Dienstag, 3. Juni 2014

Ein Plädoyer für "mittelmäßige" Produkte - oder zumindest Berichte darüber

Wir kennen das wohl alle - man sieht in der Werbung oder im Laden ein neues Produkt, die Verpackung verspricht den perfekten Teint, schillernde Farbe, tagelange Haltbarkeit, bombastisches Volumen oder auch den ewigen Jungbrunnen. Vernünftig, wie man ist, sucht man erstmal im Netz nach Blogbeiträgen und weiteren Rezensionen - und stößt vielleicht auf nur wenige Informationen, von denen die meisten (wenn nicht sogar alle) positiv sind. "Klasse," denkt man sich, "muss ein grandioses Produkt sein!", und stiefelt los, um das Monatsgehalt oder Taschengeld sinnvoll zu investieren.
http://lenas-sofa.blogspot.de/2013/04/manhattan-eyemazing-effect-eyeshadow.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2013/04/cosy-lips-designer-lipbalm-fing-angry.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2012/12/agnes-b-lidstift-metallic-pures-gold.html
Zu Hause angekommt stellt man dann nach der ersten Benutzung fest, dass das komische teure Ding doch nicht so toll ist - aus der Packung weht einem der Duft nach geschmolzenem Plastik entgegen, auch in der hellsten Variante ist die Foundation viel zu dunkel und orange, von Deckkraft ist weit und breit nichts zu sehen, so richtig trocken wird es auch nicht und die Klumpen auf den Wimpern haben wenig mit Volumen zu tun... Man ist ein bisschen erstaunt und fragt vielleicht bei einer befreundeten Bloggerin nach, von der man weiß, dass sie das Produkt auch hat - und siehe da, sie findet das Teil auch nicht so toll; hatte zwar schon mal darüber nachgedacht, ein Posting zu schreiben, aber irgendwie ist das nichts geworden...
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/02/der-konstruktionsfehler-im-eos-lipbalm.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2013/12/essence-into-wild-bongo-drums.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/06/die-blinde-kommissarin-patrizia-rinaldi.html
Ich glaube, dieses Problem kennen wir alle - man schreibt ja doch lieber etwas über die Produkte, die man gerne nutzt und mit denen man zufrieden ist. Das geht meistens auch ganz einfach, man kann von der Konsistenz, dem Hautgefühl, der tollen Farbe schwärmen und über Komplimente berichten, die man zu dem tollen AMU, Nailart oder auch zu den wahnsinnig schwarzen Wimpern bekommen hat. Die Mühe, über ein "mittelprächtiges" Produkt zu schreiben, Bilder zu machen und eine nachvollziehbare, möglichst sogar objektive Kritik zu schreiben - das schiebt man gerne vor sich hin und befasst sich lieber mit Dingen, die man hübsch findet und gerne mag.
http://lacquediction.blogspot.de/2014/04/catrice-eyeliner-pen-waterproof.html http://lacquediction.blogspot.de/2014/05/tetesept-sinnensalze-farbenspiel.htmlhttp://lacquediction.blogspot.de/2014/04/rival-de-loop-young-nagel-sticker-black.html
In der Wissenschaft ist schon längst bekannt, dass der Publikationsbias, also die Verzerrung, die durch die bevorzugte Veröffentlichung von positiven, "guten", erwarteten oder signifikanten Ergebnissen entsteht, gravierende Auswirkungen hat: Viele Effekte werden gnadenlos überschätzt und es entwickelt sich eine Aufwärtsspirale, da nur noch Erkenntnisse veröffentlicht werden, die die vorherigen bestätitigen oder sogar besser sind - und ähnliches gilt auch für Bloggerhausen. Liest man irgendwo eine positive Review, auch wenn sie nur ein Kurzeindruck ist, neigt man schonmal dazu, ein bisschen darüber nachzudenken, ob man nun wirklich den eigenen, nicht gar so begeisterten Eindruck veröffentlichen will (man denke hier z.B. an die massive positive Resonanz, die bei der Markteinführung von Aussie die Dashboards flutete - und so einige negative Langzeitberichte).
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/05/ein-plotzlicher-todesfall-jk-rowling.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/05/balea-totes-meer-salz-ol-peeling.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/05/balea-7-tage-energie-kur.html
Schließlich kostet es auch Zeit und Nerven, sich mit diesem "schlechten" oder auch nur mittelprächtigen Produkt auseinanderzusetzen und letztlich ist es auch dann "Werbung" für das Produkt, obwohl man davon nicht begeistert ist. Ich überlege mir auch oft, ob ich nun wirklich noch etwas über das anstrengende, uninspirierte Buch oder die langweilige Gesichtsmaske schreiben will, meinen Senf zu der total durchschnittlichen Creme abgebe oder erwähne, dass ich eine Bodylotion echt nicht toll fand, weil sie ewig zum Einziehen brauchte. Bei besonders schlechten Erfahrungen schreibt man vielleicht noch aus Ärger oder Enttäuschung - aber diese langweiligen, funktionierenden, aber nicht besonderen Produkte bleiben doch unerwähnt und fallen unter den Tisch. Was übrig bleibt, sind die (wenigen) positiven Postings, die dann doch nur eine verzerrte Sicht auf diese Produkte werfen und einen Eindruck erwecken, der eben nicht ganz zutreffend ist.
http://lenas-sofa.blogspot.de/2014/05/misslyn-sweet-summer-312-seaside.html http://lenas-sofa.blogspot.de/2013/12/luvos-shampoo-spulung-mit-naturlicher.htmlhttp://lenas-sofa.blogspot.de/2014/01/vipurel-body-shape-serie.html
Viele positive Reviews erwecken ja auch den Eindruck, dass das Produkt einfach toll ist - und wenn es bei einem selbst dann nicht "funktioniert", neigt man durchaus dazu, zu glauben, man wäre eine Ausnahme oder würde etwas falsch machen. Häufig ist aber gerade das nicht der Fall, denn viele andere finden genau dieses Produkt auch eher "normal" und nicht außergewöhnlich. Natürlich wird an vielen Stellen vielleicht sehr subjektiv bewertet - aber  häufig ist es doch dieser individuelle, subjektive Eindruck, der die Meinung von Bloggern so besonders und hilfreich macht. Werbeversprechen sind das eine, persönliche Erfahrungen eine ganz andere Sache - und die müssen eben nicht immer positiv sein und Produkte in den höchsten Tönen loben.

Das Ganze soll jetzt keinesfalls ein Aufruf zum Schlechtmachen von Produkten sein - sondern vielmehr ein kleiner Denkanstoß: Je mehr Rezensionen und unterschiedliche Meinungen es gibt, umso eher kann man sich auch ein verlässliches Bild machen und eine hoffentlich gute Entscheidung treffen - eben auch bei nur mittelmäßigen Produkten. Und ich gestehe: Ich muss auch meinen inneren Schweinehund überwinden, und mal ein paar Worte zu nicht herausragenden Gesichtscremes, Handcremes, Mascaras oder anderen dekorativen oder Pflegeprodukten verlieren...

Kommentare:

  1. Toller Post und toller Denkanstoß!
    Du hast absolut recht mit deinen Worten, auch ich schreibe nicht wirklich oft über schlechte Produkte! Da muss es schon ein absoluter Reinfall sein!
    Aber oft sind Produkte nicht richtig schlecht, sondern eben einfach mittelmäßig - sie machen ihren Job weder besonders gut noch besonders schlecht, und ich weiß gar nicht so richtig was ich darüber schreiben soll, weil sie eben nicht herausragen. Oder ich vergesse sie schlicht und einfach.
    Ab jetzt werde ich versuchen, auch mal mittelmäßigen Produkten einen Post zu widmen - evt. ein Sammelpost mit Kurzreviews!?
    Danke auf jeden Fall für die Anregung!
    Liebe Grüße,
    Evelyne

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    1. Ich merke das ja bei mir selbst - da grübele ich, ob ich nun was zu der Gesichtscreme schreiben soll... Aber was schreibe ich da? "Hat gecremt" ist ja irgendwie eine wirklich wenig informative Aussage - aber deswegen ist sie ja noch lange nicht unwichtig... Und meistens kommt da ja auch ein besseres Produkt daher und man schreibt lieber was zu dem Tollen - oder manchmal auch zu dem richtig schlechten ^^

      Sammelposts oder Kurzreviews sind auf jeden Fall eine gute Idee - ich weiß selber nicht, wie ich das nun genau umsetzen will oder werde, aber mir sind in letzter Zeit einfach viele "normale", "mittelmäßige" oder "durchschnittliche" Produkte über den Weg gelaufen und da ist mir das einfach aufgefallen.

