Freitag, 31. Juli 2015

Kleancolor 245 Kawaii stuff

Der "Blue Friday" macht im August Sommerpause, aber vorher gibt es noch das Juli-Special zum Thema "Sommer". Nachdem ich es bisher immer heldenhaft verplant habe, bei den Monatsspecials mitzumachen, habe ich es mir dieses Mal (auch wegen der anstehenden Pause, die ich ja auch ein bisschen begrüße) fest vorgenommen, was Sommerliches zu pinseln - und stellte dabei schon fest, dass ich noch einige schmutzige und gräuliche Blautöne habe, aber kaum was Fröhliches...

Also musste heute ein kleiner Stinkelack herhalten, der zwar auch nicht sonderlich hell ist, aber dafür ordentlich strahlt: Kleancolor "Kawaii stuff" müffelt genauso wie sämtliche seiner Geschwister in meinem Besitz, sieht im Fläschchen auch noch deutlich heller aus und entfaltet seinen Charme eigentlich erst mit Topcoat - aber alles der Reihe nach!
Im Fläschchen sieht "Kawaii stuff" noch wie ein Periwinkle aus, aber schon bei der ersten Schicht wird er auf den Nägeln dunkler als das Fläschchen vermuten lässt. Mit der zweiten Schicht, die für eine gute Abdeckung definitiv nötig ist, wird der Lack noch ein bisschen intensiver und hat ein leicht seltsames Finish: Nicht wirklich glänzend, aber auch nicht so recht matt - und vor allem eine unebene Oberfläche, die auch noch mit lauter komischen "Lackflecken" versehen ist (ob sich da irgendwas nicht richtig aufgelöst hat? Keine Ahnung!). Also musste da ein Topcoat drüber, auch, um diesen bestialischen Gestank in den Griff zu kriegen (ansonsten miefen die Nägel einfach locker einen Tag lang) - und holla die Waldfee, mit Topcoat wird das ein bombiger, strahlender kobaltblauer Ton!
Definitiv ein Traum von Blau und man sieht auf dem Sonnenbild auch recht gut, dass das Ergebnis auf den Nägeln deutlich dunkler ist als das Fläschchen - wie schon erwähnt, kommt das Strahlen vom Topcoat und ist aus meiner Sicht ja fast das beste an dem Lack! Da sich aber leider noch immer ein paar kleine Unebenheiten in der Farbe gezeigt haben und ich befürchtet habe, dass das Blau für ein sommerliches Design dann doch noch ein bisschen zu dunkel ist, habe ich erstmal mit "Ice cubes" von misslyn Abhilfe geschaffen und "Kawaii stuff" mit dem eigentlich duochromen Topper überzogen. Leider zeigt sich der duochrome Effekt mit einem Wechsel von Blau ins Pink nur in den unsäglichsten Winkeln ohne Licht - das macht die Kamera dann nur sehr bedingt mit...
Aber so aufgehellt war das definitiv die perfekte Basis für meine Palmen-Waterdecals, die ich mir bei Bornpretty aussuchen durfte (#16606). In Rot und Orange ist die Auswahl an Palmen und Palmenblättern auf dem Bogen echt groß und ich habe einfach ein kleines bisschen gemixt und zwei Nägel bepalmt. Fehlen nur noch der Strand und ein entsprechender Cocktail und schon kommt Urlaubsfeeling auf - ok, ein bisschen Sonne wäre noch fein (hier ziehen mal wieder graue Wolken den Himmel entlang). Mit den kleinteiligen Motiven ist es zwar ein bisschen eine Fitzelei, alles so auf die Nägel zu kriegen, wie man möchte, aber die Decals lassens ich ja gut verschieben und sind geduldig. Nach zwei Nägeln hatte ich aber das Gefühl, dass die Mani unruhiger würde, wenn ich die anderen Nägel auch noch mit Palmen beklebt hätte, also blieb es dabei.
Eigentlich hatte ich die Palmen ja für einen gelben Lack geplant - aber auch auf dem Blau kommen sie farblich gut raus und gefallen mir einfach sehr! Wenn sich hier auch mal wieder sommerlicheres Wetter breit macht, kann ich mir auch gut noch das eine oder andere Design damit vorstellen - in meinem Kopf hatte ich zumindest noch den Versuch, die Palmen auf eine Insel zu setzen, aber das auf dem Blau kam mir dann nicht mehr ganz so geschickt vor... Auf dem letzten Bild sieht man auch noch ein kleines bisschen den Effekt von "Ice cubes", der zum Nagelbett und den Seiten hin doch eindeutig pink wird - aber wie gesagt ist das leider nicht außerordentlich dominant und die meiste Zeit schimmert der Topper hellblau.
Wenn ich mir nicht an der rechten Hand böse den Nagel eingerissen hätte, hätte "Kawaii stuff" sicherlich noch etwas länger auf meinen Nägeln bleiben dürfen - aber so war nach zwei Tagen Schluss, obwohl ich sonst keine Tipwear hatte. Aber immerhin lässt sich dieses Blau unproblematisch ablackieren und hinterlässt weder blaue Nagelhäute noch sonst irgendwelche Stains!

Die Palmen-Waterdecals wurden mir freundlicherweise von Bornpretty zur Verfügung gestellt mit dem Code JAAX31 gibt es 10% Rabatt.

Donnerstag, 30. Juli 2015

101 im Juli, die Zweite

Also wenn das nicht der verregnetste Juli seit Jahren war, weiß ich auch nicht! Normalerweise steht sich mein Auto im Juli die Reifen in den Bauch, wird so langsam von Spinnen und anderem Getier bevölkert und lässt kleine Moosinseln an den Rädern wachsen (ok, das ist ein bisschen übertrieben...) - dieses Jahr war der Juli aber definitiv ein Automonat. Natürlich bin ich mit dem Rad trotzdem pitschenass geworden, aber selten musste ich wirklich so oft von meinen zwei Rädern auf vier umsteigen...

Trotzdem ist der Juli schon wieder rum und ich kann zumindest behaupten, dass ich gefühlt ein kleines bisschen produktiv war - sicherlich nicht so produktiv wie ich hätte sein können, aber ab und zu muss man ja auch mal ein bisschen ausspannen und nicht das ganze Wochenende von vorne bis hinten verplanen!

8. Musik CDs (10 / 10)

Nachdem mir "Flash mich" nicht so wirklich aus dem Kopf gehen wollte, habe ich mir dann doch das Album von Mark Forster gekauft. Erfreulicherweise sind auch noch ein paar andere gute Lieder drauf und ich muss sagen, dass ich die Texte teilweise auch nicht übel finde. Und teilweise ist das noch besonders raffiniert kombiniert, sodass man schon fast nicht an einen Zufall glauben kann (dass "Immer immer gleich" ein Wiener Walzer ist kann einfach kein Zufall sein!).

Dazu musste dann endlich auch noch "True" von Avicii mit, weil ich "Hey brother" nach über einem Jahr noch immer toll finde, "Wake me up" fleißig im Radio mitsinge und auch "Addicted to you" inzwischen gar nicht mehr so nervig finde. Und wie bei Büchern bin ich auch bei Musik ein großer Freund von Sachen zum anfassen - und meistens laufen die CDs dann daheim im Wohnzimmer, während ei mp3-Version auf dem Player für unterwegs ist...

14. Nagellacke maximal (21 / 100)

Mal wieder Flaute in diesem Segment - eigentlich dachte ich ja, dass bei der Sortimentsumstellung von essence und Catrice ein paar Lacke einziehen würden, aber nach einem Blick in die Regale fand ich nichts wirklich spannend... Außer dem Sandtopcoat (aber -topcoat halt!). Und auch bei tkmaxx gab es absolut keinen spannenden Lack - irgendwie ist tkmaxx momentan eh ein bisschen langweilig in der Beautyecke. Allerdings leide ich auch noch immer nicht an Lackmangel - ich bin nur ein bisschen schwer zu begeistern momentan...

18. Fußcremes aufbrauchen (1 / 2)


Ich hätte ja fast nicht gedacht, dass ich in dieser Sparte tatsächlich mal von einem Fortschritt berichten kann - aber die Balea Fuß Butter ist tatsächlich endlich leer! Ich fand sie auch gar nicht schlecht - der Duft ist recht frisch und wirklich lecker, aber irgendwie schaffe ich es einfach nicht, mir die Füße vor dem Zubettgehen regelmäßig einzucremen.

