Samstag, 30. April 2016

101 im April, die Dritte

Der Monat neigt sich drastisch dem Ende zu - und ich stelle zunehmend fest, dass mir das 101 so langsam aber sicher wirklich auf den Zeiger geht. Nicht so sehr, weil ich Monatsrückblicke nicht mag, sondern eher, weil sich in der letzten Zeit so einiges verändert hat und vieles einfach nicht mehr so richtig passt, andere Dinger wichtiger geworden sind und ich mich teilweise über mein Listchen sehr ärgere. Aber eben nicht, um der Dinge wegen, sondern aufgrund der Liste selbst - klingt bekloppt, ist aber so.

Allerdings gehöre ich auch eindeutig zur sturen Sorte, also versuche ich, zumindest das Listeführen weiter durchzuziehen - vielleicht ist das ja auch nur ein etwas längerer Durchhänger...

6. neues Bett (0 / 1)
7. neuer Kleiderschrank (0 / 1)


Noch hatte ich nicht wirklich viel Zeit, mich darum zu kümmern - aber heute geht's nochmal auf in Richtung Möbelhaus! Ist in den nächsten Wochen wohl auch wirklich die einzige Gelegenheit, da ich ansonsten mal wieder viel unterwegs bin. Ich weiß noch nicht genau, wann meine Möbel aus Hamburg kommen und ewig auf einer aufblasbaren Matratze schlafen ist ja auch nicht so wirklich das Wahre...

14. Nagellacke maximal (64 / 100)

An der Nagellackfront gab es mal wieder Zuwachs - beim einzigen tkmaxx-Besuch ist tatsächlich etwas für mich abgefallen! Die China Glaze Lacke gab es im Set und bis auf den rosanen ("Shocking pink") gefallen mir die knalligen Sommerfarben alle sehr! "Flying dragon" ist ja einer der Kultlacke, "Rose among thorns" ist ein toller Neonton, dem ich sogar das Pink verzeihe, "Celtic sun" ist ein grandioses Neongelb und mit "I'm with the lifeguard" und "Custom kicks" bin ich eh total in meinem Wohlfühlbereich. Da ich nicht mehr allzu viele Gelegenheiten haben werde, bei Budni zu shoppen, durfte auch noch "Confidence" von den sparkling sand-Lacken von just cosmetics mit. Vorsichtshalber einfach, falls mir mal Blau ausgehen sollte!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (111 / 142)


Bei Gesichtsmasken bin ich noch immer hinterher - Routine wollte sich irgendwie nicht einstellen. Ich versuche zwar, mir Zeitslots zu reservieren, das funktioniert aber nur bedingt und meistens bin ich dann auch viel zu platt, um mich noch ordentlich einzucremen und dann nicht sofort mit der Maske im Gesicht einzuschlafen. Am Wochenende klappt das noch ganz gut, unter der Woche ist momentan totale Flaute.

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/parrot-polish-blue-hibiscus.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-pin-up-bubbly-bombshell.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/sparitual-gathering-infuse.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-matte-couture-vinyl.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/parrot-polish-bahia.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/essence-multi-dimension-xxxl-shine-nail.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-color-blast-cherry-creme.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-fired-up-smolder.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/illamasqua-speckle.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-dazzling-shimmers-fantasea.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-birds-of-feather-lucky-duck.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/orly-cosmic-fx-out-of-this-world.html
Nailarttechnisch war diesen Monat wieder viel Stamping dabei - aber auch das eine oder andere Design ohne Stempelei. Ich finde ja "Bubbly bombshell" mit dem schwarz-weißen Muster ganz grandios und bin auch von den Galaxy nails ziemlich begeistert. Völlig ohne Design haben mich dafür die Thermolacke von Parrot Polish total überzeugt - mal sehen, wie es im kommenden Monat weitergeht!

51. Bücher lesen (66 / 60)

Zumindest ein kleines bisschen Zeit hat sich diesen Monat fürs Lesen gefunden - und ich bin darüber fast ein bisschen erstaunt! Neben dem zweiten Band der Talon-Reihe habe ich auch bei Kristina Ohlsson weitergelesen und bin gerade auch am dritten Band dran.

60. Sport machen (416 / 514)

Tja, das ist einer der Punkte, die mir das 101 ein bisschen versauen... Ich habe momentan nicht so wirklich Zeit für Sport und auch gar nicht so den Bedarf, weil ich im Gegensatz zu früher auch auf der Arbeit mehr unterwegs bin momentan. Sicherlich nicht so ausschweifend, dass das einer Sporteinheit gleich käme, aber mit verändertem Tagesablauf ist es auch nicht mehr so leicht möglich, meine Sportsessions gut zu integrieren. Dass es hier nicht wirklich vorwärts geht und die Lücke von Ist zu Soll immer größer wird, demotiviert auch noch zusätzlich... Mal sehen, was mit der Sportelei weiter passiert...

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (28 / 32)

Ach ja, so ein Tag, an dem man ausschlafen und einfach nichts tun kann ist toll - vor allem, wenn man dann schon um halb acht hellwach im Bett steht. Aber zumindest konnte ich so die Zeit zum Lesen nutzen, das hat sehr gut getan.

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (28 / 32)

79. neue Rezepte ausprobieren (36 / 50)


http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/04/schokokuchen-mit-crunch-vom-blech.html
Auch wenn das Schokokuchenrezept nicht wirklich ein eigenständiges, neues Rezept war, sondern ein bisschen aus mehreren Sachen zusammengemischt, habe ich zumindest gebacken und was den Kuchen angeht auch ein bisschen variiert. Das rechne ich mir momentan schon hoch an - denn jetzt gibt es erstmal wieder eine küchenlose Zeit, in der ich gar nicht die Möglichkeit habe, etwas zu kochen oder zu backen... Wie ich das vor allem ohne Kühlschrank überstehen soll, weiß ich noch nicht so wirklich.

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (14 / 25)

Die gute Linda (meine Lieblingskartoffel für den Bambusdämpfer) habe ich tatsächlich auch in Köln gefunden - aber nur in der Nähe meiner Übergangswohnung. Die nächsten Wochenenden werde ich wohl eher unterwegs sein, also heißt es irgendwann im Juno auf Marktsuche in der Nähe der neuen Wohnung gehen!

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (28 / 32)

Lachs, wie gewohnt - aber zumindest funktioniert das inzwischen ganz gut. Köln ist zwar nicht so fischlastig wie Hamburg, sodass man auch nicht ständig an die Möglichkeit erinnert wird, aber immerhin lässt sich das alles umsetzen wie gewollt.

