Donnerstag, 31. Juli 2014

101 im Juli

Mal wieder mit Erschrecken habe ich Anfang der Woche festgestellt, dass der Monat schon wieder fast rum ist - und kann mich nicht so recht entscheiden, ob er zu schnell vorbei ging oder ich einfach gar nicht mehr weiß, was Anfang des Monats passiert ist. Die Fußball-WM ist ja noch gar nicht so lange her, kommt mir aber schon wie Ewigkeiten vor und irgendwie ist diesen Monat einiges drunter und drüber gegangen...

Trotzdem, ganz brav, wie jeden Monat, ein Blick auf meine Liste - erste Befürchtungen, dass sich nichts getan hat, kann ich (mal wieder) getrost vergessen... Ab und an scheint es, als wäre ich tatsächlich produktiv, danke Monatsübersicht!

5. Seitenschläferkissen (0 / 1)

Eigentlich wollte ich letztens eins kaufen, da zumindest die Zeitung behauptet hat, es gäbe welche im Angebot - Pustekuchen! Entweder die Filiale hat sie gar nicht bekommen oder sie waren alle schon weg... Kann doch nicht sein, dass ich so ewig brauche, um mir ein blödes Kissen zu kaufen?!

10. Terminplaner (1 / 2)

Vom Drama um den Terminplaner habe ich ja letzten Monat schon kurz berichtet - in absolut keinem Schreibwarenladen und in keiner Buchhandlung gab es den Chäff-Timer. Und genau den wollte ich, weil ich früher (also tendenziell zu Schulzeiten) die normalen Timer von der Aufteilung und so weiter klasse fand. Normale Timer, Hausaufgabenhefte und sonstigen Kram gab es en masse, aber natürlich keinen der Business-Timer...

Also musste ich ihn letztlich bei Amazon bestellen, was jetzt nicht wirklich schlimm war, aber da will man schonmal vor Ort kaufen... Naja, jetzt versuche ich auf jeden Fall fleißig, wichtige Termine (die es natürlich im Sommer gerade nicht wirklich gibt) einzutragen und nicht absolut alles im Kopf haben zu müssen... Bisher läuft das ja noch gut, aber der erste Monat klappt ja meistens!

14. Nagellacke maximal (20 / 100)

*hüstelchen* Irgendwas ist da diesen Monat ein bisschen schief gelaufen! Gleich neun Lacke habe ich zu Hause angeschleppt, weil... *grübel*

http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/orly-hope-and-freedom-melodious-utopia.htmlHa, ich hab's! Lotte ist schuld! Lotte hat mich zu tkmaxx geschickt und als ich dann da war, musste sich der Weg ja lohnen oder so? Ich gestehe, mir fehlt hier die gute Ausrede, ich könnte es mit "Die Bourjois-Lacke sind winzig und enthalten nur 3ml!" versuchen, aber so richtig zieht das ja auch nicht! Vor allem nicht für den "Yes Love"-Lack, aber als ich zufällig einen Jumex entdeckt habe, musste ich doch mal einen dieser Lacke ausprobieren.

Ich hoffe ja, dass ich bald dazu komme, die Lacke zu lackieren - den Orly habe ich euch ja schon gezeigt, einen der Sally Hansens gibt es hoffentlich morgen!


15. Duschgels aufbrauchen (4 / 15)

Ich bin immer wieder erstaunt, wie lange es tatsächlich dauert, so ein Duschgel mal aufzubrauchen... Lediglich 75ml waren in diesem hier enthalten, das zu einem meiner absoluten Lieblingsdüfte (mit genau so absolut peinlichem Namen und einer köstlichen Geschichte dazu, die gerade auch wieder hochaktuell ist) gehört. Lange Zeit wollte ich es einfach nicht aufbrauchen - ist ja so klein und riecht lecker, aber irgendwann geht ja Duschgel dann vielleicht doch mal hopps und bevor es so weit ist, habe ich es jetzt geleert - schade eigentlich, der Duft war nämlich echt nicht übel!

16. Bodybutter /-lotion aufbrauchen (6 / 12)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/m-asam-korpercreme-limette-vanille.html
Gestern früh der ernüchternde Blick in die Dose - das reicht wirklich nur noch für ein Mal eincremen! Ein kleiner letzter Rest ist noch enthalten, aber das war's dann mit dem leckeren Zitronenkuchenduft. Ein Bein kann ich vielleicht noch eincremen, aber mehr geht sicher nicht, hach schade!

Allerdings habe ich festgestellt, dass mein Schrank noch ein paar andere Körpercremes im Angebot hat - aber diese hier behalte ich auf jeden Fall auch im Hinterkopf, der Duft ist einfach genial!

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (28 / 142)

Ich suche noch nach einer halbwegs guten Routine - was sich irgendwie als schwieriger rausgestellt hat, als erwartet... Aber so 10 gemütliche Minuten mit etwas kühler Pampe im Gesicht sind gerade bei der Hitze echt klasse! 

26. Nailarts bzw. -designs posten (7 / 10)

Hmm, so wirkliche Designs waren diesen Monat nicht wirklich dabei, aber zumindest drei aufgehübschte Lacke - und ich finde das Sandwich ja fast am coolsten, obwohl es gar nicht so aufwändig war
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/nulan-color-27.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/orly-mash-up-sparkling-garbage.html
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/essence-road-trip-04-my-sweet-escape.html

33. Nebenjob kündigen (1 / 1) 

Da denkt man eigentlich, man hätte alles hinter sich gebracht und könnte endlich in die "Freiheit" starten... Dann kommt eine Mail mit "Ja, äh... Also hier verzögert sich das gerade noch um ein paar Tage..." Man (also: ICH) schnauft durch, denkt sich, dass das wohl noch geht, überlebt die Tage... "Wir haben hier einen Notfall und wären Ihnen unendlich dankbar, wenn Sie noch mal..." und so sitze ich und harre der Dinge und hoffe, dass ich nächste Woche (!) endlich alles los bin - und wenn nicht, laufe ich Amok! Mit Ansage!

36. beim Zahnarzt eine PZR machen lassen (0 / 1)

Tja, da war ich beim Zahnarzt und der meinte, eine PZR wäre nicht nötig... Und was mache ich nun *grübel*?

