Samstag, 31. Oktober 2015

101 im Oktober, die Zweite

Während heute vielerorts wild kostümiert gefeiert wird, sitze ich brav zu Hause, schaue Rugby und bastele an meinem Monatsrückblick, bevor ich mich wieder fleißig an Haushaltskram und diverse Recherchen mache. Einerseits bin ich echt froh, dass der Monat rum ist, weil sich ein paar wirklich unschöne Dinge ereignet haben, andererseits gab es auch ein paar positive Wendepunkte und ich  bin noch nicht ganz schlüssig, was nun mein Gesamtfazit zu diesem Oktober sein soll...

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich mein 101-Listchen, das hier entsprechend gewürdigt werden will und ich finde, ich habe tatsächlich an der einen oder anderen Stelle gute Fortschritte gemacht.

14. Nagellacke maximal (22 / 100)

Zum Beispiel bei den Nagellacken! Also jetzt nicht wirklich ausschweifend viel, aber zumindest ein Fläschchen durfte bei mir einziehen. Konkret ist es "Vintage wine" von Isadora aus der "Velvet matt nails"-Reihe geworden, der neben den Pinseln von Zoeva bei Douglas mitdurfte.

Matte Lacke finde ich ja generell sehr spannend und dieser dunkle Rotton (den ich höchstwahrscheinlich in glänzender Form durchaus schon zu Hause habe) hat mich angelacht und nachdem ich kurz zwischen dem Lila und diesem Rot geschwankt habe und sie einfach mal beide auf die Daumen lackiert hatte, hat mir dieser Ton doch deutlich besser gefallen. Da meine Nägel allerdings momentan mehr als hubbelig sind, muss er sich noch ein bisschen gedulden, bis er lackiert wird.

15. Duschgels aufbrauchen (10 / 15)

Mühsam erduscht sich die Lena - endlich ein weiteres Duschgel leer! Und zwar gerade noch rechtzeitig, weil mir dieser pappig-süße und künstliche Himbeerduft von "Shining berry" so langsam doch ein bisschen auf den Senkel ging. Im Sommer ging das noch irgendwie, weil der leichte Fruchthauch ein bisschen was von Frische hatte (den Schimmer fand ich übrigens nicht wirklich störend - aber unbedingt gebraucht hätte ich den auch nicht), aber so langsam brauche ich doch ein Duschgel, das eher in den Herbst und Winter passt und mit wärmeren, weichen Duftnoten daherkommt.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie lange ich doch brauche, um endlich mal so ein doofes Duschgel leer zu bekommen und sehe den Plan mit 15 Duschgels schon davonschwimmen - aber jetzt auf Teufel komm raus extra viel Zeug verwenden werde ich auch nicht.

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (88 / 142)

Obwohl ich es mir immer wieder vornehme, fällt es mir wahnsinnig schwer, unter der Woche mal eine Maske zu nutzen. Irgendwie kommt mir ständig was dazwischen (vorwiegend Müdigkeit) und ich falle dann abends doch lieber so ins Bett... Und am Wochenende will ich auch nicht an zwei Tagen nacheinander die volle Pflegedröhnung haben, darum geht es hier auch eher schleppend vorwärts.

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/09/sephora-by-opi-dont-be-eggnog-ious.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/kiko-nail-lacquer-299-dark-slate-green.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/uma-colourful-summer-uma-gets-lucky.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/opi-texas-i-vant-to-be-lonestar.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/kleancolor-11-blue-pearl.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/isadora-791-autumn-leaves.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/nyx-200-sea-of-cortez.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/orly-viva-la-playa.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/maybelline-sweet-spicy-432-tangerine.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/anny-515-take-me-honey.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/kleancolor-206-metallic-navy.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/maybelline-suit-style-444-red-reaction.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/color-club-foiled-molten-metals-for.html
Tja, nailarttechnisch war ich diesen Monat echt nicht sonderlich abwechslungsreich... Stamping war eindeutig Trumpf, was ich auch ein bisschen auf die Tatsache schiebe, dass ich meine Halloween-Platte von MoYou auch nutzen wollte (wobei man die meisten Designs ja auch unterm Jahr verwenden kann). Außerdem geht da einfach schnell und man muss sich nicht sonderlich viele Gedanken machen - außer über die Farbe, mit der man Stempeln will.

Aber immerhin sind ein paar echt schöne Sachen bei rumgekommen - ich stehe ja noch immer sehr auf die Federdecals auf der grauen Basis und die goldenen Spinnen auf dem traumhaften Dunkellila. Aber auch der dunkelrote Maybelline mit den schwarz-goldenen Akzenten ist nicht schlecht, insgesamt ist da aber doch noch Luft nach oben.


41. Klamotten ausmisten (0 / 1)

Also fertig bin ich damit definitiv noch nicht, aber ich habe zumindest angefangen, ein bisschen Ordnung in meine Schubladen zu bringen - natürlich nur, weil ich mich unbedingt von anderen Grübeleien ablenken wollte... Und irgendwie bin ich einfach eher der Typ, der dann aufräumt, wenn er andere Dinge so gar nicht machen will, obwohl ich ein bisschen Struktur schon auch nicht schlecht finde.

51. Bücher lesen (55 / 60)

Diesen Monat war nicht wirklich viel Zeit zum Lesen - mein Hirn war viel mit anderen Dingen beschäftigt. Aber immerhin habe ich den ersten Band der "Das Zeitalter der Fünf"-Trilogie, "Priester" von Trudi Canavan, gelesen, der mit über 800 Seiten auch nicht sonderlich schmal war. Es könnte sein, dass ich im November etwas mehr Zeit habe - aber eigentlich wollte ich auch endlich mal meine Bilder fertigmachen...

