Montag, 29. Februar 2016

Skalpelltanz - Jenny Milewski

Das einzige Buch, das ich im Februar gelesen habe ist eines, an dem wohl auch die "Skandinavien-Ecke" in meinem Buchladen schuld ist, denn obwohl der Name der Autorin nicht unbedingt darauf hinweist, ist Jenny Milewski Schwedin! Das Cover von "Skalpelltanz", ihrem Debut-Thriller, gehört auch zu der Sorte, die mich immer wieder auch auf den Klappentext schauen lässt (irgendwie sind in den letzten Jahren so einige Bücher ähnlich gestaltet!). Im Gegensatz zu den meisten anderen, fand ich aber hier die Kurzinformation interessant und spannend, also wanderte das Buch auch auf meine Wunschliste.
"Skalpelltanz" ist eigentlich der Titel eines Buchs, das Milewskis Protagonist, der Autor Jonas Lerman, über den psychopathischen Chirurgen Carl Cederfeldt geschrieben hat. Es gibt in Milewskis Geschichte also ein Buch im Buch, aus dem auch einige Passagen zitiert werden. Wie es sich für eine mordlastige Horrorstory gehört, sind diese Beschreibungen auch recht detailliert und blutig, allerdings kann man sie auch getrost überspringen, denn sie tragen nur wenig zur eigentlichen Handlung bei (wobei mich ja das "Originalbuch" schon auch interessiert hätte...) - jedoch wird auch die Hauptstory im Verlauf immer blutiger, ist also nichts für zart Besaitete.

Nach riesengroßem Erfolg mit den Erzählungen um Carl Cederfeldt beschließt Jonas, dass es Zeit für etwas Neues wird und schafft den mörderischen Chirurgen sozusagen ab. Sein neuer Roman ist auch durchaus erfolgreich - aber das Publikum (und sein Verleger) will Carl zurück, der bisher der Garant für Jonas' Erfolg war. Der Autor befindet sich allerdings in einer Schaffens- und Sinnkrise (soll er wirklich weiter blutrünstige Mädchenmorde zu Papier bringen oder will er sich nicht doch eher "normaleren" Geschichten widmen?), die von einer Schreibblockade gekrönt ist: Es will einfach kein Wort aufs Papier und schon gar keines über den mordenden Carl.

Bis eines Tages wie auf magische Weise in Jonas' Hirn ein Schalter umgelegt wird und er wieder schreiben kann - oder eher schreiben muss. Wie besessen bringt er etwas zu Papier, es handelt natürlich von Carl und seinem blutigen Geschäft - und passiert in verblüffender Ähnlichkeit auch in der Realität! Es geschieht nicht nur ein Mord, Jonas sieht auch Carls Hummer auf der Straße und findet Teile seine Kleidung - was ihn dazu bringt, an seiner geistigen Verfassung zu zweifeln (zu recht!). Ist seine Romanfigur etwa lebendig geworden, ist er selbst verrückt und lebt seine Fantasie aus oder ist das alles nur ein seltsamer Zufall? Jonas versucht dem Ganzen auf den Grund zu gehen und gräbt dabei in seiner Vergangenheit, die so einige Seltsamheiten offenbart.

Etwa bis zu diesem Punkt fand ich die Story ganz interessant - teilweise sind die Darstellungen zwar etwas langatmig und detailverliebt, ohne relevant zu sein, aber aus meiner Sicht noch im Rahmen. Als Leser denkt man mit, sammelt Indizien und grübelt, ob Jonas ernsthaft gestört und ein Serienmörder ist, ob er sich das alles nur einbildet oder ob doch etwas ganz anderes dahintersteckt. Die handelnden Personen sind mehr als nur grob skizziert und auch wenn Jonas Lerman kein absoluter Sympathieträger ist (dafür hat er doch ein paar zu viele Kanten, vor allem moralischer Natur, abbekommen), ist er auch nicht so unsympathisch, dass man ihn gleich abschreiben will. Gerade sein Problembewusstsein für ethisch-moralische Ansprüche an Literatur und auch seine Versuche, mit Niederschlägen umzugehen bringen ihm doch wieder ein paar Pluspunkte ein. Aber auch andere Charaktere sind nachvollziehbar dargestellt, sodass die Welt um Jonas schnell Farbe bekommt und man beim Lesen das Gefühl hat, sich ein angemessenes Bild machen zu können.

Vom Ansatz her bringt Milewski hier wirklich eine gute, wenn auch nicht wirklich neue, Idee ein - der Schreiberling, der von seiner Figur verfolgt wird (das kann man ja auf so vielen Ebenen sehen!) und sich mit ihr auseinandersetzen muss. Leider ist das Ende von "Skalpelltanz" entweder an den Haaren herbeigezogen oder ganz schlecht vorbereitet (das kann man nun sehen, wie man will), mich hat es auf jeden Fall nicht überzeugt. Sicherlich ist es nicht leicht, wieder auf den richtigen (Erzähl-)Weg zu finden, wenn man einige falsche Fährten gelegt hat, aber plausibel und nachvollziehbar sollte das Ganze dann doch bleiben - und genau das hat hier für mich gefehlt. Ich war vom Ende nicht nur enttäuscht, ich habe es schlicht und ergreifend (vor allem nach Einbezug des Epilogs) nicht so recht verstanden und das Gefühl, dass noch so ein paar Fragen offen sind. Das mag auch daran liegen, dass einige Erzählstränge (oder Teile davon) einfach nicht aufgelöst wurden, sondern stillschweigend beiseite gelegt wurden, was ich ebenfalls sehr schade fand.

Kurzum ist Milewski aus meiner Sicht einfach hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hat das Potenzial, das ihre Story hatte nicht ausgeschöpft. Man kann sich das Buch durchaus mal gönnen, aber zu meinen Lieblingsthrillern wird es sicherlich nicht werden, dafür sind mir da doch ein paar Schnitzer zu viel drin.

"Skalpelltanz" wurde mir kosten- und bedingungslos von Heyne zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 28. Februar 2016

essie "Dive bar" Sexy divide

Zum Ende des Monats gibt's hier nochmal einen essie (jaja, das ist tatsächlich schon der vierte und ich hätte sogar noch welche gehabt, konnte die aber partout nicht in meinem Lackierplan unterbringen) - natürlich für "Wir lackieren..." von Lotte und Tine (die meinen heutigen Lack auch schon selbst gezeigt hat), aber auch passend zu den "LilaLauneLacken" von gepunkteter.nagellackblog, Lack n Roll und Susi Kinkerlitzchen.