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  2. Gute Idee! Mir ist das gar nicht bewusst gewesen, aber es leuchtet ein. Ich schreibe wenige Reviews, denke aber, dass ich meinen Lesern und mir selbst die Ehrlichkeit schuldig bin. Andererseits denke ich oft: Vlt. ticke ich anders? Manchmal ist das gar nicht so unberechtigt - aber dann kann man das reinschreiben. In meiner neusten Kritik zu einem Konzert habe ich auch versucht zu differenzieren: Die Musiker waren toll, aber das Stück gefiel mir nicht. Das ist eine persönliche Sache, andere finden es gut, aber nich eben nicht. Deswegen ist das ganze Produkt nicht gut oder schlecht, und auch die Review nicht. Ganz im Gegenteil: Der Autor erschreib sich damit Respekt!

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    1. Vielleicht tickst du ja "anders" - aber es wird ganz bestimmt auch so einige Leute geben, die genau so ticken... Das ist ja immer die Krux an der Sache - viele Dinge werden unterschiedlich wahrgenommen und genau dieser Vielfalt sollte man auch Rechnung zollen und sich nicht davon abschrecken lassen, irgendwas anders zu finden.

      Man kann ja Produkte auch einfach doof finden - dann ist es ja immer die Frage, ob man es verteufelt oder einfach nur sagt, dass es nicht zu einem passt oder nicht gefällt. Aber auch da gibt es eben an vielen Stellen für den Leser hilfreiche Hinweise - und ich persönlich lese bei Produkten, die ich mir kaufen will, lieber kritische Stimmen als Lobpreisungen, weil ich die einfach eher ernst nehme.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Oh wow da hast du aber auch unfreundlich zurückgepampt! Ich wäre da gar nicht stark drauf eingegangen, sondern hätte objektiv darauf reagiert. Meinungen sind ja nunmal verschieden.

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    2. Im Nachhinein hätt ich da echt einiges anders machen sollen. Bin halt sehr hitzköpfig *schäm* Es gab da aber auch noch ein paar andere Sachen mit der Dame, die da nicht ausgebreitet sind. (danach).

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    3. Und auch wenn man "zu blöd" ist, ein Produkt zu benutzen - da ist man meistens nicht der einzige Mensch und auch diese Information hilft ja.

      Sicherlich ist da die Diskussion nicht optimal verlaufen - aber manchmal darf man auch mal zurückpampen, finde ich ;) Es kommt ja immer drauf an, wem gegenüber und wie derjenige auch reagiert - aber letztlich bist du hier auch nicht ein Unternehmen mit Kundenorientierung, sondern eine Bloggerin, die ihre Meinung sagt. Außerdem macht dich ja diese Impulsivität auch sehr sympathisch :)
      (Mich würde ja glatt interessieren, was da noch so lief^^ Das klingt nach einer guten Soapvorlage :P )

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    4. Und ach ja: Nur positive Reviews sind halt immer eine Sache - man muss sich irgendwann entscheiden, was man so reviewt und wie schon geschrieben, ist es ja angenehmer, "tolle" Sachen zu reviewen. Die kann man auch meistens besser darstellen und alles ist hübscher und so weiter... Ob das den Leser nun weiter bringt, steht da auf einem ganz anderen Blatt.

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    5. Naja, sie hat dann einen Blogpost verfasst, in dem sie mich beschimpft hat, auf einen Kommentar von mir bei ihr (der total harmlos war btw) extrem ausfallend geantwortet UND in einem Forum über mich hergezogen, was mir dann von andern Leuten zugetragen wurde. Ich bin auch voll drauf eingestiegen. Eigentlich totaler Kinderkram. Würde ich heute auch nicht mehr so drauf reagieren, denke ich. Man wird ja ruhiger mit dem Alter ;)

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    6. Hab meinen Kommentar mal wieder gelöscht, sonst gibt das nur wieder Ärger ;) Ich wiederhole aber: Super Post!

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    7. Ach, wenn in Foren über einen hergezogen wird, finde ich das ja immer wieder klasse :P Da sind Diskussionen dann auch besonders objektiv, gerecht und fair :P Au weh, das klingt echt nach einer Menge Spaß - Gott sei Dank ist mir sowas bisher erstpart geblieben....

      Und manchmal ist es ja auch ganz gut zu zeigen, dass man nicht der abgeklärteste Mensch auf der Welt ist - außerdem fand ich deine Antworten jetzt auch nicht sooooo tragisch (da habe ich schon schlimmeres gesehen :P)!

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  4. Ohja, das kommt mir bekannt vor. Mein Problem ist bei solch mittelmäßigen Produkten immer, dass ich versuche, wenigstens ein paar positive Dinge zu finden und dann schreibt man meistens mehr davon als die negativen Aspekte auszubreiten und detailliert zu beschreiben. Im Endeffekt vermittelt das dann wohl das falsche Bild...

    LG Lotte

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    1. Klar neigt man dazu, positive Dinge hervorzuheben - man will ja schließlich "rechtfertigen", warum man das Produkt nun gekauft hat oder sich jetzt dazu auslässt... Das merke ich ja selber auch bei mir :) Aber manchmal ist es ja auch gar nicht so schlecht, mal zu sagen, dass man keine besonderen Eigenschaften oder Wirkungen an einer Sache festgestellt hat - muss ja nicht immer alles phänomenal sein!

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  5. Ich stimme allen vor mir zu. Ein guter Denkanstoß und ich glaube dass es praktisch jedem, der es nicht mag, Produkte zu zerschreddern, so ahnlich geht. Mir jedenfalls. Soll ich jetzt fotos machen und Text schreiben für ein Durchschnittsprodukt? Bisher noch nicht gemacht.

    Aaaber ich hab zwei ideen dazu :o) die erste war schon oben genannt:Sammelposts mit Kurzreview. Die andere wäre, wenn ein Produkt aus dem Rahmen fällt, also ein hoher Anspruch da ist (high end) und das Ergebnis durchschnittlich ("wie Drogerieprodukt") etc.

    Ich denke mal noch weiter nach, was mir da so einfällt :o)

    LG

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    1. Ich kann ja auch die Argumentation sehr gut nachvollziehen, dass man nicht seine Zeit noch opfern will, um zu diesem "mäßigen" Produkt ein paar Zeilen zu verfassen - vor allem, wenn dann auch noch nicht so viele Kommentare kommen oder ähnliches.

      Aber wenn man selbst nach Rezensionen sucht, sind es ja oft diese Hinweise, die einem die Entscheidung erleichtern - und eben nicht die vielen, supertollen Angaben, die man irgendwann auch kritisch sieht. Und wenn man z.B. bei Hotelbewertungen schaut, sind die meisten Bewertungen auch positiv - und das entsteht, weil man eben keine Lust hat, sich auch noch mit dem schlechten oder mäßigen Hotel zu befassen... Obwohl diese Infos eben wichtig sind und man dann weiß, dass es nicht nur total geil oder total scheiße ist - sondern oft eben einfach durchschnittlich.

