder magentafarben. Auf jeden Fall ist "OPI Ink." nicht nur einer der Klassiker der Marke, sondern definitiv auch ein wahnsinnig toller Lack, der sich auch perfekt für Galaxy Nails eignen würde - aber die wollte ich nun nicht schon wieder machen (und meine Stampingplatte mit einem passenden Motiv wollte nicht so wie ich). Also wurde es mal wieder ein ganz profanes Stamping mit der Bundle Monster XL 17 und "Marble tower" von Nubar. Das Ganznagelmotiv hat gestempelt eigentlich ein kleines bisschen Ähnlichkeit mit einer Eule (finde ich zumindest), ist ber eigentlich nur ein einfaches Muster.
Ich gestehe, dass ich gerade ein kleines bisschen raus bin aus dem Stampen und auch meine ganzen Sachen noch nicht zusammen habe (was auch daran liegt, dass mein Arbeitszimmer mit Schminktisch einfach noch nicht eingerichtet ist und die Hälfte meiner Sachen noch in Kartons rumfliegt)... Aber für einen doch recht schnellen Versuch ist das Ergebnis gut geworden. Ich mag das Muster erstaunlich gern - auf der Platte hat es mir gar nicht so herausragend gut gefallen, aber auf dem ersten Probenagel fand ich das Design schon klasse und habe mich darum dafür entschieden, es doch eher schlicht zu lassen und nur zwei Nägel zu bestampen. Natürlich geht durch das auffällige Muster doch ein bisschen die Besonderheit von "OPI Ink." verloren, aber auf den anderen Nägeln kann der Lack noch sein volles Potenzial entfalten.
Für den Lack hat es sich definitiv gelohnt, noch eine Schicht zusätzlich zu lackieren und ich kann wirklich verstehen, warum so viele "OPI Ink." toll finden. Er ist auch einfach ein variabler Hingucker, der edel und zugleich spannend ist - und auch qualitativ keinerlei Wünsche offen lässt. Die Haltbarkeit ist gut, das Ablackieren unproblematisch - so soll das sein und so bin ich das auch von OPI gewohnt! 

Mittwoch, 15. Juni 2016

China Glaze "Kicks" Entourage

Obwohl ich noch so einige unlackierte OPIs habe, fehlt mir eindeutig einer, der für das heutige Hellgrün gepasst hätte - ich hatte eigentlich mal gedacht, dass "Fiercely Fiona" dafür in Frage käme, aber der fällt ja tendenziell eher in die Kategorie Gelb. Ansonsten sind meine OPIs alle eher dunkel angehaucht, also musste ich heute auf eine andere Marke ausweichen und es gibt wieder mal einen China Glaze zu sehen.

