Montag, 30. Juni 2014

101 im Juni

So eine Woche Urlaub geht erschreckend schnell vorbei... Viel zu schnell, um ehrlich zu sein und irgendwie war der ganze Juni nicht langsamer! Da ich aber ab heute auch wieder arbeiten muss, könnte es ein bisschen dauern, bis ich eure vielen Kommis (ach, ihr wisst gar nicht, wie mich das freut!) beantwortet habe - aber keine Sorge, das bleibt nicht aus! Und an meine Leseliste will ich ja lieber gar nicht denken - hoffentlich kriege ich das alles im Laufe dieser Woche hin...

Aber erstmal ganz kurz (naja, vielleicht weniger kurz, sondern eher ein bisschen ausführlicher) meine übliche Monatsreview - der beste Freund war zu Besuch, was den Monat so oder so schon besser gemacht hat als so viele andere, aber es sind auch noch ein paar andere tolle Dinge passiert und ich habe zumindest ein bisschen was von meiner Liste geschafft.

5. Seitenschläferkissen (0 / 1)

Okay, das mit dem Seitenschläferkissen habe ich nicht geschafft - dabei hatte ich mir eigentlich eingebildet, dass es bei Lidl welche geben würde... Aber das war wohl nur im Onlineshop der Fall, also knautsche ich weiterhin eine andere Decke, ein Kissen oder mein armes Stoffschwein zu Tode...

9. schwarze Sneaker (1 / 1)

Unverhofft kommt bekanntlich oft - und kurz vor dem Urlaub habe ich tatsächlich ein Paar akzeptable, schwarze Sneaker gefunden!

Die Rieker-Schuhe taugen wegen der Luftlöcher zwar nur für den Sommer und auf die Glitzersteinchen hätte ich eigentlich auch verzichten können, aber man kann ja nicht alles haben... Allerdings brauchte ich auch dringend neue Schuhe - meine aktuellen (leider braunen) Halbwanderschuhe machen nämlich Geräusche beim Laufen, da ist irgendwo innen drin was gebrochen und in geschlossenen Räumen hallt das so unglaublich laut...

10. Terminplaner (0 / 2)

Auch so ein Ding - ich hoffe ja, dass ich heute nach dem Arztbesuch kurz bei Hugendubel oder Karstadt reinschauen kann und da einen hole... Ich war mir so sicher, dass es die eigentlich überall geben müsste, aber vor dem Urlaub habe ich mein Objekt der Begierde noch nirgendwo finden können - dabei fangen die doch am 1. Juli an! Ich hoffe also, dass es bei der nächsten Monatsreview hier Positiveres zu Berichten gibt.

14. Nagellacke maximal (11 / 100)

Ich war mal wieder bei tk maxx und habe Sally Hansen Sandlacke gekauft - allerdings nur zwei, weil ich ein langweiliges Orange nicht haben wollte. Dummerweise warten die noch "zu Hause" auf mich, kann also noch ein bisschen dauern, bis sie auf dem Blog auftauchen... Aber ich bemühe mich! Sommerzeit könnte glatt wieder Sandzeit für mich werden!

16. Bodybutter /-lotion aufbrauchen (5 / 12)

Ich hätte ja gar nicht gedacht, dass ich die Honig-Variante von Balea so mögen würde (darum habe ich sie auch ein bisschen rumstehen lassen - ich weiß gar nicht mehr, aus welchem Jahr die Limited Edition ist!) - aber der Duft ist einfach wahnsinnig  lecker, warm und einfach perfekt honigich...

Sie ist von der Konsistenz her zwar ein bisschen zu fest geworden, das Eincremen war also nicht mehr gar so leicht, aber sie zog immer noch gut ein - und am besten war einfach, dass irgendwann mein Kopfkissen einen leichten Honigduft hatte, klasse! Aber - wohl tendenziell doch eher was für die kältere Jahreszeit...

20. eine Gesichtsmaske pro Woche benutzen (24 / 142)

Hmm, da bin ich diesen Monat ein bisschen hinterher - aber ich habe gute Ausreden! Erstens kann ich ja schlecht vor meinem besten Freund mit Matsch im Gesicht rumhüpfen (naja, theoretisch kann ich schon - aber wir hatten einfach keine Zeit!) und zweitens habe ich dann vergessen, mir welche mit in den Urlaub zu nehmen... Also werde ich im Juli wohl eine kleine Maskenschlacht veranstalten und meiner Haut ein bisschen was Gutes tun!

21. Lippenpflegestifte aufbrauchen (6 / 12)

Immerhin einen Lippenpflegestift (ich glaube, eine Kirschvariante) habe ich aufgebraucht - und habe so langsam wirklich die Vermutung, dass ich auf die Geschmacksrichtungen, die ich mir ausgesucht habe, ein bisschen allergisch reagiere. Die übelste Wüsten-Trockenheit ist zwar inzwischen abgeklungen,aber ich bleibe momentan doch lieber nur bei Carmex und werde mich mal schrittweise an die Übeltäter herantasten... Wenn man so selten Probleme mit Unverträglichkeiten hat wie ich, dauert es auch einfach ewig, bis man mal auf die Idee kommt, dass es tatsächlich an einem Produkt liegen könnte.

26. Nailarts bzw. -designs posten (7 / 10) 

http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/misslyn-sweet-summer-602-candy-mint.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/sally-hansen-satin-glam-02-crystalline.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/catrice-le-grand-bleu-c01-underwater.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/opi-mod-about-brights-brights-power.html
Ich würde ja sagen, dass eigentlich nur der Tiger wirklich als eigenes Naildesign durchgeht - bei den Neonnieten könnte ich auch noch, aber Sticker werden nicht gezählt! So oder so, es gab auf jeden Fall mal wieder ein paar hübsche Postings, in denen nicht nur ein Basislack im Vordergrund stand und das freut mich einfach! Vor allem die Waterdecals haben mich mal wieder total begeistert.

48. Handbuch der Kamera durcharbeiten und verstehen (0 / 1)

Eigentlich dachte ich ja, dass ich das im Urlaub machen könnte - aber dann gab es so wenige fotografierenswerte Sachen, dass ich mich doch lieber mit normalen Büchern befasst habe... Schrecklich, dass ich das jetzt schon ein halbes Jahr vor mir herschiebe, dabei macht mir die Knipserei so viel Spaß!

