Sonntag, 13. Dezember 2015

Sally Hansen "Complete salon manicure" 660 Pat on the black

Obwohl die letzten Tage tatsächlich ab und zu mal (also eher so für ein paar Minuten, nicht gerade für Stunden) die Sonne rausgekommen ist, greife ich momentan intuitiv doch recht häufig zu dunklen Lacken. Wobei ich das wohl auch das übrige Jahr schreiben könnte, denn ich mag dunklere Lacke nunmal unheimlich gern. Heute stand ich jedoch noch vor der Herausforderung, einen passenden Lack für das letzte Thema der Nailsreloadedchallenge zum Thema "frostig" zu finden.

Nach elendig langer Grübelei bin ich letztlich bei "Pat on the black" gelandet, weil ich mir dachte, dass man auf einen dunklen Lack ziemlich problemfrei was Frostiges pinseln könnte - und außerdem Stand der Lack sowieso in meinem "to do"-Display (aber um jetzt ganz ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung mehr, wieso - das kommt davon, wenn man doch mal umsortiert).
"Pat on the black" lässt sich mit dem breiten Biberschwanzpinsel gut lackieren und zeigt in der ersten eher unregelmäßigen Schicht auch noch recht deutlich, dass es sich um einen rotstichigen dunkellilanen Lack handelt - und gar nicht um schwarz. Und an dieser Stelle vermeldet mir mein Hirn, dass der Lack sich ja auch hervorragend für "Schwarz ist nicht gleich schwarz" eignet - denn Bilder herauszusuchen, auf denen man im Ansatz ein bisschen was von der Farbe erahnen kann, war gar nicht so leicht. Mit der zweiten Schicht wird auf den Nägeln alles definitiv blickdicht und schön einheitlich tiefdunkellila - und zwar so tiefdunkel, dass es in den allermeisten Lichtverhältnissen (vor allem zu dieser Jahreszeit) wie Schwarz aussieht.
"Pat on the black" hat eine schöne, glänzende Oberfläche und kommt aufgrund der kurzen Trockenzeit auch ohne Topcoat aus - aber wenn man sich beim Knipsen ein paar Macken in den noch halbfeuchten Lack haut, macht eine Schicht Überlack alles wieder schön glatt und glänzend. Mich kann man ja mit so dunklen vampy Lacken sehr begeistern, ich finde das ja durchaus edel und elegant - aber sonderlich abwechslungsreich ist der Lack mit seinem Cremefinish halt nicht. Darum gibt's auch nur zwei Bilder vom Lack solo, die ihn aber doch eigentlich in der Farbe hervorragend widerspiegeln. Dafür gibt es gleich drei Design-Bilder, auf die ich durchaus stolz in - und zwar vor allem deshalb, weil ich weder Decals noch eine Stampingplatte mit irgendwas Winterlichem habe und darum erstmal wieder Ochs vorm Berg stand, was das Motto "frostig" anging.
Nachdem ich mir das Hirn zermartert hatte, wie ich denn nun was Frostiges hinbekomme, fiel mir mein Kiko Crackle mit der Nummer 615 und dem Namen "Light gold" ein... Obwohl er viel Gold im Namen hat, ist das doch eher ein cremig-weißer Cracklelack mit goldenem Schimmer und damit (in meinem Kopf) der perfekte Lack für ein passendes Design! Da ich nun den normalen Auftrag von den Cracklinglacken nicht gar so spannend finde, habe ich mir ein Schwämmchen geschnappt und am Nagelbett angefangen, den Crackle aufzutupfen (mit den Tips anzufangen hat sich auf der rechten Hand nämlich als weniger hübsche Variante herausgestellt) Dadurch ergibt sich vor allem am Nagelbett ein hübscher Effekt, der das Weiß deutlich in den Vordergrund stellt und weiter unten kommt eher der goldene Schimmer durch.
Wenn man das Ganze nun irgendwie als aufbrechende Schneedecke oder so sieht, passt das ja durchaus zum Thema, für weitere Freihandmalereien bin ich einfach zu unfähig - und ich wollte es lieber nicht probieren und mir damit das Design komplett versauen (um ganz ehrlich zu sein). Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Ergebnis ziemlich cool finde, weil es eben auch ein bisschen strukturiert ist und doch so Schneespray durchaus nahe kommt. Aus Neugierde habe ich dann noch mit einem matten Topcoat gearbeitet - der macht die Oberfläche schön eben, stellt aber auch den goldenen Schimmer im unteren Bereich nochmal ein bisschen raus und macht aus "Pat on the black" tendenziell ein echtes Schwarz.
So genial ich die Mani ja auf den Bildern finde - live sah das fast ein bisschen seltsam aus mit dem weißen Nagelbett... Der Kontrast zu dem dunklen Lack ist schon sehr deutlich, aber zur Hautfarbe hin gibt es da auch noch ein bisschen was und irgendwie fand ich das dann auf Dauer seltsam. Und das, obwohl sich "Pat on the black" eigentlich ganz gut geschlagen hatte. Aber immerhin ließ er sich auch ohne Schlieren oder andere Schweinereien gut ablackieren - und wird demnächst wohl mal als Stampinglack ausprobiert!

Kommentare:

  1. Irgendwie erinnert es mich gerade an Sand...cool, aber auch etwas seltsam. :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Definitiv seltsam, wenn man auf die eigenen Nägel guckt - und sehr cool auf den Bildern :P

      Löschen
  2. Das sieht ja mal interessant aus. :) Wie Rauhreif auf den Nägeln - klasse!

    LG Lotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir :) Ich finde das Ergebnis auch sehr spannend und es musste halt frostig sein ^^

      Löschen
  3. Ich kann mich gerade noch so gar nicht entscheiden - einerseits mag ich Crackle-Lacke nicht, aber dein Ergebnis fasziniert mich gerade total. Das hat wirklich etwas von einer aufbrechenden Schneedecke - oder irgendwie auch Sand :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin auch kein großer Fan von den klassischen Crackles, aber teilweise kann man doch ein paar hübsche Sachen mit ihnen anstellen. Und so gespongt gefällt mir das durchaus - vor allem mit dem Weiß und der Schnee-Assoziation :)

      Löschen
  4. Ich finde das Design ja total spannend, weil es so "anders" ist - live würde mich ein helles Nagelbett wohl auch stören, kann dich da gut verstehen ^^

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also für mich ist das eindeutig so ein Foto-Design, da sieht es toll aus :P Aber so absolut schrecklich war's auf den Nägeln auch nicht...

      Löschen