39. Projekt Codename "DvD" abschließen (0 / 1)

Hach, hallo Steinchen, ach nein Felsbrocken, die mir da in den Weg geworfen werden... Dazu kommt dann natürlich noch Demotivation, die auf diese Stolpersteine zurückzuführen ist und irgendwie geht es dann nicht wirklich vorwärts... Mal sehen, ob meine Planung noch aufgeht oder sich das noch ein bisschen hinauszögert.

41. Klamotten ausmisten (0 / 1)

Gerade, wenn ich eigentlich andere Sachen zu tun habe, neige ich stark dazu, mit unnützem Aufräumen anzufangen. Also habe ich es an einem Wochenende geschafft, zumindest mal einen genaueren Blick auf meine Shirts zu werfen und da eine ganze Tüte voll aussortiert. Die kommen demnächst in die Kleidersammlung, dann kann es weitergehen - ich befürchte ja, dass da noch so einige Klamotten ausgemistet werden wollen.

51. Bücher lesen (18 / 60)

Lotte hatte mir ein paar ihrer Ausschuss-Bücher vermacht, deren ich mich angenommen habe... Drei davon ("Mona Lisa awakening", "Mona Lisa blossoming", "Mona Lisa craving" von Sunny) habe ich diesen Monat gelesen. Eigentlich dachte ich ja, das wäre Fantasy. War es ja auch, also zumindest stellenweise. Also an den Stellen, an denen es nicht darum ging, wer wen wie zum Glühen brachte... Seltsame Bücher!

60. Sport machen (106 / 514)

Bei den aktuellen Temperaturen macht es wirklich so gar keinen Spaß, auf dem Boden rumzukrabbeln und sich einen abzuschwitzen. Ich schwitze ja stellenweise schon beim Sitzen auf der Couch! So wirklich habe ich  mein Minus jetzt auch noch nicht abgearbeitet, aber zumindest ein kleines bisschen davon... Mühsam, Eichhörnchen und so...

68. ins Kino gehen (2 / 5)

Mit dem besten Freund dieses Mal nicht in der Sneak gewesen (weil Deutschlandspiel), aber dafür haben wir uns dann "The edge of tomorrow" angesehen. War gar nicht mal so schlecht wie erwartet, an einigen Stellen wahnsinnig amüsant und wenn man nichts dagegen hat, Tom Cruise desöfteren abkratzen zu sehen, ist das ein durchaus sehenswerter Film. Das Ende fanden wir beide ein bisschen unlogisch - aber ich glaube, die Sinnlogik der Geschichte steht da nicht so sehr im Vordergrund...

72. ins Schwarzlichtviertel gehen (1 / 1)

Nachdem einige so davon geschwärmt hatten, dass es im Schwarzlichtviertel so spaßig sei und das Minigolfen dort ein toller Zeitvertreib sei, waren wir da mit der Arbeit. Ich war jetzt eher so mäßig begeistert, was aber vor allem an der Preisgestaltung lag - da ist zwar alles nett aufgemacht und witzig beleuchtet, allerdings fand ich das jetzt auch nicht so grandios, dass ich da unbedingt noch einmal hingehen müsste. Been there, done that - meins ist es einfach nicht wirklich (dabei mag ich Minigolf eigentlich!).

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (7 / 32)

Ich glaube, mir fallen spontan sogar zwei Tage ein, an denen ich das hinbekommen habe - hoffentlich klappt das im August auch nochmal, gerade sehe ich da eher einen Berg von unangenehmen Verpflichtungen auf mich zukommen!

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (7 / 32)

Oh weh, das ist schon fast peinlich - da habe ich gestern beim Vorbereiten des Postings meine Liste durchgeguckt, nachgedacht - und festgestellt, dass ich es tatsächlich nicht geschafft habe, meine Oma seit Anfang des Monats anzurufen! Ich war zwar Anfang Juli bei meinen Eltern und damit auch meine Oma besuchen, aber trotzdem könnte man es ja wohl danach auch schaffen, nochmal anzurufen... Dafür hat sich meine Oma gestern sehr gefreut!

79. neue Rezepte ausprobieren (13 / 50)

Zwei Rezepte sind zwar nicht die Welt, aber bei diesen Temperaturen finde ich das schon ganz okay. Immerhin habe ich einen leckeren Kuchen gebacken und endlich mal Pierogi selbst gemacht! Ansonsten habe ich es tatsächlich mal geschafft, fleißig Salat zu essen - rezeptfrei... Ich mag Salat zwar gern, aber zu Hause mache ich mir so gut wie nie einen...
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/schokobiskuit-kirsch-schmand-kuchen.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/07/pierogi-ruskie-piroggen-mit-kartoffel.html

80. Kräuter pflanzen (1 / 1)  


Dass meine Kräuter meinen Urlaub überleben würden, hätte ich ja (trotz Gießbesuch) nicht wirklich gedacht. Umso erstaunter war ich, als mein Basilikum nicht nur heil, sondern auch noch wild gewuchert war... Leider musste der Dill darunter leiden, aber da ich den ja so oder so nicht so gerne mag, war das kein herber Verlust.

Jetzt habe ich dafür schon einen halben Basilikumbaum, das Oregano und die Petersilie gedeihen auch ganz gut - und ich kann gar nicht so viel Basilikum essen, wie da nachwächst! Das schreit ja schon nach einer kleinen Pestoorgie - aber was mache ich dann mit so viel Pesto?!

93. bei Hansl's Pizza essen (1 / 1)

Endlich, nach gefühlten 10 Jahren habe ich es geschafft, meinen besten Freund nicht nur zu einer zauberhaften kleinen Steinofenpizzeria zu schleppen, in der wir zu Schulzeiten oft gegessen haben, sondern auch, dort einen freien Platz zu ergattern! Es mag vielleicht nicht wirklich die beste Pizza der Welt sein, aber es ist auf jeden Fall die mit den meisten Erinnerungen - Glückseeligkeit in Form von Mozzarella und Salami!

