Dienstag, 31. März 2015

Pigmentomania mit Coastal Scents "Dragon breath"

Nachdem bei mir letzte Woche dann so gar nicht mehr ans Schminken zu denken war, hatte ich gestern früh wieder so richtig Spaß daran, mir ein bisschen Farbe auf die Lider zu pinseln. Da ich von essence aus der "Love & sound"-LE auch einen Lidschatten in meinem Päckchen hatte, war mir schnell klar, dass ich ein dazu passendes Pigment (ich knabbere noch immer an den vielen Coastal Scents Samples) finden müsste. Ich dachte letztlich auch, dass ich damit durchaus erfolgreich war - allerdings erkennt man auf dem Auge recht wenig davon...
Als Farbbasis auf dem beweglichen Lid habe ich essence "Love & sound" Eyeshadow 01 "Glastonberry" benutzt, den man im Pfännchen wohl durchaus als "Marsalla" bezeichnen könnten, auf dem Auge kommt er aber doch deutlich heller raus. Das Coastal Scents Pigment "Dragon breath" sieht im Tütchen eher wie ein Braunton mit grünlichem Schimmer aus - aber so wirklich Braun will das dann auf dem Auge auch nicht werden, sondern verschmilzt hervorragend mit dem rosalichen "Glastonberry", sodass der Unterschied zwischen diesen beiden kaum noch groß zu erkennen ist. Ist also irgendwie nicht ganz so gelungen, wie es gedacht war, sieht aber trotzdem nicht so übel aus!
"Dragon breath" mit dem leichten grünen Schimmer erkennt man zumindest ein klitzekleines bisschen in der Lidfalte - da habe ich ihn nämlich hingepackt, ebenso wie in den Außenwinkel (aber da sucht man ihn vergebens)... Während "Glastonberry" einen feinen, eher silbrigen Schimmer hat, kommt "Dragon breath" mit einem Hauch hellgrün daher und eigentlich auch einer dunkleren, brauneren Basis - aber wie schon erwähnt habe ich das nur schwerlich (trotz Tupfen und Schichten) wirklich aufs Auge bekommen. Sei's drum - mir gefällt das Lid so eigentlich ganz gut! Am unteren Wimpernkranz habe ich ihm Außenwinkel mit dem p2 perfect look Kajal in 100 "Green" gearbeitet, der aber irgendwie auch nicht so grün aussieht, wie ich ihn mir eigentlich erhofft hatte (ein Drama!)...
Mit einem schwarzen Lidstrich (ja, es ist wie immer der Make up Factory Calligraphic Liner - ich komme von dem einfach nicht weg!) und Mascara sieht das Ergebnis dann durchaus herzeigbar aus und vor allem auch recht frühlingshaft, aber irgendwie hatte ich mir das eigentlich ein wenig intensiver und vor allem die Lidfalte schimmriger erwartet... Aber immerhin habe ich das nächste Pigment "erledigt", "Pigmentomania" ist für diese Woche sicher und ich frage mich, mit was für einem anderen Lidschatten ich den Drachen das nächste Mal wohl kombinieren soll, damit seine Grundfarbe noch ein bisschen besser durchkommt...

So ein bisschen muss ich ja immer noch daran arbeiten, dass ich so einen bunten unteren Wimpernkranz an mir nicht total seltsam finde - aber ich muss ja auch sagen, dass ich mir den Kajal (den ich beim Budni-Ausverkauf von p2 noch zufällig ergattert habe) eigentlich noch ein wenig knalliger erhofft hatte... Aber eigentlich sieht das ja auch so ganz fesch aus - wobei ich das mit dem unteren Wimpernkranz definitiv noch üben muss. Nehme ich mir vor, versprochen - zumindest für nach dem Urlaub *hust*.

"Glastonberry" wurde mir kosten- und bedingungslos von cosnova zur Verfügung gestellt.

Montag, 30. März 2015

101 im März, die Zweite

Und da geht es dahin, das erste Quartal dieses Jahres... Irgendwie ist es am Ende des Monats wirklich immer wieder so, dass ich mich frage, wo die Zeit geblieben ist und warum ich gefühlt "nichts" von dem geschafft habe, was ich denn eigentlich so alles machen wollte - aber darum mag ich auch meinen 101-Monatsrückblick so, weil der mich meistens doch vom Gegenteil überzeugt!

3. Etagere (1 / 1)

Eigentlich dachte ich ja Ende letzten Monats, dass ich "meine" Etagere schon so gut wie gefunden hatte - aber irgendwie kam dann doch alles anders... Ich wollte nur mal schauen, ob es bei Payback nicht zufällig eine hübsche Etagere gab und stolperte über eine dreistöckige von Leonardo. Der Payback-Preis lag aber knappe 10 Euro über dem Preis bei Amazon (*klick*), also habe ich sie einfach über Amazon bestellt.

Für 28 Euro und ein paar zerquetschte kam sie nach wenigen Tagen gut und sicher verpackt bei mir an und ließ sich auch problemfrei aufbauen - und seitdem wohnen meine Base- und Topcoats sowie einige unabdingbare Tools halbwegs auf den Glastellern auf meinem Wohnzimmertisch. Ich weiß gar nicht, wie ich auf die Idee gekommen bin, mit nur zwei Ebenen auskommen zu wollen - die drei sind schon superschnell voll gepackt! Aber immerhin habe ich endlich meine Etagere - hat ja nur 14 Monate gedauert...

14. Nagellacke maximal (21 / 100)

Topper zählen ja bekanntlich nicht und diesen Monat habe ich mir tatsächlich nur zwei Topper gekauft - den einen habe ich euch *hier* schon gezeigt, der andere ist der p2 Gold-Topper, von dem ich noch nicht genau weiß, wann er auf die Nägel darf. Und obwohl ich mir so einige der p2-Lacke rausgesucht hatte, habe ich letztlich doch gar keinen gekauft, weil sie eben doch nicht so besonders waren oder ich ähnliche Farben zu Hause habe oder zu selten trage... Ab und an macht vernünftig sein durchaus Spaß - allerdings hätte ich mich auch sehr darüber gefreut, wenn es bei tkmaxx was Nettes gegeben hätte.

15. Duschgels aufbrauchen (8 / 15)

Wann genau ich das mexx "Pure life" gekauft (oder geschenkt bekommen?) habe, weiß ich ehrlich gesagt nicht - aber der Duft aus dem Set ist schon seit Ewigkeiten leer. Bei duft-passenden Duschgels ist es dafür immer so, dass ich erstmal denke, dass sie was Besonderes sind und ich sie ja nicht einfach so zum täglichen Verduschen hernehmen will - und dann stehen sie vor sich hin und warten auf besseres Wetter.

Irgendwann muss ich mich dann aber doch mal dazu durchringen, sie aufzubrauchen - vom Rumstehen werden sie ja schließlich nicht besser! Und ich musste (mal wieder) sagen: Also so besonders ist dann ein Duschgel, das zumindest im Ansatz nach dem passenden Duft riecht, auch nicht. Der Duft verfliegt recht zügig, es funktioniert halt als Duschgel und Gott sei Dank ist es endlich leer!

17. Handcremes aufbrauchen (5 / 6)

Auf der Arbeit hattte ich seit irgendwann letztes Jahr einen essie smoothie stehen - ich glaube, in Kokos- Ananas, aber nachdem ich irgendwann die Banderole abmachen musste, um halbwegs eine Idee vom Füllstand zu bekommen, weiß ich das ehrlich gesagt nicht mehr so genau.

Obwohl da "nur" 236ml drin waren, hat der Spender gefühlt ewig gehalten - und am "Schluss" war es ein regelrechtes Drama, das letzte Drittel aus dem Spender zu kriegen... Das hatte sich nämlich an den Rändern abgelagert und wollte sich partout nicht mehr verspenden lassen, also habe ich dann wochenlang die Flasche auf den Kopf gestellt und geschüttelt, um mir die Hände einzucremen... Wirklich traurig bin ich jetzt ehrlich gesagt nicht, dass die Creme leer ist - die nächste steht auch schon bereit und wartet auf ihren Einsatz!