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    2. Ja sicher. Ich persönlich lese am liebsten /finde es auch am hilfreichsten,wenn die persönliche Seite dabei gezeigt wird. Auch wenn /gerade wenn dabei steht, dass es aus z. B. etwas für einen nicht stimmigen element ist, (und welches..) dass einem etwas nicht so gefällt. Oder warum es praktisch austauschbar ist. Ich denke, ich mach irgendwann mal ein Sammelposting.

      Wir brauchen nur eine gute Kategorie und ein Konzept, dann gehts auch mit dem mittelmäßigen ;-P
      Mann kanns ja kurz und knapp machen. Punktesystem? Nee, das lasst zu wenig individuelle Beschreibung. Eine Stichwortliste hilft aber sicher, das zu sagen, was anderen dabei wichtig sein kann.

      Damit man gewarnt ist, dass die 30-Euro -Creme vielleicht nicht besser als die für zwofuffzich ist.

      Aber vielleicht ist ja alles ganz anders bei anderen? :-P

      Werd mal sehen,was mirndazu einfällt

      Ciaociao!

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    3. Ach, ich finde ja am wichtigsten, dass man die Kriterien deutlich macht - ob der Flakon nun hübsch ist oder nicht, ist ja Geschmackssache, aber wenn das Produkt deswegen durchfällt, kann ich der Review nicht so ganz glauben^^

      Ich finde ja, dass auch mittelmäßige Produkte durchaus die "Aufmerksamkeit" verdient hätten, die tollen Produkten zukommt. Es ist ja keinesfalls immer alles grandios oder katastrophal - viele Dinge sind einfach Standard (z.B. isst man ja sein Lieblingseis auch nicht jeden Tag oder trinkt den allerleckersten Tee der Welt jeden Tag) und müssen auch nicht herausragend sein. Es ist ja gar nicht schlecht, dass sie nichts Besonders sind - man sollte das nur einfach nicht vergessen.

      Zeig mir mal die 30€-Creme, die wirklich besser ist als eine günstigere :P Das ist ja genau das Problem, viele der Bewertungen sind subjektiv und müssen es auch sein - nicht jede Haut oder alle Haare reagieren ja gleich und das sollte man auch erwähnen... Aber ich glaube, wir sind uns da an vielen Stellen einig und haben trotzdem das Problem mit der perfekten Lösung :P

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    4. *höhö * einen Unterschied zwischen einer zwofuffzich Qualität und 30 Euronen Qualität merken ...da möchte ich mal nen Blindtest machen. Ich bin der Meinung viel ist Placeboeffekt,Image. Ich hab mal eine Clarins-Creme für ca. 75 Euro zum Testen bekommen und sie gefiel mir sehr, doch solang dies zehn- bis zwanzigfache Normalpreismeiner Durchschnittscreme ist, denke ich einmal nicht an den Nachkauf und andererseits war sie eben nicht zehn- bis zwanzigmal songut wie diese. (Obwohl ich zugeben muss, dass ich noch einige zugeschickte Cremes zwischen 10 und 20 Euro verwende, die mit in mein urteil einfließen ... aber ich merk grad beim Schreiben, soo wirklich BESSER im Sinne von was merken ist auch da nicht. Es cremt, nix juckt, gutes Gefühl ...die Falten bleiben die Alten. Ansonsten gibts nur noch Präferenzen wie geruch und Spender/Tiegel etc.

      Ich denke mal, ein "Des find ich Durchschnitt" -Posting mit einer liste von Produkten mit nur ein paar Stichworten ist gar nicht so schlecht. Vielleicht nach produkten sortiert?

      Ich finde auch grade das persönliche dabei auch interessant. Wenn man sagt "Durchschnittscreme, aber der duft ist toll/igitt " kann das (mir) helfen. Auch wenn die von Schanell is. Wenn man jemanden schon so ein bisschen kennt vom Geschmack/derHaut-den Haaren her, dann weiß man, ob sich das Probieren lohnt.

      Mal sehen, was sich jetzt in den Blogs tut, in Bezug auf das Mittelmaß *lach*

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    5. Blindtest bei Wirkung? :P Das könnte interessant werden ^^

      Ich hatte auch schon wirklich hochpreisige Produkte von z.B. Lancôme und musste dann auch so ehrlich sein zu sagen, dass ich da einfach keine besondere Wirkung gemerkt habe... Vielleicht ist die Textur mal anders, der Duft besser oder schlechter - aber da meine Haut auch nicht übermäßig empfindlich reagiert, merke ich da wenige Veränderungen. Dass alle Falten auf einmal weg wären, wäre sicherlich eine bahnbrechende Erfindung :P

      Ich finde ja auch, dass einfach die Information, dass ein Produkt "funktioniert" wirklich wichtig und wertvoll ist - sonst denkt man eben auch, dass es entweder HUI oder PFUI ist und scheut dann vielleicht auch vor dem Kauf zurück... Schwierig schwierig das alles!

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    6. Na, ich denke, dass einige der HighEnd-Freundinnen bei Blindtests überrascht werden würden. Es ist sehr viel Placebo -Effekt dabei, denk ich mal. Empfundener Luxus lässt Sinne schwinden ;-)

      Wenn die Leute begreifen, dass viele Sachen so teuer sind, weil die Werbung und Verpackung einen Großteil des Preises ausmacht, gepaart mit "weil ich (und die Nachbarin nicht) es mir leisten kann" und "wennses bezahlen, warum nicht? " dann begreifen sie vielleicht, dass sie genasführt werden. (Gut, einige Sachen sind bestimmt richtig gut...) ich las mal wo, das bei keinem Lippenstift die Kosten fur den Stift, also die Kosmetik selber, höher als 19 ct sind. Egal ob Euroshop, Chanel oder Essence. Der Rest ist siehe oben und, auch da und wichtig, Entwicklungskosten.

      Es ist wirklich schwer zunsagen, die Creme ist ok, aber völlig austauschbar mit einer anderen, die auch "nur grad ok" ist :-\

      LG

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    7. Ich glaube, über diesen empfundenen Luxus funktioniert auch die ganze Masche - Einbildung ist halt auch eine Bildung ;)
      Ob das bei einem Lippenstift nun 19 Cent sind oder mit hochwertigen Rohstoffen (z.B. bei Naturkosmetik) vielleicht ein bisschen mehr - letztlich müssen die Unternehmen ja Gewinn machen. Und wenn essence das mit unter 2€ kann, kann man sich ja ausrechnen, wie die Gewinnspanne bei Canel aussieht...

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    8. Einbildung ist wichtig bei sowas, denk ich mal :-P

      Die 19 ct waren für die teuersten materialien, wenn ich mich richtig erinnere. Es war iauf irgend einem britischen Beauty Blog. Moment -waren es 19 pence? Kann sein. Die hatten natürlich die Großhandelspreise gerechnet, da ist vieles, was man in der Apo oder im Spezialversand 100 gr kauft, der selbe Preis für 100kg ider so...grob geschätzt. Ich denke auch, dass die Reklame (welches Gesicht eingekauft wird, wie viele Anzeigen gemacht und geschaltet werden etc.) den größten Teil des HighEnd Preises ausmacht, selbst die Entwicklung sowie Verpackung (Design und Herstellung) könnte weniger sein.

      Ich finde es dann immer witzig, wie HighEnder sagen, dass sie sich nicht vorstellen könnten, wie man Qualität preiswerter herstellen kann...

      Ich lass mal jetzt das Romane schreiben, vielleicht lass ich mich auch nochmal uber dieses Thema auf meinem blog aus und jeder HighEnder ist eingeladen, mich zu überzeugen :o)

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    9. Also ich würde ja vermuten, dass es bei einigen Sachen durchaus höhere Preise gibt (z.B. bei irgendwelchen fair angebauten Sachen etc.) - dass konventionelle Kosmetik aber insgesamt saugünstig ist, sollte jedem klar sein. Und klar, die Promis, die Werbung machen, kosten eine Menge - allerdings haben ja Highend-Marken auch eine ganz andere Gewinnspanne als Drogerieprodukte...