Erkenntnis des Monats: Es läuft! Langsam aber sicher kommt hier alles in geordnete Bahnen und wenn anfangs so einiges unlösbar scheint, hilft abwarten (und Tee trinken oder nachdenken) erstaunlich oft - vor allem, wenn man sich dann selbst darum kümmert und nicht darauf wartet, dass die zuständigen Leute irgendwelche Schritte einleiten. Zwar könnte alles viel schneller gehen (vor allem mit dem Umzug), aber ich habe mich ein bisschen eingerichtet und mit Verzögerungen abgefunden - das heißt zumindest weniger Stress! Auf in den Mai, hoffentlich mit besserem Wetter...

Freitag, 29. April 2016

Orly "Cosmic FX" Out of this world

Ich bin momentan ein bisschen am Rotieren - aus der Übergangswohnung raus in die künftige richtige Wohnung, die aber noch geraume Zeit auf das Umzugsgut warten wird müssen, dabei noch im Blick behalten, dass man diverse Verträge abschließen sollte, um nicht ohne Telefon, Strom und Wasser im Dunkeln zu sein... Irgendwie fehlt mir dadurch gerade die Zeit für den Blog - und vor allem auch für mich.

Heute gibt's aber trotzdem wieder einen Lack, auch wenn "Out of this world" nicht aktuell auf meinen Nägeln zu finden ist. Passend zur letzten Gelegenheit, bei "Wir lackieren..." von Lotte und Tine für diesen Monat ist natürlich ein Lack von Orly dran.
Die "Cosmic FX"-Reihe beinhaltet diverse absolut traumhafte Lacke und ich könnte spontan nicht sagen, welcher mir am besten gefällt - auf jeden Fall reiht sich "Out of this world" ganz hervorragend ein die Auswahl ein! Im Fläschchen ist er sogar noch spannender als er dann auf den Nägeln wirkt (die haben dann leider doch nicht die Biegung im Angebot, die das Fläschchen zeigt), ist aber auch so eine Augenweide. Wie gewohnt war das Lackieren angenehm und einfach, der Lack hat eine gute Konsistenz und obwohl es sich hier um eine eher sheere Base mit Glasfleckeinlage handelt, ist die Oberfläche ziemlich gleichmäßig geworden. Zwei Schichten reichen für eine perfekte Deckkraft vollkommen aus und trocknen auch recht zügig durch - also gute Qualität wie bisher auch.
Farblich wird es bei "Out of this world" schon deutlich schwieriger... Bei genauem Hinsehen würde ich die Base fast als Anthrazit mit Blaueinschlag bezeichnen, vom Fläschchen her würde ich auf schwarz Tippen - irgendwo in der Mitte wird die Wahrheit wohl liegen! Die Base ist hier aber deutlich eingefärbt und zeigt sich dann auf den Nägeln auch durchaus farbintensiv, sodass es wirklich mit zwei Schichten getan ist. In der Base schwirren so einige Glasfleckspartikelchen herum, die am Falschenrand noch wunderbar zwischen einem kühlen pink und einem grünstichigen, hellen Goldton changieren - auf den Nägeln dann aber vorwiegend lilafarben sind und nur in extremen Betrachtungswinkeln bis ins Orangegold wechseln. Macht aber nichts, denn dieses lilagesprenkelte Finish finde ich auch absolut traumhaft!
Bei "Out of this world" denke ich schon beim puren Lack an einen Sternenhimmel und so dürfte es wenig verwundern, dass ich aus der dunklen Base mit lilafarbenen, teils ein wenig pinklichen Schimmerpünktchen dann auch Galaxy nails gemacht habe. Immerhin ist der Aufwand bei dem Lack deutlich geringer als bei vielen anderen, denn hier habe ich nur einen weiteren lilafarbenen Cremelack genutzt (Catrice "Plum play with me") und damit ein paar einfarbige Wölkchen in meine Galaxie gestreut. Mit dem irisierenden Topcoat von Rival de Loop habe ich auch ein paar kleine Fleckchen betupft und dann nur noch mit dem grauen Nubar "Marble tower" ein paar Pünktchen und Kreuzchen gesetzt. Wobei ich was die Kreuze angeht noch immer maximal unbegabt bin... Ich befürchte aber, dass ich das auch nie lernen werde!
Das Ergebnis kann sich trotz geringerem Aufwand durchaus sehen lassen - hier und da funkelt der irisierende Topper ein bisschen mehr und zeigt kleine "Sternenhaufen", an anderen Stellen finde ich die lilanen Cremeanteile richtig gut - und auch wenn "Out of this world" hier vielleicht ein bisschen untergeht und seine Besonderheiten nicht mehr in dem Ausmaß zeigen kann, bin ich von dem Lack doch sehr angetan und mag ihn sowohl solo als auch in Form des Galaxy Designs doch sehr gern! Und gerade mit so einem vielfältigen Lack hat man halt auch weniger Arbeit, was das Betupfen mit unterschiedlichen Farben und Glitter angeht. Ganz dreist könnte man jetzt behaupten, dass das Galaxy nails für Faule sind - aber so weit wollen wir vielleicht doch nicht gehen...
Auch mit Blick auf die Haltbarkeit muss sich "Out of this world" nicht verstecken - egal ob mit Topcoat oder ohne (über das Design kam logischerweise einer drüber), der Lack hält gut! Zwar sieht man bei dunklen Lacken Tipwear immer etwas schneller, aber ich finde, dass sich das hier durchaus in Grenzen gehalten hat und durch das Design dann auch noch etwas übertüncht wurde. Für mich eindeutig mal wieder einer der richtig tollen Orlys - und ich bin schon ein bisschen traurig, dass der Markenmonat schon um ist...

Mittwoch, 27. April 2016

Orly "Birds of a feather" Lucky duck

Schon wieder eine Woche rum - die Zeit rennt momentan mal wieder unglaublich schnell - und es ist wieder Zeit für "Lacke in Farbe... und bunt!", heute mit Mittelgrün! Eigentlich würde das ja ganz gut in den Frühling passen, aber irgendwie macht sich ja momentan eher der Winter hier breit, es ist wieder ganz schön kalt geworden...