60. Sport machen (334 / 514)

Hach, mit dem Sport ist das momentan so ein Auf und Ab bei mir. An manchen Tagen habe ich da richtig Bock drauf und merke, wie viel Spaß mir das macht - und dann kommen wieder so Tage, an denen ich schon total matschig von der Arbeit komme und einfach keinen Elan mehr habe. Zwar habe ich mich meinem Soll wieder ein bisschen angenähert, aber die Fortschrite sind eher klein.

63. Spieleabend mit Freunden (1 / 3)

Nachdem die eigentliche Spiele-Connection sich in der letzten Zeit als mehr als unzuverlässig herausgestellt hat (am selben Tag absagen, wenn man das seit drei Wochen plant, ist einfach doof), ergab sich in einer ganz ungeahnten Richtung was und wir hatten einen superspaßigen Spieleabend. Nur unser armer Spielleiter während "Junta" tat mir sehr leid - wir waren nicht wirklich geduldig und scharf drauf, die komplizierten Regeln zu verstehen.

69. in die Disko gehen (3 / 4)

Hach, lustig war's - zumindest die meiste Zeit. Irgendwann wurde dann leider die Musik unglaublich schlecht und diejenigen, die den meisten Spaß hatten, waren eindeutig die DJs und nicht die Leute auf der Tanzfläche. Aber wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist, ist auch schlechte Musik zu ertragen.

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (22 / 32)

Ich gestehe, dass sich hier doch ein bisschen das schlechte Gewissen breit gemacht hat, weil ich an dem Tag natürlich auch ganz viele andere sinnvolle Dinge hätte machen können - aber ab und zu braucht's dann doch mal ein bisschen Ruhe und Zeit zum Durchschnaufen.

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (22 / 32)

79. neue Rezepte ausprobieren (30 / 50)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/10/schokomuffins-mit-versteckter.html
Immerhin gab es diesen Monat ein Mal Muffins! Ich stand zwar öfters in der Küche und habe fleißig Pizza gemacht und Kürbissuppe gekocht - aber das war nun eben nichts Neues, das ich nicht schon ausprobiert hätte. 

Allerdings habe ich vor, im November und Dezember ein bisschen mehr zu machen, schließlich steht eine Verabschiedung an und die muss man ja vorher zumindest mal proben (klingt doch nach einer feinen Ausrede für Kuchen, oder?)!

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (11 / 25)

Mein Standardanlaufpunkt für Kartoffeln ist bekannterweise der Wochenmarkt - und außerdem habe ich mich mal wieder überreden lassen, beim Türken diese unverschämt leckeren Cremeaufstriche zu probieren. Und zu meinem Erstaunen hat mir sogar der Olivenaufstrich geschmeckt, obwohl ich doch keine Oliven mag! Guten Schafskäse hatte er auch - und der Sesamkringel war sowieso bombig!

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (22 / 32)

Ganz schön langweilig, weil es mal wieder Lachs in Teriyakisoße gab und ein Mal auf der Arbeit furztrockenes Lachsfilet. Mir war diesen Monat aber nicht so sonderlich nach Fisch, mich hat die Kürbissuppe doch mehr interessiert.

Erkenntnis des Monats: Irgendwie kann ich halt doch nicht aus meiner Haut und mache mir noch immer massenweise Gedanken über Dinge, die mich (künftig) nicht mehr interessieren müssen. Aber wenn jemand unfair behandelt wird, dann ärgert mich das eben, auch wenn ich nicht direkt betroffen bin - und dann sitze ich zu Hause und grübele, was man denn tun könnte... An und für sich ist das auch nichts Schlechtes, aber ich frage mich einfach, warum ich mich um sowas kümmere und die Leute, die eigentlich "Schuld" sind, nicht selber man zwei Meter weit denken können.

Freitag, 30. Oktober 2015

Color Club "Foiled: Molten metals for your nails" Cold metal

Eigentlich umfasste mein Plan für den "Blue Friday" heute eine komplette Blauheit auf ganz unterschiedlichen Ebenen - aber dann ging sich das nicht so ganz aus und ich landete nur bei Shirt, Jeans und natürlich Nägeln! Und zwar wieder einem etwas dunkleren Blau, das perfekt zum Shirt und halbwegs gut zu den Jeans passte - und überhaupt ein Hingucker ist.