      Ich bin da total deiner Meinung - oftmals wollen aber die Leute auch nicht wahrhaben, dass das Image eben besonders kostet und nicht die Qualität (wie sonst könnten sonst viele Marken identische Produkte auch als "Noname" verkaufen und trotzdem Gewinn machen?)... Aber auch mit der Romansache hast du recht - ich könnte mich dazu auch stundenlang auslassen :P

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  6. Vielen Dank für diesen wirklich sehr wahren Denkanstoß. Diese ganzen positiven Reviews geben doch nicht die Wahrheit wieder, aber ich finde, gerade dazu sind blogs doch da - um sich ein realistisches Bild vom Produkt zu machen. Allerdings finde ich es auch schwierig, solche Reviews dann zu schreiben, denn dann müsste ich ja wirklich JEDES Produkt, das ich besitze, reviewen. Das würde eine ganze Weile dauern...allerdings wäre die ein oder andere Review sicherlich nicht falsh.

    Liebe Grüße,
    Jenny

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    1. Ich glaube, dass es ziemlich klar ist, dass man nicht absolut jedes einzelne (Popel-)Produkt reviewen kann - aber diese Positivselektion vermittelt insgesamt einfach ein verfälschtes Bild... Das mein Posting dazu jetzt sicherlich nicht die Lösung ist, ist mir auch klar ;)

      Ich schrieb ja schon, mir fehlt auch noch die optimale, perfekte Lösung für dieses Problem, aber wer weiß: Vielleicht schleicht sich ja einfach hier und da mal eine Review rein, die keinen totalen Top oder Flop bewertet und das wäre ja schonmal ein guter Anfang. Die Welt können wir so oder so nicht verändern - aber einfach so den Kopf in den Sand stecken ist ja auch doof :)

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  7. Dein Post hat mich echt grübeln lassen. Wird Zeit für die Kategorie Flops des Monats. xD Lg Mel / Rouge

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    1. Flops und bitte auch "nichtssagende, unbedeutende, aber akzeptable Produkte" ;)

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  8. Netter Denkanstoß! Ich habe ja schon einige Blogger getroffen, die sagen, dass sie in der Regel nur noch positive Berichte beschreiben, weil - ihrer Meinung nach - die Stimmung auf dem Blog mit jeder negativen Review etwas gelitten hatte. Damals habe ich noch nicht groß gebloggt, und ich schreibe auch nur selten negatives (mittlerweile sind die meisten Nagellacke aber halt auch SO gut, und wirklich schlechte Lacke trifft man echt nur noch selten) - deswegen konnte ich den Effekt nicht so beobachten...
    Ich kenne es aber oft genug, dass man zu einer Marke/einem Produtk gar nichts findet, und wenn, dann sind es grottige Swatches und Begeisterungsstürme eines englischsprechenden Teenagers. Das zeigt mir meist schon, dass ich einen Bogen um das Produkt machen sollte... :D
    Naja, und um ehrlich zu sein, habe ich manchmal auch das Gefühl, dass diese subjektiven Eindrücke auch etwas von der eigenen und der Erwartungshaltung der Leser verzerrt werden. Anders konnte ich mir einige positive Berichte über Produkte nicht erklären. Zumindest nicht, ohne anzunehmen, dass die Person schlichtweg gelogen hat.

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    1. Die Frage ist ja auch, für wen man schreibt und mit welchem Ziel: Positive Reviews kommen natürlich bei den Firmen gut an, aber wenn Leser dann zutiefst enttäuscht sind, weil das Produkt bei ihnen (aus welchen Gründen auch immer) nicht funktioniert, ist das auch nicht wirklich der Sinn der Sache.

      Sicherlich ist es bei Lacken irgendwann so, dass man weiß, wo man hingreifen soll, um nicht die totale Niete zu ziehen - aber auch da gibt es ja immer wieder Kleinigkeiten, die vielleicht nicht gar so gelungen sind. Im Prinzip kann man ja auch aus schwach pigmentierten Lidschatten mit einer sehr guten Base was machen oder sie nur als Topper nutzen oder was auch immer - kaum ein Produkt wird nun wirklich abgrundtief schlecht und zu gar nichts nutzbar sein...

      Aber häufig werden diese Produkte eben nicht rezensiert und man findet dann, wie du schon schreibst, so besonders aussagekräftige Reviews^^ Oder auch mal gar keine - und dann ist die Not groß, besonders bei teureren, selteneren oder Angebotsprodukten. Die perfekte Lösung habe ich leider auch nicht im Angebot :P

      Und die Erwartungshaltung von Blogger, Leser und unter Umständen auch Firma sind sicherlich relevant - aber die Frage ist immer, für wen ich blogge und mit welchem Ziel ich blogge. Wer Pflege nach zwei Tage rezensiert, das Shampoo nach dem ersten Benutzen in den Himmel lobt und den Lidschatten nach dem Swatch auf dem Arm anbetet, hat sich auch einfach keine große Mühe bei der Review gemacht. Mit ein bisschen Erfahrung erkennt man auch bei Postings sehr schnell, was für eine Absicht oder Abmachung dahintersteckt...

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  9. Ich finde diesen Denkanstoß auch gut! :)
    Wenn ich mal nen Produkttest schreibe, versuche ich das objektiv auszuwerten und schreibe auch, was mir nicht gut gefallen hat.
    Der Grund, warum ich trotzdem eher über hilfreiche Produkte als über mittelmäßige schreibe, ist einfach der, dass ich bei vielen mittelmäßigen Produkten gar nicht weiß, was ich dazu schreiben sollte. "Ist halt so mittelmäßig, jedes andere seiner Art hätte es auch getan, kann keinen nennenswerten Unterschied zu anderen Produkten feststellen..." Das wäre ja so, als würde man in den Nachrichten melden "In Stadt XY hat sich heute nichts Nennenswertes ereignet!" :D
    Und da finde ich es dann einfach sinnlos über dieses Produkt einen Post zu schreiben. Wenn es wirklich grottenschlecht ist und vll sogar allergische Reaktionen hervorruft oder Ähnliches, dann sieht das natürlich schon wieder ganz anders aus! Aber so schlecht sind die meisten Produkte ja dann auch wieder nicht, dass man direkt vor ihnen warnen müsste. Die meisten finde ich dann einfach nicht erwähnenswert...
    Aber auf Krampf was gutes über ein Produkt zu schreiben, obwohl man es eigentlich nicht so gut findet, das hilft ja niemandem weiter, im Gegenteil. Da hast du völlig recht!^^

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    1. Genau dieses "Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll" ist ja aber das Problem - mir geht es da nicht anders! Was dann aber der Fall ist, sind viele positive und viele negative Berichte - aber keine, die in der Mitte liegen. Und das ergibt dann (logischerweise) ein Bild, das nicht der Realität entspricht und einem somit eine falsche Information für Entscheidungen liefert...

      Zur Aussie-Markteinführung haben sich die positiven Reviews aneinandergereiht - alle hatten "mal kurz" eine Serie angetestet und fanden die Wirkung wirklich toll: Seidenglatte Haare oder perfektes Volumen oder oder oder... Ich glaube, ich habe kaum eine negative oder mittelmäßige Review gesehen zu der Zeit. Dann wurde es irgendwie still und erst Monate später kamen einige Reviews, die wirklich nicht gut waren und sich mit der Langzeitverträglichkeit auseinandergesetzt haben - und auch hier würde ich sagen: Es gibt bestimmt viele Leute, die die Produkte nutzen und sie ganz okay finden. Aber Berichte habe ich dazu kaum gefunden...

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    2. Und genau aus diesem Grund liebe ich "was wurde aus-" Post. Bei mir hängen einige Produkte diesbezüglich in der Pupeline: nur schaff ich es derzeit kaum. Ein Grusel.