Natürlich lag bzw. liegt die Fußcreme schon brav am Bettrand (teilweise lagen da sogar zwei!), sozusagen direkt vor der Nase - aber irgendwie habe ich es außerordentlich gut geschafft, an ihr vorbeizuschauen und sie nicht zu benutzen. Mag auch daran liegen, dass ich Füße generell einfach nicht so wirklich spannend finde und meine mir auch wenige Probleme bereiten - aber gerade im Sommer tut ihnen ja ein bisschen mehr Pflege auch gut. Jetzt wird auf jeden Fall die zweite Fußcreme angegangen und ich hoffe, bei der geht es etwas schneller...

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (79 / 142)

Um ehrlich zu sein, warte ich ja noch immer auf den Moment, an dem ich dem Post- oder Paketboten mit irgendeiner Pampe im Gesicht die Tür öffnen muss, aber bisher bin ich da gut drum herum gekommen. Gesichtsmaske geht bei mir nämlich morgens oder vormittags am besten - abends bin ich dann meistens zu faul, um mich vor dem Schlafengehen noch mit einer Maske hinzusetzen und zu warten... Aber gerade am Wochenende und ganz selten auch mal unter der Woche (ich muss ja noch ein bisschen was "aufholen") ist so eine Maske einfach eine feine Sache!

25. Haare rot färben / tönen (1 / 1)

Manche Dinge dauern einfach ein bisschen - aber jetzt sind die Haare (endlich) rot! Sieht man ein kleines bisschen *hier* im Posting, wobei sie inzwischen deutlich heller und eher rostrot sind. So ganz bombastisch hält Olia bei mir wohl doch nicht, aber um da eine valide Aussage zu treffen, muss ich mir das Ganze (bzw. die Farbentwicklung) noch ein bisschen länger ansehen. Auf jeden Fall gefällt mir die Farbe und ich habe bisher viele Komplimente dazu bekommen.

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10)

Dieser Monat war was Designs angeht ganz schön stempellastig - aber seit ich einfach raus habe, wie einfach das sein kann, ist es wirklich nur eine Sache von Minuten, ein hübsches Muster auf die Nägel zu zaubern! 

Anscheinend habe ich diesen Monat eher ein Herz für subtile Stampings - denn sowohl der dunkle Anny als auch der orangene Bourjois gehören zu meinen aktuellen Favoriten. Wobei die Kiwi auch nicht zu verachten ist und die Fischchen gut gelungen sind... War definitiv ein guter Stampingmonat!

Aber immerhin habe ich auch ein kleines bisschen gespongt, Decals verwendet und kläglich bei der Blobbicure versagt - zumindest habe ich versucht, ein bisschen Abwechslung reinzubringen. Momentan ist aber wirklich mein erster Griff zu den Stampingplatten, wenn es ums Verzieren von Nagellack geht - das hätte ich echt nie gedacht!

35. Gesundheitscheck (1 / 1)

So, den Punkt sehe ich jetzt auch mal als erledigt an - zumindest die wichtigsten Werte sind gecheckt, das Blutbild im Großen und Ganzen in Ordnung und es scheint bis auf bekannte Probleme keinen akuten Handlungsbedarf zu geben. Weitestgehend könnte man also behaupten, ich wäre ärztlich überprüft gesund!

44. Backup aller wichtigen Daten machen (1 / 1)

Was so ein kleines Windows-Update nicht alles bewirkt - ich habe vor WIN10 definitiv alle möglichen Daten solide und ordentlich gesichert! Und dabei natürlich festgestellt, dass ich einige Sachen an unterschiedlichen Stellen mehrfach habe - da ist also noch ein bisschen Ordnungmachen angesagt. Aber zumindest kann mir jetzt definitiv nichts mehr verlorengehen!

51. Bücher lesen (44 / 60)

Das war diesen Monat nicht so wirklich produktiv - außer dem zweiten Teil von "Wild cards" habe ich nur ein schmales Büchlein gelesen... "Komm, süßer Tod" von Wolf Haas hat mich aber auch dermaßen geärgert, dass ich mir viel mehr als diese 200-nochwas Seiten nicht hätte antun können. Ich muss mich auf der Arbeit schon damit rumquälen, dass Leute keine ganzen Sätze schreiben können, es würde aber niemand auf die Idee kommen, denen dafür irgendeinen Preis zu verleihen! Die Story fand ich ja ganz nett - aber der Schreibstil war so gar nicht meins...

60. Sport machen (293 / 514)

Diesen Monat war das wirklich ein Auf und Ab - und kurzzeitig habe ich sogar überlegt, das komplette Sportprojekt zu schmeißen. Nachdem ich mir dann aber bewusst gemacht habe, dass ich jetzt seit über fünf Jahren fleißig jeden zweiten Tag meine Sportsession abhalte (oder eben nachhole), hat sich der Ärger über die momentane Sportunlust ein bisschen gelegt und ich krabbele weiter tapfer auf dem Boden vor mich hin... Irgendwann komme ich auch wieder auf meine null!

71. ein Tanzturnier meines besten Freundes besuchen (0 / 1)

Tja, ich glaube, das ist ein Punkt, den ich so langsam aus der Liste entfernen sollte... Aus diversen Gründen scheint es, dass das nicht mal mehr theoretisch machbar ist - mal sehen, ob mir für den nächsten Monat ein anderer Punkt einfällt.

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (19 / 32)

Trotz wirklich einiger Dinge, die ich diesen Monat geschafft habe (sogar aufgeräumt habe ich!), gab es auch mal einen sehr faulen Tag. Zugegebenerweise einen, an dem ich besser hätte produktiv sein sollen, aber manchmal geht das einfach nicht. Faulitag deluxe sozusagen!

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (19 / 32)

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (10 / 25)

Also irgendwie habe ich momentan kein Glück auf dem Markt - entweder ich werde um Geld beschissen oder ich kriege nicht, was ich will. Da habe ich freundlich um Käse in Scheiben gebeten und die Antwort war: "Kann's denn nicht auch am Stück sein? Sonst habe ich hier den Rand übrig..." Ach ja und wenn ich den Rand zu Hause habe, dann ist das ok oder wie??? Der Käsestand ist für mich erledigt.

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (19 / 32)

Das war knapp diesen Monat - irgendwie sehr fischunlastig. Zu Hause gab es mal wieder einen traumhaften Lachs in Teriyakisoße (einfach immernoch lecker!) und auf der Arbeit einmal einen schrecklich trockenen Wildlachs, der nach nichts geschmeckt hat... Mal sehen, was der August so bringt!

101. das Gefrierfach leeren (1 / 1)

So ein bisschen habe ich das Gerfrierfach zwangsweise geleert, weil ich meinen Kühlschrank abgetaut habe - aber ein paar der enthaltenen Lebensmittel waren auch einfach nicht mehr genießbar... Immerhin waren das wirklich wenige Dinge, der Rest wurde brav aufgefuttert. Ohne die drei Zentimeter dicke Eisschicht ist aber jetzt wieder mehr Platz, auch wenn momentan nur Butter, Brot und Eis im Gefrierfach wohnen.

Erkenntnis des Monats: Wenn man mal was anfängt, ist es meistens gar nicht so schlimm, wie man vorher gedacht hat. Das ging mir diesen Monat öfters so - mit meinen Unterlagen, die ich endlich mal geordnet habe (erstaunlich schnell!), mit Terminen und Umstellungen, die dank freundlicher Servicemitarbeiter (bis auf eine Sache) easy zu regeln waren, auf der Arbeit mit einem Projekt, das sich bei genauerem Hinsehen als nicht halb so kompliziert dargestellt hat. Jedes Mal stelle ich das auch beim Spülen fest - ich hasse spülen so lange, bis ich damit anfange, dann ist es gar nicht tragisch und geht ratzfatz. Ab und zu sollte ich mir das vielleicht mal vorher bewusst machen und nicht manche Dinge so vor mir herschieben...

Mittwoch, 29. Juli 2015

Rival de Loop Young "Duo colour nail colour" 03 Just marine

Ja, ich gebe zu - als ich hier für heute Weiß verkündet habe, dachte ich eigentlich, dass das perfekt passen würde: Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, saftige Wiesen, ein Strandtuch und dazu eben weiße Nägel. Sitzt, passt und hat Luft! Dass jetzt Ende Juli hier der Herbst den großen Durchmarsch startet, war irgendwie nicht eingeplant - aber gut, mitgehangen, mitgefangen, Weiß ist also dran!

