Sonntag, 7. Dezember 2014

Maybelline "Vinyl" 404 Black to the basics

Die Vinyl-LE von Maybelline ist ja schon ein paar Tage alt, allerdings habe ich von den vier Lacken bisher nur den Grauen und den Blauen komplett lackiert gezeigt. Die schwarze Variante hatte ich zwar auch schon mal lackiert, aber irgendwie das Knipsen vergessen, darum gibt's den heute nochmal mit einem Topper aus der aktuellen "Be brilliant!"-Le von Maybelline.

"Black to the basics" lässt schon vom Namen her vermuten, dass es sich um einen schwarzen Lack handelt. Im Prinzip wäre der auch schon in einer Schicht deckend (der Lack selbst ist angenehm cremig und ein kleines bisschen dickflüssig), damit das Finish aber ein bisschen ebener ist, habe ich zwei Schichten lackiert. Durch das Vinyl-Finish neigen die Lacke alle extrem dazu, sämtliche Unebenheiten, die sich irgendwo auf dem Nagel finden lassen, zu betonen und ein wenig lässt sich das mit einer zweiten Schicht ausgleichen (außer, man lackiert sich dann ein Fusselchen auf die Nägel - das sieht dann wieder selten doof aus).
Die Trockenzeit ist in Ordnung, der Lack zieht zwar zügig an und verliert sein beim Auftrag noch glänzendes Finish in wenigen Minuten, bis er aber komplett durchgetrocknet ist, dauert es dann doch ein bisschen... Das Finish selbst ist dann eben nicht wirklich glänzend, aber auch nicht matt, sondern ein leicht seltsames Zwischending und nach dem Abtrocknen kommen auch noch einmal diverse Unebenheiten deutlicher hervor (ein Ridgefiller könnte hier also hilfreich sein). Farblich ist das einfach ein satter Schwarzton, der aufgrund des ungewöhnlichen Finishs durchaus seinen Charme hat, mich aber aufgrund der kleinen Macken nicht so ganz vom Hocker haut. Auf die Entfernung wirkt der Lack klasse - aber bei genauerem Hinsehen macht sich das leicht unebene, nicht ausgleichende Finish bemerkbar.
Da ich dieses Mal aber eh nicht vor hatte, "Black to the basics" solo zu tragen (was aufgrund der doch empfindlichen Oberfläche sowieso nicht so wirklich empfehlenswert ist - der Lack sieht schnell angeschranzt aus), waren mir die kleinen Macken nicht so sehr ein Dorn im Auge (obwohl ich eigentlich doch deutlich lieber "schöne" Fotos gezeigt hätte). Die aktuelle "Be brilliant!"-Kollektion  wartet ja mit vier Glitzerlacken auf ("Light it up" gab es am Freitag zu sehen) und da "Spark in the night" auch eine klare Base hat, war eine schwarze Base die einfachste Wahl. Eigentlich dachte ich ja an ein Glitzergradient oder ähnliches - aber das sah aufgrund des Vinyl-Finishes, das die Grenze zum Topper dann besonders deutlich machte, doof aus, also kam der Topper einfach komplett auf die Nägel.
Im Gegensatz zu "Light it up" wirkt "Spark in the night" schon im Fläschchen deutlich dunkler, obwohl sie beide "nur" Glittertopper ohne eingefärbte Basis sind. Allerdings enthalten sie deutlich unterschiedliche Glitzerpartikelchen und wirken auf den Nägeln auch komplett anders. Der Funke in der Nacht enthält drei unterschiedliche Größen an hexagonalem Glitter: Die größten Glitterteilchen sind in Pink und Rosé gehalten, wobei gerade die roséfarbenen auch öfters mal den Eindruck von reinem Silber hinterlassen. Die mittelgroßen gibt es in Blau, Grün und Gelbgold und die kleinsten Partikelchen sind in Orange und Lila gehalten - definitiv Farbkombinationen, die ich spontan nicht an Glitzer zusammengeworfen hätte. Das Ergebnis kann ich allerdings sehen lassen.
Der Basislack ist ziemlich vollgepackt mit dem Glitter, sodass man problemlos viele Teilchen auf den Pinsel und auch auf die Nägel bekommt. Die kleinen und mittleren Partikelchen verteilen sich ganz einfach, lediglich bei den Großen neigt man ab und an dazu, sie beim mehrfachen drüberstreifen wieder mit abzuziehen - aber das ist bei Glitter ja kein Novum. Nach den großen Teilchen muss man auch nicht fischen, die finden sich von selbst auf dem Pinsel ein und wenn man Wert darauf legt, bekommt man bestimmt auch eine halbwegs gleichmäßige Verteilung hin - aber das muss ja nicht immer sein.
Das Ergebnis finde ich durchaus interessant, vor allem, weil die Farbzusammenstellung eben nicht gewöhnlich ist und ein bisschen mit Kontrasten (z.B. Blau und Orange als Komplementärfarben im Glitter) spielt. Ich weiß nicht, ob mir in dem Lack tatsächlich etwas fehlt oder ich einfach die Zusammensetzung ungewohnt finde - "Spark in the night" ist auf jeden Fall interessant. Und, natürlich, eine kleine Zicke beim Ablackieren - aber das ist ja bei Glitterlacken allseits bekannt. "Black to the basics" ist dafür ganz harmlos und brav und saut mir zumindest meine Nägel nicht ein - aber trotzdem werden wir nicht beste Freunde.

"Black to the basics" und "Spark in the night" wurden mir kosten- und bedingungslos von Maybelline zur Verfügung gestellt.

Kommentare:

  1. Danke für diesen tollen, ausführlichen Post!
    Die Farbe finde ich richtig schön und dann in Kombination mit dem Glitzer
    finde ich es noch schöner und vor allem festlicher :)
    Liebe Grüße ♥

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    1. Schwarz geht ja eigentlich echt immer - aber der Glittertopper gefällt mir echt gar nicht so schlecht. Und er wird definitiv ein bisschen festlicher damit :)

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  2. Ich find's klasse! :) Bei mir landet ja auf Schwarz auch immer irgendein Topper... Da passen diese Glitzerlacke wirklich prima. :D

    LG Lotte

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    1. Also so pures Schwarz mit tollem Glanz kann man durchaus auch mal so tragen - aber natürlich ist das einfach prädestiniert für Glitzertopper :)

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  3. Mit der Vinyl Kollektion konnte ich mich gar nicht anfreunden. Aber mit dem Glitzerlack sieht es toll aus! :)

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    1. Ich werde mit denen irgendwie nur bedingt warm - aber das Schwarz geht halt als Basis gut ^^

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