Trotzdem wird es heute auf den Nägeln grün und ich verbinde das mal wieder mit "Wir lackieren..." von Lotte und Tine, denn einen mittelgrünen Orly habe ich tatsächlich noch rumfliegen hier! "Lucky duck" aus der "Birds of a feather"-Kollektion steht auch schon ein paar Jährchen in meinem Schrank und heute darf er endlich auf den Blog.
Diesen Monat gab es ja schon einige Orlys und was die Lackiereigenschaften angeht, kann sich "Lucky duck" da gemütlich in die unkomplizierte Schiene einreihen: Der Pinsel wie immer Klasse, der Lack ein bisschen auf der flüssigeren Seite, im Auftrag absolut keine Probleme. Zu meiner Überraschung deckt der Lack schon in der zweiten Schicht (eigentlich dachte ich ja, dass ich aufgrund der Konsistenz und des recht geringen Weißanteils eine dritte brauchen würde, aber trotz relativ ungleichmäßiger erster Schicht war die zweite dann perfekt), die Trockenzeit ist in Ordnung - allerdings wird "Lucky duck" mit einem Topcoat noch ein bisschen glänzender als ohne. Das Originalfinish ist nicht wirklich stumpf, aber eben nicht gar so hübsch spiegelglatt, wie ich es mir gewünscht hätte.
Farblich ist das ziemlich eindeutig ein Grünton im mittleren Farbbereich - bei manchen Lichtverhältnissen könnte man ihm glatt einen leichten Blaustich unterstellen, aber der fällt insgesamt recht schwach aus. "Lucky duck" ist gar nicht so das knallige, intensive, quietschige Wiesengrün, sondern kommt ein bisschen gesitteter und erwachsener daher. Zwar strahlt die Farbe mit dem Cremefinish durchaus (und fällt auch deutlich auf - allerdings anscheinend nicht negativ, sondern sehr positiv, ich wurde zumindest auf der Arbeit mehrfach darauf hingewiesen, dass das doch eine sehr coole Lackfarbe sei), ist aber nicht so aufdringlich, sondern irgendwie smooth und brav. So ganz kann ich das nicht beschreiben, aber auf jeden Fall ist das kein sattes Wiesengrün, sondern ein sehr spezieller Grünton, der mir sehr gut gefällt!
Nachdem ich zwei Tage lang mit dem cremigen "Lucky duck" pur unterwegs war, musste natürlich noch ein bisschen was an Design drüber - denn so ein klitzekleines bisschen war da schon Tipwear zu sehen. Nach einiger Grübelei und der Suche nach dem perfekten Stampinglack (das ist auf solchen verhältnismäßig dunklen Farben gar nicht so einfach!) bin ich letztlich bei essence "don't be shy" gelandet und habe mit dem ein Blattmuster auf den Mittel- und Ringfinger gestempelt. So ein bisschen frühlingshaft wollte ich die Mani dann eben doch gestalten, auch wenn ich mir momentan morgens vor der Türe eher den Allerwertesten abfriere und von frühlingshaftem Wetter nicht viel zu sehen ist - die Natur macht sich eindeutig schon bereit, vor dem Büro blüht es wie wild und ich hoffe sehr, dass es demnächst auch wieder angenehmere Temperaturen bekommt.
Das Muster stammt von der BM-XL 13 und ließ sich mit "don't be shy" auch gut auf das dunklere Grün übertragen. Den Zeige- und Ringfinger habe ich mit meinem RdL-Topper mit irisierendem Glitter bepinselt und auch einige der Blattrippchen damit ausgemalt - letzteres sieht man aber nicht so wirklich gut, außer eben, dass es hier und da auf den Blättern ein wenig glitzert. Ich finde gerade die Farbkombination sehr stimmig, auch wenn das nun keine sonderlich auffällige Mani ist - aber immerhin bleibt so auch noch einiges vom Grundcharakter von "Lucky duck" erhalten und das Grün kommt noch immer schön durch. Mit Topcoat gehen zwar auch hier die Glitzerpartikelchen wieder ein bisschen unter, aber dafür sieht auch alles schön gleichmäßig aus.
Ich hab's ja schon ganz kurz angesprochen - am zweiten Tag hatte ich trotz Topcoat schon ein bisschen Tipwear. Keineswegs dramatisch (man sieht's hier auch am kleinen Finger recht gut), aber für mich Pingelchen schon ausreichend. Ich vermute, dass das auf die recht dünne Konsistenz zurückzuführen ist, kann aber auch mit zwei Tage Tragezeit sehr gut leben. Das Ablackieren war dank Cremefinish überhaupt kein Problem und "Lucky duck" ist mal wieder einer der sehr soliden Orlys!

Bevor hier gleich die Galerie aufgeht (ich bin schon sehr gespannt, was für Lacke wir heute zu sehen bekommen!) gibt es natürlich noch Farbvorgabe für nächste Woche - und nachdem wir mit Mittelgrün doch eher farbintensiv unterwegs waren, ist für kommenden Mittwoch mal wieder etwas Dezenteres für alle Nudefans angesagt: Beige ist gefragt!

Montag, 25. April 2016

Tausendschön - Kristina Ohlsson

Nach dem letzten Fantasy-Buch musste mal wieder etwas Spannenderes her und nachdem ich von "Aschenputtel" angetan wurde, wurde es Zeit, in der Serie um Fredrika Bergmann ein bisschen weiterzukommen - schließlich wartet ach der dritte Band schon auf mich! Zugute kam mir da die Deutsche Bahn, die mich auf einer Strecke von 20 Minuten vorsichtshalber mal über eine Stunde verbringen ließ, weil vor uns ein Zug genau auf der Weiche stand und nicht bewegt werden konnte... Und das nachts um halb eins - die perfekte Zeit zum Lesen!
"Tausendschön" setzt nicht direkt im Anschluss an den ersten Band an, sondern folgt nach ein paar Monaten, die einige bedeutsame Veränderungen für die Protagonisten mit sich gebracht haben: Peder ist inzwischen von seiner Frau Ylva (deren Namen ich ja konsequent falsch schreiben möchte) getrennt und ist auch seine Affäre los, Fredrika dafür hochschwanger und Alex nach dem letzten Fall wieder arbeitsfähig. Allerdings steht die Existenz des Teams aus organisatorischer Sicht anscheinend eher auf wackligen Beinen, was für die vorliegende Geschichte allerdings von untergeordneter Bedeutung ist und nur am Rande Erwähnung findet.

Das Ermittlerteam wird in diesem Band mit einem Fall - oder eher zwei Fällen - konfrontiert, die mit Blick auf die aktuellen politischen Entwicklungen brandaktuell sind: Es geht nämlich unter anderem um Flüchtlinge. Ein Pfarrerehepaar wird ermordet aufgefunden und was zunächst ein teilweise nachvollziehbarer, erweiterter Selbstmord zu sein scheint, entpuppt sich im Laufe der Ermittlungen als wahres Familien-, aber auch Gesellschaftsdrama. Neben dem angeblichen Suizid werden Alex, Peder, Fredrika und der Neuzugang im Team Joar noch mit einem weiteren Fall betraut: Ein Verkehrstoter ausländischer Herkunft, dessen Identität ersteinmal geklärt werden muss - und der natürlich im weiteren Verlauf auch entsprechend zum Mord am Pfarrer und seiner Frau Verbindungen aufweist.