51. Bücher lesen (15 / 60)

"Garou" von Leonie Swann habe ich ja schon auch brav hier verewigt, aber irgendwie komme ich vor allem im Urlaub einfach sehr gut zum Lesen. Vor allem, wenn es um Wälzer geht und dieses Mal war die Auswahl durchaus gelungen: "Der Anschlag" von Stephen King habe ich wirklich weggelesen wie nichts, war super! Der Einstieg mit dem neunten Band von Jo Nesbø ("Die Larve") war vielleicht nicht die schlaueste Idee, aber ich fand das Buch gut und überlege jetzt, alle Vorgänger zu kaufen... Und letztlich ein Buch, bei dem ich nicht so ganz weiß, was ich davon halten soll "Die Versailles Verschwörung" von Christine Kerdellant und Éric Meyer. Aber auf jeden Fall habe ich die Woche gut zum Lesen genutzt!

60. Sport machen (92 / 514)

Hrmpft, so ein kleines Problemchen hier... Besuch vom besten Freund heißt halt auch, dass ich nicht so wirklich viel auf dem Boden rumkrabbeln kann und wenn man dann noch in Urlaub fährt... Da macht sich auf jeden Fall ein dickes Minus breit, hoffentlich lässt sich das bald absporteln.

67. ins Schwimmbad gehen (1 / 4)

Eigentlich könnte ich hier gleich (3 / 4) eintragen, weil ich wirklich drei Mal im Schwimmbad war - als der beste Freund zu Besuch war (der ist wirklich gut, um hier so einige Sachen abzuarbeiten!), waren wir bei dem Bombenwetter tatsächlich drei Tage im Schwimmbad. Allerdings war ich dann doch nur ein Mal im Wasser, weil der See doch noch ein bisschen zu kalt war...

74. ein Darts-Turnier besuchen (1 / 1)

Lange war nicht so ganz klar, ob das wirklich hinhauen würde - aber dann haben wir uns tatsächlich getraut und sind am Finaltag zum World Cup of Darts. Man muss dem Ganzen vielleicht vorausschicken, dass wir beide nicht wirklich Ahnung von Darts haben, aber um Neujahr herum (unabhängig voneinander) immer wieder gerne die WM angeschaut haben. Als ich dann gesehen habe, dass die Team WM in Hamburg stattfindet, wollte ich da hin - und da die Tageskarten mit knapp 30€ auch durchaus erschwinglich waren und der Termin gepasst hat, konnten wir uns die ganz Großen des Dartsports live anschauen. Ich muss ja sagen, dass ich lieber einen anderen Sieger gesehen hätte, aber wir hatten an dem Tag wirklich Spaß! Leider durfte man keine ordentliche Kamera mitnehmen und ich habe nur schrecklich verwackelte Bilder...

77. ein Tag pro Monat chillen ohne Verpflichtungen (6 / 32)

Manche Dinge sind SO einfach, wenn man in Urlaub fährt oder der beste Freund zu Besuch ist! Aber dafür war der Juni auch wirklich das reinste Auf und Ab von Stress und zwischendurch kleinen Auszeiten...

78. mindestens ein Mal pro Monat Oma anrufen (6 / 32)

79. neue Rezepte ausprobieren (11 / 50)

http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/drei-gemutliche-gange-mit-dem-besten.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/drei-gemutliche-gange-mit-dem-besten.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/drei-gemutliche-gange-mit-dem-besten.html

Au weh, mit der Kocherei war das diesen Monat nicht wirklich was - nicht so wirklich viel Zeit, mit meinem besten Freund habe ich zwar gekocht, aber so wirklich nach Rezept war das nicht... Und im Urlaub habe ich viel lecker gegessen, aber definitiv gar nichts davon selbst gekocht. In der heißen Jahreszeit ist das ja auch nicht so einfach...

86. neue Restaurants probieren (1 / 5)

Mh, das könnte ich jetzt theoretisch um eins erweitern, aber das wäre ja eine Dopplung von Punkt 88, deswegen verzichte ich mal. Mit dem besten Freund war ich dann doch lieber in einem Laden, von dem ich weiß, dass man da gut essen kann...

87. Sushi (ohne Fisch) probieren (1 / 1)

Ich schaue mal lieber nicht nach, wie viele der Punkte diesen Monat ich mit meinem besten Freund erledigt habe *hüstelchen* - aber zu zweit machen solche Sachen ja doch viel mehr Spaß als alleine! Ich mag absolut keinen kalten Fisch - egal, ob geräuchert oder roh, das ist alles nicht so wirklich meins (wobei geräuchert noch besser ist als roh)... Aber Sushi mit Avocado geht tatsächlich ganz gut, die Kombination mit Gurke fand ich jetzt nicht berauschend, aber auch essbar und irgendwann muss ich mich noch an süßes Sushi trauen! Allerdings ist das gar nicht so einfach, vegetarisches Sushi zu finden - gerade bei Menüs ist ja doch meistens noch Fisch dabei...

88. ein Themendinner besuchen (1 / 1)

Meine Mama hat mir zum Geburtstag letztes Jahr einen Gutschein geschenkt, ich solle mir doch ein nettes Themendinner aussuchen und mich mit jemanden dahinbegeben... Die Auswahl ist ja wirklich nicht klein, aber ich fand ja ein Dinner in the Dark am spannendsten - und in Hamburg gibt es da netterweise auch ein entsprechendes Restaurant, die Dunkelbar. In kleineren Käffchen sind das immer nur Events und da muss der Zeitplan schon verdammt gut passen, aber in meiner kleinen Exilkonklave im Norden kann man täglich im Finsteren speisen!

Und ich muss ehrlich sagen, dass es wirklich mal einen Versuch wert ist - es war einfach perfekt abgedunkelt, die ganze Zeit total stockfinster und wenn wir nicht ein wenig nervige Tischnachbarn gehabt hätten, hätten wir bestimmt auch noch ein bisschen mehr Spaß gehabt.

Komplett ohne Sicht zu essen ist wirklich mal was Anderes - die Raterei, was man denn da gerade isst und die helle Freude, wenn man sich über etwas einig ist (Heidelbeeren!), ist köstlich. Das Essen war auch wirklich gut und vor allem auch reichlich

94. Rhabarber kaufen und verarbeiten (0 / 1)

Eigentlich wollte ich ja in meinem Dessertdings Rhabarber haben und nicht Himbeeren - aber nirgendwo, weder im Supermarkt noch auf dem Obst- und Gemüsemarkt war noch welcher zu finden... Was sehe ich zwei Wochen später bei meinen Eltern auf diversen Marktständen? Rhabarber! Du dummes Gemüse...

