Donnerstag, 27. November 2014

Gefüllter Hokkaido

Bei Alice hatte ich den gefüllten Hokkaido schon Ende September entdeckt, kam aber bisher irgendwie nicht dazu, ihn nachzukochen (die Zeit, die Zeit... und die Menge Hokkaido!). Letztes Wochenende waren die Ausgangsbedingungen dann perfekt: Samstag Zeit und Lust zum Kochen, für Sonntag noch kein anderes Mittagessen geplant - also ab in die Küche... Um dann gleich wieder zurück an den PC zu flitzen und ein bisschen zu recherchieren, wie ich denn am besten würze, wenn ich keinen Kürbiskönig habe. Da kam mir dann dieses Rezept ganz recht, das ich nach einem Blick auf den echten Kürbiskönig ein bisschen abgewandelt habe.
Zutaten Kürbis:

1 Hokkaido
ca. 300g Hackfleisch (abhängig von der Größe des Kürbises)
170g Cherrytomaten
100g Crème Fraîche
2 Frühlingszwiebeln
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Tomatenmark
4 TL Kürbisgewürz, selbstgemacht

Zutaten Kürbisgewürz:

50g Kokosflocken
40g Meersalz
20g Zucker
2 TL Knoblauchgranulat
2 TL Ingwerpulver
1 TL Kurkuma
1 TL mildes Paprikapulver
1 TL Zimt
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Koriander
1/2 TL Kardamom
1/2 TL schwarzen Pfeffer
Mark 1/2 Vanilleschote
1/2 TL Cayennepfeffer

Für das Kürbisgewürz einfach alle Zutaten zusammenmischen und entweder im Mörser klein mahlen (dann empfiehlt es sich, die pulvrigen erst am Ende dazuzugeben) oder eben in einem Zerkleinerer kleinhäckseln.

Vom Hokkaido den Deckel halbwegs gerade abschneiden (dabei habe ich total versagt, aber das ist egal), die Kerne herausholen und gegebenenfalls am Boden ein Stück abschneiden, damit der Kürbis gerade steht. Deckel wieder draufstellen, in eine Auflaufform geben (ich habe etwas Öl in die Form geträufelt) und bei 180 Grad etwa 20 Minuten lang in den Ofen schieben. Beim nächsten Mal werde ich wahrscheinlich den Kürbis innen schon ein bisschen würzen, damit das Kürbisfleisch ein wenig mehr Geschmack annimmt, aber dieses Mal war der Kürbis innen unbearbeitet.
In der Zwischenzeit in einer Pfanne mit einem kleinen Schuss Öl das Hackfleisch anbraten, dann die kleingeschnittenen Zwiebeln und den Knoblauch dazugeben (ich mag lieber nicht-verbrannte Zwiebeln). Das bisschen Restfleisch vom Kürbis habe ich kleingeschnitten und mit den Frühlingszwiebeln auch zum Hack gegeben, dann alles großzügig mit vier gehäuften Teelöffeln von dem Kürbisgewürz gewürzt (da das doch eine gewisse Menge an Salz enthält, kann man sich das Salzen ansonsten eigentlich sparen). Das Tomatenmark und die Crème Fraîche unterrühren, dann noch die geachtelten Cherrytomaten (in Ermangelung normaler Tomaten) dazugeben und etwas mitbraten, bis der Kürbis soweit ist.
Den Kürbis aus dem Ofen holen, mit der Hackfleischmischung befüllen, den Deckel wieder draufsetzen und nochmal etwa 20 Minuten backen. Danach geht es an interessante Versuche, den Kürbis möglichst geschickt mit der richtigen Menge an Hackfleischfüllung zu genießen - und ich habe einfach ganz platt vor mich hingestochert und den Rand so langsam abgebaut. Sicherlich hätte man auch Scheiben schneiden können, der Kürbis ist dazu weich genug, aber irgendwie war mir das zu aufwändig und vor allem viel zu lecker, um mir irgendwelche komplizierten Ess-Varianten zu überlegen.