"Cold metal" von Color Club stand auch mehr als lange genug bei mir rum und harrte seines Einsatzes. Dabei ist das wirklich ein Zückerchen von einem Lack, was ich ja auch schon bei seinem Geschwisterchen in Pink festgestellt habe - also was die Eigenschaften angeht, bei der Farbe bin ich natürlich viel eher auf der blauen denn der pinken Seite!
Obwohl auch "Cold metal" eher auf der dünnflüssigen Seite ist, deckt der Lack eigentlich schon mit einer Schicht - das hat mich echt überrascht. Gegen das Licht sieht man natürlich das Nagelweiß etwas durchscheinen, aber bei normaler Betrachtung ist eine Schicht blickdicht. Da ich vor allem am Mittelfinger mit bruchbedingten Unebenheiten zu kämpfen habe, habe ich trotzdem noch eine zweite Schicht lackiert, die meine Nägel dann noch ein bisschen gleichmäßiger gemacht hat. An der Farbe oder Intensität tut sich da nichts, der Lack ist auch schon mit einer Schicht so intensiv Kobaltblau und sieht einfach toll aus!
Das Finish des Lacks ist zwar nicht unbedingt "foiled", aber geht zumindest in die Richtung: Im Fläschchen sieht man ganz deutlich ein wildes Geschimmer und auch auf den Nägeln macht sich ein gewisses Farbspiel zwischen Silber und dem intensiven Blau bemerkbar - nur deutlich geordneter und nicht gar so krisselig und kleinteilig. Beim Lackieren wirkt der Lack noch ein kleines bisschen streifig, aber kaum trocknet "Cold metal" an, verschwinden die Pinselstriche und eine traumhaft schimmernde Oberfläche macht sich breit. Wer es gerne hochglänzend mag, sollte hier auf jeden Fall noch auf einen Topcoat zurückgreifen, denn der Lack trocknet nicht richtig glossy, sondern fast mit einem leichten angematteten Touch. Für mich schön genug, um auf den Superglanz zu verzichten - denn so kommen die schimmernden Teilchen deutlich besser raus!
Von der Traumhaften Farbe könnte ich stundenlang schwärmen - diese intensiven Blautöne mag ich einfach sehr gerne und dieser hier punktet eindeutig auch noch durch einfachen Auftrag und ansehnliches Finish bei mir. Obwohl die Farbe durchaus auffällig ist, ist sie durch das feine Finish gar nicht so knallig, wie sie wohl pur wäre, sondern wirkt auf mich mit dem Schimmer doch ein bisschen edel. Heute gibt's aber für den blauen Freitag noch ein Motto und damit mein kaltes Metall auch zu "Blue hallow's eve" passt, habe ich einfach die beiden Motive aus der MoYou Festive 15 kombiniert, die es bisher noch nicht zu sehen gab: Die Hexe und Fledermäuse!
Mit dem weißen Flormar-Lack zu stempeln war irgendwie nicht die allerbeste Idee - so richtig gleichmäßig wurden die Motive dann nämlich nicht... Der zweite große Fehler war ein augenscheinlich zu früher Einsatz des matten Topers auf dem Zeigefinger, der das komplette Muster verwischt hat und aus den Fledermäusen wohl eher schummrige Bat-Zeichen am Himmel gemacht hat (jaja, ich habe mich tierisch geärgert, dass ich nicht einfach noch gewartet habe mit dem Mattieren). Aber insgesamt finde ich die Fledermäuse sehr cool und auch die Hexe gefällt mir - obwohl das Mattieren vielleicht ein bisschen zu viel des Guten war, denn "Cold metal" sieht mit dem Stamping schon fast ein bisschen langweilig von der Grundfarbe her aus...
Leider durfte das Blau nicht allzu lange auf meinen Nägeln bleiben - denn ich musste mir unbedingt meinen angebrochenen Nagel schon wieder aufreißen (und bin jetzt doch wieder unsicher, ob ich ihn abfeilen sollte) und alles wieder ablackieren und kitten. Aber bis dahin hatte sich "Cold metal" ganz gut geschlagen und kaum mit Tipwear reagiert. Dafür ist das Ablackieren auch relativ problemfrei - so ein bisschen setzen sich die kleinen Partikelchen zwar in den Nagelhäuten fest, aber das lässt sich doch zügig auch wieder entfernen... Vielleicht macht sich das Blau auch gut zum Stempeln - das muss ich demnächst mal ausprobieren. 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Und dann macht es einfach "Klick!" im Kopf...

Dass bei mir in den letzten Monaten viel los war, habe ich ja schon in meinem kleinen Grübelposting über den Blog erwähnt - und es geht eben nicht nur um den Blog, sondern auch darum, was ich so mit mir in der nächsten Zeit anstellen will. Mein aktueller Job neigt sich dem Ende zu und dass ich das, was ich momentan mache, nicht weitermachen will, steht eigentlich schon lange fest. Die große Frage ist nur: Was mache ich stattdessen? Nur, weil man weiß, was man nicht will, heißt das ja noch lange nicht, dass man auch weiß, was man will!

Und so habe ich lange Zeit gegrübelt und gegrübelt, Alternativen gewälzt und gegeneinander abgewogen... Die richtige Lösung habe ich allerdings nicht gefunden und dann gehofft, dass mich im Urlaub die Erleuchtung ereilen würde - aber Pustekuchen. Der Urlaub war toll und hat definitiv dabei geholfen, mal ein bisschen runterzukommen und durchzuschnaufen - aber die Lösung aller Probleme war er leider nicht. Kaum wieder hier, kam ein Stapel an Aufgaben auf mich zu, die natürlich alle dringend erledigt werden mussten. Die Zeit, mir Gedanken um meine Zukunft zu machen, war rar gesät und so war ich auch schnell wieder im vorherigen Grübel-Modus, der sich so langsam in eine leichte Negativspirale entwickelte.

"Geht das überhaupt?", "Taugt mir das?", "Ist das wirklich das, was ich will?", "Was will ich denn überhaupt?", "Ist das nicht zu risikoreich?", "Ist das andere nicht zu langweilig?", "Werde ich damit denn langfristig glücklich?", "Musst ich mich denn jetzt schon langfristig orientieren?", "Aber... ist das denn kurzfristig überhaupt sinnvoll?", "Passt das überhaupt zu mir?", "Wenn nicht das, was denn sonst?", "Und was ist, wenn das nicht klappt?", "Kann ich das denn eigentlich?", "Ist das denn überhaupt realistisch?", "Passt das von der Zeit her?"
In meinem Kopf wuselte alles hin und her, ich war genervt, dass ich keine Lösung finden konnte - und dann kam noch Stress auf der Arbeit dazu. Ständig angespannt hatte ich auch kurz nach dem Urlaub wieder Ärger mit der Schulter und war maximal genervt von mir selbst, weil ich meine "freie Zeit" (also die Zeit, die ich nicht auf der Arbeit war - so ab 19 Uhr abends und Samstag und Sonntag) dann doch eher für so unnötige Dinge wie Essen kaufen, Wäsche waschen und Haushalt schmeißen verschwenden musste als für intensives Pläneschmieden für die Zukunft. So ein bisschen fühlte ich mich wie so ein Duracellhäschen, das die ganze Zeit fleißig auf sein Trommelchen trommelt - und einfach nicht aufhören kann. In meinem Kopf drehte sich alles nur noch im Kreis und ich kam keinen Deut voran - ätzend!