19. Lipglosse / Lippenstifte aufbrauchen (2 / 3) 

Auf der Arbeit war definitiv Aufbrauchmonat - neben der Handcreme ist nämlich auch endlich mein Arbeits-Lipgloss leer gegangen... Die Tube aus der "Beach cruisers"-LE hatte ich auch schon längere Zeit da stehen und da ich auf der Arbeit nicht nur regelmäßig meine Hände eincreme, sondern auch viel Tee trinke, ist der Gloss letztlich doch mal leer gegangen.

Irgendwie hatte ich lange Zeit mehrere Lipglosse parallel offen (einen auf der Arbeit, einen zu Hause, einen in der einen Hose, einen weiteren in einer anderen Hose) und da zieht es sich natürlich, bis man mal einen leer bekommt. Aber aus der Verpackung habe ich einfach partout nichts mehr rausbekommen und sie durfte in den Müll wandern. Der Nachfolger steht auch schon bereit - und ist ziemlich leer!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (62 / 142)

Diesen Monat habe ich da irgendwie ein bisschen geschludert - vor allem die letzte Woche, weil ich da einfach flach lag und mir nach so ziemlich allem war, aber ganz sicher nicht nach Pflege (das wäre mit aufstehen müssen verbunden gewesen und das hätte frieren zur Folge gehabt - ne, ne, ne!). Aber gut, das kriegen wir auch noch alles geregelt!

26. Nailarts bzw. -designs posten (10 / 10) 

http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/revlon-370-not-so-blueberry.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/w7-metallic-planets-neptune.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/laura-mercier-forbidden.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/loreal-color-riche-608-luxembourg-garden.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/nyx-girls-nail-polish-239-golden.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/leighton-denny-iris.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/essence-love-sound-blue-chella.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/nicka-k-new-york-ny-135-tangerine.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/deborah-lippmann-lady-sings-blues.html
Nailarttechnisch war diesen Monat auch wieder ein bisschen was dabei - nicht außerordentlich viel Abwechslung, weil einfach viel Stamping dabei war, aber immerhin habe ich es geschafft, unterschiedliche Stempelmuster zu nutzen! Ich muss gestehen, dass mir das Stempeln einfach einen riesengroßen Spaß macht und darum wird hier wohl auch künftig noch fleißig weitergestampt! Am liebsten mag ich übrigens wirklich den Tiger - obwohl Cinderella schon auch sehr gut gelungen ist...

Aber trotzdem gab es diesen Monat auch ein paar Standalone-Lacke, was ich auch sehr toll finde - und vermutlich werden im April ein paar weitere dazukommen, weil ich noch nicht weiß, wie es da zeittechnisch bei mir aussieht.


29. an 10 Blogparaden teilnehmen (10 / 10)

Blogparaden, Blogparaden - diesen Monat wurde fleißig für Geri's "Stamp your nails" gestempelt und ich war auch bei der Cinderella-Blogparade dabei!

30. Auto waschen (1 / 4)

Eigentlich wollte ich das ja diesen Monat machen - aber dann kam das schlechte Wetter... Und mal ehrlich, das Auto waschen, wenn es draußen regnet und alles gleich wieder vollgeschmotzt wird, macht ja echt keinen Sinn! (Zumindest rede ich mir das noch immer fleißig ein...)

51. Bücher lesen (33 / 60)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2015/03/the-one-kiera-cass.htmlLesetechnisch war es gar nicht so schlecht diesen Monat - "The one" von Kiera Cass habe ich geselen, ebenso wie eine der dazugehörigen Kurzgeschichten. Die gingen zügig weg, was natürlich auch daran gelegen hat, dass die Bücher nicht sonderlich umfangreich waren.

Danach habe ich mir "Christmasland" von Joe Hill geschnappt und das auch gestern fertiggelesen - die Rezension dazu gibt es dann demnächst. Momentan grübele ich, was ich alles an Lesematerial mit in den Urlaub nehmen soll - ich muss da zwar noch so ein paar Sachen für die Arbeit nach- bzw. vorbereiten, allerdings sollte sich auch genug Lesezeit finden lassen... Einen Terry Pratchett habe ich noch hier und eigentlich könnte ich mich endlich mal an die Nesbøs machen... Mal schauen, was es so wird!

60. Sport machen (237 / 514)

Mit dem Sport lief es eigentlich wirklich fantastisch - bis ich letzte Woche mit dieser fiesen Erkältung flach lag. Ich hatte alles aufgesportelt, was ich mir an Minus eingeheimst hatte, war pari pari und dachte, ich könnte vor dem Urlaub bei meiner Familie noch ein bisschen was vorsporteln - aber daraus wurde dann nichts. Ich weiß noch immer nicht, ob es so schlau ist, jetzt noch was zu tun - mit dem wilden Gehuste zumindest nichts anstrengendes...

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (15 / 32)

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (15 / 32)

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (15 / 32)

Fischtechnisch ging es bei mir diesen Monat rund - natürlich musste ich wieder meinen heißgeliebten Lachs in Teriyakisoße essen, dann habe ich mich aber auch noch an Rotbarsch gewagt, der einfach so in der Pfanne gelandet ist und mit Kartoffelpü einfach lecker war. Das absolute Highlight war aber der Tilapia, den ich mit vivian futtern durfte!

Erkenntnis des Monats: Man kann sich nicht nur im Fernsehen fremdschämen, sondern auch tatsächlich ganz real über anwesende Leute! Irgendwie hatte ich das ganz verdrängt, dass es diese seltsamen Menschen auch einfach so in freier Wildbahn gibt - z.B., wenn man bei einer Veranstaltung die reservierten Plätze einfach ignoriert, "weil ja niemand da war. Zumindest eine Person muss dann sitzen bleiben!". Besonders schön ist, wenn man das dem Veranstalter erklärt, der ausdrücklich erlaubt, Plätze zu reservieren und sich dann im Café noch zu stärken... Und dann auch noch der Ansicht ist, vollkommen im Recht zu sein, die "Reservierung" in Form eines Schals einfach wegzuräumen...

Sonntag, 29. März 2015

BeYu "Sugar shine nail lacquer" 830 Emerald glint

Als ich Freitag Abend auf meinem Sofa saß, hatte ich ehrlich gesagt weder großartig Zeit, noch Lust, mir die Nägel abzulackieren - aber schließlich konnte ich am Samstag doch nicht mit verranzten Pfötchen aus dem Haus. Während die Ablackiererei doch recht schnell ging, war die Auswahl des Folgelackes eine ganz andere Sache - da ich allerdings seit gestern wirklich wie ein brünftiger Geweihträger klinge, passte der hübsche Grünton doch perfekt: Ich hab' meinen Wald nämlich gleich dabei!