Nachdem ich mit "Rainstorm" ja so meine Probleme hatte, habe ich schon ein bisschen befürchtet, dass "Entourage", den ich ja auch bei tkmaxx geholt habe, sich ähnlich zickig anstellen würde. Zu meiner großen Erleichterung hat aber der erste Blick auf das Pinselchen die Konsistenz als völlig normal enttarnt und ich konnte mich gemütlich ans Lackieren machen.
Da der Grünton zwar hell, aber im Fläschchen durchaus intensiv ist, dachte ich, dass die Deckkraft auch ganz gut sein müsste - wurde dort allerdings etwas enttäuscht. Anstatt der üblichen zwei Schichten braucht "Entourage" tatsächlich drei, um wirklich gut zu decken. Bei nur zwei Schichten ist der Lack an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig durchscheinend, was ich bei so einer Farbe doch ärgerlich finde. Da die Trockenzeit aber relativ kurz ist, ist die dritte Schicht überhaupt kein Problem. Theoretisch könnte man auf einen Topcoat verzichten, da "Entourage" auch in einem gleichmäßigen, glatten Finish trocknet - allerdings lässt der Glanz ein bisschen zu wünschen übrig, sodass eine Schicht Topcoat hier doch einen ordentlichen Boost gibt. Natürlich ist das Geschmackssache, aber da der Schimmer sowieso nicht so auffällig ist, finde ich den zusätzlichen Glanz ganz hübsch.
Der Schimmer war es eigentlich, der "Entourage" für mich so interessant gemacht hat, auf den Nägeln kommt er aber nur bei genauem Hinsehen gut raus, während er sich im Fläschchen doch deutlicher zeigt. Der Topcoat macht ihn weder deutlicher noch dezenter, was ja häufiger der Fall ist - aber hier ist es schlicht und ergreifend egal. Dafür hat mich die Farbe doch eindeutig überzeugt - "Entourage" strahlt in einem traumhaften Frühlingsgrün, das mir von mehreren Seiten als "gute Laune Farbe" bescheinigt wurde. Ich hatte kurz überlegt, ob das Hellgrün angebracht ist, wenn man einen Termin mit der Abteilungsleiterin geplant hat, dann aber beschlossen, dass ein bisschen Frühling sicher nicht schadet - nur um dann festzustellen, dass der Termin kurzfristig abgesagt werden musste. Also mal wieder viel zu viele Gedanken gemacht und beschlossen, auch mit grünen Nägeln durchaus businesstauglich aussehen zu können.
Der Lack ist für mich eindeutig der perfekte Sonnenlack - allerdings hat sich die in der letzten Zeit eher versteckt, aber für eine positive Grundstimmung sorgt "Entourage" bei mir trotzdem. Nachdem ich mich zwei Tage an der schönen Farbe erfreut hatte (und der Termin abgesagt wurde *hust*), musste noch ein bisschen was gepimpt werden und ich hatte dafür gleich ein paar Waterdecals von Ladyqueen im Kopf: Letztens habe ich nämlich welche mit Pandabärchen zugeschickt bekommen. Ich bilde mir zwar ein, dass ich eigentlich eines der anderen Designs wollte (das mit den etwas breiteren Köpfchen und Bambus), aber sei's drum, die etwas realistischeren Pandas finde ich auch sehr knuffig. Das Anbringen war hier unproblematisch, die Decals sind schön dünn und lassen sich gut auf dem Nagel platzieren. Eine Schicht Topcoat versiegelt die Oberfläche und es ist nahezu nicht zu erkennen, wo die Ränder der Pandabären sind.
Einziges Manko an den Decals ist die leichte Verschiebung der beiden Farben - ich bilde mir ein, dass der weiße "Hintergrund" eigentlich direkt hinter bzw. unter den schwarzen Akzenten sitzen müsste und nicht einen Millimeter nach unten verschoben sein sollte. Das kann zwar durchaus auch gewollt sein, da allerdings die Form der schwarzen Kontour entspricht (besonders gut am Mittelfinger erkennbar, da dort die Öhrchen auch gut zu sehen sind), würde ich vermuten, dass das eigentlich anders gehört. Natürlich fällt das aber nicht wirklich auf und sieht auch so ganz fesch aus - und überhaupt sind Pandas total klasse und ich mag die Motive alle gern. Außerdem passen sie perfekt auf den grünen Untergrund, auch wenn der nicht ganz die optimale Bambusfarbe hat. Auf der Arbeit kamen die Decals auch ganz hervorragend an, obwohl einige Kollegen noch immer nicht ganz verstanden haben, dass ich künstlerisch total unbegabt bin und das nicht alles selber pinsele...
"Entourage" hat bei mir definitiv einen Stein im Brett - ich finde die Farbe klasse und bin auch mit dem Auftrag weitestgehend zufrieden. An der Haltbarkeit gibt es ebenfalls wenig zu meckern und das Ablackieren gestaltet sich auch recht leicht - der Schimmer macht keinerlei Probleme und der Lack ging auch ohne Schmierereien oder Stains von den Nägeln. Definitiv eine Steigerung im Vergleich zu "Rainstorm" und wieder gewohnte China Glaze Qualität!

Da ich momentan doch ein bisschen mehr auf Grün stehe, bin ich schon sehr gespannt, was sich heute so für Lacke in der Galerie einfinden werden und hoffe, dass sich so einige schöne Frülingslacke einfinden werden! Für die nächste Woche gibt es natürlich wieder ein Kontrastprogramm - und ich muss mal schauen, ob ich überhaupt noch einen passenden Lack finde, denn es ist Marineblau dran!

Die Waterdecals wurden mir freundlicherweise von Ladyqueen zur Verfügung gestellt und mit dem Code LRLC15 gibt es 15% Rabatt.

Sonntag, 12. Juni 2016

OPI "Germany" Berlin there done that

Ich habe meinen voraussichtlich letzten Hamburg-Besuch hinter mir, bin ein bisschen matschig und platt - will aber heute natürlich trotzdem einen Lack für für "Wir lackieren..." von Lotte und Tine zeigen. Eigentlich sollte sich so langsam das mit dem Bloggen dann auch wieder normalisieren, da ein Großteil der Sachen für die Wohnung erledigt ist - aber eine Handvoll Sachen steht doch noch aus, also mal sehen, wie es weiter geht.