96. auf dem Wochenmarkt einkaufen (4 / 25) 

Bei dem heißen Wetter gehen mir erschreckend schnell Lebensmittel kaputt (Hallo, Dachgeschoss!), da versuche ich, eher kurzfristig einzukaufen. Da ist es allerdings ein bisschen ungeschickt, dass ich nur Samstag die Möglichkeit habe, was auf dem Wochenmarkt zu holen... Diesen Monat hat es aber tatsächlich geklappt und ich habe mir Saiblingsfilet, meinen geliebten Ziegengouda und einen wahnsinnig leckeren Frischkäse mit Zwiebeln und Kräutern gegönnt.

97. Hafer- / Reis- / Sojamilch probieren (3 / 3) 

Die Kokosmuss-Variante von Alpro hatte ich ja im letzten Posting angesprochen - und dann tatsächlich auch gefunden! Ich finde sie gar nicht mal schlecht, sie schmeckt nicht penetrant-aufdringlich nach Kokosnuss (also nicht so doll wie Kokosmilch zum Kochen), ist von der Konsistenz her etwas sämiger und gefällt mir echt gut! Definitiv ein Nachkaufprodukt!

Da stellenweise erwähnt wurde, dass es auch bei Aldi solche Drinks gäbe, habe ich mich auf die Suche gemacht - und in einer Filiale nur diese Soja-Reis-Mischung gefunden (die andere hatte gleich mal gar nichts!). Die finde ich eigentlich ziemlich gut, der Reis kommt eher durch als das Soja und das Ganze ist leicht süßlich - wenn der Aldi nicht komplett ab von meiner Standardroute wäre, könnte das auch öfters in meinem Kühlschrank wohnen!

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (7 / 32)

Wie schon erwähnt, habe ich es diesen Monat auf einen Saibling gebracht... Ich wollte eigentlich einen ganz anderen Fisch kaufen, hatte den aber nirgendwo bei den Fischhändlern gesehen und dann sprach mich da so der Saibling an.

Mit ein paar kleinen Kartöffelchen aus dem Ofen, ganz einfach gegart war das schon essbar - aber Saibling und ich werden wohl nicht die ganz großen Freunde werden. Er schmeckt ein bisschen lachsig, aber irgendwas sagt mir an dem Eigengeschmack einfach nicht so ganz zu. Nächsten Monat gibt es glaube ich einen Lachs in Teriyaki-Soße, da habe ich gerade ein tolles Rezept bekommen!

100. Marmeladengläser leeren (1 / 5)

Was Frühstück angeht, bin ich ein totaler Phasenmensch - mal stehe ich total auf Joghurt, dann gibt es wochenlang Schinken oder Käse... Und jetzt haben wir es endlich mal wieder in eine Marmelade-Phase geschafft! Ich habe noch einige selbstgemachte Marmeladen von meiner Mama hier stehen, die absolut göttlich sind und hoffe ja stark, dass jetzt ein bisschen was davon leer wird. Das zweite Johannisbeer-Glas ist schon auf dem richtigen Weg und vorsichtshalber habe ich auch schon Nachschub gekauft (auch hier - bitte nicht nach Logik suchen!).

Erkenntnis des Monats: Unverhofft kommt ja bekanntlich oft. Meistens ist dieses "Unverhofft" dann eher unangenehm, nervig und man hätte darauf verzichten können. Manchmal, ganz selten, ist dieses "Unverhofft" aber unverhofft gut. Nicht nur, dass Glückskekse ab und zu recht haben (wobei ich doch ein bisschen erstaunt war über die Präzision - hätte der Keks mir nicht einfach die Lottozahlen verrate könnten?):
Nein, manchmal irren sich die Glückskekse auch im Guten und es ist nicht nur 20 Uhr, das einen positiv überrascht, sondern der ganze Tag. Manchmal passieren einfach Dinge, die man nie erwartet hätte - z.B. dass mach nach Jahren jemanden wieder trifft, sich ganze Welten verändert haben und man trotzdem noch auf einer Wellenlänge schwimmt. Manchmal dreht sich die Welt eben nicht weiter, sondern bleibt stehen - zumindest ein kleines bisschen...

Mittwoch, 30. Juli 2014

Orly "Hope and freedom" Melodious utopia

Heute Morgen bin ich durch ein sanftes prasseln auf meinem Schlafzimmerfenster aufgewacht - endlich ein bisschen Abkühlung, nachdem es die letzten Tage elends schwül war! Der Himmel ist hier immernoch wolkenverhangen, was ich ja zur Abwechslung mal ganz nett finde, aber eigentlich ist ja nicht so der traumhafte Start in die dritte Runde "Lacke in Farbe... und bunt!" - aber um ehrlich zu sein, ist Gelb ja so oder so eine eher schwierigere Farbe. Dafür haben wir sie dann schnell hinter uns und der Rest von Runde 3 kann ja fast nur noch besser werden!