Rumdumschlag was Blogaktionen angeht, sozusagen - und mein Protagonist heute ist "Sexy divide", der als lilaner Lack natürlich eine Diva sondersgleichen ist, was Bilder angeht! Nicht, dass er sich nicht fotografieren ließe wie Frau Katze, nein, nein - aber die Farbe auch nur halbwegs so hinzukriegen, wie sie auf den Nägeln aussieht, ist wirklich eine Kunst (die ich nicht so wirklich beherrsche).
Mein "Sexy divide" hat noch einen schmalen Pinsel, lässt sich aber damit problemfrei lackieren. Die Konsistenz ist toll, die Deckkraft eigentlich auch in Ordnung. Nach zwei Schichten (dünne, wie immer) war ich mit der Abdeckung meines Nagelweißes zufrieden und da der Lack auch mit einem ganz hübschen Glanz trocknet, habe ich mir den Topcoat gespart. Die Trockenzeit ist zwar nicht sehr kurz, liegt für mich aber noch im akzeptablen Rahmen. Bis dahin kann man also nicht ganz verstehen, warum gerade dieser Lack die 666 als Nummer hat, aber kaum holt man die Kamera raus, wird klar, warum es sich hier um ein teuflisches kleines Biest handelt... 
Bei Lilatönen hat man es ja selten einfach, aber "Sex divide" mit seinem hübschen, schimmernden Finish macht einem das Leben so richtig schwer, denn meistens kommt er blaustichig raus, obwohl er das eigentlich gar nicht ist. Insgesamt fehlt ihm bei mir auch noch eine gute Portion Rotstich, denn der Schimmer ist eher ein intensiver Magentaton und nicht dieses leicht kühle Pink - aber das habe ich einfach nicht hinbekommen. Fakt ist, dass "Sexy divide" ein traumhaftes, leicht angedunkeltes, rotstichiges Lila ist (ich würde behaupten, dem Cupcake gar nicht so unähnlich, nur eben dunkler und ein wenig satter), das sich mit dem feinen Finish wirklich sehen lassen kann! Man könnte das Finish zwar als minimal streifig bezeichnen - aber dafür muss man schon sehr genau hinschauen.
Mich hat die Farbe auf jeden Fall sehr begeistert und das, obwohl ich ja nicht wirklich eine essienista bin. Aber "Sexy divide" gehört für mich zu den Lacken, die das gewisse Etwas haben und bei denen essie sogar mich erwischt - und davon gibt es nicht allzu viele... Auf jeden Fall war ich dann auf der Suche nach der passenden Verzierung und für den Stamping Sonntag von Lilalack konnte es ja nichts anderes als eine Stempelei werden. Dieses Mal wieder mit ÜberChic und zwar mit der 6-02 Platte, die neben den Ganznagelmotiven auch ein paar kleinere Ornamente hat. Hier habe ich mir die zwei passenden Muster ausgesucht und zwar nicht ganz symmetrisch, aber doch halbwegs erkennbar auf den Ringfinger das kleinere und auf die übrigen Nägel das größere Rautenmotiv gestampt.
Mit Rival de Loop Young "Walk of fawn" war das kein Problem, auch wenn der Lack den Holoeffekt bei normalem Licht nicht so wirklich ausgeprägt zeigt. Bei wechselnden Lichtverhältnissen oder eben im Blitzlicht erkennt man das schon viel besser und ich mag den Kontrast zu dem essie doch recht gern. Beim Muster war ich mir anfangs unsicher, aber die Kombination aus einem einzelnen Element und gefällt mir doch ganz gut. Die ÜberChic-Platten haben da noch ein paar andere Varianten zu bieten und die werde ich bestimmt demnächst mal ausprobieren (wenn ich wieder bei meinen Platten bin *sigh*). 
Mit Blick auf die Haltbarkeit hat sich "Sexy divide" eigentlich auch ganz akzeptabel geschlagen, die Tipwear hat sich hier doch im Rahmen gehalten. Mit Topcoat ließe sich da bestimmt noch mehr machen, aber viel länger als drei Tage will ich meine Lacke meistens gar nicht tragen und das ging sich hier noch aus. Ablackieren dafür kein Problem - so wünscht man sich das! Von der Knipsproblematik abgesehen, ist der Gute hier also durchaus das essie-Geld wert...

Samstag, 27. Februar 2016

101 im Februar, die Dritte

Schaltjahr hin oder her - der Februar ist fast vorbei und es wird Zeit für mein erstes 101 im neuen Job! Bisher flogen die Monate nur so an mir vorbei und jetzt kann ich kaum glauben, dass erst vier Wochen rum sind. Es ist wahnsinnig viel passiert, ich war viel unterwegs, habe unglaublich viele neue Eindrücke gewonnen, Menschen kennengelernt und hatte zumindest in den letzten beiden Wochen superviel zu tun.

Darum befürchte ich auch, dass es mit dem 101 nicht gar so glorreich aussehen wird, ein paar Sachen (unter anderem auch der Blog) sind mir doch ein bisschen zu kurz gekommen...

6. neues Bett (0 / 1)
7. neuer Kleiderschrank (0 / 1)

Ich war vorletzte Woche tatsächlich in zwei Möbelhäusern, um mal so ein bisschen zu gucken, wie es mit Schlafzimmern aussieht - und ich befürchte Schlimmes. Zwar gab es den einen oder anderen hübschen Schrank, aber die Betten fand ich alle grausam. Die Auswahl war zwar alles andere als klein, aber begeistert hat mich da einfach nichts. Ich habe zwar noch ein bisschen Zeit, bis ich "richtig" umziehe - aber so manche Möbel brauchen ja auch ihre Zeit, bis sie geliefert werden... Notfalls kann ich zwar auf meiner Couch schlafen, aber irgendwann will ich ja doch wieder ein ordentliches Bett!

14. Nagellacke maximal (50 / 100) 

Während es hier im Januar hoch her ging, war im Februar totale Flaute angesagt - was aber vorwiegend daran liegt, dass ich auch einfach keine Zeit hatte, irgendwo nach Lacken zu schauen, weil ich doch sehr mit der Arbeit beschäftigt, viel unterwegs oder einfach viel zu müde war, um noch aus dem Haus zu gehen.

15. Duschgels aufbrauchen (12 / 15)

Noch nicht ganz leer, aber bald - spätestens Anfang März! Und beinahe hätte ich auch vergessen, mir ein zweites Duschgel von zu Hause mitzunehmen (da stehen ja noch mehr als genug rum!). Es wäre zwar kein Drama gewesen, ein neues zu kaufen - aber eben absolut unnötig!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (104 / 142)

Auch das hat nicht ganz so gut geklappt, wie gehofft - Sonntags bekomme ich das noch am ehesten hin, aber ansonsten bin ich viel zu platt, um abends noch lange genug wach zu bleiben und nicht einfach mit eingecremtem Gesicht in die Kissen zu fallen... Meine Haut scheint das aber alles gar nicht so schlimm zu finden.

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/01/anny-140-south-beach.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/make-up-factory-125-porcelain-white.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/backup-essence-color-go-quick-drying.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/rival-de-loop-young-hollywood-fever-03.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/nicole-by-opi-kardashian-kolor-khloe.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/essie-mirror-metallics-blue-rhapsody.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/backup-rdy-p2-ready-to-wear-brown.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/catrice-luxury-lacquers-sandsation-c08.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/priti-nyc-632-bachelors-buttons.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/essie-master-plan.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/essie-damsel-in-dress.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2016/02/kleancolor-09-cobalt.html
Tja, dieser Monat war (wie zu erwarten) sehr stampinglastig - das geht momentan einfach am schnellsten und ich habe hier nicht so wirklich viel Platz, um mein ganzes Nailartzeugs mit mir rumzuschleppen (gestern hätte ich z.B. gerne meine Glitterdöschen hier gehabt - aber nix ist!). Mir gefällt vor allem das Stamping auf dem Make up Factory Lack und ansonsten bin ich von meinem blauen Bogendesign (mal wieder) begeistert. Eigentlich wird es jetzt auch mal wieder Zeit für ein paar Waterdecals, mal sehen, ob ich die im März unterbringe!