Für heute habe ich allerdings einen wirklich dezenten und harmlosen Lack herausgesucht - mit dem lässt es sich auch einfach am besten Umziehen, vor allem, wenn man damit rechnen muss, sich die Nägel zu ruinieren. Da gehen matschige Töne einfach am besten, darum durfte bei mir "Berlin there done that" auf die Nägel.
Zum Lackieren gibt es hier eigentlich recht wenig zu sagen - typisch für OPI lässt sich "Berlin there done that" einfach auftragen, der Pinsel fächert gut auf und verteilt den Lack mit seiner eher dünnflüssigen Konsistenz problemfrei auf den Nägeln. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, kleinere Mankos habe ich hier in der Deckkraft und in der Gleichmäßigkeit des Finishes gesehen. Auf den ersten Blick ist der Lack nach zwei Schichten deckend, aber kaum schaut man da ein wenig genauer hin, scheint an der einen oder anderen Stelle doch noch ein wenig was durch. Vom Blick gegen das Licht will ich hier gar nicht sprechen, man muss nur den richtigen (oder eben falschen) Winkel haben, um lichte Stellen zu erkennen. Also musste eine dritte Schicht drauf - und die war dann zufriedenstellend abdeckend, nur leider nicht wirklich plan, sodass der Lack um eine Schicht Topcoat nicht herumkam. Das hilft übrigens auch dem Glanz deutlich nach!
Farblich hatte ich eigentlich gedacht, dass "Berlin there done that" noch viel mehr in Richtung Leberwurst geht, aber da habe ich anscheinend in meinem Kopf etwas falsch abgespeichert. Der OPI kommt nämlich in einem astreinen, hellen Taupe daher, das je nach Lichtverhältnissen mal eher gräulich, mal eher bräunlich wirkt und im Optimalfall die perfekte Mischung der beiden Farben zeigt. Das Cremefinish passt auch hervorragend zu diesem matschigen Ton, der aber keineswegs schäbig aussieht, sondern durchaus auch seine edlen Aspekte zeigt. Leider macht einem das Finish hier einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn auch mit Topcoat ist das bei mir nicht komplett ausgeglichen gewesen und wenn man so ein kleiner Perfektionist ist, fallen auch diese Unregelmäßigkeiten auf.
Nachdem "Berlin there done that" fleißig mit mir schuften musste, wurde er auch noch ein bisschen verschönert - und was passt zum heutigen Tag wohl besser als ein kleines Design, das auch im wörtlichen Sinne Flagge zeigt? Auch wenn ich heute Abend wahrscheinlich gemütlich auf der Couch sitzen werde, durfte zur Vorbereitung ein bisschen Schwarz-Rot-Gold auf die Nägel und eigentlich wollte ich mein Striping-Tape nutzen, das ich allerdings nicht gefunden habe (sie schwirren alle wohl irgendwo in irgendwelchen Kartons rum - die muss ich nur noch ausfindig machen...). Die Designidee stand aber schon fest, also habe ich mir Tesa geschnappt und fleißig auf meinen Nägeln abgeklebt. Mit Stripingtape wäre das alles zwar deutlich einfacher gegangen, aber zum Suchen hatte ich weder Lust noch Zeig. Als Lacke habe ich Orly "Vinyl", OPI "OPI Red" und p2 "Golden gem" gewählt.
Auf dem Mittel- und Ringfinger habe ich schräge Streifen abgeklebt, die sogar halbwegs gleichmäßig geworden sind, und dann einzeln mit einer gewissen Wartezeit (um nicht mit dem Tesa den vorherigen Streifen wieder komplett abzuziehen...) lackiert. Der Zeige- und kleine Finger haben ein ganz einfaches French abbgekommen, da habe ich einfach mit dem Schwarz angefangen und dann jeweils einen weiteren Streifen abgeklebt - das ist übrigens wohl eine der einfachsten Varianten, mit der man aus absolut jedem Lack kurz vor dem Spiel der Deutschen Nationalmannschaft noch eine passende Maniküre zaubern kann. Das Ganze brauchte dann natürlich noch eine Schicht Topcoat, um die unterschiedlichen Schichten beim French ein wenig zu kaschieren und auch das Schwarz des Orly in einen hübschen Glanz zu tauchen. Ich muss ja wirklich sagen, dass mir das vor allem auf der neutralen, taupefarbenen Base ganz hervorragend gefällt und ich das Design am liebsten noch länger getragen hätte.
"Berlin there done that" hat sich bei mir insgesamt gut geschlagen - klar mussten die Spitzen beim Tragen und Putzen ein bisschen (ok, ein bisschen mehr) leiden, aber das gilt wohl für jeden Lack. Die Deckkraft könnte ein bisschen besser sein vor allem, wen man den Preis des Lacks bedenkt - aber im Großen und Ganzen taugt mir der OPI ganz gut. Vor allem lässt er sich einfach ablackieren und macht damit auch ein bisschen des Ärgers beim Auftrag wieder wett.