Vor etwa zwei Wochen machte dann irgendwas "Klick!" in meinem Kopf - und ich habe bis heute keine Ahnung, warum genau da und nicht schon Monate vorher und was genau der Auslöser war. Aber irgendwie ist der Schalter einfach umgeklappt - ich habe noch immer keine Ahnung, welche der Alternativen die richtige ist und ob ich mich jetzt schon für die nächsten zehn oder gar dreißig Jahre festlegen will oder nicht doch lieber kurzfristig plane. Aber Frau Gelassenheit hat beschlossen, es sich in meinem Kopf gemütlich zu machen und anstatt weiter das Duracellhäschen zu sein, habe ich mich eher in einen gemütlichen Puschelwuschel verwandelt, der relativ stressbefreit mal vor sich hinkullert und schaut, was so des Weges kommt.

"Irgendwie wird das schon werden!" hat sich jetzt auch in meinem Kopf breit gemacht - obwohl Freunde und Familie das natürlich seit Monaten predigen und mir gesagt haben, ich solle das nicht so verkrampft sehen (jaja, die haben gut reden, ist ja nicht deren Hirn, das sich da windet!). Obwohl ich auf der Arbeit nun eher mehr als weniger zu tun habe und meine Zeit wahrscheinlich zu knapp ist, um alles zu erledigen (und sich Leute total bekloppt verhalten), hat sich die Schulter seit zwei Wochen nicht mehr gemeldet und das ist für mich eines der eindeutigsten Zeichen, dass es gerade wirklich gut läuft. Es ist nicht wirklich so, dass mir ein Stein von der Seele gefallen ist - aber vielleicht hat sich der Stein einfach in Zuckerwatte verwandelt und ist jetzt einfach nicht mehr so schwer... Und das ist ein verdammt gutes Gefühl.

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Maybelline "Suit style" 444 Red reaction

Nachdem wir die beige Woche halbwegs unbeschadet überstanden haben, geht es diese Woche mit Bordeaux weiter - und ich muss echt sagen, dass mir die Auswahl gar nicht so leicht gefallen ist. Eigentlich hatte ich einen ganz anderen Lack im Blick, aber der wäre ein bisschen langweilig gewesen und außerdem hatte mir Marina freundlicherweise die "Suit style"-LE von Maybelline vermacht - und da gibt es ja auch einen tollen, dunkelroten Lack!

Und "Red reaction" ist dann auch auf meinen Nägeln gelandet - obwohl ich anfangs ein paar Bedenken hatte, dass der Lack nicht dunkel genug sein könnte, um tatsächlich als Bordeaux oder eben Weinrot durchzugehen. Allerdings war mir nach dem ersten Testnagel schnell klar, dass diese Sorgen unbegründet sind, denn der Lack ist trotz enthaltenem Glitter alles andere als ein strahlend heller Rotton!
Obwohl der Lack Glitterpartikelchen enthält (und davon gar nicht so wenige), ließ er sich erstaunlich leicht lackieren - die Konsistenz ist klasse, obwohl das ein Jelly ist, ist er gar nicht glibberig oder zäh, sondern angenehm flüssig. Mit dem Pinsel lässt sich der Lack inklusive Glitterteilchen schön auf den Nägeln verteilen und man zieht gar nicht so viel von dem Glitter wieder mit runter, auch wenn man dünner lackiert und damit auch eher mehr Druck ausübt. Ein bisschen aufpassen sollte man an den Nagelspitzen und diese gut ummanteln, sonst läuft man Gefahr, schon direkt nach dem Lackieren einen kleinen weißen Rand zu haben. Die Trockenzeit ist nicht die kürzeste, liegt aber noch immer im Rahmen - allerdings finde ich, dass "Red reaction" mit einem Topcoat doch schöner aussieht.
Da in der weinroten Base silberne Glitzerpartikelchen rumschwirren, ist die Oberfläche ohne Topcoat nicht ganz plan. Im Lack liegen die Partikelchen nämlich unterschiedlich tief bzw. hoch (auch innerhalb nur einer Schicht) und obwohl sich der "Red reaction" durchaus ein bisschen selbst ausgleicht, wird das Finish ein bisschen uneben. Eine Schicht Topcoat macht die Sache dann ein bisschen glossiger und so gefällt mir auch die Kombination aus den Glitterteilchen in dem tollen Rot viel besser! Ich weiß ja nicht so ganz wieso, aber ich muss da irgendwie an Erdbeeren denken, auch wenn die natürlich grüne Pünktchen haben und nicht rote... Auf jeden Fall finde ich "Red reaction" wirklich toll, ein edler, aber eben auch ein bisschen raffinierter Lack, der durch die kleinen Highlights Spaß macht.
Auf den Bildern sieht es teilweise irgendwie so aus, als hätte ich tatsächlich Tipwear - das war aber definitiv nicht der Fall! Die Fotos habe ich am Morgen nach dem Lackieren gemacht und da war mit bloßem Auge nichts von weißen Rändern zu erkennen. Nach guten zwei Tagen purem Rot in Rot, wollte ich dann noch irgendwas aus "Red reaction" machen - wusste aber erstmal absolut nicht was, da ich die Besonderheiten des Lacks nicht komplett untergehen lassen... Stamping fiel also flach, Decals sowieso - also holte ich mein Stripingtape raus und bastelte mir auf dem Mittel- und Ringfinger ein kleines Kreuzmuster, das dann einfach in Schwarz überpinselt wurde. So ganz gleichmäßig ist mir das nicht gelungen (ich schiebe die Schuld auf meine ungleichmäßigen Nägel!), gefällt mir aber generell ganz gut. Das nächste Mal gibt es vielleicht noch einen Streifen mehr!
Um dann noch ein bisschen was helleres auf den Nägeln zu haben, habe ich einfach goldene... Halbkugeln draufgesetzt. Ohne Topcoat (oberes Bild) hebt sich das schwarze Muster richtig deutlich vom Lack ab und leider sieht man auch die kleinen Lacktröpfchen, auf die ich die goldenen Kugeln gesetzt habe - mit Topcoat (unteres Bild) geht das alles mehr im Grundlack auf und ich weiß nicht so ganz, was mir nun letztlich besser gefällt. Auf jeden Fall sitzen die goldenen Akzente so wirklich bombenfest und laufen nicht Gefahr, abzufallen. Und insgesamt passt das so auch ganz gut zum Flair von "Red reaction", der doch eher edel und erwachsen ist und so gar nicht verspielt. Für Weihnachten wäre das auch ganz eindeutig der perfekte Lack, der sich auch unterm Weihnachtsbaum hervorragend macht!
Haltbarkeitsmäßig bin ich von "Red reaction" ziemlich begeistert - die Designbilder sind nach drei Tagen entstanden und am Zeigefinger oder kleinen Finger ist kaum Tipwear zu sehen. An der rechten Hand sieht es ähnlich aus, darum sitze ich auch heute noch mit Design auf der Arbeit und werde mich erst am Abend ans Ablackieren machen. Auf jeden Fall hat Maybelline hier echt gute Arbeit geleistet!