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    3. Da hast du recht - diese "was wurde aus"-Postings sind klasse; nur tauchen sie eben auch eher selten auf und die Produkte verschwinden so ein bisschen in der Versenkung^^ Das Zeitproblem ist da leider nicht nur bei dir vorhanden :x

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  10. Stimmt total! Bei Mittelmäßigkeit fallen einem einfach nicht so viele Worte ein;) das sind dann so Sachen, die bei mir stumpf in der Versenkung verschwinden, im besten Fall brauch ich sie auf und sie enden in einem Aufgebraucht-Post unter "kein Nachkauf". Deshalb les ich auch so gern diese Art von Posts weil echt mal alles drin vorkommt und eben nicht nur die Spitzen nach ganz oben bzw. unten.

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    1. Bei Mittelmäßigkeit denkt man ja auch oft, dass es keine Erwähnung wert ist, weil es nichts Besonderes ist. Wenn ich das alles so einfach umsetzen könnte, würde mein Blog wohl nur so vor mittelmäßigen Reviews strotzen - aber so erhaben bin ich dann auch leider nicht ^^

      So "aufgebraucht"-Posts sind da echt manchmal hilfreich und ein guter Anfang - wobei da ja meistens auch nur kurze Reviews zu finden sind und man da oft drüberliest. Bzw. findet man genau diese Zusammenfassungen meistens nicht, wenn man nach dem Produkt sucht ^^ Das ist halt wirklich alles nicht so einfach...

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  11. Jaja, Recht hast du wohl...aber ich bin auch oft zu faul für mittelmäßige Reviews...

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    1. Du, mir geht es da ja nicht anders - ich musste bei mir schon auch suchen, bis ich da was gefunden habe ;) Aber so ist das eben auf vielen Blogs: Viel Gutes, wenig Schlechtes - aber so Mittelmäßiges findet man kaum...

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  12. Sei gegrüßt, liebe Lena!

    Ich finde den Anstoß, den du gegeben hast, sehr wichtig und gut. Ich bin bei meinen Produkt-Bewertungen stets ehrlich, was auch größtenteils daran liegt, dass ich noch nie etwas zur Probe zugeschickt bekommen habe. Ist es so, dass man tatsächlich eine Art Verpflichtung eingeht, wenn man kostenlose Sachen bekommt? Ich weiß es nicht, mir ist es eben noch nicht passiert. Die Firma stellt bestimmt gewisse Erwartungen, aber ehrlich muss man schließlich auch sein. Es ist somit eine Zwickmühle.
    Ich finds sehr wichtig, dass ein Blog nicht nur lobt sondern auch Kritik üben kann. Damit zeigt man in gewisser Reise auch Rückgrat und vertritt seinen Blog.
    Danke für den Beitrag - ich finde, du machst deine Arbeit sehr gut hier :)

    Liebe Grüße,
    deine Moami

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    1. Liebe Moami,

      das mit der Verpflichtung ist ganz unterschiedlich. Es gibt Zusendungen, die vollkommen ohne Absprachen passieren, es gibt Kooperationen, in denen man mit dem Unternehmen oder der PR-Firma abmacht, dass man ein Posting (eventuell auch in einem bestimmten Zeitraum) verfasst. Es gibt wohl auch Absprachen, die Texte oder Textteile vorgeben und auch entspreched Postings finanziell honorieren - da ist der Gestaltungsspielraum also recht groß.

      Z.B. gibt es bei Bloggdeinbuch die Vorgabe, dass die Rezension innerhalb von 30 Tagen, mit mindestens 250 Wörtern und Links zu Verlag und BdB veröffentlicht werden muss - zum Inhalt gibt es aber keinerlei Vorgaben. Da muss einfach jeder selbst wissen, worauf er sich einlässt.

      Die Frage ist nun, wem man sich als Blogger verpflichtet fühlt: Dem Unternehmen oder dem eigenen Gewissen? Ist die Kooperation im Sinne von Produktzusendungen wichtig oder will man dem Unternehmen ein ehrliches Feedback geben, das auch das Produkt verbessern kann? Kann man es vor seinen Lesern - und vor allem: vor sich selbst! - vertreten, nicht so ganz die Wahrheit zu sagen? Was passiert, wenn man das Produkt nicht so toll finde und das schreibt - kriegt man dann keine Produkte mehr, sinken die Klicks? Je nachdem, wie diese Fragen beantwortet werden, fallen dann auch die Reviews aus...

      Ich finde es auch sehr wichtig, die eigene, ehrliche Meinung zu sagen - ansonsten ist ein Blog ja nichts weiteres als eine Plattform, auf der Produktversprechen einfach wiederholt werden... Und diese Postings fallen einem sehr schnell auf ;)

      (Und danke dir, für dein Lob, das freut mich wirklich :))

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  13. Wie passend! Ich habe gestern erst meine "Monatsfavoiten" online gestellt, bei denen ich jetzt auch die Rubrik "Meh, des Monats" eingeführt habe. Da will ich über Produkte schreiben, die vielleicht nicht die Besten sind, aber an sich interessant und erwähnenswert sind, vieleicht eben WEIL sie nicht richtig "funktionieren" aber dennoch viel Trubel um sie gemacht wird oder weil sie eben Basics sind, zu denen man öfters greift. Solche Reviews hätte ich mir auch bei so einigen Produkten gewünscht, die ich gekauft habe.
    Das hier soll jetzt nicht direkt Werbung sein, sondern eher eine Idee, wie man solche "Meh-Produkte" auf den Blog bringen kann, ohne dass es komisch kommt ;)
    Ich wünsche einen schönen Tag, das Mini

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    1. Hi Mini, oder "Hi, das Mini"? *grübel* ;)

      Das ist doch eine gute Idee und vor allem auch ein schöner Ansatz - und ich fasse das jetzt gar nicht als Werbung auf^^ Andere haben ja auch schon geschrieben, wo sie solche Produkte reviewen, deswegen: Keine Sorge :)

      Ein bisschen schade ist halt, dass gerade so mittelmäßige Produkte häufig "nur" in solchen Übersichten auftauchen und eben nicht gesondert dargestellt werden... Aber ich muss mich ja auch immer nochmal daran erinnern, dass ich das machen sollte ;)

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  14. Nochn Gedanke ... mir fallen immer die wichtigsten Details nach dem Posting ein... wie man was beschreiben kann oder dass ja alles besser/schlechter ist, wenn man den Pinsel schräg hält oder so... und ich denke, die eigenen Erwartungen von etwas sind sehr unterschiedlich von denen der anderen. Für mich ist immer der Gedanke, ob bei teueren Produkten etwas seinen Preis wirklich wert ist im Sinne von bessere Qualität verglichen mit einem "Standard" (etwas, was viele schon mal probiert haben oder nutzen) .allerdings wirds dann wieder haarig, was der Standard ist. Ein Thema zum Romane schreiben. Und zu den Produkten fällt einem nix ein:o)
    Ach, ick hör jetz' uff zu labern XD

    LG

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    1. Natürlich sind die eigenen Erwartungen immer unterschiedlich - aber das heißt ja trotzdem auch, dass es durchaus andere Menschen gibt, die die gleichen Erwartungen haben. Und wenn man eben sagt, was man eigentlich erwartet hatte und was dann dabei rumgekommen ist, ist das ja auch viel mehr, als man mit "Ich finde das Produkt nicht gut" sagen würde.