BeYu hat kürzlich einige neue Lacke rausgebracht, darunter auch die "Sugar shine nail lacquer"-Serie - also Sandlacke. Vor gut einer Woche stand ich tatsächlich schon im Douglas und habe mir die Lacke angeschaut. Sofort war ich von "Emerald glint" begeistert - ein traumhafter Grünton mit wildem Gefunkel im Fläschchen! Lediglich die Vernunft hat mich dann nur laut seufzen lassen (ich befürchte, vivian kann das nur zu gut bestätigen) und das Fläschchen wieder in die Reihe seiner Geschwister zurückggestellt. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als ich tatsächlich genau diesen Lack im Briefkasten vorfand!
Wenn man den Pinsel aus dem Fläschchen zieht, hängt da zunächst ganz schön viel Lack dran - ich empfehle da sorgfältiges abstreifen, denn "Emerald glint" ist gar nicht so dickflüssig und verteilt sich sehr gut auf den Nägeln. Obwohl der Lack mit Glitterteilchen vollgepackt ist, geht das Lackieren eigentlich einfach von der Hand - man kann nur ein wenig darauf achten, dass man sich die quadratischen Plättchen nicht alle gleich wieder vom Nagel runterzieht, aber dieses Problem ergibt sich eigentlich nur, wenn man den Pinsel vorher nicht gut abstreift. Ich würde für eine gute Deckkraft zwischen zwei und drei Schichten empfehlen - auf den Bildern seht ihr drei, aber  riesig ist der Unterschied zu zweien nicht wirklich (ich fand "Emerald glint" mit zweien noch einen Hauch zu durchsichtig am Übergang zum Nagelbett - aber da bin ich auch sehr pingelig).
Da es sich hier um einen Strukturlack handelt, ist es schon fast hinfällig auf die kurze Trockenzeit hinzuweisen - aber ich tue es trotzdem mal: "Emerald glint" zieht zwar nicht in Sekunden an - man kann also ein wenig korrigieren und den Glitter dort platzieren, wo man ihn haben möchte, aber er trocknet schnell durch, sodass man recht bald die wundervoll raue Oberfläche erkennen und sich seinen üblichen Tätigkeiten widmen kann, ohne sich die Mani wieder zu ruinieren. Der ziemlich sheere Basislack hat eine wunderschöne, sattgrüne Farbbasis, die für mich im Fläschchen sogar einen Hauch blaustichiger aussieht als sie letztlich auf den Nägeln rauskommt. Aber ich finde die Farbe so oder so grandios!
Was den Lack allerdings besonders macht, ist seine Glittereinlage - neben den allseits bekannten hexagonalen Glitterpartikeln (ich würde sagen in zwei Größen?) enthält er nämlich noch quadratische Glitterplättchen, die dem Finish einen leicht wilden Anstrich verleihen. Im Fläschchen würde ich glatt sagen, dass die Glitterteilchen den kompletten Regenbogen abdecken und von Gelb über Orange zu Rot, aber auch Blau und Grün changieren - auf den Nägeln sehe ich am häufigsten gelbe, orangene  und blaue Reflexe, die roten und grünen bleiben dann doch eher extremeren Einfallswinkeln vorbehalten. Ein Holoeffekt, wie er im Fläschchen zu sehen ist, bleibt den Nägeln aber vorenthalten - dafür trocknet der Lack einfach zu unregelmäßig und die Glitterteilchen liegen nicht plan genug.
Auch wenn die Kamera so einiges vom Gefunkel schluckt, erkennt man doch die Struktur des Lackes ganz wunderbar und ich muss sagen, dass ich hauptsächlich vom Grundton sehr begeistert bin und natürlich das Finish grandios finde. Die quadratischen Funkelplättchen halten auch völlig ohne Probleme und lösen sich nicht schon nach wenigen Minuten oder auch Stunden ab - ich war mit dem Lack gestern den ganzen Tag unterwegs und er hat soweit ich das beurteilen kann, keine Plättchen verloren... Ok, heute früh hatte ich ein Glitterteilchen auf meinem Frühstücksei, aber das lag auch daran, dass ich mir gestern am Daumen ein Stück Nagel abgebrochen habe und dann die Eierschale mit dem Daumen weggepult habe... Liegt also definitiv nicht am Lack!
Da ich den Lack erst Freitag Abend lackiert habe, kann ich noch wenig zur Haltbarkeit sagen - die letzten anderthalb Tage hat er auf jeden Fall problemfrei überstanden und obwohl ich ihn wohl morgen zugunsten von Mint ablackieren werden muss, bin ich von diesem wunderschönen Grün einfach begeistert und würde ihn am liebsten noch länger tragen... Ja, ein bisschen drücke ich mich auch von dem Ablackieren, das wird bestimmt nicht gar so angenehm, aber ich glaube, das ist er wert!

"Emerald glint" wurde mir kosten- und bedingungslos von BeYu zur Verfügung gestellt.

Samstag, 28. März 2015

Die Sache mit dem Lackieren... (Teil 3)

Die Vorbereitung der Nägel sollte jetzt abgeschlossen sein (näheres in Teil 1 und Teil 2) und wir haben jetzt einen Basecoat auf den Nägeln... Wird also Zeit, sich endlich mit dem Farblack zu befassen, oder? Auch hier kann man natürlich sagen, dass das Ganze supereinfach funktioniert: Lack aufschrauben, Nägel lackieren, Lack zuschrauben - fertig! Stimmt ja auch, aber man kann sich ja so einen Lack auch ein bisschen genauer anschauen...

5. Das Herzstück - der Farblack

Es gibt Lacke wie Sand am Meer - unterschiedliche Marken, Preisklassen, Fläschchen, Farben, Konsistenzen, Trockenzeiten, Finishes, Pinsel... Gar nicht so einfach, da den Überblick zu behalten und irgendwie hat ja auch vieles davon einen Einfluss darauf, wie gut man so mit den Lacken klarkommt und welche Erwartungen man an sie hat.

Die Marke - teuer muss ja wohl gut sein!

Natürlich ist das immer Geschmackssache, was nun tatsächlich gut ist, aber obwohl die Preisrange bei Lacken von knapp 1 Euro bis 25 Euro oder auch mehr geht, würde zumindest ich persönlich nicht sagen, dass sich aus dem Preis auf die Qualität schließen lässt... Gerade beim Thema Preis sollte man auch die Füllmenge von Lacken berücksichtigen - bei 5ml Inhalt ist der L'Oréal-Lack zum Preis von 4,95€ (0,99€ pro ml) z.B. nicht mehr so wirklich viel günstiger als der OPI mit 15ml für 16€ (1,07€ pro ml) und der Orly mit seinen 18ml für 12€ entpuppt sich als wahres Schnäppchen (0,67€ pro ml). Zwar noch immer kein Vergleich zu essence, p2 oder auch Maybelline, aber ich finde, das relativiert durchaus ein bisschen die Bezeichnung "teuer".

Auch wenn manch einer so seine absolute Lieblingsmarke hat, hat das oftmals nicht nur etwas mit der Qualität zu tun - auch wenn das viele nicht hören wollen, aber bei "einfachen" Lacken können die günstigen Marken qualitativ durchaus mit den Großen mithalten. Ich finde z.B. sowohl essence als auch p2 qualitativ vollkommen in Ordnung - klar gibt es hier und da mal Aussetzer, aber die haben andere Marken genauso. Wenn also jemand einen Lack für den Anfang sucht, würde ich ihn (oder eher sie) ohne zu Zögern auf die essence- oder p2-Theke ansetzen - da findet man solide Cremelacke, mit denen man das Lackieren sehr angenehm lernen kann.

Besondere Finishes, vor allem Holos und Flakies, findet man eher (aber nicht ausschließlich) im etwas teureren Preissegment - zumindest, wenn diese Dinge gerade hip werden. Gerade essence ist in LEs ja bemüht, auch etwas ungewöhnlichere Lacke herauszubringen, aber an die wilden Kreationen, die die Indies so im Angebot haben, kommt man da ehrlicherweise nicht wirklich ran (das schaffen allerdings die klassischen Lackmarken auch nicht - oder vielmehr wollen sie das anscheinend nicht wirklich).

Apropos Cremelack... Welche Lacke trocknen schnell?

Auch wenn hier eine pauschale Antwort wohl niemals alle Eventualitäten abdecken kann und es immer Markenunterschiede gibt - aber matte Lacke, Suede- (*klick*), Metallic- (*klick*), Holo- (*klick*) und Sandlacke (*klick*) trocknen finishbedingt tendenziell schneller als andere Lacke (manche auch ein bisschen ZU schnell, sodass man wirklich flott lackieren muss und nichts korrigieren kann). Generell trocknen Lacke mit einer flüssigeren Konsistenz, sofern man sie eben auch dünn lackiert, schneller als Lacke mit einer dickflüssigeren oder gar pastösen Konsistenz. Glitterlacke in einer dünnen Base (wie z.B. viele Topcoats) trocknen für gewöhnlich auch recht zügig - aber es gibt durchaus auch Glitterbomben, die ewig brauchen...