Irgendwie habe ich es nicht so wirklich mit weißen Nägeln und darum auch eher wenige weiße Lacke. Während ich schon befürchtet habe, dass ich einen supersheeren Lack verwenden muss, kam dann mit dem Gewinnspiel von Andrea die Erlösung in Form eines Doppellacks von Rival de Loop Young. "Just marine" klingt jetzt nicht unbedingt so, als ob da ein weißer Lack dabei wäre (bei Marine denke ich einfach sofort an Blau), macht aber bei der marinetypischen Farbkombination Blau-Weiß-Rot durchaus Sinn!
Leider haben die beiden Lacke hier keine getrennten Namen (oder ich habe sie übersehen), aber natürlich habe ich für Weiß heute die weiße Seite lackiert. Und das ist (leider) mal wieder einer der Lacke, die im Fläschchen superspannend aussehen und auf den Nägeln ganz schön nachlassen. In der leicht milchigen Base sind nämlich ganz viele Glasflecksteilchen unterwegs, die eigentlich von einem Pink über Orange und Gelb bis zu einem bläulichen Grün changieren - wenn sie am Flaschenrand kleben. Auf den Nägeln muss man diesen Schimmer schon sehr gut suchen und dort kommt am ehesten der pink-orangene Anteil durch. Auf den Nägeln habe ich hier drei Schichten lackiert, damit der Übergang zum Nagelweiß zumindest weitgehend abgedeckt ist - aber perfekt blickdicht ist das leider noch immer nicht (ich weiß schon, warum du den Lack aussortiert hast, Andrea!).
Der Auftrag ist übrigens ganz einfach, wenn man das Fläschchen aus dem schwarzen Mittelteil zieht - ansonsten muss man halt mit dem zweiten Lackfläschchen am anderen Ende lackieren und das wiegt dann schon ein bisschen was. Der Pinsel ist aber klasse, die Konsistenz des Lacks auch gut und die Trockenzeit in Ordnung - nur an der Deckkraft hapert es ein bisschen. Und an dem spektakulären Ergebnis, das ich aufgrund des Fläschchens doch erhofft hatte. Die Flecks sind sehr zart (und gehen komplett unter, wenn man einen Topcoat drüberpinselt, darum habe ich das hier gelassen) und den pinkigen Schimmer muss man wirklich suchen - die kühle, bläulich-grüne Variante habe ich auf den Nägeln gar nicht zu sehen bekommen. Der Weißton ist allerdings ein wenig auf der wärmeren Seite und ich finde, der steht mir sogar ganz gut!
Nachdem mich die weiße Seite nun nicht so komplett vom Hocker gehauen hat (leider habe ich keinen Sonnenschein erwischt, weil sich die Sonne konstant hinter einem dicken Wolkenband versteckt hat - aber ich vermute, dass der Schimmer da nicht sichtbarer wäre), musste natürlich was drüber - und da bot sich einfach ein Stamping mit der MoYou Sailor Nr. 7 an. Da der Lack "Just marine" heißt, ist ein maritimes Muster natürlich schon fast Pflicht und da die zweite Seite des Lackduos Blau ist, war schnell klar, dass ich damit was stempeln wollte. Die Platte hat so einige tolle Muster, dieses Mal habe ich mich aber für einen Mix aus zwei kleinteiligen Motiven entschieden, einmal Fischchen und dann ein paar Muscheln und Seesterne - ich finde einfach beide Motive knuffig und sie passen auch gut zusammen.
Nachdem ich dann alles bestempelt hatte, war ich aber doch ein bisschen unsicher - ganz schön wuselig da auf den Nägeln! Und um alibimäßig die blaue Seite des Lacks auch nochmal zu zeigen (ein traumhaft schimmernder Ton!), wurden prompt die Muscheln einfach wieder überpinselt. Allerdings mit zwei Schichten Blau, da auch der Lack nicht so wirklich gut deckt. Mit den blauen Akzentnägeln finde ich auch die Fischchen schon wieder ein bisschen besser in Szene gesetzt und auf der anderen Seite doch schon ganz schön krass, wie viel blasser das Stamping im Vergleich zu den (zugegebenermaßen zwei Schichten!) komplett lackierten Nägeln ist. Leider geht mit dem Stamping auch der Schimmer auf dem Weiß komplett unter - aber da er vorher auch nicht so supersichtbar war, ist das nicht wirklich tragisch (wobei ich schillernde Fischchen schon toll gefunden hätte!).
Was die Haltbarkeit von "Just marine" angeht, ist die ohne Topcoat leider nicht ganz so grandios - am zweiten Tag haben mir an der rechten Hand zwei Eckchen gefehlt und das sieht leider bei einem weißen Lack absolut gruselig aus. Beim Ablackieren haben sich dann die Flecks als kleine nervtötende Teilchen herausgestellt, weil sie sich vor allem an den Nagelrändern festgesetzt haben - aber der Rest ging einfach ab.

Heute bin ich leider mal wieder logenplatzlos - aber dafür ist hoffentlich in der Galerie gleich ganz viel Weiß unterwegs! Für die nächste Woche geht es dann aber wirklich wieder etwas bunter zu, hoffentlich traut sich auch der Sommer wieder ein bisschen raus, ich würde nämlich gerne viele tolle Lacke in Magenta sehen!


Dienstag, 28. Juli 2015

Pigmentomania mit Zoeva "Expensive black"

Passend zum aktuellen Herbstwetter - täuschend echter Novemberhimmel, Oktobertemperaturen und nerviger Regen - habe ich heute ein doch eher düsteres AMU. Mit Rot wollte ich ja eigentlich schon öfters "mal wieder" was schminken, aber irgendwie hat es dann nie für Fotos gereicht und als ich mir dann die Haare gefärbt habe, war das der ausschlaggebende Punkt: Wenn das Gemüse auf dem Kopf schon rot ist, dann muss auch ein rotes AMU her!

Passend zu "Pigmentomania" muss natürlich ein Pigment mitspielen und das ist in diesem Fall "Expensive black" von Zoeva. 

Dazu habe ich "Bordeauxgold" von Kosmetik Kosmo kombiniert und mit dem alverde Eyeliner "Flashing star" einen noch schwarzeren Lidstrich auf der schwarzen Pigmentbase gezogen. Wimperntusche ist auch mit am Start (nachdem ich sie tatsächlich erst vergessen hatte...), genauso ein schwarzer Kajal und eigentlich auch noch eine Lidschattenbase - aber die wollte anscheinend auch nicht mit aufs Foto.

Den ersten Versuch zu diesem AMU gibt es *hier* im Posting ausschnittsweise zu sehen - da wollte allerdings meine Kamera nicht so wie ich (wobei das bei den heutigen Fotos auch nicht so ganz lief wie geplant) und außerdem war mir der untere Wimpernkranz in Schwarz auch ein bisschen zu heftig, also kam da heute das Rot hin. Inzwischen passt (leider) der Farbton von "Bordeauxgold" auch besser zu meiner Haarfarbe als noch auf den alten Bildern, denn irgendwie ist die doch ganz schön ausgebleicht...
Auf dem Lid habe ich "Expensive black" aufgetragen, ein mattes Schwarz, das eigentlich feinen Glitter enthält - der sich aber hervorragend wegblendet und -blinzelt. Auf dem linken Auge ist da so ein silbriges Fleckchen zu erkennen - davon sollte es eigentlich mehr geben, aber trotz viel Mühe meinerseits ließ sich das nicht so recht bewerkstelligen. Dafür hat man das Schwarz sehr schnell, deckend und gleichmäßig auf dem Auge! Ich mag das Pigment sehr und habe mich entschieden, es entgegen der sonstigen Verwendung in der Lidfalte einfach auf dem kompletten Lid zu nutzen. Macht das AMU zwar recht dunkel und ein bisschen düster, aber durchaus auch elegant - ich mag's!
In der Lidfalte habe ich dann mit "Bordeauxgold" von Kosmetik Kosmo gearbeitet und das schöne, eigentlich strahlende Rot mit "Expensive black" verblendet. Dadurch hat der Rotton dann einen leicht rostigen Hauch bekommen und wurde einfach ein bisschen schmutziger - gefällt mir auch sehr gut und ließ sich durch das Blenden einfach nicht vermeiden. Am unteren Wimpernkranz ist, wie schon erwähnt, hier auch "Bordeauxgold" zu finden. Das umrahmt zwar das Auge ein wenig, wirkt aber aufgrund des metallischen Schimmers weder verheult noch sonst irgendwie seltsam und nimmt einfach schön den Farbton aus der Lidfalte wieder auf. Die Wasserlinien habe ich beide geschwärzt, dann einen Lidstrich gezogen und erstmal die Wimperntusche vergessen - aber das ist mir Gott sei Dank noch aufgefallen, bevor ich aus dem Haus bin, darum gibt es auch Fotos mit!