Ich habe zwar tatsächlich noch den einen oder anderen (ungeliebten) gelben Lack zu Hause, aber als ich dann letztens bei tkmaxx war, musste noch einer mit (nein, man suche hier nicht nach Logik!). "Melodious utopia" aus der "Hope and freedom"-Kollektion von Orly fand ich im Fläschchen ganz nett und damit er dann nicht alleine im Laden stehen bleiben musste, habe ich ihn einfach mitgenommen (oder irgendwie so). Da das auch der frischeste gelbe Lack bei mir ist, war klar, dass er heute lackiert werden muss!
Der erste Blick auf den Pinsel verhieß schon nichts gutes - ganz schön dünnflüssig und sheer, dieses Gelb... Letztlich waren es dann drei Schichten "Melodious utopia", die auf meinen Nägeln landeten und das Nagelweiß weitestgehend abdeckten. Eine vierte hätte vielleicht nicht geschadet, aber ich glaube nicht, dass der Effekt dann sonderlich groß gewesen wäre. "Melodious utopia" lässt sich gut lackieren und trocknet auch zügig an. Aufgrund der recht flüssigen Konsistenz sind die erste und zweite Schicht noch ein bisschen fleckig, mit Nummer 3 wird das aber ausgeglichen. Topcoat oder nicht ist eigentlich egal - der Lack trocknet schnell und das Finish ist ebenmäßig - die Bilder hier sind ohne entstanden.
Was ich an "Melodious utopia" im Fläschchen so toll fand, sind die orange-pinkigen Schimmerflecks, die besonders bei eher dezentem Lichteinfall zur Geltung kommen. Der Lack hat also kein Cremefinish, obwohl das auf den ersten Blick aus der Entfernung durchaus so aussehen könnte, sondern einen zarten Schimmer, der durch diese feinen Glasflecks kommt. Der Schimmer ist, da er farblich ja recht nah an der Basisfarbe ist, jetzt nicht übermäßig auffällig, aber doch ein kleines Schmankerl (irgendwie muss ich mir ja selbst erklären, warum ich einen gelben Lack gekauft habe, obwohl ich kein Gelb mag, oder?)!
Der Gelbton an sich ist kurz vor knalligem Gelb anzusiedeln - definitiv kein Pastellgelb, aber auch kein krasses Sonnengelb. Im prallen Sonnenschein wirkt der Lack schon ziemlich intensiv-gelb, aber in einem anderen Winkel wird klar, dass er doch nicht die Strahlkraft hat, die er in manchen Winkeln zeigt. Was glaube ich auch ganz gut deutlich wird, ist der "Rückzug" des Schimmers - bei zu viel Sonne werden die Flecks einfach totgebrannt und dürfen gar nicht mehr so richtig funkeln... Wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man schon noch ein paar Reflektionen, aber nicht wirklich viele.
Ich war ja doch ziemlich erstaunt, dass ich das Gelb eigentlich ganz hübsch fand - es passt ja doch ganz gut in den Sommer und beißt sich auch gar nicht so doll mit meiner Haut. Trotzdem waren mir dann die purgelben Nägel (trotz wunderschönem Schimmer!) irgendwann ein bisschen zu viel Gelb und es kam zumindest auf den Ringfinger ein kleiner Sticker drauf. Der hat mir dann aber auch gleich deutlich gemacht, warum ich Sticker immer schwierig fand und Waterdecals viel besser - man sieht den Rand und auch wenn der Sticker weitgehend plan aufliegt, mag ich das nicht so... Da sind Decals ja deutlich unauffälliger.
An der Haltbarkeit des Lacks kann ich nichts meckern - ich war dann tatsächlich drei Tage lang gelb unterwegs! Das bisschen Tipwear fiel eigentlich gar nicht auf, da der Lack selbst ja ziemlich hell ist und das Ablackieren war auch easy - ich hätte ja befürchtet, dass durch die Flecks da ein bisschen Rubbelei nötig wäre, aber nein, da ging alles gemütlich ab!

Und an dieser Stelle kommt die großartige Neuerung (wo habe ich eigentlich was von vielen und großen Änderungen geschrieben?), die eigentlich gar keine ist... Ich fand's immer schön, hier auch einen kleinen Blick auf einen zweiten farblich passenden Lack präsentieren zu können und würde das gerne beibehalten. Da aber Cyw nicht mehr Mitorganisatorin ist, habe ich mir gedacht, dass das Ganze ein wöchentlich wechselnder Logenplatz für euch wird (ihr wisst schon, so wie "Mein linker, linker Platz ist leer...").

Den Anfang macht heute Lotte, die ganz laut "Hier!!!" geschrien und sich voller Glückseligkeit auf Gelb gestürzt hat (Naja, nicht wirklich...). Sie war mir zuliebe aber sehr tapfer, hat einen hübschen Lack ausgewählt und es sogar geschafft, das Fläschchen ansehnlich in die Hand zu kriegen (daran verzweifle ich ja bei den Minis von misslyn vollkommen!):
http://marzipany.blogspot.de/2014/07/lacke-in-farbe-und-bunt-misslyn-101.html
So und bevor wir hier gleich eine gleißendgelbe Galerie starten (ich hoffe ja, dass auch der eine oder andere Neonlack auftauchen wird!) gibt es natürlich noch die Marschrichtung für den nächsten Mittwoch: Als hübschen Kontrast zum heutigen hellen Gelb und weil die Farbe echt schon lange zurück liegt, hätte ich gerne Marineblau (Galerie zu Runde 2)!

Dienstag, 29. Juli 2014

Kneipp Schaum-Dusche Wachgeküsst

Eigentlich wollte ich ja heute ein AMU schminken - aber bei den Temperaturen ging das einfach mal gar nicht! Im Gegensatz zur Mitte Deutschlands knallt hier nämlich immer noch die Sonne und bei über 20 Grad um 7 Uhr morgens ist meine Schminkmotivation dann (verständlicherweise?) eher gering... Dafür gibt es ein paar Zeilen zu einem Produkt, dass dank der hohen Temperaturen dafür umso öfters zum Einsatz kam!

Die Schaum-Duschen von Kneipp sind ja inzwischen seit geraumer Zeit auf den Markt und ich habe mir nach einer ausführlichen Testphase auch meine Meinung dazu gebildet.

200ml Duschschaum kosten etwa 5€ und ich wäre wohl nicht von selbst auf die Idee gekommen, sie mir zuzulegen, wäre sie mir nicht im Bloggernewsletter von Rossmann unter die Nase gehalten worden. Mit Kneipp verbinde ich eigentlich vorwiegend das gute alte, quietschgrüne Erkältungsbad (damals noch in flacher Flasche), das ich als Kind immer in die Wanne bekam und die Marke ist für mich von der Konnotation her auch eher was für die ältere Klientel.