So manche Firma preist ihre Lacke ja mit einer schnelltrocknenden Funktion an - 45Sekunden, 60 Sekunden oder vielleicht auch weniger, aber solche Angaben würde ich nicht unbedingt für bare Münze nehmen (genauso wie die versprochene zweiwöchige Haltbarkeit). Die meisten Creme-, Glitter- und Flakielacke haben aber eine akzeptable Trockenzeit, die einem auch ein paar Ausbesserungen erlaubt, wenn man nicht gar so perfekt lackiert hat und trotzdem zügig durchtrocknet.

Die Farbe - manchmal doch ein kleiner Stolperstein?

Gerade im Frühjahr sind ja Pastellfarben besonders hipp - aber oftmals (oft! Nicht immer - mir ist klar, dass es auch viele gute Pastelllacke gibt!) sind das auch die Lacke, die sich besonders zickig anstellen: Deckkraft mittelprächtig, Oberfläche ungleichmäßig, Konsistenz entweder glibberig oder pastös... Besonders bei Lacken mit einem hohen Weißanteil (also bei pastelligen Lacken oder auch bei weißen Lacken) ist häufig ein bisschen Vorsicht geboten und wenn man das Lackieren gerade üben will, sind zartere Farben zwar eine gute Möglichkeit, Patzer zu verdecken - aber es kann auch passieren, dass gerade diese Töne einem das Lackieren ein bisschen schwer machen und man mit einem "richtig bunten" Lack anfangs schneller Erfolge erzielt.

Der Pinsel - die große Geschmacksfrage...

Schmal oder lieber breit? Gerade oder lieber abgerundet? Kurz oder doch lang? Ich glaube, daran scheiden sich ein bisschen die Geister und das merkt man auch daran, dass die Bandbreite an Pinseln so ziemlich alle (un)möglichen Kombinationen abdeckt. Es gibt die superschmalen, langen Pinsel ("alter" essie-Pinsel, Orly), die eher gerade geschnittenen mittelbreiten (Dr. Pierre Ricaud, Kiko, Dance Legend), und die abgerundeten in unterschiedlicher Breite (L'Oréal, essence, Sally Hanen, Isadora, essie aktuell). Und wahrscheinlich noch alles mögliche dazwischen, aber dann hätte das whl ein eigenes Posting bekommen müssen.

Das Fiese ist, dass sich die Pinsel natürlich nicht nur in der Form unterscheiden, sondern auch in der Dichte der Pinselhaare, Breite, Länge, Widerstandskraft und inwiefern sie tatsächlich noch auffächern oder eher ihre gerade Form beim Lackieren beibehalten. Je breiter so ein Pinsel ist, umso eher muss man gerade mit schmalen Nägeln aufpassen, sich nicht gleich die Finger komplett anzumalen - allerdings gilt das auch für längere Pinsel, die besonders weit auffächern. Längere, dichte Pinsel fächern für gewöhnlich weit auf, brauchen aber auch ein wenig mehr Druck - schmale Pinsel fächern schon bei weniger Druck auf. Der Orly fächert z.B. trotz einer eher dünnen Bindung super auf und macht mir das Lackieren nicht schwerer als z.B. ein essence-Pinsel.

Aber insgesamt gilt auch hier: Jeder ist da ein bisschen anders, die einen stehen auf die dünnen Pinsel, die anderen auf die breiteren - manche mögen den Biberschwanzschnitt (z.B. L'Oréal), weil sich damit das Nagelbett schön formen lässt, andere stehen auf einen geraden Abschluss. Mit ein bisschen Erfahrung und Übung ist es allerdings ziemlich egal, was man nun für einen Pinsel vorliegen hat, weil man sich dran anpassen kann und auch den Druck, mit dem man lackiert, gut regulieren kann. Allerdings sollte der Pinsel schon ordentlich geschnitten sein - an das jahrelange Catrice-Drama möchte man ja nicht wirklich noch denken, hier hilft allerdings auch einfach mal die Nagelschere, um die Borsten wieder in Form zu bringen.

So, hab' ich bei meinen ausschweifenden theoretischen Betrachtungen noch irgendwas Wichtiges zum Thema "Lack an sich" vergessen? Falls ja, hole ich das gerne im nächsten Posting nach - aber dieses scheint mir doch schon lang genug zu sein *hust*.

Freitag, 27. März 2015

Deborah Lippmann "Lady sings the Blues"

In letzter Zeit bin ich ganz fleißig dabei, meine "letzten" Zugängen endlich mal zu lackieren - und da ich fleißig mit blauen Lacken beschenkt werde, ist das auch zum heutigen "Blue Friday" gar kein Problem. Der letzte Glitterlack ist tatsächlich schon zwei Wochen her (ja, ab und an brauche ich auch einfach mal ein paar leichtere Lacke, um nicht dauernd beim Ablackieren zu verzweifeln), darum passt "Lady sings the Blues" heute sehr gut!

Mein erster (und einziger) Deborah Lippmann-Lack wurde mir (wie sollte es anders sein?) von Lotte beschert - ich stand zwar im USA-Urlaub 2013 vor einem ganzen Display mit so einigen dieser Lacke, aber ehrlich gesagt fand ich sie gerade für den doch nicht gerade günstigen Preis nicht wirklich herausragend. Also durfte mich damals keines dieser hübschen, quadratischen Fläschchen nach Hause begleiten, aber der Nachzügler wurde sehr freudig aufgenommen!
"Lady sings the Blues" lässt sich trotz des enthaltenen Glitters problemfrei lackieren - der Pinsel hat genau die richtige Menge an Lack und Glitter drauf, der sich einfach verteilen lässt und auch bei dünnem Lackieren eigentlich schon nach einer Schicht deckt. Weil mit der ersten Schicht aber noch etwas wenig Glitter auf den Nägeln ist und ich es einfach immer schaffe, an irgendeiner Stelle etwas zu dünn zu lackieren, habe ich noch eine zweite Schicht drüberlackiert. Die Trockenzeit ist durchaus in Ordnung, allerdings finde ich das Ergebnis mit Topcoat deutlich schöner als ohne - der Topcoat gleicht die durch die Glitterteilchen doch etwas unebene Oberfläche etwas aus und verleiht "Lady sings the Blues" doch noch ein bisschen mehr Glanz.
Auf den ersten Blick sieht "Lady sings the Blues" ja sogar wie ein schwarzer Lack mit Glitter aus - aber gerade an den Stellen, an denen sich eine dünne Lackschicht über die Glitterpartikel legt, erkennt man sehr gut, dass die Glitterteilchen in zwei Größen eigentlich silbern sind (auch wenn sie im Fläschchen teilweise lila aussehen) und der Basislack sehr eindeutig dunkelblau. Ich war gerade von der wirklich guten Deckkraft sehr überrascht und würde mir ja glatt wünschen, dass auch andere Glitterlacke so deckend wären - bei "Lady sings the Blues" erkennt man die Glitterteilchen perfekt, sie liegen (auch bei nur einer Schicht) nicht alle nur obenauf, sondern zeigen unterschiedliche "Einfärbungen". So wünscht man sich doch einen richtig guten Glitterlack! (Wenn er jetzt noch einen Hauch bezahlbarer wäre, wären wir wohl alle vollauf begeistert.)
Vom Ergebnis her muss ich ja schon sagen, dass "Lady sings the Blues" total in mein Beuteschema fällt und mich sehr begeistert. Mit den zwei unterschiedlich großen Glittersorten musste ich auch irgendwie an Galaxy-Nails denken - allerdings sozusagen schon in einem Lack. Aufgrund der dunkelblauen Grundfarbe hat der Lack einfach was von Weltall und gefällt mir sehr gut und irgendwie wollte ich dann noch ein bisschen mehr draus machen... In meinen Stampingschablonen habe ich dann aber dummerweise kein passendes Sternenmuster gefunden, noch mehr Galaxy-Nails wollte ich dann nicht drauf machen, also wurde einfach das draufgestampt (Stamp your nails!), was am ehesten in Richtung Sterne ging und das waren dann irgendwie Sonnen...
Solo sah das gar nicht so übel aus, aber da das Sonnen-Muster nur ein Ausschnitt war, war das nicht so wirklich nagelfüllend, also kam mir die bekloppte Idee, noch mit losem Glitter nachzuarbeiten und das hat das Ganze dann irgendwie ein bisschen überladen, fürchte ich. Auf die Distanz ist der Effekt eigentlich ganz nett - an einigen Stellen funkelt es ein bisschen holografisch, die anderen sind dann eben dunkelblau und weiß... Aber mal davon abgesehen, dass natürlich die Besonderheiten von "Lady sings the Blues" damit komplett untergehen, ist der Glitter glaube ich einfach ein bisschen zu viel geworden, zumindest, wenn ich mir die Fotos so ansehe. Aber gut, Versuch macht kluch - das nächste Mal spare ich mir so einen Kram!
Haltbarkeitstechnisch war die Lady eigentlich ganz solide - klar, dunkler Lack, damit sieht man Tipwear auch ein bisschen schneller, aber eigentlich wurde das erst so an Tag drei deutlicher (sieht man ja auch an dem ersten Stempelfoto, da macht sich so langsam ein weißer Rand bemerkbar). Wenn mich jetzt nicht noch das Ablackier-Drama erwarten würde (ich hoffe ja, dass es halbwegs gut geht, befürchte aber vor allem durch den zusätzlichen losen Glitter wirklich nichts Gutes!), wäre der Lack wohl noch ein bisschen toller... Aber dass Glitterlacke nicht so einfach sind, weiß man ja auch schon vorher, also Augen zu und durch!

