Sonntag, 31. August 2014

Make up Factory 350 "Black power"

Lotte hatte letztens einen schwarzen Cremelack gezeigt und da ist mir aufgefallen, dass ich echt schon ganz schön lang keinen "einfachen" schwarzen Lack mehr getragen habe. Meistens gab es Schimmer, Glitzer oder Struktur drin - aber Schwarz pur ist schon länger her, dabei finde ich schwarze Nägel eigentlich ziemlich cool.
Da ich aber noch "Black power" von Make up Factory hier stehen hatte, war schnell klar, dass der Lack jetzt auf meinen Nägeln landen muss! Zwei dünne Schichten ergeben ein wunderbar intensives und deckendes Ergebnis, das man wahrscheinlich auch mit einer dickeren Schicht erreichen könnte. Der Auftrag ist sehr angenehm, der Pinsel fächert ein bisschen auf, ist aber auch fest genug, um präzise arbeiten zu können. Gerade bei dunklen Lacken ist das wichtig, da man ansonsten gefühlte Ewigkeiten mit Cleanup beschäftigt ist.
Zur Farbe selbst gibt es nicht so wirklich viel zu sagen - ein schwarzer Cremelack eben, der mit einem schönen, glänzenden Finish aufwartet, das man natürlich auch mit einem Topcoat noch ein bisschen glossiger machen kann. Ich habe darauf verzichtet, weil ich die Trockenzeit angenehm kurz und das Finish doch schon hübsch genug fand. Sehr angenehm fand ich, dass sich "Black power" auch ordentlich über die Fingerspitzen ziehen ließ und da geblieben ist - ansonsten hat man doch schnell mit Tipwear oder sogar Shrinkage zu rechnen, das war hier aber nicht der Fall.
Beim Namen habe ich allerdings ein bisschen gestutzt - "Black power" passt zwar rein vom Wortinhalt her perfekt zu dem Lack, da der ziemlich eindeutig Schwarz ist und auch noch intensiv, allerdings klingelte bei dieser Wortkombination doch irgendwas in meinem Hinterkopf... Kurz meinen besten Internetfreund mit G bemüht und tatsächlich, der Begriff bezeichnete zur Zeit von Martin Luther King eine Bürgerrechtsbewegung (da hat sich der USA-Urlaub also tatsächlich gelohnt und in meinem Oberstübchen sind ein paar Infos hängengeblieben!).
Da ich mich jetzt nicht ewig über einen schönen, glänzenden, schwarzen Cremelack auslassen kann (Haltbarkeit im Übrigen gut, Ablackieren einfach), gibt es auf Wunsch von Schiwi noch ein kleines "Step-by-step"-Tutorial für Galaxy Nails. "Black power" ist einfach die perfekte Basis gewesen und nachdem die letzten Galaxy Nails so gut gelungen sind, dachte ich, dass ich ein Tutorial dazu doch auch hinkriegen könnte.

Vorneweg eine kurze Übersicht über die Lacke, die ich verwendet habe. Die Basis ist "Black power" von Make up Factory, dazu "White hype" von essence, "Metallic green" von Kleancolor, "Meadow green" von Kiko, "Lindsay's dancin'" von Barielle, als Glittertopper die 231 von Kiko und der Glossfinity Topcoat von MaxFactor.

Natürlich sind das nur Farbbeispiele und man kann alle möglichen anderen Farben nehmen. Ein heller Ton für die Galaxien-Basis bietet sich aber an.