Jenny hat heute einen durchaus ähnlichen Lack im Angebot - allerdings hat der natürlich neben dem perfekt passenden Namen nicht nur profanen Glitter zu bieten, sondern ein traumhaftes Farbspiel in Bordeaux!
Und bevor hier gleiche eine doch wahrscheinlich weihnachtlich anmutende, tolle weinrote Galerie aufgeht, darf ich noch die Farbe für nächste Woche verkünden. Wer schon ein bisschen dabei ist weiß, dass es nicht mehr allzu viel Auswahl gibt und nächsten Mittwoch machen wir statt Herbst einfach mal wieder Frühling und ich quäle mich mit Flieder ein bisschen...

Dienstag, 27. Oktober 2015

Dann eben doch bunt - Koboldgelüste im Orbit

Nachdem ich letzte Woche mal wieder "Koboldgelüste" von Kosmetik Kosmo rausgekramt hatte, wurde der Lidschatten natürlich nicht nur ein Mal verpinselt. Letzte Woche war es dann doch eher brav und dezent, darum wollte ich den schönen Schimmer heute mit einer Farbe kombinieren, die etwas intensiver ist - und nach einem kurzen Blick in die "Ultra matte v2" von Sleek (die fliegt nämlich momentan auch standardmäßig auf meinem Tisch rum), wurde es eben Blau!
Oder Petrol - oder wie genau man nun "Orbit", der ganz oben links in der Palette vorzufinden ist, bezeichnen mag. Im Pfännchen sah mir der Lidschatten noch sehr eindeutig Blau mit einem leichten Graustich aus, auf dem Auge wurde es eher petrolig - und auf den Fotos hat er einen Grünstich abbekommen, den ich in der Intensität gar nicht gesehen habe.

Kombiniert mit "Koboldgelüste" von Kosmetik Kosmo und dazu "Snowberry" von Coastal Scents. Nach einer Ewigkeit (und weil ich den Pinsel von Zoeva einfach ausprobieren wollte) habe ich mich auch mal wieder an meinen schwarzen essence-Geleyeliner gewagt und versucht, einen entsprechenden Lidstrich zustande zu bringen.

Auf dem Lid habe ich erstmal mit "Orbit" angefangen und den traumhaften matten Blauton mit nur wenigen Pinselstrichen (mit dem Lidschattenpinsel aus dem Douglas-Set) deckend auf dem Auge gehabt - gewohnte Sleek-Qualität eben. In die Lidfalte durfte mal wieder "Koboldgelüste", wobei sich das Braun hier fast ein bisschen verliert und der grüne Schimmer doch eher im Vordergrund steht. Beim Verblenden hat es dann doch "Orbit" auch ordentlich beschimmert, was ich aber nicht wirklich schlimm finde.
Den Innenwinkel wollte ich dann ein bisschen aufhellen und da kam mir "Snowberry" von Coastal Scents gerade recht. Durch den mintfarbenen Schimmer passt er sehr gut zu dem grünlichen Schimmer von "Koboldgelüste" und Mint passt ja durchaus auch gut zu Petrol bzw. Blau. Volltreffer in beide Richtungen also und der helle Fleck im Innenwinkel macht einfach das Auge doch noch ein bisschen auf und nicht gar so klein wie es mit dem matten "Orbit" gewesen wäre. Auch hier macht sich der Schimmer natürlich auch ein bisschen breiter und so blieb letztlich (trotz Nachtupfen) nicht mehr so wirklich viel Mattigkeit auf dem Auge über - das macht aber eigentlich auch nichts.
Die letzten Monate habe ich beim Lidstrich ja vorwiegend auf den Calligraphic Liner von Make up Factory zurückgegriffen - da ich mir am Wochenende aber das Zoeva-Pinselset bei Douglas geholt hatte, wollte ich den Eyelinerpinsel auch mal ausprobieren. Und dafür musste dann der gute alte essence Geleyeliner herhalten - der übrigens noch immer wunderbar geschmeidig ist. Allerdings habe ich doch gemerkt, dass ich mich ein bisschen sehr an die Stiftform gewöhnt habe - so smooth wie ich das gewohnt war, ging sich das mit dem Lidstrich nicht wirklich aus, vor allem im Innenwinkel habe ich dann doch ein bisschen gepatzt. Aber sei's drum - letztlich gab es einen akzeptablen schwarzen Strich und am unteren Wimpernkranz noch ein bisschen "Koboldgelüste" (und einen Patzer im Innenwinkel mit "Snowberry", den ich nach den Bildern aber beseitigt habe).

Obwohl die Farbkombination durchaus kräftig und auffällig ist, habe ich mich mit dem AMU sehr wohl gefühlt - und ich finde, dass "Koboldgelüste" den intensiven Blauton von "Orbit" ganz gut einfängt und das Ganze etwas erwachsener macht. Zwar geht die Besonderheit mit dem grünen Schimmer ein bisschen unter (oder eher: Sie verschmilzt hervorragend mit dem matten "Orbit"), aber insgesamt sieht das doch echt fein aus. Die restlichen Farben aus der matten Palette muss ich mir auch mal genauer ansehen - mal abwarten, was mir für nächste Woche so in die Hände fällt...