      Standards gibt es ja eh nicht und jeder beurteilt Produkte auch nach anderen Kriterien, teilweise beurteilt man auch unterschiedliche Produkte nach unterschiedlichen Kriterien... Von einem Lack für 20€ erwarte ich auch mehr als von einem Lack für 2€ :P

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  15. Nuja, ich bekomme ja regelmäßig Produkte von pinkmelon und über diese "muss" ich ja schreiben udn ich bin nicht zimperlich :) Bekomme ich von essence und co Muster, dann gebe ich auch meinen Senf und Swatches ab, also sooooooo un-negativ binb ich gar nicht *g* spätestens in der Müll-Ecke sag ich dann, wa sich von halte... leider verschenke/verkaufe/entsorge ich diese Mistprodukte, bevor sie leer sind.... Also die selbstgekauften Flops...
    Aber die Resonanz auf negatives war bei mir meist positiv *g* ich höre öfter, wow, hätt ich nie gedacht, dass das so mist ist, danke für die Warnung. Wie wenn ich hoch begeistert bin *g*

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    1. Bei so Testerplattformen ist das ja auch immer eine andere Sache, da steht nicht das Unternehmen dahinter und der Sinn ist es eben, "ehrliche" Reviews zu bekommen. cosnova schreibt ja auch explizit, dass sowohl positive als auch negative Kritik erwünscht ist - und das finde ich auch sehr wichtig und richtig, die haben halt erkannt, worum es geht: Produkte zu verbessern und damit die Kunden zufriedener zu machen.

      Es gibt natürlich auch viele Firmen, die ausdrücklich schreiben, dass sie eine ehrliche Meinung wollen - aber es gibt eben auch die "schwarzen Schafe", die einem schon im Vorfeld die Rezension fast mitschicken oder sagen, welche Schlagwörter erwähnt werden sollen... Klar sind die Leser froh, wenn man ihnen Hinweise zu nicht ganz so guten Produkten gibt ^^ Aber manche Unternehmen wollen halt auch keine schlechte Werbung ^^

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  16. Wie wahr, wie wahr...
    Wobei ich auch gerne negative Kritiken lese, einfach weil sie einen oft von Fehlkäufen abhalten oder einen auch vorsichtig werden lassen, wenn es um neue Produkte geht. Grade wenn ein Produkt (wie ja von Dir erwähnt "Aussie") neu auf den Markt kommt, juckt es einen sehr in den Fingern den Hype mitzumachen, hier haben mich die vielen negativen Kritiken davor bewahrt, meinen Haaren zu schaden (also eventuell zu schaden natürlich ;))
    Ich bin also sehr dafür, dass auch mittelmäßige Sachen so bewertet werden, so kann man anderen Reinfälle ersparen.

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    1. Also bei Aussie fand ich ja, dass es echt ewig NUR positive Reviews gab - zwar hier und da immer mal wieder mit dem Hinweis, dass die Inhaltsstoffe so lala sind, aber bis wirklich mal was Schlechtes gesagt wurde, hat es echt gedauert... Ich finde ja, dass aber gerade eine kritische Sicht auf Dinge wichtig ist, um nicht so einen Glorienschein auf Produkte zu legen - denn meistens haben sie genau den nicht so wirklich verdient...

      Ob nun Reinfall oder einfach nur mal eine andere Sichtweise (hier recht es ja schon, wenn man mal liest, dass die eine Person "nur ein Tröpfchen", die andere aber "drei Pumpstöße" braucht) - solche Informationen sind hilfreich, um sich ein umfassendes Bild machen zu können.

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  17. Danke für den Denkanstoß meine Liebe =)
    Ich hab eben noch an meinem ersten Review für ein Produkt gebastelt, was mal nicht dekorative Kosmetik oder Klamotten sind und hab mich auch gefragt: Und was, wenn das jetzt so mittelmäßg wäre...Wie oben schon beschrieben, fällt einem da häufig auch nicht viel zu ein. Ich finde die Lösung der aufgebraucht-nachgekauft Sparte ganz pfiffig, weil man da ja auch gut erklären könnte, warum etwas eben nnicht nachgekauft wird, auch wenn es an sich passabel war. Allerdings brauche ich auch nicht mehr restlos auf, wenn mir etwas nicht zusagt.
    Also dass es einen Blog dann negativ dastehen lässt, glaube ich nicht. Ich habe eh erst zweimal etwas zugeschickt bekommen und das waren Feiertagsgoodies XD Von daher mache ich mir da keinen Kopf, was die Firmen von mir halten könnten und schreibe einfach wie es ist.
    Anders ist es mit begativen Kommentaren unter positiven Reviews. ich hab mal den "Fehler" gemacht, einer Bloggerin einen Kommentar unter ihre hochgelobte Bodybutter zu verfassen ( á la "Ich mag den geruch leider gar nicht, auch habe ich davon teilweise juckende Stellen bekommen") und wurde propmt in 5 meiner eigenen beiträge aufs übelste beschimpft...hachja ;)

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    1. Ich finde es ja auch viel wichtiger, dass man Blogger als eine ehrliche Rezensionsquelle nutzt und sie nicht wie Zeitschriften nur als Hochglanz-Abbilundgs-Möglichkeit sieht - während in den entsprechenden Magazinchen einfach nur die Werbeversprechen wiederholt werden, haben Blogger die Chance, ihre ehrliche Meinung zu sagen. Und man kann sie auch noch nach Einzelheiten fragen, wenn man etwas wissen möchte - und somit auch den Kunden von einem Fehlkauf bewahren (also mir wäre es lieber, wenn ein Kunde etwas nicht kauft, als dass er unzufrieden mit seinem Produkt ist!).

      Kritikfähigkeit ist natürlich so eine Sache - ich finde, es gibt viele Punkte, die einfach Geschmackssache sind: Ob die Lotion nun gut duftet oder nicht, beurteilt jeder anders. Wenn jemand ein Produkt nicht verträgt, ist das ja keine Kritik an der eigenen Person, sondern einfach nur eine andere Sichtweise - und das ist doch wertvoller Input... So ein Verhalten ist halt ein bisschen albern ;)

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  18. Ich muss dir absolut recht, liebe Lena! Ich bin immer so froh, wenn ich nicht die einzige bin, die ein Produkt als eher weniger toll empfindet, nachdem schon 1000 positive Reviews veröffentlicht wurden. Bei meinem Gemeckere über diese blöden Crushed Crystals von Catrice habe ich erst eine ganze Weile überlegt, ob ich den Post veröffentlichen soll. Genau wie bei dem Duschschaum von Rituals. Aber ich finde, man muss sich nicht jedem Hype anschließen. Man darf und SOLLTE eine eigene Meinung haben und diese auch entsprechend vertreten. Schließlich kann jedes warnende Wort jemand anderen vor einem Fehlkauf bewahren. Von daher nochmal danke für den tollen Post! ♥
    Irgendwie schade, dass es immer so schwierig ist, etwas über nichtssagende Produkte zu schreiben. Aber auch kürzere Posts können ja von Nutzen für die Leser sein. ;-)

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    1. Ich finde ja die ehrliche Meinung am allerwichtigsten - bei vielen Postings merkt man ja sofort, dass sie irgendwie nicht so ganz dem entsprechen, was der Blogger sonst schreibt... Und dann blinkt bei mir im Hinterkopf gleich die große Warnung auf, diese Review jetzt nicht so wirklich ernst zu nehmen, weil sie für mich einfach nicht ehrlich und authentisch klingt. Und was habe ich davon für einen Nutzen? Keinen.

      Dann lieber lesen, warum jemand ein Produkt nicht mag und anhand welcher Kriterien er sich sein Urteil gebildet hat - ich kann dann ja immernoch anderer Ansicht sein. Bei Preisen ist das z.B. so eine Sache - da kann man ja auch sehr unterschiedlicher Ansicht zu Preis-/Leistung sein... Aber wichtig ist einfach, dass man Informationen HAT - sonst muss man eben raten ;)

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  19. Ich hätte auch immer ein wenig Angst, dass mir die Firma was tut, wenn ich nicht hochjauchzend über ein Produkt schreibe, muss ich ganz ehrlich gestehen.
    Naja, ansonsten: Freie Meinung für alle! Und ich bin immer so beruhigt, wenn was nicht nur bei mir nicht funktioniert...