Zusätzlich braucht man nur noch ein Stückchen von einem Schwamm, eine Pinzette (um damit das Schwämmchen zu halten und zu spongen), ein Rosenholzstäbchen, einen feinen Pinsel und losen Glitter oder einen weiteren Glittertopper.
Der erste Schritt nach der dunklen Lackbasis auf dem kompletten Nagel ist ganz einfach: Ich nehme ein kleines Stückchen Schwamm, klemme das in eine Pinzette und sponge mit dem weißen Lack ("White hype" von essence) ein paar unregelmäßige "Galaxien" auf die Nägel. Mal nur eine, mal gibt es einen kleinen abzweigenden Ast - das ist weder sonderlich gleichmäßig, noch irgendwie geplant. Bei kurzen Nägeln würden sich wahrscheinlich schräge oder längliche Galaxien anbieten, um das Bild ein bisschen größer wirken zu lassen.
Nach dem Weiß kommt der erste Farbakzent, hier "Metallic green" von Kleancolor. Ich finde einen Schimmerlack hübsch, weil er einen kleinen Kontrast zu dem cremigen Weiß liefert, aber das kann man handhaben wie man will - alles matt oder alles schimmernd oder abwechselnd, nur allzu groben Glitzer sollte man vermeiden, da der dann schnell alles überlädt. Den ersten Grünton habe ich am Rand der Galaxien, teilweise ein bisschen überlappend aufgespongt. Mal oben, mal unten - eben frei Schnauze.
Danach kam dann "Meadow green" von Kiko dazu,  am schönsten passt der Grünton eigentlich neben den anderen grünen Lack an einige Stellen. Nicht zu gleichmäßig und symmetrisch (was mir immer sehr schwer fällt), kann man ihn auch gut an einige noch "nackte" Stellen über den schwarzen Lack spongen. Auch über die weiße Grundlage kann man ihn an ein paar Stellen tupfen, am Ende sollte aber noch ein bisschen Weiß auf jedem Nagel überbleiben.
Wer mag, kann jetzt farblich auch noch in der gleichen Schiene weitermachen, ich finde ja einen kleinen Kontrast ganz hübsch und habe hier einen leicht schimmernden Rotton ("Lindsay's dancin'" von Barielle) gewählt. Den dann dezent an ein paar Stellen auftragen - das Grün darf ja ruhig vorherrschend bleiben, das Rot soll nicht zu dominant werden. Ob auf dem Weiß, am Rand oder am Grün - das ist reine Geschmackssache und sieht bei mir auf jedem Nagel anders aus. Das war dann schon alles, was ich an Farblacken benutzt habe.
Der Kiko Glittertopper enthält winzige hexagonale Glitzerpartikel und größere Hexagons, aber eigentlich wäre ein feinerer Topper schöner gewesen... Den kann man jetzt auch nach Bedarf verteilen: Ein bisschen komprimiert z.B. am Zeigefingernagel und am Mittelfinger, sozusagen ein kleiner glitzernder Sternhaufen, die feinen Partikelchen kann man auch gut wie am Ring- oder kleinen Finger in der Galaxie verteilen. Manche pinseln auch den kompletten Nagel mit einem Glittertopper an, mir ist das aber eigentlich ein bisschen zu viel, ich will nur ein paar kleine Akzente setzen.
Dann kommt der Pinsel zum Zug (oder alternativ ein Zahnstocher oder sehr feines Dottingtool): Ich habe auf jeden Nagel zwei kleine, weiße Kreuze gesetzt, die irgendwie Sternchen darstellen sollen. Unterschiedliche Größen und Platzierungen sehen da doch schöner aus als allzu gleichmäßige Sterne an den gleichen Stellen (und das fällt mir wahnsinnig schwer...). Sonderlich ordentlich müssen die Kreuze auch nicht sein - Hauptsache, sie sind irgendwie als "Stern" erkennbar (man sollte sie also nicht unbedingt mitten in dem weißen Teil platzieren).
Dann kommt eine Schicht Topcoat drüber und wer mag, kann einfach noch ein paar holografische Hexagons mit dem Rosenholzstäbchen in den feuchten Topcoat drücken. Ich habe mich mal auch an ein paar Rauten (am Ringfinger und Mittelfinger) probiert, fand die dann aber nicht so passend wie die hexagonalen Glitterteilchen. Auch hier habe ich etwa zwei bis drei Glitzerstückchen pro Nagel gesetzt. Wer keinen losen Glitter hat, kann auch einfach Glitterteilchen aus einem Topcoat fischen und auf den Nagel setzen. Trocknen lassen und fertig!

Der Zeitaufwand ist nicht wirklich groß, ich sponge eigentlich immer ziemlich planlos vor mich hin (wäre ja noch schöner, wenn ich mir vorher überlegen müsste, wie das genau aussehen soll!) und bin mit der linken Hand nach etwa 5 Minuten fertig (die rechte wird unordentlicher und dauert einen Hauch länger). Der gespongte Lack muss nämlich nicht wirklich zusätzlich trocknen, da er eh sehr dünn aufgetragen wird. So, wer macht jetzt alles Galaxy Nails und zeigt sie mir?
 
