Dienstag, 1. Juli 2014

Isana Nagellackentfernerpads acetonfrei

Eigentlich bin ich ja keine Anhängerin von acetonfreien Nagellackentfernern - ich habe da immer das Gefühl, dass meine Nägel besonders trocken werden, obwohl ja eigentlich das Gegenteil der Fall sein sollte... Wie schon letztes Jahr im "All time Lieblinge"-Post erwähnt, benutze ich stoisch einfach den grünen Nagellackentferner von Isana und bin mit dem zufrieden: Günstig, kriegt alles entfernt, gut ranzukriegen (wenn man einen Rossmann in der Nähe hat) - perfekt!

Naja, sagen wir: Fast perfekt. Denn die 250ml Flasche ist für Reisen nicht so wirklich handlich. Als Lotte dann in ihrer Rossmann-Box die Nagellackentfernerpads von Isana hatte und sie nicht haben wollte, habe ich an meine anstehenden Reisen (Helsinki, Urlaub mit der Familie, generell kurze Dienstreisen) gedacht und mir die Teilchen unter den Nagel gerissen - ausprobieren kann ja nicht schaden und wegschmeißen kann man sie ja immer noch!

Das kleine Döschen mit 30 Pads ist, wenn ich mich nicht irre, für 99 Cent bei Rossmann zu haben. Mit seinen 6cm Durchmesser und etwa 3,5cm Höhe passt das Plastikdöschen theoretisch sogar in die Handtasche und ist wirklich zum Mitnehmen perfekt.

Da ich doch anfangs sehr skeptisch war, habe ich die Pads natürlich erstmal daheim getestet und muss sagen, dass ich sie gar nicht so übel finde. Sie sind sicherlich nicht perfekt (ich werde zumindest keine gliterlastigen oder gar Sandlacke mit den Teilchen ablackieren) und werden nicht meinen normalen Entferner ablösen, aber sie machen ihre Sache ganz ordentlich und sind für unterwegs ab jetzt fest eingeplant.

Ein kleiner Blick auf die Inhaltsstoffe: "Mit pflegendem Öl" sollen sie sein - beim Blick auf die Inhaltsstoffe sucht man aber den Begriff "oil" vergeblich. Da sind zwar Lipide drin, aber ich würde das nun nicht Öl nennen...

Dass der Duft nun wirklich "fruchtig" ist, wie versprochen, würde ich auch nicht sagen - aber sie riechen schonmal nicht wie normaler Lackentferner und insgesamt auch nicht übel: Ein bisschen pudrig, ein wenig seifig, etwas süßlich - definitiv akzeptabel. Die Pads muss man ein bisschen aus dem Döschen fitzeln, weil sie recht "eng" aufeinander liegen und fängt dann an, sich den Lack von den Nägeln zu schrubbeln. Und während mein erster Gedanke "Ist bissl trocken, das Pad..." war, folgte nach einem halben Nagel der "Huch, ist das aber ölig!"-Gedanke.
 
Irgendwie kommt aus diesen Pads wirklich erstaunlich viel ölige Substanz, die sich beim Ablackieren fleißig auf Nägeln und auch Nagelhäuten (oder sogar Fingern) verteilt.

Ich finde das im Vergleich zu eher austrocknenden Entferner nicht schlecht - es hat nur den Nachteil, dass man sich nach dem Ablackieren kurz die Hände waschen muss (was ich aber sowieso jedes Mal nach dem Ablackieren tue), da auf fettigen Nägeln neuer Lack nicht gar so gut hält.

Bei normalem Creme- oder Schimmerlack reichen ein bis zwei Pads - die dünnen Teilchen schlucken den Lack nämlich ganz gut und verschmieren den Lack auch nicht auf den Nägeln. Mit dem ersten Pad bekomme ich mindestens 8 Nägel (manchmal auch alle, je nach Lack) ziemlich sauber, mit dem zweiten werden dann nochmal irgendwelche Überbleibsel abgewischt und bei Bedarf die restlichen Nägel ablackiert. Man kann ein "angeschmutztes" Pad auch einfach wieder in die Dose packen und beim nächste Mal weiterverwenden - das trocknet nicht so schnell aus wie ein Pad mit normalem Entferner. Die 30 enthaltenen Pads reichen also für mehrere Ablackiervorgänge - bei harmlosen Lacken.

Hat man besonders sperrige, also glitterlastige oder sandige Lacke, wird das dünne Pad sehr beansprucht und zerfleddert leicht - da braucht man dann mehr Pads oder nimmt einfach einen normalen Entferner. Der Entferner an und für sich würde das wohl schaffen, aber da eben die "Unterlage" so dünn ist, gibt hier das Material zügig auf. Insgesamt muss ich aber wirklich sagen, dass mich die Pads als Reise-Utensil überzeugt haben und nachgekauft werden, wenn meine Dose leer ist! Hat von euch schon jemand die Teilchen ausprobiert?