Der Fall ist zwar durchaus komplex, als Leser hat man aber den einen oder anderen Bonus durch einige Einschübe aus anderen Perspektiven - die sind aber auch nicht allumfassend, sodass die Spannung in der Geschichte erhalten bleibt und man doch auch ein wenig mit den Ermittlern miträtselt. Allerdings stehen in diesem zweiten Band der Reihe die sozialen Rahmenbedingungen der handelnden Personen ein bisschen deutlicher im Vordergrund, zumal sie sich auf die Arbeit auswirken: Peder hat sich nicht so ganz unter Kontrolle und leistet sich einen Fauxpas, der ihm eine berufliche Rüge einbringt - und muss sich auch mit seinem Ego auseinandersetzen, das im neuen Kollegen einen Konkurrenten sieht... Fredrika hat nicht nur mit den körperlichen Folgen ihrer Schwangerschaft zu kämpfen, sondern muss sich auch noch mit ihrer Zukunftsplanung befassen: Die Situation mit dem Vater ihres Kindes ist nämlich nicht die einfachste.

Und auch Alex hat sein Päckchen zu tragen, welches sich aber vorwiegend auf die folgenden Bände auswirken wird. Ich muss sagen, dass ich "Tausendschön" sehr kurzweilig und die Verbindung von Ermittlungselementen und Privatleben der Hauptcharaktere sehr gelungen fand. Ein spannender, vertrackter Fall, der zum Nachdenken anregt und sowohl gesellschaftliche als auch persönliche Tragweite impliziert, gepaart mit kurzen Einblicken in die Lebenswelten der Protagonisten, die sie als Personen runder und nachvollziehbarer machen. Eine sehr stimmige Mischung, die auch Ecken und Kanten zulässt und mit ihrem Abschluss auch auf den folgenden Band neugierig macht. Der liegt bei mir auch schon bereit - ich will nämlich unbedingt wissen, wie es mit allen weitergeht!

"Aschenputtel" wurde mir kosten- und bedingungslos von Blanvalet zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 24. April 2016

Parrot Polish "Georgia Forest"

Zum heutigen Sonntag gibt es hier auf dem Blog ein kleines Double Feature von Lotte und mir - nach Ewigkeiten (um ganz genau zu sein nach einem Jahr und fast drei Monaten!) gibt es nämlich mal wieder zur gleichen Zeit den gleichen Lack! Es ist keineswegs so, dass wir nicht noch ein paar mehr Zwillinge hätten, aber irgendwie haben wir den Spaß in der letzten Zeit doch ein bisschen vergessen... Heute gibt's auf jeden Fall passend zu "Wir lackieren..." von Lotte und Tine einen Parrot Polish!

Eigentlich war "Georgia Forest" der Lack, den ich von meiner Thermobestellung am spannendsten fand, weil er den interessantesten Kontrast versprach. Den Bildern im Shop zufolge hätte ich ihn in den Bereich Beige bis Taubenblau eingeordnet - als ich das Fläschchen zu Hause hatte, war das Taubenblau leicht grünlich angehaucht und eher ein Petrol und vor allem sehr dunkel... Es versprach also, interessant zu werden.
Beim Lackieren gab es keinerlei Probleme, der Lack hat eine gute Konsistenz, der Pinsel fächert schön auf und verteilt den Lack gut, die Trockenzeit ist in Ordnung. Anscheinend hatte ich dieses Mal beim Lackieren ganz schön kalte Pfoten, denn von Thermoeffekt war erstmal eine geraume Zeit nichts zu sehen - es blieb alles recht dunkel auf meinen Nägeln. Das ist zumindest für die Deckkraftüberprüfung etwas ungeschickt, denn die dunklen Farben waren bisher nicht so wirklich das Problem - aber nachdem meine Frostfingerchen ein bisschen aufgetaut waren, hat "Georgia Forest" seine Farbe brav verändert und ich war doch ein bisschen überrascht. Denn statt eines hellen Beigetons erwartete mich doch ein etwas intensiverer Braunton - was für die Deckkraft immerhin hieß, das zwei Schichten hier ausreichend waren.
Das Finish ist wie gewohnt semimatt und mit winzigen Holopartikelchen gespickt und hat dieses Mal recht schnell eine Schicht Topcoat abbekommen, da mir das im Ergebnis doch deutlich besser gefällt und auch das Funkeln noch mehr rausholt. Farblich würde ich sagen, dass wir hier eindeutig bei einem Terrakottaton sind, der mit dem Beige im Shop recht wenig gemein hat.. Teilweise wird der Ton sogar richtig krass orangestichig, das habe ich allerdings nur unter heißem Wasser hinbekommen und partout nicht festhalten können. Der dunkle Ton ist hier durchaus noch als graustichiger Blauton zu erkennen, aber auch einige Nuancen dunkler als die Bilder im Shop vermuten lassen. Tja, da saß ich nun und wusste nicht so recht, was ich von "Georgia Forest" halten soll, denn so ganz sagt mir die Farbkombination nicht zu und vor allem gefällt mir dieses orangestichige Braunrot so ganz und gar nicht an mir...
Lotte hatte mir schon verraten, dass der Lack bei ihr das perfekte Taupe gewesen wäre und als ich draußen unterwegs war, konnte ich ihr da nur zustimmen - die Farbübergänge, die sich zwischen dem Terrakotta und dem Anthrazittaubenblaugrün ergeben (ich bin noch immer überrascht, wie unterschiedlich der Lack tatsächlich immer wieder wirkt!), sind wirklich grandios. Tatsächlich zeigt sich bei Abkühlung ein schöner Taupeton - den man übrigens auch dem Fläschchen entlocken kann, wenn man es ein bisschen ins warme Wasser stellt und dann wieder abkühlen lässt. Da ist der Ton sogar noch deutlich graustichiger und heller als auf den Nägeln, auf denen er durchaus einen eindeutig braunstichigen, intensiven Taupeton zeigt. Trotz großer Liebe zu matschigen Tönen kann ich allerdings diesen Farbnuancen bzw. ihrer Kombination nur bedingt was abgewinnen.
Wird es zunehmend kühler, verschwindet auch der warme, rotstichige Einschlag bei "Georgia Forest" und der Lack wird auf den Nägeln bei mir unter bestimmten Lichtverhältnissen tatsächlich sogar grünstichig - das wollte die Kamera nicht mehr so wirklich einfangen (oder ich war zu unfähig). Sehr gut bekommt sie aber den blaugrauen, kühlen Ton von "Georgia Forest" hin und im Bereich der Nagelspitzen kann man auch hier einen winzigkleinen Grüneinschlag erahnen (finde ich zumindest). Der kühle Ton des Lacks gefällt mir ganz gut, reißt mich aber irgendwie auch nicht so recht vom Hocker. Vielleicht liegt's daran, dass mir die Farbkombination mit diesem warmen Terrakotta momentan einfach nicht ins Schema passt und der Lack wohl im Herbst deutlich besser aufgehoben wäre - oder daran, dass ich doch ein bisschen was anderes erwartet hätte, aber mit diesem Lack hadere ich ganz schön herum... "Fehlkauf!" schallt es auch irgendwo in meinem Hirn...
Der Thermoeffekt ist natürlich ganz hervorragend zu sehen, "Georgia Forest" zeigt sich in den unterschiedlichsten Farbkombinationen je nach Temperatur, aber mich macht der Lack (momentan) einfach nicht glücklich. Die Haltbarkeit ist gut, das Ablackieren kein Problem - qualitativ gibt es da also nichts zu meckern; aber irgendwie haben wir uns wohl auf dem falschen Fuß erwischt und ich weiß gerade nicht, was ich mit dem Lack anstellen soll... Auf jeden Fall werde ich jetzt mal bei Lotte vorbeischauen und ihre Bilder und Meinung zum Lack unter die Lupe nehmen!