41. Klamotten ausmisten (0 / 1)

Fertig bin ich damit definitiv noch nicht, aber es ging ein bisschen was in Hamburg voran - jetzt muss ich die große Tüte nur noch in einen Altkleidercontainer schmeißen, dann kann ich am nächsten Wochenende weiter ausmisten. Allerdings frage ich mich ja, ob ich so viel gewachsen bin oder die Shirts geschrumpft - denn ich habe einige, die doch extrem bauchfrei sind (und ich bin mir zu 100% sicher, dass sie das vorher nicht waren!)...

51. Bücher lesen (63 / 60)

Wenn mir diesen Monat etwas abgegangen ist, dann war es die Zeit zum lesen! Die Wochenenden waren meistens eher eng, da ich doch ein paar Vorbereitungen treffen (und Essen einkaufen!!!) musste, da blieb nur wenig Zeit zum schmökern. Und unter der Woche bin ich abends meistens zu platt, um mir noch ein Buch zu schnappen. Lediglich eines, "Skalpelltanz" von Jenny Milewski habe ich gelesen und wenn ich es schaffe, gibt es die Review dazu am Montag.

59. in den Zoo gehen (2 / 5)

Das hatte ich eigentlich für heute geplant - aber dann hat meine Begleitung leider abgesagt und alleine wollte ich dann nicht so recht... Also ging es ab an den Rhein und in die Kölner Innenstadt, ein paar Besorgungen machen. Dabei wäre das traumhafte Wetter heute wirklich perfekt gewesen!

60. Sport machen (393 / 514)

Eigentlich hatte ich Anfang Februar echt gut angefangen - aber dann war ich nach der Arbeit einfach viel zu müde, um noch irgendwas zu machen und bin lieber in mein Bett gefallen... Wenn man frühs um halb sechs aufsteht, wird der Tag auch einfach nicht lang und meine Motivation sinkt dann auch drastisch. Also noch immer ein Minus, aber so langsam gebe ich die Hoffnung auf, da jemals wieder auf schwarze Zahlen zu kommen.

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (26 / 32)

Auch wenn er schon lange her ist - einen Tag gab es tatsächlich, an dem ich alle viere von mir gestreckt habe und absolut nichts tun musste. Wenn man ansonsten zwei Tage am Wochenende mit dem Auto unterwegs ist, ist das schwieriger...

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (26 / 32)

79. neue Rezepte ausprobieren (35 / 50)
 
Absoluter Stillstand hier - was aber auch daran liegt, dass ich zweieinhalb Wochen keine Küche hatte und jetzt erstmal wieder so etwas wie einen passenden Tagesrhythmus finden muss. Und Kochgeschirr mitbringen, sonst wird das auch etwas schwierig mit dem Kochen...

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (13 / 25) 

Da ich mich in Hamburg auch irgendwie mit essen versorgen muss, war ich immerhin ein Mal diesen Monat auf dem Markt. Wo ich in Köln in der Nähe einen Wochenmarkt habe, muss ich erst noch herausfinden...

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (26 / 32)

Beinahe wäre mir der Fisch durchgegangen - wäre da nicht ein toller Abend mit Kollegen beim Japaner gewesen. Lachs, Butterfisch und Heilbutt - zwar keine Riesenportionen, aber zumindest ein bisschen Fisch für mich. Jetzt mit vorhandener Küche kann ich aber auch selbst wieder den Teriyaki-Lachs anpeilen.

Erkenntnis des Monats: Mein Gott, was war ich unzufrieden in meinem alten Job! Das wird mir jetzt erst so richtig klar, weil ich trotz unsäglich frühem Arbeitsstart keineswegs grummelig oder schlecht gelaunt zur Arbeit gehe und mich Sonntags (ohne Scheiß!) tatsächlich auf die Arbeit am Montag freue. Jetzt nicht so, dass ich unbedingt mein Wochenende dafür aufgeben wollte, aber der Monat ist auch bei Weitem nicht mehr so schlimm wie früher. Ich hoffe ja sehr, dass das anhält, aber die Rahmenbedingungen dafür stimmen einfach.

Freitag, 26. Februar 2016

Kleancolor 09 Cobalt

Heute bin ich ja mit meinem Beitrag zum "Blue Friday" doch ein bisschen spät dran - aber irgendwie habe ich noch nicht so wirklich raus, wie ich hier halbwegs akzeptable Fotos machen kann. Die Fenstersituation ist nicht optimal und das Wetter ist zwar vormittags traumhaft, aber kaum geht es gen Feierabend zu, wird der Himmel auch wieder grau...

Trotzdem gibt es heute ein Blau und zwar eines, das mal wieder von der eher dunkleren Sorte ist, aber immerhin noch nicht ganz düster. Das einzige Manko an dem Lack, ist die mit der Marke verbundene olfaktorische Belästigung, denn die Farbe ist ein absoluter Traum in Blau!
Mit diesen Minifläschchen von Kleancolor werde ich auch nicht so wirklich warm - ich weiß einfach nicht, wie ich die geschickt halten soll! Beim Lackieren geht das noch, obwohl der Pinsel eher klein ist, komme ich recht gut mit ihm zurecht. Zwar muss ich hier für nur einen Nagel mindestens zwei Mal ins Fläschchen stippen, aber der Lack ist flüssig genug und trocknet auch nicht so schnell an, dass an nicht auch noch kurz korrigieren könnte. Die Deckkraft ist auch sehr gut - wer geschickt ist, etwas dicker und gleichmäßig lackiert, ist eigentlich schon nach einer Schicht fertig. Ich habe mal wieder zwei lackiert , was dank akzeptabler Trockenzeit allerdings auch kein Problem ist. Das Finish ist von sich aus schon recht eben und glatt, sodass ich auf einen Topcoat verzichtet habe.
Zur Farbe kann ich nur sagen, dass die Namenswahl mit "Cobalt" eindeutig perfekt ist - der Farbton strahlt richtig, auch wenn er hier auf den Bildern eigentlich einen Hauch zu hell rüber kommt. Mit dem feinen Schimmer ist das Finish auch alles andere als langweilig - ein Kollege ließ sich zu einem "Hui, was für ein Metallic-Blau!" hinreißen - aber sehen wir ihm einfach mal nach, dass er keine Ahnung von Nagellackfinishes hat!. Es ist zwar nicht wirklich ein metallic-Finish, wäre aber als Autofarbe wohl tatsächlich ein Metallic-Blau. Auf jeden Fall finde ich die Farbe grandios, ein mittelblauer Ton mit einer leichten Tendenz ins Dunkelblau - eindeutig einer der typischen Lenalacke!
Mit so einem Blau kann mich ja pur schon sehr glücklich machen - aber irgendwann wird das dann doch auch ein kleines bisschen langweilig. Da ich momentan ja auch nicht alle Utensilien hier parat habe, war also die Frage, was ich aus dem Blau designmäßig machen wollte - schon wieder stempeln wollte ich irgendwie nicht, mein Striping-Tape habe ich nicht gefunden (oder vielleicht habe ich es auch gar nicht mitgenommen *hüstelchen*), aber dafür fiel mir einer meiner neuen Pinsel in die Hand. Also habe ich beschlossen, mich mal am Freihandgepinsele zu probieren, wobei meine Kompetenzen da doch sehr eingeschränkt sind. Nach den ersten Pinselstrichen mit Nubar "Marble tower" habe ich beschlossen, dass das einfach Korallen sein sollen und auf das verästelte Grundgerüst noch ein paar Pünktchen mit SpaRitual "Blue lagoon" gesetzt.
Da zu dem Zeitpunkt gerade die Sonne schien, dachte ich, dass es eine grandiose Idee wäre, das Design noch mit dem Holotopper von essence zu bepinseln - aber erstens habe ich mir dabei meine Korallen schon wieder ein bisschen verschmiert (das passiert mir mit dem Topper aber auch ständig!) und zweitens war die Sonne dann schon wieder weg, als ich endlich fotobereit war... Trotzdem kann man in Ansätzen ja erkennen, dass die Partikelchen da doch bunt funkeln und auch wenn die Hologlitzerteilchen nicht übermäßig dicht auf den Nägeln gepackt sind, peppt das die ominösen Korallen doch etwas auf. Das Ganze wirkt wirklich so richtig maritim und auch wenn es weit von perfekt entfernt ist, mag ich das Ergebnis gern!
Neben dem Gemiefe beim Lackieren (und zugegebenerweise auch ein bisschen danach) hat "Cobalt" für mich nur noch einen kleinen Schwachpunkt: Ohne Topcoat hatte ich bereits am zweiten Tag deutlich sichtbare Tipwear. Bei Blau ist das natürlich richtig unangenehm, lässt sich aber auch mit dem Lack noch ganz gut kaschieren. Ansonsten bin ich einfach von der Farbe hin und weg und grübele schon, was es denn wohl nächsten Freitag geben wird...

