Donnerstag, 5. November 2015

Kreta: Ein kleiner Abstecher nach Rethymno

Passend zum Donnerstag - oder eher zum Throw-back-Thursday und einem anstrengenden Tag- gibt's heute wieder ein paar Bilder aus dem schon viel zu lange zurückliegenden Kreta-Urlaub! Nach der "weiten" Tour nach Chania stand auf unserer Liste eigentlich nur noch das nähergelegene Rethymno oder Rethymnon, auf manchen Karten auch nur Rethmino... Von unserem Hotel aus wäre der Ort auch mit dem Bus zu erreichen gewesen, da wir allerdings das Auto hatten, haben wir die faule Variante gewählt.

Mit dem Bus erspart man sich zumindest die Parkplatzsuche, denn in dem kleinen Städtchen kommt man kaum darum herum, einen kostenpflichtigen Abstellplatz für das Auto in Anspruch zu  nehmen. Die Preise sind zwar völlig in Ordnung, aber man muss auch erstmal Glück haben und eine freie Lücke finden - und vor allem beim Rausfahren Geduld mitbringen. Wir standen ernsthaft zwanzig Minuten in der Bezahlschlange!

Rethymno mit seinen knapp 60.000 Einwohnern ist jetzt nicht gerade eine Metropole, aber immerhin neben Heraklion der zweite Standpunkt der kretischen Universität. Ansonsten besticht das Städtchen durch eine gemütliche Atmosphäre mit zahlreichen kleinen Gässchen (in einigen davon parken sogar Autos und wir haben uns gefragt, wie zur Hölle die da bitte hingekommen sind), durch die man sehr gemütlich schlendern und auch in die eine oder andere kretische Wohnung linsen kann, wenn die Bewohner nicht sowieso auf einem Stuhl davor sitzen und tratschen. Die Stadt hat auch ein paar Museen im Angebot - die haben uns allerdings nicht so wirklich interessiert, wir wollten uns eher draußen aufhalten und uns neben dem Hafen auch die Fortezza anschauen.














Die Fortezza ist die ehemalige venezianische Befestigungsanlage, die auf dem Paleokastro liegt und gegen ein kleines Entgelt besichtigt werden kann. Zuvor sind wir ein bisschen an der Küste entlanggeschlendert und wurden mal wieder mit einer Baustelle konfrontiert, die auch dazu führte, dass der große kostenlose Parkplatz nicht mehr nutzbar war. Wie meine Eltern leider schon bei ihrem letztjährigen Kos-Besuch feststellen mussten, sind Bauwerke bzw. deren Überbleibsel nicht sonderlich gut ausgeschildert und so gab es in der Fortezza auch nicht so wirklich viel zu sehen. Ein paar Gebäude, deren grundlegender Nutzen zumindest kurz auf einem Schild erklärt wurde - und ansonsten viel Sand, ein paar Bäumchen und viele Mauern...
Allerdings hat man von der höhergelegenen Festung einen wunderchönen Blick auf die Bucht (in diesem Fall auch inklusive "Piratenschiff") sowie die Stadt Rethymno. Die vielen kleinen und vor allem flachen Häuschen, die sich da dicht an dich reihen, unterscheiden sich doch drastisch von dem Stadtbild bei uns und vermitteln irgendwie perfekt die Gemütlichkeit, die man auch bei den Einheimischen merkt. Während wir eine Runde durch die ehemalige Festung drehten, kamen wir nicht umhin, die auf- und abklingende Geräuschkulisse durch die zahlreichen Zikade zu bemerken - und als wir an ein paar Bäumen vorbeikamen, saß da tatsächlich fast noch auf Kopfhöhe ein fotografierwilliges Tierchen! Ihre Kollegen saßen alle deutlich höher und wir haben wirklich nur diese zu Gesicht bekommen - meine erste Zikade!

Wieder in der Stadt haben wir noch einen Blick auf den Rimondi-Brunnen geworfen (Ah ja. Ein Brunnen, ok. Kenn ich, kommt Wasser raus.), der wohl auch eine der Sehenswürdigkeiten ist. Wenn man hinter dem Brunnen rechts in die kleine Gasse geht, kommt man zu einer zauberhaften kleinen Taverne namens "To parastratina", die uns mit leckeren Vorspeisen begeistert hat (danach waren wir einfach satt) und definitiv dem Italiener vorzuziehen ist, der auf der anderen Seite des Brunnens zu finden ist und nahezu überlaufen war. Wer sich hier mit Souvenirs eindecken will, findet in den zahlreichen kleinen Shops eine weitläufige Auswahl - wirklich große Läden sucht man allerdings vergebens.
Auch einen Besuch wert, obwohl wir nur kurz durchgestiefelt sind, ist der Stadtgarten, der wirklich eine kleine Ruheoase in der (zugegebenermaßen auch kleinen) Stadt ist. Neben kleinen Alleen und hübschen Blümchen hier und da gibt es auch ein kleines Café, in dem man sich ausruhen kann - wobei die Zikaden da leider keine Ruhepause machen, sondern alles in eine ganz schöne Geräuschkulisse tauchen. Insgesamt waren wir glaube ich einen halben Tag in Rethymno unterwegs und haben (zumindest aus unserer Sicht) alles Wichtige gesehen. Ein süßes, kleines Städtchen, in dem man mit ein paar Kaffeepausen auch den ganzen Tag zubringen könnte.

Kommentare:

  1. Da waren wir auch! Das war so herrlich. Das war ein schöner Urlaub.

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    1. So finden sich also die Kretaurlauber wieder :P Ich fand auch, dass es echt toll war dort!

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  2. Ach, jetzt will ich nächstes Jahr doch wieder hin ...

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    1. Und was genau spricht dagegen? :x Mach doch! Ich hätte auch nix gegen einen nochmaligen Kretabesuch - da gibt es noch sooo viel zu sehen!

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  3. Wir haben uns ja recht viel Städtchen auf Kreta angesehen und Rethymnon fand ich am schönsten. Schöne Gassen, der Stadtstrand und der Hafen, das fand ich wirklich toll. Wir sind sogar noch einmal Abends hin und haben ein Cocktail am Hafen getrunken in einer schönen Bar.

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    1. Ich mochte die Stadt auch sehr - und gerade, wenn man einfach nur etwas rumhängen will, gibt es da viele schöne Gelegenheiten :)

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