Freitag, 22. April 2016

Orly "Dazzling shimmers" Fantasea

Puh, wieder eine Woche zu Ende - und dieses Mal eine unglaublich ereignisreiche, von der ich noch nicht so recht weiß, was ich von ihr halten soll... Aber immerhin ist jetzt Freitag und ich habe zwei Tage Zeit, um etwas auszuspannen und mein Hirn vielleicht auch das alles verarbeiten zu lassen, was es so aus der Woche zu verarbeiten gibt - immerhin muss es sich jetzt nicht mit viel anderem beschäftigen!

Zum Freitag gibt's heute mal wieder einen Beitrag zu "Wir lackieren..." von Lotte und Tine, denn wenn mir etwas noch nicht ausgegangen ist, dann sind es die Orly-Lacke! Heute gibt es einen, von dem ich anfangs so gar nicht überzeugt war, der mich aber farblich nach dem Lackieren durchaus begeistert hat - ein echter Überraschungskandidat!
Die Rede ist von Orly "Fantasea", der von Orly selbst als lila-goldener duochromer Schimmerlack beschrieben wird - und damit liegen sie gar nicht mal so falsch. Man erkennt es schon schnell im Fläschchen, eine Ausgeburt an Deckkraft ist dieser Orly nicht und so dauert es auch dank der recht dünnflüssigen Konsistenz so einige Schichten, bis man ihn deckend auf den Nägeln hat. Ich habe letztlich vier lackiert, bis das Nagelweiß auch wirklich komplett überdeckt war - wer kürzere Nägel hat, wird gewiss auch mit mindestens einer weniger auskommen. Da der Lack recht flüssig ist, sollte man die Nagelspitzen sehr sorgfältig ummanteln, sonst hat man doch schneller Tipwear als einem lieb ist. Die Trockenzeit ist dafür vollkommen in Ordnung und der Lack kommt auch ohne einen Topcoat gut aus.
Was die Farbe angeht, legt "Fantasea" Schicht für Schicht an Intensität zu - die wirklich sheere, deutlich blaustichige lilafarbene Base ist nämlich vollgepackt mit goldenen (oder orangenen?) Schimmerpartikeln, die dazu führen, dass der Lack sein besonderes Farberlebnis mit sich bringt. Je nach Lichteinfall, kommt mal der lilafarbene Basiston etwas besser durch, mal stehen doch die Schimmerpartikel im Vordergrund und tauchen die Base in einen tollen, kupferfarben-orangenen Schimmer, der sogar einen ganz leichten Rosastich hat. Die Farbkombination ist sicherlich nicht gewöhnlich und hat mich anfangs etwas skeptisch gemacht - aber je länger ich "Fantasea" auf den Nägeln hatte, umso größer wurde die Begeisterung über dieses tolle Farbspiel. Ich hatte die Befürchtung, dass der Lack zu zart wäre - aber das hat sich nach einigen Schichten doch als Fehlschluss herausgestellt.
"Fantasea" ist definitiv einer der Lacke, bei denen sich das Schichten lohnt - wenn man ihn nicht vielleicht gleich auf einer passenden farblichen Base lackiert. Auf jeden Fall ist dieses tolle schimmernde und variierende Finish einfach ein Hingucker - und ich wusste anfangs gar nicht, was ich daraus noch so machen soll. Letztlich habe ich mich für ein Stamping mit der BundleMonster XL-12 entschieden (sozusagen die einfachste Methode, da Stempeln ja immer geht und selten wirklich was kaputt macht) und habe nur noch den perfekten Lack gesucht. Bei Catrice "Plum play with me" bin ich dann hängen geblieben und habe gehofft, dass das etwas intensivere Lila gut zu der Farbbasis von "Fantasea" passen würde - und das tut er ja nun wirklich ganz gut!
Der lilane Cremelack ist einen Hauch rotstichiger als "Fantasea" und kitzelt aus dem Orly eigentlich nur noch den orangenen (oder doch kupferfarbenen?) Schimmer heraus - das basale Lila geht mit dem Stamping irgendwie komplett unter und lediglich der strahlende Schimmer setzt sich noch gut sichtbar ab. So hatte ich das zwar nicht erwartet, allerdings wirkt die Farbkombination so noch immer wirklich toll und ich mag auch das Muster von BundleMonster, das ganz gut zu "Fantasea" passt und den Schimmer noch an genügend Zwischenräumen hervorlinsen lässt. Wirklich klasse finde ich auch, dass die Pünktchen in den Zwischenräumen sich auch gut auf die Nägel übertragen haben (das ist also kein Dreck da drin, sondern Absicht!) und das Muster so nicht nur auf die Entfernung gut wirkt, sondern auch von Nahem seine Besonderheiten hat.
Wie anfangs schon erwähnt, muss man bei "Fantasea" ein bisschen auf Tipwear aufpassen - und das ist auch schon das einzige Problem des Lacks. Ohne Topcoat nutzt er sich doch recht fix ab und korrigieren ist nur bedingt möglich, ansonsten kann ich mich über absolut nichts bei dem Lack beschweren. Die ungewöhnliche Farbzusammenstellung finde ich inzwischen absolut bombastisch und kann mir auch gut vorstellen, den Lack mal auf einer entsprechenden Farbbase als Topper zu nutzen...

Mittwoch, 20. April 2016

Illamasqua "Speckle"

Und schon ist irgendwie wieder Mittwoch - das ging diese Woche aber erschreckend schnell (zumindest meiner Ansicht nach)! Eigentlich würde ich mich ja auf die heutige Ausgabe von "Lacke in Farbe... und bunt!" nicht so wirklich freuen, denn Flieder gehört eher zu den Farben, die ich weniger grandios finde - aber ich habe einen tollen Lack für heute herausgesucht und freue mich, ihn endlich lackieren zu können!