98. mindestens ein Mal pro Monat Fisch essen (6  / 32)

Boah, war das ein Akt mit dem Fisch... Ich wollte eigentlich mal was anderes als Kabeljau, Lachs oder Pangasius und bin fröhlich losgezogen... Nur dummerweise gab es absolut keinen frischen Fisch mehr in der Auslage! Grummelig, weil mir der Monat so langsam aus ging und ich so Lust auf Fisch hatte, habe ich dann auf TK-Wildlachs zurückgegriffen, fand ihn letztlich aber eher nur mäßig.... Aber dafür war das Kartoffelpü dazu (mit Mascarpone und einer guten Prise Muskat) einfach grandios!

Im Nachhinein hätte ich mir den Stress aber gar nicht machen brauchen - denn zu Hause gab es dann noch eine leckere Seelachspfanne und im Urlaub hatten wir phänomenalen gebratenen Hecht, Quappe und Flussbarsch.

Erkenntnis des Monats: Kirschen frisch vom Baum sind lecker! Und das sage ich, obwohl ich sonst gar nicht so scharf auf Kirschen bin (dafür liebe ich Erdbeeren, Kirschen können mir meistens aber wirklich gestohlen bleiben) - aber unser Kirschbaum im Garten hat heuer beschlossen, nach Jahren mit wirklich magerer Ernte mal so richtig in die Vollen zu hauen. Da hängen so viele Kirschen dran, dass wir schon locker 5 Kilo geerntet haben und der Baum immer noch nicht leerer ist...

Sonntag, 29. Juni 2014

Catrice "Crushed crystals" 02 PLUMdogMillionaire

Heute habe ich einen Lack für euch, den mir Marina vermacht und somit den ersten Kontakt zu den Catrice "Crushed crystals" gesichert hat. Obwohl ich Sandlacke ja total grandios finde, habe ich mich bei den Neuzugängen von Catrice doch beherrschen können (ab und zu bin ich ja auch mal vernünftig) und ernsthaft noch keinen der Sandlacke probiert. "PLUMdogMillionaire" sollte also der erste sein - und er hat es mir irgendwie nicht so ganz leicht gemacht.

Inzwischen habe ich "PLUMdogMillionaire" drei oder vier Mal getragen (also wirklich getragen!) - an der Qualität des Lacks liegt es also nicht. Aber dieses sandige Teil hat sich konsequent geweigert, sich ordentlich fotografieren zu lassen! Aber dieses Mal ist es mir zumindest halbwegs gelungen, nicht nur total unscharfe oder einfach seltsam besonnte Bilder zu machen und endlich kann ich den Lack verposten!
"PLUMdogMillionaire" habe ich in insgesamt drei Schichten lackiert - eine Deckkraftbombe ist der Sand aus dem Hause Catrice nämlic leider nicht. Aber da die Trockenzeit relativ kurz ist (nicht superkurz, aber noch im Rahmen), kann man den Lack gut und gerne als Notfalllack nutzen und noch lackieren, kurz bevor man aus dem Haus muss. Der Auftrag ist angenehm, die Glitterteilchen stören nicht beim Lackieren und dass es sich um einen Sandlack handelt, merkt man recht schnell beim Antrocknen, das die körnige Oberfläche offenbart.
Mit zwei Schichten wäre der Sandeffekt für mich dicht genug, eine ist noch ein bisschen sehr verstreut, aber da mir die Deckkraft doch wichtig war, gab es eben drei. "PLUMdogMillionaire" ist, wie man recht gut sehen kann, ein  lilaner Sandlack, wobe ich ihm von der Farbbasis her sogar einen leichten Rotstich zusprechen würde. Im Fläschchen kann man es schon gut erkennen, da sind so einige pink- und blaufarbene Partikelchen drin, die sich dann auch auf dem Nagel sehr eindeutig bemerkbar machen: Es blinkt und blitzt an allen Ecken und Enden und das ist es auch, was das Fotografieren so schwierig macht.
Durch die Glitzerpartikelchen ist "PLUMdogMillionaire" keinesfalls matt - aber auch der Basislack glänzt ein wenig, wenn man ihn in der Sonne betrachtet. Die körnigen Partikelchen geben dann auf dem Nagel ein wirklich schönes Farbspiel ab, sind zwar vorwiegend bläulich oder pink, können aber auch mal silbern oder golden aufblitzen oder sogar in Rot daherkommen. Insgesamt ist die Oberfläche recht lebendig und die Partikelchen verleihen dem Lack eine gewisse Frische - allerdings wirkt er durch den dunkleren Grundton auch ein bisschen edel (finde ich zumindest).
Was die Struktur angeht, ist "PLUMdogMillionaire" gar nicht so rauh, wie andere Sandlacke - ich würde den Struktureffekt hier insgesamt doch eher als fein beschreiben, tendenziell in Richtung fenkörnigen Schleifpapiers und nicht so sehr in Richtung Rauhfaserputz. Wie man auch ganz gut sehen kann, ist das Ergebnis keinesfalls glatt (das könnte man ja ein bisschen durch den leicht glossigen Effekt vermuten), sondern durchaus strukturiert - aber was die Körnigkeit angeht, ist bei den Crushed crystals anscheinend noch ein bisschen Platz nach oben (wobei ich den Effekt so auch gar nicht übel finde).
Wie bei allen Strukturlacken ist die Haltbarkeit hier doch sehr abhängig davon, was man so mit den Nägeln tut - ich bin aber bei meinen Trageversuchen doch meistens im gesunden Schnitt von drei Tagen gelandet, bis ich mir genug Tipwear angetippt hatte, um ablackieren zu wollen (bei der dunklen Farbe fällt das ja auch einfach mehr auf). Das Ablackieren selbst ist dann natürlich nicht gar so einfach wie bei Cremelacken, geht aber eigentlich auch ganz gut - da kenne ich doch viel widerspenstigere Sandlacke!

