Donnerstag, 16. Januar 2014

Gray kiss - Michelle Rowen

Eigentlich hätte ich als "Entschädigung" für die Tatsache, dass es sich bei der Sneak-Review von "Schütze meine Seele" um einen vierten Band gehandelt hat, den ersten Band zu "Gray kiss" bekommen sollen - aber da da auch auf Nachfrage nichts gekommen ist, gibt es heute eben nur den zweiten Band... Zur Verfügung gestellt wurde dieses Buch von BloggdeinBuch, erschienen im Darkiss-Verlag und für 12,99€ unter anderem hier käuflich zu erwerben.
Mir ist es bei "Gray kiss" anfangs so gar nicht leicht gefallen, mich in die Geschichte einzufinden - im Verlauf der Story wird einiges aus dem ersten Band wieder aufgegriffen und erklärt, aber bis ich in der Geschichte angekommen war, habe ich in etwa 100 Seiten gebraucht. Nicht, weil die Vorgänge unverständlich wären, sondern weil ich einfach so absolut gar keinen Zugang zu den Charakteren gefunden habe. Das Beziehungsgeflecht zwischen den handelnden Personen und Gründe dafür wurden mir erst im Verlauf des Buches klar und das war irgendwie in diesem Fall sehr störend.

Die Story dreht sich um Samantha, die durch einen Kuss in Buch 1 zu einem Wesen geworden ist, das sich von Seelen ernährt - sie ist allerdings keinesfalls böse, sondern muss sozusagen einfach nur ihre Nahrungsquelle umstellen. Dazu gibt es ein paar Engel und Dämonen, die als mehr oder minder Freunde von Sam in der Stadt Trinity unterwegs sind, um ein kosmisches Ungleichgewicht zu beseitigen. Was natürlich nicht fehlen darf, ist eine Lovestory, die ihren Kern aus der Problematik der Ungleichheit zieht: Samantha ist nämlich in Bishop, einen gefallenen Engel mit Seele verliebt.

Und als seelenfressendes Etwas ist das ein zentrales Problem - und hat mich an gewissen Stellen tierisch genervt. Da das Buch aus Samanthas Perspektive geschrieben ist, werden auch ihre Gedanken bzw. Gefühle sehr in den Vordergrund gestellt und diese "Sucht" nach Bishop, das zehrende Verlangen und der unbändige Drang, ihn zu küssen (und ihm somit zumindest einen Teil seiner Seele zu entziehen und sich zu nähren) kam mir teilweise ein bisschen zu überzogen und dramatisiert vor. Stellenweise habe ich mich gefragt, ob wir jetzt bei 50 shades of grey (das ich nicht gelesen habe) für Jugendliche angekommen sind...

Irgendwie war das einfach nicht mein Buch - die Story ist okay, an einigen Stellen nicht ganz logisch nachvollziehbar, aber damit kann ich durchaus leben. Aber irgendwie bin ich mit meinem der Charaktere richtig warm geworden - sie sind alle (zumindest in diesem Buch) recht blass und oberflächlich gewesen, teilweise sehr prototypisch, auch wenn mal Besonderheiten angedeutet wurden, wurde da nicht weitere darauf eingegangen. Mir fehlt hier irgendwie Etwas, das mich an die Geschichte oder die Protagonisten fesselt, diese gewisse Besonderheit, die einen dazu bringt, nach Ende des Buches weiterlesen zu wollen... Hier war das eher "Buch zu Ende, ist in Ordnung".

So ganz weiß ich auch nicht, woran das nun lag - denn die Thematik ist eigentlich durchaus mein Fall und auch "young adult" lese ich durchaus gerne... Aber der Funke ist einfach nicht zu mir rübergesprungen.

Kommentare:

  1. Wusste ich doch, dass mir Michelle Rowen was sagt ... ich hab' "Ein Anfang mit Biss" gelesen - so ein Vampir-Chick-Lit-Ding Band 1 einer Reihe. War nicht so meins, obwohl's witzig war ...

    Ich schmeiß morgen was zum Lesen für dich in die Post. ;-P

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    1. Vampi-Chick-Lit - okay, das Genre habe ich bisher glaube ich eher ausgelassen :P Wobei das ja gar nicht übel sein muss... Ich wurde mit diesem hier einfach nicht so recht warm, keinen Schimmer, wieso...

      Öhm, was zum Lesen? Nu bin ich aber gespannt :x

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