Die Rede ist von Illamasqua's "Speckle", den ich mir im Januar bei tkmaxx zugelegt hatte, weil ich einerseits nicht so wirklich viel Flieder habe und andererseits der Lack mit den schwarzen Glitterteilchen einfach interessant ist - definitiv einer der spannendsten Fliederlacke, die mir untergekommen sind (was auch daran liegt, dass Flieder eben nicht meins ist)!
Endlich durfte "Speckle" also auf meine Nägel - und zwar mit einem "normalen" Pinsel, von dem sich die eckige Kappe abnehmen lässt. Mit dem kleinen Käppchen in der Hand lackiert es sich vielleicht ein bisschen angenehmer, für mich macht das aber keinen großen Unterschied. Der Lack selbst hat eine angenehme Konsistenz und lässt sich gut auftragen, auch wenn die Partikeldichte bei jedem Pinselstrich doch eine andere ist. Die erste Schicht ist eindeutig noch zu sheer und man sieht das Nagelweiß noch mehr als gut durch, mit einer zweiten Schicht wird die Deckkraft deutlich besser und könnte bei kürzeren Nägeln reichen; bei mir ist nach einer dritten Schicht alles hervorragend abgedeckt. Die Trockenzeit ist recht in Ordnung - allerdings gleicht sich der Lack nicht so wirklich gut selbst aus, sodass sich hier ein Topcoat durchaus empfiehlt.
Mit Topcoat wirkt "Speckle" etwas ebener - gar nicht, was die Glitterpartikel angeht, sondern eher mit Bezug auf den fliederfarbenen Basislack, der hier und da mal ein bisschen dicker wurde und eben nicht in ein planes Finish übergegangen ist. In der helllilanen Base schwirren ganz viele winzige schwarze Glitterpartikelchen rum, die sich sehr gut auf dem Nagel verteilen und dann noch größere schwarze Hexagons in zwei unterschiedlichen Größen. Ich würde behaupten, dass ist "normal" und "einen Hauch größer als normal", wobei letztere deutlich in der Unterzahl sind - aber man könnte auch einfach sagen, dass da schwarzer Hexglitter drin rumschwirrt. In Kombination mit den feinen schwarzen Partikelchen und der nicht perfekt deckenden fliederfarbenen Base ergibt sich ein tolles Ergebnis, das sogar mir fliederfarbene Nägel schmackhaft macht.
Die schwarzen Hexglitterteilchen sind je nach Schicht wirklich als Schwarz zu erkennen oder werden durch den fliederfarbenen Lack ein bisschen abgesoftet, liegen weiter im Hintergrund und stellen eher gräuliche Fleckchen dar. Das Finish ist auch durch die ungleichmäßige Verteilung der Partikelchen sehr abwechslungsreich, verändert sich auch mit jeder Schicht und für mich insgesamt spannend! Ein kleines bisschen sieht es so aus, als wäre "Speckle" ein schmutziger Lack, bei genauerem Hinsehen erkennt man aber, dass der Schmutz doch System hat... Obwohl mir der Illamasqua sehr gut gefallen hat, ist so ein pastelliger Ton trotzdem noch nicht in meinem absoluten Wohlfühlbereich und so war nach zwei Tagen (und dem begeisterten "Milka!"-Aufschrei auf der Arbeit) dann doch noch ein bisschen Pimperei angesagt. Ich wollte die Besonderheiten von "Speckle" nicht komplett übertünchen, also stellte sich die Frage, was ich mit dem Lack anstellen sollte...
Recht zügig bin ich dann beim Stampen gelandet und habe mit einem schwarzen Lack und der ÜberChic 6-02 eines der frenchähnlichen Muster auf die Nägel gepackt. Die Platzierung war nicht gar so einfach - irgendwie ist die Mitte des Nagels nicht unbedingt da, wo sie sein sollte (*hüstelchen* oder ich bin einfach zu doof zum Stempeln), aber im Großen und Ganzen sieht das doch ganz fesch aus. "Speckle" geht nicht unter, trotzdem hat der Lack eine kleine zusätzliche Besonderheit abbekommen und auch wenn das Schwarz des Stampings nicht perfekt mit dem Schwarz des Hexglitters im Lack übereinstimmt, finde ich das Design so stimmig und irgendwie süß. Beim nächsten Mal werde ich mal schauen, ob ich statt dem Stamping nicht lieber ein Decal aus dem Muster mache, das lässt sich dann auch noch besser auf dem Nagel platzieren und farblich etwas intensiver gestalten.
Insgesamt hat mich "Speckle" durchaus begeistert und mir schonmal die Lacke von Illamasqua schmachaft gemacht - ich habe ja noch zwei Lacke dieser Serie. Haltbarkeitsmäßig hat sich "Speckle" gut geschlagen, Tipwear war nicht übermäßig schnell zu sehen. Das Ablackieren ist dank der enthaltenen Hexglitterteilchen nicht gar so easy wie bei einem Cremelack, aber auch noch lange nicht so nervig wie bei einem reinen Glitterlack - wir kommen also gut miteinander klar!

Bei Ida gibt es dafür einen etwas kräftigeren Fliederton, der mir auch hervorragend gefallen würde - aber leider nicht in Massenproduktion zu haben ist:
http://heartshapeddream.blogspot.com/2016/04/melanies-frankenlack-amethyst-let-it.html
Heute wird es also frühlingshaft zart und ich bin schon sehr gespannt, welche Lacke alle so in der Galerie auftauchen werden. Ich möchte gerne auch nächste Woche noch im Frühling bleiben, aber dafür die Farbintensität ein bisschen verändern und kräftiger werden - für kommenden Mittwoch steht nämlich Mittelgrün auf dem Plan!

Dienstag, 19. April 2016

Flieder in Monaco

Oder wohl eher: Flieder aus Monaco, denn heute durfte für mein AMU die "Monaco"-Palette aus der "Mediterranean"-LE rausgekramt. Flieder ist außerdem die perfekte Gelegenheit, mal wieder bei "Purple my week" von Sally mitzumachen - denn meine Woche ist mit dem heutigen AMU und den morgigen Nägeln definitiv ganz schön lilalastig, auch wenn Flieder ja eine zarte und helle Version davon ist.
Als ich über einen fliederfarbenen Lidschatten nachgedacht habe, ist mir sofort die "Monaco"-Palette in den Sinn gekommen - mit "Lotus flower" ist da auch der perfekte, schimmernde Kandidat gefunden, die Frage war nur, was dazu kombinieren?

Da hat die Palette ja dankenswerrterweise auch einen passenden Ton im Angebot - deutlich dunkler, also perfekt für die Lidfalte geeignet, durfte "Moors treasure" noch mitspielen. Zu guter letzt habe ich noch einen meiner alten MNY-Lidschatten in einem hellen Taupe dazugenommen, um im Innenwinkel nicht zu hell und fliederig zu werden.