Samstag, 28. Juni 2014

Lüttes Welt Magische Badewasserfarbe

Ich hatte ja schon von dem Badevullkan berichtet, den es von Lüttes Welt als Badespaß für Kinder (oder auch junggebliebene Erwachsene wie mich!) gibt. Neben dem Vulkan habe ich noch zwei Badewasserfarben zum Ausprobieren bekommen - und zwar einmal die Variante für Mädchen "Kleine Nixe" und einmal die Jungs-Version "Kleiner Seeräuber".
In beiden Verpackungen sind jeweils zwei Tütchen mit Badewasserfarbe (jeweils 60g) drin - ich konnte als jede Version zwei Mal testen. Die "Magie", die die Badewasserfarbe verspricht liegt, wie man eigentlich schon an den zuckersüßen Bildchen auf der Verpackung erkennen kann, an dem Farbwechsel, den das Wasser beim Baden vollziehen soll. Preislich liegt ein Doppelpack so in etwa bei 4€, was also 2€ pro Bad entspricht.

Die kleine Nixe soll sich von Korallrot zu Violett verfärben der kleine Seeräuber hat ein Farbspiel von Gelb bis Türkis im Angebot. Das funktioniert allerdings nur, wenn man die Badewasserfarbe erst in die Wanne gibt, wenn das Wasser komplett eingelaufen ist - ansonsten funktioniert der Wechsel durch die Verwirblungen nicht.

Was die Inhaltsstoffe angeht, ist der Hauptbestandteil Meersalz, weiterhin sind Lactose enthalten und Ringelblumenextrakt, sowie Färberdistelöl - und natürlich einige Farbstoffe; schließlich muss die "Buntheit" des Wasser ja irgendwo herkommen.

Ich habe mich tatsächlich bemüht, erst mein Badewasser einlaufen zu lassen und dann das Granulat erst reinzugeben - normalerweise packe ich mich ja gleich ins einlaufende Wasser... Links seht ihr die Seeräuber-Variante, rechts die kleine Nixe ind den jeweiligen Farbstadien. Der Duft ist übrigens in beiden Fällen ähnlich - recht dezent, ein wenig ringelblumig.

Was man sehr gut erkennen kann, sind die zwei unterschiedlichen Farbkomponenten - die "erste" Farbe ist mit dem ganz normalen Badesalz realisiert, die zweite kommt durch blaue Kügelchen zustande, die sich (wie man auf den Bildern auch gut sehen kann) erst ein bisschen später im Wasser auflösen als das Badesalz. Ich würde ja sagen, dass der kleine Seeräuber von Gelb zu Grün wechselt und die Nixe von Rot zu Blau - zumindest war das der Farbeindruck, den ich bei meinen Badesessions hatte.

Allerdings vollzieht sich der Wechsel sehr schnell - das Badesalz gibt seine Farbe sehr zügig ab und wenn man dann ein bisschen rührt, ziehen die blauen Teilen doch auch flott nach. Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Jungenvariante sehr viel hübscher finde - von einem klaren Gelb geht es über ein ordentliches Blau zu einem hübschen Grün. Da ist viel Farbe vorhanden und die Intensität bleibt relativ gleich. Bei der Mädchenvariante muss ich sagen, dass ich das insgesamt alles sehr "schmutzig" finde - der Rotton hat zu Beginn schon einen leichten Braunstich, weil das Blau sehr zügig kommt, das Lila wirkt insgesamt sehr graustichig und das Blau zum Schluss ist auch recht blass. Stellenweise hatte ich so den Eindruck, in Schmutzwasser zu baden (wenn man sein Auto wäscht, hat das Wasser im Eimer teilweise doch eine sehr ähnliche Farbe...). Was die Farbe angeht, würde ich also definitiv immer den "Kleinen Seeräuber" bevorzugen, der für Jungs gedacht ist - damit kann man durchaus ein bisschen Farbspaß haben.

Allerdings gibt es bei beiden Produkten aus meiner Sicht doch ein Manko - und das liegt in den blauen Farbkügelchen. Während der Auflösephase schwirren sie so ein bisschen im Wasser herum, steigen an die Oberfläche und verblassen so langsam - allerdings lösen sich nicht alle komplett im Wasser auf!

Stellenweise schwimmen dann solche "Kugelleichen" im Wasser herum - auch nach längerer Badezeit. Sie lassen sich zwar mit leichtem Druck zermantschen, allerdings geben sie dabei auch einen Hauch Farbe ab - und da man tendenziell nicht alle erwischt, bleiben auch mal welche auf der Haut oder in den Haaren hängen, wenn man aus dem Wasser steigt... Und die muss man dann auch mit dem Handtuch erstmal irgendwie loswerden. Verfärbungen habe ich davon keine bekommen - allerdings bin ich bei meiner Recherche auf einen Post gestoßen, bei dem ein kleiner Zwerg nicht gar so begeistert von diesen Farben war.

Während ich von dem Badevulkan ja hellauf begeistert war, muss ich bei diesen Badewasserfarben dann doch ehrlich sagen, dass ich sie nicht gelungen finde. Während der Farbwechsel bei der Jungenvariante noch ganz nett ist, habe ich mich tatsächlich vier Mal über nicht-aufgelöste Fitzelchen geärgert - und das muss ich mir nicht wirklich nochmal antun, auch wenn die Inhaltsstoffe generell gut sind.

Beide Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos von Lüttes Welt zur Verfügung gestellt.

Freitag, 27. Juni 2014

Catrice "Le Grand Bleu" C04 Entering Atlantis

Wenn eine LE schon "Le Grand Bleu" heißt, sollte sie sich ja wohl gut für den "Blue Friday" eignen, oder? Nachdem ich euch letztens schon einen der nicht-blauen Lacke gezeigt habe, gibt es heute einen der beiden blauen Lacke (der dritte ist aus meiner Sicht sehr eindeutig nur als Topper zu gebrauchen) und zwar "Entering Atlantis", der somit das nagelige Gegenstück zum blauen Eyeliner ist.