Mittwoch, 24. Februar 2016

essie "Damsel in a dress"

Momentan habe ich mit meinen Lackfotos ein kleines Problem: Wenn ich den Lack drauf habe und er noch hübsch aussieht, habe ich keine Zeit zum Fotografieren - und wenn ich Zeit zum Knipsen habe, ist partout kein passendes Licht da und der Lack sieht schon angeschrubbt aus... Möp! So ging es mir leider auch mit dem heutigen Aubergine, das eigentlich einen viel effektvolleren Auftritt verdient hätte.

Da diesen Monat bei "Wir lackieren..." von Lotte und Tine auch essie dran ist, war schnell klar, dass ich einen meiner beiden lilanen Lacke heute zeigen will. Bei "Damsel in a dress" weiß ich zwar gar nicht mehr, wann, woher und aus welchem Grund er bei mir eingezogen ist, aber das ist ja eigentlich auch ziemlich egal.
Meine Version hat noch einen der alten schmalen Pinsel, lässt sich aber trotzdem problemfrei lackieren. Die Konsistenz des Lacks ist klasse und so hat man schnell eine erste Schicht auf den Nägeln. Die ist allerdings nicht so wirklich superdeckend, also braucht es mindestens noch eine zweite. Ich schreibe mindestens, da ich letztlich drei lackiert habe, um auch einige lichtere Stellen wirklich ordentlich abgedeckt zu haben. Die Trockenzeit ist angenehm kurz, sodass man sich einen Topcoat sparen kann - wenn man ein bisschen sorgfältig arbeitet. Zwar gleicht sich "Damsel in a dress"ein wenig aus, allerdings kann man doch noch die Pinselstreifen recht gut erkennen, wenn man genau hinsieht (auf normale Betrachtungsentfernung fällt das natürlich nicht auf).
Ich habe auf den Topcoat verzichtet und das erkennt man auf den Bildern auch (leider) ganz gut. Farblich ist "Damsel in a dress" ein tiefdunkler Lilaton, der eher von der rotstichigen Seite kommt und nicht komplett ins auberginig-schwarze geht, sondern eher die hellere Variante darstellt, die man bei kleineren Sorten auf dem Markt gerne mal sieht. Auf jeden Fall finde ich den Farbton wirklich grandios, denn er hat trotzdem noch diesen kleinen Hauch Farbe, der ihn edel und spannend macht. Was das Finish angeht, hat der essie zwar kein einfaches Cremefinish, sondern kommt mit einem leichten Schimmer daher  aber den erkennt man eigentlich nur an der minimal streifigen Oberfläche und an ein paar Reflexe im Blitzlicht. Ansonsten ist das Finish eher unauffällig, aber dennoch hübsch.
Nachdem ich schon an den Fotos halb verzweifelt war, wollte ich zumindest noch ein kleines Design auf die Nägel packen - und wenn es schnell gehen muss, greife ich einfach zum Stamper. Dieses Mal ist es die BM-XL 18 geworden, bei der mir so einige  Muster gefallen, aber letztlich dieses rankenähnliche Muster doch mein Herz erobert hat. Gestampt habe ich mit meinem grauen Nubar ("Marble tower") und Catrice "Plum me up Scotty", die ich abwechselnd auf die Platte gepinselt habe. Im mittleren Bereich ist der Hololack zu sehen, das erkennt man zumindest an den leicht krisseligen Punkten und die "Stiele" der Bommel sind dann in cremigem Grau gehalten. Ich war mir anfangs nicht sicher, ob das mit dem Gradient-Stamping klappen würde, es ging sich letztlich aber doch ganz gut aus.
Zwar erkennt man nicht wirklich, dass die Bommelchen eigentlich mit einem Hololack gestempelt sind - aber dafür fehlte mir auch einfach die Sonne. Ein kleiner Effekt ist mit bloßem Auge durchaus erkennbar - aber die Kamera wollte mal wieder nicht so recht. Auf jeden Fall muss ich öfters mal mit unterschiedlichen Lacken bei einem Muster rumprobieren, das geht sich ja insgesamt ganz gut aus und dieses Muster finde ich (obwohl ich es mal wieder ein bisschen schief auf die Nägel gepackt habe) eigentlich ganz schön cool und prädestiniert für Spielereien - am ehesten wohl auch für selbstgemachte Decals. Die werde ich bei Gelegenheit (also wenn ich mal ein bisschen mehr Zeit habe) auch ausprobieren!
Während mich "Damsel in a dress" farblich ja voll und ganz überzeugt hat, muss ich an der Haltbarkeit (ohne Topcoat) doch rummäkeln. Obwohl ich momentan alles andere als die ganze Zeit am PC sitze, hatte ich am zweiten Tag deutlich sichtbare Tipwear an allen Nägeln - und das fällt bei so einem dunklen Lack natürlich sehr deutlich auf. Ein bisschen korrigieren kann man zwar, aber richtig glücklich hat mich das nicht gemacht. Dafür war das Ablackieren dann kein Problem - aber es bleibt bei mir ein kleiner Beigeschmack.

Einen Lack, den wir glaube ich schon ein paar Mal bei Aubergine bewundern durften, hat Lackverliebt heute lackiert - ein wahrer Traum mit funkelnden Akzenten, bei dem ich ja gleich ins Schwärmen komme!
http://lackverliebt.blogspot.de/2016/02/lacke-in-farbeund-bunt-zoya-payton.html
Auf die heutige Galerie bin ich natürlich wieder sehr gespannt, auch wenn ich bis zum späten Abend warten muss, um einen Blick darauf zu werfen. Aber ich freue mich schon riesig auf die dunkellilanen Lacke, die heute zu sehen sein werden und werde mich so lange es geht an der Galerie erfreuen - denn nächste Woche ist mal wieder Kontrastprogramm angesagt, das so gar nicht zum Wetter passen möchte: Meine Liste hat mir nämlich verraten, dass Gelb dran ist!