Kommentare:

  1. Hey, da hatte das ja was Gutes! :) Ich hab mal die von Ebelin gehabt und die haben mir irgendwie gar nicht gefallen... Aber ich kann mich nicht erinnern, ob sie auch Öle enthalten haben. Ich glaube, die von Ebelin haben meine Nägel ganz schön ausgetrocknet.

    LG Lotte

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    1. Ja, da hattest du echt was Gutes - Gott sei Dank hast du es mir überlassen :P

      Meine Bedenken, dass das so extrem austrocknen würde, kamen ja auch von den bisherigen Erfahrungen mit acetonfreien Entfernern - aber hier ist das eindeutig nicht der Fall, mit dem ganzen Geöle kann ja eigentlich auch nichts trocken werden...

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  2. ich habe die mal als zugabe zu gewonnenen lacken bekommen, und leider trocknen die meine nägel und die nagelhaut auch ganz schlimm aus. außerdem hinterlassen die immer so weiße spuren... die reinigungsleistung an sich ist ok, für acetonfreien entferner halt, aber da ich so "herkömmliche" entferner eh nur mit der alu-methode für glitzer u sand benutze, verstauben die pads jetzt bei mir... bedarf? ;)

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    1. Echt, trotz diesem ganzen öligen Film trocknen die deine Nägel aus? Oha und weiße Spuren? Das hatte ich durchaus mal bei normalem acetonfreien Entferner, aber bei diesen Pads definitiv noch nie! Seltsam sowas - aber da kann ich dann auch verstehen, wenn sie bei dir verstauben... Falls du sie loswerden willst, nehme ich sie gerne :)

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  3. Also ich war von diesen Entfernerpads leider so gar nicht begeistert. Ich habe die gleich in die Tonne getreten ^^

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    1. Was war denn bei dir nicht so gut? Ich war ja anfangs auch sehr skeptisch - dünn, gefühlt recht trocken... Aber beim Ablackieren haben sie mich dann doch überzeugt (außer eben für strukturierte Lacke), zumindest für unterwegs.

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  4. Also ich finde sie in manchen Situationen super :) hab welche die wirklich nur nach frucht riechen und dann lackiert man dochgern. Bei mir trocknet meine nagelhaut nicht aus. Die ölige angelegenheit wasche ich auch mit wasser ab :D

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    1. Dann lackiert man doch gerne ab * :D doofes handy

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    2. Welche hast du denn? :) Fruchtiger Duft wäre ja auch durchaus noch ein kleiner Pluspunkt, aber so lange das nicht übelst mieft, kann ich mit den meisten Düften beim Ablackieren leben :P

      Wenn man gleich wieder lackieren will, kommt man ja auch nicht drum herum, die Hände erstmal sauber zu machen... Aber das mache ich eigentlich bei normalem Entferner auch^^

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  5. Ich hab diese Pads auch. Leben in der Innentasche meiner Handtasche falls mir mal der Nagellack auf Arbeit so abplatzt, dass ich damit nicht leben kann. ^^

    Für normale Cremes finde ich die vollkommen in Ordnung, auch wenn mich bisschen das Ölige irritiert, aber das kann man ja abwaschen. :D

    Davon abgesehen: normale actetonfreie Nagellackentferner trocknen meine Nagelhaut (und Nägel selbst) auch schlimmer aus als ihre acetonhaltigen Gesellen.

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    1. Ich habe auch schon überlegt, ob ich mir nicht eine Dose auf die Arbeit stellen soll - aber dann müsste ich auch einen Lack auf der Arbeit haben ^^

      Diese extreme Ölentwicklung (oder eher -freisetzung) hat mich auch sehr irritiert, aber jetzt finde ich das gar nicht soo schlecht, vor allem sind meine Hände und Nägel danach eben nicht trocken.

      Aber witzig, dass das bei dir auch so ist mit den trockenen Nägeln bei acetonfrei - eigentlich sagt man ja, dass genau das das Problem bei acetonhaltigem Entferner ist, bei mir ist da aber auch genau das Gegenteil der Fall...

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  6. ich hab damit irgendwie nix abbekommen. Aber aufgrund deiner Meining werd ichs nochmal probieren...

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    1. Mit was für einem Lack hast du dich denn rumgeärgert? Also bei Glitzer und Sand hatte ich auch ein paar Probleme, aber normale Cremelacke gingen eigentlich problemlos runter...

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