Sicherlich ist das jetzt kein AMU, mit dem man unbedingt zum Bewerbungsgespräch antanzen sollte (außer man arbeitet in einer passenden Umgebung), aber durch die hellere Lidfalte wirkt  das gar nicht so krass wie ich anfangs befürchtet hatte. Dass "Expensive black" den Schimmer weitgehend verloren hat, finde ich auch gar nicht so schlimm, denn das matte Schwarz wirkt mit dem metallischen Rot in der Lidfalte dennoch sehr stimmig und der glänzende Lidstrich hebt sich zumindest ein bisschen ab. Ich bin ganz überrascht, wie gut mir das AMU gefallen hat - aber wenn es doof gewesen wäre, hätte ich es auch nicht extra zwei Mal geschminkt!

Montag, 27. Juli 2015

Wild Cards "Der Sieg der Verlierer" - George R. R. Martin

Seit September ist inzwischen doch ein bisschen Zeit vergangen und ich Held habe es noch immer nicht geschafft, mich mit Game of Thrones zu befassen - weder in der Buchvariante noch als Serie (ja, so ein kleines bisschen habe ich deswegen auch ein schlechtes Gewissen - aber so ein Tag mit 24 Stunden ist halt auch begrenzt!). Aber dafür habe ich es geschafft, den zweiten deutschen (insgesamt 19.) Band der "Wild cards"-Reihe zu lesen - und da steht George R. R. Martin zumindest als Herausgeber drauf!
"Der Sieg der Verlierer" lautet der Untertitel des Bandes, der im Englischen "Busted flush" heißt - beides durchaus stimmige Titel. Ich war ja schon sehr gespannt, wie es nach der Superheldensuche im vorherigen Band nun weitergehen würde und habe mich begeistert in das Buch gestürzt (also im übertragenen Sinne). Und kam dann erst einmal ins Stolpern, denn der Einstieg war gar nicht so leicht. Während es bei "Das Spiel der Spiele" mit der Castingshow noch recht seicht losging, ist die Handlung ein Jahr später deutlich dramatischer, denn Hilfs- und Katastropheneinsätze und politische Geschehnisse bilden hier die zentrale Rahmenhandlung.

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich die Handlungsstränge in meinem Kopf wieder sortiert hatte, denn in "Der Sieg der Verlierer" stehen durchaus andere und auch neue Asse im Vordergrund. Einer von ihnen ist ein alter Bekannter, Double Helix bzw. Noel bzw. Lillith bzw. Bahir, den ich im ersten Teil so gar nicht leiden konnte, der aber hier viel mehr Perspektiven zeigen kann, als wirklicher Charakter oder Person besser rauskommt und mir auf einmal sehr sympathisch wird. Natürlich ist das Leben als Doppelagent alles andere als einfach, aber während es bisher eher wie ein Spiel dargestellt wurde, bekommt Noels Assfertigkeit in diesem Band mehr Tiefe, Bedeutsamkeit und durchaus auch Tragik. Für mich hat seine Entwicklung das Buch getragen und ich habe immer auf die Kapitel gewartet, die Melinda Snodgrass geschrieben hat.

Noel hat hier so viel Aufmerksamkeit bekommen, da die Politik ein bisschen mehr in den Mittelpunkt gerückt ist und seine Verstrickungen in den unterschiedlichen Diensten besonders zur Geltung kommen. Auf amerikanischer Seite wird allerdings auch eine Forschungseinrichtung thematisiert, in der neben gefährlichen Assen und Jokern auch Niobe lebt. Die "Genetrix" ist dort aufgrund ihrer Jokerfähigkeit eher ein Forschungsobjekt - ihr Eiablageapparat (ja, das Bild in meinem Kopf dazu ist auch seltsam!) beschert ihr eine Vielzahl von Kindern mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten, aber auch einer sehr kurzen Lebensdauer... In der Forschungseinrichtung trifft sie auf Drake, auch "Little Fat Boy" (grandioser Hint!) genannt, der als ziemlich explosives Ass das besondere Interesse der Regierung auf sich gezogen hat - und trotz seines jungen Alters mehr als Gefahr denn als Bereicherung betrachtet wird...

Natürlich gibt es auch noch weitere (neue und bekannte) Asse, die ihren Auftritt haben, aber ich fand die Entwicklungen um Noel, Niobe und Drake (ja, die drei treffen zusammen!) eigentlich am spannendsten. Obwohl Drummerboy hier auf dem Cover zu sehen ist, fand ich die Handlung um ihn und die alten Asse nicht ganz so interessant - wobei auch diese Entwicklungen genug Spannung, Tragik und natürlich auch Lustiges zu bieten haben und ich es auch gut finde, dass die bekannten Asse nicht ganz aus dem Rampenlicht verschwunden sind (wobei das bei Lohengrin vielleicht besser gewesen wäre - was für eine Pfeife!) und man auch bei ihnen so einiges an Entwicklung mitbekommt. Das Assleben ist halt kein Zuckerschlecken und fordert so seinen Tribut...

Ich kann verstehen, warum die Meinungen zu dem Buch durchwachsen ausfallen - durch die verschiedenen Handlungsstränge kann einem wirklich mal der Kopf schwirren, aber trotzdem war ich überrascht, wie schnell ich wieder in der Story war und mit den Charakteren mitgefiebert, über sie lacht oder mich mit ihnen geärgert habe. An einigen Stellen hätte ich gerne einen stärkeren Fokus auf einzelne Charaktere gehabt, aber dann wäre die Gesamtkomposition ein bisschen auseinandergeflogen - ich hoffe einfach auf weitere Bände und muss sagen, dass "Wild Cards" bei mir voll ins Schwarze getroffen hat.

"Wild Cards - Der Sieg der Verlierer" wurde mir freundlicherweise von Penhaligon zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 26. Juli 2015

Bourjois "Vacances à Hawaii" 67

Also irgendwie geht das Wochenende viel schneller rum, als die Wochentage - zumindest fühlt es sich gerade so an... Jetzt ist tatsächlich schon wieder Sonntag und ich darf meinen Lack zur Bourjois-Blogparade zeigen! Bourjois ist eine Marke, die hier im Norden zwar durchaus ganz gut verfügbar ist - allerdings muss ich auch sagen, dass es nicht so wirklich viele Produkte gibt, die mich bisher angesprochen haben. Die neuen dreieckigen Nagellackfläschchen, die ich letzte Woche gesehen habe, sind zwar witzig - aber die Farben dann doch eher unspannend.