Dienstag, 23. Februar 2016

Aubergine oder doch "nur" dunkles Lila auf den Augen?

Morgen ist ja bei "Lacke in Farbe... und bunt!" Aubergine dran und da ich schon lange kein Lila mehr auf den Lidern hatte, habe ich am Wochenende beschlossen, wieder ein passendes AMU zu pinseln. Außerdem passt das auch hervorragend zu "Purple my week" von Sally und da habe ich auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr mitgemacht...

Eigentlich wollte ich mich an meinem Lack für morgen orientieren - aber wenn man am Wochenende pendelt, schleppt man ja nicht immer alles mit sich rum, also hatte ich die Palette, die ich im Kopf hatte, natürlich nicht zur Hand. Darum wurde ein bisschen gekramt und am Schluss bin ich bei drei Sleek-Paletten gelandet.

Aus der "Bad girl" habe ich mit "Rebel" gearbeitet, das ist der linke von dem Quad unten rechts, aus der "Sparkle" habe ich ein kleines bisschen "Festive" genutzt und die Basis bildet "Eve's kiss" aus der "Garden of Eden". Dazu dann der "Flashing star"-Eyeliner von alverde und zwei Kajals von Zoeva, wobei man den lilanen nun nicht mehr wirklich sieht.

Da ich das AMU nicht komplett düster haben wollte, habe ich nach einer passenden, etwas helleren Basis gesucht und bin letztlich bei "Eve's kiss" gelandet. Der Ton ist im Pfännchen ein zarter Roséton, der sich supereinfach aufs Auge bringen lässt und im Gesamtbild dann einen winzigen Hauch Lila zeigt. Einen kühlen Fliederton wollte ich da nicht auch noch dazupacken, darum bin ich beim eher ungeliebten Rosa gelandet - passt aber meiner Ansicht nach ganz gut.
In der Lidfalte und im äußeren V habe ich zuerst mit "Rebel" gearbeitet, der mit seinem dunkellilanen Ton und dem matten Finish einer meiner Lieblinge aus der "Bad girl" ist. Der Unterschied zu "Eve's kiss" im Finish war mir dann aber doch etwas zu deutlich und ich bin mit einem Pencilbrush dann nochmal mit "Festive" direkt in die Lidfalte gegangen - das hat das Ganze nicht nur schimmriger, sondern auch ein bisschen intensiver Lila und nicht nur dunkel gemacht. Wirklich auseinandergedröselt bekommt man die beiden Lidschatten zwar nicht mehr, aber das macht ja nichts, Hauptsache, es ist der Lilaton, den ich mir gewünscht habe!
Am unteren Wimpernkranz war ich mir anfangs unsicher und habe mit dem Kajal "Hypnotic" von Zoeva erstmal eine kleine Farbbasis gelegt, die ich mit "Festive" ein wenig intensiviert habe. Auf so kleinem Raum kommt allerdings der Glitzer nicht wirklich zur Geltung, bzw. verblendet sich eigentlich ganz schnell. Dazu gab es dann noch einen glänzenden, schwarzen Lidstrich mit dem alverde-Eyeliner, der nochmal einen etwas kühleren Kontrast setzt. Zum Schluss noch die obere Wasserlinie geschwärzt und die Wimpern getuscht und auch wenn das nun nicht so richtig auberginig ist gefällt mir das AMU wirklich sehr gut! Ich habe schon lange keine Lilatöne mehr getragen und frage mich gerade mal wieder, warum...

Obwohl das AMU doch recht farbintensiv scheint, ist es tatsächlich gar nicht so auffällig und außerdem schmeicheln mir die Töne einfach. Das wäre für mich durchaus auch eine Variante, die sich gut auf der Arbeit tragen lässt - das Einzige, was dem momentan entgegensteht ist die unsägliche Uhrzeit, zu der ich das unter der Woche schminken müsste... Um sechs Uhr morgens schaffe ich es momentan eher, mir einen Stift ins Auge zu rammen, als ordentlich mit einem Pinsel auf dem Lid rumzuwischen *hust*.

Montag, 22. Februar 2016

Escada "Agua del Sol"

Eigentlich sprühe ich ja momentan fleißig noch mit "London" um mich rum (und bin da auch schon recht gut vorwärts gekommen!), aber da ich vor Kurzem bei einem Gewinnspiel von Parfumdreams gewonnen habe, steht hier auch noch das "Agua del Sol" von Escada. Zu meinem großen Glück habe ich die letzten Wochen öfters mal "fremdgesprüht" und gerade das Escada drauf, als mich mein neuer Bürokollege fragte, was das denn für ein Duft sei. Den hatte ich gerade davon überzeugt, dass ich keine komische Tussi bin - und hätte ich jetzt mit "Pussy deluxe" antworten müssen, wäre wohl alle Liebesmüh vergebens gewesen.

Aber so konnte ich mir zwar ein Grinsen nicht verkneifen, habe aber ganz unverfänglich mit "Escada" geantwortet. Ein anderer Kollege kam bei uns ins Büro und meinte, es würde nach Patchouli duften und da war für mich klar, dass ich mein Näschen noch etwas genauer in den Duft stecken muss!

Die Kopfnoten besteht Mandarinorange, Sorbet, Himbeere, Zitrusfrüchten, Eiscreme, Birne und rosa Pfeffer - mit zwei Zitrusnuancen bin ich da ja schon sehr gut dabei! Die Herznoten sind Rose, Aprikose und fruchtige Noten; auch wenn ich nicht so der Rosenfan in, mag ich fruchtige Nuancen ja sehr. Die Basis zum Schluss duftet nach Tonkabohne, Sandelholz und weißem Moschus.

Das bringt mich jetzt in eine interessante Problematik - denn mein Näschen hat sich eingebildet, dass das "Agua del Sol" durchaus einige Gemeinsamkeiten mit dem "Tropic cherry" von M. Asam hat und ich hatte mir ernsthaft eingebildet, da eine Kirsche rausgeschnuppert zu haben!  Allerdings hat ein anderer Kollege auch felsenfest behauptet, es würde nach Patchouli im Büro riechen und das hat das Escada ja nun auch nicht im Angebot...

Aber dafür kommt es mit einer peppigen Verpackung daher, die gleich Lust auf Sommer macht und sehr gut zum Duft passt, denn "Agua del sol" ist eindeutig ein fruchtiger, durchaus tropisch anmutender Duft (vielleicht kommt daher mein Bezug zu dem Asam-Duft).

Beim ersten Sprühen steigt einem ganz klar ein zitrisch-scharfer Duft in die Nase, da setzen sich Orangen und rosa Pfeffer durch und bilden einen tollen, fruchtig-frischen Auftakt, der sehr spannend und durchaus voluminös und nicht spitz ist. Recht zügig kommt dann der weiche Unterton der Birne dazu, der den Duft gleich runder macht. Klammheimlich macht sich dann die Himbeere breit, fängt ganz sachte an und wird immer deutlicher - und das ist genau diese fruchtig-weiche Kombination, die den Duft in die tropische Richtung schiebt.