Inzwischen ist Kneipp aber tatsächlich moderner geworden -  mit Schaum-Duschen hat man sich jedenfalls ist ein doch eher trendiges Gebiet gewagt und ich finde die Gestaltung der Dose auch sehr passend: Nicht übermäßig peppig, aber auch nicht altbacken, ein bisschen erwachsen, ohne bieder zu wirken - taugt (obwohl man über Design wahrscheinlich ewig streiten könnte)! Bekanntlich ist aber nicht nur wichtig, wie es außenrum aussieht, sondern auch was drinnen steckt (man verzeihe die seltsame Färbung - mit diesen runden Flaschen und der Sonne ist das immer ein Kreuz!):

Ab Ende der zweiten Zeile finden sich die beiden Namensgeber Jojobaöl und Orangenblütenextrakt, gefolgt von Mandarinen- und Orangenöl. Ansonsten die üblichen Verdächtigen, die es für ein Duschgel eben braucht. Der Duft dürfte wohl vorwiegend vom Parfüm kommen, das dem Ganzen zugesetzt ist - ein bisschen schade finde ich das ja schon...
Apropos Parfüm: Den Duft finde ich ja ganz angenehm, auch wenn ich wohl spontan nicht auf Orangenblüte gekommen wäre. Der Schaum riecht eindeutig leicht zitrisch-warm, dass es aber Orangenblüte und nicht einfach Orange (oder Mandarine) ist, kriege ich nicht raus. Dafür fehlt mir ein bisschen der herbe Anteil; da finde ich den Schaum eher ein wenig frisch - auf jeden Fall ein eher leichter, moderner Duft.

Der Duft hält sich aber nicht übermäßig lang - beim Einschäumen (oder -cremen?) hängt er ganz zart in der Luft, wäscht sich dann aber auch zügig ab und haftet eigentlich gar nicht mehr auf der Haut.

Was die Sprühöffnung angeht, finde ich sie gut zu handhaben, wenn man die Schutzkappe mal abgenommen hat (das kriege ich dafür mit nassen Händen nicht ohne wildes Rumgefliege hin). Der Schaum lässt sich gut dosieren - man sollte nur nicht allzu lange draufdrücken, denn die Flüssigkeit schäumt sich erst an der Luft auf. Das dafür recht ordentlich!

Der Schaum an sich ist ziemlich feinporig und recht dicht, hält die Form auch relativ gut - bis man sich eben damit einschäumt. Auf der Haut macht sich der Schaum (zu meinem Erstaunen) auch recht gut, er zerfällt beim verteilen nicht, sondern wird stellenweise eher ein bisschen kompakter, geliger... Aber nicht klebriger (hat schonmal jemand probiert, das Hautgefühl von Schaum zu beschreiben? Das liest sich ja idiotisch!) - aus meiner Sicht vollkommen tauglich zum Duschen bzw. Waschen!

Einen besonderen Pflegeeffekt konnte ich trotz enthaltenem Jojobaöl allerdings nicht feststellen - nach dem Abtrocknen ist meine Haut zwar angenehm weich, aber eine Creme braucht sie trotzdem noch.

Ich hätte ja gar nicht gedacht, dass ich den Schaum so gut finde - zumindest für den Sommer finde ich die "voraufgeschäumte" Version deutlich besser als normales Duschgel. Gefühlt ist so eine Dose auch ziemlich ergiebig, weil ich nicht wirklich viel Schaum brauche - man sieht zwar den Füllstand nicht, kann aber am Gewicht und dem Schüttelgefühl doch halbwegs gut erkennen, ob die Dose sich dem Ende zuneigt oder nicht. In meiner ist trotz häufiger Benutzung (Sommer, Schwitzen und so...) noch so einiges drin und ich muss wohl mal schauen, ob ich mir nicht nach einem normalen Duschgel (soll ja leer werden!) nicht schaumigen Nachschub hole...

Die Schaumdusche wurde mir kosten- und bedingungslos von Rossmann zur Verfügung gestellt.

Montag, 28. Juli 2014

Alterra Anti-Age Ampullenkur Orchidee

Nachdem der letzte Ampullenversuch nicht so ganz von sichtbarem Erfolg gekrönt war, habe ich mich beim nächsten Päckchen für einen Naturkosmetik-Vertreter entschieden. Eigentlich witzig, wie selektiv man sich durch die Regale sucht, wenn man Produkte sucht - mir war zuvor gar nicht aufgefallen, dass auch Alterra Ampullen anbietet. Allerdings (sofern ich mich nicht verguckt habe) gibt es nur diese eine Sorte und zwar für reife und anspruchsvolle Haut.

Meine Haut ist nun weder übermäßig reif, noch sonderlich anspruchsvoll - aber da ich unbedingt auch mal eine NK-Variante ausprobieren wollte (und meine Haut mir auch vieles verzeiht), können wir darüber ja mal hinwegsehen. Alterra bietet hier eine 5-Tage-Kur an, wobei jede Ampulle jeweils 1ml enthält. Der Preis liegt glaube ich bei 3,95€, wobei Rossmann ja regelmäßig 20%-Aktionen auf Alterra-Produkte im Angebot hat und man dann nur noch 3,16€ zahlt.

Das Schöne an dieser Kur ist, dass sie vegan ist und NATRUE-zetrifiziert. Die Flüssigkeit kommt ohne synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe aus und ist frei von Silikonen, Parrafinen und anderen Mineralölprodukten. Ich bin jetzt kein militanter Naturkosmetikverfechter, weiß es allerdings zu schätzen, wenn Produkte naturbelassen sind.

Die Glasampullen kommen inzwischen gewohnt daher, die Flüssigkeit ist hier gelblich eingefärbt. Das Öffnen der Ampullen ging ohne großartigen Kraftaufwand und ohne Splitter ab - sehr nutzerfreundlich, da man das Abends dann auch noch im Halbschlaf gut hinkriegt.

Die Flüssigkeit selbst ist ziemlich flüssig und duftet recht penetrant nach Orchidee - ich habe ja nichts gegen zarten Blumenduft, aber das war mir dann doch ein bisschen zu viel.

Der Duft verfliegt nach dem Auftrag zwar und dieser intensiv-blumige (das ich irgendwie unabdingbar mit dem Bild von gelben Staubblättern verbinde), leicht schwere und satte Eindruck hält sich nicht lange auf der Haut, aber für mich war das so ein kleiner Kritikpunkt. Die Flüssigkeit reicht locker, um sich damit das Gesicht, den Hals und auch das Dekolleté einzuschmieren. Die Kur wird recht zügig in die Haut aufgenommen, es bleibt auch kein klebriges Gefühl zurück.
Die Inhaltsstoffe (ich finde es ja grandios, wenn auch eine deutsch "Übersetzung" angeboten wird!) lassen bei Codecheck nichts aufblinken, was durch die Zertifizierung ja schon ein wenig sichergestellt wird. Den relativ hohen Alkoholanteil merke ich nur beim Auftrag in der Nähe der Augen - allerdings nur ein ganz kurzes, unangenehmes Ziepen, wenn einem da ein bisschen was von in die Augen steigt. Ansonsten hat meine Haut keinesfalls negativ auf die Flüssigkeit reagiert - kein Brennen oder Ziepen auf der Haut, sie fühlte sich nach der Kur aber angehem weich an.

