Samstag, 1. Oktober 2016

Scrub Love "Original Lovin'"

Ich dachte bisher, dass ich was Peelings angeht mit meinen Asam-Döschen im absoluten Peelinghimmel bin - alles, was ich sonst so ausprobiert habe, hat mich nur bedingt begeistert und immer hatte ich irgendwas auszusetzen. Zum Selbermachen war ich immer zu faul - aber ich befürchte, dass mich der heutige Kandidat vom Gegenteil überzeugt haben könnte!

Vor einiger Zeit bekam ich allerdings eine Anfrage von Scrub Love, ob ich denn nicht Lust hätte, ein Kaffee-Peeling auszuprobieren. Nun bin ich absolut keine Kaffee-Trinkerin - geschmacklich ist das nur mein Fall, wenn sehr viel Milch im Spiel ist - aber den Duft von frisch gemahlenen oder gerösteten Kaffeebohnen mag ich sehr gerne. Da ich von Natur aus zur neugierigen Sorte gehöre, habe ich also zugesagt.

Scrub Love ist ein englisches Unternehmen, das von der Rainforest alliance zertifiziert Kaffee-Peelings herstellt. Momentan gibt es drei Sorten im Angebot: Neben dem Klassiker "Original Lovin'" eine Kokos-Variante (Coconut Affair) und eine Minz-Sorte (Mint Temptation). Ich durfte die rosane Original-Version ausprobieren, die für 200ml Inhalt mit stolzen 14,95€ zu Buche schlägt. 

Die anderen beiden Sorten sind zwei (Minze) bzw. drei (Kokos) Euro teurer, aber immerhin fallen keine Versandkosten an und für Produkte, die aus ökologischem Anbau stammen, muss man nunmal einen gewissen Preis zahlen. Die große Frage ist ja, ob das Peeling diesen Preis auch tatsächlich wert ist.

Dazu lohnt es sich, erst einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, die angenehm überschaubar gehalten sind: Neben Kaffee (auch ich Nichtkenner weiß, dass Robusta eine der Standard-Sorten ist), sind Mandelöl (Prunus amygdalus dulcis oil) und erst an dritter Stelle Wasser enthalten. Dazu gibt es pinkes Himalaya-Salz (Sodium Chloride) und Orangenschale (Citrus aurantium amara peel), sowie Orangenöl (Citrus sinensis oil), Parfüm, Vitamin C und Milchsäure (Lactic acid).
Mal von dem Parfüm abgesehen (das aber immerhin naturnah ist), sind die INCIs klasse und ich war schon sehr gespannt, wie Orange und Kaffee zusammenpassen würden - anfangs war ich mir nämlich nicht so ganz sicher, ob sich das so gut verträgt. Fakt ist aber, dass ich den Duft klasse finde: Der würzig-warme Grundton des Kaffees wird durch die orangige Frische toll abgerundet und das Peeling bekommt dadurch einen peppigen Kick. Statt muffig und schwer, ist es durch den zitrischen Einschlag vielfältiger und das Zusammenspiel von Kaffee und Orange ist gut gelungen und wirkt rund. Geschmacklich hätte ich da glaube ich das eine oder andere Problem mit - aber mein Näschen ist begeistert.

Da sich der Wasseranteil hier eher im Rahmen hält, ist das Peeling auch alles andere als flüssig. Es fühlt sich fast ein wenig trocken kann und das ist aus meiner Sicht der größte Unterschied zu den Peelings auf Salz- oder Zuckerbasis. Nimmt man das Kaffeepeeling in die Hand, hat man aber dennoch einen leicht feuchten, öligen Eindruck, der sich auf der Haut auch deutlich verstärkt.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier beim Peelen tatsächlich ein Unterschied fühlen lässt - aber meine Haut springt auf Scrub Love deutlich mehr an als das bei meinen bisherigen Peelings der Fall war. Ich schrubbe zwar keineswegs fester oder anders, aber ich habe das Gefühl, dass sich durch diese trockenere Konsistenz auf der Haut mehr tut als bei den schönen, weichen Zuckerpeelings.

Ob jetzt tatsächlich irgendwelche Cellulite besser wird, vermag ich nicht zu sagen - aber meine Haut fühlt sich auch nach dem Abduschen (was übrigens eine kleine Sauerei in der Dusche macht, diese kleinen Partikelchen verstecken sich überall und hinterlassen unschöne Kaffeeflecken, wenn man nicht ordentlich alles abspült) schön weich und gut durchblutet an. Ich bilde mir auch ein, den Effekt ein bisschen länger zu spüren als gewohnt, sodass ich auch nach dem Abtrocknen noch genau fühle, wo ich gepeelt habe - und das ist keineswegs negativ zu bewerten, sondern sehr angenehm. Insgesamt finde ich das Peeling-Erlebnis richtig klasse, mit anderthalb Handvoll Kaffeepeeling kommt man für den Körper gut aus; man sieht ganz genau, wo man schon gepeelt hat und durch das enthaltene Orangenöl wird die Haut auch ein bisschen gepflegt und fühlt sich nicht trocken kann.

Allerdings gibt es doch einen kleinen, negativen Punkt zu erwähnen: Ich finde den Verschluss des Beutels (ein klassischer Gleitverschluss- oder Zipbeutel) äußerst ungeschickt. Der feinkörnige Kaffee setzt sich mehr als gerne genau in den Rillen fest und unter der Dusche ist es nicht unbedingt das einfachste, den Beutel dann wieder dicht zu verschließen - vor allem, wenn die Hände durch das Öl im Peeling nicht ganz so griffig sind. Diese Verschlussproblematik ist allerdings nur ein kleines Manko, denn mich hat das Peeling wirklich sehr begeistert; ich liebäugele schon ein bisschen mit der Kokos-Version und überlege, ob ich mir nicht doch  mal Kaffee kaufen und das Zusammenmischen selbst probieren soll...

"Original Lovin'" wurde mir freundlicherweise von Scrub Love zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Hui wie geil! :) Das wäre auch was für mich, auch wenn ich sonst so gar kein Kaffeefan bin.

    LG Lotte

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    1. Ich mag halt den Duft ganz gern - aber so in Kombi mit der Orange hat mich das richtig begeistert :)

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    1. Ich muss ehrlich gestehen, dass das Peeling meine Asam-Lieblinge ein bisschen ins Hintertreffen hat geraten lassen - ich stehe total auf das Zeug!

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  3. Klingt ansich wirklich gut, wobei die Minze Sorte dufttechnisch eher meins wäre - in der Hoffnung, dass es denn Kaffeegeruch überdeckt :D

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    1. Na gut, wenn man Kaffeeduft nicht mag, ist das sicherlich nicht die optimale Wahl :P

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