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    1. Na, was sollen die dir denn tun? Keine Produkte mehr zuschicken, was natürlich für manche ein Grund ist - aber ganz ehrlich, wenn man wegen der Samples bloggt... Und sofern man auch deutlich macht, aus welchen Gründen man ein Produkt wie bewertet, dürfte es schwierig sein, da wirklich einen Ansatzpunkt zu finden - beschimpfen sollte man natürlich niemanden, sondern eben nachvollziehbar klar machen, warum man das Produkt nicht gut findet (z.B. weil bestimmte Inhaltsstoffe enthalten sind, man Ausschlag bekommt oder was auch immer). Ehrlichkeit währt da aus meiner Sicht doch am längsten.

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  20. Du sprichst mir aus der Seele.
    Jedes geleerte Produkt kriegt bei mir eine Resension, ganz gleich ob hot oder schrott. Allerdings kriegen nur besonders seltene, teure, tolle oder schlechte Produkte ne xxxl Rezension. Zu vielen Produkten gibt es nicht mehr zu dagen als: War durchschnittlich, nochmal nicht.
    Ich lese Blogs lieber alsZeitschriftem herade weil sie ehrlicher sind. Merke ich, dass rin Blog mur gutes zu berichten hat, obwohl man am Tragebild sehen kann dass es schrott ist, entfolge ich ihn.

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    1. Wirklich jedes Produkt zu rezensieren, ist ja auch nicht immer sinnig - wenn man z.B. noch eine Creme hat, die es ewig nicht mehr gibt, ist die Rezension vielleicht nicht so wirklich hilfreich. Aber eben diese Selektion aufgrund der individuellen Wirkung ist schade. Gründe, die dazu führen, sind zwar nachvollziehbar, aber vielleicht denkt man ja auch künftig einfach mal darüber nach, ob man nicht zu einem durchschnittlichen Produkt auch ein paar Worte verlieren will :)

      Mir ist bei Blogs auch Ehrlichkeit und Authentizität wichtig - denn ansonsten könnte ich wirklich auch einfach in eine Zetschrift schauen und mich von der Werbung betüdeln lassen.

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  21. Wegen genau diesem Effekt mag ich die typischen "Aufgebraucht"-Postings - da liest man oft bei erstaunlich vielen der Produkte "Naja, ging so". Und genau dafür lese ich die Postings - um mal nicht nur Lobhudeleien über neu gekaufte (und oft erst kurze Zeit benutzte) Produkte zu lesen.

    Ich fände es schön, auch bei "Aktuelle Favoriten"-Posts mal einen "Aktuelle Nicht-Favoriten"-Absatz drunter zu lesen :D oder wirklich Sammelpostings ...

    Wenn ich ein neues Produkt testen möchte und Reviews suche, suche ich oft gezielt nach schlechten Reviews (die sind bei Beauty-Produkten aber oft schwer zu finden ...). Ebenso lese ich bei Amazon gezielt die 1-2-Sterne-Bewertungen durch. Das ist oft viel informativer als Lobeshymnen!
    Und oft haben Negativpunkte ja auch Positives an sich: Ist ein Long-Lasting-Lippenstift gar nicht so long-lasting, wie versprochen, lässt er sich vielleicht leichter abschminken. Ist ein Produkt viel zu wenig pflegend, ist es für mich vielleicht genau richtig, weil meine Haut nur extraleichte Pflege mag. Was für den einen stinkt, duftet für den anderen und umgekehrt. Und für manch einen ist ein günstiges mittelmäßiges Produkt vielleicht völlig ausreichend und er sucht gar nicht nach dem heiligen Gral um oder für jeden Preis.

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    1. Hi Annkathrin, ich finde ja auch die "schlechten" Reviews oder Rezensionen oft hilfreich (also wenn sie nicht gerade aus "finde ich blöd" bestehen) - häufig wird sich da auch intensiver mit dem Produkt auseinandergesetzt und man versucht, es von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten und zu erklären, warum man eben nicht zufrieden war.

      Und du hast auch bei den vermeintlichen Negativpunkten vollkommen recht - was der eine schlecht findet, kann für den anderen gut sein; allerdings muss man das halt dafür auch erstmal wissen. Allerdings neigen wir ja alle ein bisschen dazu, lieber Gutes zu schreiben und wenn man nur gute Rezensionen liest, wird man ja irgendwann auch skeptisch :P

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  22. Interessanter Ansatz. Ich kann mich davon nicht ausnehmen. Zwar bin ich immer bemüht, mich von anderen positiven Produktreviews nicht beinträchtigen zu lassen, dafür ist es aber in meinem Fall so, dass ich generell nicht gerne über Produkte schreibe, die ich doof finde. Also findet man hauptsächlich postive oder wenigstens halbwegs positive Reviews bei mir. Eigentlich ausbaufähig...
    Und ich denke ein weiterer Grund, warum man zum Beispiel hochangepriesene und gehypte Produkte nicht gern auf dem Blog kritisiert ist sicher auch, weil man sich dann mit den vielen Gegenstimmen auseinandersetzen muss. Das sind ja deswegen nicht gleich Hassreden oder Ähnliches, aber doch eben viele Leute die sagen "hey, schade, ich find das Produkt aber so toll" oder "komisch, dass es bei dir nicht funktioniert...". Das liest man unbewusst wahrscheinlich weniger gern, als Zuspruch und Übereinstimmungen.

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    1. Ach, wenn ich mich davon ausnehmen könnte, würde ich das Posting wohl auch nicht schreiben :) Und ich glaube, die meisten von uns schreiben lieber über gute Produkte - das fällt leichter, man ist dazu motiviert und hat Spaß beim Schreiben... Das ist ja auch völlig okay, aber liefert eben nur einen Teil der "Wahrheit" - und das finde ich einfach ein bisschen schade.

      Und du hast völlig recht - Gegenstimmen sind nicht immer das Angenehmste (wenn sie auch noch besonders unfreundlich formuliert sind, auch noch ärgerlich); aber da sollte man ja auch ein bisschen drüber stehen. Eigentlich wissen wir ja alle, dass wir unterschiedlich sind, der eine dieses, der andere jenes besser verträgt - und da sind auch kritische Stimmen wichtig (wahrscheinlich sogar wichtiger als die positiven).

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  23. Auch meine Reviews fallen größtenteils positiv aus. Das hat verschiedene Gründe:

    Zum einen liegt es daran, dass ich mir bei den Firmen, mit denen ich arbeite, die Produkte selbst aussuchen darf und bei Produkten die ich mir kaufe immer lange vorher überlege und vergleiche. Deshalb habe ich einfach überwiegend viele Produkte, die mir gut gefallen. Ich habe selten Fehlkäufe und bekomme inzwischen auch nicht mehr viel ungefragt zugeschickt.

    Der zweite Punkt ist eben auch der, dass ich keine Lust habe, mich mit Produkten zu befassen, die ich nicht mag. Ich brauche recht lange für einen Blogpost, manchmal wirklich einen halben Tag + die Testphase vorweg. Leider habe ich nicht so viel Zeit und die möchte ich gern mit etwas verbringen, dass ich mag. Schließlich ist der Blog mein Hobby. Wenn ich etwas gekauft habe, dass mir nicht gefällt, wird es entweder umgetauscht oder direkt aussortiert und verschenkt. Unerwünschte Samples landen meist noch vor dem Benutze in der "Verschenken-Kiste". Wie gesagt, ich bekomme kaum noch etwas ohne vorherige Absprache und die wenigen Firmen, die mir trotzdem noch ungefragt Sachen schicken mag ich meist generell nicht so gern, da teste ich die Sachen gar nicht sondern tue sie gleich weg. Wenn das öfters passiert schreibe ich den Firmen auch, sie sollen das bitte lassen.