"Black power" wurde mir kosten- und bedingungslos von Make up Factory zur Verfügung gestellt.

Samstag, 30. August 2014

101 im August

Und schon wieder ist ein Monat rum - gefühlt einer, der an Wetterkapriolen mit dem April mehr als mithalten konnte. Und so wechselhaft wie das Wetter war, war irgendwie auch der sonstige Verlauf des Monats: So einige ärgerliche Zwischenfälle auf der Arbeit, ein paar angenehme Ereignisse (nicht auf der Arbeit) und ein paar Zipperlein, die ich ja fast mal aufs Alter schieben möchte (die aber nicht wirklich was damit zu tun haben, befürchte ich...).

Durchwachsen trifft es also ganz gut, mal sehen, was mein Listchen diesen Monat sagt - ich befürchte ja, dass sie nicht allzu viel zu vermelden hat. Gefühlt habe ich nämlich echt nicht viel getan und war viel zu beschäftigt mit so wichtigen Dingen wie schlafen...

5. Seitenschläferkissen (0 / 1)

Beinahe hätte ich mir in Münster eins gekauft - dummerweise waren wir dann aber zu spät aus dem Zoo wieder da und der Shop hatte zu... Allerdings war das Kissen auch nicht nachfüllbar, also ist es auch nicht so schlimm, dass ich es nicht gekauft habe (wobei meine zweite Bettdecke inzwischen echt schon böse leidet und zerknautscht ist).

14. Nagellacke maximal (20 / 100)

Ich möchte mal sagen, dass ich verdammt stolz auf mich bin, weil ich diesen Monat keinen Lack gekauft habe! Und dass, obwohl ich in Münster bei tkmaxx war und da doch auch ein netter Kandidat gewesen wäre... Hach, was war ich standhaft!

16. Bodybutter /-lotion aufbrauchen (7 / 12)

Ganz heldenhaft ist diesen Monat wieder ein Cremeprodukt leer geworden und ich bin echt ein bisschen überrascht, wie flott das doch geht. Dank der Übersicht weiß ich endlich, wie lange ich wirklich brauche, um eine Creme aufzubrauchen - durchaus beruhigend, dass mein Vorrat nicht für die nächsten fünf Jahre reicht!

Die Bodymousse ist glaube ich vom letzten Jahr, war vom Duft her ganz okay (künstliche Himbeere, nicht allzu aufdringlich), die Konsistenz war zwar nicht moussig, aber zumindest leicht. Ließ sich gut auftragen und zog auch recht zügig ein - solides Produkt, allerdings nicht wirklich einer meiner Favoriten. Auf zu neuen Dosen und so!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (34 / 142)

Läuft - und ist so toll, weil ich diese paar Minuten wunderbar zum Lesen nutzen kann. Mein erster Tiegel geht leider bald alle, mal sehen, wohin es mich dann verschlägt.

26. Nailarts bzw. -designs posten (8 / 10) 

Ja, tatsächlich gab es diesen Monat so einiges zu sehen - manches weniger aufwändig und spannend als anderes, aber mein eindeutiger Favorit waren definitiv die Galaxy nails, die mir einfach wahnsinnig gut gelungen sind (auch wenn Eigenlob stinkt).
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/make-up-factory-545-maliblu.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/catherine-classic-lac-520-moray.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/kleancolor-164-metallic-aqua.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/p2-daytime-vs-nightlife-300-pleasant.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/essence-multi-dimension-xxxl-shine-nail.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/08/essence-aquatix-05-finding-dori.html














51. Bücher lesen (20 / 60)

Anfang des Monats hatte ich ja befürchtet, dass das dieses Mal nichts werden würde - die ersten zwei Wochen habe ich nicht einmal eine einzige Seite gelesen! Aber dann kamen "Phönixkinder", die sich so gut weglesen ließen und auf Empfehlung von Alice und Spende von vivian "Die Tote im Götakanal". Hat mir auch gut gefallen, mehr dazu am Montag!

59. in den Zoo gehen (2 / 5)


Erst der zweite Zoo dieses Jahr und das, obwohl ich doch so gerne in den Zoo gehe - und dann war der Besuch auch noch ein bisschen Zufall... Aber toll war's, weitere Bilder gibt es *hier*, der Zoo in Münster ist definitiv einen Ausflug wert!