Die Rose aus der Herznote merke ich (zum Glück) nicht wirklich, "Agua del Sol" bekommt zwar einen süßlich-floralen Hauch in der Herznote, den würde ich aber nie der Rose zuordnen. Die fruchtigen Akkord kommen allerdings gut durch und ich würde sagen, dass sie den Duft eindeutig dominieren - wer es also nicht cocktailmäßig tropisch-fruchtig mag, dürfte mit dem Duft so seine Probleme haben.

Einzelne Nuancen kann man nicht wirklich herausschnuppern kann, nur ganz an der Duftspitze macht sich ab und an so ein kleiner Hauch Aprikose bemerkbar, aber dafür muss man die Nase schon ganz dicht an die Haut halten.

Zu meiner großen Freude entwickelt sich auch die Basisnote eher dezent, sodass kein dominanter würziger Unterton dazu kommt, sondern eher eine leicht erwachsene und feine Grundlage, die die Fruchtigkeit von "Agua del Sol" gut untermalt. Am ehesten merke ich da das Sandelholz, das allerdings auch nur in Anklängen, was aber dem Duft wirklich keinen Abbruch tut. Für mich ist das ein toller, frisch-fruchtiger Sommerduft, der mich sofort an Cocktails, Eisdielen und Strand denken lässt - was bei den grauen Verhältnissen draußen wirklich eine schöne Ablenkung ist. Eher auf der süßlichen Seite zu finden ist das sicherlich nicht der seriöseste Duft, aber auch keine pappig-kreischende Duftwolke; für mich perfekt für den Alltag im Büro, aber kein Abendduft.

Obwohl es sich hier "nur" um ein Eau de Toilette handelt, hält sich der Duft recht gut. Wenn ich morgens sprühe (2-3 Sprühstöße), ist gegen Nachmittag noch ein ganz feiner Hauch spürbar, dann verliert sich die fruchtige Süße. Auf meiner Jacke hält er sich doch noch ein bisschen besser und weht mir auch am späten Nachmittag noch leicht um die Nase. Während ich mit dem letztjährigen Escada nicht wirklich was anfangen konnte, ist das definitiv ein Duft für mich - was aber auch heißt, dass er wohl in der großen Masse polarisieren wird...

"Agua del Sol" wurde mir kosten- und bedingungslos von Parfumdreams zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 21. Februar 2016

essie "Master plan"

Damit "Blue rhapsody" nicht mein einziger Beitrag zu "Wir lackieren..." von Lotte und Tine bleibt, habe ich mal in meinem Lackkästchen gekramt und einen wahren "Master plan" zu Tage gefördert. Der wartet auch schon seit Dezember 2014 auf seinen Auftritt, da hatte ich ihn nämlich in meinem "Hot oder Schrott"-Wichtelpäckchen.

Alleine hätte ich mir den Lack sicherlich nicht zugelegt, finde die Farbe aber durchaus schön und habe mich vor allem gefreut, dass ich mal wieder einen braven Lack fürs Büro parat hatte. Inzwischen habe ich zwar die Vermutung, dass ich da auch so ziemlich alles tragen kann, aber man kann sich ja auch einfach langsam vorantasten...
"Master plan" hat einen breiten Pinsel, der den Auftrag sehr angenehm macht. Die Konsistenz des Lacks ist toll, er lässt sich gut verteilen und trocknet auch nach einer angemessen kurzen Zeit an und durch. Wer dicker lackiert, kommt sicher mit einer Schicht aus, die Deckkraft ist nämlich echt gut - ich habe wie immer zwei dünne Schichten lackiert, davon reicht eine nämlich nicht aus. Obwohl der Lack recht fix trocknet, habe ich noch einen Topcoat drübergepinselt - denn so wirklich schön glänzend ist das ursprüngliche Finish von "Master plan" nämlich nicht und wirkt auch ein kleines bisschen uneben. Aber mit einer glänzenden Schicht gefällt mir ganz hervorragend!
Bei der Farbe scheiden sich jetzt wohl die Geister - und witzigerweise ist sich essie auch selbst nicht sicher: Laut Beschreibungstext ist das ein Hellgrau, die hinterlegte Kategorie ist allerdings Taupe. Und ich muss sagen, dass einfach beides stimmt - je nach Licht wirkt "Master plan" nämlich wirklich ganz solide hellgrau als könnte kein Wässerchen diesen Farbeindruck trüben. Hat man allerdings das momentan noch seltene Glück, ein bisschen Sonne abzukriegen oder allgemein eher wärmeres Licht, kommt da auf einmal irgendwo ein leichter Hauch von bräunlichem Beige dazu und der Lack geht nicht mehr wirklich als klares Grau durch, sondern wird ein matschig wirkender Taupeton. Ich mag "beide" Varianten sehr gerne und muss sagen, dass genau dieser Farbwechsel "Master plan" für mich recht attraktiv macht.
Mit dem Cremefinish ist der essie nämlich eigentlich nicht so wirklich spannend und das ist auch der Grund, aus dem ich ihn mir nie zugelegt hätte: Für den essie-Preis möchte ich dann doch etwas aufregenderes als ein profanes Cremefinish haben - aber immerhin bietet "Master plan" ein kleines Gimmick, was die Farbe angeht. Dieses graue Taupe oder taupige Grau ist allerdings ein sehr schöner, zurückhaltender und edler Ton und ich könnte mir gut vorstellen, dass ich den demnächst noch öfters trage - für den Frühling wäre die Farbe nämlich ganz eindeutig was! Aber erstmal hieß es nach ein paar puren Tagen, etwas Abwechslung auf "Master plan" zu bringen, zum Ablackieren hatte ich nämlich keine Lust und Zeit, also musste ein fixes Design her.
Da kam mir "Over the edge" eigentlich ganz recht, der Antrahzitton passt ja ganz hervorragend zu Grau und da ich mal wieder irgendwas anderes als das Standard-Stamping machen wollte, habe ich mir meinen Pinsel und das Dotting-Tool geschnappt und... Naja, ein paar Streifen auf die Nägel gemacht und sie mit Punkten verziert. Eigentlich hätten die Streifen ein bisschen regelmäßiger sein sollen, aber irgendwie muss ich mit dem Pinsel wohl noch warm werden. Nur gestreift war mir dann auch zu langweilig, also gab es ein paar Pünktchen dazu (und dotten muss ich eh noch üben, die sind ja auch nicht wirklich regelmäßig geworden). Nicht bahnbrechend, aber mit dem leichten Schimmer doch ein kleiner Akzent, der mir ganz gut gefällt!
Ich bin ganz ehrlich positiv von "Master plan" überrascht - die Farbe gefällt mir sehr gut und auch was die Haltbarkeit angeht, hat er sich gut angestellt. Tipwear fällt icht so schnell auf und war auch nach zwei Tagen kaum erkennbar. Beim Ablackieren macht der essie auch keine Probleme und ich muss gestehen, dass ich mich ein bisschen schäme, ihn so lange stehen gelassen zu haben...

Freitag, 19. Februar 2016

Priti NYC 632 Bachelor's buttons

Es ist schon wieder Freitag (huch? Wie ist das denn bitte passiert? Gerade war doch noch Montag...) und damit Zeit für den "Blue Friday"! Nachdem es im neuen Job mit Nagellack gar nicht so schlecht aussieht, hatte ich beschlossen, mich auch mal an blau zu trauen - aber vielleicht eher eines, das nicht so superauffällig ist und einem gleich die Augen wegätzt. Man muss sich ja schließlich steigern können und wirklich viele knallige blaue Lacke habe ich momentan auch gar nicht mehr in der Pipeline.