    Also unterm Strich kann ich sagen, dass ich wirklich meist tolle oder zumindest ganz nette Produkte habe und ich bin froh darüber. Und für das, was mir nicht gefällt, ist mir die wenige Zeit, die ich habe, zu schade.

    Liebe Grüße
    Karmesin

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    1. Ach, und ich finde übrigens, dass eine Firma damit leben muss, wenn der Blogger das Produkt kritisiert. Persönlich finde ich aber, dass es auch immer auf den Ton ankommt. Man kann auch auf negative Punkte hinweisen ohne ein Produkt in der Luft zu zerreißen und wenn eine Firma damit ein Problem hat, sollte sie vielleicht besser nicht mit Bloggern arbeiten.

      Unsicher macht mich immer, wenn ich anderer Meinung bin als viele Blogger aber was nützt es, wenn ich den anderen nach der Nase rede. Deshalb sage ich meine Meinung und verlinke unter (fast) jedem Post andere Blogger. So können die Leser auch sehen, was andere dazu meinen und wie ein Produkt an einem anderen Typ aussieht. Ich wünschte, dass würden mehr Blogger machen. Zum einen ist gegenseitiges Verlinken = gegenseitiges Unterstützen und zum anderen finde ich es als Leserin auch einfach praktisch.

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    2. Ich liebe die Suche nach anderen Berichten und teils wirklich anderen Meinungen. Auch wenn es Zeit kostet, es lihnt sich enorm und sollte mehr Beachtung finden.

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    3. Ich kann deine Argumentation voll und ganz verstehen, Mel - es geht ja vielen so und das ist ja auch nicht schlimm. Das Problem, das sich nur daraus verlinkt, ist eben insgesamt so ein Positivbild von Produkten und eher wenig ein realistisches Bild. Wenn man viele tolle Produkte hat, ist das ja super - dass allerdings Informationen über die anderen Produkte unter den Tisch fallen, macht es einem als Leser oder generell Ratsuchender eben ein bisschen schwer, einen guten Eindruck zu erhalten. Und dass man lieber Zeit in gute Produkte investiert, ist auch nachvollziehbar :)

      Dass Unternehmen mit negativen Reviews leben sollten, sehe ich auch so - aber das ist halt nicht bei allen Bloggern und Unternehmen angekommen. Gerade, wenn man einer anderen Meinung ist, sollte man das auch sagen - nachvollziehbar für die anderen, warum das so ist... Wie schon erwähnt, jeder legt ja auch andere Kriterien an und hat vielleicht andere Erwartungen - da ist es umso hilfreicher, wenn man viele unterschiedliche Meinungen liest.

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  24. Feiner Ansatz. Dies ist mir auch schon oft aufgefallen. Ich selber schreibe immer wenn mir negative Dinge bzw. Kritikpunkte auffallen. Oft genug habe ich bei meinen Postings recherchiert und nur positive Dinge gefunden und war selbst total enttäuscht. Ich glaube ich werde demnächst mal meine eigenen Gedanken aufschreiben :)

    Kann ich dich dann verlinken?

    LG

    Ela

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    1. Hi Ela, ich freue mich natürlich immer über eine Verlinkung - gib mir doch einfach Bescheid, wenn du dazu was schreibst, ich würde mich freuen!

      Ich kenne das auch, wenn man mal schlechte Erfahrungen gemacht hat und überall nur "Toll!", "Super!" und "Grandiose Wirkung!" liest... Aber dann muss man einfach so mutig sein, auch mal seine Meinung zu sagen!

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    2. Sodale, ich musste mich echt zügeln. Ich bin total ins Grübeln und Philosophieren gekommen. Ich hoffe, man kann meine Gedankengänge nachvollziehen hihi

      Hier da ist er, mein Gedankenpost mit Verlinkung zu dir :-)

      http://madleng.blogspot.de/2014/06/ein-pladoyer-fur-mittelmaige-produkte.html

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    3. Na ich bin echt beruhigt, dass es dir auch nicht so leicht fiel, dich kurz zu fassen :P Ist aber auch ein Thema, über das man sich stundenlang auslassen könnte :)

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  25. Ich finde dafür sind sone Top oder Flop Postings ganz gut geeignet, da kann man vielleicht mal sammeln was nicht so der Hit war, denn mir geht es oft ähnlich, dass ich über die nicht so tollen Produkte halt keine Lust habe zu schreiben. Wenn ich dann aber etwas positives schreibe ist es auch wirklich so gemeint.

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    1. Top- / Flop-Postings sind ja auch wirklich ein guter Ansatz - da bekommt man zumindest grob mit, was nicht so gut war und kann ja auch fragen, wenn einen etwas genauer interessiert. Aber klar, über blöde Produkte schreibt man nicht so gerne - allerdings sind diese Informationen ja für jemanden, der Hilfestellung sucht, oft die wichtigsten :)

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  26. Da hast du wohl recht! Das ist auch ein weltweites Phänomen, auf Blogs aus den USA habe ich auch schon tolle Fotos gesehen, aber nichts dazu gelesen, wie anstrengend die Textur des Lacks ist! Ich werde bei meinen Blogposts auch weiter mehr auf genaue Berichterstattung achten :)

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    1. Oh ja, da liest man gerne viele tolle Sachen und erst in den Kommentaren dann irgendwo die Info, dass da x Schichten mit y Topcoats drüber genutzt wurden oder ähnliches... Scheint also kein deutschlandspezfisches Phänomen zu sein ;)

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  27. Ein richtiger guter Gedanke den du da spinnst und ich stimme dir absolut zu: Nicht alles, was einem zu Hauf als toll und genial präsentiert ist ist es auch! Mein aktuelles Paradebeispiel sind Essie Lacke: Ich versuche wirklich krampfhaft sie zu mgen, aber jeder Cremelacke den ich kaufe wirft bei mir Bläschen - egal, was ich tue, Unter-oder Überlack, Trockenzeit variieren - wurscht! Und dabei kommt man um den Essie Hype ja gar nicht herum, da frage ich mich oft ob es nur mir so geht. Ich erwähnen meinen Bläschenärger auch in meinen Blogbeiträgen, aber dennoch bin ich immer wieder verliebt in die hübschen Farben und lasse die minderwertige Qualität irgendwie außen vor. Man muss aber auch einfach sagen, dass positive beiträge zu Dingen die einem gefallen auch einfach oft mehr Spaß machen - man kann Freude weitergeben und hoffen, dass andere genauso Gefallen daran finden können. Ab und an ein kritisches Auge auf hypes zu werfen sollte man aber trotzdem, so mache ich es zumindest!
    Liebe Grüße
    Jen

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    1. Hach, die essie-Lacke... Ich glaube, an denen scheiden sich so ein bisschen die Geister - aber diese zarten Cremefarben machen wohl öfters mal Probleme, da bist du also bei Weitem nicht allein! Viel schlimmer ist ja, dass du dir die Lacke trotzdem kaufst ;)

      Natürlich machen positive Beiträge mehr Spaß, da kann man mit Begeisterung über ein Produkt berichten und zeigt gerne Bilder und schwärmt - das ist ja auch völlig okay :) Man sollte nur vor lauter Schwärmerei nicht vergessen, dass eben nicht alles immer toll ist - und hier und da mal ein kritisches Wort kann a nicht schaden :)

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  28. Interessanter Denkanstoß. Das mit der Verzerrung war mir nicht so bewusst, ist aber logisch. Mal sehen, ob ich da in Zukunft auch was beitragen kann :)

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    1. Ja, das ist so eine Sache - da denkt man nicht unbedingt sofort dran (und ich gestehe, ich bin da letztens auch vorwiegend durch einen Vortrag (in einem anderen Kontext) drauf gestoßen worden), aber sobald man mal ein bisschen überlegt, man das alles Sinn... Sich aber zu überwinden, ist dann gar nicht so einfach :P

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