Montag, 26. Oktober 2015

Priester - Trudi Canavan

Nachdem es lesetechnisch bei mir in der letzten Zeit doch eher krimilastig zuging, wollte ich mich mal wieder intensiver dem Fantasy-Bereich widmen - ein bisschen Abwechslung muss ja schließlich auch sein. Nachdem ich "Die Gilde der Schwarzen Magier" von Trudi Canavan (1, 2, 3) hatten sich auch zeitnah ein paar andere Bücher im heimischen Schrank angesammelt, darunter auch die Trilogie "Das Zeitalter der Fünf". Aus meinem Freundeskreis hatte ich hierzu zwar gemischtes Feedback erhalten und wurde durchaus vorgewarnt, aber zumindest reinschnuppern wollte ich in die Geschichte doch.

Zu Hause fand ich dann den zweiten und den dritten Band vor (sowas passiert, wenn man Bücher einfach nur kauft, weil man den Autor mag und nicht ordentlich schaut, ob es sich nun um einen Einzelband oder eine Serie handelt) - nur werde ich ja bei einer Trilogie nicht in der Mitte anfangen... Also musste noch der erste Band her, damit es losgehen konnte und obwohl ich den inzwischen durch habe, weiß ich nicht so ganz, wie sehr mir diese Reihe gefällt.
Die Protagonistin dieser Serie heißt Auraya - und ich finde es ja ganz gut, dass Trudi Canavan wieder ein Mädchen in den Mittelpunkt stellt, aber da machte sich auch schon die erste Parallele auf: Auraya kommt zu ihrer neuen Rolle so ein bisschen wie die Jungfrau zum Kind, denn ihre magische Begabung wird eher durch einen (unglücklichen) Zufall entdeckt. Anstatt also ein normales Leben zu führen, wird sie Priesterin und letztlich sogar eine der fünf Auserwählten der Götter. Mit besonderen Fähigkeiten und Unsterblichkeit ausgestattet soll sie im Sinne der Götter schalten und walten - und natürlich gäbe es nichts zu erzählen, wenn nicht eine feindliche Macht ihren Auftritt hätte und die fünf Weißen vor ernsthafte Probleme stellen würde...

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir anfangs nicht leicht gefallen ist, in die Story reinzukommen - so ein bisschen habe ich mich an meine erste Lektüre des Herrn der Ringe erinnert gefühlt: Es werden sehr viele, durchaus stimmungsvolle und interessante Informationen geliefert und Canavan ist zu Beginn aus meiner Sicht sehr detailverliebt - aber worum es nun eigentlich gehen soll, wird nicht so ganz klar. Die Geschichte plätschert anfangs ein bisschen vor sich hin, liest sich durchaus angenehm, hat aber nicht den Charme, den die Gilde der Schwarzen Magier nahezu sofort ausgeübt hat, irgendwo fehlte mir da was. Es dauerte einige Zeit, bis ich mich auf diese Darstellungsart eingestellt hatte, dann nahm die Story auch mehr Fahrt auf und wurde reizvoller und interessanter.

Ein Punkt, der einem das Lesen nicht wirklich einfacher macht, sind die vielen parallelen Erzählstränge: Einerseits gibt es Auraya, deren Leben und Walten wir verfolgen; dann gibt es Tryss, der sein Volk (das wirklich zauberhaft beschrieben wurde und mir sehr sympathisch ist!) voranbringen möchte und seine erste Liebe Drilli; eine weitere zentrale Geschichte dreht sich um Emerahl, die eine wilde Magierin ist und sich eigentlich von den Priestern fernhalten möchte - und dann gibt es natürlich noch diverse Nebenstränge um Verbündete, Freunde oder auch Feinde. Bis man also alles im Kopf richtig geordnet hat und weiß, wohin einen jetzt der Wechsel der Erzählperspektive wieder gebracht hat, dauert es einfach seine Zeit. Einige Stränge werden schneller zueinander geführt, andere langsamer - aber auch für sich genommen sind sie alle spannend und interessant.

Ich finde zwar, dass die Charaktergestaltung an einigen Stellen noch etwas oberflächlich geblieben ist, aber da es sich um eine Trilogie handelt, ist dafür ja noch Zeit. Es gibt jedoch so einige Figuren, die mir schnell ans Herz gewachsen sind und deren Entwicklung ich doch gespannt weiterverfolgt habe - die haben mich nämlich ein bisschen mehr durch das Buch getragen als die tatsächliche Handlung. Insgesamt fand ich fast die Nebenschauplätze interessanter, die Geschichten hinter den Charakteren und der Entwicklung der Gesellschaft (die wie die meisten Fantasy-Universen einfach auf einem gewissen Schwarz-Weiß-Denken beruht), obwohl das Ende des Buchs durchaus spannende weitere Geschehnisse verspricht. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den zweiten Teil gleich im Anschluss lesen will oder die Sache noch ein bisschen sacken lasse - aber reinschnuppern werde ich auf jeden Fall.

"Priester" wurde mir kosten- und bedingungslos von blanvalet zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Astor "Cooper king"

Hach, die Zeitumstellung - selten so etwas unnützes erlebt, aber heute muss ich ehrlich sagen, dass ich mich über die zusätzliche Stunde Schlaf gefreut habe! Und ein klitzekleines bisschen hoffe ich ja, dass es morgens jetzt noch eine Zeit lang nicht ganz so finster ist und man nicht nur auch mal ein paar Fotos knipsen kann, sondern vor allem nicht im Dunkeln raus muss, nur um nach der Arbeit wieder im Dunkeln nach Hause zu kommen...