60. Sport machen (121 / 514)

Wenn ich mir erklären könnte, wie man bei Sport-Rückstand auf die dämliche Idee kommen kann, eine 30 days squat challenge zu machen, würde ich mich wohl als erleuchtet bezeichnen (das passiert, wenn man frustriert Entscheidungen trifft!). Auf jeden Fall habe ich diese komische Challenge wirklich gemacht (komplett!), auch wenn ich anfangs dachte, dass ich niemals 100 Kniebeugen schaffen würde. Geht tatsächlich, allerdings wird es dann irgendwann schrecklich langweilig und man kann die Übung auch effizienter gestalten - aber immerhin habe ich ein paar Muskeln entdeckt (die ich eigentlich gar nicht entdecken wollte).

Der restliche Sport wurde dann ein bisschen von zentraler Müdigkeit, einem pieksenden Rücken und einer krampfenden Wade torpediert, aber zumindest ist es nicht mehr Minus geworden...

61. DvD-Abend mit Freunden (1 / 5)

Da kommt jetzt einfach mal eine 1 hin, obwohl wir eigentlich ein bisschen Youtube geguckt haben und dann den allerschlechtesten Film ever gesehen haben. Falls sich jemand quälen möchte, sollte er mit Freunden und viel Alkohol "The room" von Tommy Wiseau schauen - allerdings solltet ihr vielleicht vorher Sprechrollen verteilen, das macht es witziger!

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (8 / 32)

Hach ja, wenn man spontan Besuch bekommt, ergibt sich so ein gemütlicher Tag von selbst - die letzten zwei Wochen waren dafür komplett vollgepackt. Mal sehen, wie ich das im September hinkriege.

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (8 / 32)

79. neue Rezepte ausprobieren (14 / 50)

Wirklich viel habe ich diesen Monat nicht gekocht, weil sich bei uns in der Kantine einiges geändert hat und es mittags jetzt durchaus mal mehr gibt... Allerdings bilde ich mir ein, auch deutlich mehr Fleisch zu essen - vielleicht muss ich das im September mal protokollieren *grübel*. Immerhin gab es diesen Monat aber leckeren Teriyaki-Lachs, den mir eine Arbeitskollegin empfohlen hat; ansonsten immerhin mal ein bisschen Tomaten-Fenchel-Gemüse.

97. Hafer- / Reis- / Sojamilch probieren (3 / 3) 

Ich hatte mir eigentlich eingebildet, noch irgendein Drinkdings im Kühlschrank zu haben - aber das stellte sich dann doch nur als normale Milch raus... Da ich dann auch noch unangenehm lang gearbeitet habe und zu platt war, noch einkaufen zu gehen, hat es ein bisschen gedauert, bis sich Drink-Nachschub eingefunden hat.

Meine Wahl fiel beim Einkaufen auf den Smelk Haferdrink in der Geschmacksrichtung Vanille. War eine blöde Idee. Das Zeug schmeckt schrecklich künstlich-süß nach Vanille, dann kommt irgendwann hinten ums Eck noch so ein pappiger Getreidegeschmack - nee, war nicht lecker und brauche ich wirklich nicht nochmal!

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (8 / 32)

Oh, von der Fischfront gibt es diesen Monat wahnsinnig viel zu berichten! Erst habe ich meinen Wildlachs aus dem Gefrierfach geholt und einfach auf Kartoffeln im Ofen gemacht. War essbar, aber etwas zu trocken, der oben erwähnte Teriyakilachs war deutlich leckerer! Auf der Arbeit gab es dann Seelachs, Scholle (gleich zwei Mal) und Hokifilet. Fischtechnisch bin ich also eigentlich für dieses Jahr sowas von durch!

100. Marmeladengläser leeren (2 / 5)

Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich ein Phasenesser bin, also wurde auch prompt das zweite Glas geleert und ich trauere dem Brombeergelee doch ein bisschen hinterher...

Erkenntnis des Monats: Auch wenn man glaubt, das Ausmaß der Seltsamkeit bei Menschen schon komplett abgegrast zu haben, kommt einem immer wieder einer unter, bei dem man sich denkt: "Ist das jetzt ernst oder bin ich gerade in einer Gameshow gelandet?" Dass jemand so dumm ist, einen nachdem man ihn dabei ertappt hat, nicht so ganz die Wahrheit zu sagen, beim zweiten Mal tatsächlich wieder anlügt, ist schon selten doof. Wenn das dann auch noch rauskommt (was es natürlich immer auf den seltsamsten Wegen tut), fragt man sich einfach, ob jemand echt zu dumm für diese Welt ist oder einfach nur drest? Fakt ist, wer nicht Bescheißen kann, sollte es einfach lassen, das zahlt sich auf lange Sicht nicht aus.