"Entering Atlantis" habe ich in zwei Schichten lackiert - allerdings gehöre ich ja bekanntlich zu den Leuten, die sehr dünn lackieren und wer ein bisschen dicker lackiert, kommt auch mit nur einer Schicht aus. Der Lack ist nicht zu dünn- oder zu dickflüssig, lässt sich eigentlich gut auftragen (wenn man mal vom Pinsel absieht, aber dazu unten mehr) und trocknet durchschnittlich schnell. Einen Topcoat bräuchte er eigentlich nicht - allerdings gleicht der die Oberfläche ein bisschen aus.
Was die Farbe von "Entering Atlantis" angeht, würde ich ja glatt behaupten, dass es sich um ein sehr dunkles Taubenblau oder einfach ein leicht graustichiges Dunkelblau handelt. Auf jeden Fall ein interessanter Farbton, der mir wirklich gut gefällt. Allerdings ist "Entering Atlantis" kein Cremelack, sondern ein dunkelblauer Schimmerlack - und als kleines Goodie on top hat er noch einige rotsichtige, lilafarbene Schimmerpartikel. Die sind jetzt auf normale Entfernung nicht wirklich zu erkennen, werden aber deutlich, wenn man sich den Lack ein bisschen genauer ansieht.
Mir scheint es so, als würden sich die lilanen Partikelchen ein bisschen auf den blauen Schimmer, der ein klitzekleines bisschen streifig wird, drauflegen - und ich bilde mir ein, dass dadurch auch die leicht unregelmäßige Oberfläche zustande kommt. Stellenweise habe ich den Eindruck, als würden die lilanen Partikelchen ein bisschen in den Lack einsacken und dadurch kleine Dellen verursachen - aber das mag auch nur Einbildung sein. Auf jeden Fall finde ich diese kleinen lilanen Sprenkel richtig cool und die machen "Entering Atlantis" auch zu etwas BEsonderem  ansonsten wäre das einfach nur ein dunkelblauer Lack mit schimmrigem Finish...
Wie schon gesagt, wird das Finish mit einem Topcoat ein bisschen glatter - allerdings habe ich da irgendwie gepatzt und mir fröhlich Bläschen auf den Mittelfinger gepinselt, was zwar dem schönen Blauton keinen Abbruch tut, mich aber doch ein bisschen geärgert hat. Mit Topcoat kommen die lilanen Partikelchen auch noch ein bisschen besser raus und auch wenn man den Lack doch ein bisschen genauer ansehen muss, um sie zu entdecken, finde ich sie einfach klasse.
Ansonste kann man sich "Entering Atlantis" natürlich auch grundsätzlich gönnen, wenn man auf dunkelblaue Nagellacke steht, denn der hübsche Farbton hat auch so schon so einiges für sich und grundsätzlich überzeugt der Lack auch durch seine einfache Handhabbarkeit und eine zügige Trockenzeit. Ich glaube, ich habe auch noch nicht wirklich einen blauen Lack mit solchen lilanen Partikelchen gesehen (wobei ja einer der Misslyn-Lacke als blau mit pinkem Schimmer gedacht war und dann ganz was anderes draus wurde...), da hat Catrice also durchaus ein hübsches Stück produziert.
Zum Thema Haltbarkeit kann ich eigentlich auch nur Positives berichten - außer Tipwear, die mich dann irgendwann am dritten Tag nach viel Tipperei am PC ereilt hat und bei dunklen Farben natürlich immer ein bisschen auffälliger ist, kann ich hier keinerlei weitere Probleme beklagen. Keine Chips oder sonstigen Macken - auch das Ablackieren war kein Problem...

Ein bisschen geärgert habe ich mich nur über den Pinsel - denn der ist wahrlich seltsam geschnitten und macht einem das Lackieren, besonders in der Nähe des Nagelbetts, alles andere als einfach:

Die Borsten sind weder wirklich gerade, noch richtig rund geschnitten - das sieht eher ein bisschen treppenförmig aus, allerdings sind dann die einzelnen Haare auch nicht alle gleich lang oder in aufsteigender Länge, sondern hier und da stehen immer mal ein paar raus... Dadurch wird es wirklich schwierig, am Nagelbett einen halbwegs passenden rundlichen Abschluss zu malen, weil eben immer irgendwo ein Pinselhaar quer steht und patzt... Da muss Catrice wirklich mal nachbessern, diese Pinselproblematik tritt doch immer mal wieder irgendwo auf und vermiest einem ein bisschen die Freude an so schönen Lacken.

"Entering Atlantis" wurde mir kosten- und bedingungslos von Catrice zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Drei gemütliche Gänge mit dem besten Freund

Wenn mein bester Freund zu Besuch ist, haben wir meistens allerlei Zeugs auf dem Plan und schaffen es wirklich, uns die Tage komplett zuzupflastern. Dieses Mal haben wir aber so einiges zugunsten von Rumgammelei im Schwimmbad wieder entplant - das Wetter war so toll, dass wir uns einfach nicht drinnen rumtreiben wollten. Und ernsthaft irgendwas Anstrengendes draußen unternehmen, war uns auch zu blöd - also blieb tatsächlich mal genug Zeit, um gemeinsam zu kochen (was mich wirklich sehr gefreut hat, da ich momentan so wenig zum Kochen komme)! Wir waren uns schnell einig, dass es ein Drei-Gänge-Menü werde sollte - aber was genau, war uns noch nicht so klar.

Nach intensiven Recherchen (im Schwimmbad liegend und sich die Sonne auf den Pelz brennen lassend) im Internet hatten wir eine grobe Idee davon, was wir kochen wollten. Nachdem wir ungefährt 30 Varianten verworfen hatten ("Japanisch? Hätten wir zwar alle möglichen Zutaten da, aber... Schon wieder japanisch?" - "Italienisch? Mh, das wird ein bisschen langweilig... Pizza ist auch doof..." - "Braten? Mal ehrlich, wollten wir bei dem Wetter Braten machen?"), hatten wir uns auf ein wild zusammengewürfeltes, halbwegs saisonales Menü geeinigt aber irgendwie kam es dann beim Einkaufen doch alles ein bisschen anders...
Vorneweg gab es, wie wir dann beide festgestellt haben, wohl das Highlight unserer Zusammenstellung: Einen Rucolasalat mit Ziegenfrischkäse in Bacon. Im Prinzip muss man wirklich nur den Rucola waschen, trocknen, kleinzupfen und halbwegs hübsch auf einem Teller anrichten; den Ziegenfrischkäse in Scheiben schneiden und mit einer Baconscheibe umwickeln (dazu habe ich den Bacon einmal in der Mitte auseinandergeschnitten und dann in zwei Lagen um den Käse gewickelt), dann mit der "Schnittfläche" des Bacons nach unten kurz in der Pfanne anbraten. Wenn der Bacon cross ist, die Käsepäckchen auf dem Rucola anrichten, noch ein bisschen Parmesan drüberhobeln und ein paar Walnüsse dazugeben und etwas Balsamico als Dressing drüberkippen - eine grandiose Vorspeise!
Als Hauptgang hatten wir uns aus dem Netz etwas zusammengesucht und zwar Spargel in Lasagneplatten gewickelt. Dazu werden die Lasagneplatten vorgekocht, dann mit jeweils einer Scheibe Schinken und Basilikum belegt und um Spargelstangen gewickelt. Wir haben uns dazu entschlossen, den Spargel zu halbieren und sozusagen ganz in den Nudelteig zu rollen. Die Spargelpäckchen schichtet man dann in eine Auflaufform und übergießt sie mit Bechamelsoße (Butter zerlassen, Mehl dazugeben, mit Milch aufgießen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und zum Schluss ein wenig Parmesan dazugeben), bevor sie mit Semmelbrösen und Parmesan leicht überkrustet und im Ofen gebacken wird.