Donnerstag, 26. März 2015

Die Sache mit dem Lackieren... (Teil 2)

So, beim letzten Mal in Teil 1 haben wir es geschafft, die Nägel lackiertauglich vorzubereiten - so langsam sollte es also ans Eingemachte gehen! Aber wenn man mal ein bisschen darüber nachdenkt, wird das Ganze auf einmal doch ein bisschen komplizierter und ich befürchte, die Serie wird ein bisschen länger als geplant...
 
3. Die Strategie
 
Ich lackiere eigentlich immer nach einer von drei Strategien - abhängig davon, wie viel Zeit ich habe und wie die Eigenschaften der Lacke so sind... Zugegebenerweise lackiere ich allermeistens nach der letzten, weil kürzesten Strategie - ewig viel Zeit habe ich nämlich eher selten, um mir die Nägel zu machen und wenn man sich drei Mal die Woche die Pfötchen neu macht, muss das auch einfach schnell gehen!
 
"Immer schön langsam und alles ordentlich trocknen lassen"
 
Wenn man viel Zeit hat, kann man sich die Nägel sehr gemütlich lackieren und jede Schicht ordentlich durchtrocknen lassen: Den Basecoat, die erste Farbschicht und auch die zweite Farbschicht - auf einen Topcoat kann man dann meistens verzichten. Das gesamte Prozedere kann sich dann durchaus über Stunden hinziehen, allerdings sitze ich nicht die ganze Zeit mit den Händen in der Luft da!
 
Mit einem Basecoat auf den Nägeln kann man durchaus auch spülen, mit einer ersten Farbschicht auch in die Badewanne (die zweite Farbschicht macht ja alles wieder heil!) - das ist für mich so ein bisschen die Option fürs Wochenende, wenn ich nicht den Tag über mit unlackierten Nägeln rumlaufen will, aber noch so einiges zu tun habe. Die tatsächliche Trockenzeit hängt einfach sehr vom Lack ab - Basecoats sind meistens nach wenigen Minuten durchgetrocknet, Farblacke (zumindest in der ersten Schicht, wenn man eher dünn lackiert) etwa so nach 20 Minuten - d.h. nach etwa einem Stündchen hat man hier eigentlich eine fertige Maniküre.
 
Wichtige Voraussetzung ist, dass man mit dem Originalfinish des Farblacks zufrieden ist und nicht noch für extra Glanz, Ebenmäßigkeit oder Haltbarkeit einen Topcoat braucht. Bei Strukturlacken,  Lacken mit Suedefinish oder von sich aus schon schnelltrocknenden Lacken reduziert sich die Zeit drastisch - da muss nur der Basecoat gut durchtrocknen (das geht aber, wie gesagt, generell eher schnell).
 
"Das Zwischending: Anfangs gemütlich, am Ende ratzfatz"
 
Ab und an merkt man ja erst während des Lackierens, das irgendwas nicht so läuft, wie es soll - der Basecoat schlägt Bläschen, der Farblack vielleicht auch, das Finish ist nicht so glorreich, der Lack braucht ewig zum Trocknen oder trocknet uneben, man hat sich einfach schon in die erste Farbschicht eine Macke gehauen (das passiert mir mit Vorliebe am kleinen Finger, weil ich an irgendetwas stoße, das noch auf dem Tisch rumsteht!) oder man stellt fest, dass der Kühlschrank leer ist und man noch dringend vor Ladenschluss losmuss - dann ist klar: Ein Topcoat muss her, um Zeit zu sparen!
 
Auch wenn man bisher alles brav und gemütlich hat trocknen lassen (und vorausgesetzt man hat keinen Strukturlack oder einen, dessen Finish ohne Topcoat bleiben muss!) - jetzt kommt einfach direkt nach der zweiten Farbschicht der Topcoat drüber. Zentrale Voraussetzung: Schnelltrocknender Topcoat, der sich auch mit dem Farblack verträgt und nicht sofort Shrinking nach sich zieht. Die "Wartezeit" beträgt bei mir zwischen Farblack und Topcoat selten mehr als fünf Minuten - normalerweise wohl so etwa zwei, eben die Zeit, die ich brauche, um die andere Hand zu lackieren.
 
Der große Vorteil bei der Sache ist, dass der Topcoat im Optimalfall die bisherigen Probleme (schlechte Trockenzeit, ungleichmäßiges Finish, Bläschen) ausmerzt und man ein schönes, glattes und glänzendes Farbergebnis erhält. Das funktioniert eben leichter, wenn die drunterliegende Schicht noch nicht komplett zur Hubbellandschaft getrocknet ist (zumindest ist das meine Erfahrung). Zwingend notwendig ist allerdings ein Topcoat, der das auch kann - an anderer Stelle dann mehr dazu!
 
"Einmal Nägellackieren à la Speedy Gonzales!"
 
So läuft das bei mir meistens ab - ich lackiere für gewöhnlich abends, bevor ich ins Bett gehe und habe dementsprechend nicht wirklich viel Zeit. Bei schnelltrocknenden Lacken ist das für gewöhnlich kein Problem - aber mit einem guten Topcoat funktioniert das auch bei langsam trocknenden Zicken. Dann wird einfach "im Akkord" lackiert: Basecoat aufschrauben, linke Hand lackieren, rechte Hand lackieren, Basecoat zuschrauben, Farblack aufschrauben, linke Hand lackieren, rechte Hand lackieren, zweite Schicht linke Hand, zweite Schicht rechte Hand, Farblack zuschrauben, Topcoat aufschrauben, linke Hand lackieren, rechte Hand lackieren. Die gesamte Prozedur dauert bei mir etwa 10 Minuten, wenn etwas antrocknen soll, kann man kurz warten und ist trotzdem nach spätestens 20 Minuten fertig.
 
Auf die Couch setzen, Tee trinken - oder nach etwa 5 bis 10 Minuten bettfertig machen und wissen, dass es am nächsten Morgen keine Bettdeckenabdrücke gibt. Wenn's draußen nämlich dunkel ist, kann man so schlecht mit Tageslicht fotografieren und da ich keine Tageslichtlampe habe, warte ich einfach bis zum nächsten Morgen. Falls es nicht gerade Abend ist und man noch schnell aus dem Haus muss, ist das auch in etwa 30 Minuten machbar. Absolut unabdingbar hierbei: Ein guter Topcoat! Aber der steht ja bekanntlich erst am Ende der Mani...
 