Den heutigen Lack mit dem klingenden Namen 67 aus der "Vacances à Hawaii"-Reihe habe ich aber mal bei tkmaxx gekauft - im Laden habe ich diese Lacke nie gesehen (aber dafür weitere Minifläschchen, die spezifischen Jahren gewidmet sind). Man kann also durchaus auch im Süden im großen Kruschladen das eine oder andere Bourjois-Produkt erstehen, falls man nicht online bestellen möchte.
Mit diesem Orange ging es mir aber leider wie mit seinen Geschwisterchen - dieses Flaschenformat mit dem kurzen Pinsel ist einfach unsäglich und macht einem das Lackieren unnötig schwer. Der Lack selbst hat eine akzeptable Konsistenz und lässt sich gut verteilen - gleicht sich nur leider nicht wirklich gut aus. Die Deckkraft ist auch eher suboptimal, ich brauchte nämlich ernsthaft drei Schichten, um mein Nagelweiß nicht mehr durchblitzen zu sehen - bei zweien erkannte man den Übergang einfach noch zu gut. Ein Topcoat hilft, dem Lack noch ein bisschen mehr Glanz zu verleihen und die Unebenheiten auszugleichen - und beschleunigt auch die Trockenzeit, die finde ich ebenfalls nicht optimal. Das erklärt wohl auch, warum ich um weitere dieser Minifläschchen eher einen Bogen mache...
Die Farbe ist aber dafür ganz hübsch, zumindest wenn man Orange mag. Auch wenn der Lack im Fläschchen vielleicht ein wenig dezenter und leicht pastellig aussieht - auf den Nägeln ist das eher ein solider Orangeton, der sich keineswegs versteckt oder zart ist. Zum Cremefinish gibt es auch nicht besonders viel zu sagen, das macht sich bei der Farbe ganz gut, ist jetzt aber auch nicht wirklich was Besonderes... Also hieß es, den Lack irgendwie aufzupimpen und nachdem seine Bourjois-Geschwisterchen farblich nicht so wirklich zu ihm passen, habe ich mir "Vanilla venom" von Maybelline geschnappt - und eigentlich wollte ich mit dem ein Muster auf das Orange stampen, aber das hat sich beim ersten Versuch als nicht so sonderlich gut machbar erwiesen...
Also wurde der Vanille-Lack einfach komplett auf das Orange gepinselt, was sehr gut passt und den Bourjois gleich um einiges interessanter macht. "Vanilla venom" kommt mit diesem superfeinen und zarten Schimmer auf dem Orange wirklich gut raus und man erkennt auch den pinkig wirkenden Schimmer ganz gut. Der Effekt ist zwar nicht drastisch (weder was die Farbveränderung, noch den Schimmer angeht), aber doch ganz nett. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich "Vanilla venom" überhaupt mal solo lackieren soll, da er doch recht sheer ist und sich augenscheinlich ein bisschen besser als Topper eignet. Die Stamping-Idee ist mir aber trotz schönem Topperergebnis nicht so ganz aus dem Kopf gegangen, also habe ich einfach nochmal mit dem Bourjois über "Vanilla venom" gestampt.
Benutzt habe ich dazu die Bornpretty BL-004 Platte, deren Muster jetzt mit gekürzten Nägeln gerade so auf die Nägel gehen. Das Muster ist ein, äh, rautenförmiges Zaunmuster? Oder so? Keine Ahnung, auf jeden Fall finde ich das Muster klasse, konnte es aber bisher eben nicht benutzen, weil die Motive zu klein waren. Der Effekt ist sicherlich recht klein und fällt vor allem bei normaler Betrachtung nun nicht wirklich auf (im Sonnenschein habe ich das auch nicht eingefangen bekommen), aber die Bilder, die ohne direkte Sonneneinstrahlung entstanden sind (darum wirken sie auch ein wenig pastelliger und zarter), zeigen dieses feine Spiel zwischen Schimmer und Cremefinish doch ganz gut. Ich finde das Muster auf jeden Fall cool und muss das demnächst nochmal irgendwie anders einsetzen...
Tja, das Fazit zu dem Bourjois-Lack fällt nicht allzu grandios aus - Auftrag anstrengend, Deckkraft mäßig, Trockenzeit suboptimal, Finish naja... Haltbarkeit mit Topcoat okay, ablackieren unproblematisch - aber so grandios ist er einfach nicht. Dafür lässt sich sicherlich bei Designs irgendwas rausholen und vielleicht kriege ich dieses winzige Fläschchen damit ja mal leer!

Die Beiträge der anderen Mädels findet ihr unter den folgenden Links - und falls ihr auch noch ein Bourjois-Produkt habt, macht doch einfach noch bei der Blogparade mit, das Inlinkz-Tool findet ihr darunter.

Dienstag, 21.07.2015: www.rosesofbeauty.de - Mittwoch, 22.07.2015: www.mrs-mohntag.de - Donnerstag, 23.07.2015: blog.liris-beautywelt.de - Freitag, 24.07.2015: www.danis-beautyblog.com - Samstag, 25.07.2015: blushesandmore.blogspot.co.atwww.talasia.de - Sonntag, 26.07.2015: www.lenas-sofa.blogspot.de


An InLinkz Link-up

"Vanilla venom" wurde mir kosten- und bedingungslos von Maybelline zur Verfügung gestellt.

Samstag, 25. Juli 2015

Von AMU-Fotos und Fehlversuchen

Auf Instagram hatte Irma mich darum gebeten, ein paar meiner Tipps zum Fotografieren von AMUs zu verraten - und mein erster Gedanke war: "Ich hab' doch gar keine!" Und eigentlich ist das wirklich so, ich habe nämlich nicht wirklich viel Ahnung vom Fotografieren (zu Blende, Verschlusszeit oder ISO wird es jetzt also definitiv keine Informationen geben!) und knipse meine AMU-Bilder meistens morgens vor der Arbeit - aber ich kann ja zumindest mal ein bisschen was dazu erzählen, wie ich meine Fotos mache. Um viel Rumprobiererei kommt man aber nicht herum, man muss einfach so "seinen" Weg finden und produziert dabei eine Menge Ausschuss (ein Hoch auf die digitale Fotografie!), für ein AMU knipse ich geschätzt um die 100 Bilder.

Kamera und Objektiv

Als Rahmeninfo vielleicht ganz interessant, aber fürs Fotografieren an sich nicht so superwichtig: Ich fotografiere mit einer kleinen Spiegelreflexkamera, der Nikon D3100, habe also kein klappbares Display und knipse somit immer "blind" auf gut Glück. Als Objektiv nutze ich inzwischen standardmäßig das Mikro-Nikkor 40mm, also ein Makroobjektiv - und zwar, weil ich faul bin und keine Lust habe, ständig mein Objektiv zu wechseln. Mit einem Standardobjektiv (18-55mm) oder einer Digitalkamera geht das alles genauso - wichtig ist nur, dass man weiß, wie nah man an ein Objekt gehen kann, sodass es noch scharf abgebildet wird (Naheinstellgrenze).

Da ich kein Stativ habe (bzw. nur so ein winziges von der Digicam, das zu nichts wirklich taugt), mache ich die Fotos mit der Kamera in der Hand - darum muss es auch zügig gehen, sonst fällt einem der Arm ab. Aber dafür hat man auch entsprechend Spielraum bei der Distanz, Höhe und den Winkeln und kann einfach etwas rumspielen.

Licht

Ich knipse eigentlich immer bei Tageslicht und nutze ich das Fenster im Wohnzimmer, weil da erst nachmittags die Sonne reinscheint. Wenn ich doch mal am Nachmittag knipse (was logischerweise im Herbst und Winter nicht geht), stehe ich im Bad, das auf der gegenüberliegenden Seite ist und somit morgens Sonne hat. Also keine Tageslichtlampen, Reflektoren oder sonstige Spielereien - nur die Kamera. Aber meine Wohnung bietet da auch einfach eine gute Ausgangslage mit den Ost- und Westfenstern.

So schön die Sonne für Nagelfotos ist, so fies ist sie für AMU-Bilder - in die Sonne schauen ist generell schwierig und mit zusammengekniffenen Augen sind AMU-Fotos meistens nichts. Außerdem wirft dann die Kamera einen Schatten ins Gesicht und man muss schräg fotografieren - und die meisten Effekte werden dann eh vom Sonnenschein überstrahlt... Mit der Sonne im Rücken macht man logischerweise auch keine guten Bilder. Darum sollte man sich einfach ein helles Plätzchen ohne direkten Sonneneinfall suchen - zumindest mache ich das.

Schau mir in die Linse, Kleines!

Dann zückt man die Kamera, guckt mittenrein und knipst einfach. Ehrlich, so easy ist das, wenn man die richtige Entfernung, die richtige Höhe, den richtigen Winkel und die richtige Kopfhaltung hat... Und bestimmt noch zig andere Punkte, die man beachten könnte - mal sehen, ob wir zumindest ein paar geklärt bekommen.

