Donnerstag, 3. Dezember 2015

Mini-Schoko-Muffins

Da ich letzten Freitag eingeladen war, hatte ich versprochen, Muffins zu machen - aber natürlich keinen Plan gehabt, was für welche es werden sollten. Da ich dann am Freitag noch ein bisschen in Zeitnot kam (und natürlich neben süßen Muffins auch noch unbedingt herzhafte machen wollte, bzw. dann auch gemacht habe), musste ein schnelles Rezept her. Sonst google ich ja immer fleißig dutzende Rezepte, um dann doch ganz was anderes zu machen, aber dieses Mal hatte ich es eilig, also habe ich in meinem "Delicious days"-Kochbuch von Nicole Stich gestöbert und da auch die perfekte Lösung gefunden!

Die "Schoko Minis" waren laut Buch zwar normale Muffins, aber sie einfach in kleinere Förmchen zu füllen, ist ja nicht das Problem. Nachdem die kleinen Teilchen allerdings so gut angekommen waren und ich das Rezept inzwischen auch schon ein zweites Mal gemacht habe (innerhalb einer Woche!), darf es trotz Mangel an grandiosen Bildern heute einfach auf den Blog.

Zutaten:

200g Butter
200g Schokolade
200g Zucker
4 Eier
3 EL Mehl

Im Wasserbad werden Butter und Schokolade geschmolzen - das ist auch der Part, der am längsten dauert. Ich habe es ein Mal mit Zartbitterschokolade probiert, beim zweiten Mal mit Vollmilch (laut Rezept soll es natürlich hochwertige Schoki mit mindestens 70% Kakaoanteil sein - aber ich muss noch ein paar Vorräte vernichten). Wenn beides schön flüssig ist, wird der Zucker eingerüht - ich habe hier die Menge schon um 50g reduziert und finde, dass es auch noch ein bisschen weniger sein könnte.

Die Butter-Schoko-Zucker-Mischung stellt man kurz beiseite, damit sie etwas abkühlen kann und rührt dann nacheinander die Eier mit einem Holzlöffel unter. Ist die Masse noch zu warm, stockt das Eiweiß schnell und das ist nicht der Sinn der Sache. Beim Unterrühren der Eier wird die Schokomasse zunehmend zäher, hat eine leicht klebrige, puddingartige Konsistenz und löst sich auch teilweise komplett vom Schüsselrand - das muss aber so! Zum Schluss gibt man noch drei Esslöffel Mehl dazu und füllt den Teig in die Muffinformen.
Bei 190 Grad Umluft haben die kleinen Muffins auch so ihre 20 Minuten gebracht, beim zweiten Mal habe ich einen normalen Kuchen gebacken, der war nach etwa 25 Minuten fertig. Auch wenn ich anfangs dachte, dass der Teig gar nicht hochgehen würde - durch die Eier tut sich da doch noch so einiges und die Muffins bekommen eine leicht zerklüftete Oberfläche. Die könnte man jetzt noch hübsch verzieren - man kann es aber auch sein lassen, denn diese Teilchen sind schon pur wirklich lecker.

Außen sind sie leicht knusprig, vor allem natürlich oben. Innen drin ist die Schokomasse aber noch wunderbar saftig, dennoch locker und vielleicht einen Hauch klebrig - auf jeden Fall der absolute Schokoladenhimmel! Wenn sie abgekühlt sind, lassen sich die Muffins recht einfach aus den Papierformen lösen, im noch warmen Zustand funktionert das aber gar nicht. Auch mein Kuchen wollte nicht so recht aus der Form, obwohl ich diese natürlich gut eingefettet habe - aber geschmacklich war auch der eine Wucht! Natürlich gehen sie nicht gerade als Diätmahlzeit durch, aber für diese fluffige Schokoladigkeit macht man gerne eine Ausnahme.

Von den beiden Schokosorten hat mir Zartbitter deutlich besser geschmeckt (Vollmilch hatte ich mit Backöl mit Mandelaroma statt Butter gemacht - das ging auch gut), allerdings muss ich unbedingt noch weiße Schokolade ausprobieren. Vielleicht spicke ich die dann mit dunklen Schokostückchen oder so - auf jeden Fall ist das ein Rezept, das nicht nur durch die geringe Anzahl an Zutaten, sondern auch durch die leichte Zubereitung besticht und darum gerade das Potenzial entwickelt, mein "Standard-Schoko"-Rezept zu werden.

Kommentare:

  1. Prima, das Rezept kann nur gut sein, denn das ist fast identisch mit unserem Familienschokokuchentraditionsrezept :) Mach ich mehrmals im Jahr mit noch saftigem Schokokern. Der Trick für mich ist Zartbitter und Vollmilch zusammen zu benutzen. Weiße Schoki lohnt nicht, das wird einfach nur Vanille - also man schmeckt nicht wirklich was von Schokolade. Aber ich habe das Rezept auch mal ähnlich einem Marmorteig gemacht und gesplittet mit Vollmilch und Weißer Schokolade. Bei Zartbitter solo wurde der Teig für mich immer etwas zu trocken. (im Kuchenrezept sind es übrigens einfach nur 200 g Mehl und eine Kranzspringform)

    LG Lotte

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. 200g Mehl sind hier wohl noch ein bisschen hoch gegriffen :P Aber je weniger Mehl, desto schokoladiger - und ich mag generell Vollmilch nicht sooo, darum dann doch lieber die dunkle ;) Dass es mit weißer eher vanillig vom Geschmack wird, glaub ich auch, aber die Konsistenz? Wer weiß, wer weiß ^^

      Löschen
  2. Das hört sich unglaublich lecker an, ich glaube das muss ich mal ausprobieren :O mit weißer Schokolade stelle ich mir das auch sehr toll vor. Vor einer Weile hatte ich eine Fertigbackmischung (ja, ich weiß, Schande über mein Haupt) für White Chocolate Brownies, und die waren unbeschreiblich lecker. Mega saftig, und so lecker weiß-schokoladig..hmm.....*träum*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ach, auch Fertigbackmischungen können mal lecker sein - aber selber gemacht ist definitiv besser :P Aber Brownies könnte ich auch mal wieder machen...

      Löschen