Donnerstag, 29. Oktober 2015

Und dann macht es einfach "Klick!" im Kopf...

Dass bei mir in den letzten Monaten viel los war, habe ich ja schon in meinem kleinen Grübelposting über den Blog erwähnt - und es geht eben nicht nur um den Blog, sondern auch darum, was ich so mit mir in der nächsten Zeit anstellen will. Mein aktueller Job neigt sich dem Ende zu und dass ich das, was ich momentan mache, nicht weitermachen will, steht eigentlich schon lange fest. Die große Frage ist nur: Was mache ich stattdessen? Nur, weil man weiß, was man nicht will, heißt das ja noch lange nicht, dass man auch weiß, was man will!

Und so habe ich lange Zeit gegrübelt und gegrübelt, Alternativen gewälzt und gegeneinander abgewogen... Die richtige Lösung habe ich allerdings nicht gefunden und dann gehofft, dass mich im Urlaub die Erleuchtung ereilen würde - aber Pustekuchen. Der Urlaub war toll und hat definitiv dabei geholfen, mal ein bisschen runterzukommen und durchzuschnaufen - aber die Lösung aller Probleme war er leider nicht. Kaum wieder hier, kam ein Stapel an Aufgaben auf mich zu, die natürlich alle dringend erledigt werden mussten. Die Zeit, mir Gedanken um meine Zukunft zu machen, war rar gesät und so war ich auch schnell wieder im vorherigen Grübel-Modus, der sich so langsam in eine leichte Negativspirale entwickelte.

"Geht das überhaupt?", "Taugt mir das?", "Ist das wirklich das, was ich will?", "Was will ich denn überhaupt?", "Ist das nicht zu risikoreich?", "Ist das andere nicht zu langweilig?", "Werde ich damit denn langfristig glücklich?", "Musst ich mich denn jetzt schon langfristig orientieren?", "Aber... ist das denn kurzfristig überhaupt sinnvoll?", "Passt das überhaupt zu mir?", "Wenn nicht das, was denn sonst?", "Und was ist, wenn das nicht klappt?", "Kann ich das denn eigentlich?", "Ist das denn überhaupt realistisch?", "Passt das von der Zeit her?"
In meinem Kopf wuselte alles hin und her, ich war genervt, dass ich keine Lösung finden konnte - und dann kam noch Stress auf der Arbeit dazu. Ständig angespannt hatte ich auch kurz nach dem Urlaub wieder Ärger mit der Schulter und war maximal genervt von mir selbst, weil ich meine "freie Zeit" (also die Zeit, die ich nicht auf der Arbeit war - so ab 19 Uhr abends und Samstag und Sonntag) dann doch eher für so unnötige Dinge wie Essen kaufen, Wäsche waschen und Haushalt schmeißen verschwenden musste als für intensives Pläneschmieden für die Zukunft. So ein bisschen fühlte ich mich wie so ein Duracellhäschen, das die ganze Zeit fleißig auf sein Trommelchen trommelt - und einfach nicht aufhören kann. In meinem Kopf drehte sich alles nur noch im Kreis und ich kam keinen Deut voran - ätzend!

Vor etwa zwei Wochen machte dann irgendwas "Klick!" in meinem Kopf - und ich habe bis heute keine Ahnung, warum genau da und nicht schon Monate vorher und was genau der Auslöser war. Aber irgendwie ist der Schalter einfach umgeklappt - ich habe noch immer keine Ahnung, welche der Alternativen die richtige ist und ob ich mich jetzt schon für die nächsten zehn oder gar dreißig Jahre festlegen will oder nicht doch lieber kurzfristig plane. Aber Frau Gelassenheit hat beschlossen, es sich in meinem Kopf gemütlich zu machen und anstatt weiter das Duracellhäschen zu sein, habe ich mich eher in einen gemütlichen Puschelwuschel verwandelt, der relativ stressbefreit mal vor sich hinkullert und schaut, was so des Weges kommt.

"Irgendwie wird das schon werden!" hat sich jetzt auch in meinem Kopf breit gemacht - obwohl Freunde und Familie das natürlich seit Monaten predigen und mir gesagt haben, ich solle das nicht so verkrampft sehen (jaja, die haben gut reden, ist ja nicht deren Hirn, das sich da windet!). Obwohl ich auf der Arbeit nun eher mehr als weniger zu tun habe und meine Zeit wahrscheinlich zu knapp ist, um alles zu erledigen (und sich Leute total bekloppt verhalten), hat sich die Schulter seit zwei Wochen nicht mehr gemeldet und das ist für mich eines der eindeutigsten Zeichen, dass es gerade wirklich gut läuft. Es ist nicht wirklich so, dass mir ein Stein von der Seele gefallen ist - aber vielleicht hat sich der Stein einfach in Zuckerwatte verwandelt und ist jetzt einfach nicht mehr so schwer... Und das ist ein verdammt gutes Gefühl.

Kommentare:

  1. Ich freue mich, dass du an dem Punkt angekommen bist! :) Natürlich drücke ich dir weiter die Daumen, dass sich die Lösung einfach auftun wird, aber ich bin auch froh, dass es dir besser geht. :D

    LG Lotte

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    1. Ich hoffe ja auch noch auf die perfekte Lösung - aber ich bin einfach wesentlich entspannter und laufe nicht mehr dauerhaft unter Strom rum. Das ändert zwar nichts daran, dass um mich rum viel Chaos ist - aber ich bin deutlich ruhiger ^^

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  2. Ich weiß, was du meinst. Durchgehende Hirnbewegung kann so anstrengend sein wie ein Marathon, vor allem, wenn man sich Sorgen macht oder Gedanken. Gut, dass es dir jetzt besser geht und Alles Andere wird sich ergeben, ich sag's dir.

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    1. Danke dir ♥ Mir ist das ja auch klar - aber sag deinem Hirn mal, dass es aufhören soll :P Das ist gar nicht so einfach, bzw. tut das doofe Hirn einfach nicht, was es soll ^^

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  3. Sich selber stressen können wir bestimmt alle gut. An dem locker lassen arbeite ich noch :)

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    1. Wenn ich da ein Patentrezept für hätte - ich würde es ja sofort teilen! Aber ich habe so das dumpfe Gefühl, dass es das auch einfach gar nicht gibt... Und ich bin auch hervorragend darin, mir selber Stress zu machen ^^

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  4. Schön, dass sich der Stress im Kopf gelegt hat. Oft fällt einem mit Gelassenheit auch die Lösungs-/Weg-/wasauchimmer-Findung leichter. Ich hoffe, bei dir ist das auch der Fall :)

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    1. Ich glaube, dass ich den wichtigsten Schritt geschafft habe - einfach etwas ruhiger sein und alles erstmal kommen lassen... Wie es dann genau weiter geht, muss ich gucken, aber immerhin bilde ich mir ein, dass alles schon richtig wird ;)

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  5. Das klingt ja gut :) Hoffen wir, dass Frau Gelassenheit dir auch weiterhin treu und hilfreich bleibt :)

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    1. Ich glaube, Frau Gelassenheit hat es sich gerade ganz schön gemütlich gemacht ;) Ich wette zwar, dass sie wieder Platz macht, wenn es ernsthaft weitergeht - aber momentan ist (noch) alles gut!

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  6. Antworten
    1. Ich bin auch sehr froh, dass gerade alles geordnet ist in meinem Kopf :) Aber ich habe keine Ahnung, wie es dazu kam ^^

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