4. Der Basecoat
 
Am Anfang steht - zumindest für mich unabdingbar - ein Basecoat. Für mich ist der größte Nutzen eines Basecoats, dass er durch eine weitere Lackschicht die Nägel vor Verfärbungen schützen soll. Das funktioniert auch allermeistens - außer bei besonders hartnäckigen Farblacken, die anscheinend die Basecoatschicht so sehr anlösen, dass sie trotzdem ans Nagelbett kommen.
Basecoats gibt es wie Sand am Meer - und ich habe festgestellt, dass es völlig egal ist, welchen ich nehmen. Hauptsache, der Lack trocknet zügig. Es gibt natürlich Basecoats mit allerlei zusätzlichen Effekten - manche lassen die Nägel weißer erscheinen (oder eher: geben ihnen einen leichten Blautsich, was allerdings relativ egal ist, wenn man noch einen Farblack drüberlackiert), andere haben nagelhärtende Eigenschaften (oftmals basierend auf Formaldehyd - ich habe allerdings bei keinem Basecoat wirklich einen Effekt feststellen können) oder stellen sicher, dass man auch bei unebenen Nägeln eine gleichmäßige Oberfläche für den Farblack erhält (Ridgefiller). Es gibt auch "all in one"-Lacke wie den Leighton Denny, der sowohl als Base- als auch als Topcoat fungiert - aber meistens finde ich da eine von beiden Funktionen besser.
 
Für mich tut es einfach ein günstiger Basecoat oder ein sheerer, nahezu farbloser Farblack wie Nicka K's "Blossom", den ich momentan vorwiegend nutze. Hauptsache, der Basecoat ist dünnflüssig, dann trocknet er nämlich schneller. Bei Glitter- oder Strukturlacken kommt auch der Sally Hansen zum Einsatz, der ist nämlich schon ganz schön eingedickt und trocknet mit wilden Bläschen und alles andere als gleichmäßig (das ist einem Glitterlack aber eben egal). Wenn man besonders ungleichmäßige Nägel oder viele Rillen hat, empfiehlt sich ein etwas dickflüssigerer Basecoat, der die Ungleichmäßigkeiten ausgleichen kann, oder eben gleich ein Ridgefiller (auch die gibt es günstig).
 
Bei Basecoats gilt aber leider - genauso wie bei Farblacken und Topcoats: Man muss einfach ausprobieren, was für einen selbst passt. Abhängig von der Nagelbeschaffenheit funktioniert eben nicht jeder Lack bei jedem gleich gut und manchmal muss man auch rausfinden, wie man mit dem jeweiligen Lack am besten klarkommt. Ich hab' mir mit dem Sally Hansen auch schon die eine oder andere Mani versaut und musste neu lackieren, weil ich ihn partout nicht dünn und gleichmäßig auf die Nägel bekommen habe - aber für Glitter- und Strukturlacke taugt er sehr gut.
 
Ihr seht schon - es gibt viel zu sagen und wir sind noch nichtmal bei den Farblacken angekommen... Aber ich verspreche hoch und heilig: In Teil 3 geht es definitiv um Farben, Marken, Finishes, Pinsel und Trockenzeiten... Oder vielleicht auch in den Teilen 3 und 4, mal sehen, wie viel mir da jeweils einfällt...

Mittwoch, 25. März 2015

Layla Thermo Polish - Effect N°3

Heute ist also das große Finale von Runde 3 bei "Lacke in Farbe... und bunt!" - seit fast zwei Jahren läuft die Aktion inzwischen und inzwischen sind wir tatsächlich bei 35 unterschiedlichen Farbvorgaben (inklusive "bunt") angelangt! Seit Ende Juli letzten Jahres läuft die aktuelle dritte Runde und heute findet sie mit einer hoffentlich superbunten Galerie ihren würdigen Abschluss!

Ich habe ein bisschen gegrübelt, was ich heute zeigen will - dann hatte ich einen Lack ausgesucht und lackiert, aber die Fotos waren irgendwie nicht so ganz das Wahre... Und dann landete hier ein Päckchen von Lotte, das natürlich auch ein paar Lacke enthielt. Unter anderem diesen hier, den Lotte ernsthaft als "Müll" bezeichnet hat und dem ich anfangs auch ein bisschen kritisch gegenüber stand (hat aber nicht lange gehalten!). Leider hat der Layla keinen ordentlichen Namen, "Thermo Polish - Effekt N° 3" ist irgendwie ganz schön unsexy und wird dem Lack absolut nicht gerecht!
Lackiert habe ich insgesamt drei Schichten - zwei zeigen schon eine ziemlich gute Deckkraft und reichen bei kürzeren Nägeln oder etwas dickeren Schichten durchaus aus, die dritte hat bei mir einfach das Finish noch ein wenig ebener gemacht. Die Trockenzeit ist angenehm kurz und die N° 3 hat ein zauberhaftes, samtiges Finish - auf den Topcoat kann man also getrost verzichten (wobei dieser dem grandiosen Effekt keinen Abbruch tut), was ich zumindest an der linken Hand auch getan habe. Auf dem Etikett wird schon deutlich, dass der Lack seine Farbe zwischen Rot und Gelb wechseln soll und zumindest auf meinen Nägeln würde ich das Farbspiel auf einen Wechsel  von Korallrot über Orange bis Sonnenblumengelb konkretisieren.
Aus dem Fläschchen heraus ist der Lack einfach korallrot und blieb das bei mir auf den Nägeln auch erstmal eine geraume Zeit (ich würde vermuten, bis er trocken war). Das lag aber wohl einfach daran, dass ich zu dieser Zeit kalte Hände hatte, denn der Layla reagiert sehr schnell auf kleine Temperaturunterschiede und zeigt ein wunderschönes Farbspiel von einem Gradienten bis hin zu einem soliden, gut durch das Nagelweiß abgegrenzten French (und an dieser Stelle seht ihr auch alle, warum ich mich immer über mein ungleichmäßiges Nagelweiß beschwere!). Auch wenn ich Gelb nicht so wirklich grandios finde auf den Nägeln - in diesen Lack habe ich mich einfach verliebt und alle Leute um mich rum (die arme vivian und auch die Leutchen auf der Arbeit) damit genervt, wie toll denn der Effekt ist!
Leider habe ich verpeilt, auch ein "warmes" Foto zu machen - denn z.B. wenn ich morgens aus dem Bett gekrochen bin, waren meine Nägel bis in die Fingerspitzen komplett gelb. Kühlen aber die Spitzen ein wenig ab (was "von selbst" durch die Umgebungsluft passiert und nicht etwa nur durch kaltes Wasser oder den Kühlschrank!), werden sie rötlich und anstatt eines Gradienten (den man übrigens auch wunderbar beobachten kann, wenn man nach draußen geht und die Nägel langsam von unten hin nach oben rötlich-orange anlaufen und letztlich komplett kalt werden) macht sich ein French breit. Je nachdem, wie gerade so die Temperaturverteilung ist, ist das French klarer abgegrenzt oder etwas fließender - aber auf jeden Fall ein Hingucker! Wenn man die roten Spitzen übrigens an eine warme Tasse hält, kann man sogar ein kleines Gelb-Rot-Gelb-Sandwich zaubern!
Beim Händewaschen kann man natürlich auch tolle Effekte beobachten - allerdings geht das teilweise auch einfach mit reiner Reibung (wenn man also mit dem Handballen an den Nägeln rubbelt), wobei natürlich die Splatter-Effekt ein bisschen spannender sind. Mit grundsätzlich warmen Händen (mit dem Lack kann man wunderbar nachvollziehen, wann im Tagesverlauf man eher warme, wann eher kalte Hände hat) bekommt man beim Händewaschen mit kaltem Wasser schnell ein paar kleine rote Fleckchen auf den gelben Nägeln - andersherum finde ich den Effekt ja fast noch cooler, aber auch sehr viel schwerer zu fotografieren. Nach dem Aufstehen kühlen meine Hände nämlich recht zügig ab und sind dann rot - beim Händewaschen mit warmem Wasser werden sie gelb und dann wir das Nagelbett schneller rot als die Nagelspitzen...
Ganz ehrlich - ich hätte hier noch zig weitere Bilder einstellen können, weil ich den Lack so richtig, richtig geil finde. Er macht unglaublich gute Laune (und das, obwohl er gelb ist!) und hat mich viel mehr als jeder Holo-, Glitzer- oder multichrome Lack dazu gebracht, alle paar Minuten auf meine Nägel zu schauen und irgendwie an ihnen rumzurubbeln. Nach drei Tagen musste er dann leider einem anderen Lack weichen, wobei die topcoatfreie Hand bis auf leichte Abnutzungserscheinungen an der Oberfläche noch weitestgehend in Ordnung ausgesehen hat. Mit Topcoat hatte ich leichte Tipwear, aber nichts auffälliges. Das Ablackieren hat sich dann übrigens supereinfach gestaltet - man kann den Lack also auch auf Naturnägeln tragen!