Freitag, 29. August 2014

essence "Aquatix" 05 Finding Dori

Auf den Holo von letzter Woche folgt heute der Meerjungfrauen-Schwanz (na, klingt das nicht bescheuert?) aus der "Aquatix"-LE von essence. Aus Gründen ist auch heute Lotte Gast-Gastgeberin für Melanies"Blue Friday" und so lieb ich Lotte ja habe, hoffe ich, dass es auch bald mal wieder was von Melanie zu lesen gibt...

Der mit "The mermaid tail" unterschrieben Lack heißt "Finding Dori". Der Bezug zu "Findet Nemo" dürfte klar sein, auch wenn sich der Doktorfisch im Deutschen Dorie, im Englischen Dory schreibt und sicher keine Meerjungfrau ist... Und eigentlich auch anders Blau, aber egal! Auf jeden Fall war das mal wieder ein Lack, der sich einfach und angenehm lackieren ließ und recht zügig getrocknet ist. Mit zwei Schichten war ich glücklich - eine dickere hätte wohl auch gereicht, auf einen Topcoat habe ich verzichtet.
Das einzige Manko, dass an bei "Finding Dori" anbringen könnte, ist wohl der Hauch an Streifigkeit, der bei solchen metallischen Lacken einfach unabdingbar ist. Aber das ist hier wirklich so minimal, dass es kaum der Rede wert ist. Die Farbe an sich ist.. schwer zu beschreiben, aber ich würde mal bei einem Türkiston anfangen, der eindeutig in ein mintig angehauchtes Metallicgrün changiert. Das kann man im Fläschchen noch einen Hauch besser beobachten als auf den Nägeln selbst (übrigens ist das auch einer der Lacke, die unter Wasser sogar bis ins Tiefdunkelblaue changieren, aber das ist mir erst heute in der Wanne aufgefallen).
Im normalen Tageslicht ist der Lack vorwiegend türkisblau und zeigt zentral auf dem Nagel einen eindeutigen Grünstich, aber wirkliche Übergänge kann man da nicht festmachen. Ein hübsches, fließendes Farbspiel, das eigentlich perfekt ins Frühjahr passt. In der Sonne verändert sich die Farbe ganz schön - im Extremfall hat man wirklich nur die grünen Anteile, die wild schimmern und den Lack eher in ein warmes Minzgrün tauchen, das nur an den Rändern hin ein wenig zu Tannengrün tendiert. Nicht komplett in die pralle Sonne gehalten, kann man die Blautendenzen ein bisschen besser rauslocken, der Lack verliert aber doch an Intensität (finde ich zumindest).
"Finding Dori" ist auf jeden Fall ein kleines Schmankerl, auch wenn es in der letzten Zeit doch mehrere ähnliche Lacke gab. Das Gute ist ja eigentlich, dass diese Blau-Grün-Mischtöne mit Metallicfinish immer wieder kommen - wer die LE also gerade verpasst hat, der darf sicher sein, dass irgendjemand demnächst wieder eine rausbringt, die einen ähnlichen Lack enthält (oder man schaut sich in dem einen oder anderen Standardsortiment um, dort sind ja solche Lacke inzwischen auch durchaus zu finden). Ich dachte anfangs übrigens, dass "I don't care! I love it!" identisch ist, allerdings ist der ein bisschen gräulicher und weniger farbintensiv. Das Ergebnis unterscheidet sich zwar nicht um Welten, aber zumindest um einen Hauch und "Finding Dori" deckt besser!
Da mir gerade nach Experimenten war (ab und an habe ich so seltsame Anfälle) und ich mir dachte, dass sich aus "Finding Dori" bestimmt was Hübsches machen könnte, habe ich mir meinen (einzigen) Nailartpinsel geschnappt und mich an einem hochkomplexen Muster probiert: Striche. Was so einfach klingt, stellte sich schnell als Herausforderung raus, denn einen geraden Strich auf einem gebogenen Nagel zu ziehen ist zumindest für mich nicht einfach! Eigentlich wollte ich ja nur ein einfaches Vierer-Muster, also zwei senkrechte, zwei waagerechte Linien - aber dann ist mir bei einer der Querlinien der Pinsel mal ausgerutscht und ich hatte so ein Fitzelchen über der zweiten Linie...
Aus der Not wurde eine Tugend und es kamen einfach sechs anstatt vier Linien auf den Nagel und ich muss sagen: Sieht gar nicht mal so übel aus! Perfekt senk- bzw. waagerecht und rechtwinklig ist das zwar alles nicht geworden, eigentlich hatte ich es auch ein wenig schmaler geplant, aber irgendwie wollte der Pinsel dann nicht so wie ich mir das gedacht hatte. Ist ja trotzdem recht ansehnlich geworden, zumindest wenn es um die linke Hand geht - auf der rechten sieht das ganz anders aus und ich beneide alle, die freihand auch mit links so gut hantieren können!
Da ich ohne Topcoat unterwegs war, haben sich bei "Finding Dori" schon am zweiten Tag ein paar Macken gezeigt: Tipwear hier und da, auch mal ein abgeplatztes Eckchen, aber nichts was extrem auffallen würde oder sich nicht kaschieren ließe. Mit Topcoat hat man definitiv noch länger Freude an dem Lack, aber auch so muss ich sagen, dass ich ihn gar nicht übel finde. Dicker Bonus ist natürlich, dass das Ablackieren völlig problemfrei ging - feines Stück!
 