Nach kurzer Überlegung bin ich dann bei "Bachelor's buttons" von Priti NYC gelandet, der auch vor Urzeiten mal in einem Bundle an Lacken von tkmaxx bei mir eingezogen ist. Inzwischen gibt's da die Lacke ja meistens einzeln zu kaufen und irgendwie nicht mehr gar so viele Sets, aber Priti NYC habe ich auch schon lange nicht mehr entdeckt...
"Bachelor's buttons" hatte es mir von der Farbe her eindeutig angetan und ich habe mich sehr gefreut, ihn lackieren zu können. Die Konsistenz ist schön cremig, der Lack lässt sich gut verteilen und auch die Deckkraft ist akzeptabel - aber leider trocknet der Lack erst nach Ewigkeiten (ich hatte nach über drei Stunden Wartezeit am nächsten Morgen meine Bettdecke auf den Nägeln) und außerdem gleicht sich das Finish so gar nicht aus. Ein schnelltrocknender Topcoat ist hier also Pflicht - aber bitte nicht zu früh lackieren, ansonsten hat man Instant-Tipwear produziert. Lackiert habe ich letztlich zwei Schichten, um ein gleichmäßig deckendes Ergebnis zu erhalten - eigentlich sollte das aber auch mit einer dickeren Schicht machbar sein.
Farblich ist "Bachelor's buttons" eindeutig ein eher ins Dunkelblaue tendierender, traumhafter Kobaltton, der allerdings in bestimmten Lichtverhältnissen einen kleinen Hauch ins Lilane geht. Es ist zwar noch lange kein echtes Blurple, aber die Tendenz ist erkennbar und das macht den Lack aus meiner Sicht so richtig spannend und toll! Generell mag ich dieses Farbspektrum einfach sehr und der Priti hat trotz des eher einfachen Cremefinishs und der bereits angemerkten kleinen Probleme doch einen Stein im Brett. Die Farbe ist zwar durchaus intensiv, aber eben nicht so strahlend-auffällig wie andere Blautöne und auch nicht zu düster, um nicht noch als Blau erkennbar zu sein - ich mag das einfach.
Eigentlich konnte ich mich an "Bachelor's buttons" nicht so recht sattsehen - aber mit der Zeit hat der Lack doch ein paar Macken abbekommen und vor allem an den Nagelspitzen Spuren gezeigt. Also hieß es, noch irgendwas aus dem Traumblau machen, um das zu überdecken und da ich nicht schon wieder Stampen wollte, habe ich mal wieder die Nailart-Variante für ganz Faule gewählt und einfach mit Sally Hansen "Gray by Gray" angefangen, einen Bogen auf den Bachelor zu malen. Das ist zwar am Nagelbett nicht gar so präzise geworden, aber im Gesamtbild fällt das nicht wirklich auf. Darüber kam dann noch Kiko "Pearly malachite green", der mit dem feinen Schimmer einen netten Kontrast zu den beiden Cremelacken abgibt und zum Schluss noch einmal "Bachelor's buttons".
Obwohl das ja nicht das erste Design dieser Art ist (die grüne Variante gibt es *hier*, die schräge buntere *hier*) und es wirklich supereinfach zu machen ist bin ich doch immer wieder begeistert vom Ergebnis. Trotz der simplen Umsetzung ist der Effekt einfach echt cool und mit den richtigen Lacken kann man auch ganz nette Kontraste setzen - ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass der Kiko so ein Glücksgriff ist mit dem Schimmerfinish, der die Cremelacke auch nochmal ganz anders zur Geltung bringt. Da finde ich es auch gar nicht so tragisch, dass nicht alle Nägel perfekt und gleichmäßig geworden ist - das fällt auch nur bei genauerem Hinsehen auf.
Ich hatte ja doch ein bisschen Sorge, dass "Bachelor's buttons" beim Ablackieren problematisch sein würde, aber das war nicht der Fall. Zwar war es beim Lackieren nicht einfach, Patzer zu korrigieren und sich dabei nicht die Nagelhäute einzusauen, aber wenn man ihn komplett abnehmen will, ist er ziemlich brav. Wenn er jetzt noch eine bessere Haltbarkeit hätte (knappe zwei Tage bis deutlich erkennbare Tipwear mich genervt hat) und nicht auf einen Topcoat angewiesen wäre, wäre ich ja noch glücklicher mit dem Lack...

Donnerstag, 18. Februar 2016

Driving home for weekends...

Momentan verbringe jedes Wochenende einen guten Arbeitstag (also deutlich mehr als acht Stunden) auf Deutschlands Autobahnen und obwohl ich das durchaus ein bisschen nervig finde, muss ich eigentlich sagen, dass ich die langen Autofahrten ganz gerne mag. So ein paar Stunden im Auto sind die perfekte Möglichkeit, um so richtig abzuschalten - schließlich kann man während der Fahrt außer total schiefem Mitsingen zur Musik nicht so wirklich viel machen und Anrufe halten sich auch sehr in Grenzen.

Die perfekte Zeit und Gelegenheit, um die Gedanken ein bisschen schweifen zu lassen, über Gott und die Welt nachzudenken oder Hirngespinsten nachzuhängen. Witzigerweise habe ich beim Fahren auch gar nicht das Gefühl, irgendwas zu verpassen - zu Hause kriege ich immer eine halbe Krise, wenn mein Internet mal für ein paar Minuten nicht geht, sitze dann wie bekloppt vor dem PC und klicke alle paar Sekunden den "Aktualisieren"-Button (in vollem Bewusstsein, dass das überhaupt nichts hilft - aber einfach was anderes machen kann man dann ja auch nicht, weil dieses doofe Internet eben gerade nicht geht). Im Auto sind mir Funklöcher und Verbindungsabbrüche über Stunden egal, ich fahre eh nur vor mich hin und gröhle schrecklich schief diverse Lieder im Radio mit.

Während der Fahrschulzeit fand ich Autobahnfahren immer sehr unangenehm (was auch daran gelegen haben mag, dass unsere Auffahrt zu der Zeit eine Dauerbaustelle war), inzwischen ist das für mich definitiv entspannend - anstatt wie im Stadtverkehr ständig in alle Richtungen schauen, alle Meter abbremsen und dann doch wieder beschleunigen zu müssen, geht's auf der Autobahn meistens geradeaus und das bei tendenziell gleichbleibender Geschwindigkeit. Klar gibt es ab und zu mal Idioten, die einem den Blutdruck in die Höhe schießen lassen (z.B. diese Helden, die konstant auf der mittleren Spur fahren, auch wenn die rechte frei ist und man sich ernsthaft fragt, ob die rechte Spur die Krätze hat; oder die Schlauberger, die beim leisesten Anflug von Nebel mit eingeschalteter Nebelschlussleuchte blendend vor einem herschleichen), aber im Großen und Ganzen läuft das einfach ganz gemütlich vor sich hin. Hier überholt man mal was, da wird man überholt und rollt so vor sich hin.