Leider sind diese Spragelpäckchen nicht sonderlich fotogen, da das ganze Gericht auch sehr weißlastig ist - aber geschmeckt hat es trotzdem gut. Wir haben dann noch darüber sinniert, wie man es geschmacklich ein bisschen aufpeppen kann, aber außer einer anderen Soße (vielleicht Tomate-Kräuter?) oder einem kräftigeren Schinken, der aber dann den Spargel komplett übertünchen würde, ist uns nicht wirklich etwas Gutes eingefallen. Der Hauptgang war insgesamt eher so mittelprächtig - nicht schlecht, aber auch kein Burner.
Dafür war der Nachtisch wieder eine Schlemmerei - und zwar eine gewaltige! Eigentlich wollten wir was mit Rhabarber machen - aber dummerweise gab es genau in dieser Woche keinen Rhabarber mehr! Ein paar Tage zuvor hatte ich noch welchen gesehen, aber wir haben weder im Supermarkt noch auf dem normalem Markt auch nur eine Stange Rhabarber gefunden... Also musste Ersatz her und der war mit tiefgefrorenen Himbeeren aus meinem Gefrierfach schnell gefunden - ein Schichtdessert geht ja mit allem!

Das Ganze besteht aus insgesamt zwei Cremes (Mascarpone mit Quark, Vanillezucker und Amaretto; Ricottag mit Schlagsahne und Macadamialikör), zwischen die ich abwechselnd die Himbeeren und kleingehackte Karamellwaffeln (grandios!) geschichtet habe. Da das Dessert erst einmal ein paar Stunden im Kühschrank stand, sind die Himbeeren in der Zwischenzeit auch aufgetaut und waren einfach bombastisch lecker! Wahrscheinlich hätte das Dessert alleine auch gereicht, denn es war in den nicht gerade kleinen Cocktailgläsern schon eine ordentliche Portion - aber geschmacklich gab es an der Zusammenstellung nichts zu meckern...

Ich hoffe ja, dass es demnächst mal wieder ein paar Rezepte hier gibt - aber in letzter Zeit bin ich eher auf der "schnell, schnell"-Schiene, die dann nicht wirklich spannende Leckereien bedeutet, sondern eher große Standards... Aber ich glaube, den Bacon-Ziegenkäse muss ich demnächst unbedingt nochmal machen, der war wirklich superlecker!

Mittwoch, 25. Juni 2014

OPI "Mod about brights" Brights power

Nach der Taube letzte Woche, wird es diesen Mittwoch zumindest bei mir auch tierisch - allerdings genau wie die Farbe fast nicht weiter entfernt vom Taubenblau sein könnte, ist mein heutiges Tier auch so gar nicht vergleichbar mit dem Flatterviech... Böhmische Dörfer? Keine Sorge, die Aufklärung folgt gleich!

Aber erst einmal vielleicht zum heutigen Lack - mir war sehr schnell nämlich klar, dass es "Brights power" von OPI werden sollte, der heute hier auftaucht. Der Lack steht schon länger bei mir rum und ist jetzt auch nicht so der allerspannendste - Orange eben, ohne großes Schischi außenrum... Allerdings ist es nicht, wie man beim Blick auf das Fläschchen vielleicht vermuten würde, ein Cremelack, sondern eher ein jellyartiges und dementsprechend nicht so wirklich perfekt deckendes Finish, dass "Brights power" hier im Angebot hat.
Der Auftrag ist dafür wirklich himmlisch - die Konsistenz des Lacks ist grandios und er gleicht sich auch einfach von selbst aus, wodurch man sich den Topcoat tatsächlich sparen kann. Die Trockenzeit ist relativ kurz bis mittelmäßig, aber insgesamt ist das Lackieren mal wieder opitypisch sehr angenehm. Ich habe letztlich drei Schichten lackiert, weil mir nach zweien das Nagelweiß immer noch zu durchscheinend war - aber auch nach dieser dritten ist es nicht ganz perfekt abgedeckt (allerdings finde ich das hier auch gar nicht so tragisch, da man schon sehr genau hinsehen muss).
"Brights power" hat mich beim Fotografieren ein bisschen geärgert, weil er auf den Fotos viel zu rotstichig raus kam, also musste ich ein bisschen an den Farbeinstellungen drehen... Insgesamt hat der Lack vor allem im prallen Sonnenschein (den ich leider nicht zu Fotografierzeiten hatte) einen deutlichen Rotstich, allerdings handelt es sich wirklich um einen reinrassigen Orangeton. Je nach Licht, kommt er mal bisschen dunkler oder heller, aber tendenziell eher dem Rot als einem Gelb zugeneigt raus, ist aber sehr eindeutig auch als Orange zu identifizieren. Auf den Bildern kommt er jetzt auch so rüber, wie er tatsächlich auf den Nägeln aussieht - orangefarben eben!
Da mir das Orange aber nach einem Tag dann auch ein bisschen zu lahm war, habe ich erst einmal wie schon bei "Raspberry kiss" den goldenen Topper von agnes b. rausgeholt - das hat dem Ganzen doch schon ein bisschen mehr Flair verliehen, war aber noch nicht das Ende meiner Spielereien. Elena hatte vor inzwischen zwei Jahren mal eine Tigermani gezeigt und die ist irgendwie bei mir hängen geblieben - also musste (darum auch vorhin die Rede vom Tier) noch ein Streifenmuster auf die Nägel! Mit einem schwarzen Tippainter von essence war das auch recht zügig realisiert:
Das Muster ist jetzt weder ganz regelmäßig, noch irgendwie perfekt - hat mir aber trotzdem wahnsinnig gut gefallen. Erstaunlicherweise ging das an der rechten Hand dann auch noch ganz gut, so dass ich wirklich komplett betigert in der Gegend rumlaufen konnte. Das ist meinem Chef auch gleich aufgefallen und hat halbe Begeisterungsstürme hervorgerufen: Als alter Modellbauer war er gleich begeistert und meinte, dass das ja immer so schwierig sei, ordentliche und vor allem spitz zulaufende Linien zu malen - dass ich da nicht viel mit zu tun hatte und der Pinsel das "von selbst" gemacht hat, wollte er mir nicht so wirklich glauben...
Irgendwie sind die Streifen "nach hinten hin" also zum Ring- und Zeigefinger ein bisschen häufiger geworden - aber so ein echter Tiger ist ja auch nicht regelmäßig gestreift, also passt das schon irgendwie! Und ich muss sagen, dass mir die Mani mit diesem leicht goldglitternden Untergrund und dem "einfachen" Schwarz obendrauf als Kontrast wirklich supergut gefällt!