Außer Alkohol sind allerlei "gute" Dinge in den Ampullen enthalten: Orchideenextrakt, der der Kur seinen Namen verleiht, Schachtelhalm- (und wir haben zu Hause diese doofen Pflanzen immer verflucht!), Ginkgo- und Grünteeextrakt werden von Q 10 begleitet und sollen vor Hautalterung und freien Radikalen schützen. Mit Arganöl und Hyaluronsäure setzt man hier auch auf bekannte und aktuelle Inhaltsstoffe, um die Haut zu pflegen und Feuchtigkeit zu spenden.

Trotz so vieler toller Inhaltsstoffe, war der Effekt der Kur eher gering: Meine Haut war zwar am Abend beim Auftrag ein wenig weicher als sonst, aber am nächsten Morgen sah sie genauso (zerknautscht) aus wie sonst auch. Das Hautgefühl hat sich wenn dann nur minimal verbessert, optisch habe ich nichts gemerkt. Sicherlich hat sich meine Haut gefreut, dass sie ein kleines Goodie im Pflegeprogramm hatte - aber ich hätte ja schon gerne einen kleinen Effekt gehabt, auch wenn es nur ein gefühlter gewesen wäre.

So bleibt es dann bei einem netten Versuch - noch einmal wandert die Ampullenkur nicht in meinen Einkaufskorb (oder vielleicht, wenn meine Haut dann tatsächlich mal reif und anspruchsvoll wird!). Aber es ist ja auch nicht gerade so, dass es nicht noch ein paar weitere Präparate zu testen gäbe...!

Sonntag, 27. Juli 2014

essence "Road trip" 04 My sweet escape

Thermolacke fand ich ja schon seit geraumer Zeit klasse, habe mir aber bisher aus den unterschiedlichsten Gründen keinen gekauft. Mal passte die Farbe nicht, mal war es der Preis, der mich abschreckte, hier und da waren die Reviews zu den Lacken bestenfalls mäßig und so schwirrte in meinem Kopf immer ein "wäre ja ganz schön, aber..." rum. Als in meinem Päckchen von essence mit den "Road trip"-Produkten dann neben dem "Gasoline"-Lack auch der Thermo enthalten war, war ich richtig gespannt, obwohl ich schon einige nicht ganz so positive Meinungen gelesen hatte.
"My sweet escape" fand ich vom Fläschchen erstmal verwirrend: der Sticker suggeriert, dass der Lack heller wird und nicht dunkler (und das fanden schon so einige andere Bloggerinnen auch seltsam). Beim Lackieren (zumindest der zweiten Schicht) konnte ich aber den Farbwechseleffekt schon sehr gut sehen - denn irgendwie werden die Tips beim Auftrag erstmal dunkler, bevor sie dann wieder ihre Ursprungsfarbe annehmen. Insgesamt habe ich dann zwei Schichten lackiert, bis der Lack deckend war - allerdings braucht es einen Topcoat für eine halbwegs ebenmäßige Oberfläche.
Der Auftrag war eigentlich okay, die Trockenzeit dafür recht langsam - ein Topcoat hilft also auch bei diesem Problem und der Thermo-Effekt wird dadurch nicht beeinträchtigt. Die Grundfarbe bei meinen (!) Nägeln ist ein rosastichiger Apricotton, der vor allem in der Sonne recht knallig daher kommt. Andernorts wird der Lack eher als leberwurstfarben beschrieben (und sieht auch auf den Bildern so aus) und ich vermute, diese Unterschiede kommen von der Nageldicke. "My sweet escape" war bei mir nämlich kaum graustichig-leberwurstig, ohne pralles Sonnenlicht dann aber eher fleischfarben (und ich finde das Wort irgendwie schrecklich).
Den Thermoeffekt musste ich erstmal suchen - der Versuch mit kaltem Wasser ging bei mir total in die Hose: Kaum aus dem Wasser gehoben, waren meine Nägel nämlich sofort wieder fleischfarben-rosa-apricot-nudig, von der dunkleren Färbung nichts zu sehen. Und SO schnell konnte meine Kamera dann auch nicht knipsen. Also Finger ins Gefrierfach gehalten, was den gewünschten Effekt ein wenig haltbarer gemacht hat. Allerdings habe ich festgestellt, dass "My sweet escape" einfach kein "drinnen"-Lack, sondern ein "draußen"-Lack ist. Während er in meiner Wohnung und auch im Büro nahezu immer einfarbig ist, verfärben sich meine Nagelspitzen draußen sofort und der Farbunterschied wird gut sichtbar.
Aus nicht näher nachvollziehbaren Gründen hat man sich bei "My sweet escape" dazu entschlossen, den Lack bei Abkühlung dunkler werden zu lassen. Die Farbe geht bis zu einem lilastichigen Taupe, sieht insgesamt ein wenig "schmutzig" aus und erklärt auch die Meinung, dass man den Anschein erweckt, mit den Nägeln irgendwo im Staub gewühlt zu haben. Der Kontrast ist zu dem fleischfarben, "warmen" Lack ist recht gut erkennbar (und man sieht sehr gut, was für seltsame Formen mein Nagelweiß eigentlich hat) und an und für sich finde ich die schlammige Farbe auch sehr hübsch - aber so an den Tipps sieht das einfach ein bisschen sehr nach Dreck unter den Nägeln aus.
Wäre der Farbverlauf andersrum, also der Lack eigentlich lila und im kälteren Bereich dann so fleischig, wäre das bestimmt hübscher gewesen - aber insgesamt könnte der Effekt auch ein wenig stärker und besser herauszukitzeln sein. Ich habe ja doch schon recht lange Nägel (bzw. ein recht langes Nagelweiß) und der Farbeffekt war bei normalem Wetter eher nur mäßig zu erkennen. Beim Fahrradfahren haben sich die Tips durch den Fahrtwind sehr schnell lila gefärbt - aber mit kurzen Nägeln dürfte es sehr schwer sein, den Effekt überhaupt beim normalen Tragen zu sehen. Da ich dann meistens doch mit nudig wirkenden Nägeln unterwegs war, habe ich einfach noch ein paar Nieten (die gab es auch *hier* schon) draufgepeppt und Farbe ins Spiel gebracht.
Mein Fazit zu dem Lack ist eher durchwachsen - Konsistenz und Trockenzeit sind etwas schwierig, dafür kann man problemlos einen Topcoat nutzen. Der Farbwechsel ist ungeschickt gewählt und recht schwer herbeizuführen (im Winter könnte das deutlich einfacher sein), aber an und für sich finde ich die Idee von Thermolacken immer noch cool... In knalligeren Farben hätte ich wahrscheinlich diese Punkte nicht so schlimm gefunden - aber bei so einem fleischfarbenen Lack bin ich dann doch mäkeliger. Immerhin ließ er sich einfach ablackieren, aber was haltet ihr so von "My sweet escape"?