Aber eigentlich mag ich den Herbst - und vor allem Herbstlacke! Den heutigen schleppe ich mal wieder schon eine geraume Zeit mit mir rum (wenn ich nicht irre, müsste der Lack so von 2013 sein, oder?) und habe einfach noch nicht die perfekte Gelegenheit gefunden, ihn endlich auf dem Blog zu zeigen. Bis heute!
"Cooper king" lässt sich mit dem Pinsel sehr angenehm auftragen, die Konsistenz ist ein kleines bisschen dicklicher als bei anderen Lacken, aber trotzdem flüssig - von der Warte her gibt es also nichts zu meckern. Eine Schicht deckt schon weitestgehend, ist aber gerade aus schrägeren Winkeln noch nicht ganz blickdicht, die zweite Schicht macht alles perfekt und auch die Farbe noch ein wenig satter. Die Trockenzeit ist völlig in Ordnung und auch das gleichmäßige, glänzende Finish spricht dafür, auf einen Topcoat zu verzichten. Ein wenig streifig wird der Lack zwar, aber das hält sich hier durchaus im Rahmen und stört das Ergebnis aus meiner Sicht gar nicht.
Tja und die Farbe - die spricht eindeutig für sich! Ich weiß gar nicht, wo ich sie hauptsächlich einordnen sollte, denn im Fläschchen scheint der Lack hauptsächlich dunkelrot zu sein und über einen Braunton bis ins Grünliche zu changieren. Auf den Nägeln ist das Rot eher ein Lilaton oder manchmal auch ein dunkleres Magenta, das sich bis in einen gelblichen Olivton entwickelt. Die Farbbase ist beim Ablackieren dafür eher bläuclich und vollgepfropft mit irgendwelchen schimmernden Teilchen - ich habe also mit der korrekten farblichen Zuordnung hier ganz eindeutig so meine Probleme! Aber das ist gar nicht schlimm, denn der Lack ist gerade jetzt ein absoluter Hingucker - ohne Sonneneinstrahlung zeigt er nämlich sein volles Potenzial und ein tolles Farbspiel.
Je nachdem, wie das Licht auf die Nägel fällt, hat man eher einen lilalich-rötlichen oder aber eher gelblich-grünlichen Haupteindruck auf den Nägeln, der zu den Seiten respektive zum Nagelbett hin dann in die jeweils andere Farbnuance abdriftet. Besonders am frühen Morgen oder gegen Abend, wenn es wieder dusiger und dunkler wird, kann man dieses Farbspiel ganz einfach beobachten - bei zu viel Licht (oder auch im Sonnenschein) wird "Cooper king" eher einheitlich lila. Also nicht nur von den Grundfarben her ist das der perfekte Lack für den Herbst, sondern auch aufgrund seiner optimalen Lichtverhältnisse - die kommen einem in der doch dunkler werdenden Jahreszeit definitiv entgegen! Und so oder so ist das ein Lack, mit dem man herrlich viel Zeit verbringen kann, weil dieser Farbwechsel einfach immer wieder faszinierend ist.
Bei der Frage, was ich nun aus diesem Lack machen soll, habe ich mich letztlich für was ganz Einfaches entschieden, nämlich einen Topper. essence kam mir da mit dem "Let stars rain down on me!" (der "Shake me! I'm pretty"-Holotopper) mehr als nur recht, denn so wird aus zwei einfachen Drogerielacken doch fast einer dieser tollen Indielacke, die mit einer duochromen Basis und Holobröckelchen begeistern... Sicherlich sind die Bröckelchen hier nicht gar so bröckelhaft, aber dafür zeigt sich der Holoeffekt auf den kleinen Partikelchen sehr gut und schmeichelt auch diesem lila-braun-gelblichen Farbspiel von "Cooper king". Mit dem Topper finde ich sogar, dass das Lila insgesamt ein wenig blaustichiger wirkt als vorher - aber das ist nur eine Randerscheinung. Ich bin von der Kombination auf jeden Fall ganz begeistert und war recht traurig, dass ich sie doch wieder ablackieren musste.
So wie heute könnte der Herbst für mich durchaus bleiben - ein bisschen Sonne ist nicht nur gut fürs Fotografieren, sondern auch für die Stimmung und auch wenn "Cooper king" auch ohne auskommt, mit Sonne sieht er auch nicht so übel aus! Die Haltbarkeit, man sieht auf den Topperfotos ja schon etwas Tipwear, liegt für mich völlig im Rahmen - nach zwei Tagen ohne Topcoat sieht man halt eben die Nagelränder schon etwas. Aber ansonsten kann ich mich über den Lack nicht beschweren, auch das Ablackieren war einfach und die Farbe ist einfach grandios!

Samstag, 24. Oktober 2015

Kreta: Die ehemalige Hauptstadt Chania

Nachdem wir also einen Abstecher in den kretischen Süden gemacht hatten, wurde es auch mal Zeit, sich mit dem Norden der Insel auseinanderzusetzen. Da unser Hotel einen kleinen Hauch eher im westlichen Teil Kretas lag, haben wir beschlossen, uns gar nicht um den Osten zu kümmern, sondern lieber mal zu schauen, was es an der Westküste gibt - den Klassiker, den Palast von Knossos, haben wir uns also gar nicht erst gegeben (uns wurde auch geraten, das nur mit einer geführten Tour zu machen, sonst würde man da nur an Steinen vorbeilatschen - und wir hatten auf beides keine große Lust).