"Finding Dori" wurde mir kosten- und bedingungslos von cosnova zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 28. August 2014

Ein Besuch im Allwetterzoo Münster

Inzwischen dürfte es klar sein, dass ich eine gewisse Vorliebe für Zoos habe und somit in so ziemlich jeder Stadt (zumindest, wenn es die Zeit zulässt), in einen Zoo dackele... Als ich dann letztens nach Münster musste, um einem kleinen (großen), bedürftigen Computer vor einem einsamen Dasein in einer Abstellkammer zu retten (man könnte auch sagen, um meine Schrottkiste auszutauschen und die Verzweiflung meines Mitspielers zu beenden), war klar: Wir müssen in den Zoo!
Leider konnten wir uns sehr eindrucksvoll davon überzeugen dass der Allwetterzoo Münster seinem Namen alle Ehre macht - uns erwartete nämlich ein Wetter-Wechselspiel deluxe! Beim kurzen Spaziergang durch die Innenstadt war der Himmel zwar nicht babyblau, aber zumindest nicht zu düster - allerdings erwartete uns nach der kurzen Busfahrt ein etwas unangenehmer Regenschauer. Da wir aber nicht die einzigen waren, die sich in den Zoo getraut haben, flitzten wir (mit Regenschirm) schnell zur Kasse und dann unter die erste Überdachung.

Den Nasenbären war das nervige Wetter nämlich ziemlich egal - Hauptsache, sie konnten etwas Essbares finden. Während es also draußen gemütlich vor sich hintropfte, standen wir in einem überdachten Durchgang und konnten den possierlichen Tierchen beim Wühlen, wilden Rumgerenne, leicht ungeschicktem Kraxeln und definitiv ungeplantem halb-Herunterfallen zuschauen. Den Enten im Gehege nebenan war das miese Wetter übrigens auch ziemlich egal, ganz im Gegensatz zu den Papageien, die sich erstmal versteckt hatten und die wir später nochmal besucht haben.

Einen Riesenspaß hatten wir dann bei strahlendem Sonnenschein vor dem Kea-Gehege. Dass diese Viecher unglaublich schlau sind, wussten wir ja schon - dass sie aber auch noch komödiantisches Talent haben, war uns doch neu. Während sich einer der Vögel gemütlich auf einem Reifen mit einem darumgewickelten Papierhaufen vergnügt und es auseinandergerupft hat, plantschte einer seiner Kollegen in einer Pfütze. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es sich um "Ich bin ein Kea - holt mich hier raus!", "Ich spiele toter Kea, vielleicht gibt es dann Futter?" oder "Ich bin gar kein Kea, ich bin ein U-Boot!" handelte - aber der Anblick war köstlich.