"My sweet escape" wurde mir kosten- und bedingungslos von essence zur Verfügung gestellt.

Samstag, 26. Juli 2014

Helsinki: Suomenlinna

Von meinem Helsinki-Urlaub (Mensch, ist das schon wieder lange her!) bin ich irgendwie noch das Posting zu Suomenlinna schuldig geblieben... Es schlummert hier schon einige Zeit in den Entwürfen und da ich den Ausflug wirklich schön fand, sollte er auch noch brav veröffentlicht werden. Auf die Festungsinseln machten wir uns an einem wunderschönen Tag auf, begleitet von strahlend blauem Himmel und entsprechendem Sonnenschein (der mir dann gut sichtbare Ärmelabdrücke vom T-Shirt bescherte).
Da Suomenlinna auf Inseln gebaut ist, kommt man da nur übers Wasser hin - also rauf auf die Fähre (mit dem Wochenticket ist das sogar kostenlos, ansonsten gibt es ein Hin- und Rückfahrticket für 5€). Die etwa 15 Minuten kann man gemütlich nutzen, um noch einmal einen Blick auf den Hafen von Helsinki zu werfen, die Fährenterminals genauer zu betrachten und sich einen Überblick über die vorgelagerten Inseln zu verschaffen - oder einfach den Möwen zuzusehen, die uns ein Stück der Überfahrt begleiteten. Unsere Fähre war zwar ziemlich voll, aber ein kleines Sitzplätzchen konnten wir doch problemlos ergattern und uns den Wind um die Nase wehen lassen.
Nach dem Aussteigen kann man noch kurz warten, bevor man sich auf macht, die Insel zu erkunden und schauen, ob sich das möglicherweise auf der Fähre befindliche Auto ohne größere Blessuren auf die Insel schleicht oder aufgrund der schweren Ladung (bis oben hin vollgepackt mit Alkohol aus Talinn) auf dem Schotterboden aufsetzt und sich den halben Unterboden ruiniert... Man könnte zwar denken, die Fahrer müssen so langsam Übung haben, aber anscheinend ist das nicht so - und ich weiß nicht, ob unter den Fährengästen nicht heimlich Wetten abgeschlossen werden, ob die Pkws heile runter kommen oder nicht (wir waren bei Weitem nicht die einzigen, die interessiert zugesehen haben!).

Auf den insgesamt fünf Insel, die 1991 zum Weltkulturerbe erklärt wurde, gibt es dann einiges zu sehen - die Festung selbst, Wehranlagen, unterschiedliche Museen oder auch hübsch aufgemachte Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert... Und, was mich doch sehr überrascht hat, auch einige Wohngebäude, die auch heute noch von ganz normalen Menschen genutzt werden - auf einer doch recht kleinen Insel zu wohnen, die einer der Touristenmagnete der Gegend ist, stelle ich mir ja ein bisschen freaky vor (vor allem, wenn alle Nase lang ein paar von diesen komischen Touris durch deinen Garten latschen!)...
Wir sind einfach gemütlich über die Insel gewandert - nach einem kleinen Zwischenstop im inseleigenen Supermarkt, bei dem wir uns mit einem kleinen Picknick in Form von Gebäck versorgt hatten, ging es auf die Grünanlagen. Suomenlinna wurde seit dem 18. Jahrhundert sogar bis 1973 militärisch genutzt (erst von den Schweden als Verteidigung gegen Russland, dann als Verteidigung Russlands gegen Schweden und England, letztlich von den Finnen selbst) und so sind noch ein paar (ganz schön viele) dieser Überreste zu sehen - allerdings inzwischen doch auch von der Natur übernommen, was stellenweise ein wenig surreal wirkt. Man kann dann gemütlich entlang des Weges schlendern und vor allem die schöne Aussicht genießen.
Ein kleiner Abstecher zu einem Trockendock, in dem wohl auch aktuell noch Schiffe gebaut (oder vielleicht nur repariert?) werden und man hat schon den ersten Blick auf die Festungsmauer. Es gibt auch einen kleinen Handwerkermarkt, allerdings haben wir da nur einen halben Blick reingeworfen und sind dann an den Restaurants und Cafés vorbei weiter über die Insel geschlendert. Man hätte wohl auch eine geführte Tour machen können (zumindest kamen an uns zwei Guides vorbei, die fleißig historische Abrisse zur Festungsgeschichte und der Anzahl verschossener Kanonenkugeln doziert haben), aber darauf haben wir ebenso verzichtet wie auf den Besuch eines der Museen (zur Geschichte Suomenlinnas, ein Kriegsmuseum und bestimmt noch weitere, die ich verdrängt habe). Bei dem Wetter war einfach anderes auf dem Plan!
Das Highlight der Festung, das Königstor, fand ich leider gar nicht so begeisternswert - halt ein Tor in einer Mauer, olé! - aber dafür die Anlage an sich, die sich über die Inseln hinweg erstreckte. Man könnte auch in die Schießscharten gehen (oder teilweise krabbeln) und sich so einen Eindruck vom Ausblick machen (ganz schön kleines Blickfeld!), aber am schönsten war doch der Blick über die Insel hinweg.