Was die Höhe angeht, halte ich meine Kamera (im Querformat) möglichst auf Augenhöhe. Je nach Foto ist ein kleiner Winkel nach oben oder unten sinnvoll (eben je nachdem, wo der Fokus gerade liegen soll - manche Effekte kann man besser darstellen, wenn man die Perspektive leicht verändert), aber ich knipse weitestgehend gerade, so sieht das Auge für mich einfach am hübschesten aus. Da ich im Wohnzimmer ein Balkonfenster (ohne Balkon) habe, kann ich da auch die Kamera mit dem Display ans Fenster drücken - da ist sie definitiv gerade.
Da ich eigentlich möglichst viel vom AMU zeigen will, versuche ich meistens, die Braue ein bisschen nach oben zu ziehen, damit wird auch die Lidfalte ein bisschen sichtbar (ein nur ein bisschen nach oben ziehen - keinen "OOOOOH, was ist da denn passiert???"-Blick, dann ist nämlich die Lidfalte wieder weg) . Knipst man von oben, ist das Lid weitestgehend verdeckt - knipst man von unten, bildet sich häufig so eine unansehnliche Falte und man erkennt zwar das Lid ganz gut, aber dafür den unteren Wimpernkranz nicht mehr so wirklich. Auch bei den seitwärts-guckenden Bildern sieht man die Unterschiede sehr deutlich - auf dem ersten ist "alles" drauf (wobei das ein klitzekleines bisschen von unten geknipst ist, damit auch die Lidfalte gut rauskommt), das Bild von oben zeigt außer dem Lidstrich nicht viel und das von unten... Ehm, zeigt das überhaupt irgendwas?
Manchmal sind das kleine Nuancen und sehr kleine Winkel, die schon einen Unterschied machen - darum empfiehlt es sich, einfach nach einem Foto mal aufs Display zu schauen (und sich im Optimalfall die vorherige Höhe und Ausrichtung zu merken *hust*), ob das alles so aussieht, wie es aussehen soll. Einen wirklich guten Tipp habe ich da auch nicht, man gewöhnt sich einfach irgendwann ein paar Posen an, die passen. Was mir hilft, wenn ich irgendwie meine Lidfalte nicht wirklich gut aufs Foto kriege, ist den Kopf schief zu halten (und die Kamera mit - nein, das ist nicht logisch, aber es funktioniert!). Dann klappt es meistens deutlich besser mit den "geradeaus"-Bidern.
Ob man die Kamera relativ gerade vor dem Gesicht bzw. Auge oder eher seitlich hält, macht auch so einiges aus - die Bilder sind alle mit der gleichen Blickrichtung (links unten) entstanden, aber mit unterschiedlicher Kameraposition nach außen verschoben. Es ist einfach Geschmackssache, wie man gerne das AMU zeigen möchte und wo der Fokus liegt. Je weiter nach außen die Kamera geht, umso "platter" wird das Auge und von ganz außen geht halt der Blick auf den Innenwinkel verloren, dafür kann man aber den kompletten Lidstrich zeigen. Zu sehr nach Innen erkennt man vom AMU kaum noch mehr außer den Innenwinkel, das ist also auch nicht optimal.
Was den Blick in die Kamera angeht, schaue ich bei den geraden Bildern immer direkt in die Linse und fokussiere auch auf irgendwas in der Linse. Wenn ich "an der Kamera vorbei" in die Linseschaue (also unscharf, nicht direkt in die Linse schaue), habe ich immer so einen leicht entrückten Blick, den ich auf Fotos einfach nicht so wirklich mag. Insgesamt muss man da einfach ein bisschen ausprobieren, wann einem die eigene Irisposition am besten gefällt - zu weit drinnen sieht komisch aus, zu weit draußen auch und jeder nimmt das bei sich wohl auch anders wahr.
Was mir übrigens auch immer mal wieder gerne passiert, ist der "leicht" verrutschte Fokus - daran merkt man dann sehr gut, dass man die Kamera (bei festgelegtem Fokus) gar nicht so gerade hält, wie man dachte. Darum empfiehlt es sich, auch ein paar mal öfters auf den Auslöser zu drücken und mehrere Bilder in Reihe zu machen und dabei neu zu fokussieren. Auf meinem kleinen Display erkenne ich nämlich gar nicht, dass meine Kamera gerade die Haare viel toller fand als mein AMU. Im schlimmsten Fall hat man einige sehr ähnliche Bilder zur Auswahl und muss sich für eines entscheiden - aber Datenmüll ist ja nicht so tragisch.
Und wenn die Fotos mal gar nicht so werden wollen, wie sie sollen, hilft es auch, einfach mal ein paar Quatschbilder zu machen und so grenzdebil, fies, uninteressiert oder verknallt zu gucken, wie es gerade nur geht und irgendwelche Grimassen zu ziehen. Ja, man kann die auch einfach nicht fotografieren und dann weiterknipsen, aber so ist es einfach viel lustiger!

So, mehr fällt mir gerade nicht wirklich ein - aber wenn noch Fragen offen sind, immer her damit! Ich befürchte nur, dass gerade für AMU-Bilder einfach jeder so seinen Weg finden muss, um die "richtigen" Bilder zu machen und man sich da nur bedingt was von anderen abschauen kann...

Freitag, 24. Juli 2015

Orly "Mineral FX" Stone cold

Es ist wieder Freitag und ich habe festgestellt, dass es mir gar nicht mal so leicht gefallen ist, wieder einen schönen blauen Lack für den "Blue Friday" zu finden - anscheinend bin ich momentan ein wenig blaumüde. Es ist nämlich keinesfalls so, dass ich nicht noch genug Lacke hätte, das habe ich gecheckt! Aber als ich so vor meiner blauen Auswahl stand, gefiel mir der eine Lack von der Farbe nicht, beim zweiten hatte ich keine Lust auf das Finish, der dritte war mir zu hell, der vierte zu dunkel und so weiter und so fort...

Nach ein bisschen Meckerei, dass ich ja wohl noch irgendwo einen passenden blauen Lack haben müsste, fiel die Wahl letztlich auf "Stone cold" von Orly, den ich mir mal für wenig Geld im USA-Urlaub in einem Marshalls gegönnt hatte. Wie hätte ich auch bei so einem strahlenden Blau widerstehen können? Der Lack ist praktisch wie für mich gemacht und hat mich schon beim ersten Pinselstrich versöhnlich gestimmt.
Wie von Orly eigentlich gewohnt, gab es beim Lackieren absolut nichts auszusetzen - "Stone cold" ist von der Konsistenz her vielleicht einen Hauch pastöser als es die Creme- oder Schimmerlacke sind, das liegt aber daran, dass er mit ganz vielen Glasflecks gespickt ist, die ihm auch sein besonderes Finish verleihen. Darunter leidet ein kleines bisschen die Deckkraft, denn es braucht mindestens zwei Schichten, um auf den ersten Blick deckend zu sein (auf den Bildern 2 und 4 sind jeweils zwei Schichten zu sehen) und sogar eine dritte, um wirklich auch im Sonnenschein das Nagelweiß nicht mehr durchscheinen zu lassen. Was die Trockenzeit angeht, war "Stone cold" irgendwie ein bisschen seltsam - er trocknete zwar zügig an, aber blieb recht lange ein bisschen wabbelig an der Oberfläche... Das könnte aber durchaus an den Temperaturen gelegen haben.
Die Farbe ist natürlich ein absoluter Knaller - ein wunderschönes, sattes Mittelblau, das durch die enthaltenen Flecks schimmert wie bekloppt. Macht einem das fotografieren nicht gerade leicht, weil die Kamera nicht wirklich weiß, worauf sie nun fokussieren soll. Die Flecks scheinen im normalen Tageslicht ein bisschentürkisener zu sein als die blaue Jellybase, was natürlich daran liegt, dass sie nur teilweise mit dem Blau bedeckt sind und dadurch die silberne Grundfarbe sich noch ein wenig bemerkbar macht. Auf jeden Fall ein wirklich grandios anzusehendes Ergebnis, das auch ganz gut ohne Topcoat auskommt. Einziges Manko in diesem Fall: Der Lack entwickelt recht schnell Tipwear, vor allem, wenn man nicht schon beim Lackieren wirklich sehr sorgfältig ist.
Da ich also schon nach anderthalb Tagen recht gut sichtbare Nagelspitzen hatte, wollte ich mich noch einmal an eine Blobbicure wagen und ich muss sagen: Blobbicure und ich werden absolut keine Freunde, das ist mal wieder dermaßen in die Hose gegangen, dass ich schon frustriert auf Bilder verzichten wollte - aber wenn man das als moderne Kunst verkauft, geht es vielleicht noch durch... Auf eine dritte Schicht "Stone cold" habe ich mit einem gelben Lack von Nicka K New York Punkte getupft. Beziehungsweise habe ich das probiert - mit Dottingtool, damit es nicht zu fett wird, aber das Ergebnis zeigt deutlich, dass es mit dem Blobben dann nicht weit war und das doch eher verlaufene Dots sind. Sah so Gelb auf Blau nicht wirklich phänomenal aus - also musste nochmal mit "Stone cold" drübergedottet werden.
Oder eher: In die gelben Flecken hinein. Und wenn man jetzt nicht wüsste, dass das eigentlich eine Blobbicure werden sollte, könnte man ja durchaus mit dem Ergebnis zufrieden sein - die Farben passen ganz gut, das Muster ist auch gar nicht so übel, eben ein bisschen wie moderne Kunst. Aber eigentlich wollte ich ja was völlig anderes und habe es einfach nicht hinbekommen! Vielleicht ist "Stone cold" nicht die allerbeste Wahl gewesen, aber eigentlich bilde ich mir ja ein, eine ausreichend dicke Schicht lackiert zu haben, bevor ich mit dem Gelb reingedottet habe - immer einen Finger nach dem anderen, damit der Lack nicht zu schnell anzieht, aber irgendwie wurde das nicht so wirklich... Ist ja auch nicht das erste Mal, dass das nicht so klappt, wie ich wollte - vielleicht sollte ich das Blobben einfach aufgeben...
Nichtsdestotrotz ist "Stone cold" natürlich ein Zückerchen von einem Lack und er hätte eigentlich nicht so lange unlackiert in meinem Schrank stehen dürfen... Mit Topcoat, der ihn auch noch ein bisschen mehr zum Glänzen bringt, ist auch die Haltbarkeit um einiges besser und so einen königsblauen Ton kann man eigentlich wirklich öfter tragen! Das Ablackieren ist übrigens völlig unproblematisch - trotz Flecks geht der Lack ratzfatz ab und färbt auch nichts ein. Eigentlich wie erwartet von Orly - da hat mich glaube ich noch kein Lack enttäuscht!