Natürlich gab es auch die "Klassiker", die man in vielen Zoos sieht - Elefanten, Tiger und Löwen, Geparde und Leoparde, Zebras und Strauße, Giraffen und Antilopen. Vielerleich Kleingetier von Nagern über Echsen zu Fröschen und weiteren exotischen sowie einheimischen Vogelarten, Pinguine und und und... Wenn ich alle zeigen wollen würde, würde ich wohl nie zum Ende kommen! Die Malaienbären fanden wir besonders knuffig und konnten sie uns sowohl im Innengehege als auch wenig später im Außengehege ansehen. Der direkte Nachbar ist übrigens kein schmutziger Eisbär, sondern ein syrischer Braunbär, der einfach von Natur aus ein sehr helles Fell hat.

Da wir ja mitten im Sommer (naja, zumindest theoretisch) sind, gab es auch allerlei Jungtiere zu sehen die natürlich besonders putzig sind. Wenig verwunderlich, dass wir auch in den Affenhäusern auf unglaublich niedliche, kleine Vertreter getroffen sind, die man am liebsten mit nach Hause nehmen und knuddeln wollen würde! Allerdings waren für die Zwerge die Besucher deutlich weniger interessant als das Futter, das sie direkt vor der Nase liegen hatten - zumindest bis es für die nächste Kuscheleinheit zu Mama zurückging.
Ich muss ja sagen, dass ich den Eintritt mit knapp 17€ schon ziemlich happig fand, allerdings haben wir auch viel Zeit im Zoo verbracht und fühlten uns gut unterhalten. Wenn man ein bisschen plant (und bereit ist, nochmal zusätzlich Geld für einen Zooplan hinzulegen!), kann man auch die ganzen Fütterungen mitnehmen, wir haben uns nur das Training der Robben und der kalifornischen Seelöwen angesehen (definitiv nett, auch wenn die Organisation bei ersterem subptimal war) und sind ansonsten durch den Zoo flaniert. Trotz des Preises würde ich sagen, dass der Allwetterzoo in Münster definitiv einen Besuch wert ist - und wenn es mich mal wieder da runter verschlägt, schaue ich bestimmt nochmal rein (außer es ist gerade tiefster Winter)!

Mittwoch, 27. August 2014

Bourjois "Vacances à Hawaii" 72

Au weia, diesen Mittwoch hätte ich ja am liebsten geknickt! Eigentlich hatte ich mich sehr auf Mint gefreut, aber irgendwie habe ich dann mit dem Lack ein bisschen daneben gegriffen. In letzter Zeit habe ich ein bisschen das Gefühl, dass ich unverhältnismäßig häufig Lacke lackiere, die mich aus welchen Gründen auch immer (Deckkraft, Trockenzeit, Auftrag, etc.) ärgern - und so war es leider auch heute.