Diese Kürbiswürzmischung ist nämlich aus meiner Sicht der absolute Hammer - ein leichter Kokosgeschmack gepaart mit würziger Schärfe, einfach perfekt für das Hackfleisch (und ja, man hätte sich den Kürbis eigentlich sparen können und nur die Hackfleischfüllung mampfen, aber... nun war der Kürbis halt schonmal da!). Die würzige Füllung harmoniert auch perfekt mit dem Hokkaido, der jetzt nicht gerade den dominantesten Eigengeschmack hat und da man ja irgendeine Beilage braucht, geht Kürbis einfach ganz gut. Generell könnte man aber sicher auch Zucchini, Kartoffeln oder auch irgendwas anderes füllen oder, was einfacher aber nicht so fesch anzusehen ist, einfach den Kürbis in Würfeln zum Hack geben.

Ich bin auf jeden Fall von der Füllung wirklich begeistert, das wird es bei mir künftig noch öfters geben - und wenn ich noch jemanden zu einer kleinen Kürbisrunde überreden kann, versuche ich es sicher auch noch einmal mit dem gefüllten Hokkaido. Lecker war das nämlich auf jeden Fall - aber mein kleiner Hokkaido (ich habe zwar 500g Hackfleisch angebraten, aber nur etwas mehr als die Hälfte hat in den Kürbis gepasst!) hat für drei Lena-Mahlzeiten gereicht...

Kommentare:

  1. Mich könntest du zur Runde überreden :) Und ich glaube der Kürbisbaron entspricht dem Kübriskönig recht exakt. Dass Kokos dazu schmeckt hätte ich mir nie träumen lassen, aber es ist himmlisch!!!!!!

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    1. Der Baron ist halt ohne Cayenne und Zucker, darum hab' ich das noch dazugepackt - aber ich war am Anfang auch sehr skeptisch, ob dieses Kokoszeug wohl schmecken würde... Aber mein lieber Schieber, das ist wirklich wahnsinnig gut! Danke, danke, danke für dieses Rezept :)

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  2. Lecköööööör! Ich will auch! Gibt es Kürbis auch noch im März?! :-)

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    1. Tendenziell eher nicht - aber jetzt einen kaufen und lagern ist kein Problem :)

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  3. Das gibt es am Wochenende. Ohne die Kürbiswürzmischung, aber nur weil ich kein Kokos mag und paar andere Gewürze nicht extra kaufen mag. Und ich werd wohl Pilze statt Tomaten nehmen, weil ich auch keine Tomaten im Haus hab. *lol* Dazu muss ich endlich mal den Dampfgarer einweihen und dann ess ich Reis dazu.

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    1. Es schmeckt nicht wirklich intensiv nach Kokos, sondern einfach sehr rund - aber wenn man das nicht mag, muss man es nicht riskieren ^^ Ich hab' halt echt alles zu Hause gehabt und muss sagen, dass die Gewürzmischung echt bombig ist!

      Was die Füllung angeht, kann man ja nehmen, was man mag :) Hauptsache lecker :P

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  4. Wow das klingt mal wieder lecker.
    Vielleicht schaff ich es ja doch noch Kürbis zu kochen :-D

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    1. Ja, das hat Alice echt lecker gemacht :)

      Probier' das einfach mal - es lohnt sich wirklich, wirklich, wirklich!

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  5. eeeeeendlich das rezept zum instagramm-bild... hört sich interessant an, ganz anders als erwartet. ;D
    werde das auf jeden fall probieren - auch auf die gefahr hin dass das kind streikt... >.<

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    1. Jap, meine Variante zu dem Rezept von Alice :) Es schmeckt mir auf jeden Fall wahnsinnig gut, darum kann ich das persönlich einfach nur weiterempfehlen - aber das liegt natürlich auch daran, dass ich Kokos gerne mag :)

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