Donnerstag, 23. Juli 2015

Liebster Blogaward - erfreulicherweise mal wieder!

Die liebe Nebo hatte mich schon vor geraumer Zeit für den liebsten Blogaward nominiert - aber da hatte ich gerade einen anderen gepostet und so wanderte das Posting auf die lange Bank... Aber verschoben heißt ja nicht vergessen und natürlich freue ich mir 'nen Keks, dass ich den Award bekommen habe - allerdings verkneife ich mir dieses Mal das Weitergeben und beantworte einfach nur die Fragen, die Nebo mir gestellt hat (ich gestehe: Solche Postings sind die perfekten Lückenbüßer!).
1. Dass ihr Beautyblogs mögt, ist ja irgendwie offensichtlich, doch was für Blogs lest ihr noch?

In meinem Feedreader sind tatsächlich größtenteils Beautyblogs, vorwiegend welche mit einem gewissen Nagellackanteil - überraschend, was? Aber ich freue mich auch immer sehr darüber, wenn jemand mal ein bisschen was außerhalb der Beautythemen postet - Reiseberichte, Buchreviews oder einfach so irgendwelche Alltagsdinge. Hier und da haben sich auch ein paar Blogs eingeschlichen, die ich nicht primär dem Beautythema zuordnen würde, die eher so in den Bereich Lifestyle oder so gehen - aber weitestgehend ist Beauty einfach mein Blog-Interessengebiet was regelmäßiges Lesen angeht.

Der eine oder andere Foodblog findet sich da auch noch - allerdings eher die, bei denen man das Essen auch wirklich nachkochen oder nachbacken kann und nicht so superduperhochglanz spezialisierte Foodblogs mit traumhaften Fotos und Zutaten, deren Beschaffung schon ein Riesenaufwand ist. Und dann lese ich natürlich auch immer gerne Blogs von Leuten, die ich persönlich kennen und schätzen gelernt habe - da darf es dann auch offtopic sein!

2. Habt ihr da eine Empfehlung für mich?

Au weh, Blogempfehlungen finde ich ja immer schwierig - ich könnte hier natürlich einfach meine komplette Leseliste reinpacken, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Also spicke ich mal schnell in selbige (oh, vielleicht sollte ich da mal wieder aufräumen? *hust*) und versuche, eine Handvoll an Blogs zu nennen, die hier nicht sowieso immer wieder auftauchen:

Conny hat kürzlich so einige spannende Nailarts gezeigt und begeistert mich ja auch immer wieder mit ihren kreativen Make-Ups; bei Maria und Miss B. schaue ich gerne nach Leckereien und sabbere auf der Arbeit regelmäßig vor mich hin; bei Nathalie habe ich mich letztes sehr über die Reiseberichte gefreut - und eigentlich könnten hier noch so einige weiter Blogs stehen, aber manchmal liegt ja doch in der Kürze die Würze!

3. Welche CD befindet sich gerade in deinem CD-Player? / Hast du noch einen CD-Player?

Ich habe in meinem Wohnzimmer eine alte Stereoanlage stehen, die einen CD-Player hat. Einen popeligen einfachen ohne Wechsler - aber da ich meistens doch eher unterwegs Musik höre, ist das alte Ding vollkommen ausreichend. Ich benutze sie auch gerne, wenn ich in der Wohnung Musik hören will. Momentan dürfte da sogar Mark Forster "Bauch und Kopf" drinliegen, was auch auf meinem mp3-Player aktuell ist.

4. Wohin würdest du gern [noch] einmal reisen?

Ach... Diese Frage erwischt mich perfekt in meinem "Ich will eigentlich in Urlaub, aber das geht aus zigtausend Gründen momentan absolut nicht"-Tief! USA sind definitiv noch immer ein Zielland, das ich gerne erneut ansteuern würde, vor allem Neuengland reizt mich sehr, aber durchaus auch der Süden oder mal der Westen. Ein bisschen würde mich ja auch Alaska reizen, aber da bin ich mir nicht so gänzlich sicher. Superspannend finde ich aber auch Kanada und, auch wenn da die Stimmung vielleicht gerade nicht gar so toll ist, Griechenland. 

In Europa gibt es sowieso noch wahnsinnig viel, das ich gerne sehen würde - Norwegen, Schweden, Island, Schottland, Irland... Da könnte ich mich jetzt seitenweise drüber auslassen, aber dann wird das Fernweh (ein wunderschönes Wort, das wohl nur wir Deutschen so richtig artikuliert haben) wohl noch größer!

5. Hast du eine aktuelle Buchempfehlung für mich?

Ich habe mich ja "letztens" ein bisschen in Jo Nesbø verliebt - darum wohl am ehesten die Serie um Harry Hole. Auch Harlan Coben habe ich für mich entdeckt, allerdings bisher nur ein Buch gelesen. Oder, was für mich ja ein absoluter Geniestreich ist, obwohl es so außerhalb meiner sonstigen Lesegewohnheiten ist "The Rosie Project" von Graeme Simsion, wobei das einfach recht speziell ist. Aber alles eher Bücher, nicht gar so superaktuell sind und gerade erst gestern erschienen sind...

6. Wieviele Kilogramm wiegt deine Handtasche?

Heute früh extra nachgewogen - meine Küchenwaage sagt 1600g. Aber ich bin auch einfach der Typ "Kleine Handtasche" und der Großteil davon dürfte wohl auf die Tasche selbst zurückgehen, die aus Leder ist... Mein Standardinventar ist eher übersichtlich und besteht neben Geldbeutel, Handy und Schlüsse aus Jutebeuteln zum Einkaufen (absolutes Muss! Verlasse niemals das Haus ohne einen Jutebeutel, sonst musst du Plastikmüll heimschleppen!), Taschentüchern, Blasenpflastern und Kleinkrams wie einer Nagelfeile, einem Spiegelchen und Kopfschmerztabletten. Momentan fliegt noch meine mobile Festplatte drin rum - aber das war's dann eben auch. Hindert mich aber nicht daran, Dinge gefühlte Ewigkeiten darin zu suchen!

7. Ohne Kleidung und Handtasche verlässt du nicht das Haus - was darf noch nicht fehlen?

Mein großes Mantra ist ja "Handy, Geldbeutel, Schlüssel" - aber das ist dann wohl alles in der Handtasche. Eine kleine Nagelfeile ist dann noch am ehesten das, was ich mir noch in die Hosentasche packe, wenn sie nicht schon in der Handtasche ist - aber sonst kann ich mit relativ wenig Gepäck aus dem Haus gehen...