Dieser Ansicht waren nicht nur wir, denn so einige (Finnen?) hatten sich zum (Sonnen-)baden oder auch Picknicken auf Suomenlinna eingefunden und das wirklich perfekte Wetter genossen. Wir haben dann auch hier und da mal ein Päuschen gemacht, unsere Teilchen gemampft oder auch einfach nur ein bisschen gedöst - dafür ist die Insel nämlich perfekt geeignet! Kleine Grünflächen oder auch der Steinstrand laden da einfach zu ein - und die Versorgung mit dem Supermarkt ist ja auch sichergestellt.

Wenn man ein bisschen Abseits vom Hauptpfad geht, kommt man auch die eine oder andere ruhigere Bucht und wird nicht vom Durchgangsverkehr gestört (es gibt sogar einen kleinen Sandstrand-Abschnitt, der aber logischerweise total überlaufen ist). Da kann man dann nicht nur gemütlich sitzen, sondern auch den Entenfamilien beim Baden oder Sonnen zusehen und sich am guten Wetter erfreuen.

Zugegeben - der kulturelle Aspekt, dem man sich auf der Insel auch ausgiebigst widmen kann, ist bei uns etwas kurz gekommen... Aber trotzdem habe ich so einige Eindrücke mitgenommen und finde Finnland und Helsinki einfach klasse - auf seine eigene, ruhige und erholsame Art und Weise.

Freitag, 25. Juli 2014

essence "Road trip" 03 I don't care! I love it!

Am Dienstag gab es ja ein AMU mit dem gleichnamigen Lidschatten-Duo, heute habe ich (irgendwie fühlt es sich so nach "endlich" an...) den Lack für euch. Und weil wie jede Woche am Freitag blau bei MsLinguini gewünscht ist, bin ich auch heute am Start - wobei ich ja wirklich erst gar nicht so sicher war, ob der Lack blau genug ist...

"I don't care! I love it!" kommt in einem kleinen Fläschchen daher - nur 5ml sind enthalten (das ist mir allerdings eher zufällig aufgefallen, als ich den Lack lackiert habe und die Rückseite des Fläschchens vor der Nase hatte). Trotzdem ist der Pinsel angenehm, fächert gut auf - der Lack selbst ist allerdings ein bisschen flüssig und vor allem sheer. Zwei Schichten waren für mich das absolute Minimum, die dritte dann für die perfekte Deckkraft nötig. Die Trockenzeit ist immerhin recht kurz, sodass man die Schichterei verkraften kann.
Lacke diesen Typs gibt es ja inzwischen so einige, ich finde allerdings trotzdem, dass sie ihren Reiz haben - vor allem in Blau. "I don't care! I love it!" zeigt hier allerdings nicht alle seine Facetten - die habe ich ohne Sonne leider nicht einfangen können. Im Prinzip hat der Lack zwischen einem hellen, gelblichen Grün und einem Marineblau alle Zwischentöne im Angebot - wenn man die Nägel nur im richtigen Winkel betrachtet. Auffällig ist allerdings mit Blick auf das Finish, dass es ein bisschen streifig ist und man beim Lackieren (und vor allem beim Ausbessern) ein bisschen aufpassen muss.
So ganz ohne besonderes Licht ist  der Lack vorwiegend Türkisblau mit leichten Wechseln ins grünliche Hinein. Die Kamera schluckt hier ein bisschen was von dem Effekt, den man mit bloßem Auge besser erkennen kann - aber es wird glaube ich schon deutlich, dass der Lack nicht gerade langweilig-einfarbig ist. Durch das Farbspiel finde ich auch die Streifigkeit gar nicht so tragisch - wenn man sich die Nägel auch nicht gerade direkt vor die Nase hält, fällt es auch kaum auf, dass der Lack nicht cremig oder schimmrig ist.
Das Farbspiel an sich ist sehr fließend und ich würde fast sagen "dezent" - die dunkleren Töne erkennt man eigentlich nur in extermen Winkeln: Beim Tippen sehe ich meine Nagelspitzen sehr eindeutig in einem satten Dunkelblau - sobald man allerdings die Finger ein wenig anhebt, wird der Lack gleich heller, Türkis und bei nahezu senkrechter Positionierung sogar eindeutig grünlich. Ich mag diese Farbspiele ja insgesamt einfach gerne, auch wenn aus meiner Sicht für ein "Gasoline" ja doch noch ein paar weitere Farben (also das komplette Farbspektrum um Gelb, Orange, Rot und Lila) fehlen.
So ganz verstehe ich auch nicht, warum man jetzt bei so vielen Lacken eine spezielle Bezeichnung für ein Finish einführt (hat noch jemand das Gefühl, dass das außerdem irgendwie ständig wechselt und kaum Finishes wiederholt werden?) - das braucht der Lack doch gar nicht. "I don't care! I love it!" ist auch so einfach ein Hingucker, der mit diesen Blau- und Türkisnuancen einfach toll ist. Ich hätte mir ja durchaus noch mehr solcher Lacke in der LE vorstellen können - vor allem auch in anderen Farben. Ich bilde mir ein, dass es diese duochromen Lacke vorwiegend in Blau-, Grün- und Gelbtönen gibt und kaum Rot oder Lila vertreten ist...
Ein kleines Manko habe ich aber an dem Lack feststellen können - ich habe ihn nur ein Mal lackiert, aber schon einen deutlichen Rand im Fläschchen. Das liegt sicher daran, dass der Lack recht flüssig ist und somit nicht am Fläschchen klebt, zeigt aber auch, dass der Verbrauch hier nicht sonderlich gering ist (das ist nun auch nicht schlecht, wenn man viele Lacke hat!). Auf einer blauen Basis lackiert kann man sich somit gleich zwei Gefallen tun: Nicht so viele Schichten für eine gute Deckkraft benötigen und auch sicherstellen, dass man lange Spaß an "I don't care! I love it!" haben.

"I don't care! I love it!" wurde mir kosten- und bedingungslos von essence zur Verfügung gestellt.