Leider muss ich sagen, dass ich heute von meinem Lack so begeistert bin, dass da kaum ein anderer Lack gegen anstinken können wird - aber Mimi hat sich mit ihrer Wahl durchaus auch einen würdigen Vertreter gesucht (den ich eigentlich auch mal lackieren könnte...):
http://www.mimi-kry.blogspot.de/2015/03/lacke-in-farbe-und-bunt-bunt-3.html
Bevor jetzt hier gleich die letzte Galerie für diese Runde aufgeht, gibt es noch eine kleine Änderung für die nächste Runde: Ich möchte den Logenplatz gerne beibehalten, allerdings habe ich diese Runde festgestellt, dass das Prozedere momentan doch ein bisschen aufwändig ist. Darum wird es zumindest versuchsweise in Runde 4 ein wenig geändert - wer gerne auf den Logenplatz möchte, schickt mir einfach bis Montag Abend per Mail den Permalink zu seinem Posting und ein Bild zum Lack (wer keinen Blog hat darf natürlich auch mitmachen, dann einfach den Link zur FB-Seite, zu Insta oder gar keinen Link mitschicken).

Ich suche mir dann einfach einen Beitrag aus - wobei ich gestehen muss, dass ich natürlich ein bisschen nach Qualität der Bilder gehe und durchaus auch die Mädels bevorzuge, deren Namen mir etwas sagen, weil sie z.B. hier kommentieren... Falls das so klappt, würde ich mir sehr freuen - ansonsten muss ich mir einfach was anderes ausdenken. Die erste Farbe für Runde 4 ist übrigens MINT!

Dienstag, 24. März 2015

Pigmentomania mit Coastal Scents "Rum raisin"

Diese Woche habe ich es irgendwie nicht geschafft, mein Dienstags-AMU auf das mittwöchliche Lackposting abzustimmen - das wäre sicherlich eine witzige Sache gewesen (und muss irgendwann noch nachgeholt werden!), aber wenn ihr morgen den Lack seht, werdet ihr sicherlich verstehen, warum ich es nicht getan habe. Dafür saß ich aber heute mal wieder leicht verzweifelt vor meinen Coastal Scents Pigmenten und konnte mich erst so gar nicht entscheiden, was ich nun für "Pigmentomania" nehmen soll.
Da ich aber am Wochenende tatsächlich noch beim Budni-Ausverkauf zwei der "Ultra matte eyashadow + primer" von p2 erhascht habe (und ansonsten vor leeren Displays stand!) und ausprobieren wollte, wurde es letztlich doch lila (und ihr wisst, dass es bei mir morgen kein Lila gibt!) und passt damit auch zu "Purple my week". Zu 040 "Purple clutch" von p2 gesellte sich dann "Rum raisin" von Coastal Scents und eigentlich hätte ich gedacht, dass das Pigment viel dunkler und düsterer sein würde - aber schon beim ersten Swatch hat sich herausgestellt, dass es nur so tut als ob!
Auf dem beweglichen Lid habe ich mit "Purple clutch" gearbeitet, der sich problemfrei auftragen ließ und auch gut deckt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich (natürlich) eine Base drunter genutzt habe, inwiefern dieser matte, blaustichige Lilaton also auch ohne Base so schön gleichmäßig zu verarbeiten ist, weiß ich nicht. "Rum raisin" ist im Gegensazu zu dem p2-Lidschatten eher rotsichtig und vor allem schimmernd! Vom Tütchen her hätte ich eher auf einen tiefdunklen Aubergineton mit rosanem Schimmer gesetzt, aber eigentlich ist die Rumrosine ein vielleicht einen Hauch angegrauter, rotsichtiger Lilaton - ziemlich mittig von der Helligkeit würde ich sagen. Erste Bedenken, dass sich das mit dem doch kühlen matten "Purple clutch" beißen würde, waren schnell ausgemerzt.
"Rum raisin" kam also in den oberen Bereich des beweglichen Lids und in die Lidfalte und ließ sich auch einfach mit "Purple clutch" verblenden, wobei ich am Schluss auch nochmal mit dem matten Lidschatten über das Lid gegangen bin - ganz schimmrig wollte ich das AMU dann doch nicht haben. Auch am unteren Wimpernkranz habe ich im Außenbereich ein bisschen mit "Purple clutch" gearbeitet, ansonsten einfach nur mit meinem Calligraphic Liner einen Lidstrich gezogen und die Wimpern getuscht. Reicht ja eigentlich auch, auch wenn ich schon gegrübelt hatte, in Richtung zur Braue hin nochmal einen matten Akzent zu setzen - das wäre wohl aber dann ein bisschen zu viel des Guten gewesen.

Aber eigentlich langt das ja auch so - ein bisschen matt, ein bisschen schimmernd, ein bisschen Eyeliner... Taugt definitiv für den Tag, ist durchaus ein bisschen raffiniert und gefällt mir vor allem supergut! Aus beiden Lidschatten lassen sich bestimmt noch ein paar spannende AMUs rausholen!

Montag, 23. März 2015

The one - Kiera Cass

Damit die arme Lotte nicht bei absolut jeder Buchrezension maulen muss und da meine Laune auch einfach mal gepasst hat, gibt es heute keinen der üblichen Krimis oder Thriller, sondern einen Jugendroman. Freundlicherweise als Leihgabe aus dem Lotteschen Haushalt, weil ich ja die ersten beiden Teile der eigentlich als Trilogie ausgelegten, mittlerweile auf eine Pentalogie erweiterten Reihe um America Singer gar nicht so übel fand. "The one" (zu Deutsch: "Selection - Der Erwählte") ist also der dritte Teil und schließt nahtlos an "Selection - die Elite" an. Während ich die zwei ersten Teile als Hörbücher hatte, hat mir Lotte ihre Printversion geliehen und ich war erstaunt, wie schnell sich diese 330 Seiten weggelesen haben...
In "The one" geht es also um die Endphase des Prinzessinnen-Castings, wobei ich ja sagen muss, dass ich die Übersetzung mit "Der Erwählte" durchaus ein bisschen zu viel verrät und die Zweideutigkeit des englischen Titels vermissen lässt. Natürlich muss sich unsere Protagonistin America nun endlich mal entscheiden, ob sie den Prinzen liebt oder doch noch ihrer Jugendliebe hinterherhängt, aber auch der Prinz muss noch seine letzte Wahl zwischen den vier verbliebenen Bewerberinnen treffen - und das passiert doch unter sehr drastischen Umständen...

Obwohl aber eigentlich schon sehr früh feststeht, wie die Geschichte ausgeht, gibt es doch eine Vielzahl an Stolpersteinen, die der Liebe der beiden im Weg stehen: Von Maxons Vater - ein Unsympath erster Güte - mal abgesehen, stehen sich unsere beiden Liebenden (schon wieder) auch ordentlich selbst im Weg. Da die Geschichte ja aus Americas Sicht geschrieben ist, erfahren wir natürlich mehr von ihrem (schrecklich verwirrten) Innenleben als von Maxons, aber auch der leistet sich so ein paar Dinge, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte (ok, an vielen Stellen dachte ich mir auch: "Jap. Typisch Mann. Armer Kerl!").