Die Bourjois-Mini-Lacke habe ich bei tkmaxx mitgenommen und das, obwohl sie nur 3ml beinhalten. Nach meinem ersten Versuch mit diesem hier, der die vielsagende Nummer 72 trägt und vielleicht aus einer Art LE kommt (zumindest ist auf der Folie um das Fläschchen herum "Vacances à Hawaii" aufgedruckt), hätte ich die Lacke am liebsten ja im Laden gelassen. Das wirklich winzige Fläschchen sieht wahnsinnig niedlich aus, aber damit hören die Vorteile für mich schon wieder auf. Der Pinsel ist immerhin nicht kurz, sondern hat eine relativ normale Länge, ist allerdings schmal - und jetzt geht es los mit meinen "Aber"s...
Da Mint ein heller Ton ist, war mir klar, dass das wohl kein Onecoater sein würde - allerdings hätte ich nicht damit gerechnet, dass ich mindestens (!) drei Schichten brauchen würde. Die erste war nur ein feiner Schleier eines pastelligen Hauchs Grün, in der zweite erkannte ich schon den Ansatz eines mintfarbenen Lacks, die dritte war dann weitgehend deckend, mit Nummer vier wurde die Farbe dann wirklich akzeptabel und mein Nagelweiß war abgedeckt. Leider war das Finish unglaublich uneben, hubbelig und von gleichmäßig weit entfernt - da musste also ein Topcoat drüber.
Wenn das Lackieren selbst jetzt nicht so anstrengend gewesen wäre, wäre das vielleicht noch hinnehmbar - allerdings bleibt an dem Pinsel einfach nicht viel Lack hängen und so musste ich für jeden Nagel (!) mindestens ein Mal (tendenziell eher zwei bis drei Mal) in das Fläschchen stippen, um genug Lack zu haben, mit dem ich mir die Nägel auch tatsächlich lackieren kann. Das wäre auch nicht so tragisch, wenn ich das Minifläschchen nicht jedes Mal hätte kippen müssen, um mehr als nur die Pinselspitze in den Lack tauchen zu können - winziges Fläschchen mit Drehverschluss, da dürfte also klar sein, dass man nur durch "auflegen" der Kappe nicht wirklich tief in den Lack taucht.
Der Auftrag war also wirklich nervig und das musste ich dann nicht nur für eine Schicht, sondern für vier machen - warum meine Begeisterung also nur mäßig ist, dürfte nachvollziehbar sein. Die Trockenzeit des Lacks ist nicht sonderlich kurz, sodass dieses Rumgetue mit dem Pinsel zumindest kein Problem ist und man gemütlich auch ausgleichen kann. Aber es nervt einfach tierisch, zieht die ganze Lackiererei in die Länge und wenn das Finish dann noch uneben ist, wird es wirklich lästig. Diese vielen Schichten machen sich in dem kleinen Fläschchen auch bemerkbar und ich kann schon 3mm freien Flaschenhals sehen, d.h. vielleicht kann man den Lack noch 5 Mal lackieren (die Fehlmenge sieht man besonders gut beim vorletzten Bild).
Dass die Lackeigenschaften selbst also nicht gerade die besten sind, sollte klar geworden sein - aber eigentlich geht es ja um die Farbe und das ist für mich ein reinrassiges Mint! Ich gehöre bekanntlich zu der Sorte Mensch, für die Mint grün ist (oder habt ihr schon mal eine blaue Pfefferminze gesehen?) und da ist die 72 doch ein guter Vertreter. Auf der sonnenabgewandten Seite zeigt der Lack einen leichten Hauch von Blau, der pastellig-zart perfekt zu dem Cremefinish passt, im Sonnenschein wird dafür den grüne Einschlag deutlicher und der Bourjois tendiert schon fast ein bisschen zur Pistazie, wobei die Kamera den grünen Einschlag auch ein bisschen zu dominant macht.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mich gar nicht so richtig an dieser Farbe freuen konnte - diese ganze Lackierarie hat mich einfach genervt und der Lack war für mich eher so ein kleines Feindbild als ein hübscher, mintfarbener und vor allem fröhlicher Lack. Man hätte da sicherlich auch noch so einiges draus machen und ein hübsches Design draufpinseln können - aber dazu hatte ich einfach nicht den Nerv, ich war heilfroh, dass ich zumindest halbwegs akzeptable Bilder von dem Lack hinbekommen habe (der Topcoat hat nämlich bei Weitem nicht alle Unregelmäßigkeiten ausgeglichen!).
Was die Haltbarkeit angeht, ist bei so vielen Schichten nicht verwunderlich, dass sie eher mäßig ist - sehr schnell gibt es Tipwear oder teilweise sogar schon Shrinkage und obwohl der Lack sehr hell ist, fällt das natürlich durch die Dicke der vielen Lackschichten recht schnell auf... Immerhin war das Ablackieren zum Schluss kein Problem, da hat sich der Cremelack brav angestellt und ohne Schmiererei oder Verfärbungen entfernen lassen.

Mein heutiger Logengast Anna hat sich heute für einen doch sehr eindeutig eher bläulichen Vertreter entschieden und zeigt einen hübschen Lack von Barry M. - jedes Mal, wenn ich die Lacke sehe, denke ich, dass ich auch endlich mal welche brauche!
http://planetnagellack.blogspot.com/2014/08/sugar-apple.html
Ich hoffe ja, dass ihr mit Mint mehr Freude hattet, als das bei mir der Fall war - ich bin heilfroh, dass ich meinen Lack wieder los bin und möchte seine Geschwisterchen momentan lieber nicht näher ansehen (die normalen Bourjoislacke und ich hatten definitiv keinen guten Start!). Für die nächste Woche gibt es bei mir ganz bestimmt eine andere Marke, rein farblich machen wir wieder Kontrastprogramm und es wird herbstlich BRAUN!