8. Was war deine liebste Verkleidung zum Karneval / Halloween? Zeigst du mir ein Foto?

Ich habe schon immer Fasching (bei uns hieß das Fasching, nicht Karneval) gehasst. Und Halloween war einfach bei uns in der Gegend nichts, was man wirklich gefeiert hat - und da ich schon Fasching doof fand, ist das mit der Verkleiderei an Halloween nicht anders. Ich kann mich zwar dunkel an eine Faschingsfeier erinnern, aber habe keinen Schimmer mehr, was ich da anhatte... 

9. Was ist deine aktuelle Lieblingsfernsehserie?

Hach, aktuelle Serien sind auch nicht so wirklich meins - nicht wegen der Inhalte, sondern eher wegen der Zeiten, zu denen sie laufen. Ich bin dann doch lieber der DvD-Gucker, weil ich da alles am Stück habe und mir einfach auch zu der Zeit anschauen kann, zu der es mir passt. Aber "Outlander" habe ich mir angeschaut und fand die erste Staffel echt gut, "Alphas" finde ich momentan auch nicht schlecht, habe da aber erst ein paar Folgen gesehen - eigentlich noch zu wenige, um mir einen echten Überblick zu verschaffen. 

10. Hast du noch eine Frage an mich?

Wie jetzt, eine ordentliche zehnte Frage ist dir nicht eingefallen? Aber Buchempfehlungen würde ich auch nehmen, falls du welche hast!

Mittwoch, 22. Juli 2015

Catrice 220 Lost in mud

Das Drama "Altrosa" wäre dann mal geschafft - aber irgendwie geht es diese Woche nicht so wirklich grandios weiter, wie ich mir das eigentlich gedacht hätte... Dabei mag ich Taupe ja sehr - für matschige Farben muss man doch einfach ein Herz haben! - und es ist auch gar nicht so schlimm, dass die letzten Tage hier mal wieder Sonne war (dafür die letzte Woche perfektes Herbstwetter, was auch an den sonnenbefreiten Bildern gut zu erkennen ist), aber irgendwie bin ich mit dem Lack heute nicht warm geworden.

Und ich befürchte, "Lost in mud" von Catrice kann da noch nichtmal was dafür! Denn, wie man doch ganz gut erkennen kann, habe ich (endlich) meine Krallen mal ein bisschen gekürzt - dafür war es definitiv schon höchste Zeit und vor allem ist mein gepatchter eingerissener Zeigefingernagel so weit rausgewachsen, dass sich das halbwegs ansehnlich kürzen ließ. Allerdings sehen meine Nägel auf den Fotos jetzt gefühlt einfach schrecklich kurz aus - und vor allem muss ich jetzt wieder gucken, wie ich meine Finger richtig arrangiere!
Aber "Lost in mud" ist eigentlich ein ganz braver und wirklich hübscher Lack - allerdings habe ich keine Ahnung mehr, aus welchem Sortiment er stammt. Das dürfte eigentlich noch so ein ganz, ganz, ganz alter sein, er hat nämlich einen ordentlich geschnittenen, geraden Pinsel - und das Catricedrama um die verkorksten Pinsel zog sich ja doch eine geraume Zeit hin! Jedenfalls ließ sich "Lost in mud" problemfrei lackieren - trotz definitiv langer Standzeit noch immer eine super Konsistenz, die Deckkraft ist auch in Ordnung (zwei Schichten sind es halt dann doch geworden, aber das ist nichts außergewöhnliches). Die Trockenzeit geht eigentlich auch - aber ich war mal wieder ungeduldig, also gab es einen Topcoat drüber, damit glänzt der Lack doch ein kleines bisschen mehr als mit seinem eigenen Cremefinish.
Was die Farbe angeht - tja, da muss man bei "Lost in mud" ganz eindeutig je nach Lichtverhältnissen urteilen. Grundsätzlich ist das eben ein angegrauter Braunton, also eher ein einer der klassischen Taupetöne. Mal wirkt er eher braunstichig (im Sonnenschein sieht zumindest das Fläschchen fast wie ein dunkler Beigeton aus, da geht der Grauanteil doch ein bisschen unter), dann steht wieder der graue Einschlag im Vordergrund und in ganz dusigem Licht würde ich mir sogar einbilden, dass eine minimale Tendenz in Richtung Lila durchschimmert - aber grundsätzlich ist das einfach ein Grau-Braun-Gemisch. Und zwar eines, das auf den Nägeln dunkler wird als es im Fläschchen scheint, das wird glaube ich auf allen Bildern recht gut deutlich. Ich finde die Farbe auch wirklich klasse und sie ist auch im Sommer gut tragbar - ist halt nicht zu auffällig, wirkt aber im Sonnenschein durchaus ein bisschen frischer. Aber irgendwie hat es nicht so recht *klick* gemacht bei mir...
Also musste Abhilfe her - und ich habe mir eingebildet, dass das die perfekte Gelegenheit wäre, nochmal mit diesem "French nail art paper" zum Selberzuschneiden rumzuspielen. Ein Ergebnis habe ich euch *hier* ja schon gezeigt, dieses Mal wollte ich ganz profane V-Streifen. Das Zuschneiden war auch kein Thema - aber wirklich präzise ist das Ergebnis dann nicht geworden, weil der Lack (OPI "Berlin there done that", der im Fläschchen dem Catrice sehr ähnlich sieht - dann auf den Nägeln aber doch sehr viel heller wird!) einfach überall druntergelaufen ist... Da war also ein bisschen Cleanup angesagt und dann sah das trotzdem nicht so aus, wie ich das gerne gehabt hätte - und nach zwei Nägeln hatte ich dann genug davon. Also wurde auf die anderen beiden mit der MoYou 18 ein geometrisches Muster, das halbwegs zu den verkorksten Vs passt, dazugestempelt.
Sah dann immernoch aus wie ein verkorkstes V-Muster, also kam die letzte Waffe zum Einsatz, die eigentlich immer hilft - Glitter! Und zwar in Form des Rival de Loop Glitterlacks vom letztjährigen Weihnachtswichteln. Glitter macht bekanntlich alles besser und in diesem Fall war ich mal wieder erstaunt, wie cool dieser Topper doch aussieht - neben goldenen sind da nämlich auch orangene, türkisblaue und dunkelblaue Partikelchen drin und die lassen meine beiden Taupetöne doch nochmal ganz anders funkeln und verpassen ihnen ein wirklich tolles und auch aufregendes Finish. Und noch dazu verschleiern sie einfach ein bisschen, dass das Muster nicht ganz so geworden ist, wie ich das gerne gewollt hätte - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!
Auch wenn ich nicht so ganz glücklich geworden bin mit meinen Nägelchen heute, "Lost in mud" ist eigentlich schon ein hübscher Lack. Zumindest, wenn man matschige Töne mag und das ist bei mir definitiv der Fall. Zur Haltbarkeit gibt es gar nicht so viel zu sagen - anderthalb Tage solo, dann noch einen dreivierteltag mit dem Design, das mir dann einfach wegen dieser verhunzten Vs ein bisschen auf den Senkel ging und (problemlos, bis auf den Glitter) ablackiert wurde. Ich glaube, ich muss dem Catrice einfach nochmal eine Chance geben, wenn ich gerade nicht so mäkelig bin!

Obwohl ich ja schon nicht die hellste Taupevariante gezeigt habe, geht es noch dunkler - heute zeigt Lotte nämlich ebenfalls einen cremigen Taupelack, aber der hat gleich noch einen ordentlichen Schuss mehr Herbst drin, finde ich und ist zauberhaft anzusehen!
http://marzipany.blogspot.de/2015/07/lacke-in-farbe-und-bunt-nicka-k-new.html
Ich hab' heute schon ein paar schöne Taupelacke gesehen, hoffe aber natürlich, dass sich trotz der wieder sommerlichen Verhältnisse noch ein paar weitere einfinden - ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie breit unsere Farbpalette heute wieder wird! Gerade bei Taupe ist da ja wirklich viel drin... Und für die nächste Woche wird es wieder hell und in meinem Kopf machen sich schon Neontopper als Designidee breit - denn auf den Nägeln soll es weiß werden (und das ist ja wohl wirklich auch eine sommertaugliche Farbe)!