Und irgendwann beim Fahren kommt mir dann immer der Gedanke in den Kopf, wie ungewöhnlich es eigentlich ist, dass so wenig passiert: Alle düsen da mit mehr als 100 Sachen die Straße entlang, "halber Tacho Abstand" ist wohl nur im Stau aktuell und wenn man mal die Fahrbahnwechsel auf einem Kilometer zählen würde, würde einem wohl auch anders werden. Ab und zu leuchten warnend rot Reihen von Bremslichtern auf, hier und da schert einer aus oder ein, ohne vorher zu blinken und es wird heftig in die Eisen getreten - und irgendwie rollt trotzdem meistens alles problemfrei vor sich hin. Mich erstaunt das jedes Mal wieder, diese Autokolonne, die nicht nur mit gemütlichen 50km/h durch die Stadt rollt, sondern mit der doppelten Geschwindigkeit an Brücken, Bergen und Tälern vorbeifliegt, das eigentlich alles hinbekommt...

Ich bin heilfroh, dass es so glatt läuft, denn ansonsten wären diese Stunden für mich viel stressiger und unangenehmer als sie es momentan sind. Mir ist war die verlorene Zeit ein Dorn im Auge - aber das Fahren an sich mag ich wirklich gerne und ich freue mich auch ein bisschen darauf, morgen Nachmittag wieder ins Auto zu steigen und gen Norden zu fahren...

Mittwoch, 17. Februar 2016

Catrice "Luxury Lacquers Sand'sation" C08 Waikiki peach

Nach einer traumhaften Petrol-Galerie letzte Woche steht heute eine Frühlingsfarbe an, die für mich immer wieder eine Herausforderung und eigentlich ganz schön grausam ist... Während ich orangene Lacke durchaus sehr gerne mag, ist die pastellige Variante davon so gar nichts für mich und ich habe bisher auch noch keinen apricotfarbenen Lack gefunden, der mir im Ansatz stehen würde.

Der heutige Vertreter sieht an mir auch alles andere als grandios aus, aber immerhin habe ich ein Apricot gefunden, das ich heute zeigen kann. "Waikiki peach" von Catrice hat zwar im Namen den Pfirsich, ist aber farblich keineswegs so intensiv, dass man ihn in den orangenen Bereich schieben würde und somit die perfekte Wahl für heute!
Da es sich hier um einen der Luxury Lacquers aus der Sand'sation-Reihe handelt, ist das natürlich ein Sandlack - und da die Farbe relativ sheer ist, hatte ich beim Lackieren schon die schlimmsten Befürchtungen. Die erste Schicht des Lacks ist nämlich wirklich sehr sheer - außer ein paar heller reflektierenden Stellen auf dem Nagel war da farblich noch gar nichts zu sehen. Mit der zweiten Schicht war das Apricot dann tatsächlich ein wenig besser zu erkennen und die dritte Schicht hat mich letztlich zufrieden gestellt. Zwar sieht man das Nagelweiß noch immer recht gut durch (und sobald Licht auf die Nägel fällt wird das noch deutlicher), das finde ich aber auch durch die reflektierende Oberfläche hier gar nicht so schlimm. Mit einem etwas verhunzten Pinsel geht der Auftrag eigentlich ganz gut und die Konsistenz war auch klasse. Dass die Trockenzeit kurz war, muss ich ja kaum erwähnen.
Farblich ist "Waikiki peach" tatsächlich ein recht heller Apricotton (das sieht man vor allem auf den letzten beiden Bildern), der durch ein bisschen Sonnenlichteinfall etwas intensiver wird. Ansonsten stehen nämlich die hellen silbrigen Flecks viel mehr im Vordergrund, die den hellen Ton noch ein bisschen kühler wirken lassen und das strukturierte Finish aus meiner Sicht so richtig interessant machen. Im Gegensatz zu einem klassischen Sandlack ist hier die Oberfläche nicht gar so rau und körnig-spitz, sondern eher weich-hubbelig durch die größeren Partikelchen. Man spürt zwar deutlich, dass das kein glattes Cremefinish ist, aber so herausragend sandig ist der Lack nicht - und das muss er ja auch gar nicht. Obwohl mir dieser Farbton mal wieder nicht so wirklich steht, finde ich den Lack an sich gar nicht übel - der helle Orangeton mit dem leichten Siberstich gefällt mir wirklich sehr gut!
Mit Sonnenschein wirkt der Lack wirklich schon fast orangen, allerdings wird bei bedecktem Himmel dann deutlich, wie zart-pastellig "Waikiki peach" tatsächlich ist - und leider auch, wie wenig die Farbe zu meiner Hautfarbe passt... Da harmonisiert gar nichts, da beißt sich eher das Nagelbett mit dem Lack. Nachdem ich allerdings anderthalb Tage (und das bei apricot!)  mit dem Lack unterwegs war (was zugegebenerweise am strukturierten Finish lag), wollte ich noch ein bisschen was Fesches draus machen und momentan fallen mir als erstes irgendwelche Stampingplatten in die Hände, die genutzt werden können. Nachdem ich recht lange gegrübelt hatte, mit welcher Farbe ich nun stempeln wollte, habe ich mich für "Wine not" von Sally Hansen entschieden und mit der BM-XL 17 ein abstraktes Motiv auf die Nägel gestempelt.
Ich dachte ja, dass Rot und Apricot durchaus ganz gut miteinander gehen und das Ergebnis straft mich zumindest nicht komplett ab: Die Kombination sieht tatsächlich ganz fesch aus! Das Muster von der Bundle Monster Platte finde ich klasse, die Tropfen (?) lassen sich hervorragend verstempeln und da fällt es auch nicht auf, wenn man auf dem einen Finger mal ein bisschen einen anderen Winkel eingeschlagen hat. Gerade auf den letzten beiden Bildern (auf denen war von Sonne weit und breit nichts zu sehen) sieht man glaube ich die Zartheit des Apricottons nochmal ganz deutlich und auch die fehlende Passung zu meiner Haut... Trotzdem bin ich eigentlich ganz stolz auf mich, dass ich "Waikiki peach" länger als nur einen halben Tag getragen habe - sonst ist das ja bei Apricot und mir nicht gar so einfach...
Die Haltbarkeit von "Waikiki peach" ist übrigens ganz okay gewesen. Man sollte nur darauf achten, die Nagelspitzen gut zu ummanteln, um nicht sofort Tipwear zu haben, aber sonst hat sich der Sandlack wirklich drei Tage lang gut gehalten! Nur das Ablackieren war mal wieder alles andere als eine Freude, aber darauf ist man bei Sand ja vorbereitet.

Andrea zeigt heute ein Markengeschwisterchen zu meinem Lack, aber das ist auch schon die einzige Gemeinsamkeit, die die beiden haben. Sowohl vom Finish als auch von der Farbnuance ist ihre Wahl nämlich eine ganz andere Geschichte!
http://varnishlacquerpolish.blogspot.de/2016/02/catrice-rock-o-co-apricoco-lacke-in.html
Ich bin ja ein bisschen froh, dass ich heute wohl erst recht spät zu Hause sein werde - denn Apricot wird einfach nie meine präferierte Farbe werden und ich bin gar nicht so scharf auf die Galerie... Aber dafür freue ich mich auf die nächste Woche, es wird mal wieder ein kleiner Kontrast, da wir auf die dunkle Seite wechseln - aber dafür bleiben wir beim gleichen Anfangsbuchstaben und lackieren Aubergine!