Unser erstes größeres Ziel nach dem kleinen Abstecher nach Georgiopouli war Chania, das bis 1971 die Hauptstadt der Insel war und mit ein paar fünfzigtausend Einwohnern auch nicht so wirklich zu den richtig großen Städten zählt (mein Heimatkaff hat so um die 80.000 und das ist schon echt winzig). Allerdings ist die Insel ja nun auch nicht unendlich groß und so zählt Chania zu den fünf größten städtischen Ballungsräumen - und hat auf der angrenzenden Halbinsel auch einen Flughafen, den man ins Visier nehmen sollte, wenn man eher im Westen Urlaub machen will. Für uns war das gehupft wie gesprungen - unser Hotel lag ziemlich genau in der Mitte der Strecke von Chania nach Heraklion.
Mit dem Auto haben wir auf gut Glück einen der auf der Karte verzeichneten Parkplätze angesteuert, den man kostenlos nutzen konnte - und auch sofort einen freien Platz gefunden. Sicherheitshalber noch bei einer vorbeifahrenden Einheimischen erkundigt, ob man irgendein Ticket ziehen muss oder nicht - und dann sind wir losgestapft, um dieses Städtchen zu erkunden. Unser erstes Ziel war der Hafen (so eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten hat Chania nämlich auch wieder nicht) und recht schnell waren wir am Wasser - so ist das eben, wenn man auf einer Insel unterwegs ist! Während ich eigentlich dachte, dass die "Stadtmauer" lediglich als Schutzwall gegen das Meer dient, erspähte ich schon bald mehrere Treppen, die ins kühle Nass (das hier nicht mit riesigen Felsbrocken vollgepfropft ist, sodass man auch wirklich rein kann) führten und so einige schwimmbereite Menschen.
Auch an anderen Stellen plantschten immer wieder Touristen und auch Einheimische im Meer und ich muss schon sagen, dass das schon einen gewissen Charme hat, wenn man einfach so "mitten in der Stadt" auch ins Meer hüpfen kann. An der Stadtmauer entlang kamen wir auch schnell in den Hafen, der von einer weitläufigen, begehbaren Mole gesäumt wird. Natürlich mussten wir zumindest ein Stück entlang der Mole erkunden - der Leuchtturm am Ende war leider nicht begehbar, sodass wir uns das letzte Stück gespart haben. Aber auch so hat man einen ganz netten Blick auf Chanias venezianischen Hafen und auf der anderen Sete natürlich auf das Meer.
Der Hafen selbst ist doch recht touristenlastig gestaltet - es gibt natürlich ein Restaurant neben dem anderen und diverse Ausflugsschiffe, die Stunden- oder Tagestouren anbieten. Sehr zu unserem Erstaunen waren die Lokale auch alle recht voll - und das, obwohl man nur ein paar Minuten weiter zauberhafte, ruhige Gässchen mit charmanten kleinen Cafés oder Tavernen findet. Am Hafen selbst ist es logischerweise ziemlich laut, da viele Menschen unterwegs sind und auch die Kellner der Restaurants versuchen, ihre Plätze an den Touri zu bringen. Man hat hier zwar einen Blick auf den Hafen - aber aufs Wasser gucken kann man auf Kreta ja sowieso meistens. Wir machten uns also lieber woanders auf die Suche nach einem Kaffee - und wurden für unsere Entscheidung mehr als nur belohnt. In einem kleinen Gässchen landeten wir in einem schnuckeligen, sauberen Café, in dem auch eine einheimische Männerrunde saß. Und wo Einheimische sitzen, kann es ja nicht schlecht sein, dachten wir uns - und wurden mit gutem Café und einem leckeren Stück Kuchen (unaugefordert dazu!) belohnt.
Gut gestärkt machten wir uns durch ein paar Seitenstraßen und mit dem einen oder anderen Zwischenstop in einem kleinen Geschäft (und der Feststellung, dass Sephora Mittagspause hat) wieder auf den Weg zur typischen Touristenroute - denn ich wollte ja unbedingt in die Ledergasse, um mir dort mein perfektes Urlaubsmitbringsel zu organisieren. An der Kathedrale der drei Märtyrer vorbei (die einem bei einer Führung anscheinend auch ausschweifend erläutert wird) schlugen wir uns also in das enge Gässchen, in dem sich ein Ledergeschäft an das andere reiht. Eine Lena kann da durchaus so ein paar Minütchen zubringen, bis sie sich für eine Tasche entschieden hat - aber es gibt dort einfach auch viel hübsche Handwerkskunst (allerdings auch viel industriellen Schmock). Danach haben wir nur noch kurz einen Abstecher zur Markthalle gemacht, die ich nicht außerordentlich spannend fand, und sind wieder ins Auto gestiegen - denn eigentlich wollten wir noch eine Badebucht ansteuern.
Zuerst ging es aber nach Stavros, zum Strand, an dem in "Alexis Zorbas" die Schlussszene des Zorbas-Tanzes gedreht wurde. Da war es ziemlich voll und wir wollten uns nun nicht wirklich noch irgendwohin quetschen, also fuhren wir weiter zu unserer angepeilten Bucht. Da jetzt diese Halbinsel nicht gar so phänomenal ausgeschildert war und wir auch nur ungenaue Anweisungen hatten, erkundeten wir zwischenzeitlich also den chanianischen Flughafen, die (ehemalige?) Müllanlage auf Akrotiri, eine Kiesgrube, den Schießplatz der Nato auf Kreta "NAMFI", auf dem uns zumindest eine grobe Richtung mitgeteilt wurde und letztlich haben wir tatsächlich die Badebucht gefunden! Nur war die dann überlaufen - aber sie ist absolut traumhaft gelegen und wenn man sich erst einmal die Serpentinen herungergezwirbelt hat (was so in etwa eine gute Viertelstunde gedauert hat), müsste man auch noch etwa zehn Minuten zu Fuß zum Strand und dazu waren wir dann nicht mehr so wirklich motiviert.
Natürlich hätte man sich auch in Chania und Umgebung noch ein ordentliches Kulturprogramm geben und sich das archäologische oder nautische Museum ansehen können - aber manchmal ist es halt doch schöner, einfach nur ein bisschen herumzuschlendern und die freie Zeit zu genießen.  Vor allem auf Akrotiri haben wir (zufällig) so einige hübsche Ecken gesehen (und damit meine ich weder die Müllanlage, noch den Flughafen und die Kiesgrube!), an denen man sich durchaus auch zu einem Badeausflug hätte einquartieren können. Wenn man vormittags kommt, ist es auch noch deutlich leerer und man hat auch wirklich etwas Strand für sich - aber den hatten wir ja auch direkt vor der Nase im Hotel.