Dazu noch ein passender Lidstrich in leicht schimmrigem Schwarz und der mäßig gelungene Versuch, die untere Wasserlinie auch ein bisschen farblich anzupassen (irgendwie halten bunte Kajalstifte bei mir an der unteren Wasserlinie nicht - da macht auch der p2 Chrome Kajal in "Luminous quartz" keine große Ausnahme) - und das war's eigentlich schon mit der ganzen Zauberei. Ach ja, eine Lidschattenbase habe ich natürlich auch benutzt, die hat sich anscheinend aber vor dem Foto gedrückt...
Auf dem Lid habe ich erstmal großzügig "Lotus flower" verteilt - der schimmert wirklich ganz wild und intensiv,  hat einen leicht metallischen Einschlag und lässt sich schnell und einfach aus Auge bringen. Das innere Drittel habe ich ausgespart und da dann mit einem hell-schimmernden taupefarbenen Lidschatten von MNY gearbeitet, ansonsten wäre mir das einfach im Innenwinkel ein bisschen zu viel geworden. Die Lidfalte wollte ich mit "Moors treasure" abdunkeln und hatte eigentlich gehofft, auch mit dem matten Finish da einen gewissen Kontrast setzen zu können - aber Pustekuchen, dafür hatte ich vorher zu viel mit "Lotus flower" rumgepinselt. Die beiden Farben ließen sich wunderbar miteinander verblenden, allerdings ist der Schimmer hier doch dominanter geworden.
Am unteren Wimpernkranz habe ich auch "Moors treasure" aufgetragen und irgendwie hat der doch ganz schön viel von dem Brauneinschlag, den man im Pfännchen vermuten darf, verloren. Finde ich hier auch gar nicht schlimm, das passt hervorragend zu dem Fliederton, hat mich nur (mal wieder?) ein bisschen überrascht. Den farbigen Kajal auf der unteren Wasserlinie erkennt man nur mit ganz viel Liebe zum Detail - wirklich auffällig ist die Farbe nicht, ich fand sie allerdings ganz passend und dachte, es könnte einen Versuch wert sein. Dazu dann nur noch einen Lidstrich mit dem inzwischen bekannten alverde-Liner, der das Geschimmere auf dem Auge noch ein bisschen unterstreicht und die Wimpern getuscht - fertig ist das frühlingshafte Flieder und es sieht gar nicht mal so anders aus als das letzte lilalastige AMU....

Ich wage zu behaupten, dass ich da ein gewisses System in meiner Schminkerei erkenne *hüstelchen*... Auf jeden Fall hat mir dieses AMU wieder so richtige Lust aufs Schminken gemacht und das, obwohl ja Flieder nicht so mein präferierter Farbbereich ist. Trotzdem mag ich das AMU ganz gern, es könnte wohl nur insgesamt noch einen Ticken dunkler sein - aber das lässt sich ja vielleicht an anderer Stelle mal umsetzen, ich glaube, ich werde jetzt wieder ein bisschen mehr schminken!

Montag, 18. April 2016

Der verräterische Rückspiegel

Schon während der Fahrschulzeit hat mein Fahrlehrer immer angemacht, dass es nichts Wichtigeres gebe, als in die Rück- und Außenspiegel zu schauen, um den Verkehr immer im Auge zu behalten. Anscheinend habe ich mir das schon früh zu Herzen genommen, denn ich bin definitiv ein Spiegelgucker vor dem Herren - und da ich momentan auch viel mit dem Auto unterwegs bin, habe ich auch mehr als genug Gelegenheiten, um mich köstlich über das zu amüsieren, was ich da so sehe...

Klar, ab und an schaut man selber auch mal in den Rückspiegel, um zu checken, ob die Frisur sitzt, ob man gerade eine Wimper im Auge hat, der Lippenstift verschmiert ist oder das Blush nicht doch ein bisschen zu intensiv ist. Meistens schaue ich aber in den Rückspiegel, weil der Blick nach vorne sich nicht verändert und so langsam langweilig ist, der Blick nach hinten allerdings noch wichtige Informationen liefern könnte. Auf der Autobahn ist das nur mäßig spannend, der Rückspiegel verrät mir, ob gerade jemand intensiv versucht, die Schrift auf meiner HU-Plakette zu entziffern, irgendein Irrer mit 250 Sachen auf der linken Spur angeschossen kommt oder mal wieder ein Horst nicht weiß, wie er seinen Blinker zu nutzen hat, bevor er sich in die viel zu kleine Lücke vor einem anderen Auto schiebt...

Aber im Stau (und auch den darf ich leider zu meinem Missfallen in letzter Zeit mehr als auskosten) passieren dann doch immer mal wieder interessante Dinge - und gerade da sind die Spiegel die einzige Abwechslung, da man nach vorne einfach nur rote Rücklichter sieht. Ab und an liefern die Spiegel die wichtige Information, dass gerade ein Rettungs- oder Abschleppwagen versuchen, durch die nicht vorhandene Rettungsgasse zu fahren (wird das in der Fahrschule nicht mehr gelehrt oder wieso weiß das kaum noch einer?), aber sonst ist da meistens der übliche Wahnsinn zu finden: Die Fahrerin, die die Gelegenheit nutzt, mal fix ihren Lippenstift nachzuziehen, Mascara nachzulegen oder sich die Haare noch etwas hochzutoupieren. Der Geschäftsmann, der genervt in seine Freisprecheinrichtung gestikuliert (ganz besonders intensiv und ich frage mich immer, ob der wohl einen Videochat hat? Aber dann starrt er doch die ganze Zeit nur geradeaus..), die Krawatte zurecht rückt und vielleicht nochmal den Laptop auf dem Beifahrersitz bedient.

Dann gibt es noch die Generation, die einfach ihr Taschenbuch oder den Kindle aus dem Rucksack holt und den gemütlich auf dem Lenkrad platziert; die junge Familie, die die Gelegenheit nutzt, die Kiddies auf dem Rücksitz mit Spielzeug, Säftchen und Gummibärchen zu versorgen; die Rentner, die leicht konsterniert nur nach vorne starren und es vorziehen, lieber nicht miteinander zu reden, sondern es sich mit den Nackenhörnchen gemütlich zu machen; diejenigen, die genüsslich in ihr Sandwich beißen, sich die Minitomaten in den Mund werfen und an ihrem Coffee to go schlürfen; das junge Pärchen, das die Situation nutzt, um nicht nur liebevolle Worte, sondern auch Körperflüssigkeiten auszutauschen (und darüber natürlich vergisst, dass man mal weiterfahren sollte, wenn es vorwärts geht und daraufhin ein Hupkonzert auslöst) und dann gibt es noch die Dinge, die man wirklich nicht sehen wollte.