Die Haltbarkeit von "Brights power" war insgesamt mit drei Tagen doch durchschnittlich - allerdings muss man bei dem Lack ein bisschen aufpassen, die Nagelspitzen beim Lackieren mitzunehmen, sonst hat man schnell Tipwear. Ablackieren dann überhaupt kein Problem - ein bisschen schade fand ich es zwar um mein Tigerchen, aber ewig so rumlaufen konnte ich schließlich auch nicht!

Bei Cyw gibt es heute auch einen etwas älteren Kandidaten - ein tolles, feines Finish kann ich da schon erkennen und ärgere mich ein bisschen, dass ich ihn mir erst am Wochenende genauer ansehen kann...
jahreszeitenhaus.blogspot.de
So und bevor hier gleich eine quietschig-orangefarbene Galerie startet, wollt ihr sicher noch die Farbe für nächste Woche wissen... Die Runde neigt sich schon deutlich dem Ende zu, die Raterei wird immer einfacher (sind ja auch nicht mehr so viele Farben über!) und da wir zumindest um einen kleinen Kontrast bemüht sind, geht nächste Woche die Klopperei wieder los: Blau oder Grün - wir wollen Türkis!


Dienstag, 24. Juni 2014

Lustiges Erdöl mit Mango

Morgen wird es ja bei "Lacke in Farbe... und bunt!" orange und ich dachte mir, dass ich die Farbe ja durchaus auch in einem AMU aufgreifen könnte (ab und an versucht man ja vielleicht doch, so ein bisschen passend gestylt aus dem Haus zu gehen). Auf der Suche nach einem alltagstauglichen Orangeton (auf das quietschige Orange aus der Sleek "Acid" hatte ich keine Lust) landete ich dann bei "Mango" von Kosmetik Kosmo - daher auch der ominöse Titel dieses Posts.
Und da ich schon meine Kosmetik Kosmo "Palette" offen hatte, habe ich mich auch gleich bei weiteren Lidschatten bedient - soo ganz einheitlich Orange wollte ich ja schließlich nicht los. "Erdöl" ist immer eine gute, taupige Wahl und da ich "Koboldgelüste" letzte Woche schon benutzt hatte, kam er dieses Mal auch wieder zum Abdunkeln zum Einsatz.
Das Prinzip dieses Mal wieder ganz einfach - auf dem gesamten Lid habe ich einfach mit "Erdöl" grundiert und dann mittig auf dem Lid, damit man auch ein bisschen was von dem Orange sieht, "Mango" platziert. Im Außenwinkel und in der Lidfalte habe ich das taupige Erdöl dann mit "Koboldgelüste" abgedunkelt (schade eigentlich, dass dieser tolle grünliche Schimmer immer so untergeht). Ich dachte ja, dass Orange sich nicht so wirklich gut und bürotauglich kombinieren ließe - aber das ist mit dem feinen Taupeton doch gut gelungen.
Als Lidstrich habe ich einen dunkelbraunen Geleyeliner (von essence, einer meiner absoluten Lieblings-Standard-Liner) gewählt und dann nur noch die Wimpern getuscht und am unteren Wimpernkranz einen Hauch "Koboldgelüste" im äußeren Bereich aufgetragen. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir die Kombination von dem - zugegebenermaßen - eher dezenten Orange mit dem taupigen "Erdöl" so gut gefällt, aber ich finde es doch sehr stimmig un irgendwie passt das auch zu meiner Augenfarbe.

Auch wenn ich mal wieder verplant habe, meine Brauen in Ordnung zu bringen und sie da fröhlich vor sich hinwuscheln - ich muss wirklich mal öfters zu meinen Kosmetik Kosmo Lidschatten greifen, die Farben sind echt hübsch und lassen sich einfach auftragen! Und vielleicht schaffe ich es doch noch irgendwie, aus "Koboldgelüste" mal den grünen Schimmer so rauszukitzeln, dass man ihn wirklich gut erkennen kann...

Montag, 23. Juni 2014

Helsinki: Seurasaari

Während ich gerade hoffentlich an irgendeinem See sitze und in einem Buch schmökere (oder bei Gewitter auf einer Couch sitze und in einem Buch schmökere...), habe ich für euch noch ein paar Bilder aus Helsinki herausgesucht. Mehrfach empfohlen und dringend ans Herz gelegt wurde mir ein Besuch auf Seurasaari, dem Naherholungsgebiet von Helsinki, das auch ein Freilichtmuseum enthält.

