Donnerstag, 25. Juni 2015

Zucchinichips - oder zumindest der Versuch...

Ich weiß leider gar nicht mehr, auf welchen Blogs (ja, es waren definitiv mehrere!) ich in den letzten Wochen schon überall Zucchinichips gesehen habe - aber irgendwie haben sie mich gefühlt überall angesprungen. Da ich auch noch zwei Zucchinis im Kühlschrank hatte (und so langsam auch die Befürchtung aufkam, dass sie nicht mehr allzu lange dort in essbarem Zustand verweilen könnten), aber keine Lust auf Zucchinigemüse oder ähnliches hatte, war schnell klar: Chips sollen es werden!

Nach zwei Versuchen muss ich allerdings sagen, dass ich zu der Weisheit letztem Schluss leider noch nicht gelangt bin... So schön wie auf diversen Seiten zu sehen, habe ich sie einfach nicht hinbekommen und irgendwie sind sie auch schlicht und ergreifend viel zu schnell weg, um sie ernsthaft als alternative Knabberei in Betracht zu ziehen. Falls also jemand Geheimtipps hat, bin ich sehr dankbar!

Zutaten:

Zucchini (Überraschung!)
Salz
Olivenöl

Der schwierigste Teil ist wohl, die Zucchini in einer angemessenen Breite in Scheiben zu schneiden - nicht zu dick, weil sie dann matschig bleiben und nicht kross werden, aber auch nicht zu dünn, weil sie dann zu schnell verbrennen. Ich habe mich an so etwa 2mm dünnen Scheiben probiert - was ich wohl auch als passende Dicke bezeichnen würde. Wenn man sie hobelt, sind sie natürlich alle schön gleichmäßig dünn - aber auch mit dem Messer klappt das ganz gut.

An dieser Stelle scheiden sich dann wohl die ersten Geister: Ich habe meine Zucchinis einfach auf meine Silikonbackmatte gelegt, allerdings habe ich auch in einigen Rezepten gelesen, dass man sie vorher salzen und ein wenig auswässern lassen soll... Auf meine Zucchinischeiben kamen dann ein paar Spritzer Olivenöl und etwas Kräutersalz (weil ich das endlich mal aufbrauchen will) und dann kam das Blech in den Backofen. Da meine Zucchini nicht wirklich riesig war, passte sie auch problemfrei auf nur eine Backmatte (oder sonst eben auf Backpapier). Beim Würzen sollte man etwas aufpassen - ich hatte hier und da durchaus ein bisschen zu viel von dem Salz erwischt, was dann beim Knuspern eine doch etwas überwürzte Angelegenheit war.
Was Temperatur und Backzeit angeht, gibt es dann wieder so einige Unterschiede - ich habe es beim ersten Mal mit einer guten Stunde bei 110 Grad probiert, da fand ich die Chips auch weitgehend in Ordnung. Die Zucchinischeibchen schrumpfen halt ungemein - das sieht man an dem unteren Bild glaube ich ganz gut, das ist nämlich die selbe Matte... Was die Knabberei angeht, ist man da also definitiv schon nach wenigen Minuten fertig, weil einfach alles alle ist. Von der Menge her passte das bei mir zu etwa drei Vierteln in ein kleines Dessertschüsselchen - da müsste ich also so einiges an Zucchini in den Ofen packen, um auch nur einen kleinen Knabbervorrat zu produzieren.
Beim zweiten Versuch habe ich es mit mehr Hitze (150 Grad) und weniger Zeit probiert - aber schon nach etwa 40 Minuten war ein Großteil meiner Scheibchen ein bisschen mehr als nur goldbraun... Aber dafür auch etwas knuspriger - nur werde ich beim nächsten Mal wohl doch wieder bei geringerer Temperatur landen. Und vor allem mal überlegen, ob ich die Zucchini nicht lieber schräg schneiden will, um zumindest ein bisschen mehr Oberfläche zu haben - von der Größe her bin ich mit meinen beiden Zucchinis nämlich eher so bei einem Stückchen Schokolade gelandet und das ist für Chips doch nicht ganz meine präferierte Größe. Geschmacklich mag ich die Zucchinichips aber - sie sind eben je nach Würzung eher kräuterig oder scharf und ein kleines bisschen kommt auch noch die Zucchini durch, aber die hat ja eh nicht so viel Eigengeschmack...
Im Laden gibt es ja schon die unterschiedlichsten Gemüsechips - Auberginen kann ich mir spontan noch gut vorstellen, aber erstmal muss ich glaube ich die Zucchinis irgendwie ein bisschen besser hinkriegen. Die lange Wartezeit ist gerade für Knabberkrams ja ein bisschen ungeschickt, aber es ist halt doch mal was anderes als nur Kartoffelchips (jaja, so ein bisschen gesundheitsbewusst kann man ja auch mal versuchen zu knabbern...). Falls also jemand irgendwelche heißen Tipps hat, bin ich mehr als dankbar, wenn ihr sie mir verratet! Oder Erfahrungen mit Gemüsechips jeglicher Art - ansonsten verbrenne ich eben noch ein paar Zucchinis in meinem Ofen!

Kommentare:

  1. Habe ich definitiv auch noch vor auszuprobieren :)

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    1. Falls sie dir so richtig gut gelingen - sag mir bitte, was der geheime Kniff ist :)

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  2. Ich werde es auch mal ausprobieren :)

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    1. Ui, ich bin gespannt auf deine Meinung :)

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  3. Nette Idee. :) Aber ich glaube, das würde hier gar nicht gut angenommen werden... Dann esse ich meine Zucchinis dann doch mit Tomate und Hackfleisch gebraten. :D Aber Apfelchips liebe ich! Das hat eine Freundin neulich gemacht.

    LG Lotte

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    1. Nee, Apfelchips sind ja süß :P Ich brauch' salziges Knabberzeugs und da sind die Zucchinis ein guter Ansatz. Und was den Geschmack angeht, kann man ja gut variieren - Zucchini hat ja nicht viel Eigengeschmack :)

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  4. wenn es besser geklappt hätte, würde ich einen versuch wagen! endlich ein gemüse, was selbst ich mag :-p

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    1. Irgendwie hab' ich den Kniff noch nicht so ganz raus - aber ich halte dich auf dem Laufenden :)

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  5. Sieht ja ziemlich toll aus - doch...puh!...wieviel Zucchini man da für eine ordentliche Portion braucht o.O
    Das ist ja dann schon mal nichts für Gäste, oder? :D

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    1. Also halt nix, bei dem man wirklich gemütlich knabbern kann... So ein Blech ist für eine Person schon auch ein bisschen wenig... Da ist also Massenproduktion angesagt :P Zucchinis haben halt viel Wasser und schrumpfen dann so dolle :/

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