Zum Beispiel die Leute, die sich ihre Pickel mit Hilfe des Rückspiegels ausdrücken. Oder der erwachsenen Mensch beim Nasepopeln. Und damit meine ich nicht das verschüchterte Abwischen der Nase oder ein leichtes Reiben, nein, ich meine den Kerl, der sich den kleinen Finger bis zum Ansatz in das Nasenloch steckt und darin herumstochert, als ob es dort Gold zu finden gäbe. Dann den Finger herauszieht - und ja, die meisten wissen wohl, was jetzt kommt - den Popel am Finger anschaut und ihn sich genüsslich in den Mund steckt. IGITT! Sowas will ich ja wirklich nicht sehen - vor allem, wenn er dann noch den Finger ableckt und ihn gleich wieder ins Nasenloch befördert, um weiter nach Gold oder Öl zu bohren. Mal ehrlich - ja, wir sitzen IM Auto. Ja, es interessieren sich eher wenige Leute dafür, was in dieser Blechschüssel vor sich geht, die meisten sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt - aber dann sämtlichen Anstand verlieren und vergessen, dass man doch im öffentlichen Raum ist? Muss das denn sein?

Ich meine, ich bin auch peinlich  beim Autofahren, gröhle falsch zu lauter Musik mit, wackele grendzebil vor mich hin (weil tanzen geht im Auto ja schlecht) und rege mich über dämlich fahrende Menschen auf - aber trotzdem weiß ich, dass ich da praktisch in einem Glaskasten durch die Gegend fahre und mich nicht total daneben benehmen sollte... Bei Kindern verstehe ich ja Nasepopeln noch (meine aber auch, mich intensiv zu entsinnen, dass die Eltern dann immer versuchen, den Zwergen das abzugewöhnen - vor allem in der Öffentlichkeit), aber bei erwachsenen Menschen, die das sicherlich nicht mitten auf dem Marktplatz auch tun würden? Also ehrlich... Und das Schlimme ist - man sollte ja trotzdem weiterhin in den Rückspiegel gucken, auch wenn man da manchmal Dinge sieht, die einem dann partout nicht aus dem Kopf gehen...

Sonntag, 17. April 2016

Orly "Fired up" Smolder

Momentan habe ich irgendwie eine eindeutige Tendenz zu roten Lacken - nach dem knalligen "Cherry creme" von Freitag gibt es heute nämlich gleich wieder Rot, wenn auch ein ganz anderes. Dankenswerterweise ist allerdings meine Auswahl auch an roten Lacken bei Orly nicht zu verachten, sodass ich mit dem Mottomonat zu "Wir lackieren..." von Lotte und Tine gemütlich weiter machen kann.

"Smolder" stammt aus der "Fired up"-Kollektion von Orly von 2012 und ich bilde mir ein, dass ich den Lack irgendwann mal bei tkmaxx mitgenommen habe. Die haben seit geraumer Zeit eine wirklich gute Auswahl an Orly-Lacken und man findet immer wieder mal ein richtiges Schätzchen.
Eigentlich muss ich ja gar nichts mehr zum Lackieren der Orlys sagen, denn da wiederhole ich mich immer wieder: Lack mit toller Konsistenz, Pinsel perfekt, Auftrag unproblematisch, Käppchen wie immer grandios. "Smolder" deckt mit zwei Schichten perfekt, wenn man die erste dicker lackiert, könnte das auch schon reichen, allerdings bekommt er mit der zweiten Schicht viel mehr Tiefe und das lohnt sich eindeutig. Die Trockenzeit von "Smolder" ist gewohnt angenehm kurz, man hat genug Zeit, um gegebenenfalls ein bisschen zu korrigieren (was aber nicht wirklich nötig ist), muss aber nicht zu lange warten, bis der Lack antrocknet. An den Tips sollte man sorgfältig arbeiten, sonst zeichnet sich da schnell Tipwear ab, aber auch das ist ja bei Schimmerlacken nichts Neues.
Farblich ist "Smolder" ein traumhaftes, dunkles Rot, das mit einem zauberhaften Schimmerfinish daher kommt. Der Glanz des Lacks ist auch ohne Topcoat toll und zeigt das Glühen, das der Lack durch den Schimmer mit sich bringt. Teilweise scheint es so, als wäre der Lack minimal streifig - bei genauerem Hinsehen wird aber deutlich, dass das überhaupt nicht der Fall ist und der Orly ein gleichmäßiges, rotschimmerndes Finish hat, das einfach nur traumhaft ist. Der leicht hellere Schimmer zeigt sich schon im Fläschchen deutlich und kommt auch auf den Nägeln sehr gut raus - ich hätte mich ja sehr über ein paar Sonnenbilder gefreut, aber die war mal wieder nicht zur Stelle, als ich beim Knipsen war. Auf jeden Fall ist "Smolder" ein traumhafter, tiefroter Lack und wirkt gleichzeitig edel durch die Farbe, aber auch spannend durch den Schimmer.
Die große Frage war dann, was ich aus diesem tollen Rot machen sollte - mir fiel nämlich partout kein passendes Stampingmuster ein und farblich war ich mir auch sehr unsicher... Für Decals ist der Lack eigentlich zu dunkel - also habe ich mich an ein bisschen Freihandpinselei versucht (für die ich bekanntlich nur wenig Talent habe). Ich wollte ein bisschen was mit "Ice cubes", dem hellen Topper von misslyn machen und habe da leider festgestellt, dass es mit der Deckkraft nicht so wirklich weit her ist - aber da war es auch schon zu spät und der Topper auf den Nägeln... Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich das Ganze nur zweifarbig mache und die Tips mit "Ice cubes" bepinsele, aber das sah doch nicht gar so geschickt aus, also habe ich den Lack an der einen Seite bis zum Nagelbett hochgezogen. Mit dem Ergebnis war auch nicht ganz glücklich, weil die Übergänge so deutlich waren - also wurde hier kaschiert.
Und zwar mit "Vinyl" von Orly, der die beiden Farben gut voneinander abgrenzt und dann noch mit dem Dotting-Tool für ein paar Pünktchen genutzt wurde. wozu dieser Schnörksel zwischen drin dann noch dienen sollte, weiß ich selber nicht mehr genau - aber ich dachte, das könnte eine gute Idee sein... Inzwischen bin ich da anderer Ansicht, aber es ist nunmal so auf den Nägeln gelandet. Sieht sicherlich nicht total schrecklich aus, aber mich nervt es, dass der Topper so ungleichmäßig auf den Nägeln ist und man die Lackbasis teilweise doch mehr als gut durchsehen kann. Für mich mal wieder der perfekte Beweis dafür, dass ich von freihändigen Geschichten lieber die Finger lassen sollte - dafür fehlt mir nämlich das Talent sowohl was die Kombination als auch die Ausführung angeht.
Für meine Unfähigkeit kann aber "Smolder" natürlich nichts - der Lack ist nach wie vor ein tolles Rot, das auch haltbarkeitsmäßig eine gute Figur macht. Beim Ablackieren gab es auch keinerlei Probleme, sodass einem weiteren Einsatz des Lacks absolut nichts im Weg steht - gerade so ein dunkler Rotton passt zu allem und ich werde "Smolder" mal für den Herbst etwas intensiver vormerken.