Die kleine Insel ist gut mit dem Bus erreichbar - wir haben uns aber zu Fuß auf den Weg gemacht und uns auf dem Weg so einige Sehenswürdigkeiten in Helsinki angesehen. Bei gutem Wetter sind wir dann gemütlich auch nach Seurasaari gewandert, um uns dann entsprechend zu erholen. Die paar alten Bauwerke (zwei oder drei Häuser, die tatsählich 8€ für die Besichtigung gekostet hätten) und Holzboote fand ich jetzt nicht so überaus spanned, deswegen gibt es davon auch keine Bilder. Grundsätzlich finde ich Freiluftmuseen ja toll, aber die Exponate waren einfach ziemlich langweilig; der "Eintritt" auf die Insel ist ansonsten kostenlos.
Aber wir waren auch gar nicht so sehr auf Kultur aus, sondern viel mehr auf Erholung - und das geht auf Seurasaari wirklich gut! Schon kurz nach der Fußgängerbrücke, die uns auf die Insel brachte, ging das verzückte Gequiecke los, denn wir hatten die ersten Tiere mit Nachwuchs entdeckt! Zwei Gänse weideten (weiden Gänse?) da an einer kleinen Aussichtsbucht und man hatte wirklich eine perfekten Blick auf die kleinen flauschigen Küken - bei uns machte sich definitiv Erholung breit (das mag auch daran gelegen haben, dass wir erstmal gemütlich auf einer Bank Platz genommen hatte)!
Ein paar Minuten den Weg weiter landeten wir auf einer Reihen Felsen und die sahen auch einfach perfekt aus, um sich mal draufzusetzen und die Sonne zu genießen - wir haben da den Begriff "Naherholungsgebiet" wirklich sehr wörtlich genommen und versucht, uns so nah wie möglich zu erholen... Aber ab und an braucht man ja auch einen kleinen Szenenwechsel und wo sich ein vielversprechender Ausblick ankündigte, haben wir einfach beschlossen, ihn uns zu gönnen.

Da die Insel insgesamt recht stadtnah ist, ist dort auch viel einheimisches Getier zu finden - und Möwen ganz vornedran. Während sie "in" der Stadt aber meistens nur im Vorbeiflug zu beobachten sind, kann man sie hier beim Nisten, Putzen oder auch nur beim Rumgammeln oder ärgern anderer Vögel beobachten. In etwas weiterer Entfernung haben wir auch zwei Haubentaucher entdeckt - die waren dann aber doch deutlich menschenscheuer als die Möwenund so blieb es doch bei einer Begegnung in der Ferne... Aber so gemütlich auf ein paar Felsen sitzen und die Tierwerlt beobachten - daran könnte ich mich glatt gewöhnen.
Neben zahlreichen Wasservögeln, die wir nicht unbedingt alle auseinanderhalten konnten (ich bin schon stolz auf meine Haubentaucher-Identifizierung!), gab es eine Menge "wilder" Natur. Von Bäumen über Schilf und diverse Gräser wuchs da so einiges vor sich hin - ziemlich viel Grün eben. Aber an einem Steinhaufen-Abschnitt entdeckten wir dann auch ein bisschen was Buntes - ich tippe mal, dass das irgendwelche kleinen Stiefmütterchen sind, habe aber aufgrund meiner mangelhaften Florakenntnisse nicht... Aber hübsch finden kann man sowas ja auch ohne genaues Wisen!
Nachdem wir dann irgendwann tatsächlich genug rumgesessen hatte (zumindest für den Moment), wanderten wir weiter über die Insel. Obwohl das Wetter sehr gut und es inzwischen schon Nachmittag war, kamen uns gar nicht so viele Menschen entgegen - dafür entdeckten wir aber so einige mit Picknickutensilien auf Sonnenplätzen. Gerade, als wir wieder ein kleines Stück in dem Wald unterwegs gewesen waren, hörten wir sehr eindeutige Klopfgeräusche - das musste ein Specht sein! Schon vorher hatten wir einen in geraumer Enternung gesehen, der hat sich aber einen großen Spaß daran gemacht, immer dann wegzufliegen, wenn man ihn mal ein bisschen genauer hätte ansehen können.
Der "neue" Buntspecht war da nicht so schüchtern, sondern ließ sich von uns so gar nicht bei seiner Nahrungssuche stören. Er hopste zwar auch erst einmal ein bisschen um den Baum herum, aber als er dann eine interessante Stelle gefunden hatte, hat er ganz brav still gehalten. Wenn uns jemand beobachtet hätte - der hätte gedacht, wir haben eine Vollmeise. Da stehen zwei dumme Touris mit einer Kamera im Wald rum, glotzen wie dumm in die Baumkronen und schleichen dann "vorsichtig" um diverse Baumstämme rum, um dann mit lauter Entzückung einen Specht zu fotografieren... Man hätte denken können, wir haben noch nie ein "wildes" Tier gesehen!
Die Jagd auf Mr. oder Mrs. Specht war dann aber auch irgendwann zu Ende und natürlich schrecklich anstrengend - also musste die nächste Bank als Sitzgelegenheit und zum Ausruhen dienen. Nachdem wir uns am Ausblick erfreut hatten (das Sonnen-Wolken-Spiel tat da doch so seinen Teil dazu!), war definitiv Zeit für einen Nachmittagsschlaf... Und vor so einer Kulisse kann man dann auch mal gemütlich ein gutes halbes Stündchen auf einer Holzbank in der Sonne dösen! Gut gestärkt ging es dann aber irgendwann doch weiter - die Sonne hatte sich so langsam hinter einem Wolkenband versteckt und auch wenn wir es noch nicht wussten, kündigte sich da ein ordentlicher Regenguss an (der uns aber erst im Bus erwischte, was also vollkommen okay war). 

Wir stapften also zurück Richtung Ein - / Ausgang und wurden irgendwann von zwei Meisen und einem Eichhörnchen verfolgt - und "verfolgt" ist da wirklich wörtlich zu nehmen, ich bin mir ziemlich sicher, dass die auf Futter aus waren. Also Kamera gezückt, und losgeknipst - die Piepmätze waren leider zu hektisch, aber das Hörnchen war ein zuckersüßes Model!

Hinter uns kamen dann irgendwann tatsächlich noch ein paar Einheimische - und einer der Männer ging ernsthaft auf das Eichhörnchen, streckte die Hand hin und ließ sich vom Hörnchen beschnuppern. Ich wage mal die Prognose, dass die Tierchen da doch sehr zutraulich sind und sich schon an die Menschenbesuche gewöhnt haben... 

Alles in Allem muss ich sagen, dass sich ein kleines Ausflug nach Seurasaari definitiv lohnt - entweder, um dort gemütlich zu picknicken, sich zu sonnen und den Tag zu genießen oder auch, um sich ein paar Tierchen anzuschauen. Da man wirklich supereinfach mit dem Bus hinkommt und die Insel praktisch "in der Stadt" liegt, ist das wirklich der perfekte Ort für eine kleine Auszeit.