Das Positive vorneweg: Die Geschichte liest sich leicht, angenehm und man kommt eigentlich ohne Probleme durch. Wenn man sich aber ein bisschen intensiver mit den Geschehnissen befasst, fallen zumindest dem erwachsenen Leser, der nicht nur dieser Liebesgeschichte entgegenfiebert, einige kleinere Missgeschicke auf: vielversprechende Themen, die man sinnnvoll hätte ausbauen können, die aber nur angerissen und dann beiseite gelegt werden; Charaktere, die recht ausführlich eingeführt werden, wahnsinnig interessant klingen und neugierig machen - dann aber kaum Bedeutung haben (wer weiß, vielleicht in den folgenden Bänden, die sich mit der Tochter unseres Paares befassen?); Ereignisse, die für die handelnden Personen einfach die perfekte Lösung für diverse Probleme darstellen und natürlich auch so gelegen kommen, dass man sich doch fragen darf, ob da jemand einfach keine Lust hatte, sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen...

An vielen Stellen hatte ich das dringende Bedürfnis, der guten America einfach mal einen dezenten Klaps auf den Hinterkopf zu geben, damit ihre zwei Gehirnzellen wieder richtig arbeiten - Teenieleben hin oder her, aber ihre wirren, inkonsequenten und manchmal einfach nicht nachvollzieh- oder erklärbaren Gedankengänge und Handlungen haben mich teilweise in den Wahnsinn getrieben. Dass ihr dann natürlich noch das Schicksal gelegen kommt, hat sie letztlich eigentlich gar nicht verdient und an so einigen Stellen habe ich mich doch gefragt, was denn nun der Prinz und auch Aspen so an ihr lieben, dass sie ihr beide nahezu verfallen sind (oder waren). Sympathisch ist mir America auch in diesem Buch nicht wirklich geworden - wobei ich ja doch gehofft hätte, dass der Charakter ein wenig an Reife hinzugewonnen hätte.

Teilweise ist sie durchaus ein pfiffiges Mädchen mit guten Ideen, aber an anderen Stellen machten sich in meinem Kopf einfach nur viele Fragezeichen breit. Als harmlose Nebenherliteratur kann man das Buch oder die Serie aber durchaus empfehlen - nur zu viel erwarten sollte man davon eben nicht: Viel mehr als seichte Unterhaltung ist das nicht. Ich befürchte, das wird auch in den folgenden Bänden nicht wirklich anders wrden. Die zusätzlichen "ausgekoppelten" Kurzgeschichten kann man sich allerdings glaube ich sparen - ich habe "The prince & the guard" und muss sagen, dass ich sie ziemlich inhaltsfrei finde. Hier wird jeweils aus der Sicht von Maxon bzw. Aspen ein kleiner Teil der Geschichte nacherzählt bzw. eben aus einer anderen Perspektive dargestellt - aber ich hatte nicht wirklich das Gefühl, irgendwas Neues zu lesen...

Sonntag, 22. März 2015

Nicka K New York NY 135 Tangerine

Am Donnerstag war ich mir verdammt sicher, dass der Frühling sich nun ernsthaft angekündigt hätte - strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, das klang vielversprechend! Die letzten Tage war es hier aber doch wieder grau in grau, kalt, windig und sogar regnerisch - so gar nicht frühlingshaft und besonders ärgerlich, wenn man eigentlich mit dem Besuch ein bisschen Hamburg erkunden wollte!

Heute scheint dafür wieder die Sonne und ich muss ja sagen, dass definitiv wieder die Zeit für frühlingshafte, sommerliche und einfach gute Laune-Lacke ist - und bei mir gibt es darum heute ein knalliges Orange! Sicherlich ist Orange jetzt nicht jedermanns Sache, aber "Tangerine" von Nicka K New York hatte es mir von der Farbe her sofort angetan - er musste nur auf die passende Gelegenheit warten, um endlich auf die Nägel zu dürfen.
Der Lack lässt sich angenehm und einfach lackieren - in zwei dünnen Schichten oder vielleicht sogar schon einer dickeren ist das intensive Orange auch gut deckend, durch den Glanz kann man auch auf einen Topcoat verzichten. Die Trockenzeit ist hierbei auch kein Hindernis, denn "Tangerine" trocknet ganz gut an und durch. Zur Farbe selbst gibt es eigentlich gar nicht so viel zu sagen - einfach ein knalliges, intensives, fast schreiendes Orange! Wobei ich zugeben muss, dass meine Kamera den Lack wohl einen Hauch knalliger gemacht hat als er eigentlich ist - ein Neonlack ist das nämlich nicht. Das Mandarinchen besticht mit einem glänzenden Cremefinish, wobei ich mir bei dem Namen ja durchaus auch einen Strukturlack hätte vorstellen können.
Im Sonnenschein wird "Tangerine" einen Hauch dezenter als er ohne direkten Lichteinfall wirkt, aber ich gestehe, dass das keine wirklich unauffällige Farbe ist. Die Strahlkraft dieses Orangetons ist wahnsinnig toll und auch wenn ich nicht allzu oft zu orangenen Lacken greife - dieses Orange finde ich doch sehr ansehnlich. Ich mag die satte, leicht ins Rötliche und weniger ins Gelbliche tendierende Farbe und vor allem, dass es sich hier eben nicht um einen pastelligen, sanften Ton handelt (mit denen hab' ich's einfach nicht so!). Gerade für den Sommer oder einfach auch für den sonnigen Frühling ist das ein perfekter Lack, der definitiv die Aufmerksamkeit auf die Nägel lenkt. 
Bei dem Orange war mir schnell klar, was da für ein Design drauf muss - ich gestehe, da war ich alles andere als kreativ (Tigernägel gab es nämlich *hier* schonmal, aber da habe ich es noch selbst gepinselt). Gestempelt habe ich mit der MoYou Pro XL Platte mit der Nummer 4, die ein paar nette Animalprints beinhaltet. Beinahe hätte ich statt dem Tiger auch ernsthaft ein orangefarbenes Zebra aus meinen Nägeln gemacht - was nun sicherlich nicht dramatisch, aber doch irgendwie seltsam gewesen wäre... Sie sehen sich aber auch ziemlich ähnlich und wahrscheinlich wäre das auch niemandem aufgefallen und als Streifenmuster sowieso gut durchgegangen. Gestampt habe ich einfach mit einem schwarzen Lack, ich bilde mir ein, es war essence "Berlin story".
Das Schwarz ist leider nicht überall ganz perfekt geworden und hätte durchaus auch einen Hauch deckender sein können - aber so ein Tiger ist ja auch nicht perfekt symmetrisch und gleichmäßig gestreift, darum passt das eigentlich auch so. Natürlich möchte ich mit meinem Tigerchen auch wieder bei "Stamp your nails" mitmachen! Kurz hatte ich zwar gegrübelt, ob ich mich nicht mal an einem Gradient-Stamping probieren möchte, aber für den Tiger war mir das dann etwas zu unsicher (und wäre sicher in die Hose gegangen). Dafür habe ich aber noch den RdL-Topper aus meinem "Hot oder Schrott"-Wichtelpaket gekramt und einmal über das Tigerchen gepinselt, was dem Ganzen noch ein bisschen mehr Glanz und einen netten Effekt durch die irisierenden Glitterpartikel gegeben hat (ja, für den echten Tiger wäre Glitter wahrscheinlich kontraproduktiv, aber egal!).
Was die Haltbarkeit angeht, hat sich der von der Mandarine zum Tiger mutierte "Tangerine" gut geschlagen - anderthalb Tage pur, zwei weitere mit Stamping und ich hatte am Ende zwar ein wenig Tipwear, aber ansonsten keinerlei Probleme. Auch beim Ablackieren hat sich der Lack ohne Stain oder Schmiererei entfernen lassen - Däumchen hoch für diesen tollen Lack mit der perfekten Sommerfarbe!

"Tangerine" wurde mir kosten- und bedingungslos von Nicka K New York zur Verfügung gestellt.