Donnerstag, 20. November 2014

Sesam-Kekse mit Dinkelmehl

Ab und zu ist es ja durchaus sinnvoll, mal in den einen oder anderen Newsletter zu schauen - zugegeben, ich tue das vorwiegend, wenn ich gerade besonders viel Zeit habe oder nicht weiß, womit ich meine Zeit sonst totschlagen soll. Letztens fiel mir dann ein Rezept für Sesam-Kekse von Rossmann in die Hände (und ich gestehe, dass ich gar nicht wusste, dass Rossmann eine Rezepte-Seite hat!) und da ich die Zutaten zu Hause hatte und das Rezept eigentlich ganz einfach klang, habe ich mich mal (mit ein paar kleineren Änderungen) ans Backen gemacht...
Zutaten

500g Dinkelvollkornmehl
200g Zucker
200g Sesam
50g Sonnenblumenkerne
100g Margarine
50ml Wasser
2 TL Zimt
3 Eier
Salz

Die Margarine in einem Topf schmelzen, dann den Sesam dazugeben (im Originalrezept steht zwat etwas von rösten - aber dafür ist das viel zu viel Fett!). In der Zwischenzeit Dinkelmehl, Zucker, Zimt, Sonnenblumenkerne und Salz in einer Schüssel vermengen. In einer zweiten Schüssel die Eier kurz aufschlagen, dann die Mehlmischung in Portionen (etwa 3 Esslöffel auf einmal) unterkneten, ab und zu auch einen Löffel der Sesam-Masse. So bekommt man zumindest eine halbwegs akzeptable Konsistenz und ärgert sich nicht erst mit staubtrockenem Teig herum, in den man dann den fettigen Sesam einknetet.

Ich habe dann noch 50ml Wasser dazugegeben, weil mir der Teig ohne einfach zu staubig und gar nicht geschmeidig war - das hängt aber natürlich auch von der Größe der Eier ab. Ich habe meinen Teigkloß dann in zwei Hälften geteilt, eine Kugel auf einem Backblech ausgerollt und dann in Rauten geschnitten (angeblich kann man sie auch ausstechen, aber darauf hatte ich keine Lust und mein Teg sah mir nicht so wirklich danach aus) - man könnte also durchaus darüber nachdenken, die Hälfte oder ein Drittel der Teigmenge zu nehmen. Laut Rezept sollen die Kekse dann bei 220 Grad etwa eine halbe Stunde in den Ofen - ich habe meine nach 15 Minuten mal angeschaut und vorsichtshalber rausgeholt, sie waren an den Ecken nämlich schon angekokelt.
Die zweite Fuhre wurde dann bei etwa 190 Grad knappe 20 Minuten gebacken, was eine gleichmäßig gebräunte Oberfläche ohne Brandspuren ergab - an dieser Stelle würde ich also dem Rezept nicht so wirklich glauben... An den Schnittstellen kann man die Kekse dann gut auseinanderbrechen und sie in einer Keksdose deponieren. Im Nachhinein muss ich sagen, dass mir meine wohl doch ein bisschen zu groß geraten sind, aber gesunde Kekse kann man ja durchaus auch in größeren Portionen zu sich nehmen, oder?
Geschmacklich kommt mir leider der Zimt hier zu kurz - ich habe die Zimtmenge schon erhöht, beim nächsten Mal würde ich aber tatsächlich noch mindestens einen weiteren Teelöffel dazugeben. Ansonsten sind die Kekse recht lecker - am besten schmecken sie natürlich frisch aus dem Ofen, wenn sie noch ein bisschen warm sind (und nicht angebrannt...). Der Sesam kommt recht gut raus, die Sonnenblumenkerne gehen dafür ziemlich unter. Ein "gesunder" Grundton kommt einfach durch das Dinkelmehl und obwohl da doch so einiges an Zucker drin ist, sind die Kekse nicht aufdringlich süß (um sie ein bisschen runder zu machen, könnte man auch glatt den Zucker gegen Honig oder Agavendicksaft tauschen - den dann zu den Eiern geben!).
Nachdem man auf der Arbeit meine Kekse erst misstrauisch beäugt hat ("Ach, die hast du selbst gemacht? Ich dachte, die wären gekauft... Okay, dann will ich doch einen!"), war man nach der ersten Kostprobe doch ganz angetan: Nicht zu süß, schön sesamig und definitiv ein Nachgreifkeks. Wir waren uns aber alle doch einig, dass die Kekse geschmacklich einen eindeutigen "gesunden" Einschlag haben und man sie sicherlich noch ein wenig "ungesunder" würzen könnte. Zur Haltbarkeit kann ich sagen, dass sie inzwischen seit vier Tagen in einer Blechdose liegen und noch immer eine gute Konsistenz haben und nicht bretterhart geworden sind (insgesamt ist das ja gut ein Kilo Teig geworden....). Beim nächsten Mal gibt es aber definitiv eine kleinere Fuhre und vielleicht ein paar Lebkuchengewürze dazu oder so...

Kommentare:

  1. Hört sich lecker an! Ein <3 für Dinkel ;)

    lg

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    1. Ich finde ja, dass Dinkel manchmal ein bisschen zu... körnermäßig schmeckt, aber zumindest einen Teil Dinkelmehl kann man eigentlich immer nehmen :)

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  2. Yum yum yum! :) Das klingt genau richtig für mein Dadchen, ich glaube, die muss ich auch mal machen.

    LG Lotte

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    1. Aber bitte nicht gleich aus einem halben Kilo Mehl ^^ Die sind wirklich lecker, aber so viel mampft man nicht gar so schnell weg...

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  3. Oh ja, von Zimt kann ich auch nie genug bekommen und in Kombination mit Sesam stelle ich mir das äußerst spannend und lecker vor.

    Liebe Grüße :)

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    1. Hach, ich hätte da noch viel mehr Zimt reinhauen sollen - sonderlich zimtig sind die nämlich leider nicht :( Aber der Sesam kommt gut durch!

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